Nr. \ 2 \ Der Gletzmer Anzeiger erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: SichenerHamttiendlätter; Kccisblott für den Kreis Gießen. pezugspreir: moitatl. 90 Pf.. viertel» fahr!. Mk. 2.6b: durch Abhole» u. Zweigstellen monati. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.40 viertel« fährt. ausjchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für dieSchristlcilttng113 Verlag,Geschästsftetleöl Ans ch r ist. fü r D r a li l i l a ch- richten: Anzeiger Gießen. Erstes vlatt föl. Jahrgang Postscheckkonto: ZrankfNrt a.M. lt68b ZwiNtngrrund-ruck u. Verlag: Srühl'sche Unls.-Vlich' u. Steindruckerei N. §ans-. Kettag, 25. Mai,?17 vankoerkehr: Gewerbebank Gießen Schristlsttnng, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulftr. 7. rinnahme von LnzergLn die äagesmmtmec bin zuinNochmittaq vorher. Seilenprds, i Anzeigen: örtlich 20 Pi. . Ver- miettmgen u. Stellengesuche 15Pf., auSlvartS^ 25 Pf., b. yiai)voi1cl)rift 30 Pf., Reklamen 76 Pi.„ bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aua.. G o e tz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: A"a. Goetz. Stadt und- La»,», Vermischt es u.Gt"! richttzsaal: Fr. N. Zenz.i Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. MTB.)- Großes Hauptquartier. 24. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupp recht. Bei Wytschaete und auf beioeu S ca rpe-Ufern war die Feuertätigkeit bis in die Nacht hinein lebhaft-, auch südlich der Straße Cambrai-Baparnm und bei St. Quentin nahm sie zeitweilm zu. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Ch e m i n des D ä m c s erreichte der Artillcric- kampf bei Braye und Eraonelle nachlnittags große Stärke. Vor Einbruch der Dunkelheit griffen die Franzosen westlich des Gehöftes Froi'snwnt und etwa gleichzeitig auch bei der Mühle von Dauclerc an. An beiden Stellen wurden sie vertu ft r c i ch a b g e sch l a g e n. Am Winterberg unterband unser Vernichtungsfeuer die Durchführung eines sich vorbereitenden Angriffes. In der (5 h a m p a g n e war die Kampftätigkeit der Artillerie zwischen Nauroy und dem Suippes-Tal iit den Abendstunden gesteigert. Heeresgruppe Herzog Alürecht. Im Walde von Aprömont brachen Sturmtrupps eines icheinifchen Regiments in die französische Stellung und kehrten mit 28 Gefangenen und drei Minenwerfern zurück. * Gestern wurden 10 feindliche Flugzeuge und rin Fe sselballonzum Absturzgebracht. Leutnant Schäfer Maß seinen 28. und 29.Gegner a(); Leutnant Vo ß erreichte durch Abschuß eines Feindes die gleiche Zahl von Lnftfiegen. Am 21. und 22. Mai haben die Engländer uriö Fmnzofen 5 Flugzeuge im Luftkampf lind durch Ab-i wchrfereer verloren. Oestlicher Kriegsschauplatz. An mchrererl Stellen der Front lebte die Gefechtstätig keit auf. Oestlich von Tuck um (nahe der Ostseeküste) wurden russische Erknnder vertrieben. Mazedonische Front. Keine wesentlichen Ereignisse. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Der Avendbericht. Berlin, 24. Mai, abends. (WTB. Amtlich.) Erhöhte Artillerietätigkeit ist nur aus der westlichen Champagne gemeldet. * * * Der Fsonzo sah einen neuen großen Schtachttag. Wiederum endete er für die Italiener rnit einer großen Niederlage. Wenn demnächst in Rom die Kammer zusammen- tritt, so wird die Regierung noch ganz andern Fragen über die Offensive und das damit zusammenhängende nationale Elend gegenübevgestellt sein, als .Herr Ri bot in Frankreich. Generalleutnant v. Ardenne tneint im „Berl. Tgbt.", nach verläßlichen Nachrichten hätten die Italiener in der zehnten Schlacht am Jsonzo nicht weniger als 600 000 Manu eingesetzt. Einen neuen strategischen Gedanken hat aber Cadorna nicht gefunden. Die italienische Offensive ist nach Art des Kampfgebietes aus frontale Angriffe angewiesen, sic hnt freilich ihre Machtmittel, besonders die artilleristischen, bis zur höchstinöglichen Anspannung gesteigert. Allein die Oester- reicher hatten nicht nur reichlich Zeit gehabt, ihre Stellungen auszubauen und unüberwindlich zu machen, sondern sie schöpfen auch Erleichterung von der Lage an der russischen Front. Dort soll ja zwar jetzt auch noch einmal an eine Offensive gedacht lverden, die das „revolutionäre" Heer unternehmen soll. Heute heißt es, Kerenski, der neue Kriegsminister, der nach seinem eigenen Geständnis niemals soldatische Disziplin kennen gelernt hat, aber trotzdem im Heere eine „eiserne Disziplin" Herstellen will, sei bereits zu Besichtigungen an die Front abgereist. Die englische Presse hofft davon einen Umschwung und „Daily News" spricht von Kerenski schon als von einem neuen Garibaldi. Aber ein militärischer Mitarbeiter der „Post" fragt rnit Recht, ob die Aufgabe, die sich Kcrenski gestellt habe, anr Ende nicht doch über seine Kräfte gehe: „Ter nein' russische Kriegs minister ist noch ein recht junger Mann. Mit sturen 2 8 Jahren dürfte er kaum über die nötigen Erfahrungen verfügen, die ihn befähigen — ihn, den Zivilisten —, alle Faktoren einer ersolgreichen Kriegführung gegeneinander ad- Mvägan. Daß er sich vielfach von unmittelbaren persönlichen EMdriwen leiten läßt, beweist unter anderem die von ihnr voll- e^rgene Ernennung des Leutnatrts Kosmin zum stellvertretenden BefchllshLber des Militärbezirks Petersburg." Das sind immerhüt interessante Einzelheiten. Der fron- zösifiche Ministerpräsident R i b o t schätzt die bevorstehende Hilfe Rußlands auch wohl zu hoch ein..Trotzdem war seine Sprache über die Offensive im Westen, wie wir heute ausführlicher lesen können, auffallend bescheiden. Er will die errungenen Erfolge weder verkleinert noch übertrieben haben und ist schon zufrieden, daß die französisch-englischen Heere am Ende Hindenburg an einer eigenen, gewaltigen Offensive gehindert hätten. Mit ersruWv-rken heißt, das doch: Franzosen, ihr seid vom Siege noch gar weit entfernt. Hinden- burgs Pläne sind nach wie vor undurchsichtig. Der Berner „Bund" stellt über die beiderseitige Lage folgende Betrachtungen an: „Heute läßt sich mit Sicherheit nur eines vermuten: Petain gruppiert_m Tie deutsch? Verteidigung hingegen muß immer noch als unerschüttert gelten. Und dazu ist besonders zu bemerken, daß die Abwehrschlacht in der di? Deutschen im Westen stehen, sich der vollkommenen Begriffsbestimmung entzieht solange sic nichj in Gegenoffensive mündet. Jedenfalls hat Hindenburg bis jetzt stets verstanden, sich die strategische Lage , gefügig zu machen, so spröd sie sich auch gab. -- Asus der einen Seite ein neu.