Nr. *05 Zweiter Vlatt *67. Jahrgang Erscheint t--üch mit Ausnahme 6eS Sonntag«. Beilagen: „Siehener KamMenbMter" und ..rkelrblatt für den Kreis «letze«". Postscheckkonto: Zranksntt m Main Nr. **6«6. Vsnkverkehr: Geverbebank «letze«. General-Anzeiger Mb. Deutscher Reichstag. 100. Sitzung vom 4. Mai. Am Bundesratstischc Staatssekretär Dr. Helfferich und der preußische Münster der öffentlichen Arbeiten und Chef der Bcrtval- imlg der R ei ck-se isenba hu en v. Breitenbach. Auf dem Präsidententisch steht aus Anlaß der Hundertstel'. -Sitzung des Hauses ein Blumenstrauß. Präsident Dr. K ämpf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Anfragen. Der Abg. Ho-ch (So-.) fragt: Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß infolge des Rundsckneibens des Reichsamts des Innern betreffend die Unterstützung der Familien der in den Dienst ein- getretenen Mannschaften in vielen Fällen die Unterstützung solchen Slrtegerftauert entzogen Nwrden ist, die eine Erwerbsarbeit nicht leisten, weil sie entweder kränklich oder in ihrem Haushalt unabkömmlich sind? Was gedenkt der Herr Reichskanzler dagegen zu tun? Direktor im ReichBamt des Innern Dt- Lewald: Dein Herrn Reichskanzler ist iricfjt bekannt geworden, daß Kriegerfrauen in vielen Fällen die Unterstützung entzogen worden sei, weil sie n»tweder kränklich oder in ihrem Haushalt unabkömmlich find. Derartige Maßnahmen der Lieserungsverbände würden nicht in der Absicht der Reichsleitnng liegen und dem Wortlaut des vorange- gangen eit Rundschreibens widersprechen. Der 7-Uhr-Lmdenschluß. Mg. Hoch (Svz.) fragt: 1. Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß die angeregte Hcraufsetzung des Ladenschlusses von sieben auf acht Uhr abends den entschiedenen Widerspruch der beteiligten Handlungsgehilfe'.* und der meisten Ladenbesitzer gefunden hat? 2. daß in vielen Orten die Inhaber der Lebensmittelgeschäfte freiwillig den 7-Uhr-Ladenschtuß eingeführt haben?, 3. daß beim Zentral verband der Handlungsgehilfen bereits bis zum 23. April ds. Fs. mehr als siebentausend Zustimmungserklärun- gen von Geschäftsinhabern und über 150 000 Zuftimmungserklärun- get: von Gehilfen und .Handlnngshilfsarbeitern für die dauernde Beibehaltung des 7-Uhr-Ladenschlusses und seine Ausdehnung auf die Lebensmittelgeschäfte eingegangen sind? 4. daß in weiten Kreisen der Beteiligten die Ausdehnung des 7-Uhr-Ladenschlusses gefordert wird? Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun, >amit diesen Wünschen Rechnung getragen wird? Direktor Dr. Lewald: Dem Herrn Reichskanzler ist bekannt, daß in den .Kreisen der Handlungsgehilfen und auch von einer größeren Zahl von Inhabern offener Verkaufsstellen Widerspruch gegen die Hieraufsetzung der Ladenschlußzeit von sieben auf acht Uhr erhoben worden ist. Zn einer generellen Regelung der Angelegenheit. die auf dein Wege der Gesetzgebung erfolgen müßte, jetzt säron Stellung An nehman, liegt kein Anlaß vor. Den Wünschen der beteiligten Kreise ist übrigens dadurch Rechnrung getragen toffritat, daß eine Aendermrg der betreffenden Bnndesrats Verordnung in