Ht„ M Ter ÄRJctfltI erscheint täglich, außer Sonntag«. - Beilagen: Oießener ^amillenblättrr; Nreirblait für den Ureis Bietzen. vezugspreiz: monatl. 90 Pf., viertel- iährl. Mk. 2.65: durch Abholr- u. Zweigstellen monatl. 60 Ps.: durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellq. Fernsprech - Anschlüsse: lür die Schristleitunq 1 I 2 Verlag,Geschcütsstellebl Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Eiehen. Sch« »>a« ltzr. Mrgang poflfcheSkonta: Zrankfvrt a.M. tX6S6 ?®UUttgsninö6ru(f n.Verlag: vrühi'sche Univ.-Such- u. Steindrucktrei «.Lange. SchrWeftung, Geschäftsstelle ü.vruikerei: 8chulftr.7. Samstag, \ 9 . mal MI Annahme von Anzeigen l. die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher Zri!enp?e!r, f. Anzeigen: örtlich 20 Pi., Ber» mietungen u. Stellage-' suche 15Pf., auswärts! 25 Pf., b. Platzvorfchllst 30 Pf., Reklamen 7b Pi^ bei Platzvorschrift SO Pst Hauptschriftleiter: Aug.^ Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: A"a. Goetz, Stadt und La>.^, Vermischtes richtssaal: Fc. R. Zenz., Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. venrlverlrhr: Hewerbeban? Gießen DieStimmungderenglifchenund französischen Soldaten. Berlin, 18. Mai. (WTB.) Die Stimmung der englischen und französischen Soldaten ist infolge der ungeheuren Verluste und der mangelhaften Führrmg, über die alle Leute in höchstem Mißmut klagen, unter den Nullpunkt gesunken. Gefangene des st7. französischen Jägerbataillons berichten, daß bei der Angriffsgruppe am 5. Mai ein unglaubliches Durcheinander geherrscht und -jegliche Führung gefehlt habe. Auch bei den am Chemin des Dames eingebrachten Gefangenen des 67. Infanterie- Regiments und den bei Beanlne gefangenen Mannschaften der Regimenter 37 und 79 war die Stimmung sehr schlecht. Me Lenlcwaren gegen ihre Führer heftig aufgebracht, Mannschaften des Infanterie-Regiments 37 erzählen, daß sie sich geweigert hätten, anzugreifen, da das iVorgelände für die deutschen Maschinengewehre zu günstig sei. Mit Ausnahme eines Kompagnieführers waren alle Offiziere mft dieser Gehorsamsverweigerung einver- standen. Die Revolution in Rußland. Eine neue Erklärung der vorläufigen Regierung. Petersburg, 16. Mai. (WTB.) Meldung der Peters burger TelegrapHeu-Agentur. Uur 8 Uhr fand eine Sitzung der vorläufigen Regierung, des ausführenden Dunra-Ausschusses llnd von Vertretern des Soldaten- und Arbeiterrats statt, in deren Verlauf Ministerpräsident Fürst Lwow sagte: Die angekündigte Regierungserklärung enthält eine Reihe von Bedingungen und Forderungen, deren Annahme die Regierung als durchaus notwendig für den Erfolg ihrer Arbeit betrachtet. Die .vauptbedingung ist die Notwendigkeit der Ausarbeitung einer entschiedenen Erklärung seitens des Soldaten- und Arbeiterausschnsfes, in welcher ex der vorläufigen Regierung sein volles Vertrauen ausspricht. Der Entwarf der Regierungserklärung enthält acht Punkte. Die Erklärung achtel streng die Grundsätze eines Friedens ohn< An ne xio neu und En tschäd igun ge n auf der Grunde läge des Rechtes der Völker, frei über rhr zukünftiges Geschick zu entscheiden, und betont, daß eine Niederlage Rußlands und seiner Verbündeten die Quelle des größten natio- kralen Unglücks sein würde. Infolgedessen hat die Regierung das feste Vertrauen, daß die revolutionäre russische Armee den Sieg der Deutschen Über die Verbündeten nicht;ulassen werde. Außerdem spricht die Regierung in der Erklärung den festen Entschluß aus. gegen die wirtschaftliche Verwirrung nicht nur mittäs der Aufsicht, sondern auch durch die O rga ni s a tio n d er E r- zenguug zu kämpfen. Die Regierung wnck> atbe Maßregeln ergreifen, um die Ausnutzung des Bodens Kr regeln, wobei sie die Frage des Grundbesitzes offen läßt, die von der konstituierenden Versammlung geregelt werden soll. Fürst Lwow erklärte, der Entwurf der Erklärung habe den Charakter eines Ultimatums, und er bestand darauf, daß er in seinem ganzen Umfang angenommen werden müsse. Im Laufe der Nachtsitzung wurde die Frage der Verteilung der Ministerstellen des neuen Kabinetts erörtert. Es wurde beschlossen, dem nationalen Sozialisten S k o b e - lew das Arbeitsministerium, dem bisheri^nFinanzminister Terestschenko das MinisteriuwdesAeußern unL dem Justizminister Kerenskij das Ministerium des Kriegs und der Marine anzuvertranen. Als ftriht« schenswert wird der Eintritt Tseretellis und. des Professors Kokouschkin in die vorläufige Regierung bezeichnet, die letzt- genanirten als Minister zur Vorbereitiing der konstituierenden Versammlung. Ferner wurde der Plan gefaßt, ein Miuisterinin der sozialen Bürgschaft zu schaffen, das einem Vertreter tvft Partei der nationalen Freiheit anvertraut werden soll. Die Erklärung wurde am Ende der Sitzung unterzeichnet. Da- neue russische Ministerium. Petersburg, 18. Mai. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Die Reaieruug und die demokratischen Parteien einigten sich über'die Verteilung der M i ir i st e r p o st e n wie folgt: Fürst L w o w. Ministerpräsident und Minister des Innern, Terestschenko, Auswärtiges; Konowalow, Handel und Industrie ; Modnew, Staatskontrolleur: Sozialist S ko be - lew, Bdpräsideut des Rates der Arbeiter und Soldatenvertreter, Arbeitsminister; Rechtsanwalt Perewerzew, Justiz; Sozialist T s ch e r n o, Ackerbau: K e r e n s k i i, Krieg und Marine; Schiugarew, Finanzen; Tserekelt i, Post und Telegraph: Nekrasow, Verkehr, und Mauuilow, öffentlicher Unterricht. Außerdem wurden Professor Grimm und Fürst Sch a k o w s k o v , der Selre tär der ersten Duma, als Kandidaten für das Ministerium für die die konstituierende Versammlung betreffenden Angelegenheiten und für das Ministerium der öffentlichen Hilfeleistung ausgestellt. (WTB.) Großes Hauptquartier. 18. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprinzRupprecht. An der Ar ras-Front nahm das Artilleriefeuer beiderseits der Scarpe wieder zu. Ein nach Mitternacht an der Straße Gavrelle-Fresnes vordrechender englischer Angriff nnirde im Nahkampf abgewiesen. Die Trümmerstatte des ehemaligen Dorfes Bullccourt ist befehlsgemäß ohne Einwirkung durch den Feind geräumt worden, der sich erst 24 Stunden später dort fcsrsctzte. HeeresgrnppeDcut scher Kronprinz. Auch an der Aisne- und Champagne-Front wurde mit zunehmender Sicht die Tätigkeit der Artillerie wieder lebhafter, besonders auf den Höhen des Chemin des DLmes und bei Prosnes. Dieser Feuersteigerung folgende Teilangriffc der Franzosen bei Braye, nördlich non Crao- nelle und bei Craonne wurden sämtlich abgeschlagen. Ebenso dlicd nördlich von Sapigneul ein erneuter Vorstoß des Fein des gegen die .Höhe 108 erfolglos. Oestlich der La Royere -Ferme stürmten zwei aus Berlinern und Brandenburgern bestehende Kompagnien einen von Franzosen in den Kämpfen am 5. Mai besetzten Graben und nahmen dir aus über 150 Mann bestehende Besatzung gefangen. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Abgesehen von stellenweise auflebender Fcucrtätigkeit kein Ereignis von Bedeutung. Mazedonische Front. Jm Cernabogen erlitt der Feind gestern eine neue Schlappe. Nach sechstägigrr Artillerievorbereitung beiderseits von Makowv einsetzende starke Angriffe wurden restlos aögewiefen. Von den am Kampfe beteiligten deutschen Truppen haben sich besonders oftpreußische und schlesische Bataillone sowie Gardeschützen ausgezeichnet. Der Erste Generalquartiermeister Lndendorff. Die Abendberichte. Berlin, 18. Mai, abends. (MTV. Amtlich.) Im Westen nur vereinzelt Lebhaftere Gefechtstätigkeit. Wien, 18. Mai. (WTB.) Aus dem Kricgspressequar- tier wird vom 18. Mai abends gemeldet: Im Frontabschnitt Plava-Wippachtal wurde auch heute erbittert ge- kärnpst. Der Feind vermochte nirgcndSeincn Erfolg zu erzielen. * * * Die Lage irt Rußland ist vorläufig wieder einmal „ge- ÜäxY'. Es ist ein neu^s Kabinett gebildet worden, irr dem der Rat der Soldaten und Arbeiter vertreten und in dem cot die Stelle Miljukvws, des Ministers des Auswärtigen, ein jünger Demokrat namens Terestschenko (bisher Finanz- Nrftrister) getreten ist. Eine neue „Erklärung" ist unter- tz-eichsnet worden, und nachdem noch vor zwei Tagen gemeldet worden war, die provisorische Regierung lasse sich auf die Formel des annexionslosen und entschädigungslosen Friedens nicht ein, hat der Soldaten- und Ärbeiterrat in diesem Punkte dennoch seinen Willen durchgesetzt. Freilich fügt die neue Erklärung hinzu, es gelte zu verhindern, daß der Feind Rußland und seine Verbündeten besiege. Es kocht und brodelt also in dem russischen Kessel weiter, und cs muß sich zeigen, welche Bestandteile darin sich zuletzt durchsetzen. Auch die Kommandierenden Generale waren in den Petersburger A tzung en gehört worden; t^urko uied Brussilow zogen ihre Rucktrrtts ge suche zurück. Wir brauchen in Deutschland nicht ungeduldig zu werden. Auch das neue Petersburger Ministerium rechnet mit kurzen Fristen, jeder Tag kann wieder einen Umsturz bcirrgen. Nicht nur die politischen Tendenzen gehen durcheinander, sondern der gährende Zu- staiid des Wirtschafts- und Verkehrsleberrs des großen Reiches trägt alle Gefahren neuer Katastvophelr in sich. Die :Noglichkeit, daß Rußland eines Tages einen Sonderfrieden schließen muß, wächst täglich. Der Arbeiterund Soldateurat hat freilich den bekannten Aufturf gegen einen Sonderfrieden erlassen. Aber da ihn nicht nur die internationale sozialistische (üedankemoelt zur Macht gefiihrt lM, sont^rir vielmehr die drängende Not des Landes, so t^^den diese Grundsätze, deren Hervorhebung den Leuten um Tscheidse aus dem anderen Lager aufgedrängt werden, vielleicht kurze Beine haben. Viel beftciüdlicher ist es, daß das öauptorgan der deutschen SozialdenMkratie, der „Vorwärts", jetzt mit allen Krä f ten an diesein Mageii der Engländer und Engläitdergenossen nritschiebt! 9tür kein Sonderfriede, so sagt Scheidemann! Der läge zwar im Vorttche Deutschlands, aber nicht in dem der Internationale, de'r Partei! Das Blatt neimt den Kanzler in einem Artikel vom Freitag wiederholl spöttisch den „überaus vorsichtigen ÜXTmt v. Bethincrmth und wendet sich eiferrrd gegen ihn: „Herr Terestscheuko, der Nachfolger Miljulows im Ätlswär- tigerr Arrüe, kann heute bei gleicher Vorsicht kaum sagen, es scher ne, als ob Herr v. Bethmann Hollweg gewaltsame Eroberungen ablehnc. Geben wir ruhig zu, daß einem ausländischen Beobachter die Politik der beut^dyen Regierung nicht als ganz unverdächtig erscheinen karrn." Wie die Juternationale zu siegen gedenkt, das deutet der „Vorwärts" mit folgendeu Sätzen an: „Der ruffische Arbeiter- und Soldateurat führt eine klare und deutliche Sprache, die man durch das Schallrohr des umgebildeten Kabinetts bald in London und Paris, wie in Berlin und Wien vernehmen wird. Binnen kürzester Zeit können alle Regietun-- gen, feindliche und verbündete, vor die Frage gestellt sein,^ob sie zu einem allgemeinen Frieden ohne Annexionen und Entschadi- gungeir auf Grundlage des Selbstbesrimmungsrechts der Völker bereit sind. Auf diese Frage gibt es keine ausweichende Antwort mehr, sondern nur ein klares Ja oder Nein." Warten wir doch eiimral ab, ob der Soldatear- und Ar- beitervcrt wirklich das Fragewort an alle Regierungen posaunen lvird. Bisher hat er doch nur widerspruchsvolle Entschließungen verüsfeutlicht. Die eigenen Bundesgenossen, die Herren Tscheidse und Genossen zunächst doch noch näher stehen, müssen zuerst ja oder rvein sagen. Dann hat der „sehr vorsichtige Herr v. Bethmann" immer noch Zeit und Gelegenheit, mit großer Vorsicht die Antwort zu erteilen. ^ Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 18. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: O e st l i ch e r u n d südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts zu melden. Italienischer Kriegsschauplatz. Die I so nzo-Sck l acht dauert au. Die Höhe von Kuk. südöstliÄ von Plava. wurde gesterir früh nach zweitägigen wechfrlvollen und mit größter Erbitterung geführten Kämpfen »nffgegehen. Unsere Truppen setzten sich einige hundert Met-cr östlich des Berges fest. Im Gebiet von Görz herrschte tagsüber auffallende Ruhe. Nach Einbruch der Dunkelheit stürmte der Feind, auf jede Arlillrinevorbereitung verzichtend, plötzlich in dichten Massen aus seinen Gräben hervor. Alle seine Anstrengungen. in unseren Linien Fuß zu fassen, scheiterten an der kaltblütigen Abwehr unserer braven Truppen. Heute früh unternahm der Feind einen starken Vorstoß gegen den Monte Santo. Die Verteidigung warf ihn im Nahkampf hinab. Seit Beginn der Jnfanterieschlacht ffchrten wir über 3000 Gefangene zurück. Im Flitscher- und im Plöckengebiet sowie in Südtirol steigerten die Italiener ihr Geschützfeuer. Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. H ö f e r. Feldmarschalleutnant. Die Uämpfe im westeil. Berlin, 18. Mai. (WTB.) Bei Regeirwetter und scUychtter Sicht wvr die Kampftätigkeit am Vormittag des 17. Mai gering und nahm erst am "Nachmittag mit aufhellender Sicht zu. Gegen Abend des 17. steigert« sich bei Ar ras das Artilleriefeuer g-egen die Front Acheoille — Gavrelle zn größter Heftigkeit, um in ^der Nacht zuni 18. Mai um 1 Uhr 30 zum Trommelfeuer cmzuschaoelleii. Anschlieftcude Angriffe beiderseits der Straße Gaorelle—Fresnes ivurden, wie genreldet, teils im Abwehrfeuer, teils im Nahkampf abgewiesen. Die Rmrnvmg von Bulle- coiict vollzog sich gemäß einem bereits vor Tagen gefaßten Entschluß in bet Nacht vom 16. zum .17. Mai ohne jede Störung cmrch den Gegner, nachdem der letzte englische Angriff am 16. Mai verlustreich für den Angreifer abgeschlagen worden lvar. Tie Aufgabe des zerstörten Dorfes konnte um so leichter erfolgen^ als es sich um einen vorgesäpbenen Posten des tiefgegliederten Stellungssystems handelte, der seirre Mfgabe, die erste Wucht des englischen Stoßes zu brochcir, mehr als erftkllt hatte. An der Aisne -Front wicrden die erfolgreichen deutschen Vorstöße fortgesetzt. In der Nacht zum 17. Mai gelang ein kühner Vorstoß, der melxrere Kom-iaguien eines aus Berlinern und Bvandenlvlrgern bestehenden Regiments bis an den Süd «mb einer Sclilncht 700 Meter östlich vmc La Royere-Fernre vorbraclüte, wo sie sich festsetzten. Außer 157 Gefangenen, dar,enter 3 Offizieren, lvurden 5 Maschinen- imd Schnelladegewehre als Beute eingebmcht. Dieser Vorstoß ist die dritte ersolgreiä)e llnter- rcebmnng des Regiments ümerhalb von zn»ei Tagen, was einen Rückschluß aus den nngebroä»enen Angriffsgeist der deutschen Truppen erlaubt. Tie Beicte aus dem Vorstoß m der Gegend Vaupaillon—Laff-cnix erhöhte sich auf 17 Maschinen- und 9 Schnellladegewehre. Durch die deutschen Unternehmungen der letzten Tage l>aben die Frairzvsen allein an der Aisneftont an 61efangenen Nicht Weniger als 735 Mann erugebüßt. Außerdein erlitten sie außer- ordentsich schoere Verluste, vor allem bei ihren vielfach mißglückten und blutig abgewiesenen Gegenangriffe:,. 8 Uhr abends erfolgte an der ganzen Aisnefront ein Feuerübersall, stellenweise in .Tronnnelfeuerstärke. Bcrfchiedene m,schließende französische Arr- griffe zwischen 9 und 11 Uhr abends wurden sämtlich durch Feuer und Handgramiten abgewiesen. Teilweise kamen sie im deutschen Feuer überhricpt nicht zirr Entwicklung. Jv der Westchampagne lag auf den deutschen Höhenstelkungen schweres Artillerie- und Minenfeuer aller Kalüirr. Um 8 Ühr abends wurde starcke Besetzung der frmczösiscknen Gräben aus dem Cor,rillet erkannt irnd Vernichttkngsfener daraufgelegt. Unter Ixr Wirkung des deutschen Feuers kam es lediglich zum Borftihlen von Posten, die überall abgeiviesen svurden. Terestschenko. Der neue stpinister des Auswärtigen, T ere st s ch e „ k o ist 32 Jahre alt. Er besitzt, so schreibt die Frkft. Ztg.. in IlkramL, hani'tsäMch bei Kiew, große Zuckerfabriken, bei Chm'on große Salzlverke und gilt als einer der veichs'ten Gnmdlvsitzer Rußlands. Er^ spricht dvlttsch, französisch und englisch gerran so fl ressend npe russisch und kennt die Verhältnffse DeutsMaick» Misgezeic.met. Er studierte 1906 bis 1909 in Leipzig bei Karl Bückv, lpglional-- ökonomie irnd hielt doll ein gastfteies Haus. Dann trat er in den russischen Hofdienst ein und war kurz vor den, Kriege mit der Leitung der Geschäfte des kaiserlichen Ballettkorps betraut. Ei'? Deutschenfeirw ist er nicht, da er deutsches Wesen zu gut leimt und auch zu sehr Kosmopolit ist. Eine Zusammenkunft der Generäle. dQfei, 18. Mai. Havas meldet aus Paris: Die Gene- «le Älexejew, Drag omirow, Gur ko und Brussi- w trafen in Petersburg zu einer Besprecharng der ^ 03 * ein. feie gaben Ausschluß über die Lage der Armee Uiw erklärten, die Bildung eines Koalitionsministc- rlums sei unerläßlich. Dieses werbe durch eine energische ATtton zur Wiederherstellung der Disziplin und des Kampf Serltes der Armee beitragen. Sie erklärten weiter, die Ernennung Kerenski js zum Kriogsminister werbe van der Armee sehr günstig ausgenommen werden und große Begeisterung Hervarrusen, iveil Kerenskij sich unter' den Sol- einer graßen Beliebtheit erfreue. Die Frage des Atucktvrrts der Generäle Brusfilow und Gurko wurde durch dre Zurückziehurrg der Demission erledigt. Ter Baucrnkougreß. Petersburg, 1?. Mai. lWTB.) Meldung der Peters- vnrger L eieyraphenagentur. Im Volkslxruse in Petersburg fand die Eröffnungssitzung des Kongresses der Bauernabgeordneten ganz Rußlands statt. Es nahmen 2000 Personen reu, darunter -> 0 ! ^lbgeorüuete. Maslow besprach in seiner Er- lung der amtliäEir anrmLmijchen Ernkanfsstellen machen, um zu dem gleichen Preise wie die Vereinigten Staaten beziehen zu können. omunioöietc dre Angaben des Kongresses: 1. dü Festftrttuuq der Memuug der Bauernttafte, 2. die Siotwendigkeit für alle, nicht nur d« errungenen :)techte, sondern auch die zu erfüllender! Pflichten im Auge tzn behalten, 3 die Wahrung der Interessen der Bauernklassc, Wahrung aller Interessen eines freien' Landes und seiner ruhmrertbeu Zukunft. Breschkovska, dem der Ehrenvorsitz cmgettagen^ wurde, hob in seiner Rede die Notwendigkeit des jS£j W u ■an der Front hervor, das allein den Frieden nützer bringen könne. Ter französische Munitionsmimster ^yomas, der eoeufalls cm der Sifcung teilnahm, begrüßte den rwngrek; namens der französischen Bauern. Ter LandwirtschastS- in«uster ^'v s ch > u g a rew brachte die Hoffnung zum Ausbruch, Daß »olf, das leme feöhue zur Verteidigung des Battrtandes rMfenoe. werde dein Lande Brot und d.ltunition nicht oorenthalten, ^ unmöglich ist, Krieg zu führen und Frieden zu Berliner Preffestimmeu über die Ereignisse in Petersburg. Notiz davon, daß Herve schreibt. tmij uToiü tabc Lehen müssen, Iwrit er von den Sozialisten s^^chdigr wurde, iwn der englisch-amerikanischen Finanz erkauft , r ^russische Ministerium bedeutet, wie der „L.