rv. Der »retz«»er erscheint tLgüch. m Sonnt«gH. - Beilagen: Eichener $«miiUnlIfitttT; KidtUatf fflr den Krtls Gieße«. vezuzrpreir: mottail. 90 Pft, viertel- jährl. Mt. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen moncttl. 89 Pf.: durch diePost Dtk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernfprech - Anschlüße: für die Schristleitunq112 Verlag,GeschäftssteÜebl AnschrilrfürDrahtnach- nchlen: Anzeiger Sieben. Erstes vlatt tbr. Jahrgang Mittwoch. Gietzener Anzeiger Mittwoch. 2 ). Zu»! 1911 A/.I.QlUiU DO'.I *. die Taqesnummer dis .^imOlachmiuaq vorher ^eilrnvrrir, i. Llnzeigen: örtlich 20 Bi.. Vermietungen u. Stctlenge- sllchelbPf., auswart«- 25 Pf., b. Plntzvorlchrift 30 Pi., Reklamen 75 Pi., bei Platzoorschrist 00 Pft Hauptschristleiter: Aug.. Goetz. Bcrannvortlich für Politik ».Feuilleton: Santoertehr: Goetz. Stadt m d Gewerbebant Stehen ^.LernnschieSu J&i* rrchtsfaal: Fr. R. Zenz. Zwillingrrunddruck «.Verlag: vrühl'sche Unlv.-Vuch- u.Stcinferuderci R.Lange. Schristlettung. Seschästrftelle «.Druckerei: Schulftr. r. j^lniuük'in m-bcu'. pofllcheiNoitt«: Krantturt a.M. U686 General-Anzeiger für Oberhesten iggü_ 869 006 Tonnen im Mai versenii. Ein schweizerischer Zehlschritt zur Anbahnung des Friedens in Rußland. (WTB.) Großes Hauptquartier, 19. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An der Flandern - und Ar ras-Front ist die Lage unverändert. In wechselnder Stärke dauert der Ar- tillerickampf an. Gestern war er besonders zwischen /Boesingfte und Frelinghien lebhaft. Oestlich von Monchy warfen unsere Sturmtrupps die Engländer aus einigen Gräben, die bei den Kämpfen am 11. Juni noch in Feindeshand geblieben waren. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. 9hm neuem versuchten die Franzosep bei Einbruch der Dunkelheit die ihnen kürzlich entrissenen Gräben nordwest- ttd* des Gehöftes Hurtebise zurückzugewiimen. Ihr zweimaliger Anlauf wurde zurüttgeschlagen. In der C Hain p a g n e drang der Feind gestern morgen nach starkem Feuer in einen vorspringenden Teil unserer Stellung südwestlich des Hochberges. Ein abends unternommener Vorstoß zur Erweiterung seines Besitzes schlug verlustreich fehl. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Neues. Bon dem Deutlichen Kriegsschauplätze und von der Mazedonischen Front sind größere Kampfhandlungen nicht gemeldet. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. Der Abendbcricht. Ber lin, 19. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Mehrfach auflebenv? Gefochtstätigkeit in Glandern und in der WestÄarnpaffne. Sonst nichts Neues. herige Neutralitätspolitik als richtig und erfolgreich anerkannte. Wir haben nicht zu besorgen, daß die Haltung der Schweiz sich ändern wird. Wer ist bloß ge stellt? Einzig und allein die Entente, deren Aussichten von neutraler Stelle ein schlech tes Zeugnis ans g estellt wurd e. 5o offmann war danrm persönlich in London tmö Paris natürlich ein wenig mißliebig geworden, wenn er auch nichts getan hat, was der Neutralität zuwiderlief. Denn er uuterstützte die Politik der Petersburger Kreise, die auf einen baldigen Frieden hinauslänft. Das ist Hvsfmanns gutes Recht gewesen, detrn die Schweiz hat an einem baldigen Frieden das größte Interesse. Er war takt- nkw einsichtsvolt genug, von seinein Posten zurückzutreten, da er gewärtige:: mußte, in den Führerkreisen der Entente künftig mit Voreingenommenheit behairdelt zu werden. Die Wirkung auf die Petersburger Politik? Sie wird kaum schädlich sein. Es ist nichts enthüllt worden, was wie ein falsches Matwver anssähe oder unlautere Beweggründe hinter sich hätte. Die provisorische Regierung hat' in ein redliches Buch der Wahrheit hineingeschaut. Wenn sie Herrn Grimm gebeten hat, Rußland zu verlassen, so geschah es, um die Empfindlichkeit der Bundesgenossen zu schonen. Darüber hinaus w:rd der „Fall Grimm" ihr nur ein Ansporn sein können, die Bahnen der Klämrng trotz des englischen und amerikanischen Einspruches weiter zu verfolgen. Im deutschen Interesse bleibt noch zu betonen, daß Natio- ualrat Hofsmann.nichts angeraten oder ängedentet hat, was einem Scheidemann-Frieden g l e i ch k ä m e. Me intereffanten Meldungen, die im vorliegenden Blatte unter der Neberschrisi „Der Fall Grimm" zusammen- < estellt sind, haben ans den ersten Blick etwas B>eklemmepdes. iveil man rricht gleich entscl-eiden kann, ob durch das Bor- tonrnrrris der Sache des Friedens genützt oder geschadet morden ist. Zunächst eine kurze Zusammenfassung des Tat- besdaitdes. Der schweizerische Nationalrat Grimin, der der dekarmten soziäldenrotratischen Berner^ „Tagwachp' nahesteht. die bisher alles andere al^ deutsche Interessen ver- tretcm hat, hielt sich vor einiget: Wochen in Petersburg ans. Er ist ein eifriger Pazifist und agitiert in seiner Weise für den Frieden; so stand er auch im Aceinungsaustach'ch mit dem Bundesrat Hofsmann, der die Auslanos- politik der Schweiz leitete. Hofsmann wollte die Einflüsse dieses Mannes in Petersburg benützen, um den Frieden zu fördern. So gab er ihm die in dein heute rnitgeteilvein chWäertcm Telegramm enthaltenen Winke über die deutschen Friedensziele. Sie bewegen sich ungefähr in der Richtung, wie sie der Reichskanzler vor dem deutschen Volke öffentlich ängedentet hat, bezogen sich aber auch auf „Besprechungen mit prominenten Persönlichleiten". Um die Wendungen dieses Telegramms besser zu verstehen, muß man berücksichtigen, daß Grimm vorher, Ende Mai, die schweizerische Diplomatie hatte wissen lassen, „die einzig mögliche und gefährlickifte Störung aller Verhandlungen könnte nur durch eine deutsche Offensive im Osten erfolk- gen". Grimm wünschte über diesen Punkt unterrichtet zu werden. Hoffmann antwortete, es werde von Deutschland keine Offensive unternommen werden, solange mit Rußland eine gütliche Einigung möglick> scheine. Woher hatte der angesehene Bundesrat diese Weisheit? Wie er selbst sagt, aus Besprechungen mit prominenten Persönlichkeiten. Dazu bat er wohl auch fleißig die deutschen Zeitungen gelesen, in denen es ja wiederholt gestanden hat, daß der Reichs kanzler und seine Negierungsorgane Wert auf die Feststellung legten, es sei zunächst keine Offensive im Osten zu er- nwmen.^ Sachverhalt wird es Aar, daß das amtliche Deutschland diese Friedensbemühung nicht angerührt hat. E^ tont ja mögttch sein, daß der deutsche Gesandte in Bern dem Bundesrat Hoffmänn Mitteilungen solcher Art gemacht hat, die kein besonderes Geheimnis waren. Was uns Deutschen bei dem Vorkommnis einige Genugtuung, den Feinden dagegen Aerger bereiten muß, ist höchstens die Tatsache, daß die neutrale Schweiz keine Wendung tu der Kriegslage mehr erwartet. Sie erstrebt, :n chrem eigenen Lmrdesinteresse, eineu baldigen Frieden auf Grund der Entscheidungen in der abgelausenen Kriegszeit. Deutschland darf sich als Sieger bezeichnen. Es fällt ins Gewicht, daß neben der Aeußerung Hoffmanns, die gegen seinen Willen veröffentlicht worden ist, eine ähnliche Tendenz der deutschen Regierutlg steht, auf der ändert! Seite aber auch die widerstrebe täte Politik der Entente, die das Kriegsglück noch auf ihre Seite zu wenden hofft. 