Kr. WZ Der Lretzrner Anzeiger erschein: täglich, außer Sonntags. — Beilagen: tsiexeirer HamllieublLtter; Kteisblatt für den Kreis Kietzen. vczugspreis: rnomtl. 90 Pf.. viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Rck. 2.45 viertel- jährl. auLschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: fürdieSchristleitnng112 Verlag,Gcschästsstellebl Anschrist für T'rahtnuch- richtcn: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt Postscheckkonto: Hranssrrrl a.M. Nb8ü ZwUlmgsrunö druck u. Verlag: vrühl'sche Unio.-Such- u. Steindruckrrei R. Lauge. Schristleitung. Geschäftsstelle a. Druckerei- Schulstr. Aloutüg, 2 \. Klei Annahme von Kujtigtu f . die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Zoikenvreis, l. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Ver»- mietungen u. Stellengesuche 15 Pf., auswärts! 25 Pf., b. Platzvorfchrift 30 Pi., Reklamen 75 Pi.,, bei Platzvorschrist 90 Pf.. Hauptschristleiter: Aug.« Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Arrn. Goetz. Stadt und- Lcrris, Vermischtes richtssaal: Fr. R. Zenz.. Anzeigenteil: H. Beek, sämtlich in Gießen. Sankvettehr: Sewerbebani Gießen 7. mm. WDÄ.) Großes Hauptquartier. 19. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. H eeres gruppe Krön Prinz Rupprecht. Zwischen der Küste und S t. Q u e n t i n nahm die Arrillerrcilliigkeit in mehreren Abschnitten zu und steigerte sich nachts zwischen A ch e v i l l e und G a v r e l l e zu großer Heftigkeit. Ein unter dem Schutz dieses Feuers beiderseits der Straße Ar ras — Douai einsetzender englischer Angriff brach in unserem Abwehrfeuer zusammen. Ebenso erfolglos blieben ftttwLiche Vorstöße östlich von Monchy. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An derAisne- und Champagne-Front halt das lebhafte Feuer an. Bei B r a y e erreichten wir durch Fortnahme eines französischen Grabens eine weitere Verbesserung unserer Stellung An: W i n t e rb e r g wurde ein nächtlicher Vorstoß des Feindes in zähem Handgranatcnkampf abgeschlagen. * Bei ungünstigem Wetter war die Flicgertätigkeit die letzten Tage gering. Gestern schossen wir zehn Flugzeuge ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Russisches Artillerie- und Minenfeuer zwischen Au und Düna, westlich von L uck, beiderseits der Bahn Zloczow— Tarnopol und an der Najarowka wurden lebhaft von uns erwidert. An der Mazedonischen Front hat der Feirrd nach den Mißerfolgen der letzten Tage seine Angriffe nicht wiederholt. Das Artilleriefeuer ist wieder schwächer geworden. , _ Der Erste Generalauartrermerster Ludendorfs. (WTB.) Großes Hauptquartier, 20. Mai. (Amtlich.) Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bei Ar ras hat die Kampftätigkeit wieder zugenom- men Beiderseits von Monchy griffet: die Engländer nach, kurzer heftiger Femrvorbereitung mit starken Kräften an: sie wurden restlos abgewiesen. Während der Nacht war die Artillerietätitzkeit zwischen Acheville und Queant außerodentlich lebhaft. Mit Tagesanbruch setzte in Dieter Linie starkes Trommelfeuer ein, dem südlich der Scarpc englische Angriffe folgten. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Während an der Ais ne in der Stärke des Feuers keine wesentlich'' Aenderung eingetreten ist, nimmt tn der West-Champagne die .Heftigkeit des Artilleriekampfes zu. Die von uns am 18.5. genommene Stellung bei Braye wurde gegen einen starken französischen Angriff restlos behauptet. Im Lustkampf und durch Abwehrfeuer büßte der Feind gestern acht Flugzeuge ein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Mazedonische Front. Mehrere feindliche Angriffe gegen die Höhenstellung von Krareea (östlich der Verna) wurden unter schweren Verlusten für den Feind Ä^eschlagen. Der Erste Generalguarttermeffter Ludendorff. »' » Die Abendberichte. Berlin, 19. Mai. (WTB. Amtlich.).In der Champagne nachmittags zunehmende Artillerretätigkeit. Sonst im Westen und Osten keine besonderen Ereignisse. Berlin, 20. Mai. (WTB. Amtlich.) Die heilte morgen gerneldeten Angriffe der Engländer südlich der Scarpe sind unter schweren Verlusten für den Feind iib- geschlagen. _ , r „ Bei Laffaur blieben französische Tellvorftvße erfolglos. Wie klüglich erscheint uns heute der Anteil Italiens tont ZVriege! Cs sind jetzt zn>ei Jahre seit seiner Kriegserklä- eurm verflossen, und auf den großen nationalen Rausch ist die lange Reihe der Ernüchterungen gefolgt, die man auch als die Schlachten am Jfonz-o bezeichnet, deren zehnte jetzt wieder zum Nachteil der Italiener abgeschlossen zu sein scheint. Die Js-onzjo-Gsvenz,e wird von unseren Verbündeten scharf gehütet. Sie haben jetzt nicht mehr, wie beim Beginn des italienischen Krieges, die volle Stärke der Russen im düatken sitzen, und wenn jetzt von Lonbon aus prahlerisch verkündet rvrrd, in der rtalienischen Front kämpfte die englische schlvere Artillerie entscheid^b mit, so sehen wir ja, das; die Berg kämme an dem Gvenzflüßchen noch stehen und trotz der großen „Artillerievorbereitung" die stürmenden Scharen Cadornas von de.i Höhen herabgeworfen worden jub>. Auch der ansänglrche Crholg der Italiener südllch von Dolmein, wo sie das andere Flußufer gewonnen hatten, ist ihnen wieder zunichte geworden, wie aus dem neuesten klangvollen Wiener Bericht hervorgeht. Es ist auch eigentümlich, daß bei der Erörterung der Kriegsziele Italiens kaum noch gedacht wird. Die Eroberungspolitiker in London suchen noch allenfalls die Gier Rußlands und Frankreichs wachzuerhallen, aber sie haben kein aufmunterndes Wort für den südländischen Verbündeten. Wird ihm bei der Fortsetzung des Krieges nicht angst und bange? Wenn heute der Friede geschlossen wird, dann ist über die französisch-italienische Freundschaft eine starke Abkühlung gekommen. Denn Italien hat sich bis jetzt geweigert, an anderen Fronten als den eigenen mitzukämpsen, und der französische Groll darüber wird nur mühsam zurückgehalten. Die Russen haben jetzt zu den Kriegszielen deutlicher Farbe bekannt. Die Lage wird sich vermutlich so gestalten, wie wir sie am Samstag nach der Veröffentlichung des „Vorwärts" andeuteten. Die einstweilige Regierung in Petersburg erklärt sich gegen einen Sonderfrieden und kündigt an, sie werde mit den verbündeten Mächten wegen des allgemeinen Friedens auf der bekannten Grundlage des Verzichtes auf Annexionen uick) Entschädigungen verhandeln. Daß sie das so deutlich und öffentlich ankündigt, klingt nach London und Paris wie eine düstere Drohung und wird dort sicherlich nicht mit frohem Lächeln ausgenommen werden. Was bleibt den englischen und französischen Machthabern zu tun? Lehnen sie die russische Anfrage ab, so feiert der russische Souderfriedenstrieb vielleicht doch noch ein spätes Frühlingserwachen. Langen Aufschub vertragen die Petersburger Regierenden offenbar nicht. Die neueste Veröffentlichung der russischen provisorischen Regierung verspricht uns, so darf man annehmen, wenn es auch nicht ausdrücklich darin geschrieben steht, auch die Mitteilung des Ergebnisses der Sondierung in London und Paris. Jetzt haben also die durch die ungeheuren Erfolge der deutschen U-Boote eingeschüchterten und durch. ihre verlustreich gescheiterte Offensive einigermaßen entmutigten Engländer Gelegenheit, einem Frieden ohne Triumph nachzudenken. Vielleicht setzt .Herrn Lloyd George der russische Ellbogenstoß in noch größere Verlegenheit als die deutsche Schalmei vorn 12. Dezember! Denn die tatsächlichen und entscheidenden Ereignisse blasen einen Tusch, der so ziemlich dos Ende bedeutet. Mit der rirssischen Herrlichkeit ist es aus! Zwar hat der Bauernkongreß in Rußland noch einmal be- geisterungsvolt die Mahnungen des neuen Kriegsminifters Kerenski angehört. Wer