Aussicht genommen ist. Eine Ausdehnung des 7 - Uhr- Ladenschlnsses auf den Samstag ist namentlich mit Rücksicht auf das platte Land nicht möglich. Abg. Lic. Mumm (Dtsch. Fr.) fragt: Der Reichstag be-^ schloß in seiner 53. Sitzung vom ,4. Mai 1916 einstimmig, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die Bestrebungen nach Schaffung tarn Heimstätten für die Kriegsteilnehmer oder deren Versorgungsberechtigte tatkräftig zu fördern und baldmöglichst einer gesetzlichen Regelung zu unterziehen^ mit dem Ziele, Rechtsgrundlagen zu schaffen, tvÄche den Zweck haben, solche Heimstätten dauernd zu erhalten. In, der gleicher^ Sitzung sprach der Reichstag den Wunsch aus, daß bei der L-chafsnng der gesetzlichn Unterlage zur Errichtung von Kriegerheimstcttten die bisher veröffentlichten Vor schlage, die der freien Vereinigung entstammen, miibeachlet tverden. Die Grundzüge für das ^riegerheimstättengesetz vom 21. November 1915 sind in den amtlichen Drucksachen des Reichstags enthalten. Sind bereits Schritte im, Sinne der angeführten Reichstags- beschlüsse getan,- damit entsprechend den im Heer überall hervor- getrctcnen Bedürfnisse?: nach Wohnstätten wie nach Wirtschafts- Heimstätten nach "Beginn der Entwaffnung ohne Zögern ein- setzen kann? Direktor,Dr. Lewald antwortet, soweit es auf der Tribüne verständlich ist, dahin, daß die angestrebten Siedellmgen, fiir die Kriegsteilnehmer auch weiterhin gefördert werben und daß Erwägungen dan'ibcr schweben, ob und inwieweit dies durch Den Erlaß eines Heimstätten gesetzes nntcrsti'ltzt werden könne, daß aber über- rriebelve Hoffnungen an die Siedlungs Möglichkeit nicht geknüpft werden dürften. ?lbg. Rühle (Soz. Wilder) fragt: In den von Deutschland besetzten östlichen Gebiete?:, besonders in Warschau, sind in der jüngsten Zeit wiederholt Verhaftungen polnischer Sozialisten erfolgt. Tie Verhafteten sind nach Deutschland verschickt worden und tverde?: in deutschen Gefängnissen interniert gehalten. Sind dein Herrn Rmchsianzler diese Vorgänge bekannt? Ist ihn: weiter >n tun, danllt die Sozialisten in den besetzten polnischen Gebieten dieselben politischen Freiheiten genießen wie ihre Gesinnungsgenossen in Rußland? Direktor Dr. Lewald: Die Vorgänge sind dem Herrn Reichskanzler bis heute nicht bekannt geworden, stcachdem gestern I GbecheMHer UAnftverrm. Gießen, 5. Mai 1917. _ Die neue Kmrstäusstelftmg zeigt uns eine große Auswahl von Bildern einer äußerst talentvolle Künstlerin, die weder in ihren Vorwürfen noch auch in ihrer Palette die Vermutung anskommen läßt, daß wir es hier mit Werder: einer weickttchw: Kimstlerhand zu tun haben,, Frau Milly M arbe-Fries, eine Würzburger, Künstlerrrr, sieht die Natur mit sarbenjrohe?: Augen, und rras sic dar stellt, einerlei ob Landschaft oder Porträt, ist ohne weibliche Snttemeuttrlität, großzügig aufgefaßt lind als ein Stück sichtbarer ckftttur mit feijwnt klaren Bezieburrgen zur Sichtbarkeit diese Anfrage eingegangen war, ist in Warschau Rückfrage gehalcka? w^den., Tie, Antwort steht, begreiflicherweise noch aus. Ich bm -«her nicht in der Lage, die Frage heute zu bsmrkworten. Ter Abgeordnete Kunert lSoz.