Jb-U LsMer Blatt tiia.rua ttt« Ausnahme des fc^+nnta«*. 4P M. Jahrgang VeUrtgta: „OUtfnu s.amilkendlLtler' „U.'clsbUtU (Uc ttrt Ureis yieijen". und Scunllnri am biain Uc. Ut^ö. Vanivrirehr: Setverbeoant ^letzrn. Montag, t 4 . Mai W ZwtUntgSrtmddrttck und D- Br ü hl'jche Urüversitätß-Btrch-n.St R. ßanc. Huew>( e*ä|fn«t die Sitzung nm HtS ? fyr. stjuna zum Haushaltsplan, bi« zur Erweite - *^«4 d c r v efchäfküräume des Kriegsministe ti* uiat in Bm!i>. 2,4 5s.illunwu Mark fordert, wrrd dem Haupt, a n L s ch u überu-ieseu. Äe lrÄMZ des DskrsAmMempev. ktr.e ^'.'rk-sworlage bestimmt: Für Lieferungen aus ver- tra^.c«t, bic n 'nt 30. tan bez 1916 abgeschlossen sind, ist der .Lieferer nia; r r c rSj t 1 g.t, den aus die Lieferung oder deren «e..".7run^ nrr uilendeTr Waren um sanfte mp cl dkm 9Tb- jiebncrr neben dem Preise ganz oder teilweise gesondert i n R c ch. nung zu stellen. Der Abnehmer aus einem Liefernttgs- N'ch, b-r-»ti.,t. den bei der Weiterveräußerm,« der W»re aus -brr «'eftruua oder Bezohlunq «nlfallende« Waren um > ep, -e mpel von dem ihm von seinen Lieferern in Rech nu'«^ Ptetse zu kürzen. Ans «ne Vereinbarung. die den vm-steoc-.den Vorsckttsten entgegentritt, kann sich der Lieferer, lzw. der Abnehmer ntcht bcrrlsert. Die Vorlage wird ohne AuSsprmhx Lesungen angenommen. in alleu drei Siestsetwig Des yoWecksiesetzes. Zur Förderung deS Poftscheck-derkebrS soll der Betrag der S.ummetnlage von 60 M. aus 25 M. herabgesetzt werdeiu ^ Das Gesetz wird ekensitkls ohne Aussprache in allen d rer Lesungen angenEmen. M Ernährnngssrgtzs». Dte Aussprache wird fortgesetzt. Llb.r. Stul.ds (Soz.): Die HüchstpreiSpoNlik »oar derfeblt. weil die Negierung sich gescheut hat, glatt durchzugreifen. Die> Erzettycr von Lebensmitteln haben ihren ganzen Einfluß auf«! geboten, um alle Maßnahmen der Behörden zu durchkreuzen.^ Die Verkürzung der Brotrrrtion hat deshalb solche Erregung verursacht, weil vorher immer auf die gute Ernte hingewiesen wurde. Der Redner trägt zahlreiche Einzelfälle von behördlichen Verfügungen vor, die zur Verbesserung der Volksernährung nicht geeignet seien. Er protestiert gegen «ine weitere Verteuerung der Volksnahrungsmittel. (Beifall b. d. Sog.) Abg. Koch (Vp.): Herr Rupp sagte gestern, wenn drei big vier Sterlin-cr beistrmmeirsttzen, dann schimpfen sie auf die Land, wirte. Ich kann da- nicht bestätigen: wenn drei bis vier Berliner bersinnmetrsitzen, spielen sie Skat! (Große Heiterkeit.) Der Redner schildert attS feinen Erfahrrmgen als praktischer Laitd- Wirt berauS di-e ErnöemrSsichten dieses Jahres und fahrt fortq Mas spricht in den Städten so viel von dem robusten Gewissen der Landlmrte. Die Städter sollten immer an ihre Brotkarten- sai'eL'cn bergent Wir stellten aUt ehrlich sein. Wir sollten der Landwittschaft danke«, daß sie einen so großen Rindvichbesiand bis fetzt durchgcchrlten Hai. Das Mndvi^j ist kein Konkurrent de- Menschen. (Heiterkeit.) Itzt der Mensch etwa Stroh. Heu oder Nübcmsthuitzel? (Zuruf: Wiener Schnitzel! Heiterkeit.) Wer natürlich darf daS deutsche fkldf nicht verhuns-ern. Auch mrf dem Laad« herrscht Rot. Man sollte der Lcutdwirtschafk mehr ArbeiSkräfl« z:Nveifen und bei Reklamationen nachsichtiger sein. Die LsbenSmitteirnappbeit wird mit dem Kriege nicht beendet ^eln. Die Schafhirten sollte rrran den Landwirten belassen. Dev Oetfr^chtanbau. insbesondere der RapSanbau, muß noch viel mehr gefördert werden. Ich rufe ins Land hinaus: Baut Raps! Batlt Mohn! Ihr lverdet keinen Schaden haben! Baut Erbsen? Tierische Nahrungsmittel muffen wir durch vstMt^liche Nahrungsmittel nach Mr^glichkeit ersetzen, dann wirh die Hoffnung u-nfever Zeinde, uns auSzuhungern, zuschanden werden. Mecklenburgischer Bevollmächtigter zum BundeSrat Freiherr, v«, Brandcnstcin: Die Behausung, daß die Kriegsverordnungenf nicht gegenüber den ritterschaftlichen Gütern, sondern nur beim, Kleinorundbesitzer mit voller Schärfe angeluandt werden, must 'ch a!S absolut unrichtig und unzutreffend' craf das entschiedenste zurültwctfen. Mecklenburg hat hier seine volle Pflicht getan, eS bat über 10 000 Zentner Butter ab geliefert und deckt damit den Fehlbedarf der ganzen preußischen Moirarchie. Präsident des KviegsernährungLa-mtA v. Vatucki: Die Dar- ffellung des ?lbgeordneten Wurm von den Zuständen auf dom Gute de? Grafen Hacscler ist unrichtig. Sie stammt vo» einem übelwoHeuden Neffen. In der ^Vossüjchon Zeitung" erklärt heute der Derliner Magistrat, er hätte gegen die Brotkarte n sch w i ndle r alles veranlaßt, lvas in seinen Kräften, stand. Ich hal^e das nicht bestritten, sondern nur gemeint, daß u»an in den Großstädten, wenn man die große Knappheit an Getreide gekannt hätte, die viel zu große Zahl der umlaufenden Br"!karten wohl früher erkannt und die Polizei darauf aufmerksam gemacht hätte. Ich verkenne die grotzLN Schwierigkeiten nicht, unter oenen die großen Kommunen heute arbeiten. 