es waren noch mehr Versprechungen als Mahnungen. Die -Bauern wollen und sollen Land erhalten. Dafür soll der Kriegs minister ihre Mahnungen auf Disziplin nach der Front mitnehmen dürfen. Natürlich, dagegen war nichts einzuwenden. Beffall, Begeisterung, Umarmung, und die russischen Agrarbären scheinen sogar französischen Enthusiasmus entwickelt zu haben: sie setzten den Minister in einen Schiel und trugen ihn bis zum Kraftwagen. Aber der laute Vorgang wird in den verbündeten Ländern keine Freude entzünden. Der Bauernkongreß war ein Strohseuer: darunter sitzen die düsteren Gluten und Gefahren neuer Unzufriedenheiten und Volkserhebungen. Das bisherige Ergebnis der nun schon eine Woche ausfüllenden Kämpfe gegen unsere tapferen Jsonzo- truppen besteht für die Italiener lediglich in einer kau mzweiKilom et erim Um kreisbetragenden Erweiterung ihrer Brückenkopfftellung bei Plava. Im Flitscher- und Plöcken-Gebiet sowie an mehreren Abschnitten der Tiroler Front wuchs das Geschützfeuer beiderseits zu beträchtlicher Stärke an. In Südtirol bei Lagii und auf dem Borcola-Paß drangen unsere Erkundungsabtei- lungen in die feindlichen Stellungen ein und nahmen die Besatzungen gefangen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hö fr r, Feldmarschalleutnant. Die österreichisch-nngarischen Tagesberichte. Wien. 19. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. An einzelnen Frontabschnitten löste russische Artillerietätigkeit unser Vergeltungsfeuer ans. Italienischer Kriegsschauplatz. Der gestrige siebente Tag der 10. Iso nzo sch lacht war wieder von heftigen Kämpfen erfüllt. Südwestlich von Auzza bemühten sich die hier am linken Jsonzo-Nfcr em- genisteten Jatliener vergeblich, ihre Stellungen zu erweitern. Unsere Linien östlich des Engtales Plava-Salcano stanoen andauernd unter feindlichem Geschützfeuer aller Kaliber. Die italienische Infanterie, deren schwere Verluste unausgesetzt durch den Einsatz neuer Truppen ausgeglichen wurden, richtete in diesem Raume ihre Anstrengungen vornehmlich gegen die Höhen von Vodice, gegen die sie zu wiederholten Malen in dichten Kolonnen Sturm tief. Feder dieser Anstürme brach dank Der heldenmütigen Haltung der von ihrer Artillerie und den an: Kampfe teilnehmenden Fliegern kräftig unterstiitzten Verteidiger blutig zusamnren. Besonderes Lob gebührt den Abteilungen des Kassaer Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm II Nr. 34. den: von dem tapferen Obersten Perner geführten westgalizischen Landstunn-Fnsanierie-Regimeu.t M 32 und dem K. K Landsturm-Bataillon Nr. 40. Oestlich von Görz versuchten die Italiener neuerdings mit einem ohne Artillerievorbereitung angesetzten Massenstoß dnrchzu- dringm. Das Ergebnis dieses Versuches war kern anderes wie am Vortage. UnsereStellungen wurden ausnahmslos behauptet. Lebhaftes Geplänkel, das m diesem Abschnitt die Nacht herrschte, brachte uns 150 Gefabene ein. darunter zwei Offiziere. Unsere Flieger schossen im Lnstkampf zwei feindliche Flugzeuge ab: ein drittes wurde bei Vertojba durch Klein- gewchrfeuer l-erabgeholt. Wien. 20. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Lage unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Die 1 0. I so n zo s ch l ach t nimmt ihren Fortgang. Die italienische Infanterie verhielt sich gestern bis in die Nachmittagsstunden ziemlich untätig. Umso heftiger war — namentlich im Raume zwischen Tolmein und Görz — der Artilleriekampf. Am Nordflüge! dieses Abschnittes zwang die zusammengefaßte Wirkung unserer Geschütze den bei Auzza muh am linken Flutzuftr angeklammerten Feind, üb e r d en I s o n z o zurückzu weichen. Nach 3 Uhr nachmittags schritt bei Vodice feindliche Infanterie abermals zu einem außerordentlich starken Angriff. Es kam zu wütenden Kämpfen, aus denen schließlich nach stundenlangem Ringen Mann gegen Manu unsere Truppen als Sieger hervor gingen. Der Feind wurde im Gegenangriff unter schwersten Verlusten die Höhen hinabgeworfen. Gleicherweise scheiterte östlich von Görz ein beiderseits des Rosentales angesetzter Vorstoß der Italiener. Auf der Karschochfläche holte eine Sturmtruppe drei Offiziere und 30 Mann aus den feindlichen Verschanzungen Der Chef des Generalstabs. Englische Artillerie an der italienischen Front. London, 19. Mai. (WTB.) Meldung des Reutersckien Bureaus. Das Kriegsamt meldet: Die schwere britische Artillerie nimmt an der italienischen Offensiv« an der Juli sch en Front teil und bringt wesentliche Hilfe. Der bulgarische Bericht. Sofia, 19. Mai. (WTB.) Amtlicher .Heeresbericht vom 17. Mai. ' Mazedonische Front: An der Tscberwena Stena den ganzen Tag über heftiges Artillerie- und Minenfeuer. Gegen Einbruch der Nacht unternahm der Feind drei aufeinanderfolgende Angriffe. Beim ersten Angriff, der sehr erbittert geführt wurde, gelangten feindliche 'Truppen bis an unsere Gräben, aber sie wurden sofort durch einen Gegenangriff der bulgarischen und deutschen Truppen zurückgeworfen. Die beiden anderen Llngriffe wurden durch Artillerie-, Gewehr- und Ntaschinengewehrfeuer abgeschlagen. Der Feind erlitt blutige Verluste. Wir brachten Gefangene vom ersten afrikanischen Marsch-Regiment ein. Nördlich von Bitolia begann auf der .Höhe 1248 ein sehr heftiges Artillerie- und Minenfeuer zu früher Stunde. Gegen zehn Uhr abends unternahmen die Franzosen' einen heftigen /Angriff. In mehreren Wellen gelang es ihnen trotz unseres Vernichtungsfeuers Mi einzelnen Stellen sich unseren Gräben zu nähern, aber sie wurden von unseren tapferen Verteidigern mit dem Bajonett empfangen und nach erbitterten Nahkämpfen zurückgeworfen, wobei sie außerordentlich schwere Verluste erlitten. Wir machten 4 Offiziere imd 90 Mann vom 34. französischen Kolonial- regiment und von einer leichten Abteilung zu Gefangenen. Alle Gefangenen waren betrunken. Jrw Cernabogs» heftiges Artilleriefeuer. Feindliche Wteilungen, die während der Nackt vorgerückt waren, wurden vertrieben. Oestlich der Cecna und in der Gegend der Moglena lebhafte Artillerietätrgkert. Ziemlich, beträchtliche Jnfanterieeinl-eileu, die westlich von Bobropolje vorzurücken versuchten, rvurden durch Feuer oerstirengt. Beim Torfe Aleala mah, rvestlich des Wardar, wurden feindliche Truppen, die gegen unsere vorgeschobenen Posten Vvrzugehen vei'- suchten, durch). Feuer vertrieben. Oestlich) des Wardar spärliches Artilleriesener. Mehrere feindliche Abteilungen, die gegen die Umgebung des Ortes Resseli vorrückten, rvurden durch Feuer vertrieben. An der unteren Struma schüvache Artillerietätigkeit. Rumänische Front: Bei Tulcea zeivvellig vereinzeltes Gewehrfeuer. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 19. Mai. (WTB.) Amtlicher Heeresbericht : InPersien, östlich von Suleimanic. griff eine russische Abteilung unsere Vorposten be!i Ga ran erneut an. Im Gegenangriff taugten die Russen zurückgeworfen und eine Anzahl Waffen und Munition erbeutet. Kaukasus front: Außer Pa tro u illen untenrehm u ngen und dein üblich>en Artilleriefeucr an unserem linken Flügel keine Ge« ftchtstätigkeit. An der Sinaifront Ruhe. Die Richtlinien der neuen Regierung in Rußland. Petersburg, 19. Mai. (WTB.) Welduns der Petersburger TÄ-egrvphenag-entur. Die neu zusammengesetzte ?