m. *39 •Cer L:eht«rr «Idjdnt täglich, außer SsinrtaqS. — Beilagen: Oichener Zamtttenbtätter. rlretrdl«1t fir Ies Krct* -ietze«. VezN-s-rel»: m#nat». W Pf.. trtfriti- jdferi. Ä!k. 2.66. burrt} Abhote- u. Zwergftetten morratt. 89 Pf.: durch dieVost Mk.3.45 vrettel- fährt. kuSscht. Bestetlg. Fernsprech -- Auschlüsie: für die «ch ciitteitung 112 Verlag^ÄejchDtsstellebl Auschrütf:irDr«ri-tnach- richten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt *6Z. Jahrgang pafifcheKs^s: Frankfurt a.M. l*68S 3wiM«gznmddruS «.Verlag: SrShl'fche Aniv..Buch- u. SteindruSerel R.Lange. Schriftlettmg, Seschäftrstelle u.Druckerei: Lchulftr. i. Lamsiag, *6. 3u,: *9*1 « , nahhte von l i .-.t . i die StOfleStiüir.iüc; i ,, zumNachmilta; vor:: ^eflevvreir, i. ^Ir^ei^en; örtlich 2S Vf., Vermietungen u. SteLenge- suche 15?ch., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., R ekln inen 75 Pi.^ bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschriftleiter: Äug., Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Ana. lÄoetz, Stadt nod- Lcm»,Vern:ischtesmGL- richtssaal: Fr. R. Zern Anzeigenteil: v. Beck, sämtlich in Gießen. Vankverkrhr: SeWerbedank Gießen MTB.; Großes Hauptauartier, 15. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplutz. Deere stzruppe Kro nprinz Ru pp recht. In FlaUÄern setzte nach veEttuismMg ruhiO'M Lugt ymnhen Ypern mrd Armentiöres gestern 8.39 Mn flfren&S starkes Twnrmetftuer ein, dem an der ganzen drmrt zskstreiche Angriffe foltzteu. Die drückten nach Kämpfen, die an cbnzeln-en Stellen bis zum Zargen andanerten, die SichrnrnMl zmück, die unsere weiter östlich liegende Linie zuütchen HolleHeke. Douvegrnnd und südwestlich von Warnewn seit dem 19. Mai erfolgre^ gegen alle Erkunde ::Hsv.nstöße der E-n-aländer verMeiert leiden. Nördlich des Mmpffeldes bis zur Küste nur geringe Ar- trllerietätigSett. Im Handstreich iytätn Stoßtrupps eines nied-rr-einischen Regiments am Iserkarml einen belgischen Bosten von 25 Mann auf. An der A r t o i s -Front griffen die Engländer morgens n ch luftigen Feuenvelien unsere Gräben östlich- von Mon-Hy an. Sie storchen an einigen Punkten ein, wurden jedoch durch Gegenstoß der- Bereitschaften sofort tzerausgeworfeu. Ein Grabenstück westlich des Bois du Dart ist noch in Feindes- stktr^. Abends stießen nreßvere englische Bataillone östlich von Loos vor. Auch lfter nmrDen unsere Stellungen durch kräftigen Gegenangriff gelmlten. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Che min des Dämes lebte in den Abendstunden der Fenerkampf zu beiden Seiten der Straße Laon — Sviffons und am Wr nt erber ge auf. Unsere Sturmtrupps brachten von Nntermhmrmgen gegen französische Gräben :rordtstlich von Brm>e, westlich der Srfippes und auf dem ostlicken Maasufer Gefangene und Beute zurück. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine größeren Kampfhandlungen. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Lebhafte Feuertätigkeit Lei Suwrgon, west! ick; van Luck urL an den von Zloczow und Halicz auf Tarrwpol führenden Bahnen. An der A Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. Der Abendbericht. Berlin, 15. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern Feuertätigkeit bei wechselnder Stärke. Im Artois 1'iiD morgens brr Lens und Bullecourt e n g l i s ch e A n - griffe ge sch e i tert. Sonst leine besonderen Ereignisse. Mt einer seltscunen Lebhaftigkeit beginnen unsere Feinde sich zu regen. Nicht mit dem Aufgebot der Waffen, sondern mit einer «Offensive de die Türkei. Dieser Traum hat sein .Herz in Berlin. Es verwarf den Gedanke:: der Zusammengehörigkeit der Rasse volltonrnren. Die Wahl der ^Völker spielte keine Rolle in der geplanten Zusammeicsch-vcißung der politischen und Rassen-Ein- -Riten, die nur durch Geivalt zusainn m (gehalten werden konnten. Es ist nicht leicht, de:: Eifer für einen % rieten, der jetzt von Berlin kundgegeben wird, zu verstehen. Vom Frieden ist in Deutschland seit einem Jahr oder mehr die Rede,. nicht voar einem Frieden aus eigenem Willen, sondern aus Veranlassung der Nationen, denen gegenüber es jetzt der Ansicht :st, im Vorteil zu sein. Diese Regierung hat außell>em noch andere wertvolle Pfänder in ihren Händen. Sie besitzt einen wertvolle:: Teil Frcmkreichs, obwohl mit krmg- sam erschlaffendem Grifs, van> \o gut wie Belgien. Die deutsche' Arrnee drückt hart auf RußlaR. Diese Regierung kaun nicht weite rgehenundwagtnicht -o urückzugehem Sie wünschte::: GesO)äst abzu schlie- ß eu , bevor es zu spät ist Sie hat'nur noch wenig a^ulneten sür ein Pfund Fleisch, das sie fordern wirbt Die militärischen Ge- walihabu, unter denen Deutschland blutet, sthen sehr klar, bis zu welchem Punkt sie das Schicksal brachte. Wenn sie zurückgeherr oder auch nur einen Zoll weit zum Rückzug gezwungen werden, wird ihre Macht in: Jullande wie im Auslande in Stücke brechen. Fetzt denken sie mehr an ihre Macht im Innern als an ihre Macht im Auslande. Tiefe Furcht ziog in ihre Herzen ein, sie haben nur noch einen Weg, ihre mllitärische Macht dauernd aus- rechft.uerhaltcn oder ihren beherrschenden politischen Einfluß zu behaupten. Wen:: sie den Frieden jetzt erreichen können, mit dem ungeheuren Viorteil, den sic noch in Händen haben, dann werden sie sich vor dem deutschen Volke gerechtfertigt haben, dann werden sie mit Gewalt gewonnen haben, was sie hierdurch zu gerchnnen versprachen, nämlich die Ausdehnung der deutschen Macht urw die g e w a lt i g e Wei t e rn n g d er Möglichkeiten für die de u t s che I n d u stri c und für den d eu t - scheü Hchudel. Wenn ihr das nicht gelingt, wird sic ihr Volk stürzen. Verstehen Sic nun die Friedensintrige und weshalb die Herren Deutschlands nicht zögern, jede Tätigkeit anzuwenden, die den Erfolg verspricht, den sie erstreben, die Täuschung der Nationen? Ihr augenblickliches besonderes Ziel ist. alle die zu täuschen, die in der ganzen Welt ftir die Rechte der Völker und die Selbstregic- rung der Nationen eintreten. Denn sie sehen ein, welch riesig stärke Kräfte der Vorsichtigkeit und des LiberalisnruS sie aus diesem Kriege ziehen Sie benutzen VBei'alc bei ihren llnternehmnngen, sobald sie aber einmal Erfolg haben, iverdm: diese Märrner, die jetzt ihr Werk- zieug sind, unter der Wiucht des großen militärischen Reiches zu Staub zermahlen werden. Die russischen Revolutionäre werden von jeder Hilfe und Mtarbeit Westeuropas abgeschnitten werden, die Gegenrevolution wird gefördert und unterstützt tverden. Deutschland selbst w ird die Gelegenheit, frei zu werden, verlieren, und ganz Europa wirb sich für den nächsten endgültige:: Kampf bewaffne::. Die nnl^il volle Intrige wird in unterem Lande nicht weniger tätig betrieben wie in slkußland und in dwr allen Ländern Europas, in denen Agenten und die von der kai'er- licbcn Regierung Betörten Zutritt haben. Jene Regierung