0 * Welches ist die Wartung der Jndrskretton > ramm wurde, trch'deni er erklärte, daß er „imperialisttsche Ver- nrittln:tgspo!iük" keineswegs ntrterstütze, ans Petersburg auSgewiesen. Das ist kein Schade, denn Grimm war lein deutscher Agent nvd kM iu mrsevem Interesse auch nichts geleistet. Hoffmann ist als schweizerischet Bundesrat zurück- getreten. Dcis bedauern wir mit der ganzen Schweiz, die ihn als ihren hervorragenoslM Politiker ansah und seine bis-- Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 19. Jmn. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Im V a l c p u t n a - A b s ch n i t t wiesen wir einen russischen Vorstoß ab. Sonst nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf der Hvchflück^ der S i c b c n - G e m e i n d e n und im Sugana-Tal zwischen Asiago und der Brenta ist seit gestern sinh dttc neue heftige Artillerie- schlacht im Gange. Vom Jsonzo nichts Besonderes gemeldet. S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Unveräiwert. Der Chef des Generalstabs. Der bulgarische Bericht. Sofia, 19.Funi. (WTB.^ Generalstcrbsbericht vom 18. Juni. Mazedonische Front: Znnschnr Werdar und Doircm- Sre versuchter englische Erkundnngsabteilung cn nachts gegen unsere vorge'ckrobenetr > Posten b?i d7r Ortschaft Ko- rechteli vorzustoßcn; sie tvnrd?n durch unser Ferrer zurückgeschlagen. Am Fuße der BAasiha zogeir sich die vordersten Ab- teilinrgen der Etrgländer, die sich in einer Stellung längs des BtctkoIvo-Flusses befanden, südlich von dem Käknme des K r a e ch a- Berges zurück. Art der unteren Strirma besetzten wir in der Ebene zwischen Butkowo mtb Tachinos-See die Orckschasten Tschandar mahle, Nevölen, Penikoej rrnd Dcni mähte. Die Eng- länder haltetr nur noch mit einigen Kompagnien die Brückenköpfe an der Struma. An der übrigen Front schwaches Artilleriefeuer. Durch dlrlilleriefeuer brachten wir' ein feindliches Flugzeug zum Absturz, das in der Strunia-Moderung nördlich der Belasttza niederftel. Runtänischc Front: Geivehrseuer bei Mahmiudia und Jsaccea; bei Tulcea schwaches Artilleriefeuer. Angebliche Mißhandlungen russischer Kriegsgefangener. Berlin, 19.J!uni. (WTBst Die „dchrdd. Ajllg. Ztg." ivendet sich scharf gegen die Anschtllidigu.ngen der zuletzt hierher gelangten rnfsischen Presse über angebliche Mißhandlungen russischer Kriegs g e sau geuer in Deutschlaud, angeblich utlgerechtfertigtes Herauzi-ehetr zur Pftichtarbeit und übermäßig anstrengende Beschästigung, angeblich schleckte Ernährung bis zur Alushungerung unter dent Zivange, sich aus der Müllgrube zu verköstigen, angeblich iunuteusästiche Behaudluirgen, systematische Grausamkeiten, Körperstrafen, Ruten, Handschellen, angebliches Hetzen mit Hwrdeu, Aushängen, Kreitzigen, Untertaucheu in kaltes Wasser Uitd die systematische Ausrottung der russischen Kriegs- gcgaugenen, von denen bereits etwa 500 000 voms Lebieit tzum Tode befördert worden seieit. Dies bertthe hruptsächlich auf ?tn> gaben von eben erst aus der Gefangettschrft bei uns nach Rußland zurückgekehrten russischeit Merzten. Die „Nordd. Mg. Ztg." beurerkt hierzu: „Tie geordnet«: Zustände in unserem ^GesaUgenenlagerir und Lazaretten sind weit- bekatmt und durch eingehende llntersujckmttgen nentraler Koni- Urissionen eintvandfrei vor aller Welt dargetan und bekräftigt. J>eden falls kann es bis #um Eintreffen der Berichte aus >xm> Gesangeuenlagern genügen, festztrstellen, daß die englische Lügenpropaganda dm Bogen diesntal doch gar Ku sehr überspmmt hat." Derartig grobe und plumpe Berleumdungeir, tote sie die „Nordd. Allg. Ztg." teilweise m.ft Eittzelheitet: wieder«ftbt, tverdeu selbst unter den Lügen der Entente verhÄtnismäßig feiten zu finden sein. Englische Rachsucht. Berlin, 19.Fmri. (WTB. Mchtamtlich.) Die „Norddeutsche Allge-meine Zeitimg" schreibt mtter dem Titel,, Ettglisckut Rachsucht": Ein ungarischer Korporal, der im vorigen Jahre in Süd Persien in englische Gefaugeirschaft geriet utrd sich jetzt nach der Türkei retten konnte, erstattet« über seine Erlebnisse einen Bericht, der ein empörendes Bild gibt von der utrmenschilichett Behandlung, die er und eilte Anzahl seiner Leidet:sgenossm zu erdulden hatten^ Als die Engländer, durch die freiheitliche uatiouale Bewügwtg Wt Persim beunrujl-igt, in: Frühjahr 1916 de,: General Sir Perch Sykes Mit einer verhältnismäßig starken Truppew- macht nach Bmder-Abbas in Südpersien errtsandten, tun den dant>als stark geschwundenen englischen Einfluß ivieder Au befestigen,* wurdest die in Süd- und Ostpecsien verbliebenen >An- gehörigm der ^Mittelmächte in Schiras interttiert. Nach einer mehrmonatigei: harten Gefangenschaft in der dortigen Zitadelle wurden sie irach Norden ab transportiert und trafen kürzlich in Baft: ein. Während des Aufenthaltes in der Zitadelle von Schirae tvurden die Gefcntgenen auf ?luordnmrg des Generals Sykes nachts in Ketten gelegt. Der Transport vollzog sich um von den ungeheuerlichen Einzielheiten mrr die eine hervor^ zuheben, in einer Weise, daß je zwei Mann wit ans dem Rücken gebundenen Häitden zusammen auf ein Maultier gesetzt wurden. In dieser gualvollen Art mußtet: sie die tage Rpise über die steinigen und unweg sametr Gv birgspässe Jnnerpersiens zttrücklegen. Der langen Kette kultur- widriger Missetaten fügten die Engländer mit diesem netten, ttoch dazu aus neutralem Bodei: vollbrachten Akt niedriger und boshafter Rachsucht gegenüber wehrlosen Gefangenen eilt tveiteres schmachvolbes Glied an. Zwei Tagereisen voir Jspahan übergaben die Engländer den Transport den! Russe::, in deren Hand die Lage der Gesangenen besser wurde. Die Kaiserliche Regierung legte durch Vermittlung der 'chweizerisckt-en Regierung in London einen nachdrücklichen^ Protest ein. Außerdem beantragte sie in Petersburg die Freilassung der Internierten. Die Haltung Amerikas. Haag, 20. Juni. (LOA) Wie ausZWashington getneldot wird habe die amerikanisck-e Regierung in einer ?cote an Rußland erklärt, daß die Absendung amtlicher Vertreter nach Rußland der beste Weg sei. um die Werbe^rrbeit der deutschen Atrtokratte, die die schlimmste Bedrvhttng der Demokratie aller Länder sei, mtszurotten. .Haag 20. Juni. (L. A.) Wie Reuter aus Washington meldet, habe Wilson einer belgischen Mordnung gegenüber erklärt Amerika iverde die Waffen nicht eita aus der Hand legen, bevor Belgien seinen alten Platz in der Reihe der Nationen tvieder eingenommen habe. Haag, 20. Jüni. (L. A.) Der Washingtoner Kvrreipondent des „Hollandsch Ncieuws Bureatr" meldet aus Japan, daß Japan die amerikanischenVorschlägeabge lehnt habe, sich den Staat«::, die sich mit den inneren Angelegenheiten Chinas befassen sollen, anzuschließen. Italien verweigert * die Pässe für Stockholm. u g a n o, 20. Juni. (B. T.) Dem „Cvrriere detta Sera" zufolge beschloß die Regierung, unter keinen Umständen Pässe für Stockholm auszustellen. König Konstantin. Lugano, 20. Juni. König Konstantin traf gestern abend in Lugano ein. Der Bahnhof loar militärisch streng abgesperrt. Verschiedenen Blättern zufolge werde der König vortafig in Thusis (Granbünden) Aufenthalt nehmen. Jo nn art ordnete die Festnahme Gunaris' unk Metaxas' an. In englischen Blättern wird gesagt, daß wenn König Alexander glaube, die Politik seines Vater- fortsetzen zu können, er die Bedingungen falsch verstehe unter denen er aus den Thron gelassen sei. Rücktritt des österreichischen Kabinetts. Wien, 19. Juni. (WTB. > Den Blättern zufolge gestern ein längerer Minist-errat stattgefunden, in dem beschlossen wurde, heute dein Kaiser die Demission des G e s a m t k a b i n e t t s zu überreichen. Wien, 19. Juni. (WTB.) Den ?lbendblättern zufolge wrrrde heute tuittag im Abgeordnerenhause bekannt, daß der Ministerpräsident Graf E l a m - M a r t i n i z vom Kaiser den Auftrag erhalten hat, die Urnbildnng des Kabinetts durchzuführen. Der Kabinettschcf nahm bereits die darauf abzielendeu Verhandlungen mit den Parteien auf. Der 5aN Eriinm. Zu den: inr vorliegenden Zweiten Matte mftyeteüten Tatbestand tvird noch gemeldet, daß Bundesrat Hofsmann tatsächlich zurückgetreten ist: Bern, 19. Juni. (WTB. Nichtmuttich.