w. m Der H'.rtzene- ex^emi täglich, außer Eanutagg. - 'Beilagen: Girkeuer KamiLtcublötler; «reisdlntt «Sr dev «reis Sietzen. vezugspreir: monatl. 9V viertel- iährl. Mk. 2.65. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mt. 2.45 Vierteljahrs ausfchl. Bestellg. Ferufprech - Anschlüsse: für die Schrlltleitungl13 Verlag, Geschäftsstelle51 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Erster via« Postscheckkonto: Zrankfurl a.M. ll68b ermal-Anzeiger für Mittwoch. Z». Mai M Vankverkehr: Gewerbebank Liehen Awilltngrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche U»iv.-Such- u. Steindruckrrei R. Lange. Lchriftlettnng, Geschäftsstelle u.vruüerei: Schulftr. r. Anuabnle von Anz.igr,» die Tagesnummer d: ^ zum Nachmittag vorher. Aellcnvreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Vf.. Ver- lnietungen u. Stellengesuche 15 Pf., auswärt» 25 Pf., b. Platzvorschrift' 30 Pf., Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pst Hauptschristleiter: Aug.i (Yoetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: A'"«. Goetz. Stadt und' Lcn>^, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz., Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gieße,:. LLllU. i ■ 1 l™ e (WM.) Großes Hauptquartier, 29. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Im Wytschaete-Vogen war Nestern der Feuerkampf gesteigert. Auch am Kanal von La Bass6e und in einzelnen Abschnitten beiderseits der Scarpe bekämpfgn die Artillerien sich lebhaft. Erkundungsvorstöße der Engländer sind an mehreren stellen gescheitert. Heeresgruppe Deutsch er Kronprinz. Tagsüber durchweg nur geringe Giefechtstätigkeit. Nachts versuchten die Franzosen am Gehöft Hurtebise und bei der Mühle von Vauclerc Handstreiche, die dank der Wachsamkeit unserer Grabenbesatzungen mißlangen. Sin am Osthange des Pohlberges in der Champagne vorbrechimder französischer Angriff gegen unsere neuen Gräben wurde ab gew iesen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine wesentlichen Ereignisse. Oestlrcher Kriegsschauplatz. Zn mehreren Abschnitten der Front hat in den letzten Tagen die Gesiechtstätigkeit zugeuommen. Mit russisch-rumänischen Angriffen wird gerechnet. Mazedonische Front. Im Cernabogen lebte die Feucrtätigkeit auf. Am westlichen Wardar-Ufer schlugen bulgarische Vorposten mehrere englische Kompugmen zurück. Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin. 29. Mai, al.ends. (WTB. Amtlich.) Bisher liegt keim Meldung über größere Kampfhandlungen vor. Worte des Kais-ers ntüssen in diesen Dcrgem besondere Beorhtmu, finden. Wieviel ist gerade ans ihn eingestürmt, da der Verfassungsmisschuß des Reichstags sein militärisches Bestinmurngsrecht prüfte und einer kleinen Aienderung für bedürftiig erklärte, ohne damit allerdings dem Träger der Krone direkt oder indirekt zu nahe zu treten. Der Kaiser hat uns gezeigt, daß er seine Aufgabe im Kriege richtig und voll hohen Verantwortlichkeitsgefühls auffußt. Stehen die Armee- führer nicht überall auf dem rechten Platz? Die kurze Ansprache, die der Kaiser neuerdings an die Kämpfer der West- < front gerichtet hat, und die wir in dem Wortlaut wieder- >eben,"tvie ihn unser Kriegsberichterstatter selbst auszeich- nrte, ist allen Deutschen aus dem Herzen gesprochen. Schöne, ±ieiempstlndene Dankesworte an die Tapferen da dranßen, die Mich weiterhin siegreich durchhalten werden. Einige Blätter verzeichnen über den Schluß der Ansprache nur folgende Sätze: „Die nahe Entscheidung liegt vor uns. Ihr werdet sie auch schaffen, wie ihr auch das andere bisher geschafft habt. Denn ihr seid eingedenk, wofür ihr kämpft: Für die Zukunft eurer Kinder Und Enkel, für die Zukunft des geliebten Vaterlandes!" Die Angaben unseres Mitarbeiters geherr etivas weiter. Danach hat der Kaiser vom „vollen Sieg" gesprochen, den wir, »oeiterkämpfend, erringen wollen. Es liegt in diesem Ausdruck der Hinweis, daß noch schwere Kämpfe bevorstehen, die uns ein „Konferenzfriede" nicht wird ersparen können. Man kann sogar darin eine gewisse Absage an Scheidemarm und Genossen erblicken. Auch der R e i ch s k a n z l e r hat eine neue kleine Kund- gebimg an das Volk gerichtet, die wir mit Genugtuung begrüßen dürfen. Er spricht von zahlreichen Aeußerungen, die ihm in der Sache der Kriegsziele zugegangen seien, und er erkennt an, daß aitchi die seiner eigenen Politik zuwiderlaufenden Auffassungen von ,unwandelbarer Vaterlandsliebe getragen" und ihm als Beweise der unser Volk beseelenden Siegieszuviersicht und des zähen Beharrens bis zum glücklichen Ausgang des Krieges wertvoll gewesen seien. Ein versöhnlich klingendes Wort, das eine gute Wirkung tun wird. Wie anders muten uns dagegen die Pfingstbetrach- tungen des „Bert. Tage bst" an, in denen folgende Sätze pvangen: „Pfingsten, das liebliche Fest. Die gewaltige Mehrheit der braven Menschen, die ohne marktschreierische Prahlerei ihr Vaterland lieben, der Bettim vierten und Sorgenden, die still ihr Leid und die schlvere Last des Tages tragen, bleibt im Schatten und wird kaum bemerkt. Immer weiter drängen sich hüben und drüben Isurrurlisten, Redner. Vereinsbonzen und andere Vaterlandsretter nach vorn ins Licht. Sie alle warnen vor einem „vorzeitigen" Friedensschluß und werden auf ihrem Lehnstuhl oder ihrer Bierbank ihn immer „vorzeitig" finden, heute und morgen, in zwei Jahren und in vier. Und neben ihnen breiten, während die große und gute Masse des Volkes mir tiefernsten Empfindungen durch diesen Frühling schreitet, die Unberührten, die ,am liebsten nichts mehr davon hören und lesen wollen", ihre seelische Unbefangenheit ,cm§." Dieser Ton ist gar nicht lieblich, sondern taktlos und dreist. Wer drängt fick) denn „nach vorn: ins Licht"? Wir haben von bescheidener Zurückhaltung der Befürworter eines -Verzichtfriedens und besonders des B. T. und gesinnungsverwandter Blätter nicht das geringste bemerkt. Während selbst der hart im Tages dampf stehende Kanzler nur den „gleichen Geist unwandelbarer Vaterlandsliebe" spürt, spricht dieses Blatt von „Bonzen" und „Vaterlandsrettern" und bietet Andersdenkenden die „Bierbank" und den „Lehnstuhl" an. Daneben sucht es dann seinen Ruhm darin, in der Reihe derer, die dem „schwachen" Kanzler mit ungestümem Drängen nach parlamentarischem System und inneren Umgestaltungen das Leben sauer machen, am lautesten zu rufen. Von zahlreichen Schriften unserer Fronthelden, die ihre Erlebnisse darstellten, sagt das V. T., daß es sich da meist um „Literaturmist" handle, während einem Buche des Franzosen Henri Barbusse, der ebenfalls seine Kriegserleünisse schildert, bescheinigt wird, daß er zwischen diesem kriegerischen Literaturmist" „hochaufgcrichtet" dastehe. So taktvoll, gerecht und deutsch fühlt diese beißende Kritikerin! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 29. