m. m Der DuzelL-rr erscheint tätlich, außer Sonntag». - Beilagen: Sießener »JcmülcuMGlSeir; Kreisbtott für bin Kreis 6ietzen. Bezugspreis: moitett. 90 Pi., viertel- iäürl. Mk. 2.65: durch elbhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 viertel- jährl. mrsfchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: . fur dreSchriftleitung113 Kranfturt a.M. U686 Verlag,GeschLftssLelleöl Erstes Blatt \Wi. Jahrgang Montag, X\. Im.< syb peflschrittonto: -AilichriMr^rahin^ch. AiyjMgx-.uiküdruck u. Verlag: VrW'sche Univ.-Buch- u. Stein-ruckrrei rr. Lange. richte; SankvLttehr: Eerverbebank Hießen Schristlettung, Geschästrstelle «.Druckerei: Schulftr. 7 . ^...uwne von di? Tagesnumrner ins -uiuNachmitlag vorher. Seilenoreis. f. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Vermietungen u. Stetlenge- suche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschriit 30 Pf., Reklamen 75 Pf.^. bei Plahoorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwörtlich für Politik u. Feuilleton: Aua. Goetz, Stadl und' Lariv, Vermischtes u.Gc- richtsfaal: Fr. R. Zein. Anzeigenteil: i>. Beck, fäin 111 cf) in Gießen. (WTB.) Krohes Hauptquartier, 9. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprrcht. Längs der Y ser nur streckenweise letzhaste Artillerie- tütigkeit. Gegen unsere Strlündgrn östlich von Wt) tschaete und Messines richtete sich von mittag atz wieder starkes Zer- stärungsseuer. Die groben Angriffe erneuerte der Feind unter dem Eindruck der schweren Verluste, toelche, wie auch Gefauysne bestätigten, die zehn Angriffsdiviswnen erlitten hatten, tagsüber nicht. Nur australische Truppen schickte er . zu vergeblichen Vorstößen östlich von Mrssines ins Feuer. In den Abendstunden entwickelten sich auf beiden Ufern des Kanals Ypern— Comines und in derDouve- Niedcrung neue Kämpfe, bei denen der Feind keine Vorteile erringen konnte. Vom La Bafsee-Kanal bis Sensse-Bach war die Kampftätigkeit aveuds gleichfalls gesteigert. Nächtliche Vorstöße mrrdöftlich von Permelles, südlich von Loos und östlich von Croisilles wurden zurückgermesen. Starke Kräfte setzte der Feind zu wiederholten. Angriffen Wrveftlich und südlich von Lens ein. In erbitterten Nachtkampftu schlugen dort, auf beiden Ufern des Svuchez-Bach^s sowie zwischen dem von Gibenchy mrd Avion und von Diinh auf Mericourt führenden Wege hessische und schlesische Regimenter den stellenwejsie in unsere Graben eingedrungenen Feind durch kräftige Gegenstöße zurück. Die Stellungen sind voll in unserer HarÄ. HceresgruppeDeutscher Kronprinz. Nach starker Feuervorbercitung stießen nachts am Chemin-des-DLmes bei Brave und Cerny französische Sturmtruppen vor. Sie wurden abgeschlagen. Vss auf den anderen Abschnitten der Aisne- und Champagne-Front alwnds starke Feuer ließ um Mitternacht nach. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Die Lage ist unverändert. Von dem Oestlicheri Kriegsschauplätze und an der Mazedonischen Front Die Abendtzerichte. Berlin, 9. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Nach Abschluß der Kämpfe des gestrigen Abends haben bisher keine neuen Angriffe der Engländer zwischen Bpern und Armentiöres ftattgefunderr. An den anderen Fronten nichts Neues. __ Berlin, 10. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) An alten Fronten, auch im Whtfchaetc-Bogen im allgemeinen ruhiger Tag. Die englischen Angriffe in Wandern sind vorläufig als vollständig gescheitert zu betrachten, und um den eignen Mrßerfolg zu. verschleiern, ergeht sich der amtliche englische Gericht sehr ausführlich über angeblich große und heftige Gegenangriffe der Deutschen, die abgeschlagen worden seien. Insgesamt wollen die Engländer seit dem 7. Juni über 7000 Gefangene gemacht haben. Das wäre wahrlich nicht sehr viel, wenn nmn die schweren Verluste der Angreifer dagegen tym. Von sachverständiger Seite wird zudem betont, daß L ; a * um-a)ügc Land nur ein Eindringen von 2 bis 3 Fuß t IT ft't'Kvöi rfv 11 »f”/» 1 : VT^\ ao - 1 r r find anher der üblichen Grfechistätigkcit keine besonderen Vorkommmffe gemeldet. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorfs. Grohes Sauptguartier. 1 «. Juni Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. Jin .Mmpf-Abschnitt zwischen Ypern und ..dem Vlocgstccrtwalde roar nach ruhigem Vormittag der arnller.ckamftf erst gegen abend, vornehmlich auf den Flü- neln. gesteigert. Nachts Mlten mehrfach englische Kompag- :,ni ® ( ^ £ ’ n Linie vor. Sic wurden überall abgewiescn. M' drr Artois front blieb bei fchierhter Sicht die scchtstatigkcit fast dnrckpveg gering. „„ ... ^ r ‘ Ablainwurt, an der Oise, südlich von Beine, in der echchampagne, an der Nordostfront von Verdun und im nrmwnt-Walde drmigen unsere Stotztrupps in die fran- -..-nfchen Graben ein und kehr.e» mit einer erhebliche» Zahl von «cfmlgeneii zurück. Bei Abwehr eines feindlichen Er- -nchmgsvorchiMS dl,eben mehrere Franzosen in unserer lett «faSi?* ® c8E£r wrg-stern zehn, gestern 'e-h- l>.!lgzeugc >m Lufttampf „,ch durch. Abwehrfeuer. ,: (SL 'Ä Ta«-" hat Vizeseldwebel Müller seinen k-t. H<^ner nn Luftklnnpf erledigt . Auf dem a^mider^^'^u Kriegsschauplatz nichts von Bede?^'"''^''S"nt Der Erste GemraltmartiermeisteL Ludendorff. gewellten Gelände von ^Frankreich. Was ist erreicht worden? Der Berner „Bund' faßt es in folgerten kurzen Satzerc zusammen: - . englischen Bericht ist der Verteidiger iwch während Dei> -Irrstes zum Gegenangriff geschritten, den er, wie es scheint, auc, der Richtung Warneton gegen die Südslanke des 'Angreifers an gesetzt bat Die englische Meldung nennt ihn gescheitert, doch mug die Betturzimg der 'Angrisfsfvont auf acht Kilometer und die Atn'regelung des Angriffs östlich Oosttaverne mit die er Gegen- attacre Zusammenhängen. Die Deutschen -Haben über 5000 Atcmn an Gefangenen verloren unb damit den üblichen Tribut gebracht. Auf Breite und tzbi betrachtet, ist der Einbruch in die deutsche Stellung bedeutend geringer als der am 9.April zwi- ! - '%- n ügo n s undArras geglückte und zwar besonders was ore Entwsulung in der Diese betrifft, die sich ans V bis 1,2 Kilo- J? cv Sbak war also bedeutend schwächer als - -'ämoy anr Osterniontag ausgeübte, bei dem das lieber- ^h^^^oment und drc Zurücchaltung der deutschen Artillerie start Mltgewrrtt haben." ~ ^ßuerütteixtncint v. Ardontro würdigt im „Berliner ^ugevl dw Lockungen, die den Engländern vorschwebten, und er berechnet die Stärke der Angreifer auf 34 Millionen- „Es.lockte die Nähe des. Meeres, die eine glänzende Verbin- düng nnt dem tNuttechaNide versprach, die verhältnismäßige Näbe U Ahnten Operattonstzrele — Brüssel und Antwerpen da Möglichkeit me Operationsbasis der deutschen Tanchboo-Ich tleeorugge. zu zerstören und außerdem noch eine weitere Erwägung, ^^-^o^?uruckzu?onune7t sein wird. Feldmarsct-all Hargh zog -^^r seme Armee