Kr. |23 Der S'.etzeirer Anzelaer erschein, tätlich, „über «onntags. - Beilagen: Gietzener/xamckienblätter; ICreisMoti ftr dev Kreis Stehen, vezngspreis: monatl. 90 Pi., vierte'- jahrl- Mk. 2,65; dnvch Jib^olo u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch diePost 3ük.2.45 uiertel- jahrl. ausschl. Bestell-. Fernsprech - Anschlüsse: iur dleSchrürleituugl12 Verlag,Geschäsisstellebl Anschrist für Draüluach- richten:-rln)eiger «Dieben. Erstes Blatt 167. Jahrgang Dienstag, 29. Mai 1917 Annaüine van Än^lgeo ^ die Tagesnummer dttz General- 8wiMngrrunddr»lk ».Verlag: VrW'sche U»iv..v»ch postschecttomo: 5ran7,nr1 a.M. N686 um Nachmittag vorher. ' üeilcnvrciL, s. Anzeigen:; örtlich 20 «Bf. # Ver- . mietungen u. Slellcnge- iuche 15Pf., auSw a rtS' 25 Pi., b Plagvorschrisd 30 Pi. Iiellanien 75 Pi.„ bei Platzvorschrift SO Pf., Haupt',chnstleiter: Aug.. G o e tz. Vcr-antwnrtlich für Politik li.Feuilleton: Aua. choetz. Stadt und Vermischt eSu.Ge^ c . , x . richtssaal: Fr. St. ßenz.> ». SteulSrurkerei R. Lange. Schristteitmig, Scschäftsstclle u. Druckerei: Sch»l»r ?. ■»."ieinenteii: v, B«k - * 1 * | n m 111 fl) in Gießen. für Oberhessen Bankvcrfrhr: Gewrrbebank Gießen Zü, Verla», der W«pfe am Jsgiizs Mgft 3 telfctier gefangen. Kindliche RegiernngseMrungen Wer den 8 -vsMies. TB.) Großes Hauptquartier. 26. Mai. .. -- (WTB.) (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nnpprecht. H* % 00 ~' kttvetcn mit völligem Zurück- Muschi. i rjt £? m ail v unseren Gräben: Gefangene mit Maschlnengemehren wurden einbehalten. S "** Öf " * örtfl8fn ouf fidScn Heerrsgr » ppeDeutscher Kran »rinz. Chcmiii des-DLincs wurde südlich von dargmi mit geringen! eigenen Verlust un Angrif f ou''1|- fttr unsere Stellungen erheblich v e rl> e sser t e ln frura«» '’~ " aer :; m,iltl '" hif ans Schlesikr!,. Meülw i1 :’ i!l °'^ u ( ; stn’•«Ni und Hanseaten ti'i'stet,enden wriirmtruWen den Gegner, »,achten , \ Lssizicre 2« v ' n gewonnenen Linien wurde ein fran- zosischer Ge ge n a u g r i f f g l a t t a b g e m j e s e u, der Champagne brachen nach heftiger AUM^'/writung, a,e sich nachmittags zum Tromme!- f/. ^ rtrff Angriffe gegen unsere Ltelliing-i, iföi. Ä SiK Hil l °t n draur-„ in 4 Kilometer Breite nov. «r 1 ’ ^Wkainpf winden die Franzosen geworfen tuirdi btT^tn * ‘f n önoubpvt. Nach dem Mißt in gen ■ ^ufturms.setzte der ^ernd zwei weitere An griffe cm, ök gleichfalls scheiterten. Heeresgruppe Herzog Alb recht. Nichts' Neues. -., 1 ^ Zwi'chen Che r i s »und D u l l c c o u r t sviellrn sich ruf Uftrn des ««nseebaches bis in die Nacht hinein heftige V«V»-^ nnkderholte Angrhfe der Engländer sind dort an der Zähigkeit vn,epe, Truppen lüutig gescheitert Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Champagne nahmen würtkembergische und huniigischc Regimenter und Te.le eines Sturmbataillsns ", IrViTr? 1 Draufgehen mehrere französische t^ral'enlinien am Pochlberg und Keilberg siwlich von Moromnll-erS W>rt- -me Vorcher-m-ng und znsanimengefatzte Artilleriewirlmig der Ansankene den Weg zum Erfolg, der gegen i/« H' n J f! 'm W< ’.' f -! :ail ?. r, " e behauptet wurde. Der Feind .iltU schwere Verluste. Ü r b e r 2 50 Franzose n m u r den gefangen, einige Maschinengewehre er- v c u t r t. .... vo» Rau ran säuberten Stotztrnppö ein a»r een Kanipfen am 2».Mai in unserer Sleliung bisher vor- bl x r6fii?o ftranzo \t unest. Heeresgruppe Herzo Nichts Neues. Alb recht. erfolg reicher Stveife bewarf eines unserer Luft- #fÄi$om tfn mt renzen. , Berlin, 27. Mai, abends. (WTB. Amtlich.) Im Ar- «cus und rn der Cl-ampagne kleinere Infanterieiämpfe mit für uns günstigem Ausgange. '^Nlds. (WTB. Amtlich.) Keine wesentlichen Ereignisse. wotzl ein bißchen zu früh, für ihre wirksame Hilfeleistung. „ hatte größere Erfahrungen abwnrten sollen, denn dann loaren seine ?)-eststellungen ja vielleicht noch wirksatner ae- wesen. Mit-Bechl betont ein halbamtlicher Artikel ans Ber- lm, den das Wolff-Bureau verbreitet: Eine Aendernng der L e S, n i k läßt sich in 14 Tagen nicht erzielen, atls diesem (vrunoe anoert daher der englische Ministerpräsident wenig- teiw' die diplomatische Taktik! Die Gefahr kann er nicht beseUlgen, darum soll nunmehr das englische Volk und die übrige Welt wenigstens durch Worte, so lange wie es nur möglich ist, beruhigt iverden, da es unbedingt erforderlrü) erschien der wachsenden Sorge in England und in den um England^' Wohl interessierten Ländern Einhalt zu tun!" Lloyd George und Lacaze ergehen sich in Prophe- zciungen. Der Franzose fatscht dabei die Tatsache, indein er lagt, die deutsche Admiralität habe sich vermessen, in wenigen Wochen England ans die Knice zu zwingen. Don tsten Wochen" hat bei uns kein Wien sch gesprockien. Woyl aber daooii, daß der U-Bootkrie,g das Mittel sei, die Feink>e, uiid allen voran England, eirveni baldigen Frieden geiieigt zu machen. Das ist etlvas ganz anderes! Und die Archtigteit dieser Annahme ist heute klarer er- wiesen als jemals. Die deutsche Negierung verbirgt nichts. die Monatsergebnisse des U-Bootkriegs pünktlich woesmat nlitgeteilt, veröffentlicht überdies iingesannit alte neu mulansenden Nachrichten mx See, nnd sie wird auch über die Erfolge des Mai bald Klarheit schafseii. Wir be-- wabreii uns unser volles Vertrauen. Englische Provhs zelungcn können uns nicht schrecken. Noch zu lebhaft erinnerr wir uns der Ehnrchil.'fchen „Ratten" und der Bornussaai Balsonrs ans dein Fahre 1015, daß die englische Ostküste vor werteren Angriffen gesichert sei. Und wie haben die Ereignisse diese Munds-ertigkeiken widerlegt' Großes Hauptquartier, 27. Mai. (WTB.) (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. ^Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Im Wytschaete-Bogen und auf beiden Ufern der e Zeukttatigkcit wieder gröheren Umfang an. Wl&fSui- ! ma0rn Englische Erkuudungsvorstöße ubgewiescri Südwestlich von Acheville und nördlich von Mönch« wnruen Brr^tstetlungen feindlicher Sturmtnippcn unter Wirlangsfeuer genamnien. