Vr. [22 «schedHt täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Strtzener Kmnrr i«»NStter; Xre.rolatt fkr den Knis Strtzen. TrMgsprelr: monat!. 9V Pst. viertel- »rt. Mk. 2.6L-. durch »hole- u. Zweigstellen monaÄ. 60 Pf.; durch die Post ML. 2.45 virttel- ftchrl. Destellg. Fernfprech - Anschlüsse: für die SchriMcitunq 112 Verlag,Geschäftsstelle51 AnschriitfücDrabtnach- richten: Anzeiger Gießen. Erster Vlstt fbl. ZahrgMg ramrlag. 26 . Mai pVffsche«»«t»: Kr»nks«r1«.N. N68Ü Scmkoettehr: Se«erded«sk Kietzen ZsiMngrrANd-ruS u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- s. SteindruSere! L L-mge. Lchrlstlrttung, Seschssteflelle ll.Dnickerri- Schrrlftr. 1 . Annahme von Anzeige!: f. die Ia* richtssaal: sft. R. Zenz., Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. f Ariegrpfingsten. Gieren, den 26. Mai. „Dir aber wandelst ruhig die sichre Bahn, O Mutter Erd' im Lickste! Dein Frühling blüht. Melodisch wechselnd gdhen dir die Wachsenden Zeiten, du Lebensreiche! Das tat dein düsteoerc $tea vebz des §ttieges mnflvtte Mvrgjtfest g-ießt noch sein« alten Geisrcsschauer ans, die uns deute gewaltiger als vormals ergreifen. .Hatte bei dem ermüdenden GLeühmicrß frühcwsr.Tage der Pfrngstgeist immer Mnz offene, cmpfä-nalick>e Herzen gefunden? Da steuerte doch Dvaruber Wahrhettsucher selbstvergessen in den: Fahrwasser txm fftm-sts Famulus, der mitten im Frühlingszanber sich nach den selig alle Glieder wärmenden Wintern ächten sehnte: wenn es auch nicht sp laut und grob ausgesprochen wurde, fo ist es in solchen Herzen doch ähnlich aufgezuckt wie bei jenern: „Mau. sieht sich leicht an Wald und Feldern satt, des ÄogetS Fittich lrerd' ich nie beneiden." Daneben gab es die breiten Scharen der allzu jauchzend Begeisterten, die Heines Spottlust heraus forderten, die „Philister in Sonntagsräck- lein": „Betrachten mit blinzelnden Augen, wie alles romantisch blüht, nrit langen Ohren saugen sie ein der Spatzen Lr^." Es herrschte zumeist schon politisches Sommergähnen, Feri-mlmrgrweile; große Schicksalsfragen bewegten das Voll -mr wenig. Da hat der Krieg als Umbläser gewirkt. Die allzu VWchiKende Begeisterung ist ebenso entschwunden wie die weltfremde Gedankenbrut des Stubengelehrten. Jetzt hören wir alle den ehernen Schritt das Schicksals. Ernste, schwierige Fragen, die die Bolksgesamtheit bewegen, sind in aller Mund urü) Sinn. PfiiTgsten, der Dag des heiligen Geistes, ist uns wieder das politische Fest igeworden, das es war, als zum erstenmal die Botschaft verkündet winde, aus die in Welt und Religion ein Eifern und Bekehren, aber auch ein Kämpfen und Annektieren folgte. Es giebt keine Gleichgültigen, auf die die donnernde Sprache der Zeit nicht wirkte; ein Gedanke schlägt in jeder Brust. Unzähligen ist es genrernsam, daß sie erschüttert guf den großen Todes- abgrund blicken, über den der Krieg Legionen hinab gestürzt 'hat. Trauernde Vergangenheit, angstvolle Zukunft — da vsch efrert jeder nicht nur für das eigne Haus mit mehr oder weniger Beklemmung, sondern amh für des Volkes Ziele Wege mit Sorge erfüllt ist — reichen sich die Hände. Ein Echo bei: Revolution schallt uns aus dem Osten herüber, und ihre leichtgeschürzte Schwester nrit dem mißtönenden Wtmmz „Neuorie-rtierung" tändelt und streitet mit allen Freunden und ^jegrrceni Batlfmarrn Hollwegs. Die wahre HQefytrftafyt der Zeit mä> des VostSss ist aber auf den konrmen- btu Frieden gerichtet. In welcher Gestalt wird er uns er- ftheinru. roelchs lln^esdaltungen wird er in die mannigfaltigsten GebiatL unseres Lebens dringen? Wir ersehnen den menen Geist ^er Zeit, der wns Deutschen Gerechtigkeit widerfahren lassen urü> uns Arm Sieg und Neuaufbau des Ver- smckenen und Uob-er: lebten führen soll. Das letzte und höchste Wort ist noch nicht gesprochen, unser Blick ist himmelwärts gerichtet, aber wir sehen die Daube noch nicht, die den neuen Geist in seiner Fülle und in seinenr ganzen Willensausdruck mit sich führt. Wtt bleiben noch Sucher und Kämpfer, und das dritte Pfingstfest des Krieges sieht die Deutschen als gläubige und hoffende Jünger eines bessernden Welb- grdankens. Die Stockholmer Sozialistenkonferenzen werden sich freilich auf Irrwege begeben und den bessernden Weltgedanken nicht bringen. Sie werden die Natur des Menschengeschlechtes bricht ändern, und sie können den Gang der Tatsachen, die einmal gegeben sind, mit denen sie aber nicht rechnen wollen, wicht aufhalten. Wer früher vielleicht noch an die Verwirk- ^«hung des Weltfriedensideals glauben mochte, dem müßten fAt unverhüllten Triebkräfte, die der Krieg bei allen Völ- Eern übermächtig hat emporschießen lassen, die Augen geöffnet haben. Der Haß, mit dem unser'Deutschland von aller Welt überworfen worden ist, soll er unter dem scheinheiligen Gewände einer Weltkonserenz von neuem uns die Karten mischen? Sehen wir nicht, wie die englischen und französischen Machthaber aus ihnen: Innersten heraus sich sträuben, den russischen Illusionisten, die ben triftigsten Grund haben, in kürzester Frist den Krieg abzubrechen, mit ihrer FriedenSforinel entKgenzuvommen? Noch wollen sie Elsaß- Lothringen von dem Deutschen Reiche losttennen! Noch sprechen sie von Entschädigungen, „Wiedergutturchcingeri!" Und wenn sie uns zerschnrettern könnten, würden sie es micht schleunigst tun, und würden dann die .Herren Tscheidse, Terestscheriko oder irgendwelche Autoritäten der internatio- lnalen Sozialistenvereinigung eiiven Finger für uns rühren? Würden wir dann den sogenannten annexivnslosen und ent- schädigungslosen Frieden bekonrmen? Solange die feind- lich-en Leidenschaften nicht -erloschen sind — und wann werden sie wohl erlöschen! — haben wir auf unserer Hitt zu sein imd die beüe Stütze in unserer eigenen Volks kraft zu suchen. ,Nvch kämpfen wir um die Festh-altung des Errungenen und um die Ziele der Zukunft, die allein ein fester Sinn und bie Bewährung der siegreichen Kraft Deutschlands verwirklichen können. In aller Unruhe, in die uns dieser Pfingstgeist noch versetzt, luchen und finden wir doch die alten Quellen des Trostes ^rnd freudiger Beständigkeit. Sie liegen uns ganz nahe bei der Mutter Erde, die ihre urewige Sprache redet. Welche Würger hat der Frühling in diesem Jahre getan! In lveni- gen Tagen eine Umwandlung, eine Schöpfung, die uns gerade fetzt, wenn wir einen Augenblick von unseren Sorgen aufblrckten, tief berühren rnnßte. Hölderlins reife Klänge dringen uns dabei ins Ohr, denn in ihm war auch immer rm Streiten rauher Wirklichkeit mit den zarten Liedern der besseren 'Mett: „Zu lang, zu^ lang schon trdteu die Sterblichen Sich gern aufs .Lau.pt mib zanrttr um Herrschaft sich, Ten diackbar sürchend, und es hat auf Eigenenc Boden der Mann nicht Segen." In des Dichters herrlichem Fragment vom Frieden stchen dann aber btcje ganz auch für unsere Tage gemünzten Trostesworte: Mit deinem stillen Rührn, Genügsame, Mit deinen irngeschrübeuen Gesetzen auch. Mit deiner Liebe Pomm und gib ein Bleiben int Leben, ein Herz- mrs wieder!" (WTB.) Großes HrlAptguartier, 25. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Im W y t s ch a e t z = Abschnitt und nordöstlich von A r - mentiöres stießen nach starker Feuenrnriung englische Erknudungsavteilungen vor. Sie wurden im Nahkampf zu- rückgeuwrfen. An der Artois-Fwnt nahm abends das Feuer zu, vornehmlich nordwestlich von Lens und bei B u l l e c o u r t. Bei Loos drangen englische Kräfte in unseren vordersten Graben, aus denc sie durch Gegenstoß vertrieben wurden. An einer räumlich begrenzten Stelle wird noch gekämpft. Nordwestlich von Bullecourt sind Vorstöße mehrerer englischer Kompagnien vor unserer Stellung gesckzeitert. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich von E r a o n e l! e und westlich der Straße Eorbeny-Pontavert brachen abends nach lebhaftem Feuer einsetzeude Teilangriffe der Franzosen Verlustteich zu- sammen. In der westlichen Champagne war die Kampftätig- kctt der Artillerie gesteigert. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine wesentlichen Ereignisse. Der gestrige Tag kostete dem Gegner 10 Flugzeuge, die im Luftkampf und durch Mwehrgeschütze zum Absturz gebracht wurden. Auf dem « Orstlichen Kriegsschauplätze und an der Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalguartiermeister Ludcndorff. Der AbeudderickL. Berlin, 25. Mai, abends. (WTB. Amtlich.) An der Artois-Front, längs der Ais ne und in der westlichen Champagne Feuerkampf wechselnder Starke. Im Osten nichts Wesentliches. Der österreichisch-ungarischs Tagesbericht. Wien, 25. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Der gewaltige Ansturm der Italiener gegen die Jsonzo- Front führte auch gestern wieder zu einem außergewöhnlich erbitterten Ringen. In siegreicher Abwehr hielten unsere Truppen stand. Unsere Stellungen wurden aus- nahmslos behauptet. Der Nordflügel der italienischen Angriffsavnree wurde abermals gegen die Höhen von Vodice und den Monte Sanw vorgetrieben. Besonders wütender und hartnäckiger Kampf im die Höhe 652 südlich von Vodice, die, von den Italienern in den Abendstunden überrannt, in der Nacht rrl>er in sttmdenlang dauerndem Nahtampf durch unsere Tapferen zurückerobert wurde. Hier und auf dem ^Nonte Santo ließ der weichende Feind Hunderte von Lelckten liegen. Die K a r st - H o ch f lache rvurde wieder zum Schauplatz eir;es groß angelegten DurchbNlchsvcrsuches. Schonungslos warfen die Italiener ihre Rlassen gegen unsere Verpchanznngen. Mochten diese auch durch die vorangchende Beschießung beträchtlich gelitten haben, rlnerschüttert und kaltblütig empfing dahinter m Verteidiger den Feind. Den ganzen Tag über und vielfach auch während der Nacht wurde auf dem Fajti Hrib, bei Kostarrjevica und südlich davon bis zum Meere hinab um mlsere Stellungen gerungen. Alle An- stteng!mg-en des Feindes blieben vergeblich, nirger.ds drang er durch. Infanterie und Artillerie teilten sich in den Erfolg des 5t.agcs. Am 23. Mai wurden 130 italienische Offiziere rtnd 4 6 00 Mann als Gefangene ein- gebracht. Ihre Zahl ist gestern beträchtlich gestiegen. Der Chef des Geueralstabs. * * * Luftangriff auf England. Berlin, 25. Mai. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Marine-LuftschiffgeschwaSer unter Führung des Korvetten- kapitäns Straffer hat in der Nacht vom 23. zum 24. Mai die befestigten Plätze Sübenglands: London, S heernetz, Harw ich und Norm ich mit Erfolg angegriffen. Alte Luftschiffe sind trotz der vervollkommneten feindlichen Abwehrmmtznahmkn ohore Vcrlustt und ohne Beschädigungen znrückgekehrt. Der Chef des Admiralstabs der Atarine. Die Tätigkeit unserer Flieger. B e r l i n , 25. Mni. (WTB.) Das gute Wetter riss am 24. Mai auf der ganzen Westfront rege Tätigkeit der L u f t st r c i t - kröste hervor. Unsere Erkuildnngsslieger klärten bis weit ins feiirdliche Hinterlarrd hinein aus. Die Artillerieflieger und Ballon- beobnchter konnten bei den günstigen Sichtverhältnissen den Artilleriekampf mit besonderem Erfolg leiten. Auf dem Schlachtfelde von Ar ras lonrden drei englische Tanks unter Llrtillerie- fener genommen und zur schleunigen Umifr h r gez w n)n g e n. Bahnhöfe, Unterkunftsorte und Trappenansammlungcn wurden vor allem int Bereich der beiden Hauptkampffronten bei Nacht und Tag mit Gewehrfeuer angegriffen und mit 2000 Kilogramm Bomben be- worfelt. Der Feind verlor zehn Flugzeuge, acht davon wurden im Luftkantpf außer Gefecht gesetzt. Leutnant Karl All- menröder besiegte seinen 17. Gegner. Die Revolution in Rußland. Innere Strömungen in Rußland. Amsterdam, 25. Mai. (WTB. Nichtamtl.) Die tnLlden aus Mchskcru vom 22. Mai: Solvohl in Petersburg als auch in Moskau ist die öffentliche Wdeimmg für die neue Regierung, iund die meisten Blätter sind für die Fortsetzung des Krieges. Nur die Petersburger sozialöentogratische Zeitung „Praoda" und die Moskauer Organe eurer Fraktion der sozialdemokratischen Pattei erklären, die Ärrnee seides Kriegs müde und frage, was es für einen Zweck ^habe, den Krieg un Interesse des Kapitals fottznsetzen. Der Einfluß dieser Blätter ist schwer' einzuschätzen, dürfte aber recht erheblich sein. Im Aucrenblick wird die einst- wellige Regierung tron den besseren Elementen der Bevölkerung unterstützt, imd es besteht Aussicht darauf, daß es der Regierung' gelingm wird, die Arrnve wieder so weit zu bringest, daß eine Offensive möglich ist. Man muß aber auch mir der Möglichkeit rechnen, daß das ui#, g elingt. — Unter den Bauern herrscht Unrühe. Aus allen Teilen des Landes kommen Nachrichten, daß sie mit der Lösung der Landfrage nicht bis zur verfassunggebenden Versammlung warten ivollen. Die Gemeindebehörden übernehmen einfach die Eigentrcmsrechte und zahlen meistens keine Entschädigung. Wo eine Pachtsuntme festgesetzt wird, ist sie außerorderttlich gering. In vielen Fällen wird die Einrichtung der Landbesitzer einfach von den Bauern nrit Beschilag belegt und oftre irwtteres* benutzt. Mit einigen Llusmrhmen ging diese Beschlägnahme des Landes ohne Gewalt vor sich. Petersburg, 25. Mai. (WTB.) Meldung des Reirterschrn Bureaus. Der Palast der Gräfin Worontzew-Taschkow wurde von 240 Personen, die sich „bewaffnete freiwillige Anhänger des freien Rußlands" umram, besetzt. Polizeisoldaten, die sich nach dem Palast begaben, wurden beschossen. Der Palast wurde umzingelt und die Eindringlinge wurden aufgefordert, sich zu ergeben. Sie weigerten sich aber, der Aufforderung Folge zu leisten. Der Vorfall wurde bet Regierung zur Kenntnis gebracht. ?lmsterdam, 25. Mai. Den „Tigres" wird aus Odessa gemeldet, daß die Leichen des Leutnants Schmidt rmd der anderen Opfer der Meuterei auf dem Kriegsschiff Potsemktn im Juli 1905 am Ddontag feierlich nach Sebastopvl