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Die feindliche Artillerietätigkeit nahm an vielen Stellen der Freut zu. In einzelnen Abschnitten wurden russische C'rkundimgsabteilungen zurückgewie ;tn. Italienischer Kriegsschauplatz. Nach dem ruhigeren Pfingstsonntag flammte gestern die Isonzvsch lacht zum dritten Male auf. Die neuen, großen Angriffswellen des Feindes richteten sich zunächst wieder gegen die Höhen von Vodice und des Monte Santo. Der italienische Angriff setzte zu Mittag gegen den NorÄflügel ein.. Er erstreckte sich nachmittags, durch mächtiges Artilleriefeuer cingeteitet, auf den ganzen vorgenannten Abschnitt. Vielfach kam es zu erbitterten N a h k ä m p f e n, die auch die Nacht hindurch weitest 'btm. Besonders heftig wurde im Bereiche der .Kuppe 652 Sp rüngen. Unsere Truppen tfiel- ten in ganzer Ausdelmung a l l c n A n st r e n g u n g e n d e s Feindes eisern sta n d. Die Infanterie-Regimenter Nr. 9, 24 und 77 haben sich besonders hervorgetan. Nordöstlich von Görz nahmen wir den Italienern bei der Abwehr eines von ihnen versuchten Ueberfalls 209 Gefangene oft. Südlich von Iamiano lief der Feind gestern vormittag neuerlich viermal gegen unsere Stellungen vor, wobei er, nebst großer blutiger Einbuße, 15 Offiziere und 8 9 9 Mannan Gesangrnen verlor. Die Gesamtzahl der seit Beginn der zehnten Isonzoschlacht eingebrachten Gefangenen belauft sich auf 14 5 9 9 M a n n. Aus Kärnten und T i r o l ist nichts zu melden. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef des Generalstabs. * * * Die Rümpfe an der West- und Ostfront. Berlin, 29. Mai. (WTB.) Am 28. Mai war die beiderseitige Artillerietätigt'eit im Wytschaete-Bogen und in der Gegend von Ärmentieves wiederum stark gesteigert. Auch abends und nachts hielt das heftige Feuer an. Bei Messines und in der Gegend von Ärmentieves totatiwnt starke englische Spähtrupps nachts und am frühen Morgan teilweise im .Handgranaten- und Nahkamps verjagt. Weiter südlich wurde eine feindliche Abteilung, die nach starker Artillerie-Tauervorbercitung irr unsere Gräben ber Riche- burg eingedrimgen war, durch heftigen Gegenstoß wieder hinaus - geworsen. Gleich erfolglos tvaren englische Stoßtrupps, die nach starker Artillerie- rmd MineriwerjcrVorbereitung unter dein 'Schutz von Rauch am Morgen des 28. gegen die bekannte, bereits im Herbst 1915 umstrittene Kiesgrube und westlich Hulluch vorgingen. Sie wurden teils vor den Hindernissen abgewiesen, teils in erbittertem Nahkampf verlustreich! wieder verjagt. An der A r r a s - front hielt der Artilleriekampf in der gewöhnlichen Stärke an, um sich am ?lbend an einzelnen Stellen zu verstärken. Unsere Artillerie bekämpfte erfolgreich feindliche Batterien. Bei der Beschießung des Bahnhofs von Arras erfolgte nach dem vierten Schuß eine große Explosion. An der Ais ne-Front war das Artilleriefener nur in der Gegend des Winterberges schwer. Unsere Artillerie nachn am Abend eine Anzahl feindlicher Batterien unter wirkungsvolles Feuer. Wie bei der Hurtebise-Fe. und der Mühle von Vauclerc würden auch feindliche Patrouillen, die nördlich Craonne in der Nacht vorstießen, in HandgranatenNmvf-en verjagt. Im Höhengebiet der Champagne blieb ein imi 11 Uhr 15 Min. abends unternommener Versuch der- Franzosen, die ihnen am 27. Väai entrissenen Stellungen zurückzueroberu, ebenso er- folälos, wie die wiederhsttm Llngriffe des Vortages. Außer einer ßroßen Anzahl vertvundeter Franzosen, die in imsere .Hände fielen, zählten wir aus den Kämpfen des 27. über 270 unviw- mundete Gefarcgene: eine größere Anzahl von Ntaschincn- rmd Schnelladcgewehren sowie ein Grabcngeschütz wurden erbeutet. Im Raume von Verdun verlief der Dag ruhig, die Flteger- tätigkeit war indessen lebhaft. An der O st front an vielen Stellen Arllllenetatigkeit. Südöstlich Bogdanow wurde eine starke russische Patrouille, die geoen unsere Stellungeir vorzugel?en versuchte, verjagt. Ein feind-- sicher Uebersall von etwa 600 Schuß in der Gegend von Smor- gon wurde kräftig beantwortet. Die Russeir zerstörten dort Mit Brandgranaten ihre eigeneii Waldbestände. Lebhafter ioar dbei LU ck, Z lo c zvw urrd in der 9^egeiid Brze zan y; bei Zloczow auch lebhaftere Infanterictätigkeit in der Nacht zimr 29. Ist 'b?n Kar pa tHeu erimderten wir das feindliche Storungs- seuer. Ein feindlicher Insanterie-Fcuerübcrfall nördlich Kirli- b a b a wurde erfolgreich durch Jiifanterie- und Mcirenfeuer beant- w'oicket An der unteren Dwnau vmrdcn in der Nacht zum 29. rege feiirdliche KalMerkundungstätigkeit des Feindes durch Feuer uuter- buirden. Der Halfer Im Westen. Von unserem Kriegsberichterstatter. Im Westen, 23. Mai 1917. Auf seiner Bcsiclstigungsreise Mi die Westfront kam der Kaiser heute nach der Hauptstadt des frauzösischeii ArdmnQÜEparteinents, ww er auf einen: Wiesenplaue ani Ufer der Maas die in der. Umgebung unter gebrachten Truppen besichtigte. Der UebuirgSplatz, auf dem sie sich versantnielteii, prangte in üppigem, mit bunten Wiesenblumen teppichartig bestreuten Grün und lvar umrahmt von den mit blühenden Obstgärten bedeckten sanften Höhen der^ Ardennenausläufer. Dieser Platz hat seine nrilitärische Geschichte. Denn hier fanden zii sranzösisä/ec Zeit die großen Truppenschaiieri am Nationalfeiertage statt, so noch zum letzten Male am> 14. Juli 1914, und hier hielten 1815 die pveußisä-en Truppen eine Parade zur Feier der Eroberung von MSziö ab. Durch die ür einem! riesigen Viereck ausgestellten Truppenmassen ging ein Ruck froher Begeisterung, als von fern her immer näher sich lieranrvälzende Hochrufe die Ankunft des Kaisers verkün.deten. Als der Kaiser mit dün 5lrorlprinzen dem Krafttvagen entstieg, begrüßte ilm ein tausendstimnnger Hurraruf. In Begleitung seines Stabes und des Armeesührerers Exzellenz von Bclow schritt der oberste Kriegsherr die langen Reihen der stahlbehelmten grauen.Krieger ab, begrüßte jeden Truppenteil mit eiNern kräftigeri: „Guten Tag, Ka- üreraden!" und trat dann in die Mitte des Vierecks, imi etwa folgende Ansprache zu halten: „Kameraden! Ich freue mich, bei meiner betoährten märkischen Division und bei kanrpferprobten Truppen der Armee zu sein und Euch Auge in Auge zu sehen. Bewegten Herzens spreche ich Euch meinen kaiserlichen Dank und meine vollste Anerkennung aus für die heldenhafte Tapferkeit, mit der Ihr hier im Westen den starken Feind geschlagen habt. Offiziere und Mamrschasten haben in edler Aufopferung gewetteifert und alle Versuche des Feindes, die deutsche Mauer zu durchbrechen, abgeschlagen. In freudigem Danke und gehobenen Herzens gedenken die Enrigen daheim der Vaterlandsverteidiger im Felde. So kommt mein Dank auch im Namen der Eurigen zu Euch, die Ihr hier dnt«ßen kämpft Der Gegner hatte große Vorbereitungen getroffen, mit ungeheurem Munitionsaufwandc und rücksichtslosem Einsatz von Menschen hoffte er, durchzukommen. An Eurem Tddesmute sind seine Wäne auch diesmal gescheitert, und so wie diesmal werden sie auch immer scheitern Ich begrüße meine brave, tapfere, altbewährte Division von Brandenburgern, die ich wiederholt im Felde gesehen habe und der ich dabei schon meinen Dank aussprechen konnte. Die märkischen Bataillone haben gezeigt, daß das Zeug ihrer Vorfahren in ihnen steckt" ^ Bis hierher war jedes Wort der kaiserlichen Ansprache glocken- klar bis zum letzten Manne hin zu verstehen. In diesem Ailgenblicke aber fuhr nahe an dem Uebungsplatze ein Transportzug mit zur Front zurückkehrenden Truppen vorbei. Als die Feldgrauen die Kaiserstandarte sähen und ihren obersten Kriegsherrn erkannten, schjwengten sie mit Fahnen, Tüchern imb den Fliederzweigen, mit denen sie ihre