-Arb.) fragte nach der bei Beginn des Krieges erfolgten militärischen Einziehung des in Köln-Ehrenfeld ansässig gewesenen belgischen. Obersten Marquardt. Bei der Kürze der Zeit war es nicht möglich, das erforderliche Material beizu- brmgen: ich hoffe, in den nächsten Tagen irre der Lage zu sein, zu antworten. Z'ivei Ergänzungen zur Anfrage des Abg. Kunert, die der Regierung Vottverfen, Belgier zum Brrrch ihres Fahneneides verleitet und das Völbwreclst verletzt zu haben, werden vom Präfix deuten als, neue Fragen zurückgewieserr Dargtzh 'werden die beiden Interpellationen über die Kriegsziele aufgerufen. Staatssekretär Dr. Helfferich erklärt: Der Herr ! Reichskanzler ist,zur Beantwortung der Interpellationen imrerhalb der Fnst, die im § 31 der Geschäftsordnung des Reichstags festgesetzt fft, an -einem, mit dem Herrn Präsidenten zu verein- varenden Tage bereit. - Damit smd che beiden Interpellätionen für heute erledigt. Es folgt der Etat der R-eichseis-enbähnen. Der Etat der Reichseisen bal?nen wird nach längerer Besprechung bennllugt; es folgt der Etat der Heeresverwaltung. Hierzu liegt ein sozialdemokratischer Antrag vor, den Titel Neubau und Ausstattung einer, zweiten Hauptkadettenanstalt zu streichen, und eine Resolution, in der gefordert wird, dafür'zn sorgen, daß die von den verschiedenen stellvertretenden Generalkommandos erlassenen Verordnungen über die Arbeitshllfe in der Land und Forstwirtschaft, die mit den Bestimmungen des Ge- lEtzes über den vaterländischen Hilfsdienst in Widerspruch stehen, aufgehoben werden. Abg. N eh b e l (kons.) berichtet über die Verhandlungen des Hanptansfchnsses und gedenkt dabei der imrergleichlicben Heldentaten unserer Truppen um der Westfront, denen der Haupmusschuß chnnc und Anerkennung telegvchchßch ansgesprochem habe. Be- sonderen Dank verdierte die junge Fliegcrwaffc. Kriegsmiuister v. Stein: Während wir hier den Heeresetvt beraten, kämpfen unsere Trnvpen an ,den Fronten irr entscheid enden! Kamchen in unvergleichlicher Tapferkeit, Hingabe, Treue >:ud ^eloitverl-eugnnng. Sie kämpfen in dem Belvußtsein, daß hinter thnen die Hemmt sielst: das gesamte Volk und unsere Armeen sind voller Zuversicht, daß es so bleiben wird. Nattlrgeniäß sind manche Wünsche für die Heeresverwaltung laut geworden.. In erster Linie steht da das Kapitel der Behandlung. Es ist dies ein sehr düsteres Kapitel, das lange Jahre die Beteülgten beschäftigt ^hat. Ick bch dankbar, daß'meine Vorgänger ur demselben Sinne wie ich gearbeitet habe?:. Von der Front kommen wenig Klagen. Das ist erklärlich und natürlich, lveil dort die gemein saure Gefahr und die Kameradschaft die Gegensätze leichter überwinden kenn. Mehr wird geklagt im Heimat- lheer. Das liegt ixmnt, daß vielfach kaum ausgeheilte Ausbildner deli Deitckü, versehen. Die liebergriffe sckü erklärlich, aber nicht zu entschuldigen. Sce kömren überzeugt sein, daß ich rücksichtslos rn dreier Lache gegen, jeden wrgehcn Voerde, :md nicht vor der Person Halt niach-, die sich dagegen vergeh:. (Bravo!) Ich