gebracht wurÄM. A »n st e r d a m, 25. Mai. Nach der „Morrckng Post^^ hat Kerenski besonders strenge neue Disziplinarvorschristen, die aber die Todesstrafe ausschließen, mit cm die Front genommen. Bern, 25. Mai. (WTB. Nichtamtl.) „Corriere della Sera" meldtt aus Petersburg: An dem Kongreß der Offiziersdelegietten nahmen über 600 Vertreter sowie alle alliierten Militärmissionen. teil. Der amerikanische Gesandte gab eine Erklärung ab, Amerika wünsche einen baldigen Frieden ohne Annexionen und Entschädigungen. NaLiorrale Seßtetica« Amsterdam, 25. Mai. (WTB. NichsamLZchl.) D«S „M- gemeen HandelÄ»lad" meldet aus Petersburg vvm 24. MBi: Dst Versnmmlrmg der Soldatenabordnungen hat über die Frage der Errichtung von nationalen Legiorten berate?: und den Beschluß gefaßt, es sei im Grundsatz zwar richirg, daß die Völker das Recht haben, selbst über ihr Los zu entscheiden, aber im gegen- wärtigen Augeirblick würde die Mrsstollung solcher Legionen einc; Gefahr für die Einheit des Heeres bilden. Gegen die Ausstellung von Fweiwilligen-Legivnen sei nichts einzuwenden. Achtzehn russische Sonderrepubliken. Berlin, 25. M«i. Mir ein Gewährsmann der B. Z. aus Petersburg erfährt, waren bis zum 15. Mai den einzelnen russischen Ministern und Ministerien begründete und durch Kongreßbeschlüsse erhärtete Forderungen auf die Errichtung von nicht weniger als 18 selbständigen Sonderrepubliken im europäischen und asiatischen Rußland zw gegangen. Französische und deutsche Kriegführung. Berlin, 25. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Trotz aller Ab- lettgnungsv-ersuche der ^Z^zöfischen Regi^nwtg haben die sranzö- sischnt lAktWetsmtgen tiit r bil Kriegsgefangeuen m Deutschland, durch in LebeitsmittelpaletÄk' übersandte ^ Bazillen Seuchen zu entfesseln, Explosionen und Brände herbeizusülpien, auch bet den Nentralett Abscheu gegen 'dpestr Methode eines zivilisietten Staates hervorgerufen. Um hiervmt*sabMlanken,^ gräbt^ der Lyoner Fämk- spruch vom 25. Mai 10 Uhr vorm, wieder einmal die deutschen Zerstörtmgen in den geräu arten Gelsteterc aus. Ihre militärische dr-otweitdigkeit ist mehr als einmal begründet, von neutraler Seite wie auch von dem kämpfenden englisch-ftanzösischen Heere aner-- farmt worden. Es erübrigt sich daher, diese mehrfach rviderlegl^ Gräuelmeldung nochmals zu damentieven, zumal diese sich petto- disrb wiederholenden Meldungen aus der bekannten Pariser Greueln sabrik stammen, über die sich selbst französische Blätter entrüstet haben. Englische Greueltaten gegen deutsche Gefangene. Berlin, 25. Mai. (WTB. Mchtamtkich) Es wird gemeldet, daß besonders australische und kanadische Truppen erbarmungslos deutsche Gefangene niedermachen. Von seitert der englischen Oberleitung wird hiergegen nicht mrr tricht eirtgeschritten, sondern diese Unmenschlichketten durch Ansprachen noch gefördert. Besonders wird die ntaßlose Rachsucht der Offiziere hwvorgeho^b-en, die d-ie Delaudlung der Gefangenen vollkommen der Willtttt ihrer Mannschaften überlassen. Bezeichnend für die Ansicht der Engländer, das; das Leben von Kriegsgefangene völlig der Willkür des Bezwingers preisgegeben ist, ist das Verhalten eines EnglÄrders, der am 8. Mai an der Avvasfront gefangen genommen wurde. Er bat darum, daß seine Brieftasche seinem Bruder rmd sein Geld dem Noten Kreuz übettviesen werden möchte, stcur das Tescl-enttrch wolle er bt'halterr, um sich damit die Augert bet der bevorsteherchett Erschießung verbinden zu kömten. Was für Greuelgeschichten mögen dem armen Teufel von der ^sangenenbehattdlung der Deutschen erzählt tvorden sein. Aucki! bei der Bewuehnrnng der im April in ixt Arras-Schlacht gefangenen Engländer ftel ein kermzeichnerches Licht auf die englisä-e Auffassung von Gesangeneitbcbandlimg. Die öwfangeneu legten bei der Durchsuchung in der Sanrmelstelle bereitwillig Uhr und Geld hin. Sie bettachtetett es, als selostverq stündlich, daß ihnen Privateigentum abgenommen lvird, da ja auch sie jtt>erzeit den Gefangerten alle Wertgegenstände wegnah-men. Englische Osfiziersverluste. Berlin, 25. Mai. (WlW. Nichtatntlich.) Brief eines errglischen Offiziers. Ein Offizier des dritten Bataillo-ns vvm Kingstown-Regimerrt schreibt am 25. April über die Angriffe am 11. Llpril: Wir stehen jetzt da, wo wir die ganze Geschichte angefangen haben, und Hattert doch Mtfangs ganz leichtes Spiel; aber am 11. Mai wurde es ungemütlich. £W& lcre fielen irrtb elf rmrrben verwundet. Von wetTrer Kompagnie bin ich als einziger Offizier überiggeblie- ven und verlor bei der Sache mehr als 60 Mann. Deshalb nniBten bei dem Angriff, am Nachmittag des -22. Mai alle Kornpagniesührer zurückblerben. Die Zweitältesten Offiziere führten die Kompagnie vor. Keiner von uns war traurig, oatz er nicht dabei sei „konnte. Ein Gutes hat meine Arbeit als ^neger: Du brauchst nicht eine Geschichte anfanaen, von der du von vornherein weißt, daß sie aussichtslos ist. Daß «der war es, lvas wir am 11. Mai wußten. Die Wirkung des U-Bootkrieges auf England. (WTB. Nichtamtlich.) Halen schreibt in FFWf Wochen; ck>rtft John Bull": Der Tribut, den unsere L!imdctsfwtte dein U-Booterieg bezahlen nruß, wird jede Woch- grotzer. imb der Hnnmel weiß, welfa V-rlnste der Schiffahrt am)ever Verbündeten zngesügt werden. Daß die Brotration: r.® 1 * i l c 5?J lll i > t . ert werden mußte, ist eine Zeit* jöajc, die Deutschland beßcr über untere Lage unterrichtet, als es in Worten geschehen konnte. Demnächst werden natürlich Verräter unter inneren Landsleuten wegen des Lebensmittelmangels zu einem Frieden durch llnterhandlungen drängen. Augenblicklich halterc iie^ sich noch im .Hintergrund, weil sie glauben, daß der richtige Moment noch nicht gekommen ist, mit iIrrem Gejammer anzufangcu: aber in kurzer Zeit wird m«an sie sagen hören, daß ein halber Friede aus jeden Fall besser sei als ein leerer Magen. Das englische Parlament. London, 25. Mai. (WTB. Nichtamtlich). Meldung des Aeutzerschen Bureaus. TaS Parlament ist bis zum 1b. Juni vertagt. Ern Kabinett für innere Angelegenheiten. Rotterdam, 25. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London, daß hier die Einrichtung eines neuen Kabinetts für innere Angelegenheiten geplant wiro. Die irische Frage. Bern, 25. Mai. (WTB.) Der ,,Times" zufolge hat der Ausschuß des Grafen P l u n k e t t eine Erklärung erlassen, die den Vorschlag Lloyd Georges zur Rege- lrüig der Jrenfrage durch eine Zusannnenkunft aller irischen Gruppen verwirft. In der Erklärung wird behauptet, die britische Regierung stehe der Jrensrage nicht unparteiisch gegenüber, sondern habe politische Verpflichtungen gegenüber einer Gruppe. Außerdem komme es ihr nicht wirklich auf die Lösung der Frenfrage, sondern darauf an, aus dem sicheren Mißlingen des Ausgleichsversuches in Amerika Kapital zu schlagen. Plunkett fordert die Regierung «auf, eine Wirkliche, auf dem allgemeinen Wahlrecht beruhende irische Konvention mit vollem Selbstbestimmungsrecht einzuberufen, der es freistehen müsse, gegebenenfalls die völlige Unabhängigkeit Irlands zu verordnen. Die Zeitung berichtet aus Dublin, der Grund der Gegnerschaft der Sinn-Feiner gegen den Konventivnsvorschlag be ruhe anscheinend darauf, baß sie ihre wirkliche Partei starke, die der Konvent enthüllen müsse, nicht wollten bekannt werden lassen. Die Nationalisten glaubten, daß die Sinn-Feiner lediglich Mißvergnügte seien) die bei den: Zustandekommen der Konventton sich davon schließlich nicht -«umschließen würden. “fk?