^ Meldung der Schweizerischen Depeschm-Agetrtur: Infolge der durch den diplvnrattsche». Zwischenfall geschaffenen Lage hat heute eine Besprechung zwischen dem Buirdesrat, dem Präswettten der Räle^uird den FtaktronK' Präsidenten statt-gesunden. Der Beginn der Sitzung des Naftmral- rats verzögerte sich infolgedessen. Im Mle herrschte sichtliche Erregung. Präsident Büoler cröfsnete die Sitzung und verlas folgendes Schreibet: des Chefs des politisck-etr Departznnettts Hofs- maanu an dm National rat: „Hochgeehrter Herr National Präsident! Die unbefugte Ver- ösfmtlichung einer chiffrierten Depesckw. die ich durö: Dermittimrqj der Schtveizerisck-en Gesandtschaft in Petersburg an beu dort an- tveseitden Nationalrat Grimm richtete, und in tvelärer ich meine Auffassung über die Frredmsbeditrgtmg-eu der Zentralintate gegenüber RuUand und in bezug -ans die üibrigm LMiiorten au-Setn- andersetzte, hat eine Lage geschpffetr, die für die innertwlftißchen. ttnd austvärttgen Beziehungett des Landes verhängt:voll werden kätm. Es tvird nieinand daran zweifeln, daß ich diesen Schritt aus eigener E n t s ch l i c ß n n g und a n f meine e i q e n e Verant wortnng unternommen habe und daß ickx ausschließlich für die Fürdevtmg des Friedens und danril in: Interesse des eigene!: Landes zu hairdeln bestrebt wir. Ick» komrto aber den Gedanken nicht ertragen, daß in diesen Seiten hocypolftischer Span- >mnq und Anfregimg.meine weitere Tätigkeit meinen: vnßgeliebttm Vaterlande zutn Schaden gereickt-m könnte. Jckr büre Sie daher, meine Demission als Mitglied de^Z Bundesrals mtgegm- twhmin zu tvollm." Nack> Verlesung des Rückttittsschretvetts v's Buttdesrats Hoft- üiam: gab dm' Bmrdespräsidettt Schult he ß folgend Er- klärung ab: Der Bundesrat bestätigt die Erklärmtg des Herrn Hofsntmm in aller: Teilen. Er lhtt von seinem 'Ächritt keina Kenntnis gehabt. Wäre er durch Hern: Hoffniamr gefragt uwebat, L..^-».7^ ragen der MMwmg geführtem dMo- f«nc .r»n I? ,|^XÄ f Ä , %Ä n h» ^ÄlfSÄ fSÄSSSÄ K# die .»-rm-Fche Regier^ Ir**** oett unschätzbare Dien?Le geleilwt. Seine Gesinnung ist über allen Zweifel erhaben. Er hat nur im Lande Sinter-, e s l e handeln wollen. Wir danken dem Scheidenden ini vcanren des Landes. Das Große, was ec dem Lande gleistet hat. bleibt unvergessen. Nach einer Ansprache des Präsidenten Bueler, in der dieser den schmerzlichen Gefühlen beim Austritt des geschätzten Leiters des politischen Departements Ausdruck gab, beschloß der Rat mit Lberwälngender Mehrheit, in eine Besprechung nicht einzutretcir Secfrleg. Im Mai 869,000 Tonnen versenkt. Berlin. 19. Jrmi. (Amtlich.) Im M o n a t M a i sind an Handelsschiffsraum insgesamt 869 000 Brutto renisttr- tonnen durch kriegerische Mahnahmen der Mittelmächte versenkt morden. Damit sind seit Beginn des uneingeschränkten U-Boot-Krieges insgesamt 3655 000 Brutto regstertonnen des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes vernichtet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 19. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Das Mai- r fr r, r < ' ^ iwuj int ow.yu.tuuy s vü au ' J*™- ^t^^ldpuntt, daß die Aufbringung zwischen der orttten und meinen Seemeile, also außerhalb der Dreimeilen- grenz«, stattgefunden hat. Erst am 15. Juni teilte sie der deutschen mrt, sie ln zu der Auffassung gelangt, daß der Ort der Aufbringung innerhalb der Treimeilengrnrze liege. Das von der t, unmittelbar nach der Aufbringung und auf Veranlassung der norwegischen Torpedo bootskommmidanten versucht, sich den An- ordnimger! des an Bord befindlichen deutschen Prisenkommandos zuwider setzen: vielmehr haben einige Leute der Besatzung diesen -Ersuch auf der Reffe nach dem deutschen Prisenhafen wiederholt, wooel es dem aus nur zwei ! ißerfrmr'n bei lebenden ^ ri I rrtfn m m/i ti Ivi Ergebnis zeigt, das; die von den Engländern immer wieder im eigenen Lande und bei ihren Verbündeten auf- gestellte Behauptung, die Untcrseclwotsersolge der Mittelmächte würden durch die erfolgreiche Airwendung von neuen Unterseeboot«Abnrehnnitteln in einer für Deutschland und seine Verbündeten gefährlichen Weise verringert, falsch ist. Drrrch die in den ersten drei Monaten des uneingeschränkten Unterseebootkrieges erfolgten Versenkungen waren nicht weniger als 2 786 000 Bruttoregistertonnen Schiffstonnage dem Seeverkehr für die kriegerischen und Handelszivecke der Entente entzogen. Der Tonnagezuwachs durch beschlagnahmte und neuerbaute Schiffe in diesem Zeitraum ist dem Verlust gegenüber mu° gering und wird auf nicht mehr als ein Fünftel des Verlustes einKuschätzen sein. Trotz jener außerordentlichen Verringerung der für die Entente verwendbarer: Weltschiffstonnage übertrisft das M a i e r g e b n i s dasjenige des Februars um über 80 0 00 Tonnen und erreicht fast dasjenige des Monats März mit seinen 885 000 Tonnen. Auch im Mai haben sich die Unterseebootöverluste wie bisher unter der von vornherein in Rechnung gestellten Höhe gehalten und werden ganz erheblich durch den Z u in a 6) 6 an u eu e n booten übertroffen. Die deutsche Unterseebootsflotte nimmt daher ständig weiter an Stärke zu. Neue U-Poot-Erfolge. Berlin. 19. Juni. (Amtlich.) Durch die Tätigkeit unserer U-Boote find in den nördlichen Sperrgebieten neuerdings 26 000 Brutloregi ft er tonnen vernichtet. Eines unserer im. M ittelmeer operierender: Unter seeboote, Kommandant Oberleutnant z. S. Klatt, versenkte am 13. Juni nachts südlich der Straße von Messina einen unbekannten bewaffneten Dampfer von 4000 Tonnen und griff am 15. Juni nachts in derselben Gegend zwei stark gesicherte feindliche Geleitszügc an. In einem Zeitraum von IV, Stunden wurden aus dem Geleitszuge, der aus drei Dampfern bestand, die beiden größten, von 6000 Tonnen und 4000 Tonnen, und aus dem andern von zwei Dampfern der größere von 5000 Tonnen ab- geschossen. Alle versenkten Schiffe waren auffallend tief beladen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. *«*«•/ ueuquji'n. '•üiTjCTujttien: naeoerlMl, ”9. , l . 