HM« Der Gitfttrc; S«3tf$et erscheint täglich, nutzer Sonntag-"'. - Beilagen: Glttzener §amMenb!8tter; «reirblatt fSr tzev Kreis SZietzcn. NezNgrrneis: monotl. 90 Pf., viertel» nihrl. Mk. 3.65: durch Abhole- u. Zweigstellen nronaÜ. 80 Pf-: durch die Post Alk. 3.45 viertel- jahrl. ausschl. Bestellg. fternsprech - Anschlüsse: für die Schris1leitung113 Verlag,Geschäslsstelleol AnschrKt für Drabtnach- richten: Anzeiger Gichen. Erstes Blatt J67. Jahrgang ZamsLag, \ 2 . Mai M psstfcheElsnto: KrMifurt 6.M. Ntz86 Vanrverrehr: Gr«erdebcmk Sietzen 3 «vi!Imgrnmddruck u. Verlag: vrühl'sch« Mio.. Such- u. Steindriickerri kl. Lange. Schriftleitung. Seschastzstelle a. Druckerei: Schulstr. 7. Kim«tone von Anzeigen f . die XoQeSmimmec bis zum Nachmittag vorher^ Zeilensreis, j. Anzeigen r örtlich 30 Pf.. Der- »nietungen u. Stellengesuche 15 Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvoffchrift 30 Pf.. Reklamen 75 Pi., bei Platzvorschrift W Pf. Hauptjchristieiter: Aug., Goetz. Verantwortlich^ für Politik u.Feuilleton: Arm. Goetz. Stadt mifr Lcv«»', Vermischtes u. De- richtsfaal: Fr- R. Zenz. Anzeigeittril: H. Berk, sämtlich in Gießen. (SB533.) GrotzeS Hauptquartier, 11. Mm. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprinzRupprecht. Die Tätigtet der beiderseitigen Artillerien erreichte Sestern an der ganzen Kampffront von A r r a S gröbere Heftigkeit. TeilvorftStze der Engländer bei Fresnoy, Roeux und Mischen Dloltchy und Cherisy blieben erfolglos. Bei einem Versuch. Bullecourt urnfasftnd zu stürmen, wurde der Feilld verlustreich abgermesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nack; verhältnismäßig rnstigenr Vormittag hat gegen Mend die 5kampstatigkeit zwischen Soissons und Reims wieder zugenommen. Stärkerer Artilleriekampf aller Kaliber entwickelte sich besonders au der Straße Soissons—Laon, beiderseits von Craonne längs des Aisne-Marne-Kanals, in der Champagne und fLellenweise auch in den Argonnen. Starke französische Angriffe zwischen dem Winterberg und der Straße Corbeny-Berry-au-Bac, sowie bei Pros- neS schlugen s'chl. Heeresgruppe Herzog Alb recht. Keine besonderen Ereignisse. * Im Luftkampf und durch Abwehrfeuer wurden an; IO.Mai achtzehn feindliche Flugzeuge und ein 'Fesselballon zum Absturz gebracht. Leutnant Freiherr von Richthofen zwang seinen 22., Leutnant Go n ter- mann seinen 20.Gegner. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Die Gefechtstätigkeit blieb gering. Mazedonische Front. Erneute Angriffe der Franzosen und Serben zwischen der Gerne und dem Wardar konnten an der für die Entente- Truppen verlorenen Schlackst nichts mehr andern. Sie wurden restlos abgeschlgen. Aus den TruppenmrDungen geht hervor, datz der Feind in seinen dreitägigen ergebnislosen Angriffen besonders schwere Verluste erlitten hat. Der Erste Generalauartiermerster Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin. 11. Mai, abends. (WTB. Amtlich.) An den Kampffronten im Westen ist die Lage unverändert. Der Führer der dänischen Sozialdemokraten, Borg- Tncixj, der eine Zusammenkunft mit deutschen Sozialdemokraten gehabt hat, soll dem Exekutivkomitee des Arbeiterund Soldatenrates in .Petersburg das F r i e d e n s Programm