Nr. 104 Zweites Blatt Erscheint täglich nnt Ausnahme des Sonntags. Beilagen: „Sletzener Zamiliendlatter" und „Nreisblatt für den Kreis Siesjen". Postscheckkonto: Hrgnkfurt am Main Nr. 11686. Vankverkehr: Hewerbebank Stehen. 167. Jahrgang Zreitag, 4. Mai 191^ nzelger General-Anzeiger für Gbrrhessen Zwlllingsrunddruck und Verlag: Brühl'scheUnwersiläts-Buch-u.St. iidri ckerei. R. Lau g e, Gießen. Zchnstleitnrig. Geschäftsstelle und Dratferei: Schulstraße?. Geschäftsstelleu. Verlag: «r-SKbl, Schriftleitung: 112. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGießen. Mb. Deutscher Keichstag. 09. Sitzmig vom 3. Mai. Am Bundesratstische: Staatssekretär des ReichKpostamts Krätke. Präsideitt Dr. K ä nr p s eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Zunächst wird die erste Lchung des Gesetzentwurfes hetr. den Ge- bühventarif si'ir den Kaiser Wilhelm-Kanal ohne Aussprache erledigt .. .. «fr im . . .. -TS Darund sodann auch in zweiter Lesung unverändert angenommen, auf tvird die Beratung des Etats fortgesetzt und zwar mit dem Etat der Post- und Telegraphenverwal- tung. Adg. Ta ubadel (Soz.): Wie alle Betriebe hat auch der Postbetrieb im Lause des Krieges nrit großen Schwierigkeiten z-u kämpfen gehalst. Ueverall hat die Post nicht zur Zufriedenheit gearbellet, nameittlick im Postverkehr. Schwer wird die Nichtannahmc von eingeschriebenen Paketen empfunden. Das Versagen der Post, na- nnmtUcy hinsichtlich der Postdiebstähle, wird vielfach aus die uuge- mtgende Bezahlung der Hilfskräfte zurückgeführt. Tie Mehreinnahmen durch das erhöhte Briefporto hätten für diesen 8m:rf verwendet werden sollen. Die Ausprägung der Zweieinhalb-Pfeunigstücke muß der Ausgabe der Zweicinhalv-Pfennigmarken folgen, Pressetele- gramine nachOesterreich-llugarn müssen die gleiche Behandlung ge- iiiefjen iwc die im Reichsgebiete. Die Bezahlung der Beamtinnen ist Nicht ausreichend. Sie entspricht, trotz der gleichen Dienstleistung, Nicht der Bezahlung der Mäiiner. Die Postverwaltung beschäftigt zurzeit 120 000 Hilfskräfte. Ihnen muß ein Tagelohn gewährt werden, der ihnen ein me nsch-en > mir di ges Dasein gestattet und der anderseits einen gesickerten Betrieb gewährleistet. Eine Folge davon ist, daß die Hilfskräfte leicht in besser bezahleiide Betriebe abwander::. Ayg. N ack en (Zentr. >: Wir erkennen die gewaltigen Leistungen der Poft- und besonders der Telegrapheubeaiuttm voll an. Riick- lfaltlose Anerkennunzz verdienen die Post- und Telegraphenbeamten rn der ’ioerawt, die trotz der gegenwärtigen schweren Zeiten und trotz der schlechten Befördernngsverhältnisse Hervorragendes leisten und auch echeblickM MehrArbeit nsillig auf sich nehmest. Die Teuc- rnngsMlagen müssen weiter mrsgebant werden. Die Wohnungs- nlrsv-rge für die Beamten ist zu fördern. Anerkennung verdient die Untern nt>ung?'