Nr. i2ü Der Sketzener AnzetaeL erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Asehener^amittenblätter; NreirdlaU für den Kreis Lirtzeu. BcjsjgspreU: monatl. 90 Pi., viertel« jährl. Mt. 2.65-, durch Abhole- vl Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mk. 2.45 Vierteljahr!. eusschl. Beste tlg. Ferrtsprech - 'Anschlüsse: iürdieSchriitleitmigl12 Verlag, Ge? chästs: tslle 51 Anschrift für Dralitnach- richten: Anzeiger Giessen. Erstes Blatt *67. Jahrgang Donnerstag, 24 . IKai sys! Postscheckkonto: Lrankfurt a.M. 11686 vankvertehr: Sewerbebcmk Siehen ZVLlltng§rund-rnck u^perlag: Srühssche Unio.'Vttch- u. ZLerndrikckerei R. Lange. ZchrrMttung, Geschastsstette u. Druckerei: §chu!str. 7. Annahme von Anzeigen f. die Tagesnummec bis -umNachmittag vorher. Zeilenvreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 2b Pf., b. Platzvorschrifd 30 Pf., Reklamen 75 Pi.„ bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Goeh. Verantwortlich, für Politik u.Feuilleton: A."o. Goetz, Stadt und» Lm,», Vermischtes u.$cm richtssaal: Fr. R. Zerc^j Anzeigenteil: H. Äeck,^ sänittich in Gießen. r* (WTB.) Großes Hauptquartier. 23. Mai. (Amtlich.) , Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprinzRupprecht. Bei HutluÄ und Bullecourt wurden mehrere englische Vorstoß', die durch starkes Feuer vorbereitet waren, apgeiviesen. Hee res g r up pe D e ut fch e r K ro np r i nz. An der Aisne- und Champagne -Front hielt sich vormittags die Kampftätigkeit der Artillerie in mäßigen Grenzen. Nachmittags setzten nach plötzlicher Feuersteigerung von der Hochfläche von Paissy bis zum Walde von La Bille nur Bois starke französische Angriffe ein. die bis zum Abend mit großer Hartnäckigkeit wiederholt wurden. In zähem Nahkampf und durch kräftige Gegenstöße hielten bayrische, hannoversche, niederschlesische und posensche Regimenter ihre Stellungen gegen mehrmaligen Ansturm und warfen den Feind zurück-, erbitterte Handgranatenkämpfe in einzelnen Grabenstücken dauerten nachts an. Dem weichenden Feinde fügte unser Feuer erhebliche Verluste zu. Die Franzosen haben durch das Scheitern ihres Angriffes eine blutige Schlappe, erlitten. Heeresgruppe Herzog Albrccht. An der L o t h r i n g e r Front und im S u n d g a u wurden feindliche Erkundnngsableilungen vertrieben. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei kräftigem Wirkungsfeuer beantworteten wir das in mehreren Abschnitten anstehende Feuer der russischen Artillerie. An der Mazedonischen Front war bei Sturm und Regen die Gefechtstätigkeit gering. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin. 23. Mai. (WTB. Amtlich.) Abends. Im Westen und Osten reine größeren Kampfhandlungen. Auch die französische Regierung sieht sich vor parlamentarische Anfragen über die Kriegs ziele gestellt. Denn wenn Abgeordnete sich über die neue russische Politik und über •beit Einfluß des neuen Verbündeten Amerika erkundigen, so hangt dies aufs innigste- mit den Zielen des Friedens Ärrfaminen, die Frankreich sich neu formulieren mich. Ribot hat, ba die französische Regierung von der russischen zu Besprechungen eingeladen worden sei, um Vertagung dieser Anfrage, aber er benutzte die Gelegenheit, um noch einmal StrmmuugsPolitik vor denr eignen Volk und besonders vor ^lkußlaud zu machen.. Verschiedene Nachrichten deuten darauf hin, daß der russische Druck auf die Regierungen in London und Paris zunehme, und so verspricht sich der leitende« Minister Frankreichs lvo-ht von seinen öffentlichen Darlegungen, die nicht nur die Unterhändler, sondern vor altem auch die drängenden Soldaten- und Arbeiterräte im Osten hören, eine Erleichterung der bevorstehenden amtlichen Beratungen. Es ist ihm im Busen bange vor den polternden Revoln- timrären des befreundeten Landes, da er von „nnverhülttern Mitgefühl" spracht, woraus also nicht etwa Glückwunsch-, sondern eher Beileidsbezeugungen entquellen könnten, Bei Beginn der östlichen Revolution hatte man das sieue Rußland noch zu beglückwünschen gedacht! Jetzt aber ist man zufrieden, wenn sich schlimme Befürchtungen nicht erfüllen, „wenn das russische Heer wieder in die Hände seiner Führer kommt und seinerseits. eine Offensive unternimmt". Die Kundgebungen aus Petersburg sind alle so unzuverlässig, phrasenreich und in der Luft hängend. Die neuen Minister prägen die seltsamen Worte „revolutionäre Ehre", „revolutionärer- Vertrauen" — und das sind nicht nur für das Sprachgefühl einigermaßen belustigend wirkende Regungen. Jetzt o'fjt es wahrscheinlich an die Herstellung eines „revolutionieren Einvernehmens" mit Frankreich, und da wendet Ribot feiste ganze Beredsamkeit aus, um zu beweisen, daß die Rückforderung Elsaß-Lothringens etwas ganz revolutionär Annehmbares sei. Das sei ein Werk der Sühne, der Gerechtigkeit. Terestschenko, der russische Minister des Auswärtigen, hatte in seinen letzten Erklärungen Frankreich bekanntlich bestätigt, daß es ein Recht habe, „die Verwirklichung seines Ideals zu erhoffend Ein vorsichtig gewählter Ans- . druck, der mr übrigen zu nichts verpflichtet. Es ist immerhin bezeichnend, daß Herr Ribot das „Recht" picht mehr so streng kategorisch fordert, sondern es verteidigt. Mußte er doch zugleich ei"'gen Fragern über den Verlauf der letzten Offensive zugestehen, daß man sich „übertriebene Hoffnungen" gemacht hatte. Wir nehmen von dieser Kammer rede des Franzosen Kenntnis in der Ueberzeügnng, daß sie auch in ihrer gegen frühere amtliche Aenßernngen Frankreichs abgemilderten Tonart eitel Wind und Dunst ist. In den Wein solcher Verständigungen lassen die Kriegsereignisse und die Tatsachen von Tag zu Tag mehr Wasser laufen. * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart: O e ft l i ch e r u n d sü d ö ft l i che r , Kriegsschauplatz. Keine nennenswerten Ereignisse. Italic nischcrKriegsschauplatz. Gestern herrschte am Jsonzo tagsüber abermals Ruhe. Erst spät abends unternahm der Feind einen durch Minenwerfer kräftig cingeleiteten Angriff gegen unsere Gräben vor der Stadt Gö rz.-Er wurde unter schweren Ver- luften zurückgeworfen. Heute früh eröffneten die italienischen Geschütze und Minenwerftr ihr Feuer gegen unsere Stellungen auf der K a r st h o ch f l ä ch e; die Artilleeieschlacht steigert sich zu großer Heftigkeit. In Kärnten und Tirol stellenweise erhöhte Ge- fechtstütigkeit. Der Chef des Generalstabs. Wien. 23. Mai. (WTB. Richtamtl.) Aus dem Kriegs- pressequartier wird am 23. Mai abends mitgeteilt: Auf der Karsthochflä ch c ist seit Mittag die Infanterie- s ch l a ch t im Gange. Die Kämpfe im Western Berlin, 23. Mar. (WTB.' Bei Ikegen und sRechter Sicht war am 22. Mai nur an einzelnen Stellen der Westfront die K a m p f t ä t i g k e i n- rege. Nordwestlich von Hnltuch unternahmen die Engländer in zwei Kilometer Frontbreite einen starken, mit Nebelgeschossen untermischten Fenerübersall. Unter dem Schutze der Rauchwand, sowie des schweren Artillerieseucrs ms Hinter- gelände drangen starke feindliche Patrouillen in den vordersten Graben cm der Kiesgrube nordwestlich von Hnlluch ein. Ein sofortiger deutscher Gegenstoß warf sie jedoch umgehend hinaus. Auch in der Gegend von Bullecourt wurden mehrfache feindliche Vorstöße abgeschlagen. An der Aisnefront versuchten die Franzosen in der Gegend zwischen Hurtebise-Ferme und südlich von Corbeny einen neuen Angriff. Bereits gegen Nachmittag wurden zwischen den: lahlcir zersplitterten Stämmen in den flachen zusammengeschossenen Gräben der Franzosen am Winterberg eine Auffüllung beobachtet und unter Feuer genommen. Die Franzosen führten neue Truppen heran. Um 5 Uhr 20 BUnuten nachmittags brach