bat hier view Fürsprechen sowohl in hohen wie in niederen StelÜmgew Sie haben gelernt, Zurückhaltmrg zu üben und halte:: sich inner* halb der Gesetze. Sie erlläoen, daß ihre Herren liberale Ziele verwlgim ltnd sagen, daß dies ein ai^wärtiger Krieg sei. durch der: Amerika keine Estfahr droht, weder tvas seü: Gebiet, noch was süne Einrichdungru anbetrifft. Sic stallen England in der: üRittelpUnkt der Bühne. Sie rede:: vm: Englands Ehrgeiz, seüne rvirtschaftliche Herrschaft in der garrzan Welt geltend zu machen. Sie rustn unsere alte llcberlieftrung des Alleürstehens an und versuchen die Regierung durch falsche Lvwalitätscrklärilngen ^gegenüber imvn ^wunLyätzen zU wrtergrabe,:. Sic werden aber nickst weit kmnvren. Ihre Falsckd- heit verrät sie überall. Diese Tatsack)«: find der g^rnzen Äiclt bekannt. Eine bem^rkcnslver'te Tatsache, die rveit über allen anderen: steht, ist die, daß dies der Kamps der Völker für die Freiheit und das Recht der SellchregierUng bei allen Nationen der Welt ist und der Krieg, durch den in de:' Welt die Sicherbctt gesckmffen lverdenr soll für alle Völker, die auf ihr Leben bedeckst sind mit Einschluß dcö deutschen Volles. Wir habw: die Wahl, alle diese Heuchelei und MaSkienmg mit wher Gewalt zu durchbrechen und mity-uhAftm, die Welt zu befveien, oder aber seitab zu stechen imd zirzrüaspn, daß sie vou den nur durch das Gewicht der Waffen mtb wilMtrttche Maßnahme norm selbst ein>wfttzten Herren der Nation, die die größten Apmecn mib muvünrsEhlichsten Rüstimgen aufrecht erhalten kann, beherrscht loird. Für IMS gab es mir eine Wab . Wir trafen sic. Wehe den: Ätann oder der Gnippe von Männe: it, die :ms in den W?eg treten n>otlen an dem T:ge des Enlßlstu x d jeder Grmtdsatz, der uns teuer ist zu verteidigen, ^ zu sirherck ist sür die Rettstng der Nation, ZranMsHe Kinksterredrn in der Kammer. Paris, 14. Jmü. (WTB.) Meldung der Agence Havas. rr a ra e r. Bei der ErSf ffarng der Sitzung erschien General P e r -- s h'in g inder Tiplomarenlage an der Seite des amenkcmi scheu Botschafters Sharp. Die Kammer bereitete dem amerikanischen <\k- jorarf eine begeisterte Kundgebung Darauf bestieg Ministerpräsident Ribor die Tribüne und erklärte, er wepde der Kämmer die von der Regierung geschuldeten Erklärimgen über das Borgehen i n G r i e ch e n l a. n d geben. Ribot erinnerte daran, daß die L-chutz- müchte nach dem Vertrag von 1864 verpflichtet sind, eine verfassungsmäßige Regierung in Grieckerrland ficherz-ustelleu. Er sagte, - Frankveick und England stimmten vollkommen darin überein, daß die verfassungsmäßige Ordnung verletzt wurde. König Konstantin ronnte nicht ixmnt beauftragt werden, sie wieder in Kraft zu setzen. Ein nsner Versuch imrrde vergMfch gewiesen sein. Die -schutz- mächte waren darum gezwungen. einzuschreften, um die griechische Verfassung ihrem wahren Geiste nach wiederhorzuftellen. Ribot rühmte sodann Venizelos (Baisall) und Io i m a r t , der von Frankreich, England und Rußland auserwäylt wurde, Und ft'lgte hinzu: Man drohte uns füg den Full, daß wir nach GyiScherllcmd gingen, mit eurer großen Gefahr, das heißt, wenn wir unsere Pflicht erfüllter!. Wir gingen nach Griechenland. Wir konnten nicht gegenüber unserer Pflicht fehlen. Abgesehen von einem vereinzelten Zwischenfall in Lawfsa hat sich «Sein bedauerliches Eräigms zugetragen. Ribot schil derte kurz das Vorgehen der franzöfis di^ai glischen Truppen, in Thes satten und berichtete dann, wie Jonnart in Salamis mit genügend starken Streitkräften eintraf, um dem Worte Frankreichs Achtung zu verschaffen, und daß Frankreich nicht die Ermordung seiner Seeleute vergessen kon?tte. Ribot verlas die von Jonuart empfangenen Depeschen, in denen er erklärt, wie er die ihm erteilten Aufträgei ausgeführt hat, ferrrer wie er bei Zainris vorging, was die Abdankung des Könr-gs -um Ergebnis hatte. Dieses Ergebnis, sagte Ribor, hat in der ganzen M den besten Eindruck gemacht. Jön- trart hat gezeigt/ daß die Alliierten, wenn sie eng verbunden sind, in der- Lage sind, Broe Verpflichtungen einzu halten nicht nur gegen-- irber dem einigen Griechenland, sondern auch gegenüber allen Mächten, und schließlich das beste Mittel, die Unverschämtheit niederzuwerfen und die deutschen Mmtöver zu bekämpfen. Darin besteht mit die EntfMoffcnhctt, trorNl gehen Eme andeöe Stärttma kommt rms aus den Vereinigten Staaten. .(Lebbaster Beifall.) Ribot begnißfe dm General PerMvg und, den,amerikanischen Botschafter Sharp (anhaltender BeffM) und fuhr fort: Das Volk von Paris mit seinem in allen Lagen so sicheren Instinkt hat verstanden, daß es eines der größten Ereignisse der Geschichte tvar, als die Vereinigten Staaten in Europa auf den Schauplatz traten, nicht aus Ehrgeiz imd Erobe rungsfucht, sondelm aus dem Geiste der Gerechtigkeit heraus. Ribot rref noch den BÄsvll der Kammer hervor, als er der Botschaft Wilsons an die russische Regierung gedachte: Es handelt sich iricht um Eroberung, sondern um Wiederherstellung und Be fverung der unteidrücktM Völler. So wird die elsaß-lothriugische Fvage mit der größten Gewissenhaftigkeit behandelt. Ebenso edel witt> die Frage der Wiedergntm-aclwngeu gestellt, ebenso die der Schasftmg einer Vereinigomg der Nationen. (Lebhafter Beifall.) Das sind Ereignisse, die geeignet sind, uns aufrecht zu erhalten und zu stärken, falls wir uns Niederdrücken lassen könnten. (Zahl reiche Ruft: Das ist nicht zu befürchten!) Wilson hat eine Frage aestMt. Gut! Wir sind alle einmütig in unserer Antwort an ihn. Nein, wir lverden nicht nachgeben, nur werden siegen! (Lebhafter Beftall auf allen Bäicken.) Narb Ribot, bestieg Minister Vi viani die Tribüne und berichtete zunächst, wie sich bie französische Olbvrdnnng in den Vor teftrigten Staaten dort ihres Auftrages entledigte und welch wannen Empfwig sie ftrnd. Er sagte: Kl Amerika bewundert man nrchü nur den französischen Mut, was man vor allem bewundert, ist im Gelassenheü, mit der Frankreich die grausamsten Schläge pa«m«utt und erwidert. In Chicago sagte mir ein amerikanischer B^uUer, daß Ameri ia die Sache Frankreichs bis zum letzten Mann mm Mm letzten Tvllar mrterftützen würde. Amerika ist mit dem i*j&axfltsi in den Krieg eingetreden, daß es keinen Frieden, ohne Sieg gibt. Das nmß carch unser Gedanke sein. Amerika bnrovls zum äußersten gehen, indem es uns dauernde Mitarbeit aß dft Interpellationen über die Offensive vom 1V. zum 20. m einer der nächsten Sitzungen besprochen würden. Der .Krftgsminister Pamleve wünschte, daß die Be Ipvechmrg in etwa 14 Tagen stattfmde. Die Kammer nahm fernen Bmnchlag an und fttzft die Debatte cn, wie die Mlnecteni dem Vertreter-gusschmß nod> mehr Zugeständnisse machen könnten, ohne ihn in seiner Haltung zu bestäiTken, die allen Hoffnungen auf einen demvkratischen Frieden den Boden eiuschlägt. Petersburg, 15. Juni. Nach einer ?)ieldung der Petersburger Telegraphenagentur hat der geschäftssührende Ausschuß Des Arbeiter- und Soldatenrates als Ätntwor^ auf den Brief von 9Übert Thomas, Henderson und Vanderveldse eine Erklärung über das Progvamm der von dem Arbeiter- wrtz Soldatenrat geplanten internationalistischen Konferenz veröffentlicht, in der er darlegt, daß die russische Revolnti-on die dringende Nottv-endigkeit eines Friedensschlusses icnd einer Bereinigung der Arbeiter aller Länder zu diesem Zwecke betont habe, rmd zwar eines Friedens ohne Annexionen und' ohne Entschädigungen. Amerika und Japan. Rotterdam, 15. Juni. Dem „N. Rott. Cour." zufolge meldet die Exchange Delegram Company aus Washington, das Staatsdepartement) habe der Regierung in Tokio mit Qt teilt, daß zwischen den beiden Ländern ein M i ß v-e r stä n d n i s he r r s ch e. Gleick)- zeitig sei eine Untersuchung einaeleitet worden, um den Ur- fprunq der falschen Note festzustellen, die in Japan solchen Unwillen erregt habe. Me mlan glaubt, sei sie über New York nach Dokio geschickt worden. Der neue englische LebenSrnittelkontrolleur. London, 15. Juni. (Reuter.) Im Unterh ause teilte onar La w mit, daß der Präsident des Local Government Board, Lord R h o n n d d a, zum Lebe nsnrittelkon troll eur ernannt worden sei. Wie der „N. Rott. Cour/' aus London berichtet, hätten vor der Ernennung Monnddas drei Männer, darunter der Brirder Lord Northcliffes, die Uebernahme dieses Amtes abgelehnt. Dar Programm der deutschen Sozialdemokratie. Berlin, 16. Juni. Der „Vorwärts^' veröffenttickst die tntworl der deutschen sozialdemokratischen Abordnung auf die vom Stockholmer Ausschuß gestellten Fragen. Darin heißt es u. a.: Die deutsche Sozigldcmo- kvatie erstrebt einen Frieden der Verständigimg mW hat von Zielsetzung aus dem Vorschlag des Petersburger Arbeiterund Soldatenvates auf Frieden ohne Llmrexionrn und Konttft butwnen auf der Grundlage nationaler Selbstbestimmung die Zu- sttmunmg gegeben. Zu den Einzelpunkten wird u. a. ausgeführt: Wir sind Gegner Mialtsamer >Gebietscmeignnng. Mit der Ver- werftmg aller gewalpamen Annerionen ist selbstverständlich auch die Rückgabe entrissener Kolonien gefordert. Die Auf- zwmgimg einer KriegsentschadiMng ist zu verfverfen. Ablehnen müssen nur den 'Gedanken eurer einseitigen Verpflichtung zur WkederlZ:rftellung von Zerstörungen in den vom Kriege betroffenen Gebieten. Für Staaten, die aus eigener .Karst ihr durch den ^.Krieg zerstörtes Wittschaftsstben nickt Wucher aufbauen fthmen, kann internationa/c finanzielle aus Grund gegenseitiger Bereinbarrmg vor gesorgt werden. Wir find für die Wiederherstellung eines nnaÄ)ängigen grens. Hinsichtlich Serbiens nnd der anderen schließen wir uns dem von Hilft Bel- ^ ^ BalKanstaMen , ■ . - t,. ^ imfercit österreichischen Genossen Ge- sagren au. Hinsichtlich Kongrcßpvlens und Fililands wird vemerkt: Dre Anerkennung des Rechtes dm Selbstbestimmung ih'^en nicht untersagt tverden. Ueber die ehemals selbständigen Volker gehobener Kultur, die früher das Opfer imperialistischer Un Es DeA-nel bat die Abgeordneten, den Worten Brizons nicht allzu Avye Bedcuttmg berzulegen. Die Kammer mrhnl sodann, durch Hmckaubheoen, öcn Arttkel über die eigentlichen K-riegskredite an ^ dm Kriegswld nur FronwffizieM< ^sb^t wett>en ftlß wurt^ nach längeren AusMkwungen an den Bndgetausschslß znrnckverwveien. tenmrftmg geworden sind, ocren staatsrechtliche Zugehörigkeit aber duvch diesen .Krieg feine Aenderung erfahren hat, so Irland Aegypten, Tripolis, Marokko, Indien, Tibet, .Korea, heißt es- Die dentsche Sozialdemokratie bringt den Bestrebmrgen aller dieser Völker aus Wiedererlangung ihrer .nationalen Freiheit die größte Sympathie entgegen und würde es begrüßen, wenn die Sozialisten der \ent Länder beherrschenden Staaten chve Sttmmen Mguustcn der Besvcmng jener Nationen vom Druck der Fremdherrschaft heben wollten. A u t v u o m i e die kulturelle cr- der Nationalitäten. Soweit hierunter Die Revolution in Rutzlanü. Die Autorität der provisorischen Regierung. Petersburg. 14. Juni. (WTB.) Meldung der Petersburger Megraphe-mgentm-. Die v o r l ä u f i g e R e g i c r u n g veröffend ; 'fw Grlaß, nach welchem alle militärischen Vergehen wie An gehorsam, Meuterei, Fahnenflucht, die Weige-« ftung, zu kämpfen, und- die Aufteizurrg zu diesen Vergehen mit Zwangsarbeit und der Entziehung aller Rech.ft, darunter des Rechtes aiv Grundeigen ti un, bestraft werden. Petersburg. 14.Juni. (WTB.) Meldung der Petersburger .TÄegraphenagenluc. Der Bauern kon g r eß hat -eine Ent- schllc'uug angenommen, die die Fälle von Fahnenflucht verurteilt tatb alle Bürger zum unbeugfamLn Kampf gegen die Fahvew-, .flüchtig«, aufruft. In der letzten :ftit werden überall die schärfsten Maßnahmen ergriffen, um das Hebel zu bekämpfen. Petersburg, 14. Juni. (WTB.- Meldung der Petersburger TalLgraphenagentme. Mau meldet vmr dem Bahnhof Jalutorowsk der Bahnlinie nach Omsk ^Sibirien > die Absendung von 28 Wagen rntt PichU das die Bauern den Soldaten zu m Geschenk «emacht haben. Der Zug ist mit Jnsäwiften die das Vertrauen zu ver vorläuftgeu Regierung cmSdrücken, geschmückt. Der Arbeiter- und Soldatenrat und die Antworten der Entente. Amsterdam 15. JtMi. (WTB. Nichtamtlich.) Nach dem täSSFa **„Daily Chronftle" aus Petms- \7iX4. m Iteyt fest, daß faje BerhLndeten Mühe haben- Autonomie der innethalb eines größeren Staal»- Verbandes erngeglrederten fremdsprachigen Teile gemeint ist, wird die deutsche Sozialdemokratie gemäß ihrer seitherigen Stellung auch ftrneühm für deren weitherzigste Einräumung eintreten töas dre Verhältnisse der verschiedenen Nationalitäten inAer- M des o,terreichl)ch-ungarisck-en Staatsverbandes betrifft, so schlreßeir wii uns auch hier dem von unseren österreichischen Partei» genossen Gesagten an. , Wringen. Seiner ethnographischen Lage nach, y nac, Abstammung und Sprache ist die Bewohnerschaft Elsaß- Lotlningens zu beinahe neun Zehnteln deutscher Nationa- L l L n !' Maß-Lothringen gehört sveiterhin auch nicht zu den ^metcn, du^durch den Gang des Krieges ihren Besitzer gewechselt ^bem Es rst von einem mpnalen (^ftenzsttmftn abgesehen, im Ääachrbereiche des derttschen Staates geblieben. Die gewaltsame Erzwingung einer Rückgabe Elsaß-Lothringens wäre nichts anderes als eine Llnneyon und zudem größwnleils eine solche fremdsprachigen Gebietes durch Frmlkrnch. Die beiitfdjc Sozialdcino- ftaiie fwbert für die Elsaß-Lothringer die Gewährnng voller Gleichoerechttgung als selbständiger Bundesstaat innerhalb des Deutschen Reiches sowie den freilurtlichen demokratischen Ausbau seiner inneren Gesetzgebmig und Verwaltung. Der Grundsatz eines Friedens ohne Llnuextonen schließt freundschaftliche Verei nbar ung-eu über Greng- b e r ichet i g n wg e n , wo sie auch immer seien, natürlich nicht aus. , x s\i dieser Bellettung