ürsorge für die. Hinterbliebenen der gefallenen K'wgsteilnehnner. Me Postbeamten müssen allgeniern als Schwer- arbeiter angesehen Werder:. ba'mit sie, wie die Eisenbahner, die größeren Brotrationen erhalten kömren. Mtg H u brich (Forffckfv. Bolksp.): Auch wir erkennen die großen Leistungen der Postbeamren daheini und lll der Feldpost und in den besetzten Gebieten an. Diese Anerkennung wird dadurch? nicht o^^Elgt. daß idahchm, namentlich beim Paket- und Tele- arav hen-Berkehr nicht plles so klappt wie in Friedenszeiten. Me iwirtschaftliche Sa<$c jber Beanrten ist durch die riesige Lebensinlltel- verteuerung eine völlig unhaltbare geworden. Die Bezüge müssen vQweslert lwerden. Das Beamtenrecht muß in freiheitlichem Sinne ausgebaut werden. Mg. Flcmming MusWir zollen allen Postbeamten nilseril herzlichsten Danksirr ihre treue Pflichterfüllung, besonders 'Bl") den neiblichian Hilfskräften. Die Znlamn sollten nach der Kmderzahl bemesseii werden. Inloieweit dieses Prinzip mich für dw Frledenszeit beibehalten Nwrd-en kam:, wird sich zeigen. ^ Herford lnat.-lib.): Leider ist den Wünschen "lielchstages ans eine Löschung der Msziplinarstrafeir bisher noch Nicht entsprockfen worden. Me Beamtinnen müssen, bei ber liechen Leistung, bcn nrämrkichen gleichgestellt werden. ,,. Staatssekretär K r ä t f e: Von allen Seiten sind die besonders schwierigen Verhältnisse der .Knegsleistungen der Postverwaltung Mierkcrmtt worden. Uns stelM für den Paket- und Briesverkehr jo viele Eisenbahnzüge zur Verfügung wie sin hoi. Der schwere Wrnter ist dabei auch in Rücksicht zu ziehen. Me Einschrcib- E^kete lrnd nicht wegen der Entschädigungspflicht abgeschasft worden. Die Zahl der nt Verlust gerätsen Pakete ist nicht so hoch ab man annimmt. Auf viertausend Pakete kcmrint nur ein ocr- Dieses Verl chm nden ist nicht mit der Bezahlung de^ Aus Hilfspersonale iN Verbindung zu bringen. Wir zahlen die gleichen Lohne wie -die anderen Behörden bei entsprechend gleichen Leistungen. Me gramen kommen gern in Unfern Dienst icetl ihnen öee Trenft Mit der freieri Zeit angenehm ist.. Die Berhängung ~0sch/inarstrafen innß für alle Beamtenkategorien gleich- matzig erfolgen und die Postbeamten dürfen nicht aus dieser allgemeinen Regelung herausgeiwnunen werven. Die Mseinauna der Portofrei heit der Fürsten ist isickt zu besiirworten. In erster ~ mic r° ur m dadurch die nnldeii Stisiunge.l Schadeii leiden > ^druhn (Dentsche Fra kt. : Auch wir schließe,:' uns der Anerkennuiig für tue Beamrenschaft gern an. Du b eil (Soz. Arbeitsg.): Die großen Schwierig feite,: me durch den Krieg entswnden ssird, sollte,! nun endlich überwunden seui. Zecher ist das noch nicht der Fall. Die Bezahlung der Aus- besier xft zu gerrng. Me gehobenen Unterbeamten erhalten eine völlig ungenügende Bezahlung. ^ , Staatssekretär Krä tkeIch - — ......... bedauere, daß der Vorredner ^ ^ Zit/e,:, die ErnzAMe mitgeteilt ha? Ernstlmllei^bezwei,le rcu dw Richtigke,t der geschilderten Vorgänge -Mg. Dr. liUflji : Namentlich! in Frankfurt a. M. :em leucrsten Arte, ist die Bezahlung der Postbeamten nicht aus- rerchend, uamentlich bei den Aushilfskräften. Me sozialen Grundsätze der Reichs post oerumltung sino imhaltbar. Es ist die höchste Zeit, daß bei der