-A." - faPoMt, emeii Liegdcr im Arbeiter - und Soldatenrat vertretenen Gvchpen. ^Tie ^ Ausnahme des deutsch-feindlicher! und nationa- Iimmien feozialnten Ptechanow habe augenscheinlich den Zweck ,,-eM Eigengewicht gegen die ausgesprochenen Friede-,isneinungen der föabeazn fozmmttscheu Mürister zu schaffen. ^^Im "Be-l Tgbl." heißt es: Sehr klug ist es, daß Tscheidse SÄ* 7*w Regierung emtvat, ländern das Präsidium deS ) Whf?V^ n n .^E^llmrates beibehält, um hier seinen ganzen :EVtchmß zur Nntentntzrmg des neuen Kabinetts geltend zu machen .. ..Germania" sagt: Borläufig l>ewegt sich die Umwälzung m Rußland ,roar immer werter nach links. Es entspricht der bis? 2 * fr Evolution, daß eine gan^' Anzahl von «! butwetzer womnllrg oder gezwungen abcaithr. Die ^ l , l!UC )*** * 441 fe tunte f 5 if k legsratc s des Reiches teilgerwmmen. Sie «Cflierung »Ht .Verfügung stehenden Informationen & ' f den Mitgliedern der englischen Regierung voll- NWdlg glerchgestcllt. Die «mgehendcn Erörterungen aller Lebens- ^ mglrsck^n ReickisPolitik führten zu einer wichtigen L n « l rr UI r L -' ^ uns befähigen wird, den Krieg mit gc- 9^ Vt Sir- ru führen, die von größtem rv -ft 'O^rt der FrredensvcuHandlungen sein werden. Ter wische Eerst und die neuen Gesi.chtspunkte, die die Kollegen der JlegimnTg von der Ucbersee in die schwebenden Fragen gebracht ^effiCTimg.cuie außerordentlich wertvolle Hilfe. Mit Zuversicht kann die Regierung seststellen, daß der Versuch ein oollkommener Erfolg war Das Kriegskabinett ist einig in der Au- ’ sprachen fahrlich oder öfter, falls die dringende ^Rotwendlgkeit hierfür vorliegt, stattsinden sollen. Das Kriegs- jravinetl des RKiches wird aus dein englischen Premier- innnmer, eenicmgen nuner Kollegen, die mit den allgemeinen Reichs- t^ieqenhetten. befaßt sind, sowie aus den Premierministern dev -auS den 'tretevi Bestimmung der englischen ' Berfa's'snn'g^'n^- n d^^lt.) Das Wesentliche der neuen Einrich- tung b-.^.-yr dann daß die verantwortlichen Häupter der Regie- 2%?J; *>2 mit »n Rchrun« btt 'Loi.tik des !o2:lir b t U, i mumct .. m rcgclmäyiae» Zwischenraumcn ,u- wmmenkommen. die n H « »n Jr r t i n o 5R 1 i *■ 4 t _.. m Seekrieg. Neuerdings 40 500 Tonnen versenkt. Berlin, .18. Mai. (WTB. Arntlicch) Neue U-Bvot- Ersvlge im Atluntischen Oze-an, im englischen Kanal und in der Nordsee: Elf Dampfer, drei Segler und elf Fischerfahrzeuge mit 25 500 Bruttoregistertonnen. Unter- den versenkten Schiffen befanden sich u. a. folgende: Der englische bewaffnete Dampfer „Nentinoockß 3535 Tonnen, mit 5656 Tonnen Getreide von Rosamo nach Gibraltar unterwegs, der englische Dampfer „Victoria", 1620 Donnen, tief beladen, „Polynrtna", 2426 Tonnen, und die englischen Fischerfahrzeuge „Edith Cawell", „Argo" mrd „Dil- stoir ^ Castle"; der französische Segler „President", der russische Segler „Alidccksi ferner ein großer bewaffneter englischer Frachtdampfer. Die übrigen versenkteit Schiffe silhrten u. a. folgende Ladungen: Ein Dampfer Erz nach England, ein Dampfer Kohlen, ein Segler Stückgut rrach England. Ter Chef des Admiratstabs der Marine Berlin, 19. Mai. (Amtlich.) Neue U-Boots- erfolge im Atlantischen Ozean: 8 Dampfer mit 21 00 0 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich u. a. der portugiesische Dampfer „Banreiro", früher deutscher Dampfer „Lübeck" (1733 Tormen) mit Wern und Kakao nach Rouen. Von den übrigen versenkten Schiffen hatten geladen: drei Dampfer 9000 Tonnen Kohle für die englische Marine nach Gibraltar, zwei Tanrvfer 8100 Tonnen Erz für England, ein Dampfer 1!)00 Tonnen Roheisen nach England und ein Dampfer 7800 Tonnen Weizen von Amerika nach Frank- teiä). Der Chef dos Admiratstabes der Marine. U-Bootangriff aus Sc.rrborough. Berlin,^ 18. Mai. (WTB. Amtlich.) Am 29. April abends beschoß eines unserer U-Boote die befestigte eng- lilche Küsten>tadt S c a r b o r o u g h mit Granaten. Mehrere Treffer wuroen einwandfrei beobachtet. Tcr Au griff aus Dover. ^ R o tt e r ba m, 18. Mai. lWTB.) Nach zuverlässigen Nachrichten aus England wurden durch den letzten An- 6l nst f f a u s D o v e r schwere Beschädigungen an den verschiedenen Docks verursacht. Wo für die Flotte Lebensmittel ausgetpeichert waren, wurde der größ.c Schaden beim Löschen des Brandes verursacht. Die meisten Geschosse fielen zwilchen Kearnsep imb Dover nnd vernichteten emen Flug- zeug;chuppen mit drei Flugzeugen. Zwei Torpedo- boote wurden zum Sinken gebracht. Eins der Boote hielt sich lange genug über Wasser, um die Besatzung m Sicherheit zu bringen. Trotzdem sind die Verluste beträchtlich, auch auf anderen Schiffen, die an dem Gefecht beteiligt waren. Man spricht von 150 bis 200 Toten nnd nerstag morgen durch ein deutsches Unterseeboot rn den Grund gebohrt worden. Arr§ bm Reiche. Die mecklenburgische Verfassung. - e - r ^. n ' dloi. (WTB.) Das GroßherzogLühe staatsmrnlsterrum veröffentlicht einen Erlaß des Groß- r r ifß|/ in dem es u. a. l-eißt, daß die Aenderung der Verhaltnrsse die Frage nahelege, ob nicht der ZeitpurE gekommen ,er die Verfassungsverhandlungen U J Lun eh men. Im Einvernehmen mit brni Groß Herzog von Mecklenburg-Strelitz halw es der Gwß- yerzog von Schwerin deshalb für erlvünscht, daß beide Regrerungen mit angesehenen Persönlichkeiten der verschiedenen Lebensstellungen, mit derr Ständemitgliedern und mit den Angehörigen and-erer Kreise baldtunlichst zu einer Besprechung über die