Kr. \2t> Der S!t-e«e? Äsz^k-e, effchenu täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Hietzever ^«iiienbtatLer; Ureir-Zatt für len Hveis SirLea. vczugspreLs: mütatt* 90 'iSf., viertel- jährl. Mt. 2.85-, durch Abhole- iu Zweigstellen numatl. 80 Pf.: durch diePost Mk. 2.-15 viertel- jährl. uusichl. Bestellg. Ferrrsprech - Anschlüsse: 1ü: die Schrütleituug112 Berlag.Geschäftsstellebl Anschrsttfür Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzen. Erstes Blaß Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 11686 ZlNillingsrunddruck u. Verlag: vrKhescht Üinv.-Such. u. Ztein-ruckrrei R. Lange. Lchristlrttung, SrschäftrsteUe u. Druckerei: Schulftr. 7 . Kettüg. \. Juni Wr Annahme von Arrzeigc r i. die TageLnummer oij zuinNachmittaq vorher» Seilenvreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Ps.. Ber- mietungcn u- Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrist 30 Pf., Reklamen 75 Pi., bei Platzoorschrist 00 Pf^ Hauptschristleiter: Ang. G o e tz. Berantw örtlich sür Politik u. Feuilleton: 2k«a. Goetz. Stadt tiriv Lcr^», Vermischtes richtssaal: Fr. R. Zenz. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Senkverkehr: Eewerbebank Sietzen (WM.) Großes Huuptyuartier. 31. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronvriu^Rupprecht. Die lebhafte ArtilLerretätrgkeit imYpern - rmd Wyt- schaete-Bogen dauert an. Dicht siidlüh der Scarpe wurden mehrere englische Kompagnien, die abends überraschend gegen unsere Gräben vorstießen, verlustreich abgewiesen. Nach kurzer FeuersLeigerung erfolgten narhts auch zwischen Monchy uild Guemappe Angriffe der Engländer. Zn zähem dftrhkampf warfen w-estprentzischr Regimenter den mchrmals anlaufenden Feind. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Längs des Che min des Dam es erreichte der Ar- tillerirkampf wieder größere Stärke. Auf dem südlichen Aisne Nftr stürmtm nach umfangreiche:: Sprengungen west- rheinische Truppen mehrere französische Gräben und brachten vierzig Gefangene und einige Maschinengewelfre zurück. Oestlich von A u b e r i v e führten Teile eines oberrheinischen Regiments ein Erkundungs-Unbernehmen durch, bei dem fünfzig Gefangene in unsere Dana fielen. Während der Nacht kam es auch auf dem Westufer der Mrms zu lebhafter Feuertätigkeit. Heeresgruppe H erzog Alb recht. Nichts Neues. Aus dem Oeftlichen Kriegsschauplätze hat sich die Gesamtlage nicht geändert. Mazedo Nische Front. Erfolgreiche Po rftldge sichle brachten deutschen und bulgarischen Strrifabteilnngen im Cernabogen und auf dem westlichen Wardar-Uftr eine Anzahl Gefangene ein. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorsf. * Der Abendbertcht. Berlin, 31. Mai. abends. (WTB. Amtlich.) Keine größeren Kampfhandlungen. österreichische Parlament, das irrfolge einer ängst- Vchen Politik des Grafen Stürgkh so lange, z-um Schweigen verrrrteilt worden war, darf jetzt wieder Mitarbeiten an den gvoßen, toachsenden Aufgaben der Zeit. Das ist ein Zeichen der Stärke des Staates, der, den Erwartungen der Feinde zum Dvotz, aller: Fahrnissen standgehalten hat. Akte Blicke rechten sich auf den jungen Kaffer, der die schwierigsten Aufgaben übernommen hat, die jemals auf einem Herrscher des Habsburgerreiches gelastet haben. Deren nock) sind die Sonderwünsche der verschiedener Völkerschaften, die unter seinem Szepter stehen, nicht verstummt. Im neueröffrreten Abgeordnetenhaus habeir fast alte Parteien ihre Ansprüche, Bedingungen und Verwahrungen vorgebracht. Die Tschechen verlangen die Umgestaltung der Monarchie iu einer: Bundesstaat gleichberechtigter nationaler Staaten, wobei die schweren Schatten der Zerklüftung in Böhmen wieder grell hervortreteu; ein neuer „südslawischer Klub" fordert die Bereinigung aller von Slowerren, Kroaten und Serben bewohnter: Gebiete zu eineru selbständigen demokratischen Staatskörper; die deutschen Verbände dagegen protestierten gegen die Ansprüche der Tschechen und Slawen und bestehen ans dem Rechte der nationalen Selbstverwialtung in Böhmen. So vielgestaltig diese Tendenzen sind, bei der Ausirahnre der Thronrede des Kaisers im Reichsvat trat doch dies eine wenigstens klar hervor: alle Völkerschaften und HLrrteien halten fest urrd treu zum Throne der Habsburger. Insofern hatten die Agitationen und Lockungen der Feinde keinen, nicht den geringsten Erfolg. Einwandfreie Berichte erkläre':, das; die Thronrede des jungen Kaisers mit höchster Be-geisterrnrg auf allen Seiterr des Parlarnents ausgenommen wo-rder'r ist. Welches ist der Inhalt dieser denkwürdigen Kundgebung? Kaiser .Kart ist mit einerrr Tropfen denrokratischen Oels gesalbt, das seine Quelle in der neuen, alles bewegenden Zeit hat. Er bewies es, indein er den Grafen Tisza entließ, der einem demokratischen Wahlrecht sich entgegenstemmte. Das ungarische Parlament soll aber endlich das lang versprochene zeitgenräßere Wahlrecht erhalten. Me der Kaiser die Rolle der Parlamente in der Krieasz-eit und nach den: Kriege aufgesaßt wissen will, das steht recht deutlich in der Thronrede. Er will ein konstitutioneller Monarch sein, der die „unantastbaren Gerechtsame eines reisen, vaterlandsliebenden und freien Volkes" sicher verankern will. Ganz besonders bedeutungsvoll ist die Ankündigung einer bevorstehenden „Ausgestaltung der verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Grundlagen des gesamten öffentliche:: Lebens sowohl im Staate als in den einzelnen Königreichen und Ländern, besonders in Böhmen". Kaiser Karl nimmt die Notwendigkeit der „freien nationalen und kulturellen Entwicklung gleichberechtigter Völker" in sein Programm auf und gibt damit den augedeuteten Wünschen und Forderungen eine entgegenkommende Antwort. Die praktische Lösung der Frage wird jedoch nicht leicht sein; sie ist vorläufig noch nicht durchzuführen und darunr schiebt der Kaiser auch die Ablegung des eigentlichen Verfassungsgelöbnisses noch hinaus. Uns Deutsche interessiert an der Thronrede ganz besonders die Stelle, wo von dem anzubahnenden Frieden die Rede ist. Mit Worten großer Milde und Weisheit betont Kaffer Karl, daß die Mittelmächte jedem Lande gegenüber, das die Absicht der Bedrohung ehrlich aufgibt, gerne bereit sind, den Streit zu begraben und den Geist der Versöhnlichkeit walten zu lassen. Freilich, wie Kaiser Wilhelm ebenfalls bekundet hat: „Einstweilen wird unser Kampswille nicht erlahmen, unser Schwert nicht stumpf werden." Wir wollen hoffen, daß diese Sätze vor allem in Rußland auf einen fruchtbaren Boden fallen werden! Den uferlosen Eroberungsplänen der führenden Häupter der Entente gegenüber bleibt die kluge Ausnutzung der bei uns zun: Ausdruck gekommenen Friedenspolitik im Zusammenhang mit den russischen Umwälzungen unter allen Umständen das Gegebene. Möchten wir damit auch dem Ziele eines allgemeinen, starken, uns irr jeder Weise sichernden Friedens näher rücken! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 31. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oeft! ich e r und südö stlichrr Kriegsschauplatz. Unverändert. tung der verfassungs- und verwaltungsreEtlichen Grundlagen des gesamten öffentlichen Lebens, sowohl im Staate, als in den einzelnen Königreichen und Landern, insoe- sorck-ere in Böhm e n. Ich vertraue darauf, daß die Erkenntnis Ihrer ernsten Verantwortung sür die Gestaltung der Politischen Verhältnisse und der Glaube an die glückliche Zukunft des in diesem furchtbaren Kriege so herrlich erstarkten Reiches Ihnen, meine geehrte Herren, die Kraft vexleihen uürd, vereint mit mir in Bälde die Vorbedingung zu sckmfsen, um im Namen der Einheit des Staates unter einer verläßlichen Sicherung seiner Funktionen auch der freien nationalen und kulturellen Entwicklung der gleichberechtigten Völker Raum zu geben. Aus diesen Erwägungen habe ich mich entschlossen, die MSgung des V e r f a s s ll n g s g e l ö b n i s s e s einem hoffentlich nicht all-- znfernen Zeitpunkte vorzubehalten, wo die FundameMe des neuen!, starken, glücklichen Oesterreich sür Generatiorren wiederum fest aus- gebaut sein werden nach innen und außer:. Schon, heute aber erkläa-e ich, daß ich meinen teuren Völkern immerdar ein gerechter, liebevoller und gewissenhafter Herrscher sein will, im Sinne der konstitutionellen Idee, die wir als Erbe unserer Väter übernommen haben, und im Geiste jener wahren Idee, die gerade während der Stürme deS Weltkrieges in den Leistungen des gesanrten Volkes an der Fronä urw daheim die Feuerprobe wunderbar bestanden hat. Noch stehen wir in dem gewaltigsten Kriege aller Zeiten. Lassen Sie mich ans Ihrer Mitte all den Holden, die seit fast drei Jahren an unseren weitgespannten Fronten freudig ihre schwere Pflicht crffillen, an deren eiserner Standhaftigkeit eben jetzt zwischen der: Alpen und der Adria ein erneuter wüten- der Angriff des Feindes zerschellt, dankbaren Herzens meinen kaiserlicher: Gruß entbieten. Unsere Mächtegruppe hat die blutige Kraftprobe dieses Welt- krieges nicht gesucht. Ja, mehr als dag, sie hat von den: Augenblicke an, wo dank der unvergänglichen Leistungen der verbündeten Heerc und Flotten Ehre und Bestand unserer Staaten nicht mehr ernstlick bedroht erschienen, offen und in unzweideutiger Art chce Italienischer Kriegsschauplatz. Am I s o n z o gestern tagsüber nur Artilleriekämpfe. In Der Nacht wurden bei San Giovanni, südöstlich von Mon- falcone, zwei italienische Vorstöße abgewiesen. Der Chef Des Generalftabs. Die Thronrede Kaffer Kotls. Wien, 31. Mai. (WTB.) Bei der Herwigen feierlichen Eröffnung des Reichsrats verlas Kaiser Karl die Thronrede, in der es heißt: Geehrte Herren von beiden Häusern des Reichsrats! dckrch einer von den frühen Iüngliivgsjahren bis in das hohe Greisenalter nnermüdlichierr Do^ege für das Wohl seiner Völker geweihten und vom Glmrze der edelsten Regententug-Qrden Umstrahlten Herrscherlanfbahn ist mein erhabener Vorgänger, Kaiser Franz Jiosef I. im 68. Jahve seiner Regiermrg ans den: Leben geschieden. Durch Gottes Mgung bis zuletzt mit eurer ungemirrder- ten Fülle seiner Geisteskraft begnadet und gesegnet in den Werken seines bohen Amtes, ist er dahin gegangen. In den Herzen seines Volkes und in den rmvergänglicher: Werken wird das Anoenken des Verklärten fortlebcn, der den Staat aus den engbeschränkten Verhältnissen der Vergangenheit heraus auf die Bal-nen der ver- fassungsnräßigen Entwicklung eines blühenden knlv:rellen und wirt- schaftlichen Fortsch^rittes wies. In: Innersten bewegt, gedenke ich der rührenden Zeickvn kindlicher Liebe für den in Gott ruhenden Kaiser rmd der treuen und teilnahnrsvollen Gesinnung für n:rch> und mein Hans, in denen meine geliebten Völker wetteifern, nird die mir ein wahrer Trost in jenen Tagen der Prüfung gewesen sind. Auch Sie, geehrte Herren, haben dabei nicht gefehlt. Viele vor: Ihnen sind hierhergeeilt, um an der Bahre des allgcliebten Herrschers ilM noch einnral den Zoll der Ehrfurcht zu leisten. Herzlich danke ich Ihnen dafür. Ter Wille des Mlmächtigen hat mich in einer schicksalsvollcn Zeit zur Lenkung des Staates berufm. Des gewaltiger: Ernstes der Aufgabe, die die Vorsehung m:s meine Sckmltevi: gelegt hat, war ich mir vor: Anbegim: an bewußt. Aber ick fühle deiff Willen rmd die Kraft in mir, in trerrer Erfüllung meirrer Herrscherpflichten nach dem Vorbilde^memes erlauchter: Vorgängers meinem yehren Amte mit Gottes Segen gerecht zr: werden. Das Staatsintevesse soll nicht langer jener roirksamen Förderung entbehren, die ihm die eifrige Mitarbeit einer den Kreis ihrer Veftignisse richtig erfassenden, einsichtigen und gewissenhafter: Volksvertretung zu bieten vermag. Ich habe Sie, geehrte 5>erren, zur Ansübmrg Ihrer verfassungsmäßiger: Tätigkeit berufen und heiße Sie herrte an der Schivelle Ihres Wirkens herzlich willkommen. Im vollen Bewußffein der von meinem erlauchten Vorgärrger nbernommer:en verfassungsmäßiger: Pflichten und aus eigener tiefster Ucberzengnng will ich Ihnen erklären und feierlichst bekräftigen, .daß es mein unabänderlicher Vfflle ist, rueine Herrscherrechte jederOkk in einem wahrhaft konstitutionellen Geiste auszriüberr, die staatsgrnndgesetzlichen Freiheiten unverbrüchlich zu achten und den Staatsbürgern jenen Anteil an der Bildung des Staatswillens unverkürzt zu wahren, den die geltende Verfassung Vorsicht. In der treuen Mitarbeit des Volkes und seiner Vertreter erblicke ick eine verläßliche Stütze sür den Erfolg meines Wirkens. Ick meine, das Wohl des Staats, dessen glorreicher Bestand durch das feste Zusammen steh en der Bürger in den Stürmen des Weltrrieges bewahrt wurde, kann auch für die Zeiten des Friedens nicht sicherer verankert werden, als in der unantastbarcit Gerecktsame eines reifen, vaterlandsliebcicken, fteien Volkes. Eingedenk meiner Obliegenheit zur dlblegung des Verfassungsgelöbnisses und festlwltend an der gleich nach meinem Mg:eruirgsantr:tt verkilndeten Msicbt, dieser Obliegcnl>eit getreulich nachzukommen, muß ich mir zu gleich die Bestimmung des Staatsgrundgesetzes gegen- wärtig halten, die die Entscheidungen im großen Augenblick des F r i e d e n s s chl u s s e s allnn in meine Hand legt. Ich bin aber auch überzeugt, daß das segensvolle AuMcken des Verfassungs- lebens nach der Unfruchtbarkeit der früheren Jnhre und der pol:tr- sclien Ausnahmevcrhälti:isse des Kriebes, abgesehen von der Lösung jener galizischen Frage, für welche mcnn erhabener Vorgänger bereits den Weg gewiesen hat, nickü inogkch fft, ohne AuSgestal-. Fnedensbereitschast zu erknmen gegeber:, von der festen Uebcrzeugung gebeitet, daß die richtige Friedensformel nur in einer wechselseitigen Anerkennung der ruhmvoll verteidigten Väachtliellnng zu finden ist. Das fernere Leben der Völker sollte nack) Unserer Momnnq frei bleiben von Groll jmrd Rachedurst und ans Generatümcu? hinaus der Amvendung dessen iucht bedürfen, was man das. letzte Mittel der Staaten nennt. Zu diesem hohen Menschheitsziele vermlag aber nur eü: solcher Abschluß des Weltkrieges zu sickftei: wie er jener FriedenssoranA enffpricht. Das große Nachbarvolk des Ostens mit dem uns -einstei:s eure alte Freundschaft verband, scheint in allmählicher Besinnung ans seine wahren Ziele und Anfgal rreuestens dieser Anschauung zu uäl>eru rmd aus dunklem Drangc heraus eine Orientierung zu suchen, die die Güter