^? -.?Esor i s ch e Regierung hat folgere Erklärung veröffenijHcht: Tie neu zusammengesetzte und verstärkte provisorische Re- g,erung erklmc durch die Vertreter der revolutionären Demokratie, W. >re tatträfttg die Gedanken der F-reiheit, Gleichheit und -üurderkchkielt verwirNichen wird, unter denen die große russische Revolutton geboren wurde. Die Einheit der provisorischen Regierung beacht ans den folgenden Grundlagen ihrer künftige:: Dätt grell. In der auswärtigen Politik lehnt die provisorische Reg^rung in Uebercmstimmung mit dem gesamten Volke, jeden Gedanken an einen Sonderfrieden ab mrd setzt sich offen als Ziel, die Wiederherstellung eines allgemeinen r ^ e d e ns , der weder eine Beherrschung anderer Völker, noch eine Beimlagnabme ihrer nationalen Güter, noch eine gewalt- fame Aneignung von Gebieten nnd Entschädigungen auf der Grund- lage des ^elbstbeitrmmungsrechtes der Völker verlangt. In der sesten Ueberzeugung, daß der Fall der zarischen Regierung in Rußland nnd du Beseitigung der demokratische Grundsätze in der inneren nnd äußeren.Politik für die alliierten Demokratien neue ?emuhuugen für eine* dauerhaften Frieden und die Brüderlichkeit der Bolter ge?et>afsen haben, wird die provisorische Re- gierung L ch r r tterinterneh men, umein Abkommen m^t den Alliierten auf der Grundlage der Er- klarung vom 9. April vorzuber eiten. Üeberzeugt davon, daß eine Niederlage Rußlands und seiner Mliierten nicht nur eme Quelle des größten Unglücks für das Volk wäre, sondern auch den ..Wschlutz eines Weltfriedens auf der oben erwähnten Grundlage lun aus schieben oder unmöglich machen würde, glaubt rne p^visornche Regierung, daß das Revolutionsheer Rußlands f-VJI 1 ^ ten werde, daß die deutschen Truppen unsere west- ^Uliwkelt Zernichten, um sich dann aus uns mit der ganzen Aiacht ihrer Wagen zu werfen. Tie Stärkung der Grundlagen der o* r a t: n e r u n g des Heeres und die Stärkung seiner militariichen Macku sowohl der Offensive wie der Defensive werden me Wichtigsten Ausgaben der provisorischen Regierung bilden. ^:e provisorische Regierung wird entschlossen und Unbeugsam gegen die wirtschaftliche G e s e tz l o s: o ke i t des ^anoes anrampfeir. Sie wird eine planmäßige Aufsicht der Re- grerung und der sozialen Kreise über Erzeugung, Transport, Aus- raufcy und Verteilung der Erzeugnisse einrichten und wird nötigen- fatls zu nner Organisation der Erzeugung schreiten. Maßnahmen zrun völligen Schutze der Arbeit werden tveiter kraftvoll ent- wickelt iverden. o.ft Frage der Verteilung des Landes der konstituierenden Versammlung zur Regelung überlassen b-.eiben, ^re vorläufige Regierung wird die vorbereitenden Arbeiten hierzu m Angriff nehmen und alle nötigen Maßnahmen ergreifen um eine möglichst große Erzeugung der für das Land notigen Körnerfrüchte zu sichern und die Bestellung des Landes im Interesse der Volkswirtschaft und der arbeitenden Klassen zu ^1td)t, das F i n a :t z w esen aus demokra- nfcher Grundlage lang,am umzugestalten, wird die vorläufige Regierung der Stärkung der direkten Besteuerung der besitzenden Klassen Erbschaftssteuer, Besteuerung der außerordentlichen Kriegs gewinne, ^hes Besitzes usw.) ihre besondere Aufmerksamkeit zu- »vendm. -t.re Arbeiten zur Einführung und Stärkung der demo rralisa>en Organe der Selbstverwaltung werden mit aller Aus Daun- und Schnelligkeit fortgesetzt werden. Die vorläufige Regie ' rung wird außerdem alle Anstrengungen darauf richten, die ver rassung gebende Versammlung so schnell als mög Ilch nam Petersburg e i n z u b e r u sen. Indem sich die provisorische Regierung die Verwirklichung des obengenannten Programms entschlossen zuM Ziele setzt, erklärt sie entschieden, daß eure fruchtbare Arbeit nur möglich ist unter der Bedingung des vollen und unumschränkten Vertrauens in das gesamte revolu- tionarc Volk und der Möglichkeit, wirklich die volle Fülle der Gewalt auszuuben, die zur Befestigung der Eroberungen der Re- volutwn Utid ihrer späteren Entwicklung so notwendig ist. Indem fie an alle Bürger den entschlossenen nnd dringende:: 5? -rl*? 11 J^terbakung der Gewalt richtet, die von der pro- vrforischen Regierung verwirklicht worden ist, erklärt sie, daß sie zum Wohle des Vaterlandes die t a t k r ä f t i g st e n Maßnahmen gegen alle Versuche einer Gegenrevolution sorvie gegen ungesetzliche gewaltsame und anarchistische Handlungen ergreifen wird, die das Land zersetzen und den Boden für eins Gegenrevolution oorbereiten. Die provisorische Regierung glaubt, daß f:e auf diesem Wege die entschlossene Unterstützung aller haben stürzten Kaiserhauses, die zurzeit nc-ch hesangeingehalten werden, nur das aktive und nicht das passive Wahlrecht erhalten. Loslösuttgsbesirebrrrrgen der Ukraine. Kopenhagen, 19. Mai. (WTB.) „Berlingske Tidende" Petersburg: Das Blatt „Rabotschaja" warnt in einem Leitaus,atz vor den Loslösungsbestrebungen der Ukraine und schreibt: Es kommen beunruhigende Nachrichten au t tt fra * ne - drach dem Bericht lder Kommissare des Arbeiter- uni) ru urteilen, sind die föderalistischen Bestrebun gen ,ehr stark. Sie bezwecken eine vollständige Loslösung von Ruß land und die Einberufung erner unabhängigen konstituierenden Nationalversammlung der Ukraine. wird denen die Freiheit Rußland teuer ist. o*~Jr ¥ 9 * n b K Unterschriften des Ministerpräsidenten Fürsten Lwow und der anderen Minister. Pctrrsburg 2.9. ffllat. (SBSE8.) Mrldung der Peters- burger Telegrap^n-Ageiitur. Die Regierung hat die Schgsfnng A^nnterieil für Arbeit. Post und Telegraphen und für offc.itilche Hilfeleistung befohlen. Petersburg 19. Mai. (®£8.) MeLuug der Petcrs- ^irgcr Lelegravren Agentur Ter Rat der Arbeiter- und Zivlvpten Vertreter hat in seiner Vollsitzung satz. ein» stimmtg eine Ent,chlreßung angenommen, die der neuen Re gi.eruug,das Vertrauen des Rats ausspricht. Die zu dieser ^wun^: erschienenen Ncmrster waren Gegenstand lebhafter Kund- Eiu Erlaß des neuen KrregsmrnifterS. Petersburg, 19. Mai. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Der neue Kriegsminister K e r e n s- kif hat folgenden Tagesbefehl erlassen: , Das Vaterland ist in Gefahr, jeder muß sie nach seinen .Kräften abznwenden suchen .Kem Rücktrittsgesuch seitens höherer Kommandostellen, das dem Wunsche entspringt, der Verantwortlichkeit rn diesem so ernsten Augenblicke zu entgehen, tmrb von mir an- genommen. Den Deserteuren wird befohlen, bis zu dem schon Ein Aufruf WilsonS. 5.- Washington, 20. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu berschen Bureaus. Wilson erließ einen Aufruf, der die allgemeine Eintragung zmn H e e r e s d i e n ft für den 5. Juni vorsieht und u. a. sagt: Die Völker stehen heute in Waffen, aber d^e Zuruckbleibendeii, Landmann und Arbeiter, sind nicht weniger als ein Teil des Heeres in Frankreich als die Leute unter der Kriegssahne. So muß es auch bei uns sein. Wir müssen das Volk für den Krieg vorbereiten und formen. Das Volk :nuß eine zuscun- menhängende Front gegen den gcmciufamJen Feind dar stellen. Alle mühen ein Ziel verfolgen. Die Nation braucht alle Männer, aber sie braucht jeden Mann an einem Platz, wo er am besten dem Allgemeinwohl dient. Die ganze Nation muß eine Truppe sein, m der federmann die Rolle spieleti muß, die ihm am besten liegt. Kongreß hat Vorsorge getroffen, daß die Nation für den Dienst in Klaffen eingeteilt wird, um jeden Mlann aus den Platz zu stellen. Liif dem er am besten dem Allgemeinwohl bienen kann. Bern. 20. Näai. (WTB. Nichtamtlich.) „Petit Parisien bringt aus Washington eine Soirdermeldnng, wonach das Kriegs departement die Einberufung der Nationalgarde an- güvrdnet hat. Diese soll am 5. und 20. Juli nnd am 5. August ernrücken. Ferner fat das Kriegsdepartement die Beschaffung von 25 000 Pferden und Mauleseln im Werte von 100 Millionen Dollars angeordnet. Ern neuer Feind. Washington, 18. Mai. (Priv.