Wagenfenster geschmückt hatten, riefen „Heil mrd Hurrah unseren^ Kaiser!" -und stimmten „.Heil Dir im Siegertranz" an. In diesem spmttanen freudigen Ausbruche ging wälTvend der langfanren Borbeifahrt des langen Zuges ein Teil der Rede des Kaisers für die entfernter Stehenden unter. Der Kaiser w'endete sichi an die Vertreter von Regimentern aller deutschen Vollsstämme der ?lrmec und dankte ihnen in tiefempfundenen Worten für ihr unerschütterliches Aus harren. Voll imbeugsamer, starker Zuversicht sprach er dann aus, daß da? Reich mit Gottes Hilfe in diesem ungeheuren Kanrpfe, in dem es für sein Rech>t und seine gute Sache ficht, den vollen Siegerringcn werde.... „Bis zur Erringung dieses vollen Sieges aber werden wir w le i t e r? ä m p f e n gegen die.dieurlsüberfallenhaben.Indiesemunsailf- gezwungenen Kampfe möge der Herr der H e e r - scharen uns seinen Segen geben, auf daß unsere Kinder und Kindeskindcr in einem freien deutschen Vaterlande wohnen!" Der Kaiser verteilte dann selbst an mehrere himdert Offiziere und Mannschaften Auszeichnungen, fragte jeden eruzeknen nach Namen, Heimat und Familie imd verweilte namentlich nnt den Empfängern des EiserNM Kreuzes 1. Kl. in einge'henden Gesprächen. Er nahm dann den Vorbeimarsch sämtlicher Truppen ab,^ der einen glänzenden Beweis fi'ir die unvernnnderte Tüchtigkeit unseres Menschenmaterials und die steißige Pflege der Friedenscn'.sbildung mitten im Kriege gewährte. In strahlender Frische zeichnete der Kaiser schließlich einen Kreis höherer -Offiziere durch längere Unterhaltungen aus. Bon den Soldaten, den Zivildienstpflichttgeu und Schwestern mit Hoch- und .Hurrarufen und 'Blumensträußen, von der franzöfi- schen Bevölkerung achtungsvoll begrüßt, kehrte der Kaiser mit dem Kronprinzen zurück, um seine Reise fortzusctzen. W. Scheuer m a n n, Kriegsberichterstatter Der ueueste Luftangriff auf England. London, 29. Mai. (WTB. Nichtam'tlich) Das Reutersche Bureau Meldet: Amtlich wird jetzt bekanntgegeben, daß F o l k e - stone die Stadt lvar, wo der Luftangriff am Freitag den größten Verlust an Menscheuleben verursachte. Die Todesfälle in. Fvlkestone werden jetzt mit 66 Ml gegeben. Berlin, 29. Mai. (WTB. Mchtamtl.) Eine amtl. Reitter- Meldung vom 25. Mai berichtet über den Erfolg, des ^auch im deutschen Heeresbericht erlvähuten Fliegerangriffs auf die Südo st- k ü st c E n g l a n d s. Danach soll der- Meiste Schaden in einer Stadt angerichtet sein, wo die Bomben aus die Straße fielen und eine beträchtliche Anzahl Zivilpersonen trafen, Läden mcd Häuser ernstlich beschädigten, Personen verletzte:!, darmtter 27 Frauen und 19 .Kinder. Es ist offensichtlich, welchen Zweck Reitter mit dieser Fassung des Berichtes verfolgt. Sowohl die Erwähnung der Zahl der Opfer wie vor allem die >Unberdrückung des^ Namens der ang» ' griffenen Stadt sollen den Glauben erwecken, die deutschen Flieger hätten eine offene Stadt mit Bomben bavorfim. Wir wollen die Reutermeldung ergänzen: Die angegriffeirq Wegs dir beabsichtigte, dimn. anstatt sich ins Bockshorn lagen »u lQfjen. hatte das russische Publikum nur von neuem Gelegenheit, den Wen der englischen Freundschaft zu erkennen, wodurch die an uuf..'ur sich schon nicht mehr sehr große Neigung für den englischen Alliierten nicht gerade zunahm. Daher der Eifer, mit deni es M ^0^ L-eiten Ableuguungen regnet. Ob aber alle diese Ableiignungen viel nützen werden? Offenbar sagte England, als M ^glichen Gerichte aus streute, ausnahmsweise einmal die Wahrheit, wenigstens insofern, als es ohne Zweifel in Tokio daran ürbmet, ^apan durch allerhand Versprechungen zur Ausübung eines Druckes auf Rußland zu bewegen. Daß diese Arbeit erfolglos blieb, glauben nur gerii, denn alle Wahrscheinlichkeit spricht dafür, oatz die wpanijche Regierung nicht geirillt ist, um Englands schöner Augen willen das durch den javanisch russischen Vertrag vom o. -rsitlt 1916 apfr.ni-immp (wf*™ _ ..Li. lm Aolkeftcme dehnen sich kilometerweise Lager und Etavpelplatze aus, dicht belegt mit Truppen, die auf ihre Ueber . ^!! 07«. sraiizönschen Kriegsschauplatz warten und ange- iullt mit Munition und allen Vorräten, die für den riesigen Be- r E englischen Heeres bestimmt sind. In diesen gehausten k>N asten fanden unsere Flieger lohnende Ziele. Sieben gewal- C u ■ 1 c ^ eiwn den später kommenden Flugzeugen la-Mi denn Nahcrkommen gesichtet wurden, zeigten auch. daß der ^'ugriff Erfolg gehabt hat. Tie Mitteilung. daß drei deutsche Flugzeuge verloren gegangen sind, ist unrichtig. Nur ein einziges - Flugzeug kehrtt nicht m den Heimathafen 'zurück. Der billige Ruhm, offene Städte auzugreifen, bleibt nach wie vor den Fran- >»o,en und Engländern. .Kopenhagen, 29 Mai. (WTB. Nichtamtlich.) „Esbjerg- vostml berichtet: Der Ftscherkutter „Energi" aus Esbjerg nahm aus hoher ^>ee vor der Wlestküsle eiiien deutschen Leiltnant und ernen Unteroffizier von eiwem beschädigten Flugzeugj an Bord, die nach der Bergung des Mr.tors das Flugzeug, das einen Flügel gebrochen hatte, angezündet hatten. Ein hinzu- lommenoes Luftschiff übernahm^ darin die Flieger und den Motor. Die Beoolution in Rußland. Der Wechsel in der russischen Diplomatie. Stockholm, 29. Mcai. (MTB.) Wie „Betj Bremse" meldet ^ruärte Sl e r c n s f i in Helsingfors, daß die russischen B 0 t - ^ l 1 ?* 111 r 011 11 und Paris abberufen worden seien, lranzosische Botschafter Posten in Reüer^burg in neue Häiide übergehen »verde. Dies werde in .oit>lomattscticn .Kreisen als vollständiger Bruch mit den vor der Revolution herrschenden Ueberlicferungen der russische»! Diplomatett «ilg eseheii. Als künftiger russischer Botschafter in Petersburg wird Rwiaiu) genannt, denn Thomas fei auf seinem Posten in Frankreich Unentbehrlich. England nnd die russische Negierung. L^16 gewonnene Eisen im Feuer zurückzuziehen und sich Eff, a ?J e Folgezeit m die völlige ^Abhängigkeit von England und Amerika zu begeben. 9rrfmpWrJi n x 3 ?‘ .^ai Laut L. A besetzten 500 französische urtltteristen den Hafen Romanow an der Murmanküste. Weitere . ^hhbnwiitrngente würden folgen. Ties sei ein neues Glied m oer systemattschen Besetzung russischer Häfen durch die Entente >ern, 28. Ädai. (WTB- Nichtamtlich.) Der Petersburger Berichterstatter oes „Manchester Guardian" meldet 19. Mai: Lord Cecils abfällige Aeußerungen irber lxrs Fried-ensprogramm des Abgeordneteurates haben. Zinses inzwischen zum Programm der neuen vorläufigen Megrerung erhoben worden ist, in Petersburg einen äußerst peinlichen Ei n druck hervor gerufen. Der fortdauernde englische Widerstand gegen das Programm .romite tragische Folgen haben. Cecils Rede und die Korn lmentare der etiglischen Presse bewiesen der russischen Demo rratie, daß ihre Ziele und Absichten auf englischer Seite lvourg mißverstanden würden. Das russische Frie Densprogramm werde notwendig bedingt Durch dre tatsächlichen Verhältnisse Ruß lands und der russischen Armee. Rußlands Tage wer de dest0 kritischer, je langer sich der ^-rreg hrnzrehe. Die russische Demokratie sehe ein, daß vre yarlnacrrge Fortsetzung eines imperialistischen Krieges ihre Kwafte übersteige und den Bestand des russischen Staates gefährden könne. Die Unterstellung, daß das russische Frredensprogramm ein Verrat