2!ber Fehler /om:nen überall vor, und die Großstädte sollten nicht überempfindlich sein gegen fede noch so 7^1^ Kritik. Gegen den Schleichhandel gehen wir mit b-en schärfstem Mttteln vor. Aber man soll nicht alles glattbet:, ttxtS das Publikum erzählt; es ist natürlich eine Schande, wenn loolllhabendL Familien sich nicht scheuen, auf Kosten der Ernährung der breiten Masten sich uue bessere Versorgung zu verschafl'cn. Alter loctm mau in der Elektrischen, in der Untergrundbahn, in der Eisen- ixchn erzol^leit hört, rvaS die Leute alles hinten hertim gekauft kfftben wollen, dcntn findet utan bald, daß das doch nicht alles stimmt. Wir haben in verschiedenen Fällen eingegriffen, und eS har iich herauSiwstollt, daß Uebertreibungen Vorlagen. ^ Ich will nickt alles verteidigen, was die K r i e g L g c s e l I f ch a f t e n getan haben, aber wenn man sich hinstellt wie Herr von Oldenbupz und behauptet, daß sie nur art die Kltvbsessel denken und sich photographieren lasten ustr>., so ist das ein billiger Witz. Ich halte mich für verpflichtet, die mtt unterstellten Gesellschaften, die sich l-ebr verdient gemacht haben, dagegen in Schutz zu nehmcin Ick) lasse jetzt alle .Kriegsgesellschasten von Sachverftärrdigett, revidieren: es haben sich bis jetzt nur sehr wenig Mängel herausf gestellt. Die meisten Uebelstände haben sich beim Verkehr vont Landwirt v\ Landwirt gezeigt, so bei den Saatkartoffeln. Diese, Angelcgeuheiten sind den landwirtschaftlichen Organisationen bberlassen; luenn jetzt die Preise zu hoch sind, mögen sich di^ Landwirte bei ihren eigenen Organisationen beklagen. Dev preußische LandloirtschaftSministcr hat sich witj einem Zuckervubcnpreis von 2 M. einverstanden erklärt; die^ Erhöhung ans 2,50 M. ist auf meine Veranlastung erfolgt. Die weitgehende Kat toffelbeschlagnahme war eine Nollvendig^eit angesichts der '»'siechten Erttte. Zum Spiritus ist nur so viel verbrannt worde-tv wie zur Munittonöerzeugung unl>edittgt not- ivendig war. Alle Wünscl)e. die hier vorgebracht sind, werde ich, smneit sie daS Gebiet des LbriegsauttS fallen, diesem unterbreiten und hoffe, das; sie erfüllt werden können. Ein Vlusschutz auS allen Parteieu des 9leichS.tzLgS soll sich ln vierzehnlägt.gLr, mühevoller Yle^c d-tze,V e rholtnr Lj c j_g ij ei ti " 3 » Detutschlrrird an sehen. Dcüntrch wird lwsfeittlick) Klärusfg über die Frage der Viehhaltung herbeigeführt »oerden. Herr Koch war ja heute gattg anderer Ansicht, wie gestern Herr Hoff, da-S zeigt, Me hier die Moin-ungen auS. elncvtdergehen. Was unS twt tun rst ein besseres gegen- s e i t i g e S B e r st a n ld n i S. Er tvurde ganz grtt sein, wenn einmal erttc Zeitlang die Blätter Arttkel bringen würden, wie sie die Scher sonft Nicht gawohitt siird. tvenn das „Berliner Tageblatt Artikels der ^Deutschen DtgeSzettung" und die „Deutsche TagcS- zcttung Artikel deS „Berliner Tageblattes brächte. (Heiterkeit.) Wenn man nur das liest, waS den ebenen Anschauungen ent- komutt »um laicht -u einseitigen Aufsassuuaen. (Sehr ricksilg!) Mein Amt ist ganz unpolitisch. Ich würde mich freuen, wenn die Erfahwtntgeit. die wir jetzt sammeln, mehr als bisher dc^zn nutzbar getnacht würden, nicht die Bevölkertntt^ weiter auseittanderzuführen, sondern sie et,tander näher zu bringen. Ge. rade das. waS uns hier beschäftigt, liegt so im allgemeinen Inter, cste, dich eS das Zusammengehen. daS gegenseitige Verständnis ganz bc,onc.ers fordern müßte. Ich kann aber nicht sagen, daß.das genügend der Fall ist (Sehr richtig!), im Gegenteil, die Verbältniste werden darin — das liegt vielleicht zum Teil an der allgmneinen Kriegönervosiiät — dauernd schlimmer. ES wäre ein Verhängnis, wenn wir mit dieser Stimnning zwischen Stadt und Land, ^vischeit Verbraucher und Erzeuger, in bcu Frieden gehen söllt«n Wer hier an der Versiäudiwutg mttarbettet, wird mehr Nutzen stiften, als wenn er durch Ilebertt^eibungen und Vorwürfe ggren atidere Berufkstände die Gegensätze verschärft. Kritik ist gewiß gut, sie soll aber wohlwollend sein. Wenn hier keine Besterung eintritt, werden wir unsere wirtschaftlichen ?lufgaben nach dem Kriege nicht erfüllen können. (Lebhafter Beifall.) Kbg. Held (natl.): Der Geist, der soeben ans den Ausführungen des Präsidenten sprach, herrscht tatsächlick im Krtegs°Ef. nährungS-Amt. Es hat beti besten Willen und hosfeittlich wird eS gleichmäßigere