Br. \2l Ter Sketzmer erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: -ießenerZamilienblütler; UretrblaN für den Kreis Gießen. vezngLprcis: monarl. 90 Vs., viertel- jährl. Mk. 2.66; durch Ab hole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch diePost Mk.2.46viertei- jähri. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: MrdieSchrü1leilungN2 Verlag, Geschästsflelleöl Anschrist für Drachnach- richten: Anzeiger Gießen. Erft« Blatt l«r. Achrg«»,; poftfcheSVAtt»: Kranfturt a.M. 11686 nzerger 3V!lIing;runddru1 on- ferenzgerüchen! Aber die deutscherr Heere fielen siegreich und unerschüttert, arnd die alten Worte des Kaisers und Hrndenbarrgs sollen wahr gemacht werden: wer die ruhigsten Nerven behält, ln er zugleich hart unb nngebeüjsi vor täuscheildeu und listigen Einflüssen bleibt, der wird Sieger sein! Es scheint jetzt ein Wettstreit mit listenreichen diplomatischen ^chucinügeil beginnen zu solleii, um in die feindlichen Länder hinein überKeugelid zu wirken. Seien wir dabei feindlichen Angriffe. zu eifrig und — kleinlich! Hüten wir uns davor, die Russen als gar zu kindliche Gemüter zu behandeln, denen die Fähigkeit ganz abhanden gekommen sei, das Echte vom Falschen, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. In dieser Beziehung scheint uns Frhr. v. Zedlitz, der eifrige Führer der Freikonservativen, im „Tag" des Guten etwas zu viel zu tun, wenn er in einem Aussatz „Friedens- arbeit^ darlegt, die gelegentliche Erwähnung eines Sonderfriedens mit Rußland sei schon etwas Schädliches gewesen. Zur Sache stellt Herr v. Zedlitz folgende Betrachtungen an: „Die Ausgabe, welche zur Erreichung des Friedens gelöst werden muß, ist daher die, eine solche .Kriegslage herbeizuführen, daß England die Hand zum Frieden bietet. Dazu ist nicht unbedingt notwendig, vielleicht selbst für die Dauerhaftigkeit des Friedens gar nicht einmal gut, das; England aus die Knie gezwungen wird, aber es muß ihm 'klar fein, daß es bei Fortsetzung des Krieges nichts zu hoffen, aber alles zu fürchten hat. In dem uneingeschränkten U-Boot-Ktiege ist uns ein wirksames Mittel zur Erreichung dieses Zieles erwachsen. Mer der Sieg zu Lande, vielleicht auch auf dem Meere wird hinzukommen müssen. Namentlich um die Entscheidung so rasch herbe izn führen, daß die Vereinigten Staate:!, mit dem Versuche eines ernstlichen Eingreifens in den Weltkrieg zu spät kämen. Daß diese um so rascher und um so sicherer zu erreichen ist, je stärkere Kraft wir int Westen einznsetzen in der Lage sind, und daß wir dies in um so höttcrem Värße vermög-m, je weniger von unserer .Kraft im -Osten gebulkden ist, erscheint so völlig klar, daß sich auch die Russen dieser Einsicht nicht werden entschließen können, sobald ihnen der Sachvncha!^ deutlich und überzeugend dargelegt ist. Wirksame Auftlärung in Petersburg ist somuh das Gebot der Stunde." Nur nüht zu viel von dieser „Aufflärung". Deutschiland und seine Kräfte mögen handeln, durckz die Tat überzeugen! Herr v. Z^ilitz erklärt selbst, nach den bisherigen Erfahrungen sei es nicht wahrscheinlich, daß es dem Auswärtigen Avtte gelingt, in Rußland überzeugend zu wirken. Merkwürdig, daß er glaubt, Herr Scheidemann werde in Stockholm die Aufklärung der genannten Art betreiben. „Herr Scheidemarm besitzt die Gabe der Beredsamkeit in hohem Maße, mcAcht er von Uyt mit Nachdruck Gebrauch, so wird es ihm sicher gelingen, die Russen von der Wahrheit zu überzeugen. Um so schwerer wiegt seine Verantwortung^ wenn er versagt, wo es gilt, seinem Vaterlande und zugleich der ganzen Menschheit einen großen Dienst zu leisten." Immerhin, dieser Appell, diese Feststellungen können wenigstens nicht schaden! Der öfterreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 1. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: O e ft l i ch e r u n d f ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Unverändert. JtalienischerKriegsschauplatz. Bei Vodice wurden gestern früJ> wieder heftige italienische Angriffe ab gewiesen. Sonst am Jsonzo nur Geschützkampf: stellenweise arrch in Kärnten und an der Tiroler Front. Der Chef des Generalstabs. Ein Glückwunsch des Kaisers an Kaiser Karl. Berlin, 1. Juni. (Amtlich.) Der Kaiser hat folgende Drahtung abgesandt: Lln des Kaisers von Oesterreich, Apostolischen Königs von Ungarn Majestät. Im zähen Ringen, bereit zu neue::: Kampf, hat Deine Jsonzoarmee dem mächtigen hartnäckigen Ansturm des welschen Feindes getrotzt mtb ihn zum Scheitern gebracht. Dich und die tapferen Truppen Deiner Lä:rder beglückwünsche ich zu den: großen Erfolg. Gott^ro weiter nrrt uns sein! W ill Helm. Der Kaiser an die Kaiserin über die Kämpfe im Westen. Der Kaiser hat von Homburg aus an die Kaiserin folgende Drahtung abgelassen: M Ihrer Majestät der Kaiserin, 'Schloß Homburg v. d. H. Laut 9)deldung des Feldmarschalls von Hindenburg ist nunmehr die große engliscli-französische F r ü h j a h r s o f f e n s i v e zu einem