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Vergeblich verjuchteu abends die Franzosen in viermali gen Zugriffen uns die an den Steinbrüchen südlich von p gewonnenenSetllungen wieder zu entreitzen. Auch ein nach C.nbrnch der Tunkell-eit vorbrechender fünfter Ansturm , che , t e r ! e »e rlu si re ich. ... Ein nachts bei V n u x a i l l o n nach starkem Fenc, über ^«>1 setzender Vor,toh blieb für den Feind ohne jeden 'mJ&täiX"* mt “ r **«* Heeresgruppe .Herzog Albrecht. Nichts Wesentliches. ?c m 15 feindliche Flugzeuge ab Eossen worden. Leutnant Voß blieb über den Aj. Gegner Sie^r rm Luftknmpf. Auf dem und-mder^^'^" Krle-sschauplatze Mazedonischen Front J^uenätigkeit in einzelnen Abschnitten keine SkotZ-eren Kampfhandlungen. Der Erste Generalquartiermeister L u b e n d o r f f. WTV.) (Amtlich.) Trotzes Hauptquartier, 28. Mai. Heeresgruppe KronprinzRupprecht. Zwischen Aper n und A r m e n t i e r e s bei H u l - ^tarpe entwickelten sich bei'guter Dicht hcf.rge Artttstriekampfe. Um Mitternacht nuirdeu meh- XK2ÄK" «« Zu gleicher Zeit, haben in dm Parlamenten Englands wuo Frankreichs groge Auseinandersetzungen über die Er- rolge des deutschen U-Bootkrieges stattgefanden. Im Unter- yauje sprach Lloyd George, und in der französischen Kam- iner der Marincminister Laeaze. Beide Ministerreden lauten natürlich -optmristisch; klar nnd beiveiskräftig sind sie aber nicht. Lloyd George sagte u. a.: Unsere Verfügungen werden stets zweckentsprechender und seit oen letzten orei Wochen nnd >vrr gegen die Tauchboote mit mehr Er- M amgetreteri ms in irgendeinem anderen Zeitabschnitt des Ni reges. Dreier Erfolg zeigt sich rn der bedeutenden Verminderung un,ercr ^ 2 chipsVerluste. Dcr Monat Mai ist zwar iwch nicht beendet, wenn jedoch unsere Verluste nicht höher werden als sie roährend der eritim Dage gewesen sind, dann wird die Verminderung im Verging,' den Ackern des April in der Tat sehr beträchtlich sein und es nnenit kein Gnnrd für die Annahme vorzuliegen, daß in der nach,ten Wome dre Verluste zunchmen werden. Wir sind dem a m e - U ka im w e n Vo l k e großen Tank stir seine krcsstige H i l s e Ichulvig, cs hat uns nicht nur Fahrzeuge zur Verstigung gestellt, wudern wckdem dtmercka aiii Kriege teilnimmt, ist es auch leichter treffen ' Regelungen zum Schutze unserer Kauffahrteiflottc zu Lloyd George fügte hinzu.- wenn die T-eutschen ihre P°'f< nun 8 auf den U-Boot tri eg gn'indeten, dann wurde dreie .Hoffrmng zu einer Enttäuschung führen. Frei- lich müsse oas englische Volk auch im kleinsten seine Pflicht tun. Ter französische Marineminister Lacaze sagte ähn- licyes^ Er bestrerhet auch heute noch, daß der U-Bootkriea Frankreich icmals niedeickverfen könne. Lord Milner inrd Lloyd George hätterr recht, wenn sie erklärten: „Man wird uns durch den U-Boot krieg nicht untertriegen" Lassen wir einmal alle Statistiken nnd Berechnnuaen, dre auch vorn deutschen Standpunkt aus angestellt tuerden konnten, besserte, urrd fassen wir nrrr einmal ms Anne, wre schnell die feindlichen Minister zu der neuen Auf- fajsung der Lage gekonrmen sind. Noch vor einigen Wochen hat Lloyd tz)eorge anders geredet. Seine damaligen Aus- sul)ru.ngen waren matt und verlegen, als er' erklären mutzte, es sei noch kein wirffanles Mittel zur Beseitiauna der Gefahren gefnnden toordeu, aber alle Köpfe seren nn- ablassig daber, jo-tche Mittel zu ersinnen. Das ivar also kerne Rede, dre den vornehmlrchen Zweck hatte, das eng" lssche Volk zu größerer Sparsamkeit irnd erhöhter Arberts- lesstung anzuspornen. UeberaU erweckte die Darstellung ierr- erts des Karrals das lebhafteste Echo. Wir haben ja zahlreiche der mrgezählben Stimmen vorr Sachv-er-stäudiaen nnd Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. W i e n , 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang! Italienischer Kriegsschauplatz. Die große Schlacht im Südwesten dauert fort. Wenn die veftlgkett der Kämpfe vom 28. nnd 24. Mai noch einer Steigerung fähig war, so ist diese gestern eiugrtrcten. Niemals in den soeben vollendeten zivci kamyserfüllten Jahren srano die Held.nmütige Isonzo Armee größeren Austrengnn- gen (res Feinoes gegenüber als in diesen Tagen. Die Kampf statten waren auch gesteru wieder die altbefaunten: Der Raum bei P l av n, die Höhen bei B 0 d i c e, der Monte oanto, das Hügelland von Görz. Ucberall rannte der Femd gegen nnjere Linien an. stellenweise Lwei- und dreimal, ^mmer wieder Zerschellten seine Sturmlolonnen an unserer tapferen Gegenwehr. Der gewaltigste Aiassersstoß galt abermals unserer Stellung auf der Karst-Hochfläche. Was in diesem Kampfe die Verteidiger in Abwehr und Gegen- angrrf.en. ut zähem Standhaltcn unter stärkstem Gcick ütz- sener uns im Ringen von Mann gegen Mann zu leisten hatten, gehört dcr Geschichte an. Deutlicher als alles andere spncht ocr Erforg Mag auch im äußersten Süden der Front ^ -"amps um schmale Abschnitte noch nicht abgeschlossen ein, — dusEe,chrckdesTagesents5tied sich deut- l r ch z u u n s c r^e n G u u st c n. Der feindliche Ansturm brgch an der ganzen Front blutig und crgebnislo Feind zusammen. Der tz --Dw.Mvwv -(Ullt.l'lUWI. riji-k r■ a I Ilcm -f C '- un)nt Kurien zu durchbrechen, am chlachttage mcht erneu Schritt näher gekommen als am ersten. Kärnten und Tirol unverändert. Der Ehcf des Generalstabs. 27. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird Wien, verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Stellenweift stärkeres russisches Artilieriefeuer. iws von uns cntfprechenv oeanlwortet wurde. Da« Italienischer Kriegsschauplatz. chwergewicht der Schlacht ruhte gestern völlig auf U-^otLeufec an die Wand malten. Das englische Volk ivurde ängstlich, Vas französische, lme die Fragestellnnaeil in der Passer Kammer beweisen, nicht minder, llttb dazu konrmen bte Niederlagen und Enttäuschungen, die unsere Feinde an unserer Westfront erlitten lmben. Also hielt man es, wohl oder übel, für geraten, wieder einmal die Stinnnuug etwas *" -beben Seit d r e i Wochen soll sich so viel geändert raben? Llovd Georae sankt den Amerikanern schon jetzt, doch )m SuÄflngk'l der Isonzo-Armer. Nördlich des Assppockstales am es, abgescheu von einem durch einen Degenstoß ge chlagenen Angriff auf die Höhen von Vodiee. nur zu 6>.' chutztampfen von wechselnder Stärke. Auf der Kurst Hoch flächk- on.lte der Fe,ud abermals gewaltige Massen zrmr ^-turm zusammen. Zet Faitj Hrib und bei Eonstanjcviea knnr ^ ausnahmslos vor den vordersten Gräben zum Stehen, brache a [{ t Anstürme zusammen. Zwisckren Iammno mrd dem Meere wogre die Schlacht beurgter. Einige Hol?eu werhselten mehrmals am Tage die Besitzer aber un gcbromen pst blub auch hier die Front des Verteidigers. ^Kampfes trägt, wie immer, die über ö > ‘>0 15 kt ha bene Infanterie. Die Honvedregi '' ter 12 und uno das Honved Bataillon III 20 wiesen in iS Stun- ^f n 1 ^'Aliche Angriffe zurück, das ungarische Heeresregi ment Nr.-Zc deren i8 an einem Tage, au dem es überdies \ Jrenmu eine Höhe stürmte. Dir Regimenter 11. 55. 