nach ftrnem lmken Flügel zusmnmen, vefftärkte Srößtmbg-liche Höl>e, ver- kürzte sem^ bisherige Front dadurch, daß er den Franzosen die bisher von chm bejetzte Strecke, ettoa von Tvuai bis La Förc Wl Verteidigung überließ, und brachte erne LbngrisssaEerie in Stellung, w mächtig und stark, daß sie der bishetan^r^st honten entwickelten keüreswegs nachftanH. Die Slärkedcr ^ ^ »/. SDMüionen ehev y\i ltteoiig, als zu hoch anzugeben-" . - Wie General v Ardemw, so kommt auch Major Morabt oer „Deutschen Tageszeitung" zu dem Schluß, daß das Ergebm^ eure englische Niederlage erster Klasse ist. Morabt rst der Aüsrcht daß die Errgländer in diesem Frühjahr an- nähert ecue halbe Millrou Manu Verluste gehabt haben- des englischen! ^sauptaugriffes,'beträgt zwischen Whffchaete Und Messines rund 4 KAmneter und'ebenso tiefbihften bae Engblmder an der beeile)ten Stelle des bisherigen Whtschaeto- -oogens nach Osteii vergedrungeil sein. Nördlich imv südlich ver- b . e . r Geländegewinn des Feindes beträchtlich und beträgt beliPielÄveue zwischen Warneton und Rossignol nur noch etwa Dreier Gewinn der Engländer, der imtürlich den r.uttalen und Bundesgenopen des FeincheS gegenüber gründlich au^genutzt werden wird, ist jedoch mit schweren Verlusten erfolgt Halbamtlich ist uns darüber mitgeteilt, daß die neuen Verluste dm Engländer dememgen gleichftehen, welche die Franzosen am l K ba^-Der Heeresbericht Snt 17 STpn Z%t ^?bres handelte von der Aisneschlacht, welche eine der ^oßten b^s gervaltrgm zvrieges inxb damit der »lt^schichte" ge^ nannt wurde. Nach einer anderen halbamtlichen Bere^lmg Wer die !ranzost,ck>en Verluste (Berlm. dmr 16. Mai) wurden die Ocher der Franzosen bei der großm Offensive auf mindestens 200 000 Mamm angesetzt. Dennrach sollen auch die Engländer beim Angriff gegen den Wyt,waetebogen jetzt etwa 200 000 Mamr verloren babe,^ Me Verluste der Winde haben somit seit BegL ^nstve mnwi sehr hol>eu Grad erreicht. Für die Franzosen habe ? lC ZE. 250000 Mämr angenom.nm, für die Cmg" Ä dursen wrr letzt mit wenig)äerw 450 000 mann rechnet ("Sundwi Tffn-esD berechnet Ä ^tnUuste Guglaiids bis zur Erobermrg von Messines mit emev Wta rnrat. Nun ist englische ^AjnE ,mch eiÄ und halbamtlich wird absolut f-ft stehe rmd starst. Die Vorstehend erwähnt«, nnlitärisch«r Betrachter sind nn K? Etg, daß Englmrd schnell .ingreifen Z kerne Z«t mehr zu verlieren hatte. Die Auffchutig rn Rußlaud urmmt vorr Dag zu Tag zu, und tvie sehr der Glaube an die UeberlegenheA der englischen See- bererds erschüttert ist, beweisen die großartigen Gerüchte aber englisch-amerikanische dciederlageu zur See, di" über dem Mwßen Wasser eifrig verbreitet und — geglai'bt amtlicher Beschwichtiaer in Washimftoii sittlich »geärgert enr Dementi losließ, das in seiner Hilflosen Form nranche Heiterkeit erwecken lvird. ’ ' Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 9. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. , 2 n öeu Wnldkarpathen und in Ostgalizien stelleruveist lebhafteres Geplänkel. Sonst Artilleriefener. Italienischer 5k r i e g S s ch a u p l a tz. ' Am Jsonzo leine besonderen Ereignisse. Ans der Hochfläche der Sieben-Gemeinden hält der Geschützkampf in wechselnder Stärke an. Ein im Zebio-Gebiet durch feind ttche Sprengung entstande/ler Trichter wurde voll unseren Truppen im Handgranatenkampf gegen italienische Anariffl öehallptet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef des Generalstabe.s Wien, 19. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. . Kn Ostgalizien an mel/reren Stellen erhöhte russische GesechtStütigkeit. Italienischer Kriegsschauplatz. Bei der Jsonzo-Annce nichts Neues. Im Suganer-Tal und auf der Hochfläche der Siebt'»- Gemeluden enttvickelte sich gestern nachmittag heftiger % ttllerlelampf, der seit heute früh in erhöhter Stärke fo" gefetzt wird. Beim Feilide herrscht rege Belvegung. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverälldert. Der Chef des Generalstabes. Janina von den Italienern besetzt. Rom, 10. Juni. - (WTB. Nichitnmtlich.) Angonzia Stef-DN meidet: ^aniita wurde i>ixrd> italienische Truppen ohne Zwffcbm- fall oesetzl. Stadt und Lan.d;ä)üft sind vollkomüren ruhig. Der bulgarische Bericht. ^ ^osia 10. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Heeresbericht vom 10. .nutt, Mazeedoursche Front: Im Cernn-Bvgem zeitweilig ^rommcffeuer der seindlicherr Artillerie von kurzer Dauer. Auch Wahrend der Nacht ziemlich kräftiges Artilleriefeuer. Deutsche Abteilungen führten mit iErsolg Erkundüugerk durcb und brachten Ge,angene ein. An der übrigen Front spärliches Artcklerrefeuer. Rumänische Front: Bet Jjssocea spärliches Ar- tillerieseuer, bei Tütoea Gew ehr jener und vereinzelte Artillerie- täti gleit. Radoslawotv in Berlin. Köln 10. Juni. (WTB. Nichtamtlieh.) Die -„Kölnische Z«- tung meldet ans B er lin: Radivslawo lv s Bespiechunaen mit den zuständigen Stellen über die lausenden nnd sonst vorliegenden politi)ckst^i und linattzüllen Fragen habeii ein günstiges Er- gebnrs gehabt. Die Ueb>ereinsti,mmwig in der gemeinsainrzt Arbeit der verbmideten Länder i>t dadurch auch fernct gesichert. Eine deutsch-österreichisch-ungarische Erklärung über die Zukunft Polens. • 9. Juni. (WTB.) Gestern Hat eine Sitzung de^ mchtweiligeii Staats rat es unter dem Vorsitz des Krvnmar- schall- und niiter TeünaHme von 23 Mitgliedern des Staatsrate-' beider Regi^rungskonimißare und dreier .Wmnüssar-StellVertreter stattgeiunden. dieser Sitzung, die auf Wunsch der Komm ist )are embernsen wordeii lvar, legten Graf von Lerchen selb im Namen der Kaiserlich deutschen Negieriing und Baron Kv- Ulffrfn? nwi der L K- östcrrnchisck-u^arischm Regiernnq eine Erklarutig als Antwort mls die vom einstweiligeii Staat^- rat am 1. Mgi an die Okkupationsmächte gerichtete Denkschrift nieder. Die Erllarimg lautet: ^ r öst Der Wunsch nach Einsetzung eines Regenten für den polnisckren Swat, der im Beschluß des Staalsrates Vvm 1. Mai zum Ausdruck kam, entspricht vollkommen den Absichten der Mittel- erfüllt werden, sobald die Bedirtgungen für eine gedechliche Tatigrert des Regenteii geschaffen sind. Dre Mittelmächte sthen schon gegetiwärtig derr einstweili- gerr Staatvvat als beii Vertreter des sich bckdenden polnische:i Staates an und eyvarten datz der Staatsrat in möglichst kurzer prrst seine vorbererteTiden Arbeiten flirr eine Verfassung und Ver^ waltungsorganisatwn des Königreichs Polen beeidet .. £ f ; « ^?ttttelmächte richten gleichzeitig mr den Staatsrat du. Aufforderulig, besond^e Slchträge darlcher auszuarbeiten mrd chmm vvrzuleMn, m welcher Weise ohne Beeinträchtigung der Stellung die den Okkupationsmächten noch dein Völkerrecht m kommt, die liebergäbe einzelner Berwaltnngsz^iae mi bu AEEdrdeii (Nttnisterren) erfolgen stchmle, und wie 5. tU 'Verwvltmigr-zn»eige zu lx'st reiten lvären Solch- Benoaltun^zweige smd außer Reckstspflege und Schulwesen die äE^stenherten derKoilsesffonen ^mrsorge für Kunst rmd Wissen- schaff, ferner mp,dem Gebiete der Volkswirtschaft des llt ^ * >ai Einscknänkimgen. die aus kriegs- wirtschastlichen Rücksichten noch naHer bezeichnet werden sollst^ OrM,nsatwn«i pes Gew«bb.l. Beseittmmg d« Sfn«,» mb ^ ni ^' Eich öffentliche Wohltätigkeit m,d B Ä bic Döitlrlnmchte. daß der Staatsrat eine Persönlichkeit Vorschläge,^ welcher bis zuni Zeitpunkt der Ein- HM die oberste Leitung der dem pol- n,f) °Berivaltungszweige übertragen um * ^e genannteii Regiermigen nehnreii an daß ii" ?!