Reich-spostvebwa img ehre Zentralstelle für soziale Vorbildung der Beamten ge, iffen wird. Bisher herrscht der reine Nützlichkeitsslandpuntt. Mit oer Porto- und Telegramm- gebührenfrei heit der- Fürsten wird vielfach Mißbrauch getrieben das beweisen die lwirdert Telegramme aus Oldenburg zur Werbimg von Mitglieder,! für den Schulschiffsvercin. Daß billige Presse- telegramnlc ,mäz Oesterreich-Ungarn endlich komnien werden, ist drc höchste Zeit. Abg. Sivkovich (Fortschr. Volksp. : Me Beseitigung der Porto sie: hell der Fürsten haben ,vir im vorige,: Jahre in einer Resolution gefordert. Wam: imll man endlich dem Volks empfinden in dieser Richtung entgegenkommen? Staatssekretär Kr ä t f c: Die Resolution über die Portofreiheit der ..Bnndesfürsten^ ist im ü indes rate ,wch nicht erledigt nnd ich kann natirrgemäß eine writtellung darüber nicht machen. Von emer Verfügung, daß Kriegsbeschädigte nicht als Hilfsboten be- schasiigt werden dürfen, ist mir nichts bekannt. Ich bezweifle auch, daß eme solche Verfügung überhaupt ergangen ist. ^>-5 - ^'5- MuMm lTeutsche Fraktion): Die Löschung der Pisziplinarstrasen muß dringend gefordert weiden. Den im besetzten Gebiet tätigen Beamten sollte Land zur Gemüsezucht überwiesen werden. Das Gehalt des Staatssekretärs wird bewllligt. ' • 5 er wit, daß eine konservative iu:d eine sozialocmokvatiiche Dnterpellation eingegangen ist betreffend die Knegsziele. Beide Interpellationen werden auf die morgige Tagesordnung gesetzt. - Postetat wsid bewilligt. Ein vorliegender Gesetzeiitwurf au? Abrundung der Reichsabgabe,: siir den Telegraphen verkehr wird in alle,: drei Lesimgen ohne Aussprache angenouimen. Mich unerheblicher Debatte folgt der Etat des Reichstages. ^-lbg. Pfleger (Ztr.): Die Mgeordneten-Diäten sollten Nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden, wie es vorge- komrne,: ist. Der Etat Wird bewllligt. Darauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr (pünktlich). Aus der Tagesordnung stehen Anträgen, Interpellationen und die Fortsetzung der Etatberatung. Schluß 7 Uhr. Aus Hessen. Aus dem Finauzattsschuß der Zweiten Kammer. rb Darm stabt, 2. Mai. Der Erweiterte Finanzausschuß der Zwellen Kammer setzte heute vormittag seine Beratungen mu der Regierung fort. Zuerst kam der Antrag Ei ß nert betvFeiid d:e Einführung von Kun d enli ste n zur Beratung. Der Antragsteller begründete seinen Antrag und führte aus, daß sich diese Kiuidenliften in Offenbach sehr gut beivährt hatten: es se: aber nsllvendig, sie auch im ganzeil Grvßherzoglnm emzuführen. Me Gwßh. Regierung gab Erklärungen hierzu ab, mit denen sich der Antragsteller einverstanden erklärte. Darnach wurde der Antrag vo:n Ausschuß für erledigt erklärt. Zu dem 9ln- 8*? Dorsch betreffend die Zuziehung von Arbeitern bei du ^^g und der Antrag Wiegand . betreffen> die Ablieferung von Spc-ck gab die Regierung Erklärungen übe iwe Stellungnahme ab. Da aber der Abg. Wiegand bei der Ber Handlung nicht -zugegen sein konnte, wurde die weitere Beratung der Sache ^für eure spätere