gewissen Abschluß gekommem Seit vorigen Spät- höchst vorbereitet mtb vom Winter her angesagt, ist der von gewaltigen Mengen an Artillerie, mrd technischen Hilfsmitteln aller Art unterstützte Ansturm der englisch-französischen, Heere na ch siebenwöchigem harten Ringen gescheitert. Gottes Hilfe verlieh unseren unvergleichlicl)en Truppen die über- menschlicken Kräfte, un: die herrlichen Taten auszufülwen und die gewaltigsten Mmpfe erfolgreich M biestehen, die je die Kriegszeit gesehen hat. * • Me Helden! Ihre Leistungen gebieten Ehrfurcht und heiße Dankbarkeit zugleich, die ein jeder Deutsche zu fühlen verpflichtet ist. Devl Herrn sei Lob und Preis für seinen Beistand und Dank, für solch ein herrliches Volk in Waffen! Wilhelm. Eine neue Offensive der Entente. Rotterdam, 2. Juni. (WTB.) Dev Berliner Miv arbeiter des „N. Rott. Courant" erfahrt von unterrichteter deutscher Seite, daß man einegroße allgemeineEn- tenteo ffensive für bevorstehend halte. Es sei England nicht nur gelungen, Frankreich dazu zu bewegen, sondern auch Rußland. Die Ofserchive soll auch von großer Kampfhandlungen zur See begleitet sein. Lügenhafte Ententemeldnngerr. Berlin 1. Juni. Der «tglische Poldtzu-Funkspewch vom 26. Mai, 1,30 Uhr vorm., behauptet, die EngläiÄer hätten am 'Mittwoch, den 23. Mai 1917, elf deutsche Flugzeuge abgeschossen. In Wahrheit haben wir gerade an diesem Tage mir ein einziges Flugzeug verloren und dies nicht einmal gegenüber der englischen Front, sonder:: in Lothringen. Es würde sich gar nicht lohnen, gerade die englische Meldung vom 26. Mai richtigzustellen, wenn nicht am gleichen Txwe auch der Lyon-Bericht ein ebenso langes wie lächerliches Loblied auf die Heldentaten der ftanzösischen Fliegerer gebracht hätte. Nach einer vorausgegangeuen Aufzählung der erfolgreichsten ftanzösischen Jagdflieger belauptet Lyon Villen Ernstes, Vie französische Liste rechne nur die Abschüsse als anerkannt, wo das deutsche Flugzeug über den ftanzbsisck-el: Linien abgeschosfen ol>er brennend in die feindliche:: Linien abgestürzt sei. Nach Entente-Meldmrgen wollen unser^Lüaner allen: i m Ni onat April :richt w e n i g e r a iW 369 deutsche Flugzeuge abgeschossen haben. Zählt man die deutschen Flug- z-euge, die die Franzosen und Engländer in den letzten Monaten vernichtet habe:: wollen, zusammen, so kommt man zu einem überraschenden Ergebnis: Nach dies«:: Aufstellungen siüd die VerLrste der deutschen Fliegertruppe so groß, daß es überhaupt kerne deutschen Flieger mehr gibt! Daß es nicht so ist, dan'rber dürften die seindliä>e:t Flieger ja am besten Auskunft geben können. Die Revolution in Rutzkand. Das Schicksal des Exzaren. P e ters burg, 31. Mai. (WTB.) MÄdung der Petersburger Tclegraphert-Agentur. Die Tagung der Vertreter der Front beschloß nach Anh-örung der Berichte über die Art der Gefangenschaft des ehemaligen Zaren Nikolaus Romanow irt Zarskoje Selo, daß auf der nächster: allgemeinen Tagimg der Arbeiter- und Soldatenabgeordneten aus ganz Rußland die Ueberführuug des ehemaligen Z a r e n in die P e t e r - P a:: 1 s - F e st u n g bearrtragt werden soll. Die Wahlen zur konstituierenden Versammlung. Berlin, 2. Juni. Der „Deutschen Tageszeitung zufolge ordnet ein Erlaß der einstweiligen russischen Regierung die Wahlen zur Konstituante für den 15. bis 30. Juli an. Ein Kongreß von Abgeordlretcn der Offiziere. Petersburg, 31. Mai. (WTB.i Meldmrg der Petersburger Telegraphen-Agentur. Der von dem Mgeinemen Kongreß der von der Front ab ge ordneten Offizierck angenommene B e s chl u ß a n tra g lautet: Der Kongreß begrüßt die auf einen dauernden Frieden und die Verbrüderung der Völker gerichteten Bestrebungen der vorläufigen Regierung und erklärt: 1. Gegenwärtig führt jeder Verzug in der Wi^)erherstellung> der Kampffähigkeit der Armee und der Flotte zur Vernichtung des freien Rußland. Er gäbe Deutschland die Möglichkeit, unsere treuen Verbündeten zu schlagen, und dcnrn würde uns Russen unvermeidlich ein demütigender Friede auferlegt werden, der die erworbene Freiheit vernichten. :md die Bürger des ftei«n Rußlands in die alte. Sklaverei zurückbringen würde. 2. Di? Zeit zum Reden ist vorüber; man :N-iß handeln, um die deutsche Regierung, die zu jeder Zeit versucht, die Völker zu unterjochen, zu zwingen, den Willen des fteien russischen Volkes anzunehmkm, der keine Anuerioiren oder eine Kriegsentschädigung erstrebt, aber das Recht eines jeden Volkes, über sich selbst zu be- stinnnen, anerkennt und eine Sä>adloshaltung für die in den ge- rmrbien Ländern angerichteten Verwüstungen für augemeffeu hält. 3. ES ist unerläßlich, jetzt cm der Front unverzüglich und entschlossen die Offensive zu ergreifen, die die Gewähr des Sieges ist. Eine Verbrüderung und eine Verteidigung ohne Augrifs stellen einen stiltsänvdigenden Sonderfrieden ber„ der den UnehrOthaften Untergan.g des fteien Rußlcurd zur Folge hätte. 