® di- SJrie^immne, oder die LandwebreN . *5?. EN.er des Krieges emtraten und sich daher führ diese Zeit Ivi ^i^^bnstleijtung besonders verpflichteten, kommen für die Beurlaubung nicht m Betracht. Die Besprechung der Kriegsziele Oesterreichs. , Wien, 25. Mai.' (WTB. NRelstamtlich.) Wie die Blätter erfahren, wird unter gewissen Be s ch r ä n k lt n q c n tu bet allernächsten Zeit me Besprechung der Kriegs- zrel e der Monarchie für die Presse freigegeben werden Ei« Aufruf des Königs von Italien an Heer und Flotte. L u g a no ,25. Mai. (WTB.) Der König von Italien Hat aus dem Hauptquartier folgenden Aufruf erlassen: Soldaten zu Lande und zur See! i Heute sind seit Beginn des Krieges, an dem Ihr mit Begeiste- ■ «arg und Zähigkeit teil genommen habt, zwei Jahre verflossen. Euer iWknt. Selbstverleugnung^ und Opserfinn vermochten glücklich die schweren Proben in der Bekämpfung des Feindes und in dem Ringen jmt den Widrigkeiten eines langen und strengen Muters zu jiLerwinden. Das dritte Kriegsiahr beginnt im Kanonendonner. Seit einigen Tagen wird eine stolze Schlacht geschlagen gegen einen zahlreichen, stark verschanzten und reich mit Geschützen ausgcstat- jteten Gegirer, der Euch jede Handbreit des unwegsamen Geländes streitig mackst. Schon krönten glänzende Erfolge Eure wunderbaren -Anstrengungen und der Sieg wird Eurer unbezwnngenen Tüchttg- .Jeit und männlichen Standhaftigkeit lächeln müssen. Soldaten zu Lande und zur See! Entspreckwnd dem Rufe, den IJhr Euch in der Vergangenheit zu erwerben verstanden, werdet Ihr Hessen bin ich gewiß, den Namen unseres Italiens mit unm'chütter sichern Glauben auf den Wegen des Ruhmes immer Hochhalten. Eine KrifiS in China. Amsterdam, 25. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einem hiesigen Blatt meldet der Pekinger Korrespondent der „Times". Die Ursache der merkwürdigen Krise in China sei die Frage, ob China Deutschland den Krieg erklären müsse. Die .Krise.nehme ihren Ursprung in einer langen Reihe von Meimmgsverschieden- heiten zwischen dem Ministerpkäsidenten und dem Parlament. Sie erreichte den Höhepunkt, als der Ministerpräsident versuchte, das Parlament zu knebeln, nachdem das Kabinett durch Entlassungen und freiwillige Rücktritt von Ministern nur noch ein Mitglied zählte, nämlich den Ministerpräsidenten selbst. Das Parlament weigerte sich, mit der Regierung zusammen zu arbeiten und Fragen tzn entscheiden, solange nicht das Kabinett neugebildet würde. Ter Ministerpräsident drang bei dem Präsident der Republik darauf, das Parlament anfzulösen. Der Präsident iv-eigerte sich, aus verfassungsmäßigen Gründen diesem Wunsche Folge zu geben. Ter Ministerpräsident wurde von mehreren Provinzialgvnverneuren und Militärgouvernenren, die sich offenbar zu dem Zweck, dem Parlament Achtung einzuslößen, in Peking aushielten, unterstützt. Der Ministen räsideiit zögerte aber, die Macht, die ihm zur Verfügung stand, auszunützen, da die Mftösung deö Parlaments oder die Absetzung des Präsidenten, der sich für die Verfassung -einsetze, zu einer Revolution hätte rühren körnten. Obwohl der Punkt, um den sich die Krise jetzt dreht, die Kriegserklärung ist, bittet den wahren Anlaß >.u diesem Konflikt die Frage, wer über die einschlagende Politik entscheiden wird, der Ministerpräsident oder das Parlament. Man glaubt, daß das Parlament bereit ist, den Krieg zu erklären, -wenn^eme Regierung kommt, mit der es zn-- fammenardeilen könne. Solange aber TuaN Präsident ist, ist das Parlament dazu nicht bereit, da die große finanzielle Unterstützung, »velche die Alliierten Ckstna für den Fall seiner Teilnahme a,i dem Krieg zugesagt haben, die Macht des ManneS, dem das Parlament mißtraut, außerordentlich stärken würde. Vom Standpunkt dt. Verfassung aus, hätte der Ministerpräsident unrecht und müsse erst utlirftrrtctt. Es herrsche einige Besorgnis vor einem Ctaaisnreich. absr die Folgen tmlrden für das Land so verhäng- niörott sein, daß man glaubt, daß der gesunde Verstano die Oberbau' Rfalten nnrd. Inzwischen hat der Präsident der Republik den Ministerpräsidenten entlassen. Beurlaubung der ältesten Landsturmjahrgänge in Ocfterreich-Nng«trn. Wien. 24. ‘Skai. (WDB.) Kaiser Karl erließ das ri•• honte Beschlsschreiben: ; befehle, daß die den GeVurtÄjayrgSn gen 1665 r M angehörenden Personen, die xum Landsturmdien ste herangezogen und, insofern sie nicht selbst um eine weitere Be- laü'ing im aktiven Militärdienste bitten, mit Ausnahme e.-r Ga amen des Ruhestandes und des Verhältnisses außer Dienst, und Hann bic Angehörigen der lano stürm pflichtigen Körperschaften ehe- Heus, längstens aber am 30. Juni zu beurlaiwen sind. Die Personen dieser Geourtenjahraänge, die im Mge der freiwilligen Assentierung Seekrieg. Neue U-Booterfolge. , Berlin, 25. Mai. (WTB. Amtlich.) Neue U-Boots-, erfolge im Atlantischen Ozean, im englischen Kanal und in der Nordsee: 19 200 Bru ttvregi ster to n nen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich n. a. ein Dampfer mit Kohlenladurrg von England, ein Segler mit Eisenladu-ng und ein Segler mit Kakaobutter nach Frankreich. Der Chef des Wmiralstabs der Marine. Frankreichs Verluste an Handelsschiffen. < ^ Bar is.23. Mai. In der Kammer er kl ä,Ne EelS, die Gefahr des U-Bootkrteges ,et außerordentlich schwer. Er prüfte dann die m redem Vierteljahr zerstörte Handclstonnage uud fuhr fort: Bis haben sich die Verluste ständig zwischeut 900 000 und 3c>00000 Tonnen bewegt, wildem aber immer zuge- uornuteu. um bis auf 2 400000 Tonnen in den ersten vier Mo- des^ahres 1917 anzusteigen, nxrs dem Stand der frau- zoflia?en flotte vor dem Kriege gleichkonmnt. Der Neubau be- ^gnet der OKfahr nicht uud die Regierimg tut ,.t dieser Hinsicht wtrd von den Neutralen verpflegt uud braucht leine Tonnage, die Alliierteu aber benötigen eine Miudesttvuuage für rin eKrteasmdusttw und fttt die Versorgung der BevöU'er:mg, a j yer rrber drese Mtndesttonuage verfügm die Alliierten nicht nvehr. Zurr P?n3nmg der Berteidigiungsmittel verlangte Cels eine ge- herme Setzung. Sein Begehreit wurde artamommeit, die Sitzung auf ge Koben uud einige Augenblicke darauf die Geheimsitzrutg begonnen. Die Verluste der norwegischen HandelöftoLtc. Kristiani a, 25. Mai. (WTB.) Dem Ausweis der uvr- lvegt scheu „Beritaö" zufolge betrügt der Re in Verlust der norwegischen Handelsflotte seit dem 1. Fa- uuar 240 Fahrzetrge vcm zusammen 356 000 Donnen curs- lchlteßlich der aufgebrachten Schiffe und foTcfat unter 100 Donnen. 