Nv. IOC Erschein, Ui± lid? mit Aufnahme des Sonntags. Beilagen: „Gießener Kamili-nblöttre" und „KvdsMnU für den Urekr Gießen''. Postscheckkonto: Krantfurt m Main Nr. U6L-. Vanlverkehr: Gewerbebank Gießen. v Wla | General-Anzeiger für Montag, 7 . Mar 1917 Zivillmgsrundöruck und Verlagr Br ü lillcheUniversitäts-Bnch'-u.Steindrucrerel. Rt. Lange, Gießen. rchkistlerrnng. Tefchöstrsteve und vnrckrrn: Schutst.aßr 7. Deschäftsstelle u. B ^WVI, ^ib Deutscher Reichstag. 101 . Sitzung, Sonnabend,den 5. Mai 1917. Am Tische des Bundesrats: Dr. Helfferich, v. Stein, ® r o e n c r, Graf Roed ern, Cisco, Solf. Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 12 Uhr 16 Mirntteu. die WkerpMMsttev übet Elsaß LvchringeN. «uf der Tagesordnung stehen die Interpellationen der Sozial- öem^raten und der Elsässer über die Verhältnisse in Eliaß.Lothringen. H-lff-rich: Der Rcichrkanzler ist be- reit d.e Jnterpcllatwneil "N Lause der nächsten zwei W och - n an einem mit dem Präsidenten zu vereinbarenden Taae zu beantworten. n $ ie V-riage Mer den G c b ü h r e n t a r i f für den br ,V- ] e V^ 1 JjJ-™ m ® cnn wollen wir nicht das stille Heldentum der deutschen Infanterie, die tage-, ja wochenlang im stärksten Artillerie- seuer ausgehalten hat. (Beifall.) Unseren Dank wollen wir aber zum Ausdruck bringen in einer praktischen Detätiaunq -zugunsten der Truppen. . Ich sah jetzt wieder die überfüllten -i r I au 5 C li^ ,sc ' ** ^ en Gängen drängten sich die Mann- 'chaflen, sie lchl'cken rm Stehen. In der ersten Klaffe aber saßen bequem Leute, dre «rm Kriege verdient haben und elegante Damen, and niemand von ihnen sagte: „Soldat komm setz' du drch mal hierher!" Bei der Erörterung der Kriegs. Freie :st alle Vorsicht geboten, wenn man nicht Wasser auf die Muhle , der Kriegshetzer der feindlichen Länder bringen will. Wenn fetzt eine Truppe in Ruhe kommt, findet eine Besichtigung statt, und nervöse Vorgesetzte bereiten dann diese Besichtigung tElang tor Solche unnötigen Besichtigungen imifffn unterbleiben. Vrel mehr Klagen kommen aus der KE'mat und -war vor allem au« dem "Norden Man wirft uns Suddeutschen unsere Grobheit vor.. Wir können „saugrob" werden, aber unsere Grobheit hat immer etwas Gemütliches. (Heiterkeit.) Viel verletzender wirkt aber die norddeutsche Grobheit. oft nur ern kurzes schneidendes Wort. Die Erklärung des Ministers über das Anbinden habe ich nickt ganz verstanden. Seine guten Absichten erkenne ich an/ aber :ck .ve:ß nich, ob nicht andere mächtigere Instanzen ibre Durchführung verhindere Und daim gibt es nicht nur diszivlinlose Leute .andern auch unüberlegte Vorgesetzte, die viel zu leickt eine Di'üp- lmar.trafe verhangen. Ber einem guten Kompagnieführer gebt es überhaupt ohne Strafe. Der Kriegsminister meinte, daß Befckwerde- Ware nicht |o schlecht, gut ist es aber auch nicht. Warum soll H r Mann immer erst 24 <Äunden mit seiner Beschwerde warten. . arum kümmert, sich :m Felde kein guter Kompagnieführer. Herr b'e Briefzensu r von den höheren Stäben nns- üben lasten. Das ist auch jo eine Sache, wenn inan einen Geiieral -m vauptauZichutz sieht dann ist er das angenehmste Wesen, aber mansien ist er fürchterlich. (Heiterkeit.) Dringend wünschen wir eine Erhöhung der MannschaftSlöbne. IsIlÜV 1 ? 1 ? ** et ber ^rieg kostet überhaupt viel Geld' Cs^kommt auf die Stimmung der Leute an. und da würde eine b r^!/ung der Löhne günstig wirken. Auf manchen Bahnhöfen im ^'rkauf von liberalen und sozialdemo J J i l,a r en Leitungen -Schwierigkeiten gemacht. Das ist nickt die Aufgabe eines Bahnhofskommandanten. Der Antrau, die land- r!