5 0 chl? 1 F tr 5 -wei Personen bestehenden Prisenkommando ledcglrch dürck; Drohung mit der Waffe.gelang, die Ordnung an Bord yerMstellen. Wegen dieses Verhaltens, schwebt ein Verfahren vor dem zuItandrsten deutschen Kriegsgerühit, dem auch das von der ^rwegrschen Regierung neuerdings beigebraichte Material über den L^rt der AufbrrnMng vorgelegt werden wird. Ta nach Völkerrecht der g-ewalffame Widerstand gegen die rechtmäßige Ausübung des Aufbrmgungsrochtes die vrisengerichtliche Einziehung des Schiffes r-nr Folge hat. werden die Feststellungen des Kriegsgerichts auch . r dre lvertere Behandlung des Dampfers Thorunn von Bedeutung sem. ?? diesem Sachveryatt kann die Kritik, die im nviM>egischm «orchma an deni Verhalten des deatschm U-Bootes und der deutschen Regrerung geübt Wochen ist, nicht als berechtigt anerkannt werden. £emt es handelt sich um eine MeiirungsVerschiedenheit über die Frage, ob die Aufbringung innerhalb oder außerhalb der n-orweglschen Hahertsgewässer erfolgt ist. Diese MernmrgsVerschiedenheit wird auszutragen fein, hatte aber unter keinen Umstanden den norwLglfchen Leestreitkräfden zur Anwendung von Gewalt- Maßnahmen Anlaß geben dürfen. Rotterdam, 18.,Juni. MTB. ) Die Blätter melden: Das nrederländischc Segelschiff „Albertine Beatrrce , das am 4. Februar mit 8000 Ballen Tabak vom Soerabaja nach Rotterdam ausfuhr, ist am Freita-, versenkt morden. Die Besatzung wurde in Plymouth gelandet. ^ . . Kopenhagen, 18. Juni. (WTB.) Das Ministerium des Aeußern teilt mit: Nach einem Telegramm der däni- ,chen Gejandtschaft in London wurde der dänische Dampfer „Angantyr" auf der Reise von Schweden nach Frank r f en k t. Ein Mann der Besatzung ist oäni umgetvmrnen, der Rest in Newcastle gelandet. Der dänische Konjul tn Bergen telegraphiert, dach der dänische Darnpfer „Gunhild auf 8er Reise von England nach Kopenhagen mtt einer Kohlenladnng in der Nordsee versenkt worden ?bchs Mann der Besatzung sind umgekornmen, der Rest ist m Bergen eingetroffen. Bern, 20. Juni. Progres de Lvch berichtet aus Paris: Die beiden Fycherbarken Francois Georgette und Eu- gentS Matrlde wurden am 9. Juni von einem U-Boot bejchosten und durch Bomben versenkt. Am 10. Juni wurde em drittes L'ilcherfahrzeug in der gleichen Gegend versenkt. Vorteile, da cs weder Einmachgläser, also auch kemc Gummiringe, noch Zucker erfordert. Seine VerwenduiV^wöglich-- kert ist aber die gleiche. Es sollte daher ;eder, der hierzu iw der Lage ist, beizeiten darauf bedacht sein, sich durch Dorren von Obst eine abwechslungsreiche und schmackhafte Xlost für den Winter zu sichern. * V o r s i ch t beim. F o r t w e r f e n von O b st t* ft e n. E Unfälle sind vorgetommm durch das achtlose ForUoerfew von Obstrciten und Obstkernen auf Straßen und bewnders au^ Bür-» gerltelgen. Jedermann sollte doch darauf achten, Eltern und Lehrer: Ilütten me Kinder ermahnen und darauf hrmoeisen, Obstreste an: 6^Miete Stellen zu werfen, damit das Leben ihrer Mitmenschen nrcht getährdet ist. < ** ^nartiergelder. Die Ider Stadt für die Eingncet'- 8?^ k^brnar und März 1917 ans der Reichskasse zu-- Vergütung soll an die Ouattiergeb-er verteilt weiden. Zur jCT 0 ctnnt 9 der Vergütung sind die Unterttmftssck?eürc auf dem: ^NDtl-aus, Zmrmer Nr. 7, zur Awveifung oorzulegen, worauf Au^ahlnTtg erfolgt. Siehe Bekanntmachung. ^I ächenerhebung vom 15. bis 25. Juni 1917. Zister ineist nochmals daraus lnn. daß die Be- ttrwsinyaber oder deren Stellvertreter zur Arrmeldung der seid-. an gebauten Frückste bis zunr 18. d. Mts. oerpflicküet find, -me^lucmr^en werden bei Meldung von Strafe letztmalig auf- ^wrdert, innerhalb 24 Stunden beim Lebensmillttanrt — 8i?it!m>er 9h;. 4 — ihre Meldungen abzugeben. ' r 2 f r l r t rtg e n bc r Ernte. Urlauösge suche für die tut ^chUlfchaftnr müssen dis spötchtens zum. 30. Erregswirrichaftsslelle Gießen eingegarrgen fein^ MDernfallu. rst danrtt zu rechnen, daß sie lerne Berüchuhtigmvg mehr fmden könnew ** Kupfer. M e s,s i n g und R e i n n i cke L Wir weiferr . X. fs r ! . , 'J 1 11 y U U U i/IC ul II l CLC X&ic IIKIK3L nochmals darauf hin, datz aus diesen Metallen verse.ttigte Gegen- itaitde ms zum 2o. ^zuni restlos abzuliefern find machung. . f-- --- bekannt- „r~ ** ^ r a stv st e i n. Am 20. Juni ist eine Bckanntmcrchung per- offemllrcht irwrden, durch welche alle Vorräte an Braunsttin IÜn0>^ ausbereitet, in MjHchung-en und Halbfabrikaten^ owre Kunstbraurrstern beschlagnahmt werden. Unberührt bleiben Braunstem und Kunstbraunstein in Fertigfabrikaten. Die Aufberei- - --' l 1 ouuyiuviiuuciu JUVC ia , ung, Verarbeitung oder Veräußerung der beschlagnahmten Gegeir-- k.- üu vnr noch auf Glrund einer besonderen Erlaub Au§ bm Reiche. Essena. d. Ruhr, 19 .Junt. (WTB.) Die Kaiserin vormrttag hier eingetroffen und hat sich nach der Villa Hügel begeben. Ein englischer Tranö-ortdampscr und zwei tt-Bootjäger versenkt. Madrid, 19. Juni. (WTB.) Meldung des Wiener k. u. k. Korr.-Bur. „Jmparciaw zufolge versenkte ein Tauchboot tn der Nähe von Kap Spartel den englischen Dransportdampfer „A. G. 240" (8000 Tonnen) mit Truppen und Kriegsmaterial für Saloniki. ^Der Dampfer war von vierU-Bootsjägernbeglei- tet, von denen zwei gleichfalls u n ter g e g a n g e n, zwei mit schtoeren Beschädigunggen davongekommen sind. In der Nähe der Ebro-Mündung wuvdsn die bewaffneten italienischen Dampfer „Fer t" (5567 BRT) und „Sirte" l4998 BRT.), mit 9000 Tonnen Benzin, Eisen und Kohle von New Orleans nach Genua unterwegs, versenkt Acht Seemeilen von .Huelva entfernt versenkte ein Tauchboot den norwegischen Dampfer „Si m la" (5800 To.) mit einer Kohlenladung von Liverpool nach Gibraltar unter- wegö. — In der Nähe von Alicante kam es Zwischen einem Tauchboot und einem Geleitzug von 10 Dampfern zu einem heftigen Kampf. Nähere Einzelheiten fehlen. London, 18. Juni. (WTB.> Das Reutersche Bureau meldet mnttlm. Ein feindliches llnterseeboot versenkte am 2. Juni den britischen Transportdampser „Kameroian" paoi Tonnen , der eine geringe Zahl Truppen an Bord hatte, nn östlichen Mittelmeer. 5 2 Mann Truppen und 11 Mann der Besatzung, darunter der Kapitän, lvcr- den v e r m i ß t Eine norwegisch - deutsche Meinungsverschiedenheit. Berlin, 17. Juni. Ueber die Angelegenheit des novvegi. '^en Mtm'.h'c* Tborunn, die zu einer Interpellation im norwc- mfcheer ^torthmg Anlaß gegeben hat, wird uns von zustä'ldiaer Serte^folgend.s mitgeteilt: ^ Der Dampfer Tborunn wurde am 16. Mai d. I. von etr.