habe mnner nur mit Verachtung aus bfc Dinge gesehen, denn ich hatte fte für uErdrg gegenüber denen, die der schwächere Teil sind. (Bravo?) D« Würde des Einzelnen muß gewahrt loerderr. ,, , Dre Arreststrafe durck? ?lnbinden M me arrherordeuLtich schwere Strafe. Vor langer Zeit schon hat ^eme ^ Male st ät^ Be seist gegeben, diese S traf Vollstreckung äußerst Strafe verhängt, er sofort seinem Umstände Meldmrg zu nrachen hat. Vielfach mag durch diese schvere Strafe Schoe- reres verhütet werden. In Stunden der Gefahr kann die ganze Truppe von Emzeluen mitgerissen werden, meint nickst der Vor- gewtzte obne Verfahren strenge bestraft. Trotz alledem stehe ick auf dent Standpunkte, daß man zu der Armee Vertrauen haben kann, so daß diese Strafe bald fällt, die ein Schandfleck ist. Tie Be- schwerdeordnnug ist nicht so rückständig, wie man mini mutt. Man bat die Deitimnmng Zn die Beschwerdeartikel au streu omnttn, daß per Mann seine Beschwerde beinr .Hanptmann anznbringen hat. dadurch Norden die kleinen Instanzen beseitigt, die ih-ur am ehesten einen Stein in den Weg iverfen können. Der alte, gute Haup i tuc nn, der jeden Väarrit in der Kompagnie kannte, der wie ein treuer Vater über seine Kompagnie wackstc, liegt auf dem Schlachtseldfe oder ist in höhere Stellen aufgerückt. Er hat jüngeren Kräften Platz machen müssen. , Unsere Gegenmaßitahnren laben eS erreicht, daß die deutschen Gefangenen 30 Kilometer Ijbrter die sranzöslsche Front zurückgenommen worden sind. Wir l^.ben!das Gleiche getan. Jetzt sollen die Gefangenen noch weiter zurückgezogen werderr. (Bravo!) Der Neubau der z>reiten Hauptkadettenanstatt ist nötig. Hin- donbnrg rrnd Lndendorss sind ehcnmlige Kadetten. Auch sonst sind viele hervorragende Führer ans dieser Anstatt hervorgegangen. Das Kadettewresen nrag aber immerhin reformiert werden. Es wnrd über den ' Bureau kr at Ismus t nt Kri e g s m inister i u m viel geklagt. Man rutt itach dein starken Mann. Ich hocke noch käften Tag Urlaub seit dem Beginn des Krieges gehabt. Ich könnte SomstQö, 5. Mai *1 ZrviüwgSrundoruck und Verlag: Brühl'jche Unwerfuärs-Bnch-u.Ctrin'ün ckerei. dU Lange, Gießen. rchriftlettuna, SeschLfrrirrÄr «nd vrackerrt: Schulfttase 7. creschäf.s;lrUe u. Berlage 61, Schriftteuung: 112, Anschrift für Truht-lachrlchttnr AnzeigerDiehen. es auch nickst verantworten. Im Schützengraben konnte ich mente Truppe nicht verlassen und jetzt könnte ich mettle Arbeit auch nicht bewälttgen, ivenn ich nickst eirten Stab von treuen, verantwortlichen, erfahrenen und arbettsamen Menschen hätte, die Tag und Nacht ihr ganzes Könnett in den Dienst stellen. (Bravo!) Wenn alle Klagen nicht in dein grwünschtert Tempo erledigt werden, so bitte ick) Sie, ,zn bchenken,, daß 7vir in einer Zeit leben, in her meine Aufmercksamkcht xu richten ist auf unsere kämpfenden Kameraden an der Weflfvont. Ich habe dafür zu sorgen, daß ichten alles zugeführt wird, daß ihnen Gel. genheit mtd die Aiittel gegebett werden, den Riesenkampf duock-zukämpfen. lxcmtt wir das er- rnchen, lvas nckr alle wünschet: Einen ehrenvollen