4 Das gcurze russische Volk muß sich aus das eine Ziel hin vereinige::, daß die Mittelmächte den Willen Rußlands und seiner Alliierten annehmen. Rufen wir den Stolz des freien Volkes cnft! Die Lebeuöm ttel- und Matcrialnvt. Berlin. 2.Juni. Zu der Lebensmittel- und Mate r ial n o t in Rußland wird verschüdenen Blättern geschrieben: Hütte Mai bettnige:: sämtliche russischen Getreide Vorräte rund 60 Millionen Pud. Damals standen noch bestenfalls vierzehn Wochen bis zur neuen Ernte bevor. Der normale Getreidcbedarf für Armeen urcd Zivilbevölkerung bis zur neuen Ernte bedingt eine Menge von 18 Millionen Pud wöchentlich, zusammen über 250 Millio:ren Pud. Sonnt kanu Rußlaiw, seM wenn alle Getreidevorräte an den Markt kommen würden, nur zu einem Viertel cr-> nährt werden. Bis Mitte Mai von Mitte April ab konnten nur zwei Granatentrausporte an die Wckstfront und ein einziger an du Nordftont abgelassen werden. Die Gewehr-, Bajonett- und Säbel- Werkstätten feien: seit Mitte April entweder ganz oder l>aben ihre Erzeugung aus 10 bis 15 Prozent einschränken rnüssen. Maßregeln gegen die Trunkenheit. Petersburg, 31. Mai. (WTB.) Die oinsttveiliqe Re- grernng erließ Gegenmaßregeln gegen den Mißbrauch alkoholischer Getränke. Vorgesehezc sind für jeden U Jahr Gefängnis, der sich im Zustande der Trunkerhett an öffentlichen Orlen zeigt oder dort mit aifoholiimeit ^tränken Mißbrauch treibt. AVer im Zustande d-r S K &ett Gewalttaten bogxht oder andere Verbrechen verübt, mit sechs bis acht Jahren Zwairgsarbeit bestraft. Kriegs- und Marineminister Kerenski besichtigte auf ferner Rundreise die Schwarzmeerflotte. England und Rußland. London, 31. Mai. (WiTB.) Das Reutersche Bureau ui-cldet.- Die engtrside Regierung ist ernstlich bestrebt, sich mit der von der ruNischen Mgierung und dem russischen Volke ausgeScückten -Ärjuyt, m Einklang z-u biHigen, daß sie ^Gelegenheit haben sollen, cms erster Quelle die Ansichten aller Zeile der englischen , Vbntlrchkeit kennen zu lernen. Tic englische Regierung erreich^rt msolgedessen die Reise gewisser Vertreter der ver- schredenen politischen Meinungen Englands nach Rußland. Darunter sind Vertreter einiger Parteien mit einer sehr geringen Gefolgschaft in England, die keineswegs allzusehr begeistert war«l für eine kräftige Fortführung des Sieges. Tie englische Regierung hat nrchts m verbergen. Sie und das engliscl)e >bst überzeugt, daß sie in diesen Krieg in Verteidigung Reckte der kleinen Nationen eingetreten sind. Der brutale Krreg wurde den Alliierten mifgezwungen, als sie sich als friedliche Nationen bei der Verfolgung nur friedlicli-er Ziele im Zustande völliger Unvvrbereitethcit befanden. Jetzt sind sie in einer sehr verschiedenen Lage und könneir nicht Deutschland aus den Gewinnen Nutzen ziehen lassen, die cs ihnen bedenkenfrei in Miß- aller Rechte zur Zeit ihrer Unvorbereidetbeit entriß. Wenn achäung _ DU S-ttner Majestät Regierung daher eine sehr eingehende Unter MÄnng wünscht mid nichts zu verheimlichen hat, erlaubt sie allen Tellen der Oeffentchchkeit genr, ihre Ansichten zur Geltung zu brüten. Tic englischen Abgeordneten, einschließlich der Herren C. B. Roberts, Rmnsay MacTonald und Jiowett, werden nur noch eing ehender das rnssisll>e Volk darüber ausklären, wie Englano in diesen verheerenden Krieg getrieben ivurde. Säe werdest iveiter Herbei die Winkelzüge ans Licht ziehen, die Teutschland gebrauchte, wst se ine räuberischest Ziele zu verbergen, die cs hatte, als es seinen friedlichen Nachbarn den Krieg aufzwcmg. Wilson und Rußland. Washington, 1 Juni. (Reuter.) Präsident Wilson hat ein Dokument nudj Ru ßland geschickt, in dein das KriogSKiel der Bereinigten 6taatcn ans einanderg esetzt und die Formen: Keine Annexion und kein SckiaHen erfaß — be* wird. Ties Dokument wird nach Uebermittelung an die russische Regierung in Washington veröffentlicht werden. * Die Stockholmer Konferenz. Wien. 2. Juni. (Meld. d. W. K- K. T.-K -B) Anläßlich der Reise österreichischer und ungarischer Sozialdemokraten «ack Stockholm ist in manchen Kreisen die falsche Auffassung entstanden, als ob die österreichischen und die ungarischen Sozialdemokraten die Reise im Aufträge der österreichisch-ungarischen Regierung an getreten hätten. Die österreichischen und ungarischer! Sozial denrokraten verhandeln in Stockholm weder im Namen noch im Aufträge der österreichisch-ungarischerl Regierung, sondern aus eigenem Antrieb und ans eigene Verantwortung. Rotterdam,!. Juni. MTB. '.Achtamtlich.) Rach dem „Meuwe Rottcvdamschen Courant" schreibt die „Morning Der Wuillch der englischen Arbeiterpartei', dcch ihre nach Petersburg reisende Abordnung TMterwegs in Stockholm Brcrnting über die Auffassung der Martei bezüglich be3 Krieges und der Friedens bedingun gen t e ' ist etwas ganz airderes als eine Teilnahme «an der Kvnfeoenz. Es kann keine Rede davon sein, daß die Leitung der Partei beschließen wird, Vertreter nach der Stockholmer Konferenz zu entsenden. V e n n T i l l e t t unterzog der „Times" zufolge in eurer Versammlung des Gewerkschasisvorstandes der Schiffsbau- arb etter die Art, wie die Regierung den Schiffsverkehr in England regelt, einer scharfer: Kritik. Er sagte, die Stauung in den Häfen sei ein Skandal. Rne ganze Flotte von Schiffen werde infolge der Ungeschicklich- reit^der Beamten Wochenlanr aufgehalten. Es seien Schiffe m oc6 gegangen, die Tausende von Tonnen weniger Fracht nntnehrnen, als sie hätten laderi können, und das in einer Mi, wo das Land vor einer Hungersnot stehe. In den ^ teh Häsen seien die Schiffe wochenlang liegen ge- vlreoen, lvahrend die benachbarten Häfen leer gewesen seren and Tausende von Personen keine Arbeit gehabt hätten. In vre len Fällen wurden Waren Hunderte von Meilen nrit der Eisenbahn im Lande hin und lyex geschickt, obwohl sich m ummttelbarer Nähe Häfen befanden und Schiffe zur Der fngnng standen. * Preissteigerungen in England. Rotterdam, 30. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Nach oem „Ittemven Rotterdamschen Cour." erklärte Bathurst nn Unterhause, daß seit Beginn des Krieges im Kleine yanuet die M a rg a r i n e nur 56 vom Hundert, der Zuck pre-s um 172, der Durchschnittspreis der wichtigsten Lebensmittel' um 06 Prozent gestiegen sei. Einige Lcbensx mittel von weniger großer Bedeutung feien noch teurer qe* tuorben. Die größte Preissteigerung verzeichnen grüne Boh nen, dre um säst 4M vom Hundert teurer geworden seien. ' Aus Stadt vierteln von Paris dauert aii. Die Arbeiterinnen für ;vtul^ tärvekleidung lprben ihre Forderungen durchsetzen können, dagegen sind in der elektrischen und militärischen Passemen- lerie-Industrie neue Streiks ausgebrochen. — In Boutoqne !"" Seine ist eine große 'Anzahl von Werkstätten geschlossen Geheime Sitzung des dänischen Reichstags. Kopenhagen, 31. Mai (WDB.) Die geheime ''Sitzung des Reichstages dauerte von 101/2 bis 12i/z .Uhr. Nachdem der Minister des Aeußern eine Reihe von Mitteilungen gemacht hatte, wurden Fragen durch den Mi- anster des Aeußern und den Minister des Innern beantwortet. Der Präsident des Folkettngs dankte schließlich dem Minister des Aeußern für die gemachten Mitteilungen und .sprach den Wunsch aus, die b^oarnene skandinavische Zusammenarbeit möge glücklich fortgesetzt werden. Aenderungen in der englischen Regierung. London, I.Jmri. iWTB. Nichtamtlich?, Meldimg des Aeurerschen BuwcmS. „Daily Chroniole" erfährt, daß .nichtige Veränderungen in der Regierung zu erwarben seien. Das Kabinett wünscht, daß der neue Lebensmittelkontrolleur aus den Krersen der Arbeiterpartei genommen wird. Man basst, daß George Roberts das Amt übernehmen wird. Wenn dies gAchieht, imrd auch in oer Zusammenstellung der Abordnung der A r b e i t e r p a r 1 e i, dre nach Petersburg geht, eine Aenderung emtrcien müssen. Es jn* setzt so gut nve sicher, daß Addison in nächster Zeit von seiner Stelle als Mun i t io n s m in i ste r zurücktreten wird. Es darr angenommen werden, das; Churchill Muuitions-, mrnrster wird. Ursprünglich 'batte die Exekution der Arbeiter vartei, Hendersrm, Roberts und Pardh dazu ausersehcn, nach Petersburg zu / Zuckeransgabe für Juli-September Den omgenommen. Dre Gärung in verschiedenen Arbeiter-/ Mkaufsgeseltschaft für das Großherzogtum Hessen m. b. .v . Die Arbeiterinnen für Milt- hat als LandeS-Zuckerstelle soeben an die Konimunalvei.- _ 6 •: . h/*rrtnö Stn wT-r. • . - ^ .. . . — ' f ffett - Au s gabe^ Bon Montag, den 4..Juui d. Js. ab gelangt in den Bertanfsst-ellen der Molkerei Gebrüder Gri-b gleichzeitig mit der Butter nn V« Liter O el gegen Mieserung ^ t 2 9 der Lebens,Nlttelkarte zur Ausgabe. rG . 3 0 1 1 f d)e 50 1 il chtü ch c. Nachdem die Erweiterung ^ Ct \r-5 r Städtßchm Milchküchc vollzogen ist, können ^ > sämtliche Kinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr mit Bollim cl/veigorgt werden. Anmeldungen wegen des Bezugs eilti 9 c Tage vorher erbeten. Ab- ^ Milchratten und -niarken i,t erforderlich. Die Ausgabe ml'^^..^rmittags von 11 bis 1 .Uhr und nachmcktags von 3 nrXZ: an.Sonntagen m,r von 10Vs bis 12 Uhr vornnttags. Zetten wird Milch nicht abgegeben. Vorerst muß die Much noch abgeholt werden, es ist jedoch beabsichttgt, die 5Nilck Die Hiss dem Reiche. y Ein deutsches Unternehmen für das Schifsahrtsnachrichten- ^ wesen. Ha m bürg, 1. Juni. (WTB.) Zunr Zwecke der Gründung ernes d e u t, ch e n U n t e r n e h mens für das S ch i f f a h r t s - n a ch r i ch t e n w e s e n in der- Art des englifckien von Lloyds fand heute crne Versammlung statt, an nulchcr u. a. Vertreter der Senate von Har.iburg und Lübeck svlvie der Handelskaminern tennahmen. Rach einem begründenden Vorträge von Tr Bruders Berlin, wurde einstimmig folgende Entschließung angeiwmmen- Zit am 1. Juni ui .Hamburg im Kvloilialinttittlt abgehaltene Versammlung von 400 Vertretern von Schiffahrt, Seeversichennw Handel, ^Ndnsttre und Landwirtschaft, von ^Mitgliedern deutscher Parlamente und anderer nationaler