nach plötzlicher starker Feueroorbereitimg der Angriff vor. Feimfeuer riegelte den Aillettc-Grund ab, aber die in dichten Massen vorstürmende französische Infanterie bot den deutschen Batterien günstige Ziele. Wo die Franzosen bis an die Gräben her an kamen, wurden sie in ruhigem Abwehrfeuer von der Besatzung mit Handgranaten oder der blanken Waffe abgewiesen. Zwischen Hurtebise- Ferme und dein Winterberg vernrochten die Franzosen nur an zwei Stellen in den ersten Graben einzudringen. Am Winterberg selbst, wo die Franzosen auf breiter Front tief gegliedert in mehreren Wellen bintereiiiander anstürmten, brach ihre 'Angriffskraft bereits zu Anfang im deutschen Artilleriefeuer zusmnmen. Wo trotzdem kleine Abteilungen in den ersten Graben einzndringen vermochten, wurden sie mit Handgranaten wieder Vertrieben. Weiter östlich kam ein Angriff im deutschen Vernichtungsfeuer teilweise überhaupt nicht zur Durchführung. Tie Franzosen wiederholten mehrmals mit größter Hartnäckigkeit die Angriffe, was lediglich zur Steigerung ihrer schweren Verluste beitrug. Der französische Versuch. den Sturm durch Lu ftstr entkräfte zu begleiten, scheiterte. Die deutschen Flieger griffen vor allem am Winterberg wirkungsvoll eilt und sagten Die feindlicheit Flugzetige härter die Linien zurück. Ter bulgarische Bericht. Sofia. 23. Mai. (WTBK Amtlicher Generalftabsbericht vom 22. Mai. Mazedonische Front: Vom Prespa-See bis zur Struma nur Artilleriefeuer, das lebhafter war an der Tschervena Steno, nördlich von Bitolia. im Earnabogen und in der Mogleim- gegend. An der unteren Struma zwischen Butkowo- und Tahina- See dauerte bas Artilleri-efener ziemlich heftig den ganzen Tag -.-nt. Eine feindliche Infamteriealckeflung, die. nachnrittagS bei Barakil Dschumaia vorztrrücken versuchte, witrde durch Feuer niedergeruacht. Während der Nacht gingen mehrere Züge feindlicher Jnscmterte. die Mafckinengeivehre milführten, unterstützt von Artillerie, östlich, von Barakil Dschiunasa vor: sie wurden durch Feuer unserer vorgeschobenen Posten abgewiesen. R u m ä n i s ch e Front." Ruhr. Tiszas Rücktritt. Budapest, 23. Mai. (WTB. NichimuMch'.)'. Das Ungat. Telegr.-Korr.-Burocru meldet: Da Se. Mas. der auf daS Wahl- recht bezüglichen Vorlage der Regierung fente Zustimmung nicht erteilte, hat Ministerpräfident Graf Tisza die Demission des Kabinetts überreicht, welche Se. Aiaj. anzunehmen geruht. Se. Maj. hat den Ministerpräsidenten mit der Weiter- führung der lÄuseirden Augelegenheiten betraact. Hinsichtlich der mit der Bildung des neuen Kkckinetts verknmdenen Audienzen ist bisher itoch- keilte Entscheidung getroffen worden. Die Presse des feindlichen Auslandes stimmt bereits ihre Jnstrmnente zu einem Jsrtbetlied über den „Fall Tiszas", über den irrnereu Zuscrmm-enbruch der Donau-- nronarchie und über die Entfremdirny mit Deutschlartd. Gemach, ihr Herren! Erstens geht uns im Reiche die innere Krise Ungarns gar nichts^ an. Mag Graf Stefan Tiszas politische Laufbahn an der Wahlresorm oder am Trialis- tnus, d. h. an der Polenfrage enden, das berührt alles nicht die Bundesbrüd-erschast. Zweitens wanken auch nicht die Säulen der Kriegstüchtigkeit unseres Bundesgenossen. Gerade Tiszas Werk bleibt bestehen. Sein. Nachfolger muß es sortsetzen, weil alle Kriegszielfrageit darauf beruhen. Tiszas Unvergängliches Verdienst besteht darin, daß er am Vorabend des Weltkrieges durch seine entschlossene Tatkraft die Monarchie m den Sattel gehoben hat. Die Niederzwin- gung der Obstruktion im ungarischen Ab geordneten hauA erscheint im Lichte des Kriegles'schlechthin als eine geschichtliche Tat, denn dadurch wurde es möglich gemacht, oie Versäumnisse eines Jahrzehnts hinsichtlich der Ausgestalttmg der ö fterrei chi sch-ungarischen Wehrmacht einzuh ölen. Gr ging iih den Kampf, der eiueir Mann mit schwächerem Nerven- spstein jedenfafls vernichtet hätte, mit dem stolz-demütigen Gefühl, ein Werkzeug der Vorsehung zrt sein. Es kam ein Koalitronskabinett ans Ruder, und Tisza zog sich zurück. Er hat nicht das mindeste getan, um seine Gegner zu stürmen, er hat nicht ein Wort gesprochen, — er lebte still und ein-« sam auf seiitem G-itt in llgra und trat nur dann hervor, als das Koalitionsmimsterirrm von selbst gestürzt wurde. Gegen die Opposition war er hart und unbarmherzig; die Obstruktion hat er erstickt, den erregten Szenen in dem Parlament hat er mit Polizeigewalt ein Ende bereitet; er war gehaßt in Ungarn und gefürchtet in Oesterreich — und dann kam der Krieg. Und binnen vierunüzwauzig Stunden vollzog sich eine Aeuderung in der Stimmung der Straße Tisza gegenüber,'eine Aenderung ohne Beispiel. Man las den Text'der Demarche gegen Serbien, und mart rief in den Kaffeehäusern: „Das ist Tisza! Das hat Tisza verfaßt. Endlich, — jetzt haben !vir eilten Marm, der seine Faust den Serben zeigt!" Wir int Reiche werden ihm die Treue bewahren. Denn wir wissen uns eins mit dern Werk, das über den Parteien steht: Das Durchhalten bis' zttm glücklichen Ende. Die Revolution in Rußland. Die Leitung der auswärtigen Politik. Haag, 23.!Mai. „Daily Del." meldet aus Petersburg: Me auswärtigen Angelegenheiten werdett von mm an in einer neu errichteten Kommission für auswärtige Angele g e n h e i t c n verhandelt werden. Sie besteht ans TeresPchenko, Lwow, Kereuskii und einent Vertreter der sozialistischen Gruppe, wahrscheinlich Tserepelli. Die Kommission wird auch über die Aen- dernngen entscheiden, die demnächst bei diplomatischen Vertretungen! Rußlands in den Ententestaaten vorgenommen werden sollen. Die Ernennung Sasonows zum Botschafter in London imirde zurückgezogen. Zwei neue Kongresse. P e t e r s b ür g>, 22. Mai. (WTB. NichtanttKch.) .hier ist ein Kongreß voit A b g e o r d n e te n d e r O f f i z i e r e aus ganz Rußland zusammengetreten. Die Teilnehmerzahl betrug über 600. Der in Moskau tagende Kongreß von Abgeordneten der M o h a nt mj e b a itjie t aus ganz Rußland hat sich mit 446 gegen 271 Stimmen für die Einrichtung einer Bundesrepublik in Rußland ausgesprochen. Peters b u r g , 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphenageittur. Im H a u p t q u a r t i c r ist der erste Kon gre ß von Abgeord neten v on O sfi zie reu des H e e r e s u n d d e r M a r t ne zusammengetreten. In seiner Eröffnungsrede wies der Generalissimus Alex ei e w die Abgeordneten auf die Mahnrufe „das Vaterland ist in Gefahr" hin, die in den letzten Tagen ertönten. Er bestätigte, daß die Warnungs- nirc wohl berechtigt seien, denn die Schlagfertig keil des russischen' Heeres sei in der Tat infolge von Meinungsverschiedenheiten und Mißtrauen, die die Offiziere und Soldaten voneinander schieden, sehr merklich zurückgegangen. Das russische Heer, sagte der Generalissimus, gestern noch sehr erit Gegenstand der Furcht, ist heute von einer verderblichen Ohnmacht erfüllt, und das angesichts eines starken, furchtbaren und hartnäckigen Feindes, der seine gierige Hand nach andereit Provinzen Südrnßlaitds ausstreckt und stck" nicht zufrieden gibt mit den Gebieten, in die er bereits eingedrungen ist. Der Generalissimus crmalmte die Abgeordneten, bei der Rückkehr zu ihrm Regimentern sich lebhaft zu bemühen, alten inneren Streitigkeiten tut Heere ein Ende m machen, und es svch^angelegeit sein zu lassen, mit allen Mitteln die Offiziere und Soldaten eitge aneinanderzicknüpsien und ne von neuem in den Stand zu setzen, zum Siege zu schreiten, ohne den es für Rußland rein Heil gebe. Der Vorsitzende des Kongresses, . Oberst N o w o s i l z o w, erwiderte mit den Worten: „Seien Sie gennß, Generalissimus, loir werden alles tun, was in rurserer ! Macht liegt, um dent Heere seine SchlagserttgVeck wiederzn^ben/" ~ ?.Ld«vha g-n, 23. Mal. sWTB. Nichtamtlich) Wie 2 U-K Petersburg meldet, wurde cuif dem Kongreß d« ^ ol baten a b geordnc ten der Fconthecre, der gegen- würtrg in Petersburg^tttgt, von dem nicht mehr aftiueit General w'Tölon folgendes Lchrnn'tiick verlesen: Nach einer Mitteilung «rS ammscher englischer Quelle- fand am 22. März in Kopen- hageii ame Geheimsitzung nlssischer Juden, die iit Dänemark e 1ul ^' lEatt. Tie Teilnehmer beßlckoi'sen, nach Rußland zuruckzu kehren. um im Heere g-egen den Krieg mit Deutschland ^wpaganda zu treiben. Alle Teilnehmer sind Deutschenfreunde die Arbeiter- und Soldatenrat verlangte, daß die Schuldigen dieser Verbrecherurt'-en Angelegenheit vor ein Gericht gestellt würden. Petersburg. 