-2 Führer, der nach langem Harren den Oberbefehl nach eigenen Heften übernimmt, aus der aitbent Seite ein erprobter Feldherr, der sich die Bewegungsfreiheit in alten Kriegslagen gewahrt hat, das mag, zusammengeiwmmen, int Westen wohl noch einmal zu großen raumgreiscuden Operationen führen, die den ganzen Schichten raum zwischen der Küste und der Schweizergrenze ab- wandcln." Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 24. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird rerlantbart: O e st l i ch e r K r i e g S s ch a u p l a tz. An zahlreichen Stellen der Front entwickelte der Feind erhöht Kamp'stätigk?jt. Italienischer Kricgsschauplutz. Seit gestern mittng tobt die 10. Jsonzoschwcht neuerlich mit außerordentlicher Heftigkeit. Der Anprall der feindlichen Massen richtet sich nunmehr gegen die ganze 40 Kilometer breite Front von Plava bis z u m Rt r c: An vielen Stelverr erfahren die Kämpfe auch in der Nacht leine Unterbrechung. Im Raume des Kuk-Berges bei Vodice und ! gegen den Monte Santo warf der Feind am Nachmittag Stnrmkolonnen in die Schlacht. Was östlich des Kuk- Bcrges vordrang, wurde ein Opfer unseres Vernichtungsfeuers. Bei Vodice brachen sich die feindlichen Anstürme an der Tapferkeit der zum großen Teil aus Ostgalizien und der Bukowina ergänzten Jnfanterieregimenter Nr. 24 und 41. Beinl Kloster Monte Santo vermochte der Feind unsere durch sein Trommelfeuer eingeebneten Gräben zu überschreiten. Er wurde aber von ungesäumt herbeieilender Verstärkung gefaßt, auf seine Reserven zurückgemorfen und mit diesen zusammen durch unser Gefchützftnec den Hang hinab getrieben. In derselben Stunde scheiterten östlich von G ö r z zwei mächtige italienische Massenstürme, zum Teil schon im Wirkungsfeuer unserer Artillerie- znm Teil im Nahkampf gegen unsere brave Infanterie. Besonders erbittert und hartnäckig wurde auf den vielumstrittenen Kampfstätten der Karst höchst ach e gerungen. Bei Tagesanbruch lagen hier unsere Stellungen und ilp- Hintergelände im Trommelfeuer der feindlichen Geschütze aller Gattungen, biegen Mittag kam bei Costanjevica der erste feindliche Znfanterieangriff ins Rollen. Er wurde zurückgefchlagen. Nachmittags brach der mächtige italienische Angriff gegen die ganze Front der Karsthochfläche los. Welle auf Welle trieb der Feind zwischen dem Fajti Hrib und dem Meere gegen unsere Linien vor. Wo eine Feindkolonne zusammengebrochen war. trat eine neue an ihre Stelle. Angriff und Gegenangriff prallten aufeinander. So hält das Ringen bis zur Stande in unverminderter Stärke an. Raumgewinn vermochte der Gegner nur in dem weit ausladenden Abschnitt von Zamiano zu erzielen, wo wir unsere Truppen um einen Kilometer zurücknchmen mußten. Ueberall sonst wurden u n sie re Stellnngerr in ihrer ganzen Ausdehnung s i e g r e i ch b c h a u p t e t. Die ungarischen Heeresreginrenter Nr. 39 und 61 und bewährte Honvedtruppen haben ihrer Geschichte neue glänzende Ruhmesblätter eingesiigt. Aus Kärnten und Tirol nichts von Belang mitzilteilen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei Feras wurde ein italienischer Neberbrücknngsver- such durch Artilleriefeuer vereitelt. Der Ehcf des Generalstabs. Die Kämpfe im Westen. Berlin, 24. Mai. .WTB? An der gesamten englischen Front mt die Gefechtstätig teil am 23. Mar gering. Borfeld-und- Patrouillenkämpse verliefen für uns günstig. Anfklärende Sicht des Nachmittags ben.utzwn die Engländer, um schweres Feuer ans einzelne Frontabschnitte und besonders ans französische Ortschaften hirtter der Front zu legen. Außer dnn üblichen Feuer auf ot. i— li c it 11 it, das nrc'fn- mtb mehr in einen TAIinSnerhanfen ver^ wandelt wird, statten vor allem crüch CvnrceletLe und das von Einwohnern anS den geräumten Gebieten übervolle Douai zu leiden. Auch dieser Stadt scheinen die Engländer das Schicksal lvcm Bapannre, Peronne mtb St. Quentin zugedacht zn haben. An der Aisnc versnckften die Franzosen die ihnen am ld. Mai von den Poscnern entrissene Stellung in der Gegend von Braye wieder 51t erobern. Ons beitt)'d>e Vernichtungsfeuer aus die sich ansanrmelndeu. Schamtrirppen vereitelte mir .Abcird jednr Angriffsversuch. Erst bei Einbruch der Dunkelheit nach) 10 Uhr verinockcheii die Franz-oseit l.-re ^nsartterie in das deutsche Maschinengewehr- und Granat- stner vorzutreisten. Ihr Angriffe brach unter schweren srarrzösisck-en ^-erlinten vollständig zusammen, bevor die Angriffswellen die deutschen Gräben err'eicht hatten» Weiter ältlich setzte bereits «nr Bornnttag starkes Störungs- teuer am 'Chemin des DLines ein, das 3 Uhr nachmittags südlich Eraonelle zum Trontmelfeuer amv'uchs. Der 9 Uhr abends folgende Angriff Inirbe ab.gewiesen. Iin deutschen Feuer flnck>teteir die Franzosen über deckiutgslos'es Geläute in die Airsgangsgräben zurück, wobei sie abermals schwere Verluste erlitten. Ansammlungen in den fvanzösischeit Gräben im Höhengelände der Ehauttagne nördlich Prosnes wurden unter Vernichtungsfeuer genommen. Außer den im Heeresbericht gemeldeten Gefangenen, die im Aprömont-Malbe geinacht tvurden, sind auch in der Nähe der Eont- bres-Höh? Durch erfolgreicl)>e Patrouilleiinrtteruehmungen Gefangene eingebracht worden. Der Kaiser an der Westfront. Berlin, 24. Viai. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Ka i l er hat im Laufe der Woche die an der Westfront kämpfenden Truppen besucht. Er weist? bei zahlreicheii an den Schlachten bei Arras, iii der Aisnc und in der Champagne stilnebm-enden Truppen, in Lazaretten und bei den Armcefühceru und Führern der Heeres- grup'pen Kronprinz Rnpprecht imd Deutscher Kronprinz. Die Rückkehr ins Große Hanptgnarti-er erfolgte heule ftü'tz. * Die englisch- türkischen Kämpfe bei Gaza. London, 24. Mai. (WTB.) Der Uitterstaatssekretär des Krieges Mac Pherson führte in einer Rede im Untevhanse aus: Wie bereits initgcteilt, eudtten die Unternehmungmr im süd- l i c! fit P a l äst i n a vom 27. Mürz bis 19. April nack> einem Ästigen Kampfe irret der Eroberung vorgeschobener türkischer Stcllungerr in der Nähe von Gaza. Wir sind jetzt in enger Fühlung mit den feindlichen HaUptMlungen, die die Stadt zwischen der Seehund Sck?cikh Abbas auf einer Front von vierzehntausond Bards schützen. Diese