M.12Z täglich. außer Soiminvv*. - Betlauen: Otrtzeoer ^mUienblSner; t!rei«bta1l fui ötK Krds Kietzen, vezugrpreir: «WEtl. 9k) Pf., vtertek jähri. Mk. 2.G5; durch v2M>*le- u. Zweigstelle» manatl. SV Pß: durch die Post Mk. 3.4Ü vie^el- jäijtL auSschl. Bestell g. iserulpred) - Anschlüsse: sürdieSchristleilunql12 Verlag,Keschä>!>.'steÜek»L AnschristfürDravtnach- nchlrn: RnzeiKerÄletzen. Erster Aast Al- ZahMaz pestscheiNonto: Zsraukfurt a.M. 11686 eyeml -Anzeiger für Oberhessen Zwilsingsrnndöruck ii. Verlag: vrühlsche Unio.'vuch. u. Steindruckerel N. Lange. Zchrifllettung, Aeschästsjtelle v. vrnckeret: Lchnlstr. 7. Donnerstag, 3J. Mai Pik Rniuwmr von > . die aaeöuulNmer im» zmnNach«ni«tag mn-ljei;' Aeiiennre!», I. Anzeigen r> 3«II i fb DO m, Verübeln»,U'n u. Stellengr- i»che I»Pt., atldu'ä erst udPl. ö-PlatzvoiMM 20 Ael'lnincn Tr» 'Lj bet Plabvovschrlst 00 VfH Hauptschriitletlev. Olitp. lü o e ß. Berantwariltch' für Politik». ne..illstou: Ma. (6Voc|s, v.iaht ui.i> Ltr«V,Verintschl<^u.0lc * richtssnal: Fr. N. Zenz.i Anzeigenteil: tz. Beek, sämtlich tu Diesten. Vankverlehr: OewerbedankKtesien -E»-U unehmende innere borgen in England und Kankreich. (DM.) KroheS Hauptquartier, 30. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. TaOSWrr war mir im W y t schae te- Abschnitt die Ar- tiUerietätiMit leWift. AtzenÄS nachm Vas Femr auch au anderen Stellen zu. . GEnchrntacEltöbt der Engländer an der Artoi6° front, der Franzosen am Che m i n d e s D kt me ü wurden zchrückgew Lesen. Borfeldgefechte südwestlich von S t. Q uen t i n brachten uns eine Anzahl Gefangener' ein. Airf dem > Oe ft l i che n Kriegsschauplätze ist die Lage unverändert. Mazedonische Front. Keine wesentlichen Ereignisse. Der Erste Generalguartienn-eister L u d e n d o r f f. * Der Abeudbericht. Berlin, 30. Mai, abends. (Ml Amtlich.) Nichts besonderes. * » * Dal» Antlitz Englands ist doch noch recht ernst, trotzdem Äluchd George wieder zu lächeln versucht hatte. Haute er- sichren rvir, das; vor einigen Dagen der lttrlerstaatssekrelär Bathurst ttr einer Bersaininlnng ebenfalls über die Wir- ttlngerr des U-BvottriegeS im Mai AirSknitft gegeben hat. Er meinte, es werde „gehofft", sei aber „keineswegs sichier", xrtz die Verlustziffern für Mai weniger ernst ans fallen wtttden als im Vormonat. Das ist eine gewi'.ndene Ans- drneksweise, die aber die lohten Auslassungen. Llohü Georges direkt Lügen straft. BkinerVenSwort ist auch,, das; der englische LebenSniüfccl Swttrvlleur Devontzort angeblich aus Go simvheftsrüchstchten zuriicktreten soll. Ilm llnterhanse hat A- qnith neuerdings zwar erklärt, er vermöge an: pol« tisclg'n Horizont nichts zu entdecken, lvaiS ernster wäre als die Unzufriedenheit der Arbeiter, die in den Industriestädten bekanntlich grohe AuSstäUde inS Werk gesetzt haben. Sind aber diese Arbeiter un.n« Yen nicht schlief; lieh «ruf die Einschränkung des MrtschaftslehenS, ans die Wii'tting des Krieges, zurücktz« «führe««. Kann ASquith de- iMipteic, die Erfolge der den.tschen U-Boote hätten damit gnr nichts zu. tun? Auch in Frankreich wächst die Gährung in Arbeitcrt'reison, und es sollen schon Umzüge und blutige ZtchmunerrstjGe gegeben haben. ß|m „Drg" vertritt das HerreirhauSmitgliied Prof. Dr. Rettrke die Ansicht, daß wir den Sieg über England bis zum Herbst 11917, „wenn nicht weit früher", zu erwart«: hätten. Höven wir die Begründung: „Standen für die Versorgung des Jnselreichs zu Beginn beS mkc-mgeschttrnkten Tauchboot krieg es mit Einschluß des neutralen SchtfssraunoS etwa 10 Millionen Domren,zur Verfügung, so sind davon seit den« I. Februar bereits Über drei Millionen Tonnen iut*- fpm Versenkung in Abgang zu stellen, mältzreirb die Neutralen sich veraiclaht sehn«, imulvor vnchr Schiffe ans dem Verkehr im Sperr- gdböct zuriück-nHaltair: cs bedeutet das für England einen erheblich grösseren Mürkgang an Toincage, als noch nur Jahreswende cwr- ausznfehen war. Lange vor Einbringung der neuen englischen Ernte werde«« die Vorräte nach menschlichein Er- ln-esserr aufge-ehrt s'üi«, und eS lebt dann nur ««och von, Zuj-uhtz.'. Dlcrä'l die schlochbe Welternte wird die Konjinn-Aiir unseres bcErirgrs aufi-evordentlnl- beniinftigt. Dor Versuch eüiar Herbei- schafsnng von 0'n'treide auS Argentinien, dli«stm!i>m und Indien iwnmlt den emitifcfjicn SMsfsraun, im Betrage von rltma 1 { /-> Millionen« Donnen in Ansprucy, stets mit denk Risiko, das« uufrtr Tauchboote bundji Versenkung eingreifen. Der britisch' Seeverkehr must daher bis //init Hocl»son«m>er svweit znulickgehvn, das; England nicht weiteetampfen km«-», zumal die Versorgung seines kontünnUalerl, Heeres oirvch den DaLvchbvvErieg «vrsrirtlich erschvert imrd." Es wird nun auch) verständlich, warum sich die Briten auf das äußerste sträuben, an die Rationierung der Lebensmittel zu gehen: es fehlt ihnen der feste, zur planmäßigen Verteilung geeignete Vorrat, und die Zufuhr ist ein so schwankender Faktor geworden, daß sich eine organisierte Verteilung darauf kaum gründen läßt. „Sinkt," schreibt Reinke, ,Her englische Seeverkehr in den nächsten Monaten erheblich, weiter, so wird, da nicht nur die Zufuhr von Lebensmitteln, sondern auch von Erz und Grubenholz darunter leidet, die Ernährung der Bevölkerung wie die Erzeugung der nötigen Munition und die Förderung von Kohle zur Unmüg lichke.it. Daß durch die Tauchchoote auch die Muuitionszufuhr aus Amerika eine schwere Beeinträchtigung erfährt, liegt auf der Hand." Wird e« dcrnttt nicht versbindlicher, daß ASquith sagte, er sehe nichts an« politischen .Horizont, was dunkler wäre crls die Unzufriedenheit der ?erbesier? Wrch wenn sie zn- frieden uiib aroeitswtlligi blieben, witrdei eS ben eng tisch eu Oryanisattotrskünfteir schwer werden, di« durch den U-Boot- krieg geschah; men Klipper« zu über) »rinden. * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 30.Mai. WM. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautdart: . O e st l i ch e r Krieg S s ch a u p l a tz. Die lebhaftere GefechtStätigkeit hielt namentlich in Ost galizien an. Italienischer K r 1 e a S s ch a n p l a tz. Am I so nzv verlies der gestrige Tag verhültniSmäßla ruhiger. Gegen Abend versmhten die Jtnliener neuerlich bei Nodiee mit starten Kräft>rn dnrchzndringen. Der Angriff brach in unserem Feuer zusammen. Ein aleiaies Geschick fanden lkeute früh lvi Iamiano «uigesetzte italienlschr Vorstöße. In K ä r n t e n und an der Tiroler Front nichts von Belang. S r'i d ö st l i ch e r K r i e g S s ch a u P l a tz. Südöstlich von Berat wurden italienische Erkun dungsversuche vereitelt. Der Chef des Generalstabs. * . " Die Kämpfe in lvest uni» ©ft. Berlin, 30. Mai. (MDB.) An der A r r a S - F r on 1 war das Stbru.nigSsen.er mir in «'inMn-m« Absch««itten wie bei Avieu und Rvenx lebha.st<"r. Mehrfach lvnrdei« englische PatDOlcitlen abgcNviesen. Ebenso scheiäerle der Vorstoß einer starken englische«« Aliteitung, die nach kräftiger Artillerie^ v>orberbitu.nH gegen die KioSgrn.be n.ordloestlicy von Hulluch vonging, vertnstteicl). in« VeiUschen Ablvehrseuor und .Hand Svanatentmudf. An der AiS ne-Frvnt nur geaenseittges Stöicungs- sener durch Artillerie-und Mimmwersir sowie PcrtvoinUlen- käinpse. Ein sranMi scher Angri sssverj u cl, von m e1)n-ren Sturnrwektei« in BalaillmiÄd-wtte i u der Gegend von Eraonne an« 29. Mai abends brach unter blutigen sinn Mischen Verlusten znsani.men. Das feindliche Flauer steigerte sich gegen Mond in der Gegend id-e- Wint-crbergeS. Aar Höhen,gelände der Champagne nahm elxmfalls gegen Abend die Artillerküntigleit zi«. Das feiadlicl^ Stä runigjS'feuLr schlin.g bis !veit i««s Hinl'ergelände unserer Stellungen. Unsere Batterien« a««ilvvrk'len kräftig und. mit Evstolg. An der Ostfront ge steigerte seindli che Flug- täligkeit. Als Dergolttrng für feindliche Bonübenwürse lvirrde ein ÄsicnitionSlager bei Pedhaiee mit Bomben belegt. Lebhafteres seindli che ü, .von uns brnnlwortetes Arttllerie- störrnigiSfeuer am Snetree und im Nttstecm«eöci-Msch««ttt. Nachts wurde südlich der Bistritza eine 40 Mann stark vor- gehende feindliche Patronille durch eigene Patronällen v>er- jagt und nördlich der Baleputnastvaste ein fc-indlicher .Handgranate« «ang riss gegen eine Fieldtvache abgew lesen. Die Wirkung dev lt-Boottriege- aus England. Bern, 29. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der englische Unterstaatssekretär für das BerpflegungSwesen Bathurst führte in einer am 25. Mai in Ma in liste ad abgchaltcnen Versammlung aus: Die s e h r e r n st e n B e r l u st e der eug tischen Haildelsflotte durch T a uch b o o t a n g r i f fe sind seit Ende April etwas z u v ü et gega n g e n. Es wird g e hofft, aber es ist keineswegs sicher, daß die Verlustziffern für Mai weniger ernst auS- fallen als in« Vormonat. Die Lago gibt Anlaß zu einiger Besorgnis, aber vielleicht nicht zu schwerer Sorge. Hinsichtlich der Lage der Leb e n s m i t te l sagte Bathurst: Die Weizen Vorräte sind beinahe gefährlich knapp ge- wesen, aber die Brauer, die zwei Millionen Quarters uu gcnnal^ter Gerste zu lagern hatten, haben die Lage gerettet. Zurzeit stehen die Koruvorrüte über dem Gefahrpunkt. Mau hofft sie daselbst durch neue Sparsamkeit bis zur neuen Ernte zu erhalten. Die Aussichten der Kartoffelernte sind vorzüglich, indessen sind hinsichtlich des Gesamtc-rgehinsieS der nächsten Ernte allzu vertrauensselige, auf der zurzeit herrschenoen günstigen Witterung und der Vergrößerung der Anbaufläche beruhende Hoffnungen nicht gerechtfertigt. Die Arbeit eines einzigen Jahres vermag selbst bei allerbester Kartoffelernte die heimische Erzeugung Englands nicht ans die notwendige Höhe zu bringen. Die Regierung beabsichtigt den Einkauf von Brotgetreide in die Hand zu nehinen und unter Geniähruna eines angemessenen Satzes für die Müller und Bäcker.Höchstpreise sestznsetzen, möglicherweise niedriger, als das Brotgetreide die Regierung kostete. Die Zuckerknappheit läßt etwas nach. Es werden in den nächsten Wochen, größere Vorräte für den Hausbedarf und später auch s/ir die Fruchtkonservieruna zur Verfügung stehen. Bathurst sprach schließlich die Hosfnuug aus, daß die freiwillige Ein- schräukung des Lebeusmittelgeuusses die Einführung der ZtvaiWKratlo'ilterinda mmAig «««achen möge, itrtb appctCierte an den Geist der Brüderlichkeit und gegenseitiger Hilfsbereit schaft des Voltes. Regierung und Arbeiterunruhen in England. Bern. 30. Mo«. (WTB. Nichtamtlich.) Die Frage dcn: englischer« ÄrÜieilerun ruhen ist i„« Unter hau se am 25. Mai erneut erörtert worden. Asqnith führte onü, die Un nchen gäben Anlaß zn ernsten ^öesorgnissei«, nicht mir, «veil sie die Herstellung des vrinaend rwüvendige»« s^egsmateriols »er ^ zögevtm, sondern nu.ch beständig weiter «o-achseii.de Schiviertgkeitei« ii« dm« Beziehungen dcr Arbeiterschaft soivobl zn den Arbeltgelxri^ als zun« Staat nnd innerhalb der Vlrlx'irervrgailisationen selbst befürchten ließen. ES sei dal-er von höchster ^Dichtigkeit, daß mau einen Einblick in die Natur dc'«.' treibenden Kräfte ers>alLe. Er v--r möge an« politischen Hort«nt nichts m eirkdecken, n>as ernster «värc als die Unzufriedenheit der Arbeiter. Llottd George gab y\t, daß die Frage der Unzu frieden heit der Arbei ter der iNegiernng eine große Sorge Ivueibe. Die «stegbeamg bade daher btis'chwssen. eine Unterst«clmngSkomn«issi.vn einznst'tm«, die die Grü>«dr de« U»nN- sriedenlieit, namentlich hinsichtlich etioaiaer Attingel in der Kriaas- gesetzgebnng, besonders unter den Masrlnnisten i d t«m, ermitteln und'Reforinvvrschläge ncachen solle. 'Dps Land U>erde zu diesen« Zwecke in sieben Bezirke eingeleil i «»erden si» Be - zi«ke würden die Ermittelungen d««rcl» Unlemnsß!ckls«e, bestellend anS je einen« 'Vertreter der Arbeitersclwst uno der Arbeitgeber und einen« nnpnteiischen Vorsitzenden. stattsi««den. Rotterdam, 2tz. Mai. (WT>U. l)Uchtanttlich.) ‘i iruf« Mitteilungen hier eitigetrosfener engliscl«er Seeleute «v-Nven iiöHeye Einzelheit«'««, über den Streik in England bekam«! Hinmach i«i der AuSstand i>> Äüo.olwich und E hatbam »»ü) nicht gelegt. Es sind noch iiumcr Hn>a I 2000 Ma«r.n in, AuS- stände. Infolge der L>eda«ipt«nr,vii einiger 'Führer hü-tt? die Gärung unter den Arbeiter«« betraclNlich ziWn«.i7Minen. Es ist litt Lause der vergangenen Woche zn. «viederlwlten Zilisa mi«rr!«r- st ö ße u ztvischen Arbeiten« und Polizel gekonimeir, wnbei oer- «chiedene Verhaftungen vvrge«w«n.,nen «mirdei«. Anch in Eovan- tkr «i, Nottingham nnd zahlreichen anderen Städien ist d«e Arbeit noch nicht «nieder ausgeiion«n«en. »worden. T/älwelse Und von den Arbeiter«« in d,n« Ixrbrikcni.die Maschinen unbrailchvar gelnacht «vorden. Rücktritt des englischen LebenömittelL'ontrollenrs. Ro t t er d a ut, 30. Mai. (WTB.) Dem „'.\ v int«oo Mutter* bamfeheu Eonrg««l" zufolge erklärt die „Wvieminy daß sich Lord Devonport «genötigt sehen dürste, sein Amt als Leb e nö mi t te l ko«« t ro 1 1cuv ans Gc'siln.d- l)c'itsrücksiclstcn niedevzule.gci«. London, 30. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldima des «beut er scheu Burvcms. Der LehenSnrit tel kont volle ««r b esch, 1 ag u a 1) m t c die gasettnU i K>äsee i n s it h x a«lS bei« Verein inte«« Stauten, .tawxtKJ und Mstvatteir * Die französische Hammer nnd da» Wtr1schast»leben Arankretch». Paris, 30. Mai. (WTB.) Meldung der Mence Die St’oin m e r l>at die Erörterung der Versorg ung ^ srage wieder ausgenommen. Minister Violette affftrh* ,vuv ?.