91 und inneren Rechen zurzeit Söhne aller österreichischen Völker ftettcn kampren bei Iamiano dauernd mit Ruhm. , .. Dre Artillerie wetteifert mit der Halwtmaffe in Tapfer- z-lhem Ausharren. Artillerieleutnant Erzherzog Leo- volo schloff sich mit einer Hanovoll Kanonieren einem In= mmeneregiment an. stürmte in der vordersten Linie mit uno^ brachte zwei italienische Maschinengewehre als Beute zurua. ^ ^ENch- und Seeflikger liefern nicht nur für das Erkennen der Fniwlage wertvolle Erkundigungsergebnisse, sie unter- sulven aufopfernd Sie Artillerie und Infanterie in allen Mrawn des Kampfes. Die Kraftfahrtruppen Mrtcn im wirksamsten italienischen werter Tag mW Nacht Kriegsbedarf bis knapp hinter Die vordersten Linien. Die Zahl der seit dem 23. Mai auf der Karfthochfläche EttFürruchten Gefangenen ist auf 250 Offizier? und' über i000 Marm gestregen. Insgesamt wurden seit Beginn der 10. ZwnzoftyLlicht iwer 13 000 unverwnndetc Italiener an Gefangenen cingcbracht. Eine der wesentlichsten Vorbedingungen siegreicher Ab- wehr lft drc reiche Ausstattung des Verteidigers mit Ge- tchutzen. Mafchtnengcwehren, Kriegsbedarf und technischem Iei.'we am Jsonzo in sechzehn Schlachttagen nicht gelungen ist. einen irgendwie in die Waa- tchale fallenden Vorteil zu erringen, so gebührt ein großer Altert an diesem Erfolge den Tausenden von Männern und Mauen, dre in den Rüstungswelkstätten des Hinterlandes von vaterländischem Geiste erfüllt treu und unverdrossen chrer schweren, abeg- für das Feldheer ausschlaggebenden Arbeit obliegen. Bleibender Dank des Vaterlandes ist ihnen sicher. ^südöstlicher Kriegsschauplatz. dtlchts Neues. ^ . Der Chef des Generalstads. Wren. 27. Mm. (WTB.) Aus dem Kriegspresfeauar- ner wrrd am 25. Mai abends mitgeteilt: Während nördlich oer Lnppach die Kämpfe abflauten, wird auf der Karfchoch- flache nach wie vor erbittert gerungen. Die Zahl der seit 23. Mai eingebrachtm gefangenen Italiener übersteigt 700 0. Wien. 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbarl. ^ ^ westlicher Kriegsschauplatz. Erhöhte Arttllerietätigkekt des Feindes halt an Italienischer Kriegsschauplatz. T^e Jsortzokämpfe ließen gestern wesentlich nach. Nörd- m des Dippach-Tales tlvtb das Gefecht beiderseits aufGe- uyutzfeuer beschrankt. Auf der Karfthochfläche löste sich nach den letzten wer hechen Kampftagen der italienische Angriff m oNirch und zeitlich pon einander unabhängige Einzelvor- ]toYjC auf. Zwei solcher Vorstöße ansehnlicher Stärk? wurden gestern bei Jamiano abgesc!)lagen. Heute früh wiederholte der ^e,nd ,m selben Raume dreimal den Versuch, unsere Lini' zu uberremren. Tapfere steirische und küstenländische ftci wrllrge Schutzen warfen iim aber zurück, wobei .hm das Marburger Bataillon 6 Offiziere. 300 Mann und .zwei Ma- chtnengewchre abnahm. Zu gleicher Stunde bei Eostanjeviea angesetzte itatteiiische Kolonnen brachen im -Jener unserer Bataillone zusammen. Beobachtungen und Nachrichten stimmen darin mmm. daß bir bluttgen Verluste des Feindes diesmal weit E dre Opfer der früheren Jfonzoschlachten hinausqehen. Das Vorfeld unserer Stellungen ist von Leichen übersät. ^-n Kärnten und an der Tiroler Front kein Ereignis von Belang. Südöstlicher Kriegsschauplatz. UrVerandert. Der Chef des Generatstabs Französische Friedhofsschändungen. Berlin . 28. Mai. L' Illustration. die vvrnehmslr französische rll ut trifte Zeitichrifi, vom 12. Mai 1917 veröffentlicht einen längeren Artikel Henri Laoedan's über die dänischen Saldatenfriehöse m den besetzten 'Teilen Nordfrankreichs. Selbstverständlich findet l S : .trcmrche alle diese Anlagen plump nnd geschmacklos, sie sind Mr ifnt nichts weiter als ein neuer Beineis für die deutsche Selbst- über Hebung, die Frwukreick, und die französische Erde beleidigt, "^veg mir ihnen," ruft Lavedan. Biogen die deutschen Toten, muereu Boden düngen, das allein wollen mir ihnen erlauben. X ewillrgen mir ihnen ein einfaches niederes Holzkreuz, so ist das eure genügende Großmut unsererseits. D-eil Rest soll Hacke und Mauerbrecher uiederleg-on und vernichten. Natur. Bö etter, Iahres- zecken und die Fähre mwden das ihre tun mrd die ungepflegtes Gräber dem Erdboden gleich,nachm." Llls Beitrag französischer Kultur und Geistesverfassung ohne jeden Kommentar. Die französischen Gefangenen hinter der Front. Berlin, 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Entente- proiaganda perbreitet durch den Aulstcrdamer „Telegraaf" die Meldung, daß einige tausend französischer ^briegS gefangen er zehn Kilometer hinter der deutschen Front beschäftigt wurden. Tagegell )ei ausdrücklich erllärt, daß sämtliche französische Kriegsgefangene, lme rerelnlWck, nnndestews 30 Kilometer hinter der Front unter- gebrack. find. Tie mit der französischim Regierung getroffenen dies deutscherseits geschieht. Keine portugisischen Truppen nach dem Weste. Madrid, 25. Mai. lWTB. Nichtamtlich.) Funkspruch des Vertreters bc6 SBieiter k. k. Korr.-Bur. „Tebats" erfährt ans Lissa- daß Uwgeu der letzttm Vorfälle vorläufig von weiteren portu- gmffichen ^ruppensendungen nach dem westlichen Kriegsschauplatz abgejehen^werden müsse. Tie Verschiffung der Trnvven, die vor wenigen 0.agen hätte erfolgen sollen, sei unterblieben. „ABC" berichtet, daß französisch-englisck>e Agenten die Fischer- floti? von .Huelva aufgekauft hätten. Zahlreiche Familien seien dadurch brotlos. Tie Fifchvecwrgung der Stadt sei unzureichend. Tie >Ensnnttttteuerung versclürfe sich. Dieselben Agenteil hatten verlacht, auch die Fischerflotte anderer spanischer Häfen aufzu kaufen. Die ersten Amerikaner. London, 25. Mai. BTB. Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ter Berich.erstattiw im französischen Haupt- guanier nieldetT i e c r st e a in e r i k a n i s ck e A b t e i l u u g , die an dem Kriege-teilnehmen soll, iß abgereist. Es hmrdelt sich uin eure Automobiltransportabteilung, die fast ausschließlich aus anlcri- kanischen Studenten besteht. * Die Kämpfe im Westen. Berlin, 28. Mai. An der We st front fanden am 27 ^>?ai «u verfcknEen Stelleii starkes dlrtilleriefeuer wird beiderseitige orlllche Kampchmivlungen von geringerer und größerer Heftig- statt. 2111 ? dem Wyschaetebogen und in der Gegend von Wariretm bag feit Mittag Itarf gesteigertes Feuer, das zum Teil durch Fttegerbeobacküung auf Batterien im Hintergelände gelegt ,wurde. Der Artitterickampf hielt auch ln den Abendstunden und nachts an. Dre d^ltfchen Batterien nahmen TruppenbRegungen hinter der remdlichen Lüne unter ivirksames Feuer. Nack) einem außerordent- ftck) befttEl Feuerivirbel drangen geaen Mitternacht etwa drei Komramnen in unfern vm^entm Graben westliche vom Dorf Wptschaete ein. Sie tourden in heftigem Nahkampfe wieder ^rtmeben und ließen eine LLrzaht von Toten, Berlvundeten und Gefangenen zurück. An der Arrasftont verstärkte sich das feindliche Artillerie- Mer tm allgemeinen^crft am Nachniittag. Ter südlich der Scarpe mrch kurzer lestiger Feuervorbereitung in breiter Front zivischcn Chörny und Bullccourt vorgetragene englische Angriff kostete die 'Engländer außerordentlich schwere Verluste. 