&% ^^nen auS bei: besetzten Gebieten ber heimischen ^ar^mü^fi zu überweisen, erscheint bedenklich. Wir haben die .chiung, d«tz viele Wunsche n.cht erfüllt werden, selbst wenn M^^'bS^ilNister es will Der Kriegsminister ist ein machtloser !L a * ni ^f ** kommandieren, auch wenn er vielleickst schon Ksnmrandierender Geiieral gewesen ist. Wir wünschen' v'r r^fS ?Wln /^ r recht bald eine andere Stellung erhalt, daß KriezSminister verhandeln können, der Macht^d^n W deutschen Reichstage ist und der die ^fttzt'werd^ m^undd,° Kraft hat. da- dur-^nsehen, was durch- KriegSinmister hat im Ausschuß und nnrVfcÄb'lS?" ^nbpunks zu ben LMH-mdlungen schon iXm “ & v I ncn 3Soc,e " auch schon Taten folssen lassen, . ei °33 Generalkommandos Anweisungen hat ergehn cITc i t Maßnahmen zu treffen, um dem Unwesen ® e } ^N?n Füllen sollen die Vorgesetzten Stellen ? L - c r c ,. &Ur( ^cK^ IU H ntcn .. ^ nter f ll( ^ un0cn vornehmen, bei n hat sich der Kriegsminister eine per- Zenst-r der Feldpost- durck/-n* ie ö - i?' durch die BriefüberwachungSstellen Mo V yfö-f?*? mfI)1 b ,° n bPn Vorgesetzten oder von den Stäben. I5 ZJ; borgekommen ist. daß Leiite 18 Monate oder (Sin Be^bl ^ bc «^standen haben, wird eingegriffen. Kantinen ' b ^^^rbllluartiermei,ters verbietet, daß in den werden Mengen von Lebensmitteln eufgokauft S ^er . bemängelten Neberschüsse der S ri w wirtchastet die Kantine am lösten, die den möglichst gut und möglichst billig liefert und fand- SJ ^achü Allerdings muß ein «ewisser Reserve- Irw^nt.. möd)ic ^ bemerken, daß das gestern nSto f-n ÖOn ^ !ücücl1 Ga ^-Reserve-Regiment mäji 60 000, sondern nur 6000 Mark Kriegsanleihe gezeichnet hat. Der Reservefonds ist in Kriegsanleihe angelegt, weil das Geld den Mannschaften später wieder zugute kommen soll. Der (sa-affung von Soldaten Heimen steht die O-lreoste Hecresvenvaltung sehr wohlwollend gegenüber. Wer an der Front geloeien ist, weiß, was die Soldatenhcime wert sin«d. Klagen werden bei allen solchen Millionenheeren immer kommen. Man kann ihnen aber nicht immer durch neue Ver- entgegentreten Es wird ohnehin schon über das viele Schreittverk geklagt. Der beste Weg ist den einzelnen Fällen nachzugehen und einzuschreiten. Nennen Sie uns auch fernerhin solche Einzelfalle, aber geben Sie uns Tatsacken mü voller Adresse des Triippenteils;^ allgemeinen Redensarten stehen wir machtws gegenüber. Diese Klagen betreffen aber imnrer nur Ausnahmesälle, von dem guten Geist der guten Truppen draußen geben un? doch die vielen Briefe Kenntnis. Die gestrigen AuSsühruiigen des Al>g. Schopflin könnten bei den ^.riippen dmi Eindruck erwecken, als ob die Heeresverwaltung nicht alles täte, um Ihre Wünsche zu erfüllen und Ihren Klagen zu begegnen. Ein solcher Anschein darf nicht entstehen. Die Truppen muffen hier aus meinem Munde hören, daß die Heeresverwaltung für jeden Soldaten dvaußen .i “ *■ jtvcu ouiuflicn ocflKRcn ein warmes Herz hat, daß wir weiter helfen, wie wir bischer getan haben. Aiich das Volk dshei'.n muß die Uebrrzengurrg gewinnen, daß für die HeereSvcttvaltuna kt« Wort bestehen bleibt: „Lieb Vaterland magst ruhig sein!" (Beifall.) Generalarzt Schultze«: Der Wunsch, für die LaMturm- ar^te eine militärische Organisation zu schaffen, wird nächstens erflült werden. Der Kriegsminister hat bereits Schritte ein- ßclcitet, um ein Landsturm-Aerztekorps im Anschluß an das Sanitäts-Offiziers-KorpZ zu bilden. Hiermit werden die Wünsche der Aerzteschast im wesentlichen in Erfüllung gehen. Abg. v. Bsehn (kons.): Besonderer Dank gebührt jetzt unfern Kämpfern in der Lnft, b'f daS Auge des Generalstabs sind. Die Sozialdemokratische ArbtitSgemciuschaft hat sich außerhalb des deutschen Volkes gestellt. Die kräftigen Worte, die der Ehef des Kriegsamtes in seinem Aufruf gefunden hat, kann man nur unterschreiben. Die Landwirtschaft ist jetzt der allgemeine Prügel- knabe, die an allem schuld sein soü. Die Landwirtschast hält keineswegs zurück. Denken Sie an die Hindenburg- spende, wo freiwillig und umsonst abgegeben wurde, ebenso an den Landaufenthalt der Stadtkinder. Die Städter wissen gar nicht, wie eS auf dem Lande zugeht. Man müßte ste darüber ausklären, daß wir 1S15 eine schlechte Kornernte und 1918 eine miserable Kartoffelernte