Kr. *28 Ter efcfctfter Kn^ef erscheint rechlich, außer EonntagS. - Beilagen: Htehener ^amttienblätter; Kreisblatl für Len Ureis Gießen. vezngspreir: monatl. 90 Pt., viertel- jährl. Mt. 2.65: durch Wbhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePoft Mk. 2.45 viertel* jäl)rl. auSschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: >ürdieSchrist!eilullg112 Verlag,Gejchä'tsftelleöl Auschriü für Tralitnach» richten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt 16?. Jahrgang Postscheckkonto: Frankfurt a.M. ll686 AiMk!g5nmööru-I „.Verlag: vrichl'sche llnio..8uch. a.sreindrackerei «.Lange. Schrlstlettang, Seschästsgelle ll. Druckerei: Schulstr. 7. Montag, 4. Zm>> M Annahme von Hiiju i *. die TageSnunuuer i .s -umNachmitlag vorher. Zeilenoreis, t. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Ser-' inietungen u. Stellenge-- suche 1bPf., auswärts 25 VI, b. Platzvorschrftt 30 Pf., Reklamen 75 Pi.» bei Platzvorschrift 96 Pf. Hauptschristleiter: Aug.. Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: 2l."a. Goetz. Stadt m o Lcr^S, Vermischtes inGc-- richtssaal: Fr. R. Zern., Anzeigenteil: H. Beck' sämtlich in Gießen. Vankverkehr: Sewerbebank Gießen (WDB.) Grotzes Hauptquartier, 2. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Wie an den Vortagen war sie Karnpftäligkeit der Artillerie im Wptfchaete -Bogen gesteigert. An der Ar ras -Front war das Feuer, besonders bei Lens und auf dem Nordufer der Smrpe, stark. Bei Erkundungsgrfcchteu machten unsere Stotztruppen etree Anzahl Gefangene, darunter auch Portugiesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Bei A l l i m ft n t , nordöstlich von Soissons, führten ein hamroversches und dn westfälisches Regiment, wirksam unterstützt durch Teile einer bewährten Sturnrtruppe, Artillerie, Minenwerfer und Flieger, einen Angriff mit vollem Erfolge duvck In überraschenvern Ansturm wurde die ft anzö fische Stellung in etwa eintausend Meter Ausdehnung gelwmmen und gegen wiederholte Gegenangriffe gehalten. D r e i Offiziere, 1 7 8 M a n n sind gefangen und zahlreiche Masthinengewehre und Minenwerfer erbeutet morden. Längs der Aisne und in der Champagne, auf beiden Suippes-Ufern und nördlich der Maas war die Feuer- rärigteit zeitweilig rege. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Neues. * Im Mai sind im Westen 237 Offiziere, dabei ein General, und 12 500 Mann an Gefangenen. drei Geschütze, 211 Maschinen-, 437 Schneil- l^egewehre und 18 Minenwerfer als Beurc von unseren Truppen eingebracht worden. Auf drnn Oestlichen Kriegsschauplätze hat sich die Lage nicht verändert. Mazedonische Front. Auf dem westlichen W a r d a r -Ufer warfen bulgarische Bataillone den Feind aus einer Vorpostenstellung bei Alcak Mlch und wehrten mehrere Gegenstöße ab. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. (WTB.) Grobes Hauptquartier, 3. Juni. (Amtlich.) Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Im Wyrschaete-Abschnitt hat der starke Artillerie- kampf auch gestern angehalten. Zwischen Lens und Queant blieb gleichfalls die Feuercätigkcit lebhaft. Nachts griffen die Engländer bei Loos, am Suchezbache und nordöstlich von Monchy an. Sie wurden ab gewiesen. In einzelnen Grabenstücken südwestlich von Lens wird noch gekämpft. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Die Gefrchtstätigkeit längs der Aisne und in der Cham p a g ne war im allgemeinen gering. ErkmHungsvorstößc unserer Stoßttnpps brachten am Che m i n d e s D am e s . südöstlich von F i l a i n. mehrere Flammenwerfer, an der Aisne fünfzehn Gefangene ein. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Auf dem rechten Maas? Ufer wurden bei Hautdiau- uwnt. Combres und St. Mihiel mehrere französische Aufklärungsabteilungen zurückgeschlagen. * In der Nacht zum I.Juni bewarfen englische Flieger ein im Etappengebiet befindliches Lager mit Bomben, die von den französischen Gefangenen einen Ä-cann töteten und einundneunzig verwundeten. Unsere Flugzeug-Geschwader haben vor der Arras- und der Aisne-Front mit erkannter Wirlung Boniben auf Bahnanlagen, Munitions- und Tnrppentager abgervorfen. In Luftkämpfen und durch dlbwchrfeuer haben die Gegner gestern 10 Flugzeuge verloren. Auf dem Oestlichen Kriegsschauplätze ist die^ Gesamt läge unverändert. ., J. e . r Moldau sind in den beiden letzten Nächten zwi- ien worden^ ***** Putna-Tal rumänische Vorstöbe abgewie- Mazedonische Front. ... des Wardar sind südlich von Huma und bei ?!'- Zugriffe mehrerer feindlichen Kompagnien vor v.- - , -<,'a)en Stellungen verlustreich gescheitert. Der Erste Generalquartiermeister ^ Ludendorff. Die Abendberichte. B e r l i n. 2. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Die Lage ist unverändert. B e r l i n . 3. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Im Wyt- schaete-Bogen stärkster Feuerkampf. Der französische Ministerpräsident Ribot hat in einer großen Rede, die er in der Kammer hielt, erklärt, daß er den französischen Sozialisten die Pässe für ein® Reise nach Stockholm verweigern werde. Cr hat dazu eine recht klare und deutliche Begründung gegeben, die unsere Leser im ausführlichen Bericht über die Kammersitzung finden. „Der Friede kann nur ein französischer Friede sein." „Kann man sich in dieser Stunde mit jenen, die unsere Feinde sind, besprechen? Nein, der Friede kann nur aus dem Sieg hervorgehen. Tie Regierung darf nicht die Verantwortung dafür übernehmen, die Reise nach Stockholm zu „genehmigen und zu erleichtern." Die Rede entfesselte, wie es in dem Bericht heißt, „außerordentliche Begeisterung", und die Abgeordneten erhoben sich und brachten dein Redner eine Huldigung dar. Frankreich hofft also noch auf den Sieg. Das crus- geblutete, schwer unter den Härten des Krieges stöhnende Volk will dennoch von einem Frieden ohne Annexionen und Entschädigungen nichts wissen! Wir erkennen daraus, welche Bürgschaften uns die sozialdemokratischen Frieden.sidea.le bringen würden. Die andere große „Demokratie", Amerika, verweigert ihren Sozialisten ebenfalls die Pässe. England fordert, wie das Reuter-Bureau festlegt, von den nach Stockholm reisenden Arbeiterparteilern, daß sie in Idußland den Krieg gegen das „räuberische Deutschland" propagieren sollten. So steht es in der Welt, so sieht die Wirklichkeit aus. Wird es der deutschen Sozialdemokratie nicht darüber im Busen bang? Sieht man nicht endlich ein, daß sich die ungleiche Denkungsart der Völker nicht aus der Welt schaffen läßt? Daß nicht theoretische Formeln die Weltlage regeln können, sondern daß die Interessen- und Machtfragen der einzelnen Völker immer und ewig entscheidend mitsprechen werden? Deutsche, rechtsstehende Blätter bedauern es, daß unser Reichskanzler nicht ebenso wie Ribot gesprochen habe. So sagt z. B. die „Tägl. Rurtdschau": „Eine