2nr Raume von St. Quentin brachten die Unsrigen an vier verlchredenen stellen Gefangene ails günstig verlaufenen Vorseld- kanrpwn ein. An der Aisncfront rvar das Feuer nur in der Gegend von Eraonne heftiger. Ein um 11 Uhr morgens versuchter französisckrer Handttrerch in der (Gegend von Hurtebise Ferme wurde durch das izeuer der Gcabenbesatzung völlig vereitelt. Unsere in der westlichen Champagne kävwsenden Tntppm ^.o nrcke n arn 27. Mai abermals, wie genreldet, einen schönen Erfolg buchen. Bereits am frühen Morgen Nmrden bei der Säuberung eines k^anzofenneites am Hange des LuginSland eine Anzahl Gezüngene imd mehrere Maschinengewehre eingebracht. Ani Pochlberg uverrannten württcmbergische Truppen nach planmäßiger Fener- vorbereitung in wuchtigem Anlauf ein feindliches Graben,'ostem m 2 Kilometer Breite und erreichten nach wenigen Minute» die smohlene Lüne. Tie Franzosen l)atten schwere Blutopfer. lieber 200 Gerangene bl leben in unserer Hand. Anr benachbarten Keilberg flehende Thüringer schlosst sich aus eigenem Antrieb dem An- grffr der Württenrberger an, stürmten hier die vorderste Linie und machte,: etwa 50 Gefangene. Die Franzosen warfen augenblicklich rhir Lturmw-ellen gegen die ihnen entrissenen Stellungen vor, die rndesien blutig abgewtesen wurden. Immer frische Resero>»l rührten iie heran. An einzelnen Stellen stürmten sie bis zu sieben Mab Besonders hartnäckig waren die französischen Wiedererob<'- rrmgsrenuche gegen den -Osthang,des Vöhlberges, wo wir eins Revolverlmione und mehrere Maschinengewehre erbeutet hatten. Sämtliche bis tief ln die Dunkelheit sich wiederholenden iranzösi- schen Angrine wurden indefsen von Miseren Truppen in erbittertem Ringen unter ^'chiveren Verlusten ffch den Gegner abgeschlagen. 2*e eroberten Stellungen am Pöhlberg sowie am Keilberg blieben fest in unserer Hand. Französische Berlusie. Berlin, 26. Mai. lWTB.) Zuverlässigen Feststellungen zufolge hat das 9 9. französisch e In s a nte r i e re g i- ment vom 7. bis 20. Mai ein^n Gesam tv er l n st von 85 0 Mann erlitten, also nahezu die 5Mfte seiner Gefechtsstärke. Vom 7. Mai bis 11. Mai hat es 300 Mann blutige Verluste, anr 12. Mai etwa 250, und vo,n 12. bis 20. Mai wiederunt etwa 200. Dazu verlor es am 11. Mai noch 100 Mann an (Gefangenen. Die Verluste rühren hauptsächlich tarn Minen- und Granatseuer her. Die deutschen Lnstficge. Berlin, 28. Mai. lWTB. Nichtamtlich.) Die Tätigkeit der beiderseitigen Luststreitkrafte war auch am 26. Nkai lebhaft. Insbesondere waren die Bombengeschnxrder wieder fleißig an der Arbeit. Während die feindlichen Flugzeuge an^ vielen Stellen die Ortschaften und Bahnhöfe hinter unserer^Front — meist erfolglos — bewarfen, belegten unsere Flieger Fnrnes sowie die Bahnhöfe südlich Bethune, Gondreconrt, Ochev und Champigneulles bei Nancv mit Bomben. Ein Geschwader betvarf das englische Lager bei 2lrras mit über 3000 Kilogramm Sprengmunition. Der Erfolg zeigte sich in einem ansprechenden großen Brande. Trotz des wolkenlosen Himmels !var die Lust stark dunstig, so daß die Beobachtnnzi aus Fesselballonen und Flugzeugen darunter litt. Nichtsdestoweniger gelang ent vielen Stellen das mit ^Ballonbeobachtung durchgesührte Zerstörungs- schießen. Starte Explosionen beim Feinde ließen über die erreichte Wirkung keiner. (Zweifel. Die durch unsere Beob- achtungsflieger durchgesührte Bahnüberwachung und Nah- anftlärung brachte wertvolle Meldungen, belegt durch zahlreiche Lichtbilder. Eine schneidige Tat vollbrachte ein zur Feruanftlüruttg angesetztes Flugzeug, das nordwestlich Be- sont bis dicht über einen fahrettden Truppentrattshort her- unterstieß und durch Bombenabwurf aus niedrigster Nähe den roll besetzten Zug in zwei Teile auseinandersprengte. Währen- der vordere Teil des Zuges irr einem Tun'net Deckung suchte, ;xriff das Flugzeug den abgerisseneu Teil mit Maschinengewehrfeuer au. Vor dem planlos einsetzenden Feuer der sich zur Wehr setzenden Mannsckmften entkam es unbeschädigt und kehrte mit wichtigen Meldungen zurück. Im Lustkampse schossen die dentsehen Flieger an diesem Tage 11 feindliche Flugzeuge ab. Dabei blieb Leutnant Voß zuin 30. Male Sieger. Ein weiteres Flugzeug des Gegners wurde durch Flakfeuer heruntergeholt. Berlitt, 28. Mai. Arn 27. Mai warsett unsere Bomben- fttegex in zahlreichen Tages- und Nachtflügen nicht weniger als 10000 .Kilogramm Sprengstoff ab. Die meisten ihrer Angriffe galten den Truppennnterkünsten und Lagern hinter der Aisnc- und Chantpagnefront. Zahlreiche Treffer ins Ztel und mehrere Brände wurden beobachtet. Die Tätigkeit der Dontbenflieger ist ein untrennbarer Bestandteil der großen Kamp sh and tun g geworden. Der Bombenflieger stört den nächtlichen Bahnverkehr, vernichtet die Munitionslager weit hinter der Front, bringt Unruhe und Verluste in die Ruhe suchenden Trnppett des Gegners unb bereitet der feindlichen Kriegsindustrie schwere Verluste. Die Mbwehr- tnaßnahmen des Feindes haben unsere Bontbenfliegcr nicht zu hitiderir vertnocht, ihre Aufgabe,t mit Erfolg durchzw führen. Im übrigen auf der ganzen Front Jagd- und Anf- klärnngsflüge. Bei den Kämpfeit in der Champagne gelang cs unseren Fliegern, die feindliche Lltftcrkennung völlig zu unterbindeit. Ter Gegner verlor 12 Flugzeuge und zwei Ballone. Erfolge der Marineflieger. Berlin. 28. Mai. (WTB. Amtlich.) 1. Am 25. Mai wurden an der flandrischen Küste zwei feindliche Flugzeuge durch Marineflugzeuge zum Absturz gebracht. Am Morgen des 26. Mai trafen drei unserer flandrischen Seekamvfftngzenge vor der französischen Küste auf ein Geschwader von französischen Flugbooten und schossen alle vier in wenigen Minuten ab. Von deren Besatzung konnten vier Ofsiziere'nnd zwei Unteroffiziere geborgen werden; die übrigen ^Insassen find ertrunken. Obwohl unsere bei der Bergung beschäftigten Torpedoboote durch feindliche Seestreitkräfte gestört wurden, konnte ein französisches Flugboot unbeschädigt ein- gebracht fverden. Die übrigen drei sittd vollständig zerstört Keines unserer Torpedoboote ist beschädigt worden. 2. Eines unserer U-Boote hat am 25. Mai in den 5voofden das englische Wasserflugzeug 9096 ab- g e s chosse u und zfvei Insassen als Gefangene cingebracht. Der Chef des Adniiralstabes der Marine. Zum letzten Fliegerangriff auf England. London, 26. Mai. Meuter. Amtlich.) Ein starkes feindliches Luft^eschlvader, ettoa 10 Flugzeuge starr, griff gestern abend zw-ncheit 5 Uhr 15 Rttmcken und 6 Uhr 30 Minuten Südost-Eng- land an. Auf mehrere Orte w-urderr Bomben abgcnwrfen. Fast aller Schaden wurde in einer Stadt angerichbet, n?v die Bomben auf Personen, darunter 43 Frauen und 19 Kinder, Und verletzt. Unsere t^lug-euae nahmen die Berfolgraig auf. und WasferslugZeuge von ^unii.rcken griffe,: die Teuffchen bei ihrer Rückkehr an. Die Admiralität berichtet, daß drei feindliche Fttrgzeuge abgeschofsen sind. Die Revolution in Rußland. Rußlands Geheimverträge. ^?.?