an Frankreich wegen der elsa^lorhrrngisciwtt Frage sei. errege Befremden, ba man rn Rußland glaube, daß diese Frage sich auf Grurrd des freien Selbstbestimmungsrechtes der Völker ebenso losen lasse, wie alle anderen aus dem Kriege sich ergeberrden Gebiets fragen. Die Zukunft der Allianz und ihre Lebensdauer sowie der Einfluß der neuen vorläufigen Re- grerung hingen davon ab, wie deren Programm von den Arlnerteir^entsprocheu werde. Niemand in Rußland denke an einen Sonderfrieden, ober wenn das Heer weite rkämpfen tÜf' ^ cauc ^ e ^s neue Ideale und Antriebe, insbesondere Er die Hoffnung, daß ein ehrenvoller demokratischer Friede nahe sei. Berhaftung eine» serbischen DivifionsftabS * - Wie die „Voss. Ztg." einem Armee ZEseyt des O der kommandierenden des Odessaer Militär vezirks vom 5. Mai entnimmt, verhaftete der Sol batenrat der dem Ob-erkontmandierenden unterstellten 3^u;)pen den gesmnten Stab der Odessaer serbi- L$^ n ^ ^ ^ n mit dem Divisionskommandeur an der (spitze. Der Kommandeur machte die Soldaten darauf auf- Merttam, daß die serbischen Truppen lediglich in operativer R»eziehung dein russischen Oberbefehl unterstellt seien und Amerika und der Krieg. Wa shin g t 0 n, 29. Mai. (WTB.) Ein amtlicher Bericht des Vretzburcaus besagt: Eine kurze Zusammenfassung dessen, was die Vereinigten Staaten während der s i e b e n W 0 ch e n, die seit ihrem ^mtrctt m den Krieg verflossen sind, getan haben, wird von Jnter- S-t.- ^ Amerikas völlige Teilnahnre am Kriege und seine ^Kkeit zeigt, sofort wirksame Hilfe zu leisten. Das Gesetz über die Allshebung mit Auswahl, das schließlich zwei Millionen Mann verettltelLen wiff>, ^st rm Kongreß angenvnrmen worden uiid wird nunmehr zur Ausführuii^ kommen. Das Gesetz betreffend die An- lerye ist gleichfalls im Kongreß durchgegaligelr und in Kraft. Es M eilt El er Erfolg zu erwarten. 750 Millionen Dollar sind den Alliierten bereits vorgeschossen worden. Flotttllen amerikanischer Zer st 0 r er lind in das T a u ch b 0 0 t g e bi e t geschickt, wo sie letzt wirkiam mit den Flotttllen der Alliierten zusaminenarbeiten. ^.lne Arm eedivifion Marinesoldaten und nenn Regi- nnn o? n 1 c r e ^'hielten Befehl, nach F r an kre i ch zu gehen, c.-' rc ? ^ Erzte und außerdem viele Krankenpflegerinnen sind mr Englaird und Frankreich besttmmt. Hunderte, sind schon dorthin avsegangen. Mit den Amerikanern, die schon in der britischen und ver franzomchen Armee dienen, werden diese Einheiten in kurzem vre Ge;amtM von Amerikanern in Frankreich auf 2 00 00 0 ** fünf deutschen Divisionen entspricht. Im nächsten Augus^wrrd die freiwillige Miliz der Vereinigten Staa- ten ihre volle stärke von 400 000 Mann erreichen, was eine Ver- inehrung ^on einer Viertelmillion bedeutet. Die reguläre Armee ist! um nahezu 180 000 Mann durch die gewöhnliche Rekrutierung ver- ^hrt worden, während die Mannschaften der Flotte durch das gleiche ..cittel verdoppelt sind. 40 000 junge Amerikaner der besten m -Ä 1 ? 11t 16 Lagern vereinigt und erhalten eine eingehende Ausbildung, um als Offiziere in den neuen Armeen zu dienen. ,-r Besprechungen mit den britischen und französischen Aus- ichussen zur Regelung der wichtigsten Punkte der Zusammenarbeit jmb letzt beendet. Es wurden umfassende Pläne für die i n d u - orVrwT Sn v 0 11 n 9 getroffen, die die Mobilisierung von 2t)2U00 Uceuen Ersenbahnen einschließen. Auch wurden Maßregeln A^offen, um 3 5 0 0 K r i e g s f l ü g z e u g e zu bauen, und um b 00 0F lieg e r in diesem Jahre auszubilden. Industrielle Häuser mis allen Teilen der Nation haben ihre Bereitwilligkeit ausgespro- chen, Arbeit für den Krieg zu Übernehmen. Inzwischen wird eine Bestandsaumahme der Hilfsmittel der Nation aufgestellt, die den Vereinigten Staaten und ihren Miierten zur Verfügung stehen iTüT' cn t . tu N l i«^n ^oeroeseyt. unret|reilt (eien und oie Verhafftin-g von hohen Vertretern einer verbündeten ^mee bedauerlich und unzulässig und den Regeln des ^lkerrechts zuwiderlaufend erscheine. Der russffche Oberbeseh lsh-aber an der rumänischen Front habe am gleichen einen ahtilich lautenden Tagesbefehl an ihm unterstellte Truppen erfaßen muffen. ^upan — der schwarze Mann für Rußland. -§o1n, 29. Mctt. (WTB. Nichtamelich.) Unter der Ueber- schrist: ^ZoHan — der ichwarze Mann für Rußland", schreibt vE^Kolmsche Zertung : L»ck>on seit längerer Zeit taucht das Gerücht immer,wieder auf, daß England durch Vertrag mit ^ pan vielem das Recht ein räumte, die ganze Mand- Lrte rr qvo ^ ai ,D^il pvn Sibirien zu besetzen- N-e.igimg zeige, sich mit Deutschland zu verständigen. Du Gerichte erhielten neue Nahrung durch eine Unterredung, die der itattenisaie (Generalkonsul in Moskau, Gazzurelli. dem Vor- 1«, der dortigen russisch-italienischen Handelskammer, Schtrchenkow gewahtt hat. „Dheir" vom 11. Mai (28./4.) berichtet Generatkonml tmt folgt äußerte: „Heute gestaltete sich die Lage für den Verband fo, daß er rn ihr nicht weiter verharren kann^-r müs,e wegen der inneren Wirren Rußlands alle Schläge des Feindes über nch ergehen lassen. Wann das so iveitergehen wird, werden die Alliierten genötigt sein, Rußland seinem w J b Srff-- a 1 ^ tn> ohne den dlugenblick abzuwarten, bis Rur;kaud icme Alliierten verläich Wem, vas geschieht, droht Rußland dre Gefahr, entweder von Deiitschland zerrissen zu tverdeii ^>er vom Osten her seitens Japans einen Sckfilag zu erhalten Mack ernem -wnchen der alten Negierung und Japan bestehenden Betrage l-at ^apan das Recht, sich bis Jrtusk niederzulassen. Vertrag nutzt Japan in großem! SNaßstabe aus, so daß es omre Rruhe die gmrze Strecke von Wladewostock bis zum Ural ernnehmen kann." ° . AusM-rungen «erregten in Rußland begreiflicherweise er- bebttches Aufsehen, so datz sich Gazzurelli zur Veröffentlichung einer Ableugnung mranlatz't sah, indem er bA>auptet, daß es sich nicht um ein' amtliche Aentzerung. sondern nur um ein Privatgespräckf. tzaniX'lte -Ue ihm untergeschobenen Gedaiiken entspräck>eii nicht der Wahrheu, londern gäben nur Gerüchte ivieder, die allent-, halben ilmlieien. Dieser Berichtigung blieb indessen der gewünschte Ergolg mriagt da Schtschenkow in den Zeitungen erwiderte, dag er seine Angaben über den In'halt der Unterredung in allein Punkten aufrechterhalte. Nun sprangen der englische und bex italienijdFje Botsä-asier in Petersburg sowie auch Miljukow in die Breiche, >nden'. sie in Abrede stellten, daß die Miiertcm S nalS daran dachten, durch Japan einen Druck auf ^Rußland Szmchen. Der rapannche Botschafter in Petersburg und der x^nische Konsul m Moskau äußerten sich in dem gleichen Sinne Schließlich lieg nch mich, noch Bonar Law in der Sitzung des llnterchames am 14. Mai über die Unterredung ausfragen und putzte die Gelegenheit zu erklären, daß ein Vertrag zwischen ismarü mrd Japan des oben gekennzeichneten Inhalts niemals in Erwägung gezogen worden sei. Der gmize Vorgang ist nicht ohire Interesse. Es läßt sich ziem- Im tmc erkennen, daß die geraume Zeit hindurch mit großem Eifer um^-u-mnumen Bemühuirgen des Verbandes und der imperia- lMchen ElemeMe der ruiiijchM RzeMemng, die öffentlichs Meinung Aus dem englischen Unterhaus. London, 28. VLai. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Abgeordnete Bmling fragte im Unterhause an, ob irgend ein Mitglied des Nahrungsmrttelmmisteriums mittelbar oder unmittelbar an einem Unternehmen mit Geld beteiligt sei. dessen Geschäsisergeb- msie durch Maßnahmen des genannten Ministeritums beeinflußt würden. Bathurst wies die Anfrage als eine Beleidigung des Mmsileriums zurück. Bill in g erklärte in der tveiteren, erregten Aussprache, der Nahrungsminister Lord Devon Port ni e ^ ?] ^.0 0 0 Aktie n der Internationalen Tee- Gesell schaft. Lord ^obert E e c i l erklärte auf eine Anfrage im Unterhause, Marine nehme nach wie vor an den Unternehnrungen der Allnerten einen bedeutenden Anteil. Japan unterhalte zahl- mtfie leichte Leestreitkräfte im Mittelmeer. Außerdem seien mehrere ueu-e Geschwader schneller japanischer Kreuzer zum Schutze der L>andelssch:ffahrt m den Indischen und den Sttllen Ozean entsandt worden. * * Die Haltung der frauzöfischen Sozialisten. Paris, 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der Nationalrat dar französi- artei hat einstttnmia solgEmde Gntschueßun^ crngenmnmen: Dem Nationalrat ueat einerseits eine Einberufung zur Zusammenkunft in Stockholm von seiten des internationalen sozialistischen Bureaus vor, andererseits eine Aufforderung der Bürger Cochin und Moutet, die auf Anregung der russischen Revolution dahin zielt, eine internationale Bollversanmilung herbei zu führen. Der Nati-onalrat beglückwünscht sich dazu, daß seine Bemühungen dem gleichen Ziele dienen, nnd nimmt die An- rsaung der russischen Kameraden an. Er schließt sich ihr völlig an nnd vereinigt sich mrt ihneit in dem Verlangen nach einer internationalen Zusammenkunft. Er beschließt bleichzeitig, eine Abordnuiig nach Stockholm zu senden, die in vorbereiteiiden Beratungen die Ansichten d er französischen Ab teilungen bei dem gemeinsamen Unternehmen vertritt, das dazu bestimmt ist, einen Frieden vorzn- vereiten, der den Grundsätzen entjpricht, die von den Sozialisten und der revolutionären Regierung Rußlands ausgestellt wurden. Ebenso beauftragt er die Abordnung, sich mit letzteren über die von ihnen verlangte Zusammenkunft der Internationale zu verständigen. Berlin. 30. Juni. Die Vertreter des sozialdemokratischen P arteiVorstandes der Reichstagsftaktion und der Generalkommission der Gewerkschaften sind gestern von Berlin über Kopenhagen nach Stockholm ab ge reist, tvo die Verhandlungen mit ihnen am 3. Juni beginnen sollen. — Znm« Beschluß des Msionalrates der französischen Sozialisten, eine Abordnung nach Stockholm zu senden, meint der „Vorwärts", er bedeute den ersten großen Erfolg, den die Sache des Friedens im Westen errungen labe. Am 1. Juni solle .Herr Ribot in der Kammer über seine Stellung zu Stockholm interpelliert werden. Er »verde sich dabei tt» einer schwierigen Lage befinden und die Debatte verspreche äußerst spannend zu werde»». Die Verfasser der etwas gewundenen Entschließung wußten »varum pe so stilisierten. Kurz vor dem Zusammentritt des Nattonalrates hatten die Führer der sog. Minderheit, d h der von der Regierung unabhängigen sozialisttschrn Verbände Frankreichs getagt Und beschlossen, auf jeden Fall ihre Leute nach Stock- yolnr zu schicken, gehe es ram am 27. Mai wie es wolle. Und nick).t nttßzuverftehende Drohmrgeu wurden ausgestoßen gegen die regierungsfreundliche Viehrheit der Sozialisten, die seit Kriegsausbruch die anderen vergewaltige. Imsbesondove standen der Minisker Tho-nias und die ebenfalls nach Rußland Mtfandten Genossen GackM, Lafsont und Moutet am Pranger. Sie hätte,» sich ,aUe Grundsätze des in der Internationale vertretenen "Sozialismus verkennend jener russischen P.artei angeschlossen, die sich noch heute für die zarifttschen Ziele emsetzeu will/' Geueralgouverueur v. Bissing über Belgiens Zukunft. rA 3 n der Zeitschrift „Das größere Deutschland" ist kürz- lrch e»ne Denkschrift des früheren Generalgouverneurs von Bisttng über die Bedeutung Belgiens für Deutschlands Zu- kunft veröffentlicht worden. Halbamtliche Blätter haben, wie ? ie ^8siche Rundschau" mitteilt, davon gesprochen, daß w (osising die in dieser Denkschrift geäußerten Ansich-- ten nickit auftecht erhalten habe. Die „Natl. Korr." betont Obmgegenuber, daß dre in der Bissingschen Denkschrift aus- gesuyrten Gedanken sich völlig mit einem Briefe decken, den oer verjtorbene belgische Generalgouverneur am 14. Januar rReichstagsabgeordneten Dr. Stresemann amayttch der von diesem in der Sitzung des nationalliberalen Vereins m Hannover gehaltenen Rede gerichtet hat. In dem Briefe heißt es u. a.: Iicgt eine von mir für mich ganz allein verfaßte .6^uiuer und ei»igehender sich mit der Zukunft ^ unzweifelhaft zu dem Fazit kommt, wenn: nicht in unsere Machtsphäre b^kommen^ wenn wir es Nicht deutsch letten u»rd deutsch benutzen, so ist der Krieg venoren, und es »nögen sich die Leute nicht täuschen, die oberfläch- Fvage dercken, die sich abfinden wollen mit ^^Erner Art oder die eine Grenze für genügend er- bezeichrret ist und niemals eine Grenze, vS u darstellen kaum Die Grenze, die Belgien n ;l ir die Zukunft gegen England und Frankreich, ist so- u-Tk ^0 ^enkoar nach Norden vorzuschieben. Die Küste ist ein Teil ,CT J! M ^ c - c sein. Das verlangt zu meiner leb- ^^Irag, der vor kurzem im Flottenverern »tattgeftniden hat. Dadurch kommen wir aus dem nassen Dreieck heraus, dadurch »verden wir auch die Möglichkeit dicht schaffen bSSTato,°*u?Ä n h>tI fiC QUä ® lt9lani>i ^ fll ‘ en ^ Seefrfeg. Neue ll-Vootersolge. Berlin, 29. Mai. (Amtlich.) 1. Neue U-B-r>ats- erfolgq^m Atlantik und englischen Kanal: 36 000 Brutto- registertomien. Mit Ausnahme eines kleineren Seglers waren alle der- enkten Schiffe englischer Nationalität. Unter den vernichteten Ladungen befanden sich u. a. 6000 Tonnen Zucker, sie für England besttmmt »varen. Von einern der Dampfer wurden der Kapitän und die Schiffsbedienung als Gefangene eingebracht. 2. Don unseren Mittelmeer-U-Booten wurde neuerdings wieder eine größere Anzahl von Dampfern und Segelschiffen mit einem Gesttmtgehalt von 50000 Brnttoregister- tonnen versenkt. Unter den versenkten Fahrzeugen befanden sich die englischen bewaffneten Danrpfer Zanoni (3851 Donnen) und Tung Sham (3999 Tonnen) mit je 6000 Tonnen Kohle von England nach Genua, der englische beNxiffnete Darnpfer: Locksley Hall (3635 Tonnen), mit Stückgut von Indien nach Marseille, ein bewaffneter von drei Begleiffahrzeugen gesicherter 6000 Donnen großer Tankdampfer mit voller Oel- ladung und ein weiterer unbeka»mter bewaffneter Dampfer von 6000 Donnen. Aus Convoi herausgeschossen tvnrden ettr ttefbeladener bewaffneter Transportdampfer (4000 Tonnen) und ein 2000--'Tonnen-Dampfer. Außerdem wurden ein dnrcp Fischdampfer und Zerstörer geleiteter bewaffneter englischer 5000-Tonnen-Dampfer und ein tiesbeladenes bewaffmttes Schiff unbekannter Nationalität von 4000 Donnen vernichtet. Der Chef des Admrrcrlstabes der Marine. Die englische SchiffSstatistik. Rotterdam, 29. Mai. (Privattel.) Ueber die englische Schiffahrtsstatistik geben Nachrichtett von Reffende»», die jetzt aus England eingetr'0ffen si»»d. »rsichtige Auffchlüsse. So ist ein kleiner Dampfer, der Holländer von Lull nach Rotterdam brachte und dazu neun Tage brauchte, sechs m a l in