Stellung wurde durch eint Reihe von Schanzen und Gräben bis nach Muhareiva, elf Meilen südöstlich von Gaza, ausgedehnt. Die Türken macksten sich die natürlichat Hinternisse zunutze und ihre Hauptstellung vor Gaza ist von Qic\ er Stärke, während ihre linke Flank? durch zerklüftetes und waiserloses Land geschützt ist. Infolge dieser Umstände sind unsere Fortschritte notwendigerweise dort nur langsam grimsen. Seit dem 19. April fanden keine ernsten Kämpife statt, aber wir haben andauernd Gelände geironnen und die bei Gaza eroberten Stellungen eingerichtet imd befestigt. Die Nenolution in Rnhlcinö. Kerenskis Reise an die Front. Petersburg, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die Petersburger Telegraphenageutur berichtet: Kriegsminister Kerens li ist Mittwoch mittag im Sonderzuge zur Besicht tigung alter Fronten ab gereist. Die verfassunggebende Versammlung. Petersburg, 24. Mai. ^WTB. Nichtamtlichst Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Tie Regierung ordnete eure Reihe .von Maßnahmen zur Beschleunigung der Ein de ru firn g der v e r fa ss u ng gebenden Vrrsamlung an und setzte für den 7. Juni die erste Sitzung des mit der Ausarbeitung der Wahlordnung beauftragten Ausschusses fest. Eine dreiste Luge der „Nowoje Wremja". B e r l i n, 24. Mar. (WTB. Nichtanrtlich.) Verspätet erhalten wir Kenntnis von einem Artikel der „Nowoje Wrcmja" vom 2st. April, worin über eine angeblich von Kaiser W ilhelnr i in Offrzrerskasino in O d e r be r g gehaltene Rede berichtet wird. Diese Rede soll in einer in Berlin erscheinenden! militärischen Rundschau nachgedruckt sein. Kaiser -Wilhelm habe in dieser Ansprache vor Absendrmg einer Reserv?divisron der Garde darauf hingetmesen, daß es mm gelte, dem mächtigen listigen Reich/ des Ostens, .das heute von krampfhafterr Unruhen ergriffen sch einen Hieb zu versetzen. Die Offiziere der Garde seien schon in fünf feindlichen Hauptstädten siegreich eingezogen, der Kaiser befehle, die .Siegesfahne imnmehr auch in die Hauptstadt Rußlands zu tragen. Der' Kaiser soll seine Rede mit den Worten geschlossen! haben: „Ich vollziehe endlich ld-as Verinächttris meines großen Großvaters und werde das Slawentum ans allen Wegen, wo es mir entgegentritt, erdrücken." Diese Rede ist von Anfang b i s z n End * -glatt e r fu nden und stellt offenbar ein russisches Pressetnanöver dar, mit dem man auf die russische Masse einwirken will. Zum Schluß sei erklärt daß eine tnilitärisckte Rundschau in Deutschland überhaupt nicht existiert. Die Stockholmer Vorbereitungen. Stockholm, 24. Mai. (WTB. Nichtamtl.) Der ständi qt holländisch-skandinavische A n s schuß batte am 21. nnb 22. Mai gemeinsame Beratungen nüt Vertretern der bulgarischen sozialistischen Partei. Im Mittelpunkt der Be - ratinrgen stand die B^lkansrage und besonders die mazedonische Frage. Der 'Ausschuß spraäi sich ftir die nationale Einigung aller Teile des bulgarischen Volkes aus, durch die eine Be festigt mg der Zustände und eine dauernde Beruhigung aus dem Balkan geschaffen: werde. Aus dieser Grundlage werde auch eine Annäherung.der Balkanvölker möglich sein. Der Ausschuß fordert die Wieder-'hei-- stetlnttg Belgiens, Serbiens, Rumäniens und Montenegros. Er glaubt, daß der Grundsatz der nattotmlen Unabhängigkeit und des freien Bestimmungsrechts auf alle Völker, die selbst ihr Schicksal bestimmen wölken, wie Armenien, Polen usw., ausgedehirt tonten müßte. Der Ausschuß hofft, daß die Elsaß-Lothrin- qxXhc Frage nach diesen Grundsätzen befriedigend gelöst werden rann, Jrnio wrdert dringend die Herbeisül>rung eines sofortigen ?zrveden-K Er tchlägt deshalb vor, vereinbarte energische Schritte den Harbrmenlen aller kriegführenden Länder zu unternehmen, «und empfiehlt als Hauptmittel, dieser! Frieden dauerhaft zu maten, >erm: völlige Demokratisiernng Europas, Abrüstung, Schiedsgerichte tLchafsung einer zwischenstaatlichen Rechtsordnung mit Ztvaugs mtiteln und dergieiclZen. Der Ausschuß billigt die Einberufung -eurer allgemeinen sozialistischen Konferenz unter der Teilnahme aller, der oiiternaitoiuiJe angeschlvssenen Parteien für die Ei' H-wmgung de.-. Friedens. Er bn'icft feine Freude über die endlite Wrederlierchellung der Iniernatümalc und die friedliche Aufnahme ihrer geschichtlichen Nolle aus. Amerika verweigert die Paffe. Washington, 24. Mai. (WTB. Nicküamtl.) Meldung des Reut-erschen Burrano: Slaat-sekretär La n sing teilte mit. daß idre Personen, die dir so z ia l i sr i sch c Fr ie dens konse r enz< ln Stockholm besuchen niollen, keine Passe erhaltet! inerten England verläßt sich auf Amerika. London, 23. Mai. (WTB. Mchtamtlich.) Ter Muni- tiVnsmin ist er teilt mit, daß mit sstücksicht auf den Eintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in beit Krieg baö Kriegskabinett dahin entschieden habe, daß es nicht langer notwendig sei, mit der Errichtung der großen, fetzt in der Nähe von Bristol int Ban befindlichen Spreng- .ftoff-F a b v i t nt sortzufahreu. Dahingehende 2lt:iveifunken wurden erlassen. Tie Einstellung der dortigen Arbeiten »rnf diesen Befehl chin ist, wie das Retitersci)L Bnreau erklärt, bezeichnend als Beweis für das Vertranen der Regierung zu der Aufrechterhaltung der Schiffahrt. Von englischen Erwägungen über den Friedensschluß will ein Gewährsmantt der „Boss. Ztg." berichten können. Man erklärt in Londoner diplomatischen Kreisen vortrau- )ich> daß Asquith und M c K e tt n a die Friebensidee stützten nnd Bejpreckmngeu mit Personett hatten, die vor der ?Lbreise nach Petersbtrrg stehen. Beide verträten die Meinung, Nttßlands Friedenswniisch müsse von Ettgland unterstützt werden, unt ssdußlaud cP späteren Verbündeten zu erhalten. Von Amerika erhoffen die englischen Liberalst nur geringe Leistung. McKenna plädiert für die Stärkung von Englands Volkswirtschaft, die beit baldigen Frieden erheische Die Befitzverteilung in Afrika. ■ London, 24. Vcaü (WTB.) Meldung des Reuter- !scheu Bureaus. General Smuts sagte in der Rede, die er bei dem chm zu Ehren von bat Südafrikanern in London ge- gebenett Bankett hielt, u. a.: De u 1 sich land habe vor dem Kriege beabsichtigt und tne es wahrscheinlich iwch, nn großes zentralasritanisches Mer ch An errichten, das nicht nur Kamornn und Ostafrika, sondern auch me vortugiestfäien Kolonien und den ganzen Kongo nmfafseit würde. Deutschland