Verbände erklärt die Schaffung eines d e u tschen Schi s s s ua ch ri ch t en d i e n ste s im Jnter- tt,e der gesamten deutschen Volksivirtschaft für dringend erforder- ncl). und öetraut mit den tyiterm Arbeiten einen vorbereitenden /lusschuß, ^i-efcr wird beKlstragt, mit den versästedeneii Inter- ejsentingrupperr in Verbindung zu treten und sie zur Bezeichn,mtv a?". Vertretern zu dem Gründungsaussckmh zu bitten. Alle an der ckus^'lialtung des deutschen Wirifchaftslebens interessierten Greife werden ausgcivrdert, das Zustandekommen des Vereins „Seedienst" durch .stapitalsbeteilignug und Beitritt zu fördern. bände^die Landesbezugsscheine für Zucker für die Monate .ttttr-^ptember ausgegeben. Mt Rücksicht auf den großen Bedars an Zucker für Einnrachzwecke gelängen für jeden dreier drei Väonate 1 y 2 P f u n d Zucker auf den Kopf der Be- volkerung zur Ausgabe. Die Juli-Menge muß bereits im Juni bezogen werden, die Au§ust-Menge bereits im Juli und dre September-Menge bereits im August. Die Kom- tnunalverhände sind berechtigt sofern nach ihrer Ansicht ein bejond'wes Bedürfnis dazu vorliegt, der Bevölkerung sie gesamte Menge für die drei Monate auf einmal zuzu- suhren bannt diese über größere Zuckerillengen für die Einmachzcir ver,ügt. Für den Bezug für die einzelnen Monate gelten dre Vkarksn 24—32 der Landes-Zuckerkarte. Die Kommunalverbande werden das Nähere noch bekanntgeben. „ ^ Frische Seefische sind hente direkt von Geeste- munde eingetroffen und gelangen in sokgenden 54eschäiter zum Verkauf: Berdux Nachf., Kleinhenil, Bahnhy-fftraße Konsumverein, Schanzenstraße, Laih, Schulstraße, Schade & Zullgrabe, Bahnhosstraße, Schulhof, Marktstraße, Simon, Walltorstraße, Ang. Wallenfels und Georg Wallenfels, Marktplatz. Die Fische wurden der Stadt überwiesen und an obige Geschäste verteilt. ^ Der Vorstand des Eisenbahner-Konsum. atiÜ‘M n ^ J’ n Anschlüsse an die gestrige Bekanntmachung de, städtischen Ottskvhlenltclle seine Mitglieder, sch beim Gaswerk ihre .stohlenbezugsscheine felb,t abzuhoben und sie in unserem Haupt- geickmft, LiebigjWaste 5Er. 23, gegen Quittung abzugeben. Der Vor- Md mich alle Bestellungen aus Kohlen jeder Art einsßl. Braun- ^leubnkeW, 3 U denen en keine Bezugsscheine l>at, als erledigt bet nachten. Siehe Anzeige. * " Amtliche Persvn-ilnachrichten. Der Grvß. Herzog hat am oO. Mai 1917 den Kveisbauinspektor Bauvrit Karl Hechler zu Gießen auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Jum d. I. an aus dem Staatsdienste entlassen — Ueberttagen wurde am 29. 5Nai der Schnlamtsaspirantin ^ophre K o h l ans Bnrstaot, Kreis Bensheim, eine Lehrerin- ftelle an der dortigen Volksschule. ** dlus^eichnung. Professor Dr. Strecker ist für s«ne Wittiamteit in Bad-Nauherm nachträglich das Kriegschrenzechen verstellen worden. < ** ^ ^ cin ist gestern abend ttnem schweren Leiden erlegen. Mit chm t)t eine Persönlichkeit verschieden, die sich weit über den Kirech, ihrer ärztstckxen Prarcks hinaus großen Alffehens ^ lstoßer Bestebthert erfreute. Dtt Karl Mm war geboren am 8. Marz 1854. Er jtndrerte in Gießen, Marburg und Würzbiirg, wo er sein Staatsexamen machte. Bevor er 1884 nach Gießen über siedelte, nmr er in Waldmioor in der Pfalz tätig. Seit dieser Znt lvar er ununterbrock>en in Gießen. ** Vom Wetter. Seit einigen Tagen sieht es ganz so ans, gls ob der sehnlichst erwünschte fefltm sich min endlich einstellen wollte, aber noch ist kein Tropfen gefallen. Vorgesterii nachmittag gegen 4 Uhr zog eine schwere Ge- witterwolke herauf, die nach ihrem fahlgelben Aussehen sogar Hagel in sich barg. Nach einigem entseniten Dmrner- ffrollen zog sie vorüber. Gesterii war es ähnlich so, aber die Sonne rang sich immer wieder durch. Wie aus einigen Meldungen hervorgeht, sind in der- Marburger Gegerid Uitd im Ohmtal schwere Gewitter niedergegangen, ohne uns mehr zu bringen als eine Abkühlung der Luft und einen leichter Mc orgennebel, der sich hente ziemlich lange hielt. ** Ans dem Stadttheaterburean. Nochmals sei aus die Mfsnhrung der „Warschauer Citabelle" am kommenden Dienstag hingewiesen, die als 14. Diens- tags-Abomlements-Vorstettung stattsindet. In der- Borstel^ ltttig unter Spielleitung von Hofrat St?eingoetrer ist sas das gesamte Personal des Bad-Nauheimer Knrtdeaters beschäftigt. a , 1*^,0 der hessischer Kunstverein. Die Gemälde. Ausstellung ist von morgen an geöffnet und hat zivei interessante Scnnmlungen, die der Freien Gruppe und de, ^ Münchener Aquarellisten, auszuweisen Da di. nächsten Ausstellungen eine rasche Folge haben müssen, so kann auch leider diese nur 14 Tage, bis einschließlich 17. Juni, verbleiben, weshalb schon heute auf einen frühzeitigen Besuch dieser Ausstellung hingewiesen wird, die gewiß allseitiges Jntwesse findet. Die Ansstellnng ist täglich, mit Ausnahme Sanistags, geöffnet. ** Sitzungen oes Schwurgerichts für das 2 Vierteljahr 1917. Montag, 4. Jum, vormittags Ji > Uhr, wird verhandelt gegen