Volksernährung herbeiführeu. Solange die Land- wirte ihr Getreide billiger hergeben mustert als sie für das Futter bezahlen muhten, lag die Bersrichuna zur Berfütterung nahe, jetzt sind ja gleichmäßige Preise eingeführt. Aber auch die angesichts der treuen Pflichterfüllung der Landwirte so grundlosen Schintpfereien aus den Städte n schadeten und endlich der Zwang, den man mehr und mehr dtlrch Nutzlxtrmachung der Freiivilligkeit ersetzen sollte, indem nn.n fiir Ablieferung über ein vorgeschriebeneS Mindcftutaß hinaus Prämien zahlt. Die Herabsetzung der Schweinepreise wird keinen anderen Erfolg haben als eine Maffenabschlachtung nicht schlackttcifer Schwetne. Wo soll es denn überhaupt Einfuhren, wenn wir unsere Vieh- stände abschlachten (Sehr richng! rechts), lvenu es kein Fett und keinen Speck uiehr gibt? (Zustimntung recbts.) Dic Verteilung^. organisationett erzielen große Gewinne, so z. B. die Landwirt- schastskammer Hannover. Hier sollte doch auch eingegttffeit werden. Wtr in meiner Heintat haben überhatlpt kein Vertrauen zur LattdtoirtschastLkam.ner. ES müsten die Beurlcmlmngen be- schleunigt werden, denn ohne Mensck-cn ist die Ernte nicht hcrerv- zubrtngen. Der Fang der KranzmetSvägel soll wieder erlaubt werben; too sind die Zeiten, da ich beim V,>gelsck'utzgesetz eine wundervolle Rebe, voller FdealiSmuS. für die Vögel htelt? Allerdings, viel der- fprsche ich mir incht von dieser Tierquälerei. In Holland hat srch eine G. m. b. H. für ,G e n k y e r s e n d u n g e n" ge- bildtt. Sowett durch Pridatsend:ugen daS Gesamtkont'ngont ge. schmälert wird, muß die Z. E. »Meingreifcn, aber was sonst her über ko mm LU mag, geht sie nichts an. DaS sollte die Bureaukrate dem freien Handel überlaffcn. Dieser würde auch die «euyvbsich in Holland lagernden großen LebenSuttttelmengon. die zu Friedenspreise» jw haben wären, «fasten, die die Re- gierung nicht erwirbt. Warum nicht, wenn die Angabe stimmt? ^Sehr wahr! und Hort, hört!) Die Ein- und AuSfuhrabteilung hat die Einftchr von Wruckenfamen aus Däneutark monatelattg verzögert. Angesichts des erhebenden Durchhaltens der Be- völkerung war die Herabsetzung der Brotration doppelt schmerz. Iich. Wir nehmen alle Opfer auf vnS, trm als H e i m k r t c ge r daS Unsere zum glücklichen Frieden beigutragen. (Beifall.) Direktor im K.-E.-A. v. Oppen: DaS Inkrafttreten der herLb- gefetzten Ninbviehpreise kann nickt hinanSgeschoben werden, aber eS werden wie bei den Scksiveinen U e b e r g a n g S b t -fl i tn m u n- 15 c n geschaffen, so daß daS zum Termin besonders stark ango boie*re Vieh noch gmn alten Preise «chgenouimer» wird. Dte Provisionen der ViehhandelSverbänbe strtd auf 5\b Prozent ermäßigt, weitere Verhandlungen schweben. Auf regelmäßigen Wildabschuß hat ditö K.-E.-A. bei allen vcrbüp. deteu Regierungen hittgewirkt, das scheiitt auch Erfolg gehabt zu haben, denn Klagen über Wildschäden sitrd ttnS nicht zugckommen. Alle Behörden sttmrnen vollkommen überein, dvth unsere knappen Lebens- und Futtermittelvorräte nicht durch Wild beeinträchtigst werden dürfen. Lbg. WeilnbSck (Kons.): Die Ltamttich) Dein seit jSMat'J- wjrnni xtt Deichchlmü) ajuucfctth'it B- richterstatwr der rc u 11 Nische n Heilung „La R-? oin Bunnes Aires mutte von IX'IU Krtegsürmisver General i. Stein eine Unterredung S«vährt, ans der«t Erhalt wir folgendes «Mrelm«»: „Euer Exzellenz ist bekamtt, daß in dem fvmrzüsisckten S-mctte die Journalisten und Semrtvrerr. wir von deut Bereit an der Somme zurückgingen rutf die Sehne. l>ntdelte eck ficlv nicht allein darum, das Vordringen des Gcgrters möglichst ztt erschltvren, son- dertt es lsandelte sich darum, für die Versolgtmu Mu 2 tittvtlsdeps>ts rwrstzndon. Die Briurnert mnnten gesprengt werden, ixuitit dem Feind Sänviertg- k-eiten dtrrch deit LlbttmtSport vmt Wasser erumchsat, durfte nichts unterbleiben, lvas geeitplet tvar, unser Vorfeld zu einem Festungc- glacis zu gestalten, wie es nicht allein mrscre, sondern «euch die französischen Deitkschriftett für den FesdrnqÄIampf vosschreiberi. Sobald die Obstbäume grünen tntd blülwt, Imrtnt sie eine ttefflickre Fliegerdeckmtg. Ein kleiner Obstgarten bietet, wie Sie tvissen werden, eine sehr grrtt GÄeg>at.lieit für den Unterschttcpf einer Batterie od:*r von Flngzengabtvelirkammeu. Aus diesem raube lnußt'n unu alle Bältme, auch die Obstbwmtr und das o^ebüsch, überlxrupt alles, uxrs grmteit könnte rmd dem Feind später 'Lcckung bieten konnte, vernichten. Im übrigen wissen Sie mio den Kimm« an der Ancre rtnd Somme, dctß alle Ortschaften uoid ilwer Bewach» srmg int Kamipfgebiet rettungslos dem! Urttergcmge dvcrch das l«d«- seittge Feuer verfallen sind." „Vielleicht darf ich Eure Erzellenz auf ettren Psmkk, vielleicht den empfindlichsten, Hinweisen. Es bcutdett sich um dre Masttttchmen, die dic Oberste Hoercsleitmtg in bezug auf die Landes«mt.xrhn«r traf." >, .