Grundlagen der neuen Berfassunasvor- läge zusammentreken. Er erteile daher dem Staatsministe- Auftrag, mit der Strelitzer Regiernng sich wegen Einleitung der Verhandlungen in Verbindung zu setzen. « < - '^^libsetzung der Haferrationrn. Berlin, 18 .Mai. (WTB. Mchtnmtl^Lv Das Kriegs- eriiahrnngsamt gibt bekannt: Bomdi. Juni ab tritt nn Interesse der fe>rcherstellung der Haferversorqung o-t nnt - Änme Herabsetzung der Haferration für Zivilpferde ans 3 Pfund täglich ein. Für Pf^rdehalter ol n. andere selbstgewonnene Futtermittel kommen zum Ausgleim (£1; ^tz^ung der tzastrration erhöhte Mengen an Zusatz- und Ersatzsuttevnntteln zur Verteiluug. Magdeburg, 17. Mai. (WTV.lDemVereindeut- scher Zei tung «Verleger in Magdeburg ist auf seine unter dem 11. Mar an den Reichskanzler in der Papiersrage ge richtete Eingabe gestern folgende Antwort zuge- gangen: a ° ... .'L Neick>sle'.tung ^hal bei ihven Bemühungm, der deutfc^n dre ne das ^urchlxllten zu ermöglichen, ,.norbe,wrstre,k m Sheffield. Liverpool, Vocentrn, Mo '„n uni) London tourden verhaftet nnd unter An- riak c,-mellt, ivnl sie die Munitionsliescrung hindern. «ktne interpcrlomentarische Handelskonserenz in Rom. -H : m , 1/ Mai. 2MB.-Tic ..Agrnzia Stefan," meldet) Vlch dwn >>oitol ,,t die intervarlamcntarische Handels- ^ ^ " her Alli ierten eröffn« worden. Vertreten lind ..tvVelgien, ^rankrerch, Sngland, Japan, Porlnaal nnd t^rlnen ^.er rötlamentarische Tuma.?lussc!.«ß ließ sich wcoen «er Evwqnis).' ,n Ruchanb entschulbuwn. doch is, d« ruiliirfv ..daeor« « danachwihch (innwienb. Mnlistermasident Aosklli. mrhrt:, Vmiilfr und eine Anzahl Tipt-.-inaten noh/nen an der - -!unr t«l rer Bttm«m«srer von Rom, Fürs, Cvlo-nw, v" -säße NN Namen der Stad» milNommru. Ter Prä,ident -"on- hielt die LtofininrgSrche. Daran schloss«, sich, d.c Br» gtubnimHonivtacheil der P«rret« d« einzeln«, Länder Ftaltenischc Anleihe in Amerika. ,,Agenzia Stemni" zuiolae ? nm .m t der a r de Mai WTB.) .. .. ,. w „ _ Äwurs'chav in Wasinngton Italien eine ^ ire Italien lurrb icttt« Einfänie durch Becmitt« ( - " . — ‘ ■- w*v t/iv -cuu.il UJIU ebensoviel Verwundeten Unter den gefallenen Seeoffizieren war auch Kapitän Steck, dessen Bruder Leutnant Steck kürzlich als Flieger gefallen ist. Beide sind Neffen Lloyd Georges. Versenkung eines englischen Flotten - Begleitschiffs. Berlin, 18. Mai. (WTB. Amtlich.) Am 5. Mai ist das englische Flotten-Bogleitschiff „La v e n a e eck' von einem unserer U-Boote versenkt wordeit. Aus Dünkirchen. Haag, 18. Mai. (WTB.) Aus Dünkirchen wird berichtet, daß der englische Kommandant der Festung Dünkirchen die Räumung der Stadt von Frauen und Kindern befohlen habe. Die letzte Beschießung der Festung durch deutsche Flieger hat bedeuteird-en Schaden verursacht Kaiser Karl an seine Flotte. W i e n , 18 Mai. (WTB.) Der Kaiser hat folgendes Telegramm an den Admiral N i e a o v a n gerichtet: Tie schneidig geführten Einheiten Merner Flotte lösten jüngst die chmm übertragene Ausgabe erfolgreich, fügten dem Feinde, erlMlichc Verluste zu und zeigten, wie echter Seemannsgeist sich auch gegen einen an Zahl überlegenen Gegner zur Geltung zu bringen oennag. W«m°Ich Ilchren, lieber Mmiral Njegovan^ heute rn Anerkennung der hervorragenden Leistungen vvr deinl jVtinbc meinen Orden der .(üifernen Krone Erster Klasse mit Kiiegsdetoration und Schwertern verleihe, so Möge in dieser Auszeichnung ihres Kommandanten auch Meine ganze Uotte erkennen^ rme sehr ich^ mit ihr Alfrieden bin. Bon Herzen danke ich ollen Memen mackeren Seeleuten. Ich erflehe für sie Gottes reichsten fee gen. Der italienische Bericht über das Seegefecht in der Strafte von Otranto. Basel, l8. Mai. Stcsani berichtel unterm 18. aus Rom: schütze der Duukelhett der Nacht stieß eine Gruppe feindlicher Kreuzer, der sich auch Zerstörer anschtossen, kurz vor Tagesanbruch des 15. auf einen kämen, nicht mit Truppen besetzten Trmw- portdampfer, der mit einer Eskvrtierung die Adria durchfuhr. In dem turzen, ungleichen Kamps, der folgte, wurde ein Eskvrtierung s u u t e r 1 e e b oot , ein Dampfer und ein Fischer- tahrzeug , dc rum Patrouillen dien st verwendet wurde, verdenkt. Nachdem italienische und alliierte Streitkräste, die von weiteren italienischen, englischen und französischen Einheiten verstärkt wurden, unter denen sich zwei französische Zerstörer be- wnden, an dein Orte -eütgetrosieti ivaren, floh der Feind rasch in nördlicher Richtung. Er wurde verfolgt und mit sichtlich ivirksamcm Ergebnis beschossen. Zwei reindlich? Einheiten, die von einer Gruppe teuerer italienischer Streitkräfte vlwsolgt wurden, konnteir slch unter dem Sämtze ihrer .Mstenverteidigrmg gegen Durazzo flüchte,!, während der englische Kreuzer „Darmoüth". ans dem sich der Ober!omMandant besqnd, der die Anfklärungsdivision be- fehligle, dank seiner großen böeschivindigkeit mit cincin andenm Kreuzer und unserem Zerstörer während mehr als zwei Stunden m glänzender Weise dvt^ taktischen .Wntatt mit drei anderen feindlichen Schissen des Tnps- Novara auireckst erl-alten konnte Esi gab ungefähr iD0 Sclstjsse ab. Als die stindlichen Sck-isfe in die nächste Nähe des Berg,^ von Eattaro gelonimen n-aren, traten größere seindlickie Einl-eiten aus, um die ihrigen zu unterstützen. gleicher steil griffen unsere kühnen Soeslugzeuge, die die gegue rischen Flugzeuge zurückgeschlageu lxrtteu, mit Bomben die seind- luieu tfeck)ifsscinheitcu au. Sie konnten nachher die schweren SclMwni stststellen. welche die scindliä-en Schisiseinheiten durch diese Ae- schießnng erlitten hatten. 