23. Mai. (P. T.-A.) Der achte Kong r e ß Kadettenpartei hat Miljukow zum Vorsitzenden gewählt. Dieser forderte in seiner Eröffnungsrede den Kongreß auf. me neue Regierung rückhaltlos zu unterstützen. Der Bauernkongreß hat die Lebensmittelversorgung erörtert. Biele Redner forderte!« bw gleicinnäluge Zuteilung der notwendigsten Lebensmittel und ihre Verteilung über das ganze Land. Kercnski nnd die w’™ rrcweil. vmc -iemtcmuer Und ^eutsct-ensreunde. ^tenttmgreß steinpelte dieses Schriftstück als einen Versuch, Bolkerstämme Rußlands gegeneinander crufzuv^izen. Der ntcr- uno Soidatctlrat verlangte. doü hir ÄiWihini’n hipfn* Petersburg, Kriegs ministe r s des R/iteS !> „Rechte der Soldaten". 23^ Mai. (P. T.-245 Der Ge bi' . Oberst Iakubewitfeh, kam in l fe de s .. die Sitzung Rates der ^oldatenabgeordnelcn nnd teilte mit, der Kriegs- minister late eine Erklärung der Rechte der Soldaten unterzeichnet. tue den russischen Soldaten Rechte zugestehe, bereu sich kein g*** ,1 ?r clt c nrcuc. Der Oberst fügte hinzu, der Kriegsminister Kerensli bitte die Soldaten, den Paragraphen nicht falsch auszu- legen, l er den militärischen Pslichtgruf; auf de bei und an ictne Stellenden gegenseitigen freiwilligen setze. Ein Hilfsaufruf für Friedrich Adler. Petersburg, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Mel düng der Petersburger Telegraphenagentur. Der Voll zrehungsausschuß des Arbeiter- und Soldaten rateS hat beschlossen, an das internationale sozialistische Bureau und au die sozialdornokratischen Organisationen aller Länder, namentlich an die österreichische Soziatdemo- kratie, einen telegraphischen Aufruf zu richten mit der Aufforderung, alte Maßregeln zu ergreifen, um die ft in« rrchtiing Dr. F r i e d r i ch A d l e r s, des Vorkämpfers der Freiheit aller Völker und des Gedankens an einen Weltfrieden, zu verhindern. * * * Eine Gcheimsitzuug des dänischen Reichstags. Karlsruhe. 23. Mai. sWTB.) In der Zweiten G e h c i m s i tz n n g beider Hnäuser des dänischen R eichst t«gs ist nun auf den 31. Mai festgesetzt. Der Ministerpräsident und der Minister des Aeuhern Scavenius werden über die letzte nordische Mimsterzrisammenkunft in Stock- h-olm Bericht erstatten. Berlin, 23. Mai. (Amtlich.) Neue U-Booterfolge im Atlantischen Ozean: 22500 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich u. a. drei große bewaffnete Dampfer und eine U-Bootsfalle in Gestalt eines etlva 3000 Tonnen großen Dampfers, dessen Kommandant gefangengenommen wurde. Der Chef des Admiralstabs der Marine. England und der tt-Bootkrieg. t d e r u, 22. Mai. sWTB. Nichtamtlich.) Zu der in der letzten Liste der Admiralität uachgewieseueu Abnahme der tftsverscnkuugen in der Woche vom 7. bis 13. Mai schreibt ??* M ari nein it a r bei t c r der „Times": Die Be ha uv tu na, daß Udinivalirät den Aufgabeii des Tauchbootkrieges a.ngcn^ schemlich erfolgreich zuleibe gehe, sei unbegründet. Die Maßnahmen der Marine für Angriff oder Verteidigung erforder- J, e ”.f inc erheblich längere Zeit zur Erreichung ihrer vollen Wirkung. Vermunich beruhe die „anscheinende Besserung" daraus, daß der Feind einen vereinzelten Nacken schlag er- hielt, jetzt aber zu einen! neuen starken Schlage ansbole, wie drei Wochen zuvor. Tie Verteilung des Schiffsraums in der Entente. Be^ru, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Eorriera deUa Sera" meldet aus Washington: Tie Verhandlungen F r l o t t a s mit der amerikanische u Negier u n g ernste Frage des ^ ch i f f s r a u m e s erzielen all- mah.ich einige tatsächliche Ergebnisse. Cs wurde vereinbart, dag alle Anstrengungen der anterikanischen Negierung un- Mittelbar Italien, Rußlau,d und Frankreich gelten sollen, wahrend England sich selbst gsnügcu nnd sogar noch den anderen Alliierten helfen soll. Sobald die Requirierung der -amerilanjschen Handelsslotte genehmigt ist, wird sich eine Besserung der derzeitigen Krise zeigen, wenn es auch noch niklst möglich sein sollte, den von Italien geforderten ^bZsfc'.ranm sofort zur Verfügung zu stellen. 7vie die „Tribuna" mitteilt, ist die Einfuhr amerika- Kohle auf amerikanischen Schiffen nach Italien beabsichtigt. Orlando nnd Eanepa verhandelten in London besonders über die Eetreideversorgnng Italiens, die bis zur nächsten Ernte gesichert sei. Die Verluste der norwegischen HandclSflotte. Kristiania, 22. Mai. (WTB.) „Tidens Tegitz wtge verlor die norwegische Handelsflotte während zu- des „Daily Mail" über Deutschlands NahrungSberforgung. I Berlin, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) lieber das Nahrungsproblem in Deutschland schreibt die „Daily Mai l"_nt ber Pariser Ausgabe vom 10. Mai, daß genügend Nachweise dafür vorhanden seien, daß die verfügbaren Nah rungsmittel in Deutschland hinreichen, um die nationale Existenz nnbcgrcnzt zu verlängern, wenn auch natürlich aus erner Basis, die weit unter den Lebensbedingungen des Frien dens liegt. Die ländlichen Bezirke seien gut mit Nahrung versehen und gewisse CKgcnden erstickten im Ueberfluß. Mangel sei auf die Städte beschränkt. Ein entkommener kanadischer Soldat schildert die Lebensbedingungeii, die bei den deutschen Landwirten, zumal bei den deutschen Kleinbauern, herrschten. Der Kanadier arbeitete 30 Meilen ö st lich Köln auf einem bäuerlichen Grundbesitz. In den Bauernhöfen der Gegend sei kein Mangel zu entdecken. Der Gcwngenc selbst erhielt eine mehr als genügende Nahrungsmenge bn fünf Mahlzeiten am Tag, die er mit der Familie seines Arbeitgebers teilte. Es gibt reichlich Butter, Rahm rase usw. Lediglich der Kaffee war schlecht und Zucker bei nahe unauffindbar. Weiter berichtet der Gefangene, daß auf rnnem Hof Mangel an Grünfutter für die Kühe herrscht und daß die Kühe die normale Menge Milch geben. * «'vianis und Joffrcs Rückkehr ans Amcr.ra. Paris, 23. Mai. (WTB. Nichtaintlich.) Meldunq der „Abence Havas^. V i v i a n i nnd I o f f r e sind ans der Rückreise von Amerika in Brest angekommen. Brasilien unter unseren Gegnern. New Zork, 22. Mar. (WTB.) Die „Associated Preß" meldet aus Riv de Janeiro, daß der b r a s it i a u i s che K o n g r e ß das Ersuchen des Präsidenten aniiahm, die N e ii- tr ali t ä t s e r klä ru n g zu w ifr c r r it fc u. * Deutschland nnd Spanien. Madrid, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Mclduna dcr „Äaence .havas". Ter Mintsterpräsident hat dm, Kabinett mttgeteilt, Berlin habe auf die s v n n i sch c N o t c betreffeud die Hoheitsgewässer geantwortet. Die Antwort Teutschlauds ist b c fr ie d i q cu b. Sie er* kennt die Rechte Spaniens in feinen HohcitSgewäfsern an ^>e deunche Reg,erung zeigt sich bereit, diese tzstwasscr aebtcn zu lassen. 