Sitzung zurückgestellt. Die Anträge Korell-Ingelheim und von Brentano betreffeiid die Ber- sorgung Mit Eiern wurden vom Ausschuß als erledigt erklärt, nachdem drc Regierung die jüngste Abänderung der früheren Ber- ordmmg näher erlchllert hatte, die für die Hühnerhalter günstigere Bestimmungen trifft und die Wünsche der Antragsteller hinsichtlich der rnerabgabe in: fvesentlichen erfüllt worden sind Der Antrag von Brentano ,md Dr. Schmitt, betreffend den Fremdenverkehr wurde von der Regierung dahin beanttvortet daß eme bessere Belieferung der hessischen Kurorte mit Lebensmitteln erfolgen solle daß aber siir diese Mehrlieferung von Nahrungsmitteln me entspritt>enden Teile von denjenigen Orten, in denen die .Kurfremden belzeimatet sind, ersetzt werden müßten Tie Angelegenheit wurde darnach, von der Tagesorduung abgesetzt: auch der Antrag U ebel, betreffend Rechenschaftsablage der mit Lebens- U tr AEbrnnOeln betrauten Stellen, worin verlangt wird, daß alle.dicse,stellen eine geordnete Rechnung führen und diese zur Einsicht offen zu legen sind, lvurde von der Taaesordnung abgesetll nachdem Abg. Henrich eine,: Mändernngsantrag hierzu ein- gebraaü hatte, der erst der Regierung zur Aeußerung vorgelegt werden soll. Der Eintrag Tr. Weber betreffend Bucheckern wurde nach Erteilung der Regierungsantwort vom Ausschuß für erledigt erklärt. Nächste Sitzung uubesttmmt. Ans Stadt und Land. Gießen. 4. Mai 1917. Das juuge Gemüse. Dank den, Fleißc und der Arbeitsamkeit unserer Gärtner und ihrer tilchtig mitarbeiteuden Frauen haben tvir in den Gärtnereien jeyt schon trotz des schlechte,: Wetters das erste Mer war Goethes Ua roinkus? Bericht Wer die Mmpagne in Frankreich>md iu Plusenthalt. :n Trver rm Herbst 1792 rühmte Goethe ernigie Male die liebenswürdige Gastfreundschaft, die er in dem gerämnigei: urib behaglichen ömrfc emes „Kanonikus" gefunden hatte. Den Namen wur?^ ^uarttergebers hat der Dichter nicht genannt, und drei ^v«ung dieser Frage war bisher auch der Goetheforschung nicht geäugen. Eine Durchsicht nun der Sitzungsprotokolle und Anf- z-eicijuungen de^> Trierer Domkapitels, so schreibt uns ein Mitar- vermag das Dunkel, !das bisher über der Persönlichkeit ? lcle -; ffooronitus schwebte, zu lichten und ein anschaulickrs Bild ^ ZertUmstmide zu geben, unter denen Goethe in Trier weilte, l-voetbes Dickkehr aus Frankreich nnd sein Besuch in Trier siel in nne ,rurmbewegte Zeit. Me Stadt war von den Franzosen be- ^lel-einde, Militär, Veriviindete und Heimatlos Hüllt so daß die begüterte,! Bürger flohen, die Schulen aui- ä. ^.en wurden und auch die Geistlichkeit nnb Ordensbrüder die L'.' ''!'L.erdEen, tTrrer eiligst zu verlassen. Die ivertvollen und Archivalim der Kirchen und Klöster unter kurfürstlicher Waci?e, nach Elfrenbreit- FbrE. So kam es, daß der größte Teil der S’’ S iEherren, nicht in Tner ,var. als ' -tSi ^h 1 tC --^' lc , ?T ni{Tfn ' die zu der Zeit in die Stadt ^irnu ehrten oder sich vorübergehend darin au schielten, zählen die des Trierer Domkapitels auf. Unter diesen auf a ^.rl,^ NECN map ccho auch der „Kauonkkus" zu suchen sein. beherbergte, liegt inmitten des alten an: stillen Doiusiiedhos, und ist unter der .'Seele Box" l>eka,int. Ein Name, der [)fr ^ildet hat und seinen Ursprung in dem ^ ^5r^orbogens findet. Rings um den Dom. in ™ ™ I-ngegreurä hon weitlänsigen Gärten, ^ -. üb - cr Kurie,: der Geistlichen. Diese 11110 Musernumeriernng rrft ^ mm litt, ihre besonderen Namen, bei deren Bildiliua Laue .