10 verichiedenc Apparate berichten daß einer der K'venzer, der völlig in Rauch gehalten war, nnd dessen Dmterbeil zerstört »var, in der Nähe von Eattaro zu sinken begaiur. Alle Einheiten, die an dieser Mtion beteiligt waren, kehrten nach ihrer Basis zurück. Auch alle unsere Flieger kehrten zurück. tzoag, 16. Mai. lWTB. Nichtamtl.) Zwei F i sch ersah rzcugc M. A. 166 und Nr.M.A. -15, sind am Don- Aus Sterbt und Land. Dießen, 19. Mai 1917. Adreßbuch der Stadt Eiehen,9,7. Die Newcursqabe ein^s Gießener Adreßbuches ist ein dringendes Bedürfnis geworden. Mit Rücksicht auf die KJmueriseit Verlstiltnisse muß das Adressenverzeichnis auf die fetadt Gießen beschränkt werden. - Demgemäß werden die Hanslisten vom Montag ab durch die Schutzleute zur Verteilung k o m m e u. Um ein möglichst vollständiges und fehlerloses Wressen- materral zu erhalten, werden namentlich die Hausbesitzer darum gebeten, für die ordnungsmäßige Vorlegung der Hausliste an jeden selbständigen Hausbewohner zu sorgen. Es ist sehr wesentlich, daß die Hau stiften von jedem einzelnen Bewohner selbst ansgefüllt werden. Nur auf diese Weise läßt sich ein genaues ^rejjenmatenal ermitteln. Da ein zuverlchsrges Wreßbact- für jeden einzelnen Bewahrter der Stadt zweckdienlich ist, lvird sich gewiß jedermann gerne der kleinen Muhe des eigenhändigen Eintrages unterziehen. Die ausgeft'lllten Hauslisteir werden nach einigen Tagen drrrch dre Schutzleute von der gleichen Stelle äbgeholt, an die sie ausgehändrgt wurden. Der Preis für ein Adreßbuch ist auf 4 Mark festgesetzt. wrrd dringend geraten, die Bestellunc von Adreßbüchern auf der Hausliste einzu. tragen, tveil infolge der Papierknappheil nur die vorher bestellten Bücher geliefert werden können. * Lebensmittel. ** lih stzr it tcl - Au § g ö b e. Die bei den Kleinhändlern ver fetadt Greßen bestellten Waren körmen von den Bestellern von Drenstag den 22. Mar 1917 ab gegen Barzahlung und Vorlage hex Nähr mittelharte in Empfang genommen werden. Der Bezug kann nnr bei dem Geschäft erfolgen, bei dem die Bestellung ausgegeben wurde, ^iälnmittetkarten ohne die betretenden Onir- tmrgs. nnd Bezugsmarken berechtigen nicht zum Bezug: einzelne abgetrennte Quitttmgs- und Bezugsmarken sind ivertlos. Es ent. fallen auf Nährmittel karte A (gelbe Karte 1 auf Abschnitt 1: 100 Gramm Supvensabrikate: auf Nährmittelkarte 6 (rote Karte aus Abschnitt 1: 375 Gramm Grieß, auf Abschnitt 2: 375 Gramm ^a.serflocken in Paketen, aus Abschnitt 3: 125) Gramm Graupen aut Nährmittelkarte 6 (blaue Karte) auf Msckmitt 2: 250 Gramm Gvaupeu, ans Abschnitt 3: 100 Granrm Haferslocken (lose) an-f Abschirttt 4: 125 6)vamm Supvenfabrikate, aus ?lbschnitt 5- 100 Gramm Sago. Näheres siehe Belamitmachrmg. ** Der heutige Gemüsemarrt loar wieder gut befahren. Die Preise stellten sich für: Spargel geringere Sorte 60 Pfg., bessere Sorbe 1 Mk„ Spinat 35-^t0 Psq. das Pfund, Satat 25 Pfg. das Stück, Römisch Kohl 30'Pfg Lattrchsalat 25 Pfg., Rhabarber 50 Pfg. das Pfund, Lauch 3. 5 und 10 Pfg. das Stück. * ** Ern neuer Roman beginnt in der heutigen Nmrrmer unseres Fatnilie-nblattes. D r e b l o n. d e D r o s se l, Lrigitral-Romalt von E. Fahrviv, ein spannend geschriebenes Werk der beliebten Verfasserin, spielt zunr größten Teil in der Rerchshauptftadt. Die prächtige Gestalt der Frau Ulrich, erner vermögeuderr Alt-Berlinerin, steift im Mrttelpmitt der Handlung. Um diese reihen sich die leben- dr.gen Figuren der „bloirden Drossel", der lieblrck-en Heidin des 9iomans, des knorrigen alten Buchhalters nebst seirrer modernen humorvollen ^Nichte. Cs taucht der verschrobene deutsclwatnerilanisctre Vater der blonden Drossel auf, dereir verwandtsck-astlrches Berhältiris zu Frau Ulrich sie selbst nicht ahnt. Der Weltkrieg, der nur als Hintergrund gemält ist, ivirst seine Lichter und Schatten über die Handlung. Die Sparnrung und Sympathie des Lesers bleibt vom Anfang bis zum Schluß des Rornarrs aufrecht erhalten. Wir bieten unseren Lesern mit diesem wirklich hübschen Rornan eine gute und geimßreitt^e Lektüre und hoffen, daß diese zmual bei unseren Leserimu.ni allgemeinen Beifall finden wird. * ** Amtliche Personalnachrichtem Der Großherzog hat am 16. Mai den Auttsriihber bei dem '?lmtsmwicht Lampertheim, ^Amtsgerichtsrat Rudolf Br ab, zum Obmnnte* urf)ter bei dem Amtsgericht (Mernsbeim enunnu. — Der Groß - h e r z o g dal am 12. Mai den Ober-revsior Ri der II. Züsttsikattcr. abtettung der Oberveämungskanuuer, ßiechmiuugsrat ßstorg Mole r t» -törm|tafct, auf fein Ichchfucheu und unter Auerteuuung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste nrtt Wirkung vom 1. Iwn 1917 «rt tn oca RüWwmd oet K gt und ihm afte Ringen unserer braven Feldgrauen im Eisenhagel der feindlichen Geschütze um so unmittelbarer und ergreifender auf uns wirken läßt. Der große Film selbst ist in drei Teile geteilt. In dra- «tffcher Steigerung führen die BSder immer nLher in das Toben der LtÄacht, bis wir schließlich mitten darin stehen, im Kleinkampf einer Ecke des St. Pierre-Vast-MaldeS, wo wir den ungeheuerlichen Vorbereitungen an tzftanaten- und Minenfeuer und Handgranaten- kampf beiwohnen, die erforderlich sind, ein einziges Blockhaus des Feindes aufzuheben. Das große Finale bildet ein Sturm bei Bouchavesnes, der uns in allen Einzelheiten des mannigfaltigen Zusanimenarbeitens von Artillerie, Pionieren und der todesmutig vorgehenden Infanterie gezeigt wird: ein lebendiger Gefechts- bericht, der rn seiner Anschaulichkeit nicht überboten werdet^ kann, ein überwältigendes Dokument deutschen Heldentums. So leuchten mitten in die Tage nuferer .höchsten Ausspannung für die nahende Entscheiudng die feurigen Lottern dieser Urkunde deutschen Kriegswillens, der für /deutsche Ehre und deutsck>eS Leben fictft gegen einen Feind, der mit den Wilden aller Erdteile uns überfiel, die Neutralen vergewaltigt urrd seine eigenen Siedelungen mrd deren Kirchen in Schutt und Asche legt, deutsche Gefangene mißhandelt und deutsche Offiziere martern und morden ließ. .Hier im Sommesilm ist die Antwort an die Deutschen mrd an die Welt! wie Deutschland seinen Krieg führt: unüberwindlich und schonend — aus gutem Recht und nach dem Völkerrecht. Das ist die Botschaft des deutschen Sommesflms? Kreis Büdingen. --- Büdingen, 19. Mai. Gegen die Händler, Ausflügler und „foamfter", die gegenwärtig in Mengen den Kreis durchziehen und durch Angebot von Ucberpreisou Landwirte, Metzger und Geschäftsleute zur Hergabe von Nahrungsmitteln zu bewegen suchen, schreitet