Frieden. (Bravos. Beifall.) Abg. S ch ö p f l i n (Soz): Dem Heere gebührt unsere Anerkett-« nung und unser Dank. Der burcanttattsck)e Weg im Kriegsministe-- rium ist langsam, aber auch nicht sicher. Im Felde ist die Behandlung zweifellos besser geworden, namentlich hinsichtlich der tätlichen Beleidigungen. Dagegen sind in den Garnisonen die Klagen außerordenllich gewachsen. Der Gamaschendienst hinter der Front i)t schlimmer als in Friedenszeiten, In Süddeutschland ist die Be^ l)schaftei: der Künstlerin die Bilder Z e r- nins getneße?: zu könnet:, bedarf es einer ga?:z t:eu.e?: Entstellung, denn es hastet ih??e?? allen etwas, sagen wir „kleinbürgerliches^^ m:. Die große Liuie^e:?:er starken Persönlichkeit ist in ilmer: nicht zu finden. Hmgelviesen sei trotzdeii: auf „'Tal im Frücklma" und „Oberbtt)risches Dorf", ^tuch die „Blütezeit int Mühltal" verdient Beachtung, währ:md „Die Hrrbststimnumg in: Mühltal" mit dem süßlichen Rosa mverquicktich wirkt. Vm: R. S ch ä s e r, Rotbeirbttrg, ist am künstlerischsten die „Rtrsfffchc Sckn:eelcmdschast". Bei de?: crulxmen Werren soll (in romantisches Sujet de?: re:?: künstlerischen ffseltcckr ersetzen, eine Aufgabe, die aber Bei keinem der Bilder c^rlöft ist. Marie Fel chner erstrebt mit ihren bekannten Mitteln möglichste Pvrträtähnlichklnt, tvas ihr a?:ch immer gelmgt. zz. Gerhurt Hatrpttimm: und dus Wiener Volkstl^ter. . W i e?:, 4. Mai. Vor ei??em Senat des Wiener Erket:ntt:is- garichts hat der Prozeß des Direftors Karl Waltnee vom Deutschen VolksllTeater gegen den Heransgcber des „Morgen", Cbeftedaktewr Maxmttlian Schreier, begönnet:. Der Direktor des Deutschen Volks- cheaters war von gegenwärttgen und ehemaligen Mttgliedcrn des Theaters der V^crrohting im Umgänge ?nit seinem Personal beschuldigt worden. Es wird ihm vorgeworsen, saß er an die weibliche?: Darsteller tmntomlische Forderunge?? gestellt hacke, daß er auf den Proben unftättge Reden geftrhrt, die Künstler aus gebeutet hacke und daß er ein System des rücksickstslosen Wechsels mit böti Büvttenmitgliedern getriecket: Ixt&e. Die Vorwürfe, die von: „Morgen" erhöbe?: wtlrdcn?, tvurdet: von einett: Teil der Mitglieder des BühnetttierionalS des D-entschet: Volkstckeaters bestätigt. Lttis T'heaterkreisen toird ge?t:eldet, die Direftivn würde Björn Björnson ztlsamtnen mtt Gerhart Haupt mann über- ncklnnen. .Heute wird aus diesen Kweisen gemeldet, daß. falls Wall- ner von der Leit?mg des Deutsckten Volkstheaters zurücktrcte, als aussicktsvolpler Bclverber Björt: Björnso?? ltervorttete?: roerde, der d'ie Dircttion gemeinsa??: mit hem Schriftsteller Stefan G ro ß- mann fiiJmci: lvolle. Björt: Björnson hal sich aber bereits als Mitdirektor Gerhart .Ha:eptt?:ann gesickert. Dieser telegraphierte an Björa: Vjör?:sotr: „Ich inelde hiermit meinen bestimntte?: Ettt- schlnß. in Tei?ie?n tmd in Stefan Großmanns Simu der Leitung des Wiener Vvlkstlxaters beizutreten. Also nominell Direktion: Björn Björrffon-Hauptmam:. Ich bin aber auch Feuer und Eure Rvtionierrrng bet Milch war auch schon fert langem in Aussicht geriormneu. doch b-ereitet