8eekrieg. s Die neuesten U-Booterfolge. Berlin, 23. Mai. (WTB. Amtlich) 1. Unsere U, Boote int Mittelmeer haben voii neueni eine größere Anzahl Dampfer und Segler mit einem Gesamt-Tonnen- geholt von 53 000 Brnttoregistertonnen versenkt. Hierunter befanden sich: der englische Truppentransport- d a m p f e r „T r a n s s y l v a n i a" (14 315 Tonnen), der sich in einem Zerstörergeteit befaitd, ein unbekannter vollbela- dener englischer 8000-Tonnen Dainpser auf deni Wege nach Italien; ein unbekannter englisck>er Dampfer vvii 5500 Tonnen mit demselben Ziel; ferner die italienischen bewasfiieten Dampfer „Atesfandria" mit 11000 Tomven Weäzwi für Italien, „Ferrara" (3172 Tonnen), wal>rscheinlich mit Munition, der englische beivaffnete Dampfer ,.K>irroitga" (4605 Tonnen) auf der Fahrt vmi Neapel nach Port Said. 2. Neue U-Boo t s er fo 1 ge im Atlantischen Ozean und in der Nordsee: Bier Danlpfcr und fünf Segler mit 17 200 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen besanoen sich u. a. der eilgttsche Dampfer „Adansy" (2644 Tonnen) mit Lebensmitteln nach England, ein englischer Segler mit Holz nach England, zwei russische Segler mit Kohlen nach England und Salpeter nach Frankreich und ein unbekannter englischer Dampfer, der an - dem l^eleitzuge l>erausgeschossen wurde. Der Chef des Admiralstads der Marina. > Krieges zusanimen 7 4 0 00 0 T o n ii e n S ch i f s s v a um, Drittel der ganzen norivegjschen Handelsflotte. Die ^chiffsverluste für 1017 sind bereits jetzt so groß, wie die Gejamtvertuste des ganzen Jahres 1916.' Aus dem Ne^che. Die KricgSzielc und die badische zweite Kammer. K a r t s r u () c, 25. Mai. (WTB.) In der Z !v e i t c n Kammer sagte heute der Minister deS Innern Freiherr m B o d m a n am Schlüsse seiner Ausführungen über die Erna hrungs fragen in Beantwortung einer gestrigen Aeußerung, die der Abg. Geck (Unabh. Soz.) in der Kainmer gemacht hatte: Der Abg. Geck hat uns aufgefordert, wir nr>.>ck)1en auf die Reichsregierlnkg einwirken, damit sie mit beit Fr i e dens b ed inguN g eu herausrückt iind so zu einem baldigen Frieden beiträgt. Das ivird die Großherzog liche Regierung nicht tiut. Sie steht durchaus aus dein taudpuukt der " - ' ' -- . Politik des Reichskanzlers. (Beifall.) Was über die KviegSziele zu sagen ist, ist wiederholt nnd ge- nngeiid allsgesprochen worden. Unsere Aufgabe besteht nun ^ ari ! t ' >7aß jeder an seinem Platze seine Pflicht tut, daß wir durchhalteu unfr beit Sieg erringen, der uns einen Frieden sichert, der uns vor loeitercni Unheil in der Zukunft bc- lvahrt, uns und die nach uns komnien. (Lebh. Bravorufe im ganzen 5)auje.) Der sozialdemokratische Parteitag. Berlin, 24. Mai. Laut „Vorwärts" hat der Partei Vorstand beschlossen, den Parteitag der Sozial demokratle Deutschlands für den 12. August d. I und die folgenden Tage zu berufen, lieber Mgesordnung und Tagungsort könne erst nach Verständigung'mit den in Betracht Hommenden Körperschaften Mitteilung gemacht werden. Aus Stadt und Land. Gießen. 24. Mai 1917. Ernteflächenerhebuttg im Fahre 1917. Durch Bmidesratsverordnung ist ebenso jvie int diesjälnZge Ern teiläche für Vorjahre Getteide fme Erhebung über die und die übrimtt für die menschliche Ernährung nnd als Futtermittel himptsäck-lich in Betracht lominenden feldmäßig anaebanten Fruchtarten anyeordnet worden. Die Erhebung soll'in der Zeit vom 15. bis 2.). Juni stattfnid-en. Die AuSsührung lieqt den Gemeindebehörden ob. Sic hat -ebenso wie bei der Erhebung tm vorigen Jahre durch Befragung alter landwirtscl'iaftlict^ir B-etriep^ inh-aber zu erfolgen. Es handelt sich dabei iabo 1, mir um bni sei dm ästigen Anbau, während der gartcnm ästige Anbau van Kartoffeln, Gemüse und anderen Gewächsen in -väusgärten, Schrel>er- gärten usw. außer Betracht bleibt. Die Erhebung soll sich erstrecken aui alle Getreidearten, Bnchw-nzen, Hirse, Hülsenfrüchte, Oelfrückche Gettnnstvttauzen, Mrtosseln, Zuckerrüben und sonstige Rüben.' Weißkohl, sonstige Kohl- nnd Gemüsearten nnd auf Futterpflanzen' ferner sind die nicht bestellten Ackerflächen und die Fsäclmi der Wiesen und der Viehiveiden anzugeben. Die Erhebung dient der Vorbereitung und her Sictwr'ung der Durchführung der zur Rege- s,lng des Verbrauchs her nächtigsten Nahrungs- und Futtermittel ijiv das kommende Erntejahr zu treffenden Maßnahmen. Ihre Ergelnulse bilden die Grundlage für die Beurteilung der zu er- warlenden Ernte^und der für allgemeine Zirecke der Volksernährung ein Verfügung steheudeu Nahrnngs und Futtermittel. Sie bildet rin wichtiges Glied in i\t Kette der kriegswirtschaftlichen uot^ >rendigen Mas nahmen. Es darf daher erwartet werden, daß alle beteiligten Kreise mit Verständnis und Hingebung zur gewissenhaften Durchführung der Erhebung beitragen iverden. * Die zukünftige Flcifchratiou Aus den Mitteilungen des .Kriegsernälwuilgsamtes. In mehreren Tageszeitungen fiub Berechnungen aufgestellt nouvn, um nach zuweilen, daß bei dem gegenwärtigen Viebbestande die Möglichkeit gegeben wäre, daß glich nad> der iteirwr Ernte die jetzt vorübergehend g-eumhrten Fleischznlageu ganz oder teilweise unbevenklick weiterglioäbrt werden könnten, ohne daß eine dte künftige Milch und Bullerversorgmig gefährdende Verminderung twc, Rindviehs eilt trete, Von anderen Setten inird diese Möglichkeit bestritten. Tie Frage »vird zurzeit von ln Reicks fleisch stelle geprüft. Auch der Er nälwungSbeirat des Reichstages ist an dieser Prüfung beteiligt und fal einen besonderen Ausschuß eingesetzt, der voraussichtlich in den liäc/gteli Wochen durch örtliche Bereisung der iv-ichligsten Viehlief- rungc.gebiele des Deutschen Reiches sich ein Mld vom Stande unserer Vietwittschasf und damit ein Urteil über die Frage der richtigen AI«Messung der tünstigen Fteischratton verschasfeu ivird. Die aui I. Juni stattsiudende nächste Viehzählung wird biersür die Grundlage bilden. „ Die verbilligte Flerschtzulage wird weiter gewährt, bis die Brotration aus deni Ertrage der neuen Ernte wieder erhöht werden kann, also bis etwa Mitte 9bugust 1917. Rechtzeitig vor diesem Zcitpuntt wird die Entscheidung darüber getroffen lverdon, wie- viel »vieifcfi Nieiter aus unsern Viehbeständen enttiommen werden kann, ohne die Versorgung der Bevölkermig mit Fleisch, Milch und Butter für die Dauer zu gefährden. Fl e i sich s e n du n g e n a u S d e n besetzten G e b i e - Leu r.er Reichskanzler hat sich damit einverstanden erklärt, daß doitvatete init Lebensmitteln aller Art, einschließlich Fleisch, im Gelvicht bis zu 5 Kilogramm, die vvn Heere-Kingebörigen der Heimat zu deren eigenem Verbrauch geschickt werden, von der Anzeige- und Ablie'erungsvslichl an die Zentralein.taussgesellschaft io- wie von.der nach dem Fleischbeschaugesetz vorgeschriebenen linier^ luchung frei gelassen werden, ivenn aus dem Paket von dem Truppen- wu mit Lienitltemvel und Unterschrift eines Offiziers oder eines Beaiiiten mit OffizierSrang bestätigt ivird, daß das Patet „zur Betorderung zugelaffen" ist. A * str, u * i e r ” c Plaketten für Hilfsdienstpflichtiae .ui stelle der.Armbinde, die rwn den im vaterländischen Hilfsdienst der Militärischen Behörden und Einrichtungen beschäftigten Personell getragen iverden, wird eine runde mit einem Eichcnkranz- um gebe ne und unten mit schwarz-weiß-roler Sckilei'c versehene eiserne Blakette nut Inschriit ..Vaterländischer Hilfsdienst" cinge " ' I^?ckewclse auf der linken Brust, bei weiblichen Personen n . r v 1 Brosche, ^n Tragung befindliche Armbinden und Bestände an iolwen und aufzubrauchen — An Hilfsdienstpflichtigc ausge- gevene platetten bleiben Eigentum der Heeresverrvaltung: erst bei oer. Lemobilmachnng können sie Ausscheidenden aus 11 uch'utgeltlich überlassen werden, n - E ine H o l z v e r st e i g e r n n g der Stadt Gießen, beginnend- Dienstag, den 29. Mai. vormittags 9 l . Uhr in d"n Waldungen der L-tadt Gießen (Distrikt Mühlberg . 