■rtaSfmfea ober ?lirssehcn, iblmc ihr Erbmm- oixr »tif?cr «uk' Frühgemüse: Kopfsalat, Spinat, Radieschen. Aber die Gärt^ ner klagen darüber, daß man mit Ungestüm schon ^lles> Grüne von ihnen kaufen will, ehe es noch recht zur Ent>« Wicklung gekommen ist. Der ^sinP und der Salat müssen doch verkaufsreif sein, sonst tut sich der Gärtner Schaden. In acht Tagen entwickelt sich bei dieser Witterung alles sehr rasch. Auch die Pflanzer,, die zum Aussetzer, jetzt überall verlangt werden, bedürfen noch etwas Zeit zur Entwicklung: die Römisch-Kohl-Pflanzen (MangoldWirsing, Kohlraben usw. sind sehr schön, es eilt aber mit dem Setzen nicht. Be- smiders gut stehen die Kartoffelstecklingspftauze'n in den gedeckten Freilands-Beeten, nach denen die Nachfrage schon ganz rege ist. Noch einige Wochen und die Gemüsekälamität ist überwunden. Junges Gemüse gibt es dann bei unseren Gärtnern in Masse. Auch von auswärts bekommen wir jetzt durch die Fürsorge der Stadtverwaltung bald solches rn großer Menge, namentlich Spargel, wenn beider eben recht günstigen Witterung bald einmal ein warmer Regen eintritt. Die F r ü h k a r t o f f e l n gelangen jetzt zur Ausgabe, und bald werden auch die Spätkärtoffeln noch rechtzeitig da sein. Sind unter den Setzkartoffeln etwas dicke Knollen, so empfiehlt sich oas Schneiden. Dieses geschieht zwecknmßigerweise einige Tage vor dein Auspftanzen. Die geschnittenen Knollen s:no dünn ausgebreitet bis zum Tage des Auspflarrzens liegeil zu lassen. Unter keinen Umständen dürfen die geschnittenen Knollen in Säcken stehen bleiben. * v . ** S*ö rbjrung b er Schafzucht. Als wertvollen (^e- £i ni r l l Ut oberheifffche Schafzucht ist es zu verzeichnen, daß bei Mten Vorstandssitzung des Landwirtschastskammer-Ausschuffes d:e F u x |t 1 1 d) Lich f^ch c Schafherde als Stamms chä- fere: anerkannt wurde. Wir ^sitzen somit in Oberhessen drei Stamnsichtisereien, neben der obigen noch die von Götzen und Bo- benhaufen II ^zhre Ausgabe in es, durch Einführung hochgezüch- teter Tiere, der oberheffischen Schafzucht ständig frisches Blut zu- znfuhren, w«s dadurch erreicht wird, daß die in den Stammherden: fallenden Bocklammer, die bei einer Besichtigung für zur Zucht geeignet befunden werden, auf dem Wege der öffentlichen Versteige- rrmg durch die oberhessischen (stemcinden erworben werden können. ■ l ‘ e o-!i^?9nge Versteigerung findet für die drei Stammschäiereien ™ ffE. Zur Versteigerung gelangen Lammböcke, ein- und zw-euahrige Bocke nnd 50-80 weibliche Zuchttiere. Der Tag der Berjteigerung wird noch bekannt gegeben. Da den Mitgliedern des