Elisabethe Pesch Mttve aus Lauter wegen Kinoeschtting. Die Allklage vertritt Ger.. Assessor Knauß, die Wrteidigung führt Rockstsanwalt Leun. Dienstag, 5. Juni, vormittags 8i - Uhr, t^egen Fried rich Wilhelm Hanß aus Wangeii wegen Mord 'und Dieb- stahl. Dre Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Hof mann die Verteidigung führt Justizrat Dr. Jung. Die Spvllch liste für die Schnmrgerrchtssitzungen des 2. Vierteljahre. l9l i letzt sich Me folgt zusannnen: 1. Friedrich Wilhelm Wagner iii Assenheim, 2. Wittum Frey, Zigarren- Fabrikant rn Lang-Göns, 3. Heinrich Seipp, Landwirt'in Muschenheun, 4. Johann Heinrich Walz I., Spenglea- rn Lieh ;> ,F}*! ira l , e £ et ' "andwirt in Nieder-Gemünden, 6 Hein- '-ich N e i d e l, ILauoivirt in Wiesech 7. Karl Fleischhauer, Wm ftM t rt tn VLtzfük», S. Bieter Wöheknr Vühr, Öcrntotrtri in Nvyrbach, 9. Heinrich Konrad Scheid , Landwirt in Dübel s- iint, 10. Louis Lind, Zitziarrenhündler in Gießen, 11. spar Finkernagel, Weber in Laubach, 12. Gustav Mebstock, Kaufmann in Alsfeld, 13. Karl Strauch, Gastwirt in Grebenhain, 14. Jakob Haas V., Landwirt in Steinbach bei Gießen, 15. Heinrich BÄnsel II., Larrdwirt in Engelrod, 16. Heinrich Werfen buch, Kaufmann irr Ehrin^'Hausen, 17. Geh. Rat Pros. Dr. Martin in Gießen, 18. Wilhelm Spengler I., Landwirt in Gettenau, 19. Heinrich Wilhelm Mohr, Uhrmacher in Vilbel, 20. Franz Gottfried Kersten, Uhrmacher in Homberg a. d. Ohm, 21. k)tto Holtschmidt, Beigeordneter in Eckartsborn, 22. Hermann" Kratz, Kaufmann in Qaubach, 23. Johann Adam Alles II., Lanowirt in Eberstadt, 24. Karl Lung, Lartd- wcrt in Wohnbach, 25. Wilhelm Mayer, Kaufmann in Gießen, 26. Philipp St oll I., Beigeoroneter in Echzell, 27. Heinrich Seibert VII., Rentner in Hangen. ** Von der Bar ban d- und Kranken-Erfri- schvngs stelle des Roten Kreuzes am Bahnhof Greßcn wurden rm Monat Mai 1917 2124 durchveffende Soldaten und Gerwwndete mit Kaffee erfrischt: die Sanitätswack^ hat im letzten Monut 547 Transporte ausgeführt und in 209 sonstigen Füllen Hilfe geleistet. Ferner tmnden mehrere hundert F e r i e n k i n d e r mit der Reise -zur Unterbringung m den Landgeineinden mit Kaffee erfrischt and samt Teil übernachtet und mit warmer Kost verpflegt. ** Die diesjährige öffentliche Impfung in der Skrtü Gießen wird, beginnend am Mittwoch, dem 6. Juni, im Jmpflvkale — Turnhalle der Stadtmädchenschule, Schillerstraße 8 -— fite die nächsten fünf Wochen. jeden Mittwoch nachmittag 4 Uhr abgehalden werden. Näheres siehe Llnzeige. ** Vaterlandische Versammlung. Im Saale des „Fürstenhoses'" wird Sonntag, 3. Juni, 5 Uhr nachmittags, Prof. Graf Du Monlin-Eckart ans Dtünchcn über „Deutsche Gegenwart! Deutsche Zukunft!" sprechen. Der Eintritt ist unentgeltlich Der Bortrag findet aus Veranlassung des Unabhängigen Ausschusses für einen deuffchen Frieden, des Alldeutschen Verbandes und des Vereins für das Deutschtum im Ausland statt * *Der Lahnkanalverein hält seine 9. ordentliche HMiptversammlung am Somrdag, den 3. Juni, ilachmittags 3V: Nht, in Limburg a. d. L., im Gasthos „Alte Post" ab. Dabei hält Gehermrat Sommer aus Gießen einen Vortrag über „Lahn- Lmal und Eisenbahnnetz"". Angesichts der großen Bedeutung, die den Wasserstraßen als Verkehrswege in Friedens-, besonders aber jra Kriegszeiten beiFuuveffen fft wird der Plan des Ausbaues der Kühn KU einer den B^dünnffseir imb Wünschen der Gegenwart enkftnEchenden, durchaus lefftnngsfähigen Wasserstraße aus allseilige Bedeutmrg Anspruch m-achar. Zahlreicher Besuch der öffentlichen Versammlung, besonders auch von Gießen, wegen des Vortrags- themas, ist sehr erwünscht ** I m Hotel Fürsten Hof, Gießen, findet Sonntag ein Künstler-Konzert unter Mitwirkung der Oper- und Liedersängerin Frl. Doris Schopl, zurzeit Gvoß-Frankfinck, statt. ** Der Möwe-Film, der seit gestern im Lichffpielhaus, Bahnhvfstvaßc, gegeben wirb, zwingt die Zuschauer zu gespanntester Aufmerksamkeit, denn .er ist wirklich eine Kriegsurkunde, die noch fernsten Geschleclsteru von deutscher Kraft, deutsches Seemacht und deutscher —• Menschlichkeit erzählen wird. Kapitänleutnant Mols h« die zweite Kveuzechchrl der ,.MSwe"" in allen Hanpi- Phasen festvehalten. Sprengungen, Kaperungen, Versenkungen von 15 scurdluhen oder int feindlichen Solde fahrenden Handelsschiffen führt der Film vor. Vielleicht ist so manchem gestern zum ersten. Male zum Bewußtsein gekommen, welche Arbeit unsere tapferen Blaujacken leisten und waslder Kampf um die Seeherrschast eigent-> lich 'bedeutet. Wie schwierig und gefahrvoll die „Kaperungen"" find, ist aus vielen Büdern ersichtlich. So manches harmlose Handelsschiff hatte am Heck Geschützt verborgen und so mancher „Engländer"" rragierte nicht auf das Signal „Halt! Stoppen!"", sondern versuchte zu eutwiscliew Trotz alledem wurde kein Schiff ohne Warnung beschossen oder versenkt und immer die feindliche Mann- schast von den „Möwe""-Leuten -erst in Sicherheit gebracht. An