mllgeteilt haben, daß die deutsche sozialdemokratische Partei Vorschläge. Dieses Programm, so heißt es in einer Meldung aus Kopenhagen, erkennt das Recht der freien Nationen zu ihrer freien Entwicklung an, macht Vorschläge über ein internationales obligatorisches Schiedsgericht, verspricht die Rückgabe aller v-on Deutschland eroberten Territorien, die Volks ab stimm t mg in Russisch- Volen, um zu entscheiden, ob Polen unabhängig oder mit lltnßland oder Deutschland verbtrndeu sein will. Ferner verspricht der Friedensvorschlag: dir Errichtung von Belgiens, Serbiens und Rnmäm'ens Unabhängigkeit, die Uebcrtragung der bulgarischen Gebiete Mazedoniens au Bulgarien und freien Zugang zum Adriatischen Meere für Serbien. Was Eftaß-Lothriirgen anbelcmge, so könne vielleicht eine Regulierung der Grenze Lothringens auf Grund freUndschaft- lichen Uebereinkommens erzielt werden. . Es ist wichtig, daß solche Dinge bekannt werden, bevor der-Reichskanzler über seine Kriegsziele spricht. Je länger er schweigt, desto lauter und stürmischer werden die Meinungsäußerungen und Forderungen von links und rechts, '-rer „Vorwärts" droht neuerdings, die deutschen Arbei- ter würden nicht dulden, daß ihr Werk, die Erhaltung ^» Reiches tn dem ungeheuerlichsten Sturm der Welt- geschrchte, von einer Schar von Abenteurern zerstört, das Reich ruiniert werde; sie würden nicht dulden, daß der in Rußland erschlagene Zarismus in Deutschland anfcrstehe. Deul entgegnet die „Deutsche Tageszeitung", das ganze deutsche Volk habe doch bei der Erhaltung des Reiches mit- gcranipsti „Bei diesen sozialdemokratischen Anmaßungen mw Drohungen handelt es sich mn weiter nichts als um JL? Windm ache re i von Leuten, deren Machtlongkeit in demselben Augenblick klar würde, in dein man den Mur fände, gegenüber ihren großen Worten an dar- wirkliche deutsche Volk zu apsnllieren." v Tageblatt'" spricht in einem Leitartikel der Reichstagsabg. .Haas von „Erfiillten .Krie-gszielew^..Wlr 9™£ en , Y P} e Ziele unseves Verteidiguilgskri^es erreicht, bofseuLlrch gebe es nach dem Kriege eine Äbrüstung zu vftwc uni) %nx See, aber auch wenn Europa das alte .Dnegslager bleche, dann habe mrs dieser Krieg das Mittel gegen dre englische Sechecrsck-ast, die Anwendung der Unter- o ote und ihre Bedelltunitz gelehrt. Haas fährt dann „Im Bewußtsein eiltet schweren Zeit voll harter Arbeit, in klarer Erkenntnis, daß wir jahrzehntelang sparen müsse'.:, aber dock) aufrecht, froh Nnd selbstbewußt soll das deutsche Volk in den Frieden ein treten. Auch für den , Frieden und seine Arbeit brauchen wir die zuversichtliche Stimmung des deutschen Volkes: man soll rein deutschen Volke sagen, daß auch bei einem Frieden ohne Entschädigungen und ohne Annexionen — um ein« mal diese Formel zu gebrauchen — ' viel erreicht wäre, ^abei weiß jeder, bei uns und bei -unseren Feinden, auch bet den russischen Sozialrevolutionären, daß eine Neuverteilung des Kolonialbesitzes, territoriale Aenderungen auf dem Balkan, die Schaffung der Grundlagen für die wirtschaftliche Freiheit der Völker draußen in der Welt und für ihr Recht auf Arbeit durch verständtge Handelsverträge den Interessen Europas und der w.enschlieit entspreche und durch die Worte „ohne