fordert die Antwort die Auerkcmn'uua emes internationalen Schtckdsgerichtes, dem. alte Streitigkeiten zrmschen den einzelnen Staaten vorzulegen sind. Zur Veränderung ^ Verletzung völkerrechtlicher Verträge ist eine überstaatlich« Rechtvorganisation zu schassen. In die Friedensverttäge siird AbnmchunMM über eine R ü- slnngsbegrenzung zu Wasser und Kr 'Lande aufzunehmen. bes WeltbandeSs während eines Krieges frnd wirksame Gararrttan zu schaffen. Die Anpnart fordert ferner Sicherheit dagegen, daß der Kriegs als Wirtschaftskrieg fortgesetzt wird, als liandelspolitisches Ziel! die Beseitigung alter Zoll- und Vertehrss chrauken und für di-e Kv- lmrien ./offene Tür'', schließlich internationale Regelung von Frei- zügigfeir und KindersckMtz sowie Lllifchaffung der Geheimd-iptmaatt«. Die europäischen Neutralen sind 'bei der Nmregetung wirt- schasrlicher.. sozialpZlitischer mrd rechrliä?er Fragen irrternationaler Art heranzuziehen. Ueber die Tätigfeil der sozialistisckieu Parteien für den Frieden! wird u. a. gesagt: Die Arbeit für den Frieden kann nur damtz erfolgreich sein, wenn sie gleichz-nttg auf beiden Gäter unter-' nommen wird. Wir sind olme Vorbehalt zur Teiknahrne an eurer: Egemeinrn sozialistisckfen Friedenskonferenz bereit, n-efl wir es für die selbstverständliche Pflickst eines jeden Sozialisten halten^ für den Frieden zu wirken. Von einer Erörterung der Schuld-» frage, der wir nicht aus dem Wege geben. Formten wir undt eine Förderung des Zwecks der Konftrektz nicht verspreclnttl. Gegeir dre Teilnahme aller sozialiftisckiien MinderhellÄparteien an der allgemeinen Konferenz liabeu iui.r nichts elnzuwenden. * Die Stockholmer 51onfcreuz. Petersburg, 13. Jwri. (WTB. Nichtamtlich-' Meldung der. Petersburger Telegravheu-i>:g7nrur. Man .flaubt hier zü. wissen, oatz die Zusamnüniberuftmg der Stockholmer Be- svrecpuug, die von dem Arbeiter- und Soldatenrat porge- schlagen wurde, ernstlichen Schwierigkeiten technis'ckser und politischer Art begegnet. . Das Ministerinm Esterhazy. V n > 15- Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Wiener Korr.-Dur^ lieber die Zusammensetzung des neuen ungarischen Mini-« steriums, dessen Ernennung das morgige ungarisch Amtsblatt: verösfentlicht, t>erlaillet: Im Kabinett Esterhazri werden sämtliche Parteien des ungarischen Abgevrdnetenchuß'S mit Ausnahme der nationalen Arbellspartei vertreten sein. Die einzelunr Portorenilles werden folgendermaßen besetzt sein: Ministerpräsident und Ml- Ulster des Innern Graf Moritz Esterhazy, Kultus und Unterricht. Graf Albert Apponyi, Handel Graf :9ela Serenyi, Justiz Prvvr-H )vrisch Wilhelm Vaszonyi, Finanz Dr. Gustav Gratz, Landes-» perteidigiing Feldmarschatteutnant Aferander SZumah, Minister: für Kroatien provisorisch Gras Madar Zichy, Minister am aller-» höchsten Hoflager Graf Theodor Balthyany. Die Mitglieder der. neuen Regierung .werden morgen wrnrrtvag in der Ojener Hof-^ bürg den Eid ablegen. Tie Vorstellung des neuen Ministeriums' im Abgeordnetenhause wird am 19. Juni stattsinden. B' dopest, 15 Juni. (WTB.) König Karl ernannte in der heuttgen Audienz auf Vorschlag des neuerr Ministerpräsidenteni Esterhazy die nachfolgenden Mitglieder des Kabinetts: Minister des Innern Gabriel U g r o n , Finanzminister Dr Gustav Gr atz, Handelsminister Graf Bcla Serenyi, Unterricktsmim- - ster Gras Albert Apponyi, Justiz-minister Wllhelm V a s z o n y i . 1 Minister am Hoflager des Königs Gras Theodor Batthyan:) . # Minister für Kroatien Graf Aladar Zichy, Honvedmimster Frhü»« marschalleutnant Alexander S-u r ma y. Die Blätter begrüßen das neue Ministerium als ein Kabinett der Wahlrefvrm, das die neue Zeit der demokratischen Reformen eröffnen werde. Die ungarische Kriegsanleihe. , Budapest, 15. Juni. (WTB.) Das Ergebnis der sechsten ungarischen Kriegsanleihe bis mm Zeichllunasterrniu am 12. Juni beträgt ungefähr zwei- e i ir h a l b M i l l i a r d e n K r a- n e n. Der Z-eichnungsterinür ist bekanntlich bis einschließlich 26. Juni oerläng.ert worden. §eMeg. Reue U-Boot-Erfolge. Berlin, 16. Juni. (Anttlich.) Durch die TLtigkett unserer U-B-ovte auf den nördlichen Seekriegs- ) schauplatzen sind weitere 19 500 BRT. verniclfte^ worden.. Urtter den Schiffen befanden sich u. a.: ein rmglischer Ta.7ikdcnnpfer vom Aussehen „Konakry" miBOel nach England, ferner ein gro-ßer tief beladener Erzdampfer und Mei unbekcrimte Frachtdarnpfer, die im Doppelschuß vernichtet, wurden. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Kopenhagen, 14. Juni. (WTB.) Das Ministerium: des Aeuhern teilt ein Telegramm der däniscksen Gesandt-- schaft in London mit, demzufolge der dänische Dampfer „Dana", auf der Reise von England nach Dänemark mit einer Kohlenladung, rn der Nordsee versenkt worden sei. Der Kapitän und 15 Mann sind gerettet und in Grüftsdv gelandet worden. Bier Marm der Besatzung sind umgekommen. Ro tterdam, 15. Juni. (WTB. Nichtamtl.) „Maas- bode" meldet, daß die norwegischen Fifchrfahrzeuge „Alaska' und „Shdkap" versenkt worden sind. Die Segelschifft „Kanal", „Argo", „Thomas Morus" und „Diana" (därn- schr Schooner) wurden als Wrack treibend angetroffen. M§ dLM Reiche. M ü n ch t n , 15. Juni. (WTB.) Der König vonBnlga- r i e n ist mit dem KronprinKen und dem Prinzen Cyrill nebst Gefiolge, «unter dem sich der billgattiche MinisterpräffdenL befand, um 10 Uhr vormittag zum ersten offiziellen Besuch eingetroffen. Juni 1917. AstK Stiröt unt> ließen. 16. Tie Ursachen der Kohlennot. Vom Nachrichtenburcau des Kohlensyndikats wird eim> Mitteilung verbreitet, iit der cS heißt: Es muß immer wieder betont werden, daß die Störungen, die im Verlauf des vorigen Jahres und besonders im vorigen Winter in der Versorgung der Brennstoffverbrancher häufig eingetreten sind, ihre Ursachen keineswegs in erster Linie im Betrieb der Zechen hatten ,sondern in den großen Verkehrsschwierigkeiten, üre in dem andauernd großen Warenmangel auf der Eisen-, bahn und im Versagen der Wasserstraßen lväürend des star- keii Wmterfrostes bestanden. In demselben Maße, wie' die empfindliche Kohlennot im vorigen Winter zunahm, steigerten sich auch die Lagerbestände, aus den Zechen, deren Betrieb auf diese Weise stark behindert wurde. Wäre cs gelungen, die drei Millionen Tonnen Brennstoffe, statt sie auf den Zechenplätzen auf Lager zu nehmen, in den Verbrauch zu überführen und die infolge der Verkehrs und Betriebs- störungen ausgefallenen Fördermengen, die auf mindestens vier Millionen Tonnen geschätzt werden müssen, gleichfalls zur Verfügung zu stellen, so hätte uran ivahrscheinlich kaum von eurer Kohlenknappheit gesprochen:, und es wäre nicht die große Kohiennot entstanden. Denil die Forderuiig hätte sicher- ttch genügt, nni den notwendigen Bedarf für gelverbliche Verweiidung und für L'ausbraiid zu decken. Allerdings darf dabei Nicht übersehen werden, daß