^rst bei ver AuÄvtrtzl des Vorsitzenden im einsttveiligen Staat-. rat der Krönmars chall hierfür tu Betvackst gezogen werde nAnfrage des ststwnmarschalls über die ^eil- nap-nw de^ ^taatsvats mrd der polnische!i Betwrden m S t Iber LebenvMrttelversorgung erklärte der delrtsche I OienjitgjTomantffar : Die deutsche Regierung steht auf den: Stand- Vilnkl. bat: im» Frage der Lebensmittelversorgung der Bevölke- lNb-vclondere der Verteilung der UebersclKsse, rn das Bereich ver VolkSivirtsck^aft gel)öre. Dem Surnc der über der: dritten Pmikt jwgcaebenen Erklärung entlprectiend, itrirb die deutsche Regierung , Anträge des Staats ints über diese Fragen in dem Maße, welches bei den gegenwärtigen An-Znahmevcrhältnissen möglich ist, der umsichtigen nnd den blördtichen Organen, welche den Staats-- rat bild?n, auch die Möglichkeit der Mitarbeit bei Lösung dieser wichtige >r Angelegenheiten geivähren. Der österrcichis6)-ungari sche Reg4erungKkonnnrssar «ab stilgende Erklärung ad: Der Erklärung des deutschen Regie- !5!^^unnls,ars schließe ich inich völlig an. Sie entspricht deck ^lnschaunugen meiner Regiermig, daß uäiTfUd> der Rattan die <»IJrrtr»11rfifj’t f rtMnär-ji-i »r-iM-Swm* »niii ... k,w. _ rn _nt.__ Möglich leil geivahrt werden muß. in der Frage der Ernäl-rung der Bevölkerung nntzuarbetteu. Ach bemerke, daß das General-- Houvernement Ln bl in sich bereits damit beschäftigt, diese Absicht zu verwirklichen. Daraus schloß der Knmmarschall die Sitzung. Dir iievolution in Rntzland. Tic (befangenen von ZarSkojc Selo. Amsterdam, 9 Juni. (WTB.) Nach einem hresig-en Matte meldet die „Times" aus Petersburg: Da sehr viele 'Sormnergä»te Zarskoje Sel-o besuchen, sind schärfere Maß- ^gem zur Bewachung Nikolaus II. getroffen worden. "Er darf täglich nitr zwei Stunden morgens und abends spazieret! gehen. Ein militärischer Posten folgt ihm stets in einem Abstand von 25 Schritt. Die Kinder dürfen sich nur rimner einzeln in Freien aufhalten. Das frühere Zaren- paar rnuß sich täglich zlveinial am Feilster zeigen, ^damit jder Wachoffizier es sehen kann. Ein dreifacher Truppen !Dordoil umgibt den Palast. Die früheren Minister werden sv! der Peter-Pauls-Festung gefangen gehalten. Sie tragen Dre vm'geschrlebeilc (ttefangenenkleidung und dürfen ihre hörigen wöcl>entlrch einmal zehn Minuten sprechen iulö wöchentlich je einen Brief schreiben und enrpfunaen. Die Mi- mfter befinden sich in Einzelhaft. KerenSki und Gurko. Petersburg, 8. Juni. (WTB.) Melditng der Peters- buvger Telegraphen-Agentur. General Gurko, der «Oberbefehlshaber der russischen Westfront, ist zurück^ getreten. . Petersburg, 9, Juni, (WTB. Nichtamtlich,) Mel- düng der Petersburger Telegraphenagentur. Kriegsminister Krrr^n s k, hat auf Gruud seines Befehls vom 18, Mai, her 2A./^M^lUhvern und Offizieren die Einreichung von Abschiedsgesuchen verbietet, verfügt, daß General Gurko, der trotzdem fern Abschiedsgesuch eingereicht hat, vom Oberbefehl an der Westfront zu entheben und zum Divisionskommandeur zu ernennen sei. Meuternde Regimenter. London, 9, Juni. (WTB.) Reuter meldet aus Pe- tersburg^ daß vier Regimenter der 7, Armee gemeutert hmian. Dle Rädelsführer werden sich vor einem .Kriegsgericht KU Vevcrrttlv' 0 -rten haben. Beschlüsse der Bauernabgeordneten. - 9. Junß lWTD.) Meldung der Peters- vrirg-er Telegraphen-Agentnr. Dre.Versammlung der Bauern- «^geordneten nojhm folgondc Entschließung an: .. ^ Bauern er-strebcn einen gerechten Frieden ohne demü- llflfflpe Annexionen irni> ohne Entschädigungen mit dem Selbst- »estrmEuigsrecht eiices joden Volkes. Die zwischenstaatlichen Bc- -veyungen !mb Vertrage nmsteu der Prüstmg der beteiligten Völker ^ nMerworftn 'vcwen Streitfälle durch zwischenstaatliche Gerichts- .Wst' und intcht durch (Gewalt geregelt werden. Die Versammlung ^wersl einen sondersneden von «ich, iK-ißt die Bereiniqnug der >Mbe-ter -mt und halt cs für ihre Pflickü, Rußland kraftvoll zuj ^verteidigen, olrne vor Opferen znrückznschrecken, die Kampfkraft öu l^ebeir und ftir das Wohl und das Erbgut des russt-- ,schon Volkes zu känrpfen. Die Versmmnlung fordert die Armee 5^, irrt» der freien ?>tauneSzucht zu uittcrim'feit und das revolu- ltwuare Rnwand der Bauern und Arbeiter zu t^rteidigen Sie EUt diesem Kriege Uwe,: Segen irnd wird das vergossene Blut snrcht vergessen. ^ ^Kminister Kerenski ordnete mc, diese Entschließung ßEeii Teilen der Armee imd Marmo vorznleson. Eine Zwangsanleihe? Lh-on, 9^ Juni. (WTB.) „Progrös" meldet aus Pe- lersvurg, daß der FinanMinisher die Frage oer Auf- Irahme errver Zwangsanlvihe von 10 Milliarden Rubel rn Envagung ziehe. Ein weiblicher NnterstaatSsekretär. menen Offenheit sei, unv ersucht die Bevölkerung der Ler- einiglc-rl Sr.'.atLn, mitLuhelfen bei der Ausrottung des Lügen- feldzuges, der sichtlich das Ergebnis der Treulosigkeit sei.. Die amcritanischeu HrlfStruppen. lO. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Evr Sonderbericht des „Matm aus London besagt: Die vorgestern in England cin- g-etpo^fewen amerikanischen Truppc n bestehen hauptsächlich aus ^>sizleren u:kd Spezialisten, welche die Vorbereitung für die weiter erntveffenderi Züonlingentc treffen sollen. Die amerikanischen Truppen hatten sech zn Anfwrg der letzten Woche eingeschffr. Die Abreise war geheim gehalten worden. England verweigert die Passe für Storkhotm. London. 