würde dann die Möglichkeit l>oben, eine der mächtigsten ?lrnteen auf zu stellen, die die Welt je gesehen habe. Es (ex eine ernste Frage für das britisch' Reich geworden, vb es zngeben dürfe, daß die Entwicklung in dreier Richttmq sich vollziehe Damit num eine (befahr für Afrika nnd selbst für Europa entstehe, hoffe r^datz als eines der Ergebnisse dieses Krieges eine Bereukbarnng Mrschm den an Zentralafrtka interessiertett Völkern getroffen würde, mirä> dve die militärische Ausbildung der Eingeborenen ab'oliil ver- ^n wird. Eine andere Frage, die Zentralafrika betreffe, fei die Anftetlnug des Gebietes nach dem Kriege. Großbritannien sei in glntfhdxn Lage, einen durchgehenden Verbindungsweg von Ivten Mm Km, zu besitzen. Seine Wege an der Atlantischen ^nbpchen .Biste jeien zwar tricht bedroht, aber iriemand wisse, ^urch dem Kriege mit dreseit Verbindungen geschhen werde. Er ^ffe, mmr werde sich vor klugen halten, daß Ostasrika (teoßbritan- ''men wcht nur me vorher erwäbitte lleberlaichverbindimg vou einent ^Eude^des Kontinents zum anderen gegebetk habe, sondern iljm auch gen Seeweg um das Kap und durch^das Rote Meer sicherte Es « 22! GS? 1 * Genugtuung ffir die Südafrikaner, daß die sädafrss ?amichn Druppen- einen so großen Anteil an der Sicherung dieser außerordentlich wertvollen Verbindungen hätten. . Das englische Wahlgesetz. 2 on don, 23. Mai. (WTB. Mchtatntlich.) Das U n t c r - I)at das Wahlgesetz, das die von der Konferenz von Vertretern aller Parteieti gebilligten Borschkäge in sich .schließt, in zweiter Lefutig mit 329 gegen 40 Stimtnat ) genommen. FliegerauSzeichnungen. Berlin, 24. Mai. (WTB.) Major Lincke, Leutnant ^-rhr. v. Nicht ho feit und Leutnant der Reserve Gon- t e r m a rt n wurde der Ordert Ponr l e m e r i te verliehen. Seekrieg. Neue U-Booterfolge. Berlin, 24. Mai. (WTB. Amtlich.) Neue U-Boots-, erfolge im At1arttiscl>en Ozean und nördlichen Eismeer. 19000 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befand sich eine Anzahl bewaffneter russischer Dampfer von Ettgland nach Rußland. Bon einem wurde das Geschütz Totmen an- Ribols Rede in der Kammer. A E r n, 24. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Den heute nach Schluß m Grenziperre ein getrommen Pariser Zeitungen von gestern früh Kuwlge errlarte Rrbot m seiner Rede in der .Kammer u a noch folgendes: ^cc Offen,ivc vont 16. Avril hat vielleicht nicht alle ütemltate gezetttgt, die man erwartet hat, aber trotzdem und trotz der atitzerordentltchen Hoffnungei!,-die daran geknüpft waren, hat ßre wichtige Ergebnisse zur Folge gehabt und uns die d e u t f rftle ^ Ncu, ivebemeisternlassen, die wir sonst über uns !>ätten ergehen lat sei! müssen. Die ganze deutsche Mserve wurde durch «nmoWtfiwt Mir haben 20 000 Gefangene und M) Geschütze erbeutet und einen Teil unseres Bodens wieder- Lrobert. Man darf das R e su l tat w ed e r üb er t r eibe n noch uNt t r t cha tzen. Die Veränderungen im Oberkomntando waren ,-nach der Antichr der Regierung notwendig. In der Organisatioi, !und im ?yun?tt(mieten des großen Hauptquartiers mußtet! Ver- ^ an^erungen durchsjeführt norden. Dieses muß von allen, entlastet ^ mdit btt Vorbewitnug und Führung der militärischen ^flangt Drc Regierung hat die Reorganisation ourchgetübrt und für gut befunden, neben dem großen Hauplouariier und Regternng zur Ete einen technischen Beirat zu schaffen. Dte Regierung l>at alle Ent,chlüsse unter ihrer Verantwortlichfeit gesaM, ausschließlich rm Hmblick aus die Wohlfahrt des Landes und xx iixmce. . ^ Mai. WTB. Nichtamtlich. Pariser Blätter met- «n über die vorgestrige Sitzung der Kammer: Nach der Rede Ntbots wurde die Erörterung der .Fnterpellalionen über dte Beriorgung k)wankreichs begonnen. Ter AbgLndnete Compere- ,M.o r e l krmnerto lebhaft die Regierung, besonders dcn Ver- pflegungsmintster Votlette wegen des Zauderns und Tasteus in der Verpflegung und forderte die Eüiführnng der Fleisch, und ht M tlchka r t r. Tcr Tlbgeordtmte Levas, eu r erklärte t!-. -^ohleitvmorgung sei durchaus mangelhaft gelüst.' an .lbgeordneten B l u u | |.c n und Tesmeitil führten aus bafe bie Kohlenverforgung in der Umgebung von Paris noch fchlechker ici als iti her Hauptstadt. Die Abgeordneten H e n n c f f t, r w Iyc ^ rf>t . p1t binen Gesetzesantrag ein, wo- naandlnttgen mit dem Ziel, die Fischerei in diesem Teile der Sperrzone zu schonen. Die „Gneiseuan" geborgen. Brus sek, 24. ?.Nai. (WTB.) Nach erfolgreicher Beendig gitng der Hebungsarbeiten ist gestern abend der große Dampfer „Gneise na u" des ss?orddeutschen Llovds, der zu Beginn des Krieges versenkt worden war, glüchlich in den Hafen^von Antwerpen eingebracht lvorden. Äu.Bord besau- dert sul? der Generalgotw-erueur Generaloberst Frhr. von Falkenhaufen nnd die Spitzen der Behörden des' General- goiwernements. Kapitänleutuant Frhr. v. Spiegel. Berlin, 24. Mai. (Privathel.) Kapitänleutnant Freiherr v. Spiegel, der, wie seinerzeit bekannt wurde, mit seinem N-Boot in eitrem Kampf mit einer U-Boot- falle verwickelt war und seitdem vermißt wuröe, befindet sich nach nunmehr eiitgegangenen Nachrichten am Leben und zwar in englischer Gefa n g en , chaft. Das be treffende U-Boot ist inztvischett unter Führung des nächst- ältesten Offiziers glücklich in den Heimathafen gelangt. Der Hafen von Bordeaux. Bern, 24. Mai. (WTB.) Im Hafen von Bordeaux steht der Schiffsverkehr beinahe ganz still. Es liegen dort tingefahr 60 Dampfer, die aus Furcht vor U-Booten nicht auslaufett. Truppentransporte werden nur über Riar- seilte geleitet. Deutscher Schadenersatz für Holland. Haag, 24. Mai_ (WTB. Mciüamtlich.) Meldung des 5borr.^Bureaus. Amtlich.) Das Ministerium des Aeußern teilt tnit, daß die deutsche R e g i e r u t, g für die Zer- jtörung des^ nie derlä nd ischeu Damp ftr a w lcrs •$ f M. 26 5" am 8. Februar und des niederländischen ^cgler-Fischerfahrzeuges „Marian Sch. 235" am 9. Februar Schadenersatz angeboteu hat. Beide Schiffe waren am Morgen des 31. Januar, also ehe die An- ktlndigung des verschärften U-Bootkrieges hier bekannt war, ottsgefahren tmd befanden sich ziur Zeit ihrer Anhaltung, ohne von den deutschen Maßregelt! etwas zu wissen, im Sperrgebiet. * Paris, 23. Mai. (WTB. Reichtarutlich.) Die „Agenee Havas" meldet amtlich: Der Dampfer „Soutay", ein Schiff von 7236 Tonnen, das der Gesellschaft Mesjageries Maritimes gehörte und 91 Manu Besatzung hatte, ist cmt 16. April torpediert lvorden, als es sich mit 344 F a h r- g ästen auf der Fahrt vvn Saloniki nach Marseille befand. 