5fe ^ ^ 11 ^ a / 26. Mai. (WTB .) Ein Sonderte leg ramm von „Aftenposten" meldet: Der Danrpfer „Baltic" ist von emem deutschen Tauchboot torpediert worden, rmßerdem lvnrde ein großer amerikanischer, flir schwetzer Rechmrirg ItesPachteter Dampfer mit werwoller ^adung am 21. Mai außerhalb Marseille versenkt. Der Sonderberichterstatter drahtet aus London: In der am 20. Mai endenden Wocht sind 2 7 britische Han- d e l s schi f f e versenkt ivorden; hiervon 18 ' Dampfer über 16M Toimett. Die Anzahl der versenkten Schiffe ist also Prozentwerse gestiegen. daß d«se MitteLrMgen, die nach der Dehaupdrug der „Deutsche« Pa^szettung' von etuer ebenso uMerrichteten wie beuchteuswerteu Sette.stammen sollen, frei erfunden sind. Das Arbeiten mit verarttgeu Erfindungen ist geeignet, nicht nur dem feindlichen Ausland ^gegenüber Schaden zu stiften, sondent auch unser bundes- ttenndllches Berlüiltnis zu Oesterreich-Ungarn zu stören. Gegen dieses gesährlickfen Treibens legen wir daher nach- druckltche Verwahrung ein. A«r dem Reiche. Zum Briefwechsel des Generals von Gebsattel mit dem Reichskanzler. Wir er halben folgende Zufchrist: Der Gießener Adriger" erwähnt in Nr. 179 die teilweise co . E. ^ Crwtderim/! Gebsattels — Berösfentlichmtg etnes ^ zwtsck>en Erzellenz Freiherrn von GebsattA und dem Retc^kanz-ler vom Vtai 1915. Cs wnÄ hierbei von „Störung des Burgfriedens" gesprochen, die entstehe, wenn so crufveizende Worte wie „Revolution" „trnter das Volk geworfen" wlirden. I'n dem Satze „Sie i,r eine ebensolche traurige Cntgleistmg wie die be- rannte Aeußermtg Scheidemmtils" werden beide Dinge in die gletche Lmie gestelltt Jch wäre Jhiteit dankbar, ttrenn Sie mir als Vorfttzenden der hiesigen. Ortsgruppe des so scharf angegriffenen Verbandes gestMeit würden, auf einige weseMliche Unierfchiede htnzmveisen. 1. Exzellenz von Gebsattel wirst nicht das Wort Revolution tmter das Volk, sondern gibt in einem P r i ov t br f e an den Kanzler seiner sck^oermt Sorge über die Folgen eines Verzichts- riedens Ausdruck. Man brauckst wohl nicht unbedingt aüdentscher Führer, zu sem, um ^ese Sorgen — heule nennt man den Ver ^ ' er '-'‘'‘Bin — luüiui/t muu uru nycz* ztchtsmeven gewöhnlich „Sckeidemannsrieden" — zu teilen. Unter r "v “r dieser Privatbrief mit ErlMtbms der Zensurbehörde erst durch den „Vorwärts". Scheidemann sprach dagegen öffentlich von der Reichs- wgstrrbüne liernitter in einer Rcke, die alle Blätter des J!n- und Anslaiwes ganz oder fcerOoetfe abdruckten. 2. Der Begriff der „Drot/img" setzt stets die Absicht der -derwtrkltanmg tm Falle bestimmter eintretLnder Umstände voraus. Cxz. von Gebsattel weist ans die EnttÄtschung mW die zu erwar- lende Derbttternng des keimkehrendQt Heeres und des ganzett Volkes hm, lvenn sie als Lohn all der falben lüften Kämpfe und Tndm nichts als ungefaitcr amvachseitde Steuerbtskeit erwarteten Selbstverstctttdlich denkt nicht einmal der „Vorwärts" an eine „Abstcht" des Generals von Gebsattel oder airderer Alldeutscheu, diese mifgliche Verbittenmg zur ^lnzettelung eätrer Retmllttion aus- nutzen zu wollen, u,rd ebensowenig glaubt er, von Gebsattel und me Alldentscheit betrachteten Heer und Volk als alldeutsche Werkzeuge, die ihnen irgendivie zur Verwirklickmng irgmdwelcher 2lb- sichten zur Verfügung stilNderi. .Herr Scfaidemann sprach dagegen als Füfaer einer Frak 1 i o n , lntd Inland lvie 2lusland haben seinen Satz vvn der Revolution dahin aufgefaßt, die Aühängerschast dieser Fraktion, werde zirr Revolution greisen, wenn die Fmdenmgen ihres Führers mefft crfüllt imirbcn. Ein Vergleich wäre also mrr möglich wenn Exz. von Gebsattel eine Reoolutmn der Alldeutschen in Ansstcht gestellt hätte, alio der köirigstreuesten aller Deutschen. Was Herr von Gebsattel schrieb, war eine Warnung vor Gefahren, die dem Tfaone aus .Vt\-cifcu, die feinem und seiner Freunde Einfluß völlig entzogen sind, erwachsen könnten: was Herr Scheidemann sprach, war eine Drohung mit Kreisen, die fernem Einfluß unterstehen. Darüber, wo Her „bis ins Groteske gesteigerte Mangel an poltttscher Emilcht" zu finden ist l-abeit die (Geschehnisse bereits ent sch reden, und enttefatfatt jeden Tag aufs neue. H«ns p. Liebig. Wir sind immer rwch der Meiimng, die Uebertreibungen und Zuspitzimg in dem.ersten Briese des Geirerals an den Reichskarizler wären besser unterbliebest. Herr von Bethmann Holltveg konnte es imnierhin so aussassen, als sollte in der Ankündigung einer im Bereiche der Möglichkeit liegenden Revolution nicht nur eine Warnung, sondern auch eine gewisse Dgvhnng liegen. Denn aus dem Schreiben ging alles andere eher hervor als ettva die Bereitwilligkeit, einer aus den angegefanen öfrtluden angeblich drohenden Volkserhebung entgegenznwirknt. * Berlin, 25. Mai. (WTB.> Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die „D e u t s ch e T a g c s z e i 1 u n g" hat in ihrer gestrigen Abendnummer emeut Angriffe gegen den Graten C z e r n j tt gerichtet, die wir mit aller Cntschiedenh U zurückweisen. Als Grmcd- läge nir die Angriffe dienen dem Blatte Mitteilungen über den aisgebiichen Inhalt der Verfandlungen und Gespräche bei der letzten Anwesenheit des österreichisch ungarischen Ministers des Auswärtigen cm Hauptgtmrtter Ost. Wir sind zu der Feststellung ermächtigt. Aus Stadt uud Land. Gießen. 26. Mai 1917 . Alte deutsche Pfingstspiele. Während die volkstümlichm Pfingstbränche, die mit dem Fest vor allem Den Emzug des Somtners bogrüßm, in der Hast und Arbeit des großstädtischen Lebens bis ans gmrz geringe Wahr- zetchen tmterdrückt worden, ist man aitf dem Lartde noch immer ■V 1 pwtgllspcelen treu geblieben, die uns von den Vorfähren uberltefcrl nntrbcn. Diese alten deutschm Pfingstspiele, bei denen pp,enhatte Umzüge und Körperübmtgen die befarrsckiende Rolle fDreien, urttericheiden nch nt den verschiedenen Teilen Deutschlands aus luaimtgfache Weise. Fast überall sind sie jedoch mit Pferde- rennen verlnupft, bei denen die Baueritburscheu sich zum -Stolz i bervor^tttun suchen. Ein weitverbreitetes Symbol m-r hnuglireit nt auch der mit allerhand Grün, Vorderst und Blumen aus einem Ehrenplatz errichtete Maibaum, dcit die .»oiwratwren des Dorfes umreiten. Unter den Wettspielen ist ne!