nationale Gewissenserl ei chternng angesichts der Stockholmer Anmaßungen wirre es gewesen, wenn von verantwortlicher Stelle bei u n s festgestellt worden wäre, für Deuts ch l a n d könne es nicht den Frieden einer Partei, sondern nur einen deutschen Frieden geben. Leider hätten wir ja freilich deutsche Vaterschaft an dem Stockholmer Wechselbalg nicht ebenso guten Gewissens ableugnen können, wie Herr Ribot französische. Liber es wäre doch auch für eine deutsche Regierung noch möglich gewesen, zu bekennen, daß nur der Sieg der Vater des Friedens sein könne, nur der deutsche Sieg des deutschen Friedens. Aber auch dieses Mögliche, Notwendige ist gegenüber dem erschlaffenden Stockholmer Treiben bei uns nicht gesagt worden. Es blieb dem französischen Ministerpräsidenten Vorbehalten, zu sagen, was wir leiden." Das Blatt vergißt, daß die Reichspolitik nicht nur Ziele, sondern auch eine Taktik haben muß. Wir haben der Politik des Reichskanzlers nicht uneingeschränkten Beifall gespendet, dürfen aber vielleicht annehmen, daß er sich jetzt der Wirkungen freuen wird, die diese Rede Ribots aus die Russen haben mag! Bemerkenswert ist die Art, wie der „Vorwärts" die Haltung der Regierung Frankreichs beurteilt: „Herr Ribot hätte dieser Glückwünsche lalldeutscher Blätter) nicht bedurft, um ein zu sehen, daß er eine große Dummheit begangen hat, vermutlich weiß er eJ ohnehin. Er weiß, daß er durch seine Handlungsweise in einen inneren und äußeren Konflikt hineintreibt mit der französischen Sozialdemokratie und dem russischen Verbündeten, aber seiner Greisenhand hat die Kraft gefehlt, das Fahrzeug in rasender Fahrt plötzlich umzusteuern. Darum hat er sich, was die engen Stirnen imd rauhen Kehlen seiner Beisalls- garde nicht begriffen, einen kleinen Seitenausgang offen gehalten: Die Regierung, sagte er, werde noch Pässe nach Rußland ausstellen, wenn die Zusammenkunft von Stockholm von der Bildfläche verschwunden sein wird." Das Blatt enthält sich jeder temperamentvollen Aufforderungen an die französischen Genossen. „Es fällt uns gar nicht ein, sie mit Ratschlagen zu versehen, die bei dem leider nun einmal herrschenden Mißtrauen mißdeuter wer- könnten." „Hauptsache aber ist dies: Die Form ist hier nichts, der Geist ;t Lieber ein Bäckerdutzend Franzosen, das ungehindert, »veil -sährlich, in Stockholm konferiert, ist uns eine starkePartei, nicht durch ihren Willleu, sondern durch den Zwang äußerer tcnwe von dem Orte der internationalen Verständigung fernsten wird. Wenn ein Teil des ftanzösischen Volkes den W i l - zu Stockholm hat — was kommt es darauf an, ob fran- che Hosenböden auf schwedischen Stühlen abgewetzt werden? l l die französische Sozialdemokratie für beit frieden arbeiten, i kann sie es tun, auch wenn der grimme Gott Mars gegen sie Herrn Polizeikommissar zu Hilfe ruft." Der Vorwärts" läßt sich also anscheinend von den r k l i ch k eiten, die ihm bei den Friedensutopien be- ien nicht belehren. Wir dürfen aber hoffen, daß die Zahl deutschen Gemeinde doch wohl abnehmen lutrb, .die um würdiger Ideale und Einbildungen willen auf dre Aus- ung unserer Ueberlegenheit in diesem Kriege verzichten Die öfterrerchisch-uttgarischen Tagesberichte. Wien, 2. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart.- O e ft l i ch e r und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a y. Heute früh scheiterte bei Gö rz ein feindlicher Ueber- fall. Sonst am Jsonzo nur Geschützkamps und sehr rege Fliegertätigkeit. Unsere Kampfflieger schossen im Luftkampf zwei feindliche Flugzeuge ab. An der Tiroler Front holten im Monat Mai unsere angriffsfreudigen Truppen acht Offiziere, 728 Mann, zehn Maschinengewehre und drei Granatenwerfer aus den feindlichen Stellungen. Der Chef des Generalstavs. EreignissezurSee. Vom! 31. Mai zum I.Juni herrschte im Golfe von Triest und im angrenzenden Küstengebiet eine rege nächtliche Füegertätigkeit, wobei unsere Seeflugzeuge die Bahnanlagen und andere militärische Objekte in Servgnano und San Giorgio di Nogaro mit beobachtetem Erfolge mit Bomben belegten. Feindliche Fliegerangriffe ans Triest und Umgebung töteten einen Knaben. Sachschaden wurde nicht an- gerichtet. Bei der nächtlichen Verfolgung gelang es unserem erfolgreichen Flieger-Linienschiffsleutnant Banfield, ein feindliches Flugzeug im feindlichen Gebiet abzuschietzen Wir haben kein Flugzeug eingebüßt. Flo ttenko mmando. Wien, 3. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirtz verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Im Putna-Tal wurde ein Vorstoß rumänischer Trun pen blutig abgeschlagen. Italienischer Kriegsschauplatz. Im San Marco-Gelände bei Görz warfen die Abtei- lungen des Hauptmanns Sonnewend den Feind mit einem schneidigen Vorstoß aus seinen vordersten Gräben. Er ließ 10 Offiziere, 500 Mann und vier Maschinengewehre in unserer Hand. Italienische Flieger bewarfen Triest und andere isrnsche Plätze mit Bomben. In Triest wurden eine Frau und ein Kind getötet. An der Südtiroler Front zahlreiche Luftkümpfe. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef des Generalstaps. * * * Weitere Kundgebungen dü5 Kaisers. Berlin, 2. Juni. (WTB.) Kaiser Wilhelm sandte an den Kronprinze n des Deutschen Reiches und an den K r o u p r i n z e n o o n B a y e r n folgende Depeschen: Seiner Kaiserlichen Hoheit dem Kronprinzen des Deutschen Reiches! Au, Meiner Frontreise konnte Ich-nur Mordnungen der Armeen sprechen, die unter Deiner Führung in den letzten beiden Monaten den großen Dur ch b r u ch s v e r s u ch der Franzosen an der Aisne ftnd in der Champagne zum Scheitern brcrck>- ten. Ich beauftrage Dich, allen Führern und Truppen, die in den schweren Wochen ihr ganzes Wollen und Können, ihr Blut und ihr Leben einsetzten, und an deren stahlt) arte ui Willen des Gegners Ansturm zerschellte. Meinen und des, Vaterlandes Dank zu übermitteln. Die deutsche Heimat ist stolz auf ihre tapferen Söhne und voll Vertrauen, daß neue Kämpfe anck neue Siege bringen werden. Das walte Gott! gez. Wilhelm. Seiner Königlichen Hoheit dem Kronprinzen von Bauern. An den Sckllachtseldern von A r r a s haben die unter Deiner Führung fechtenden Truppen aus allen deutschen Gauen in den lchweven Kämpfen der letzten beiden Monate Englands kriege- rische Absichten an dieser Stelle zum Scheitern gebracht. Stahlharter Wille und feste Siegeszuversicht sprach aus den Angen derer, die Ich während Meiner Reise sah. Das gleiche Gefühl beseelt die ganze Armee. Mit mir dankt das deutsche Vaterland seinen Söhnen für ihre opferfreudige Hingabe an unsere große deutsche Sache. Ueberbringe allen Führern und Truppen diesen Dank, der gepaart ist mit dem Vertrauen, daß wir mit Gottes Hilfe auch die weiteren Kämpfe siegreich bestehen werden, gez. Wilhelm. Ehrung Ludendorsss. Berlin, 2. Juni. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser richtete an den Ersten Generalquartiermeister General der Infanterie Ludendorff nachstehendes Anschreiben: Die deutschen Heere haben im Westen den in diesem Frühjahr von den Franzosen und Engländern mit starker Uebermacht und allen Mitteln der Kriegsftkhrung unternommenen getvaltigen Ansturm siegreich abgeiviesen und die Erreichung der »veitge'ck-ck en Ziele des Feindes verhindert. Dieser großarckge Erfolg ist u.den der unvergleichlichen Tapferkeit rmd der beispielslv.- chiien Ans. dmi-er der beteiligten, aus alleii deutschen Gauen stammenden Truö- pen und ihrer umsichtigen und tatkräftigen Führung durch de Generale und Oplziere aller Dienstgrade den wm General- stab vorgesa>lagene.n und von allen mitwirkenden Stellen mit erndringendem Berltäudnis und freudiger Hin^b.mg d> vorausschauenden, vorbereiteten geführten, weit / Maßnahmen, bis hauptsächlich in Ihrer Land lagen, zu verdanken. Als Zeichen Meiner besonderen Anerkennung Ihrer hierdurch erworbenen neuen Verdienst-.' und als Ausdruck Meiner fortdauernden be,anderen Zuftiedeiiheit mit Ihren vortrefflichen Leistungen l^lle ich Zic hierdurch) ä Ki suite des niederrheinischen Füsilier- megrmenlS- Nr. 39. Sie treten in dieser Ehrenstelle wieder in enge Verleihungen zu dem Regiment, dessen hervorragender Kommandeur «gewesen ;ind, und das _fid> auch d-ank Ihrer zielbenmßten Aus- mldung in den: jetzigen .Krieg überall aufs beste bewährt hat. Großes Hauptquartier, 1. Juni 1917. gez. Wilhelm. * * Die KriegHziclc Oesterreich-Ungarns. Wien, 2. Juni. lDTB. Nichtamtl.OSeit rfrxiqabe der Erörterung über die Kriegsziele der Monarchie folgen in der Tages- vrefse zahlreich)-: bemerkenswerte Artikel aufeinander, ans denen deutlich hervorgelch, nach welcher Richtung sich die öffentlick>e Meinung in dieser Angelegenheit entwickelt. Es wird dabei allgemein an der Erklärung Czernins festgel-alten, daß gegen Rußland keine aggressiven Absichten in Oesterreich-Ungarn vorhanden sind, und daß an iein: Vermehrung der Macht Oesterreich-Ungarns auf Kosten^Rußlands gedacht wird. Auch die Neuregelung der polnischen Fange nrird in dem Sinne ausgelegt, daß dadurch die Gestchrmögliv> ire)i für die Zukunft ausgeschaltet und die Her- sveUrrng eines dauernden, friedlichen Verhältnisses zu Rußland erleichtert )vird. Allgemein wird auch verlangt, daß es dem Panslawismus unmogUrf; gemacht iveroeu müsse, in Zukunft nochmals an Serviert und Nkommegrs Stützpunkte gegen Oesterreich-Ungarn Z,n gewinnen. Ern ".sachgemäße Regelung der südslawischen Frage müsst dazu beitragen. Das Serbien der Vergangenheit dürfe nicht hwett/'p slZpen. Für di. Befriedigung der wirtschaftlichen Bedürfnisse Oesterreich-Ungarns an der Adria erscheine allgemein die Sicherung i v . >n Cattaro durch die Beherrschung des L o v c e n unbedingt erforderlich. Ein autonomes Albanien in freies- iianvi . , ^..^wrrtinug und in Anwhnung an die Mon- archu' rvird als ein-.' ntere Maßnahme in dieser Richtung für notwendig erklär:. Was -£ii erhöhtem ausgiebige tr Schutzc gegen- ine künftige Erneuerung italienischer A n g r i f f s l u st nötig erscheint, sollen die Feldherren der Monarchie entscheiden. Als unbedingt ge- boten wird idou jetzt die Befreiung der Tonaustraße von willkürlichen Eingriffen von Serbien oder von Rumänien her bezeichnet. Srwwhl tn Oesterreich wie in Ungarn wird die Sicherung der freien Schiffahrt aus dem Adriatischen Däoeve und auf der unteren Donau «geradezu als ein L w? ns ime resse der Monarchie erklärt, für das durch Bereinbarnng-an über eine gemeinsame Zollpolitik und ähnliche Abmachungen ernste Bürgschaften gewonnen werden müssen. Werter minie für die teilweise Wiedererstattung der n n e r m e ß l i ch e n in a t e k i e l l e n Opfer die der Krieg der Monarchie ausgenötigt hat. eine geeignete Form gesunden w '‘]a VMV ‘ l n l i vi, k i j iv. yi-vivjjiuiu (j v t m yv | U.I l4JX.it 'werden, die nicht ans Rach ucht oder dauernde Beschädigung ausgeht, ediglich den Bedürmisseu der österreichisch-ungarischen sonder): lediglich ...... Wn-Hchastserne-.l-crung entgegenkommt und durch sie bestimmt wird. Die publizilttschm Auseinandersetzungen über diesen Gegenstand ) rahmen inzwiscl>eu isweit Fortgang. Der französische Ministerpräsident über Krieg und Frieden. Paris, 1. Juni. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Kammer. In seiner Rede erinnerte Mnisterpräsident Ri b ot ^daran, daß eit einiger Zeit von dem Plane einer zwischenstaatlichen Zusammenkunft die Rede fei; die Sozia/listen aller Lander, deutsche nnd österreichische mit eingeschlossen, sollten zusammen treten. Er hat schon das Ergebnis gehabt, die öffentliche Meinung zu verwirren und die sozialistische Partei selbst zu spalten. Der erste Uebelstand einer solchen Zusammenkunft ist es, daß sie die Vermutung auskommen lassen könnte, eine Partei könnte Anspruch haben, sich an die Stelle der Negierung zu setzen. Der Friede von morgen kann nicht das Wlerk einer Partei sein, möge es sein!, -welche es '.volle. Wenn die Sozialisten zusammcnkämen, um die Kriegsziele zu prüfen, so würben morgen die Katholiken dasselbe Recht haben. Der Friede k a n n n u r ein französischer Friede sein. Er wird die Hoffnungen des ganzen Landes kurz 'Zusammenlassen müssen. Wer kann das Land vertreten? Die Re- chcrung ist cs,'die mit den Kammern zusammenarbeitet und die die Kammern, wenn der Augenblick dazu gekommen sein wird, darum ersuchen wird, sie mit Ratschlägen durch Vermittlung ihrer Ausschüsse, denen sie alles Mitteilen rvird. zu unterstützen. So lverden wir handeln müssen. Ich bin sicher, daß das die Meinung des ganzen Landes ist. Kann man sich in dieser Stunde mit jenen, die unsere Feinde sind, besprechen? Mit denen, die nicht ein Wort hatten, um die Verbrechen zu mißbilligen? Jetzt, wo ein Teil des Landes noch durch den Feind besetzt ist, kann man da mit ihm Besprechungen aühalten? Ich weiß, daß. wenn ein derartiger Plan Wirklichkeit würde, er in der öffentlichen Meinung Verwirrung Hervorrufen tvürde. In dieser Sttinde ist es erforderlich, daß man m dem Endabschnitt des Kitteges alle Energien sammelt. Wenn man das Land glauben machen würde, daß der Friede aus derartigen Zusammenkünften hervorgehen kann, welche Ergebnisse Hütte dies? N c i n , der Friede kann nur ausdem Sieg her- Vorgehen! . Diese Versicherung entfesselte, wie die Agence Havas meldet, aus allen Banken, außer ans einem Teil der äußersten Linken, außerordentliche Begeisterung. Die Abgeordneten erhoben sich und brachten dem Redner eine Huldigung dar. Ribot fuhr fort: Was würde man auf der anderen Seite des Ozeans denken, in dieser Republik der Vereinigten Staaten . wo man sich vorbereitet, uns so wertvolle Hisse zu bringen? Nenn, meine Herren, die Negierung kann