^Fck) tveiß. daß die gMtze noctrafe Presse um. AnklaM» mieberballte, dte inan in Paris und London gegett *ns «HvbeU hatte. Wir haben alles gebot, lvas wir tun konnten, wir stbtrsften die Bevölkerung, die nicht abtransportiert ivetbcn sollte, in ctnr Zone, dic wir volllvnuueit verschonten. Für NakmmgÄmttcl Ütt fim? Tage, Bert^legnng und .Hwriene hvrr nritrffttr3enV Fürsorge getragen. Mittder mit .Kittdern unter 15 Jahren dvrfdm Zurückbleiben. Wir durften unseren Feinden Keine Arbeitskräfte für die Landnnrttck^ft und Mttrnitiv-ns.falnnsen zwrücklassen. Diese Ädaßnahme mochte hart ersckremen: aber wie konnten wir cs ver- «ruttoorten. daß unsere Leute vvn zerrissen jrerden, die durch französische Arbeitskräfte gedrelü nmvdea., die wtr zurück- ließen'? Wir tvattSPorttertcn nicht jtvrge Mädchott. sondert: die gesamte arbcirskrästtge Bevölkerung ab. Alts dem gleickien Gemtde nurßtett wir alle Arten von BdÄrallen, Zürn, Zink, Eisen und Kupfer, mit uns nelimen. Sie bätten der feindlichen Krieg ttltdustrie gegen uns gedient. Int übrigen liegen Zeugntsse von Mr'ter- meistern der früher besetztet Ortschaftett vor, die sich voller Vtn* ctfcimimn über das Berltalten der deutschen Truppen wiibeMd nalieru -'/'jährigem Ausekttliv.lt äußern. Viele der ferndttchen Lügen widerlegtet: sich rauf) bcckd von selbst. Trotzdem machvst sie in anderen Lcntdern immer noch Erndrttck. E^evadc jetzt tst rnadtw eine der genvinftm und abscheulichsten Berleumduttgen gegen uns verbreitet worden, die dadurch besondere Bedeutung erpält. daß selbst ein Mtglled des englischen Kabinetts sich nicht ent- blödele, sie ans zusprechen. Es lxutdellt sich Kitt die Kada t>e r verwert u n g. Jeder, der Misere Slwtckie^kenirt, weiß, daß wir mtt Kadaver Leichen von Tieren bezeichnen. Sie sind, wie tvaw'fck«ntta» überall, bei uns Mich im Tri eben verlvortet »vorden. Die in tz^it- schristen erschienenen Abdilvungen von Kade.nerven'">niima,yta! - ten sind Anstalten, in denen gefallenes oder getötetes Vielt für gewerbliche Zwecke ausgenützt wird. Stücks Anstawnt bNnrdcn sich auch hinter einzelnett Armeen zur Ottttzbarurackmng der gefaM»«: Pferde und anderer Tiere. Der verirrten schmutzigen Plimttasie ^ Mielt vorzttlülAen, daß nur Das deuitsck>e Volk de- nnd macht dabei keinen Unterschied zirischen. gefallenen F-remtden nick Feindm. Mtserc Kriegerfriedltöfe zeigen unseren Feinbat, daß wir ilwc Toten mtt denselben Ebren behandeln wie unsere eigeireit. Sie nckreu mtt unseren gefallenen Helden znsammen. Ihre Gräber iverden iu der- selben Weise bezeichnet und geschmückt wie die Gräber Unserer Toten." unserer Gegner blieb es vorbelxrlten. der Wc M e n s ch nt seichen dort mißbrauchten. ' Ixmbdt alle Toten mit besonderer Pietät n Uirchlichcr aus Hessen. Irt den letztem Tagen liabnt bari größere ettangelisckpckmbiliche Tagungen stattaesimden aus dcnar »vir duz wiedergeben: 'Tie Hessische Landesveretn t g nng des Teilt» sch^l Evangelischen Gem ein de tages Inelt am Sonntag. 0. Aka'i, ilne Jalwestaglmg, mit eNtia 160 Teilttclwwrn. Der Vorsitzende Prof. D. Schian - Gießen .urieS darauf hm, daß die evmtgelische Kirche nackt dem Krioge sich nur als Ganrinde» kirche iH'V.mtivi-eit können mxte. Ber der h^sisthvn Lattdesver^nvstm« sei die Mitglüderzahl ans 180 gestiegen: darwtter sind 25) kower- sck'vftltck'.e und 5t3 „Laien". Tett Hanpttwrttng In-ett der w» sitzende des Hauplvorstandes des Deutst!:>m lWcm-gelMnt Gemeuibe- tages Pfarrer D. Stock- Berlin Lickilterstlde über das Tbema: .Die evangelische Kivchetntennnnde und die Männer >mch dem Kriege " An den V^rtoag scklloß sich eine löngere tmd recht ergiebige Besprechlmg An ilrr bedeiLigtvt sich Kircktentnt Weickor, GcnmZche^ Helfer Heller, Sewinatlelwer Picke«. Psarwr vuuzorger. Direktor Prof. D. SckvZcll, Dvvektor Kisiittger, Geh^^chulntt Mmtgolb. Pvof. D. Scksian und FabriLarrt Dötr: das e.