Annexionen und Entschädigungen" der Diskussion nicht entzogert sind." , Herr Haas vergißt, daß die Wirkung solcher deutschen Frredensvorschläge, wenn sie das ganze Volk einschließlich der Regierung sich zu eigen machen wollte, am Ende doch nur darin bestehen würde, daß Lloyd George noch schroffer, als er es gestern wieder getan hat, erklärt, an den eigenen, englischen Zielen festhalten zu müssen. Aber auch abgesehen davon, das deutsche Volk will nach unermeßlichen Opfern, nach seiner siegreichen Stellung, die es einnimmt, die S i ch e- r u n g e n für seine Zukunft, von denen 'der Reichskanzler früher gesprochen hat. Es wünscht zwar lebhaft, den Krieg zu verkürzen, aber nicht mit verkehrten, umgekehrt wirkenden Kundgebungen. Dabei will es keine Gelegenheiten verpaßt haben, sein'? Stellung in der Welt, entsprechend den ungeheuren Leistungen, die es vollbracht hat, zu heben und zu verbessern. Schließlich ist heute noch ein Aufruf der Reicks- und freikonservativen Parten zu verzeichnen, der von der „Post" veröffentlicht lvird und in dein es u. a. heißt: „Die Reichs- und frei konservative Partei kennt und versteht das tiefe Sehnen unseres Volles nach Frieden. Ein Frieden aber mis oen Händen der Inter nationale, der keinen Ersatz für die überwältigenden Opfer und Leine Sickerung gegen die Wiederkehr ruchloser Angriffe bietet, wäre ein Unglück für das Volk, eine twwere Gefahr für seine Weiterentwicklung, eine Sünde an unseren Ktndern nnd Enkeln. Sie hält die restlose AnSnutzwtg der Kriegslage für etne selbstverständliche Pflicht der Reichsleitung." Unter der Voraussetzung, daß unser Volk, daß Heer und Flotte in der Lage sind, die nottvendigan Sicherungen und Entschädigungen sich zu holen, kann man diesen Sätzen, auch vom Standpunkte einer andern politischen Richtung, nur zustümnen. Die militärische Lage zu Land? und zur See ist aber derart, daß für Deutschland kein Anlaß vorliegt, eine weniger würdevolle Haltung eiuzunehmen als die übrigen Kriegführenden. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 11. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauthart: Seitlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts wesentliches. Italienischer Kriegsschauplatz. Am unteren Jsonzo beiderseits lebhafte Fliegertätigkeit. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. * . * Dre Kampfe srn Westen. Berlin, 11. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Nachdem der um- sassende Angrif f der Engländer auf Bu l l ec o ur t am 10. .Mat, 5 Uhr M Min. morgens, blutig gefüttert war, beschrankte stch die Kampftätigkctt bei Bnllecourt auf .Handgranatenkämpfe. Die gemeldeten kleinen TeilVorstöße am ElLend bei Fresnoy Roeux und zwischen Monchy und Cherisp wurden bald durch unser Sperrfeuer angehalten, bald durch Maschinengewehrfeuer zuruck- gewiesen. Im Raume von St. Quentin wurden starke reindlicke Patrouillenvorstöße bei Avrincourt und nördlich St. Quentin' unter empsindlicheit Verlusten für den Gegner abgeschlagen Das Artilleriefeuer war wenig lebhaft. Das Feuer unserer Gefckchtze rief mehrsack Brände und Explosionen in deir feindlichen Batteriestel- ltmgen hervor. An der Ais ne säuberte > freiwillig ein märkisches Regiment