Ar. m Der Sktzemr erscheint lägkch, außer Sonntags. - Beilagen: Kichener 5amilstnv!i:tter; ftKistlutt lvr le« Kreis Sletzrn. VrzÄgsprei5: monat!. 90 Pst, Vierteljahrs- Mk. 2.65: durch Abhole- u. ZweigsteNen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. fternfprech - Anschlüsse: MrdieSchriUleitunq112 ^ Verlag,Geschästsstellebl Anschrist für Drahtn ach- richtem Anzeiger Gleheri. mmmmmmmauammamam Erstes Blatt * 67 . Jahrgang Montag. \s. Juni \%t ^..i:u[,nu ycii ? i r ii f . die Tagesnununcr vis -um Nachnritlag vorher., Zeilenpreis. f. Anzeigen-/ örtlich 20 Vf.. Ver- nnetuugeu u. Stellengesuche ILPf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorfchriid 30 Pf., Reklaiuen 75 Pi., bei Platzvorfchrist 90 Pst Hauptschristleiter: Autz. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vankverkeh?: Ar>a. Goetz. Stadt und Sewerbebank Gießen Lci^,,Vermischtesu.G^ r:chtssaal: Fr. R. Zen^ SwillingsrunddruS u. Verlag: Vrühl'sche Univ.-buch- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Geschästsstelle n. Druckerei: §chulstr.7. SXfut Gieß^m psstscheckkonte: §rankfurt a.M. U686 ®eieral'lijei§tr für Ohecheßen (Elfi Ittpff öemfcher MarineWschiffe cittf LkglsKÄ. (MTB.) Grohes Hauptquartier, 16. Zum. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Wieder steigerte sich die Kampstätigkeit au der flandrischen Front erst in dm Nachmittagsstunden. Startes Feuer lag in der Gegend von HoLLebeke und westlich tnm fear ne ton, wo ein englischer Angriff durch eine zusam- mengefaßte Wirkung unserer Batterien niedergehalten wurde. An melfreren Slrlten der Artois-Front kam es zu .heftigen KüMpfen. Mich dem Scheitern des Angriffs am 14. Juni abends griffen gestern morgen die Engländer erneut östlich von Loos an. Archaltische und altenbur gisch« Bataillone wiesen der, Feind atz und warfen ihn im Nahkampf zurück. bro er eingedrmrgen war. Auch rwrÄinestlich von Bullecourt wurden die Engländer, die am fri'chnr Morgen Äs in unseren zweiten Graben vvffneßm. durch einen kräftigen Gegenangriff von dort wieder verdrängt. Heute früh Hatzen sich hier und östlich von Monchy neue Gefechte envlvickelt. .Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Läng.' der A i S n e und int Westteil der C h a m '> agne mchur die Artillerietütigkeit aberrdS echeblich zu und blieb an uicicit Stellen truch in der Nacht lebhaft. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Erkundungsvorftöhe brachten in der Lothringer Etze ne eine Anzahl Gefangene ein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine Aienderung der Lage. An der Mazedonischen Front hielt sich die Gefechtstätigkrit in mäßigen Grenzen. > Der Erste' Generalguartiermeister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 17. Zum. (Amtlich.) Westlicher Krieg sicha up la tz. Heeresgruppe Kro np rinz Rupp recht. In Flandern war der Artilleriek-ampf abends süd- osttrch on Bpern und nordwestlich von Armelttiöres stark. SKrwliüich von Warneion stießen englische Abteilungen zweimal vor; sie wurÄen zurückgeschlagen. Vom Kanal La Vassa e bis zur Bahn Arras—Eam- brai errichte rege Kampstätigkeit der Artillerien. Bei Morvchrr imd Croisilles setzten die Engländer ihre Vorstöße rorgens mW abends fort. Während der Feind östlich von Monchy glatt-abgewiesen wurde, drang er nordwestlich von Bullecourt- vorübergehend in unsere Stellung ein. Im Gegenstob. bei dem wir über siebzig Gefangene einbehiektcn, wurde die Stellung zurückgewonnen. Auch südwestlich von Cambrai, sowie zwischen Somme und Oise zeigte sich der Feind rühriger als in der letzten Zeit. . Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am C hem in des Dam es brachen abends Stoßtrupps eines bayerischen Regiments in die französische Stellung nordwestlich des Gehöftes Hurtebise ein, erkälnpsten sich den Besitz einer Bergnase und hielten sie gegen drei starke GegeniULgriffe. Fünfundzwanzig französische Jäger, vier Maschinengewehre nntrden hier eingebracht. In der Champagne war vielfach die Feuertätigkeit rege. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine besonderen Ereignisse. ^ Oestlicher Kriegsschauplatz. \ Die Gefechtstatigleit westlich von L u ck, südwestlich von Zloczow ü:ch im Karpathenvorland nahm zu. Bei Brczczany Wurde ein russischer Vorstoß abgewiesen. Mazedonische Front. Zn der Struma-Niederung räumten die Engländer mehrere Ortschaften, nachdem sie von ihnen in Brand gesteckt waren. Der Erste Generalauarciermeister L u d e n d o r f f. * Die Abeudberichte. .Berlin, 16. Kuni, abends. (WTB. Amtlich.) In einzelnen Abschnitten der f l ä n d r i s ch e n und Artois- Front sowie Mt der Aisne und in der Champagne lebhafter Artilleriekampf. Die Bormittagsangriffe der Engländer bei Monchy und östlich von Croisilles wurden abgetviesen. Sie haben eine Arnderung der Lage nicht herbeigeführt. Bom Osten nichts Neues. V er litt, 17. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Von keiner Front sind besondere Ereignisse gemeldet. Die Stockholmer internationalen Konferenzen werden vorläufig nicht zustande kommen, denn die gegnerischen "I? €rmen - Knlturstaaten" haben in schönem Einvernehmen chren Sozialisten die Pässe dazu versagt. Man sollte meinen, das müßte dre Hoffnungen der Befürworter des „Scheide- rnarm-Friedens" gewaltig herabdämpfen. Aber der „Vorwärts", der sonst so grimme dtegrerer, ist ganz positiv gestimmt geblieben. Das macht: er hat jetzt eine Aufgabe, die TO nicht mehr im Klassenkampf erschöpft. Scheidemann und sslv'fen ergießen ihre Fluten in das große Meer der Welt- Po Ixt ii, unb wenn sie dabei auch erkeirnen müssen, daß dieses große Meer einstlveiten noch nicht die Farbe ihres eigenen Politischen Stromes annimmt, so bleiben sie verhältnismäßig uchig und schimpfen nicht einmal auf die fremden Regierungen, die den ausländischen Genossen die Pässe verweigern und die Deutschen auch im roten Wams beharrlich als „Feinde" ansehen rvvllen. D.er Leitartikel in der Sonntag- Nummer des „Vorwärts" ist sogar von verführerischen Locktönen erfüllt. Die praktischen Schwierigkeiten, die von England, Frankreich, Amerika gemacht werden, lassen das deutsche Organ der Sozialdemokratie nur noch eifriger Betrachtungen darüber anstellen, wie alles so schön in der Welt gemacht werden könnte, wenn die Völker vernünftig wären. Vernünftig und in nationalen Eigeninteressen entsagungsvoll. Wenn. . . Der „Vorwärts" speist uns mit Allgemeinheiten, die einige 1000 Meter über der Erde und Wirklichkeit liegen: „Dieser Weltkrieg wird alle großer: Völker in ttefer Erschöpfung zurücklassen. Weil er, wie keiner seiner Vorgänger, alle mettfchlichenSchicksate auf demganzenErden- rund berührte, wird er den Ekel vor dem Krieg, die Abscheu vor einer Wiederholung ähnlicher Greuel bis in den letzten Weltwinkel hineintragen. Die Demokratie eröffnet allen frie- densfremrdlichen Bestrebungen Wirkungsmöglichkeiten wie in keiner Zeit zuvor." Es ist der Begleitgesang zu dem Friedensprogramm der deutschen Sozialdemokratie, das wir am Samstag wiedergegeben Haben. Wir haben oft genug unsere 'Kritik darüber a::sgesprochen und owolterc uns nicht in Wiederholungen ergehen. Es kann eine gewisse Gelassenheit im Lager der Andersdenk nden eintre en, da dieses Frierensprogramm ja nach deic Worten des „Vorwärts" selbst eine „P a r t e i sch r i st" ist und da es, wie gesagt, verschwindende Aussichten auf Verwirklichung besitzt. Auch die „Köln. Ztg." stellt fest, daß das sozialdemokratische Programm auch deshalb an Bedeutung verliert, „rveil es bei den andern Gliedern der ehemaligen Internationalen, ausgenommen vielleicht dem russischen, kein Echo, sondern Hohn und Abweisung ivecken wird". Gerade die Kritik, die das Kölner Blatt an den Scheide- mannfchen Aufstellungen übt, wird einigenz Interesse begegnen, weil bekannt ist, daß es oft ein Sprachrohr der Regierung ist. Die Hauptpunkte, besorrders der Friede ohne Angliederungen und Entschädigungen, werden in der K. Z. mit folgenden Sätzer: kritisiert: . „Die Erörterungen haben schon bewiesen, daß mar: über diese vieldeutige, mißverständliche Formel nicht einmal im eigenen Lager, nicht im «eigenen Volke, zu einer Einigung kommt, geschweige denn nu Rate der Völker. Was sind Angliedecungen? Das sozialdemo- kre.tstchr Friedensprogramm unterscheidet zwischen gewaltsamen Ge- bietsainignungen und zwischn: Grenz Verorderungen auf Grund beiderseitiger Verstälwigung. Die erstere unrd verdammt, mit den GrmzVeränderungen findet ma «u.sich ab. So können also Gebiets- lcrneignmtgeir auf Grurch einer Verständigung legalisiert werden: jcr.ls der Annexion, die die Sozialdemokraten verurteilen, wird also über Nacht durch das Unterzeichnen eines S-chriftstückes eine Grenz- verärderung, gegen, die sie nichts mehr einzuwenden haben. So unklar deshalb die allgemeine Forderung eines Friedens ohne Annexioneil gehalten ist, so wenig tan man auch mit den Sätzen über Belgiens Zukunft einverstand au sein. W>enn mit ihnen gesagt stin soll, daß im Westen alles so bleiben soll, wie es im Juli 1911 war, da werden gerade die, die einen die Gewähr der Tjacier in sich tragenden Frieden wünschest, das sozialdemokratische Rezept verwerfen. Wenn das aber heißen soll, eine Eingliederung Belgiens in Deutschland sei abzulehnen, so wird man dieser