4 5 Personen sind umgekvmmen. Der Kapitän wird vermißt. Aus dem Nekche. Bnndesrglsbsschlüffe. Berlin, 24. Mai. (WTB. Nichtamtlich) Der Bun- d esrat hat folgendem zugestinttnt: 1. den (tesetzentwürfen betreffend Feststellung des Reichshaushaltsetats und des Haushaltsetats für die Schutzgebiete auf das Mchnungs- fahr 1917; 2. dem vont Reichstag in verändert-er Fassung angenommenen Entwurf eines Gesetzes betreffend Äbände- rtnrg des Gesetzes über den Absatz von Kalisalzen; 3. dem Entwurf der Bekanntmachung znr Erleichterung der Eiu- zahlnug auf Aktien; 4. dem Entwirrf der Belanntniachnng über Zahlung eines Bargebotes bei Zwairgsversteige rungen. * Berlin, 24. Mai. (WTB. Mchtamtlich.) Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Tie „Tägliche Rundschau" besckstiftigl sich mit dem Ausiaudsecho des in der „Bayerischen Staa ts zeit u ng" erschiettenen Artikels über Kriegsentschädigungen. Sie sucht diesen Artikel, obwohl das genatmte Münchener. Blatt bereits auf den privateu Ursprung hingewiesen hat, der „Will?elmjtraße" anzuhängen. Wir stellen fest, daß oie „Wilhetmstraße" mit jenem Artikel nicht das mindeste zu tun hatte. Aus Heftest Zum Bau einer Berbinbungsvahn zwischen dem östlichen und westlichen Bayern gucr durch dcn hessischen Odenwald haben die Abg. Köhler und Dr. Stephan in der Kammer folgende Anfrage ein gern (ft: Ter dringlichen Anfrage des Abgeordneten Wiegand vom 13. Mai 1917 ,Drucksache Nr. 363! schließen mir uns an und machen dieselbe hiermit zu unserer eigenen. Ter hessische Staat und insbesondere auch die durch, uns verrretene Stadt Worms haben das größte Interesse daran, daß, wenn eine neue und kürzere Bahnrrerbindnng zwischen dern öfüicfen Bayern, beziehnngssvei,- bem Maingebiet des östlichen Bayerns nnd der bayrischm 'Rliein- tzfalz geschassen mnden soll, die zu erbauende Bahn einem seit langen Jahren bestehenden Projc.t entsprechend von Würzburg aus über Miltenberg bnrd: den hessischen Odenwald nach Worms und van da nack' Kaiserslautern geführt und rächt eine Lmim- fuyrung gewählt tvird, durch die der Verkehr aus dem hessischen Odnarald noch mehr wie seither nach dem Groß Herzog tum Baden, beziehungsweise nach Mannheün geleitet, wird. Die Kvhlciwcrsorgunq. Tie Mg. Adelung und Dr. S ch m i t t baden folgende An- fvage ye,teilt: . Tie Unterzeichneten richten folgende Anfrage an Grvßh. Regierung : Wie beabsichtigt dic Groß herzogliche Regierung die Kohlen- vertorgnng nn lauünden Zähre für das ganie Land zu regeln? Welche Schritte bat die Großb. Regierung getan oder gedenkt Ue zu tim, um eine Wiedertebr 1-er K'oylenuvt im Winter 1917/18 zu verhindern? Ist insbesondere die Errichtung von Kvhb'naii<- - gleich teilen beabsichtigt tmd < 7 egebenc rxxn g San statt alle zur Feststellung des Arbeits- verhältnisfeS und des Lohnes nötigen Angaben zn machen. Sie sowohl wie die jn kontrolliererden Mrsickxcrtexr können zn polizeilicher Bernelxmung hexMxaezcupm werden. Personen, die ans irgendwelchen Gründen die Markenverweiidmig unterlassen oder ihre QnrtLungSkarte noch nicht untgetaufcht haben, mUfen dies ungesäumt nachholen. ** Das heutige Kreisblatt enthält Bekanntmachungen über Höchstpreise für Gemüse; Handel mit Gemüse, Obst und Südfrüchten; Berrutzimg der Viehwagen der Gemeinden Hansen und Danbrmgen: Sachbeschadxgxmgen durch Schillkinder. Landkreis Gießen. m. Ullendorf a. d. Lda., 25. Mai. Georg Spö hver, der setzt wegen einer Venmmdnng am A-rxn in cinenx Lazarett ist, erhielt das Eiserne Kreuz. — Der kürzlich gls vermißt gemeldete Christoph Ranft hat aus London geschrieben, daß er sich in englischer Gesangenschast befinde. Er war von einer Feldwache einzeln gefangen genmnnxen w-orden. Kreis Alsfeld. oa. Als feld, 25. Mai. Nach bald dreijähriger unsreiwilliger Abwesenheit ist Genieinderat Georg Bücking VIII. wieder in die Hemmt Mrnckgekehrt. Er wurde währerw eines Aufenthalts in ^hmerika von, .Krivgsausbrnch überrascht. Sein Gesuch, in dw Hexnxar Mrm^ngelangen, scheiterte, er wurde mit anderen Etdick- alsgefährten in England interniert und später imch ?tmerita zurück- befordert. Nun hal der Kriegszustand zwischen Deutschland und Amercka eine überraschende Wendung seines Schicksals herbeigLsührt und es gelang Bücking, drxrch Vermittlung des österreichischen Gesandten srexMkommen uxxd die Heimreise anzntreten. Diese »vurde, wenn and! unter Gefahren und allerlei Erschwerungen, glücklich dnrchqeNlhrt: Bücking 'ist vorgestern wieder in der Hermal ein- getvvfsai. Tie gesamte Bevölkerung AlsbeldS nimmt lebhaften Anteil an der glücklichen Heimkehr deS so lmrge Verbannten. Kreis Friedderg. .Fe. Friedberg, 24. Mai. Für den Bezirk der Stadt Fried- berg einschließlich des Stadtteils Fanerbach wurde folgender Klei n ver kau fspreis für Vollmilch und Magermilch festgesetzt: Vollmilch, frei ins Haus geliefert, ausgemessen iür daS Liter 38 Pf., Magermilch, frei ins Hans geliefert, für das Liter 30 Pf. Der unmittelbare Bezug von Vollmilch von den Landwirten ist verboten worden. Fe. Butzbach, 24. Mai. Hier wurde, eine amtliche Bezirks- fürsorgestelle für die Hinterbliebeneniürsorge errichtet. Beigeordneter Hader mann ist ihr Leiter. — In der letzten Gemeinderats-- xtzxmg wurde Beschwerde geführt über die von der Zentralstelle nunmehr an geordnete unbegründeten Nällchpreissteigerung. Da dem Gemerxxderat außerdem eine Anzahl Beschwerden über die schtzvankende Beschaffenheit der Magermilch zngegangen sind, wurde Mcdizinalrat Dr. Vogt beauftragt, sich mit freu Molkereien ins L.