>eil den Pserderennen besonders das Ringsteck«n, auch Mann- heute naS, in den nördlichen Pvovmzeis ^eutsv'laisds, vor allem m Lickzlesivig und Holstein geübt und weist iwbedmgte AehnliMeit mit den alten deutschen Rtttertt-ielen aus, von fanect es ziveifellos abgeleitet ivettren natß. den genannten Gei-ienden werden an entern Strick zwischcot f’ rt?ei f • l V fn I! rn . ans .HMz oder Eisen auf ge hängt, in deiten stch sims Locher befinden Lie Bauernbnrsfan reiten mm tot Galopp mtter dein ^.eil hindtlvch imd haben dabei mit einem runben hölzernen ^tcafar den sie in der Rechten schwingen, du Locher bn zu treffen. Ter Ritt wird fünfmal wiederholt, da alle Lächer tn emer bestimmten Reihen folge zu treffen sind, und der Bauernhnrsche, der diele durchatis nicht so leichte Leistung als erster vollbrnigt, Wi rd zum Sioger gekrönt Int Innkrcife ist das Rmg'techen lvemger.schwierig, weil mmt nur einen einfachen ..tew.lrmg benützt, der mit einer Lanze von. der Schmtr farab- aernfen werden soll. Ter Sieger erhält gewöhnlich ein seidenes LEent. Bon groteskem Humor sind die PfinMpiele im Böhmer- ,l1 ° Hauptperson ein Spaßmacher anstrttt, den man „Gschboavuiocht nennt. Er sitzt in grotesker Kleidung aus dem ttappertgstett Gans, der tm Dorfe anfautretfan ist. Um den Eindruck zu erwe-cken, dass der Gschbvasmocha verkefat reitet, wird der Ganl^nn her ^wanzsette mit einem künstlischen Kopf ,md Hais aus strotz geschmückt, wülfvtmd man die Kowstiie durch Stroh m cme Kruppe zu verwandeln sucht. Wenn die Rennen der Bauer,tlmrschen beeufat sind, besteigt der Spaßmacher unter den lomnckften ^ttan-tjifeiten mit einer Leiter seine elende Mähre und begrünt einen Streit mit dem Sieger des dtennens, bis -r HO durch ern Geschesik tn Form von Schrntpftabak beruhildm läßt Kn anderes origmelles PfinMpiel ist in der Gegend von Pilsen ublic>v Anch wer handelt es sich um einen alten fautsfan Brauch der inaucherlei Aelmlrchkeit mit den in .Schw-aben ausgesührte't Ps'ugUrttten auftveist. In der Nackt vor Pfingsten, wird' im Tors eine Laubhütte ohne Eingang errichtet, und vor derselben beginnt am nack-sten ^.age nach dem Gottesdimst das sog. Köntgsspiel Ter dura) etnen ungefauren, aus Binsvtt geflochtenen Hut aus- gezetchnete Kontg erscheutt lfvch zu Roß in Begleitung eines Rtchters, eines Ausrufers, der Bierretter und der übrigen be- rtttenen Bauernburschen sowie des sog. Froschschinders vor der ^audhutte. Ta er den nicht vorhandenen Eingang ttattärlich nicht ftnden kann, bahnt der König sich mit feinem Schwert einen Weg damr ntntmk er ans dem Sttthl in der Hütte Platz und halt mm ern lustiges Gertchr über die Dorffugend ab, bei dem es an oft sehr kerrngen Snmsprüche-.t stricht mangelt. Hierauf tritt der Spaßmacher m Gestatt des Froschlschinders auf. Er hat in einem Äqeb bmter dce pux Htnrichttmg bestimmten Frösche untergebracht, welche an emer Llrt Galgen aufgehängt werden. Auck^. hier werden we PftnMptele mtt etnem Wettrennen beschlossen, tmd wemr der König das Unglück hak, zu verlieren, muß er sich nickt nur eine Buchittgung rmt Haselrrrten gefallen lassen, smiderm auch des Abends dav Bter für alle Dorfburschetr bezahlen. * ** Amtliche Pcrsonalnnchrichten Der GwM-rHag vat ckm 23. Mai die -Oberrochnntgsrevilioven bei der zl vdittn i >Ktsttf!raturabtetlung der Oberrechnnngskammec Rechmmqsntt Aucptst Rett berg rmd Rechinmgsrat August Borwet zu Ober- revrloress bei dieser Behörde mtt-er Befassung des Charakters als „RechnungSrat" mit Wirkimg vvm 1. I'mn 1917 an ernannt. .** D«s blendend schöne Wetter der l-etzten Dago sckfeint auch über die Pfingsttage cm halten zu wollen. Damit wird jedenr, der im Interesse der M-genteinheit ans eine Psmgltreisc verzichtet hat, Gelegenheit geboten, stch durch eiltet, kleinen AnSfltvg, der tttcht at, dem wird die Einschränktma des Dahnverkehrs doppelt schmerzlich sein. Auch hier geht das Wohl und Wehe des Vaterlandes vor das Wvhl und Wehe des _ Einzelnen, und ein freudiger Verzicht im Hinblick ans das große Ziel ist immer noch besser zu tragen, als wenn man unwillig utld verärgert sich einem Zwange beugt. ** Vom PfingstWochenmarkt. Der Därrkt war heute tmt einer Fülle von frischem Genrüse beschickt. Namentlich rvar Wtnterspmat, der zmn Teil schon gesctzvfsi-n rst, und Sommerspinat, ,v genannter Blätterspinat, in gwßen Menget, an geiähren und wurde tn an Ähnlichen Posten schon früh vom i'Nartt genommen. Dte Pvelse für Geniüse bewegten sich in dein früheren Rahmen ,m.d diirften sich mit Rücksicht aus die allameme Preissteigerung die alle Erzeugnisse zurzeit ersahren, in gleicher Höhe falten. Airs die Preise. die vvn den Gemüsezüchtern für jmtge Ofanüse verlangt wurden, inachten die bevorstehenden Feiertage ihren Einfluß geltend. Zu cNvähnen bleibt muh die reiche Anfuhr von Salat tn allen Sorten, sowie Schnittlauch, Suppengritn, Radieschen ,md was foult noch bic H. 5&trfc>fWn, 9Pst). E&rccttidj, d W>. (grbfen, 2 Psd Nyhnen. IV 2 Pfd. MZL 5 Pfd. Dörrobst 2 Pst>. Speck, 4 Pfd. Zwiebeln, 1 Büchse Bohnen, 1 Gins Gelee, ö Pfd. SauerTimit, Kvhlrcrvi, LmLÄ Und 1,50 Mk. in barem GeW. — Gomneber Weidmann von hier erhrell das Eiserne Kreirz. >— Dem BrzefÄdwebel Heinrich Gvtz ans Lorbach wurde zu ferner Hessischen Tapferkcitsmedaille das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen. — Der Jager Wilh. Lind aus Geiß-Nidda erhielt das Eiserne 2. Kl. j SreiS grieddera. ^ Bildel, 25. Mai. Einige Knaben aus dem Rnhrgebiet, die sich gegemvärtig hier zrrr Erholung anfhalten. wurderr während eines Spazierganges rm Walde von hiesigen Schülern überfallen, mißhandelt und ihrer Eß Vorräte beraubt. Eines der armen Kinder verirrte sich und wurde erst spat abends ausgefnnden. Kreis Wetzlar. ** Dutenhofen, 26. Mai. In unserer vorletzten Nummer ist versefteirtlich eine Notiz, die unter „Kreis Starkenburg und Rheinhessen" stehen sollte, unter „Kreis Wetzlar" gerateil. Es 1-arrdelte sich uni seinen Brand von drei Scheunen in dem Dorfe Dudenhofen bei Seligenstadt. An der Sä-reil/ioeise des Ortes hätte auch der „Wetzlarer Anzeiger", der sich ül>er das Versehen belustigt, erkennen können, daß Dutenhofen bei Gießen nicht damit gemeint loar. Hessen-Nassau. -- Cassel, 25. Ndai. Die Stadtverordneten genehmigten eine wesentliche Erlföhmtg der Kriegste u ernn g s zutagen der- städtischen Beamten, Lehrpersonen und AngestelltQr und bewilligter hierfür die Srrmme von 307 000 Mark. rnr. Frankfurt a. M., 25. Mai. Augenblicklich werden nn Statischen Kvankeichause wieder Versuche mit der sozialen Kranken für sorge gemacht, die sich in Amerika sehr gilt bewährt hat. Schon im Jahve 1914 war mit den Versuchen besonnen teorben., sie mußten aber infolge Ausbruchs des Krieges unterbrochen werden. Ern kleiner .Kreis sozial geschulter Herren Und Damen bespricht sich mit den. Kranken über ihre häuslichen Verhältnisse und sucht diese möglichst mit den Mitteln des Kran- kerr zu bessern, falls seine Krankheit und deren Heilung durch Hemmungen im Haushalt hervvrgeruscn oder verzögert worden sein sollte. Auch in Versicherungsfragen, kantenkassenangeleg enherten tverdarr die Kranken beraten, ihre Kinder werden in gceignetet Anstalten rmtergel'ra.cht. falls der Vater dnrrl> die Krankenhaus- Pflege in Erwerb behindert iftf vmd nicht für sie sorgen kann.