sich nicht einen derartigen Präzedenzfall schassen lassen; siedarfnicht dieVerantwor- tun g da f ü r ü ber n e h m e n , die Reise n a ch S t o ckh o l m V* 3 € J 1 p fr 'n i fl c n u n b 5 u e r t e i cf) t e r n. Sie kann dabei keinen Zwersel haben an dem Patriotismus unserer Kollegen. Ribot wies daber aus die Sozialisten Ribot brachte sodann den Gefühlen seine Huldigung dar, »velche den rufst, chen Verbündeten Frankreichs beseelen. Diese werden, fuhr Ribot fort, sicherlich die Gründe begreifen, die in der gegenwärtigen stunde gewisse Unterhaltungen nicht gestatten. Die franzöttsch-' Regierung hatte bereits Gelegenheit, ihrem Mitgefühl und der Bewunderung für die mutigen Männer Ausdruck zu geben welche die rmsische Regierung in die Hand genommen haben, nnd sie hat mckts vcimachläi'ftgt, um der russischen Regierung, zu der sw che fraiv'onichcn Mimster entsandte, wirksame Unterstützung an- gedclhcn zu lassen. Wir werden weiterhin die engsten Begebungen ru der ruffiicken Regierung unterhalten. Wir entsandten bereits nach Petersburg (zu den 'Sozialisten, drei Ihrer Mitglieder. Wir werden noch P ä s s e z u r R e i se n a ch P e t e r s b u r g ausstellen wenn die Zusammenkunft in Stockholm von der Bil'dfläckw verschwunden lern lüirb. «"Lebhafter Widerspruch. Ironisch Ausrufe Erus ^ äußersten Linken.) Ich sagte, die Regierung würde Pässe nach Petersburg ausstellen, wenn die Franzosen bei der Reise durch Atockhmm nicht die Gefahr laufen würden, wider Willen mit den ™ /reinbeS zgisammenzutreffen. Wir können nicht die öffentliche Meinung durch diese verfrühten Friedensgerüchte in Verwirrung bringen lassen. Wir wissen, woher diese stammen. Der Feldzug wurde mtt frecher Kühnheit begonnen. Sagte man nicht da» mtt Rußland ein Angriffsbündnis und nicht ein Verteidigungsbündnis b'stehe, daß der Präsident der Republik selbst es aw'gesetzt -abe. Das ut cm^ dftederträchtigkeit. Tie russische Regierung wird m: Einverständnis mit der französischen Regierung demnächst alle Dokuments veröffentliche)!. Ribot legte werter dar, daß der ab- schenlia>e ^eidzug die Streiks auszubeuten versuchte, welche ihr Entstehen nur den Schwierigkeiten des Lebens verdanken Die Regierung, schloß Ribot, ist überzeugt, daß die öffentliche Meinung Vfi E verwirren laffen wird.. Die Kammer und das Land werden Lhre Pflicht mcht verirachlässigen. Di- wurde, außn von einem T-il der äußersten Linken, Mtt lang anhaltendem Beifall ausgenommen. Paris, 1 Juni. ^WTB.) Meldung der Agence Havas. Die ^^^^^Eheime Sitzung um 7 Uhr 10 Minuten msmm mw toteo morgen am 2 J®c vneder erMrett ,-^älntliche Parteien des Senates nahmen in .einer gemcin- ick>asttichen ^Sitzung ihrer Vertreter einsttmmig folgerrden Beschluß an: „Alle Staatsgrupp.m erklären, daß die verantwortliche Regie- rungallein das Recht l>at, über die Fragen, welch« das Dasein icnd die Würde des Vaterlandes angehen, außerhalb des Landes zu verhandeln und zu beschließen, die Regierung über die Haltung, die u« bezüglich der Stockholmer Konferenz einzunehmen gedenkt, zu befragen."" Infolge dieses BesckLusses ist eine Anfrage, gezeichnet von den Obmännern aller Senatsgruppen, eingeb'racht worden. Amerikanisches Geld für Frankreich. W a s h i n g t o n , 2. Juni. (WTB.) Meldung des Reuter- schen Tureuus. Die Regierung hat Frankreich weitere 100 Millionen Dollars vorgeschossen, insgesamt also 200 VMionen. zu- Die Revolution in tzutzland. Die innereren Wirren. Bern, 3. Juni. (WTB. Nichtamtlich) Lyoner Blättern wlge ließ der lokale Arbeiter- und Soldatenrat Sebastopols den Kommandantm der Stadt, P e t r o w , toelcher die militärischen Befehle des Ahmrrals Kvltschak, des Befehlshabers der Schwarzen Meerflotte aussührte, verhaften. Kvltschak verlangte dessen sofortige Freilassung, welche jedoch vom R!at verweigert wurde, woraus Kvltschak telegraphisch seine Entlassung cinreichte. Minister T ) « r e t e I [ i wurde von der Regierung beauftragt, eiligst nach Sebajtopol zu reisen, um den Stteil beizuleigen. Den letzten Nach- nchtm zufolge soll der Angelegenheit keine Folge gegeben werden und Kvltschak dürpte wohl im Amt bleiben, nachdem der Soldatenausschuß der Schwarzen Meerslotte ihm sein Vertrauen >rusgesprochen hat. Die Zuftäirdc im russischen Heer. Stockholm, 2. Juni. (WTB.) Auf dem Petersburger Kongreß der Mgeordneden von der Frortt sprach nach einein Telegramm atls .Haparanda der Beirat des Ministeriums des Auswärtigen, Oberleutnant Ja kn bo wi t sch über die Desertionen an dev Front. Er erklärte, die Zahl der Falmenslüchtigen umfasse jetzt Millionen. Die Iiegierung müsse daher von den Soldaten selbst und den Bauern dabeiml in dem Kampf geg«: diese gesährlick)ie Erlck-einung unterstützt werden. Auch die «Trunksucht rin Heere nehme immer schrecklichere Firmen an. Petersburg, 2. Juni. (WTB.) Meldung der Petersburger ^Aegraphen-Agentur. Kriegsminister K e r e n s k i j ist in Kiew eingetroffen, wo er mit besonderer Feierlichkeit empfangen wurdet In einer Rede über vcrsckriedene'die Oefsentlichkeit interessiecendeii Fragen erklärte er u. a.: Während meiner Reise an der Front habe ich feststellen können, daß die Verbrüderung keinen so allgemeinen Umfang angenommen hat, wie die behauvtet wurde. Die konstituierende Bersammttrng wird nicht vor dein Monat November einö-erufen werden köirnen, denn es ist unmöglich, die Beoölkerring für die Wahlen von den Feldarbeiten zu reißen. P e t e r s b u r g, 3. Jnni. (WTB. Nickamtlich.) Meldung.der Petersburger Telegraphen-Agentur. General Alexejew hat an die A b g e o r d n e t e n der Front, die im H a u p t g u a r t i e r versammelt waren, eine Rede gehalten, in der er aus die Ver- minderung der Truppen an der Front hinwies und seine Trauer über die Auflösung von 1h, Millionen Soldaten in einzelne Trupps ausstwach Er «rmahrrte die Soldaten, auf ihre Kameraden einzu- wtrken, daniit dem Feinde ein Frieden auserlegt iverden könne, wie^ihn Rußland wünsche Wenn die Alliierten das Vertrauen zu Rußland verlören, würden sie dann seine Freunde bleiben? Die Feinde ^aber würde): immer Feinde bleiben. Der General lüstete ernen Helm und grüßte die Soldaten. Ein Soldat erwiderte, die voue Zeit zeige sich bereits. Mle Truppen würden bereit sein, auf Befehl des Gnrerals zu marsckiieren. Alexejew umarmte den L-prcckr-er und dankte ihm, daß er sich den nationalen Geist bewahrt lyoJK. Große Kündgebungen begleiteten die Worte des Generals. Ein Aufruhr in Finritand. ©tockholm, 2. Juni. (WTB.) „Svenska Dagbladct" erfahrt aus Haparanda: Der großeStreikin der f i n n v- ch e n Stadt Abo breitet sich immer mehr aus. Die strei- enden Milizleute zwingen niit Revolvern die Geschäftsleute und Bankbeamten, ihre Lokale zu schließen. Der Stadtrat ist seit Mittwoch im Rathame eingesperrt. Dabei ist nur noch für zwei Tage Brot vorhanden und der Flcischmangel nimmt rasch zu. Der Ausschuß der Werkstattenarbeiter im Abo- Alartds-Festnngsgebiet droht mit einem bewaffneten Einschreiten, falls die Ruhe nicht wiederkehrt. Die Einwirkung Rußlands auf die Entente. B« rn . 