9. Juni. iWTB.) Meldung des Reuterschn Bureaus: Unterhaus. sAusführlicbe Melduiig.) In Envideruu-g auf eine Anfrage betreffend die Pqssc für Ramfev Mac- d o n a l d und ^ p w e t t saglc Lord Robert C c c i l: Das Kriegs- ko bl nett beschloß ilach reiflicher Ucverlegmrg, daß cs wün- jchensrvert sei, die Pässe a u s z n stel l e n , wenn darum ersucht wird. Dre russische Negierung drückte ein.dringlich und wiederholt deil Wnnich aus, daß die Vertreter der Minderheit sowohl wie die der -Rdhrhert der^ arbeitenden Klasse die Erlaribms erhielten, M^iersourg ^u besuchen, urrd bezei-chnete dabei die nnabhängige Arbeilerparter als einen der Verbände, der nach ihrem Wimsche vx-legenhelt dazar habm sollte. Denk Kriegsläbrnett imirde von maßgebenden Persönlicheiten, darunter deni Botschafter Vuchanan und .Lenderlon, erklärt, daß die Paß Verweigerung zu * in Jschr ernsten Miß v c r ftänb n i§ bei unseren ru ssi scheu Verbündeten führen und in, Riißland große Entmutigimg unter denen verursachen rvürde, die am meisten be- muht sind, den Kampf für die Freiheit mit voller' Tatkraft durch- znM-ren. Wenn die Pässe gegeben werden, !verden sie für Peters- burg ausgestellt. Es besteht uich' die Absich,t, die Inhaber dieser Paste rn du Lage zu setzen, in Stockholm an irgendeiner Kvnsereiiz teuzunchnlen, iroch mittelbar .oder uninittelbar mit den femdlnperi Untertanen in Stockholm oder sonstwo zu ver- delwen Unter dieser ausdrücklichen Vereöibarung tverden die Pässe ausgestellt. höve, daß Vertreter der großen Mehrheit der arbeitenden Klasse ebenfalls Pässe für Petersburg wünschen, und diese werden ebenfalls ausgestellt, falls sie verlangt werden. Bella:re fragte hiwcruf: Wird Eecil eine schriftliche Ber- pflichtung von den Paßinhabern verlaitgen. daß sic an keiner Konferenz, in Stockholm oder sonstwo teilnehmen werden? Ee c x I antwortete: Das ist eine Sache, die vom Kriegskabinett avtzailgt und Nicht gerade voni Auswärtigen Amt, aber jede ver- nünfttge mch geeignete Borsiä.tsniaßiMhnie wird in dieser Hin- W. getroffen. R a m s a y M acdonald fragte: Besteht' die Abimst, daß wir u: Stockholm mit sab n Persörclichveiten wie" Brantmg verehren dürfen, oder ist dies durch die Bedingung ausgeschlossen, aus Gruird deren die Pässe ausgestellt werden» Eecil antivortete: Ww ich annehme, ist vom Kcicgskabinett die Bediw- gnng gestellt, daß kem mittelbarer oder unmittelbarer Verkehr mit dein Femde stattftndeii darf. Ich kenne keine Möglichkeit, gouauer S.u besttmmen, was beabsichtigt loird. Wie das Haus wohl weiß ch Bvuitmg nickt wir ein hochangesehener Staatsruarui in Scbwe- den. wndern, auch m Sachen der Alliierten keinesfalls feindlich gesinnt. (Beifall.) O.uthwaitc fragte: Weiß Eecil, daß Vertreter deS Arbeiter- rates m Petersburg Verhandlungen mit dein Feinde pflegen und daß diese Veyreter^— hier unterbrach ein Sprecher den Äbgeord- netm, der seinen -Latz nicht vollenden tonnte. Er bezeichnet^ den Grund als nicht zur Sachs gehörig, * * ■* Miliisterberatungen in Rom. Bern. 10, Juni, (WTB, Nichtamtlich,) Mailänder Blatter erfahren aus Rom: Gestern früh hatte der Mü- ins.erprasrdent eine kurze Unterredung mit Soninno, Um l -lyr wurden sodann alle Minister telegraphisch »Lrf Petersburger Telegramm- Besag,», daß das MNglnd der Kirdctteirpartei MaNakmn s.-n,eq C-tiramung zuinj Botschafter in Paris nurrmehr zugesttmmt bot. ^ie sl)ll in den nächsten Tagen erfolgen. Umtfc «A'iLißL Mw ihrer Wahltättgkeit bekannt ist tznw ftch gvotze Vermengte bei der Organisation verschiedener HM LMstt erworben hat, i,t zUw U n 1 e r st a a t s s e k r e t ä r im Mißi sterruin wr Fürsorge imo Wohlfahrtspflege ernannt worden Svnunerpaläste der Kaiserin Witwe werden vom M SmuUEn für «Emdrta Ein falsches FriedenSgerücht. Di? vom Renter-Bwreau ver- L^eitete „TimeS"-Meldnng ans Petersburg, w^rach, eine ^nü^L.^br «>sterreichisch^l naarischen Ar. bestehend ans S Geireralen, 2 Obersten. 20 anderen Pffiiietett unb Io Sol baden, in Petersburg einge- Kr-offe ii sei, mnichent sie von den russischen Truppen an *£L ?r ° nt ^ "halten hätte, bannt sie der rEschen Meternng ober bmn Delegiertenrat dieFriebenSbedin- Kum ' ''"tsprnht. wie das Wiener Lt )* Eerr^fporchenzbnrean von znständrger Stelle -.n er- tfta™ ermächtigt iss. in kemer Weise dm TatsaU>en Ae IBchmrptung des englischen Mattes, daß eine AbLdnuna der osterreich,sch.nng«nschen Arnree die russische spront ü6<-r. ^ schritten habe, ist einfach ernuchen, ^ »der. Gerüchte und «engste in ? 1 mcrika. ,, Washington, 10, Juni, Gegenüber hartnäckigen ^breiteten Gerüchten von einem Unglück' das dw Flotten,treitkiäfle Amerikas und der Entente betroffen habe, erklärte der Marinesekretär Daniels folgendes: Berichte d.-r Befehlshaber der Küste,gebiete und von en^clnen Personen abgesaichte Briefe und Telegrainme ^wrngen mich «1 der Annahme, das; eine planmäßige Per- «chunnmistj besteht, um tue Bevölkerung der Bereinigten Staaten zu ^--rruhrg«,, und zn quäl«,. Unter diesen wrllrg verbrerteten Gerückü«n spricht eines von cinein See- Inefecht zwischen den Motten der Entente u,ch dff Tenchlv- sLriche. bei welchem sec^ig Fahrzmme gesunken seien Die ^ospilnler und Werften der atlantische,, Küste \tien voll ^rMmmelter Seeleute, Zu diesen maßlosen t'ügen geseilte sich die Erklärung, daß sich die Behorvm, in BLU.wtm! mit ber Presse ziLsanmienbatren, um dem Volke bk Wahrheit ^ Dmiiols erklärt Wiederau. Ä «iolUif deS PäMlnedepMwements eine Politik der wMom- au f o Ul) r zur C o n s u l t a e i n b e r u fe n. Bissolati, PommaodiNl und Vonvmi erschienen nicht. Die Sitzung dauerte bis 7 Uhr. Nach einer weiteren Besprechung zwischen BoseUl und Soninno erlftelt die halbamtliche Agenzia Jtaliana dre Mitteilung, bi-i dem Mrnisterrat habe sich die Lage geklart. Die Möglichkeit einer Uneinigkeit innerhalb des Kabinetts sei zerstreut worden. Auch „Tribuna" erklärt m der letzten Abendausgabe, die Minister hätten sich in allen Fragen, die in den letzten Tagen Anlaß zu Erörterungen gegeben hätten, in Uebereinstimmung befunden. SeeJrfeg. V“- Ui- ‘«.‘VI/ UU| u u eine Gegend Ueverflnß hcrt, ivaijLtmj v.c trraxrc ^arugta inoa. Die einzelnen Kr.äse des Landes sollen unter sachkundiger Leitung» (etwa der Kreisobstbautechiriker) in Bezirke ei n geteilt, in den größeren Orten geeignete Sammelstellen eingerichtet und so allesi- Gemrii.se und Obst, das etwa in abgelegenen Orten vom Handel nübit ersaßt wird, andeven bedürftig«: Kreisen zngefülirt Norden, damit das ganze Land gsseiäMäßig nrit Gemüse und Obst versorgt wird. Liefe Einrichtung wird bei entsprschender Durchsiibrung, gewiß reckst segensreich wirken. Daß die Qrganisattoncn für die einzelnen Kreise Hessens verschieden sein muß, ist begreifliche In den bezüglich per V^rsorgimg mit Gemüse und Obst, insbesondere mit Frühgemüft und vFrü hobst bevorzug den Kreisen (Rhemheften, Sbarfenpurg, südlick?e Wetteran , sind die Berhältnif/e mwers als in hon Kreisen Landerbach, Alsfeld, Schotten. Gießen. Während rn Darnrstadt. Main-. Ost'enbac!:. W»rmS schon da.4 .. > . Lriedeiw^v-u.,,«>. i.