nunmehr das Kreisamt mit allen Mitteln ein. Es Iveist besonders darauf hin, daß Kinder, die in den Dörfern sammelten, hier empörenden Unfug verübten und daß viele der gesammelten Nahrungsmittel durch falsche Behandlung verdarben urrd darnit der Allgerneinheit verloren gingen. — Auf den Kartoffeläckern der Stadtgemarkung werden gegenwärtig die Saatkartoffeln in erheblichen Mengen gestohlen. Zur Steuerung dieses Unfugs mußte ein Sicherheitsdienst eingerichtet werden. Kreis Schotten. ** Hartmanns ha in, 19. Mai. Die hiesige Güterabfertigung ist an das öffentliche Fernsprechnetz angeschlossen worden. Kreis Friedberg. = Vilbel, 19. Vtai. Dem Dragoner Heinrich Muth von hier wurde neben der Hessischen TapferkeitsmedaiUe auch das Eiserne Kreuz 2. .Kl. verliehen. — In der hiesigen Gemarkung sind mnfangreich? Diebstähle von gepflanzten Kartoffeln fest- gestellt worden. Die Kartvffelbaneru wurden von der Bürgermeisterei verpflichtet, für die Bewachung der Felder selbst Sorge zu tragen, urrd jeden Frevler, bei Meldung eigener Bestrafung, zur Anzeige zu bringen. Starkenburg und Rheinhessen. Fe. Aus dem Rhein-Maingebiet, 18. Mai. Die ein- getreteue feuchte Wüterung war der Entwicklung der Roggen-, Weizen- und Kleefelder äußerst förderlich. Der Stand des Weizens ist vor allem gut und berechtigt zu den. besten Hoffnungen, auch der Klee steht qict. Hie und da in den Niederungen war es not- tvendig. die Wintersaaten nmzupflngen. Der Hafer ist schon und regelmäßig aufgegangen und steht schon grün. Die Feldbestellungen find beendet. Kreis Wetzlar. Wa. Wetzlar, 19. Mai. Ein Motor Pflug, der erste im Kreise, ist seit einigen Tagen auf dem jetzt von der Buderus- ßchen.Eisenwerke bewirtschafteten Hofgute Attenberg in Tätigkeit. Der Motorpflug, welcher ungefähr das Fünfzehnfache von dein leistet, was mü einem Pferd fertig zu bringen ist, besteht aus einem Benzinmotor und einem Pflugwagen, der mit 4 Scharen arbeitet. Die Verwaltung ijt mü den Leistungen der Maschine dur-äMls zufrieden. Die übrigens in den letzten Tagen der Gegenstand staunender Bewunderung zahlreicher Landwirte aus der Nachbarschaft war, welche den Motorvflug und seine Arbeit mit großem Interesse ansahen. Hessen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 19. Mai. In den letzten Tagen sind wieder sämtliche Kartoffelzufnhren für die Stadt ausgeblieben, so daß keine Kartoffeln an die Einwohner verteilt werden können. Als Ersatz gibt es Graupen, von ^welchen ü.ie Stadt noch große Lagerbestände hat. Tie städtische Schweinezucht hat in den letzten Wochen bedenkliche Rücksckpntte gemacht infolge Fehlens Jeglicher Kraftfuttermittel. Fachleute sollen nun eine Besserung dieser mißlichen Verhältnisse herbeizuführen suchen. Auf den Kopf der Bevölkerung werden im Juni 2 Pfund Einmachzucker verteilt werden. Müllcrsche Badeanstalt. MÜllersche Badeanstalt. Wasferwärme der Lahn am 19. Mai 15o Reaumur. Vermischte». Berlin, 19. Mai. Wie der „L.-A." berichtet, verurteilt« das deutsche Bezirksgericht Warschau den ehemaligen Führer der Bürgermiliz, zuletzt Agenten der Kriminalpolizei, Wilkowski, den Schlosser Marczewskt und den Vorsteher der Kriminalpolizei eines BürgcrmilizkorpS, Wolski, die am 1. Februar den Edelsteinhändler Gelbert überfielen, schwer verletzten und beraubten, zum T 0 de. Berlin, 19. DLai. Laut „L.-A." sprangen bei einer Bootsfahrt auf einem See in dem bei Stralsund gelegenen Dörfchen Dcvin, als das Boot leck zu werde» begaim, bk Insassen, vier Knaben, im Alter von zehn bis dreizehn Jahren, ins Wasser und ertranken. * Bozen, 19. Mai. (L.-A.) Gestern entgleiste ein bergab fahrender Zug der Zahnradbahn auf dem Rittuerberg und raste, da die Bremsen nicht mehr wirten konnten, mit unheimlicher Geschwindigkeü berag und stürzte um. Mehrere Personell wurden, verletzt, darunter vier Bahnbeanite. von denen einer ge- storben ist. Eetzto Nrrr kurze Sommersitzitng des Reichstags. Berlin, 18. Mai. Am Mittwoch hat sich der Reichstag bis zum 6. Juli vertagt. Die Sommersitzung, zu der er dann Zusammentritt, dürfte laut „Berliner Tageblatt" nur von sehr kurzer Dauer sein. Es ist wahrscheinlich, daß das Haus nach einigen Tagen bereits wieder bis zum Herbst in Ferien gehen wird. , r. Budapest, 18. Mai. Wie der Korve,urmuart des „ABÄag und Az Est" aus Wien lierickpet, zogen fick- die Seegefechte m der Ajdria von der Ottrcmto bis DuraM) hin. Der von camn deutsche» U-Boot versenkte englische Dampfer aehörte der Liverpool-Masse mit 4880 Brnttorigiftectonnen und 376 Köpfen Besatzung. Der Verlust der Österreicher besteht etwia in 10 Micrnn. Ein amerikanisches FreiwillilMnkorps für Frankreich. Rotterdam, 18. Mai. Der „Ni«u»ve RotterLanchhe Sjm? raut" berichtet laus London: därch eüver Depesche des „DaAp Telegraph" aus New Bork enthält die „Nerv Bock Times" eirre Botschaft des französischen Generals Petain, worin dieser dcängr. die amerikanischen Freiwilligen nach Fvaukveich zu senden, wo sie von französischen .Offizieren rveiter ausgebüdct wterdeu sollen^ Diese F 1 c ircitli gen-Abte Um 1 gen könnten später auch für die amcr^ kanische Armee dienen. Wetter sagt Petain, daß dem Mangel a n Offizie r e n durch zahlreiche Ausbilduugn abgeholfen werden müsse. Die amerikanische Al-rmeeleittmg solle Offiziere für 100 Divisionen ausbilden. Die Divisionen sollten nach dem franzö- flschen Muster jeweils nur iverttge Tausend Rtauu umfassen. Das Material sollte wls der ameri'kainschcn Armee oder Militz ge- nommen werden. Dum-Dum-Gkschosse bei den Etbgländcrn. Berlin, 18. Mai. Ein von den Deutschen cun 4. Mai bei Bnlleconrt gefangener Oberleutnant der englischen R. W.