öenhagen^ 26. Mai. (WTB. Nichtamtttch. „Extra- madet inelLer aus Stockholm: Der Petersburger Arbeiter- und -LolOatenrat hat mit 340 gegen 46 Sttmmen einen Antrag angenommen die Regierung solle die Geheim vertrage mit den Alliierten veröffentlichen. Vom russischen Heere. Kopenhagen, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) „Berlingske Twende" meldet aus Petersburg: Kerenski besuchte Helsingfors, ^'0 er die Truppen besichtigte. In einer Ansprack-e erklärte er/ daß der Ausdruck „Frieden ohne Annexionen imd ^briegsentschä- dtgungen nicht che Einstellung des Krieges bedeute. Der Liflzierskongreß in Petersburg, der jetzt 1000 Mitglieder zahlt, ,etzte leine Arbeit mit detn Ziele engen Zusammen- Wirkens z,m,chen Offiziereri und Soldaten unter voller Ilnter- ltutzutig der vorläufigen Regierung fori. Die l)öheren Offiziere habett emen Cid darauf geleistet, daß sie das soziale Prvgramnr der versa,,ungSgebenden National Versammlung unterstützen wollen Ter Ofsizierskongreß. Peter s b u r g, 26. Mai. (WTB.) Meldung der Petersburger Tel e g raph en- A gen tu r. Der Offfzierstöngreß hat mit 265 gegen 246 L-ttmmen eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Da das Heil des Vaterlandes die Anspanmrng aller Kräfte des Landes verlangt, fordert der Kongreß alle russischen Offiziere auf. den revo- lutronaren Soldaten und "Arbeitern die Bruderhand zu reichen, um cn.rnmi.tic, die durch die Revolutton errungene Freilwit zu befestigen. Glei der Armee befinden, sich von dem Grundsatz einer freien Disziplin dnrstdringen zu lasse,: und das revolntivnäre Rußland dis zum äußersten zu verteidigen. Gewalttaten in Rußland. Kopenhagen, 29. Acai. (L. A.) Ein über London kom- nwndes Petersburger Telegramm berichtet über- che Brwaewcckttgun g der lvlchttgei: Stadt Zarezyn an der Wolga durch aufrührerische Soldaten, die zuuächst midcrthalb Millionen Rul>el forderten und sich aller anwesenden Wotgaschiffe bemächtigten. Die Polen in Rußland. Warschau, 26. LAai. (WTB. NickstaiEch.) „Glos" bri,:gt nach „Echo Pols'tie" aus Moskau eilten. Protest der polnischen Kriegsgefangenen in Rußland gegen die Bildung der polnisckzen Arnwe daselbst, in dem als einzig maßgebender und leitender Faktor der Staalsrat in Warschau als vorläufige Regieriutg Polens anerkannt wird. Dir Bildung militärisck.er Organisationen, deren Ausgabe der Richttnig der Polittk des Staatsrates direkt zuwiderlanfe, erklärt der Protest als Verletzung des Grundsatzes der Disziplin, die besonders jeden polnischen Soldaten verpslickKe. Ties sei eine Wühlerei, die den polnischen Interessen gegenwärtig unübersehbaren Schaden bringen könne. Der U-Voot-Urieg in der französischen Uammer. Paris, 25. Riai. (WTB. Nichtamtlich. In der Deputierten- kaminer erklärte Cels, die Gefahr des Unterseebootes sei außerordentlich schwer. Ter Redner prüfte die in jedem Vierteljahr zerstörte Handelstvnnagc und fuhr fort: Bis Ende September 1916 bewegten sich die Verluste stäirdig zwische,: 300 000 bis 350 (XX) Tonnen, seitdem aber nahmen sie immer zu. um bis 2 400 000 in beit ersten vier Monaten des Jahwes 1917 anzusteigen. ivas dem Stande tun französischen Motte vor den, Kwiege gleichkommt. Die dlaubauzahlen begegnen dieser Gesal/r nicht und die Regierung tut in dieser Hinsicht nichts. Deutschland -wird von den Neutralen verpflegt und braucht keine Totmage, die Alliiertet: aber benötigen eine Mindesttonuage für ihre Kriegsindustrie und für die Versorgung der Bevölkerung, aher über diese Mindesttonnage verfügen tie Alliierten nicht mehr. Zur Prüfung der Berteidigungsmitte! verlangte Cels eine geheime Sitzung. Sein Begehren wurde ange- noCmmen und die Sitzung ausgehoben. Einige Augenblicke daraus begann die geheime Sitzung. Um 5 Uhr 55 Minuten wurde die öffentliche Sitzung wieder ausgenommen. Admiral Lacaze gab Erklärungen über die Ergebnisse des Unterseebootkrieges ab, worin er u. a. sagte: Unsere Feinde behaupten, daß sie Eiigland und Frankreich zwingen würden, ■ sich ans Gnade und Ungnade zu ergeben. Ich erkläre und wiederhole! es nach Lloyd George und Lord Milnor, daß die Unterseebootsge-^ fahr uns nicht zwingen lvird. Lacaze setzte wciter'die Verteidiguugsmittel gegen Unterseeboote auSeinalidcr und erklärte, seit Uebernahme seines Ministeriums sei' die Bewassuung der il3achtschiffe eine seiner ersten Sorgen gewesen, um ihnen ein sehr schnelles Feueric zu gestatten. Er svrack, von den Anstrengungen, die gemacht würden, um längs der Küsten Posten und Posten von Marineflugzeugen zu sck)afsen. Heute sei die Zahl der Posten an allen Küsten genügend. Jni nächsten Oktober werden alle unsere Handelsschiffe nnt zwei GesckMzen beivaimet sein. 'Aber die Möglichkeiten haben ihre (Grenzen, konnten noch größere An--' strengungen gemacht werdm? Die Kammer möge es sagen, wenn sie glaubt, daß sie mich dafür verantwortlich machen darf. Die Nutzbarmachung kx'r Seestreitkräfte hängt von den militärischen Besehls- habern ab. Die jüngste Zusammenkunft der Alliierten in Korfu! beschloß neue Maßregeln, die ich billige. Unsere militärischen Be- ' sehlshaber hängen nur von mir ab. Ich allein • bin verantwortlich. Ein großer Tnl. der Kammer spendete diesen Erklärungen Beifall. Daraus nmrde die Weiterberattmg auf morgen vertagt imd die Sitzung geschlossen. Paris, 26. Aftri. (WTB. Nichtamtl.) Kamnrersitznng. Meldung der Agenee Havas: Aus den Erklärungen des Admirals Lacaze in der Kammer ist noch nachztttragen : Admiral Lacaze erklärte: Wir haben schwere materielle rnid schmerzliche Verluste erlitten, aber das Land wird sie heldenmütig ertragen. Zusammen mit dem erbeuteten feindlichen, dem käuflich erworbenen und dem netl erbauten Schisssranm wiesen die verbündeten und die neutralent Flotten zu Anfang 1917 darr gleiche,: Schiffsraum auf, den sie zu Beginn des .Krieges litten. Für die ersten vier ?Nwnate 1917 kann mau die Gesamt Verluste auf 2 500 000 Tomreu ftststellen^ Wenn man ohne Opttmismus die Neubauten mit in Rechnung W&, b GDßürt sich. daß. wenn ber ll-Urnükrreg biß zum ^rhreß- 5^^ Ul l^^dZcr Stärke artbött^ wir 4 500 000 Tonnen verloren TOtKTt torriynt. Bei einem Gesamt scknfsSranm von mehr als 40 Mil- iLnien Donnen nach man da wirklich anne'hnielr, das; diese Ber- «ngermllt derartig wirkt, das; sie unser Leben in Frage stellt und daN 'knc angedr^rle deutsche Blockade der Häfen der Alliierten wirk' u/h imd tatsächlich ist? Ich bin überzeugt, das;, wenn wir das u,t ^ cre zurzeit tun, indem sie Emflchr veschränkungerl durchfichren, wir mit dem vorhandenen gegen wärtlgan SchrffSraum dahin kommen werden, die Bedürfnisse des Laichs zu befriedigen und die Zufuhr des .Kriegsbedarfs zu sichern. Admrvat Lacaze erklärte tL'eiter, bafe die ziffernmästige Angabe des vrs zum 20. Mai versenkten Schiffsraums eine erhebliche Berringe rimg, nämlich nur 290000 Tonnen, anstveise. Darauf stellte er durch Zahlenangaben fest, daß die deutsche Blockade tatsächlich »riernals bestanden hätte, da ja bis heute so viel Schiffe in die Häfen gelangten, als diese aufnehmen könnten und auch alles bräcktten. n*as das Land nötig hätte. 