das Aus- messen nt kleinste Mengen Schwierig ketten. Trotzdem soll oen tn dreier Hinsicht geäußerten Wünschen Rechnung getragen tverden. Von Montag, den 7. Mai ab darf an ltt e J C V° ( V 1 ^ l/ * 2iter Magermilch abgegeben mctben, es erfüllt also eine Familie von 8 Personen 1 i’itev. fiefeJSmeTlnnß hat entschieden den Vorzug der berechtig- Personen vom Magermllchbezug ausgeschlossen, dte bereits Vollmilch erhalten. Es xfr ferner die Einführung von Magcrmilch- rarren nr Aufsicht genommen, insbesondere solche für U sofort dem Lebensmittetanlte zu melden. Batcrländischcr Hilfsdiettst und Meldepflicht. 6er Belämttnmchung des Bundesr-ts ^ betr. Anmeldimg zur .vilfsdicnststammrolle werden 011 UTti> Kriegsamsttollen mit 'Anträgen einzelner Betriebe, ober ganzer Be trieb sgruppen itDerrbirtet, in eenen nach ®an¥en uftv.) Ihre Abnahme lomxtc mcht erfolgen, wenn der "J? f ^2-, Sg*** Düssdlenstpflkchtigen verfolgte Zweck einer möglichst vyllnändigen Negvtriertmg der unter das Hilfsdrenst-' folltc * a f7Tben n ^ t Wehrpflichtigen Personen erreicht werden ^ Es ist daher Unrichtig, wenn sich bei . vielen Personen die die Eintragung zur HÜfsdienststammrottc Heranziehung zu enter von der bisherigen & Beschäftigung zur Folge. Denn, für die lrgati> ancr Tätigkeit auf Grund des Hilis- dienslgejeves smo ganz andere Geiicht5vunkte maßgebend, als für n", -HrlfÄnenftstammrolle. Für die Eintragung m KkI* C i alle Hilfsdienstpflichtiqen l ™ vuJtH § 1 des HillSdremt-mnetzes in Betracht, und nur ^^ug von unnötigem Schreiliwerk, lsat man die Wehr- <£ 1—10 EUlfgcführten Personen- Oruppen von der Dteldepflicht ausgenommen. r r Liebling auf Grund des § 7 des Hilfsdienstqesetzes EL“/ ^.Personen in Betracht, die nicht schon einer den • ^llsdienstgesetzos entsprechenden BEttigung f ff 1 b ™l 1 ' die Zahl der der gleichen Beschästj- gung nachgehendeTt^ Personen das Bedürfnis übersteiat s,r,ck b r w - b€r .-^ aI1 iü- ^ufeit zunächst Die Einberufungsaus- sl U e cÄc25 Ue die einzelnen Hilfsdienstpflichttgrn zur Uebernabme Er 5Dilssdtensträtigkeit auffordern, und entscheiden die AststA- lung-ausiämsse, 'obalb sie vom Kriegsamt oder einer Per'on die res berechtigtes Interesse hat. um Feststellung gefeit itfcrbeu E daß die betr. Betriebe k^ieasmächtig feint nt ihnen bejchastlgten Personen daher v«r der Melde- doa> von ihr auszunehmen seien. Auch 'Evnckv k-lntragc an die Festjtellungsausschüsse gerichtet jLJS!??* 1 £? J? tc Entscheidung darüber nachgesucht wird, ob der nrorm der Meldq-flichtige zurzeit tätig ist EJEL KnegSwichtigen^ Mort Die Antragsteller werden an- icheinend vort bei Auffassung geleitet, daß eine die Kriegswicke.'g- %}L bc * ^^rebes oder Berufs stMellende Entsck-eidung' ö c Deftemng von ver Meldepflicht zur Folge hätte. ^ ~tc?c Ansepchmng ht durchaus irrig. Bon der Meldepflicht l%sr 1 ^" l ^°* W»*«e?g , Sti9«n Befreit die fett bw 3irw. r 1-10 der .ShmtalMttwt i ilssdien stark ge gangen werden, ob die Voraussetzungen des ^ 2 des gesetzes gegeben sind. Mehrzahl der Fälle liegt nun aber zurzeit noch kerne Veranlagung vor. sich an den Feststellunqsausschnß mit Gesuchen um eine wlche Feststellung zu wenden. Erst wenn jemand e JL ^ LTß ^ lcöun 9^ nmung des Einberuinngsauö'chusses be troffen wird, oder wenn ein Betrieb durch die Heranziehung eines sEr teuer OM,Renten b-rührt wird. N in der R?ge?d„ Zettpiinkt gegeven, den Feststellungsausschnß anzurufen. ' HnfJr ^ ltü Uhr, kinc Vereins- ab. U. a. hält Prof. Tr. Äeberger dies!