«In der Kind-erobteilung wurde eine Fröbellehverin angestellt, die mit den Kleinen, die oft über ein Ja>ft sich im Krankenhaus befinden, spielt, und sie unterhält, den Schulkdrdern wird nach Möglichkeit, soweit es die Art der Krankheit crbrubt, der mangelnde llnterrickü durch eine Lehrerin ersetzt. rnr. Frankfurt 0 .MI 25. Mai. Das städtische Notgeld wird in den nächsten Tagen zur Ausgabe gelangen. Dis 50 PfennigscheMe sind, um Fälscltzrngen zu vermeiden, auf gesetzlich geschütztem Wasserzeichen Pa Pier gedruckt. Sir tragen ans der Vorderseite ein senkrechtes Diagrmalband mit der Aufschrift ^tadt Frankfurt a. Ml." !DvL Micksaite zeigt dm Frankfurteii Adler. Die 10 Pfomrigstücke sind dreieckig durchlocht. Es wurden bis jetzt von beiden Geldsorden 500 090 Stück angefertrgt. ba. Höchst a. d. N., 26. Mai. Auckr in unserem Dörfchen !k*rtre die Sammlung zur Hinden burgspende ein erfreuliches Ergelüris. sEs ginge,:-ein: 21L^ Eier, 5Vs Vsd. Wurst, l %b R mch- lleisch. 17 Pfd Dörrobst, 12 Pst>. Bohnen, 4 Vä Pfd. Erbsen, 19 Pst). Zwiebeln, 10 Psd. Gelee, 7 Psd. Latwerg, 5 Psd. Mehl, 4 Psd. Graupen. 2 Psd. Zucker und noch etwas Nudeln Und Haserflocken. Allen Gebern herzlicher Dank! “ Frarrkfurt a. M., 25. Mai. Professor Dr. Calmes von der Wirtsck^fts- und sozial wissenschaftlichen Fakultät der hiesigen Universität ist als Finanzmnrister in das neue Koalitioüs- Ministerium des Großhcrzogtums Lnzenrburg eingetretew Dr. Calmes kam vor Jahresfrist als Nachfolger von Professor Lambert hierher und hielt im letzten Winter-Halbjahr Vorlesungen über „Finanzierungen", „Industrie-Betriebslehre" mrd „Bilanzen". Außerdem war er Leiter des Privatwirtsckiastlichell Seminars. vermischte». E b e n r v t h, 25. Mai. Der Gutsbesitzer Landes ökono-mierat Wolfs in Ebenroth (Unterfvanken) hat sein in bestem Zustande befindliches 530 Movgerr großes Gut Ebenrvth^init dein ganzen! landwirtschaftlichen. Anventar dem luchrischcir Staatsmmisterinm zur Ansiedelung von .gtiegsbesclnidigten. als 0>esche.nk übergeben. * Grab 0 w, (Meckstnb.), 25. Mai. Das „Berl. Tagbl." meldet: Im. Dorfe Wanzlitz sind aus einem Erbpachtgehöstc 30 Gebäude, in Großlutton bei Birnbaum 14 Gebäude niedergebrannt. Stade, 26. Mai. Im Oldmrdorfer Königsnwsr t^er Slade brach ein Heidebra.nd elProdukte des kleinen Landes, in der qrrnzcnl Welt berühmt und unerreicht; das dritte W bezeichnetc Wasser, als Selters, Facknngc'v nsw., nicht weniger in der Welt wnbreitet und frefamrt, als es die Weiusorten srnd: der Ei:Port von Nassauer Mineralwässern bat schon Airsang des vorigen Jahrhunderts in einzelnen Jahren an 6 Millionen Gulden betragen. Das feierte W geirrt dem Walde an. Die sckwnsterr Wälder mrd wildreichsten befanden sich Nämlich, mindestens zur genannten! Zeit, im Herzogtum Nassau, «und sein Souverän konnte nach! Wohlgefallen von feinem lieblichen Jagdschlösse, der Platte brr Wiesbaden',-ans einen Eber Hetzen oder einen Zehnendn'hirscli jagen. Briefkasten der tAnouhme Attfvagktt bleiben uuberüasichtiLt.1 ). 6. in Weickartshain. Tie Anfsasslmg der Krantenkaise ist jedenfalls sehr veraltet. 'Stach der Neck^sprrchnng des Üieich>-- Versickerrmgsamtes ist, fofent Begräbniskosten nicht entstanden sind, das gefmnte Sterbegeld als lleberschnß an die Bezugsberechtigten zu za'hl«r. Zu der: Bezugsbereck>tigteir gehören neben dem Ehegatten die Kinder, die Eltern und GesckMistrr, wenn sie mit dem SWWWnot zur Zeit seines Todes in lmnslieber Gemeinschaft gelebt haben. Tie häus-liche. Gemeinsck>ast wird duvck» die Einbevusung des Versicherten icock> nicht lolme weiteres aufgehoben. Wenden Sie sijch beschioerdeführend an das Versicherungsamt. Durch die (Rltcndmachrmg J'hres Anspruchs imitbe die Verjährung unterbrochen. pH. Sch. in Sr.-L. Wir nehmen an, daß die dortige Gemarkung nur Flurvermessnng besitzt. Die Grundstücke mit einer derartigen Vermessung sind nur aus 20 Prozent gnuui bestimmt. Größere Un stiimnigkeiten in Genvarllmgerr mit Flur vermesst mgen kommert stets vor, da die Grundstücke iri.cht vermessair worden sind, sondern rmr deren gegenseitige Lage in beu Katasterkarten eingetragen! wurde (Handrrß). In den betr. .Kanstratnls lvird wohl sicher der Vernrerk Vorständen sein, daß für FlächeninlM: nicht gelüftet wird, mithin känren andere Ansprlrck>e insolge Nenvermessung der Grundstücke für den Verckänser außer Betrackch. — Es ist dal-er zu emp fehlen, stets die Grrindstncke in einer O^emcrrkrmg mit nur Flur- vermessmrg vor dern Verkauf Mrs den rvirklich>en Flächerrrnliatt zu prüfen mrd die Kmrfverträge entsprechcrrd tzu formrrlieren. Letzre nacbric^tcn. Wichtiges Ercignis in Rußland? Gens, 26. Ntar. „Cri. de Paris" erfährt mrs den Wandel- gängcn der ftanzösrscherr Kauriner, mari envarte für die nächsteir Tage ein ivichtiges Ereignis. Ans Rußland soll ein bedeutendes Dokument konmrerr, das «ns die innere Politik der Republik ge- ivaltige Rückwrrkrmg haben rver'de. KriegsftindliÄe Kundgebungen in Italien. Rom , 25. Mai. (WTB. Niätamtlickr. - Melduirg der „Agenzra Stefaui". (Gestern fanden in Italien anläßlich des ziverten Jahrestages des Cmtritts Italiens in den Krieg Kn n d g e bnn g Sn statt. In Rom entsandterr die Veranstalter der Kundgebnug eine Abordnung zu Boselli zur' lleverr-eick'nmg einer rnterveuticmistischar agesordnung, die nachstehende Jordev.rügen enthält: I^Ntaß- ncrlMcn gog«l die Kriegssaboteure zum Rückenschntz der zir 'Wasser und zu Lande- känrpfmden Italiener. 2. Sofortige Internierung aller feindlicher StaaI..ungehörigen. 3. Enthebung der Kriegs- feindlichien Staatsbearnten rwn ihrem Amt imd ihre Ersetzung dirrck) kriegsfteundliche Beamten. 4. Verlvendung der Krieg sin validen in der Ltridr sindnstrie rmd der Beamten an Stelle der zahlreichen Drückeberger. 5. Maßnahmen gegen kriegsschüdlrches Treiben irnter denr Deckmantel der Religion. 6. Maßnahmen, daß keinerlei kriegsseindliche Elemente aus lvahl- politisclMN oder parlanrentarischen Gründen geschützt werden. 7. Girr- fübrung und DuräMmmg sozialer Resornren ohne vorherige parlamentarische Erörterung zur allgemeinen Besserstellung der Kriegsbeschädigten, sowie überlxnlpt des nationalen Lebens. Jur Stockholmer Konferenz. Berlin, 25. Mai. Von den österr-eickischeu Sozialisten, die zur Stockholmer Konferenz gereist sind, berichtet das Verl. Tagebl , daß sie. es als eine ^xruptmrsgabe betrachten, aus der Kvnsereniz klarzirmachM, welche ltzmurelschrriende Ungerechtigkeit in dsr Ans- büngernng der Mittelmächte liege. Unter allen Barbareien des Krieges sei der .Hrmgerkrieg, der gegen Kinder rind Greise gesührt werk»', die grmrsmnste. — Wie Vorlvärts mrtteilt, habe die italienische Mgienrng den SvzialdeMotr'aberr die Pässe venveigert. Griechenland. Rotier d a m, 26. Mai. lWTB.! Wie aus Saloniki gemeldet unrb, seien gestern 272 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Garnison Llthen in Saloniki euigetrosfen, um im Heere Benizelos' Dienst zu nehmen. Nack) ihrer Be- hauptmlg habe die Verstimmung gegen den Kvrng den Höh^- vnnkt erreicht. Der Aufftwnd sei Kreits ausgebrochen. 