4 200000 Tonnen Waren, cvhr^er Admiral fort, sind im März in unsere Häfen gelangt und 4300 000 Tonnen im/April. Im Gegensatz hierzu gelangt nichts «oder so gut wie nichts in die deutschen Häfen. Es ist also unrichtig. Ku lagen, dast wir infolge des U-Bootskritzges den Krieg verlieren müssen Wir können noch schmerzliche Verluste haben, aber ich denke, hast man die Lag« ohne Schväche und ohne blinden Dpti mrsmus ansehen kann, aber auch ohne übertriebene Sorgen. . * » * Lloyd George und der ll-Bootkrieg. London, 25. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyd George sagte im Unterhaus« über den U-Bootkrieg, daß England in der Abwehr der U-Boote erhebliche Fortschritte machte. Die Maßregeln zur Bekämpfung der Unterseeboote würden immer wirksamer. Die Nation könne sich zu der beträchtlichen, unerwartet rascl>en Besserung der Lage beglückwünschen. Llond George betonte die Nottnendigkeit, sparsam zu sein und sagte dann, lnenn jedermann seine Pflicht tue, werde die Hoffnung ans den Triunrph, die Deutschland auf die U-Boote setzte, von einer ganzen Reihe von Rechenfehlern dieses vom Schicksal gezeichneten Reiches der größte sein. Rotterdam, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.» ,,Nicnwe Rotterdamsche Courant" meldet ans London, daß Lloyd George im Unterhaus mitgeteilt hat, die Regierung habe beschlossen, eine Kommission zur Untersuchung der Arbeiter- schwierigkeiteu einzusetzen. Die Lebensmittelnot in England. Berlin, 29. Mai. Uebcr die eirglistlien Nahrungsmittelnöte dertzt es in versckied-enm Blättern: Eine Eingabe 2 . d.w englische Dampfn' Jupiter (2125 BRT.) mth drei bttvafsnete englisch? Dampfer unbekannten Namens. Der Chef des Admiralstabes. Ein Drittel der monatlichen Fleischeinfuhr für England mit einem Schiff nntergcgangen. In den Berichten des Admiralstabes über die Versen kung von Schissen finden sich, soweit dies nach Lage der Sache fcftgestetlt m erben konnte, aych Angaben über die Ladung des versenkten Schiffes. Wenn auch diese Zahlen teilweise an sich sehr hoch erscheinen, so verinag der Laie die Bedeutung der als vernichtet gemeldeten Vorräte häufig nicht in vollem Umfange zu ernennen. So wurde gemeldet, daß Ende Marz der Dumpfer „>Hetorus" im Kanal versenkt wurde: dieser führte, wie jetzt fesl.geste.tlt wurde, 100 000 stück geschlachtetes Vieh aus Australien mit sich, eine :^ahl, die gewiß schon als solch? genommen «ußevordentlich hoch ersctieiirt. Die Volte Bedeutung der Vernichtung dieser englischen F'teischzufuhr ergibt sich jedoch aus einer Nachricht der „Moruing Post" vom 11. Mai, wo nach ftir den Monat Mai 1947 mit einem Abtranspo» von insgesamt 300 000 Stück Fleisch (KU je 60 Pfund! gerechnet wurde. Mit dem einen Dampfer ist demnach ein Drittel von den, vernichtet worden, was überhaupt in einen, Monat nach England verschifft werden kann * Kopenhagen, 27 Mai. (WTB., „Berlinske Tidendc" meldet aus Stockholm : Zwei schwedische D a n, p f e r sind nach Srvrnemündc aufgebracht worden. Chrtstiania. 26. Mai. (WTB Mchtamtlich) Meldung des Norsk Telegrambüno. Die Pariser Gesandtschaft telegraphierte, daß der Dranrmener Dampfer „Smith" <2003 Tonnen), von Bilbao nach New Port unterwegs, an, 22. Mai twr-seukt worden ist. Rotterdam, 26. Mai. (WTB. Mchtamtlich.) Bei ^loyds Register waren bis zum 22. Mai Meldungen über 24.4 verfentte Schiffe ein gegangen. Bis zu demselben Tage des Vormonats waren nur 210 Schiffe als verloren gemeldet. Madrid, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) „El Mnndo" meldet aus Brest, der Kapitän des brasilianischen Danip- ftrs „Tpjuca" erklärte, ein deutsches U-Boot habe den Dcimpfer n,it Kanonenschüssen angegriffen. Der Torpedo habe in, Maschinenraum eine Explosion hervargerufeu, und der Dampfer habe alsbald zu finken begonnen. 2(115 dem Reiche. . M ü n chen, 26. Mai. (MTB. Nichtamtlich ) Zum Erz- mschof von München Freising wurde der Bischof von Spey-er, Dr. v. Fmilhaber, eruaunt. Aus ficjScii; Rheinhesstu und die Donau—Rhein Verb.indung. Mainz. 24. Mai. Der Provinzialtag der Provinz Rhein- hepen nahm eine Entschließung au, in der es heißt: „Ter Pro- vmziattag begrüßt das Vorgehen der >!gl. Bayerischen Regierung lrt jJWfl M,f die Erbauung einer Schiffahrtsstraste zwilchen Rhein und Donau aufs wärmste. Er erblick in der Schaffung dieser Verkehrsader zwisä>en dem Westen und Osten Europas ein wichtiges Mittel zur Anbahnung und Aufrechter Haiti mg enger PoUchcher und wirtschaftlicher Beziehungen ztviscl>en Deutschland mid.selnen Verbündeten und mvartct von der zu erbauenden Grotzschiffafp-tsstraße eine mächtige Belebung des Binnenschiff' wdrtsverkelws und damit des gesamten Handels und der Industrie alter von der neuen Berkehrsltraße berührten Länder, vor allein auch unseres engeren Heimatlandes. Der Provinzialtag spricht die Erivartnng ans, daß dem lluternehn«en sowohl bei d^'r 9teichs rcgiernng wie auch bei der Großh. Hessischen Regierung jede Unterstützung zuteil wird. sFrankf. Zig.) Ans Stadt tinb CmtO. Gießen. 29. Mai 1917. Gemnsehöchstpreise in Hessen. Die hessische Land e s g e m ü sestelle in Mainz hat rolgeudt' Ge m ü se-.hö ch ft p r c i se festgesetzt : .Spargel I 69 Pfg. beim Erzeuger, 7? im Großhandel, 8., rin KlerWandel, Spargel II .42 (42, 5>0) Rhabarber 10 (19, 18), Erbsen 25 (27, 95), uZckererbsen 80.(82, 40), Stangenbohnen 25 (28, 85), Buschbohnen 20 (28, 80 ), Pufsbohnen E' i, o0), Mairüben 7 (9, 12), Charlotten vom 16. 6. ab 24 (26, 80), von, 1. 8. bis 1. 9. 15 (17, 20), Gelbe Mben, Mohrrüben, Möhren ohne Kraut bis 81. 8. 12 (18, 18), Kohlrabi vom 20 6. ab 20 (22, 25), vom 20. 7. ab 15 (17, 20),Früh- irreltzkohl vom 20. 7. ab 15 (17, 20), vom 1. i). 20. 9. 10 (12, 15), Wiutertvvssalat per Stück 10 (12, 15 ), Sommer tovflalat 5 (6, 8), Römisch Kohl per Pfund 15 (17 20), Spinat ab 20. 5. 16 (17, 20), Tomaten 80 (83, 88), Früh Wirsing 20 (22, 25), Frührotkraut 20 (22, 5), Blumenkohl ia nach Größe bis 1.20 Mk., Endivien per Stück 10 (12 ,15) Steckzwiebel per Pfund 20 (22, 26 »Pfennig. — Die Preise verstellen sich nicr für marktfähige Ware erster Qualität. Lebensmittel und Bedarsdartitel. ' . .