-nn veirtsch n Unter st-ebvM vor dem Lan gesund sw rd an einnn Puntte angehalten, der nach der s^rgfällig-m Berechnung des Il-Bc mam Mandanten unzweifelhaft mehr als drei Seemeilen twn der. noru ^nf.r -.'r Kiffte entfernt liegt. Ta der Dampfer teure Schüfspar > 5. an Bord Patte, nmcde er gemäß einem allgemein anerraunten r ofkerreätlichm Gnmdfatz a u f g e b r a ch t und zwecks Embrmglung m emen deutschen Hafen mit einem Prisenkvm- mandv vergehen. Kürz nachdem das Untmeeüovt weggetau-cht war, melken zwei norwegische Torpedoboote die unter txitttftt strc^ramc whvende Prise an und vermrlaßten die nor. wegffa c nsbemtzuirg, Me deutsche Flagge niederzuholeit und »urc am &»>'& *-> nfpntcn. Ter Rhrer btt „»noegischm Streit- Trortc erklärte dem «ommer Pnse fallen, nwbei er Mgab. daß die Ortsbestin^ rmmsen der fofeen Torpedobootz: um eine halbe Seemeile ton» ** Einmachzucker. Wie uns Großh. Kreisamt Gießen imtteilt, wird der Konlmunalverband in aller 5kürzc w der erfreulichen Lage sein, der Stadt Gießen noch so viel Zucker zur Verfügung zu stellen, daß die Bevölkerung mit werteren zwei Pfund Einmachzucker auf den Kopf versorgt werden kann. < cv** Vollmilchkarten. Die Ausgabe der mmi 1. Juli r- = vS oo ^ laufenden Voklmilchkarten erfolgt in der Zeit vom 25. Ins ub. Junr nt der im Anzeigenteil bekannt gegebenen Reihenfolge auf dem Städtffckfen Lebensmittelamte, Zimmer Nr. 7. gegen Vorlage der Mrlchausweiskarte. Die Ausgabe der Marken an Lrankc' erfolgt zu denMen Zetten auf Zimnier Nr. 9 gegen IZor läge der Milchmc^werskarve mrd der von der är^tlichm Prüfung Sstellc crusgeftellten Benachrichtigungen. ** Das Gießener Familienblatt muß haute wiederum infolge Papiermangcls zugunsten wichtiger amtlicher Bekanntmachungen ausfallen. Diese Bekanntmachungen behandeln u. a. die Regelung des Fleischverbrauchs, Zucker- verbrauchsregeturrg, Förderung der Volksernährung und rammeln von Brennesseln. * Amtliche Personal Nachrichten. Der Groß- hc r zog l>at am 16^. Juni l. Js. den vom Fürsten zu Solms- Voheniolms-Lrch auf die ziveite evangelische Pfarrstelle zu Lich prä- Mtterten Pfarrer am Elisabethenstift zu Darmstadt, Otto Lenr für diese L-telle bestätigt. ^ ^ n V lQ - ^Unteroffizier Ludwig Köhlinger. Sohrr des Schlossermeisters Louis Köhlinger, hier, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. ff Jungwi-tzr Mittwoch, 20. Juni, Antreten: 8>/., Uhr. 1. Abtlg. Gymnasium, 2. Abtlg. Ober-Realschule Obst? Die reiche diesjährige Obflblute laßt erm gute Ernte erhoffen, und schon suchen die Konserven- und Marmelade-Fabriken möglichst große Obst- 55 lich M ziehen. Es sei deshalb darauf hingewieseu, daß der beste und billigste Weg zur Konservierung des Obstes das Dorren ist. Der das Obst verteuernde und gefährdende ^ranvport zu den Marmelade-Fabriken kommt hierbei in Wegfall, die Verarbeitung des Obstes ist denkbar einfach und Dorren vollzieht sich am besten auf oder in ver^latten, ia sogar bei gutem Wetter in der Luft. Im Dergkeuh zum Eurtochey bietet es sehr v^uaitu cut-trL ueiuiwcvm Erlaubnis ber Krregs-Rohswff-Abteilung des Königlich Preußischer! KriegsTUini- sterrums gestattet. Gleichzeitig sind die am 20. Junc vor Han amen fforrate an beichlagnahmtcn Braunstein und Künftbraunstein, sofern. ^ J e o0 Kilogramm - übersteigen, bis zum 30. Juni an den Köm-- missar res Königlich Preußischen K-riegsminist^riums bei der Eißm- Anträge rn Berlin auf den dort anzuforoernden 'amtlichen Melde- chnnen zu melden, lieber die nleldepfttckffgen Bestände ist ttn Lagewuch zu fuhren. Alle Einzelheiten ergebm sich aus dem Worck- laut der Bekanwmackmng, deren Veröffentlichung ttr der üblichem t<.erfe durch Anschlag und Abdruck in der: amtlichen Tagcszeitungers erfolgt. Li ^^^Fkh^ungsgegcnstände aus Kupfer und w U oa J e ßÄ e * u . 11 6.e n Mus,sing, Rotguß, Tombak, Bronze). 7^*3 1 2! l rist eine neue Bekanntmachung in Kraft getreten, betteffend Beschlagnahme uird freiwttlige LMieferung von Einrich- tungsgegenständen aus Kupfer und K'upferlegierungen. Betroffen werden eure große Anzahl von Gegenständen, die zur Einrichtung von Hauiern, Wohnungen, Geschäftsräumen, Bahmvagen, Kraftwagen, Schiffen upv. gehören. Einzelheiten and aus 2 der Bekanntmachung zu entnehmen, wo die betroff.enen G^genstä'.rde in ^§^iip-pen A, B, C unter insgesamt 36 Ziffern im Einzelnen auf- geffchrt furo. Gl.itt.ge Ausnahmen sind im § 3 Enthalten. Die Ab- lreferung der beschiagnahntten Gegenstände erfolgt zunächst frei- wrllrg. Dre uebernahmepreise für 1 Kilogramui bewegen sich nach der Zugehörigkeit m den drei Gruppen zwischen 5 und 6,50 Mk. ber Kupfer, btz-w. 4 und 5,50 Mk. bei Kupferlegiermngen. Hierzu' wird ern Zuschlag von 1 Mk. für 1 Killogranrm gewähtt, wenn die fvemnllrge Ablieferung bis zum 31. August 1917 erfolgt. Nach AL- tauf der ftrr freiwillige Ablieferung vorgesehenen Frist sind dre veschlaguahmten Gegen.stände zu melden. Sie werden dann ent>« Mnet M" nötigenfalls zwangslveise abgeholt werdev. Mit der Durchführung der Bekanntmachung werden dieselben Kommunal- behoroen beaufttagt, denen bereits die Durchführung und Bekarmitb machung, betreffend Beschlagnahme, Bestandserhebung und Enteignung von Bierglasdeckeln und Bierkrugdeckeln aus Zinn übertragen, worden ist. Diese erlassen -auch die Ausfflhrmrgsbestimmungen. Mle Eruz-elheiten ergeben sich Mls dem Wortlaut der Bekanntmachung, deren Veröffentlichung in der üblick-en Weise durch Anschlag uich durch Abdruck in den Tageszeitungen erfolgt. ** Beschlagnahme und Bestandserhebung von Lokomobilen. Am 20.Juni 1917 ist eine Bekanntma-chuna. Nr. 592/4.17. k II. 4 e, hetteffend Beschlagnahme und Bestirnds- «erHebung von Lokomobilen, in Mast getteken. Von der Bekcmnb- machung sind betroffen : Sämtliche fahrbaren und ottsfesten Feuer- birchskffsel mit Heizröhren, sowohl solche mtt fest verbundener Dampfmaschine (sogenannte Lokomobilen) als auch solche lihne Tampfmaschiue, sofern ihre Normalleistung mehr als 20 ?8 normal oder ihre Heizffäche mähr als 12 Quadratmeter beträgt, sowie die %\\ di-esen Kesseln gehörigen Sicherheitsvorrichtungen und sonstige Zubehör- und Reserveteile. Heber zulässige Veränderungen und Verfügungeir an den beschlagnahmten Gegenständen gibt der 8 £ Auskunft; die besckLagnahmten Gegenstände uwerliegen der Mel«- Pflicht, soweit sie nicht unter die im § 7 angegebenen Ausnahmen- säll-en. Alle Anfragen, welche diese Bekanntmachung und die von ihr berührten Gegeustände betreffen, sind zu richten an das .Kriegs- Ministerium, Kiiegsamt, Waffen- und Munitions-Beschaffungsamt.. Chefingenieur R. II. 4.e, Berlin W. 15, Kurffrrstendamm 193/194, soweit es sich nicht um Betriebsmittel von öffentlichen Elektri-iEts-> werken, Gasanstalten oder Wasserwerken handelt. Bei letzteren sind die Anfragen an das .Kriegsnttnisterium, Kriegsamt, Kriegs-Roh- stoff-Abtcilung Sektion LI, Berlin SW. 11, Kiöniggrätzer Stt. 28, zu richten. Die Einzelbeiten ergeben sich aus dem Wortlaut der Bekamrtmachung, deren Veröffentlichung in der üblichen Weise durch Mrsschlag und Albdruck in den Tageszeittkngen erfolgt. ( Landkreis Gießen. ** Birklar. 20. Juni. 9ldolf Stiefel, Sohn des Nathan Stiefel, fmlckier seit Kriegsausbruch in einem Fuß-Art.