^.v stammt -oder non rheinischen Ländlern hierh.r gebracht wird. Daß dadurch dre Qualität nnd d"r Preis bceinflnstt werden, liegt auf d^r Hand. Andererseits ist an Herbstq e mn s t bei lieber- "nß in vielen Orten vielzuvitt an das Vier verfüttert worden, weil kerne Gelegenheit zum Verdruss geboten war. Es sind auch bei unerwartet rrüh erngetrevenem Fvostwetter im Sv''herbst öfter vieles güte Gemüse, Tomaten, selbst Kartoffeln nflo zugrunde gegangen. Alle,' diesen Rachteflci: soll nun abgepuftn werden durch dre zu schaffenden KreiSorganisarirner, Oie 2'*ertrauensmärr nc^. dre den Gemüseanbau und die Obsternte ihres Bezirkes zu über> setreir rn der Lage sind, melden au r ; " Zentralstelle bei' lieber» flutz oder den Bedarf mc, damit v u, dort aus ein Ausgleich ge-, schaffen wird. Ter Handel soll . nun VemeSwegs ausachchaltet werden: nur der Ueberfdist, der vom Handel nickst erfaß: ivircch >oll durch die Organiiatiorr den Verbrauchern in Bedarfsgegenden zngeführt werden. Wie wir hören, sollen mm in .nächster Zeit: m allen Kreisen vorbereitende Vefiammlungen ab,gel-alten wer-» den, um die Dache rn die richtigen Wege >u leiten, Mau s offt, das' die Herren Bürgernierster, Lehrer, Pfarrer und die sack>- verständigen Obstbautechnrker, auch Frauen sind bei der Arbeit willkommen, sowie ganz besonders die Vorstände und Mitglieder Obst- und Gartcnbcruvererne diese gntm Bestrebungen mit Berstündnts und Eifer unterstützen werden. Feldschutz. Zunehmend wird über die Schäden geklagt, die beim Pflücken von Feldblumen auf Aeckevn und Wiesen ange- richtet werden. Es sei deshalb darauf hrngewiesen, das; nach, ß 366 Nr. 9 des Neichsstrasgesetzbuches sich strafbar macht, rver unbefugt vor veermeter Ernte über Wiesen oder bestellte Aecker geht usw. Die Futtermengen, die unmittelbar durch die Entnahme der Blüten verloren gehen, sind in ihrer Gesamtheit nicht unbeträchtlich. Biet größer sind aber die Verluste, die der Ernte durch Zertreten der Pflanzen hierbei ^irg-efügt werben. Wenn, diese Schädigungen vor dem Kriege leichter hrngenonrnren werden konnten, so gewinnen ste jetzt -u einer Zeit, in der alle Futtermittel drmaentt gebraucht werden, eine erhebliche Bedeutung. Jeder, 'dem sich dazu Gelegenheit bietet, sollte daher am dem Schutze der Felder vor solchen ZerstöruMen Mitwirken. Das gleiche gilt für dre Schonung von Muten der Obstbäume und -sträncher. Auch ist dringend anzuraten, von dein Ankäufe von Feldblumen und Obstblüten grundsätzlich abzusehen Neue U-Voot-Erfolge. Berlin. 9. Juni. (WTB. Amtlich.) I. Ar den nördlichen Sperrgebieten sind 19100 Bruttoregifter- tonnen Schiffsraum versenkt worden. 2. Neue U-Booterfolge im Mittelmeer. Däehrere Dampfer und Segler mit 28150 Bruttoregist^rtonnen wurden versenkt. Die Namen der versenkten feindlichen Schiffe ließen sich nur in zwsti Fällen feststollen, bei dein italienr- sä)eu Dampfer „Atzragas" (850 Bruttoregistertomven) und dem bewaffneten englischen Dampfer „Rosebank" (8837 Bruttoregistertomvenü Ebenso blieben dre Ladungen der meisten Schiffe unbekannt. Ern Dampfer hatte 4000 Dmrncür Kohlen für Italien geladen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 11. Juni. (Amtlich.) Im Atlantischen Ozean haben unsere U-Boote 19600 Bruttovegistertonneoi versenkt. — Unter den versenkten Schiffen befalrden sich u. a.: der bewaffnete englische Dampfer „Harley" (3331 BRT.) mit (Getreide nach England, der englische Dampfer „Bathurst^ (2821 BRT ) mit Eoprah und Palrnkernen, das englrsctre Dreirnaswollschiff St. Mirven (1956 BRT.) mit Briketts für die brasilianischen Eisenbahnen, ein französi- scher .Hilfskreuzer (etwa 4000 BRT.) und der italisrische Dampfer „Eliofrlo" (3583 MT.) mit Erz nach England. Der Chef des^ Wmiralstabes der Marine. r- Ü® bagen, 10. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) „Ber- Irngske Trdende" meldet aus Stockliolm: Nach einem Tele- kvlmun -US Delfiimfors wurden vor Helsiugsoers die-'zwei chwedifchen Segelschiffe „.Hellene" und „Aida" von deutschen U nteri oe booten ver,'cnkt. Ein drittes Sckstsf i nur de anae- hatteit und erhielt die Erlaubnis, mit den Besatzungen der beiden versenkten Schiffe die Reise nach Tanno fortzusetzen Lebensmittelmarken. diese Woche haben nachstehende Leben»,nittelmarken Oviltiqkeit: Brotmarken der 24. Woche, gültig vom 11. - 17. Juni 1917 Buttermarken, „ 24. „ . „ ,7. (Stenn arfeu Nr. 5 " ' ' Fleischmarken , 24. „ „ Kartoffel marken 9 2L „ „ Seifenmarken für den Monat Juni. Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken lein Ersatz gewährt. «eschäftSftnndeu des Stadt. Leb«-nS«tttelamteS von 9—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm. Markenausgabe kür Urlauber: Sonntag» von 10—12 Uhr vormittags. , N.-17. „ 11.-17. 2 lRis und £au&. Gießen, 11. Imli 1917, Nemüfeverwertung tu Hessen. Auf Vevcmlassmrg Ihrer Künrgl. Hoheit der Fr.ru Groß- Warn von vchen wm-de für das ganze Hessenland eine Orgam^ ßriron rns Leben gerufen, dre den Zweck' bat, alles tm Lm de v-^ha^ene Gemüse und Obst zur menschliche Ernährung heLuu- ruziedeii, dnnnt nrchtS verdirbt und vernimmt, wie es in den erstell Knegsialwen Mi manchen Orten leider vorgekommeu ist Arft cknregmrg des hessischen Mürrftertüms fand jpm am 3 flurri unter der Leitung des Vvrsümstes der hcM-m Ss»besLenrEestr?le dr IiLmz eure uorberatende Versonmiümg m NomLirri d_ w dre von xt rni raiffliTüni Vettvttevr tüt% 18 Ärei^ des Amtliche Pers oualn a ch richten. Der Großherzog hot am 6. Juni den vom Grafen zu Solms-Laubach dre evangelischem Pfarrstellen m Münzenberg und Doars-Munzenberg präsentierten Pfarkverwalter Jvhannes ^ehrrch zu Müuzenbeva für diese Stellen bestätrat. ^ Auszeichnung. Tem Sergx'ant Ludwig Schäfer am Neftgen chemischen Umverlftäts-Laboraivrium wurde das hessische KrwoSehvcnzerchen verliehen. ., ** Aus dem Stadttheaterburean. 'läochmals je: ans die Mir Donnerstag shattfindende Wiederholung des Schauspiels Dre Warschauer Zitadelle" ^sen, dre als 14. AbEnemrentsvorsdellung stattfindet. _ sich r-erausgestellt hat, daß auch neben derr noch rück- stairdrgen Wonnementsvorstellungen Nachfrage nach ernraen werteren Vorstellungen besteht, so wird Direktor SS nrd ^ weitere Aufführungen veranstalten. Aufführung ist für Sorrntag, 17. Juni, ein H^samt- gaftspiel von Mtglredern des Neuen Tlreaters in Frank-' snrt a. M. vorgesehen, bei dem der ireueste Scküvankschlaaer ^ Vofmann echielt die Hessische Tapserteitsmedaille. Infanterist Philipp Schneider wurde '.um Gefteittn,^Artillerist Heinrich, Spa a r um Unteroffizier besürdert.' Alle drei stehen seit 1914 im Felde, .gegenwärtig im Westen. — Die U-Bvvtspende ergab ZI.60 Mk _ ®bt (Rnütter brachte uns am Donnersdag den ersehnten Regen. Das Setzen der Dickwurzpflanzen gef# mim flott vvnstatten. — Unsere Psarrstelle Winnerod, die seit lni 1915 verwaist ist, soll bald wieder besetzt toerden. —!N. M u sche nh e itn , 10. Juni. Eine mutige Tat, durch die zivei Menschenleben gerettet wurden, vollbrachte dieser Tage der htejigc l5jähri«e Herrn. Becker. Zwei ans dem Rnhrgebict hier tnitergebrachte 11-'und 12 iÄ 7 rige Mädchen vergnügten sich ans der Wetter mit Kalmfahrcn, als plötzlich der Kahn mnkipvte und die Machen ins Wasser fielen. Der junge Mann, der zufällig in deren Tode des Ertrrnvens retten. ^ Watzenborn -Steinberg, 10. Jm:i. Am 3. April starb den Helden wd durch Gratiatspliitec der Lehrer Karl Bernius. 