** V u ct r r p e r b r a ri ch s - N e g c I n n g. Der Oberbürgermeister weift nochmals darauf hin, daß bis zuin 81. Mar 1917 ans dip. Zuckermarken Nr. 12 bis 25 je 250 Gramm Zucker bezogen ivcrden können. Nach Ablauf des 81. Mai 1917 verlieren diese Nlarkcn ihre Güll igkeit. ** Zu ckerk arten. In di'r Lebensmitteltäbelle am vorigen Samstag sind irrtümlich die. Zuckerkarten Nr. 12—2l anfgefübrt worden, wührend nur Nr. 12 23 Geltung haben ** Vl- rteil »ing vvn Spei se s y r u p. Der Stadt Gießen ist ^pcisesyrup überwiesen worden. Wer davon bezieltz-u will hat den Bezugsabsclmitt 12 der Lebensmiitellarte vom 81. Mai 'l 917 bis 4. Juni 1917 in den G'schästen, die im Anzeigen teil unserer heutigen Nummer ausgesührt sind, abzngcbcn. Wer in dem vorge- naniitcii Tenmne den Bezngsabschnitt 12 nicht abgibt, tänn bei der Verteilung nicht berücksichtigt iverden. Die. Menge an Syrmp, die auf jeden Abschnitt enlfällt, sowie der Beginn der Ansgave werden noch bekannt gegeben. ** E i ir r O r t's lohlenstelle ist auf Vecanlasfimg der Kriegsanil,teile .vrankiurt a. M. in Ödesten errichtet, die dre ein- treffenden Noblen zu verteilen hat. Die OrtsVohlenstelle ist dm, städtischen (Gaswerk, d-larteirstraße 8, angesti^dert. Bestellungen auf Vrennmateriallen sind an die früheren Lieferanten zu riMen: die Ortskol.lenstelle ninlmt solche Ansträge nicht eutaegeii. Beichwerben über unzureichende .Lieferungen sind an die Ortskvblenstelle zu richten. Siehe Bekanntniachung. * ** „Pfingsten, das liebliche Fest", wie es Goethe nnent, hat in diesem Jahre wieder seinen ganzen Zauber als echtes deutsches FriMmgsfest offenbart. Ostern kann, wie es sich diesmal wieder gezeigt Hot, noch in den vollen Winter fallen, aber dem Pfmguieite wird kein noch so ^hartnäckige^ Winter mehr Schud<.u anziituil vermögen. Eher ist die liebe Sonne im Stande, des Guten etwas zu viel zu tun. So wiar es denn auch au den dies-- jährigeu Festlagen. Strahbnrdeü Sonnenwetter lag über Gießen und tvrlockte sck)vn zu früher Stunde den grüßten Teil der Eiw- wohnerslhaft mit Etz Vorräten betciben ins Grüne. Die schönen Zeiten sind ja vorüber, wo man daraus rechnen konnte, sich auf dem uächskliesten Dvrse vor einem aus reinem iveißeiu Mehle gebackenen Psingstkuchtm niederzulassen und selbst hart^sottene Hamsterer werden nicht viel erbeutet l-aben. Es ist selbswerständlclÄ, daß bei dem großen Auszug aufs Land in der Stadt selbst wenig Leben und Treiben herrschte. Zustrom vom Land<' ivar auch nicht zu erwarteit, da die meisten (^esck-äftsläden geschlossen blieben und im freien. Handel ja auch nickst mckl)r viel zu bieten haben. Wie uns die Eisenbahiü>et)ör.de ntifctoüt, ist die Ermahmmg, von Bahnreisen zu Pfingsten abzusehen, ivenigstens in unserm Bereiche aus gutlvi Boden gefallen. Freitag und Samstag lvar bei Verkehr stärker nüe sonst, was auch mit der BeföiM'rnng in Urlaub ' fahrender Soldaten zusammen hängt, an den Feiertagen sell> ft beivegte sich der Verkchr in normalen Bahnen Einzelne Züge waren sogar ausnahmsiveise schivach wpetzt So wird uns erzählt, daß infolge des Verbotes 0-Züge auf einer geringeren Entfernung als 60 Kilvmeün zu beiMen, viele Reisende in BadManheim eirv-n fch,vacl> besetzten l) Zug vorbelfahren lassen mußten. Nun das Pfingstfest vorüber ist. sck>eint auckr die bisherige Witterung nnizuschlagen. Das ^romL-ter ist erheblich gcsnnkeik. Scknvaches Wetterleuclsten deutet' gestern abeno gegen 11 Uhr tauf ein nabendes OVfnvirter )ll>er erueh diesmal iK Gießen nur von feinen Austänfern btckcofsen »vordcn. In der Nacht feltte für ganz kurze eZil ein starker Regen ein, der den ans getrockneten Boden bis honte morgen allerdings schon anfglckogtm hatte. Gegen 10 Ulp morgens wiederholte sich der Regenfall und die Wvlkewbtldiuigm lassen Junten* ergiebige Niederschläge erwarten. Willlommeiter konnte kein Regen kommen tvic !vie gerne die Kinder Bluinem nnd Zweige in den Mund nehknen, wie jie so geschickt sein !vollen, die Blätter des Saueramphers zn kauen und dergl, der wird begreisen, wie leicht beim Pflanzen und Blattersanunelu die Kinder von Uebelkeit icnd Erbreckien befallen lverden könneil, lvie leicht aber auch durch eine Vergiftung der Tod herbeigesührt werden kann Also Vorsicht! Man lvarne die Kinder aufs eindriglichste, Pflanzen auf der Wiese, im Feld urrd Wald zu esseu, in den Mund zn nehinen und zu kauen, die man nicht gawz genau kennt. Wir möelsteu bei dieser Chelegenheit nocl) aus eine Unsitte hiuweisen, die man oft zu beobachten Gelegenheit lstit, nämlich an (^etreidefeldlmn beim Vorbeigehen am Wege .Halme herauszuziehen ans der Scheide und zur Stillung des Durstes zu kauen, ein Be.giunen, das zwar nicht gesundheitsschädigend, aber leichtsinnig und die Allgemeinheit schädigend ist, lveil mit jedem abgepflückten Halm eine große Menge Get rei.de körner vernichtet wird. ..** Pilze. In diesem Jahve sollen zum ^iheii der Volkernahrung durch Kinder unter Scknilau-ssicht eßbare Pilze in müg- lichst großer Menge gesannnelt und in getrocknetem Zustande abge- liefert werden. Zu diesem Zwecke sollen die Kinder, «oweii das noch mcbt creschehen. eingehend in der Pilzkmcde nitterrichtet nierd^-u Na cbp r^ü s u u g der O ,, > : l u „ oß T a r t c n Es imu. fliifn an dieser Stelle daran erinnert, die Marken sofort nackWi^ kleben, soweit es nickt bereits geschet)«n ist. Die Nathprüsnng der Karten fmdet von beute ab statt. Es kam» fick, alfo jedermann noch bor Bestrafung schützen. ** E ine Vie hh ändler - Ver sam irr l u n g der Provinz Ober Hessen, einerlei ob sie dem Milteldeus scheu Vielilstrudlerverein anaehören oder nicht, findet Sonntag, den 8. Juni ds. .'Fs. im Hotel Trapp zn Friedberg statt. Siehe Anzeige * S ch w a r z - W e i ß - Theater, Seltersweg 8! Programm vom Dienstag, 29. Mai, bis einfchließlicki Freitag, 1. Juni, imrd gegebeti: „Schlvß imb Hütte", modcme' ooama- Sck)auspiel in einem Vorspiel mid 8 Akten, dargestellt von allerbesten Künstlern. Verfasser und Regisseur ist Rudolf det Zopp. Als zioeites Stück ioird ein modcmner Filmschwmik in 3 Akten, betitelt „Leo Saberloter" irrofje Heiterkeit hervorlmingen, zumal dm kikaunten Künstler Leo Peukcwt. Mizi Parla mid Herbcmt Paulmüller in den Hauptrollen Mitwirken. Außcrdem ist ein gictes Beiprvgramm vorgesehen. ** I m L ich.t sPiel haus, Bah n ho fstr. 8 l. sveht aus dein Programm vom 29. Mai bis einschließlich 1 Juni 1917 „Dolch's Bekehrung", ein lustiges ^lbentencr aus dem Orient von Ferdinand Bonn. In der Hauptrolle: Feidinano Bonn imd Addh Homberg. Ferner ein „Mo1>orbootrennen" Nat,nwild und „Das ralfeshaste Inserat", ein Abentener in erlnndern Daß die von ihnen vordeveitele Gegenrevattitiou eine sehr hlutige sein ivird, be>hauplen sie l>estinnnt. _ r CHöherft Privatschulo Soxta — Oberprima) Anfnahme neuer Schüler jederzeit Out« Erfolffe. Ein jiiliri^en-, Primareife-, Abiiurlenten- priifKiii^. Durch den Besuch der Unterstufe KCnilpren Kinder uni. 14 Jahren derffesel zliohen Schulpflicht. (MlnisL Ver- ftijrunpr vom 13. V. 14). Nilhcres durch Direktor Braokemami, Ludwigstr.7Ü,Fcrnr (SJ3 (Karten am NadeunaSberg zu pachten aelncht. Schr.Aug. ^nter4208 an den Gieß. Aniz. von Anliauitälen. Möbeln, ganzen Elnrichinngen, Ali en'en, sowie allen von mir geführten Artikeln. 2241 Louis Rothenberger. Bulldogge (Wc>, aelb, m. schwarzer Schnauze entlanieu. Gegen Belob nung abznaebe,i bei 4211 Heinr. Preis,, EbSdvls. Gasherde in großer Auswahl wieder eingetroften. Rudolf Rüdiger, Vl filltomtr. .‘15. 