der B^rbraucl) vori Brenn- stoffen v^)e.utend gestiegen ist und die Steigerung noch weiter anhalt. Entsprechende Maßnahmen sind .in dieser Richtung öu umgehen. Mit der Politik hat die Kohlenförderung nMt da.) germgste zu tun. Es siuo rein bctriebstechärifthq WffidjtSjJintfte, mcui)€ bie Kohlenfeuerung veeinflussen. Tie Decken haben keinen anderen Wunsch, als ihre Förderung möglichst hochzuhalten, um angemessene Gewinne für ihre Aktionäre und Gewerken zu erzielen. Andere Gründe den Zechen zu unterstellen, muß als eine grobe llngehörigkeit mit Nachdruck zurückgewiesen werden. spendet Bücher ins Feld. Auch an das Rote Kreuz in Gießen kommen täglich Bitten unserer Feldgrauen um Lesestoff, die zeigen, wie sehr man draußen diese Liebesgaben zur Aufmunterung und zum hinweg helfen über die Langeweile im Schützengraben nötig hat und begehrt. Wenn and) schon Millionen von Büchern von allen möglichen Seiten ins Feld hinausgesandt worden find, so ist es dod) immer wieder aufs Neue nötig, Lesestoff für unsere Tapferen zu sammeln, da es ja nur in den wxniästcn Fällen niöglich sein wird, die Bücher im Felde vor dem Verbrauch!werden zu schützen. Darum wird jeder gerne die Gelegenheit, die sich durch die neue Einrichtung einer O P f e r w o ch e für Lesestoff bietet, ergreifen, um seinerseits etwas beizutragcn, daß gute Bücher zu unseren Soldaten kommen. Nicht nur kann man aus dem eigenen Bücherschrank selbst schon Gelesenes uiid Wertvolles weitergeben, sondern es ist auch Gelegenheit geboten, in jeder Buchhandlung neue Büdier zu kaufen, und dort zu hinterlassen, daß sie an die Hauptsammelstellen iveitergeleitet ii »erben. Die O P fe r woche für Lesestoff findet statt vom 17. bis 23. Juni 1917. Die Annahmestellen in Gießen befinden sid) beim Roten Kreuz in der Alten Klinik, sowie in jsämtlichen Buchhandlungen. — Neue und alte Bücher werden rdort jederzeit dankbar entgegengenommen. (Siehe Anzeige.) Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 18.-24. Juni haben nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 25. Woche, gültig vom 18. - 24. Juni 1917 Quttermarten, * * 26. * » „ 18. - 24. , * Eiermarken Nr. 6 ' Fleischmarken , 25. ^ m , 18. -24. „ m Kartoffetnmrken ,25. * , . 18. - 24. „ * Seifenmarkeu für den Monat Juni. «Ul ««tausch bcrfaltcucc Marken »udet nicht mehr statt : ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. Geschäftsstuudcu des Stadt. Lebeusmaielamleö von st-12 Uhr vor»«.. 2—4 Uhr nachm. Markenausgabe ü'ir Urlauber: SouutagS von 1«—12 Uhr vormittags. Dorrge m üse-Verteilung. Auf Dezugs- abfchrrrtt 13 der Lebensmittelkarte wird Dörrgemüse verausgabt, also nicht aus Abschnitt 12, wie gestern infolge eines Druckfehlers bekannt gegeben wurde. ** Zucker. Die für die Monale Juli und August' 1917 zuAchenden Zuckenne 2 u«u gelanget jetzt schon zur dlusgabc.^ Es Wärmen daher ans die Zurkermarken Nr. 24 bis einschließlich Nr. 29 je 250 Gramm Zucker bezogen werden. Na-ck, Ablauf des 31. Juli 1917 verlieren diese Markcti ihre Gültigkeit. Siehe Anzeige. ** Feit. Bvu Mvntag, den 18. bä. Mts. ab wird in den Ver kaussstellcn der Molkerei Gcbr. Grieb gjleich-ertrg mir der Butter Pftsch Margarine mtf’bte Person oerabfolgt Die Bezugs- abühnrttr Nr. 14 der LebcnÄnrttelkarbe sind abzugeben. ** Reichsfleisch- und Zusatzkarten. Die hiesige Metzger irmung bittet die Hausfrauen, die Reichsfleisch- und Zuiatzkarlen erst am Dienstag abzugeben, da am Montag das friscbe Fleisch in Ausgabe gelangt und durch die Annahme der Karten und gleichzeitige Ausgabe des Fleisches die Bedienung der Kundscl>aft erschwert und verlangsamt wird. ** Die Obst vcrwer tungs genoss ens chaft in Gießen, Ludwigstvoße 36, wurde als Kommissionär der Landesobststclle be- sarmnt. Zwack und Ausgabe dieser neuen Stelle ist aus einer Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte zu ersehen, auf die wir der Wichtigkatt wegen besonders aufmerksam machen. * ** BefSrd eru ngen. Zum Leutnant der Reserve wurde be- sörtzert der Vizefeldwebel Karl Schüttler in einem Jnfanterie- sthegimeri-t. — Unteroffizier Mllv Klein wurde zum Bizefeld- webck befördert. ** Auster chnung. Kanonier Karl Kra ftin einem Garde- FeSmEerie^Regiment, erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille ** Auf dem heutigen W-ochenmarkte war die Nachfrage sehr grwß, aber die Anfuhr auch an grünem Gemüse ziemlich gering, so daß gegen 9 Uhr schon nichts mehr zu haben war Auch die v>o nber Stadt besorgten Spargel fanden an die hiesigen Gemüsehändler schnellen dlbsatz. ** Ha usschlachtun ge n. Es ist immer noch die Anf- ^ kassung verbreitet, Hansscblachtungen seien für die Folge J«icht mehr Mlässig. Allerdings werderr in der warmen Jahreszeit Hans sch lachtnnaen Privater nur ansnah mslneise genehmigt. Es kann aber bestimmt damit gerechnet werden, daß vom 1. Oktober an die Hausschlacbtnngen im weserrt- lichen nrrter den gleichen Boraussetznugen zulässig sein werden, wie im letzten Jahr. EinL wesentliche Neuerung ist nur die, daß das Dier mindestens drei Monate in eigner Wirtschaft gehalten sein muß, gegenüber bisher 6 Wochen. Ieder, der dazu in der Lage ist, der vor allem über einen geeigneten Stall und über das erforderliche Futter verfügt, sollte sich in diesem Jahr, wie in früheren, sein Schwein einlegen, damit er im Winter die Vorteile der Hausschlachttmg genießen kann. Die Fl-eisdWersorgnng wird sid) voraussichtlich im kommenden Winter derart gestalten, daß .derjenige, der eine Haus sch lachtnng vorgenommen hat. '^^entliche Vorteile gegenüber anderen Haushaltungen ** Aus dem Stadtheaterbur eaü. Es sei nochmals auZdrücklich aus die morgige Vorstellung im Stadttheater lüngo- j wiesen, die mit dein neuen Schwank von Hans Sturm .,Wte fcßle ich meinen Mann?", gegeben von ersten Mitgliedern d-es Mucn Theaters aus Frankfurt a. M., einen besonderen Genuß perspricht. Von ersten und bekannten Mitgliedern der Frankfurter Mhne wirken mit: Fräulein Sa ga n sowie die Herren HedinK, Marv ws ki und Schwa c tze. , ** Ober hessischer Kunstverein. Die erst seit kurzem ausgestellten beiden Sammlungen der Freien Gruppe und der Münchener Aquarellisten sind nur noch morgen hier zu besehen. Verlauft wurden bis jetzt „Vor dem Gewitter" txm R. Köselitz und „Frühlingslied" von P. Leuteritz-Mün- jchen. Von Montag an bleibt die Ausstellung wegen voll- . ständigen Wechsels geschlossen. ** Hessischer Wetterdienst. Wie die „Darmst. igtg." von tmtrrrichteter Seite hört, wird das Groß Herzog- tum Hessen mit dem 1. April 1918 ans dem "Idorddentschen Wetterdrens t auss cheidcn und einen selbständigen W eist erbten ft etnxicfrteu. Als Wetterdienststelle lvird das Lxrn-wrrtschaftliche Institut der Lmrdesuniversität Gießen wirken und vonc genannten -Zeitpunkt an außer täglichen Wetterkarten auch die telegraphischen Wetterviorhersagen für das Gtro-ßherAogtunl