-Del.) Das Reutersche Bureau meldet: Die Republik Honduras hat die Beziehungen zu Deutschland abgebrochen. * England nnd Sondersriedensgedanken. B e r n , 20. Mai (WTB. Nichtamtlich.) Im englischen Unter hause et (/'dt Brpoe am 14. Mai die Regierung um erne Erklärung, daß> fte fliicht beabsichtige, mit Oesterreich- Ungar::, Türkei einen Sonder- fri t den tzu schließen. Brpeo betonte dabei, daß Oesterreich inl erster Linie für den Krieg verantwortlich sei. Es habe die Serben auf des grauenhafteste behandelt. Sonar Law lehnte die Erklärung ab mit der Begründung, kein Schlag würde die Fernde^ Englands, die sich vergeblich bemühten, die Alliierten zü entzweien, schwerer tveffen, als wenn einer ihrer Bundesgenossen attrüimig gemacht würde. Seltene Auszeichnung eines Regimentskommandenrs. Berlin, 20. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kom- ^ndeur des 4. niederschlesischen Infanterie-Regiments 51, Oberstleutnant S ch w e r ck, erhielt vom Kaiser das E i ch e n - ^aub zum Orden Pour le merite. Bisher erhielten diese hohe Auszeichnung während des Krieges fast nur Armeeführer oder kommandierende Generale. Die Verleihung des Eichenlaubs zum Pour le msrite an den Kommandeur des Regiments 51 bedeutet eine Auszeichnung nicht bloß der Persönlichkeit, sondern des ganzen Regiments, welches in den letzten schiveren Kämpfen bei Arras gleitti Hervorragen- des leistete. Leider wurde der Kommandeur des Regiments an dessen Spitze schwer verwundet, so daß ihm ein Bein abgenommen werden mußte. Er befindet sich zurzeit noch im Lazarett hinter der Westfront. angekündigten rückzu kehren, bestraft. Tagendem 28. Mai, zum Heer und zur Flotte zu-- Alle, die me Anordnung übertreten, werden streng Die Partei Miljukows. Petersburg, 19. Mai. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegvaphenagenttrr. Im Taurischen Palast fand im Zimmer des Dumapräfidenten unter dem Vorsitze Rodsjankos eine private Beratung von Mitgliedern der Duma statt, bei der ^ut.chkow und Milfukow, von lebhaftem Beifall begrüßt, ihre Grunde darlegten, die sie zum Rücktritt veranlaßt haben Dre Beratung schloß mit der einstimmigen Annahnie folgender Entwstießung: Mitglieder der Duma erinnern die vorläufige Regierung in dem Augenblick m dem sie sich reorganisiert, eindringlich daran, Daß di» Grundlage ihrer auswärtigen Politik, insbAondere die ^Zrage von Krieg und Frieden, ebenso wie vorher die vollkommene irnveränderlick>e Treue gegenüber den t a v s e c e n B e i* b ü nieten Rußlands sein muß, denn die Lebensinteressen und die Ehre Rußlands find eng mit dieser Treue verbunden. London, 19. Mai. (WTB.) Die „Morning Post" berichtet aus Washrngton vom 18. Mai: Der russischen Regierung - wurde zu verstehen gegeben, daß ihr, wenn nötig, weitereKre- d r t e zur Verfügung gestellt würden, wenn siekeinenSonder- srieben schließe und das Geld ausschließlich zu militärischen! Zwecken venvcnoe. sollte Rußland ohne Zusttmmung der Alliierten und 2lmerrkas einen Frieden schließen, so würde diese finanzielle Vereinbarung sofort außer Kraft treten. Tie in Ausficht stehende Nationatversammlung. Kopenhagen, 20. Mai. ^WTB. Nichtamtlich.) „Politiken" Meldet aus P e t e r s b u r g: Ir: Reaierungskreisen herrscht die An- sfckn. dap. die verfastungsgebende Nationalversammlung ^äunens am l Oktober wird zusammentreten können. Die Borb -eitungen^ sind bereits im vollen Ganlge und werden von.' em.m Ausschuß geleitet, der von der Regierung ernannt w::rde tmb tn oem alle Parteien vertreten sind. Das aktive und passive Wahlrecht ^holten alle Bürger über 20 Jahre. Dres gilt auch für die Farmlie Romaiww, doch werden diejenigen Mttglieder des ge- seekrleg. Ein Borpoftengefccht an der ftaudrifchen Küste Berlin, 20. Mai. (WTB. Amtlich.) Am Morgen des 20. Mar kam es vor der flandrischen Küste zu einem kurzen Vorpostengefecht zwischen deutschen und französi- f ch e n Torpedobooten. Der Gogrrer erhielt mehrere Artillerietreffer. Unsere Boote kehrten ohne Verluste und Beschädigungen zurück. Der Chef des Admivalstabs der Marine. Drei russische Flugboote bei Konstantza abgcschoffen. Berlin, 19. Mai. (WTB. Amtlich) Am 18. Mai nttags erfolgte ein Angriff von d rei russischen Flugbooten auf Konstantza. Dank sofort einsetzen der Abwehr durch deutsche Soeflugzeuge und Artillerie kam nur eines dieser Flugboote bis über die Stadt und warf Bomben ab. Schaden wurde rricht angerichtet. Bei der Ver folgung des Feindes gelang es unseren Seeflug zeugen, alle drei Flugboote abznschießen. Eines davon wurde, gering beschädigt, samt seinen Insassen eingebracht, von einem weiteren die Besatzung gefangen genommen Gleichzeitig griffendentsche SeeflugLeugefeind. liche Kreuze rund Zerstörer an, die erne Beschießung der Küste von Mang alia versuchten. Auf einem Zerstörer wurden mehrere Treffer erzielt. Trotz heftigen Abwehrfeuers nnd Luftkanrpfes mit neu aufgestiegenen feindlichen Flugzeugen sind u n se re Flu g zeu ge w oh l be h al t e n zurück gekehrt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Die zunehme»tde U-Bootbeute. Berlin, 19. Mai. (WTB. Amtlich.) Nach endgültiger Feststellung sind im Monat April an Handelsschiffsraum insgesamt 1 091 000 Bruttoregistertonncn durch kriegerische Maßnahmen der Mittelmächte vernichtet worden, darunter 822 000 Brnttoregistertonnen feindlichen Schiffsraums und von diesem 664 000 Brutro- registertonnen englisch. Hiervon wurden 80000 Bruttoregistertonnen von „U 55" (Kommandant: Kapitän- leutnant Arnaulddela Periöre) während einer Unternehmung versenkt. Seit Beginn des uneingeschränkten U-Bootkricges sind insgesamt 2 772 000 B r u t to r e g i stc r to n- n e n Handelsschiffsraum inflge kriegerischer Maßnahmen der Mittelmiichte verloren gegangen. Davon waren 1 707 000 Brutto reg istertonnen englisch. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Neue Erfolge zur Sec. Berlin, 19. Mai. (WTB .Amtlich.) 1. Unsere in den Hochseen kreuzenden Torpedoboote trafen in der Nacht vom 17. znm 18. Mai einen größeren, von England kommenden, durch Zerstörer geleiteten Dampfer, versenkten ihn nnd beschädigten einen der Zerstörer durch rnehrere Mtillerietresfer. Sie kehrten darauf wohlbehalten in ihre Stützpunkte zurück. 2 . Neue U-Boo t e r f o lg e im Atlantischen Ozean und englischen Kanal: 8 Dampfer, 2 Segler, ein Fischkutter mit 2.3 00 0 Br utto r eg r ste r to n nen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich - der bewaffnete englische Dampfer „Sowwell" mit 6lD Tonnett Eisenerz nach Glasgow; die englischen Dampfer „Broom^ hrll"^ (1392 Bruttoregiftertonnen), „Helen" (1322 Brutto- reg lsterto nnen), „Derrirnore^' (485 Brutto registertonnen), die englischen Segler „Athole" u:rd „Burrowa", der englische Fijchdampfer „Kitty", von dem Kapitän und Maschinist; gefangen eingebracht wurden; der bewaffnete französische Dampfer „Nelly" (1868 Bruttoregistertonnen) mit einep Ladung Wein von Oran irach Ronen; der bewaffnete italie- „Giovannina" (3030 Bruttoregi ster to n: ten) ”^l e 0i nert nach Liverpool und ein größerer Dampfer mit Weizen nach England; ferner ein unbekannter bewaffneter Frachtdampfer. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 20. Mai. (Amtlich.) Wiederholte Versuche russischer Flieger, von Lebara aus Oesel aus die Tätigkeit intferer Borpostenboote zu stören, führten am 18. Mai zu Luftkämpfen, bei dene:: es zweien unserer Meger gelang, je ein feindliches Flugboot znm Mstttrz zu bringen.. Außerdem wurde einwaiidfrei beobachtet, daß zwei feindliche Flugzeuge sich ramniterr und senkrecht abstürzten. Eine rMrdlich der Wugstation Lebara befindliche russische militärische Anlage wurde von einem deutschen Luftschiff, als es von dort aus beschossen wurde, mit Bomben belegt. Neue U-Bootserfolge im Atlantischen Ozean: 20300 Bruttoregistertonnen. Die Ladmrg der versenkten Schiffe bestand größtenteils aus Kohlen von England und Eisenerz nach England. Der Chef des Admrralstabs der.Marine. Requirierung neutraler Schiffe durch England. L o n b o n ;19. Mai. (WTB.) Das Reutcrsche Bureau erfahrt^ daß dre britische Regierung mit Rücksicht auf den Schutz der brupchen Interessen sich das Recht Vorbehalt, neutrale Schisfe, in deren Besitz ein größerer Betrag britischen Kapitals jteckt, zu reg u i x i e r cn , da es unmöglich ist, die britischen Jnter- epen zu schützen, solange solche Schisse unbewaffnet unter neuttaler Flagge fahren. Der amerikanische Schiffsraum. Washington, 19. Mai. (WTB.) Meldung des Ren- terschen Bureaus. Der Senat hat einen Zusatzmitrag zum K^egshaushalt gebilligt, der 400MillionenDollars zur sofortigen Erwerbung einer Handelsflotte vorsieht. * M a d rid, 14. Mai. (WTB.) Verspätet eingetrossen. Funk- spruch des Vertreters des Wiener Korr. Bureaus. Nach vffizrellen m den Blättern veröffe:itlichten dJMbimoitn torpedierte am 11 4 APprl etn Unterseeboot bei Dortosa den bewaffnet en sran-' zowschen Pvstdamp fer „Medjerda", auf dem Wegs von Oran nach Port Vendres. Der Untergang des Schiffes erfolgte unerwartet und plötzlich. Die an Bord besindlick>en 450 Manu ol o nraltr uppen sind fast alle umgekommen. Vorgestern verlenkte das U-Boot nach einem kurzen Kämpft bei Tortostv den bewaffneten mgl. Dampfer „Zamvni" (6000To) mit 5000 sonnen Kohlen von New Castle arach GOrua. Der Wert des ^Schiffes wmt der Ladung wird mit drei Millionen Pesetas eingeschätzt derselben Gegend versenkte das U-Boot den griechischen Dampfer „Sephosra" mit 2000 Sonaten Schwefelsäure und 900 Tonnen Kohlen von Valencia für Frankreich bestimmt. Nach einer Erklärung des Ministerpräsidenten mutbeit zwer spanpche Zerstörer zur Beivachung der Küste -wischen Bilbao omb der französischen Grenze entsendet. In der Nähe von Cartagena ist gestern der italienische Paket- dampfet „Re Vittoria", mit gemischter Ladung von Genua, für Buenos Arres bestimmt, gestrandet. In derselben Gegend erlitt der ttaltemsche Segler „Sainte Anne" Havarien. Wegen, Maschmenhavarte lief gestern der italienische HLfskreuzer „U nt-^ b e r t o" in Begleitung von zwei italienischen Dcttnpfern in Borcs- lona ent. Eine Meldung des „ABC" zufolge, trat tu (Ban SebchUmt die Mannschaft des vor 14 Tagen von einem Unterseeboot in der Nahe der englischen Küste versenkten spanischen Mineraldantpfers „A l l u- men di" ein. Nach Alussagen der Mannschaft Lomnren in Cardift täglich ^chifsbrücknge aus aller Herren Lärüier an. Die englischen^ Zerstörer verlassen aus Furcht vor den Unterseebooten kaum noch die .Heimathafen; im Aermelkanal ist kein englisch^- Kriegsschill zu sichten. Die Wirkung des verschärften U-Boot> krteges macht sich in England so stark fühlbar, daß rn Cardift und London die Seeleute Hunger leiden. Madrid, 18. Mai. (WDB.) Meldung des Vertreters des Wiener Kvrr.-Bureans. Einer Mitteilung des ,^ntpareial" zn- folge ist neun Meilen nordöstlich von Valencia dar franzvfische Segler „Gravinoise" (270 Tonnen), nrit einer Wein- und Orangeladung von Alicante nach Marseiile unterwegs, von einem:' Unterseeboot versankt worden, ebenso südöstlich von Almeria der italienische Segler ndependerti" (183 Tonnen). .Rotterdam, 19. Mai. (WTB.) Im englischen Oberhaus« erklärte am 10. Mai Lord Meath, daß der Dampfer „Rotor ua", ein Schiff von 11140 Tonnen, am 22. März im Kanal versenkt worden ist. Der Dampfer hatte hunderttausend Stück geschlachtetes Vieh und andere Nahrungsmittel an Bord. Er landete in Plymouth 250 Passagiere und fuhr nach einem anderen Hafen, um seine Ladung M löschen. Dabei wurde er von einem deutschen Tauchboot torpediert. Rotterdam, 20iMai. (WTB. Nichtamtlich.) Nach denr „Maasbode" sind folgende Schiffe verseitkt worden: „Alu Mendi" (2104 Tonnen) aus Bilbao und „Zanoni" (3900 Tonnen) aus Lon- don. Folgende Schifte werden vermißt: „Ava" aus Glasgow, Bola" aus Liverpool und „Marie". Dmuiden, 20. Mai. (WTB. Nichtanttlick>0 Der niederländische Motorschonrr „Annetta", der nnt Stt'ickgüter nach Havre fuhr, wurde von einem derttscheit U-Boot versenkt. Der niederländische Dampfer .,Batjan" wurde auf der Heimreise von New York von einem detttsä-en U-Boot durch Schüsse angehalten. Nachdem sich heraus gestellt hatte, daß der Danrpftr sich :m freien Fahrwasser befand, durfte er seine Reise nach Dmuiden fortsetzen. K r i ft i a n i a, 20. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Wie „Trosoe- bladet" meldet, hat ein deutsches U-Boot vor zwei Wöckien einen, englischen 7000Tonnen>-Kohlendampfer im Hasen von Ällexandrolv versenkt. Das U-Boot streute Mmen im.Aiel> wasser, wodurch den russischen Wachschiffen die Verfolgung unmöglich gemacht wurde. London, 19. Mai. (WTB.) Amtliche Meldung. Am 15. Mal wurde der britische Dransportdampfer „Camero- nia" mit Truppen an Bord im östlichen Mittelmeer von einem feindlichen Unterseeboot torpediert. Ein Offizier und 128 Mann von dem Transport und zwei Offiziere und neun Mann von der Besatzung werden vermißt. Aus dem Reiche. Aufhebung des Enteignungsgesetzes in Preußen. Berlin, 19. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Ein dem Landtag zugeganqener Gesetzentwurf zur Aufhebung der Bestimmungen über die Enteig- nungsbesug nisin den östlichen Provinzen besagt: Die Paragraphen 13 bis 22 und die Artikel 1 und 10 des Gesetzes ilber die Maßnahnum zur Stärkung des Deutschtttms in den Provinzen Westpreußen und Posen vom 20. März 1908 werden aufgehoben. Die Begründung lautet: Das dem Staate in dem § 13 des Gesetzes über t»ei DüaßTmhnlen ©tfirfuijn des Deutschtunrs in 1908 verliehene Riecht/ in den Bezirken, in denen die Sicherung des geführdeterr DentschdmnA nicht nnders als durch Stärkung und Abrundung deutscher Niederlassungen mittels Ansiedelungen Möglich ersckwftrtt, hierzu die er forderlichen Grundstücke in einer Gesamtfläche von nicht mehr als 70000 Hektar im Wege der Enteignung zu erwerben, ist bisher in: Laufe von neuen Jahren nur auf Grund einmaliger Entschließung im Herbste 1912 auZgeübt worden. Äon der Enteignung wurden vier Güter von im ganzen 1655 Hektar Iketvofsen, die in den Besitz der An sied lungskmnm ission übergingen. Bon diesen Falten abgesehen, war die Wrsiede-- lungskommission bestrebt, die ihr gesetzlich obliegenden Aufgaben ohne Inanspruchnahme des Enteignungsrechtes zu erfüllen. Im ganzen besiedelte sie seit 1908, ausgenommen die beiden letzten .^Iriegsjahrc, eine Fläche von 105 671 Hektar und. schuf 8066 ländliche Stellen daraus. Mit Rücksicht hierauf erachtet cs die Staatsregierung für unbedenklich und int Hinblick auf die durch den Krieg und die Kundgebung der verbündeten Kaiser vom 5. November 1916 geschaffene politische Lage für begründet, auf die Anwendung der Enteignung nach dein Gesetz von 1905 künftig zu ver zichten und diese Gesetzesvorschrift förmlich außer Kraft zu setzen. Die Rheinregulierung. Karlsruhe, 19. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die Zweite Kammer verlwndelte l)eute über die Frage der Oberrhein-Regulierung. Der Minister dev Innern v. Bodman betonte den imügen Zusammenhang der Wasser- krastfrnge mit der Frage der Schiffbarmachung des Ober- rheins, erinnerte an die anfänglichen Widerstände, die sich in Elsaß-Lothringen gegen hie Strecke Straßbnrg-Basel erhoben haben, und bemerkte, daß der Wettbelverb zur Erlangung eines Projekts infolge des Krieges zu keinem Ergebnis führen konnte. Das Reich habe sein Interesse an dem Werk dadurch bekundet, daß es eine Studiengesellschast in Form einer G. m. b. H. vorschlug, der uebeu den Uferstaatcn airch Preußen, Bayern. Württemberg und Hessen sowie einige große Firmen angehösveu sollen. Daß sich das Mich der Sache annelstwe, sei erfreulich, doch habe die badische Regierung Bedenken gegen die. vorgeschlagene Studien- gesellscl-aft und zwar wegen der Gefahr, überstimmt zu werden. 