^ck»ttsdvort sprach der Vortragende. ^ , .... . v r Am Abend mit 8 ll.hr wkn.rde int selben 'Laal (d^memdehanK, Kii^slraße) ein Genteiitdeabend abgeholten. Da1»st >werden ziert Anip ackx'n gehalten, iPwf. D. Schian spivach über .,Du Okenreinde- betvemum im Nesormattmw i^tbel laln'' • Marrl-r s. r^tock sprach über das Tbenra: „Die H^mmnde der ZuLmft". Mit emem kui'zen Wort des Tankes und der Msncmttening Mt tüttger Mttarl^t an bcm vuifbau lebcnbüjei- Genre mdeai schloß Pfarrer D. Waitz- SLarmstaLt die von Gasten und Vertretern aus allen Teilen des K«mdes gut belichte Tagung. Die Zrübkahr^Abgeordnete n ver sam m lang des Hessischen Ha nptvereins des Evangelischen Bundes tagte am JJamUig, dem 7. Mal. in Frankfurt a. M. Sie war ans allen Sailen des Lande« sehr gut beschickt: nahezu 100 Abgeordnete verdaten 50 Zrveigvercine. Der Vorsitzende, Pfarrer v. W ai tz. erstattete den Jalwesbericht, aus dem zu entnehmen ist. daß sich Vereins leben bei den untürl i ck>en Schwankungen gedeihlicl) Schalten Kal. Das gleick>e Ergebnis zeigte mich die Rechnungs- «ablage des Bundes und des Hilfsausschisses. Einen sehr lehr- «lchen Ortung hielt Pro», v. Dr. D ie K l ° Faiedberg über: „Die Deformation und die Gegenreformation in den Gebieten des jetzigen Gvo ^Herzogtums Hessen". Die Ansprach' des geschaftsführenden VorfitzendtM des Evangelischen Bundes, Direktors O. Everring-Berlin. behandelte die Frage: „Welche Forderungen stellt dir augenblicklich Lage an die Arbeit des Evangelischen Bundes?" Air die Rede schloß sch eine Aussorache. an der sich die Hcrreni Oberkonsistorialprasidcnt D. Nebel Exz., Pfarrer D. Waitz, Pfarrer D. Fuchs, Geh. Kirchen rat Dr. Krüger, Direktor D. (Sterling beteiligten. Die Tagung schloß mit der einstimmig angenommenen Kundgebung gegen die Aushebung des Jesuitengesetzes. Der Landesverband evangelisch-kirchlicher Frauenvereine hielt seine gutbesuchte 10. Hauptversammlung gestern in Frankfurt a. M. ab. An Stelle der durch .Krankheit verhinderten Vorsitzenden, Frau Pfarrer Sttack- Brrkmau, leitete Professor Weimar-Darmstadt die Verhandlungen, denen auch Herr Geh. Oberstmsislvrialrat Dr. Bern deck beiSvohnte. Er wies darauf hin, toie der Verband aus kleinen An- fängxit sch in den zchn Jachen zu einer Gemeinschaft von 15 000 Mitgliedern in 81 Vereinen entwickelt habe. In dem von Frau Wen zel-Darmsdadt erstatteten Jachesbercht wnrde mitgeteilt, daß ini letzten Jahr folgende Vereine dem Verband beigetreten, stnd: Groß-Umstadt, Hvlzheim, Langgöns, Treis a. d. Lda., Dau- vrmg-en, MrinKlar, Lollar. Heubach. Rvdljeim v. d. H., Langsdorf, Reiskirchn, Geilshausen, Oderchrusen. Lumda, Wörrstadt, Fried- iberg. Eberstadt bei Lch, Lutliergemeinde Worms (Frauenhilfe tmd Nähverein). Das Amt der Rechnerin ist von der Fürstin Elisa- bÄh Lll ErbachSclwnbera auf Frau Fabrikant Hannes- Darmsdadt ubergegvngen, die Schriftleitung des Vereinsblatts von Frau Pfarrer Strack-Birkenan auf Pfarrer Wagner-Stockstadt. Bei den toeitoen geschäftlichen Beichrndlungen wurden die aussck>eiden- den Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Neugewählt tmirben E)e- l)eimer Kirchenrvt D. Schlaf ser - Frankfurt, Dekan Gu ß- rn a n n - Kirchüerg und Pfarrer Wagner- Stockstadt. — Hierauf uiachte Staatsrat Dr. Kratz- Darmstadt wichtige Mitteilungen jüber die Arbeit des „Landesausschusses für Frauenarbeit im Krieg" (Schutzherrüi die Großherzvgin), und Amtmann Bechtel-Darmstadt über die Tätigkeit der „Kreis pflege rinnen" in der Tuberkulosen-, Alkohol-, GeschlecchskvanLen- und Wohnungsberatung. — Hauptgegenstand bet Tagesordnung war die Beratung über die „Weibliche Dienstpflicht"'. Hierfür lag ein kurzes, aber 'inhaltreiches Referat von Pfarrer Strack im Bereinsblatt vor. Kltn Anschluß daran hielt Pfarrer Llrudurairn-Gettenau einen Vor toag, der eine lebhafte Aussprache auslöste. — Die Versammlung wagte sich auf die Forderung einer obligatorischen Äus- inlduug jedes deutscheil Mädchens für Hausfrauen- imd Mutter- bcrnf nach der Schulentlassung, einer Ausbildung, deren Ziel uud Erfolg durch eine Prüfung und ein Zeugnis sestzustellen ist. Auf der nächsteu Versammlung soll die Behandlung dieser wichtigen Frage ckortgesetzt werden. Jeder Gramm stärkt die wirtschaftliche Kraft der Reicher. Die Goldarikausstelle Ih dev Räumen der Bezittrsparkasse Stehen ist morgen von 2 bis 4 Uhr geöffnet. Au» Stadt und Land. Dießen. 14. Mai 1917. Zahlungen an Postkasten mit Scheck und Platzanweisnng. Zur Förderung des bargeldlosen Zahlimgsverkehrs werden voll den Kassen der Reichs-PostverwalLung außer Reichsbanffchecken und Postschecken auch Privats checke und P l a tzau we i s u n g e n in Orten, wo dl« als Bezogene b^eichnere Bank usw. ihre Geschäftsstelle hat, in Zahlung genommen, tvenn die bezogene Bank ufw. ein Reichsbank-Mrokonto oder Postscheckkonto hat. . Die Annahme von Privatbcmkscüecken und Platzanweisungen kalur auch zugelassen werden, lvenn die Geschäftsstelle der bezogenem Bank nsw. oder die Reichsbankanstalt nicht ain Orte der Postkafie, an die gezahlt wird, sondern an einem anderen, i u der Nähe gelegenen Orte sich befindet. Schecke und Platzanweisungen lverden allgemein