unter Führung seines jungen -bewährten Führers durch überraschenden Vorstoß ein Frarrzvsemnst westlich Frvidnwnt-Fern'.e Um 4 Uhr 30 Minuten morgens wurde am 10. Mai bei Sorbent) du feindlicher Vorstoß durch unsere Handgrauaterstverfer angewiesen Beiderseits .Cl>evreux solche südlich Lorbeny lag auch am Nachmittag heftiges Feuer auf unseren Stellungen, das gegen 7 Uh,- abends zum Trommelfeuer anwuchs und sich alp unsere Stellungen aut Winlerberg ausdehnte. Die abends 8 Uhr östlich deS Wmter- bergs bis yux Straße Corbeny—Berrh-au-Bac in mehreren Wellen angreifenden Franzosen wurden verlustreich zurückgeworfen. An einer Stelle drangen -sic in 70 Meter Breite in unsere Gräbeir ein, die indessen im Gegeirstoß Pis ans ein kleines Franzoseuneft wieder gesäubert wurden. In der Gegend Berry-au- Vac brachte eine deutsche Patroullle am Vormittag des 10. Mai Gefangene und zwei Masckstnengewehre zurück. Nach der Anzahl der vor Miseren Stellungen liegenden Gefallenen müssen die französischen Verluste bei ihrcmt am 9. Mai gesckleitcrten Angriff nordwestlich Bermcriecourt sehr schwer gewesen sein. Mehrere hundert gefallene Franzosen liegen allein vor der Front eines feindlichen Bataillons. »In der Cham pa g ne, wo besonders das Höhengelände, nördlich der Linie Pamny—Presnes unter heftigem Feuer lag, wurden 6 Uhr 30 Milt, vormittags stvei feindliche Angriffe gegen unser» Stellung nordwestlich Pvesnes glatt abgewiesen. SÄ>lich St. Mariv ü-Py brachten Stoßtrupps eine Anzahl Franzosen und ein Schnell« lade ge wehr aus den sranzöftscheit Gräben zurück. Die Fliegertätigkeit. Berlin, 11. Mai. (WTB. Nichtamtlich^ Am 10. Mai war die Fliegertütigkeit auf der ganzen Westfront rege. Trotz der starken Luftsperve, die die französischen Kampfeinsitzer rrnd Abwehrgeschütze aufrecht erhielten, gelang es unseren Aufklärungsfliegern, weit hinter die feirch- lichen Fronten vorzudringen und wichtige Meldungen zurückzubringen. Zahlreiche gelungene Lichtbildermeldungen bestätigen den durch Augeireindruck gewonnenen Eindruck von der lebhaften Tätigkmt des Feindes^ hinter alben Fronten. Die Bahnhöfe Hazebrouck, Poperiughe und der Flug- platz Coxyde, Truppen- und Geschoßlager bei Arvas, Bahnanlagen westlich von St. Mihiel, ebenso die Bahnhöfe Aöont- reux und Altinünstervl wurden rnit Bombonablvurf angegriffen. Fm Luftkampf verloren die Gegner 14 Flugzeuge, durch Abschuß von der Erde aus weitere vier. Außerdem siel ein feindlicher Fesselballon brennend dem Angriff eines deutschen Kcrinpffliegers zum Opfer. Leutnant v. Richthofen schoß seinen 22. Gegner, Leutnant Guntermann sein 20. Flugzeug ab. * Das Hilfswerk in Belgien. ^ B e r l i n, 11. Mai. (WTB.) Nachdem die VereinigteiL Staaten irre Neutralität aufgegeben haben, wurden wegen der Fortsetzung des HilfsWerkes in Belgien längere Verhandlungen geführt, die nunmehr abgeschlossen sind. Hiernach ist die Versorgung der Bevölkerung in den besetzten Gebieten Bck- tziens und NordfrvnkreiHs mit Lebensmitteln auch weitertzkn -als gesichert anzufohen. Brrrsows Hilfskommisswn in Nork, Londmr und Rotterdam werden ihre bisherige Tätigkeit fortsetzen, und die Finanzierung, Ankauf mrd Transrvrt der für die besetzten Gebiete bestimmten