2. Juni. (WTB.) Di« „Times'" meldet aus Petersburg ttom 27. Mai: In der Sitzung des Rates der Arbeiter- und Sol d a te na bgeo rd ne t en berichtete der Berkchrsminister Tseretelli über di« Besprechungen mit den Botschaftern der vlllnerten. Drese lhätten die Frage, wie sich ihre Regierungen zu der neuen Politik der vorläusigen Regierung stellten, befriedigend beantwortet. Aus di« Frage, ob ein Nachprüfen der bestehenden Verträge angängig sei, erwiderten sie. das hänge von der öffentlichen Meinung in den alliierte): Ländern ab. Die Frage, ob die Regierungen der Alliierten'dagegen Bedenken hätten, daß die sozialistischen Minderheiten ihrer. Länder mit den russischen Sozialisten in Fühlung träten, sei vost ilmen ausweichend beantwortet ivorden Tseretell: sprach die Ansicht aus, daß die russischen Sozialisten bereits Bedeutendes in der Beeinflussung der Alliierten geleistet und erhebliche Erfolge in der austvärtigen Politik erzielt hätten — Der Berichterstatter der „Times"" bemerkt, daß die Petersburger Telegraphenageutur die britische Presse, mit Ausnahme ihrer radikalsten Organe, planmäßig übergehe. * * * Die sozialdemokratischen Konferenzbeftrebungen. Stvckhvlm, 2. Juni. (MTB.) Der holländisch- f k a n d: n a v: s che Ausschuß der Stockholmer Kotifevenz telegraphierte am Freitag an beu Arbeiter- und Soldat enrat in Petersburg, daß die Absicht bestehe, möglichst bald enre allgemeine Konferenz Mer sozialistischen Parteien der neutralen Länder, der Entente- und der Mittelmächte einzuberufen. Es sei jedoch rmmöglich, dem Zeitpunkt für dre Zusa)nmenk)inft fes^useszen, bevor man sich mit den Vertretern der russische):, englisck>en und französischen Sozialdemokratie beraten habe. Die russischen Abgeordneten werden daher anfgesordert, zwischen dem 10. und 15. Juni rn Stockholm zu sein. Im gleichen Sinne wurde auch an Tseretelli und Axelrod telegraphiert. Die Vorberatunaen mit der Mehrheitsgruppe der deutschen Sozialdeinokratie solle): am 4. Juni beginnen. Der Dcr Hafe:; von Ncwyork gcfpcrr. 97ew Porker Hafen wurde, wie versck,iedanttch' berichtet DaS amerikanische Zensurshstem. Bern, 3; Juni. (WTB.) Di« „Times" meü>ct aus Washington, bew« väuser des Kongresses seien einigermaßen aufgebracht über den Versuch der Bundesregierung, jede Jt'nhf ihrer Maßnahmen zu unterdrücken. Der Anlaß sei die Wredereinbringung derZensurgesetzcsvorlage in ab- geanderter Form und die Veröffentlichung gewisser Ber- orschrifteu für die Presse seitens des Vorsitzenden haltungsv^. VVV||V VU4 d«s Nachrichtenamtes der Regierung. Die Presse greife die fraglichen Vorschriften an, die die Eröterung der Kriegs- z tele und die Erwähnung etwaiger M ein u ar g ^Verschiedenheiten zwischen Amerika und den Alliierten oder «n Neutralen verbieten. Der Korrespondent des Blattes ist der Ansicht, daß die Vorschriften schwerlich durchgeführt wer- den, melnrchr der Kongreß der Bundesregierung nur ganz beschrankte Zensurbekugnisse einräumen werte. am Samstag inorgen für die Ausicchrr aller Sckiifs gesperrt. Gründe wr diese Maßnahme wurden nicht bcfcmUgcgdxv. D:e Werbearbeit der Friedensfreunde m den Vcrermgten <3taa±cn nimmt, wie berichtet wird, imimer mehr an Umfang zu. * Wünsche Italiens an Amerika. B ern , 3. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) „Eorriere delta Sera'^ Washington: Tie italienische Mftsiylr hat der amcritä- "Men Regierung in fünf Denkschriften die Wünsche der iwl'.cmi- 1 ck?en Regierung überreicht. Die Denkschriften sollen in Washington! geprutt werden, ivahrend die italienische Mission die Südstaaten bereist. Die italienische Kammer. P ezri ' % Juni (WTB.) Laut „Persev-eranza"" tvuroe die Kammer endgültig auf dcn 14. Juni einberusen. Man rechnet mit nur 15 Sitzungen. Die Stimmung an dem Monte Citorio ist ruhig. Man 9 ^ubt nicht an die Möglichkeit von Kämpfen, erwartet jedoch anläßlich der an die Regierung gerichteten .Denkschrift der J)tterv«iitionisden einige Zusammenstöße. Hungernot in China. Rotterdam, 3. Juni. (WTB. Das Niederlandisckw Prejicburo mrldet aus Batavia über Hongkong. Nord- und Mittel-China werden oor: einer .H n n g e r s n v t deoroht. Die Reisernte hat durch die entsetzliche Trockenbeit des letzten Monats ernstlich gelitten. Die Bevölkerung beginnt tn großen Schuren auszuwandern. Secfrfcg. Neue U-Booterfolge. Berlin, 2. Juni. (WTB. Amtlich.) Im Atlantischen Ozean und im Kanal sind durch die Tätigkeit unserer U-Boote 3 0 5 00 B r u t t o - N e g i st e r t o n n en versenkt worden. ^ Unter den schiffen befanden sich u. a. zwei englische Dampfer, deren Ladungen u. a. aus 7 Millionen Kilogramm Oel für die englische Kriegsmarine nnd ans 10000 Ballen Baumwolle für Englaiid bestanden, ein großer französischer Dampser mit unbekannter Ladung sowie russische Regler mit 8000 Tonnen Weizen für England Neue U-Bootsersolge im Mittelmeer. Wieder wurde eine größere Anzahl von Dampfern nnd Seglern, zusamme:: 53 700 Brutto-Registertonneu, versenkt. Unter diesen Schiffen befanden sich n. a. der bewaffnete englische Dampfer „Harpagus"" (5866 Tonnen) mit Oel und Mehl, von New Vork nach Marseille bestimmt, der bewaffnete englische Dampfer „Caspiun"" (3606 Tonnen:, mit einer Salpeterladnng von 5400 Tonne,: für Italien ar^ Chile kommend, ein Dampfer, der mit einer vollen Ladung Schwefelsäure von Valencia nach Frankreich, unterwegs war, der bewaffnete französische Dampfer „Jtalia"" (1305 Tonnen), welck>er den Postdienst von Korfu nach Tarent versah, ein bewaffneter englischer 3500-Tonnen-Da)wpser, ein bewaffneter französischer Tanrpser, Typ „Biarritz'" (2452 Tonnen) nnd der vollbesetzte bewaffnete französische Trans- portdanrpfer „Medjerda"" (1918 Tonnen) aus der Fahrt von Afrika nach Südfrankreich. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Kristiania, 3.Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Norwegischen Telegraphen-Agentur. Das Vrzeüonsulat in Lerwick drahtet an das Ministerium des Aeußern: Der Schoner „Kodan"" von Skieii ist am 29. Mai von einem deutschen U-Boot in Brand gesetzt wor- den. Die Mannschaft ist in Lorioick gelandet. Der deutsche Dampfe r „Gamma"", von En:den natt) Narwick bestimmt, wurde Sonnabend morgen 9 Uhr von drei von Norden kommenden englischen Torpedobooten vor Haar aus I e c deren angetroffen. Der Dampfer setzte sofort Kurs landwärts, von den Kriegsschiffen verfolgt. Als das Schiff mitten in den Strom bei Krasheim gekommen war, feuerten die Engländer vier Torpedos ab, wovon einer das 9Ul)terschiff, ein anderer das Vorderschiff traf. Die Schüsse wurden in einem Abstand von zloei Kabellängen abgegeben, der Dampfer vollständig vernichtet. Die Besatzung von 18 Mann ist wohlbehalten gelandet. Die Engländer verschwanden, als das norlvegische Torpedoboot „Garm"" einttaf. ^ Anmerkung der Red. Die Torpedierung durch die englischen Torpedoboote dürfte demnach sehr wahrscheinlich - innerhalb der norwegischen Hoheitsgewässer geschehe:: sein und eine Verletzung der norwegischen Neutralität darstellen.) Kopenhagen, 3.. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Das dänische Ministeriiim des Aeußern teilt mit: Wie die dänische Gesa)chtschaft in Englmid berichtet, ist der d ä n i sche S chv- n e r „F r e d e )st" im Atlantischen Ozean versenkt worden. Das Schiss, das auf der Reise von Portugal irach den Farör- Jnseln mit Salzladunc; miterwegs war, !var vorher von einem ftanzösischen .Kriegsschiff ausgebrachk und mit einer Prise::besatzung versehen worden. Ztvei Mann der Besatzimg, nämlich der Kapitän nnd der Koch, kainen um. Der Rmr jetzt auf einem L>öhepunkt. Wie aber kommt es, daß demwch im allge- memen bei uns crne Depression herrsckst? Ist das Interesselosigkeit an der ZuLmft oder Furcht? Es läßt sich mcht leugnen, daß der toßg Länger kruerrL, a& man e an mte t Latte, M f-W $ aI?ueit konnten. Wie aber stehen mir mm? Das müssen St?« 1 * - ,m ^ Zukunft z-iehen zn können. Ib- K*? r u Hticöf-3 war die Lage ähnlich der von 1806. Der Krieg' 5?l ? rr lC c unmittelbare Folge imferer falschen Polillk; der glän- ^Äbn. hat uns -über die peinliche Lage un- serer^ lmlmi blMveg geholfen. Zoll nun durch einen ungünstigen ^''%■ lt!l $ ex ^ et ^ ren gehen, was unsere Waffen ecrnuaen? N(l,' (rin Friede, wie rhu Scheidemann will, iväre nickft bloß der ^ Li L°' : j ÖL> p U! feH §5f Ccö ' sondern, vom Standpunkte der nationa- bn Lire ans betrackftet, eine schwere Schuld. Unser Friede muß nmß es fverden. Wir haben nicht nur ^ Pslrchtungen gegen tmserc heimkehreirden Krieger sondern ^6ennber bert Auslniidsdentschen. Unsere Feldgrauen aber rnn'.toerdm, dab sie sagen können: Wir haben te i fitttiÄtf 4 ? 1 ; ^ ^ a & tccknb uns gegenüber. Vmr L * W09m ,7riifc Der Redner erinnert an den Frieden von Osnabrück und Mün- tet und micirtt, er sei immerhin noch besser gewesen?^ ein S^- bemann scher Frieden für uns ttxnfcai würde. An ihm ivüvd-en wir »ugrunre geben. Non unserer Höhe würden wir h Sn^ emdni bedeutungslosen Volle. - Es gilt die richtigen Konseamm-en MIS d.'Nl ürieg zu ziehen. Obenan steht die künftige Sicherheit des Vaterlnudes. England FvMllreich und Rußland ftni) ralft räb- Mett durm unsren starken Willen. Im Osten und Westen müssm »vir uns sichern. Ob wir an Frankreich ellvas abtretm oder nickll^ cs tvrrd uns weiter Haffen. Geben wir ihm jetzt Elwß-Lotbrinren so wül es spater bis an den Rlfein. Die beCgifd^ gSage{Ko* bi ZTn Ää keinen Neutralität« begann, ■ 7 - ^ltralrtat niemals existiert hat. Wenn wir Belgien nmg ire/ene! ach feskl-alien mid uns dort an der Küste einen auten ZliD" - l ^ e ' r f ^-(1°; we Hand auf Belgien Was das Schwert !fc* ^halten. Ä, anchda^L es^ bt-mben wcht LÄ- ^hort Deutschland und soll ^^E)en, sondern auch aus Wirt- ^lEcken vm, Briei Hieraus kommt der Redner auf den ll-Bootkrieg zn sprechen be° SflimrffwSS"' ’TLftft’ 7 fenteneit Napoleon das Modell ft ft,..®™“ ^rfüln-tc, mit Hilf-- dessen cs sdtng«n. fonnen, Trafalgar und Abukir auittzu. Aber m 1«ma »«iMnbniötoftflWt hat ec diese Sternen- fSSL^ 031 Muh wir stellen jetzt wiederum in einer lE^n S.erneiptmide irnd wir Linnen nicht dankbar genug sein, daß wir sie Nicht versanm-ten, daß wir im letzten Augenblick noch sSL^l^r^^n 71 k^Kovtkrieg proklamierten Wir haben das gemacht zunichte zu machen; und England muß «2? vS m ^lls Übergewicht gewinnen können. Woi-alr; aber dürfech wir jetzt nacht mit England paktieren. Ter Red^.i zitiert Oxenstierivas Wort, daß man England das Knie ^ öie Bvu,t de-- Degen auf den Hals setzen müsse und dann 4p€1 - m willst. Englands Hauptmacht Gibraltar, Malta und Aegypten. Schon AapvlE, hat das richtig erkannt, als er mit seinen Heeren hSm ifM®*? 1 endlich Aegypten zurück an die Türkei »«SSffe* TOarflt vxmchtxt. Mid auch Frankreich wird eine k^ginnM mnsfeir. Denn nur mit dom Mächtigen ^wu wir schwach aus dein Kriege ^ lr 'unsere Verbündeten noch verlieren, trugürnd 1 chwächeii, es zwingen, uns einen Friedeii zuzugestehen »me idn Hliidrnburg will; das muß unser Ziel sein. _r smiretxn ' ■ eava l r kldn.ftigen Krieg aber müssen wir gerüstet sein müssen imr vollgefülltc Speicher l-rben und Land genug, um uns ernähren zu körnen. Die Manchestertheorie ist auf Deutschland nrcht amvendbar. Ern Industriestaat wäre unser Verderben Hätten £üL r ^£25 ng ' & md ^ § ro -P CIt Erchlge im Westen gehabt, hätten die ^ Franzoien imser Industriegebiet besetzen können, so lvären wir ver^eii gewesen^ Unser Kvhleir- und Industriegebiet darf dieser lmmdarrnn nmch Ls eine WX ^A. ^ Schuldner. t»„ te&mwv' ^ Schellerl Meute Mit- net U i’ 'f**» und Rätsel. Tic Gictzc- ee. : 'Haupt, Krtegvbei chädigte im Gärtnerbern i ,)N7, - U^l. ° 0m S ' nB: ^tsn.E^"'V^'deL K'veisrass?' des Jteifeg* Gi + -m ^r Ö . Juni. Dem Landsturm mann Ludwig in^ w l n /!£ e - m Lnndi-turm-Jnfanterll-Bataillon worden^ f l t ^ ® l ' |€nie ® reili weiter Klasse verlicheii Juni. Die Fürsorge des ^.^?..^ b ^^drovinz, die in der Grundstückszusammenlegung fn ,LJ n G> Mtonnntibm zuteil wurde, dürste Münchholzhausen n^ oudnem Maße ersahrem ^ur die Zusamnienlegung sind zu- an Io Gemeinde-.! des Krerles Wetzlar 32180 Mk. bewilligt worden. Munch Holz Hausen erhielt davon 10 000 Mk., während den meisten übrigen GemeindNi nur 500 Mk. bewilligt wurdeii. Hessen-Nassau. X Bad Orb 3. Juni. Aus dem hiesigen Truppenübungs- p.atzc, an einer Stelle mit herrlichem Blick nach Bad Orb, ist zu Ehren des Generalieldmarschalls Hindenburg ein Gedenk- ltein errichtet worden, der mit einer kleinen Feier am 8. Juni enthullr werden wird. ^ §^^En berg, 3.Juni. Ter hiesige Kreis soll mm- wfonnffif 94 £ Euer ablletern., Bis zum ersten Juni mußten 070 000 Erer abgeliefert sein, es mb aber nur 282 000 Eier abge-, ^den. Ter Landrat ersucht daher die Bürgenneister, die Erfüllung der LieferungsPflicht durchzusetzen, den Schleichhandel! zu unterbinden und vamster ohne Ansehen der Person sofort anzn- zeigeri. ryc. Vom Untertaunus, 3. Juni. Der diesseitige Kreis mußte, um dre ihm aufge^dbene Pflichtlieferung an Schlachtvieh aufbringen zu können, bereits wiederholt in die Milchviehbestände der Landwirte erngreifen. Es geschah dieser Eingriff vor allen rn deii Gemeindeii und bei den Landivirten. die durch marigelhaffe Butter- und Ererabgabe dargetan, daß sie die Pflichten gegen die Allgemeinheit nicht erfüllen. Die Bürgermeistereien der Gemein- den werden nun ersucht, die Landwirte ans diese Folgen der man- gelbafteii Lieferung hinzuweisen. ,stbrrrrich1 wurde. Ein Schlustdankw-rt des Haupt- geschaftssuhvers beendete die fNmmungs volle Fs^r. , - Svovt, nfm 77 ^ U ™ 9 '- 3 - TM' I" ersten l00000-Mark-Rennen !