6. Februar 1915 wurde er zürn Heeresdienste einberufen, rückte atl HilnurÄfafttt 1915 ins Feld. Eine RUhoerkraukung brachte ihn im Juli in die Heimat zurück. 'Nack- Widerhersiellwig zog er im September 1915 al^errnals aus. Vorher tvirkbe er in Stcmgsnrod und BurkyacksfÄden. Kreis Büdingen. 1 Gelnhaar, 9. Jimn. Auch in unserer kleinen Jndu stt rege meiitde wurde cm vorigen Sonntag die U - Bvot - S pe nde einge^nnnelt. Es wurden oazu 34,05 Alk. gegeben. Kreis Schotten. # Scho tten , 10. Juni. Donnerstag, 14. ds. Mts. findet in: Physikraum der Realschule eine Kreislehrerkcmferen z statt. Prof. Bölzii: g-Daymstadt spricht über Pilzkunde, der Kreisarzt Med.-Rat Dr. Best über: „Wie kam: die Schule bei der Verhi.'rderung der ureiteoen Ausbreitung ansteckender Krankheiten Mitwirken?" — lpas Hessische Verdiensttreuz, früher Hessische Tapferkeitsmedaillc/erhielt der Schütze Eckstein. L. Laubach, 9. J:mi. Gestern nachmittag wurde in der Bc- ttusnng de^ Landwirts Kourav Laut dahier, während seine Angehörigen mit Pflanzensetzen aus dem Felde beschäftigt waren, ein E5 n l> r nch sd i e b ft a b l ausgckführt. Die Diebe stellten eine kleine Leiter an ein niedriges Fenster und schlugen mit einem Hammer eine FensLersck-eide ein, uinx 1 in die Wohnung zu gelangen. Hier stahlen sie zwei Laibe Brot, mehrere geräucherte Hausmacher- würste, Milch und Latwerge. Nachdem sich die Diebe noch mit Brot, auf welches sie Latwerge und Rahm sttiä-e,:, gestärkt hatten, traten sie den Rückt ve>: an, Leiter und Hatumer liehen sie am Platze- liegen. Die Einbrecher sind noch, Nne man hört, im schul- pslickstigen Mter, toerden aber wohl ihrer Strafe nicht entgehen. Der Herr des Hauses steht in: Felde und kämpft gegen tmsere wurden verletzt, darunter ein Soldat in er lieblicher Werse. Die' Wagenführer in Hildt wurde von den: Wagert auf die Straße geschleudert und erlitt eine schwere Nerverrerschütterung. Feuer- nxchr :md RtttungStvache hatten mit den ^lufräumrmgs- und Ret- lungsarbeiten längere Zeit zu tun. Der 'Schaden ist sehr erheblich. * mr. Frankfurt a. M., 10. Juni. Der Magistrat der ,Stadt Frank,irrt tveist in cirrer Eingabe an die Reiche stelle für Obst und Gemüse darauf hin, wlche Sckstrden durch die beabffchtigtt Kontingentierung der Marmeladenindustrie cut- stalien, insbesondere bittet er, den einzelnen Haushaltindgen zu erlauben, ihren Bedarf an dbevfeln urch Zwelschen selbst aufzukaufen und keine Beschlagnahme dieser Früchte eintreten zu lassen, damit nicht weder, wie es leider inr /Vorjahre der Fall >oar, in den, Städten überall der nötige Brotaufstrich fehle. Gleichzeitig wtrd gebeten, auch der Ap fel wein iudu strie in beschränktem^Maßx die Kelterung dar Mpftl zu gestatten, danrit dieses einst so blühende Gewerbe nicht ganz zugrtnrde gehe. Fc. N a st ä t t e n , 10. Juni. ?üährend des Unwetters am Freitag wurde in Lipporn der Schäfer Schmidt mit einem Hund mrd einer Ziege vom Blitz erschlagen. Fc. Osterspai, 10.Juni. Die hiesigen Ki r s che n z ü ch - ter, die die Kirschen am Freitag für 35 Pfennig daS Pfund nicht hergab:n, sondern wieder mit nach .Hause nahtnen, haben das erreicht. daß gestern diese Früchte itn Ostosthandel bereits 4o Pfennig das Pfund kosteten. Mehrere Züchter hatten das seinerzeit nicht Verkaufte in Eoblenz zum Verkauf gestellt und erzielten dort im Klein verkauf 1,00 bis 1,20 Mk. für daS Pfund. Die diesjährige Ernte wird hier auf eine halbe Ernte geschätzt. X. Schlüchtern, 10. Juin. Von einem schwerem llrr- Wetter twerde die Gemeinde Nttrickshausen^ hcinrgesncht. Es wurden Accker tveggeschwermnt, Häuser wngerissen Landrat von Trott zu Solz, der: au Ort und Stelle tveilte, ordnete die erforderlichen Hilssmastnahttten an. 30 Artilleristen sind zur Bonn ahme der Aufräumungsarteiteir eing-etroffen. M üller s'che Badeanstalt. Wasserwärmc der Lahn am 11. Juni : L0" Reatltnur. §pie!plan der Großh. Uurtheaiers Sad-Narrheim. Montag, 11. Juni: „Tie Kreuzet schreibet". Mittwoch, 13. Jurti: Unter Mitwirkung der Kürkapelle. ,,Unter der^ blühen den Linde". Donnerstag, 14. Juni: Im Stadttheater Gießen^ „Die Warschauer Zitadelle". Freitag, 15. Juni: (^astsp. d. Hofschausp. Rud. Possin m. Gcsellsch. „Der eingebildete Kranke". Sonntag. 17. Juni: Ludwig Thoina-?lbend. „Brautschau", „Die lleinen Verwandten", „Lottchens Geburtstag". Montag, 16. Jwli: „Heima^t". Uönig!. Uurthrater Vad-Lmr. Dienstag, 12. Juni: Hütet Mitwirkg. d. Kirrkapelle. Ges.- GastsP. d. Neuen Operettm-Theaters Bonn a Rh. Netih-eit. „Das Treimäderlhaus". Ämtlicher Teil. erlin L^i 48, 23. Mai 1917, Briefkasten de5 Aeörrktiorr» I. in C. 1. Der 2000 Mk. nberschies-ende Betrag ist voll utrd ganz pfändbar. Bei 2100 Mk. also 100 Mk. 2. Der Pfändungsund Ueberweisungsbeschluß behält seine Gültigkeit, vorausgesetzt, daß es sich um die gleiche Forderung handelt. Letzte .,Englische Mttrder; Der nrurste Baralongrall." e r l i n . 11. Juni. Unter dieser Ueberschrift berichtet Karl Feinde. — Sammlung für die U -Boot- Spen de ergab \ s^Tter von der flandrischen Küste an den .Lolalanzeiger: Der in hiesiger Stadt die ansehnliche Sturme von über 450 Mk. --- Michelbach, 10. Juni. Der Deban des Dekanats .Kirberg, Pfarrer Karl Spieß von hier, ist im Alter von 52 Jahren in der Gießener Universitätsklinik einem schwevnt Leiden erlegen. ^ U l r i ch ft e i n, 10. Juni. Ende verflossener Wvche hatten sich einige junge Bürschchen aus dem benachbarten Kölzenhain bei dein hiesigen Amtsgerichte zu verantwvrtetr. Sie hatten allem An- scheilt nach größtes Wohlgefallen daran, eine große Anzahl Porzellankörper der Telephonleilung an der Kreisstvaße von Feldkrücken nach Kölzenbain. zu zertrümmern, was ihnen auch glänzend gelungen ist; eine Roheit der tarn 16- und 17-jährigen .Herrchen, die jeder Beschreibung stwttet. Hoffentlich wird ilmen die gerechte Strafe zuteil. ~ Aus dem Osberwalld des Vogelsberges, 10. Juni. Unaufhörlich sind seit vergmrgcnem Herbst viele Kriegs- gesangene tind Holzhauer auS den. umliegenden nächsten Dörfern mit dem Holzfällen beschäftigt. Ungezählte Bäume sind durch die Axt gefällt worden. Doch reichen diese riesigen Holzmengen tticht auS; deshalb werdett die Holzhau er arbeiten selbst den Sommer hindurch fortgesetzt; allerdings wird das Behauen viel schwieriger, da fcrie Stämme durch den Saft an Gewicht bettächtlich zu genommen haben. In dieser etwas müßigen Zerit vor der Heuernte fmb die Landwirte, die Pferde zu ihrem Betrieb nöttg haben, verpflichtet, das gefällte, zurechtgeschnittene und vorerst bearbeitete Nutzstamm- holz an die nächsten Bahnstationett zu falwen. So werden eben täglich an den Stationen Schotten urtd Mücke getvaltige Mengen Holz, größtenteils für die Heeresverwaltung, verladen. Daß dieses Holz, bis eS an Ort uuL> Stelle kourrnt, einen äußerst hohen Preis hat, liegt schon in dem außerordentlich hohen Fuhrlohit begründet. Gegenwärtig wird den. Fuhrleuten, die das Holz bis zur nächsten Station befördern, fftr den Festmeter 10—14 Mark bezahlt. Durch-- schnittlich verlädt ein Zwäsvännerwägen 6—8 Festmeter. Ter Verdienst der Hol-ftrhrleute ist demnach recht beträchtlich. Kreis Friedberg. 