Wieigerung ihre guten Gründe nicht abspreclwi: dürfen und wird gemeinsam einen neuen Mittelweg suchen müssen. .Noch weniger Verständnis wird das deutsche Volk für den zweiten Teil der Friedensforurel chaberr, der uns die Kriegs- entschädig uit g vorenthalten will. Dem kleinsten Bürger und jedern Arbeiter ist es alluiählich zum Bewußtsein gekommen, daß nicht nur unser Wirtschaftsleben als solches, sondern das Vorwärtskommen jedes einzelnen in Frage gestellt ist, ivemr wir uns mit der gewaltigen Last der Kriegskostetr bepacken müssen. Ihr Leistnngsvermüger: vorausgesetzt, sollen die Feinde, denen wir diesen Krieg verdanken, einen Teil der Kosten tragen, die er vcr- schlungen lhat. Wenn wir den .Krieg, der zu unsrer Vernichtung geführt wurde, siegreich überstanden haben, danül wollen wir nicht im Frieden das Los erleiden, das die Feinde uns zu gedacht 'haben. Daß auch die Sozialdemokratie für diese Zukunftssorgett Verständnis hat, beweist doch ihr energischer Einspruch gegen einen Wirtschaftskrieg nach dent Kriege. ?lber diesen Wirtschaftskrieg hätten unsre Feinde schon halb gewonnen, loemt es nach der Formel der Sozialdemokratie ginge und wir JÄHr für Jahr den größern Teil unsers Entkommens dazu verwenden müßten, die Wunden des Krieges zu heilen." An einer anderen Stelle heißt es dann weiter: „Nun gar der geradezu sträfliche Traum von der ü b e r st a a t l i ch e n R e ch t s o r g a n i s a t i o n. Die „überstaatliche Rechtsorganisation" !vird im tiefsten Gruttde niemals eine völkerrechtliche, sorrdern eine völkerdynamische Organisation sein und sein müssen, in der nicht das Reckst, sondern die Macht und die Politik das letzte Wort reden." Wir wollen uns für einen späteren Friedenskongreß', ans dem ja auch der Wilsonsche Gedanke einer großen Bölkerfamtlie eine gewisse Rolle spielen soll, auch den Satz merken, der jetzt in der „Köln. Ztg." gestmtder: hat: „Solche Bölkerrechtsutopien erimtent immer an den Mänsekongreß, der beschloß, der Katze die Schelle umzuhängen." Vorläufig hHben unsere großen demokratischen Blätter ja, wie es scheint, die Absicht wieder anfgegeben, die sie noch vor ein paar VLonater: knndtaten, für den politischen Pazifismus einzutreten. Wie lange sie sich damit zurück- halteit, karrn man freilich nicht wissen . . . ■ • •rv x’.rxmcaaeBf ■. Sie üsterreichisch-uttgarischen Tagesberichte. Wien, 16. Juni. (WTB. NichLanttlüh.) düntlich wird verlautbart: O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Das russische 6>eschützstuer war in Ostgalizien stellenweise stärker. Sonst ist nichts zu melden. Italienischer K riegsschauplatz. Die Knulpfpause am Jsonzo hält au. Auf den: Plücken- Paß ist die Tätigkeit des Feindes sehr lebhaft. Auf dem Grenzkcnnm südlich des Suganer-Tates entwickelten sich gestern wieder heftige Kämpft. Der Feind wurde zurück- geschlagen. Im Zebio-Gebiete scheiterte ein feindlicher Vorstoß. Im Adamello-Gebiet bemächtigte sich der Gegner eines in die Gletscher vorgeschobenen Postens. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef des GeneralstabeS. Wien, 16. Juni. (WTB. Amtlich.) Ereignisse ,zur See. Eines unserer U-Boote hat am 11. Juni im Mittelmeer einen englischen Torpedobootszerstörer de? L-Klasse von etttra 1000 Tonnen versenkt. Flottenkommando. Wien, 17. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: O e st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. .An der ungarischen Ostgrenze stellenweise Patrouillen- geplänkel. Bei Brzezany wurden russische Erkundungsabtei, lungen zurückgewiefen. Italienischer Kriegsschauplatz Oesterreichisch-ungarische Flugzeuggeschmader warfen im Görzischen auf die italienische Fassungsstelle Mossa mit Erfolg Bomben ab. Sonst nichts von Belang. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef des Generalstabes. Die Kämpfe iw Wetterr. Berlin, 17. Jstni. (WTB.) In F l c»n d e c n wie im Ar tv. i<5 setzten die Engländer vergeblich die ^Bhrsnche fort, durch Deilvort- stoße ihre Stellüngeit zu verbessert, u.m dadurch eine Basis für neue Angriffe z:t gewinnen. Auch anr 16. Juni! und in der Nacht zum! 17. Juni waren alle ihre Anstrengungen vergeblich So ivitrden bei La Bas fee-Bille zwei en.glische Angriffe ab gewiesen. Nördlich von Fresnoy scheiterte ein englisches Patronillen-Unter- nehmen; östlich von Mönch brachen zwei englische au griffe zusammen, !und auch dem starren britischen Infanterie- rmb Ärtillerre- Emsatz östlich von Croisilles war kein Erfolg bescheden. An den meisten Stellen hielt bereits das deutsche Jnsanterie- ünd Artillerieseuer die englischen Angriffswellen nieder. Wo sie in! den vordersten Grab«en cinzludringen vermochten, warfen sofortige Gegenstöße sic wieder hinaus. Gefangene wircden eingebrach. Jit das Hinterland der englischen Front ivirkte schwerstes deutsches Ferufeuer, das mehrere feindliche Munitionslager ziur Explosion brachte. Der deutsche Vorstoß an der AiS ne-Front wurde durch bayrische Stoßtrupps am b6. Juni, 9'/^ Uhr abends, vlamnößig durch Minenfeuer vorbereitet, gegen eine Bergnase nordwestlich von Hurtebise-Ferme oorgetragen. Die Verteidiger, die einem französischen Jägerbataillon angehörtau, ivurden in einem kürzest, blutigen .Kampfe überwältigt und ihneir ein Offizier und 24 Marrn als Gefangene, sowie vier Maschiitengewehre abgetwmMen. Drei Gegenangriffe, welche die Franzosen gegeit die verlorene Stellwrg airsetzten. brachen blutig zusantntert. Bei Bermericourt, sowie nordöstlich von La Neuville brachten Patrouillen und Stoßtrupps Gefangene eilt. Int Soulainwal.de eroberte ein Handstreich einer kleinen duttschen Erkundungsab- teitnng eilt Grabenstück, das gegeit überlegenen Asngriff, der nach starker ArtiNerie- -und MineniverfenätiAeit einsetzte, nicht zu halten war wrd arifgegebeit Mord?. In der Lothringer Front brachten erfolgreiche deutsche PatrouillenuntegnehnÄmgen Gefangene An. Die englischen Verluste. Rotterdam, 17. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Dein „Nieuwe Rott. Cour." zufolge werden die britischeit Verluste aut 7., 8., 9., U. und 12. Juni amtlich mit zusammen 521 Offizieren, dav-ort 157 gefallen, und 22 926 Manu angegeben. Rückzug der Engländer an der unteren Struma. Sofia, 17. Juni. (WTB.) Heeresbericht vom 16. Juni. M a z e d! o n i s che F r o n t: Längs der mite r e tt Struma zwischert Butkow- und Tachinos-See haben die Engländer ihre bisher eingenommene vorgeschobene Stellung anfgegeben! und sich in ihre Brücken köpf st el ln ng auf dem linken Ufer des Flusses zurückgezogen. Unsere Truppen haben Ormanli, Dolap Tschiylikl, Barakli Dschumaja, Kumli Kupri, Prosenik, Topolowo, Kalendra, Jeni Machte, Beglik Machte, Sal Mächte und Hakaraska besetzt. Auf der Wrigen Front schwere Artlllerietätigkeit irnd erfolg- r-eick)e Erkundungsunterttehmungen unserer Truppen. Aüf der r u mä Nischen F tont Gewehrf-euer bei Jsaccea unt Tnlcea. England wieder von Luftschiffen angegriffen. Berlin, 17. Juni. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Marineluftschiff-Geschmucker griff in der ddacht vom 16. zum 17. Juni unter Führung des Korvettenkapitäns Viktor Schütze wichtige Festungen Südenglands mit beobachtetem guter: Erfolg au. Die Luftschiffe h-attcn erbitterte Kämpfe mit englischen See- und Landstreitkräften foföie Fliegern zu bestehen. Hierbei wurde nach durchgeführtem Angriff „L 4 8" non einem feindlichen Flieger über See brennend zum Absturz gebracht, wobei mit der gesamten Besatzung auch der vorgenannte Befehlshaber den Heldenwd fand. Die übrigen Luftschiffe sind wohlbehalten zurückgekehrt. Der Chef des Lldmiralstabs der Marine. London, 17. Jrmi. (WTB. Nichtamtliche) Amtlich. Früh am Morgen näherten sich einige Luftschiffe der Ost- und Südostküste. Diese kamen eine kltrze Strecke weit ins Land. Eines überflog die ostenglische Küste, das andere kam über Kent. Das letztere lvarf Bomben ab. Es wurde einiger Schaden angerichtet, und in einer Küsten- stadt brach Feuer aus. Eilt Zeppelin wurde von einem Wieger abgeschossett- Maßnahmen gegen Rußland. Berlin, (17. Juni. (WTB. ATntlich.) RegereTätig reii der russischen Seestreitkräfte tm Unter MJO}]cr und Minenkrieg haben Beranlassung zu Abwehr rn zerstörte bic noch übrig gebliebenen Teile dieses Stütz- Pwltte'. Alle Flugzeuge sind nach Durchführung ihrer Aufgabe zuriickge kehrt. '* J ; 1 Die Revolution in Ruhland. Terejffchenko über die tlriegSziele. Petersburg, 18. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldurg ^tcrsburaer Telegravheu. Agentur. Bei dem Besuche, den Al- **7 £S omt £? L, ii »Wahebern der vorläusigeu Regierung abgestattet bat, überreichte der Mimsttr de.'