1lx1e8-^nrei§e. vonnerstax aben6 \ 1 Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden mein einziger unvergeßlicher Sohn, unser treuer, herzensguter Bruder, Neffe und Pate Ludwig Launspach im 20. Lebensjahre. ln tiefer Trauer: Frau Ludwig Launspach X Wwe. Philippine Launspach Katharine Launspach Luise Launspach nebst allen Verwandten. Reiskirchen, 26. Mai 1917. 4179 Die Beerdigung findet Sonntag, 27. Mai, nachmittags 2 Uhr statt. v.";! Die feindliche Kugel hat hinweggerafst Unfern treuen Kameraden in Blüte und Kraft. Du warst so fleißig und bescheiden, Vor allem treu gesinnt Gott hat dich beimgeftthret Als sein geliebtes Kind. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 6. März unser lieber, guter Kamerad im noch nicht vollendeten 20. Lebensjahre, der Pimier Wilhelm Ajmslb. Seine Kameraden. Großen-Buseck, den 26. Mai 1917. 03254 Du guter Kamerad, du starbst so ftüh, Vergessen werden wir dich nie. Toilettcnstiickc!: in feine Faltschacht, gep., gut schäum., wohlriech., v. 100 St. M. 18 ab Fabrik: 10 Stückrttir Probe Nt. 2.60 ab hier. inkl.Verp. Haus- baltstücke:: vorz. Reinr- gungöm. s.Küch u. Haush. Die Stücke besitz, eine ver- hnltttismäh. gut. Schaumkraft. 100 St. ab Fabrik M. 18,10St.M.2.^tukl. Verpackung ab hier zur Probe. Scknlicrwaschertrakt gut schämn. u. ohne Ton: bst. Ers. s. Schmicrs..p Ztr. M.50ab Fabr.Bostd.fr.H M.7.50. Str. reell. Angeb. Friedrich Görts.Elber- icld. Schließfach 84. 14178 la. Braunschweiger Riesen-Spargel täglich frisch eintreffend bei Adolf Plack, Kolonialwaren u. Delikatessen, 'tz'ene Bäue17, Telephon 568. LekvvmmslvlntLdrlkckiltcste aun.Srind.,lics.bill. la. Steine. • Pbil. Gieö, Aenwied. 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Nur durch die rasche und tatkräftige Hilfe hiesiger und auswärtiger Personen wurde es möglich, meine so überaus gefährdete Hosraite zu retten, -lllcn Hilse- leistenden aus diesem Wege a-nsrichtigsten Dank. Garbenteich, 26. Mai 1917. JohS. Schwarz. Kinderwagen Klapp- und Sportwagen in größter Auswahl billigst 2513 August Kilbinger, Seltersweg 79. Hiihnerfntter Kiickenfiitter Vogelfutter * enipfiehlt "" Ad. PSack, Neuen Bin«. Tel. 568. Fahrräder Mäntel. Schläucke, Reparatur uni» Zubehörteile stets am Lager. Wilh. Meissinger II. Kesselhacli. Telefon 13 13192 Amt Londorf. Nach Gottes Willen fiel am 6. Mai infolge eines Granatbrustschusses unser lieber, herzensguter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Ludwig Frey, Lehrer Unteroffizier und Offiziersaspirant, 8. Kompagnie, Infanterie-Regiment Nr. 56 im kaum vollendeten 26. Lebensjahre. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Friedrich Frey. 4140V Sommersmühle, 22. Mai 1917. Die Trauerfeier findet Sonntag, 10. Juni, nachmittags um 2 Uhr, in der Kirche zu Harbach statt. ( 13* mm Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein herzensguter, innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Pionier Philipp Nocker 3. Kompagnie eines Pionier-Regiments Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaiile am-7. Mai nach 2Smonatiger treuer Pflichterfüllung im Alter von 39 Jahren infolge schwerer Verwundung ira Feldlazarett sanft entschlafen ist. In tiefem Mimerz: Katharine Jfocker geh. Schäfer Grotel Xockor Harle Aocker. Gieöen (Stephanstraße 43), Rödgen, Annerod, Barmeu, Berlin, den 25. Mai 1917. 03209 In treuer Pflichterfüllung starb am 7. Mai für unser Vaterland der Pionier Philipp Nocker Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaiile. Heizer und Maschinist am physikalischen und physikalisch - chemischen Institut der Großherzoglichen Landes-Universität. Er war ein ungewöhnlich tüchtiger Mann und den In&tituten und uns persönlich in langjähriger Zusammen- arbeit auf das engste verbunden. Mit tiefem Schmerze erfüLt uns die Nachricht seines Todes. Ein dauerndes ehrenvolles Andenken ist ihm bei uns und in der Geschichte unserer Institute sicher. f Prof. Dr. Walter König, Direktor des physikalischen Instituts Prof. Dr. Karl Elbs, als ehemaliger Prof. Dr. Karl Schaum, als jetziger Direktor des physikalisch - chemischen Instituts der Universität Gießen. 4139 D Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber Sohn und Bruder Heinrich Böcher heu^e nachmittag 2 Uhr im blühenden Alter von 17 Jahren sanft verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Johannes Bücher II., z. Zt. im Heere und Familie. Bersrod, den 26. Mai 1917. Die Beerdigung findet Montag, den 28. Mai, nachmittags 3 Uhr statt. Du herzensguter Gatte, Du warst mein ganzes Glück, Läßt mich mit meinem Kinde Auf dieser Wjfclt zurück. So schlaf denn wohl, Du Herzensguter, Du lieber Sohn, geliebter Bruder, Sollst nie von uns vergessen sein. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein innlgst- geliebter, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines lieben Söhnchens, unser lieber, unvergeßlicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Wehrmann Karl Krämer Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaiile nach 32 monatliger treuer Pflichterfüllung im Alter von 38 Jahren infolge schwerer \ erwundung am 18. April den Heldentod gestorben ist In tiefem Schmerz: Frau Hargarete Krämer, geb. Haas, und Kind Hans Heinrieh Krämer und Frau Familie Philipp Haas VI. nebst Angehörigen. Steinbach, den 25. Mai 1917. 4144 Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, den 3. Juni, statt. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Heute morgen 4 Uhr verschied sanft nach jahrelangen schweren Leiden meine liebe Frau, unsere unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Neide! im Alter von 71 Jahren. geb. Rinn / Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ph. Neidei II. Heuchelheim, Blankenheim, Frankfurt, Köln, Krofdorf, Klein-Linden, den 26. Mai 1917. 032G6 Die Beerdigung findet am Montag, den 28. Mai, um 1 /, 1 Uhr statt. Kavallerie- Wir erfüllen Hiermit die traurige Pflicht, die Kameraden von dem Ableben nn- ^ sereS II. Bor- sitzenden und Ehrenmitgliedes I>r. med. vet. H. Köhler in Kenntnis zu setzen. 41741) Die Beerdigung findet am 1. feiert an, nachmittags 2 Uhr, statt. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Ter Vorstand. Heute entschlief nach langem schweren W Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, W Schwiegermutter und Großmutter Johan,rette.Haubach 1" geb. Ernst Die trauernden Hinterbliebenen: I. d. N.: Christian Haubach, ü Gießen (SelterSweg 39), Wißmar, Leun, Frankfurt, den 24. Mai 1917. «m Die Beerdigung findet Montag, den 28 . Mat nachm. 2 Nhr, auf dem Neuen Friedhof statt.