dem betreffenden englffchen Wochenbericht au fg e f ü hr t worden. Der Dm»ipser fuhr von Hüll nach Lotvestoft, von Lowestoft »rach Dover, von Dotier »weder zurück nach Southend, weil die Deutschen Minen ge- ftrent hatten, von dort nach Hüll und so mehrere Male z»ov- schen englischen Häsen hin und her. Jede dieser Fahrten ist als eine besondere in dem Wochenbericht notiert. So erklärt sich auch, wie die E»»glander immer noch 5000 Schiffsein- und -ansgänge wöchentlich notteren köiinen. Angesichts der un- bestteitbar gewaltigen englischen Schisfsverluste gewinnt der Zweifel an den optimisttschen englischen Papierrechnungvn auch in England immer mehr Bcsiien. * London, 29. Mast (WDB.) Reuter-Meldung. AuS Süd- Irland wird berichtet, daß die Da u ch b o o te eifrig dabet sind, die irischen Fischer flotte »i von Kermare in der Graffchaft Kerry bis Howth in der Grafschaft Dublin zu zerstören. Eines Abends lvurden sieben Boote von der Flotte vo»i Baltimore durch Bomben zum Sinken gebracht. Sie wurden von der Bemanmrng eines Unterseebootes neuestem Typs angegriffen, das etrva 30 Fuß lang ist. London, 29. Mai. (WDB.) Reuter meldet zum Untergang des spanischen Dampfers „C. de Eiza- gu»rra" aus Barcelona (4376 Tomwii): Es heißt, daß 48 Passagiere uiid 85 Mattosen vermißt »verden. Die Uffache des Untergangs ist nock> unbekannt. K r i st i a n i a, 29. Mai. (WTB.) Laut „Sjoefarts Ti- dende" sind voni 1. Februar bis 26. Mai 31 norwegische Schiffe von zusammen 30 893 Toniien im Gesamtwert von 32,5 Millionen Kronen bei den» Versuch, das Sperrgebiet in der Nordsee zu durchqueren, versenkt worden. Aus öe»u Reiche. Der Neichskarnler und die Kriegsziele. Berlin, 29. Mai. (WTB.) Die „Noorddeuffche Mlg^mems Zeitung" schreibt: „Im Läufe der letzten Wochen sind dem Reichskanzler zahlreiche schriftliche und telegraphische Kundgebung^ von den! Bereinigungen verschiedenster Richtung zugegcmgen die zwar in der Ausfassmig !der Kriegs ziele von einander'ab- weichen. aber von dem gleichen Geiste unwandelbarer Vaterlandsliebe getragen wäre»». Diese Sttmwen aus allen Teilen des Reiches waren den, Kanzler »vettootl als Beweise der unser Volk beseelenden Siegeszuversicht und des zähen Beharrens bis zum glücklichen (Ausgang des sttreges. Der Reichskanzler bat vmtz einer Beanlwortuug im einzelnen abgesehen, weü er alles »vas er zurzeit über die Krieg-sziele sagen kmm, rn seiner letzten Reichstagsrede ausgesprochen hat." * n ^ e r ' 29-^dai. (WTB. Nichtamtl. « Zur Beleihung bei deii Dar lehn skassen des Reickies sind unoerzins- lrche Schatzanweisungen des' Reiches mit höchstens einem lZahre Laufzeit bis zu ßö Prozent des Ne nnw ertes zugelaffcm Air» Sra-t utt- Lernd. Dieken. 30. Mal 1917. Die Viehzählungen tont 1. Juni und demnächst vom 1. September 1917 bilden nach eutfr amtlichen Wolffmeldimg aus Berlin die Grundlage ent- ßj-eipeickcc Maßregeln aus dem OlÄiet der E t u ähru n gs - und ft u 11 et n> t v t f d’ aft im neuen Erntejahrc. Jä>er Bich- tn?sirrer raus; geitaue und vollständige Angaben bei den AZieh- -ahinngen als eine besondere vaterländisch)? Pflicht betrachten. Bc^ der SehätzLMg des Ertrages an Bodenerzeugnissen täitne ohne Verschal dett erhebliche JrrLümer vorüorn inert, llirrichlige Angaben über den Biehbesktrtd sind nur infolge Böswilligkeit oder grober Fahrlässigkeit möglich.. 9iad> den Zählungen sollen Stichproben durcb unvermutete Stallrevesioueu vorgenommeu werden. Wo sich tobei iai sehe Angaben lwn Vielibcsthern ergeben sollten, müsste lnxprn dte Schuldiget: sMrfftens cingesch.rittnt iveaten: d-entt dieser schädigt dadtrrck) .n der k a t b o I i s ch e n K i r ch e e i n E i n b r u d) verübt und dabei der Opferstock beraubt. Starkenburg und Rheinhellen. Rmchnwrd. ^ Griesheim b. Dcrrrnstabt, 29. Mai. Am Pfingstsonntag nachmittag wurte der 75jälwige PrivaUnann Jakob Rein hei- m e r, während sich seine ihn: die Wirtschrft führende Tochter anif einem Spaziergang befand, in seiner Wvhumg überfallen. Der bisher unbekannte Täter sd)>riti dem alten Adanne die Kehle durch und raubte dattn eine Geldkassette mit Wertpapieren und melieren hundert Mark Bargeld. Als Mörber dürste ein mit der: Neinl)eimorschen Verhältnissei: sehr genau vertrauter Mann in Frage kommen. Als die Angehörigett des alten Herrn spät abvttds nach Hause kamen, war die Leidw bereits erkaltet. Hessen-Nassau. kl Marburg, 29. Mai. Der Bischof von Fulda iE auf emcr Firmuugsreise in die hiesige Gegend hier eingetroffen. — In fast allen Zandorten des hiesigen unb der umliegenden Kreise l>aben seht zahlreiche Ferien kinder aus den Großstädten Aufnahme gesunden. Der Unglücksfall, von dem ein solches Kind im Dorf« Kleinseellwim betroffen turnte, bestätigt sich zum Glück nickst in dem gemeldeten U tu fange. .Der Junge, der von einem hohen Scheunenboden stürzte, erlitt eine schvere Gehirn erschütternng und ist wieder hergesbettt. ^ ul. W er scha u , 30. Mai. Im Lllter von 74 Jahren starb am Lamstag Herr Bürgermeister Jvhcum Antm: Jung von hier. Im Herbst ds. Js. hätte er sein 25jähriges Bürgermeister-Jubiläum feiern Wun en. Mnllcrschc Badeanstalt. Müllers che Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 30. Mai: 17° Reaumur. Letzte nndind)tcn. Die Wirkung des U-Bootkrieges. Berlin. 29. ALai. (WTB. Mchtamtl.) Briefe aus allen Teilen Der Welt beriästen über die großen Schwierigkeiten der Schiffahrt infolge der deutschen U-Boote. Eü: Angehöriger des 49. Senegal-Bataillons fd>reibt, daß die Hafen ausfahrt von Bi- serta in Tunis nur nachts einigermaßen sickier sei, bei Tage werde fast alles unfehlbar torpediert. — Ein Brief aus St. Nazaire klagt, daß wiederum U-Boote vor der bretonischen Küste kreuzen und dort viel Unheil anrchten. Ter Brnos schließt mit dem Ausruf: „Armes Frankreich, wie schlecht bist du verteidigt und ivie mittelmäßig ist deine Marine im Vergleich zu der deutschen!" Nachrichten aus Bayonne zu'olge wurde diese Stadt am 13. Februar von teittschen U-Booten -.roer und tvirkungsvoll beschospm. In allen ^Briefen ist. von Schisfstorpedierungen die Rede. Unter diesen Umständen ist es verständlich, wenn die „Aorkslnrc Post" vom 7. Mai meldet: „Bier bis fünf der bedeutendsten Mitglieder des Londoner Dersidwrimgsburcaus Llopds habet: sich von den: Geschäft zurückgezogen weil sie in den letzten Wochen allzu große Verluste gehabt haben." KriegSmiwigkcit des Britenheeres. London, 29. Mai. Ziobert Blatschforb, der Führer des kriegslustigen Flügels der Sazialisten veröfsentlidst im „Taili) Chronicle" folgenden Brief aus den: Felde, den er als beunruhigend bezeichnet: „Ihre Sorge ist, daß der Krieg ausgekämpft werde. Aber ist Jhnet: bekamrt, daß.die Armee die arn wenigstei: patriotsdw Gemeinschaft im Lande ist? Ist Ihnen bekannt, daß nicht ein Soldat unter Hunderte:: Wert darauf legi, ob die Deutschen Belgien raunten ooec nicht, falls nur bald Frieden sein wird? Sic tverden das nicht glauben, aber ich sprecht als einer der dazu gehört. Tie Rünter mrd Schreiber zu Hause wissen davon nichts. Die Leute in den Schützengräben wollen detr Frieden Als die Nachricht von der russischen Revoliction erntraf, hieß es bei uns allgemein^ W:r brauchet: auch eine, aber nicht um den Krieg kräftiger zu führen, sondern um den: Kairchf ein Ende zu machet:. Das Versagen der Tanks. Berlin, 29. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Immer häufiger tverdetr in Frankreich Stimmen laut, toelche die früher so hoch gepriesenen Panzerwagen kritisch beurteilen. So schreibt ein Mann des 82. Infanterie-Regiments aus der Gegend bei Graonne: „Unsere Datlks, die früher die größte .Hofsnirng Frankreichs waren, habe ich gesehen, aber sie brennen doch zu leicht." Ans St. Etienne wird am 12. Mai (ru einen im Kampfe mit einem deutschen Flieger abgestür^- ten Oberleutnant gesckfrieben: „Die Tanktruppe bedeutet für Maurice nichts Gnies. Bon 108 Danks, die an der Offensive beteiligt lvaren, sind nicht weniger als 66 zerstört. Wie Du wohl weißt, Major Louis Bessat ist mit seitrent Dmtk verbrannt." Deutsche Flieger über Rußland. Petersburg, 26. Mai. (Meld. d. P. T.-A. Verspätet eiirgetroffen.) Während der letzten Tage sül)rtett deutsche Flugzeuge zahlreiche Flüge gegen Städte in der Domau- gegend aus utrd warfen reichlich Bomben ab, die zahlreiche Opfer forderten. Der Borstoß gegen die Stadt Ismail war besotrders furchtbar. Eine große Anzahl Frauen und Kinder wurden dabei verletzt. Räumung von Reval? Stockholm, 29. Mai. Kerenskis Organ „Djen" berichtet, daß. die Gerüchte über die bevorstehetrde Räumung von Reval trotz amtlidjet Ableugnungen sich noch imtner in den weitesten Kreisen erhalten, ja vlwstärkett. Die Direktoren der Revaler Banken Handelshäuser hätten sich nach Petersburg begeben, mn^ dort bei dem Minister tvegen dieser alcrrnrierendet: Gerüdpe, die das gesamte Wirtsc!)aftslebeu Revals zt: zerstöret: drohe, vorstellig zu tvetten. 9Lach eitter ntehr zugegcmgetren Mclduttg l-aben ivährend der letztet: Wod^e allein über 10 000 Revaler mit Sack und Pack die Stadt verlasset: und in Narva fängt die Bevölkerung cm, sich zur Flucht zu rüsten. Die Mnrmanküfte fran^sifch? Stockholtn, 29. Mai. Nach der „Norvoje Wrenrja" besetzten 500 frattzösische Artilleristeu den .Hafen Romanow an der Murmankuste. Weitere Truppenkotttingente folgen. Gewalttaten in Rußland. Amsterdam, 29. Mai. (WTB. 9tichtamtlid>.i Nach dem „Allgemecn .Handetsblad" tvird der „Daily News" aus Petersburg geitteldet, daß Kerenski eine Proklantation gegen die Raubzüge erlasset: hat, die vielfad) von Splbcrten ii: det: ländliches Distrikte:: untertwinmen tverdet:. In der Proklamation wird daraus hingewieset:. daß die junge Freil)eit Rußlands, »nenn die Zustände fortdaucrten, zu Raub, Brandstiftiorg m:d Gewalttätigkeiten über- zugehm drohe. Dasselbe Blatt beriä>tet von gefäalwlichen ?luf- rubrszencn, die die Anhänger der Atonarchie :i: der Hoffnung ver- lanstalteten, daß Rußland auf dem Wege der Auaräpe toi oder zu einer monarchischen Regierungsform gelangen tvürte. Brasiliens Widerruf der Neutralität. Rio de Janeiro, 29. Mai. (Holms.-) Die Kamnrer nahm den Gesetzetttwurf betr. Widerrns der Neutralität im deutsch-amerikanischen Kriege in erster Lesmrg mit 136 gegen > 103 Stiinmen an. fiewimt-A^zog dei 9. Preussisch-Süddeutscben (235. Königlich Preuss.) Klassen-Lotter!© 1. Klasse. 17, Zlehungsia". 29, Mal 1911, iaf Jede «eros-en# Nnmmer sind *'toI hohe Gewinn ö fcfallon, ond zwar je einer unf dis Losa flaleher Nummer In den beiden Abteilungen I nud 0 (Ohne GewAhr.) (Nachdruck rerbotcn.) ln dar VormUt&^nsiehun? wurden Gewinne 240 Mark gezogen. S Gewinne za 16000 M 54236 5 Gewinne zu 6000 M 74609 189740 100952 60 Gewinne zu 3000 M 16336 19726 20910 81092 48593 64394 66390 76863 77631 86817 08396 107273 125443 126344 152949 168778 182697 184467 186488 187021 204877 204698 214441 217334 218563 223578 1-8 Gewinne zu 1000 M 4796 7100 10643 19571 30230 34160 36088 38884 41343 45720 49882 61876 35730 70964 71168 60470 80492 84328 89333 91638 96346 100423 108061 114477 120690 122612 128824 132952 136286 143486 1580« 167646 160887 161006 161993 107176 171544 172147 1720SS 178470 182602 186947 189866 191408 200673 203698 204742 216010 217447 220648 220949 222047 226764 22S9SS 200 Gewinne iu 600 U 2300 6307 6146 14697 18889 17126 22468 23643 24260 24410 81760 32393 36504 37847 40538 43056 4314« 61061 63305 63977 64934 68360 67433 68174 30877 63215 65592 69401 76810 77709 79294 81267 81673 82471 64221 84285 84088 05738 95823 08835 99478 99694 102864 105492 106008 116469 120705 121244 122072 126693 126832 127730 131570 131706 137044 141082 142007 145643 146746 148862 147920 149784 149932 165286 156360 164634 185496 188930 169641 172855 178700 175661 178180 179184 181245 186737 180857 187156 108162 189170 190232 194328 20333« 207966 222711 227820 228497 übet 196821 30214 95604 171765 204801 22854 48905 30641 115648 152988 167841 187097 215630 233218 13016 27629 43724 60221 79721 00892 107804 126841 142047 154221 169761 183148 191808 ln der hmüta«S7aehunc worden Gewinn« Ober 24« Mark «ezoxen. 2 Gewinne *u 10000 M 168407 2 Gewinn« su 6000 M 171836 74 Gewinne »u 3000 M 4310 17473 18277 20448 80767 32200 67348 82146 03796 63001 84407 81840 82649 84687 88206 92386 102872 116808 121956 123021 127660 138013 157028 164996 188848 169690 175144 177601 188433 210780 211647 222074 224830 226937 228989 230424 231618 164 Gewinne tu 1000 M 3831 4699 6497 8686 22001 23262 26878 27277 32866 32886 37283 40016 46019 46409 48434 61017 61211 63703 64626 87338 68948 72043 74072 76430 78316 81699 81353 82000 84483 84747 89681 92243 93191 95077 96987 98424 09172 93291 09357 108925 109292 110124 110774 113282 114749 115072 124867 131808 13427> 134373 138152 139205 141035 148766 146888 147384 149267 162068 154032 164876 156890 168312 162915 166677 186882 168471 174452 182477 194080 194092 197902 199257 206136 209406 218623 218823 221237 221816 222562 226334 225401 233496 228 Gewinne zu 500 M 3716 13360 13533 14332 14642 16630 16689 19290 21328 22165 22765 31107 31856 32378 35484 36528 36967 37848 33774 40969 48063 43445 49078 50583 56940 57635 68412 59303 60648 63088 67676 68095 68320 70059 73450 76093 76361 76443 82237 83847 86181 85789 06041 86136 86588 91359 98626 101016 103838 106133 108396 111244 114992 116097 119992 120296 124977 125907 129057 130404 130808 133984 135209 136332 138101^ 141103 142760 143887 146740 161667 162301 156002 156827 157468 168651 161467 164772 171167 172428 174244 176316 177711 178617 179631 182759 188083 190404 191374 191727 192147 103004 193266 190312 197241 197560 198590 201189 202470 202975 204061 207445 208764 212505 213771 213996 215471 219542 220993 221807 222349 223252 224314 232060 232710 Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Heinrich Hochstätter, Gießen eingetragen: Der Heinrich Hochstätter jun. Ehefrau, Marie geb. Hürdtner zu Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 24. Mai 1917. * m I3 NroMrzoglicheL.Amtsgericht, Fritz Nowack Schleserstoffe, Seidenbatiste, Glasbatiste, gestickte Schleierstoffe in allen modernen Farben, Blusenstoffe in Kunstseide und reiner Seide. Fertige Ueberziehblusen aus Kunstseide in allen Farben. Unterröcke in Waschstoffen, Canevas, Serge u. Seide, ferner Rock-Volants in großer Auswahl. 42 i8 a Stellenangebote Schmiede u. Schlosser sofort für dauernd gesucht. E. Mohrmann, Hofschmied u. Wagenbauer, Darmstadt. 