- Aeußern, T e re sts che n ko, dem sranEcschen Minister vor dessen Rückreise folgendes Schriftstück: Tre ruisisiye Redoliuürn ist nicht nur die Umformung der m- neren ürnamfatioiT Rußlands, sie ist auch und zwar in erster Linie, cur Fckktor moralischer Art, ein Faktor, der den Willen des' rufft- ict-en Volkes klarlegt, das Ideal von Gleichheit. Freiheit und Recht incht nur m der inneren Politik des Landes zu verwirklichen, >'on- ^ru auch in der« zimscheuftaallicheu Beziehungen. Dieser Wille Nr me £J»ueI{e, der die ruififdjfe revolutionäre Regierung die Kraft entnimmt. Ihm zu Menen ist die erste Pflicht ihrer Sendung. Ruß- land verteidigt ber dem Kumpfe nilit dein Feinde den großen Ge- daurcu der srerhett und hat als K r i e g s z i e l die Aufrichtung des augemcrnen Friedens aus Grundlagen, die jedes gewaltsame Bor- geben, von welcher Seiche es sei, und ebenso jeden imveria- r r str sch e n V e rs u ch rn irgendeiner Form a u s s ch l i e - hen. Rußland nährt keinerlei Eroberungspläne und stellt sich ent- 1 $}'° 1 J 1 l e de m derartigen Be str eb e u entgegen. rc&S ist die russische Nation fest entschlossen. ftrfd>c^ Absichten das Feindes, offene oder versteckte, zu be- rampseu, sowohl aus polit.isck)em Gebiet, irrte auf dem Gebiet der mtb imrtfdmfüidx-it Interessen. Mnn trotzdem ne- Io r s s e M e i n u n g s v e r schieden beiten zwischen unse- ^ x c H l 1 - 0 1 H. 1 ? 9 11 n ^ den alliierten Regierungen Mer Me Kinegbelc Mitteten, so zwejifeln wir irichk, daß die enge Bereanrgimg zwischen Rußland und den Alliierten ein völliges Einvernehmen imer alle Fragen auf Grund der in der russischen Revo- lutcon herrschenden Grundsätze sicherstellen wird. Unerschütterlich der gemerntamen Sache der Alliierten verbunden, nimmt die russische Demokratie den Entschluß jener alliierten MäcAc mit lebhafter Elbe auf Me sich bewrt erklärten, dem Wünsch der vorläufigen Regrerung Rußlands nachzukommen und die V e r e i u b a r u n g e n betreffend die endgültigen Kriegsziele einer v D u r ch t lfch t z u unterziehe u. Wir regen zu Mesem Zwecke ernc Zusarnmenkunft von Vertretern der alliierten Mächte an, me demuachst itatlriubei? könnte, sobald sich günstige Bedingungen iaiT - ~a m ? T cme ^erembaruna, diejenige, die am 5. September iZ 14 ™ späkerßverösfentlicht lvurde und medie^ Mögllchkelt der Schließlung eines Sondsrfrictbens! Mmh E der alliierten Mächte ausschließt, soll aus der Zusammen- znr Dskussron gestellt tverMm MTB.) Die Blätter melden dm .Mcttrrrt des Löch: tkomman d nnnndeu an der sttordfwnt, Drago- mirow, der Mtrch den O^neral .Aembowsky ersetzt wird, und Rücktritt des Oberbefehlshabers dec Kaukasus front, ^eTvevcü I u d e 7l k t sch , an dessen Stelle General P r s ch e - w«1s,7h Ukm Oberbeschlshaber ernannt ivorden ist. Admiral Morimow, der OberbefMshaber der Oftseeflotte, tvird durch Kovtreadmrral Werderewskv ersetzt. Das endgültige Ergebnis der Stadtratswcchlen in Petersburg ff fl! T ^ sozmlrstrschen Block 507 982 Stimmen. Die bürger- lrchen Parte, e,i erlnelten 166 309 Stimmen, was die Zeitungen nm der Glnchgülngknt dieser Parteien für die Wcllsten erklären Dre Marrmalisten erhielten 117 760 Stimmen Rotterdam, 16.Juni. auf deutsch, französisch und englisch ^ "Nd den Titel ful?ren: Bulletin »es Arbeiter- und Sol- Stellung für mksw-ärtiae Bcziekungeu. Der Ausschuß Arb,',!,'- und Sgldaterirats, fuhr Weinberg fort, hat ei,um der. «* E mit der s»zlaliftisch-m Zn- mnumntu-.r. beschastigt. W,r messen der Zusammenkunft große Bedcutuug l-eufreiem 7!us,chuß gehört das ganze Präsidium' des Arbew i und ^oldate,rrateei an. Die imch Stockl-olm kmstmeiiden ^geuen Anweinmgen, haben aber natürlich I™?* E. '^'lchl, die ivertvolle vorbereitende Arbeit zu stören, die der wllandnchgkandinav.lche Ausschuß bisher geleistet l-at. Petersburg 18. Juni. aft, des Aandels und der Industrie wird eine weitere .Konr-- Mlstwu gebildet, um Maßnahinen für diesen Uebergang vorzuberei- fe 1 / -NiNister des Krieges und der Marine haben wiederholt den Wiustsch geäußert, uiieder aktiv zu.dienen und werden durch General Raetano Giargino und Kontr«idmrral Driangi ersttzü Griechenland. Athen, 16. Juni. (WDB-) Meldung des Reuterschen Bureaus. Oberkonrmissar Jonnart tertte dem Ministerpräsidenten Zaimis mit, daß er Befehl habe, die Blockade au fzuh e b cn. Sa Ion i i i, 14. Juni. (WDB.) ReuterTneldurrg. Die Annahme 0t berechtigt, daß die v e n i z e l i st i sch e R e g i e- rung demnächst nach Athen übersiedeln und die am 30. April erwählte Kammer, die der König Konstantin auflöste, einberufen wird. Es darf angenommen wer- den, daß die Abdankung des Königs die Wiedervereinigung beider Teile Griechenlands unb einen Wendepunkt in dem Balkanfeldzug bedeutet. RibotS Erklärungen im Senat. Paris, 16. Juni. (WTB.) Havas-Meldung. Bei Be- prechuug der Everanisse in Griechenland gab Ri bot dem öcnat dieselben Erklärungen ab wie der Kammer, und erklärte, daß über den Verrat in Larissa gegen eine euglisch-sranzösische Abteilung, die nach Thessalien geschickt Gerechtigkeit ihren Laus nehmen würde. Ribot er- Aarte, Prmz Alexander trage augenblicklich die Krone unter der Bedlnguicg der Bestätigung durch die versafsüngs geben de Versammlung. Zaimis bleibe an der Spitze der Mgieruna. Vemzelos begebe sich. nacl> Athen, sobald die Versöhnung gesichert ]et. Rrbot sagte, er hoffe, daß der Senat die feste und rluge Pmrtik, die das Kabinett vereinige, gutheiße. Er stellte fest, daß der Könrg von Griechenland nicht als Ge- NNHener der Alliierten betrachtet werde. Wenn er sich, nach Deutschland begebe, würde er nur seine tvirklicheil Gefühle verraten. Ribot zweifelt nicht art den Folgen der Abreise, deren Bedeutung die ganze Welt begreife. Sie sei für Frarlk- reich ein moralischer Lieg, den man nicht abschwächen dürfe. Eine neue vftcrreichischc Kabinettskrifis? Wien, 16. Juni. (WTB.) Im Ministerium fand vormittags tinc Besprechung des Ministerpräsidenten Graf Clam-Martinitz nnt dem Prälidmni des Polenklubs statt, worauf der Polenklub zu icmer S,tzu,ig zufammentrat. Wie verlautet, hat mau nach einer laugjdren Debatte einen von vier Gruppen gestellten Kv m- pro mi ßant rag Leichlojfen, der besagt: T Der Polenklub beauftragt sein Präsidium, dem Minister- prairdenten zu erklären, daß er dcese« Regierung nicht mttctftutjn lverde und däß er aus dieser seiner Slellung- nohme dre Folgerungen zrehen werde. Der Polenklub ist jedoch bereit, m 1 V 1 ” e V l fcär e n ^ 0 1C J V - 11 9 in Verhandlungen zu treten. ^Aussithrung des Beschlusses seines Budgetausschusses, gegen das Budgetprovtsorium zu stimmen, ermächtigt er die Aus- jchußnntglieder, dennrnt- im Ausschuß zu erklären, daß der Klicb Mr die Stzaatsnotwendigkeiten stimmen werde, sofern die neue Regierung das Vertrauen des Polenktubs besitzen werde Ein Antrag der konservative)! Gruppe, der sich für tveitzere Ver> yanotuugen mtt der Regierung mwspvach, wurde abgelehnt. Oesterreichs Turchhalten. f c Jüni. sWTB.) Das „Fremdenblatt" veröffentlicht Errlarimgen des Honvedmmisters Feldmarschalleutnants Szum- m a y. der n a ausführte: Die L a g e a n a l le n Fronten ist auSgezeickilet und bestätigt meine ständige Behaicptung, daß hierin reme Beeiuflusjnug in ungünstige m Sinne uw glich ist. Wir räum- Els dem Wege, tveil in jedem von uns der! ■i I e MM endgültigen Siege auszuharren. Ich spreche nicht als Theorettker. sondern aus der in sieben Monaten an der Front gewonnenen und immer mehr befestigten Ersahmng, die vollauf weme unerschütterlich eZuversicht in unsere glänzende Zukunft recchgertigt, die die heldenmütige Armee und das tapfere Dmterlmid gemeinsam erringeil hvcben. Ich- verkenne nicht, daß stst uu Hinterlande jetzt häufiger schavierigm ist, als an der Front. Allein unser lmrtschaftliches Durchtzatteli ist angesichts der gegenwärtigen Erntvausfichten gewährleistet, zumal der Krieg eine mächtig erzieherische Wirkung ansübt. Sind wir wirtschaftlich ge- siü)ert. so gilt dies nicht minder von rrnserer Truppenergäilzung urcd -vei-sorgung mtz jeder Art ^Kriegsmaterial. Uns kann nichts mehr geschehen, Mag der Krieg auch noch so lange dauern. Die zehnte Isonzoschlacht endete mit einer un- verkemÄar«! Niederlage der Italiener, trotzdem die Italiener dort ^>pser brachten, und Kräfte edrsetzten, loie nie zuvor, ein neuer Beweis für inetne Anschauungen von der Unerschütterüchkeit uw- ^ornnlilarischen Stellungen und für die Ächerheit unseres schließlick^en Sieges. Gerade jetzt, knapp vor dem Ende des drittel, Eriegsiayws ist unsere Lage bessc-r denn je. Nichts kam, tte zum Schlechten wenden. Das -Oestmreich-Ungam,, das sich lirute der Welt darbistet ist ein siegelndes. Oc-sterreuGUngarn, das an allen Frontwi selsensest ist, dessen HilfsauÄlen richtig eingeteilt ftnd und in dem das Heer und alle U7A>eiqerlich entschlossen sind au^-uharreu. Wir haben allen Grund, zufriedeli zu sein und mit froher Zuversicht in die nahe wie die ferne Zukunft zu blicken D a mp fe^dersenkt, von denen drei bewaffnet imd einer anscheinend ein Tanküampfer war, ferner 5 Segler und acht Fisch erfahrzeuge. Darunter befanden sich der englische Drei- mchtschoner Phantom, der englische Easselschoncr Alfred (früher deutsch), mit 5koh!en von New Castle liach Caen, der englische Motorschoner Marjoric und ein unbekannter englischer Schoner mit Kohlenladung sowie die englischen Fischer- fahrzeuge Ocean, Tride, Caward, Torbay, Paso, Cariad und die französischen Fischkutter Eugenie Mathilde, Francois Georgotte, H. 1065 und Madeleine. Der Chef des Admiralstabs der Marine. U-Boot(ampf mit japanischeti Zerstörern. London, 16. Juni. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der japanisä)« Marilwattaa)L teUr mit, daß anr 11. Juni eine der japanisck)-en Zerstörer fl ottillen feindliche unterjeeooote inl Mittelmeer angegriffen habe. D<ü Ergebnis sei lroch nicht belannt. Bei diei'er Gelegeillieit habe der Zerstörer „Sakati" durch einen feindlichen Torpedo eungen Schaden erlitten, loobei h 7 Mann getötet worden wcwdeli^ 'O^ilörer sei glücklich in den Hafen geschleppt Der Staatssekretär der Admiralität erklärte hierzu, dies )ei einer der Zeritörer gewesen, die so tapfer bei der Ret- rurrg per uppen ünd der Besatzung jdes torpedierten Transportdampfers „Tr a n s sy l v a n i a" gehotfen hätten, trotz der drohenden Gefahr, selbst torpediert zu lverderi. * (WTB Reutermeldung. Die Admiralität teilt mit: Der Hilfskreuzer „Avengco"wurde in ytosfytfrmn J.4. Ium in der Nordsee torpediert und ist gesunken. Ein Mitalied der Manlischaft wurde durch eine Explosion getötet. Die übrigen wurden gerettet Aus dem Reiche. ^ Dresden 17. Juni. (WTB. Nichtamtlich.^ König Ferdinand von Bulgarien traf heute vormittag in Begleitung des Kronprinzen Boris und des Prinzen Cyrill zum Besuche oeL5Töttigs ein. kowskl) zum GeneralstubsoffiAier des Oberbefehlshabers Ad- tl™': k‘. ; I v ' . der ch'men. Rücktritt nachgesucht hatte, »mirde «u l ... Admirals R u I si ii zimr Admiralstabschef des Ober- Utö miauiit. Die lxnden Admirale Kanin mvd Kedsow dii Gchuü'l, UN Marinenm u | terhun sind, sind zurückgetteten Der nnt der Ausarbeitung des Gesetzes über die Verfassung- gebende Bersammlung beauftragte Ausschuß sprach sich mit 27 gegen 9 Stlnrmen für das BerhältNiSiv-ahlsystem aus. * ch * Die Umgestaltung des isaliettischen Ministeriums. i\ n ! ' ^^TB.) Meldung der Agemna Stefani. Bv se r unterbreitete l>eute dem Könige Vorschläge über die U m. gestaltu n g des,Mini steriums, welche der König anae. nom.'.n bat öKtmfte Dienstzweige, denen heute die größte Bedcu- Mng litt >tnegftlhrung und die ganze Eristmri des Landes -u kommt, w « nn1 Kohlenkonimissanat wird aufgelwb^ Sämt- b'l.- die BrenustofsVersorgung betreiseuden Angelegeuhttttu & Transportmunstermm vereinigt. Sei^wr M iverden Bracchi nnLd Tunr^rtmiEer, Arlotta bleiÄ Minister ohne Seekrieg. Neue U-Boot-Crsotge. ierliu, 16. Juni. (WTB. Amtlich.) In den Sperrgebieten des nördlichen Kriogsschnuplatzes sitid durch unsere Unterseeboote neuerdings 21 3 00 Brnttoregister- ton n en versenkt ivordvit. Unter den vernichteten Schiffen befanden sich der bewaffnete französische Dampfer ,,Seguan-cp' (5557 Bruttoregistertomreu), der etiglische Drei- nmstschoner „Detlef Wagner" mit einer Korkladuiig forme drei tiesbeladene Dampfer, voit denen zwei aus Geleit- zügen herausgeschoffen wurden, und ein großer Segler mit Stückigutlavung nach Frankreich. Die Ladungen der übrigen Schiffe blieben unbekannt. Bon unseren U-Booden im Mittelmcer wurde lvieder eine große Anzahl von Dampfern und Seglern mit zusammen 3 2 3 1 6 Bru t tor e g isterton ncn versenkt, llnter diesen Schissen befanden sich die vollbelädenen englischen Dampfer „Millicent Knight" (3563 BRD.) und Bvldwell" (3118 BRT.), welche beide aus osttvärts steuernden Geleitzügen herausgeschoffen wurden, und ein bewaffneter englischer Dampfer vom Typ „Worces-Terffstre" (7175 Bruttoregistertonnen). Ferner wurde ein bewaffneter englischer Dampfer von 6500 Tonnen versenkt, der in einem von zwei Zerstören! gesicherten Geteitzug von drei Dampfern fuhr. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 18. Juni. (Amtlich.) Im englischen Kana lnmriwn durch unsere U-Boote fünfgrobe englische Sicrdt imk £an$. G leße-i. 18. Juni 1917. Einschränkung ds Wasterverbrauchs. Vom ftädt. Gas- und Wasserwerk wird uns mttgeteilt: . Z^s?lge der lauganhaltendcm außerordentlichen Hitze ist der Waoerverbrauch in den letzten Tagen ganz gewaltig ge- ttegen. Er betrug am Samstag 10050'<;bm und am gestrigen Sonntag 8802 ebm, während der .Hoch st tag es bedarf im vorigen Jahre 7922 cbm war. Wenn nun auch de." Wa.sser- reu in der Lage ftt, den großen Anforderungen zu genügen, o ernpsiehlt es sich doch, mit dem Wasser sparsam zu wirt- chaften, damit die nötige Wasserreserve in den ohnehin etwas knappen Vorratsbehältern erhalten bleibt. Diese Wafferreserve soll nnr in ganz besonderen Fällen herangezogen werden. Am letzten Samstag fand im Pumpwerk Queckborn eine Storung an der Pumpanlage statt, die mit dein vorhandenen, noch nicht fachkuildigen Aushilfspersonal wohl bald beseitigt worden ist, aber doch eine fühlbare Ein- buße an der Wassersvrderung mit sich brachte; insvlgebessen mußte die Wasserreserve angegriffen werden. Um nun die erforderliche Reserve wieder herzustelleu und für etlva kommende Fälle gesichert zu sein, wird dringen d e m p s o h le n , d e n W a sserv er br a u ch s o wei t atö 1 r 9. e nd mö glich einzuschränken. . , ^ Die B l ü t e de r Kornblumen veranlaßt jetzt wieder viele Ausflügler, rtnksichtslos m die Roggenfelder einzudrmgen, um die blaue Liebstngsblume des Kaisers Wilhelm 1. zu einem Strauß zu samuwln. Der Landwirt betrachtet die Kornblume als eine den Saaten schädliche Pflanze, was jedoch durchaus ein Betreten der iKlotx nicht rechtfertigt. Während der Krieget darf, mit stkück- 'icht aus die Bolksernayrung, nicht einmal die * kleinste Getreide menge vernichtet werden. *4- Die Hitzeperiode der letzten Wochen hatte mit dein gestrigen Sonntage einen Höhepunkt zu verz^eichnen. Nach den Bsobachtungen der Wetterdienststelle Gießen zeigte das Thermometer geg>dn i/ 2 3 Uhr nachmittags 28,7 Grad im Schatten. ^ie Wetter Voraussicht, die wir von heute er des Guten etwas zu viel als zu wenig. Trotzdem hoffen wir, daß die Erniahnungen des Stadt. Böasferwerks keine tauben Ohren finden werden. ** G e g e n die Preistreiberei bei Obstpach- t ungen schreibt dac- Zbriegswucheramt zu Berlin: Die Preise für Obstpachtuugen, die gegenüber den Friedens- Preisen schon inr vergangenen Jahre eine crheblick)a Steige- rung erfahren hatten, lverdeu jetzt vielfach zu einer Höhe emporgetrübeu. die durch nichts gerechtfertigt ist. Beoauer- licherweise sche-inen zum Teil auch die Geniemden aus der Lage Vorteil ziehen zu wollen, statt bei der Berpachttmg der Obstnutzungei!> durch Jnneha.lttn?g angemessener Grenzen regelnd auf die allgenteine Preisbildung^ miteinzurvir^n. Müssen schon hierdurch die Gestehungskosten des Obstes steigen, so ist eine Erhöhung des Verkaufspreises auch daraus zu erwarten, daß die Verkäufer dazu neigen, ihren Verdienst nach Prozenten des Einsatzes zu bemessen. Das ist bei der zeaewvärttgen NottnarMage unzulässig, muß, lvie im Bor- xcchre, zu begründeten Klagen der Berbraucher umd schiließlich mit )*tTürred)iftclK‘ii Einschreiten wogen Kviegswuchers lUrr,, Dli> K r i egswucheram t ist. deswegen cm die zustande yen '3erwaltu n ^ s stellln, mit der Anregnnq herangetreten, rhrerjertv auf die Gemeinden entsprechend einKuwirken. Im wohlverstandenen Interesse der Mgerneinheit ist es auf das dringendste zu wünschen, das; diese Anregung bei den Ge meinden auf fruchtbaren Boden füllt. ** Der Kriegsaus s chu ß für Verbraucherinte r - essen hielt am 14. t>. Mts. eine Sitztmg ab, tu der Jurjec Bericht über die bisherige Tätigkeit erstattet imrrde. Bei der Beratung über die zukünftige Tätigkeit nun de beschlasseit, eine Eingabe au die Landest ob ft stelle, sonne an die Kreisbenoaltung und die Stadt Git-ßie«! Äu richten, in der besonders ivtrouf hinge.uiesen t »erden, soll, daß die diesjährige Obsternte ziemlich gleichmäßig auf Bezugssctxnue verteil t werdvr utoge. Dve G r jn i -e d e s & reifes, und der Stadt Giegen solle, soweit es irgend möglich, mrter Zichandnahnre von Schülarn, Soloatm und Hilf Sdic nstps l ichtigen abgeerntet und nicht versteigert werden, mcÜ bei einer allgemeinen Versteigerung die Miilrderbemittelteu leer auSgiugeu. Vom Borsihenden wurde darauf hingewi-esm, das; er bei dem Kreise angeregt habe, das Obst der K reis st rasten der Stadt Gissten in der Hauptsache zur Verfügung zu stellen. Zur Versorgung der Bestätterung- mit Kohlen wurden bereits geeignete Schritte unternmnlintnr. Es scheint noch nicht genügend bekannt zu sein, daß zum Bezug von Kühlen Scheine auf dem Gaswerk erhallen sind. Cs soll hier auch eine Eingabe an die Stadt gemacht werden, dast ein Teil des Brmirholz.es, das in Derbste gefällt wird, der G testen er Bevölkerung \u einem annehmbaren Preise abgegeben wird. Vielfach wltrden Klagen geführt über die teilweise mangelhafte Mfertignng bei Kohlen ab gäbe und sollen tum M stelllmrg der Mängel Sclü'itte unternommen! Nnwden. Um die Versorgung der Bevölkerung mit $ r ü hkariös f e l n in gerechter Weise zu betätigen, sollen Bezugsscheine ansgegeben werden, und die bei Verbrauchern etwa noch vor-» bandelten. Kartoffeln, aüfgervchnet werden. Ueber die^hohenj Gemüse preise, die vielfach die Höchstpreise überschreiten und meist die höchsten in Atitteldeutschlaard sindioitrde elxnfalls Klage geführt: dieses komme daher, daß die htresigen. Händler keiiuü ziveckentsprechendc Organisation haben und die Frühigemüse vielfach in Frankfurt statt lei. den ,Erzeugern auf kaufen. Ein Teil M F-n'chgenriffe wurde lvveits durch die Staat bezogen. Es soll hinge strebt werden, das; von seiten der Stadt Gemüse in viel größerem Maste, direkt bezogen, durch die Htrndler zur Verteilung kommt. Allgemein wurde bex Wunsch ausgesprochen, daß für die M i l ch Butter- und Eier ve r so r gnng eine Besserung angestrebt 'werden solle. Mit anderen Verbänden soll g-emeinsckMsllrch da hi na gestrebt werden, daß bei den maßgebenden