der Zukunit rettet, bevor sie die sinnlose K:iegZPolitik verschlungen hat. Wir hoffen in: Interesse der Menschheit, daß dieser Prozeß der inneren Neugestaltung sich bis zu einer kraftvollen Willensbildung nach außen durchbringen wird, uno daß eine solche Klärung des öffentlichen Geistes auch auf die anderen seindlicken Länder übergreifen wird. Wie unsere Mächtegruppe mit rmwiderstehlicher Macht sür Ehre urrd Bestand känrpst, ist und bleibt >sie jedem gegenüber, der die Absicht, sie zu bedrohen, ehrlich aufgibt, gern bereit, den Streit Au begraben, lind tver darüber hinaus !weder bessere menschliche Beziechrngcn anknüpsen will, der wird auf dieser Seite gewiß bereittvilliges und vom Geiste der Bersöhnl ichkei' getragenes Entgegenkommen -siirden. Einsttveilen aber wird unsei Kanrpfwille neckst erlahmen und unser Scküvert nicht stnur'pf werden. In treuer Gemeinschaft mit dem altverbündeten Deutschen Reiche Und den Br:ndesge:u>ssen, die unsere gerechte Sache in: Lause des Krieges genumnen hat, b l e i b e n w i r bereit, das gute Kriegsende, das wir gerne dem Durchbruch der Vernmrft danken möchten, nötigenfalls mit der Waffe zu erzwingen. "Ich beklage die wachscrcken Opfer, welche die lange Dauer des Krieges der Bevölkerung aufcrlegt. Ich beklage das Blut nreiner tapferen Soldaten, die Entbehrungen der braven Bürger und all die Mühsal urrd Bedrängnis, die um des geliebten Vaterlandes willen so heldenmütig getragen wird. Die Bemühungen meiner von einer vollbcwährten Beamtenschaft mrtcrstützten Regierung sind unablässig darauf gerichtet, die Lebenshaltung der Bevölkerung, deren Staats treue, Genreinsinn und Tüchtigkeit meine dankbare Anerkennung findet, zu erleichtern und durch eine zweckmäßige Organisation das Auslangen mit den Vorräten zu sichern. Gerade jetzt, ehe die treue Scholle uns allen der: Dank für die fleißige Astbeit der Dalzeimgebliebmen, die Gabe^ dieses Jahres bringt, ist die schwerste Zeit. Lassen Sie es, meine Herren, arr Ihrer von Einsicht und Erfahrung getragenen Mitarbeit nickt fehlen, um die Schwierigkeiten, die rms bis dahff: noch bevor- stehen, erfolgreich zu überwinden. Das^ Gebot des Angerlblicks heischt die volle Ansparmung aller Kräfte im Staate. Danebcm dürfen w-ir nicht versäirmen, uns für die großen Llufgar«: vorzn- ber>eite?i, die der Schoß der Zukunft birgt und vor: deren glücklicher Lösung das fernere Gedeihen des Staatswesens abhängt. Oesterreich vernrochte die ungeheueren finanziellen Anforderungen dieses Krieges aus eigenem zu erftillen. Der Erfolg der sechsten Kriegsanleihe ist der 'beste Bpweis, daß die Berechnung der Feinde, die etam von dein Niedergange unserer inneren Hilfsmittel eine Veränderung der Kriegslage erioarten wollte, zu Fehl- schlügen venrrtcilt ist. Aber wir mußten tief in die Ersparnisse der Bolkswirffchaft hineingreifen und die Zukunft ircit sckweren Verpflichtungen belasten. Die Führung des Staatslxrushaltes soll toieder auf eine normale, gesetzliche Grundlage gestellt werden. In der allererste:: Reihe steht jedoch das hwbot, die Staatswirffchaft, welche durch die Kriegslaster: eine ernste Störung erlitt, tviedcr in geordnete Balmen zu lenkeu. Zu diesein Ziveck-e rnüssen den: Staate ausreichende Einnahmen erschlösse:: merbeu, Nwbei das Betreten neuer, von der: bisherige:: abiveicheirder Bahnen der Finanzpolitik nnvermeidlick sein wird. Eine weise intb streinw Oekonomie in: StaatShansl-alte, besvirders die Unterlassung eines jeden nicht durch sachlichst Zwecke unbedingt erheischter: Berival- tungsaufwandcs, muß die WiotxwHerstellrnrg des sinanzieNen Gleich-gervichtes erleickstenr. In diesem Mhmen des finanziell ft.u- lässigen lvird meine Regierung unter Ihrer Mitwirkung auf Gutnvachmrg der Sckätier: des Krieges bedacht sein. Mit der» Wistdeoaußrar: des Zerstörten wurde bereits bcgonn«r Ihre Für- forge wird sich öefaaberö jenen Gebieten znweuücn müssen, die t*on ©em Kriege am meisten gelitten haben. Eine 5:r dringendsten Aufgaben ist es, für die Hinterbliebenen ver Gc sallencn mü> für jene, die im Kriege ihre Arbeitsfähigkeit emaÄiüßt laben, vorzuforgen. Darüber hinaus gilt es, erne in- temrve Wc hl fahrtspvlitck in der doppelten Richtung der Pro- LuU-ronsfördernng eitrsMits und der sozialen Fürsorge andererseits zu entfalten. Dic Erfahrungen des Krieges haben bewiesen, welch ivunder- üare El-aftizität der Produktion inneivohnt. Sie wird sich neuerlich - Au bewähren haben, ivenu es sich darum handeln wird, den _ i’unftigeu Uebergang zur Friedenswirtschaft zu be- rverhdelligen mch aus der vielfältigen Gebundenheit, die dn Kriegszustand mit sich brachte, den Weg zur normalen Gestaltung der Verhältnisse zurückzufinden. Auf der breiten Basis des wirtschaftlichen Ausgleichs mit den Ländern meiner ungarischen heiligen Krone, welche auf Grund der von ineinen beiden Negierungen vor kurzem getroffenen Veredrüarnngen seinerzeit den Gegenstand Ihrer Beratungen bilden wird, und gestützt auf eine planmäßig ausgebildore Handelspolitik der Mvnarchie müssen wir alle Kräfte zuscnnmensässen, besonders aber die Erzeugung auf iirdustriellcm und gewerblichem, wie auf dem lomhw 1 rt Klmr t lichen _ Gebiete ergiebiger gestalten und verbilligen. Ter viel fab'- noch nicht ausgenutzle Reichtum der Naturschätze und die Möglichkeit, den Wert der menschlichen Arbeit durch technische Hilfsmittel und durch zweckmäßige Methoden zu steigern, sollen eute verläßliche Quelle der Regeneration des Wohl stau, des für den en^elnen, .wie fihr bte Gesamtheit werden. Nicht minder liegt mir die soziale Fürsorge. am Herzen. Der Krieg hat der Bolkskraft eine schwere Einbuße vMrrsach, deren Ausgleichung nur von einer zielbewußten Be- ^l«rimgsvolitik ernxirtet werden kann. Es bedarf tatkräftiger Maßnahmen auf dem weiten Felde der Volkshygiene im Kampf gegen die Vvlkskrvnk'heiten, bei der Hintanhaltung der großen Säuglings st c rb tichkeit und Hand in Hand damit einer weitgehenden Ausgestaltung unserer Jugendfürsorge. Der Kampf gegen dü Verwahrloinug der Jugend und eine zeitgemäßere Form des rtevalteteu Jugendstrafrechtes wird Ihre Sorge und die menwr Regierung sein. ?luch iöird Vorsorge zu treffen sein, daß du Wochnmgsbedürfnisse der breiten Massen und besonders der rmderencken Familien befriedigt werden. Ebenso beanspruchen die Ihnen fest lan^r Zeit vertrauten Fragen der Sozialversicherung dringend der Lösung. Meine Regierung wird sich den Ausbau oer Arbeiter fchu tz ge fe tz ge b u u g zur Pflicht machen. Sie tvilD ihr Augenmerk besonders jenem Teil unserer Arbeitersck-ast zuwerider-., von deren physischer und geistiger Leistungsfähigkeit die Bumnft unseres Wirtsck>astslebens in erster Linie abhängt. Es wrrd Ismen eine Regierungsvorlage zu gehen über die Regelung der L ^ ^ Ert s z e i t für Frauen und für die Nachtarbeit der jugendlichen Auch der Mittelstand, der von den wirtschaftlichen folgen des Krieges besonders getroffen ist, darf der eifrigen staatlichen Fürsorge nicht entbehren. Die gesamte Bevölkerung hat in schwerer Zeit die Entartungen, die der Staat in sie zu setzen be- reastigt war, nicht nur voll erfüllt, sondern Übertrossen. Sie