'Näheres siehe Anzeige. Das heutige Kreisblatt Nr. 86 enthält Bekannt- mackung-eil über: Rüstnngsarbeittn- — Förderung der Volks- vivlwthcken. Labmägen von Kalbeni. - Einfuhr von Saat- .ntreide. .> 2 afer. — (Berarbcittmg von Tomvinamburs. — Sperrzeit für Tauben. — Bekämpfung des Frostspanners. — Br- IchaNigung von Arbeitskräften. Landkreis Gießen. . t Ber Sro b ,.23.«ai. ©efreiftt Jakob Sof m aitn Bei twt schweren ^Artillerie int Westen, Inhaber der Hessischen Tapfer- tcilsiiiedaillc. ^erbiett iu den letzten Kämpfen das Eiserne Kreuz Klave. Unteroffizier S ch e k d wurde im Westen verschüttet. Er konnte chiber von treuen Kameeaden rasch ansgegraben und Übend m ^sickerlMt gebracht wierden, ohne für die Dauer einen Schaden davongetrageu zu haben. .Kreis Büdingen. ba. B üd in g e.n . 24. Mai. DaS hiesige Kreisamt gibt be- lannt: einzelnen Gemeinden hat der Kirchenvorstand oder die Bürgermeisterei versäumt, die Kircheunhr nach der Som- mcrzett um eine Stunde vorzustellen. In einem Fall hat ein Fremder insotgedessen den Zug versäumt und wird Schadenersatz- Anspruch erheben. Hoffentlich wird das Versäumnis sowrt uack>' geholt. Kreis ffriedberg. i Ö c^ %v ni b u r g v. b. H., 23. Mai. Die Stadtverordneten beschlossen die Herausgabe von 'Notgeld, und zwar je 20 000 Mk in .M Psennigscheinen und Zehnpsennigskückeu. Tas Papiergeld soll auf der Rückseite das Bild des Schlosses tragen und dadurch zugleich Reklamezwecken fiir Homburg dienen. Mit der Stad: Frankfurt iind Verhandlungen eingeleitet, um dem lliotgeld beider Städte ivechscl- seitige Geltung im Verkehr zu verschaffen. — Der städtische Haus- liattsplan fi'lr 1917 sieht die Erhöhung der Einkommensteuer von 16 o auf 180 Prozent vor. — Die hiesige Polizei erhielt Dienstag abend aus Hausen bei Usingen die Mitteilung, daß sich in dem um tz Uhr hier einttefscnden Usingcr Zuge ein Einbrecher in Uuler- ossiziersunisorm befinde, der in Hausen einen schweren Einbruch begangen halst'. Tatsächlich entdeckte man in einem Abteil die beschttebene Persönlichkeit und verhaftete sic, da sie sich nicht ausiveisen konnte. Bei der Leibesuntersuchung fand die, Polizei bei dem Manne neben zahlreichen Wertsachen, einer größeren Geldsumme. auch inehrere geladene Revolver und zwei Dolche. Aus deni Wege nach dem Wachtlvkal entsloh der Mann und konnte erst nach einer verwegenen Jagd über Mauern, durch Straßen und Gärten, durch die ihm eine immer stärker anschwellende Menschen- lawine folgte, festgenommen iverdcu. Er kam ins Militäraefäuguis. Uebcr seine Persönlichkeit verweigert der Mann jedwede'Auskunft. oa. .Kaicken, 24. Mai. Der Gefreite d. R. R. Hahn, in einem Infanterie-Regiment im Westen, erhielt das Eiserne Kreuz. oa. Vilbel, 24. Mai. Tein Oberarmierungssoldat Heinrich. P re scher, der zurzeit im Westen stcht, wurde die Hessische Tapfcrkeitsmedaille verliehen. Kreis Wetzlar. ^ Dudenhofen, 23. Mai. In der letztcir Nacht vernich«« tele hier ein Großfeuer drei Scheunen, nachdem erst vor kurzem eine Wirtschaft eingeäschert worden war. Als Brandursache nimmt mwn den Racheakt eines hier beschäftigten fremden Arbeiters an. Hessen-Nassau. ra. Biedenkopf, 24. Mai. Die Erhöhung der Kreis- h u u d e st euer von 5 auf 6 Mk. wurde durch den Kreistag ein- stinmrig beschlossen. ra. E a in borg, 24. Mai. Tattc, zu rückgekehrt. Für die Hin- und .Heimreise war dem Künstler freies Geleit zngesick>ert worden. Herr Pollack traf znsamnien mit dem österreichischen Botschafter in Amerika und anderen hochstehenden Persöttlichkeittn ans einem Holland- Dampfer am Montag in Amsterdam ein. ^ Die Obsternte 1,9 1 7 im Tan n u s g ebi e t. Bei einer Bencdtigungsreise, die dieser Tage durch die bedeutendsten Obstorle des Tonus und Maingebietes stattfand. stellten Fachleute fest, daß eine geradezu glänzende Obsternte in Aussicht steht, oor- auSsesetzt, daß keine Naturereignisse die Ernte vernichten. Noch selten waren die Bedingungen für einen ungestörten Verlauf der Blütezeit so günstig wie diesmal. Weder Frost, noch Regen und vor allem kein Ungeziefer beeinträchtigten die Blüte, lleberall häu gen die Bäume dicht voll von jungen Fnichtbüschcln. die alle ein kerniges gesundes Aussehen zeigen. — lieber die Preisgestaltung äußerten sich Fachleute bis jetzt noch ausweichend: sic sind aber der Meinung, daß schon in wenigen Mochen. wenn sich eine Ilebersicht über den Ertrag nur einigermaßen geben läßt, durch die Behörde, preisbestimmend eingogrissen werden muß, da sich sonst die Spekulation in rücksichtsloser Weise der ganzen Obsternte schon im voraus bemächtigt. Gietzener Strafkammer. Gießen, den 22. Mai 1917. Der vielbestrafte Steindrucker Heinrich N. von Niederzwehren ist angeklagt, zn Gießen in der Nacht vom 12. zum 13. März d. dem hiesigen Bäckermeister M. 3 O B rote, 130 B r ö 1 ch e n. 6 Einback. 14 Flasckx'n Rot und Weißwein, I Töpfe mit 50 ein gelegten Eiern. 20 (Räser mit Konserven nnd Obst, 1 Bäcker- nnd l Henlelforb, im Oß'samtwert von etlva I 15 Mark, dnrcki Einbruch zur Nacktzeit entwendet zu haben. Zum Fortschaffen dieser Sackten entwendete er weiter dem in tun Näh ewohnenoen Kohlenhändler Scki. einen zweirädengen Handkarren. Auf dem Wege uack Wetzlar, wohin er die Sack>eu verbringen wollte, wurde er in der Nähe von Atzback von der Polizei überrascht und festgt'mmtmeu. Er nannte fick' zunächst Siichett. wurde aber später als der sckwn Mlchr- sack vorbestrafte Heinrich N. ermittelt. Der Angeklagte pnelte d,-n Geisteskranken, Nleimt sich Graf von Ncllstein, Besitzer eines 40 Mil- ArmewMamügens und filier der ®feenTegion. tatsächlich ist 'tx schon tn verschiedenen Irrenanstalten gewesen und am Tage vor Bc^imng des Diebstahls aus der Iirrenaustalt in Frankfurt a. M. «rtsprungicn. 9?ack> dem Gutachten. des Sachverständigen ist er ein Simulant schlimmster Sorte und mxltf geisteskrank. Auf Grund der Zeugenaussagen verurteilte dtrs (Z-cricht den Angeklagten, der anct) kieutc verschlossen war nub zur Abgabe von Erklärungen kaum %u bewegen war. zu einer Gesa m tzuchthau sstra sc von Z Jahren. 1 Der 56 Ialwe alte Friedl-osswärter Eberhard G. in Buhbach ist von dem dortigen Schöffengericht wegen Kö rperverlctzu n g -ferner Ehefrau in eine tzleldstrafe von 15 BLark verurteilt worden. Gegen dieses Urteil verfolgte die als Nebenklägerin zu- «relanene Verletzte Berufung, um eine Freil>eitssttase evenl. eine höhere Geldstrafe ln rbeizu führen. Der Angeklagte, der in ständigem Zwist mit seiner Ehefrau lebt, bar am 27. Dezember v. Is. nach einem voransgcgangeiwn Wortwechsel seine Frau am Halse gewürgt und ihr sodann durch Schlagen mit einem Wasserkessel aus den Kops bluteirde V-erletznuMi beigebracht. Der Angeklagte will in Notwehr gehandelt haben, da seine Frau mit einem Bügeleisen bewaffnet ans ihn eingedrnngcn sei. 9Tnr Grund der Beweisaufnahme sturrde die. Berufung der Nebenklägerin koftenfällig 'S n r ü ck g e w i e s e n. Der Schneider Lorenz Adam W. in Holzhansen ist der Untreue angeklagt. Er war .Kassier des zu Holzhansen unter dem« Namen „Bereinigte Landwirte" bestehenden Kaplenbezngsvereins und hatte als solcher u. a. die Beträge für die den einzelnen Mit- alvederu gelieferten Kohlen zu erheben und all den Rechner des Vereins abzuU'eftrn. Er ist geständig, nach und nach eineir Gesamtbetrag von 385.20 Mark widerrechtlich behalten und für sich verwendet zu l«ben. Er will ans Not nrrd in einer geunssen Bedrängnis sich an dem anvertrautelr Gelde vergriffen haben, da kr Mdrängt wurde, auf ein von ihm gekauftes .Hänschen Zahlungen i-z-u leisten. Das Gerätst erblickte in der Handlungsweise des Äu- «eklagten eine Unterschlagung und verurteilte ihn, der den »unterschlagenen Betrog bis aus 100 Mark bereits ersetzt hat, Ämter Zubilligung mildernder Umstände zu effier Geldstrafe von 5 0 Mark event. 