S,telletr M den Kommissionen mehr Verbraucher hm zu gezogen werden. ** Ein an on ym er Briefschreiber erwischt. Bor einiger Zeit lief bei der Polizei ein nicht unterschriebener Brief eilt, der die gröblichsten Beschimpfungen gegen die Schuh mcrinrschaft und die Lehrerschaft der Stadt Gießen enthielt. Der Verdacht, den Brief geschrieben zu hal»en, lenkte sich auf den Kaufmann Jvsenel Straus; dahier, Weidengosse 18. Nach anfänglichem Leugnen gestand Strauß ein. den Brief geschrieben zu haben. ** Nationall iber al er V ere i n. Heute, Montag abend, & ' Uhr, hält Herr Professor Gmelin im Gasthof „Hindenburg" lgroßes Ziimner) einen Vortrag über „Das'System der Verhältni's- tvahlen". ** Diebstutz l. In der Nacht zum 17. Juni, Samstag auf Somllag, wurden uns einer in der Sonnenstraße gelegenen Wirtschaft 70 Mk., aus Silber bestehend, eine Masche Kogamk, Marke „Scherer", 18 Eier, iy. t Psd. Butter, 5 Kistchei! Zigarren, 500 Zigaretten, Marke „Fla g gen gal a", 'ein Laib Brot, 4 Brötchen, 2 Pfund Ochsen len den, eine Kalbsleber, ein tlenver grauer Rucksack, in dem sich 4 bis 5 Angeln auf Zigarrenbrettchen gewickelt und ein kleiner Daschen-Revolver befand, und nrehrere Flaschen Wein entwendet. Wer über die Person des Täters und über den Verbleib des gestohlenen Gutes Auskunft zu geben vermag, wird gebeten, dies der hiesigen Kriminalpolizei mitzuteilen. ** Vo n der Feuerwehr. Gestern nachmittag 4.19 Uhr erhielt die Feuerwehr vom neuen Friedhof telephonische Meldung ü der einen beim P hi l o s o p h e n w a l d aus- gebrochenen Brand. Die Wache rückte sofort aus und fand auf dem Trieb hinter dem Gefangenenlager einen größeren Grasbrand vor. Mittelst des auf der Spritze mitgeführten Wasservorrates wurde der Brand niedergehalten und dann mit einer Schlauchlinie von einem Hydranten des Gefangenenlagers aus völlig abgelöscht. 6.54 Uhr rückte die Spritze wieder ein. Erhöhung des Zeitungsbezugspreises. Der Kreisverein Deutscher Z eEt it n g s ve r l e g e r für Hessen und Hessen Nassau beschloß in einer ain 17. Jürri in Frankfurt a. M. abgehaltenen Versammlung, die Bezugspreise vom I.Iuli an 5 u erhöhen. Die fortgesetzt steigenden Preise aller in den Zci- tmtgsbetrieben notwendigen Materialien, die Lohnerhöhungen nstri goingen zu dieser Maßnalnne, loolcho olmc Zwersel das volle Ber- stätrdnis der Leser finden wird. ** Kupfer, Messing und Reirnnickel. Laut Veo- sügtung des Stellvertretendst O^etvaral kommandos des 18. Armeekorps vönt 5. April 1917 sind die bisher nicht ab gelieferten bzw. mwschwiegrnen Gegenstände aus Kupfer, Messing und Reut nicket bis znm 25. Juni 1917 restlos abzulieseon. Es wird daher beit Säirmigeit nochmals Gelegenheit geboten, dies zu tun. Die Mliefe- rung kmrn erfolgen: Donnerstag, den 21. Juni 1917, vormittags >xm 9 bis 12 Uhr!und nackilmlittags von 3 bis 5 Uhr an die dldttall- samnrelstelle (Leben smittclamt, Ostanlage 13) Zimmer Nr. 11. Kommen die Betreffenden der Verpflichttatg nicht nach, so lverden die betreffenden Gegenstände ans Kosten der Säumigen im Wege des Z lvangsvollstreckungs per fahren s eingezogen. Sieh e Bekannt- machnng. ** Lichtspielhaus, Bahnhofstraste. Auf dem Program m vorn 16. bis einschließlich 18. Iimi steht „Dodesfchauer". Psycholo gffche^lltalvse einer Foauenseele in 4 Akten. In Szene gesetzt von Karl Schön selb. „Herrenchinrsee". Jnteressmrte Natüranfnahme nnd ein Lustspiel in 2 Akten „Heinrich ist nickN eifersichtig". ** Im Hot el Schütz ist morgen, Dienstag Künstler-Konzert im Garten. Siehe Anzeige. Lllnbkreiö Gießen. ^ ** Weickert sheim , 18. Juni. Der Gefreite Hermatrn Schäfer, Sohn des Bahnhofanfsehers Schäfer, erhielt als be sondere Anerkemrimg das Eisern ' Kreuz 2. Kl. In. Langd. 18. Irmi. Gestern beging das Ehepaar Knorr bter das Fest ^der goldenen Hochzeit. — Für die U-Boot- Spende sind in mrserer Gemeinde 230 Mk. ein ge gangen. Giefzencv St^dithenter. Wie ftßle ich meinen Mann. Ein heiteres eheliches .Kampsspiel' von Hans Sturm. Das Sttick^ ldtts schon durch den Untertitel „eilt heiteres eheliches .Kampffptel" eine fröhliche Stimlinnng vorzirbereiten sucht, arbertet mrt allm^ Schivankmitteln, wobei drei Ehepaare, die auf dem Weißett Hirsch einige SoatMerwochett verleben, mit ziem- ltchent Wortanfwande durcheinandergewirbell lverden. Die Frauen ffndett nämlich, daß ihre Gatten, ein ^lpothekcr, ein Kaufin'ann und eüt Verleger, sich zu, wenig um sie kümmern, bis eine angeb- ltche Bttronm. die in Wirllichhett den. Ballet angehört, ilmen zu ememit ff tigert Kampfmittel, rat. Sie sollen die Männer dadurch zur Ordnung brmgeir, das; sie sie eifersüchtig machen, und diell nnrd auch in einer sächsischen Dorfschenke durchgesührt, wobei allerdings die Frauen eifersüchtiger auseinander lverden als auf il-re Ehegatten. Zum Schlüsse ist nattirlich alles m schönster Ordnung die Schwanklitcratnr ist um oute Abwandlung gewohnter Wirkungen bereichert. Das Stück hat den Vorzug äußerst witziger Redewertdimgen. und so unterhielt sich die trotz der sommerlichen Hitze überraschend zahlreiche Zuhörerschaft ganz vorzüglich und nahm die Ausführung mit starkem Beifall entgegen. Wie es bei allen derartig Teicta Stückchen ist, trügt die Auf führrmg sehr viel zur vollen Wirkung bei. So war es auch bei dem Eesanitgastspiel Frantsurter Künstler, die unter der Leitung von Edmund Heding Vorzügliches boten. Das Spiel ivar äußerst flott und gefällig geleitet. Der Spielleiter selbst gab in seinem Apotl-eker einen Mmrn, der wirklich den Studenteu in sein" Ehe hinüber gerettet hat, prachtvoll in seiner behäbigen Bierehrlichleit. Jose, Müirch bot im Verhalten zu den übrigen Bestandteilen des Kleeblattes einen recht ffotten. aber vielleicht etivas zu jiigendlicheir Kaufnramt. Vesser, auch weil sie größere Möglichkeiten indivi- dweller Bekaudllmg in sich barg, ,var die Gestalt des Verlags- buchhäirdlers Dralle, die Earl Marorskn zeichnete. Im >Gegensatz zu den drei lüderlickx»n Ehemännern stand der Baren, von Hans Schwa rtze köstlich dttrchgeführt.. Eine treffliche Leistung echten trockciren Hunwrs bot Franz Kauer als sächsischer Gastwirt. Das Frauenterzett wurde gebildet durch die Damen . i^eni O b e r - m e y c r , Cläre N e i g be r t rtnd Elaire Ke ß l e r. Sie verstanden es ausgezeichnet, die Konsvnmrzeu i.-nd Diffolianzen in ihren! eigenen ZusamMenklange uiid als Gegenstintme Ltt den Ehegatten zur Wirkung zu briiigeti. Ihnetl htlsreich zur Seite gestellt als die Urheberin des ehelickwn Kampfspiers und als Beraterin der drei Ehefvauett schuf Leontine Sag an als Baronin eine entzückend d-urchgeführte Gestalt. zz Spfelplatt des Grohh. Murtüjeaters Saü-Nauhelm. Montag, 18. Juni: „Heinmt". Mittwoch, 20. Inm 'Aeuhnt, „Die verlorene Dockst er". Freitag, 22. Iuui: Frank,. Ges. ^Kasts-. Neuheit. „Wie feßle ich meinen Mann". Svmttag, 24. Juni: dken- heit. „Die Königin der Luft". Sonntag. 24. Juni, nachm 2, im Stcrdttheater Gießen: Dritte Sondervorst, f. d. kriegsbeschäft beitcrsch. „Wieselck>en". Moirtag, 25. Juni: Neuheit. „PerlewL Witterungsbericht. (Oefsentlicher Wetterdienst.) Zimehmende Bewölkmtg, Gewitterneigung, Temperatur tvenig geändert. vermischtes. * Wien, 17. Julti. (WTB.) Amtlickw Meldung: Die Explosion ans S t e i n s e l d c in der ^)!acht auf den 17. Ium erfolgte in den militärischen KlimtitionSmagazinen an, Steitrselde. Der Explosion fielest drei Magazine zun, Opfer. Nach biÄirr vorliegenden Meldungen ist die Zahl der Verletzten etwa hundert. Von militärischer Seite wurden noch in der Nacht ungesäumt alle uottveudigen Ata st, lahmen zur Hitseleisttmg eingeleilet uub durchgefühtt. Sobald weitere Berichte über das Ereignis vorliegen, tverden sie der Ocffe'ntlichi'eit svfvtt mitgeteikt. Der Kriegsntinisber begab sich mit den zitr Htlfeleisttnrg enlsendv- tcn Organen persönlich an die Unfallstelle. Wien, 17. Irmi. lieber die Explosion mirb noch gemeldet; Außer Materialschaden ist der Verlust von sechs Menschenleben zu beklagen. Die Zahl der Verimnidungen beträgt ellva 300 leicht ter, etwa 30 schwerer Art. Wien, 17. Juni. (Amtlich.) Das bisherige Ergebnis der Untersnchmrg über die Ursache der Exploffonskatastrophe cmf dem Steinsetde gestaltet keinen Schluß in der Richtung, daß ein ver- brecherisck)er Anschlag vorliegt. Erhebungen zur AnfNärnng der Ursache der Katasttopl^e lverden mit alter Energie fortgesetzt. * Genf, 18. Juni. (L. A.) Nette schvere Einbns^ erfälwt Frankreichs Enrteanssicht durch die umfangreick^e Bernstistung besten! Ackerlandes in den Departeittents Isere nnd Savohen. Im ganzen südöstlichen Frautteich »tnrrden die stärkstett Dänmte dtrrch ungewöhnlich große Ueberschnnmnnurgen ein gerissen. Lstzis' 77 <7 ich tcn Zum Aufbau dcr rumänischen Oelindustrie. Berlin, 17. Juni. Zu der Meldung, daß der Wieder- aitfbau der rumänischen Erdölindustrie fotueil gefördert ist, daß die Kriegsbereitschaft der Zentralrnächte gegen allen Mangel an Schmieröl gesichert ist, sei noch mitgeteilt, daß die erste Sonde der im November 1910 unter englischer Leitrurg .zerstörten Gruben selber bereits am 12. Febrrwr dieses Jahres lnieder in Angrisf genommen wurde, nach- denr die nötigen Arbeiteit hierzu erst am 6. Febrmar be- gorruen worden waren. Venizelos. Berlin, 18. Juni. Aus London lassen sich nrehrere Blätttr melden, die englische Regierung habe Venizelos, der, unzufrieden mit den, augenblicklichen Zustande in Griechenland, persönlicli nach London nnd Paris kommen wollte, ge- antwortet, sie könne ihn in absehbarer Zeit nicht empfangen, da sie mit den Kabinetten in Paris und Ron, in der griechi- chei, Angelegenheit noch nicht übereinstimme. Weiterhin heißt es, Venizelos lvag nicht die sofortige Rückkehr nach Athen, weil die dadurch I-ervorgerufene Erregung gefährlich werden könne. Rußlands ftttwierige Lage. Berlin, 18. Juni. In den Kleinstädten N-ordrußlerrschen. Dcr rnssisck)e Verkehrs- minister, der fick> noch ji'mgst hofft,ungvfreudig über die Lage äußerte, crklätte letzthin, er IvaTx' die äußerst trostlose Lage Rutz- lands erkannt. Die entscheidende Stunde in der russischen Revolution sei gekommen. Rußland stehe !;. nebst Zubehör preiöwürdig zu vermieten. 