-mixmru jit ,etzen. ___ . ^5x1 be t, 24. Mai. Bei ebnem uächllühvr Exnorruy vx ^ Rathaus, fielen Dieben 800 Mark bares Geld in dxe Hände. Starkenburg und Rheinhessen. ,_~ ^,°u be r Bergstraße, 24. Ndai. Gegenwärtig bereisen de^s dxe Vertreter des GroßlxmdelS die Imkereien der Bergstraßen und bieten den Bienenzüchtern für den Zentner Honig weuer Ernte bis zu 400 Atark. Drei« Angebote stehen im schärfsten Wchersprxxch zu dexx Prexsen, die dieser Tage der Bezirks-Bienexx- zuchtverein Weinheim für den Kle i n v e r kau f fest'etzte, nänxlich höchstens 3 Mark für ein Pfund. Kreis Wetzlar. Wa. Wetzlar, 24. Mai. Ein größeres Schadenfeuer entstand gestern abeich axff den hinter dem Güterbahnhof gelegenen ^r^plätzen. Ans einem großen Schuppen der Kuhlen- und >wlz- handlxrng von 2ldam Indertlial Sölme sckün.jen gegen 7 Uhr al^ends im erwart et die Flammen empor. Da in denx Gebäude beträchtliche Woengen wir trockenexx Holzes lagerten, welä-eS sofort lichterloh blnnnte, lvar der Feuerherd dein völligen. Uixtergang cpiveiht. Ter ^chuppexx mit seinexn ivertnollexx Inhalt branxxte, 'trotzdem die tZexrerwehr die Strahlexx mehrerer Hydranten daraus leitete bis aus die Grundmauern ab: auch der daneben liegende Bx'ettnstapel des Dachdecker nrexsters Ehristoph Schneider lvxrrde von den Flamin«! ergriffen. Dagegen gelaxxg es, alle xoeiter ab lagen,den eben- falle. lxckräck>Üick>en Holz- usw. Vorräte vor der Verxrichtung zu schtchen. Bei den Bergung^- xntb ')ttrsräunxwxgSarbeitexx leistete ein zufällig in der Nahe lveilendes Badekoumxandv der Unterosftzier- schille xmnr Leutnmrt Huck lvertvvlle Hilfe. Hessen-Nassau. = AuSder Rhön, 24. Niax. Jan Axrftrage der Jagdstaffel Richthosen , wurde in Enxpfertshaxrsen von dem Kunstschnitzer Weit h ein prächtiger Tafelanffatz hergestellt xrxch dem Rittmeister Freiherrn von Richtbofen ans Anlaß fernes 50. Lnftsleges als Ehrengabe überreicht. = Frankfurt a. M., 25. Max. Der heute probeweise abgehaltene Flxcg^ralarm mit Sirenen, die hinter 120 Allxrosphären Drucklxfft standen, nrar so tief im Ton und deshalb so leise, daß nur die Nachbarn etraa* .hörten, nicht aber die ent- fernterexx Stadtteile. Nimmehr sollen xreue Bersxch>e angestellt werden. -- Franksnrt, a. M., 21. Mai. 100 0 00 Knbx k- ineter Wasser verbraucht Franksnrts Einwohnerschaft gegenwärtig durchschnittlich an exnenx Tage, eine Wassermenge, lvie sie in solcher Höhe früher xwch nie in Anspruch genvxnxxxen lmicde. DaS Waffen,oerk fuhrt diefexx Mehrverbrauch auf die ungexvöhnliche Steigerung des Wasserbedarfs in den hxrnderten vmx neu angelegten. Kleixi gärten zxrrück rrxxd xmil-nt bei dem Kotzlennxangel zur größten. Sparsamkeit, da sonst Einschränkungen vorgenoxunkexx werden nvüffen. Müttersche Badeanstalt. Müllers che Badeanstalt.. Wasserxvärme der Lahn am 25. Mai: 17° Reanxrrur. Vermischtes. Bern, 25. Mai. „Eorriere della Sera" meldet: In der Provixxz Porto Ntanricio ist ein furchtbares Hagelwetter niedcr- gegmxgexx, ^ das alle Anvflanzimgen rerxrichtct hat. G n e s-en , 25. Mai. Nachts wurden axxs Bahnhof Gnesen drei Fraxxen, die im Begriff warexr, Köhlen zu stehlen, von einem ein- sahx'enden Zuge ersaßt mxd süxntlich getötet. UirchLiche NKchrrchterr. Israelitische Religionsgesellfchast. Sabbatseier, 26. Mai. Freitag, abds 8.10: Samstag, vorm. 8.30, xiachm. 5.00. Sonntag, 27. u. Moxrtag, 28. Wochenscst. I.Tag: Vorabend 10.15, vorm 8.30 Predigt, nachm. 5.00. 2. Tag: Vorabend 10.15, vorm. 8.30, nachm. 5.00 F-estesausgang 10.20. Wocl-exxgottcsdianst: nxvrg. 7.00, abds. 8.00. — Israelitische Neligionzgemcxttdc. Gottesdienst x. d' Synagoge lSxüd-Anlage). Samstag, 26. Mai: Vorabexxd 8.30, nxorg. 8.30, abds. 9.40 u. lvZ5. Letzte Nachrichten. Zum Rücktritt Tiszas. Budapest, 24. NLai. sUng. Korr.-Bxrr.) In eixxer Beratung der nationalen Arbeitspartei gab Graf Tx-sza als t axxgenonxxnen habe. Er werde auch auf den Bänlen der Opposition bezüglich aller Erfordernisse der >driegsff'Uwxurg die neu zrx bttdende Regiernng nnbr.düxgt unterstt'itzexx, sexnexx grundsätzlichen Standpunkt ixx Er WaUrechLs- frage aber imexttwegt vertretexx. Die Rede fand starkexx Beifall. Vor dem ZAubgebäude veranstaltete eine große Acenge eine ruhig verlansexxe Kundgebxxng sicr das allgemeine und geheixxxe Stimmrecht. Erzherzog Josef Ministerpräsi^ut? Budapest, 25. ?Aai. „Az Est" berichtet aus Wien, daß in Aussicht genommen ist, dcx, Erzlxerzog Josef mir der Stellxmg des M inxsterpräsidexxtexx in Uxxgarn zn bctrauexx. Diese Kandidatur stammt aus der Zeit, als der König in Budapest xmd Baden einige oppositionelle Fü'hrer in Audienz exnpfüxg. Mxdrassy und ^lpponyi einpsohlen den Erzherzog Joses zxxm Mxxxisterpräsidenten als erneu Mann, der das volle Berttauen svivobl dex- Mcrjorttät Xvie der Mixrorität besitzt xmd im staxxdc nZäre, nrit fernem großexx x-ersön-, licken Prestige, die prinzipiellexx miD persönlichen Tiferexxzen zwischen der Regierxmgsparlei xmd der Oppositivxr zu übarbrücken. Für nxorgen wurden die Grafexx Opponyi, Mdrassv, Eaeolm und Aladar Zxchy zur Audienz beim König, besohlen. Haase und Adler in Stocktpxlm. S t o ck h o l in, 25. Mai. Der deutsck>c sozialdenxokratische dlb- geordnete Haase x>erstäxxdx'gte gestern die Stockholxxxer Konferenz, daß er mit dexx Vrrtteterxx seiner Frakttoxx sofort nachdem die Abreise nxöglich sei, xxaäi Stockholxn abreisen werde. Dr. Viktor Adler ist hexxte hier exngetrvssen. Eine itnlienischr AborDnung in Amenkn. C hiasso, 25. Mai. (L. 21.) Wie der „Cvrrxewe della Sera" mtS Washington xixeldet, ist die vom Prinzen von lldine gefiihrte italienische Abordnnnq in eineni kanadischen Hafen gelandet. Zu ihrer dlnkrmft in Washington werden große Empsangsfestlichk-eiten vorbereitet. Amerika und Rußland. Berlin, 25. Mai. Laut L. A. soll d Ausgeliehene Kapitalien: Gegen gerichtl. Obligationeu169 058.93 Gegen Schuldscheine 156 120.08 Gegen Wertpapiere nach Kurs 50 800.— Gegen Güter- faufgelber 85 707.85 JrU917u.s.f. werden weiter fällig 28 000.— Kassenvorrat 9 495.79 Aus stände aus- schl. der liquidiert. Güterkaufschillinge 19 573.76 Mobilien: Ende 1915 verblieb. anWert155.01 Hiervon JO*/« Abnutz. 15.51 139.50 Passiva „fa Ausgenommene Kapitalien 498 989.86 Mitgliederguthaben 12 566.— Reservefonds 6 110.87 Betriebsrücklage 269.51 Reingewinn 959.67 d. Aktiva 518 895.91! S, d. Passiva 518 895.91 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1915 121 In 1916 gingen zu.— In 1916 gingen ab durch Tod... 4 In 1916 gingen ab fteiwillig ... 11 15 Daher Stand der Mitglieder Ende 1916 " IÖ6 Der Rechner: Der Kontrolleur: I. Becker XII. G. Amend. Die Rechnung liegt 8 Tage lang von heute an aus dem Bureau des Rechners zur Einsicht der Beteiligten offen. 4127 Generalversammlung. Sonntag, de« 3. Juni dS. IS. nachmittags 3 Uhr findet die erste ordentliche Generalversammlung aus dem Rathause dahier statt, wozu alle Mtglieder sreundlxchst eingeladen werden: Tagesordnung: 1. Rechnungsablage Beschlußfassung über Dividendenverteilung 3. Wahl des Vorstandes 4. Verschiedenes. Für den AufsichtSrat: W. Dapper. Neuheiten in Tüllgarnituren an AimW, teil« und Preiswöpiligkeit. WILHELM NOLL Selters weg 36 Grösste Auswahl am Platze. 