oberheffischen Sckafzüchtervereins bvi Anschaffung von Zuchtböcken em <)uschun gewährt wird, so wird den Gcsellschasis- und Gemeinde- fcbafereien, die noch nicht Mitglied find, enipsohlen, sich als korporatives Mitglied des Vereins eintrager: zu lassen. Anrneldungen Uud zu richten an den Landwirtschoftskämmer-Ansschuß in Gießen, ^nedrichstraße 6. Landkreis Gießen. : ■ A ] tzenborn-Sie inberg , 3. Mai. 2lm 28. April feierte Eberhard Maid in Watzenborn mit seiner Ehegattin .catharlna gev H:rz das Fest der Goldenen Hochzeit, in voller geistiger und körperlickier Rüstigkeit. Herr Maid verwaltet seit rangen Wahrer: das Amt des Gemeinde- und .Kirchenrechners in unserer Gemeinde mll der größten Gewissenhaftigkeit und Treue Auch versieht er zurzeit wieder die Stelle eines llntererhebers, die er vor dem^ Kriege an seinen jüngsten Sohn abg. gehen statte der aber rm Heeresdienste steht. Damit leistet er als 7f; iähriger Beamter eme reiche Fülle von Arbell Kreis Schotten. oberen Bogelsberg, 3. Mai. Wenn auch gerwe dn Baume noch nicht zum Ausschlagen gckonrmen sind, so ist doch seit Montag eru neues Leben in der Natur erwach:. Der Landmann hat dcil Pflug bespannt, Frauen und Kinder sind mit dem ll.u^en der Wiesen keschäftigt. die Gärten werden umgegrabcu und besa. Und alles ist Mit der Nanir wieder neu erwach". Die Singvogel sind wieder zahlreich bei uns eing.ckehrr und lassen ihre schönen ^anen,. fliegen zu Paaren nnd beginnen mit dem Bauen ihcer ^.lester. a.ic >r7tare vor allem tragen nun emsig Stroh urD der-gseichen nr ihre Brutkästen — sie haben es auch eilig im vongen ^ahre rvaren um diese Zeit schon Junge da, denn Nahrung war für sic vorhanden: die Bäume hatreu schon zürn Teil ihren Blatter, chmuck angelegt, und die Maikäfer sich ein gefunden, "die ihnen erneu ^gedeckten Tisch bereiteten. Seit einigen Tagen nnd auch schon Schwalben bei uns eingekehrt. Die Sowie blickt freundlich meder und ffrsches Mrün sprießt überall aus der Erde empor. - chlunien, (wie: (Buschwindröschen, Gänseblümchen, wilde SchliNielblnme n. a. haben ihre Blüten bereits geoirnel An/die D-abermgEebenen tritt eine schwere Ausgabe heran. Sie müssen, be: rem ..cangel an Arbeitskräften, ihre Kräite verdoppeln von morgens srnh bis abends spät im Schweiße ihres Angeffr.e. die ihrer ivarteillen Arbeiten Machen. Schrver, doppelt schwer, rmrd gerade auch dieses ^ahr wieder dem Laudmarm fein Beruf, zumal wach ferne Rationen wieder geschniälert sind, um doch dem Boderr oeu nötigen Ertrag abzugeucknnen, der dem deutschen Volke das ^urmbalteu ermöglickren soll. schlag gebend war So entstanden die Kuriennamen, die zum Teil deute erhalten haben. Die Amtswohnung des Kanonikus V Altzuugsprotokolleii hervorgeht, die Kurie Philippi. tzn dreie Protokolle wurde gewissenhaft eingetragen, was cruf die einzelnen Gebäude mrt ihren Gärten und Nebengelaß Bezug hatte, ^ Reparaturkosteu, ebenso von wem und zu welchem T^ l S sm v-erbst 1792 wurde die.Kmie Ml^pl von dem Ehorbischof Frecherrn v. Hacke bewohnt. Er ist , 'Kanonikus" auzusprechcn. der (stoethe und seine , kompendw,e Equipage freundlich und beguemlich", wie er sich selbst ansdruckt, anfgeuouiiuen hatte. Der volle Titel des t^ist- licheu. lautete: O^rch-orbischos, auch des hohen Tomstifts' Srever ^vusianger und KapittllarHerr Sr. Kurfürsll. DurckslauckN K.rrz vor Goethes Ankunft, in: Oktober 1792, richteten die Geistlichen E den hanM^isilichen Auszeichnungen des Domschriftsülw^s ' em Schreiber an den Kurfürsten, in dem sie um die Genehmigung baten, ihre Kapittilarresideuz von Trier nach Koblenz zu verlegen, „weil allem Anschein nach auf keine fremde Beichutzirng des Erzstiftes zu hoffen ,var." Unter den r na * ^ntrMen der kurfürstlichen Genehnngung orrer und 5rirannte ifrtt, sowie den Kavitulai - herrm von Kenelsladt, zum Lands!atthalter mit der Änwei una Tvver wieder zu verlassen. Während Go!ckh/s Anfenchalt umr, also Chorlnsch.si v. Hacke mrmtterbwchen in der ^.tadt. lieber ,erne Personlrchseck hat sich der Dichter nichi mdter ausgesprochen woraus hervorgebt, daß beide Männer wenig mit- AElder^verkehrten. Der Geistliche wur durch seine vlll sisiaen llmtsgeschäfte die m dieser Zell noch inehr 'Arbell und üeit forderten, nr Anspruch genommen, während ^jveth« ein dringendes 'rach körperlicheruitd geistiger Sdrhe Eanb Auch beschäftigte er s«h mtt dem Ottmen und Erktänzen seines Materials und ^ " U ^ ? IU Frankreich heue Entdeckungen Mckkivw od-7v- ^'animelt hatte Noch heute zeigt die Kurie ' >wmmer unter dem grünen Rankwerk eines Esimatisstocle - i - lvezuwig sich um die Ausgaugstreprc und um di- vorurb , euüach' Haustür rahmt. Das Im n - ^ m t wie in ? % macht einen geschmackvollen, unsagbar trau- uftn feiiiönia. Eine brate Sandstcintrerrc mir rmtfttWIa:! fch.nnedeelsernem Geländer windet sich, durch das stattlich' 4 C~ xc SOT Räume zeigen noch Spuren reichen Stuckve, pu^es uut r dem Plasmid und an den eingelassenen Kanrineu. Aus de-:'Fenster- geht der Blick auf die grünbeworfenen Däck>er vieler Türme Luiauch.eu des alten ehrenwürdigen Doms, den auch de- ; ; %imn gesucht haben. Es ist ein .Fleckchen poesieu-z.-me^ Tnrutheit und Eiumulleu. aus dem man steh! lind hier in der >-ttlle, fern der Unruhe des Tages, fliegen die Erinueruu l-^std a u ru ll-m: Tage zurück, die auch die .Krieaswelle üIkx di - 3toM trug, ohne nt diesen Wohuiinnlel weder Unrast not: Störung v- fageu, genau wie heute. 4- eines Björns»» Denkmal» i„ Barg/" Der N»n«»en-! NalionaMr».,. wll di^ Jahr tu Bergen l>esi.uiders feierlich bega>igeu rverdeu A'ir diesen 'ü namsich dw Enthüllung des Pjörnson Denima! - anberanin! das da- bekannte nonvegsiche Bildhauer Bioland ",e:-d Mis Denknral rst eine Stiftung des deutschen Kons.st- 'stourrd s'Ä-.' ^ K 5r e L ernf>r Bergen zum Geschenke mach!. Tie ff ei er' sichkcit .^r Enchulwng wird dadurch erhöht, daß Frau üaroliu- fl,lc geborene Bergen,' -n bau Akte lnuwohnen ronb. Es „t dies das zweite Standbild di - -v. wegen dem Dichter widmet: vor dem Nattonalth.'ater in via Mii-iAin w ÄlS? * tSmm "** am * X wu bcr 6ttni ' Sinding. s. iffn