4693 Marktplan 17. 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Angebote- muster liegen hier zur Einsicht and und kömlen, solange der Vorrat reicht, gegen poitsreie Etnsendung von 1,50 Mk- bezogen lveroett. Die Angebote iverden am Montag den 25. Juni, vormittags 10'ff Uhr geön'uet. 47M Vollend» itgSsrist12Wochen. ZttschlggSsrist 4 Wockietr. Wetzlar, den 14. Fnni 1917. Kgl. Eisenbahnbetriebsaml. WMAI Spa rgel täglich zweimal frisch. 3884 XV. ilankcl, Nene Baue 7 . Tel. 012 Fliv IViederferkHiifep! Fliegenfänger. l00Et.5.50M. Ansichtspostkarten, Serien. Soldaten und 0'eburtStagS' karte». 100 St. von 2 Mk. an. Glaspapier. Schmirgel' papier, soivie Zigaretten, bekannte Marken, zu EngroS- Fabrikvteisen, stets vorrätig. V. Biulm, Kalser-AUe lS. Plfas fsSsallplaiSsn-— £ Kbsnnsmentt | Öl Qjrtatlf.Rpro -lim,,-.eignen» |bcsil/er! Nnt><,trr,'n/t<» Alnvnchalf. lKorfwtUir.Umtausch. Prosp.graha. [Karl Boi-bi, Berlin 54 Ntj« .. '-Jim Nun ruht dein treues Herz in Frieden Ewig beweint von deinen lieben, Kühe sanft, du lieber, guter Gatte, Vater, Sohn u d Bruder. Kühe sanft, du treues Herz, Du hast den Frieden, wir den Schmerz. xt , .^ ch Gottes^ unerforschlichem Ratschluß traf uns unerwartet die tieferschütternde Nachricht, daß am i. Juni bei Ausübung seines Dienstes mein innigstgeliebter Gatte mein weujorjendcr \ ater, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel unci i ate Wilhelm Spelte, Eisenkhn-Unterassistärt Wehrmann in einem Infanterie-Regiment im Alter von 37 Jahren gefallen ist. Im Nameu der trauernden Hinterbliebenen: Frau Lina Spelkus geb. Buß Ewald Spelkus Familie Anton 0. Spelkus Willi. Ant. Müller,z. Zt.im Felde, u. Familie Karl Spelkus, z. Zt. im Felde Christine Buß Wwe. Franz Späth, z. Zt. im Felde, und Familie Heinr. Buß Car! Buß, z. Zt. im Felde, und Familie Familie Karl Karbach Für die vielen Beweise herzlicher W Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres M lieben Herrn U Lang-Göns, den 18. Juni 1917 Wiedersehen ist unsere Hoffnung. 4704 m sagen wir innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Grünberg, 16. Juni 1917. 47150 Todes-Anzeige. Am 16. ds. Mts. abends entschlief sanft unser lieber Gatte und Vater, Bruder, Schwiegervater und Großvater Johannes Faber II. im fast vollendeten 69. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Eüsabetha Faber Familie Wilhelm Faber Familie Ka ' Au usi Faber Konrad Weh IlLWw.geb.Faber Familie Amon Müller XXX!!. Artur Rorrspf, z. Z. im Felde. Lang-Göns, Leihgestern, den 18 Juni 1917. Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Juni, nachmittags um 37., Uhr statt. 12 4716 Der durchwebte 4515s» i Maros-T rsibrismsn •I Beschlagnahme- frei!! einor Lago durch und durch gewebt 11 Von Behörden und den bedeutendsten Industrie- Werken in grössten Mengen laufend nachbestellt! Wiederverkäufer und Vertreter gesucht SVianfred Rosenblatt, Frankfurt a. ivs. 67 Fabrikant des Elastischen Riemenverbinders Combinator. Danksagung. 8rfir die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau Helene Mandler geb. Rinn sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dörr, für die liebevolle Pflege der Krankenschwester und dke zahlreichen Krauz- spenden sagen innigsten Dank die tiestrauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, den 18. Juni 1917. 4718 SiüHitmaliiertitr Lettin Gieße». /Am Montag, 18. lsd. Mtö., pünktlich 8*/* Uhr, a ! stn?er titt Gailhof „Hn,denbura" «grobes Zimmer, ein zwangloser Ltugliederabend statt, in dem Herr Professor Gmelin über „te %s! 8 Di isr Yeritäiloiswalilsn“ Erkläre meine VERLOBUNG mit Fräulein FRANZISKA WAGNER für aufgehoben. 037M GEORG SCHMIDT, Gießen. sprechen wird. 4669 D Der Vorstand. iünfel Schiiiz Morgen Dienstag Künstler-Konzert im Garten Anfang 8 Uhr. 4727 Bekanntmachung. Alle im Kreise Gießen ansässigen Mitglieder des Oberhessischen ViehhandelsverbairdeS haben sich am üittoill, Jtn 2 #. z„i mmiltqs" iit der Geschäftsstelle, MotLkeftraße 20 I, einzn- finben und ihre Tage- und Schlnßscheinbücher zur Prüfung vorzulegen. Oberhessischer Vichhandelstzetband. Rosenberg. <729 Programm 16. bi» inkl. 18. Juni Todesschauer Psychologische Analyse einer Frauenseele in 4 Akten. In Szene gesetzt von Karl Scböaieia. Herrenchiemsee Interessante Naturaufnahme Dazu entzückendes Lustspiel in 2 Akten (Ls gibt nur einen brauchbaren Ersatz für üaffee und das ist mein Deutscher Aeräuter-T e@ 1 Paket 50 Psg. 4588 Hetormhaus Kreuzplatz 5. Handelslehr - Institut Hermes, Gießen, Baümfoofutraße 60. Am 2. Juli beginnen wieder neue Kurse In Stenographie, Maschinenschreiben, Buchfßhran^. kanfm. Rechnen, Kootokorrentredineu uf^vv! Man bittet um rechtzeitige Anmeld. 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Jnni 1017, vormittags von ®. ^ "br und nachmittags von 3 bis 5 Ubr an die MetaMammelstclle Kassenbestand 69 858.63 Ausgeliehene Kapitalien An Hypotheken 851 341.50 An Vorschüssen 220 500.72 An Güterkaufgeldern 162 785.17 An Wertpapieren 159 440.50 Ari fälligen Zinsen 17 541.86 An Mobilien 190.— Passiva. Jk Kapitaleinlagen 1 407 020.05 Mitgliederguthaben 12 978.52 Reservefonds 51261.90 Spezialreserve 5 444.15 Reingewinn 4 953.76 bt.Muschelsleisch offen und iit Dosen Rollmöpse Kreittterherittge ln. Fischklöse^-. Auchovy m>d Sarbelleu-Brrtter vreidwürdig bei Augiäfit Wallenfels, Marktplatz 17. 40M 1 481 658.38 1 481 658.38 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1915 . 265 In 1916 gingen zu.— In 3916 gingen ab . . .. 7 Daher Stand Ende 1916 258 Kreiling, Volkmann, Gorr, 4719 Direktor. Rechner. Kontrolleur. Bekanntmachung. „ In unser Genossenschaftsregister würbe heute bezüglich des Spar- und Borschußvereins, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Treis an der Lumda eingetragen: An Stelle der aus dem Vorstand ausgeschiedenen Wilhelm Becker I. und Georg Amend 1., beide in Treis an der Lumda sind Wilhelm Dapper daselbst zum Direktor und Heinrich Göbel daselbst zum Kontrolleur gewählt. Gießen, den 14. Juni 1917. 4703B Groszherzogliches Amtsgericht. Herzogl. Braunschw. BaugewerRschule Holzmintfe» Hochbau Tiefbau So»merunlerrtct)t 2. Rprll. Relfeprüfunß. IDintcruntcrrtd)! 15. Okloiw* •ms** A»tchderechtlgl ml* den KöoIqL Pfeufi. Laugewesttzchul». m— Kaffee-Essenz Knd, Zitronen-Syrupa^, gesüfft: Liter Mk. 9,89, Saiaütinke, Liter Mt'. 0,4.1, Rote Rüben,ÄÄ IVlixed - Pickfes 8-Ltr.-Dos° m 12 ,!», 4V2 s W tr rt 8, , m Gläsern1,25, 205, Salzgurken b "t Rollmops h “o m? fVtuschelfieisch inGsiie 4-Liter-Dose Mk. G,50, 1-Pfd.- „ „ —,95, Fsschklöse ^MDo? lakob Maternus Ecke Klinik» 4717 asfi Frankfurter Straße. Telephon 337. Toilettenstücke!! in seine Faltschachteln gepackt, wohlriechend und tadellos schäumend, sparsam im Gebrauch, wofür zahlreiche Am erkennungen u. Nachbest. von Krankenhäusern usw. 100 St. 18 Mk. iukl. Kis:e ab Fabrik. 10 St. z. Probe 2.50 Mk. inkt Verpack, ab hier. Mirena reell. Attgebo«. Friedrich Görts. Elbsrfe^ll, Schliefffach 84. 4701 empfiehlt 4600 Lsdirig tear#ä, Ästerweg 53, ^ern«VLeeker' 505. Heute wieder [4521 frische Seefische ei C. G. Kleinhenn, Bahlchofstraffe 59. Tel. 66. ÄLM« Arveltes Blatt 167. Jahrgang G^ch«nt tSgttch mH VuSn^h«'? deS SnrnlagS. VeLk«i,. Z«ni Wi7 Zwillingsrundon! i und beritt.r. B r ü hl'iche UniverfitAtS-Bl'.ch-u.St-indnickerei. R. Lange. Gießen. Schrssllrltnng, Geschäftsstelle und vruüerei: bchulstrabe?. l eschäf.ssteUell.Verlag: Schriftlciuntgr 112. Anschrists ir Tv. ht ,achrlchten:AnzetgerG1«8en. umxMjrmxaxxt A«K Heffen. ««« hem erwciteitcn FmanzauSschuß. Ä Darmftadt. 15. Jum. Der erweiterte Finanz, «»rschtitz der Zweiten Kammer setzte !Müe ferne kiemernsamen JSLL „rät her RogreriMg Yart. Der varuMiercrtllngsgeg-m- *ÄßSe Wächst tarSjc AnttagDr, O f (tun btc SRem* noM zu crfudjeni, die angoottmeten Prorqe ]üx O 6 ft an ex noSmiarigen Prüsimg zu mtKWfrn und eine erhebllck)e Herabsetzung der Preise vor zu netz men. Die Neuerung er- täüe hievccus eine längere Antwort, m der bargetan totm CKrfö sich hie Preise bei allen Obftfarten aus der Hölle der Sdicktprei.se be- Lmoi die von der Reichs stelle festgesetzt wurden. Um den bereck)- ticnten' Interessen derjenigen Gebiete Rechnung zu tragen, die ftmhobü besonderer Qualität livoduziereu imd dafür besondere ffife erzielten, bat die ReickOsbttle >i«nehlnigt, das; eine Precs- erÄöhmia bis zu 50 Prozent für svläM Obst emtreten dürfe. Da Ä-ssen- Obstproduötion in dieser Hinsicht mit an erster Stelle Mt. so mußte aus diese Bestimmung der der Festsetzung der Preise Rücksicht aelwlnünen Ivetten. Ein ^>eruntergelM unter die JW ftstgesetzten Obstpreise hätte zur Folge gehabt, daß daS sämtliche tzl.st aus Hessen abgeivandert wäre. Ein werteres Herabsetzen dieser Preise sei auch schon deshalb unmöglich, weil dadurch unsere Landwirtschaft sckstechior gestellt werden würde aV m den r iU- ,M usw. acrcchnet werdm nws;te. Die üandesobsfftelle sei bemüht gavcsen, dao .