Bord der „Möwe"" sammelte sich mit der Zeit ein buntes Bülker- gemisch. Interessante, ja mmt darf sagen dramatistl-e Bilder boten die einzelnen Schiffsversenkungen. Bald schnell, bald langsam — oft in wenigen Minuten — finkt solch ein stolzes Fahrzeug, das eben noch mit wehender Flagge die See kreuzte. Ob es ein Zehn- tauserüi-Tonnen-Dampfer ist oder ein leichter Dreimaster mit offenen Segeln, immer ist's, wie Kapitän! eutnaärt Wolf sagt, „ein packendes Schauspiel, das immer wieder alle Leute, soweit sie nicht der Dienst Im Schisse seslhielt, an Deck zog"". Aber der Film zeigt uns auci) heilere Seiten aus dem Leben unserer tapferen „Möwe""- Helden: Feierstunde an Bord, sportliche Wettkämpfe, alte 'heitere Seemannsbräuche usw. lind schließlich die Heimfahrt der „Möwe"" zu den deutschen Gewässern. So ist das Ganze eine Kette tx>tt ungemein fesselnden Episoden, die wieder nur Ausschnitte sind aus dem gewaltigen Kamps, den wir gegen eine Welt uoti Feinden führen, wie gesagt, nur einzelne S zetten und doch ein mg zusammenhängendes Ganzes, dem man im gewissen Sinne ein dramatisches Gefüge zufpvechen darf: nichts Ausgebautes, Zurechtgestelltest sondern ernstes, furchtbar ernstes und spannendes Leben. Es ist selbstverständlich, daß der Film auf die ZusÜMter eine tiefe Wirkung hatte und mit großem Beifall ausgenommen ivurde. ** S chwar z- W ei ß -T hea te r. Dieser Tage wurde unter dem Protektorate des Kaisers ein großes Marineschauspiel zugunsten der Il-Boot-Spende fertiggestellt. Das Schwarz-Wtziß-Theater hat für dieses Filmwerk das Ersraufführungsrecht für Gießen erworben. Im Programm vom Samstag, 2., bis einschl. Montag. 4. Juni, wirkt Erich Kaffer-Dietz vom Lesfing-Theater, Berlin, in seinem vornehmen Gesellschaftsdrama „Das Gerücht"" in drei Akten, von Fred Sauer, mit. Im Meilen Stück zeigt sich der beliebte Paul Heidernann als „Teddy im Schlaffosa"", pikantes Lustspiel ür zwN Akten, mit seinen Parttrevinnen Frl. Garde Nissm und AnM Müller-Linke. Das dreiakttge ergreifertde Kriminaldrama „Kinder tränen"" vervollständigt den Spielplan. Landkreis Gießen. -m. Hungen, 2. Juni. Gesterit abend trafen etwa 5 0 Kin der aus Bochum hver ein, die bet der Emwohnerschaft Aus- ttahme fandest. Ans Wunsch werdest noch einige Kinder Nachkommen. Sie stehen im Alter von 8—15 Jahren, sind fast alle kräftig gewachsen und haben ein gesundes Aussehen. Der Aufenthalt in unserm Städtchen wird für die Kinder von gesundheitlich günstigem Einfluß seitt, zumal alle ihre lebhafte Zufriedenheit bekunden. RirchLrche XladyvidjUn* Evangelische Gemeinde. Sonntag, 3. Juni, Trinitatis-Fest. Gottesdienst i. d. S t a d t- kirche. Vorm. 8: Siehe Johanneskirche; 9HA: Pfr. Mahrs 11: Lnkasgem. Pfr. Bechtölsbeinter: att>s. 8. ^9ibctbefpred?itunb€ tm Johonncssaal. BibeN'ränzchen f schul er lwh- ^kwanß. Jed. Miwvvck, abds. 6—7: jung. Abt.. ied- .sainslag, ?bds6^. ätt. Alu. im Johannessaal. - Bibelkranzchen s Machen a. d. Jvharmesgem. Jeder: Dienstag,^ds. 6—7. ^zoharmessaal — Wartburg, ev. Jüngl- u. MäTtner-Bererrr., ' Sonntag, 3. Juni, abds. 8: Bvrtvag:! Mittwock), 6. abos.^^ . Leseabend. Gäste jvillk. —- Kirchberg. vorm. 10: Hl. Abendm. f. Ruttershcuffen. ^ Mittwoch, 6. Jwn, abds. 9: Kriegsbefftunde. :omrtag, '•>. Jum, Daub ringen. Dekan Gußmann rkatholische Gemeinde. Samstag, 2. Juni, nachm. 5 u. abds. 8: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, 3. Juni, Fest der hl. Draisalttgkeit. ^rm 6 Gelegenh. z. hl. Beichte: 7: Hl. Messe: 8: Austell. d. hl. Kommun : 9: Hochamt m. Pred.: 11: Hl. Messe m. Pred. Nachm. 2: Ehrrstenl. daraus And. m. Segen: 44/ 2 : Jungfr.-K'ongreg. Dienstag u.^-ret- tag. abds. 8: Kriegsbittand. — Diaspora-Gottesdienst am 3. Junt: Hungen 9l/z, Laubach 7i/s, Licb 9Vr. Letzte Eine Erimhrungskonfer-cnz. Berlin, 2. Juni. Der Minister des Innern hat für die nächste Woche eine Konferenz, an welcher sämtliche Regierungs- und Oberpräsidenten der preußischen Monarchie teilnehmen, einberufen. Die Zusammenkunft, der auch der preußische Ernähruugskomrnissar Exzellenz Michaelis beiwohnen dürste, wird, laut „Berliner Lokalanzeiger"^ der Erörterung wichtiger Ernährungssragen dienen. Ein amerikanisches Kriegsschiff gesunken? i. K ö l n, 2. Juni. Die „Köln. Ztg." meldet aus Zürich: Eine Genfer Meldung der Züricher Post besagt: nach zuverlässigen Nachrichten aus England ist vor Queenstown an der Südküste Irlands ein amerikanisches Kriegsschiff durch eine Mine gesunken. Der irische Kronrat. Bern, 1. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Der Dubiiner Korrv- spondent der „Times"" erfahrt, daß der irische Konvetrt aus höch- steus 60 Abgeordneten, einschließlich 15 Regierungsabgeordneteu, bestehen und voraussichtlich in Dublin tagen wird. Der Korrespondent warnt vor einer Hinausschiebung der Einberufung des Konvents, da die verschiedenen irischst Gruppen jetzt täglich neue Grttndbedingungen für den irischen Ausgleich aufstellteu. So forderten die Nationalisten jetzt die Homerule in dem gleichen Um - fange wie die britischen .Wlonien und verlangten, daß ein nou der Mehrheit des Konvents angenommener Ausgleichs plan nicht durch die Ablehnung von Ulster dürfe zu Fall gebracht werden können. Die nattonalistische Presse fordere allgemein die Freilassung oer Gefangenen des letzten Aufstandes. In einer Versammlung der Irish National Volunteers seien Entschließung«: angenommen worden, daß Irlands Anspruch auf seine Unabhängigkeit der samnten- den Friedenskonferenz unterbreitet werden solle und daß ein freies! Irland ein Vcrteidigungsheer zur ^tbwehr feindlicher Einfälle besitzen müsse. Unser teurer Vater, der praktische Arzt Dr. Carl Klein V • Ü ist gestern abend einem schweren Leiden erlegen. Hiffl -Mt UV« 1 WM k -m 11 WW Todes-Anzei ge. Heute morgen 8V 9 Uhr verschied sanft nach kurzem, schweren Leiden unsere liebe, gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und i Tante Frau Katharina Schäfer geb. Schaum j im 67. Lebensjahre. Dr. Carl Klein, Spezialarzt Willi Klein, appr. Arzt 4319D Hermance Klein geb. Gatzert. Wi^W In tiefer Trauer: Familie Heinrich Faber III. f Familie Ludwig Schäfer II. liifel Großen-Linden, den 1. Juni 1917. Von Beileidsbezeugungen bitten wir Abstand zu nehmen. ^ Im •’> iirlaSl Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. Juni 1917, nachm. um 3 l j Uhr statt. 4330 l Dort über jenem Zternenmeer, Dort ist ein schönes Land, Mit seinen- Bergen hoch und hehr, Dem Glauben wohlbekannt. Da glänzet schöner Blüten Pracht, In ew'ger Herrlichkeit, Da winkt dem Müden in der Nacht Die Ruhe nach dem Streit. Plötzlich und unerwarteterhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Musketier Heinrich Stephan Inhaber des Eisernen Kreuzes nach lQmonatiger, treuer Pflichterfüllung am 16. Mai bei einem Sturmangriff im blühenden Alter von 21 Jahren den Tod der Ehren fürs Vaterland gestorben ist. . • _ In tiefer Trauer: Heinr. Stephan lll ESisabethe Stephan geb. Otto Otto Stephan Ernst Stephan. Gr.-Buseck, Beuern, den 21. Mai 1917. Auf Wiedersehen! war dein Abschiedsgruß, Auf Wiedersehen! ist unser Christentrost. Nachruf. Am PfingstsamStag entschlief sanft nach schwerem Leiden unser lieber Karl Erb. Er war unS stets ein treuer, braver, gewissenhafter Gehilfe, dem wir stets ein treues Andenken bewahren werden. Firma Karl Hensel Inh. Fritz Jung. Gießen, den 1. Juni 1917 4298 •• * \i 7 -«r D rucksachen aller Art liefert io jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Scbulstr. 7 Gebrauchte reine Wm- uni! M-Korkcu zu kauten aesucht Lo7l Marktplatz 17 Schweannstelnfabrik.ältcitc außSynd., lief, bi ll. I» Steine. ^ Pbil. GieS, Neuwied. Heute nacht 12% Uhr verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unser geliebtes Töchterchen und Schwesterchen Ottilie Elisabeth im Alter von 6 Jahren 2 Monaten. Die tiestrauernden Hinterbliebenen: Familie Peter Dutin4. Gießen, den 2. Juni 1917. Die Beerdigung findet Montag nachmittag 4 Uhr aus dem Neuen Friedhofe statt. Sein Alle Reparatu en schnell und preiswert Gebrüder Waag Schirm-Fabrik Gießen, Seltersweg Nr. 53 ferMnirs iielspi^ytr von höchster Trteökraft 1000 fach be- stens Ocvfihn JldalUnttf“ ii HolzrahmoiiTOtttr. Ivinder- bettb.a.Prir.Kat frei * v EUtBuftbtlfabrik. Sshl t. Tb. V C:' V V - .-' -K -M- x- ’&•: 3 :■ x'W i^leute entschlief sanft nach langem Leiden im 43. Lebensjahre mein innigstgeliebter Mann, unser treuer Vater % / Freiherr Otto von Buseck Oberleutnant d. L. a. D. Imma Freifrau von Buseck geb. von Tschurtschentaier-Helmheim . Adelheid und Otto. Auerbach (Hessen), den 30. Mai 1917. Die Beisetzung findet am Montag, den 4. Juni, nachmittags 3 Uhr, in. Giessen auf dem Neuen Friedhof in der Familiengruft statt. 03365 Giessen (Nord-Anlage 19), den 1. Juni 1917. In tiefer Trauer: Ka tharina Liebermarin, Auf Wunsch der Verstorbenen findet die Feuerbestattung in der Stille statt. Von Trauerbesuchen und Blumenspenden bittet man absehen zu wollen. 4SI) Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Thon, geb. Bender. Frankfurt a. M„ Schlotheim, Giessen. Die Beerdigung fand in der Stille statt. Todes-Anzeige. Allen Bekannten und Verwandten die traurige Nachricht, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat unseren lieben Vater, Schwiegervater, Gross 1 vater, Bruder, Schwager und Onkel ^ Philipp Weigel XIX. im Alter von 66 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Philipp Weigel, z. Zt. im Felde Familie Ludwig Weigel XVI. Wilhelm Weigel, z. Zt. im Felde Elisabethe Weigel, Klein-Linden, den 1. Juni 1917. Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. Juni, nachmittags 4 Uhr statt. 08105 Am 26. Mai entschlief nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Bruder, Schwager und Onkel Herr Friedrich Thon Kgl. Oberbahnassistent im Alter von 58 Jahren. Heut© entschlief sanft nach kurzem Leiden meine liebe, treusorgende Kusine Fräulein Anna Mann.