4 Nachruf. Am 29. April ist unser langjähriger Buchhalter Herr August Haffner fürs Vaterland gefallen. Wir verlier.en in dem Verstorbenen einen geschätzten Mitarbeiter von Treue unseren Interessen diente. Sein Andenken wird bei uns fortleben gtitt jflft bfioifilcmt Auzcigt. Gott der Allmächtige hat gestern abend 7^ Uhr unser geliebtes Tvchterchen und Schwesterchen Mathildchen nach schwerem Leiden im Alter von Jahren zu sich geholt. Die tieftrauernden Angehörigen: Hugo Stahl, Werkm.-Ass. und Familie. Gießen, (Liebigstr. 97 II, 9s. Mai 1917. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 31. Mai 1917 nachmittags 4 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes ans statt. 4207 Gewinn-Auszug der 9. Preusstech-Siiddeuischen i235. Königlich Preuss.) Klasseir-Lotterie 5. Klasse. 16 . Ziehuosstag. 26. Mai 3917, Auf Jed» gezogen* »InU gleich hohe Gewinn e gefallen, ond rwar Je einer anf die Loae gieleher Nopiroer In den beiden Auteiinneen I nad TI tObne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unseres lieben Vaters, Schwiegervaters, Großvaters, Bruders, Schwiegersohnes, Schwagers und Onkels Ernst Franz Heitmann Kgl. Zugführer i. P. für die Kranz- und Blumenspenden, besonders dem Staats-Eisenbahnerverein, dem Zugführerverband und Fuhrbeamtenverein sprechen wir ans diesem Wege unseren innigsten Dank ans. 4199 Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Bad-Nauheim, den 26. Mai 1917. i» niur Unter Hinweis auf die in der Allgem. Viehhandelszeitung vom 26. ds. Mts. veröffentlichte Einladung werden sämtliche Viehhändler der Provinz Oberhessen, einerlei ob sie dem Mitteldeutschen Viehhändlerverein angehören oder nicht, hiermit nochmals zu der Sonntag, den 3. Juni ds. Fs. im Hotel Trapp zu Friedberg, Hessen, stattfindenden Versammlung eingeladen. — Beginn 2 l / 2 Uhr. Im Interesse der wichtigen Angelegenheit wird um zahlreiche Beteiligung gebeten. < 212 D Das Lokalkomitee. Bekanntmachung. Der vorn Gememdcrat durchberatene Voran-r i 2 . St.> m. Bad u. a. Zubcb. schlag der Gemeinde Trais-.Horloff für 1917 Rj. stepdam liegt vom I. Juni 1917 ab eine Woche lang auf |bem Großh. Bürgermeisterei - Bureau dahier zu .jedermanns Einsicht offen. Einwendungen können ,„od.---Zimmer Wohnung m (während dieser Zeit schriftlich oder mündlich vorge- Gas. elektr.L. n. Bad. ParL bracht werden. Es wird bemerkt, daß die Erhebung 1 . tfuli 3 . uerm.- einer Umlage beschlossen ist, zu der auch die An§ ' märker herangezogen werden. Trais-Horloff, den 26. Mai 1917. Großh. Bürgermeisterei TraiS-Horloff. Born mann. In der Vormiitagsziebung wurden Gewinne über 2 -JO Mark gezogen. 2 Gewinne 7.u 30000 M 208395 4 Gewinne zu 1COOO M 150302 228183 4 Gewinne zu 5000 M 60033 103917 82 Gewinne zu 3000 M 5320 ',536 14302 14555 20181 20233 32654 41208 50443 03339 07625 7075+ 73358 £0278 88046 92874 101355 107635 116464 n65<9 130241 135831 139295 143395 150485 103041 184780 185179 185307 185971 191979 193772 199454 199800 208143 212437 214242 215252 218487 226667 228330 124 Gewinne zu 1000 M 874 6090 7288 13265 16237 20626 28797 40470 49422 50315 57932 58654 61996 64662 63996 09522 74342 77165 77533 78995 68360 94519 95001 100330 100622 163427 10751" 108118 10355p 113149 114851 119226 120767 126632 1 3 2 143685 145031 147308 143623 149542 162520 165520 165845 176503 181416 181624 181939 189079 190501 192020 199997 200317 205062 203576 210210 212697 214964 217967 222778 226210 228654 218 Gewinne zu 500 M 139 1932 2775 2794 3809 6857 8933 9371 21333 22708 26412 27566 32180 34362 34947 36582 36817 33301 41789 43340 53064 63103 53316 53748 59941 62707 64139 6*294 64424 69359 69426 69796 70321 72117 72496 73255 73572 74739 79411 80457 81034 81046 83816 87185 83324 98023 99038 101733 107249 110964 112709 11303' 116415 1.16763 113239 119945 121694 13575° 127663 131621 133080 133738 134509 135861 738499 140077 140051 140979 146544 147771 .1.49751 154294 155145 155222 157259 160105 164110 167168 168533 171927 1 74424 173458 179408 180816 180837 180957 18249? 190398 191956 192417 196332 201339 201.454 20464? 207869 210226 912135 216578 217180 222233 22246(1 222799 224339 224535 223646 226633 223374 229073 233850 In der NachrAittagsziehunj? wurden Gewinne Ober NO Mark gezogen. ) 2 Gewinne tu 200000 M 66766 4 Gewinn*' zu 15000 M 21044 231184 4 Gewinne zu 1ÖOOO "M 65577 1*4344 4 Gewinne zu 5000 M 23230 216724 64 Gewinne tu 3000 M 11450 12493 19531 23182 47830 53115 54602 06814 67535 79108 87182 92686 98458 107007 135904 139893 352550 154012 155979 163142 168961 167914 175374 180884 192750 199984 210500 210820 214617 210005 221618 226271 138 Gewinne m 1000 M 1109 1890 2764 3030 4592 7347 81401 11149 13154 14916 ,18315 22322 249731 25320 35619 36678 87034 39544 41202 45347 47349 43030 49403 52440 58356 64993 79192 96278 102015 108001 110945 111001 116011 118608 118938 12156« 129610 131734 132016 144829 146085 147380 148732 156050 156892 158237 .159055 161769 163449 166552 177260 179078 183222 186877 187109 197187 188147 189767 135925 196861 201823 206164 207659 218718 219962 020279 223857 227.364 230803 230 Gewinne tu 500 M 676 3729 4374 8763 9697 9638 12276 12381 12480 12080 16709 17100 17608 18872 19018 22192 23117 24371 25822 23576 26629 29013 29076 32680 33533 35269 33687 36720 42831 44130 44701 47111 48790 49787 60236 641.55 63026 69-J39 73103 76327 80469 87942 38828 91084 92053 93347 97117 98965 100314 100326 101693 102CM8 103134 7.05437 106663 107341 112107 113931 114907 118157 118387 120841 122909 123699 127279 128331 128634 123937 129511 129861 131170 132709 132820 133307 133426 140156 144677 1-74772 1.45357 146709 7 «8089 149436 160795 153012 153820 156675 15782c 157935 158427 158893 160804 161323 164721 164725 165029 170341 173620 175692 193527 198086 198314 198482 199086 200146 200156 201819 208990 210798 212592 214407 216669 226162 226671 229806 231019 Vermietungen Nachruf. Am 29. April ds. Js. starb den Heldentod fürs Vaterland gtt Herr Unteroffizier August Haffner Wir verlieren in Herrn Haftner einen lieben, treuen Kollegen und Freund, den wir durch sein menschenfreundliches Wesen schätzen gelernt haben. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. De Angestellten der lArma Rinn L Cioos. Zigarrenfabrikan Heuehslheim. u. Schlosser ofort für dauernd gesucht. E. Mohrmann, Hofschmied u. Wagenbauer, Darmstadt. ll8s Arbeiter per sofort gesucht. 4080 J. B. !Süni*ei\ Siesser., Neustadl 56. MM ge nicht. Hotel Hauskursclie gesucht. Car! Stiickratli, 4152 Möbeliabrii. ßiiicn frädip ZuM», der das Wagnergeschäsr eyj lernen will, sucht 4105 ttarl Stork, Warmer, Nodbeim. tüdj'tncc', binnen, älteres M ü d d) e n riir alle Hausarbeiten und ein junges Mädchen tags über Vit Mindern gesnän. rvrau Heinrich Hab», 0327;;_Neustadt 8._ jiimncv brav. ßieatdaiii&ckci: s. kl. ■vmivlj. v. i. x 5uii geeicht. Bismarckür. 3V, 1. Tr. 5!räst. 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