ausgevL«. ** Eine Uebersicht oer Studierenden veröffentlicht das Universitäts-Sekretariat der Landes Universität. Hiernach wareA im vorigen Halbjahr ausgeführt 799 Hessen, 140 Nichthessen, im ganzen 1239 Studierende. Nachträglich wurden noch immatrikuliert: 13 Hessen, 14 dttcht- hessen. Davon gingen ab 54 Hessen und 54 Nichthessen, so daß 758 Hessen, 400 Nichthessen, im ganzen 1158 Studieretide verblieben. Im gegenwärtigen Halbjahr sind hinzngekoinmen 94 Hessen, 58 Nichthessen, so daß sich die Zahl der'Immatrikulierten aus 852 Hessen, 458 Nichthessen, im ganzen ans 1310, darunter 54 Stndentümen, beläuft. Außerdem besuchen Vorlesungen 28 Hörer und 52 Höverinnen, wodurch sich die Gesamtzahl auf 1391 erhöht. Hiervon lvidmeten sich dem Studium der Theologie 133 (116 Hessen), der Rechts Wissenschaft 139 (84), der Medizin 315 (187), der Tierheilkunde 123 (31), der Philosophie 43 (16), Pädagogik 3 (2), Mathematik 70 (52), Naturwissensch aften 55 (45), Chemie 35 (21), Pharmazie 17 (8), Forstwissenschaft 41 (35), Land Wirtschaft 127 (96), Geschichte (19 (13), Klassische Philologie 48 (34), Neuere Philologie 142 (105). An der Theologischen Fakultät studieren 116 Hessen, 17 aus anderen deutschen Staaten, an der juristischen Fakultät 91 Hessen, 47 ans anderen deutscl)en Staaten, 1 Türke, an der medizinischen Fakultät 187 Hessen, 127 aus anderen deutschen Staaten, und ein Bulgare, an der Beterinär-anedizinischen Fakultät 31 .Hessen, 89 aus arideren deutschen Staaten, 1 Schweizer. 1 Finnländer und 1 Türke, an der Philosophisdien Fakultät 427 5)essen, 172 ans anderen dentschm Staaten. Insgesamt hat die theologische Fakultät 133, die juristische 139, die medizinische 315, die veterinär-medizinische 123, die philosophische 600 Studierende, sämtliche Fakultäten weisen demnach eine teilweise erheblich gesteigerte Zahl voii Studierenden auf. ** Gilt größerer Brand, vermutlich Waldbrand wurde gestern abend mit Einbruch der Dunkelheit in der Richtung Krofdori und Laünsbach gesehen. Unsere Erkundigungen über Ort und Art des Brandes haben ergeben, daß es sich um den Brand größerer Hecken bestände am Wetterberg handelte. Der Brand brach etwa iim 9 Uhr aus und währte bis gegen */,12 Uhr. ** Der Deutschen Gesellschaft für Kaufmanns - Erholungsheime (Ferienheime für Handel mtd Industrie) sind in letzter Zeit u. a. nadr,'tehende Zuweirdungen gewährt worden: Feist & Rein ach, Bingen 5000 Mark. Gasappacat- und Gußwerk A.-G., Äldainz ivrüere 5000 Mark, Gustav Boehm, Ossenbach 2000 Mark, Darmstädter Bolksbank E. G. m. b. H., Darmstadl 1000Mark, ilugenannt, Offenback^ 1000 Mark. ** Der O berhe ss is che V ie hhau d e l s v e r b a n d gibt bräunt, daß alle im Kreise Gießr.i ansässigen Mitglieder des Obcrhessischen Viclihandelsverbandes sich am Mittwoch, deii 20. Juni vormittags in der Geschäftsstelle, Moltkestraße 201, emzn- sinden und ihre Tage- und Schlußscheinbücher zur Prüfung vor- zulegen haben. ** Im Hotel Fürst e n i o f ist heute Sonnabend und morgen Sonntag Konzert. Näheres stehe Anzeige. ** I m Lichtsviel- Haus, Bahnhof stratze 34, wird von heute Uns Montag, 18. Juni, Fern Andra, die beliebte Bühnen- schönhect, in einem Künstlerdrama in 5 Mtx.l, Enist ist das Leben, Auftreten, das von ihr selbst verfaßt und inszeniert ist. Ferner treten Herbert PauImi'Üler, Ott" Tr.'vtow und Melitta Petri, in ihren: reizenden Lust s me l sck^lag er in Acren: Heinrich ist nickst eifersüchtig, auf. Dazu ist ein gutes Beiprogramm v^rgeschm. . ** Schwa rz- Wein-The ater, Selterstoeg 81. Im Programm vom Samstag, 16. Juni, bis einschl. Montag, 18. Juni, ivirtt Asta Mlsen in dem dreiakttgen mimisckm Drama ..Das Waisen'hauskind". Alwur Neuß spielt die Hauptrolle in „Krone und Fessel!", einem Drama in zivei Akten. „Der Wilderer", ein kleines Drama, sowie einige gute Humoresken ergänzen den Spielplan. Landkreis Gießen. ** Annerod, 16. Juni. Wehrmann Christoph Hof, ivelcher seit Anfang des Krieges an der Mdstkront kämpft, erhielt das Eiserne Kreuz und nnrrde zum Gefreiten befördert. G Dor f-Gil l , 16. Juni. Der Ertrag für die N-B o o t- Spende betrug in der hiesigen Gemeinde 136 Mark. Kreis Alsfeld. ic. N i e d c r - O h m e n , 15. Jinli. Wiederum bat unsere Gemeinde ein Opfer des Krieges zu beklagen. Am 21. Mai d. I. wilrde in den heißen Kämpfen im Westcii der noä) nicht 2t Jahre alte Sohn des Wagnermeistecs Philipsr Reitz VI., der NduÄetier Karl Reitz, in einem Inf.-Regt., durch Granatsplitter schever vermulidet. Er erhielt eine Sckxädelvr.rletzmi.g und eine solche am reckten Auge. Ohne das Bewußtsein nstcdevertaugt zu haben, hauchte er sein jimges Leben am 1. Jrcni in einem Feldlazarett aus. Der fürs Vaterland Gefallene war ein selten braver mid tüchtiger Mensch. Allgemein beklagt inan hier mit der so schwer betroffenen F-amilie den so frühen Tod des .zu den schönsten Hoffnungen berechtigenden jungen Menschen. — Ebenfalls 's ä)wer verwundet wurde in dm heißen Kämpfen der lichten Avrithälfte der Landivirt Friedrich Berg von hier, Unteroffizier in einem Inf.-Regt. Ein Granat- splitter drang ihm in die rechte Lunge. ?dun besteht Hoffnung, daß der Verwundete, der im Bäfitze des Eisernen Kreuzes 2. Kl. und der Hess. Tawerkeitsm^aille ist. dem Leben erhallen bleibt. up Ober-Ohmen, 16. Juni. An der Straße zwischen Rupvertenri^) und hier l>atteii die Raupen der Ge s p i n stm o tt c die Schlebenlheckc in einer WÄse überfallen, wie man es noch nie gesehen Matt hat bisher diese Hecken des Vogelschutzes wegen mit Riecht geschow Jetzt hatten die Gespinstmotten die Hecken zum Abdörvcn gebracht: sie sahen aus !vie versengt Dem drohenden Schaden für die Obstpflarizungen an der Straße konnte nur eine radikale Ausrottung der befallenen Hecken begegnen Die Hecken wurden mit Stumpf und Stiel misgerottet und verbrannt und mit ihnen die Raupen. Kreis Schotten. Fe. Schotten, 15. Juni. In den 'hiesigen Wiesengründen bechnnt seit gesterii die diesjährige Heuernte. Sie fällt zufriedenstellend aus. — Vom 15. Juni bis 31. Juli wurden hier folgende Höchstpreise für Rind mtb Kalbfleisch festgesetzt. für frisches, rohes Rind und Ochstnsteisch mit insgesamt höchstens 20 Prozent Knochenbeilage 2 Mark, für Kalbfleisch mit insgesamt 30 Prozent Knock>eiibeilage 1,60 Mark, alles pro Pfund. Diese Höchstpreise sind für den ganzen .Kreis gültig. e. Glashütten, 16. Juni. Deal Bemühungen des hiesigen Lehrers Otto Weber ist es gelungen, nr Familien unserer (Gemeinde acht Offenbacher .Kinder zur kostenlosen Verpflegung unter- zubringeu. Allerdings sollen die Mädchen nach Maßgabe ihrer Kräfte in Hans und Feld sich nützlich machen. Besuche von snren der Eltern uird Angehörigen sind unter allen Umstäuoen untersagt. up. Aus de nt B o g e l sb e r g , 16. Juni. Die H a m st e r - weiber siiid bisher immer nur an beit Werktagen gekommen. Zum Erstaunen