^-bst- auch tunlichst immrttelbar durch die KouMrlNwnare an ^ B«brauche^ cbjiuicben, um die Preise für dar Kon st mitten m tu bilden. Es dürfte somit den berechtigten Zetterei,en der -o**' i>tauGvr Rechnung getragen worden sem, ohne dve ^Produzenten! ST mkcpn/ unb ef A« in Rücksicht mir alle Ilm stände vmt den ictzt feststehenden Preisen nicht abgegangen„rverdeitz An die Erklärungen des Regierungstxrlreters ichloß,ich eure längere Au^spraci»c in der auch verichicdeue andere Borichlage c. örtert wie z. B. der. ob es nicht richtiger gewesen wäre, eine! Bffchlagnalmn' des Obstes emtreten zu lassen. Die Absiinüuung über den Antrag Dr. Osann wurde bis zur nächsten Ausschuß sitzuug ausgesetzt. ^ r . tY .. Anschluß an die Obstzneisfvage wurde muh rwer die An- frage Lang beraten, ob ein Pflückverbot rür Waldbec- mi insbesondere für Heidelbeeren, zu «wavllm setz Die Regier o -nüiüorfcete darauf, daß ein Psluckverbvt fürWa^eeren, insbesondere für Heidelbeeren, nicht beabsichtig we^ Die Bv- n-.r.: hmg des Fmgeswll«s, twfe durch das Ern^xM-n dar Äw- Törui v der ämöSo^tfkltc zwis-l>c,r PftEr und SEtebrmrchrr Matzoerzögerungen eintretcn könnten, bestehen „nullt.^Die Landes- oMsdell' l«bc die Orgmüsatüm dahin getwrwn, daß du voni Pflüder gestmtmickten Waldboeren sofort ivettor gegeben nick rede Berzöaermrg in der Abnahme vermieden tvave. . , Zeiten '.ourdc über eine Anfrage des Abg. Ulrich. bett Ergebnis der Getreideerhebung in HeslM verl^ndÄL Der Fragesteller l-atte die Regierung ersucht, mttznteuen, welches Mehr 1 fid» gegenüber der auf Schätzungen beruhe:iden Angabe vom November vor. Jahres ergeben habe. D« Roglernrng hat bene Wunsch deS Abg. Ulrick) smttgvaebar nad nvachte in der Sitzung nähere Mitteilungen darüber. Damit war die Anträge erledigt. Zu dem Antrag Adelung, dre Regierung wolle tmt möglichster BescMcun igung Bestinmtuugen in Vorschlag bringen, welche die richtige Gnrndlage scl>affen für die Enteignung von Grundstücken zugunsten des von Gemeinden oder Banvcr- eimgungen betätigten gemeinnützigLn Wohnun gs b aue . , reb die Regierung die Antwort, daß nach dem bestehenden Ent- eimmnasgesetz jetzt schon durch die Gemeinden die Enteignung von GruuSBen im öffentlichen Interesse erfolgen könm. Zn den ge- wnmiützigen Aufgaben der Gemeinden gehöre nach AnNcht der Regierung zweifellos auch die Sck-crffung billiger Wostinngen. Soiveit also die Gemeinr^en diese letztere, in die Hand nehmen, lei daS Entriß nun gsgesetz dafür völlig ausreichend, ^ue andere Frage ..i'-r sei wenn die Bauvereine sich aiur die, ein Gebiet betchigenl sollen. Die Regierung behalte sich vor. in Erwägung zu »teften, i.rwieweit der Uebertragung des Entetgnungsrechtes an die Ban- vereine Folge gegeben werden könne. Der Antragsteller erklär^ sich mit dieser Antwort inr allgemeinen cruverilanden und ersuchte di- Negierung, dahin zu wirken, daß auch den Bauvereinen die,es Recht zuertellt wird. Die weiteren Beratungen wurden am nächste Woche vertagt. —— Erfolgreiche deutsche Kampfflieger und die Zahl ihrer Lyftstcge bis zum 1. Juni. Berlin, 15. Juni. (WTB.) ^ 8 Rittn^ffter Fvewm- vott Nicht dosen 52 Flugzeuge, *§ Hauptnvaun Bolcke 40, tzLeuttiant Boß 31, ß Leuttiant Wolfs 30, *8 Leutnant Schäfer 29, Z Leuttianl Bernert 29, Leutnant Almenröder 22, 8 Oentnant Gmtermann nur der Verschönerung dienen, sind unter allen llniständen zn -unterlassen. Säintliche A n st re i ch e r- u n d L a ckie r a r b e i t c n und aus die unbedingt notwendigen Ausbesserungen zu beschranken, denn das Matxn'ial (Qel und Lacke) ist äußerst knapp und die geringen Vorräte haben in erster Linie Heereszwecken, Anstrichen .von Eisen- bal.nu aterial und dergleichen zu dienen. Hier Zurückhaltung zu üben, dürfte den Auftraggebern bei einiger Ueberlegung nicht schwer fallen. Die Ersatzmittel sind meist sehr minderwertig, die Arbetter auch nicht mehr erstklassig, irgendeine Garantie für, Dauer Haft ig-- keit kann nicht gegeben werden, und der Bauherr wird an soluni Arbeiten, irotz hoher Preise, wenig Freude Mietet. Achnlich steht es mit den Dape»rererarberten. »rM« d«S Mehlmangels schlechter Aeistcr, enorm gesteigerte Ta-etenpreln und nur noch einige mit Arbeiten überhäufte Handwerker. Die Wirkung aller dieser Umstände: Verdruß ber der Ausstihrnng und Mnderwert der Arbeit bei hohen Preisen. . Deshalb beschränke sich jeder, sowohl im allgemeinen als auch im «eigensten Interesse bei Reuherstelluugcn von Wohnungen ans das Aller notwendigste und verschiebe größere Arbeiten bis Mr Jtuct* kehr normaler Zeiten. ^ ** Die Viehzählungen vom 1. Juni und den,- nächst vom 1. September 1917 bilden die Gruridlage ent- luuu; will i. --- -, - - - / scheidender MahreFeln auf dem Gebiete der Erinchriings- und Futterwirtscha.ft des neuen Enttejahres. Jeder Brey- besiher muß genaue und voll st Ü n d i g e Angaven bei den Viehzählungen als seine besondere vaterländische Pflicht bettachten. Pei der Schätzung des Ertrages von Boden- erzengnissen können ohne Verschulden erhebliche ^rrtumer vorkomnien. Unrichtige Angaben über den Viehbestand sind mne infolge von Böswilligkeit oder grober Fahrlässigteit -möglich. Nack) den Zählungen sollen Sttchproben durch m? vermutete Stallrevisionen vorgenommen werden. Wo sich dabei falsche Angaben von Viehbesitzern ergwen sollten, müßte gegeri den Schuldigen schärfstens eingeschritten lver- den, derm dieser schädigt dadurch an seinem Teil die sachgemäße Versorgung des Heeres und der Bevöllerung, er schädigt aber auch seine dtachbarn und Bernssgenossen, denen infolge feiner salschen Angaben erhöhte Lieferungen anferlegt werden müssen. D a S F a h r g e l d ab g e z ä h l t e n t r i ch t e n! Die Even- bahudirekttan Mainz teilt uns mit: Infolge des Aeingeldmangels steht den Fahrkartenausgabestellen Wechselgeld nur in sehr beschrant- tem Maße zur Verfügung. Die Reisenden werden daher enucht, dav Fahrgeld tunlichst abgezählt zu enttichten, größere Eeldicheiiie aber nicht nur deshalb in Zahlung zu geben, uni ftch auf diese Weste möglichst viel Kleingeld zu verscl>assen Nötigensalls muute die Eifer.bahnVettvaltung von der ihr nach 8 14, Ziffer 3 der Elsen- balm Verkehrsordnung zu stehenden Befugnis Gebrauch machen und dis Fahrgeld abgeMlt verlangen. Alle Reisenden werden daher ettucht, das Fahrgeld besonders fiir geringe Entfernungen möglichst abgezähll bercitznhalten und nicht erst eine dahingehende t'lur- forderung des Sä-alterbeamten abzuwatten ** Die Maschinenausgleichstellen (chrenamtliche Organisationen des Vereins deuffcher Ingenieure) sind voni Waffen- und Ättcnitivnsbeschaffungsamt u. a. mit dein Ausgleich von Werkzeuginaschinen, Elekttvmotoren, Reparattirvermittlung^ N'.r landwrttsck>aftlickM Masckstnan u. dal amtlich bemrsttagt Für die Stadt Gießen befindet sich die zuständige Maschinenausgleichstelle in Frankfurt a. M., Gutlcutsttaße 94. Fernsprecher-Amt Hansa Nr. 3084, Sprechstunden von 10 bis 12 und 4 bis 6 Uhr. Zur MaschmenauL-gleichstelle F-rwrkfutt a M. gehören dw Kstcfte Alsfeld, Büdingen. Darmstadt, Dieburg, Franffntt a. M., Friedberg i H., Fulda. Gelnhausen, Gerau. Gersfeld, Gießen, Hanau St.), Hanau (Ld), Höchst, Lcmterboch, Liniburg Obertmlnus, Oberlähn, Offenbach, Schlüchtern, Schotten, Usingen Wetzlar. E ** Die Wühlmaus verursacht unfern Gartenbesitzern m diesem Jahre besonders großen Schaden. Wir haben beim Lano- wirtschaftlickien Institut angeftagt, wie dieser SckMlmg vernichtet werden kann, und erfahren, daß dies in oiesem Z-ahre besonder^ schwierig ist, iveil zu der wirksamsten Bekamp,ung. Mit Typlms- bazillen keine Möglichkeit mel>r bestcht. Fraglicv ftt es mich, ob noch sogenannte Zitopatronen, die nian in die LockMNgänge legt, im Handel zu erhalten sind. Bon guter Wirkung ist Gifttveizen. Jedocki muß mau üeiin Le>en des Weizens vorsichtig,sein und darf ihn nickft mit der Hand beriihren, da die Wühlmaßs ihr: sonst nicht frißt Ferner wird geraten, einen Topf mit stokler Wandung, in die Erde eiiizugrabeu, so daß er ctnxls ttefer liegt, als die Erdoberfläche. Diesen Topf füllt man mit Wasser, streut Hachel Darüber und läßt imnitten des Häcksels ein Stückchen ^-peck oder Wurst schwimmen Ltnck) hierbei ist zu beachten, dag lveder der ^t»eck noch das Häcksel mit der Hand ungefaßt werden dürfen. ** Spart mit Licht. In Räumen, m denen lmige Zeit künstliche Beleuchtung stattftndet, sollten keine , Kohlesadenlampen niehr gebrannt werden. Es müßte als, uiizulasftge Verschtvendung bewachtet tverdcn, wenn diese Lampen in Benutzung bliebeu. Wemi ein Unternehnien z. B. 1000 Lanipen brennt, so rvurde es bei Meballsadenlampcn und 50 .üVwzen pro Lampe. 50 000 Watt verbrauckien. Wenn cS aber Mhlefadenlanipen brennt, so verbraucht r.. gf’.r -rr. . <1 • imi.m! ,\ITw 1 f i t ''I/niiii'l I i'Ii Hesscn-Nnssau. „ ^ --- Frankfurt'«. M., 14.Juni. In einer htz'iigen 'Favri. ttug sich am Mittwoch «ein amüsanter tstoisch.