«ag, der K o l« l«' n v-e r s o r g ««n g , der Staat allein müsst die .'«ckchlnn verteilen, da ^Beschränfclngei« miserlegt nx-tbeit müßten. IS» seien drei Verbrauchetzklassen zu berücksichtign« ^ erstens ba: HauLbedarf nnd die Indilsttte, zweitens die Kril^Awerkstäjtt««, dern« 'k^-r sorgicng daS Unterstülprugssekretartat für 'Mnnitiou übern^hmtvn werde, drittens die Armee, denn Aiers-orglmg t»«vä« die Iv>niiwvftuti erfolge Tie Verteilung von 3 3000 000 Tonnen «nonallich ».«erde dc'nn«ltchst in verschikdenen Mittelpimllen er siegen, sinr A'-mg,' der Seetransport e führte VivNetle ans: England sicherte uns einen größeren Transpvtt zu. Man m»st «rrit chm eine polittstle Z««sammenarbeit anSgkstalden und Jtnpr 'lnrng tu Eivklmfg mit derjenigen lßnglcmds bringen, nn« b«e laiim« auSzuschalten und n«n schisse zn mieten nnd aNOitlmpen schnelle kitndigte ein Äesetzeittlvnrs znr Unterdrückmm der . ^cknkatim« in Lebensmitteln utKlji für diese Wvä»Ie an. Er l^abe bereits stlinise Mastnalnnen znr llnterdrücknng der Spell»,la-ttum in Vletrekde. .Mffee, Oel nnd Käse getroffen. Er sei auch mit PersönlickLeite«« de" Pariser Handels in Berbindimg gedvettu, mit den Handc'I ut iwr,w* nificrcM und die iRiwssenschgsten zur Mitarbeit ansznsordern. Anch sollen st ä dl i sch e B e r ka n s s hallen errickutet «verden. 'Der Minister schloß ■ - > • m iianbc dt« ttzalnheil . • .«.gen «vollen: man «miß der Lage mit Mnl ins Arme sehen nnd basondurS mit: hem Willen znm Siege. ! EröttlMMg beS Unter- s e ebvo l k r i e g eS , die v orher bereits uu« Mittwoch vekWjotzm «var, luurdc ««enerdings ans DoiinerStag verschol*,n. ttnrußen in Pari». Bern. 20. Mai. (WM.) „NviilveMsbe die Lyon" mef- bel »n^ Dari» Am V Mai <««m- n«»• Paitrt «S iit beut Volks- reichen Viertel des M o n t P aniwvol7- haspleriitneu und die Spulerinnen. Der Eruicaussall in Frankreich. Bern, 20. yjbcii. (WDB. Nichtamllich) Znr (Hvi-wrik* versvvgnna Firankreichö schreibt die Zeilnng „Bataille, der diesjährige Anssall ai« ^Brotgetreide «oerde ««ngesähr I > n; tlXliOTt c I> Dop j> e I z' «l tuei err« i«l >l ttffei gl - ignet, die l^> «rsteste Ö, ftngut fl!« b Vvoat«Crc*iff>3 im Jahre lOlö/tO ei««znslösten. .HossentsichIverde sich angesichts der drohenden Oiefahr in der DeprAiertm- kan «wer ein Alrgi'ovdneber finden, der v«-n der Neg^rnng fWnmg ttnresichl-.',««'>n «'m* • •' «": "«•«•< Es H)#rc fuI spät, über die konunende Ernte, die Frankreich im 1017/18 ernähre«« inüsse, zi« verhamdeli«; de-ölvag«'«« solle mim MN so mehr •< itig III, i'i '^1 ul l l die ansreick)z-nd stenn.g sei,« müsse, »tut nicht das ^>ah« I^l8 IO z«rm furchtbarste«« Jahr für die französische LilevibÜtMiH«^ w «nachen, das in der Weltgeschickiitti oynogleiclieil «vä're. ch Au» Italien. Berlin«. SO. Mai. (Priv.-Tel.) „B»rt. TftW " meldet oh . Lugano: Dcr wricgj^ m i nitste r hat in Viel-M« 'jsabntm! di« l-i in jt e l l » « g de t M u««ittzo nser-e«i g n ioa aiuworhuri mit* bk jofortim' Herstellung land»vitr tj chastl i che, 'Dia- s ch i nrn tefwMau Die Schist-bauten Amerikas. % m fterdam, 30. Mai. .(WTB. Nichtamtlich). Nachdem E^gemeen HandelSblad" meldet die „Daily Mai?' aus New i)ork, daß die United Steels Company und die Lacka- n«-nrla Steel-Iron Comparw sich verpflichtet haben, binnen iv Monaten itählernc Schisse mit einem Gesamt-Tonnen- tzeymr von drei Millionen Tonnen zu erbauen. Wenn der ^enat btc vom Repräsentanrenhaus bereits angenommene blc f üc den Bau von Handelsschiffen n m ll [ lüncn Psund Sterling zur Verfügung g stellt werden, annimmt, so wird Präsident Wilson das Recht haben, von jedermann, der dazu imstande ist, zu verlangen, li'fer? ^ n)l ^ e t> ^ ver ^ ateTiaI zur Verteidigung des Landes .. ^rner wird Wilson das Recht haben, alle bestehenden Kontrakte über Schiffe oder Material abzuändern, zu annullieren oder anszuschreibcn. Dies gilt auch für diejenigen Kontrakte, zu deren Ausführung Arbeitskräfte oder Ma- rerral notrg smd, die für den Schiffsbau in Betracht kom- 5I en ; £ ec Präsident wird Fabriken beschlagnahmen oder übernehmen und Schiffe, die im amerikanischen Besitz sind, mit den dazugehörigen Besatzungen requirieren, sonne alle .^-ersten und Magazine mieten, kaufen oder mit Beschlag Belegen, tonnen. * Brasilien. 29 - Mai. (WTB.) Die Agence Havas rneü>,t. Der Bericht'des diplomatisckwn Ausschusses der Tepu 'Z t £ 1? f -l* 11 l n TT7 T»t n v* IlTwtv W' rt CT4„ 4-C+Ci l l ^ Ol ’• f i •• r . r Bi ierlenka mmcr über die Botschaft des Präsidenten über re Torpedierung des Danaers „Tijuca" rveist aus die Gefahr Mli, me die natwnme Handelsmariiie und der auswärtige Handel VvaN.ems lausen, ebenso aus die Notu-endigkeit von Vcrteid-i- Wm^mavnahrnsn gegen diese Angriffshandlung Deutschlands. Ter Q/1 !• iX riUH tchliflit ltltt (^71 nn. In . tviuitycn, 6 . von ho aus we an naymen zu off?/ P n ^.?u-^artlge brasilianische Schiffahrt zu verteidigen, Z: aimerten Staaten sich über Massnahmen zu verstau- «nsen, ote tnc Freiheit des Ein- und Ausfuhrhandels sichern sollen -u dincm Zlvecke die Neutraiitäl-erklärung zu widerrufen, faöofö es ihr dienlich erscheint. 3rur,bc soll sich der diplomatische K'ainmer- dasür ent-chredcn haben, daß das Gesetz, das die Er- maar.rgiing zur Berusirduirg der derrtschen Schisse erteilt, die Rück- sangigv'achuiig des Neutralitätsbeschlusses im Kriege zwischen den Mrdtelmaeuni und den alliierten Mächten zunr Gegenstände l)at, mch. als ^oiuX'raesctz, sondern in Form eines Zu'ätzautrages zu Dem Gesetz, das die Neutralität im deutsch-amerikanischen Kriege eingebracht lverden soll. Der Gesetzentwurf isr in erster r^nrnq am Montag angemmmwn werden. Die Entscheidung soll schl-mnigm bic Lösung der internationalen Frage zu be- Die Geheimverträge der Entente. ^^lPriv-Tel.). Das „Berl. Tgbl." meldet Stockholm.- Die «elnngsorser Zeitung „Vona" bringt genaue Angaben über den G c h er m v c r tr a g der Alliierten mit Italien. Hiernach garantierten die Alliierten Italien Südtirol mu Trreni. das ganze Küstengebiet von Nord-dalmatien mit Zära ^ ««lato, Mtttelatbanien mir Balona, di? Inseln im Aegäischen nnb . an E klemailattschm Küste, außerdem günstige Eisen- bühn^nzenloneu m Türkisch-Meinasien. „Dje.n" bemerkt hierzu, batz diese von den Alliierten angebotenen Gebiete bei weitem dia Nnherm eigenen Forderungen der Italiener überträfen. 03 « : "? 