BMH Dsr frtföcteil t&jXttf), «uyer ftwerutut*. - Betla^n: Qkfemx £*»itf*tiW2ttrr; Kreis M«it tto %** Kreis Sietze«. Dr;»LS-reir: wwwc-U. 90 Pf.» viectrl- ML. ML. :1SL durch Mchoio u. Zweigstellen monati. 80 Pf.: durch die Post M. 2.45 oiertei- fährt. kuSschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleituug112 Vertag, C',eschästt.steUed1 Ar:schrüts5wDrah!ttttch- richten: Ar.zriger Gies;en. Mittwoch. l6. Mai MI poffscheckkonr-: ^rsrckftrrt a.M. U686 ArMmßrrurrKhxuL u. Verlag. Vrlih^Zche Univ lkmtzmkrhr: Sewrrdrbrm? Gretzrn u. ZteindruSrrei R. Lsngr. Schristlektung, Geschästrstelle a. Druckerei: Lchulstr. r. Ännadme von üniet^eu k. die llagesnunrmer bis zum Nachmittag vorher»! Zeilenpreir, s. Anzeigen örtlich 20 Pf.. Ver-» inietungen u. Stellenge-^ suche IbPf., auswärtW 25 Ps., b. Plahvorschrift! 3V Pi., Reklamen 76 Ps^, deiPlatzvorschrtstwP^ Ha-upts christleit er: Aug.^ Goetz. Verantworttich für Politik u.Feuilleton: A'»a. Goetz, Stadt und- La n* ,Derm is cht eS u.Ge^ richtssaal: Fr. R. Zenz», Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießem, (WTD.) Großes Hauptquartier. 15. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Zwischen Ypern und Armentiöres hielt die lebhafte Artillerietätigkeit an. Durck^ kur.zes Trommelfeuer an der Srarpe und bei Monchy vorbereitete englische Angriffe kamen in unserem Vernichtungsfeuer nicht zur Entwickelung. Südlich rmd östlich von Vullecourt wurden feüÄlichc Vorstöße blutig abgeroiesm. HeeresgruppeDent scher Krön Prinz. Au mehreren Stellen der Ais ne- und Champagne-Front nahm der Artilleriekampf wieder zu. Gegen dir Höhenstellungen des Chemin des DLmes, östlich von Cormicp und nördlich von Prosnes steigerte er sich zu erheblicher Starke. Die St. Berthe-Ferme, östlich des Fort de Mal- vmison. nmrde in frischem Draufgehen durch mehrere Kompagnien, gestürmt und gegen feindliche Wiedcr- eroberungsversnml' gelitten. Ebenso behaupteten Rttejnlän- dcr eine am 13. Mai auf Höhe 108. nördlich vou Sa- pigneul. durch Zurückdrängen der Front neugewonnene Linie gegen viermal wiederholte Angriffe. Bei Ailles, nördlich von Crrwnne und westlich der Straße Corjwny—Berry-au-Bac blieben französische Teilvorstöße erfolglos. Oestlich der Maas wurden Angriffe stündlicher Stoßtrupps gegen das Dorf Blancee abgeschlagen. * I« Lusttämpfen stürztensechSfeindlicheFlug- grug< hinter den deutschen Linien atz, ein weiteres mußte bei ans notlandeu. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Mazedonische Front. Rötlich von Monastir und im Ccrnabogcn ist der Ar- Meriekampf in erneuter Steigerung begriffen. Der Erste Genenrlauartiermeister Ludendorsf. * Drr Abendberücht. Berlin, 15. Mai. abends. (WTB. Amtlich.) Am 8iSne-Marne-Kanal und in der Champagne lebhaftes A rti l leriefeuer. An den übrigen Fronten im Westen blieb eS bei zeitweise schlechter Sicht ruhiger. War die gestrige ReHe des Reichskanzlers gelesen hat. der schält, wenn er nicht als eifernder Kampfsoldat in einer fehdelnstigen Parteifront steht, zunächst das Positive If mm g, um es auf seine voraussichtliche Wirkung zu prüfen. Und nrarrche-s Positive haben rvir auA den neuen Aufklärungen doch lorrklich gewinnen Vnnen.. Wir prüfen die Aus- suhrungeu des Herrn v. Bethrnann Holtweg nicht als Konservative, Mdeutsche, und nicht als Jünger Scheidemanns, und wir können durum sagen: .Herr, nicht in dein Wer- heiligstes wallten wir eindningen. Auch frevle Neugier und Ursgä>rrld trieb uns nicht. Und doch, kanrr es jemand be- stceiterc?: das ganze Deutschland horchte gestern, und nicht nur die Fragesteller von rechts nrrd links lecksten nach Auskünften, oder, um es noch besser anszndrücken, nach irgend einer Regier ungsweisnng. Seit der Mlehnnng det' deutschen Dezemberangebodes war doch außerordentlich! v i e l geschehen! Wir sitzen nicht mehr auf demselben Meck, und die Welt hat sich mächtig geändert. Der Friedensvorschtäg vom 12. Dezember hatte uns eine Strecke weitergewieseu. die wir bald zurückgelegt hatten, aber darrrr gab es wieder Sch^-dewege. Ein KanzleNrwrt hat nicht ewigen Bestand, etz gilt reicht für alle Zeiten, und auch der politische La ien- verstand rveiß, daß neue Erttivicklrnrgen unter Umständen ganz -neue Entschlüsse erfordern. Im Kriege ist ein zögerndes, im ungewissen schwebendes Volk auf die Dauer unmöglich- es bedarf der Leitrmg mrd Führung ebensowohl wie die feldgrauer i Fronten, die von Zeit zu Zeit ihre Armeebefehle erhalten. Das ganze Volk ist aufgeruscn Warden zum Schaffen, zur Kriegsarbeit, zuiu Ztvildieust: es sah gewaltige neue Entscheidungen, Erschütterungen und hörte dann auch wieder vonr Frieden und seinen Zielen rÄ>e-i. Da aber war der Führer, die Regierung, zu lange nnfichtbar. Anseinanderstrebende Parteieri schienen die Führung an sich reißen zu. wollen, und! da in der Wett so viel von Internationalem geredet tvnrde, erblickte man dessen partei- pokrtische Schatzhüter imnier ioieder als die Rufer im Streit. Galten die alten Regeln und Vorsätze noch? Die Bejahung dieser Frage war