10 Tagen Gesäirgnis. Die wegen Diebstahls vorbestrafte, zurzeit in UntersuckMlgs- haft befindliche Dienstnrayd Emma Sch. voll. Brngenheim hielt sich rmi Januar l. Is. bei ihrer- Cousine in Butzbach ans. Sie liest sich ans bem Hadermann scheu Geschäft 3 Blusen und 2 Scklürzcn dn Werte von 35 Mark zur AusiculN in die Wohnung ihrer Cousine bringen. Nack Erhalt dieser^ Snben fuhr sie nach Friedberg und verdunste 2 Blusen und 1 (Scbiivvo dort an eine Altbän-dlerin für 5 ?.M.. die al! bereu Sachen l e dielt sic fit v ff cf), ferner hat sie einer Frau W. in Bad-Nanbei»n, bei der sie früher als Dienstmädchen in Stellung »var, 1 Bluse und 1 Schürze int Werte von 6 Mk. cntivendet, außerdem hat sie die ihr non einer Frau Sch. zum Stricken übergebenen 1 Paar Fußlangen liebst Wolle im Werte von 4 Mk. unterschlagen und diese Sachen ebenfalls an die Alt- Händlerin in Friedberg für 70 Pf. verkauft. Das Gericht verurteilte die gestäirdige Angeklagte zu einer Gesamtgefängnisstrafe von 4 Monaten. vsrnrkschter. Budapest, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.^ Die amtliche Untersuchung über das Brandnn glück i it Gyoengyoesj hat sestgestellt, baH von 2900 Häusern über 1200 vollständig ntedergebrannt find. Der Schaden dürfte sich ans 30 Millionen Kronen belaufen. Die Zahl der Opfer an Toten hat sich ans 14 erhöht. * * Da s fron z ö fische Volki in Ban n d es Alkohols. Der mrssehenerreg^nde Fall des französischen Heldensliegers Na- «rrve. der, nach seinen erfolgreichen Flügen bei Verdun zur Erholung in die Heimat znrnckgekehrt, in solchem Maße denr Lllwhvllaster verfiel, daß er neuerdings absichtlich Pariser Schutzleute mit seinem .Kraftwagen überfntyr und von der Polizei gesucht wird, veranlaßt einen der einflußreichsten Mitarbeiter des F-igaro, AZolyge. zu einem lauten Hilferuf gegen den französischn Alkobo- lisnms. „Bon allen vernünftigen Elementen in Frankreich," so schreibt er, steigt ein anklagender Hilferuf in die Luft empor. eine Warnung vor bald nicht mehr gut zu machendem Unglück, der sich aber nach wie vor die Ohren der Minister verschließen. Die neuen Einschränknngs ge setze haben uns zahllose Verbote gebrackst, hinsichtlich des ^Al \ ol)oli>erbrnikckles jedoch begnügt man sich mit ZVorten, während das Unheil rasend seinen Lauf nimmt. Das furchtbarste Uebel wurde erst zur Kriegszeit geboren: der Alkoholismus der Fronen. In der Normandre z. B. verbrauchen die Frauen unter 40 Ialyrrn täglich /mindestens einen halben Liter Mkohvl. Man kann sich derikcn, wie es um ihre Nachkommenschaft bestellt sein wird. Je hoher das Alter steigt, desto mehr steigt auch der Alkdholverbrauch. In ganz Südsraukreich tri-n^n übrigens sctwu die Kinder von acht bis vierzehn Jahren täglich \\ oder y g Liter Mkckhol. Der Landarbeiter t>erlangt starke alkoholische Getränke, oder er verweigert die Arbeit. Wenn er aber getrmrkcn hat, so arbeitet er nur wenig und schlecht. Das Gleich' gilt für die Kriegswerkstätten. Die Leiter der größten franzöffsch'n Kftiegsmaterial- fobriken habeit erklärt, daß das Mkohollaster die Erzeugung von Geschützen und Munition von Monat zu Monat verringert. Die Aerzte haben sestgestellt, daß die Verwundung eines Alkoholikers um hundertmal gefährlicher ist, als die eines gesunden Mannes. In unferai Lazaretten muß man in vielen Fällen auf die Chloro- fornlierung verzichten, »veil man in den Verwundeten sckMere Alkoholiker vor sich lxtt. In unseren Festungswerken fließt der Alkohols in Strömen. Dalustm aber mehren sich Zerrüttung des Nervensystems und Verbrechen. Aus dem Helden Mvarre wurde durch Alkohol ein Vagabund. Dies sind die Tatsachen, die für sich selbst sprechet!!" Neu« deutsche Näörpsianz,en. Von Pflanzen, die bei uns gedeihen, ober als Nah»nngsmittel kaum, dagegen gelegentlich als Delikatessen verwandt werden, berichtet der „Promotheus". Unter den Knollengewäclffen könnten zwei eine wichtige Rolle für dre Bolkseniährnng spielen, nämlich die Sumpfkartoff'el und die Lätze Kartoffel oder Batate, die auch Topinambur genannt lvird. Oedland und anderer weniger ergiebiger Boden eignet sich zu ihrem Allbau, und zudem sind beide Pflanzen von größerer Widerstandsfähigkeit gegen die Mtterung als die Kartoffel, ja die Snmpf- kartosfel liefert sogar, wie der Leiter deo Frankfurter Palmen- gartench Landesökonomierat Siebert, seststellt, größere Erträge von der gleichen Bodeifflää>e. Ein lveiterer Vorzug dieser Pflanze ist me Eigentünllichtnt, daß nach der Ernte im daranffolgenden Friffl- iabr von selbst eine Begrändimg des Platzes erfolgen kann, da der unterirdische Stamm in großer Tiefe Anslänfcr treibt, die eine große Menge BuUnllen bilden. Die Sumpfkartoffel gedeiht nicht nur aui tonigeiu, sondern 'auch auf leitchtem kalkhaltigen Boden. Die Topinambm'ffiolle, die man zuerst bei den nordamcrikanischell Indianern als Kwltnrpflanze antraf, »vlrrde vormals, nach dein Dreißigjährigen Kriege in Dcutsckchand angelnmt. Erst die Ei-i- sühruug der Kartofstlinltnr hat sie verdrängt. Stellenweise hat sich die Topinainburlnolle erhalten, gelvöhnlich aber werden die Knollen als Biehffltter, manchmal auch als Delikatesse benutzt, und nicht selten sieht man die Pflanze wegen ihrer schönen Blüte in Blumengärten. Als Vorzüge der Pflanzen sind zu erwähnen, daß die Knollen Winterbart sind und iu>rt> int März tvbei April geerntet werden können, und daß große Erträgnisse bei starker Düngung erhielt werden. Unter den Wasserpflanzen kompten die Pfeillräuter für die menschliche Ernährung in Frage. Die Knollen, die sich im Herbst an den Ausläufern bilden, tnthalten bei Sagittaria sagilri- ielis nach T. Alexander 96,4 Prozent Trockensubstanz, darunter 16,5 Prozent Rein eil ge iß und 17,0 Prozent Stärke. In China wird die Pflaitze seit IahrhlUlderten gezüchtet und liefert lvohl-- schmeckende Knollen, die Faustgroße erreichm tonnen. Die Wassernuß ließe sich in Teichen und langsam fließenden (Kclvässern an- banen. Bei den Bauern in der Dessauer Oxegend dient sie noch heute als beliebte Speise. Früher bat man auch in Drutschiland die „Sch^vadengrütze", den Sawum des Mannas-ckMadens, verwandt. Der Anbau dieser Pflanz ließe sich mit der Fischzucht vereinigen. * Hefe-Plastik. Tie wissenfttmstliche Erforschung der in ihrer Eigenart »verhältnismäßig spät gan.z erkannten, heute aber so Ural fad? v erwemdeien Hefe wurde neuerdings du rch' eil! Verfahren gekrönt, das auch den letzten Rest deo Hcheabmlles mit höchstem Sitzen praktisch zu gebrauchen versteht, elnepst beschäftigte man sich mit den physiologischen und morpholc>ffscheu Eigenschaf!en der Hef-e, erst vor verhältnisnräßig kurzer Zeit hat mall sick. auch ihren physikalisch.m und besonders med:.ani,chen Eigenschaften zuge- lvandt. Ten praktischen Anstoß hierzu gab der höchst berechtigte Wunsch, ffir die ans den Brauereien abfallende Hefe möglichst gu te BerwertnnHs verfahren zu finden. Geradc'zn bahn brechend wirkten in dieser Hinsicht die Ardeiten von E. Krause un# H. Blücher, die schließlich zur Hefe-Plastik führten, über die Tr. Albert Neuburger im Vrometl-ens berichtet. Da die in der Technik gebrauchten plastisckxn Massen sich immerhin in mir beschräMem Maße gebrmrchen lassen, kamen die gellanntel! Forscher bei ihren Versuchen zur Herstellung einer allseitig gebrauchsfähigen plastischen Masse ans den Einsall, auch mit der Hefe Proben