'Den Kernpunkt seiner, des Ministers, Borschlüge bilde deshalb das Vetorecht der badischen Regierung Elsaß-Lothringen habe sich dem badischen Standpunkt im wesentlichen angeschlossen. Recht schwierig lverde die Finanzierung des Werkes sein. Airs Stadt und Land. D ießen, 21. Mai 1917. Zur KartoffclauSsaat. Vom Lebeusmittelamt wird mitgeteilt: 2Lachdem nun rroch ein Waggon Saatkartofseln aus iltorddeutschland angekvmmen isp wird die Ausgabe der Saatkartoffeln bei dem Kartoffclhändler Löbsack gegen Bezugsscheine fortgesetzt. Wir mackuni jetzt auf die schönen Kartoffelstecklingspflanzen aufmerksam, die bei den hiesigen Gärtnern Becker, Bernhard, Dönges, Gerhard, Georg, Mojer, Rivger, Schtnitz, Volk und Weber ohne Bezugsschein zum Preise vm: 4 Mark das Huirdert erhältlich sind. Nachdem irun die gestrengen Eisrnämrer glücklich vorüber sind und keine Frostgefahr mehr zu befürchten ist, so ist jetzt die Zeit zur Anpflanzung der Stecklingspflanzen gekonunen. Wer also Frühkartoffeln essen will, loemr im August die Keller leor sind und es Bezugslurten für Speisekartoffeln tricht mehr gibt, der ben.ühe diese Gelegenheit zu einen: Versuck> in seinem Gärten. Jedenfalls sollte man. sich die saatkartoffeln von dieser vorzüglichen Sorte für das Frühjahr 1918 hevLnziehen und im Herbst schon aufheben. * ** Auszeichnung. Musketier Georg Nikolai wurde Mck dem westlichen Kriegssä-arVlatz im Monat April mit der Hessischen Tapferkertsmddackle ausgezciäinvt. ** Das Wetter war gestern wieder so köstlich, wie rnan es nur vtm einen: Maiensonntage erwarten kann Ueber dem Blütenpraumen der Natur stand leuchtend und segirend die Sorrne. Wohl schien ihr uirablässiges Herniederstrahlen am frühen Nachmittage die Schwüle eines Ge- imtters herraufführen zn wollen, aber bja; legte sich ein kühler Wind ins SNittel und führte die hochgesteigerte Temperatur auf ein erträgliches Maß zurück. Wer durch Garte::, Lelo und Wald wandert und daran denkt, wie es noch an: 1. Mai, also vor knapp drei Wochen, dort aussah, dem muß das üppige Wachsen der Pflanzer: wie ein Wunder der Natur erscheinen. Das Getreide ist schon nmchtig in die Halme geschossen. Die Obstblüte ist fast sclion vorüber und zeigt reichlichen Fruchtansatz, und auf dei: Wiesen kann jetzt bald Kipn das erste Heu gemacht werden. Die Schwarzseher, die unsere ganze Ernte für verloren hielte::, werden so aufs schönste eines alleren belehrt. Ohne die scuchtwarme Treib- yanstemperatur der letzten Wochen wäre ein solch überraschender Fortschritt in der Natur allerdings auch nicht zu benfen. , ** Eine fleis'chlo se Woche? Nach Aeußerungen eines hochgestellten satirischen Staatsmannes sollte iiaii konttn eichen .Hkwbst eine fleischlose Woche bevorstel-en. Die Mitteilung ist, lute 15cm. „Berl. Lok.-Anz." auf Erkundigungen beim Kriegsernäh- rimgsamt mitgeteilt :oird, in dieser Form, unrichtig. Es ist eine lisondere Kommission gebildet »oordeit, welü>e in ganz Dentsck>- iMÄ Erlilnukgen über den Viehbestand anstelle:: lv-ird. Von deren Ergebnis loird es abhänge::, ob imd tvie lveit eine Herabsetzung- der gegenwärtig zur Verteilung gelange?ldei: Menge, dem? nur erne solche kann in Frage komme::, von: 15. August an ein treten tmrd. ** Im Lichtspielhaus Bahnliofstraße 34 ist soebcu als wcttever amtluiier deutscher Kriegsfllm „Die deirtsche Minen, suchflottcklie" elngetwffen und wird ab freute im Airfchluß cm die §rohe Sommeschlaeht oorge führt. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen. Großen- Linden, 21. Mai. Landwirt Lut zzuller. CNN Söhn des Landwirts und Wamers Lut u culler ll., wurde m de:: Kämpfen der Westfront verwundet. ^ Septeniber^ o. J s. Mst er als Grenadier in einen: Garde-R Schicke samn^elte 15 Körbe Spinat und übe, ne als Liebesgabe an ein Lazarett. — Okfrnter Bern'hard G. wann. «ezeichnel. Nach einer zweiten Verimmdung steht er jetzt bei e Dtaschinengerv'chraLcheiluug in Rumänien. Zwei Brüder von smd nil Kainpfe igefallen. — i Der Eisenbahner und Schlitze bei ei Maschinengewehr ^.udwrg Weiß wurde mit dem Eisernen K Lilsgezeichnet. Da er kürzlich vermutlich in englische Gefan ^ ,' em Kompagiiieführer die Auszeichn Ärlmden Wortm semen Ellern. Ludwig Weiß III. und F geb. Mehl, zugeschickt. Kreis Friedberg. C. Bad-Nauheim, 20. Mai. In der vorgestern ab- ltehaltenen Stadtverordn eten ver sam ml ung ivurden toliTc:tbe Beschlüsse gefaßt: Geb. Medizinalrat Proi. Dr. G r o e d e 1 errichtet zrun Andenkeil an seinei: fürs ^Vaterland gefallenen Sohn Stabsarzt Dr. Tl>oo Groedel eine Sristung in Höhe von 5?0 000 Mk. Die Zinsen des Kapitals sollen währeiid der Dauer des Krieges an zehn Bad-Nauheiincr Familien zur Verteilung kommen, die biirch den Krieg, ohne e igelt es Verschulden, in Notstand geraten imd. Z:vei Fünftel des Vermögens fallen an das Viktoria heim, Kur- und ErlwluirgShcim für Schioestern vom Roteii Kreuz in Bad-9Lauheim. als Gruirdstock zur Enoerbung eines eigeiien Heims, drei Fünftel des Verinögcns solleii als Grundstock eines städtiscl>en Volksbades dienen. — Zur Förderung der Schafzuäch bcscbli.'ßt die Versammlung, die Mitgliedschaft für die Stadt beim Ober- hesfischen Schafzüchtcrvcrein zu erwerben. — Es wird beschlossen, ver:n hiesigen Spar- und Vorschuß verein ein Darlehen von 50 000 Mk. aufzunehme::, ferner genehnligt die Versaininlung, daß Ri obeiigenmiitten: Verein 100 000 Mark städtische Gelder auf laufende Rechnung angelegt lverden. — Den: Fahrer des städtisäxn Leichenwag eil s wird mtsprech md seinem Gesuch ein 25 pro z cirtige r Teuerungszuschuß auf jederzcitigen Widerruf gewährt. — In die Veranlagungskonimission für die zweite Abteilung werden geivählt: die Herren Ph. Hartin. Heß, Jakob Klingermeicr, Georg Schnantz, Olevrg RLartür Horn. Heinr. Aug. Reichwein. Friede. Wilh. Jakobi I. — Wünsche der Versammlung nach ein ei- besseren Regelmig der Milchvcrsorgiuig sollen nach Mögliä-keit erfüllt werden. Hessen-Nassau. st.Arolsen, 30. Mai. In dem nahen Orte Udorf ereignete sich ein.trauriger lliiglücksfall. Ewige Jungen schossen dort mit einer Lustbücküe auf Spatzen, wobei ein Geschoß am Dache ab- prallte lwd einen in seiner Wohnung am Fenster sitzenden jungen Biirschen so unglücklich ii:s Auge traf, baß dieser sofort in die Rtarburger Mgelcklinik gebracht werden nrußte. Tort niußte tx'in Unglücklichen, der demnächst zun: Militär einrücken sollte, das Auge entfernt werden. — Eronberg, 20. Mai. Im Schlosse zu Blankenburg a. H. fand am Donnerstag die Taufe der Tochter des bra:msch>veigischen Herzogspaares statt. Zu Taufpaten war :rebcn zaUreichen anderen fürstlichen Verwandte:: auch Prinzessin Friedrich Kar! von Hessen geladen. Das K a i s e r p a a r ließ sich durch den Generaladjutanten Geireralobcrst von Plessen vertreten. mr. Frankfurt a.'M., 20. Mai. Da die K a r t o s s el - Zufuhren in die Stadt nahezu vollständig aufgehört haben, niußte sich der Machstrat :wt;wdnlngen entschließen, außer ^ der Gvaipenzulage den Emwohnern für je b Pfund nicht gelieferte Kartoffeln einen Brotschein zu verteilen. Gleichzeitig wird die Bürgerschaft ermähnt, mit nock-.c.ttra vorhandenen Kartoffelvorräten' sparsam nmzugc'yeu. - Ter Postneubau in Frankfurt a. M. West schreitet rüstig vonvarts und wird in ungefähr vier Wochen fertig- gestellt sein. Auch die Envütcrungsbauten an der Hauptpost gehen ihrer Vollendung entgegen, so daß die beschränkten Raum- Verhältnisse der Poswerwaltung eine wesentliche Besserung erfahren werden. Fe. A u s d e m Regier:: n g s b c z i r k Wiesbaden, den 18. Mai. In verschiedenen Gegenden des Bezirks machen sich bereits Anfänge einer weitgehenden Verunkrautung der Aecker bemerkbar. Es ist dringend erforderlich, daß rechtzeitig Schritte gegen diese Verunkrautung, vor allem gegen den schädlichen Hederich unternommen weichen. Der Hederich findet sich nicht nur in der Sommeturtg, sondern auch in der Winterung, und selbst ln den Hackfruchtfeldern. Den weitaus größten Schaden richtet er in den Haserfelden: an. Die Haferanbaufläche in: Regierungsbezirk Wiesbaden beträgt rund 200 000 Morgen. Die Hülste davon ist durch Hederich verunkrautet. Der hierdurch verursachte Minderertrag stellt sich, wenn man .pro Morgen nur eitlen Zentner rechnet, auf 100 000 Zentner Hafer. Die Hederic!