durchaus nicht selbstverständlich. Verdacht und Argwohn wuchsen ins Kraut. Manche bewahrter! sich ihr Vertraue)! aus des Kanzlers Beharrung bei seinen früher geäußerten allgemeinen Zielen, allein da es ganze Scharen waren, die in ihrern Glauben schwankend wurden, so war es eben nötig, daß der Herr Reichskanzler „nach langem Schweigen zum erstenmal den ftiunmeiT Mund ercksiegelte". Und siehe da' Es gelang alleZ wohl. Das Vaterland und die Friedensziele gerieten nicht in Gefahr, als er davon redete, itzs zeigt sich, daß kein Bedenken obwaltet. von einem amrexionslostm und entschäd iguugslosen Frieden abznrücken. Der Kanzler hat gestern über den sogenannten Scheidencarmfrieden so deutlich und verständlich gesprochen, wie er es bisher noch nicht getan hatte. Das wird sich von Segen erweisen und hat einige Wunderkraft bereits getan. Alle Parteien und auch das Ausland profttieren davon, aber im deutschen Sinne! Nach keiner Richtung wird diese lang gehütete Erklärung des Reichskanzlers Schaden stiften. Warum nur hat er sein Herz nicht schon etwas früher ge -1 öffnet? Man könnte sagen: nrit Rücksicht auf Rußland. Da aber gab es, wie Herr v. Bethmann Hollweg gestern selbst bewies, einen besseren Weg. Da ließ sich etwas ganz Positives sagen und tun, was ersprießlicher wirkte als scheinbare Zielmüdigkeit mrd Entsagung. War es gar nicht so schwer, die dmnpfen Wolken der Mißverständnisse ans Dentschlaud wegznblaseu, so durfte die vielbegehrte neue Kanzlerrede sogar einen wirklichen Kernpunkt haben. Er lag in denr Satze, daß Rußland, wem: es will, einen Sorrderftieden mit uns haben kann. Das Wort Sonderftiede wurde nicht genannt, allein da der Reichskanzler auf die unveränderten Kriegs ziele der Westmächte hinwies rrnd diesen Gegnern, wie er es ausdrückte, „nicht mit einer schönen Geste entgegentreten konnte^, so bleibt uns zunächst die Hoffnurcg und Möglichkeit, nrit Rußland ins Reine zu koimneu. So wissen wir doch jetzt etwas mehr als wenn wir nichts wüßten! Zu der deutlichen Absage an Scheide- mamr erfuhren wir noch eine wertere Bekräftigung, die dem Volke das Herz erheben wird: die Regierung ist in den Kriegs zielen einig )nit der Obersten Heeresleitung mrd mit den eignen Bimdesgenossen' War es also falsch, daß in weiten Volkskrcisen sich ein Wunsch, ein Drängen nach solchen Klarheiten geltend gemacht hat. Kann jemand irgend eine üble Nachttrircknng wittern? Sick>erlich nicht. Die Sozialdemokratie ist nrit des äbanzlers Politik um keine)! Grad unzufriedener als vorher. Vt-arrchs Alldeutsche grollen noch mrd wollten mehr, allein die Wetterklärung hat im ganzen zur Folge gehabt, daß sich die Holme mrd Herzerr wieder anfrichten. Der Kanzler fand ffcr seine in ausreichender Weise angedeutete allgemeine Politik eine Mehrheit im Reichstag, die aus Zentrunr, der Deutschen Partei, crrls Nationaltiberalen nrcd ans Fortschrittlern besteht. Vertrauen gegen Vertrauen! Der oberste politische Führer im großen Weltkriege sollte uns auch ein Herold sein, großer, unentwegt festgehaltener Bolksziele. Man soll ihn nicht mehr einen ,choch- mnttgen, höherer! Verwaltungsbearntew' schelten, wie es ein großes Blatt der ^Rechten noch ehegestern getan hat. Die Wurzeln der Kleinmütigkeit sind beseitigt. Wir dürfen mit Zuversicht uns dem guten Ende nähern, nachdem Schein- und Truggebilde der Internationale von uns weggenommen und an ihre Stelle ungetrübte nationale Ziele getreten sind. * * * Der Ssterreichisch-urigarische Tagesbericht. Wien, 15. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts zu berichten. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Nach dreitägiger Artillerievorbereitung, bei der der Feind von Tolmein bis zum Meere hinab seine gesarnten Geschützmüssen ‘imfr Mincmoerser wirken ließ, setzte gestern der von den Bundesgetwss-en Italiens immer wieder geforderte Infan 1 er iea ngriff gegen unsere Jsonzo -Armee ein. Der Feind stürmte auf mehr als 40 Kilometer Frontbreite au zahlreichen Stellen gegen unsere Linien an. Am heftigsten wurde im Raume von Plana, auf dem Monte Santo, auf den .Höhen östlich von Görz, im Gebiet des Fajti Hrib und bei Costanjevltza gerungen. An vielen Punkten des Schlachtengeländes brachen die tiefgegliederten Angriffsmassen der Italiener schon in unserem Geschütz- und M-a- schiuengewchrfeuLr zusammen. So auf dem Monte San Gabriele. auf dein der Feind Rüstung, Gewehre und Helme von sich werfend, in völliger Auflösung zurück flutete. Wo die Italiener vorkamen, wurden sie von unserer, durch kein Artillerrefeuer zu erschütternde Infanterie empfangen und im Kampf von Mann gegen Mann geworsen. Auf solche Art wechselten auf dem Fajti Hrib unsere zerschossenen Gräben fünfmal den Besitzer, um schiießlich von dem Verteidiger siegreich behauptet zz; werden. An einzelnen Punkten tt'urde die Verfolgung des Gegners bis in feine Stellung vorgetragen. Unsere Truppen errangen am 14. Mai in krastbewußter Abwchr einen vollen Erfolg: der Feind ließ über L <> 0 0 M a n n u n d m c h r c r e R! a s ch i n e n g e w ehre in un^ serer Hand. Die Schlacht dauert ohne Unterbrechung fort. Unsere Flieger traten über dem Kampfgebiet gegen zahlreiche italieni'ck?e Flugzeuge ins Gef:cht. OffiziersteLlver- treter Arrighi blieb zum N. Male Sieger im Luftkampf. Zwei feindliche Flieger wurden im Luftkampf abgeschossen, zwei andere durch unser Arlillerirfeuer herabgeholt. In Kärnten und Tirol geringe Gefechtstätigkeit. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Das Marinetuftfchiff L 22 vermißt. Berlin, 15. Mm. (WTB. Amtlich) Das Msrine- lu ft schiff „L. 2 2" ist seit dem 14. Mai vermißt. Nach anltlicher englischer Meldung ist 22" am 14. Mai vormittags durch englische Seestreitkräfte in der Nordsee vernichtet worden. Der Chef des Adrnircckstabs der Marine. * Dke Uämyfe bei Arrsx. Berlin, 15. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Ein Versuch, txk Stärke der Besatzung und die Widerstandskraft der deutschen Front nördlich o-on Lens durch Patrouillen festzustcllen, foftetc die Engländer schwere Berluste. Tie vor denr deutschM Hindernis nack) Einbruch der Tunkell>eit bereitgesiellten Erkuudm«-^ aüteilungen wurden rsckäzeitig erkannt und unter sch^oeren Einbutzen an Toten und Verwundeten vertrieben. Ein Versuch, den in Roeux durch die deutschen Truppen eng umschlossenen englischen Truppen durch Vorstöße nördlich des Dorfes Luft zu schaffen, schlug fehl. Das Auffüllen der bKüben zum Sllcrm südlich von Gavrelle wurde deutscherseits rechtzeitig ernannt und durch ein aus die englischen Gräben i zizbecpta sselndes VernichNrngsfeuer die be- reitg<1ellten Sturmtruppen am Verlassen der Gräben gehindert. Nicht besser ging es einem Versuch, bei Monchy Raum zu ge- Winnen. Das schlachtartig auf die deutschen Stellungen einsetzende Trommelfeuer bewirkte als Anttvort lediglich das deutsche Ber- nichtungsfeuer, das die Entwicklung des englischen Llngrisfs nnter- band. Ebenso treuig Erfolg hatte ein nächtlicher englischer Vorstoß an der Straße Vconchy—Pelves. Auf Bullecourt lag den Vormittag über schweres .Feuer. Am Nachmittag io-urde um den Besitz vorgeschobener Stellrmgsletle an der Südwestecke des Torfes mit Handgranaten gekämpft. Ein nochmaliger englischer Angriff un: 5 Uhr nachmittags Wurde blutig abgewiesen. Unsere nach- stoßenden Truppen errangen am Südwestteil des Torfes VortrÜe Auch östlich des Torfes Wurde ein in Richtung Riencourr vocgv- tragener Angriff blutig abgewiesen und der Engländer in ferne Ausgangsstellungen zurückgeworsten, wo sich mit unseren nach» stoßenden Tnchpen neue Kämpfe entwickelten. Tie englischen Fortschritte an der ArraSfront zählen seit dem Anfangserfolge am Ostermontag und der deutschen Fc>o-nt» rerl e grmg kaum nach hunderten von Metzern. Tabei um faste» die Geländegewmne gn dar heitznnrstrittenen Dörferlinie Lsthev-rl^— Fresnoy—Oppy—Gavrelle—Roeur kaum die Vorstellungen do§ Lkes« gegliederten dortigen deutschen Verteidigungssystems. Trotzdem werden die Engländer ohne Rücksicht auf die hohen Verluste den Angriff fortsetzen müssen. Tenn jeder Nachschub ftir die Kampslinien muß über die englischen Höhenrücken von Vimy und Pvrnl bat llvur, die im wirksamsten deutschen Artillerieseuer liegen, urcd arrf deren deckungslosem Hang bei etnigernwßcn klarer Ächt jeder einzelne Mann erkennbar D. Die Lage an der Mrne krnd kn der ShsMyag«. Berlin, 15. Mai. ATB. NioKnrrkl.) Die gegenw^i« Phase der Schlacht an der Aisne und in der Champagne stetzt in dem Zeichen kleinerer aber wirkungsvoller deutscher aktionen. Mit den Trümmern der St. Berthe Ferme süd^ westlich Filais hatten die Franzosen wenigstens einen Punkt gewonnen, von dem sie tief im Grunde allerdings twch kilometerweit entfernt die Aillette vor sich sahen, welche das erste Ziel des großen Angriffs vom 16. April Nxir. Nun hat sie ein gelungen» deutscher Gegenstoß wieder geworfen. Hanseatische, oldeuöurgische und schleswig-holsteinische Truppen stürmten die Ferme. Die sofort einsetzenden l-estigen französischen Gegenangriffs versuch« blieben erfolglos. In erbitterten liiailstämpstn wurden die Franzose» immer wieder geworfen. Die deutschen Sturmtruppen stießen dem weichenden Gegner nach und holten aus den anstoßenden sranzösi- scheu Gräben noch 60 Gefangene. Den deutschen Erfolg an der Höhe 108 vom 13. Mai, wv der Steinbruch in deutsche Hände ftel. suchten die Franzosen durch wütende Gegenstöße wieder auszugleichen. Dieser Geländeverlust ist an dieser Stelle für die Fra» zosen äußerst fatal, da die Höhe über die Aisne-Miederung hinweg Einblick in den Rücken der französischen Stellrmgen in der Ebene von Juvincourt gewährt. Nach dem mißlungenen Gegenstoß am 13. Mai setzten die Franzosen am Morgen des 14. Mai, 6,30 Uhr einen neuen Angriff ay. Im deutschen Abwehrfeuer kamen bii Stürmenden nicht einmal bis an die deutschen Stellungen. Er< neute Truppenansammlungen wurden durch Artilleriefeuer zer« sprengt. Daraushin wurde den ganzen Tag über schwerstes Artill lerie- und Minenfener auf die deutschen Gräben gelegt und am Abend neive ^Angriffswellen vorgetrieben. Dreimal griffen die Franzosen an und dreimal wurden sie teils durch Feuer, teils in erbittertem Nahkanrpf abgewieseu. Des weiteren scheiterten fraro- zösisckie Teilvorstöße bei Cravnnelle und Westlich der Straße Corbeny—Berry-au-Bac. In der Champagne schwoll da8 Artilleriefeuer an, vor allem an der von den Franzosen so heiß umstrittenere Höhenlinie Cornillet—Höchberg. Französische Angriffsabsichten, die sich durch Auffüllen der Gräben und Bewegung gen hinter der Front zeigten, wurden rechtzeftig erkannt unb durch Venrichtungsfeuer vereitelt. Fvanzösisck^ Patwuillenunter-, nehmungen in der Gegend von Tahirre gegen das Dorf Blanzee sowie nordöstlich Nomenv scheiterten unter empfindlichen feindlichen Verlusten. DaS deutsche SteLuttgssyftem. Berlin, 15. Mai. (WTB.) Die französischen und englischen Heeresberichte sprechen bei den gegenwärtigen Kämpfern stets von einer Hindenburglinie, die sie an ein- zelnerr Stellen eingedrückt, an anderen, wie bei Fresnoy, durchbrochen haben wollen. Sie haben dieserr Namen offenbar in der Absicht gervählt, um bei den Völkern der Entente und bei den ?^eutrasen den Eirrdruck zj»r erwecken, als ob diese mit denr Namen des deutschen Feldmarschalls bezerch riete Linie das wichtigste und letzte deutsche Bollwerk sei, um das sich ähnlich wie irm eine Festung die Entschvidrmgs- tänrpfe abspielen. Die Bedeutung der jetzigen Kämpfe soll dadurch betont werden, errrrngene Erfolge sollen vergrößert, erlittene Mederlagen begründet werden. Derng'egenuber sei festgestellt, daß es eine .hindenburglinre nicht gibt, wenn mau nicht sämtliche auf Anordnung des Feldmarschalls v. Hindenburg arrgelegte Stellungssyfteme, die sich in dieser Zone irr breiten Gürteln hintereinander erstrecken, Hindenburglinie nennen will. CHn nener Oberbefeht»tzO»er der sranzoflschen Heere. ^..- d a r i s, 15. Mer nur an zwei Abschnitten der 5 ro U„ lnacd diese aus ihren Stellungen nur, bei Biglia '“f® tm mehrere Kompagnien einen Sturnt ansetzten, ^laoa, ,vo die Italiener sich durch Handstreich Ln den cS*® etiteu unserer vorgeichobenen Stellungen östlich von diesem £>rte fetzen wollten. Zweimal versuchten sie ihr Glück. Ter erste amout brach trt unserem Abwehn'euer sofort zusammen: auch .^.^rte kam im Vorfeld zum Stehen. Tie ungarische Infanterie zeichnete srch in ihrem raschen, in Vollzugsanssckmß des Arbeiter- und Soldatenra^es Lutzerdem wurde umgekehrt Kormlow anfgesordert, sich in der Kaserne «nzn finden, Nttrs er aber nicht tat. Miljrikows Verzicht aus Konstantinopel. Mai. (Privattel.) Die „Voss. Ztg." mel- Rotterdam: Gegenüber Abordnungen von der Front wannte Miljukvw Rußlands Verzicht auf Kou- Kereuskij versicherte, daß die Frie- oenssache Fortschritte mache. Gr selbst lverde zurück treten, w«rn das Kabinett dem Willen des Volkes, das Ende des Krieges herbei zu führen, nicht nachkäme. Die Neubildung des russischen Kabinett». ^ Rotterdam, 15 Mai. (WTB.) 9Lach dem „Nieuwen Rotte^am,chM CmmaM" mel^t „Manchester Guardian" ans sselevKmrg. Die sozaalisttschen Parteien sind geneigt, an der Re- ff? 031 ?!? tfUjUTTeanten, 'ordern vorher aber die Säuberung des ifa* .2?..F IeT ^ re ??’ ai ' ^ 3 ® iCT: das Miegsziel mit der Dnno- Py TOdjft iwerernstlmmen. Dadurch wurde das VeMeiben M i l - lu^ows als Munster des Aeußern auf die Tagesordnung gestellt. dagegen, daß Milsukow im Käbinett «««, aber sie will khm das IInteiiri chtskminifterinm &3)GL Forderungen der Vertreter der Front. dern, 16. Vdai. Der ,^Bund" meldet: Der Rat der cwHund Soldatenabgeord neten in ^ bit 011 bie Front geschickten Polizisten urLGendarrnen der altmr Regierung in die erste Feuerlinie } u ]j r P tn ' svllTen sie keine Konrmandvs erhalten. btte Lattgkert der früheren Polizei itnd Gendarmerie lverde von einem aus 92 Mitgliedern bestehenden besonderen Aus- fthrrst untersucht werden. Die Zustande bei der Flottr ^Stockholm. 16. Mm. Laut „Rjatsch" ist der Oderbefehls- * S.- C C - e r L? 1 V* ^ Petersburg gewesen und hat na ch semer^RnÄehr erner Abordnung der Flotte in Sebastopol lM^eteckt welche EmdE er gewann. Die Manneszucht bei der ^Aleeflotteset so schlecht. daß man vergessen zu haben scheine, Dost das rxrnd srch im Kriege befinde D ießen, 16 . Mai 1917 . EröfsuungSfeier der Gartenbaukolonie Gießen. dAit einer kleinen Feier lvitrde in Gegenlvart der in Giesteii AnÄlökiamÄ T ^l"U»ri«ms und unter Teilnahme der Si 1 - nlm-lm’fninifn die O'OTtnUxwNöiric eröffnet. LtU'ä Up der Mr^oriums. ©elwmrnt Prof, fromme Lfl-rußtc btc zur Erossnungsfeier erschienenen Damen und fomeu S‘r b .erft&orttÄniiacn Läockxri die Begrilndung oer tyarlmbni!wlante die Wahl eines geschäftsführendm Ans- äiuiscv nnd eines .Kurawriunis, tms sich ans rühren de, t Periönlick^ t^ ei \rhnn Sf 1 ^wA"erzogtums zusammensetzt, envlgt sei. und L^ke L t LLs' «n 16 Avril der Lerricht b-'^nE köt.