4t Friedberg--Fauerbach, 10. Juri. Am 6. Mai starb fürs Vaterland der Untwofsizier und Offiziers-Aspirant Ludwig Frey Getwren erschrittem So wur-den in der letzten Zeit zcthit Mark für den 3en.tnet Heu gefordert und auch ^bezahlt. Dir PrFsprüfttngSstelle für den Kreis Wetzlar macht darunr er- nertt aus dst Strafbarkeit ^dieses Vergälxns aufmerksam. Für > Kl-eeheu dar; nicht mehr als 5,25 Mk. unD für Wiesenheu 4,75 Mk. für den Zeittner bezal-lt werden. Hessen-Nassau. StrgßettbahnunglLick. Frankfurt a. 3N., l0. Jmn. Am Samstag vormittag fuhr in der Schweizerstratzc cin Straßenbahnzug infolge falscher Weicheltstellung einen: Waldbahnzug mit voller Gewalt in die Flanke. Beide Züge bohrten sich derart inetirander, daß die Wa^en Chef des Admiralstabes der Marine that bek^rmttgegebet:, daß einige eitalische Monitore am 5. Juni morgens. Ostende beschosten und das starke überlegene Ajufllärungskräfte, die den Monitoren beige- geben waren, mit zweien unserer M-achttorpedoboote in ein heftiges Gefacht gerieten, lvobei unsere „S 20" zum Sinken gebracht wurde. Der ertglische Führer fügte in fernem Bericht cm die "Admiralität iit London hinzu: Wir nahmen fiebert Ueberlebetrde des Torpedo- iägers S 20 auf. Der Obervootsmannemaat Heinrich Schmidt, der als Geschützführer auf amfenit S 20 fuhr, trieb sieben Sttm- de:t lang auf der See und kämpfte gegen den Tod. Von ein eist unserer nachsucl-endeu Marineflugzeuge anfAefischt und dtirch die Lüfte an Land getragen, wurde er tvieder zn sich gerächt und sagte, lvie Rosner berichtet, aus: Sieben Mttnn von S20 wurden ist ein englisches Boot genonunen. Dann schlösse!: die Engländer ihr RettungÄverk. Sie hatten augenfällig Befehl, :mr sieben Mann zum Erhören mit heftn zu bringen. Zwei Unteroffiziere, die anßenlwrd am englischen Boot hingen, wurden aufgefordert, sofort loszulassen. Sie klämuterten sich rveiter fest und der eine sagte dem englischen Nootsoffizier, daß er verwundet sei, daß eiu Granatsplitter ihm das Bein zerfetzt habe. Llls Anttvort hielt einer der englischen Matrosen ihm eine Pistole gegen die Brust und schrie ihm zu. er solle sofort loslassen., sonst würde geschossen. Dem ymiten, der sich gleichfalls festtlanchverte^ schlug ein anderer Matrose mit dem Seitengewehr solartge ans die Finger, bis ^der Näann losließ und in See zurücksank. Dies alles sah und hörte .Heinrich Schtnidt, der mit etwa zwanzig bis fünsrurdzwau.ffg anderer: Deutschen Mts das Boot zugeschtn-ommen war. Das letztere meldete nach dem Zerstörer, daß es fettig sei. Es erhielt den Beseht, zurückzuke^en, und drehte ab, ohne sich um das Schicksal der seine Hilfe anrrffenden, im Meere treibenden Menschen zu küurntern. Antifcmitifchr Ausfchreitung-en in England. B e r n , 10. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) „Times" meldet aus Leeds : Am 4. Juni kam es antisemitischen Ausschreitungen, bei denen eine tausendkövsige Menge das Judenviertel durchzog und die Ladenfenster der Juden zertrümmerte. Die „Times" ischreibt: Da in England die metallenen Unisormknöpfe knapp werden, führt eine Armeeverordnung die zugelassene Verwendung von Lederkrwpfen und gestickter, statt metallener Gradabzeichen ein. StadtratÄvlchlen in Rustland. Petersburg, 10. Juni. (WTB. Nichdcmrtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphertagentur. Gestern haben die Stadtratswahlen begonnen, die zun: ersten Male in Ru Manch auf der Gramdlage des allgemeinen Wahlrechts vollzöge n werden. Maßnahmen gegen die russischen Fahnenstüchtigen. Petersburg, 10. Juni. WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur: Die vorläufige Negurung stimmt dem vom Justizmuüster ausgearbeitet«n Gesetzentwurf gegen die Fährtenftüchtigeic zu. Außer den im Gesetz vorgewltenen Strafen närd den Fahnenflüchtigen das Wahlrecht zu der konstitttieretrden Versantmlung emzogM. Die Frage, ob die Fahnenflüchtige.t bei der kommettden Agrarreform teilt Land erhalten sollen, wird der Entscheidung der konstituierenden Versainmlung ultterbreitet werde,t. Die Familien der Fa'kmenflüchtigen werden so lange nicht die monatliche Unterstützung ethalten, bis sich diese den Truvper:- teilen .gestellt haben. Unarchistenumzüge. _ Bern. 10. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) „Morningpoft" berichtet aus Petersburg vom 2. Juni. 11000 gutbe,vasft:ete "?lnar- chisten mit schwarzen Bannerit zogen in dm letzten Tagen viermal durch die Hauptstraßen. Abgesehcn: von. kleineren Schießereien zur Nachtzeit blieben sie unbelästtgt. Man envattct aber ernstliche Krawalle zum Pftngstfest und zum Allerseelenoag. Biele Petersburger Fabriken, einschließlich der MmrittottSfabrikeit sind geschlossen, da sie die. übertriebenen Lohire nicht zahlen könnetl. Die Lebensmittelnot in Petersburg ivird beständig schlinrmer. Diele Leute verbringe, t die Nächte vor den Lädw: auf mitgebrachten Matratzen. iUeber Petersburg schwebt infolge gstvisser Gerüchte von bevorstehenden Durchsuchungen und Plünderungen eine bedrückende Atmosphäre. In Kiew, ivv dreitausmo von der Froirt zurückgekehrte Soldaten die Stadt ptlmderten, kaut es, nachdem die Re- Kriegsministerium. .Kriegsamt. Krie gS-Roh sto sf-Aöteilun g. MetaU-Mobilmachnngsstelle. Nr. M. Mob St. 8420/5.17. K.R.A. Zu Nr. M. 1/1. 17. K.R.A. betr. Bronzeglocken. ^ ^ , . . . ^ Be tr.: Tie Amoeisung an die Kommunalverbande zu der kanntmachung Nr. Ll. 1/1. 17. K. N. A., betteftend ,,Be^ schlag nähme, Bestandserhebung und Enteignung sowie frei-- willige Ablieferung von Glocken aus Bronze", vom 1. März 1917. Das Heeresinterefte verlangt eine mit allen Mitteln zu be- schleimigende Ablieferung der beschlagnahmten und entetgneten Bronzeglocken. Deshalb wird für diejenigen Glocken, welche rechtzctttg ab- geliefert werden, eine Präntie gezählt werden. Die Metall-Mobil- machungssbelle ermächtigt die beauftragten Bchörden, für diejenigen Bronzeglocken, toeWje ^ 1. bis zum 30. Juni 1917 ausgcbaut und an die Lammelstellen öder an die in Frage kommenden Eisenbahnstationen abgeliesert lverden, oder . 