Übrigen Frühjohrsanpslanzung in den Kleingarten, msbckrmdere die Anpflanzung der Kartoffeln. rirr^ii^füL Ä s v tc l ha us .Bahnhofstr. 34 spielt ab l>eute bis cutimheBud) DMNtog. 6 cji Mat. „Ko m tc f fc Hell a" Film- tonmn m Nmf Akten, in der Hauptrolle dir lnwfchönc Hella Äoja ^ wr kurzem in iwm Tod L bva_mm )o großen Betfall gefunden ton. Als «reifer Scküaaer äWr 5 ^" Vbi’frf? Bett * SR ‘ >b - e "'. “ i * cnl>e ® äustiviel in zwei .itfen. m .lusnäst qntommen. sonne eine vraäüvoll kolorierte %jtoaufn«Än« ..Portugal" Da? Programm wird uni er stütz! durch dte anerkannte gute Künstterkave'le. ' ^ - 3 ^ arz - 25 eitz - Thcater Selters weg S1 Ein ? r fauf,dem Spielplan vom Samstag. 5, Mai bts nnschlepltch Monwg Mai. betitelt „Ter Gespenst/?.' l)t Nn Sensalionsdrama in 6 Akten, aus einem ^Ä^^merrtzrn.!chor Exzentrik-Klubs, das durch die ganze Aurnchrung dte Znuchauer nt Soatrmmg hält. Außerde m wtrv äirtoitama „I ,, hohe Sch7l?t^ü Harry Ltedke tu der Hauptrolle, geq " ■ • rTT ia.» o L iHituun tU, rann nur von Fall zu Fall entschieden werden. Maßgebend . cny v ■ k V : " l i lL .wiiensamntciic ii-xt fci 5 n ^brauch aeniacht. Alle Gesuch , mrt rfht^ ret^mg unter dte nach ^ 5 Zister 11 als kriegswichtig zu bet ei-st, nenden Betriebe .und daher .gegenstandslos. Mlo tu de?' eit vrmr 1. ,. 18-i7 ■ JM 31 12. 1869 geborenen nicht meln Ä hJr n «ff/ t fr , f? CM cY l - 3i) lenstpflichtige i t, die nicht in einem de- in der d/sentlkch.en Answrdermtg der Gemeindebehörden bekannt ge- ÄÄif S5etae6c . int -V«Erut tätig find, fütb totJ*bTr ’ÄSi? ist. folgt aber feiner. mc $*' 6a.l- L ‘‘ mrcht als im vaterlandnchen Hilfsdienst stehend -ru H^ c ’c.S Betriebe verschiedenster Art die ^Esdienst MizusebOt und dock; von der Melde- Lstrcht Nicht au sgenommen ,rnd (z. B. Presse, SpÄntionsbetriebe. Note! Fürstenhof • Giessen neu und modern Samstag Konzert fjierBet wirb fein, ob eine bestimmte Tatsache vorliegt, die für den einzelnen hie iestlstellung notwendig inacht. In vielen Fällen wird n ^r aus der praktischen Erwägung heraus zu verneinen 'etn, daß der Begnft des Htlfsdienftbetriebes ständigem Wechsel unterltegt und nach Ort und Zeit verschieden ausMlegen ist E» kann daher nur dringend geraten werden, jedes unnötige und rulng ab- twwarten, welche Matznabmen dte Emberulungsausschüsse auf we?d!-n ^ bUrd> btC '^ldung geschaffenen Unterlagen treffen Wor bis'her seiner Verpflichtung zur Meldung Kf” 1 . 1 ! 