hatten. Die Regierung scheut sich, auf diese Fc-tzen eiuzugehen, da sie bekennen mußte, daß ste selbst Schuld hat. Große Bestände sind zu Anfang des Krieges verquast worden. Fünf Millionen Brotkarten sind ohne rechtmäßigen Anspruch im Umlauf. Das ist ein Fehler der Organisatton. Wir werden uns noch lange nach der Decke strecken mtrffen. Da ist Aufklärung notwendig. Dann konnte Herr Scheide- m an n ohne Widerspruch der Regierung, erklären, daß durck den Krieg nichts zu gewinnen sei. Auch hier täte Aufklärung not. Sonst kann man sich nicht wunderm, wenn die unorganisierten Masten o V Cr r- a J\ b5 £ P . r rät<,r werden. (Sehr richtig! recht«; ^adyen links.) BlSyer war dre Pflichttreue etwas Sekbstverftänd- tiches. An Stelle der festen Hand von oben und der Pflickttreue von unten ist man aber jetzt zum Kuhhandel übergegangen. rann nicht regieren, wenn man die Zügel am Boden lchleifen laßt. (Sehr richtig! rechts.) Die'gestriae Erklärung des Generals Groener läßt mich hoffen, daß jetzt endlich m i t de r bisherigen Negierungsweise Schluß gemacht Redner wendet sich dann den Entschließungen zu. ^ 000 nicht mehr krlegsverwcndungssähige Pferde sind der Land- wlrtichaft bereits überwiesen worden, aber das reicht noch nickst, ^te Preise find zu hock. Bei den Pferdeaushebungen vermißt man ofl iede Rücksicht. Auch bereichert sich der Staat zu Unrecht. Die ausgehobenen Pferde müssen ra'cher bezahlt werden. Llus der Landwirtschaft sollen in den nächsten Wochen .llcannjchaste,! nicht mehr cingezogen werden, bis die Früüsa.hrS- bestellung erf^Iat ist. Die Landwirtschaft braucht Maschinen. Die entwürdigende Bestrafung durch Anbinden muß abgeschasst werden. Wertere Erleichterungen für Künstler bei der Einjährig-Freiwilli- gendieirstPflicht sind nicht zweckmäßig. Zum Kriegsmtznflter und alten leinen Mitarbeitern haben wir volles Vertrauen. (Beifall.) Die sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft bat b'uen Ausschuß zur Ueberwachung der Kriegs- matz nahmen gefordert. (Heiterkeit.) Ben Aki-ba wird hier wieder rns Unrecht gesetzt. (Zuruf: Der Antrag ist ja rm AuS- lchuß ackzeiehrtt worden!) Er ist aber so interessant, daß 'ich ihn Wieder hervorgeholt habe! . (Sehr gut! rechts.) Ich hoffe, daß es no7.) lange dauern wird, bis Dr. Cohn ins Hauptquartier reist, um bei Hindenburg eine Gehirnrevision vor?u- nshEn. (Heiterkeit rechts.) Wenn unsere Soldaten wieder yeimrkehren und durchs Brentdenburger Tor ziehen, dann müssen wir ein stärkeres He.er rüsten (Sehr richtig! rechts), zum Schutze von Dhr»n und Altar und des Friedens und zum Wchke des Vaterlandes. (Verfall rechts.) Abg. Hcld^ (nivilbeh-rden häufig in die Schützengraben. Slls das ssst- gesteSt wird, muß die v.rgesetztc Behörde schonungslos gegen die schuldigen vorgel-en. In einem mir bekannten Fall ist d«4 einem n C1l ?! e!r€! Knicker nicht geschehen; der Kriegs minister hat allerdings sofort eingegrifsen und die Entlastung deS Betroffenen verfugt. Tie Kr i e g s z e f a n z e n e n werden «ruf dem Lande viel- sach zu gut behandelt, namentlich wenn man bedenkt, wie es Gefangenen in Frankreich geht. Hier helfen nur Represtalren. An den hoch;ten Stellen will man das Beste, das M t auch für die Ernährung; das muß aber bis-zn den unteren Stellen durchdringen. Wir »erstehen nicht, daß Regimenter immer noen durchaus RücSsicht genomuren. Man hat über zu geringe EiitschädiZungen geklagt. Wir haben auch den Zuschlag von 60 auf 70 Prozent erhöht. Ksneessionen an einzelne würden nur e:ne nlaßlose Härte für die Maße werden. Die Pferdeprerfe im Privathandel würden so anziehen, daß der kleine'Mann überhaupt kern Pferd mehr kaufen könnte. Schukd an allem ist eben dre Pferdeknappheit. Wir haberi daher auch 40 000 ArSeits^ferde abgegeben. Es strü> mehr Pferde in die Hernrat abgegeben worden, als in diesem Wir.wr ar^gshsben wuvden. Auch die Preise waren verhältnismäßig billiA. Abg. Sir (Ztr.): Auch wir bringen dem Krie^Kminifter volles Vercrauen entgegen. Dank unseren Soldaten brruchen, Dane auck den Daheimgcbliebenen, bes««ders den Frauen! .Mt den Nach- ichankommissionen sollte man dre l^rndtoirte nicht zu sehr behelligen. Der Geist bei der Truppe i-it vorzüglick. Me Leu!e gehen für ihre jCfftgicre durchs und ins Feuer! Und so soll es auch sein. Die Behandlung in den Kasernen läßt noch viel zu wmrichen übrig. Ich habe -bittere Klagen da gehört. Ein 5Rann sagte mir, er habe in der Garnison den letzten Rest von Vaterlands- liebe verloren. (Hört! Hört!) Hier mi;ffen die Kir-uchsAnieführer e-ngreisen. Die Verpflegung ist im allgemeinen gut, aber nur dort, wo die Führer sich darum kümmern. Warmm sskl man nichts mehr inS Feld sa;»icken. DaS heb: die Stinrniung, wenn die Mutter sich etwas abspart und mal ein Schinkenpacket binaurschickt. (Zurufe links: Das können nur die LandwirteI — Zurufe i. Ztr.: Die Riistungrarbeiter können sich auch nicht beklagen!) Den Mannschaften soll es «m nichts fehlen! Bei uns in Bayern behandelt man die Mannschsften im allgemeinen sehr entgegenkommend, auck bei den Urlaubsgesuchen. li'Viysu einen ueincn jgariiomagen, von ein iiinö i\&zv, tönnte' (Heitere Zustimmung.) An den militärischen Verfügungen ist nichts vom Papicrmcmgrl zu merken. (Die Rede wiä> oft von Heiterkeit nnterbr»che7i, da der Redner ständ-ig die Anrede „m e i n l r e b e n Freunde" gebraucht.) Redner ^wendet sich in großer AusjU-hrlichkeit gsgen di^ Verlegung der Amberger Gewshrfabrik. General v. Qir.en: Die Provisionen bei den Vieh- h a n d e ls v e rbä nbe n find gerade in letzter Zeit bcrab- gcsetzt worden. Der letzte Winter hat uns bei der 5bariofle!ver- sorgung einen Streich gespielt. Die Kartoffeln sind daher hier und dort nicht so eingedeckt worden, wie es nötig war. Die Verluste der HeeresverwEung waren trotzdem s Rumänien geschickt, wo es nach 14 Tagen oder drei Wochen verschimmelt ankommt. Die'e? Brot sollte lieber in der Heimat bleiben. Aus den besetzten Gebieten können jetzt 6 Kilogramm-Pakete geschickt werden. Es gibt dort noch sehr vieles, allerdings für teures Geld. Wenn wir die LGuung auch täglich mrr Lm 10 Pfg. erhöhen würden, so würden ungeheure Summen heranSkounnen. Wir haben daher lieber die Famikien- unlerstützung daheim erhöht. Schatzsekrctär Graf v. Rocdcrn: Bisher hat ber Reichstag einheitlich eine Erhöhung der Mannschaftslöhnung nicht geforder Er^ hielt arrdere Ausg-aben für dringender. fwH ftA bn uun v i/mn 0 !- any 20 iycarr. mn 2 V e v r i c r st n n fl e n für Mannschaften sind im Monat L00 ^tillio«en Mark oder 2*A Milliarden im Jahre ausgegrben loortzen. Wir sind also nicht knau' wir die Cumberland ist von Saecr lrabcn. Wir hockei^ dasselbe Klasiencheer wie im Frieden. Die rufg'fc» Revolution wußte sehr gut, nxrs sie tat, als sie di-e Wohl der Offtz-iere einftchtte. DaS entsprach übrigens der alten preußischen Tradition. Wir wollten eine Neberwachung irey Kriegführung, nicht der Heerführung. Ein iliuKschuß sollte^ 4 . I. darüber enftckeioen, ob gewisse KriegSmethoden nv'.tvcrvdig sind, z. B. der N-Boot'rieg. In Frankreich ist der KriegSminister ei« Zivilist; und er hat sich seiner Aufgabe gewachsen gezeigt. In England hat man selbst ungünstige Ktt-egsavschnitte in einem Parlamentsausschuß gründlich beyau.dekt; z. B. das Gallipoki-Nnternehrnen. Dort ist das Vott ein antwirkender Fattor bei der Kriegführung uni» nicht nur ein Obzekt ^ur Hcrftcltung strategischer Lagen. Der Redner bespricht bann bic einzelnen trügerischen Ereignisse, die Marne- Cchlacht, die Schlacht .^t Tannenberg, die nur eine Episode sei Mid keine weltgeschichtliche Bedeutung habe. (Lachen.) Warum bleibt der Reichskanzler noch im Amte? ^Heiterkeit.) Sr ist doch Kk dieleg verairL'.oortlich, was seit 1V14 go schein ist. Er trer steckt sich gern hinter H i n d e n b u r g. Arch SroenerS stöttster Triumph gegen die Streiks Wt wieder &r:-: ;i.oüC(ji Groeners Aufruf war eine politische mston. Sr will .