darf im Staate keine Enttäuschung erleben. Gewiß wird die Verwirk- iicchmg eines solchen Fürsorgesystems mir allmählich und nur wohlüberlegt eriolgen können, damit nicht etwa eine den besten l.lvftchLen ^entspringende Ueberitürzung die ökonomischen Grund lagen zerstört, aus denen das Gebäude der sozialen Wohlfahrt auf- gerichtet werden soll. Nur ein planmäßiges Zusammenwirken ron potaat und Gelelhckcht vermag die geistigen und materiellen Kräfte be^rtzustellen, bk die Durchsül-rung jener großen Aufgabe er- sw^rt. In dem Kreis Ihrer nächsten Ausgaben finden Sie jene Maßnahme der provisorischen Gesetzgebung, die unter der Verantwortung der Regierung getroffen worden ist. Manches davon ist lediglich aus der Notwendigkeit des Augenblicks geschaffen und ieine Bedeutung ist im Schwinden, manches kann auck heute nicht entbehrt werden. Einiges ist von Wert, in dauernde Staatseinrichtungen überzugehen. ( ^Geehrte Herren von beiden Häusern des Reichscates! Ich Iveiß es itnd achte cs, daß Lie Ihren Auftrag von niemand als von Barem Gewh'ien empfangen dürfen. Aber Sie werden die stimme Ihres Gewissens nur dann richtig vernehmen, wenn Sie Ihr Auge über das Sondernde der wandelbaren Einzelheiten hm-> weg unverwandt auf die dauernden Zwecke der Gesanitheit richten Eine gew^nsenhaste Erfüllung der Pflichten gegen den Staat darf nicht an Bedinglrngen geknüpft sein. In ich liegt die beste Bürg- ^ n m Wvlst des Reiches und zugleich die sicherste Gewähr 7 Ur die Reckste der Völker. Die getvaltige Zeit, in der wir leben, hat dem staatlichen Bewußt,einneue Perspektiven eröffnet und den Blick für die wahren Gro,^Verhältnisse der politischen Dinge geschärft. Ich war lange rm Felde und habe die Helden, die unsere Grenzen verteidigen am Werke gesehen. Ich kenne den Geist, der sie beseelt Ich . «nigenbe und belebende Kraft dieses siegreichen Geistes Bewunderung wach genommen, und eben darum ^bie Etliche Verjüngung, die das Vaterland aus demWeltknege geschöpft hat, unser gesamtes staatliches Leben durchdrmgen und sich auch in den Arbeiten der Volksvertretungen wideripregeln wird. w stets auch kxn'sen eingedenk, daß che Ktafl ^Monarchie nicht zum wenigsten in ichen geschichtlich gewordenen , 7 )§^EM lchketten wurzelt, mch daß nur eine liebevolle Bedacht- ^w/ufsre diese lebendige Kraft zu erhalteu und fortzuentwickeln vermag, morgen Sie darum eifrig für die Pflege der tr e u e n Ge - mein Schaft mit den Landern meiner ungarischen chiligen kür che Machtstellung der Monarope erprobt hat. ^ordern L-ie das einträchtige Zusammen- winen der,verschiedenen Volksstämme im Staate, die alle an dem Ruhme dieses 5Hieges ichen Anteil haben. Geehrte Herren, von beiden Häusern dos Reichsrates! Mir? £5 T mal mCine c? pichen Gruß! Es ist ein großer Augen- ^en .Herrscher zum ersten Male mit den Volks- ® l S l,em einsame innige Liebe zum Väter- lande und der gemerniame feste Wille, ihm bis zum äußersten zu eint dieses Augenblicks! Mhge er ein Zeitalter Aufschlags ein Zeitalter der Macht und deS An- E ^ altechwurdrge Oesterreich und des Glückes und oegeng für menre geliebten Völker einleiten! Das walte Gott! Abenteuer zulassen und die Armee nicht zum Dünger auÄandstcher Felder urNen wird. Großfürst Nikolajcwiisch verhaftet. Berlin, 1. Juni. Uebereinsttmmend berichten verschiedene A^LLer, Großfürst Nikolai Nikolajewitsch sei au' Besuch der einstweiligen russischen Regierung verhaftet worden. Das Vorgehen werde mit dem Ausbruch von Unruhen in Tiflis rnfolgo anarchistischer Werbearbeit in Verbindung gebracht. Verdoppelung der Llriegsgcwinnsteuer. tri Kope nhagen, 1. Juni. (Lokalanz.) Mach einem Peters- burger Telegramm erklärte Arbeftsminister Skobelew, die hrovrsorpche Negierimg gehe mit der Msicht um, die Steuer auf Kr iegs verdien st zu verdoppeln. Sie ivolle die Kriegs- iapitalistm zwingen, unter solchen Bedingungen zu arbeiten, daß fte kein Interesse mehr an der weiteren Dauer des Krieges haben können. Finnland. Petersburg, 31. Mai. (WTB.) Reutermeldung. Die Re- Mwung verhandelt über die von Finnland ausgestellten Forderungen. Eine der wichtrgsten davon ist, daß die Autonomie Finn lands international verbürgt werden müsse. Die neu geplante internationale Konferenz. Petersburg, 31. Aiai. Meldung der Petersburger Tele- graphen-Agentur. Der Arbeiter- und Soldatenrat teilt mrt: Der Unterausschuß des gesäwstsführenden Ausschusses des Arbeiter- und Soldatenrates zur Vorbereitung der internatioh- na l e n Kons ere n z bestimmte in der ersten Sitzung am 28. Mai Stockholm zum Tagungsort, falls keine Einwendung dagegen gemacht wird. Als Zeitpunkt der Zusammenkunft schlägt der Unterausschuß die Zeft zwischen de m 15. Juli und dem 30. Juli neuen Stiles vor, falls das holländische Bureau und der Berner Ausschuß zu stimmen. * Die Stockholmer Konfereuz. Stockholm, 30. Mai. (WTB.) Meldung des Schwedi- fd>cn Telegramm-Bureaus. Ter holl-ändisch^skandinavische Ausschuß erhielt von dem englischen Minister Henderson auf seiner Durchreise in Stockholm die Mitteikung, daß die Arbeiter- und S o ziali sten org a ni s a tio n en Großbritanniens sich der Konferenz von Stockholm angeschlossen haben. Die Mehrheitsaborduung wird der U u t er st a a t s s e kre tär Roberts, Mitglied des Unterhauses, führen, die Minderheitsabordnung Ramsah^ Maedonald, Mitglied des Unterhauses. Die Fiklanzmacht Amerikas. . W a s h i n g t o n, 30. Mai. (WTB.) Neutcrmelduncp Um oen Be re i nig tenSta aten die Behauptung ihrer Vorherrschaft auf dem Geldmärkte während des Krieges zu ermöglichen, eine Absicht, über die die Entente, wie verlautet, einig ist, schlagen die amtlichen Kreise die Ein- bringung eines Gesetzentwurfes vor, dessen.Hauptzüge sind: Seylietzung des uordamerikaiiischen Geldmarktes für weitere Anleihen fremder Regierungen für die Dauer des Krieges, Regelung des Geschäftslebens durch Schaffung eines inter- nalionalen Einkaufsamts, Zusammenfassung der Geldkräfte des Landes mittels Ausbaus des Systemes der Bundes-Re- servebauken durch Tausende von starken Trustgesell'schasten und Staatsbanken, die ihm noch nicht angegliedert sind. Die- schließt sachlich alle Pläne der Regierung auf die geldliche Unterstützung der Entente in sich. * Rücktritt des Lords Devouport. Rotterdam, 1. Jnni. Der Rücktritt des Lords De- ?^nport vom Amte des Oebensmfttclkontrolleurs aus Gcftlnd- .-ertsrucknchten ioiro laut Meldung des „N. Rttd. Cour/' bestätigt. Bicrmanger in England. „.v?'?.? 3 ,' iL.