9: 'r nu trotz Italiens verhältnismäßig nicht gwp/.w Ji olle in dem Kcrege so große Kompensationen aus Italien j~2 1 / ^ Aron ntünen dae Ansprüche der übrigen, mehr am Kriege vLerligien Alliierten sein?" Stockholmer Beratungen. Stockholm, 30. Mai. (WTB. Nichtamtlich) Der hollän- drsch -1 .andinavische Ausschuß beriet am Freitag und imt ben Vertretern der denrs ch e n S o z i a l d e m o - *1L ü lrb Ozialdemokraten Oester/reichs Adler Hartmann. Ellenbogen. Rmine, Seitz und Huebcr. Zu der .Bespreä)i:ng wiirden von dein Ausschlß zugezogen: Tiamand für UolP!^ -.oznrldemokratre Galiziens, Burian Stein für die ^che^che Sozialdemokratie, Markt und Glumas für die Sozial- DMokra.tle Bosniens und der HerzegoNnna. Nach der dtnscharcung fjF ft c r r ck, l schen Ab o r d nu n g ist der ImperaliSmus me allgessieuie Krregsursach:, aber die nationalen Fragen jpielterr mLl,ack eine Ralle in den Kriegsvorwänden. In der Mitte un O.tLf imv ^'dosten Europas seien die Stationen fast überall w SQrÄsch. di!: ic Gebi-etsabgreuzung nicht möglich und nur cm emeuter Krregsasckaß wäre. Selbst wo die kleinen Nationen trenn- warm,, gwgäbc sick dadurch eine solche Kleinstaaterei, daß der polriiss- und wirtschaftliche .'Aufsüeg dieser Nationen gefährdet Das einmal bestehende große Staats- und Wirtschaftsgebiet § -erschlagen-, wäre nur de:i Grodaatsbourgeoisieu förderlich die vlete:i .Kleiniraaten leicht gegeneinander aufspielen und V^errsüv'n l^inren. Darum bekannte sich die Abordnung aus Grund der ^xlseler .ttundgebung für die nationale Antr>nomie und meint, oatz die Errmgimg dieser Freiheiten ein Werk dieser Nation selbst sem nikrs;. Die ilttcrnationalc Friedenspropaganda. Bürvapest, 80.Mai. iWTB.l Der Verband der ungarischen si eu scha s t e ii wandte sich an die int'eniationare Zmtrale der Gm-vssenschasdeli in London mit einer Fricdensan-. r«^ung, in der zunächst darauf hrrrgewiesen wird, daß sich die ^u«sierlsck^ftlicl!e BcN'.egiing von allem Anfang an die Sicherung «2 Sesellschgstlwlvu Friedens zum Ziel gesetzt bar. Die intrrnatio- nase Zentrale wrrö verständigt, daß der ungarische Vn-band nicht nur an die Verbände der verbü'ndeten Mächte, sondern auch an 7 sne der Ententesäwder sich mit dieser Anregung gewandt hat. W chll das Gericht der Genoss-ensck>aften, die Millionen vertreten tzmrwo gemach/ sverden. um die Friedensbeioegung zu fördern und G^anSen, u ,e die Fortsetzung des Krieges nach dem ,Friedens,cklnß- «tts wnk'ctöstlichem Gebiete, bekämpfen. Tie Zentrale soll sobald trre mög.Tü eine Mssckmßsitzrmg in dieser dtngelegenhcil in cm rautwi Land, am besten nack- Holland oder nach der Schweiz ernberuien. Morden seien Der Ministerpräsident, erinnerte ozi die bekannte Könige sang v-es lMinisters des Aeaßern. daß die Däonarchie »auf dem ^.tandpamt eines ehrenvollen Friedens ohne Ge- ?! c , r Etungen stehe. Es sei daher versrandlich, daß auch temerlei Abtretungen bezüglrck- Ostgaliziens oder der Bukowina von irgendeiner der maßgebenden Stellen beabsichtigt seien. Tie lenaenziosen Gerüchte, die anderes behaupteten, seien aus der Luft gegriNen. Clam-?Nartinic I>ob ferner die bewährte und erprobte ,mh r i!7^5 §?^ung der ufrainischm Bevölkerung in Ostgalizien und der Bukowina l-ervor, die hinter keiner der anderen Völker standen habe. Die Regiernng sei fest entschlossen, §ku,?n^twicklungsbedürsnissen des ukrainischen B o l i es Rechnung zu tragen. Dieses solle keine Ursache haben, frr ^ 6 Vvw. 1 ^ er Tü£ 1(unn l’ciitcg Wunsches am gleiche Behandlung i ^ c .^ ieten ^bs ösfentlichen Lebens zu klagen. Der Ministerpräsident erinnerte an die Worte, die Kaiser Karl anläßlich umgsten Beiivchs in Krakau für eine Verständigung d^r beiden Völker gesprochen habe, und mahnte die Erschienenen, im ^mne der gros;m Ziele dieser Verständigung zu wirken. ^r.le me Blätter berich.cn. beschlossen die südslawischen Abge- ordneten, emen einheitlichen Klub unter dem Nanren ,,-L'udslawlscher Klub" zu gründen. Die Freil-eitSbcstrebuug in Finnland. . „ Kopenhagen, 30. Mai. (WTB. Mchtamtlich.) Die ,,Berlina.ske Tidende" meldet aus Stockholm: In Finn- lan b sind in der tetzteir Zeit be de nt e n be Truppen- tn a s f c n angekommei' Die Garnison von Wasa wurde durch 2600 OJiaun verstärkt, die Garnison Ken durch 3000 Manu .Die Truppenemkünfte »rwrden mit der fürnischeu Freiheit s b e st r e b u n g in Verbindung gebracht. Es verlautet Minister Kerenski habe bei seinem Besuch irr Finnlaild von geheimen Zuscunmentünften in Helsingfors erfahren, wo Mischen finnischen, ukrainischen und litauischen Vertretern die Unab hä n g i g ke i t s er klä- rung erörtert worden sei. Auch nach Litauen und nach der Ukraine soll die Entsendung russischer Truppen bevor- stehen. Oesterreich-Unaarn und die Ukraine. ?0 „Slawische Korrespondenz" meldet ^n der gestrigen Besprcchcrng des Ministerpräsidenten mit Vertretern des utraini scheu Volkes gedachte der MinisterPräsident der ihm bekannt gewordenen Aeußerungen der Beunruhigung, die durch gewisse Gerüchte über die Möglichkett von Grcnzverschiebnngen im Osten hervorgerusen Die Eröffnung des österreichifchen Abgeordneterrhanfes.. Wien, 30. A^ri. 0WTB.) Das österreichische Abge- o r o n e t e n h a u s hielt heute seine Eröffnungssitzung ab. ^ne Zugänge zum Parlament zeigten ein ungewöhnliches Bild, «aal und 0>alerren waren dicht gefüllt. Viele Abgeordnete waren in Uniform, erschienen. Auf den Plätzen der auf dem Felde der Ehre gefallenen Abgeordneten Fuä>s, Pollauf, Seidl und Lößl voaren Blumenkränze niedergelegt. Npch der Vorstellung des Ministeriums durch den Minister- pra,identen übernahm der Altnpräsident Freiherr von Fuchs den Voriitz. Er hielt zunächst einen Nachruf für den Kaiser Franz Joseph und gedachte sodann des dnrch ^MörderHand gefallenen Erzherzogs Franz Ferdinand und seiner Gemahlin, der ersten enfö 1 unseligen Weltkrieges. Er drückte die Huldigung der Bokker Oesterreicl>s für d,m Kaiser und die Kaiserin aus. Mit Liebe und Vertrauen werden mir, erklärte der Alterspräsident, unserem neuen Herrscher Gelolgsclwft leisten, der sich ,'cfam während der .Zknt die Verehrung uird das Vertrauen jeinep Voller im sturme eroberte. Nicht allem auf dem Schlachtfeld gegen einen tückischen Feind war er im Kampfe Meister, sondern er eroberte auch am dem frieülick)en Felde seiner kaiserlichen Regierung ich mit glücklick>ec Hand die Liebe stiner Völker, die dem neuen Sanrml-errn des Reiches in unwandelbarer Treue und Dankbarkeit ergeben siird. Der jungen Kaiserin, die mutig dem erlauchten Gc- malu zur L>cits fteht,^ und die stets hilfreich eingrcist. wo Hilfe notrg l st, wollen mir freudigen Herzens zu jubeln und ihr für ihr segensreiches Wirken uiwuslösckstichen Dank zollen. Die von dem Alterspräsidenten auf den .G^ijjer und die Kaiseriii ausgebrackiteic Hockwupe wurden von dem Hause, das sich erhoben hatte, begeistert wiederholt. Der Alterspräsident gedachte sodann der heldcnmüligen streiten die für Oesterreichs Bestarrd, Ehre und Ruhm vor dem Eernd? stehen, insl>e'soiidere derjenigen, die zurzeit am Karst und am 3!?