-QiUschen Tip-sikutz Mmrrnen auf die Stoffen. So kann man den -rölllen t&Mjljfcmec Menschen n«ht t&eeinjpZuften. Den freien Entschluß freier Arbeiter kann man damit nicht erzwingen. Biel stacker eU der General Winter ist der Marschall Hunaer. Die Mrttzode des Generals Gcoener muß kataftrolchale Wirkungen haben. Mari muß im Aus laiche glauben, hier bestehe eine Militär- autL-iiatie. Ich Anückme «icht die Zensur und besonders nichf Lit die Dos Generalobersten von Kessel. Er versteht s-sin »b&L ßättc er den Drvs-u-evsiSi-sn A«eaf der- bstvn. Di»fs des Ob »rlsm» mmrdvs loird wesenttich boMN" jlutzt von einem Herrn, der vor bcsm Krä-ge Pskhst te^rettor w l. llu war. Derber dieser öde Polizei^eist. Wir baben nicht zum Etvetr enrfgestrrberi und baben auch nicht znm Streik aus- frrdern wollen. Wenn cvber streikende Arbeiter siel, an uns weiten, «rnn vertreten wir ihre (Rufe: Ahal) Proletarier oller Lander D«ch -um Jriodsn. StaatesDr. Hekffeeich: Der Abg. Csh» hat zu der« sihdedenen Maien He U^age gestüM. wi e das Ausland die Dinge bei uns otafiefft. Hat er cnrch daean gedacht, was das Aus- lavch zu ferner & 0 e js&xi wird? TaS bnut dem Abgosrdneisn nicht z:ror Bortekl ^reichen. (Rufe: ^ehr richtig l rechts und Ruie: Löwaeken! bei der Saz. Arb.) Sre wissen ja immer alles b^-er. Sie haben immer em bssieres Urteil als ich. (jfc'ftif: Sie haben Lbs^Mrpt i$bt U?teü! und ttnruLe bei der Soz. Arb.) Drmn Bat hsr Rbs,. MM hter ei^tc Geschichte erzahkt, wie der ÜntarstaaLAfsKr^ksir Wech-uvchaffe Arbeiter cirrgeladen Hütte, und bosm wärsn sie verheiß tMsbe*. Herr Lbg. Cohn, ich glaube, Src rMgy ssÄsr. me ine Sache Logt. Der UnierstacltAfsrreßgr WsdichsffL iat Haiir. 8 *b&c: chppslaben. Es sind aber welche »u NM gzfemin**. ES rA m% 8 £, daL emzae n&n disssn Ar. vettern verb^ftet fish. wM es nicht. Sdeiifalls weiß ich. daß der 8 -ittsrst^stvseLro>är fG^ntäafft die Verhaftung nichj veranlaßt hat. (Mrus bei der Soz. Mb.: Es sind alle verhaftet JMtfeenl), ES farsich dann wssil war dir RLeLfühcer des Streike». aSS der Streik Mtgefetzj i»rrde, and bet sind sie von GotteS »«tz 8 «chtr bärge« derhsftrt todtbtu. (Lebhafte Zu. Lnmche bei der S«A «^«) Wahrend deS Streir» hrrde» wir ekf Matz i>m SU-che s»b Geduld bewiesen, lo£ tmz mcht KU acceares habea. Der Streik ist in der kürzesten Frist veeriLet r--orL«u, ohne daß ein Schutzmann sich mu hat sehen lassen müssen. Wenn a4«er Leute danreu, die die Arbeiter an der Wiodevaufnahnce der Ackeil ver-hir^>ern wollten, und wenn diese Leute dann hoch- grn»sb«e» wsrden llrvd, dann hat der Qber^efehstiha'bec in den tlatk* nur ferne Pflicht und Schuldigkeit getan. (Lebhafte Zu- siimnruTTg.) Wenn nun der 4!>bg. Cohn der Kannen Sache eine Wendung gibt, batz der unLefangene Zuhörer sich eine Räirber- geschtchte denken muß, wie der UnterstaatLsekret«r die Leuie ein- «laden und dann verhaftet hat — ich weiß nicht, ob der 'slüg, Cohn damit dem deutschen Baterlande nützt. (Lehaste Zu- ftrmmurrg.) Was Abgeordneter Ccchn^ Versonliches über den Reichskanzler gesagt hat, ist ein^ Sache für sich. Wenn er aber aus* führte, unsere Truppen kämpften nicht für des Vaterlandes Wohl,^ sondern sie feien die Opfer einer urrfähigen Regietung, jo hrrßt das in Zusammenhang seiner Ausführungen, daß unsere Regiernnd am Zkrie^re fätfCb sei. (Widerspruch äußerst links.) Jeder Hörer wird diefen Eindruck getvonnen haben. (Zurufe von der Ssz. A.-G.: Müschuldigll Das hallen Sie wohl für vaterländisch und patviotisch? Glauben Sie in einem Augenblick, in dem unsere Soldaten draußen diesem Ansdurm der Frinde trotzen und ihr Blut für das Vaterland einsetzen, die eigene Negierung der Mitschuld an diesem Kriege beschuldigen tzu dürfen und dem Vaterlands damit einen Dienst zu leisten? Außerhalb dieses Haujes würde ich für ein solck>es Vechalten eine B^-'ichnnng haben, dte mir hier nicht nestattet ist. lSehr rich- rigk) Dr. Cr^n hat für diese BcyEptung nicht den Scbatten eines Beweises betgebr.