-A.) Wie aus London berichtet wird, maR. sich der Bi er Mangel überall in England infolge der ohhegung her menten .Brauereien wegen Mairgels an Gerste scharf .geltend. Die meisten BierauSschankstätten seien gezwungen ivvroen, zu schließen. Behandlung der mit freiem Geleit der englischen steegrerung reisenden Deutschen eine 'Angelegenheit der englischen Regierung sei. Die deutsche Protestnote, unterstützt durch Ltugen- zeugenberichte unbeteiligter Persönlichkeiten, hatte jehoch die tatsächliche Wirkung, daß die englisä)-en Behörden in Halifax die deutschen Beamten aus China undMittelarnerrba, die über die Bereinigten Staaten nach Europa zurückreisten, wesentlich rücksichtsvoller nnd zuvorkommender behandelt haben als den Grasen Bernstorff und seine Begleitung. Auch vollzog sich die Untersuchung ungleich schneller, so daß Klagen der Reiseteilnehmer diesmal nicht laut geworden sind. Der Reichskanzler in Brüssel. Brüssel, 31. Mai. (WTBB Reichskanzler Dr. v. B e t h-> mann Holl weg ist in Begleitung des Staatssekretärs des Innern Dr. Helfserich zu krirzem Aitfenthalt hier erngetrosfen, um sich mit dem kürzlich ernannten General- g-onverncur Generalobersten v. Falkenhausen zu he sprechen. Gin Besuch des Königs Ferdinand bei Llaiser Karl. Wien, 31. mal (WTB.) Wie die ..Neue Freie Presse" erfahrt, dürfte König Ferdinand von Bulgarien den Kni- ln> ^"rnächster Zeit besuchen. Wahrscheinlich'wird der w ° w MmistnvrMdenten R-dosla- Die tteoolution in Rußlanö. Der Kongrcii der Vertreter der Fro,.t. Petersburg. 30. 5Ü6at. lWTB.) Meldung der Petersburger Telessmvben-Agentnr. Ter Kongreß d e r V er t r et e r der Front nahin nach den Verhandlungen über den Krieg ein- rrSfcMt 9 tänttölkfatuieit an: 1. Das Heer tu den Schützen- giabm c.klart, dap es unumgänglich notwendig ist, alle Nkaß- ffem^beufn^nb 1 ? ° lcf)nd l !Die uröglich dem internationalen Gemetzel ein Ende zu machen und einen Frieden ohne Anweri o nenurtb Kriegsentschädiaunaen Gegner sie erst md, «rtSeriSwJwrii tung ftci über)drritten. Die Armee erklärt daher daß dic^ru,nicke Frmtt nnt Munition und allem Noftvendlgen au«gestattet iverden muß, nnt mchr Eisen und weniger .Kanonenfutter 3 D,e Arnlee blutet ben Anfruf an feden, dem ein freies Rußland teuer ist , um ben: Arbeiter* und SoCbatcnr atund die vorläuftae Re- gterung w schcwen, m denen er das Bevtrauxn hat, daß sie keine Aus der sranzösisrhetr Kammer. Nichtamtl.) In der Kammersetzung Verpflegungsminister Violette, warum dieser oft selbst nicht wisse wöhin die Kohlen vmchwinden. Violette ant- wortete er unternehme, die twtwendigen Schritte, damit sich der- Vorkommnisse nicht tEecholten. Nötigenfalls werde man .Älrch emgreisen. Lebouck erklärte ferner, für den wirt- ^ efcöt ^ b r!r Mondes seien immer noch 13 Millionen Donnen Kvhlen fahr ich notilxmdig, die man melleicht durch eine ker Einfuhr und durch bessere Löschung in den fran- .oslschen Hasen erzielen könne. Lebouck forderte von England, es solle Frankreich die nicht notwendigen Löschmaterialien wie Kräne Mw. zur ^Mung steften Der Abgeordnete Bouvery stellte fest, datz die Militärbehörden planmätzig die Freilassung von Fach- Bergleuten verweigerten. Der Sozialist Bracke fragte, ob die Regierullg überhaupt einen Plan l)abe, um die Zivil- L keruna zu versorgen. Er sagte, die Oeffentlichkeit ^hätte Ein- Zwangszuteilung notwendig KrÄ batten die Minister immer nur getrödelt ohne zu fassen. Die Beamten hätten die ministeriellen ^ichlusse wicht einmal ausgeführt. Die Regierung gehe in einer Welse vor^ die sie im Land eunbcliebt mache. Die weitere Erörte^ rung wurde sodann aus heute vertagt. Die Fortsetzung der Debatte ben ^Äbotkrieg, die heute sdattfinden sollte, wird wahrscheinlich am nächsten Dienstag stattfstiden. Die KriegSgewinttfteuer in Frankreich. Baris, 31. Mai. (Havas.) Der Senat hat nun das von ^ Kammer beschlossene Gesetz genehmigt, durch das außer- gewoynliche Kriegsgewinne mit einer 50pro;enti- gen Steuer belegt werden. ^ * 11 London 92. Mai: Die Wirren in China 1..Iuni. „Times" erfahren aus MilltLrgvM)erneure mehrerer Peking vom haben sich v-vnder Zen tral regte rung unabhängige x- klart und dem Präsidenten gedrahtet, daß sie die Auftösung des Parlements verlangten. Die lfterber in Betracht kvmmmden Provinzeii smd, wie man glaubt, Aengtien, Anhoi und Hiuran, die ?? GebiLte der Hauptstadt liegen, m ein großer Teil ucc Nordannee sich aushält. Auch in Hautschufu liegen viele Truppen aber sie stehen wie man glaubt, aus seiten des nennt Präsidenten. Von ihrer Haltung wird es abhängen, ob die Ereignisse erne ernstere Wendung nehmen. Der Süden wird natürlich un allgenmnen die Partei des Parlaments ergreifen. Die wick- tigsteii L.ruppensührer in und um Peking sind dem Präsidenten noch treu, aber werin sich alle Militärgouvernenre des Nordens Mlainmenschließen, wich ihre Tvene ans ern-e harte Probe gestellt. Die Wirkung einer deutschen Protestnote. ,, r f ^ n ' :iJ Mai. (WTB.) Die seinerzeit van der deutschen Regterttng an bte englische Regierung und an die Re- ftterung der Vereitligten Staaten gerichtete P r v t e st n o t e letreffend die Behandluna des kaiserlichett Botschafters Grasen Bernstvrsf und der ihn begleitenden Beamten durch die englischen Behörden in Halifax hat ihre W ixt uug nicht v e r f e h lt. Die Regierung der Ver- etntgten Staaten stellte sich zwar befrerrtdlicherwei.se auf den Standpunkt, daß sre formell nicht zuständig sei, da die Zeekrleg. Reue Erfolge zur See. Berlin, 1. Jiml. (Amtlich.) 1. Die Tätigkeit der U-Boote auf derk nördlichen Kriegsschauplätzen hat zur Vernichtung einer Reihe feindlicher Dampfer mit wertvollen Ladungen geführt. Unter den versenkten Schiffen befinden sich u. a.: ^Der bewaffnete englische Dampfer Lennsham (2810 Br.- R.-T.), mit 4000 Tonnen Weizen aus Amerika nach England, der bewaffnet^englische Dampfer Penhall (3712 Br- R.-T.) mit 4500 Tonnen Zucker von Kuba nach England, der bewaffnete englische Dampfer Landrindod (3841 Bruttv- Register-Tonnen) mit 5600 Tonnen Mais von Indien nach England für Rechnung der englischen Regierung, der englische Dampfer Jeresey City (4670 Br.-R.-T.) mit 7346 Tonnen Weizen von Amerika nach England, ferner der japanische Dampfer Tansan Maru (2443 Br.-R.-T.) mit gemischter Ladung. Von den englischen Dampfern sind drei Kapitäne und zwei Geschützführer als Gefangene eingebrachl. Außerdem tst die englische U-Bootssalle Q 25 in Gestalt eines früher unter dem Namen Lady Patricia fahrenden englischen tZ-rachtdampfers von 1250 Tonnen versenkt und der Kommandant und der zweite Ingenieur zu Gefangenen gemacht worden. 2. Am 31. Mar hat ein Geschwader deutscher Marineflugzeuge, darunter eines mit bulgarischer Besatzung, den Hafen Sulitta am Schwarzen Meer mit gutem Erfolg init Bomben belegt. Trotz starker Gegenwirktntg sittd alle Flugzeuge unbeschädigt zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabes der Mcrrine. Der Kaiser und der Fahrcstag der Schlacht vordem Skagerrak. Berlin, 31 .Mai. (WTB.) Kaiser Wilhelm richtete am Jahrestage der Schlacht vor dem S k a g e r r a k in Anerkennung der autt) weiterhin erfolgreichen Tätigkeit der gej amten .oochwestreitkräfte an den Admiral S che er eine entjprechcnde Order und verlieh an Angehörige der Flotte eine Anzahl Auszeichnungen. Freie Durchfahrt für neutrale Schiffe. u WTB. Amtlich.) Nachdem sich yenauÄgestellt hat, daß die englische Regierung beim Erlaß der deutlchen Seesperre alle in England'liegenden neutralen Schisse festgehalten Hut, so daß diese re "”r der deutschen Regierung festgesetzte Auslauffrist nicht^ benutzen konnten, hat die deutsche Regierung, dem Wunsche der Neutralen folgend, einen neuen ™ ? wm Auslaufen der neutralen Scliiffe festgesetzt. Auch an diesem neue:uTet'Nliu, dem 1. Mai, hat die englische ^.s^^rung vtelep