Lebensmittel in, die Wege ketten. Mit Rücksicht ans den neutralen Charakter des llnterstütz'rmgs- iverkes wird das Londoner Bureau von einenr spcnrischen, doS Rotterdanrer von einein h-llandischen DivektVr geleitet. Die Direktoren werden die auf die Verernbarimi^m bezüglick-en Aisgel-sgerv- heiten mit der Regierung pcs betreffenden Landes bchcmdell^ während die Abwicklung laufenden Geschäfte in den Händen der bisherigen amerikanischen Mitglieder verbleibt. In den fe* setzten Gebieten Belgiens und Nordfrankreick)s sind seit dem 1. Mai sämtliche Amerikaner dirrch Angehörige neittralier Staaten, tns-- besonderc Hollands, Spaniens tmd der Sckm-eiz ersetzt. Anstelle des l'isberigeu amerikanischen Leiters des Brüsseler Bureaus tritt ein holländischer und ein stxrnischer Leiter. lRnnäß der neuen örtlichen Zuständigkeit dieser Herren sollen auch die neuen spaui- schen und holländischen Mitglieder der Hilfskommission über die besetzten Gebiete verteilt werden. Die regelmäßige Zufuhr der erforderlichen tstahrungsmittel erscheint mmmehr gesichert, nachdem die Schiffe der Hilfskommission die Häfen in Grvßbrttmrnien nicht mehr Mi laufen sollen imd die Durchquerung des Sperrgebiets für sie nicht mehr erforderlich ist. * Dir Kämpfe in Mazedonien. Berlin, 11. Mai. (WTB. Nichtarntl.) Lln der Dca.zed«ni- schen Front lag auf den Gräben nördlich Monastir am Bor- mittag des 10. Mai stärkeres Artzillcriefeuer. Fm Cernabogen setzte beiderseits Makor-o morgens nach heftiger Artillerievorbereitung -ein starker französischer Angriff in einer Breite von etwa 5 Kilometer ein. Är wurde überall unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagew Auf der Stellimg dcr Ebene am Dobvopolje lag gteichfaöls vom Tagesanbruch an ^hesttgcs Feiter, dein bei Betvenik, Kovil, Zborske, Tusin und Nonte heftige serbische Angriffe folgten. Sämtliche Stellungen! wurden behauptet. Südlich 5)uma, :oo sich die Franzosen naci) mehrfachen Eingriffen in einer weit vorgeschobenen bulgarischen Stellung südlich 'Farelitzna festgesetzt hatten, wurde die ganze Stellungim Gegenangriff z u r ü ck g e n o m m e n, wobei der Gegner schwere Verluste erlitt. Sonst bis zum Doiran-See rmi wechselnd starkes Artllleriefeuer. Die Verluste der Engländer bei dem letzte:: Eingriff aus die bulgarischen Vorstellungen südwestllckt des Doiran-Sees waren außerordentlich schwer. Fn mtb vor der Stellimg wurden allein 156 0 englische Tote mit Sichcr- lieit gezählt. Wie unsere Patrvitlllen feststellten, liegen cutßerdcnt muh ungezählte Tote nt den Schluchten vor der Stellung. Der zähe Widerstand der verbündeten deutschen, bulgarischen, österreichischen und ttärkischen Truppen verdient ebenso wie der fr-olee Offensivgeist, den sie bei zahllosen Vorstößen lxüveiscn konnten, höchste 'An- erkemvmg. ganz besonders in Elnbetntcht der durch die ungünstige Witterung imd das schwierige GÄände den Tinppen während des Winters auferlegten Strapazen. Die landwirtschaftliche Bebauung in Rumänien. Berlin, 11. Mai. (WTB.) liebet ben Herb sta nbatt rm besetzten R n Tnänien war matt längere Zeit int Unklaren. Erst nach der Schtteeschntelze konnte im April genauer festgestellt lverdeir, ein wie großer Teil des Ekckvr- l-andes im