-rcht und kann es nicht. (Abg. Dr. Cohn: Es wird bewiesen werden! — Präsident Kaempf bittet, die Zwifch^nrufe z» unterlassen.) Als Dr. Cohn den Reichsranzler aarrift, bat er das Gegentett von dem gess.k, ioaS ans dieser sL»«« Änjä,«ulsigung herausklingt. Lch weiß nicht, ob «t de« Reichskanzler a l § einen S ch w ach l i n g bezeiget hat, aber jedenfalls als einen, der sich 'Hier b e Cvctiit Heeresleitung verkriecht und sich von ihr seinen Willen drftieren läßt. Da hat Dr. Cohn gesagt: »Der Reichskanzler ichtt oen K'.ie Stveiks und die Derechttgrmg Mm sßveiL» Dmren nicht anders wirken, denn al, Aufreizung zum Streik. (Sehr richtig! rechts.) Er hat gekaat, die Arbeiter feien allein berufen, zu entscheiden, ob sie einen Streik macken dürfen oder nicht. (Sehr richtig! bei den Soz. A.-G.) Rein, heute hat kein Mewsch das Rocht, von sich aus selbst zu entscheiden, was richtig ist — kein Men'ch, weder draußen, noch hier im Haufe, noch ich. Wir stehen alle im Dienste des Vaterlandes und kein Mensch hat das Recht, zu entscheiden, was er i-m vaterländischen Interesse zu tun und zu unterlassen hat. (Sechr wahr!) Herr Cohn hat gesagt, wenn die Arbeiter sich an ihn und I er ne F^r e u n d e wenden, so unterstützen diese selbstverständliche ihre Sache. Das heißt, sie u n t e r st ü tz e n d i e S t r e i k S. Damit verletzen Sie Ihre vaterländische Schuldigkeit, Herr Cohn! (Lebhafte Zustimmung.) Wenn die Leute sich an Sie wenden, so ist es Ihre vaterländische Schuldigkeit, die Leute zu beruhigen und ihnen im Guten zuznreden. Das haben Sie nicht getan. (Zuruf rechts: Im Gegenteil!) jedenfalls hat der Abgeordnete Cohn für sich daS Recht in Anspruch genommen, Arbeiter, die in dieser Situation streiken und unseren Trilppen in den Rücken fallen, zu unterstützen. (Zuruf bei der S^z. ?.rb.: Phantasiel) Wenn cs Phantasien »väcen, niemand wurde sich mehr freuen als ich. Leider ist es traurige Wirklichkeit. (Sehr wahr!) Schließlich hat der Abg. Cohn über die Ernährungsfragen gesprochen, die auf uns allen schwer lasten. Der Hungerkrieg Englands ist das ungeheuerlichste Verbrechen der Weltgeschichte. (Sehr richtig!) Ich hoffe, daß die Urheber dieses Verbrechens noch schwerer darunter leiden werden als wir, und ich hoffe, daß die Zeit dazu nahe ist. (Lebhafter Beifall.)^ Aber der Abg. Cohn hat die Not unseres Volkes für seine politischen Zwecke auSgcnutzt. Streik, Brot, Frieden, das sind bei ihm zwfammenl-ängende Begriffe. Der Friede, den Herr Cohn will, bringt unserem Volke kein Brot. (Zustimmung.) Der Friede, der uns Brot bringen soll, muß erst erkämpft werden. Er ist eine Frag« des SiezeSwillens und dieser Siegeswille ist bei unseren Feinden noch nicht gebrochen. Der Friede, den die äußerst« Linie will, bedeutet nickt Brot, sondern Hunger, nicht Freiheit, sondern Knechtschaft. (Lebhafte Zustimmung.) Lesen Sie die feindkichen Blätter und die Reden der feindlichen Staatsmänner. Ern Friede, wie >hn das deutsche Volk braucht, den können wir heute noch nicht haben. Ein Friede, wie wir ihn haben müssen, müssen w^r uns erkämpfen. (Lebhafter Beifall, Zischen auf der äußersten Linken.) Präsident Dr. Kaempf ruft den m>g. Cohn zur Ordnung, weil er in einem Zwischenruf der deutschen Regierung Mitschuld am Kriege vorgetoorfen hat. General Geooncr: will den Cohn nur daran erinnern, was in England in MreiHLLen geschieht. Wenn die Maßnahmen, die die Engländer in solchen Dings« ergreifon, von uns ergriffen würden, es lcdsrvfte m-:inörseits keiner Aufrufe mehr. (Sehr gut!) Die Worte des Adg. Cohn erinnerten mich an das drastische Urteil, das emer jemw freunde in der Kommission über mich gs«allt hat. ES war vom Porzellanladen die Rrde. i;-nd ich ne-'vne den drastiick»en Verglich a-uf. (He'to-rkeit.) Es sind Po^-ektnntzpfe sulzwei SSS^S»^' 'N denen für i.n-sere deutschen Ar-srter eine T-uft'S suppe gsracht wsrd-en sollte. U-iese Töpfe, deren Firmen tzv-n Abg. Cshn und keinen Dvenckdeii nrtfw» tfoh*n «.uöe.