^^. ^rvischm Kämpf geg.ni ehrlose Feinde auskämpfen. Mrt glühender Begeisterung, sührre der Rediier aus, rufen wir den Verteidigern unseres Vaterlandes und deren verbündeten Heeren, die eng aneinandergeschlossen und^ verbunden in dem gemeinsainen Kamps unseren Feinden gegenüber stehen, Worte unseres unvergäng- ia>m Zankes zu. Nach eirrem Hochrufe für die gefallenen und ver- tvroeneu Mitglieder des Hailjes wurde die Präsidentenwahl vocg-enommen. Wie gemeldet, wurde der getvesene Obmann des Deutschen National-Verbaiides. Dr. Gustav Groß, zum Präsidenten gewählt. Der Polenklub wÄ)lte Lazarski zum Obmann. ... Ter Präsident Groß, mit lebhaftem Beifall begrüßt, dankte für die ihm erwiesene höchste parlamentarische Ehre. Er verspricht, dre Rederreiheic und Unparteilichkeit zu wahren, sowie seine beste Kraft dafür einzusetzen, dem Hause wieder zu seinem Reckst zu ver- delseu Wenn er auch als Präsident des Hauses keine einseittge Poittlk machen würde, so werde er nach wie vor ein treuer Sohn seines heiß geliebten Volkes sein und bl-nben. Die alte Habsburger Mmwrchie hat ihre Lebens- und Widerstandskraft in kaum gehofftem Maß bewiesen, und die Schläge, die die Feinde gegen uns genihrl haben, haben dazu gedient, urrs zu festigen und zusamnrenzuschlvei- ßen. /Lebl)attec Beifall und Händeklatschen.) Unsere Aufgabe wird es sein, dafür zu sorgen, daß diese Festigung sich auch lveitor ent,- wickele. Trotz aller Sä^wierigkäten und Meinungsverschiedenheiten werden wir dies Ziel erreichen, denn alle Völker der Monarchie sind erfüllt von uneingeschränkter Bewunderung und Dankbarkeit für uni-ere heldenmütigen Truppen, deren beispielslosen Erwlgen wir die Sicherung vor feindlichen Einbrüchen verdanken. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen. * M!ir sind einig in dem unerschütter- lichen Willen, hi dem uns aufgedrungemm Kämpf durchznhatten, bis zu dem scheiß ersehnten ehrenvollen Frieden, der uns Uimbhängig- keit und Sicherheit für die Zukunft verbürgen soll, wobei uns nichts fenier liegt, als die Unterdrückung anderer Völker. .Lebhafte Zustimmung.) Bor all-em sind wir einig in der bedingungslosen Hingabe an das angestammte Herrscherhaus, in der Liebe und Bewunderung zu unseren: Kaiser. (Stürmischer, lang anhaltender Beifall und Heilrufe. ^ W i e n , 30. Mai. (WTB. Nichwnttlich.) Wie die Blätter melden, beschloß der P o l c n k l u b des Reichsrates in einer Sitzung in Krakau gemäß dem Anttag T a s z y n s k i, daß der Polepklub die Initiative zu Friedenskuindgebungen im österreichischen ^Parlamente ergreifen und das Klubpräsidium rechtzeitig sich mit den anderen Parteien des Hauses ins Einvernehmen darüber setzen soll. Die Vollversammlung der polnischen Reichsrats- und Landtagsabgeordneten am ^ Pfingstmontag nahm einstimmig den voin Polenklub schon am 16, Mai in Wien angenommenen Antrag Tet-- majer über die allgemeine Polenfrage an. worin auch ausgesprochen wird, daß der Polenklub nickst in der Lage sei, die Regierung zu unterstützen, nachdem die Konservativen von den ursprünglich beabsichtigten Abänderungsanträgen Abstand genommen haben. Anläßlich dieser Tagung in Krakau kam es zu einer großen polnischen! Kundgebung, bei der nationale Lieder gesungen und von mehreren Abgeordneten Ansprachen gehalten wurden, ohne daß es zu Ruhe störungcn gekornmcn wäre Neue N-Booterfolge. Berlirr, 30. Mai. (Amtlich.) Neue 11-Bootsersolg.e in der Nordsee: 21 500 Bruttoregisrertonnen. Unter den versenkten Sckstfsen befanden sich n. a. ein englischer Hilfskreuzer und zwei englische Dampfer. Der Chef des Admiralstabrs der Marine. Zwei russische Minenleger versenkt. Konstantinopel, 30. Mai. (WTB.) Meldung der Agentur Milli. In der Nacht zum 26. April rvurden zwei russische Minenleger vor deni Eingang des Bosporus versenkt. Die Leichen eines Offiziers und dreier Soldaten, die wir bergen konnten, wurden im Park der russischen Botschaft in Bujuldere mit militärischen Ehren begraben. * Rotterdam, 30. Mai. (WDBst Der „LLaasboode" verzeichnet den Untergang folgender Schiffe: „Tyere" (208 Tonnen) aus Noerkoeping. ,.Erib^ (257 Tonnen, aus Strense, „Grase dtorman" (297 Donnen > aus Kristiania, „Pauline Kjell" und „Nann Smith" (2003 Tonnen) aus Drammen. London, 29. Mai. (WTB.) Amtliche Meldung. Das engloche Hospitatschiff „Dover Cast ta' (8271 Tormen) hnirbe ohne Warnung am 28. Mai um 6 Uhr abends int Mittelmeer torpediert: um 8 1 /* Uhr wurde es zum zweitenmal torpediert und sank. Alle Kranken, das ärztliche Personal des Hospitalschiffes und die Mannschaft wurden gerettet mit Ausnahme von 6 Personen, die vermißt werden. Wahrsck)ciulich wurden diese durch die Explosion getötet. Der bewassnete H a n d els kreuzer „H i'lar y" wurde in der Nordsee torpediert und ift gesunken. Vier Personen wurden durch die Explosion gerötet. — Ein eng- l i s ch er Z e r st ö r e r ist infolge eines Zusammenstoßes ge- j unken; Menschen sind nicht umgetommen. Ans und Land. Gießen. 31. Mai 1917. Juni. Nun zieht der Juni in die Lande, frmrr Monat der von unseren Vor fahren orauien auf dem flack.ien Lande vielfack> mit Frauden- euern begrüßt wurde, bringt er dock) meist den ersten Lohn oer ttroett des lorgiamen Landwirtes, denn in den Niedermk^erl und Ebnen wird oft schon anfangs des Monats mit dem Ntahen befi Heues begonnen. „An Ouirinus (4j mäh das Heu, auf daß es gut und fchmackhast sei", lautet eine alte rheinische Bauernregel. Das Wet.er wünfcht man sich im „Roseumond" äm liebsten nicht allzu beiß, aber doch trocken, denn „Juni trocken mehr als naß, füllt mu gutem Mein das F-aß", trotzdem mackst ,^Zuni feuclst und warin, dm Bauer nock> nickst arm". Nordwinde im Juni sollen das^ Korn ins Larid treibe;», sto erzählt man sich bei den west'- fättschen Bauern, auch im Lchrarzmald sagt man allenthalben: .... cr\ _V_' i a. 5eeMeg. Der Jahrestag der Seeschlacht vor dem Skagerrak. ^ Berlin, 30. Mai. (WTB. Nichtaintl.) Anläßlich des Jahrestages der Seeschlacht vor dem Skagerrak mag daran erinnert werden, daß die Engländer, die in der größten aller Seeschlachten, der von Trafalgar, nur 449 Tote hatten, in der Skagerrak-Schlacht am 31. Mai 1916 7 104 englische Offiziere und Mannschaften v e r - oren haben. Die Verluste der Spanier und Franzosen bei Trafalgar betrugen 4522 Tote, die der deutschen Hochseeflotte bei Skagerrak dagegen 2414. Kriegsschiffverlufte der Entente. Berlin, 30. Mai. (WTB. Nichtamtlich) Von Kriegsbeginn bis 31. Mai 1917 sind an Krie gs fahr zeugen der Entente, ausschließlich der Hilfskreuzer, iuSgesamt Vernichter: 252 Schiffe und