4108a Alice-Schule Aufseher 3863 Neue BierteljahrSkurse beginnen Donnerstag, tll. Mai Anmeldungen im Schulharrs, Steinstraße 10. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde und Mark Muschenheim für 1917 liegt vonx 25. bis 31. Mai lsd. Js. zur Einsicht der Interessenten aus unserem Amtszimmer offen. Einwendungen hiergegen sind während dieser Zeit schriftlich oder mündlich bei uns vorzubringen. Es ist bei der Gemeinde die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Muschenheim, 25. Mai 1917. 4077 Gr. Bürgermeisterei Muschenheim. Eifer. Stellenangebote §Ä»h«»tzkl, dev auch nebenher Wärter' dienst verrichtet, für sofort, evtl, auf sväter gefnchl. Kriegsbeschädiate bevorzuai. Vrovinzial-Sicchenaustalt 4068 Gietzen. gesucht. Hotel Lenz. Arbeiter per sofort gesucht. 4080 J. !!. EUiaser, UiesseE, Neustadt 56. Ein zuver!ässiacr Hans- jsxnl Crartenarbeitei* für dauernden Posten gesucht von 4076 a Lmil Hoth iu KUssec, Marburger Straße 20. Mählhel! llesölht. 4098 PlcokstraSe 7 stm Laden) ordnungsliebend, rüstig und energisch, abrvechselnd für Tag- und Nachtschicht gesucht. Ehemalige Polizei- beamten bevorzugt. Schriftliche Offerten mit Zeugnisabschriften und An- aabe von Referenzen erbeten an 4120L) Heddernheimer Knpferwerk Frdnkfort a. M.- Werk Hedflernlielin. WAtt KlUisöiirsihe gesucht. 4130 Medizinal-Drogerie „Zum 5trcuzplatz" - Kreuzplav 9. der Pakclabteilung 4126V Bei können mehrere weibl. Verwendung finden. Anfangsvergütung ntonatlich 60 Mk., bei zufriedenstellenden Leistuxxgen steigend. Meldungen mit selbstgeschriebenem Lebenslauf bei der Komxnandautur des Zlriegsgefanacnenlagers Wietzen, Schiitrensxaus. Für gesundheitstechnische Anlagen von: Dolksbäder, Krankenhäuser, Sanatorien, Hotels, sowie Brandschutz- und Notschlotzanlagen xverden für die Provinz Oberheffen Vertreter gegen Provision gesucht. Beatsclie Sanitätswerke G. ui. b. H., 41A88 Frankfurt a. M.. Bürgerstrastc S—11. Tiilht. UDlhty gesucht. Stevbanstr. 7. F-leitzigcs Zixnmermädcben gesucht. ?rior vsrl. 03222 LleLssii. Für eine Holzwollefabrik in Bayern wird ein tüchtig er S chlosser oder Mechaniker als 41U Werkmeister per bald gesucht. Kaufhaus Franke!, Stad - \auheim. Mehrere Zimmerleute und Hilfsarbeiter sofort gesucht. 48k3 j3<*iiweislurtk & Fiele, Clafeld-Geisweid, ^ceue Königfttaße. Junge, unabhängige, fteitzxge Tvrau od. Mädchen dreimal je 2Stunden vormittags zum Putzext sofort gesucht. 03201 Bleichttratze 2», II. Ansehcnhe Bttkauferiil und ei« Lchrmkdche« werden für ein Warengeschäft gesucht. Schriftliche Ängeb. unter 4110 an den Giefxener Anzeiger. Verkäuferin zum 1. Juli gesucht. 03154 WHk. Wirsiß, Seltersweg 10. Einfaches, ordentliches Dienstmädchen für kleine Stadt der Prov. Starkenburg gesucht. Sehr. Angebote unter 03206 an den Gtetzener Anzeiger erberen. Zuverläjstges Mädchen m. guten Zeugnissen sucht bis 1. oder 15. Juni 03207 Frau Professor Martin, Kevlerstratze 5, 2 Tr. Tüchtiges Mädchen gesrxcht. 411k Neuen Bäne Lü, I. Waslhiülihlhe» r 1. Juni, 40128 KßkheWiiülheü für 15. Zuni gesucht. Heil- n. PHegeunstalt ülesticn. Wer zerrissenes Sdrahc 1 werk, Geschirre, Leder, Zeltsroffe, Fahrradrai«et J Filz usw. selbst ausbeMem A wiL 1 , verwendet vorzüglich 3 die Nähahle Stepperin D. R. G. M. Solide, beste Konsfruktion. Näht Stepp» stich wie Maschine. Leidit za handhaben. Garantie für Brauchbarkeit. Viele Anerkennungen. — Preis Mk. 2.50 mit Nadelsor» tierung und Ldncnzwim, verpackt und postfrei. In Lenerhandlungan käuflich oder direkt durch Joh. Zucker Stuttgart-Botnan,; Den Tod fürs Vaterland starb am 20. Mai unser lieber Sohn, Bruder und Schwager Oberleutnant der Reserve Otto Ritter von Rompf . Großh* Hess. Forstassessor Ritter des Bayr. Militär-Max-Josef-Ordens, Inhaber des Eisernen Kreuzes I. KI. und anderer Kriegsorden. Bürgermeister W. Rompf Christine Rompf geh. Weber Dr. W. Rompf, Ass.-Arzt d. L. Artur Rompf, Unteroffizier d. R. Kath. Müller. Lang-Göns, Friedberg, den 23. Mai 1917. Bekanntmachung. Die Unterzeichneten Apotheker geben ergebenst bekannt, daß sie vom 24. Mai d. ]. an ihre Apotheken um 8 Uhr abends schließen. Der für dringliche Fälle bestehende Nachtdienst beginnt in der diensthabenden Apotheke um 8 Uhr. Die Regelung des Nacht- und Sonntagsdienstes bleibt im übrigen wie bisher. ms Fr. Bauer Hirsch-Apotheke Herrn Dornberger Pelikan-Apotheke Th. Schwieder Engel-Apotheke. "I Ein 9 Jahre altes mittel'- schweres 'Arbeitspferd. ein n. zmcifv. gefahren. *unie’t u. fehlerfrei u. in allen Teilen vrima-vrima, 1 Rr,ssopIor?J, 7 A. alt, Glanzrnvve, Natter yiiiifcuV. feit.Sctuiiilj., fawie iGesvann umuöcri'di.En^sßa, 9u.7 o-» 1.54hoch, preism. vk. L. Ssak &Co. , Hat.ceri Tiflf i.h Gute Miichziege § 5" verkaufen. Mit erfragen i n d. Geichäftsst. d. O-heß. Ain. Nt Wyandvtl und rebhiilinfarbtg, billig an verk. Walltorstr. 24, I. »«*•* Pnhner 8Crf _^tnbnmn^bcifi 12. Heute nacht 2‘/ t Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit Geduld getragenem Leiden mein lieber Mann, Vater, Bruder! Schwiegervater, Schwager und Onkel Dr. med. vet Köhler Tierarzt im Alter von 69 Jahren. In tiefer Trauer: Martha Köhler Martha Vogt geb. Köhler Franz Vogt. Gießen, Langsdorf, den 25. Mai 1917. Die Beerdigung findet Sonntag, den 27. Mai, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Prima Spinat chäfcr, sich er Straße 9. F Durch che Oeburt cine5 kräftigen JUNGFN vurclen hoch erfreut Lehrer Otto Grünebaum und Frau. Gießen (Roonstraße 29), 22. Mai 1917. werden jetzt täglich außer Soirn- und Feiertags ansgegeben. ü;ma F. Hirsch Witwe., Nodheimer Straße 3 a, Ecke Schulzenstraße. (Zarten f tco tSilberkiesk 0821:5 (5 . Riibia in c ». A e r uf in. 2.59. Gut erhaltener käör. ?sgclirt-Wli!|eil SU rerfnttrett. Sclir. An geb. unter 4128 n. d. Gies;. Anz. Gebr. g. erb. llLräsuwöds! Di verk. Bleichste, r», II. 108140 Brennabor-KinderSitz- nnd 'Vicnciunnctf, mit erhalten. aii verkaufen. 03221 _ Schülrenftra n c 18 . Ulikroskop vuccfaufc.it. Haha* hoSslr. 29 11. Mn sprechen v. 19—12 uo um. ii. 2—0 nachm?""