>-z den Groizen Preis von tzarnblirg aui der Krvst-Äorsteier Balduins ..Meridian" nach Kamps nftZ ® t a” ^A%»ä. w brtt£t &to 105 ' vermischter. » to, • ^^!^eisevcrkehr Hamburg-Konstantinopel. tmuDei tr.iS.i 4 «)? 1 '" 7 ' Luftreiseverkehr .Hamburg—Kvnstan- f" Anregung des österreichischen Aeroklubs vordere,. Strecke beträgt 2840 Kilometer. Die schlagt. ^'nnrtmilage werden aus 40 Millumen Mark veran, *« Q c 2,113 Unwetlc, in Italien, bie heif ben Überschwemmungen in Oberitalien. MiIllön^Ä^ b I ?'nttern zusolge allein in Mallaiid gegen zehn bchfdm veruriachten. gibt der „Lorriere della Sera" Ech? i^bTl?.'" 7 ^ 77777 «nvvna-Turin wegen grosser Erd- San ft lösten völlig unterbrochen war. Die Linie SanGtuseppe-Alessandina und andere srnd heute noch nicht wieder Ob^t- h°ben die letzten Unwetter die ^vjternte auf wellen Strecken vernichtet. Bekeskasten der Uedaktion. Muouvme -lnfrageu bleiben unberücksichttchl^ Ä r andell der Beichlagnalmie imterworfen. einerlei, ob sie zu- annnen mit dem Lohn oder besonders auSbezahlt wird. . * Auszeichnung. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde ÄrliUs Jakob <üis Gießen verlieheil. Julius Jakob, der bn Ausbruch des Krieges als Kaufmanii bei seinem LrerwaNdten .Aitz Brothers Tn Singapore tätig tvar, hat sich von uort auf griechischen Schiffeil, wie ^wir seinerzeit berichtet haben, '.am ^talien^ durchgefchllchen icnd ist dmrn über Oesterreich l?eim- gekehrt. uni ferner Pflicht als Verteidiger seines Vaterlandes iiach- zukonlmnl. r K- Silber-Hochzeit bogelMi am 5. Juni E Johami«s Langsdorf und Frau, Neuenweg 19 Br>m Wetter. Die Nacht von Samstag auf Sonn- tag brachte endlich einen ergiebigeren Regen, der mehrere ^lluiiden hindurch anhielt. Der junge Tag stieg aber schon wieder mit strahlender Sorrii« herauf und bescherte einen Sonntag, wie ihn die bieleit Ausflügler sich nicht schöner wünschen konnten. **, Dieb stähle. In letzter Zeit wurden in hiesiger ^tadt erne Kiste mit Oelsardinen, eine Kiste mit Kandiszucker Anzahl Eimer mit Marmelade entwendet, ^achdrenliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpoli- <*1 entgegen. it „r*- .'? i - e . &ie K €1tev Sozialdemokratie lehstt den ^„TE'^trrtt zu den U nab hängigen" ab. Tie Kreis- des SozralLcAVkratischerl Wahlvercins für den Ä G«ßen-<Ärunberg--Nrdda, die von 32 Delegierten aiw vormitw^^o^Zl des Kreises besucht war, fand ain Sonntag; chastshaus zu Gießen statt. Nach einem (Unabh. Soz. Partei- und mtäc eÄ^s des Äandesfekretärs Ne>umanii-Osfmboch wr Mitgliederschaft Leihgestern aus Uebertritt Sozialdemokratischen Partei Deutschlands irr "^^L^S5.?bstnnmung nnt 18 gegen 1-1 Stimmen a b g e l e hn t. ftom-immnr 11111 9 der O bstbauNlschädling e. Die worden Obste Nike snrd leider ivieder getäuscht scbaolüber ^ bi&mial verschont, aber ein Heer Wattmt 'Lr Phlr^ l ^£- Jbrftörungswerk an den Blüten SSineÄP 111 ! ^elfach stehen Birnen-, Aepsel- ,md Sh Ä mi w -. eJfeilC11 Zweigen da. Besonders l'ei'- treten (5? m uird Froßsparrner aufge- lstkl7r *&***}& daß die Obstzüchter niehr als deirn ^gerr o^e;e Schädlinge geschlossen ausnehmen, denn nm em allgemeines Borges verspricht Zsolg. iolaende ru^J 1 •l? r€U3lei^lill 9 M. 45 enthält kvtMNde Beurage. Die Geschichte vom fünffachen Schwem, von Feier des 50 jährigen Bestehens des Alice-Frauen- Vereins zu Darmstadt. «r Darmstadt, 2. Juni. Am 1. Juni 1667 hat die damalige Prrirzessin Ludwig von 0-eis^M die nachvialige Großherzogin Alice, derr Aufruf zur Gründung des Alue-Frauenvereins ms Hessenland ergehen lassen. Zur Fe rer dieses Tages imd damit des 50jährigen Äfftehens des Al ree- Frauen verei ns hatteir sich gestern vormittag im Men Pa- lars zu Darnptadt aus Einladuirg der Hauptvorstand des Alice- rz-vauenvereins, die Vertreter seiner .Kreisverbände mrd Zwcig- veveme, sowie befreimdeter Vereine intb die Spitzen der Behörden zu einer schlichten Feier zusammengefunden. Der Schutzherr des Vereins^ der Großherzog und die Vorsitzende des Haupt Vorstands^, dre Grotzherzogin, waren zugegen. Die s^ier war eingerahmt durch ziver mehrstirmwige Chöre des Frauenchors des Darnistädter Musik- vererns urrd der beivährten Leitung Adeister de Haans. Der Groß Herzog begrüßte als Schutzherr des iDererrrs Und Sohn der Griinderrn des Mice-Frauenrxweins die Erschienenen, gedachte mrt begeiiterten Worten der misopsernderr Werke der Nächstenliebe die bisher und gerade jetzt die Schwestern des Mice-Frauenvereins leisten und gab l>ekannt, daß er in Änerkeirnnng dieser verdienstvollen Tätigkeit aus Anlaß des jetzt 50jälwigen Bestehens des Vereins für die Oberimren der 3 Schwesternsck-asten des Alice-Frauen- vere-nis rn Darnfftadt, Offerckach urrd Mainz je ein Oberinnen Kreuz gestiftet l>abe. Der Hauptgeschäftssührer des Vorstands, Staatsrat Tr. Katz, gab sodann unter Verlesung des Grundurigsausruss vom 1. Juni 1867 rmd von Teilen des Berichts des Hauptvorstairdes beim 25jährlgeri Bestell des Vereins einen Rückblick über die Gründung und Erillmcklung des Alice-Frauenvereins und teilte mit, daß der Verein beabsichtige, anläßlich der- Feier seines 50jäl>- r-igen Bestehens zur Aufbesserung der Dienstbezüge und Ruhegehalte einer Schivestern ausreichende Mittel bereitzustellen. Der Minister des Innern, Exz. v. H o m b e r g k überbrachte sodann als Vertreter der Großh. Regierung und als Territvrial- delegierter der sreiwitligeu Krankenpflege im Kriege l-erzliche Glücknüinsche zum Jubellage und gab im Anschluß hieran im Auftrag des Großl-erzogs eine Reihe von Ordensauszeichnungen bekannt, die aii langjährige, besEders verdiente Mitglieder und Schwester'.! des Vereins verliehen worden sind. Ter Großherzog überreichte den Bedachten, soweit sie anwesend ivaren, die Auszeichnungen persmrlich. Der Hanplgeschäflssührer teilte sodann mit, daß du beiden ältesten Mitglieder des HauptvorstarideS Wirkt. G^h. Rat .Krug von Nidda, Exzellenz, und Frau Elise Wittich durch den Großherzog zu Ehrenmitgliedenr des Hauptvorstandes ernannt worden seien uird verlas ein Handschreiben, in dem u. a. die Stiftung eines Jubiläums-EriTinerungszeichens mitgeteilt fourde. Der Verein Tvird hinfort den Nanien ,,A l i c e - F rauenverein. Hessischer L a n d e s - F r a u e n v c r ci n vom Rvteii Kreuz" ffihren. Es folgt iiun eine Rci'he von Begrüßungsansprachen, u. a durch Exzellenz v. N e b e l für den Hessischen Landesverein vom Roten Kreuz, durch Herrn Fei'diuand Böhm, der für den Zwcig- oerein Offenbach Glückwünsch- mrd eine Jubiläumssvende von 30 000 Mart iiberbrachte, durch Oberbürgermeister Dr. Gl ässing u. a. Sodann wurde ^eine große Anzahl von Bcgrüßungs- depescheii und Glückwimschsckweibeii verlesen. Der Haupt.orstand des Valerländ. Frauen Vereins halle mit Genehnrig-ung der Kaiserin der Gvoßl-erzogin ats der Vorsitzenden des Älice-Fraueirr-ereins dre KArferm-Angusta-Medaille verliehen, die mir besonderer Ver- £cl$tc 21ttcbricf>fctt« . . Kaiser Karl an der Jsonzofront. Lsicn . 