anzitstellen. Sie vanrendoten jene Rückstände, die bei der Herstellung von Nährmitteln ans Hefe absailen, für die Ernährung nicht mehr in Betracht ioimnen und so der Fäulnis überlassen norden müssen. Es wurde festgestellt, daß die Hoferückstände durch bestimmte cl^misch'e Verbffchiurgen die Eigenschaft hoher Plastizität erhalten, sich durch Truck in beliebige Formen bringt»r lassen und nach) dem Erhärten diese Formen stets bewahret). Zur Veränderung der Elastizität und Härte murbm dann noch verschiedene Füllnnttsl beigemischt, durch) Zusatz von Erdfarben oder organischen Iarbstofsen tonnte man auch beliebige Färbungen erzielen, ohne daß die Ei gen schiften des neuen Produktes verändei't tverden, das nach jahrelanger Arbeit nrrter dem Namen Ernolith denn prattischeu Oiebrauch übergeben werden konnte. Da die physikalische Beschafsenlnnt des Ernotitlis je nach der Wahl der Zusätze schwantt, ist es kein Ntoteriat mit ein für allcnnal sesnstel-enden Eigenschaften. Man kann es nach Bedarf in gerilvgerer oder größerer Härte Herstellen, auch die Elastizität läßt sich steigern oder schwächen. Ter Zusatz von Mineralstoffen ist verl-aldnismäßig gering, im Dnrchschmtt beträgt, er weniger als 5 Pnvzertt. Von besonderem Vorteil ist, daß das neue plastische Mittel sich nicht entzündet. Bei der Pressung muß mit ziemlich hohen Temperaturen ul,d ebensolchem Druck gearbeitet ip.pden, als Füllmittel gebrancklt man in der Hauptsache Zinffveiß, Schöverspat, Kieselgur, Kaolin und ähnliches. Will mau der Plastik eine metallglänzende Oberfläche verleil>en. so ist dies dnvcl) Beimengung von Metattpnlver leicht durchführbar. Die ans der Presse wmmendell ^Kgenstände sind vollkommen gebrancklsferrig, doch läßt das Hefe-Plastik- Material sich nach Wunsch aucb feilen, polieren, schleifen, dreltzell, fräsen und bohren. Die merfivürdigste unc> fast die voltteilhaftestt Eigenschaft des ErnolitW ist darin zu erblicken, daß es infolge seiner großen Plastizität die gleichzeitig mit dein Pulver in die Presse gebvack:,ten Gegenstände fest umschließt und nach der Erhärtung nicht mehr losläßt. Wählend man sonst bei Knöpfen die Metallös-en besonders- mmahcn muß, fällt dies bei Enwlith- knöpsen durch die, genannte Eigenschaft fort, da man die Oesen gleich in die plastische Masse mit empressen kann. Tie Hefe-Plastik belvährt sich auf den verschiedensten Gebieten, neben Knöpfen und Türklinken kann man Schalter und StaLwsen für elektrische Anlagen, Pistolen schäfte irnd selbst künstlerische Arbeiten, wie sie sonst ans Gips hergestellt werden, orrs denr Ernolith verfertigen. * Mehl und Fett aus Baum knospen. Die Verarbeitung von Baumknospen hu Mehl und Fett, über die in der „Um- schau" berichtet lvird, ist den jetzt abgeschlossenen Bersuck-en der Chemiker-Brüder Braneo zu wrdanken. Das neue Versalien wiri^ ben Städten und Gemeinden ko)1eir5os von der Rohstoffftudiell und Berwertungsgesellsch'aft in Berlin-Willnersdors znr Verfügung gestellt. Tie Bedeiltung des Ben'ahrens ist außerordentlich groß, da man nach sachverständiger Schätzung damit in Deutschland jährlich mehr als 500 000 Tonnen Mehl erzeugen könnte. Einige Kumven- artnr ersck-einen besonders geeignet. Das Mehl ans Lindenknospe^ ». B. bedarf bei seinem Verbacken keiner Hefe, da es an sich eine erhöhte Triebkraft besitzt. Geschmack und Geruch der neuen Bamn - knost>enProdukte sind gut, der Nälr,pen Menschenmaterials bl'darf und aud> die Kästen erhcblich sind. Die ZnLnrft dieser ganz neuartigei! Banmknospenvelivertnug st'.nge-gen ist noch gar rncht äb-zusehen. E in altes H e i r a t s g c f u ch. Sehr viel mnstÄchlick^r nnd ansführlickier als heute l'egben in der „guten allen Zeitt^ Heiratslustige in den „Intclligenzblättern" ihre Wünsche dar. So las man im Fähre 1.797 in einer Berliner Zeitung solg>enPe>sx dalnals durchaus nicht imgcwülMich langes (besuch: „Zum Heirapeu lvird ein Weitabild gesucht. Ein verwitibter Mann, von gesetzt^» Jachen, mrrnter und frisch, der sich bei h-orhstvn nnv chhen .Herr- schäften Merittn gNuacht. hat, und noch machten kann, auch keil! Kind hat, aber an Wc^rt und Wissenschrfttm vieles besitzt, nt gc - sonnen, eil! offenes Gesoerb _.mtt ertra Vorteil anzut-xten, und, sucl't ein Wchbsbild: sie zn.nß dreißi.z oder mehr Jahre. b-.rtlomätts Graf, pensionierten Bedienten." Müllersche Badennstalt. M ü l l e. r s ch e Badeanstalt. Wassertuärme der Lahn am 24. Mai: 17" Reaumur. Letzte Hßdiriducn» Krirgszielrevision? Kopenhagen, 24. Mai. Nach Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur steht nun fest, daß richtige Verhandlungen zlvischen Nutzland und den anderen Alliierten über die Revision der Kriegsziele bevorstehen. Nach Mitteilung von anderer Seite sind diese Verhandlungen bereits eingeleitet. Rutzlands Kriegsziele. Rotterdam, 24. Mai. Reuter meldet aus Washington: Minister Tcrestschenko telegraphierte an das amerikanische Ministerium des Aenßern folgendes: Ebenso wie die Union ftrebt das besveüe Rußland keine Eroberungsziele im heutigen Kriege an. Ter Krieg lvird fortgesetzt um die Freiheit der Stationen M verbürgen und die allgemeine F-rnchnt und einen dauernden Frieden zu,erreichen, der gegen spätere Angriffe geschnitzt ist. Es freut nlich, dr.rß diese erl-abenen Grundsätze einen allgemeinen Widerhall iw freien Rußland finden, das jetzt Meister setne-s Schicksals ist. RnhlnnÄs Friedensfthnsucht. Stockholm, 24. Mai. In Meto fand ein Kongreß der Dele-- i-jrerten des fudrussischen Rayons' dc's Arbeiter- und Soldatenrates statt, an dem die Vertreter der Gouvernements Kiew, Pvdo- lien, Wolhynien, Tschernigow und Poltawl teil nahmen. Älus denr inir von befreundeter Seite zugeftellten SitznngsProgramm ist^be- sonders üemerken-Ävert die Ansprache des Wortführers der Soldaten, deren Schluß wörtlich lautet: Die Kameradeic ans den Schützengräben reichen ihnen hier die 5>and. Mutvoll starben sie und sterben noch fürs Vaterland. Aber alle dürsten nach Frieden urrd stehen euch an, mit der überflüssigen Menscberrschlächterei aiil- zuhören. Durch minutenlanges Hmrdeklatschen zollte der Kongreß, ffr dem fLmttiche Truppenterle der Bruffilowschen Armee vertreten waren, dieser Friedenssordernng Beifall. Die russische EriegSlejtrrng. Genf, 24. Mai. Nach Petersburger Meldungen Pa-, riser Blätter toerden sich die Generale R 0 ui a u 0 w s k i und A r ch a n g e ! s k i die Aufgaben der Generalstabsleitung in solcher Art teilen, daß ersterer die Verantwortung für die strategisclien Unternehmungen an allen Fronten trägt, während 2lrchangelski der ständige oberste Beirat des Kriegs- ministers wird. Lloyd George und Italien. Luga.no, 24. ?Nai. Wie der aus Londou zuruckgekehrte Minister »Orlando -mitteilt, schilderte Lloyd George ihm die Helle Begeisterung, mit der ganz England die Is-on za kämpfe verfolge. Besonders betonte Lloyd George die hervorragende Rolle der eagliscl^en Artillerie in der Isonzoschlacht. Die dorthin gesandten britischen Mschütze seien dcks beste, was die britische Geschützindustrie bisher hervorgebracht habe. Brasilien und Amerika. Kopenhagen, 24. fta!. Nach Pariser Telegrammen mcs Rio de Janeiro teilte die brasilianisch? öftgierumg der Regierung der Union mit, daß ameritanischüen .Kriegsichffsen gestattet werde, brasilianische Häfen anznlanfen, um Proviant cinznnehmen. Für die BersnndabteUnng einer hiesigen Fabrik wird ein 1 möglichst gelernter Kaust manu, für sofort gesucht. Angebote mit Zeugnissen u- itzehaltsanftirüchen unter 4<>H6 an den Gteßener Anzeiger crbelen. iün zuverlgsi. Munit als Vsrsinsüisller gesucht. Zu erfragen i. d. Geschäftsstelle d. Gieß. An». Züilgerer SrfitcibgrJjilü mit guter Handschrist gesucht. Rechtgaroalt I», Jane* Bahnhofstcaße 4(5. der auch nebenher LSärtcr- dienst verrichtet, für sofort, evtl, aui später gesucht. Krtegsbeschädigle bevorzugt. Provinzial-Licchenanstalt mH Gießen. FJn krtkfHger Junge ils HauSbursche und Bah» portier sofort gesucht. 