? Lesebrillen ä Mk 1,50 bei 08197 lioch. Mühlstraße 2 . i lötzlich und unerwartet erhielten M ir die traurige Nachricht, dass unser innigstgeliebter, herzensguter Sohn, Bruder und Schwager Grenadier Ludwig Haas Kaiser-Fraiiz-Garde-Regt. Nr. 2, <». Kompagnie nach 19 monatiger treuer Pflichterfüllung am 3. Mai im blühenden Alter von 21 Jahren infolge Verschüttung im Stollen den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Familie Aujrnst Haan. Elcaaute 175 TZimm.-Wohnung 1. Stack, mit allem Mnbehör, bJnö und clcCtr. Licht, ab 1. Avril od. später zu vermiet. Z. Galtst, Bleichstrastc 26. Annerod, den 24. Mai 1917. 03205 . 1 Verschiedene ^ |$Tleiue Wohnung j sofort ,ut vermieten. Braud- i gaffe 7. 4017 j_ Inibnhva u erel . 5 lleine Wohnung sofort nii vermieten. 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Mai 1917. 4ii *E Ter Oberbürgermeister: Keller. HchverKchtturlg her Stobt Gieße». Montag, den 4. Znni 1917, vormittags 9'/» Udr beginnend, iverdcn in den Waldungen der Stadl Gießen iFernemald) versteigert: 92,4 Rm. Buchenstammkitüppel 5900 Stück Buchendurchforstungsivclleu 250 Stück FichteudurchforstungSivetteu. Oie Zusammenkunft ist auf der Hauptschuerse au Abteilung 14. Hol-Händler sind vom Mitbieien ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf nur seinen Eigenbedarf steigern. Gießen, den 22. Mai 1917. 4121? er Oberbürgermeister. Grünewald. Oie Oedächbnisfeier findet am 1. Pfingstfeierta« nachmittags 3 Uhr, in der Kirche zu Annerod statt. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Mo bl. Zimmer Peusion Srcndl Nencu Bäce 22 i'MelleuneiMuii. m.u.oHiteVer- vsleg. f. jede Meitdauer. Mit- rag ii. 2lbeudlisch. Elektrisch Lielhl. Bad. Tel. 10d5. 11687 Bür die vielen Beweise herzlicher leilnahrne hei dem Ableben unserer lieben Mutter sagen innigen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen : Friedrich Zimmermann, Großh. Ober-Amtsrichter. Gießen, Michelstadt, Laubach, 25. Mai 1917. 4114 Ziin.-Wvlurg. mit ttiicbc von ningeui Ehepaar zu mieten gesucht. Sdir. Angeb. mit Breis unter03212 an den Gießener 2lnzeiger. Uöllijertes^Nmer in nächster Nabe der Neuen Kaserne vom l. Juni ab gesucht. Schriftliche "Angebote unter 03215 an den Gießener Anzeiger erbeten. Lagerhalle mit GleiSanschlnf; für längere oder kürzere Dauer zu luitieu l>esut. Bretsangebole unter 1181 an den Osten. Ans, erbete n._ WerttPiirterre-Riim >um Unterstetten von Möbeln gesucht. Schr. Angeb. unter 08188 an den Giestcner Anzeiger. Bcanssicht.d.Hausarb. f. Obertertianer iGnmn.f gesucht. Schr. Angeb. nnt. 03214 a. d. Gienen er Anzei g er er b. Haftpflicht-, Biest- und Hagel Bcrficherilttgsan- träge werden eittgegenge- nonttiien. Schrift!. 2lngebate unter 4184 an die l^eickiäfls- nell e des Giest. 2lna . e rbeten. 4125! Ein zugeflog. EaaarieB- vogel kann bei mir abgebalt werden. Eck, ^öbcrstr. 20. - s Für erv/iesene Aufmerksamkeiten fuilüßHch unserer Süder - Hochzeit danken herzlichst HeinriGh Barth und Frau. Gießen (Balinhofstr. 39), den 25. Mai 1917. 0i21 ° J Verloren von einem Schüler 70,50 2)lk. in Vavier. Der estrl. ,Minder wird um freundliche Abgabe gebeten gegen gute Be lohiinug an die Polizei. Soeben mieder eingetrosscu. 8565 Bestes Ltärknngsmittel der ^cgeillvart. Ersatz für Malz-Extrakt. (Reformhaus M^uzplntz 5. Pcmdiiung über die Rkgclinili iicr KshlkiiabgllbL Ans Grund des ^ 12 der BnudeSratsvcrorduung üK'r die Errichtung uoit Preisprstsimg s stet lei t und dir Per sorgungsregelung vom 25. ScMembcr und 4. Noocmbc, 1915 wird mit (Ämehmigintg Großher^vglicheu Ministe riums des Innern zn Darmstadt vom 21. Mai 1917 hiermit über die Bcrsorgrmg der Bevölkerung mit Kohlen folgendes bestimmt: 1. Jeder Kohlenhändler ist verpflichtet, seinen Vorrat an Kohlen, Brenn- imd Heizstofsen (Steinkohlen, Braun- kvhlen, Briketts, Anthrazit, Koks nsw.), der ihm am'' 26. Mai 1917 gehört, oder den er zu diesem Tage in Ük-lvalwiam hat, bis zum 30. Mai 1917 dem städtischen Gaswerk Gießen anzuzergen. 2. Kohlenhändler, Geiverbetreibende und Geschasts- inhabcr. sowie andere Personen und Anstalten, die Kohlen für den eigenen Bedarf oder zur entgeltlichen oder unent geltlichcn Abgabe an andere Verbraucher von auswärts twushen, sind verpflichtet, die Kohlenmengeu, die sie nach dem 26. Mai 1917 in Osteßen einsü'hreu, am Montag jed^r Woche bei dem städt. Gaslverk Gießen anzumelden. Fracht bricfe oder Belege über die im Verlause der Vorwoch- bczvgeuen Mengen, ihre Art und Herkunft sind dabe vorzulegen. 3. Alte Personen, die gewerbsmäßig mit Kohlen oder anderen Brenn- und löeizstosscu Handel treiben, sowic die Kohlenbezugsvereine sind r>erpflichtet, am Montac jeder Woche eine Aufstellung beim städtischen Gaswer. Gießen -einzureichen, ans der die im Verlause der Vor- inoccx' verlausten Brenn und Heizstoffe zu ersehen sind. Die Menge und Sorte de-? Brennstoffs ist anzugebcn, und die Käufer sind in genannter Aufstellung deutlich erkennbar zu 'machen. Bei Abgabe von Mengen unter 2 Zentnern genügt eine summarische Ausstellung tffjm Angabe der Belieferten. 4. Die Entnähme von Kohlen oder anderen Brenn- und Heizstvssen in Mengen von unter 2 Zentnern isl bis zur Einführung rwn Kohlenchrten oder Kohlen-, bezugsscheinen von dem Verkäufer aus der Rückseite der Brotmarken-Ansmeiskarte unter Angabe der Menge und der Woche der Abgabe, sowie unter Angabe der Firma mit Tinte, Tintenstift c>der Stempel emzutragen. Tic Abgabe von Kohlen an P r - vat l>au sha lti in gen ohne Vorlegung der Brotmarken-Ansroeiskartc ist verboten. Mehl als zilsamn'.en 2 Zentner .Kohlen oder andere Brenn und Heizstossc darf in einer Woche, an Privat- Haushaltungen nicht verabfolgt werden. Gewerbliche 'betriebe. Anstalten, Institute und Besitzer lwu Zentralheizungsanlagtm bedürfen zum Bezüge von Brenn und Heizstoffen eines Bezugsscheines, der aus dem städtischen Gaswerk Gießen nach Prüsimg jedes einzelnen Falles ansgcgeben wird. 5. Tie Kohlenhändler sind verpflichtet, an jeden Iiilaber von Brotmarlen Answeiskarten Brenn- und Heizstossc abzugeben, wenn sie solche in Besitz haben. 6. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung oder die aus Grund derselben erlassenen Anordnungen werden gemäß 17 der Bnndesratsverordnung vom 25. Sev- teniber und 1. November 1915 mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mk. bestraft. 7. Diese Verordnung tritt sofort in Kraft. Gießen, den 5. Mai 1917. 4120ß Der Oberbürgermeister, I. V.: G r ü n e w a l d.