-Regt, steht, hat sich durch tapferes Verhalten die Hessische Tapserkeits- nvcdailie erworben. -n- G r o ß e n - L i n d e n , 20. Juni. Die Bergleute yldolf W e i n a n d t I. und Philipp Spengler konnten in diesen Tagen ihr 50jähriges Arbeitsjubiläum im Dienste der Gießener Braunsteinbergioerke feiern. Als dankbare Anerkennung für ihre lange, treue Arbeit wurde jedem ein naml-aftes Geldgeschenk von der Verwaltung eingehändigt. Kreis Büdingen. -ift V ü ch e s, 20. Juni. Das Eiserne Kreuz erhielt der Fahrer .Heinrich Herd II. 4t Dudenrod, 20. Jüni. Hier starb der a l t e st e Einwohner unserer Genwinde, Andreas Weber, im 87. Lebensjahre. # Düdelsheim, 20. Juni. Das Eiserne Kreuz erhielt Kanonier Knaus. # Nidda, 20. Juui. Zum Sanitäts-Unteroffizier befördert wurde der Sanitäts-Gefreite Karl Ferro. ^ Orleshausen, 20. Juni. Die .Hessische Tapferkeits- nredaille, bereits früher das Eiserne Kreuz, erhielt der Unteroffizier Heinrich Velte. , 20. Ciurri. Die Ä-ssische Tapfe c. keitsmedaüle erhielt der Jascr Otto L^ust in einem sEsche», Jäger-Bataillon. Kreis Schotten. Fc. Scho t tsn. 19. Jtmi. An den Obstbäumen treten die Rrulpen ftatt auf. Ebenso m den Feldern! das Unkraut, auch in den Gemüsegartelr nimmt das Unaeziffer überhand. Zur Baseiti- MNg pieser^Lchädliilge fort nunmehr die Kr^sschu 18ommissivn auch dre Schül-erwlounen den Landwirten zur Verfügung gestellt. Starkenburg und Äiheinhffftn. -rresherm bei Darmstadt, 19.Jiatt. Der hiesiac An^ 8ei«er ürnrgi nachstehendes Angebot: «Wto stchrrt ' i Ilxtförn. VAVrgen Wtese gegen, ortsübliche Taxe urrd 2 Pfun8 L., 19.Juni. Wegen übergroßer ...v. mutzte am ^ams-tag avetid dre Vorstellung im Kurhaus- tyeater austollen P Juni Zur BeMung des Klcing6d° Engels beschloß dre iLtadtverordneten-Versammlung die Einfüch- mlng von Mc ta 1 l - Notg eldin 5 ,10- und 50-Psennig-Slücken, sall^. nicht der Kreis dazu übergehen sollte. Notgeld prägen zu lassen . - o7 Ks ch-lbese 20. Juni Wahrend der Zeit vom 15. März ois 31. Mar d. Js. sollt« der Krers Eichweg« 450000 Eier an das Preußische Landesamt für Nährmittel und Eier abliefern Abgegeben nmrden jedoch nur 72 000 Stück, allst) 378000 Stück zu wenig. Dre Behörde fordert jetzt den Kreis auf, die fehlenden Um nuttor allen Umständen aufznbringeu. Insgesamt hat der Asels vom 15. Marz 1917 b-is 44. März 1918 rund 669 000 Gier M liefern. f»rw 1- f ,V T > Psg., Erdbeeren 1,20 statt IMk. pro Pftmd. Sv wurde ? um Beispiel für Kohlrabi pro Stück 35 Psg. verlangt und gezahlt, für die die Richtpreise pro Pfund 35 Pfg. vorschreiben. Die Haus- f rauen, dir die vom Kleinhandel geforderten Preise nicht zahlten, muiüen leer nach Haicse geherr. — Für die N-Bootspende sind ns !>eute hier rund 56 000 E. gefamuvelt rvorden. Utt Ve^sttLts-Nrrchvsehtsn. = Fran kf u r tw. M., 19. Juni. Dr. Phil. Georg B u rck- b a r d t hat sich in der Philosophischen Fakultät als Privatdozent für Philosophie k-abilitiert. — München, 19. Juni. An der Münchener Universität 'oll in kurzer Zeit ein I n st i t u t f ü r B a l k an - u n d O r i e also r sch ung errichtet iverden. Die Gründmrg dieses Instituts bängt von der Absicht zusammen, auf dem Balkan wirtschaftlich, festen Fuß zu fassen. Auch die Errichtung des Groß schiff ahrts-» weges Nhein—Main—Donau spielt bei der Gründung ein« Rolle. 49.SZerbarrdStag der Erwerbs- unDWirtschaltsgerrossen- fchaften für die Proviuzen Starkenburg u. Rheinheffen. ^ Darm st adt, den 19. Juni 1917. Die am Sonntag abgehaltene Generalversammlung war gut b-nucht, eine Reche von Ehrengästen nahm an ihr teil. Bon der Hessischen Regierung rvar Ministerialrat Dr. W a g n e r , vom Allgemeinen Berbanda Justizrat Dr. A l b e r t i - Wiesbaden erschienen, lieber das avgelaufene Verbandsjahr 1916/17 berichtete Verbands- stern e.ussührlrch. Er wies zunächst auf die vorliegenden ; den gedruckten Bericht über die Gntwickelung des Verbandes hin und schilderte die hierin zum Ausdruck gebrachte Ar- vert des Verbandes. Sehr zu begrüßen sei das Gesetz „Die Gewähr -rimg von süratsdarlehen an vom Krieg betroffene Personen", zu vepeu. Ausfichrnng auch die Kreditgenossenschaften weitgehend yerangezogen werden sollen. Der Mangel an Rohstoffen erfordert» auch nach Frvchensschluß Zusammenschluß für den Kaufmann wie für ven Handwerker. Der stärkere Zustrom fremder Gelder hätte in ven Zeichnungen für die Kriegsanleihen und in Hergabe von Kredit ^ Kreise Verweiiüung gefunden. Bis jetzt seien dNark von hesstschen Schulze^Delitzschen Genossen- Millionen Mark von allen hessischen Genossen- ^Eiten für sämtliche Kriegsanleihen aufgebracht woroen, ein Betrag, der pich auch ails vieleir kleinen Zeichnungen zusammensetztc. Red- rrer trat für den bargeldlosen Verkehr ein, wies aber auch auf seimr öfters unrichttge und unwirffchaftliche Handhabung lßm Die Post müsse vre Postschecküberweisungen gebührenfrei erledigen; für jeder- zeit bereit zu l-altendc Mittel, also im Scheckverkehr, sollten die Sparkassen dem Beispiel der Banken, niedere Zinssätze zu geben, -Ä?' .fi bme Reihe anderer Fragen berührte der Redner iliid jastoß nnt der Mahnung, für den Uebergairg zur Friedenswirtschaft rasllos zu arbeiten. — Der eingangs erwähnte gchruckte Bericht des Berbandsdirektors gibt ein interessantes Bild über die Mitgliederbewegung, dei'. Umsatz, die erzielten Gewinne, den Geschäftsstanb u. a. m. der einzelnen dem Verband angehörigen Vereine. An den Bericht des VerbäiidsdirektorS schloß sich eine sehr leb- lrafte Aussprache, die sich hesmiders nrft dem Ankauf von Gold, Goldsachen, dem ^bargeldlosen Verkehr und der Ausführung des Oie- setzes „Dije Gewährung von Staatsdarlehen an vom Kriege besoffene Personen" besckmftiegte. Ministerialrat Dr. Wftgner gab 'nähere Auskunft über das oben erwähnte Gesetz, was Justtzrat Dr. Alberti lzu der Erklärung vemrstaßte, daß ec die Lö,ung per Ausführung des Gesetzes im Großherzogtum Hessen als sehr glücklich finde, insofern, als die Genossenschaften zur tätigeii Mitarbeit herangezogen würden. Als schr gut wurde auch bezeichnet, daß die Gntschicipung über ein eing^eichtes Gesuch der LandeSkommiffion zusteht und die Gemeinden wohl angehört iverden, aber ihnen nicht btö Recht ein geräumt fei, ein Gesuch endgültig abzuweisen. Direktor Bastian führte aus: Der erfreuliche Bericht über die Starteu- burger und oberhessischen Genossenschaften beweise die fortbauerndd Gesundheit unserer geldwirffckwftlichen Zustände am Ende des dritten Kriegsjahres. Die Einlagen seien wieder gestiegen; ebenso trotz der itiedrigen Zinssätze für die gewährten Kredite die Reingewinne und die Reserven. Ueber 100 Millionen Kriegsanleihe-Zeichniliige^l für die !>effischen Schulze-Delitzich'schen Geiwssenschafteii sei eine Glanzleistung, und jetzt würden die weiteren Aufgaben der Reichs- ftnanzverw-altting durch Käufe der Reichs-Schatzanweisungen gefördert, was Hobe Anerkennung verdiene. Wärme Unterstützung fanden auch die Bestrebungen aus Stärkung des Goldbestandes und Einschränkung des Banttkotenumlaufs durch Einbürgerung des ueber;oeisungSverkehrs. Der Vorsitzende der LandeSstclle ftir vaterländisch? Zwecke, Finanzminifter Tr. Becker Exzellenz, habe ihn, deir Redner beauftragt, dem Verband dankende Merkennung zu übermittclu. D?!r dann folgende Vortrag des Justizrats Dr. Alberti in Wiesbaden behandelte den jetzt bestehenden Staatssozialismus, die Zvriegsziele, die künftigen Handelsbeziehungen mit den feindlichen) Stlwten, die Zollverhältnisse, unsere 51olonien, überhaupt eine Reihe Zusammenhänge in der Weltwirtsä)ast und Hcimwirffchast und deren Einfluß aus die Kreditgenossensch-aften. Mit regem Interesse wurde sowohl dieser Vortrag als auch der von Vecbandsrev-isor Gustav Seider t erstattete Bericht über die bei den Vereinen aus- geftihrten Revisionen von der Versammlung entgegengenommen. Die Rechnung für 1916/17 »ourde genehmigt, dem Verbandsdirektor Entlastung erteilt, die seitherige Verbarcdsteiünlg loiedev- gewählt. Die Vereine Dieburg und ZbüsselSheim wurden als Vertreter des Verbandes zum Allgemeinen deutschen GenossenschaftSrag, in Eisenach gewählt und Groß-Gerau für den nächsten Vecbändstag bestimmt. Witterungsbericht. (OeffentlicherWetterdienst.) Werter zunehmende Bewölkung, zeitweise Niederschläge. Keine wesentliche Tempcratur-Aendernng, Gewitterrreigung. Letzte Hadmcfetcw, Eine französische Falschmeldung. Berlin, 20. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Ter ftanzüsrsch« Funkspruch vom 19. Juni, 1 Uhr 45 vormittags meldet, daß am 18. Juni 2000 Granaten auf Reims sielen. 9lach den Scki-ußlrsten der deutschen Batterien sind jedoch an diesem Tage nicht mehr als 55 Granaten auf Reims gefeuert worden, und zvxrr aus in dsr Stadt erkannte Batterien. Vielleicht soll die französische Meldung in der neutralen Well den schlechten Eindruck verwischen, welchen die unnütze und barbarisck>e Zerstörung voü St. Quentin gemacht hat. oder soll vielleicht die Meldmrg von der derttschen Beschießung der: Mül des Präsidenkerr Poinoare in ein unk so ruhmvolleresj Licht setzen, dessen Besuch in der angeblich so schlver besclroffenen j ©tobt der Funkspruch vom 18. Juni nachmittags meldet? Dcrl » ftanzösische Funksprüch setzt sich übrigens selbst mit seftrer Meldung- von der schwwen Beschießung in Widerspruch, da er nur von einem Zivilisten als getötet und drei als venonndet spricht. Transportkrise in Frankreich. Berlin, 20. Juni. Einem Pariser Brief ist laut „Boss. Zbg." zu entnehmen, daß trotz aller Ermahmrngeii die sran^ö- fische Regierung nichts zum Ersatz französischer Handelsschrsse unternehme. Die Trvnsportkrise verschlimmere sich immer mehr und werde zuletzt die Harrptrollc im Kriege spielen. Weiterhin heißt es: In Paris gill jept Rußland mcksts mehr; jetzt ist Amerika Träger der Hosfnmlg, Amerika un£> sein Goldftrom, sein« Millionen Soldaten und seine Flugzeuge, die Deutschland iw nächsteii Frühjahr mit Bomben zudecken wollm. Abstimmung über Krieg und Frieden. Berlin, 20. Juni. Die HarrptoersammlU-Ng der russi- en Arbeiter- und Soldatenrate wcihlte eine sünszehn- gkiedrige Kommission zur Vorbweitung der Mstimnning über Krieg und Frieden. Die Ankunft König Mnstantins in Lugano. L u g a n v , 20. Juni. Gegen Z / A l Uhr abends lief am 19. Iunr der Extrazng des Königs von Griechenland in Lugano ein., Der Bachrhos war militärisch aufs strengste abgesperct., Jedoch hatte sich vor dein Bahnhof eine yroße^Volksmenge angesammelt. Beim Verlassen des Bahnsteigs begrüßte^ der König die Menge durch höfliches Hutabnehmen. Das Publikum verharrte im allgemeinen schweigend. Doch grüßten emige Leute. T-er König, der einen grauen Reiseanzug und Strohhut trug, ?ah gesund und elastisch aus, die Königin dagegen etwas angegriffen. Drohung gegen König Alexander. Rotterdam, 19. Juni. „Daily Mack" erklärt: Dasjenige, was König ex ander bei seiner Thrmibesteigung^ gesagt habe, sei keineswegs umvichlig. Er habe angekündigt, daß er oersuchenj locrde, die Grundsätze der Itogierung seines Vaters zu befolgen. Wenn aber der junge Fürst nicht einen anderen Weg einschlage werde er bald seinen Thron verlieren. Die deutschen KriegLgefangenen in Japan. Genf, 20. Juni. „Echo de Chine"' meldet, daß alle deutschen Kriegsgefangenen in Japan auf Anordnung des Kriegsminister's in Banto untergebracht werden Das Gefangenenlager von Dokushima würde geschlossen. Die Lager von Masugama und Mantaujam-a würden am 21. Juni ausgehoben. Die Stockholmer Konferenz. Berlin . 20. Jüni. In Stockholm sind neuerdüigs laut „Vorwärts" die Vertreter der tschechischen Sozialdemokraten eingetrosfe-u. Troelst habe sich über den Fortgang der Verhandlungen befriedigt ausgesprochen. Jetzt ist es Zeit! Zur 4239 Blumercpfiege ist Karns Blumenvünger unenlbebrltch. Ein Versuch befriedigt. Central-Drogerie, Schulstraße. Elegante 1672 4- II. k-Zi»iiiitt-Wl>hM»g per 1. Oktober zu vermieten. Näh. Rinn, Ost-Anlage 12. Wilbelmttr. 6H ist 4-Zim.- Wohnung, Badekammer, desgleichen Friedrichstr. 151 6-Ztinmer-Wohnung, Badekammer und Zubehör zu vermieten. Näheres rrrnkkvrtsr St rasse 28._4294 Frdl. 3—4 Zimmerwohn, z u verm . Wi lholtn str. 3, 13. Sedott'iche Weinst.m.Laden u. 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Das Äuch für Gcrtensteunve, spart Sfrbeit, erhöht ten (frtrao. <^ege« (Zinsenduuq oon 45 ps in Morka^ — SamraprelcUfle — Mkr&Gj) / CZrfurt ^ Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, den Tod unseres hochverehrten Sekretärs und Zuchtinspektors Herrn Emst Schwarz Leutnant der Landwehr, Inh. des E. K. II. KL und der Hess. Tapferkeitsmedaille allen oberhessischen Landwirten geziemend zur Kenntnis zu bringen. Seiner im September 1915 erlit'enen schweren Verwundung ist er nach geduldig getragenem Leiden ganz unerwartet erlegen. Die gesamte oberhessische Landwirtschaft verliert in dem Entschlafenen einen ihrer tüchtigsten und berufensten Förderer. Wir verlieren in ihm einen rührigen und pflichtgetreuen Beamten, und mit aufrichtigster Trauer beklagen wir sein Ableben. Ehre seinem Andenken. • Der Landwirtschaftskammer-Ausschußf. Oberhessen. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 21. Juni, vormittags 11 Uhr in Oießen von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 4764 DI Heute verschied nach kurzem schweren Leiden mein lieber Mann Herr Emanuef Baum Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Frau Sara Baum geb. Froh mann. Lieh, den 19. Juni 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag, 21, Juni, 4757 nachmittags 4 Uhr statt Vogetfntter Gestügelfutter Kückenfutter Pferdesutter Papageifutter empfiehlt Georg Wallenfels § Marktplatz 21. F-ernspr. 942 gegenüber derEngelavotheke. Ausschnsideo! Äiiewaira! L. L a t i; e i t «& Co. „Tlor de Ha-abnrge' Lamkmrg, SchleuseahcS. Feine «. leinst. Eaabnrger | Zigarren -Qualitäten 1 Versand-Geschäft. 1 Preisliste sur Prüfung auf \ geil. Wunsch. 4857 Statt jeder besonderen Anzeige Unser© liebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Fräs Anna Hahti Ist« geb. Iniss wurde uns plötzlich im 70. Lebensjahr durch den Tod entrissen. ßafeert Wörsieir und Frau Aragaste geb. Hahn Carl Jäckel, z. Z. im Felde, und Frau Mari© geb. Hahn Aiani Wörner. Giessen (Stephanstrasse 21), den 18. Juni 1917. Die Beerdigung findet Donnertag, den 21. Juni, nachm. 3V 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. 471 empfiehlt 4660 Uq Lsn, Asterweg 53, Feranprscher 505. igarett07i direkt von der Fabrik NI- zn Origlntlproisea ~&S 109 Zigaratt. Klciav. 1,8 1.70 100 „ .. 3 .. 2.50 ICO .. .. 4,2 „3.20 iÖO .. .. 6,2 „ 4.50 Versand nur gegen Nach- i ahme von 300 Stück an. 7ifiappcn prima Qualitäten v. Ziiydlltü 100 b.200Mk.p. Mille Qoldeoes Haus Zigarettenfabrik G. m. b. E. KÖLN, Ehrenstrasse 34. Telefon A 9068. [ 3 «D Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Kameraden von dem erfolgten Ableben unseres lieben Kameraden Herr» Ernst Schwarz geziemend in Kenntnis zu setzen, mit der Bitte, sich ander nächsten Donnerstag. den 21. Juni, vormittags 11 Uhr stattsinden- den Beerdigung auf dem Neuen Friedhof recht zahlreich einzufinden. lVereinsanzug.) 