4111 als e und Bahn- Fürstcnbof Gießen. Kinderlvärtcrin gesucht. Suche zu einem SV-, Jahre alten kränklichen Kinde eine Kinderfrau oder Pflegerin die äußerst gewissenhaft sein muh. Schriftliche Angebote >». 03173 an den Gießener Anzeiger erbeten. Ein zuverläistacr«»«^- mtuI «JtrtenarS><;lter für dauernden Posten gesucht von 4<>70 fi 3’rail Koih iv CHe&sen, Marburgcr Straße 20. Arbeiter per sofort gesucht. 4080 J. R. Httamer, Giessen, Neustadt 56. 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Heute entschlief sanft in Wehrawald unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Lydia Sievers im Alter von 24 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Professor Dr. Wilhelm Sievers und Familie. Giessen, Lollar, Rumänien, den 20. Mai 1917. 4098D Die Beerdigung fand am 23. Mai in Todtmoos statt. Todes-Anzeige. Gestern vormittag 5 1 / 2 Ulir verschied sanft nach langem schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder. Schwiegersohn, Schwager und Onkel 8 Ernst Franz Heilmann Kg!. Zagführer i. P. im 71. Lebensjahre. Pie tieftrauernden Hinterbliebenen. Bad-Nauheim (Jahnstrasse 6), den 24. Mai 1917. 03198 Die Beerdigung findet 'Freitag nachmittag 4 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Nauheim statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- ^ nähme bei dein Hinschciden unseres lieben Entschlafenen. des UOers Friedrich grasj sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen auf diesem Weg ihren herzlichen Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Luise Franz, geb. Luh, nebst Kindern. Lützellinden, den 24. Mai 1917. 4!00 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes und Bruders sagen innigsten Dank Füiiiilic KaSjisc LimM V. Neiskirchen, den 24. Mai 1917. mo Hotel Fiirsienhof • Gießen. Heute Donnerstag: 4097 KONZERT Im Restaurant snle Miiche, Bier 35 u. 20 Pfg. ‘Kinderwagen Klapp- Giiiil Sportwagen in größter Auswahl billigst 2513 ÄufjUSiKilblnger, Seltersweg79. 3 GQ Stück Heuselie aus prima Ülftitila-Mauf sofort lieferbar Ludwig Lazarus, JtstGrweg 53 Fernsprecher 505. 3907 Bekanntmachung. Mit kreisamtlicher Genehmigung findet der mtbekannte Zuchtvieh- und Krämermarkt am letzten Psingftfeiertag, am 29. dS Mts. statt. Es darf nur Zuchtvieh aufgetrieben werden, das aus dem Kreis Schotten und unverseuchten Kreisen des Großherzogtums Hessen stammt. Bon außerhalb Hessens stammendes Zuchtvieh darf nur daun zu- gelassen werden, wenn es der vorgeschriebenen Quarantäne unterlegen hat und für vollständig seuchenfrei erkannt worden ist. Schlachtvieh ist von dem Anstrieb ausgeschlossen. Der Auftrieb soll um 0 Uhr vormittags beginnen und um 10 Uhr vormittags geschloffen werden. Schotten, den 22. Mai. 1917. Großherzogliche Bürgermeisterei Schotten. •gofpcrftdjicruaa D« «tßüt Gicht!!. Dienstag, den 29. Mai 1917, vormittags 9' I4br beginnend,, werden in den Waldungen der Stadt Giehen tDistrikt Muhlberg! versteigert: üO Rm. Bucheuscheit 7>4 Rm. Eichenscheit 2 Rm. Erlenscheit 20 Rm. Bnchenknüppel 23 Rm. Eichenknüppel 2 Rm. Erlenknüppel 980 Wellen Kuchenreisig 170 Wellen Eichenreisig 11 Rm. Buchenstöcke 19 Rm. Eichenstöcke. Die Zusammenkunft ist auf der Krcisstrahe nach Grünberg an der Happelwiese. Holzhändler sind vom Milbieten ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf nur seinen Etgen-Bedarf steigern. Gietzen, den 23. Mai 1917. 1101L Ter Oberbürgernreister: I. V.: G r ü n c w a l d. Neuheiten in Tüllgnrnituren I. V.: Zi«s,-r. 4108D Gewinn-Auszug der 9. Preussiscli-Siiddeutschen (235. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie 6. Klasse. 35, Ziebujigslag. 23. Mai 1917, Anf Jf>de gezogne >nmmor Und gioith hohe «7«. wlnne eefsllen, and xrri\r je einer no.* die I.on* gleirher Nummer la den beiden Abteilungen l nnd il (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) In der Vormittngsztehuug wurden Gewinne über i - 40 Mark gczogöTl. 8 Gewinne m 5000 M 63164 63709 80397 110274 60 Gewinne zu 30G0 it 8612 15648 30038 35897 15947 38533 47741 05018 73900 75111 81259 82756 97153 112663 137978 132241 132256 135379 136390 142350 143201 171387 171992 204952 205167 210029 214213 225036 227433 227017 150 Gewinne zu 1000 AI 4113 4768 4811 7005 8930 10878 12363 13624 17324 18074 18311 24995 54671 36037 30253 46001 47341 47741 49134 65331 89210 67234 69146 70307 71534 76465 76934 73431 79483 79865 88931 91169 97976 98865 101163 102028 104475 105826 106549 112533 121552 122783 128038 133110 173266 136714 142299 146983 147950 159039 162995 1G5034 265045 107607 168275 169944 171274 173602 170390 133635 183839 135439 183875 19393c 151656 194812 195529 196918 197140 203832 203337 810914 217581 224459 227737 214 Gewinne zu 500 M 2230 7350 10137 10319 11615 12795 14413 15657 17004 17058 17052 20792 21598 26501 26623 34425 34927 35537' 38979 39892 40536 40547 43809 48861 50804 54865 56336 56506 59466 60331 62154 64793 65131 65522 66040 67859 69950 70217 71421 72171 73434 74011 75578 76308 77243 79402 81857 63013 90440 93080 95472 96222 J&858 101950 104386 106280 107000 112797 119178 121397 122121 122362 122802 126512 134315 130383 141277 144505 144873 147309 148248 150101 153718 155139 158856 159749 164456 165002 167276 168233 158943 171420 172223 173340 175638 178055 178682 181927 181046 185858 186598 187297 194410 195328 200090 201781 203796 904484 208637 211906 213022 217193 218779 231066 231800 232359 233107 In der NachmiüJLgAzielutng wurden Gewinne über 240 Mark gezogen. 2 Gewinne zu 500000 M 209920 2 Gewinna *u 10000 M 64896 10 Gewinne zu 5000 M 28557 05704 127637 145964 218636 84 Gewinne va 3000 W 7710 18002 29669 36850 37701 46591 £3413 55603 56906 58029 65554 67268 77346 87803 83075 88802 94548 95468 105578 115650 117451 118594 139941 145657 146214 153239 16288.1 160479 173715 177364 177834 183603 185906 193583 19739« 201770 205548 215071 217613 222197 227488 231441 .134 Gewinne ru 1000 M 1405 3109 3331 3680 4007 4486 4583 5113 5815 6489 9935 10480 10847 10897 17280 23733 25715 30165 31616 36370 39612 40028 43364 46325 50519 52167 63550 54616 64923 66456 57267 57928 59742 00013 66874 71593 76483 78818 32940 83745 90342 92137 99748 112539 115282 1.21462 121832 126529 126466 127060 128334 133770 140823 142306 152500 15301.6 153499 154163 155032 160019 161638 163945 165372 105866 172893 173294 175103 176011 185733 187813 169053 191163 194508 195630 197741 200055 200300 207576 209140 211.311 213574 215988 218889 220876 222090 223699 226009 228779 223904 230011 233348 233656 1S8 Gewinne ru 500 M 1900 2341 6907 11031 : 13761 14437 16088 16235 16020 20244 2.0725 28695 33470 33915 35475 36565 41.436 47337 -43535 49379 66506 '8508 59*03 61550 61763 02115 72264 80227 82863 88271 83-524 86727 87899 94466 94900 99249 100651 102815 1.05257 106550 110923 117003 117346 118996 2 21848 12201.9 125135 125787 129971 13023k 130361 1.33352 134924 135945 13321.1 1.44118 149035 151420 152739 154027 156382 156881 167517 160903 164298 168402 171127 182707 183039 183030 134316 184845 136302 185524 1.90044 1.91075 191132 102297 103786 197004 209365 209763 212107 212277 222085 228678 228681 220802 230740 231084 231202 231330 232368 233197 | Möbl 2^iminer\ Pbü&ion Branrtl Neuen B«ine 22 lBellevuciZtm. m.u.ohneBcr- vsleg. s. jede Zeltdauer. 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