neutralen (schiffen das Auslaufen aus eng- li)cl)en Dafen uiimöglich gemacht. Die Folge waren große Berwrgungsjchwierigkeilen in einzelnen neutralen Läiidern. Da die deutsche Seesperre sich nur gegen den Feind uiid seinen, gesamten Handel rülften will und weit die deutsche Seekrtegs- lerturlg danach strebt, ihre Ziele, die auf dttederringung des Feindes sichtet sind, zu erreichen, möglichst ohne die Neutralen in Mitieidenschast zu ziehen, die diese Ziele nicht mut- wiliig zu durchkreuzen suchen, so hat die deutsche Seekriegsleitung j ich rrotz ernster militärischer Bedenken abermals dazu eutschlosjen, dem Wunsch der durch englische Willkür in geratenen Neutraleii entgegenzukommen/Sie hat des- yalv Befehl gegeben, daß allen neutralen, in England liegen- den Sckftften a ni I.Juli freie Durchfahrt durck) das Sperrgebiet um England gewährt wird, falls die Schiffe oestiniuite Abzeichen führen uud bestimmte Wege einhalten ALL- Stcrdt nnb € Postjcheckkontos, toie es vielfach geschieht, Zählkarte,i durch ferne Bank geleitet und von dieser vezahlt werdem Dr.L t’c endmutel und Gcvurfhartikcl. ** L •' r r r ’1 ’t n g von B ro tau sHIri chm i t t e l n. fyiir btn ilVormt , 1917 Eominai folgende Brotausstcichmittel zur Ansr,/' Nästrmiidelkarte A (ocfbe $arte): ‘ ; v3irnic ; Nährmitdekkartt b (rote Karte): auf Abschnitt 1 '.-ttirmewoe iKricgsmnS), auf Abschnitt 5: Kunsthonig; Nck'rmittetlarte 0 (blaue Karte): aus Abschnitt 6: Marmelade tShiee-im/e . auf 7lbschnitt 7: Kunsthonig. Wer die auf ihn ent- sattendeu L^avear — die ab zu gebende Menge mird später bekannt- flcereb'H zu bezie! u nninscht, hat mrter Vorlage der Nähr- inittellartc b. Juni 1917 eine Bestellung aufzugeben. Näheres siehe Be- Linntmachnchg. ** Süßsivffabgabe. In dar Zeit vom 1. bis 15. Juni 1917 wird gegen den L ie farm i g sab schnitt 5 der Süßstofskarte „8" (blani wn den Süßstossabaabeslellen Süßstoff abgegeben; xeben falls fia die Zeit vom 1. bis 30. Juni gegen LiefermrgsabschMt „0" gell') eine Schuchs l. Kartoff el n e rbranchs-Regelung.^ Die (Ävga von Kartoffeln deute Tage M >WD .. . ttD, m bauet der Tage- tu ctosselmarken ut nicht begrenzt; auf jede Marke dürfen nicht nichr als »/, Pfund Kartoffeln abgegeben werden. Woche:: -Karwsfelmarke inerten 14 Tages-Kartoffel marken ausgegeben. "Kr-onen, die nicht im Besitz von Wochen-Kartosfel- marken sind, erl-alten Tages-Kartoffelniarken durch das Stadt. Leben nuitte! amt nur gegen vovtzeriZe Mliefernng entsprechend-er 97 Lengcn Spststiarttrssttn ans dem L-tädl. Tiesbauamt, Afterlveg. btte gleich' Regelnug gilt für Abgabe von Kartoffeln in der Bolks- kiiche in Gießen. Näheres ftcl>e Bekanntmachung. ** D ie ?l u s g a b e der Ko h le nbezu gs s che i n e erfolgt für die einzelnen Brotmarkenbezirke vom 4. bis 16. Juni. Die Scheine werden in der Zeit von 8 bis 12 Uhr vormittags unb 2 bis 6 Uhr nachmittags im Verwaltungsgebäude des GaÄverks verabfolgt. Die Bwtaus'veistarten sind vorzulegeu. Siehe Bekanntmachung. ** Eine Ho l z v e r ste i ge ru n g der Stadt Gießen findet Donnerstag,^?. Juni, vormittags 9^,2 Uhr beginnend, in den Waldungen der Stadt Gießen > Distrikt Erlenbrunnen, Abt. 95 und 97) statt. Siehe Bekannttnachmg. - -t- ** U - Voot - Span de. Am heutigen 1. Juni begeht Las deutsche Bol? mit seiner Flotte den Jahrestag unseres Seesieges am Skagerrak, wo die angeblich unüberwindliche englische Flotte zum ersten Male erfuhr, daß deutsche Seetüchtigkeit der englischen '.cherlegeil ist. Seit diesem glorreichen Tage ruht sie versteckt in! ihren Schlnpswinkeln, sie wagt sich nicht mehr ans das offene Meer foa» ulku Menschen und Völkern in Zukunft freie Bahn geben soll zu friedlichem Handel und Verkehr. Unsere neue Seetechnik, bie sich in unseren U-Booten verkörpert, zwingt die englische Flotte zu rühmloser Untätigkeit: im Monat April allein versenkten unsere berrlichen U-Boote 1091 000 Tonnen Schiffsraum! Heute aber ist auch der Elwentag unserer U-Boot-Helden, heute will Alldeutsch- land zeigen, wie es seiner Söhne auf den U-Booten gedenkt und wie es ihnen in der U-Bovt-Spende dankt. Ta wird niemand Zurückbleiben wollen, jeder wird an den öffentlichen Zahlstellest ferne Gabe darbieten, damit unsere U-Boot-Besatzungen wissen, daß das Herz des deutschen Volkes immer und imwer bei ihnen ist. ** A m t l i che P e r s o n a l n a ch r i ch t e n. Uebertragln wurde am 19. Mai den Schulamtsaspiraminnen Anna F o u l o n ans Frankfurt a. M., Herta M a nsba che r aus Darmstadt und Elev- nove Nau ans Worms Lehrerinnenstellen an der ^Volksschule zu Worms, am. 24. Mai der Schulamtsaspircmtzm Elise S e y b o l d aus Darnrstadt eine Lehrerin stelle an der Volksschule zu Griesheim, Kveis Darmstadt. Auszeichnung. Unteroffizier Wilhelm Rinn, welcher seit Anfang des Krieges unnnverbrochen im Felde steht, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Die Hessische TapferkeitsMedaille erhielt er bereits voriges Jahr. ** Das Fe st ihrer Goldenen'Hochzeit behen am 4. Juni Karl Hüttenberger und Ehefrau, dahier, Selters- weg 67. L. U. Von der Landesuniversität. Die medizinische Fakultät der Landesuniversität hat dem Geh. Sani- rätsrat Dr. Robert Fridberg zu Frankfurt a. M. aus Anlaß semes 50jährigen Doktorjubiläums das Diplom erneuert. ** Im Licht s pielha ns Bahnhofstraße wird heute, Fveitag. den I.Juni, die Uraufführung des gewaltigen Marine» Mms Graf Dohna und seine „Möwe" vor sich gehen. Dieser Film, die Originalaufnahmen des ersten Offiziers, Kapitän- leuttrmtts Wolf, ist von unschätzbarem, histo'rischem Werte und ein Derrkmal des Hetdensimres unserer herrlichen Marine. Unter anderem werden Kaperungen, ^Versenkungen und Sprengungen! feindlicher Sckstfse vorgesÄhrt. Siehe Anzeige. " Fell«nonK welche am rolwn und nnfftarbcitrteit F-Ne »ou zahmen un» wilden Kaninckien, sowie von Hasen und Hauskatzen jeder Herkunft und in jedem Zustand beschlagnahmt werden, soweit nicht ihre Zurichtung zu Pelziverk (Rauchvare' erfolgt ist oder U>re Verarbeitung in Zurichtereien, Färbereien oder .Haattchnerdernen bereits begonnen l-at. Trotz der Beschlagnahme bleibt jedoch die V er a u ß e- rnng und Lieferung der Felle in bestimmter Weise erlaubt. So darf der Besitzer eines Tieres, der Vcltglred eines Kanrncheii- zuchtvereins ist, daä Fell binnen 3 Wock-en nach dem Abziehen an die Vereins-Sanmielstelle und der Besitzer eines Tieres der mcht Mitglied nnes Kaiiiiichenzuchtverei.nh ist, das Fell bimnen 3 Wochen an einen beliebigen Händler veräntzerii. Den Händlern mrd Ber- eins-Sammelstellen sind bestimmte Wege für die Wetterverauhc- rung vorgeschrieben. Alle Vorräte aii beschlagnahmten Fellen werden schließlich bei der Krieyssell-Akttengesellschasl m Leidig vereinigt, tue die Felle, soweit sie für die Zwecke der Heeres-oder Mxrrine-Verwaltnng in Anspriich genotwmeii iverom,, an die Krtegs- leder-Aktiengesellschast weiterliesert und ^den übrigen DSU ^ der Rauchwaren-Jndnstrie und den £ deren vorschriftsmäßige Veräuße sofern ihr Vorrat eine besttmmt , ^ . Zuweisungsamt der Kriegs-Rohstofs-Abteilnng zu melden. Außerdem ist die Erlaulniis zur Verfügung über die bejchlagnahm- ten Felle