1 nach gekommen sein sollte, hole dies zu? NN n ?r ±- b U r- 6sd5*.soust! zu erwartenden Bestrafung unverzüglich bet den von den Ortsbehörden bekannt ge gebenen Stellen nach. * r • T ' r us re ich n uit g. Jäger Fritz I o ch it m von hier, welcher ber nnem Radfahrer-Bataillon im Westen steht, wurde mm G'- freiten befördert und erhielt das Eiserne. Kreuz 2. Kl ‘ , arb eit an Sonn- und Fe-iertaqen tft vate^rländische Pflicht. Durch den ungewöhnlich langen i^ros. wurde der Beginn der landwirtschaftlichen ruhIahrsarbertcn außerordentlich verzögert. Die Arbeiten wcrdeli Uch aus kurz« Zeit zusammeudrängen und dann durch Sonn- und Feiertage stark behindert werden. Es wird daher K«*t’ C $rtl t f bar ‘ n {r a “ T f m€r! '?’ n gemacht, daß landwirtschaft- l-che Arbertvn aller Arr wahrend der Kriegszeit auch an Feiertagen erlaubt sind. Vaterlän- rrfche Mrcht ledes emMncn istcs. jeden Mgerchlick zu nutzen, um die Acker- und Gartenbestelluna durchzuführen! Auch an L-onn-und Feiertagen dürfen die Arbeiten in Feld und Garten nrcht ruhen. Das K r i c g s a m i hat eine Verfügung ertasten, daß von den Kriegsgefangenen Feiertagsarbeit ver-^ lang, werden wird. Ferner sind die stelld. Generalkommandos _ otn. Landkreis Gießen. »rmntfoTÄ waU 11 vermann zu Solms- V«nmfels. .welche suv um die Errichtung \mb Unterhaltung des biestgen Vereinslazarettes vom Roten 9tm We OTÖftte -e-erdt das Dreißigfache wandern und Reifen, vöder. ^ dad Brückrnan, S. Mm. Das Königliri, BayerifL« Mi n r r al v a d wirk> den heurigen Badehetricb gegen l.5. Mat a„f. nchmar; die Kurkapelle beginnt mit ihren Dm^rten am 20 Mai. ebenio wird das Theater Ende Mai eröffnet. Die Heilkraft der Quellen von Bad Brnckenan luisbesondc-re des Wernnrzcr Wassers) bei allen (rrri-ankungen der Nrer-e und des Harnavvaretes. sowie bei vaaumkrankherten, ist huilänglich bckannt^ Die r.-ickc M-nechsluno au SharierMngen, die bequeme Lage der Trankhallen und der Kal' BodeanNalt unmittelbar UN Kurort, die gute Verpflegung und Wolwungsgeeegeichnt m den Kgl. Kurhäusern geben den Kirgisten die Gewahr, das, iTjre Kuren von bestem Erfolg bwlertct sein werden von 7 Uhr an Sonntag Konzert von 4 Uhr an Für die uns anläßlich unserer mos S Silbernen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten hiermit allen unseren herzlichsten Dank. ^ Oberpostschaffner Huber und Frau. Spezialitäten : Königin-Suppe, Scholle-, iopf-, Gans- oder Hammelbraten, Schokolade-Pudding usw. 3502 Cafe Amend Samstag und Sonntag Künstler - Konzert Spezialität: Maibowle im Glas Allen Freunden und Bekannten, die uns zu unserer Goldenen Hochzeit Aufmerksamkeiten erwiesen, sagen wir hierdurch herzlichen Dank. August Raabe und Frau. Gießen, den 5. Mai 1917. 02743 Oamensehii©ider@i Anfertigung nach Maß von Jackenkleidern und Fantasie-Sachen Auch Anfertigung von Blusen:: Steen- und Gesellscnafts-Kleidern. F« Rohr, Gießen, Seltersweg 83 und S’pßntFii.if n o Hotel Fürstenhof (t§aalbaD) Sonntag, den 6. Mai 1917, abends 8 Uhr IlOKZEKT Lieder- und Rezitations-Abend unter freundl. Mitwirkung der bekannten Mainzer Künstler Herrn Hein? Ott, Konzertsänger und Rezitator, Fräulein Marie Bär, Konzertsängerin. Herrn Ant. Gundiich, Pianist. Naheros ist aus der Vortragsfolge in der Vorverkaufsstelle ersichtlich. KasfcenerüOViuvig 7 Uhr. 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