überall zu beobachtende mtmsive Beschäftigung ^ ^rähren vorbereitet worden durch die bte MensaMi wieder iu innigere Berührung mit der bringen, wte sie tu den Wandervereinen der Jugend den ^chnebergarten, den Gartensttidten. mtd dergl. mehr zurrt Äu^ - D« Krieg aber habe infolge ^okwendtgkett^ möglichst alle Lebensnkittel im Land- m V, 10 e Bestreb,,ngen mächtig gefördert und so fehe ,-an L überall in der ^Ladt, wie auf dem Lande eine eifrchc V* e^hi ^ lbartenarbett und .stteintrerzucht auch vor: solchen ' bw sich früher wert erhaben über solche Arbeit dünsten üMmde uno zugleich volk^nrtfchaftlich so wichtige Tätigkeit dürfe aber nicht mtt dem Kriege wieder Versio,nden fk Ä unserem Volle erhalten bleiben, roch an der Erreichung die'es Zieles solle unch die Garten bat ikolonie Gießen Mitwirken.^ brw (Geschäftsführer der G. K Professor Gi- wit, das, er schon seit Jahren den Wunsch habe , si oi dgar tneret und Obstpstege in der Versuchs wirtschaft des Lanmmrtschastlrchen Instituts stärker betonen zu können Ten mit lt. Soffmcmn geofbg^n BerhundlkmM ^ lemaciit, als Dr. Svfimann g.faS W v ^ fl s!!? u l ? • uc ^ t mic 7ntl Vorlesungen und Uebnncie" für stti- dterende Landnnrde. smrdern and) um Versuche um bif SwLE b^elr bie Landlpirtickmit Oberhessen^ — auf Aach -sch »°m .sichtige Frag«, 2üh- rern der irischen Parteien im voraus mitgeteilt loerderi. — ein Wahlre formgesetz ein, das ver- schi^ene Vorschläge detr. Wahlrecht, Neueinteilunq der Wahlbezirke itrtb Stimmrecht für Frauen zusammenfaßt, über dre von Vertretern aller Parteien aus einer kürzlichen Konferenz unter Vorsitz des Sprechers eine Einigung erzielt worden war. Maffenspeisungen in London. Bern, 15. Mai. lWTB.) „Daily Mail" vom 11. Mai nreldet, day gewisse Londouer Tistriktsausschtisse die Weisung erhielten, geeigrtete Maßnahineu für Massen- sp eisung e n vorzubereiten. Die Weisung l>esaqt, es könnte der Fall mntreten, daß die Maßregeln auf eine kurzfristige Benachrichtigung hin getroffen werden müßten und emt Tieplt die Aufstellung von Listen in den Wrrtsck>asten niid Speffehäusern über die Zahl der von ihnen zu verpflegenden Personen, ferner über die Zahl der m den Srluilrn m speisende?, .Ander. v «ÄSnWrftT gotr Weinbeeren frisch 13,5 AnauLs «ä 1 &SÄr3S rürMehveinsilhr an Federvieh-Erzeugnissen - qesckacht/ 12 1 ^ ^^.2. Enten 3,.TF?dervicl) Mona®tet 12 , 1 , Eier 187,o, Eigelb u,w. 4,2 Millionen Mark Vr 4^SL,^ 1XUl i' iv % 1tarr ber Bedarf an den Erzeuanisseü ^iJ^!^f ä u! TeTe ' L, -J )e§ Klemgartenbaus, des Obstbaus und !?r rtlemmeh^ltung^ schon^ vor dem .Kriege war. Wir können und rnus,en dccher diese Zrvergc tmserer Tättgkeit m>ch wesentlich förderr Zi^TfrW ixi ^ «as-n. elfter XÄ4 tvext des,«erc Ausnutzung der schon vorhandenen alten *2*^2?*^ Wegen für' einen beg Gartenbaus (emschl. Feldgärtnerei) und der .Kleine ^ bic Frauen nste an die Männer handelt sich ja auch nicht nur irm die Gewinnung neuer ewnffe, als auch um die Konservierung Ber- m und Verwertung der schon bisher gewonnenen Betä tigung isre Mädchen imb ^ust und die körverlu^ Turckrerbeituna ibu«-n geiundhmtlrch von größtem Nutzen sein. Tas vokkswittschaftliche Interesse an der Lwltung der Bodenkultur begegnet sich hier mit dem^ gscichfMs ^volkÄvlrtschaftlick-en Interesse an der körverlicben Kratttguws der deutschert Frau und dem Interesse an Der Schaffuna weiterer Tattgkettsgebiete für die Frauen -WTimg . Verständnis für die Bedeuttmg dieser Fragetr scheint sebr wvhl m allen Kreiswi der Bevölkerung zu bestehen Als der Alice- Frauenvereiu sirr Frcmen-Bildung und Erwerb i?r und) darum ersuchte, die einleitenden Sckwitte zur Eiurickttina emer Gartenbai^olvnie Gießen zu trm, war ihre volle Ausa<> staltung m 10 Tagen fettig. Tie G ießener Alice- Sch,?le " ^wtt die IhrtattJeifuBtg in .VaiisHaltskunde Büraar-, lunde, GesimdlMtslehre, die Dersuchswkttsckscist des LanLwrttschaft- ^ theoretische und praktische Ueebrweisuna in Bodmlehre, Dungettehre, Gatten-, Obstbau und Kleintterhaltung Ern Knratorumi nimmt ^ tatkräftig des Unternehmens an T^r Kreis Gießen gewahrte emen einmaligen Zuschuß von 150 ineßtabt Gießen fmbV r’. v r Muster auch an möglichst vielen svetteren Orten ermöglicht wird. An die Schülerinnen der Garlenbaukotonie Gießen kann man aber an dem heutigen Tage nur die Bitte richten, mit Frische T- ör - lf; ^'Keilen in Angriff zu nehmen: sie solsin ia die ^ragermnen der Joee der Gartenbankolonien werden An d?-e Angehörigen ergeh! aber di" Bitte, den Gatten der Kolonie teckt m. zn besuchen und sich von den Fortschritten der dort ein- gcleiteten Arbeiten zu überzeugen. Der Vorsitzende der Gattenbaukolonie Gießen. Geheimrat rfromme, teilt zmn Dck-bN' mit, daß Samstag, den 19. Mai d. I nackmittoge -'G Uhr pünktlich eine Besichtigung de.. Gartens statt EllktrischÄ^ Haltestelle am Wiesecker Weg der grünen * cn <** 5?r l ! n - lp c r,r - Mittwoch, IS. Mai, Autreteu: 8> 4 Uhr Selbe Abtttllingen in bet Ober Realschule (Vortrag über S. M. S. „Möve"). Bei fttscker Zu- mhr^ heute mttlag Fortsetzung des Verkaufs in den Matttlanb-n Wj? r rf- x ^^u?