« __ kleben. (Lebhafter Beifall.) Krwgsnnurstet: von Stein: Der Abg. Co-Hn hat auf Clause- Witz zurückgsarftfsu. Sein Angriff tvar uwberechttgt. Dem General von Clanseivitz verdanken wir die Leistungen unserer Armee, da er für deren Enlloicklung maßgebend gelveseu ist. Wenn der Lwtz. Cobn Nachweisen null, daß der Krieg wicht mehr gewonnen werden könne, so ist daS ein verdcrÄiches Beginnen, das große Verwirrung in den KöOen anrichten könnte, tvenn sie k?u vscwtrren tvSrsn. Demgegenüber crinnMe ich an üin Kapitel des Generals von Clauscwrtz, worin es heißt, daß zur Durchführung des Krieges erstens ein festes Vertrauen gehört, zweitens ein einzelner fester Kopf, u n b e h i n d e r t durch fremde Einflüsse; dieser f e st e Wille darf sich durch nicbtö beein. f l u s s e n l ck s s e n, bis er zu seinem Ziele gekommen ist. So haben eS unsere Führer x^aiacht, von Friedrich dem Großen an, und mit Gatte» Hllft wurv das so weitecgehen. (Lclchaster Beifall.) DaS Hau< vertagt sich Montag 1 Uhr: Weite rberatung. Schluß %7 Uhr. ' Neue Sefümnrnngen über haurschlachtuugen. In einer Crc;änzungsverordnuNsi zu bet Bekannt- nuachung über die Regelung beS MiMverbranchS vom 21. Auigust 1916 ftitb die B c ft int m n nge n über Ha.1l. s - s ch l ach t u n g e n neu zürfammongefaßt Und ergänzt worden. Hiernach werden vom 1. Oktovvr 1917 ab .Hnusschlnchp- tnnaen llur noch genehmigt, tvenn Schweine oder Rinder mindestens drei Monate in der eigenen Wirtschaft a c f) a 1 1 c n worden * sind, da mit der bisherigen SechZwochensrist vielfach Mißbrauch getrieben ist; Personen, die weder die nötige Sachkenntnis noch auch geeignete Stnklnngen und Futtermittel befaßen, haben Schweine die Mindeftfrist von 6 Wochen durchgrhalten, ohne Mckficht auf den Erfolg, lediglich mn sich erhöhte Selbswersorgerrati 0 n zu sichern. Aus demselbeil Grunde ist der Erwerb von Scl)weinen von mehr als 60 Kilogramm Lebendgewicht zum Zwecke der Selbnverforgnng uunnkr-hr allgemeni untersagt worden. Wftntec wird besti.nmt, daß der Selbstversorger, der in den MvnÄten Sept-eml'er bis De>rn>ber schlachtet, Vorräte höchstens ftrr ein Jahr, bei SchlachluttigW .zu anderrr Zeil höchstens bis zum Schlüsse des Zbalenderiahves behalten darf. Hierdurch soll die unwirtschaftliche Mlfstapeürug von Borräten auf aTlgiitanüe Zeit verhindert werden. Eine weitere Bixrsck-rifL bindet die Abgabe von Fleisch aus der Ration tws Selbstversrn>ters an Dritte gegen Entgelt an die Genehmigung des Kommunalverbandes, damit nicht wucherischr .Kettenhandel mit angeblich kartenfreiem Fleisch aus dieser Quelle gespeist werden fomt. Im übrigen führt die Verordnung eine schärfere lleber- wachung der HausfchlacLMngen durch genaue Feststellung des Schlachtgewrchts, amtlich Ueberivachungspersaneti und Beurkundung der ermittelten Getmchte ein, wozu die näheren Ausführungsvorschriften van den Landeszenttalbehorden ergehen. Ertvähnt sei schließlich, daß die Berorimung den Landes- zenttalbehorden das Recht gibt, Krankenhäuser uitb ähnliche Anstalten zur Versorgung ihrer Insassen und gewerbliche Bettiebe zur Versorgung ihrer Angestellten und Arbeiter auch als Selbstversorger anzuerkennen, wenn sie Rinder mästen und zur Hausschlachtung bringen wollen. Arrs S- t zu Mainz, aus Aackaß der Vollendung einer fünfzig-- z-ahngen DisMeii, die Kwrr-e züm! Ritterkreuz II. Klasse des Deo-, drenftmoms Philipps des Großmütigen verliehör * Personalnachrichten ^der Ober-Postdirek- tr 0 n in Darmstadt. Verliehen w-i^rde das Eiserne Kreuz 1. Klasse dem Leutnant d. R., Ober-Postassistent Rodvian, aus Gießen und dem Feldivebelleutnant. Postassistent Heck- m a n n aus Osthofen (Rhcmhesscn): das Eiserne .Kreuz 2. Klasse dein r^eldpostsekvetär May aus Darmstadt; die Hessische