durch Händler, Vereins-Sammelstelle oder besonders zu- gelasseiie Großhändler von der Beobachtung einer Reihe von Vor- schriiten, insbesondere der Führung von Büchern und Listen abhängig gemacht. Gleichzeitig ist eine Bekamitmachung m Kraft getreten, durch die für rohe Kanin-, Hasen- und Katzenfelle Höchstpreise sestgesetzt werden Es sind verschiedeiie Preise bestimmt worden, je nachdem die Veräußerung durck> den Besitzer des betreffenden Tieres oder durch einen Händler oder eine Vereins-Sammelstelle oder durch einen zngelassenen Großhändler erfolgt. Die Preise sind außerdem vecschiederl, je nachdem die tfelk allen Vorschriften entspreck-end abgezogen und behandelt worden sin» oder nicht. Beide Bekanntmachungen eiithalten eine ganze Reihe Eiiizelbestimmungen, die für Interessenten von Wichttgkeit sind. Ihr Wortlaut ist in dieser Nummer einznsel-en ** Bestandserhebung von Holzverkohlnngs- e r z e u g n i s s e n. Am 1. Juni 1917 ist eine Belanntmach'.mg in Kraft getreten, durch welche eine Bestaiidserhebung Mon Holz- verkohlungsetzeugnissen und einigen anderen Chemikalien angeordnet wird Tie in der Betannttnachiung näher bezeichneten einzelnen Erzeugnisse sind, sofern der Vorrat eine bestimmte Menge überschreitet, bis znm 10. Juni an dre Kriegs-RohitoN-^lbteilung de^ Königlich Preußischen Kriegsminii.erinms ans dort anzufordernden Amtlichen Meldescheinen zu melden. Die Meldepslickchgen l-aben auch über die gemeldeten Gegenstände ein Lagerbuch zu führen. Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in dieser Nummer einznsehen. öcrmHcbrßi« Ttrsr SÄ»»«»«}•* mm« si». »«6 baren Regengüsse ccr letzten Tage grom , Punk- verursachten, die boi Ettenbahnvetbhi. ^ O ,• werden teil lahmlegten. Aus allen Gegenden^Nord'itn l ^ Ueberschwemmungen gemeldet, die an Feld n un ^nleben großen Schaden anrühten und.fogar forderten. In Mailand selbst kam es r» zahlreichen klein grotzsn Bro.duiiglnck wurdc am M'Uwvck 'mchmilia. das Dorf Miefe bei Schönh^tsen an .^r Elbc betro ien n dem 47 Gebäude, landlvtrt,cha,tlrche v'-l ^un° Futtermittcl oerbraunten. Auch »we« Menichrnlebe f bei umgekommen. Durch einen Giebeleinstur» wurden « Schmiedemeisker und ein Molkeretgehilfe verichuttet L>« verbrannten, che vilse gebracht werden konnte. Zwe> lunge Männer erlitten schwere Brandwunden, >o daß an ihrem Auflommen gezwcifelt wird. Dre Entstehungsurfache rft u bekaünt. _ MrchUche UaäivufyUvu Israel. Kdigtonsgem. Gottasd. i. d. Synagoge ^lid-Anlage). Samstag, 2. Juni: Vorabend 8.30, morg. 8.30, abds. u 1 — Israel. Rcligfonsgef. ^abbatraer den 2. ^nnv 1 JrS?' 8.10, Samstag vorm. 8.30, nachm. o. 00 , ^aobatausgang 10.2b. Wock-engottesdienft: morg. 7.00, abds . 8.00. Mttllcrschk Badranftalt. Müllersche Badeanstalt. Wasserwurme der Lahn am 1. Juni: 17 l) Renuinur. - Macht das tote goldene Kqji cJ lebendig und nutzbar für'unsere voikSWirtschaft! m den Raumen der VeMssparkasse Gießen ist morgen von O bis \2% Uhr geöffnet! Kreis Büdingen. ^ Nidda, 31. Mcn. Das hiesige Vereinslazarett, das vier Monate geschlossen war, ist fett 1. Mai wieder mit 50 Verwundeten und Kranken belegt. — Das Eiserne Kreuz erhielt Grenadier Karl Zeitz in einern Garde-Grenadier-Regt. , v: Stockheim, 1. Juni Fü", die Hindenbnrgfpende wurden hier gesammelt: 220 Eier, 35 Pfd. Dörrobst, 5 Pid. Butter, 4 Pfd. Speck, 10 Pfd. Bohnen und 25 Pid. Mehl. Kreis Schotten. # Schotten, 31. Mai. Da schon mehrfach Einbruchs- Diebstähle im Kreise vorgekommen, sind, bei denen Lebensmittel gestohlen wurden, sollen die Nachitwachen in den Dörfern ordnw.igs- mäßig ausgeübt .verden. Durch den Krieg ist in einigen Gemeinden der Nachtivachedienst ganz beseitigt worden. Tie Ortsbürger werden hier den Sicherl-eitsdienst abwechselnd zu versehen haben. . Hessen-Nassau. --- Frankfurt a. M., 31. Mai. Daß die belwrdlichen Ermahnungen zur Cinschränkung dw Pfingstreisen mit der Bahn wirkungslos verhallt sind, beweisen die Neisenernnahnieii der Fahrkarteilschalter im Hauptbahnhof, nämlich von Frettag vor bis Dienstag nach Pfingsten 261 bOO Mk. gegen 239 oOO M . zu Pfingsten 1916. Die attv-altige Ziffer beweist aber auch, da st trotz Krieg und Kriegsgeschrei noch viel, viel Geld im Lande fleckt. ?l «*!**•» rote ft. Zur Erinnerung an die Seeschlacht am Skagerrak. Berlin, 31. Mai. -MTB. Nichtamtlich.) Znm Vesten Jxt Il-Bootspende und zur Erinnerung an die ^eefchlackü am ^mtrcaz fand am letzten Tage des Mai in den Fefttäumen des Reichstags efti Gesellschaftsabend imtcr dem Ehrenpra,ic>mm des RecchS kanzlers, des Generalfeldmarschalls von ^nbnrg uwo des Slaatssetretärs des Rcichsmarmeanits Adnnral-, Kape., ^ statt. Das Präsidium hatten übernommen! stieichstagsprandenr -va. Kämpf, Generalfeldmarschall v. Bülow, Admira^ v. BaidMiN und der Staatssekretär des Auswärtigen ^lnrts Zumneimann Kaiserhaus ivar vertteben durch Frau Prmzessm August W^helrn. Die Spitzen, der Behörden nub der wlplomatte waren zalftreich erschienen. Erlesen, wie die Gesellschaft des Festabends, waren auch die Zusammensetzung des Programms unö der Künstler, wetwe die einzelnen Musikstücke znm Borcrag Wrackstem Nachdem das letzte Lied verklungen war, dankte Vizepräsident Paafche den zahlreichen Zuhörern für ihr, Erscheinen. Er erinnerte an dw Schlack i am Skagerrak, an unrere herrliche flotte, an .ne unver- aleicklichen Taten unserer U-Boote und an den Mann, der d« deutsche Flotte zu so herrlicher Blüte brachte, unseren Kager. jJht einem dreisacken Hoch ans Miseren obersten Kriegsherrn, m das^d« Aiiwesenden begeistert einstimmten. sch lost er leine rlnlprache. ^er gute Zweck des Festes lockte eine solck-e Fülle von Galten herber, das; die Sitzplätze nickt ausreickttm. Französische Berlustt. Berlin, 31.'Rdai. lWTB. Nichtamtlichst Nivelle der Blut- säuser. Ein französischer Leutnant vom 8. Genie-Regiment, zuge- teilt zur Division marroccaine, der bei Auberive verwundet wurde, erklärt, daß die Division marrocaine bei dieiem Angrm wforl 70 Prozent Verwundete hatte, darunter 50 Prozent Leictuv«- wundew Die Division nwrrvcaine sowie eine für ite als Uatter- sttwung bestimmte Division sind fast vollständig,ansgerreben mer mehr bricht sich die Ueberzeugung Bahn, dast an einen Durchbruch nicht ;m denken ist. Man hoüt allgemein, dast die jetzige» Lisensive die letzte sein wird, denn an einen neuen WinteneDzug ist nicht zu denken." ^sehnlich äußert sich ein franzofischer Offizier, der die Schlacht bei Craonne mittnachte. In dem vldsckMwb wo er angesetzt >vnrdc, kämpften ca. 42 000 Mann, davon frnö i öchstens 10 000 Abann chil znrückgekommen. Zwei iavoyerttche Divisionen, die dort kämpsteir, und zur eisernen Divifton gekörten, wurden völlig vernichtet. Nivclle erhielt an diesen! ^age den Na- meil: „Le bnvenr de sang", und cm leidenschaftlicher Ruf ging an diesem Tage durch alle Regimenter: Diesenc Mörder folgen NNL nicht mehr! ^ .. ^ Ausdehnung des Panf-er Streiks. Gens, 31.Mai. Die Pariser Streikbewegimg dauert an rmd hat sich auf weitere Zweige der Kriegsindustrie ausgedehnt, .so auf die ttniformfäbrik und das große Flngzeugunteniehmen Far- man. sowie auf einige Munitionsfabriken nsw. Meliere Sekre-. lättnnen des Kriegsministeriums und ein Teil der weiblichen: Aicgestellten der grossen EisenbahngesellsckZasten haben gleichfalls die Arbeit niedergelegt. /^eine VerlobunZ mit k"Ierrn O. V& r ahl erkläre ich hierdurch für aufgehoben. 