^'^inpflicht für Seide - ein hnw • -c ^ E e r e s s e n t e ir In gewinnsüchtiger Absicht frt -' versucht, ihre Mnden lnirch den SwL bk°°rstehende B^ugsscheinmKcht iix Seide zu z-u verleite«. Zugleich mit der dadurch, von den N»chsrase nach Seidenstoffen sind dann vüd,. uqen ^»levrrae unerhört und rmmdlos in die worden. Solches GE,tzgü>ahrcn fckädiat die All. Sa & r^ I : nrtat ReickMeNeidungsstelle Mt nick-, Bevölkerung die Er-'.ürung ab, daß f- fichtia?^rä.T<,.^^ Pflicht zu unterstellen Ein- t^n daß es z>Eor ist, K&t zu den rS 0 " 1 ^ J“^dn Sechen hemftem M betreiben, ftnrTf • taffl P lt "' 1 i>0|l .5 te Bevölkerung allgemein ,ur Einstch, lmre lcdes Wirrt von rnteressiertee Seite gleich für NraSS',^ ^ durch solche nnsimrigen und nnWer- n s ,ch>alr°» om AÄstchten der egoi,ti,chcn Prri«keiber ihren eigenen Geldbeutel fchSd-igi, lvntiae„^R^?d» koualverein lätN im Anzeigenteil unseres SrnS q <4 UI ,'Eunten ordentlichen Hanptversammfirna aus nnchmittags 3n. Uhr, nach Linibura ™ dvst( . em. Aus der Tagesordnung steht u «, bes Geh. Medizinalrat Pnvs. Dr. Sommer üb7r „Lahnkarml- mch Eisienbalmnetz". sckreibi, ^^nscheine für die 5 <>/o Schuldve r- 5 K r i e 41/2 0/0 Schatzanweisun gen beu komien vom 21. Maid. Js. aö in die end ^ Z^sschttnen unrgttauscht wewen. Nähres siche teile unsMs Si^^BLtt-s R«chsbankdireltormms fm An^igen. Kreisblatt, Nr. 83. enthält Bekannt- machnngen über. Vnser. — Verkehr mit Knochen usw. — Absatz von ^.orrgenwsc, GemLse, Obst und Südfrüchte — Fleisch «chtlung, — Vaterländischer Hilfsdienst, m 0(r , . Landkreis Gießen. B a .7, 1 . ^ X l c i ? Lba- 16 Mai. W-hrmwm Franz Ü,- ü 1 e r , zum Gefreiten und jetzt zum Unter- SPS? ^^rdett, ^Musketier Elwistvph Fest erhielt kürzlich rm ?st ^ li ' l^ lt *** E>essischM Tapserkeitsmedaill. dt er bereite feit einem Jalwe ausgezeichnet. ^ ^ . Kreis Büdingen. , f 7.r c n 10 ^ Cl a ' 1 0-Mai. Zmn Oberleutnant besösdett würbe der lnesige Lehrer K r a!u s ch. LandstnE^t'^ ® lfetne ^ "d der GefrLÄLlich ZÄ' ** ^ *“*» er& “ [t bEC 9116?« 1 ft* f 11 ' 16 ' ® lai - ®“ 8 M»ne Kreuz erhielt der Referoist . bisida, 16, Mai, Der Aiirtsvorstetzer in Biliza (Polen) Verinann Senm , groürtrg oon hier, erhielt das Eiserne ,Erenz — iurch rege Tätigkeit mehrerer Damen des Micefranmverein« ist es «dmtoät, mm Stadttinder bei Familien irnterzubringen', ™ c -'% tresten Mvanzig Kinder aus Barmen hier ein, ^ Eiserne .Kreuz erhielt der Kreis Alsfeld. , ' 15. Mai. Bor kurzem fand die dics- ahrme Y^neralvettamnifung der hiesigen Spar- und Dar- lRatHaussaale dahier statt. Der Gesamtum- !atz der Kasse bttrug nn Fahre 1916 779 746.91 Mark Die Aktiven waren 60 / 004..>9 i’iarj die Passiven 604 000.19 Mark Gegen nach Abgang von 6 Leuten tm Laufe 281 Mitglieder. Vom Rem gewinn mit 3004.40 Mark werden dem Reservetond und der Betriebsrücklaqe Geschäftsguthaben werden mit 6«* verzinst x ^ dnil ^ l£,rt S^^ t r Nreder--Ohmen, Bernsfcld, Bur^Ge - Endm imb Wtttsaasan erhallen je 10 Riark ebenso 25M Mark. Dan mt erhallen ,«ch^ ^ferneSub irr* bte BetrrebSE^. — Gelegentlicher 6. ^ ^rden^mi gManuber Kasse 142 000 Mar? und bei der letzten Anleihe 152 0(X> Mark gezeichnet Wenn man annimmt, oaf, voii hichiolzl-auer, die BevolLrung von Atzenhain und Nieder- Ohmen Und Bergleute Mr Stelle gewesen wären. Etwa 8—10 Morgen Wald, teils Privat-, teils fiskatischer^ Besitz, siel« dem Fetter Mm Opfer. Kreis Lmttervach. 8, Bermutshain. 16. Mai. W^der was im traurige Nachricht ein, daß zwei brave Söhne unserer Gemeinde auf dem weltlichen .KriegssckMiplatze ihren Tod gefunden l-aben. Es sind dies: Landsturmmann Johannes Jäger und Reservist Schostian Lind. Jager hintettäßt eine Fväu ütnd zwei Kinder. Kreis Schotten. §Herchenhain,46. Mai. LMidsturmmann L>rmr«h Zimmermann starv im Lazarett zu Diedeühosen. Er imtterläißt eme Frau und drei Kinder. ß Sichenhausen, 16. Mai. Ms bem westlichen Zkr-^S- schau platze starb unser Ottsdiener Landsturmmann lv-ck. Adolph. 8 O be r- Lais, 16. Mai. Muer Jörg von hier starb am 6. Mai den Leldeutvd fürs Vaterland ans dem östlichen Krregs- schauplatze. Da >er längere Zell die zweite Lcchrerstolle hier llme- hatte und eine beliebte Persönlichkeit war. ist die Trauer um ihn allgemein. 4t O be r-SchMitten, 16. Mlli. Den Leldentvd ettvt der Musketier Asinnhard Eberhard 1. Kreis Fried-ers. ** Bad-Nauheim, 13. Niai. (Kur- iMd DscschlöwrungK- verein.) Gestern abend fand ttn Restaurant „Goudes" die 49 Generalvenammlung des Vereins statt. Der Vorsitzende Lehrer i. P. A. Wagner begtttßte die Erschienenen und gedachte in ehrender Weist der verstorbenen VorstoNdsmitgliedcr Griebel und Knipp, deren Gedächtnis die AUwesenden in üblicher Weise ehrten Lehrer Wagner schilderte hierauf die militärische und polittsäL Loge Denlfchlcmds, sowie die wlttschaftlicl-en und finanziellen Verhällnisse. Er lwb svdaun die faoeren Schäden, welche der Krieg besonders den Badvorttn gebracht, sinvie die hawvMgenden Leistitngen der ärzttichcn Wissenschaft hervor. Aus dem von dem Vorsitzenden erftzrtttten Jahresbericht entnehmen wir, daß der .Kurbettock auch in der verflossenen Kurzeit in vollem Umfange aufrecht erhallen