auch dann in Zahlung genommen, wenn ihr Betrag nur einen Tech der Zahlung ausmacht und der Rest bar gezahlt wird. Rcüchsbockk-, Post- und Prkvatbankschcke sowie Platzanweii fangen können u. a. vettvandt werdest: Bei Einzahlung von Postanweisungen und ZallMrrten. beim Einkäufe von Wertzeichen im Betvage von mindestens 20 Mk., bei Entrichtung von Fernsprech- jgMchreu. Zeitungsgeld, gastum beten Postbeträgen, Telegramm- gebühren, Lchließfachebühren usw. Die mit Scheck eingelieferten Postvrmeistrngen und Zählkarten werden von den Postanstalten abgesandt, sobald die Reichsbank oder das Postschecks nrt den Betrag der PosAcrsfe gutgeschweben Hai. Es ist -dafür ßwrgl, daß diese GutsckMifl möglichst rasch erfolg.nl kann. Eine vorzeitige Absendang der Postanweisungen lind ZahlAarben — vor der Gutschrift —tritt jedoch ein, wenn die Teilnehmer an dein Verfahren für die von ihnen ausgehenden Posdrüiveisungen und Zählkarten beinl Postamt bis zur .Höhe der Einzahlungen Sicherheit geleistet haben. Die von öffentlichen Behörden, Kaffen und dllrstaüen sowie von Svarckassell der .Kreise, Stadt- und Landgemeinden anfgelleferten, mit Schecken beglichenen Postanweisungen und Zählkarten tverden ohne Sicherheitsleistung vor der Gutschrift der Schecke abgesandt, wemr sich die Behörde usw. mit der Postanstalt über das ein für allemal zu bevbachbende Emliefeamgsverftrhreii verständigt Hit. * ** Am tliche Personalnachrichten. Der Großhec^og hat dem Rechner des Evangelischen Rettungshauses in Hühnlein, Mrnisterialbuchholter i. R. Reckmungsrat Georg Neuß in Darm- stadt, zuM 1. Mai 1917 dar Ritterkreuz erster Klaffe des Ordens , - bavdlmrg der £bfä*hnne oder BeschödrgnnL durch unüvauffichtigte Kinder im größtem NachbeL Kreis Büdingen. 4tDüdels beim, 13. Mai. Der M'istenzarzt D. R. Dr. Wilhelm Die hi, Sohn des hiesigen Lehrers Otto Dvehl, wurde zum Oberarzt befördert. # Himbach, 13. Mai. Fürs Vaterland starb der Musketier Siegfried Fuld. * # Nieder-Mvckstadt, 13. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielten die Gefreiten Karl Harth und Reinh. Bauer im Land sturn^Jnf.-Bat. „FrÄdbevg". ^ Kreis Alsfeld. orr , 13. Ndri. Zum Gefreilsn und Offiziers- Aiprranten befördert wurde der hiesige Lehrer Hermann Roth. Kreis Schotten. ru ^Ä cn r5> ^' 13. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der Grenadier Wilhelm Vierhellerin einem Gavde-Gren.-Regt. < Wstnge rs hau sen , 13. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der Mus Letter Karl Schmidt. ß Aus dem Ober Wald. 12. Mai. Langsam zieht nun auch der Oberwald sein sommerliches Festgawand an. ^wei, drei das ganze ausgedehnte Waldgebiet steht in vollein glatter,chmuck. Wem lacht da ivickst in frohem V)dut das Herz beim Anblut' dreier schönen Früylingspracht, zumal bei dem langen und Winter die Natur fast zu erstarren schini. Unzweifelhaft tu Me der L-tÄxter, der Vormals schon unr diese Zeit unser Gebirge durchwandert hat, man auf einmal rvieder mit unwiderstehlick>er .df^Km Schauspiel der Natur sich hiugezvgeu, wenn mast die Zett zu eisern Ivärc urrd jedermann an semen heimischen .Aus der G.'de schießen alle Kräuter auf. c -a '' Cil V^ n W schön grün gekleidet, und iveicn der Himnrel ,o weiter ims L»onnenscki>ein und Regen gibt, steht verheißungsvoll em segeirsreichcs Jahr uns nah. Kreis Friedderg. : ^ P o h l - Göns, 12. Mai. Nach gestern hier von dem Regl- ment emgetrosfener Nachricht ist der Unteroffizier Hugo Simon, ^Mhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeits- medaule, m den Kämpfen im Westen gefallen. Er war der Sohn und die einzige Stütze der Witwe Abraham Simon hier. -- Unter Leitung ihres Lehrers, Herrn Müller, bepflanzen zurzeit die Schüler der omren Klasse alles brachliegende Land der Gemarkung mit Kartonelu, während die Schüler der unteren Klasse unter Lehrer 2renzel fleißig Kväuter u. dgl. sammeln. Dieses Beispiel sei zur Nachahmung empfohlen Hessen-Nnssnu. — ty r a n f f n rt a. M., 12. Dtai. Durch ein gewaltiges Großseuer wurden heute vormittag die umfangreichen Holz- bcr volzhandlung von Peter Arnheiter zerstört. Auch die Vol^tatten, das -Sägewerk und die Geschäftsgebäude wurden durch dle Flammen vcrmckstet. Die Feuerwehr konnte sich lediglich auf r^ "c*l v• ^ • r ^lrsrenzendeu 51ohlenlager melirerer Kohlen- gejchaste, die bereis von den Flamnren ergriffen waren, beschränken. -Lei Schaden ist sehr erheblich. r-, “ nkfurta. M. 13. Mai. Infolge der Kohlenkuapphcit ftnd von mute ab nur noch die Hauptverkehrsstraßen der Stadt oe leuchtet aber auch nur in mäßigem Umfange. In allen uvrigen Straßen bleiben die Laternen die ganze Nacht über ge- koscht Die Bevoll.ruug ^ wird ausgefordert, bei Benutzung der Straften und Wege diesen Verdunllungsmaßncchmen Rechnung zu tragen und die nötige Vorsicht zu be-obachten. tu pochheim a. M.. 13. Mai. In der katholischen Kirche fand dw,er Tage che Vermählung der diesjährigen Hochheimer Rosenbraut. Eva WeUbächer, statt. — Der Braut, me eme unbescholtene Jungfrau sein und die mit einer lveißcn Rose geschmückt vor den Altar tteten muß, fällt aus einer 1816 von dem Kurmamzischen Hofkriegsrat Edel gemachte Stiftung cme namhaste Beihilfe zur Aussteuer zu. Die Auswahl der Ros'en- bcTen Trauung gewöhnlich am 10. Dttri stattsindet, liegen y.