4. jum. ^as Äniserpaerr begab sicki am 1. Jmtt Mi die JsonMfrmtt und trat am 2. früh in Laibach ein. Von da nchr der Kai,er vorerit nach Opotna bei Tnest. «ei Anttttt der 3feife G-meralobers, v. Boroevio, Kommandmtt der vZsonzo-llrmee, dem der Kaller das Militärkreuz -des Militär- mcarra - The ref la--Ordens übemrichte mrd ellr Befehls schreiben über- Kriegsherr sei,rer Jsonzo-Armec für ihre g.apscrrell, Ausdauer und Hnngabe ü.ank sagt und Anerkennung Ee .W der Kaiser nach Triest, wo das Ir n ai ärUIIU cS e ?~ ll ! tD nn Blumen regen seinen Wagen über- trieft grng es nach Laibach zurück, wo die Kaiserin inzwischen du Vertmurdeten ans der l0. Jsonzoschlacht in den Spitalern denrcht hatte. , RuhlanÄs Zersetzung. S t o ck h o l m, 3. ^uni. Ein neullaler Fachmann, der heute von eurer ansgedeynteu Jnsormallonsreife durch die russisck>eM JnduTtrlebezirkc hier angelangt ist, bezeichnete in einem Gespräch vf; Industrie als nicht nur kritisch, sonder« orrett und ratTachuch fv gut wie gar nicht mehr existierend. Der Hamburger Krerskommissar berichtete nach Petersburg, iin Lebra- 'herm Kruthf-e Rullchi befindliche aussätzige Krankt hätten sich auf nrmnfgeklartem ^Wege bewaffnet, sich der umliegenden Dörfer be- ZM'M und liefern den fortgejagten Bauern förmliche Schlachten. 111 l-üler Panik. Bewaffnete Hilfe sei nötig. .Deerse Pawlowstt, unmittelbar vor Petersburg, sind vier Guts- hauier Mit scnnllichen Wirtschaftsgebäuden von revoltierende« Bauern ^nngeafchert worden. Tie großen Länder von Wsewelosokski rmd zimuhen Petersburg und Schlüsselburg sind in den .Händen der veivassn^ien Bauern, du du gesamte Gntsvelloaltung unter Miß- ^E^ungen rortpateu, überall Wachen ausgestellt haben und nunmehr an dre Bestellung der Felder gehen. Zufammensültze in Kiew. S t o ck h o l m, 3. Juni. (WTB.) Nach einer offiziellen Agenturnteldung kam es rn Kierv zu iviederholten Zuiammen- jtoßen. Taufende von Deserteuren entwaffneten die Miliz sowie Ofnziere und Kadetkenführer, die von Lastautos aus me Deserteure angriffen. Diese nahmen einer Soldatenablei- lung die Maschinengewehre weg. Biele Soldaten wurden ver- wundet Taufende voii Deserteuren wurden eingefangen, der oW ut entflohen. ^Die Ruhe ist wiederhergeftellt. Krieas- mimster Kerenski ift in Kiew eingetroffen, um sich über die ftattgeyabten Krawalle zu unterrichten. Eine japanische Drohung. G en f, 4 ^zmni. (B. T.) Aus New Bork wird dem Matm gemeldet, daß Dr. Jenaga, das Oberhaupt der ja- panllchen Propaganda in Amerika, öffentliche Erklärungen abgab che unverhüllte Drohungen an Rußland enthalten, cÄ- L s einen Sonderfrieden mit den Mittelmächten zu ge % l fcl }ei ' ni m 3' aiJan ' sondern unter dessen Einfluß auch China wurden Rußland in diesem Falle feindlich gegennbertreten. * ° 1 ü Wie verschiedene Blätter melden, hatte Handersons eilige Reife nam Rußland den Zweck, unter allen Unrständen ^u verhindern, daß die Verträge und Dokmnente mit der En- ente bekannt gegebeil werden. Die russische und die eng- lifchc Regierung folleu den zu veröffentlichten Text gemem- chm aufstellen. In Rußlands diplomatischer Politik siebt England, wie es heitzt, eine Gefahr für die Entente Q Achtung. liefert sofort in jeder Größe und Menge in Guß u. Stahlblech. emailliert u.morvdier!, äußerst billig. Einige Händen Kessel am Lager. Größtes Spezialgeschäft am Platze. 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Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 3% Uhr statt. 4356 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Philipp KE V. sowie für die zahlreichen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dörr sagen wir hiermit innigsten Dank. Die Lieftrauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, den 4. Juni 1917. 4352 Klcheii-BM eingeir. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht Sonntag, den 10. Juni lfd. IS., nachmittags 3 Uhr Generalversammlung bei Gastwirt Wagner. Tag es ordnung: 1. Rechnungsablage für 1916 2. Verschiedenes. Der Vorstand: H. Meyer Reinhard Wagner Direktor Aufsichtsrat. Die Bilanz liegt 8 Tage lang in der Wohnung des Direktors Meyer den Genossen zur Einsicht offen. Mnz m A. Sfpkc 1916. Danksagung. Aktiva JC Warenbestand 3615.77 Kassenbeftand 2792.85 Deponierter Kassenbestand 26000.07 stände bei M gliedern 493.96 Ll.ulko-Ersatz v. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und bei dem Hinscheidcn unseres teuren Entschlafenen, für die trostreichen Worte de- Herrn Pfarrers Gombel, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen mir unfern herzlichsten Dank. Die tiestrauernden Hinterbliebenen: Familie Lad. Launspach X. Ww Reiskirchen, 2. Juni 191 In 1916 gingen ab . Daher Bestand Ende 1916 . . . Landwirtschaft. Konsumverein, E. zu Großen-Buseck. H. Meyer Konrad Wagenback) Direktor. _ 4328 Vorsta nd. Bilanz am 31. Dezember 1916 Beamter* sucht 2 gut möbl. Zimmer mit anschl. Ncbcnranm. Schriftliche Angebote mit Preisangabe b. zum 10. d. M. unter03413 an den Gieff.Anz. All Ziillintt üüö I nebst Zubehör Nahe Franks. Str. gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 03428 an d. Giehener Anz. ^^"möblterf.äinimec Bahnhof'tr. od. nahe dcrsclb. bevorzugt. Schriftl.Angebote unt. 03432 an d. Giestener Anz. Sauftruu ßütr läiidcn für einige Stunden vorm, g esucht. Slaghatistr ,_42 p. 0:si0i ^ NL^eden aus 1. 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Die Rechnung liegt 8 Tage zur Emsicht der Interessenten bei dem Rechner offen. Beuern, den 1. Juni 1917. Für den AuffichtSrat: Phil. Arnold. 4353 Schöne 5-Zimmer-Wohnung, sonnige freieLage, preiswert Lrpermieten. Ludwigsplall 8. Nah. .Karser-Allee 1 . 2648 3 Zimmer 1 Krosvorfer Strafte 1 kleine 3.Zim..Wohna.,2. Et., m. Gas, ab X Juli z. vermieten. [4341 ! 2 Zimmer“^ Sch. 2-Zim.Wohng. m. Sa» zu verm. Besidn. v. 7Uhr abdS. an. L ndwigftr. 57. 03423 \ Möbl. Zimmer] Peasica Brandl Neuen Bäne 22 lBellevuelZim. m.u.ohneBer» vsteg. f. jede Zeitdauer. Mit- lag- u. Abendkisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. [1687 esucht, welche in allen kaufm. Arb. bewandert sein muh. Schr. Angeb. nebst Gehalls- ansprüchen u. Angaben über die seith. Tätigkeit unter 4289 a. d. Giehener Anz. erbeten. Austräger od. Austrägerin zu möglichst sofortigem Antritt gesucht von der 4366 I. Ricker'fchen Univ.'Vuchhandlung. Wegen Einbernsung zum Militär eineSjäkr. br.Stutc. lzirka 1300 Pfd.» billig zu rerk. Friedr. 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