Tapser- Veitsmedaille dem Leutnant d. R., Pvftreferendar Rock ans Darmstadt und das Hessische AllgeTneine Echenzeichen für Kriegsverdienste am Kriegsbande dem Bizctoackstmeistrr d. L., Post- sekretär See ge r aus Alsfeld (Heben). Bestanden hat die P 0 swffistentenorünmg der Postgehuse Simmermacher in. Darmftadt-Uebnngsplatz. ^Zersetzt fvurden: Der Postrat Pr e y s ch von Lchemn'.y nach Darmstadt, der Postdirettor Wa ll mu t h von 'Butzbach irach Merseburg, der Bire-PosLirek- tor K l c i n st e u b t x von Bad-Nauheim nach Bictzbach unter' Eri^nnung zum Postdirektor, der Postiuspektor A l t von Magdeburg nach Bad-Nauheim, die Postassrsteuten Fa der von Ncu- haus ^ am Rennweg nach Seligenstadt (Hessen), Riegel von Leipzig nach Nidda (Qberhessen), Georg Wagner von Rüssels- yeun- ^(Hessen) nach Darmstadt Zimmer' von Langen (Bez. Darmstadt) nach BenSheim und der Telcgraphenassistent Ger- Ratwyen nach Worms. Freiwillig ausae- schieden srnb me Delagraphen^rlstlmrnen Krower in Ofsen- Darmftadt. In Rnheftand m nr . . w .ui in Bentheim. 1 t 6 0 r b e n )utb der Dostsekretär Mrisinger in Neustadt (Odeitwald? der Ober-Tclearabher "" " l w v v .. 1 vst juerzyitipya wjnj bach (Main) und Nebhuth m D tritt der Ober-Postassistent Haas l elegraphenassistent i. R. Dein in Laubenheim (sichern) und der Postassiftent i. R. With. Klein in Mainz. Vor de m F e i nh c gefallen ist der Postg^hUse Wölfe! aus Budenheim. '** Zur B e Hebung der Kleingeldnot. Der Leiter einer FabriE schreibt wrs: „Wir haben in unserer Fabrik 14tLgi.gL Lohs!Periode, zahlen aber jede Wock)>e aus, und zwar wird in der ersten Wock>e eine Ubsckchrgsstmrnle gezahlt, in der zwecken Woche wrvd abgerechnet. Die Zahlung geschieht stets nur in dollen Mar k b e t r ä g e n, uud zwar derart, daß in der Ab- schbrgslyoche, in der die 'kleine Zahlung geleistet wird, die Pfeunig- beträge noud oben abg<-n.'ndet werdeir. Der zuviel gezahlte Betrag lvird auf die neue Wock-e vorgetrageu. In der darcrussotgeawen AbreklMrngAws-ck^, in der die größere Zahlung geleistet wird, we^si die >nne Mar? übersckMeiteirden Pfennig betrage nickst: ausgezahlt, vislmehr für die nächste Woche vvvzetragen. Da, tme sck-on gesagt, in der M>iarde-Nes.-Divi- süpisstab, wurde mit den; Eisernen .Kreuz 1. Klasse miSgezeichnet, Seine beiden Brüder fnvd ebeirsalls nn Besitz dieses KriegSvrdmsi. — Grenadier ?ldolf Walter, l^ei einem Mssont^rie-RegD-> ment, wurde bei den schweren Kämpfen im We am verwundet und kam in ein Lazarett nach Köln. — Bahnmeister Petri verunglückte bei ieinem Znsanrmenstoß im Westen \mb kam ins Lazarett imd) RLaibeuge. rr. O r te uber g, 5. Mai. Sancklstsunterofftzier P. Meister, der seit 1914 in einem N-eserr.^lazore'tt in Mainkur tätig ist, wurde mck den; Hessischen Kriegsehrenzeichttr ausgezeickmct. — Pfarrer Lenz, der seit etwa Jnl-ressrist als freiwilliger Feldprcdiger! auszog und wr einigen Monaten zum etatmäßigen Felddivisions-, Pfarrer ernannt wi;rde, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl. 4- Schwickartshausen, 5. Mai. Die durch den Vcr- tvanensmarm des Roter; Kreuzes Ottenburg in unserer ©ememb« vorgononimeire Sainmlung zur Hin den-" bürg spende 'fyatte folgendes Ergebnis: 150 Eier, 14,9 Psimd Mehl, 8,2 Pfund Graupen, 1,5 Pfund Speck- 3 Psrmd Wurst,.5,5 Pfund Fett, 4.6 Pfund Bohnen, 36.4 Pfund Dörrobst, 5,5 Pftmd Zwielwlu, 0,5 Pfund Gelre. Das Ergebnis der Sammlung Tirufj um so besser genannt lverden. als die Samm- liungei; in; Gegcs Ergebnis: 872 Ner, 1 Pfd. Butter, 3 Laib Bwt, 2 Pfd. Kvrnkaffee, 36 Pfd. Mehl. 20 Pfd. Gerste, 2 Pfd. Dörrobst, 1 Vs Pfd. Hafer flocken, 1 Pfd. Zwrrbeln. 4 Pr-dtzingpnlvn:, 1 Suppenwürfel, 1 Pfd. Wurst. 1 Glas ^elee und 61,60 Mk. in bor. ^ Gonterskirchen, 6. Mai. Fürs Vatcrlarck» starb am 26. Marz der Vizeseldwebel Heinrich Lind iu einer Feld-Ma- schin>enattvehr-5Lompagnie, Inhaber des Türkischen Halbmondes undi der Hessischen LLpferkeitsmedaitte.