™ Vsarrer und deni Bt'irgcnmeister ob. Können diese Männer r • ^^^^ttvühlende Brecut — es können stiftungsgemäß auch zwei fcm — etwa nicht eirägen, so haben sie alsdann einen Obmann zu erttesen, der zu. entscheiden hat. Sollte sich gegen alle Erwartung^ m einem Jahre Hin goei^netes l'Nädchen findem, versstgbareii Zinsen zum Kapital geschLogen. Der Kvprtalstock betragt gxgennxftttss über 15000 Mk. ul. Limburg, 12. Mai. Eine bodenlose Roheit wurde in der letzttn Mckste im nahen Lmdenholzhausan begangen. Dort brachen Diebe m einen Schweinestall ein, führten ein hochträckttiges Mutterschwein svrt und schlack)teten cs aus fteiem Feld. Am anderen Mvrgen sanb man die blutigen lieberveste, sowie die jungen Tierck>en auf dem Felde zerstreut. — Ferner wlurdc demselbeir Landwirt zu alercner Zeit ein Sack Kartoffeln gestohlen. Don den Tätern fehlt bis letzt jebe Spur. — In der Bttickenvorstadt sckstackstetc ein Schweinebesitzer heimlich zwei Ferkel. Die Polizei bekam aber Wind von der Sach? und beschlagnahmte kurzerhand das ganze Fleisch. W uun nicht Nur das Nachsehen, sondern wird auch noch bestraft iwtben. DerHaalshaltsplan der Residenz- i ,W^baden für das Reckmungsjahr 1917/18, der soeben MlfgesbE, zeigt rm großen und ganzen dasstlbe- Bild wie im rvorlahre. Tre Gesamteinnahmen und Ausgaben der ordentlichen Verwaltung bettagen 26 256 229 Mk. das sind 4 734 288 Mk. mein als im Rechnungsjahr 1916. In der außerordentlichen Ver- wakttrng gleichen sich die Ettrmrhrneu und Ausgaben mit 3 497 030 a ^meindceiirkonllnensteuer sind wie im Vorjahre 4 100000 Mk. vorgesehen. Da aber dieses Mal 150 Prozent der Staatseinkonimensteuer erhoben werden gmm 145 Prozent irrt Voriahre, so ist auf einen Rückgang der Steuerzahler an za hl zu schließen. Tde Schlachthofverwaltting bedarf bei 142 809 Mk Ein- Uhhlnen emf Zuschusses vcm 228 670 Mk., um die Ausgaben von ^ ^ttaffenbal-nen bedürfen noch eines ^>inchu,see. von 21 200 Mk., obgleich die Dotzheimrr Linie eine Ettumhmc von 220 000 Mk. gegerrül^r- 136 400 Mk. Ausgaben feÄÄÄ' e V lc Einnahme von 109 000 Mk. gecremte AI b80 Mk. Ausgckbe erbrmgrn Die Kurr^erwaltung bringt 870 291 wttrrk und erfordert emen Zuschuß von 475 009 Marck Die Bäder- veuvalttmg erfordert bei *74 700 m. Emnahnren einen Ge- 162 630 m. Die ArbeitÄo^fürforge kostet die --- 14 ■ Der Haushaltsplan der Stadt für 1917 snht in Einnahmen und Ausgaben 20 008 352 Mk vor ■te Einkommensteuerzuschlag soll von 145 auf 150 Prozent er- Wmf eine-3 Z-ochu.sse-Z vcm 475 000 ^cT und die Bäderverwaltung eines solchen von 162 630 V.'caxf] dvc 5nnnkenhausverwaltuug beansprucht 260 086 Mk die Arm«iverw«lrung 616 138 Mk., bk ©trafeeirtwfnt 21000 'Mk, ^ l L,®i i1 i Der E? I £ 1 ? 3 ' 2 214 231 Mk. U-bevschüssc bringen vornns- irchtkch t«s ElekrrnltätAvcns 619 142 Mk., das Gaswerk 525 716 Mark und das Wafferwerk 95 371 Mk. . ,J C - Wiesbaden 13. 9Nai. Ein gewaltiges Großfeuer stgtt am Samstag am Westbahnhof zwei Lagerschuppen, m denen MM Holz Koh en und Briketts nntergebrächt ivaren, in Asche. Bon dam MM tonnte ein Teil gerettet werden. Es sollen aber 600 Zentner verbrannt fein. Zwei Schullnaben hatten den Brand vermacht, indem sie an dem Zaun des Bahnhofsterrams ein Feuerchen an gezündet hatten, das den Holzzaun ergriff und dann auf die Lagerschuppen übersprang. 1 * ffc m CI i ..Negierungsbezirk Wiesbaden ■t * l * , .! c Pveispruftngskommisswn für den diesseitigen Bezirk hat bis aus weiteres folgende Erzeuger-Liochstpreise festgesetzt: Für Spargel 1. 'Sorte 70 Pfg., 2. Sorte 35 Pfg - Rhabarber: bis zum 20. Mai 15 Pfg., später 10 Pfg.