4188 Lokomotivführer gesucht. Wetzlar. U27 D 4238 B sofort gesucht. Wriilgisiiic Klinik. Arbeiter per sofort gesucht. 4080 ,F. B. iittnscr, ßie&sen, Neustadt 56. Jüngerer Arbeiter der mit Pferden umgeben kann, sofort gesucht. 03298 Gobr. Banst ela, Nord-A n l. 12. gesucht. Ohr. Zlnmicr, 4213 Balmhvfstr. 12. 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Daincu-Vercin (Babelsberger. 14170 Gießener Hausfrauen-Verein. Schubflicklebrstubc beute aeichlossen. Wiederbeginn Püllwoch, den 6. Juni, 7 Uhr abendö. 4234 r Todes-Anzeige. Heute morgen S 1 ^ Uhr verschied sanft nach kurzem schweren Leiden meine liebe Gattin, unsere herzensgute treusorgende Mutter, Tochter, .Schwester und Schwägerin Hühnersutter Kückenfutter Vogelfutter empfiehlt Ad. I*lack 0 Xenen Itüuc. Tel. 568. Frau Elisabsfha Rohm gab. Schaaf im Alter von 43 Jahren. Dies zeigen fciefbetrübt an 03297 Ludwig Rohm und Kinder nebst Verwandten. Wieseck, Trais, Offenbach a. M., den 29. Mai 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag um 2 Uhr statt. igaretten direkt von der Fabrik ' DN- aa Orlfltnaliirelsen -qo 10ö Ziijarott. Kl eia v. 1,8 -S 1.70 fOO .. .. 3 „2.50 >00 .. .. 4,2 „3.20 •100 .. .. 6,2 „4.59 Versand nur gegen Nach- ' > ahme von 300 Stück an. —von 300 ___ .v di. 7irnpppn prima Qualitäten v. ^P lltjU 100 b. 200 Mk. p. Mille Goldenes Haas Zigarettenfabrik v. ic. b. H. KÖLN, Ehrenstrasse 34. Telefon A 9063. [ 341 D Sitrbtc vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinlcheiden unserer lieben Entschlafenen Frau Katharina Neidel geb. Rinn besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dörr, die Bemühungen der Krankenschwester, iyib die überaus zahlreichen Kranzspenden sagen allen herzlichen Dank die trauernden Hinterbliebenen: I. d. N. Ph. Neidel II. Heuchelhetm, den 29. Mat 1917. 4033 Darin Gießen» Hnnsd sitzrr. ® l Juni befinden sich unsere Geschäftsräume I 4!,t Bahnhofstraße 46 p. (HaltestellederSttaßenbnbn). Gcsäiäftsnetti 8— 1 Uljr. Vaterländische Versammlung im Saale des „Fürstenhofes“ Sonntag, 3. Juni, 5 Uhr nachm. Vortrag des Herrn Prof. Graf Du Moulin-Eckart aus München: Deutsche Gegenwart! Deutsche Zukunft! ' , Eintritt unentgeltlich. Für eine beschrankte Anzahl numerierter Plätze (Preis 1.00 Mk.) sind Karten im Vorverkauf in der Ricker'schen Universitäts-Buchhandlung und an der Kasse zu haben. Zu regem Besuch laden ein Der Unabhängige Ausschuß für einen deutschen Frieden Der Alldeutsche Verband Der Verein für das Deutschtum im Ausland. Zum Abschluß von rmiiö-, HllöultillSl ■«. Ul llHW mit °dcr ohne ärztliche UnterMilctiimg (anch lua- * rauen) empfiehlt sich die r,„ . emptiehlt sich die Kentenanstalt a.G. und LetiensversiclierBngsijaak zu Darrasladt. de^RGrÄnn 1 ? r t8 ü U !l d '' Oiveindeboamte. Beamte i und hn a ^! e ^ 01 des Hessischen Gewerbe verzins '_ l ” ü Qncleier Vereinigungen besondere Tarife. [4090D Mitarbeiter unter günstigen B eflljgnnnea yesacht. "^ss Tyrhl. 3—4 Zinrmcrwohn. au Perm. Wü liehagtr. 3, II . 8 1217J) Die seither von Herrn Rechts- nawalt und Notar RöaUagld innegehabte [76 Wohnung Selterc-wegüll. I. ist ander wertig zu verm ieten. Bahühosstr. 5 t II TWtödf, 8 -Ziinmer-Wohiuniis nt. reich!. Zubehör, mehreren Kellern usw., Loggia, zu vermieten. Näh. Gr. Stein wen 20 5. M- 6 Zimmer Schöne G-Zim.-W V naag per 1. Juli zu vermieten. 2713! Schittersteaffe 5. Danksagunt,. Jür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem -vmscheiden meiner lieben Iran, sowie wrdre zahlrelcheu Kranzspenden sagen wir aus diesem Wege herzlichen Dank 03295 Christian Hanbach nebst Kindern. Dieben iSeltersweg 39), den 29. Mai 191 . ei ? ( oncr rvltwe. geborene Schäfer erkläre hiermit, daff ich meine -••wrv.., huhu Mitrmii, pfiu J l,e .U }C . *d) gegen Georg Heinrich Ob! Wmm 1 c .mw- .i .trm- Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert »««"«* uns Maria" Walt-r. bdbc Tu Obb"°rA i* Vezna ans Entwendung von n ÄÄ l rt t cn ; bzw. Berta Usch n ng solcher, welche 'ßfü'i' >f iA cr verstorbenen Margareta Kammer hldcm „c bcncre an nch g.nominell und .„LoJ bmnr lnngelegt hatten", at.? Unwahrheit J r !V 1 n fe, nt i 1 ^rvrtncrn zurücknebme. Weiter Ä/Ä sur ^udne zwanzig Mark an das . otc .Iren,; bezahlen will und alle in dieser )lngcleacn zahfeu u ien - n b J-P* entstehenden Kosten zu bc- a avlen nnch bereit erkläre. 4208 5rlee-Ernte f r Für die ihnen anläßlich ihrer VERMÄHLUNG erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlichst Wachtmeister Georg Schneider und Frau Helene geb. Funk. Oießen [ #,m ] Aliendorf a. d. Lumda. Freitag, den 1 Fmn, nachmittags 6 Nhr, wird bei der Ziegenzuchtslativn ein Acker Klee in 8 Teilen fürs ganze Jahr versteigert. Es können nur Mitglieder des genannten Vereins steigern. Der Borstand. 4214 Gesucht. ö Zimmer \ - . fteaen Bäne ii nt eine 5-Zimmcr Wohnung mit gr. Borplalr zu vermieten. ^Näheres GeseSschastsvereiu. Sonnenstrtthe 19. _ Zwei Wohnungen. 5 Zimmer m. Bad, Bairnhof- straffc 65 zu vermieten. Bescheid Kontor Bahnhof- straffe 65. 1459 Elegante 5-Zimmer-Wolmg. mit Badez., Liuoleumbelag, desal. Nikinsorde. 5-Piinnis>i - deSgl. iviausarde, 5-Zimmer Wohng. mit Balkon uiw., pec I.Juli z. verm. 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Vich. m ^ Micuau itici imcu zur erlnucyl orten, yenuert Auskunft erteilen auf Wunsch Die Unterzeichnete Stelle sowie dte Gronherzogliche Obersörsterei ^ich. Das Hol? ist mit der.Nmde gemessen. Wegen Vorzeigen des Holzes wolle man sich an den Jorstwart Jindt in Lich wenden. ^ Nichten »Stämme: 1 . Klasse 2 Stück, Fstm. 9,16 2. Klasre 1 Stück, Fstm. 3,20,- 3. Klasse 35 Stück ftftm 67,19; 4 Klasse 41 Stück, F'tm. 52,59, Klaffe 35 Slüll Frtm. 26,1.),- 5 b. Klasse 21 Stück, Jstm. 9,59. WeNnkoutSkicser-Stämmc: 4 . Klasse2Stück, Fstm. 147 . ^Hainbuchett-Stämme-. 3. Klasse 2 Stück, }■ Klm ? A Stuck, Fstm. 10,58; 5. Klaffe 28 ©tu* 6 . Klaffe 84 Stuck, F,tm. 17,59. Ilm. 0,96. rftm. 9,19; o Eichen-Schnittbolz: 2. Klasse 3 Stück, Fstm. 3. Klasse etwa 20 Fstm.; 4. Klaffe etwa 30 Fstm 3,14; Linden-Stämme: 2. Klasse 1 Stück. Fstm. 1,15. 4 Klass? Stuck Fstm. 2,79; 5. Klasse 4 Stück, Fstm. 1,61; 6 . Klasse 2 Stück, Fstm. 0,51. Lich, den 24. Mat 1917. Grostherzoglsche Bürgermeisterei Ltch: Dürmer. Durch bedeutende Abschlüffe in Zigaretten und die Unterhaltung eines arohen Lagers bin idi imstande, Wiederverkäufern schnellste Lieserung u. vorteilbasteste Preise zu bteten. Wilhelm Moeser, Grogherzoglich Hessischer Hoflieferant, Giehen, Seltersweg Nr. 63. Der von dem Gemeinderat durchberatene Vor- anschlag für das Rechnungsjahr 1917 der Gemeinde Alten-Buseet liegt vom 1. Fuui ab eine Woche auf dem Bureau der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteffigten offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll daselbst vorgebracht werden. Es'^werden Umlagen erhoben, zu denen auch die Ausniärker beizutragen haben. Alten-Buseck, den 30. Mai 1917. Großh. Bürgernieisterei Alten-Buseck. Rau, Beigeordneter. 4231 f ^ Zimmer j 'Atterweg 48 sch. 4-Z.-Wohn. mitZubeh. per sofort z. verm. Näh. Ederstr. 16, II. 03243 StihBua 4-Ximmcr-Wohnanj sofort ob. späteren vermieten. 03292 Kaiser-Allee;33. Asterweg GÖTii sch. Zjm. u. Küche an ruh. Person oder kmderl. 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