Fahrzeuge von 890 765 T o u n e n W as s erverdrän gun g. ' Unter diesen 252 U.US i.s cuiieii|u;t[|un, uno tpai krenzern, 16 geschütztem KreuKewi, 67 Torpedobooletlst 28 Unterseebooten und 13 son stchen Kriegs sah trugen, wie z. B. den Unterseebootsjägern der Arabis-Klasse, zusammen Arrßer ben vorgenannten Kriegsschiffsverltrsteil büßte die Entente bis zum 31. Mai nicht weniger als 200 000 Brutto^ regijtertonnen an Hilfskreuzern, welche in aanz überwiegender Zahl der englischen Flagge angeh orten, durch kriegerische Maßnahmen der Mittzeunächte ein. weht im Iunius, gar bald Gewitter folgen muß", hört man des öfteren in_ der Sck? rulmgegeno, was im attgelnourm aber kein Schaden ist, denn,, Donnerts im Juni, so gerät das Gerreide". Auch auf die einzelnen Tage des Monats gehen eine Ibühe der trefflichsten Bauernregeln von Rdund zu Mund. „Wer aus Medardi (8.) baut, kriegt viel Korn, Stroh und Kraut." „St Barnabas (11.» nimmer die Sick^l vergaß, hot den längsten Wuchs And das schönste Gras." „Regen am St. BituStag (15 ; bringt ein fruchtbar Jahr, nur die Gerste leidet Gewhr." „Regen am .Johannistag (24.) bringt viel Körner in dsn Sack." „Hat stNagereta (10.) keinen Sonnenschein, dann kommt das Korn nie trocken ein." „Ist an Prosper (250 kühl und trocken, gibts was in die Milch zu brocken." „An Peter intb Paul (29.) kühl unh klar, barai gibt es ein gutes Jahr. ist die Ameise und Spinne auf allen Pfaden, dann wird das Wetter -zut geraren " „Dom Tage der Lommersonncktwende wird gleichfalls gerne mit das Wetter der kommenden Wocken oder gar des folgerrdm Jahres geflossen mrd es gibt ländlche Prvplxtten, die wiwer durch Worte noch durch Beispiele von der mrgeblick>en „Unfel'hlbarkertt' dieser Prophezeiungen abzisbrrngen sind. Bier Tage vor ynb nach bec Soimcn- wende, sollen die Wttterung anz-eigen his zum Ende des Summers. „Regnets an der Sonnenrvend. o,t der 5)aser rm Halm verbrennt." „Wie die S-onMvend stellt sich ern. so wrrds Wetter im Dezember sein." Wenn diese Bau^rrogel meisttaUecks nickst eintrifft, so wollen wir doch auf den Iiv.'i hoffen, daß er uns l)eiteres Wetter bstchort. damtt die Früchte draußen, hau'pt- sächlich aber das Getreide bald zirr Reife fknnmt * Neue Höchstpreise für Milch. Wie atts der Bekanntmachung des Oberbürgermeisters iu der heutigen Nummer ersichtlich ist, werden die Höchstpreise für Voll- und Magermilch um je 4 Pfg. für den Liter erhöht und zwar mit Wirktrug vom 1. Juni d I. ab. Die Erhöhung des Milchpreises ist durch die .BQtorb- nung des Kommunalverbandes für Milch- und Speisefett- Versorgung 0>voß Herzog tum Hessen in Darmstxrdt bringt, die eine Erhöhung der Erzmigerpreise gebracht hat. Die Preise für die Milcherzeuger sind in einer Weise gestaffelt, daß je mit der gelieferten Menge die Preise steigen. Je mehr Milch im Verhältnis zur Kuhzahl geliefert wird. Um so höher ist der Preis. Es liegt also im ^wteresse der Kirh- Halter, möglichst viel Milch zu liefern, um einen mögliaist hohen Preis zu erzielen. Lebensmittel- und Bedarfsartikel. ** Versorgung mit Frühkartoffeln aus bei Ernte 1917. In der Zeit vom 25. Mai bis 8. Junt 1917 sind wie das Großh. Kreisamt bekannt gibt, durch Belagen der B«> triebsinbaber oder ihrer Stellvertreter die Ernteflächen der feß> mäßig an gebauten Frühkartoffeln festzustellen und das Ergebnis M* spätestens 9. Juni 1917 anzuzeigen. Fnülstarroffelerzeuger iral einer Erntcflache von insgesantt nicht mehr als 200 Qnadratmet« bleiben bei der Erlvbung außer Betracht. Anzugeben ist ledig lich die Frühkartoffcklernreftäckst 1917: che Herbstkartosfeterntefläch< bleibt bei dieser Erlstbung unberücksichtigt. Als Frühkartoffeln gelten alle srül-e und mittelftühe Kartoffeln aus der Ernte 1917, die voraussichtlich vor dem 15. September 1917 geerntet n>erden. Die Erlstbung ist mittels rtslisten vorzumehmen. DaOzri gibt der Oberbürgermeister ^bekaiiitt: Alle Kartoftelerzenger in der Gemarkung Ofteßen und Schift'enberg [yibtn bis spätestens 5. Junt 1917 dem Städtischen Lebensmittelamt, Ost-Anlage, che Frühkartoffel- erntefläche im Jahre 1917 in Hektar schriftlich anznmelden. Näh- heres siehe Bekanntmachung. ** Zucker zur B i e u e n f ü t le r u u g. Diejenigen I mker, die sich zum Bezug von Zucker zur Biemmiütterlmg gem ldet htabsn, können die Bezugssck-eine auf dem Smdtisck>en Lehens mr riet amt (Zünmcr 11) in Empfang nehmen.» ** Sü ßsto ffab ga bc. In der Aeit vom 1.—15. Juni 1917 lvird gegen beit ^referuugSabschnttt <5 der Süßstoffkarte „H" (blau) von jden Süßstofsabgabestellen .Süßstoff abgegeben. Es gelangt ein Brieschen auf den Abschnitt zur Ausgabe. Näheres siehe Bekanntmachung. ** Keine T a b a k k a r t e n. 6^egenüher Mclduiigen über die Einführung einer Tabakkarte wird von einer der deutschen Tabakzentrale in Minden nahestehende Seite erUirt, es seien große Mengen von Tabak für den freien Handel verfügbar infolge Kon- tiiigentierung der &eeTe:5iiercriutgen in TahahoaDen. ** D er neue Fahrplan, der zum 1. Juni in Kraft tn.i, i)t unserer heutigen Nummer beigefügt. Es ist damit einem dringenden Bedürfnis, zumal in ländlichen Kreisen, «bgeholfen. ** Verkehrs ändern na. Um Reisende vor Un-aunehm ttchLeitra zu bewahren, sei an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, datz^der.Abendzug 6.30 Uhr ab Gießen—Gelnhausen seit } JJCai äut .»öfcatioit S Äiffenberg nicht mehr hält. Es ist in Letzter Zeit wiederholt vorgekommen, daß Leute, die in Schifft «uSstngen wollten, diesen Zug bemjutzten und in begreifti Mcgtn^it kamen, als der Zug die Station dcurchsuhr. Uni 6.51 Uhr geht der nächste Zug von Gießen ab, der narr bis NLda geht, aber auf allen Stationen hält. ** Aus dem Stadttheater-Bureau. Da wegen der Pfiugstfeiertage eine frühere Anschuna der noch aus- stetzenden MEneaiceritsvorstcllungear sich als unzweckmäßig yeraacsHesbellt hen einmal das Lieblingsobst unserer Kurder bilden, so können sich diese darauf freuen. Kreis Schotten. , Wohn selb. 31. Mai. Ju den jüngsten Tagen tvurden rn unserem Ocrtchcn zweiEinbrüche verübt. Die Diebe führten be: dem ersten fast sämtliche Wurst- und Fleischvorräte mit. Bei einem andern Einwohner errttvendeten sie eine tücht geringe Anzahl Wäsche- und Kleidungsstücke. Die Diebe enttamen jedoch un- erkamrt. Auch in Klein-Eichen führten dieselben Diebe Einbruch aus Hier rvttrde mati ihrer aber habhaft, und sie entputwten sich als der leine vom benachbarten Höckersdorf stanrnwnd, während der andere angab, von Griesheim a. M. zu sein. Kreis Friedberg. 