4773D Ter Vorstand. Gießen, den 20. Jrmi 1917. Cafe Amend Honte Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Todes-Anzeige. Gestern abend entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unser liebes Söhnchen Paul Ludwig Schreiner im fast vollendeten 3. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Schreiner. Gießen tKirchenplatz 3>, den 19. Juni 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 21. Juni, nachmittags um 4'/- Uhr vom Portal des Neuen Friedhofs aus statt. MrschenvLrsteigerung. Samstag, den 23. Juni, nachmittags von .3 Nhr an, sollen die Kirschen der Gemeinde Betteuhausen am Oberholz versteigert werden. Bettenhausen, am 18. Juni 1917. Großh. Bürgermeisterei Beitenhausen. Roth. 4777 Gichener Hausfrauen-Verem Der Verein ist vorausfichtlich in der Lage ,T>SZ,OZLS zu dem Höchstpreis, 80 Pfg. das Pfund, für seine Mitglieder zu besorgen. Die Reife tritt Anfang Juli ein. Die Mitglieder werden geboten, ihre Bestellungen DonnerÄitas, den 21. Jans, nachm, von 5—7 Uhr, Mäusburg 5 aufzugeben 4781 Bekanntmachung» Mittwoch, den 27. Juni 1917, nachmittags um 2 Nhr findet in dem Saale des Heinrich Schomber 1. dahier die MMche GkilmlöttsaMmlmrl der Spar- und Vorschußkasse Kesselbach, E. G. m. u. H., mit folgender Tagesordnung statt: Tagesordnung: Pos. 1 Vorlesung der Rechnung für 1916 Pos. 2 Vorlesung des Revisionsberichtes Pos. 3 Wahl von 2 Aufsichtratsmitgliedern Pos. 4 Verschiedenes Pos. 5 Beschlußfassung über den Reingewinn. Die Rechnung liegt vorn 19. Juni an acht Tage lang zur Einsicht der Mitglieder offen. Kesselbach, den 18. Juni 1917. 4760 Für den Aufsichtsrat: Schomber II. NergM sitzt Re MmlcheMtstW vom s 7 . bis 23 . Zum W 7 . Die Annahmestellen in Gießen befinden sich beim Roten Kreuj in der Alten Alinik, sowie in sämtlichen Buchhandlungen. - Neue und alte Bücher werden dort jederzeit dankbar entgegengenommen. 4755v GenmWsl Gießener tanilciib Itcrpcrfc mmls Fernst in Gießen. Die am 1. Juli ds. Js. fälligen Coupons der I.stelligen 4«/oigen Obligationen und der II.- stelligen 4^0^ igen Obligationen sind bei der Gewerkschastskasse in Gießen, bei dem Bankhause Jacoh Grünewald in Gießen, bei dem Bankhause Sal. Oppenheim jr. & Co., Cöln, bei dem Bankhause Louis David in Bonn a. Rhein zahlbar. Gießen, den 16. Juni 1917. 4765V Im Aufträge: Justizrat Grünewald, . _ Rechtsanwalt. Betrifft: Enteignung, Ablieferung und Einziehung der Gegenstände aus Kupfer, Messing und Reinnickcl. Laut Verfügung des Stellvertretenden Generalkommandos des XVIII. Armeekorps von: 5. Äpoil 1917 sind die bisher nicht abgelieserten bzw. verschwiegenen Gegenstände aus Kupfer, Messing und Reinnickel bis zum 2 5. Juni 1917 restlos abzuliefern. Es wird da'her den Säumigen nochmals Gelegenheit geboten', diese abzuliefern: die Ablieferung kam: erfolgen Donnersta g, den 21. Juni 1917, vormittags von 9 bis 12 Uhr, und nachmittags von 3 bis 5 Uhr, an die Metallsammelstelle (Lcbcnsmittelamt), Ostanlage 13, Zimmer Nr. 11. Kommen die Betroffenen der Ablieferung nicht Nach, so werden die betreffenden Gegen--, stände auf Kosten der Säumigen im Wege des Zwangsvoll stvecknngsverfckhrrns eingezogen. Auch finden bezug- litt) uoch vorhandener Gegenstände Nachprüfungen statt. Gießen, den 14. Juni 1917. 47678 Ter Oberbürgermeister: Keller. Betr.: Ausgabe der Vollmilchkarten. Die Llusgabe der vom 1. Juli d. Js. an laufendeiß Bollmilchmarken erfolgt in der Zeit vom 25. bis 28. Juni d. Js., und zwar an die Bezugsberechttgten mit dem Zunamen: A bis F Montag, den 25. Juni, G „ M Dienstag, den 26. Juni, vormittags 9 bis 12 Uhr: X fes 8 MittNwch, ben 27. Juni, T „ Z Donnerstag, den. 28. Juni, nachmittags 2 bis 4 Uhr, ans dem Stadt. Lebensmittelamte, Zimmer Nr. 7, gegen Vorlage der Milchausweis Karte. Die Ausgabe der Marken an Kranke erfolgt zu denselben Veiten ans dem Lebensmittelamte, Zimmer Nr. 9, gegen Vorlage der Milchausweiskarte und der von der ärztlichen Prüfungsstelle ausgestellten Benachrichtigungen. G ießen, den 16. Juni 1917. 47668 Ter Oberbürgermeister. Keller. vom ztr- Tag Eine auf vor- BeksmnSmachrmg. Die der Stadt für die Einquartierung Februar und März 1917 aus der Reichskasse stehende Vergütung von 15 Pfennig für Viann und soll an die Quartiergeber verteilt werden. Zur Hebung der Vergütung sind die UnterkunstsscheiNi dem Stadthaus, Zimmer Nr. 7, zur Anweisung zulegen, Ivorauf Auszahlung erfolgt. Die Abfertigung findet nach Buchstaben,^ wie nachstehend angegeben, statt Es wird dringend ersucht, die Erhebung dem Hausbesitzer oder einem beauftragten Mieter zu überlassen, die dann Verteilung im Haus vornehmen können. Die nicht erhobenen Beträge werden der städtischen Kriegs sürsorge überwiesen. A—K Samstag, den 23. Juni vorm, von 8 bis 12 Uhr, L—Z Samstag, ben 23. Juni, nachm, von 2 bis 6 Uhr. Gießen, den 19. Juni 1917. 47708 Der Oberbürgermeister: Keller. Betr.: Ernte fl ächenerhebun g vom 15. bis 25. Juni 1917. Ich weife nochmals ans meine Bekanntmachung vom 12. d. Mts. lhin, wonach die Betriebs Inhaber oder bereit Stellvertreter zur Anmeldung der seldmäßig angebauten! Früchte bis zum 18. d. Mts. verpflichtet sind. Insoweit Anmeldungen noch nicht erfolgt sind, fordere ich die Betreffenden, bei Meiduna von Strafe letztmalig auf, solche innerhalb 24 SttnDen beim Lebens- nnttelamt — Zimmer Nr. 4 — abzugeben. Gießen, den 19. Juni 1917. 47698 Der Oberbürgermeister. Keller. stLachstehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 16. Juni 1917. 47688 Ter Oberbürgermeister: Keller. Betr.: Einbringung der Ernte. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 26. V!ai 1917 (Kreisblatt Nr. 88) weisen wir daraus hin, daß die Urlaubsgesuche ftir dre im Felde stehenden Mannschaften bis spätestens zuin 30. d. Mts. hier eingegangen sein muffen/ andernfalls damit zu rechnen ist, daß sie keine Berücksichttgung mehr finden können. Gießen, den 15. Juni 1917. Gvoßherzogliches Kreisamt Gießen. Kriegswirtschasts stelle. I. V.: gez.^Hemmerde. Vogelsöergep Zucbtbullon 1 21 Monate alt, zu verkaufen. Wälhclni Rinn Eli., Hencbelh eim, Friedrichstr. 5. 3 Hasen 03795 L mSwigstraßc40 II . Hasen weg. Ausgabe d. Zucht zu verkaufen. Steiastr.M. 0Jb0a 2 Eanueu m. Kleinen (15 und 12 Glückt zu verkaufen. Näh. Stadtknnbenschisle, Sergeant Herbold. 03800 3 arm. Blessing-Gaslüster, gut erhalten, für 15 Mk. zu verkaufen. Kaiser Allee33p.°E 1 Waschmaschine I Kinderbett, lS^inder- {Isch^l Tenni88chläRer zu verkaufen. 03804 Liclacr Straße 23 p art. SiinDmuagen 11 . Fahmii gut erhalten, zu verkaufen. Ereduerftraße 18 I. 4756 Eine gut erhaltene Drssciimascbinea - Lokomobile steht zu verkaufen und ist noch 14 Tage in Betriob zu sehen bei jL. Stellwag, Neuranhlö, Post Hungen. Station Treis-Horlofi. 4739 Achtung! 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Tagesordnung: aj Eitigange d> Ausnahme neuer Miv, glieder e) Besuch von Schülerregatten ctt Verschiedenes. 4754 Der Vorstand«