uub auch die Mattettur bedeutende Fvtt- schritte gemacht 'lmt. denn es baren über 3000 Winteriurgäste anwesend. Die (^-esamtbesuchszahl erreichte die bedeutende Hohe von 34 377 Bade gasten, worin 1132 Offizieir und 12 249 Mann faulten eingerechnet sind. Die ZaU der äbgegebenen Bäder bettug 3o4 601. Von allgemeinem Interesse ist imfa, daß die Vereins- tätigkeit auch wägend der Kriegszeit ttvtz vieler erfck-verender Ber bältnisst stettg ml Wachsen geblieben mid u.a. für Reklame^wecl> Neuanschaffung tnm Bänken, Fällterung ber Vögel, Beihilfe zu den Kvsten oer SanitätSMlonue größere Summen verausgab^ nm-vden. Der Kassenbericht mürbe von Hausbesitzer Mich Schwab erstattet. Es betruiwn die Einnahmen 626,17 Mk. die Auscmben l» 10,05 Mk. Das Lstreinövermögen beträgt 706,05 Mk. Bei der satzungsgemäß wrznrbcchmend«n Vorstandswabl wurden die tiu^ faeidenden Mitglieder die Stadtverordneten Jakobi, Klmkerftiß ^ckafer Richard Börner, favu Lchrer A. Waguer, SäEteller Reinhard .>wriiauorejtaurateur Mader und Schuhmachermeister Will wieder per Alllamatron gnvähtt. Die Bettrttimg des Verein- m der Verwalttmgstommission des Konitzkhstifts wvrde wieder dem 4fc*tttwtes ÄchGer ÄB*snrr ffibertmseic. Für den vecst»rbemm Stadl«wn'dne-en Knipp war Richard SchSvab in die Berkchrs- Lommisfivn Der Vorsitzende schloß mit dem Mmsche, daß es dem Verein vergvimt sein möge, das am 25. Februar 1918 aL«ichaItende 50jährige Jubiläum sfest des Vereins im ZeicL-en des Friedens -eiern -ir können. Kreis Wetzlar. F< Wetzlar, 15. Mai, Beim Entladen eines von der Zeche „Schlegel und Ersen" ftanrmcnben, für das hiesige Gaswerk be- stNttmtrn Waggons Köhlen wurden Mrder den Kohlen %\xm Tynamit- vatwnen von je 16 Zentimeter Länge und Mer Zentimeter Ticke « rrtb-ccft. Wie die Patinnen unter dre Ladung gelangten, ist bis jetzt 'inausgeklärt. Hessen-Nassau. ** Ems, 1ü. MM. (WTB. NichMmÄHch.) Heute nacht ist über Vad-Ems und Ilntgebnny ein sthtveres H a g el w e t t e r nieder - gegangen, das an Häuftwir und Gärten viel Schaden cn» gerichtet hat. Teilweise wurden Dächer abgedeckt und Laternen zertrümmert. Dre.Strahen sind voll Sd^larmn. --- Frankfurt a. 15. Mai. Zur Ersparung von Pferdege spannen macht gegemvärtig die Straßenbahn» Verwaltung Versuche eigner Llrt, indem sie Fuhrwerke, denen die Deichsel abgeuormnen ist, von Düotzorwagen durch die Stadt ziehen läßt. Wenn die Versuche ©erdig haben, sollen ans diese Weise 2 » |f 60 5 -b •c .5 Ä 16.1 3"! 15.110 16.' 8 .4 20,5 I 13,4 ! 75 18,8 ( 11,3 I 70 15,2 I 11.9 ' 92 2 e =. _ v ’ 5 r M CCji *n 9 9 10 Weller Bew. Himmel Bed. Himmel Regen i i i i i . i Höchste Temperatur am 15. dir 16. Mai 1917 — -f- 21,6' C. Niedrigste * „ 15. . 16. . 1917 --- ff- 14,5'0. Niederschlag: 5.3 mm.___ Cefct* HacbHcfetett« Graf Czernin im Großen Hauptquartier. Berlin, 15. 9Nai. Laut „Berliner Tageblatt" wird der angekündigte Gegenbesuch des öslerreichischeit Ministers des^leußern zur Fortsetzung der in Wien angeknüpsten Besprechungen schon in der kommenden Wockic erwartet. Voraussich tli-cl) wird Graf Czernin nicht nach Berlin kommen, sondern direkt das Große Hauptquartier auffuick>en. Die neue Jsonzoschlacht. Wien, 15. Mai. (WTB. Nrchtamtl.) Aus dem Kriegspressequartier wird vom 15. Mai abends gemeldet: Am Jsouzo nruicke auch heute den ganzen Tag über erbittert weitergekämpst. Die Schlachtfront erstreckte sich nach Norden über Canale hinaus. Die Kämpfe verlaufen g ü n st i g. Von der rnazedonistlMn Front. Berlin, 15. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Gefangene der 17. französischen Kolonialdivision aus den Kämpfen vom 8. und 9. Mai im Cerna-Bogen waren derart betrunken, daß sie erst am 10. Mai liernomrnen lverden konnten. Zur Lage in Rußland. Bern, 15. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der Petersburger Mitarbeiter des „Corriere della Sera" drahtet: Tie Lage ist immer 7wch mrsicher. Tie Regierung kann mit Recht über das Vorgehen der sozialistischen Sairderlinge beunruhigt sein, die zum Teil dem Arbeiter- urrd Soldatenrat mrgehören imd nicht nur in der Petersburger Garnison, sondern auch in der Frv-nt ihre Ansichten verbreiten. Der Gedanke der Verbrüderung mit Dem Feinde wird non denl außerordentlich einfältigen Gemüte des russischen Soldaten henmumgslos ausgenommen und ist bereits an verschiedenen Steller» der Front zu einer gewissen Entwicklung gekommen. Außerdem ist das Gleichgewicht zwischen Offizieren und Soldaten noch nicht hergestellt. Tscheidse. Kopenhagen, 15. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Nach Meldungen aus Petersburg ist der Arbeiterführer Tscheidse von seiner Reise nach Schlüsselburg nach Petersburg zurückgekehrt. Er erklärte, die Gerüchte von der Loslösungsbewe- grmg, die die Bildung einer selbständigen Republik mit Schlüsselburg als Hauptstadt verfolge, auf das en4- schiedenste für unrichtig. Russische Sozialisten auf der Heimreise. Kopenhagen, 15. Rkai. (WTB. Nicht«nttlrch.) „Vlatvmft Tidende" meidet aus dNolmö: Gesttin tra!