>- vertilgung hat deslialb nicht nur vom wirtschaftlichen, sondern auch vom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus mit allen Mitteln einzusetzen. > Hauptversamittlung des OdenwaldklubS. Der Odenwaldklub lstelt seine, diesjährige ordentliche Hauptversammlung anl gestrigen Sonntag, den 20. Mai in Heidelberg ab. Der Vorsitzende, Oberbürgermeister Dr. G l ä s s i n g - Darmstadt, eröfstrcte die Vrrsanunlung. Die zahlreich erschienenen Mitglieder liatte:: zuineist näl dm:: Besuch der Hauptversammlung eine Frühwanderung vcrblWdeu. Oberbürgermeister Tr. Gl ässing dankte der Stadt .Heidelberg für die freu:ü)liche Aufnahlne. Nach Verlesung einer Anzahl Begrüßungstelegramine gedachte der Vorsitzende der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder und lwb insbesondere die großen Verdienste hervor, die sich der verstorbene Finanzminister Dr. Braun um den Odenwaldklub erworben hatte. — Die Verlesung der Ortsgruppenliste ergab, daß 24 Ortsgruppen ans Hesse:: uüd Baden vertreten lvaren. Der zLveste Punkt der Tagesordnung, Bericht über die vorjährige Hauptversammlung, wurde olpre Debatte erledigt. Aus dem Bericht über die Klub- tätigkeit im Jahre 1916/17, den der Vorsitzende n-ftattete, ist fol- gettdcs von Interesse: Zum Andenke:: des 25jährigeu Jubiläums des hohen Ppo- tektors, Prob her zog Ernst Ludwig, Wurde au f Veranlassung des Klubs ein mächtiger Felsblock bei^ der Wildfvaulxrns« gruppe an der st^-eimkirck^ner Höl>e mit der Jlckchrist: „Großherzog Ernst Lichwig-Steiu, dein Schutzherrn des Odenwaldklubs, zum 25jährigen Regienurgsjubiläum, 14. März 1917" versel)en. Die Berichte über die verschiedenen Ortsgruppe,:: lauten den Kriegs- Verhältnissen angen:essen, die Gruppen König i. O. und Ma:mheim- Llchwigshafen feiern in dieseln Ialire. ihren 25jährigen Bestand. Die Auflage der Mchzeitschrift „Unter der Dorslindc'" ist wähvelü) der Kriegszeit m:f jgNua 8000 Exemplare l>esckrä:lkt: gleich nach den: Krieg soll die Hecmcsgabc eines neu«: Plakats und eines groß angelegten Bckderloerkes mit crläutenldem Text erfolge::, a::ch die Beröffentlichimg eines Odenwälder Taschenliederbuches ist geplant. Ter WegebezeickMungsausschlch l>at trotz der schlvierigen Berl-ältnifle die notivendigstei: Ericeuerunas- u:ü) Instalidhaltungs- arbeiter: im ganzen Kmogiebiet di:rchgest:hrt. Die regelmäßigen Wanderungen der Ortsgruppen wurden auch während,dcr Kriegszeit mit wenigen Ausnahme:: fortges-etzt, desglcick'en die sckw: :wr ^dem Krieg ein ge führten Iugendwanderungen (in Darnistadt 70) und die Feste zu Ehren der treuesten Wandergenossen. Ueber die Tätigkeit der einzelne:: Ortsgruppen während des verflossenen Jahres ich nichäs Besvnder-es zu berichten: vielfack: wurden die Mittel der OrtsgMtPpen für die Kriegsfürsorgc zur Verfügung gestellt. Aus den: Kassenbericht ist hcrvorzuheben, daß von den OrtS- gruppen 5323 Mark Beiträge eingstrgei:; der Kassenbestaird beträgt 6633 Mark. Anschließend an den Tätigkeitsbericht sprach der Vorsitzende von Werbemitteln, mit bene:: man die Bestrebu:rgen der Klubs rveiter zü: förden: gedmikt, so ist die HevLuSgabe eines Verzeichnisses der Soinnnwfrischcn in: Odenwald geplant, ferner Abhaltung vm: Vorträgen mit Lichtbildern, die dem Klub aus Privatbesitz z:rr Verfügung stehen. Auch dem heimischen Gewerbe soll besondere Aufiuerlsamkeit geschenkt lverde::. Eine besondere Ausgabe erblickt de:' Klub auch darin, initzuhelsen au der Ueberbrückimg vor: Gegensätzen zwischen Stadt und Laich. Ms Ort der nächste:: Hauptversammümg wird Re in heim gewählt. Bei der Besprechung von Mnbangelcgerlhciten trat Professor Ki s s i n g e r - Tarn:stadt, nachdrücklick), für die Förderung von Jugendherbergen ein, wobei er besonders auf das Beispiel des Sauerländischm Gebirgs-BereinS hinwies. Eine weitgehende Unterstützung durch Ueberweisuug von Betten usw. erwartet man nach Kriegsende, insbesondere von, Roten Kreuz und der Militärverwaltung. Deine Ausführungen fanden lebhafte Unterstützung durch Oberbürgermeister Dr. Glas sing, der mitteilte. daß der ZeutralanSschuß des Klubs in seiner Sitzung am Samstag Unter- Handlungen mit dm Behörde:: nach dieser Richtung beschlossen habe. Ta weitere Anfragen mtb Anträge nicht gesteckt wurden, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Gerichtssaal. Dr. Adler zum Tode verurteilt. Wien. 19. Mai. (WTB.) Nach dm PlaidoverS des Staats- anwaltes :rnd des Verteidigers hielt der M:gekla:rte Dr Adler sein Schlußwort, taotauf der Gerichtshof sich zur Urtecksfällung zurückzog. Nach einviertelstündiger Beratung :»erkündcte der Präsident tus Urteil, wonach der 2bngeklagte wegen g e m e. inen Morde- z u u: Tode ver urteil t :mrrde. Jll der U rte i lsbeg ründil n g wird alisgefillni. daß tvr Gerichthos auf Grund des Geständnisses des Angeklagten und auf Grund der Zeugeivanssagen u::d des GwachtenS der Fakultät zu der Ueberzenguug twu der SSuüo des Auge klagtet gelangt sei. Waden Be:voggru::d zur Tat anlanae, so lwbe dm GerichtSlws die von dein Mrgcflagtcn ^genmäxdm An gab«: als richtig angenommen- Das Urteil der Fakultät ließ keine Zunft fei an der Zill-eclnmngs- fähigkeit des Angeklagte:: mrfkonunen. Das BLoaneirt der Tücke fal> der 0)erichtSl>of Ttictvt als ge gelten an, nnftl der Angeklagte keme List angewachet habe, um das Opstn- in eine besonders schwierige Lage zu bring«:. Der Verteidiger erklärte, er behalte sich Bedenkzeit vor. Der Angeklagte lxrtte angegeben, die Mordwaffe zu Osten: 1913 in Zürich gekauft zu habe,:, als er zun: ersten itfalc an ein Attentat dachte. Er erklärte, er l-abe gewußt, daß solck^e Brownings in Oesterreich verboten seim. Weiter sagte der Angeklagte aus, er habe lange an den: Tisch gesessen, bevor ec das Attentat aus- führte, lveil in der Nähe Stürgkhs eine Dam^ saß, die er hätte treffm können, und -lveil er nicht eine Unschuldige treffen nwllte. Nach Verübrmg der Tat lxrtte er nur einen Gedanken, daß er nickn von einen: Offizier mit den: Sälxck nieder gehauen würde, da :it dein anstoßenden Saale nvehl'ere Offiziere speisten. Aus dem langen Fa knltätsgutachten sei der Hinnreis hervvrzuheben. daß der Angeklagte schon als !siebenjül>riger K::abe von seinen: Vater ^u de:: Märzkulrdgebmmen mitgenvmlnen wurde, was sich seither flihrlich wiederholte, daß Zusamineustöße mit der- Polizei aus ihn groß«: Eindruck macksten, daß er mit Stolz von der Verurteilung seines Vaters sprach. Das Gutackstm erklärt: Mler ivar i:mncr mehr Theoretiker als politischer Praktiker. Er schämte sich förmlich seines Vaters, den er früher angebetet hatte.^alS JäuröS zu Kriegs- beginn erklärte, daß die österreichisck>en Sozialdeniotrateu mehr Mut in ihren Kundgebung«: gegen d«: Krieg aufbringen müßten. Spielplan des Srohh. Kurtljcaters Sad-Nauheim. Montag, 21. Mai: „Der Herr Senator". Mittwoc!:, 23. Mai: Gastspiel von Mitgl. d. Schauspielh. Franks „Eine glücklickw Ehe". Freitag, 25. Mai: Neuheit! ..Die Warschauer Zitadelle". Sa:nS- tag, 26. Mai. im König!. Kurtheater Bad Ems: Gastsp. von Mitgl. des Neuen Theaters Franks, a. M. „Abu Said". Hieraus: „Unter vier Augen". Zum Schluß: „Die Lore". Sonntag. 