4t Stammheim, 31.Mai. Der 17jährige Sohn des Landwirtes Metzler war im Felde mit Eggen beschäftigt, wobei das Pferd durchging und den Mann eine Sttecke weit fortschleifte, so daß er schwere Verletzungen erlitt, an deren Folgen er starb. An^verßitäts-NLrc^xrchLe^. x: M a r b u r g , 31. Mai. Die philosophisch? *?; «. * " " *- y ' . Die philosophische Fakultät der me ft gen Univerntät bat anläßlich des Jahrestags der Schlackst am Skagerrak dem Admiral S ch e e r ehrenhalber die Würde eines Doktors der Philosophie verliehen. AdmiralScheer ist geborener Hanauer, und in der Verlerlmngsurknnde nstrd dem treuen Sohii seiner knrhessischen Heimat die wärmste Anerkennung für seine großen Verdienste tim die Vervollkommnung der deutschst Flotte ausgesvrvchen. Müllersche Badeanstalt. o, e Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 31. Mat: 17° Reanntur. ** Briefkasten der Redaktion. Zur Kohlenversorgung. Anonyme Einsendungen können von Ms nicht berücksichtigt )verbtm und fallen dem Paprerüorch anheim^ Letzre NacL-richten Tätigkeitsbericht der sozialistischen Minister in Rußland. 30. Dliai. (WTB. Nichtanttlich.) „Temps" meldet aus Petersburg, daß in der vorgestrigen Vollsitzung des Arbeiter- unb ^o.oatenrales bte drei sozialistischen Minister zum ersten Male berichteten. Tzeretclli berührte alle Fragen, Eich der äußeren Politik, und hob kstrvor, daß die sozialisti- »chen Minister mit dm Botschaftern der Alliierten verschiedene BefprttMngm über die Kriegsziele gehabt und dabei die besten Eindrücke empfangen hätten. Zur inneren Polttik erklärte Tzere- velli. daß das Vaterland in großer Gefa'hr sei, sei keine leere Redensart; emstere Maßnahmen gegen den inneren Sturm seim notwendig. Swbelow und Tschertww ftwachen über ihre Tätigkeit ckl^. -'"imster. Tschernow erklärte, die Agrarreform würde wahr- icheinlich vott der verfassmigsgebenden Vcrfammlung durchgeführt werden. Nach sehr lebhafter Aussprack>e, bei der die äußerste Linke keinerlei Erfolg hatte, wurde den soziaftstischeu Ministerri und der ernstwetligm Regierung mit erdrt'rckender Mehrheit gegen vier Sttmmen vollstes Verttauen ausgespriochm. Preistreibereien in Frankreich. B ern, 30. Mai. (WTB. Nichtamtliche In seiner gestrigen Mnrmorvcde über die Preistteibereieti in Frankreich teilte Vcr- pflegungsminister Violette mit, daß fern Vlrnisttrium kürzlich in Marsaille Teigwarm -zu 139 Franks für 100 Mogramm gekauft habe, die später in Paris zu 300 Franks verkauft word«t frönt, ^en H-reisnnterschied hätten Schocher eingesteckt. Die ganze tttnesticM Oelerzeugung werde jetzt beschlagnahmt und an die fvanzüstsche Industrie verteilt tverden. (Zvischmruf Jean Bvms: -tas ftt teil 34 Kriegsmonatm eine kotnische Sprache von der Regierung). Violette fuhr fort, der Staat müsse sich an die Industrie Ivetrdett, um die Oelverteilung durchführm zu firmen. Er werde sich aller unnöttgm Mittelmänner entledigen und sich immer unmttttlbar an die zuständigm Persönlichkeiten rn der Handelswelt wmdm, ,cm .Handelsfragen zu lösen. (Lauche ruft dazwischen, daß in bm P^rriser Markthallm Warm m den Rmnstein geworfen tvvrdm seien, um die Preise hochzu- tzalteu. Die Kanrmer anttvortete mit Rusen lebhaften Erstaunens.^ Vwlette führte weiter ans, er werde düse Zustände dem Minister des Innern mittellm. Man dürfe sich aber nicht verhehlen, daß er verschledenartige ernste Fragen zu lösm l)abe, daß es zu Schwanmngm und zögernden Maßnahmeit kommet! könne. Wer setnm Platz einmhnten wolle, dem werde er ihn gerne abtreten. Violette schloß, er brauche unbedingte Autorität. Man müsse ihm auch mildernde Umstände zitbilligm. Rtan solle ihnt lieber sagen, er )et nicht der rechte Mann am rechtm Platze, als versteckt und mnterrücks gegen ihn vorzugehen. Der Augenblick sei ernst. Das Land müsse kräftige Entschlüsse fassm und kaltes Blut bebaltm. Der russische Wirrwarr. H ap a r a tid a , 30. Mai. Der Umsaitg, den die russische Des- organisatton anzunehmen beginnt, wird aus einer Meldung ersichtlich, die „Pelrogradskaja Gazeta" über eine Sitzung der Stadtverwaltung Nishni Nowgorod vom 26. Mai bringt. In dieser Slitzung, die sich nrit der Äge in der Stzrdt befaßte, äußerte der Stadtverordnete Timitveff, daß das Leben unerttäglich ge- worbm sei imb daß alles in Unordturng und ins Stockm gerate. Dre provisorische Regierung müsse unbedingt Mcaßnahmen qegm die Anarchie ergreifm. Die Truppm gehörtm in die Schützm- gräben urtd dürften sich nicht hinter der Front herumtteiben. Der Stadtverordnete Bntoleff mtwarf ein ttauriges Bild der Sicher- beitszustände. Danach bmutzten die Sttäftinge, da ein vollzellicher Schutz nicht mehr vorhanden sei, die günstige Gelegmheii, um zu vaulien und um zu plündmit. Tie Hefe der Gesellschaft icmnnele such in Reiürnrants und Billardsstuben, die bis spät in die Nacht ge- öffnet feien, um von da aus ihr lichtscheues Gewerbe zu betreiben. Dreschembescher! Sonntag, 3. Juni, nachm. 2 Uhr BersüMmluNg in Brannfels am Bahnhof „Hotel Funke" *31 Besprechung kriegswirtschaftlicher F-ragr» (Dresch- lZbne, Bindegarn-, Benzol- imd Kohlenbezug, Mililäc- reklamaLionen. Auch Nichtmitglieder sind willkommen. Ein Vertreter deü KriegswirischaflsamiS zu Frankfurt wird den Verhandlungen beiwohnen. Wir bitten um zahlreichen Besuch. LkstaiiS hchii-nchgiiistkr Jasissdrestekeinl 4&3D e. (S. m. b. H. »u Lsuu a. d. Ladu. MitteiLuRg. Ich- KaLLartna Siug»er Witwe, geborene Schäfer $u Obbornhofen, erkläre hiermit, daß ich meine Beußernngen, welche - ich gegen Georg Heinrich Lämmer IL. und Maria Walter, beide zu Öbborn- Lofe«, getan habe, ..in Bezug auf Entwendung von Meidnngsstücke», bzw. Vertauschung solcher, welche ,L» dem Nachlaß der verftorbeuen Margareta Kammer gehört batte«, indem sie bessere an sich genommen und -chlechtere dafür bivgelegt hätten", als Unwabrbeit «ud Verleumdung mit Bedauern zuriicknedme. Weiter erÄäre ich, daß ich zur Siibnc zwanzig Mark an das Rote Kreuz bezahlen will und alle in dieser Augelegeu- beit cutstandcnen und noch entstehenden Kosten zu be- LLblen mich bereit erkläre. 4208 i’Zimwitir’WQhnnnti m Küche mm jungem Ehepaar zum 1. Aug. evtl, auch später zu mieten gesucht. Schr. Angeb. unter 03192 a. d. Gieß. Anz. ffartiitM. mSbl. 3itmucr, Nahe Anatomie, mögt, mit Garlenbenutzung, sofort zu mieten gesucht. Schr Augeb. u nter 033 1 4 an den Gieß. Anz. Eins. möbl.Zimmer m. iep. Eingang für sofort gesucht. Schrtftl. Ang. unter 03825 an den Gießcner Anzeiger. Schön möbl. Zimmer von Landst.-Unterofsizier bei br. Leuten gesucht. Schr. Aug. unter 03332 a. d. Gieß. Anz. Großes Zimmer zum Aufbewahren vott Möbeln sofort gesucht. Schr. 