>.,^hier 253 ru,fische Sozialist-eic ein, die sich auf der Reijc aus der Schweiz nach .stuß- land befinden. Sie gehören verschiedenen sozialisttici>en RlchtungeU an, jedoch sind alle einig dmüm, bei ihrer Mickkehr chr oen Frieden wirken zu wollen. Die russische Sozial» jtin Vera Fügner ernrog- lichte die Heimreise imd beschaffte «ich das erforderliche Geld dafür. In einigen Tage»: reisen weitere 200 russische 2 -ozurlisten aus der Schweiz iiack) Rußland ab. Erweiterung der Streiks in England. Amsterdam, 15.Adai. (WTB 9iichtanrÜich.) Wiedas All> gemeen Handelsblad" aus London meldet, droht der streik bzti Angestellten der Londoner OmnümAgesellsckzaffen sich aus o^ Lckoa -- ßenbahiiQi und tlntergrundbahnen anszudehnen. Die Vtecp&msd I>at eine Warnu.rq veröffentlicht, daß die Stillegmrg von Verkehrs-, rntittelr», die von Mimitimrsarbertern ben.utzt > »erden, dre den mit deni Reichsverteidigtangsgesetz -in .Konflikt bringen wrrd. Mißbräuchlülje Benutzung der Freifahrt für hollaiwtsche Schiffe durch die Engländer. Haag, 15. Mai. (B.T.) Die deutsche Gesandtschaft teilt nut: Die kaiserliche 9ldmiralität hat bestinimt^ii Grund, cmzmvehrEr, daß an» 15. Mai mchrere englische Schiffe mit rot-NVeißem Anstrich versuche»i werden, sich «rnssährendeil holländischen Schiffen anzuschließen und dann deutsche ll-Boote mlzugveifen. Zu hoffen ist, daß dadurch die hollwidischen Schiffe nicht in Gefahr komm«n Für den 15. d. Mts. war den hollwidischen noeh in England liegenden Schiffen von Deutschland sichere Heimfahrt zu gesagt worden. Gegen di^ amerikanffche Fimmzvorlagr. Bern, 15. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Morning Post" meldet aiis Washington vom 10. Mai. Die Fnranzvorlage, die die Abgabenerhöhung vvii 2 Mllliarden Dollars zur Deckung der Kriegskosten des ersten Kriegshalvjahres, abgesehen von den cucher- ordentlichen Bewilligungen für den Schiffbau und dergleichen, auf- bringeii soll, stößt auf eine scharfe Gegnerschaft der Presse und wird im Kongreß von den Repirblikanern scharf bekämpft Werden. Die Gegncrsckxlst kommt hauptsaMch von kapitalistischer Seite, die sich für iibcrbesteuert halte. Selbst die „World" weiide sich gegen den Punkt, der eine nachträgliche EinkommensteuererhShung für die Vorjahre vorsehe. Das Blatt „Sim", welches die Vorlage ein wirtschaftliches Ungetüm nennt, bekämpft besonders die vorgeschlagene zehn- prozentige Erhöhung der bestehenden Einfuhrzölle unter EinführiMg zehnprozentiger Wertzölle auf Artikel der bisherigen Freiliste. Trotzdem l)errscht angeblich die Auffassung, daß die Vorlage mit geringfügigen Älbändernngen Gesetz tvird. 'WKtiktfnmch's MoteAe|hH ? MtertiCgt x&uter€n&zig cx (^ßlotkn. und derm J 3 rui Flasche 135,2.00 , 2J50 und 6.00M. t Todes-Anzeige. Dem Herrscher über Leben und Tod hat es gefallen, tinsem hoffnungsvollen lieben Sohn und Bruder Herrn Pau! Meuser im vollendeten 18. Lebensjahre nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden in seine himmlischen Gefilde heimzuholen. Tief betrübt stehen wir an der Bahre des so früh von uns Geschiedenen. In tiefem Schmerz: Robert Menser und Frau Ingenieur Hans Meuser z. Zt. im Felde Flugmeister Siegfried Meuser z. Zt im Felde Gießen, Nordanlage 1, den 15. Mai 1917. Die Beerdigung findet statt Freitag, den 18. Mai, nachmittags 4 Uhr, vom Neuen Friedhof aus. WS I 03085 Nach kurzer, schwerer Krankheit entschlief am 11. Mai unsere inniggeliebte Mutter und Großmutter Frau Auguste Liebrich geb. Müller im 84. Lebensjahre. Auf ihren Wunsch fand die Beisetzung in aller Stille statt. Hüttendirektor Dr. Adolf Liebrich Minna Reeb, geb. Liebrich Prof. Wilhelm Liebrich, Hauptmann, z. Zt. im Felde Sanitätsrat Dr. Reinhard Koch Anna Liebrich geb. Schmitthenner Prof. Dr. Wilhelm Reeb Maria Liebrich geb. Müller und zehn Enkel. Mainz, Weidenau a. d. Sieg, Michelstadt i. O., Nidda, den 15. Mai 1917. bsosd Heute entschlief unser lieber Gatte, Vater, Bruder und Onkel Herr Hermann Möckel Stadtsekretär I. Kl. i. R. Im Namen der Hinterbliebenen: A. Möckel Leutnant im 2. Nass. Inf.-Regt Nr. 88. Gießen, den 15. Mai 1917. Die Beerdigung findet Freitag, den 18. Mai, vorm. 10 8 / 4 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. GrttrHfi. Unterricht ln 84 Stenographie Buchführung u. allen Handelsfichem. Tagst- a. Aä«adb«ros Monorar monatl. ÜKh. 10.- Karsdaaer nach besonderer Verein bannst Anme'dung flgHcb Kostenlose Stellenvermittlung. Franz Vogi & Go^ SieSsn Goethestr. 32 . Tel. 2004 . Fabrikränme ca. 500—1000 qm, für Metallindustrie geeiffnet, zu mieten oder zu kaufen gesucht Evtl, wird ein geeignetes Fabrikanwesen möglichst nahe des Bahn hofes. übernommen. Ausführliche Angebote unter 3892 an den Giess. Anz. Hotel FürstenSiof, Giessen Donnerstag Konzert Bier vom Faß. — Eeine Weine. — Im Restaurant gute Küche zu zivilen Preisen. 2948 Zf Babnüeigkartea werden in der Zeit vom 16. bis einickließlick 20. Mai ds. Js. nicht ausgegeben, e^ranksurt , den 14. Mai 1917. Königliche Gffenbabndircktion. 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