-«stall zu. Arbeiter b.-förderten eine schivere üist,' mit dcr An'sc'irlft: wo - Teile' Vor allem zu befördern!" Da siel dura> Zuiall dre Nisle voni Wagen und ging auf. Zum allseitigen Erilaunen -mtMpPlen sich die ll-Boot-Teile als die schönsten in Hobelspäne eiUgcpackten - E ß kar t of feln. ^ ^ ^ ^ Frankfurt a. M., 14. Jum. (äegemvarttgbereist nie größere aus Fachmännern zusammengesetzte -.tvminisswn enfteine Flüsse, um deren Nntzbarmachung zu suwieren. Die erste .neis- rü, die Städte Mannheim, Mainz, Köln, Dortm'.'.nd und Hannover berührt. Auf der zweiten Reise wird dar- Main- ir>u Neaargemc^. ! bereist. Die Fahrt beginnt am 18. ds. Mts. in_ .tzrgmsbiirg umgeht dünn iia.ch Nürnberg, Bamberg, W'ürz-b-irg, Hcnlbronn, Helüd- b-erg, Afchasseffourg, lim in Frankfurt a. Rä ?-'enden. ' mr. Frankfurt a. M... 16. Juni. In o:n nächsten ^Tage,. erscheint eine Verordnung des Msagistvats, - es auch Personeir. die elektrisches Licht nnd Kraft vervrauchei:. verboten ist, solche in der Zeit von 2—7 llsir ivachnn!tag^ i nd \n wr Nacht von 11—5 Uhr in Anftwuch zu ueh-.nen, ünt oen drohen - den Kohlenmaugeil beim ElekttizitätS.vnk vorzubeugeii und um gleick)zeilig eine gerechte Beliandümg im .Hmbllck auf me Gae- verbraucher hcrberzusühren. Wer also noch in der Nacht arbeiten will, muß zur altertümlichen Petroleumlampe oder Wachsrerzc zurückkehren. ^ .,, ][ Marburg, 15. Jum. Mit dem Zuge, der kurz nach 1 u-r hier ankommt, trafen gestern mittag n> . e bestimmte Frankfurlcr Fcricitfmbcr, etwa 12>) Knaben und Mädchen, aus dem Haiiutl^hnhore ein. ^ie wurden wmtuci) mit Erfrischungen bedacht und fuhren, mit Ausnahme eines Teils, ' der in die nächsten Harisdörrer kommt, nach Eotbe und Bürgeln weiter, wo sie mittelst Wagen «abgeholt wurden. Mit diesem dritten Transport dürften jetzt schon über 500 Frankfurter Kinder.m den Marbnrger Kreisdörsern untergclwackft sein. Allem Anschein nack leben sich die GroßstadtVndßr b:i den ländlichen Familien auch recht gut ein und manche Frankfurter Mutter nnirde erstaunt Lusblicken, wenn sie ihren Liebling in der, kleidsamen Hessentracht wiedersche-i würde, die hier und da den kleinen Mädchen von ihren Gastgebern zur Verfügung gestellt Wirb. . ^ r . . ft. Wiesbaden, 15. Jum. Richtpreis c für Obst und Gemüse hat der Magistrat gestern erlassen. Die Folge war, wie vovanszusehen, daß am heutigen Wochen markt Obst mrd Gemüse nur in bescheidenen Mengen augefahren lvareu. Die Hanol-er, oe- sonders aus dem Hessischen, waren nicht erschienen. 20, - Leutnant Frankl 19, *§ Leutnant WmtgeNs 16, * Leutnant 18. *8 Oberleuttiant Jmmelmann 15, Leutnant v. Bülow 15. 8 Leutnant Dossenback 14, Stell Vertreter NaklMiael 1 Leutnant Sämeider 14, Offiz-erslellvettreter Max Müller 13, BinseldtvebÄ Festner 12, tz Leuttiant Höhndorf. 12, § Oberlent- mnt Betthold 12, Leutnant Rölmve 12, Offtzierstelltwrtttt^ Göttsch 12, * Vizeseldtoebll Manschott 12, * Leutnant Tt-nl. 11, * Leutnant v. Kendell 11, * Oberleutnrntt Kiriurner 11, ' Lcntn» er 10, * Leutnant Pserser 1l, 8 /D^^^ttnant Vi'ddccke 10, *§ Oberleutnant Darr 10, Oberleutnant DilsrlA'ck 10, Leutnaitt Lessers 9, Leutnant Hans Müller t, Schulte Leutnant Klein 9, *8 Leutnant Parsck)ni Arbeiten des Baugewerbes eine nx*it größere s reiwilligeSelbstbes chrän kung geübt wev- d»nl, als vi'ft-er. 'Die Errichtung von Neubauten, die nicht itaat- lill-err oder Heereszwecken dienen, ist neuerdings ganz verboten. Der Arbeiterma;:gcl und die außerordentlich gesteigerten Matettalpreise hat'^n ja auch die Baulust selbst schon wesentlich gedämpft. Dagegen wird aber bei Ausbesseruugs und Ennuenmgsarbeiten noch viel ge- sfündigt. Es muß ernfthast daraus hingewiesen werden, «saß hier streng iwffckDen unbedingt notweichigen Arbeiten Mid solchen, die einen Aufschub vertragen, unterschieden wird. Neuherstellungen, die es für dieselbe Lickfttvittüng ungefähr 150L00 Watt. Natürlich darf dein: llebergang von Kohlefaden- zu Mtallradenlampen nicht die Kerzenzahl ohne Mt erhöht werden Es könnte Überhaupt davaus geachtet werden, daN m nebensack>ttck)en Raumen ' nicht Lampen mit unnötig hoher Kerzenzahl gebrannt wetten. Landkreis Gießen. ** H u n g e n , 18. Juni. In sieben großen Kisten ist eine reiche Hindckuburg!s-ende, bestehend in Speck, Dauerwurst, l7r Eiern wttls, Honig, (Meß mid Graupen, von hier abgegaugen. Auch die Sammlung für die U u ter f eeboo te ergab eine ansehn - liche Summe. 170 Geber spendeten, 646 Matt 70 Psenmg * Utphe 17 Juni. KriegStveiwiNiger Unteroffizier Ludwig Wetterhahn wurde mit der Hessischm Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Er ist bereits Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Kl Wetterhahn wurde, in den schlveren Kämpfen jxn der Westsrout am rechten Auge verwundet und befindet sich gegenwärtig m einem Lazarttt in Gießen. Kreis Büdingen. ** Büdingen, 6. Juni. Landst.-Gefteiter 'Adaru S chn u r, seft Kttegsbeginn als Pionier im Felde, erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. . _ , ^ Kreis Schotten. -ü Helpershain, 16. Juni. Das Eiserne Kreuz, l>ereits ft-üher die Hessische Tapferkeitsmedaille, erhielt der Geffxnte Eduatt Hohmann, Sohn des Heinrich Hohmann II tz Ans dem Oberwald, 16. Ikon. Soweit bis letzt er- sichtllch ist, säxint in «diesem JalM die Him'beerernteimeder günstig loetten zic wollen. Es ist ersreickich, z'n sehen, wie bcker zekue Strauch mit Fruchtansatz überreich behängen ist Natürlich nmß auch die Witterung günstig mnwrrken. Eme reiche Hstübem- ernte wird freudig begrüßt wetteir da die vorjährige doch selch lmangellmft wer Auch die Erdbeere blulch- zahlreich und günstig. Dock ist ihre Verbreitung im Obenoalde mcht so groß wi werke vormals Fernic" in Gießen. In der hcutrgen ordentlichen Gelverkenversammlung rvaren 981 Kuxe vettreten. Anwesend lvaren: Bergwerksdirtttor Brockhoff als Reprasen. taut und Leiter der Versammlung, Bergassessor Dr. We mnker als Werksdirektor, Justizrat Grünewald als Slmdikus und mehrere Ge- jverren iliach eingehendem Bettcht des Repräsentanten und des Werksdircktors, Vorlage der Bilanz nebst Gewinn- und Verlust- rcchnung, wurde der Verwaltung Entlastung crrtcilt; als stellvertrete nder Repräsentant wurde Bergassessor Dr. Wemmcr gewählt, während die Revision in Zukunft durch das RechiNingsremswus- burvau der Firma Fttedr. Krupp, A.-G., besorgt wetten wll. — In dem Geschästsbettcht wurde hervorgehoben, daß dre Heeresverwaltung eine erheblich verstärkte Förderung seitens des Werks beansprucht hat, und daß das Werk mit größter Ansttengung diesen Ansprückien genüge, insbesondere dürft) erfolgreichen i'lul- schluß neuer Feldesteile im Südwesteu des Werkes, woselbst auch eine benachbarte Grube angekauft und angegliedert wurde. Die Zu- kuüft des Werkes beruhe auf der Frage, welche Ergebnisse die Erschließung lveiterer Feldcstcllc erbringen wette. Erheblick»e Ab- schreib un gen seien im Hinblick aus die starke Inanspruchnahme des Werkes, der Fördereinrichtungeu, der Maschinen usw. nottvendig Lingesandt. ! (Für Form Und Inhalt aller unter dieser Rubttk stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber lemerler I Verantwortung.) Das Tragen von gestärkten Kragen muß aufhören! Die z'um Steifen der Wäsche verwandte Stärke wird hauvtsäck- lick> aus Weizen und Kvirtoffeln h-ergestellt, also aus. Leb««- mittttswsseu, die jetzt möglichst ausjchließllch der mcnstchichau Ernährung dienstbar gcmack-t Ivetten müssen. Trotzdem sieht man die meisten Herren noch ganz wie in Friedenszeiten werktags wie Sonntags steifaestättte Kragen tragen. Das muß anders werden! .lebt sollten in der Regel migestärkte Kragen getragen, gemär te höckrst-ens poch b.'i besonderen Anlässen sttuldet wer'den. ji St men der Kragen erfordert besonders viel ^tarje. ^as starken vott tausend Kragen bedeutet, daß einer ganzen Anzahl von, Zenten ra-.- Brot «oder die Kartofftln vom Munde tveggenonmien werden. Im Londoner Parlament ist vor kurzem einmal unter all- gemein«« Beifall gesagt lmnZm: ..Wenn, te .©hil!« «nnmnet in te jetzig«' Kriegs- und DiMeymgs;«l lebte. ,» »m^ Mt er da»- Trage» von imgeftärlt«'. iwiw» Kragen durcka,:-. billtov.i imb mitmachc»." Wir deutsch» Zivilism, 'vvllai >mS eben,v!«ing ir.e unsere Brüte an der Front durch,Miere Feinde luKrtpmW» ist evs letzt geraoe vejvnoers iw», mu ^ I Sportkragen einen Anfang zu nwchen. Aeltere Herren, die inel W;,t intr schiver von den lang gewohnten ffcnien tragen lap en, vcr'den sich dürft, die größere Beguemlichknt der weichen belohnt finden sowie dadurch, daß sie dann nicht mehr vier Wochen lang aus die gestärkte Wäsche zu warten braiuft)«!. ES wäre zu wünschen, driß, die geiellsämtlich tulnenixm Kresse der Stadt hier mit gutem Beispiel vorangmgnu Lehrer Mw anders Beamte könnten dirrch Wort und Beispiel wirke» Sttidcnttift« Verbindungen dürften für ihre Mitglieder die Loiung ausgeben: Ungestärkte Kragen! Berftäudige Staatsbürger werden nicht erst aus ein amtliches Verbot •märten ! sondern schou ohnedies fo rtan das regeln: aßrga Tragen von gestärkten Kragen als eilte aiu&ett** gemäße Verschwendung und als eine SScrhmbt* Igung am Vaterlande ansehcn. ^ Dr. Ml. Rdax Freund.