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Mai unser lieber braver Sohn, Bruder, Schwager, Vetter und Bräutigam r, q Hermann Friedrich Lenz Ersatz-Reservist in einem Infanterie-Regiment bei einem Vorpostengefecht den Heldentod im 28 Lebensjahre In tiefem Schmerz: Wilhelm Lenz IV. und Frau Marie geb. Lenz Philipp Lenz Julius Lenz Marie Klein geb. Lenz Msuchen Lenz geb. Werner ESis vbethe Lenz geb. Adolf Philipp Klein V. Margarete Lenz Babette Wilde. u: UZ ll / An der Spitze seiner Kompagnie fiel am 20. Mai lfd. J. unser lieber A. H. Oberleutnant der Reserve Otto Ritter von Rompf Großh. H?ss. Forstassessor Ritter des Bayr. Militär-Max-josef-Orilens, Inhaber des Eisernen Kreuzes !. u. II Klasse und anderer Kriegsauszeichnungen. 42671 ) Stolz werden wir stets dieses Bundesbruders gedenken. Die Landsmannschaft Darmstadtia. Kleifi-Linden, Friedberg. Fauerbach, Reichenbrand, den LJuni 1917. [0333 _i 9 Todes-Anzeige. Alien Verwandten, Freunden und Bekannten die tieftraurige Nachricht, daß unser innigstgeüebter* hoffnungsvoller Sohn, unser treuer, unvergeßlicher Bruder Johann Ludwig Schmidt Gefreiter in einer Pionier-Kompagnie nach langer, treuer Pflichterfüllung im 23. Lebensjahre nach einer 6tägigen schweren Verwundung am 22. Mai fern von seinen Lieben in die obere Heimat abgerufen worden ist. in tiefem Schmerze Die schwergebeugten Eltern und Geschwister: Familie Heinr. Chr. Schmidt. feg pf f w« ft , km , m * M W DnNtsÄgttNg Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verlust sagen wir innigstenDank. Die trauernden Hinterbliebenen: I. d. N. Dr-. Llöhler WM. Gießen, den 30>Mai 1917. 4237 L-L » Lieh, Bahnhofstr. 51, den 31. Mai 1917. 83309 Todes-Anzeige. Gestern morgen um 9 Uhr entschlief sanft nach kurzer Krankheit im Alter von 76 Jahren unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Philipp KröckV Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Jakob Schmidt III. und Familie. L. Kröck II. und Familie. Wilhelm Kröck IV. zurzt. i. Gefangensch., u. Familie. Karl Kröck IH.zurzt. im Felde, u. Familie. Heinr. Kröck IX. zurzt. im Felde, u. Familie. Friedr. Kröck I!L zurzt im Felde, u. Familie. Heinr. Hartmann und Familie. Otto Hartmann zurzt im Felde, und Frau. Heuchelheim, den 31. Mai 1917. Die Beerdigung findet Freitag, den 1. Juni 1917, mittags 127* Uhr, vom Sterbehaus Kinzenbacher Straße 17 aus statt. 4252 Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir innigsten Dank. 4262 Lm.NosenbauNuriözmmür. Gießen, Ems, den 30. Mai 1917. Leitung: Heirat Hermann Steingootter, Sonntag. 3. vSttnt 1017, nachm. 1A Uhr 2. Sondervorstellung für die knegöheschLjügK Arbeiterschaft & K <9 Könige Schauspiel tu 3 Akten von H. Müller. Dienstag, 6. Juni 1L--17, abends 7'A Uhr t A. DienötagS-Abouue; mentvorstellung iAewölrnl. Preise termätztKt) Nenbert! Neubettr .Sie IcrWjüiier : Hsrzonl. Braunschw. Bssiqewer^chnSe HalwiBls» j MgijM i ■ ' fjodjbau Wr ffiir s ‘ Tiefbau 4263 •' . Sommerunterfidjt 2. npril. Reifeprüfung lMr.1eruntcrrid)M5. Dkte** J Schauspiel tN V Arien t - SlLichberechtlgt tnll Un Köulfll. Prwit}. Eauflewerhfojulas. ‘ von .Gaortele LrLyolsra. ieihaus ■ Bahnhofstr. 34 Ab Freitag, den 1. Juni: rat Dohne und sein® er erste Offizier der „Möwe“, Kapitänleutnant Wolf, hat 1 die Taten des berühmten Schiffes auf seiner zweiten Fahrt von der Ausreise bis zur Heimkehr Hotel Fürstenhof Giessen Meiste Jfronnei'ifttag? Konzerts Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem schweren Verluste unserer treusorgenden, guten Gattin und Mutter Krau Margarethe Bott geb. Sack sowie für die tröstenden Worte des Herrn Pfarrers Dörr sagen wir hiermit innigsten Dank. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Friedrich Volk und Kinder. Heuchclheim, den 31. Mai 1817. 03303 Drkt«Gtkßr»kkHMdifitz?r. Ab 1. Juni befinden sich unsere Geschäftsräume l"" Bahuhofstraße 46 p. (Haltestelle der Straßenbahn). Geschäftszeit: 8—1 Uhr. TV H v auf ge nommen b / uncl die glänzend gelungenen Bilder zeigen nun unseren Augen in lebendiger Anschaulichkeit eine große Zahl der Abenteuer. von denen wir mit Staunen und Begeisterung in den Zeitungen gelesen haben. Obwohl wir an Wunder kaltblütiger Tapferkeit und an Wunder der Technik allmählich gewöhnt sind, müssen wir unsere Auffassung doch erst richtig einstellen, um das Wunderbare dieser Aufnahmen richtig zu begreifen. Man denke: ein deutsches Schiff fährt aus. mitten durch die Gefahren drohender feindlicher Flotten, vernichtet zahlreiche Dampfer und Segler, die unsern Gegnern gehören oder ihnen zu Diensten sind, schickt andere Schiffe mit Hunderten von Gefangenen und großer Beute nach Hause, ist täglich auf der Lauer, muß täglich auf den Untergang durch Kampf mit der Ueberrnacht gefaßt sein — und während all dieser Arbeit und Gefahr, während dieses ganzen nervenpeitschenden Erlebens kurbelt der erste Offizier, der doch nebenbei noch einiges andere zu tun hat, mit kühler Gelassenheit die wechselnden Bilder der Ereignisse, die als denkwürdige Taten in die Geschichte dieser Tage eingetragen sind. Das Leben auf der „Möwe, die Begegnung mit feindlichen Schiffen, die Versenkung von Dampfern und Seglern, die Einholung der Gefangenen, kurz, alles, was während dieser kühnen Fahrt sich zugetragen hat. fern von der Heimat, in der Weite fremder Meere — hier ist es vor unseren Augen lebendig geworden, und wir brauchen nicht einmal die Phantasie anzustrengen. da die Wirklichkeit, die wir schauen, phantastisch ^6bU^ ißt* Dieser Film ist eine Urkunde, weil er die Jautere Wahrheit spricht und zeigt, wie deutscher Seemannsgeist mit Menschlichkeit, aber auch mit eiserner Energie, das schwere Werk der Vernichtung feindlicher Tonnage vollbringt, ein Vernichtungswerk, dessen Schuld nur dem ruchlosen England mit seiner völkerrechtswidrigen Ausliungerungspolitik zugeschoben werden muß. ln diesem Film gibt es keinen „Baralong , keinen „King Stephan“, hier sieht man unsere todesmutigen Blaujacken mit klarem Auge und fester Faust für ihr geliebtes Heimatland kämpfen Eine Urkunde des Krieges, die vielleicht später, wenn einmal wieder der Friede über diese arme, blutende Erde schreitet, auch manchem stolzen Sohne des raeerbeherrschondcn Albion die Schamröte ins Gesicht treiben wird darüber, daß, seine Lands!euto#es einst wagten, so über deutsche Treue und deutschen Mut zu lügen. Freude hat es unseren „Möwe -Leuten gewiß nicht gemacht, so viel Gut und Früchte emsigen Fleißes zu vernichten, aber England zwang sie dazu, denn höher als alles steht ihnen die Heimat und ihre Lieben daheim. Seht euch diesen Film an, auch ihr alle, die ihr sonst das rollende Bild nicht liebt! Ihr alle werdet lernen, daß der Kriegsfilm eine Urkunde sein kann, wenn Treue und Wahrheit di Regie führen und nicht Falschheit und Trug. le [4240 a Preise der Plätze: SVSark 1.50, 1.00, 0.75, 0.50 Beginn der Vorstellungen; 4.00, 5.30, 7.00 und 8.30 Uhr