08351 Else Sauerbier, Herborn. Mitteilung. Arb, Katharina Lingner Witwe, geborene Schäker »u Obbornhofen, erkläre hiermit, ich meine Aeukernngcu, welche ich aegen Georg ^einricp Kammer IL. und Maria Walter, beide zu Obbornhofen, cietan habe, .in Bezug aus Entwendung von Kleidungsstücken, bzw. Bertauschuug wlaicr, welche zu dem Nachlaß der verstorbenen Margareta Kammer gehört hätten, indem sie bessere an sich genommen und schlechtere dasür üingelcat hätten", alck Uuwahrbctt und Verleumdung mit Bedauern zurücknebme. Wetter erkläre ich, daß ich zur Subnc zwanzig wbark an oao Rote Zlreuz bezahlen will und alle in dieser Angelegen' heit entstandenen und noch entstehenden Kosten zu bezahlen mich bereit erkläre._ 4 -^ Bahnlinie Frieubcru-Nldda v.Fran** . M.L2St . i.2 Std., r.Gfos*!>n1 L?fcd. v, Ge!ah%ti:»*B in 1 Std.eu orr»M ' ;?* : SoibaJ k« staatlleiitio 1 Varnaüüijsg y "" K 3 ch 6 ti£-, Uthlum-, GtaM- unö öchwsfctqaollon. : Hwrl. Park o. Wald, ruh. Ug». Erholung b. Folgs- ^ rust&nd. d. KrlBRM(f.Krlagsteiin.Vorcön8t.). Ksndsr- g h*lrrs (rrlvat). AiZt. firozsh. nad^riir.vr^- Damenfrisieren Shampoonieren — Kopfwäschen — mit neuestem Warmluftstrom-Trockenapparat Frau Bernh. Dosch Neaen Biiae 12. Ecke Weidengasso Damen-Frisiersalon separat // Ankauf von Wirrhaar. BuÜen-Ankaus» Die Gemeinde Beuern sucht einen dienst il'ivglichen N/ 4—^/2 Jahre alten Simmentaler Bullen. Bewerber wollen sich bei Unterzeichneter Stelle melden. Beuern, den 31. Mai 1917. 428o Grohh. Bürgermeisterei Beuern. Otto. HoLzveesteigerrrug Freitag, den 8. Juni vormittags B‘/j Uhr beginnend werden bei Gaüwtrt Hörle zu Merlau and dem Dinnft ^eil^kopf der Forstwartei Merlau- sowie den ^iürlk'en Kammermald S-st 10, Aller Heegivald, Erlen. Lehnheuuer LinueS, LiuneS 3. 10, 12 und ztratzbera 3 der Fornwartet Lehnheim oersleigert: Stämme, Kicscr: 13 ^L-lnck 3. Kl. 14 Füm., 0 Sttick 4. Kl. = 6 Pvitm., 11 Stuck o. Kl. = Zur Ausschließungvon Eisenstein-Gruben werden Sjüngere Oiaei'stel^er mit Bergschulbildung zu baldigem Eintritt gesucht. Bewerbungen mit Gchaltsansprüchen und Bei- sügung des Lebenslauss unter 4224 D an die Geschäftsstelle dcS Gießener Anzeigers erbeten._ flir dnaemdo Bcschiiftljrnns: gesneht. 14253V Einsack,es. 80 Eickie. 2 Asve. Stöcke Rm: 7 Buche. 3 Elche. 4 Klewr. 126 Fichte. Nur die blau unlerstrichencn Nummern ro-n.men zur Versteigerung. Auskunik eneilen die Groz- herzoglichen Forstmartc Müller zu Mücke und Edeluianu zu Rierlau. . ^ ^ Griinbera, den 31. Niai 191.. 6)roßb. 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Danksagung. . . kurzem, schweren Leiden verschied am 29. Mai ds. Js. unsere inmgstgeliebte, treubesorgte Frau, Mutter und Schwiegertochter rrrfimp r Beweise herzlichster Terl- ^ em HkUlcheiden meiner Lieben ©citttn, unserer guten, treusorgenden Mutter Ar» Aisüchs Mß Gcb. Schaaf Frau Emmy Katzgeb. Rosen blatt in der D Stii?e e s2 Un9 ^ ^ WUnS ° he der Erstorbenen entsprechend, Namens der tieftrauernden Hinterbliebenen: Justiz rat Hermann Katz. sagen wir innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Ludwig Rohm und Kinder. Wieseck, den 1 . Juni 1917 . 03356 GieSen-Frankfurt (Schumannstraße 4). Hotel Fürsfeoiiof • Gießen, Sonnabend: Künstler-Konzert unter Mitwirkung der Oper- und Lieders&ngortn ,ggl^_D orii Schöpl, z. Zt. Groß-Frankf^t Todes-Anzeige. Schön möbliertes Zimmer *28 biEr.Licht zu vermieten. "owen gasfr k, Laden Lob. »Sbl.Llmmor mSchreAn btll.z.vSeUersw. 89(^dn. > 03326 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen unseren innigstgeliebten Sohn, Bruder, Schwager, Vetter und Neffen -ötmtner 5 - verm Löbers H oi 91 l. und Reservist Ferdinand Rühi möbl. Wohn- uno «-chlafärmmer, auch einzeln, sofort zu vermieten. 032.^0 IQ, i. 03344 Lndwigstr. 57 , 1 . nach lange!- und schwerer Krankheit, die er sich im Dienste des Vaterlandes zugezogen hat, zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Rühl Familie Bender Familie Stumpf Familie Felsing. Eberstadt Kirtorf, Dorf-Gill, den tH, Mai 1917. Die Beerdigung findet Sonntag mittag 1 Uhr statt Ariegerslrau mit 2 erwachs. Söhnen von 16-19 Jahren l Lnedt 2—ü-L'tl-tinsr-^vbm-.Lg. Parterre bevorzugt. Schrift!. mS& ro l t ZreMngnbs unter Uo357 a.d. Glegener Anzeiger. 03243 , Sükea zu verk. 1 03340 gB eiceftrnftg j> 9 , li. | eTt Klaäerwagen billig z- v- r7r v ; uiuui z- vkf. Ba hnbofttr^Zs) ui WZ47 m v. ( ~ '. 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Str. 40 m Ecbrsuchte Kindkrisiriicii Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. Juni 1917, nachmittags 3V 2 Öhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt 4282 werden tm Säuglingsheim ? 5 &' enö angenommen. 4280 Saoglirsg gJie Im. Derjenige, der am Donners tag mittag einem kl. Jungen den grünen Kinderwagen abgenommen hat, w. freund- lrchst gebeten, denselben Zrola- rNr«Sv 48 pt. abzu geben. 03352 Trauring gefunden. Abzu- bolea AAtervsg 44 !L.Li. i 03355 den 3. Juni d. Js., nachmittags 3 V, Uhr -Äbknft e"nLlad°m ®° WOf * 0f ‘“ ki°in-rS°°l, j. Ä&bi? k^Af t T nbmna: bes Sorftqnbfir t6nuns fÜt 1916 U"b Entlastung 3 ' mn« d°s°Jab?°s^ 1 g 17 - SUT drtiiung der Rech, r A^/ 5 '^-^änzungswahleni ß Ortes der nächsten Hauptversammlung- 6 . Vortrag des Herrn Geh. Medizinalrat Profepor 7 Z^Kommer, über Labnkanal und EisenbahnnN 7 - (f einc - aeschaftl. Mitteilungen, Anfragen usiv. -^ie Hauptvermmmlung ist öffentlich: nicht nur ^t«> gltebev unseres Vereins, sondern auch alle sonstiaeu Bestrebungen haben freien Sütritt - ^ der grogen Bedeutung, welche den Wass"" strahen als ^erkehrsvermittler jetzt und künftig beirn wir um recht zablrelchcn Besuch * Geschäftsstelle Wetzlar, den 15 . Dtat 1917 . Labnkanal-Verein, e. lv. Der Vorsitzende: G r o e b l e r, Bergrat. 390 *>I) üuuuuu ümu UöiiUflijüIÄUÜUIS ” f lll der Es . ?anrnchcrunarli i tritt frul > _ Eintritt frei! 4290 D Eintritt frei! Der Vorstand. Elegante Todss-Änzöigs. Verwändten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unsere liebe, gute Mutter, Schwieger- mutter, Grossmutter und Tante 6 Wohnung ! 1 . Stock, mit allem Zubehör, Gas und elekir. Öt&t, ab Auril ob. später zu vermiet. S. Gansj, Bleichstratze 26 . Frau Katharine Pitz Witwe geb. Schäfer am 30. Mai nach langem schweren Leiden nn Alter von 90 Jahren sanft in dem Herrn entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Job. Pitz nebst allen Verwandten. Annerod, Reiskirchen, den 31. Mai 1917. 4*79 Hie Beerdigung findet Samstag, der| 2 . Juni um 2 Uhr statt. M Schöne 5 -Zim.-Wohng. mit Gartenanteil ver 1 . Oki zu verm. Löberstratze «. 3 Zimmer 3 -Zm.ohng. im Hinrerh. z. verm. Näh.»aZiLbok.,tr. 24 . | Versch iedene^ 5 tube mit Kabinett an einz. Per^z. vm. Dsmwsrr. A. lßS3 * Mo bl. Zimmer] Pension Brand! NonsnBAne 22 lBellevueiZtm. mm ohneBer- pfleg, s. jede Zeitdauer. Mil- 'an- u. Abendlisch. Elektrisch iücht. Bad. 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