2. trotz aller .ernstlick>en Bemühmrgen der Abliefermtgspfltchttgeni nicht bis zum 30. Juni 1917 abgeliefert werden konnten, jedoch spätestens bis zum 31. Juli 1917 abgeliefert toerden, außer den UebernahmepreisM eine Pränne von 1 Mk. für das Ki^gramm zu zählen. Die boauftragten Behörden entschetden telbst die Zulchttgrett der PrämienzÄstung im Falle 2. Sie haben jedoch die Pflickst, die Zuerkennung der Prämie von dem Nachtveis des Ablieferungs- Pflichtigen abhängig zu machen, daß ine unternommenen Bemühungen, den Ausbau bis zum 30. Juni 1917 zu bewirkst:, nicht tmrch seine Schtckd erfolglos geblieben siitd. Die beiznbringendeN Nachweise sind aufznbewähren. . Die beauftragten Behörden haben die Prämien, soweit sie den Ablieferern zuerkMrnt ivorden find, vhtte Rücksicht auf die Auszahlung des llebernahmepreises sofott zn vergüten, also auch dann, wenn das Reichsschiedsgericht für Kriegswirtschaft in Anspruch genommen wird. Kriegs die beauftragte Behörde zn zahlende Summe mit einznrechnen. Die Kriegs - Metall - Aktiengesellschaft ist angewiesen, die für die Prämien gezahlten Beträge zu vergüten. Es tvird ersucht, die Glockenablieferer Mtf dem schnellsten Wege in einer geeignet erscheinenden Weise von der Bewilligtmg der voverroähnten Ausbauprämie in Kenntnis zu setzen. Glocken, für die von den durch die Laiweszentralbohörden bestellten Sachverständigen ein musikalischer Wert besä-einigt wird, sind ebenso m behandeln, tmc diejenigen, für die ein mäßiger Ktmst- wert festgestellt ist. Für Läutezwecke kann /gemäß Anweisung § 3) die klemste Glocke im Geläut den Kirck>engemeinden vorläufig belassen werden, wenn keine andere Glocke wegen Kunftwetts n. a. m. erhalten bleibt: es ist jedoch nichts dagegen einzwvenden, daß auch eine größere Länteglocke und in gewisse:: Fällen auch (auf Pfarrkirchen) zwei Läuteglocken zurückbehalte:: werden, tvenn an deren Stelle mindestens das gleiche Gewicht aus Glocken von mäßigem Kunstwert (Gruppe B) abgeliesert wird. Außer Glockengießern haben auch Bauunternehmer, Zimmer- lertte jusw. mit Erfolg den Ausbau von Glocken oorgcn«nmeu. Es empftehlt sich dal-er, auch auf diese Handwerker zuttick-n- greifen, um eine Möglichst große Zahl von Personen mit dem Ausbau zu beschäftigen. Die Zerkleinerung der Glocken aus dem Tu.rm darf nur dann erfolgen, ,ve:n: die Krrcheugemeinde mtsdrücklich damit einverstanden ist oder wenn eine andere Möglichkeit des Auslxrues nicht besteht. Verlangt die Kirchengemeinde, daß »die Glocken in unver- sehrtem Zustande vom Turn: heruntzergebracht werden, so müssen die Glocken durch Winde:: nne» Seile heruntergelassen oder (auf einen Reisighaufen) l)ernntergeworfeu toerden. Erfahrtmgsgemäß bleiben auch bei letzterem Verfahren die Glocken unversehrt. Der Ablieferer hat die Glocken mittels haltbarer Farbe derart zu bezeichnen, daß der UrsprungS-c ort der Glocke deutlich erkennbar ist >Name der Kirchengemeiitde, Ott, Art der Kirche — Neben-, Filial- oder Pfarrkirche). Der Llblieferer hat durch Rückfrage bei der beauftragten Behörde festzustellen, ob die Glocken an die zuständige Sammelstellr oder unmittelbar zur Bahnstation abgeliefett toerden sollen. Im letzteren Falle hat die beauftragte Behörde rechtzeitig einen Eisens bahnwagen znm Trmrspott anzufvrdern. Metall-Mvbilmachungsstelle. Josse. An den Oberbürgermeister zu Gießen und an die Grotztz. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Vorsrel-eude Bekanntmachung ist alsbald ortsüblich zu ver- öfsentlichert. Gießen, den 7. Mai 1917. Großherzogliches Krersantt Gießen. I. V.: H e m m e r d e. Truppenübungsplatz Darmstadt. den 8. Juni 1917. Steckbrief geg. den unten beschriebenen Musketier Ludwig Wagem bach, zuletzt 2. Kompagnie II. E. 87, geb. 1. Jan. 94 zn Lllten-Buseck bei Gteßen, zuletzt wohnbast in Wiesbaden. Luisenstraße 5, ist die Untersuchungshaft wegen Fahnenflucht verhängt. ES wird ersucht, ihn zu verhaften und an den unrerzeich- uerenTruvpenteil oder an die nächste Militärbehörde zun, Weitertransport hierher abzuliefern. U. Ers.-Bßtl. Ini.-Hefit. 117 gez. Freiherr von >stcin Hauptmann I und Rätaillonsmhrer. Beschreibung: Alter 23 I., Statur: mittel, Augen:—, Mund: gewöhn!., Gesicht: Sprache: —, Größe: 1,67 »>, Haare: blond. Nase: gewöhnt, Bart: Schnurrbart. Gesichtsfarbe: — . Besondere Kennzeichen: Narben amHalö.Kleidung: verntutlichUniform des Regiments 87. 45301) einige forp Wiesen mir gutem Grasstand zu pachten geseicht. Schriftliche Angebote unier 4480 an den Gießencr Anzeiger erbeten. und 2miei- 100 000 Stück, weshalb"ich bei Abnahme grösserer Mengen Vorzugspreise einränmen kann. Ferner 3590a sämtliches Zubehör empfiehlt preiswert L-ifog. M tapl.“ Spesial-Photo-HauS Kt enzplatz 9. Bestellungen aus dem Felde werden prompt erledig;. Achtung. Statt besonderer Anzeige. , .altern mittag 2 Uhr entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber, guter Mann, mein^^uter bchwiegervater, Großvater und Onkel ^ ter im vollendeten 64. Lebensjahre. Dies zeigen tief betrübt am Frau Bettchen Nunenthal geb. Katz Frau Else Nunenthal Witwe geb. David u. Kind Watzenborn, den 11. Juni 1917. 2 Uhr findet Dienstag, den 12. Juni, nachmittags ftfe : i Danksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahm, und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Knieper bei unserem schweren Verluste sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Michael Schmitz, Kgl. Hegemeister, a. D. Krofdorf, Gießen, 7. Juni 1917. 4520 Herr Daniel Nunenthal m Zum Sammeln bcc Stamtnc (OTatricai-ia chamomlll») ist jetzt die günstigste Zeit. Sie darf nicht versäumt werden, wenn diele wertvollen Bluten nicht umkommen sollen. Kindern , und Erwachsenen bietet sich Gelegenheit, neben Betätigung ihres vaterländischen Sinnes auch ihre Sparbüchse zu ! ^ Garte nbaukolonie Ltch will die Sammlung f&SFl ’Trocknung dieser Heilpflanze im groben Mahstabe m 1 Unb Inlu nröhere Mengen entgegen und sahu für das Psd. 20 Pfennig. Die frisch gepflückten k£W Bluten wolle man an Herrn Apotheker Weber-Lich, HoftApolheke, abliefern. Die Herren Lehrer der Umgegend Znb Oberen, ihre Schüler darauf hmzuweisen und sie zur Sammlung zu veranlassen. Lich, den 5. Juni 1917. 446 ID Gartenbaukolonie Lieh» verschwinden bald nach Ge brauch von Karns 4270 Hiihnerouqenmitteln Zentral - Drogerie Schnlstrasse. Fahrräder | Mäntel, Schläuche, Repa- iratur- und Zubehörteile stets am Lager. Willi. Meissinger II. Kesnelbaeh. Telefon 13 3192 _ Amt jjonborf. Rollmops Stück ' Muscheifleisch in te ^er-Dofe Mk. 8,80, 1'Pfd.-- „ „ 1 , 40 ; Fischklöse Rote Rüben,*?“'. Mixed-Pickles 8-Ltr.°Dose Mk. 13,75, in Glasern Mk.-.72, l',25. ä'ob’i Salzgurken "°s gtürf lakob Matsrntis Ecke Klinik* «ne nnd Frankierter Straße. liefert sofort in jeder Grütze und Menge in Gutz u. Stahlblech, emailliert u.rnoxydiert, auherst billig. Einige hundert Keflel am Lager. Grötztes Spezialgeschäft am Platze. Grotzes Lager in Sflniifiifn,§eri)ci!,lttüel= öifit,Melritiii|ifen,M= töpfksi, Wasscleiseil iinii Kaffccröstttil Wiih. Bürbeck Nachf. EHczatraßc 6. Teleph. 283 Nessel bOewührteß Dbrikat. garanttert vorzüglich zum Honigkochen, Schlachten, Wäsche- und Futterkochen, empfiehlt in großer Auswahl August Lotz Wieseek, -«->» Telefon 1079. Irl werden eichungösähig her> gestellt, sowie ikeue Schnell n. Deziinalwage zu verkaufen. Karl Schmidt. Neuenweg 42.