27. Mai: ddvi- heit! „Die Königin der Luft". Montag, 28. Mai: Neuheit! „Die verlorene Tochter". Müllcrsche Badeanstalt- M ü l l e r s ch e Badeanstalt. Wasser wärme der Lahn am 21. Mai 17° Reaumur. Letzte Nackeielften. Hilfskreuzer-Arbeit. H aa g . 21. Mai. Das mehrfach berichtete 9lmftretm ve fighting gor, lvoflrr kämpfen wir cigentlick»? Erbitterte Kämpfe am Jsonzo. Wien, 20. Mai. (WTB. Nickstauttlich.) Aus dem Kriegs- press-epuartier wird am 20. Viai abends mitgeteilt: Am Jsonzo inurde haute, um den Mönch Santo erbittert gckksinrpst- Unsere Truppen behmlptet«: fi-cgrrcidji ihre Stellungen. LebenSmittclnnruhen in Portugal. Madrid. 20. Mai. (Funkspruch des Vertreters d. W. k. k. Tel.-Korresv.--BurvauS.) D«- Korvefpoichent der „Apoca" nreldet. daß in Lissabon häustg hungrige VolkSurass«: die Bäckerläden ge- stilnnt hätt«:. Nur dllrch «:ergisck>es Eingreifen voi: Polizisten und Truppen, die von bei: Waffen Gebrauch machten, l)al>' die Ordnung uftederhergestellt lverden kärmen. "Ael-ickickw Szen«: hatten sich in der Provinz zngetragen. jedock> nicht nur 9eb«:smittel, sondern viele andere Artikel fehlten Mich. Die durrch den unbeschränkte:: U-Bootkrieg in Portugal gesckwff«re Lage sei höchst hmnruhigend und biete ein«: düster:: Ausblick il: die Zukunft. Zu verkaufen 3026 «deutscher *J*UU|i« Rieseuscheck', Sammler Schanzcnstroßc 12. 1 lein. 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In tiefster Trauer: Heinrich von Knobelsdorff, Oberstleutnant z. D. und Kommandeur des Landw.-Bcz. Gießen, Ursula von Knobelsdorff, geh. von Manteuffel, Otto von Knobelsdorff, Hauptmann b. Gen.-Stab einer Division, im Felde, Sibylle von Knobelsdorff, Dietrich von Knobelsdorff, Leutnant und Adjutant, im Felde, onn AIil von Knobelsdorff, geh. Freiin von Korff-Schmising. Bfi Am 6. April fiel mein lieber Mann, unser guter Vater, mein zweiter, für das Vaterland gestorbene Sohn, unser treuer Bruder und Schwager Gefr. Ludwig Römer Wehrmarin im Infanterie-Regiment 88. Katharine Römer, geb. Möbus Emil, Otto und Ludwig Römer Anna Marie Römer, geb. Ruppel Rudolf Römer, Lazarettinspektor i. F., u. Frau Karl Römer und Frau. Ettingshausen, Post Grünberg i. Hessen, den 21. Mai 1917. Die Trauerfeier findet am 28. Mai, nachmittags 4 Uhr, in der Kirche zu Ettingshausen statt" *1007 Tieferschüttert bringen wir hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzvolle Nachricht, daß unser herzensguter treugeliebter Sohn, Bruder, Enkel, Neffe und Pate Schütze Wilhelm Erb 3. Masch.-Qew.-Komp. Kaiser Franz-Garde-Regt. 2 bu den letzten schweren Kämpfen im 21. Lebensjahre sein junges Leben lassen mußte. Er starb an schwerer Kopfwunde am 11 Mai im Feldlazarett. ln tiefstem Schmerz: Peter Erb VS. als Vater ' . Katharine Erb geb. Pfeiff als Mutter Heinrich Erb als Bruder Johannes Erb als Großvater. Geilshausen, Odenhausen, am 18, Mai 1917. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 10LSV Statt Karten. Heute mittag verschied sanft unsere liebe Mutter, Groß- mutter, Schwägerin und Tante Frau Wiiheimine Zimmermann geb. Frank Witwe des Grösst. Landgerichts-Assessors Dr. Heim-icii ZimmermaBa im Alter von 80 Jahren. Luise Kolb, geb. Zimmermann Friedrich Zimmermann, Gr. Oberamtsrichter r^«i u __^ Zu schnell traf uns die schwere Kunde: Gestorben feist du junger Held; Vor’m Feinde mußtest du verbluten, In fernem, fremdem Feld. Gottließ dich deinem Vater folgen, Nun steht die Mutter ganz allem. Tröstet sich mit den zwei Kindern, I)ie noch bei ihr können sein. Nun ruhe sanft du treues Herz, Du hast den Frieden, wir den _ . . Schmerz. Dort m jenen lichten Iiöh’n Werden wir uns vereint einst u iederseh’n. Fritz Kolb, Gr. Oberamtsrichter Meüne Zimmermann, geb. Nies und fünf Enkel. Gießen, Michelstadt, Laubach, den 20. Mai 1917. 4030 m Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzlic.ie Nachricht, daß nun auch mein herzensguter, lieber, unvergeßlicher Sohn, unser innigstgeliebter, treuer Bruder Grenadier Rudolf Römer am 5. Mai im blühenden Alter von 18 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Margarete Römer Wwe. Hermann Römer Minna Römer. Langd, den 17. Mai 1917. 4 yj, Die Beerdigung findet Mittwoch, den 23. Mai 1917, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt! Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen. m Alig. Boatseb. FraueDfereiB 1 Ortsgruvve ©tcfecK* | Auskunftstelle ! für Krauenberuse. f 1 )tauen u. Mädchen er* 4 batten unentgeltlich Rar ü und Auskunft für alle 2 Berufe im alten Rathaus, 3 Marktplatz 14, Dienstag ; abends von 7 bis L Uhr, m Gun und Stahlblech, inoxidiert und emailliert, kauft man billigst bei Wilhelm Höft, Neuen Baue 10. FshrlriKnzk» j übernimmt 4009 . Ca«*( Hass |p . 5 frankfurter Strafte 59 . Den Heldentod fürs Vaterland starb am 29. April ds. IS. unser lieber Sangesbruder mm Wir haben in ihm einen der tüchtigsten Sänger und einen lieben freund verloren. Sein Andenken lebt bei uns unvergetzlich fort. Ramscher ßefanauerein Kietze«. Gieften, den 19. Mat 1917. 4011 Unsere liebe Mutter, Grohmutter und Lame Statt Mhellllilik ÄmlaWiV. wurde am 19. dS. Mts. durch einen sanften Tod von ihrem Leiden erlöst. Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N. Familie Gerlicher. Gieften, den 21. Mai 1917. 03131 Beerdigung Dienstag vormittag 11 Uhr auf dem Neuen. Friedhof. Todes-Anzeige. Am Sonntag, den 20. Mai nachmittags um 2 Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden mein lieber Gatte, unser lieber treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel F j iedrich Franz, Schaffner im 58. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Friedrich Franz nebst Angehörigen. Lützellinden, Klein-Linden, den 2L Mai 1917. 4033 Die Beerdigung findet Dienstag, den22. Mai nachraitt ags 2 Uhr statt. WWW Danksagung. jr/ Am 12. Mat fiel auf dem Felde der Ehre unser Mitglied Für die überaus Zahlreichen Beweise inniger Teilnahme während der Krankheit und beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, des Gefreiter im Jnfanterie-Regt. 135 im Alter von 23 Jahren. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Irr iBtBBfteia SonSorf. Londorf, den 21. Mat 1917. 4013D . SJotier mm Füsiliers Karl Müller für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Hartmann, für die liebevolle Pflege der Schwester, das ehrende Geleit der Eisenbahner, sowie allen, welche ihm das letzte Geleite gaben, für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unfern herzlichsten Dank. In tiefer Trauer: Farrrilie Heinrich Müller Wwe. Alten-Bvseck, den 21. Mat 1917. 03127 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen Frau Marie Stammler geil Bücking sagt den herzlichsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Professor Gusiav Stammler. Darmstadt, den 21. Mai 1917, oosn Für die erwiesene Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, iffl Schwiegervaters und Großvaters Herrn Heinrich Ludwig sagen herzlichen Dank 1021 Mt trauernden Hinterbliebenen. Lich, Hungen, den 19. Mai 1917. Männer-Turnverein. Unser regelmäßiger Turnbetrieb unter Leitung des Gauturnwarts Will findet von jetzt an wieder Dienstags und Freitags abends m der Turnballe der Qberreal- schule statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. 3909c Der Borstand. Psingstverkehr. Vftngstreisen und Ausflüge müssen in diesem Jahre .lmerbleiben, weil die Lokomotiven und Wagen für Zwecke des Heeres, der Kriegswirtschaft und BolkSernahrung gebraucht werden. Sonderzüge für den AuöflugSverkehr werden nicht ge^ fahren. Mit Zurückbleiben beimNeiseantritt oder unterwegs ist daher zu rechnen. Die Eisenbahn benutze nur, wer not- gedrungen reisen muh. :iU441 Königliche Eisenbabudirektiv,, Frankfurt (Main).