- Frilb^ sprnat: 18 Pfg. Alles pro Pfund. Spielplan des Grohh. UurhaustheaterL Sad^rauheim. Dtontag, 14. Mai: Gastspiel von Mitgliedern des Schauspielhauses Frankfurt a. M. Neuheit. ..Adam, Eva und die Schlange". Mittwoch, 16. Mai: „Heimat". Freitag, 18. Mai: „Der Raub der Sabinettnuen". Sonntags 20. Mai: ,>Der BMiothekar". MonLag, 21. Mai: „Der Herr Senator". vermischteV. . * Ter zensierte Napoleon. Das Pariser L'Oeuvre' brmgt am Kopf jeder Nummer einen kurzen settgcdruckttn Satz, der ein besonders alluelles Ereignis herausgreift und meist einen Angriss auf die Regierung ini allgemeinen, mehr noch aber die <>ensuc im besonderen darstellt. Diese auf die Gegenwart passenden. stammen mefft von einer großen Persönlichkeit der fran-f zosischlen Geschichte und sind mit dem Rainen des historischen Verfassers unterzeichnet. Eine der jüngsten Nummern des Blattes bot nun ein erstaunliches Bild. Tie betteffen.de Kopsstelle war diesmal ein mächtiger weißer Fleck mit dem Vermerk: „Von der Zensur gestrichen." Darunter aber sland als Verfassername: Napolwn. Wie man sieht, Vemit die Sttenge der.ftanzöfischerr Zensur m.^ch- gerade wirklich keine Grenzen mehr, denn selbst der pessilnistischs!« Betrachter der Zensurmaßnahmen hätte wohl kaum erwartet, tx'ß auch Napoleon ihnen zum Opfer fallen könnte, m o N ixe im U - B oo 1 -Klei d. In einem großen Pariser Bouftvardgesckjäft wird neuerdings ein „U-Boot-Kleid" angepriesen, das seine Trägerin unbedingt vor dein Ertrinken vetvalwen soll. Um die vorzüglichen Eigenschaften dieser neuesten Modeschöpfung auch wirklich vor Augen zu führen, wurde in dem Lchansensrer ent Wasserbehälter aus Glas nnte.rgebracht, in welchem eine Nfte im U-Boot-Meid von morgens bis abends zur p-reude 'inner schaulustigen dNenge ebenso verzweifelte wie vergebliche Anstrengungen macht, sich zu ertränken. „Ist," jo fragt "fr 3 ® U-Bvot-Kleld wirklich so wunderbar, oder verdankt dre Nixe ihr Glück nur dem Umstand, daß sich in dem Behälter nicht genügend Wasser befindet?" lvöchenü. UederKcht btrMc$mt L tz. Stadt Gießen. 16. Woche. Vom 15. bis 21. 2lvril 1917. Einmohnerzabl: angenommen zu 35100 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitszisier: 29,65 Nach Abzug von 8 Ortsfremden: 17,30'/,,. ES starben an Zus. Erwachsene Kinder tm l LebenS- vom 2 bi» jahr 15. flabr LllterSschwäche Dipbtberie 1 0) MO — — 2(2) Mi) KD Tuberkulose der Lungen- 2(1) 2(1) Tuberkulose anderer Organe 1 — 1 Luugcueutzüudung 3(1) 2 — 1 (i) straukl). d. Lreislaufsorgane Anderen Kranlbeiten der 2(1) 2(1) — Verdaunugt-organe 1 1 — — strankhclten der Harnorgane 2(1) S(l) — — Krebs 4(1) 4(1) — — Verunglückung 1 — 1 Summa: 19(6) M~(5> 1(1) 4(2) Anm.i Die in Klammern gesetzten Ziffer^ aeben an, wie viel der Todesfälle in der betteffenden Krantheir auf von auswärts nach Gießen gebrachte 51ranke kommen. Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundßefr'samis Gießen. Medizinalrat Dr. E. Walger. >v>voßb. Kreisarzt. £per& Gießen, 14^ Mai. Am Samstag saut» Mif dem Sportplatz Mi der Hardt ein Wettspiel zwischen der vereimgten Fußballmannschaft der meftgen drei hoheven Schulen und der Mannschaft des Gießen er Pädagogiirms statt. Obwohl das Pädagogiuni einige sehr gute Leute aufzuweisen hatte, konnte es hoch dem schönen Zusammenspiel des feindlichen Sturrnes nicht standlxrllen und seine vereurzelten Vorstöße scheiterten an der guten Verteidigung der vereinigten Mannschaft. So konnte v ' - Siege von H:0 Doven (HaMait 3:0) baä baut mit brx flrucksachen aller Art fcroctfS^ iiofert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühi’sche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7 Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr/: Ti-e Ans-ttillrng des aus HMchchloMaV« CtnseffmmE« Specks. Uaber die Austeilung des aus Hausschiachtunsm ernge- sainmelten Specks hat Großh. Ministerium des Innern ßalgenL'cs bestimmt: 1. Tie den Schwerst- und RüstUngsarbeitern hi den Betrieben ^kommenden Flerschzulagen von 100 bezw. 50« Gramm iröck^entlich werden für die Fvlge aais dem aus Haus- s-ck'.tmihttlngen eingesammelten Speck gewährt, und zwar unter Er- höhung dieser Zulage um je 50 Gramm, so daß jeder Schwerste arbei ter wöchentl. 150 Gram und jeder Rüstungs- arbeitcr wöchentlich 100 Gramm geräucherten Speck erhält. 2. F-ür die Verteilung ist d« an der Landesflaffchstelle in dem jeweiligen BerteilungspLän für die unter 1 genannten Fleffch- zulagen vorgesehene Arbeiterzahl mas^ebend. 3. Die Verteilung hat, soweit nicht für- einzelne ArbecterLaisen anders bestimmt wird, in den Betrieben zu erft>lgcn, uud Mar nitter ZuYvehung des betteffenden Arbeitevarisichusses »der vo» Vertretern dieses Ausschusses. 4. Die Einkau fsgesellschaft für das Großh. Hessen hat dve für jeden Komnumalverbaild nottv-endige Speckmenge entweder aus dem noch ini Besitz dieses Kommunalverbands beftndllchen Speck zu überweisen oder deren Zusendung aus einem anderen Konrnrnnal-- verband oder ans chvom Lager zu veoanlaffen.. Dir Zusendung kann, soweit ttmlich, direkt an die