unserer Ortsbewohner erschienen sic auch am letzten Sonntag. .An den Werktagen dieser Woche sab man keine. Gut* iveder besürckstcu sie, die Landleute nicht anzutrefftn, >der sie geheii eli^er Einladung zur Heuernte cucs dem Wege. y. Aus dem oberen VogelSberg, l4. Juni. Es mag in früheren *Jähren loohl selten vorgekommen sein, daß man so früh mit der Heuernte begonnen l)at wie in dein gegenwärtigen Jahre. Es war früher eine althergebrachte Regel, vor Johannistag wurde nickst angesangeu. Der eurzigc Umstand ist der, es tritt kein Regen ein, auf ein großes Wachstum des Heugrases ist vorläusig nickst zu rechnen, und dann ist man auch bei uns im Bogelsberg zu der Erkenntnis gelangt, daß das Hengras in der Blicke gemäht und gedörrt den broivid-m Fgttterwert hat ivie abgestorbenes Gras, sogenannter' Heustroh. Die Ernte schenkt schwächer und mittelmäßiger zu werden Tie W i nsl e r f cku ch t siebt jetzt in der Blüte, die Auswinterung war nicht so schlimm, wie mancher annahm. Die Körnerfrucht bedarf dringend eures ergiebigen Regens, wenn sie sich einigermaßen weitt-renl- wickeln soll. Die jungen Kartofsclpflanzen haben sich bis jetzt sehr gut entwickelt. Kreis Wetzlar. Fc. Wetzlar, 15. Juni. Hiesige llntcroNizrerichüler stehen dett Landwirten für die Heuernte zur Verfügung. Hessen-Nassau. Franks ur t a. M., 14. Juni. In der heutigen Städte verordnctonversammlung teilte der Magistrat irüt, daG er denk vom Kollegium angenommenen Antrag aus Einrickstung eines auf der Volksschule aufgebauten UeVergangsklasse für her>,' vorragend begabte Volksschüler nickst beitretcn könne. behaltet sich aber vor, der Stadtverordnetenversayiwilung demnächst einä besondere Vorlage zu machen, die eine allgemeine Reform deS' Frankfurter Schulwesens zum Gegenstand habe. — Die in oer letzten Sitzmig beschlossene Erhöhung der Teuerungszulagen \mim heute auf Antrag abermals dem Finanz- und OrganisatiousauSschnß^ zur nochmaligen Prüfung zurück oer wiesen. — Die Versammlung, bewilligte sodann 1 500 00 0 Mk. zur Errichtung einer ftabti-i s che n A l t k l e id e r st e l l c. In dem geplanten großzügigen Unternehmen sollen neben dem An- und Verkauf alter Kleiber »nfcf Schuhe, auch besondere Reparaturwerkstätten für Kleider und Schuhe eingerichtet werden. Von dem bewilligten Kredit werden sofortt 800 000 Mk. zum Ankailf von 350 000 Paar Strümpfen undt 600 000 Mk. für die Beschaffung alter Stteibcr und Schuhe Verwert düng finden. Die Altkleiderstelle wird als gemeinnütziges^ Unter- irehmen ohne jeden Gewinn arbeiten: sie wird unter fachmännische Leitung gestellt und durch fachmännische Kräfte, die teils ehrenamtlich, teils gegen Bezahlung arbeiten, verwaltet. Irr ihrer weiterenl Organisation wird sie der bereits bestehenden städtischen Beklei- dungsstelle angegliedert. mr. Frantsurt a. M., 15. Juni. Heute nachnnttag hielt im Franftlrrter Hof der Verband mitteldeutscher In» dustrieller seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der stellvertretende Geschäftsführer Tr. Linse erstattete den Geschäftsbericht, loobei er bemerkte, daß der Verband vor allem der V-cckutv- frage, der Registrierung der deutschen Auslandsfordernngen und der Einrich.ttrng eines deutscken Nachrichtendieirstes seine Aufmerksamkeit geschenkt habe. In den Vorstand wurden die Hemm Wallerstein und Landau, Offeuback, hinzugcsvählt. Nach Erledigung der geschäftlichen.Angelegenheiten berichtete Reichstagsabgoordneter St r c sem an n über die dlussichten der Leutsck)rn Industrie im Krieg und insbesondere bei Ueberleitung der Kwiegs- in die Friedenswirtschaft. Er betonte beiiM crs, daß eine Nirderringkmg Englands durch bat deutschen uneingeschränkten N-Bvottrieg in einigen Monaten zu erwarten sei, dann /heute betrage der oenüybarg Schiffsraum für Eiigland. wenn es von alcen Biindesgenossen und Neutralen unterstützt würde, nur 10 Millior.eu Tonnen. Tie Beschlüsse der Pariser Wirtschaftsuonserenz würden dem deutt'cheir Handel und der deutschst Industrie nach Ansicht des Redners nicht aefäl.rlich werden. Wehren müsse nran sich aber gegen die beabsichtigte Monopolisierung der Industrie durch die Reichsleitung, denn n enn etwas Ersprießlichies geleistet loerden soll'', dann müsse freie Bahn vorhanden sein. 4 M a rburg, 15. Juni. Das Landgericht oerurteiltck deute drei Einwohner aus der Biedenkopfer Gegend, die ihre Milch nicht an die vom Landratsamte zugewiesene Molkerei abgeliefert hatten, zu je 15 Mk. Geldsttafe, Die Sckstltzbehauvtung der Beklagten, daß sie die Butter ablieserten, komtte sie eoenso- u>enkg entlasten, wie der Ein wand, die Molkerei habe sich in mancher Beziel-ung als urtzuverlässig erwiesen. Letzte 27tt^>ricHten« Bon unseren Luftstrcitkräften. Berlin, 15. Juni. (WTB. Amtlich.).Eines unserer Marine-Flugzeuge griff am 14. Juni itachmittags vor der Themse-Müiioung einen größeren Dampfer an und versenkte ihn. Das Marineluftschiff „L 43" wird seit dem 14. Juni vermißt. Englischen Nachrichten zufolge nmrdc das Luftschiff in der Nordsee von englischen Seestreitkräften ab- geschossen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Pour le merite. ^ Berlin, 15. Juni. (WTB. Nichtamtl.) Der prevßische ..Staatsanzeiger" meldet die Verleihung des Ordens Pour le mente an den sächsischen General der Inf. Edlen von der Planitz, den sächsischen Obersten Freiherrn Oldeshau- sen, den wnrttembergischen Generalmajor von Maur und den würtlembergischen Oberstleutnant Reinhard. Die Aufnahme der Ententeantwort in Rußland. Berlin, 16. Juni. Der Lokalanzeiger meldet aus Stockholm: Die Ententeantwort an Rußland beftiedigte in Petersburg nicht. Besonders die amerikanische Antwort verursachte eine stürmische Entrüstung. Die Englandfreunde beklagen das geringe Entgegenkommen Englands. Die sozialistische Presse verlangt die offene Abwendung von England, sals England nicht zu einem endgültigen Nachgeben zu be- rvegen sei. Ans Griechenland. Berlin, 16. Juni. Wie verschiedenen Blättern aus Athen gemeldet wird, iverden die U n t e r t a n e n d e r Mitte l m ä ch t e durch Oberkommissar Ionnart aus Griechenland ausgewiescn werden, lieber Athen und Piräus babe der Ministerrat den Belagerungszustand verhängt, um politische Kmrdgebungen zu verhindern. Mit Vorbehalt seien Meldungen mitgeteilt, denen zufolge in Athen große Unruhen herrscheri. Alle Banken seien geschlossen. Haag, 16. Juni. (L. A.) Wie die Morning Post aus Athn meeldet, habe König Konstantin 48 Stunden Zeit verlangt, um sich auf seine Abreise vorzubereiten. Diese Frist sei ihm bewilligt worden. Außerdem habe ibm die Entente einen Jahresgehalt von 20 000 Pftutd Sterliitg ausbezcchlt. Zainiis habe erklärt, der König iverde nur vorübergehend das Land verlassen und das Volk werde ihn nach Kriegsende bestinnnt wieder zurückberufen. Athen, 14. Juni. (WTB. Nichtamtlich^ Reuter. DaZ Kabinett hat einen A nt n e st i e e r l a ß ausgearbeitet für alle politischen Vergehen. Atntlich wird mitgeteilt, Jvnnart ^ab der Regierung bekannt ,daß die Waren, die bei Salamis rest- gehalten wurden, sofort ausgeführt werden sollen. Alle Schiffe nach dein Piräus mit Getreide und Kohle haben den dluftrag, die Reise fortzusetzen. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. B e t r.: Einbringung der Ernte. Unter Berügnadme auf die Bekanntmachung vont 26. Mai 1917 (Kreisdtatt Nr. 88) weisen wir darauf hin. daß die Urlaubsgesuche für die ini Felde stehenden Mannschaften vis spätestens zum 30. d. Mts. hier eingegangen kir müssen, andernfalls Damit zu rechnen ist. daß sic keine Ve^ rücksichtigung mehr finden können. Gießen, den 15. Juni 1917. Gcoßherzogttches Krnsamt Gießen. >kriegsivirts ck)as tsstelle. I. B.: H cm m erde. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Vorstehende Bekaniitmadinng wollen Sie fofort ortsüblich bekannt geben. Gießen, den 15. Juni 1917. Gwßherzogl'ches Kreisamt Gießen. i Kri>cg!ötvirtschaftsstelle. ©emmesbe, Am 24. April starb auf dem Felde der Ehre infolge eines Kopfschusses nach 17 monatiger, treuer Pflichterfüllung im blühenden Alter von bereits 21 Jahren unser herzensguter, unvergesslicher, hoffnungsvoller, lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Grenadier Ldg. Haas Spendet Viieber fiia? unsere feldgrauen! Die Opferwoche für Lefeftoff Inhaber des Eisernen Kreuzes. In tiefer Trauer: Hch. Haas und Frau Christine geb. Schäfer Marie Seipp geb. Haas Hch. Haas und Frau Sophie geb. Krick Christine Hühnergarth geb. Haas Kath. Haas Margarethe Haas Christoph Seipp, z. Zt. im Feld Fritz Hühnergarth, z. Zt im Feld nebst 3 Enkelkindern. Burkhardsfelden, Leihgestern, den 16. Juni 1917. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Giessen Eahahoistrasae 68. | Gewissenhafte Vorbereitung f. den kaufmännischen Beruf durch gepr. Lehrkräfte Maschinenschreitien Stenographie fiuchführang Schönschreihen usw. findet statt vom 17 . bis 23 . Juni 1917 . Beginn der neuen Kurse am 1.—5. jeden .Monats. 3770 Die Annahmestellen in Gießen befinden sich beim Noten ttreuz in der Alten Klinik, sowie in sämtlichen Buchhandlungen. — Neue und alte Bücher werden dort jederzeit danb- _bar entgegengenommen. 4867 y Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, den 24. Juni, nach- .i.x i n d Qr Kirche zu Burkhardsfelden statt. Empfehlungen mittags 1 >/ (Höhere Sexta Privatschulo Oberprima) Achtung. Nachruf. Heldentod fürs Vaterland starb am 26. Mai 191 lieber, guter Freund und Schulkamerad t unser Musketier Karl Buss einem lofantericReglment im Alter von 19 Jahren. Aufnahme neuer Schüler jederzeit Gute Erfolge. Einjährigen-, Priimarcife-, Abitnrienten- priifunjj. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetznehen Schulpflicht (Minist Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch Direktor Brackeraann, Ludwigstr.70,Fernr WZ liefert sofort in jeder Größe und Menge in Guß u. Stahlblech. emailliert u.tnorydiev , äußerst billig. Einige hundert Äenel am Lager. Größtes Spezialgeschäft am Platze. Großes Lager in 4139 Heinrich Hegen Karl Knickei Musketier Kolmer, z. Z. Ln Felde Musketier Fink. z. Z. in? Felde Georj Rdsm G eorg Keil Musketier Fett, z. Z. Garnison Unteroffizier Klingelhöfer, z. Z. i. Felde Ludwig Fett Musketier S?ess, z. Z. im Felde xvlusketier Jung, z. Z. Garnison. Sein Andenken wird von uas allezeit in Ehren gehalten werden. Watzenborn, den 16. Juni 1917 von Antiquitäten. Möbeln, ganzest Einrichtungen, Alt- elsen. sowie allen von mir geführten Artileln. 2241 03693 Louis Rothenberger. Todes-Anzeige. Arfegorsfrau m. 13}. Jungen lucht f. d. 8 ivöcb. Ferienzeit : Landaufenthalt,a.größ. Gute bevorz. Uebernimml d. Füh- . rung d.Haushalt.u.nähldabei. Oqne gegenseit. Vergütung, meisevergüiuiig erbet. Schr. Angeb. u. 03708 a. d. G. A. erb. 2anDöicH,§cri)cn, Äeiffl öifj},fiei;fIriinipfei!,fio(li* tüpfelt, Sflffcltii'eu lllltz Kiffeerösterii Wilh. Dürbeck Nachf. Biezstraße 6. Teleph. 283 Ab heute bis inkl. Montag, 18. Juni Fern Antlra die beliebte Bühnenschönheit in ihrem ausgezeichneten Künstlerdrama in 5 Akten krr»zt ist da? Klei Verfaßt, inszeniert und in der Hauptrolle Fern Andra. 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Rosenberg 4681 ir.tt* .. . r, J janre garant., die oder Amhü ?'u g \, E cg - gutB , O-menuhr m. langer vcrgoiceter Ketta Bffuf Lnoph duhr n" me,1r - Vie,e V-Nkscbr. tä?l. Besteller mu 3 Uilu aneehen An Personen unter 16 Jahren liefern wir nicht Walter Schmidt & Co., Berlin W 30, föutzsiraöe 7« Heugrasversteigeruna Dienstag, den 19. Juni lfd. Js.. vormittags 8 Uhr ansangenv. wird das Heugras von den Gemeindewiesen versteigert. Die Kellcr- brunnenwiese, Drönbachswiese und Baumstllcke von dem Berg werden bei der Versteigerung nicht vor- gezcigt und kommen bei Beginn der Versteiqeruna zum Ausgcbot. ^ Zusammenkunft bei der Ziegelbülte. Allendorf a. d. Lda., den lö. Juni 1917. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Rein. 4688 Hiihnerfutter Küstettfutter Vogelfutter empfiehlt FI«>ck, IJooen Baue. Tel. 568, Grammophone Offizielle Perhaufsflelle der Deutschen erantmcp!v*n- fltrtlen'Selelli'chaft ßerila Spargel täglich zweimal frisch. 3884 W. Hankel, Neue Bäue 7. Tel. 612. Fcttverteiluug. Von Montag, den 18. ds. Mrs. «p wird in den Bor. kailfsitrllen der Molkerei Gebr. Gried nlctcUfieiu« mit der Butter 'In Pfund Margarine aus die Person verabfolar Der Bezugsabschnitt Nr. 14 der Lebensmittelkarte ist abzugeben. Gießen, den 15. Juni 19.17. Eix Ter Oberbürgermeister: Keller. Zuckerverbrauchs-Regelung l-6itung: Hoiral »ormann Slsingosttor Sonntag, 17. Juni 1917. abends 7V- Ubr Frankfurter Gefamtgaftspiel Leitung: Edm. beding Lt. Verfügung Großh. Ministeriums des Innern vom 11. November 1916 wird hiermit folgendem bekannt gegeben: , ^ Die für die Dionaie ^nli nnd August 1917 zustebest. ! den Zuckermengen gelangen jetz. schon zur Ausgabe. E« S, 21 bis einlchlietz. ltch Nr. --O ic ~i>0 Gramm Zucker bezogen werden. MaNib^GÄti^..^- * UU 1917 di°l° Metzen, den 13. Juni 1917. _ Der Oberbürgermeister: Keller. v. Neuen Theater Sranf® ™ u surt am Main. NeuHeui Gewöhn!. Preise! Mi6 fessle ich meinen IVfänn fröhliches eheliches Kamps- sptel m 3 Akten von Hans Sturm. 4601 Ende 10 Uhr. Törrgemiise-Berterluna. . I- Auf den Bezugsabschnitl 13 der Lebensmittelkarte wtrd Dörrgemüse verausgabt. Die Bezugsabschnitte sind r ^ spätestens zum 20. d. M. in einem hiesigen Klein- h-ndelsgeschäste abzugeben. wnwn antm n rt nh%f?^ f i; e - r -f innaö,me ," Marken sind von den Klein- a l\- s b - Mts. ..auf Bogen aufneflebt ctriiureiSen 6e ^ öem ^Eadt. Lcbensmittelamte ^itvunkt der Ausgabe und die aus jeden gegeben" ^nlsallende Menge werden besonders bekannt- Gießen, den 12. Juni 1917. 4074 Der Oberbürgermeister: Keller,