- Füsiliere, führte in seinem Revolver Dum-Dum-0kschosse bei sich, über deren Entdeckrmg durch die ihic veruehmeuvM deutschen Offiziere er sehr besorgt n»ar. Immer wieder beteuerte er, daß er sie nicht selbst hergestellt, sondern von der Heeresverrr>altung so geliefert bekommen habe. Gutschkvws Abschied Chiasso, 18. Mai. Der Petersburger Korren»ndeut des „Eorricre della Sera" zitiert zur Bercur)chaulrchung der verzweifelten Lage iu Jürßland die Abschieds rede des bisherigen Kriegsministers Gutfchkow in einer Versammlung von DAegter- tcn von Arbeitern und Soldaten von der Front: Ich muß euch die ganze Lage sagen, indem ich zu euch sage, wende ich mich au das gairze russische Volk. Es gibt etwas absolut ttnautastbares im Leben eines Staates, das ist das Ansehen und die Berankwortüch- keit der Belstirden. Die Grundsätze, nach denen Rußland den Staat linken will, bestehen nirgends. Sie führen zum Despotismus und zur Revolution. Nur ern Wunder kann RPußland iwch retten. Jchm antwortete Güwdrow: Wir müssen wissen, welchen Jri- halts die geheimen Verträge sind, die Rußland mit den Verbündeten eürgegMigen ist. , . . „ cm-. Genf, 18. Mai. Herv4 erklärt in teurer „Vuttorre' : Mtt- jukmv mußte gA-en, iveil er von den Sozialisten beschuldigt wurde, von der englischen Ziegierrrng finiurziell gekauft zu sein. Rücktritt dcs chinesischen Ministrrilnns. G e n^f, 18. Mni. Rach einer Meldung des „Petit Pari- sien" ist das chinesische Ministerium infolge einer von ihm nicht gebilligten Straßenkundgedung zugunsten der Entente zurückgetreten. _ /! Cafe Amend Samstag and Sonntag Künstler - Konzert /Spezialität: Maibowle im Glas. Gießener Konzert-Verein. iiiMiiiiiifiimiirmiiiiliiiiuliiHiuiimjmiiiliiiiiiiiuMMiiiimiiiiiMminiMimiiiiiini Siebentes Konzert Sonntag, den 20. Mai 1917, abends 5 Uhr in der NEUEN AULA Cembalo- u. Klavier-Abend Wanda Landowska Sonnabend und Sonntag: KONZERT Programm: Stücke von Bach, Händel, Rameau und Scarlatti für Cembalo, Sonate D-dur von Mozart, Sonate E mo!! von Hayden für Klavier. im Restaurant, Bier = 0,35 zu AI Pfg-, reine Weiue, gute Küche. Mittag und Abend im Abonnement. 5990 Allgemeiner Deutscher Zprachverein. Zweigveresn Gießey. Dienstag 22.Mai abends 8V,Uhrpü»Mch isi: großen Hörsaal der Univerfität: Vortrag von Herrn Geh. hosrat Professor 9r. O. Vehaghel: Humor und Zpieltried in der deutschen Spruche. _ KSfte sind willkommen. _ Gräserei-Berpachtung. Donnerstag, den 24. Mai lfd. Js. vormittags 11'/,. Nhr soll in der Gastwirtschaft „Zum Treppchen" bei Ferdinand Kreiling zu Heuchelheim, die GraSnutzung an der Lahn in den Gemarkungen Gießen und Heuchelheim für das laufende Jahr versteigert werden. Mainz, den lo. Mai 1917. 3993 Großh. Wafserbauamt Mainz. Schmidt. Eintrittskarten: Mk. 3—, 2.—, 1.—u. 50 Pfg. sämtlich numeriert. Studenten karten 75 Pfg., Militär vom Feldwebel abwärts 30Pfg. sind bei Ernst ChalHer, Telephon 671 und abends an der Kasse zu haben. Die Abonnementskarten, welche für das Stadttheater ausgegeben sind, müssen umgetauscht werden. 3774 Ueberschuß für KriegsvvohIfahrtszwecke. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Ailendors an der Lumda für 1017 Rj. liegt vom Dienstag, den 22. dS. MtS. bis Dienstag, den 29. ds. MtS. eme Woche lang auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Während dieser Zeit können Einwendungen bet uns mündlich oder schriftlich vorgebracht werden. Bemerkt wird, daß die Erhebung einer Umlage beschloffen ist, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Allendorf an der Lumda, den 18. Mai 1917. Großh. Bürgermeisterei Allendorf an der Lumda. R e l n. Diejenigen, welckie an den iliäckilaß des verstorbenen Rentners R. Schnrff, Gictzcn, Forderungen oder ettvas mi zahlen baden, fordert Uiuerzeidmeter aus. die Ansprüche üftv. bis längstens zum 30. Mai l,i>. IS. bei ihm geltend zu machen. j. SI ä n s c l* ließen, Ludwigstraße 8. den 18. Mai 1917. Nährmittel-Ausgabe. Die bei den Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellten Waren tonnen von den Beste!lenl von Dienstag, den 22. Mai 1917 ad gegen Barzahlung und Vorlage der Nährmittelkarte in Empfang genommen werden. Der Bezug kann mir bei bem G^chäft erfolgen, bei dem die Bestellung aufgegeben wurde. Nährmittelkarten ohne die betreffenden Orrittungs- und Bezugsmarken berechtigen nicht zum Bezug: einzelne abgetrennte Ouittungs- und Bezugs- marten sürd wertlos. Es entfallen: 1. auf Nährmittelkarte k (gelbe Karte) a) auf Äbschnüt 1: 100gr Supvenfabrikate: 2. auf Nährmittelkarte 6 (rote Karte) a) auf Abschnitt 1: 375 gr Grieß, b) ,. „ 2: 3?5 gr Haferflocken in Paketen, c) „ „ 3: 125 gr Graupen: 3. auf Nährmittelkarte L (blaue Karte) a) auf Abschnttt 2: 250gr Graupen. b) „ ,. 3: 100gr Haferflocken (lose), c) „ ,, 4: 125 gr S n p pe n fa b r i ra t e, d) „ „ 5: 100gr Sago. Auf den Abschnitt 1 ber Nährmittelkarte C (blaue Karte) kamt wegen der geringelt Menge an Teigwaren nichts ausgegdben iverden, es wird der ?1bschmtt 1 als verfallen >erklärt. Mit dem 31. Mai d. Zr. verlieren die Marken ihre Gültigteit. Wer die von ihm bestellte Ware bis zu diesem Zeitpunkt nicht bezogen 'hat, verliert den An- sprirck; l^rauf. . Die Kleinliaitdelsgeschäfte haben die betreffenden Qutt- tungs- und Bezngsmarken abzntrennen und getrennt nach Nuntmern und Farben an das Städtische Lebensnrittel- abznliefern. Die itarf) bent 31. Mai ds. Js. nicht a b ge - len Warenmengen sind dem Stüdt. >ensmitt eiamt bis zum 2. Juni 1917 iftlich an z uzeigen. ^ . Mchtbeackstung dieser Bvrschnft hat den Ausschluß dem Vertrieb der Nährmittel zur Folge, ließen, den 18. Mai 1917. 39608 Bekanntmachung. Das Merkblatt der Neichsfuttermittelstelle über den Berrehr mit.ttuiermilteln nach üer Bnnder-'ralsoerordnung vom 5. Oktober 11)1(5 labgedruckt im .üretSblatt für den .Kreiß Gießen vom 11. Mai 1917 Nr. 81) bringe ich zur öffentlichen Kenntnis. 39848 Gießen, den 11. Mai 1917. Ter Oberbürgermetster: Keller. Fabrikgebände iu Gießen oder nächfter°ttmgebung (Bahnstation) zu taufen gesucht. Schrift!. Angebote mit genauer Beschreibung und äußerster Preisangabe unt. 3987 an den Gießener Anzeiger erbeten. Wegen jeder in werden eickmnaSfähig her- genellt, sowie uene Schnell- u. Dezimalwage zu verkaufen. Karl Schmidt, Neuenweg 42. _ Baumwachs P Ctto Schaaf, SelterswegM. Schirme Alle Reparaturen schnell und preiswert Gebrüder Waag Schirm-Fabrik Gießen, Seltersweg Mr. 58 Wer zerrissenes SAnh« . jrerk, Ges