vergangeneir Herbst bestellt wurde. Das Ergebnis war über Erwarten gnt. Ungeachtet der Wirren in den ersten Kriegswochen scheint die'rnmänische Regierung daranf gedrungen zn haben, daß die Bebauung der'Elecker damals mit Hochdruck betrieben wurde, lieber ein Drittel des gesamten Elckerlandes wurde nämlich im Herbste bestellt. Trotz des strengen rutd späten Winters' erlitt die Saat kernen nennenswerten Schaden. Die Wintersaat steht zurzell mindestens normal. Die Frühjahrsbestellung. die dttrch die Milllätverwa^tung unter MitwirLu.trg der ruinüniscken Land, wirte sehr gefördert wurde, ist späwftens Atitte ENai vollständig beendet. Rumänische Landwirte und aus den Ländern der Zeutrabnächte zugezogene Fachleute sorgten, dvtß der Mcvrngel und die Schwierigkeiten, die sich natnrgamäß in Jftiegtaeiten bemcrföat machen, beseitigt Mürben. Ru- Tnüilische Bauern arbeiteten zusammen mit Fomtnunbiertem Militär und Gefangenen fleißig. Das Gesamtresultat der Bebauung tut Ver>valtungsge bie t, das sich aus den gemur kontrollierten Berichten der Bezirkslandwirte ergibt, über» trifft die Erwartungen. Das Wetter ist seit Anfang April für das tKedeiben der Saat recht günstig, so daß bet einem weiteren normalen Verlaus in dem besetzten Rumänien eine Getreideernte zu erwarten ist, die mindestens einer Dnrch- schnittSern l e en tfp richt. * Der türkische Bericht. K 0 n ft a 111 i lt o b c { , 11. Mai. (WTB.) Amtlicher TageS bericht vom 10. Mai. Irak front. Außer leichten PvstengeseckKett an der Tiala herrsck.t an der Front Ruhr. Am Euphrat mtternahmen die Eng länder, 300 Mimt stari mir zwei Geschützen und zwei Maschinen geweltren, eine StraserpEdition gegen uns ergebene Beduinen. Diese Unternehmung endete mit filtern Rückzug der Engländer die 120 Mann verloren habcir sollen. Ka n ka sn s f r o n t: Der mit einem Detachement ausgesübrtc Versuch de> Feindes, in unserem linVcu Flügelabschnitt unsere Süheruirgslinie ;u uberfillen, wurde oereitelt und der Gegner Zaun Rückzug gezn.'uigeir. Am Tinfat Flügel das übliche feindlich Artillerie teuer ohne Wirkung. Sinai front' Hinter der' fefftdlichen Front gegenüber Gl-crza mar eine lebhaftere Tätigleck zu er keimen. Glxrza selbst lag E am 3. Mai von 6 Uhr nachmittags ab einige Zeit unter AriLUerieieuer. Die gegen,eckige Fliegertäckgleit war lebhaft. Die Nevolution?n Rußland. Arbeiter im russischen Kabinett. Bern, 11. Mai. (WTB.) Der ,,Corriere della Serch lueldet aus Petersburg: Wie man hört, wird der ausführ rendc Ausschuß der Arbeiter fick) mit drei oder vier seiner Mitglieder als Minister ohne Portefeuille, aber mit Stimmrecht am Kabinett beteiligen. Der Plan soll an: Donnerstag zwischen den Mitgliedern der Arbeiteraus schüsse von Petersburg und Moskau besprochen worden sein. Mit der einstweiligen Regierung fanden hierüber bereits Beratungen statt. Petersburg, 11 . Mai. (WTBff Meldung der Peters burger Telegraphen-Agentur. Im Hinblick auf die Aufforderung der einftwdliffen Regierung an die Vertreter der pvlitißchen Parteien, dir noch nicht unmittelbar an der Regierung teilnebmen, ztnn Entttitt in das Kabinett, richtete MinrstprprLsidnlt Fürst Lwow an dm Vorsitzenden des Arbeiter- und Soldatenrates Dkcheidse und an den Dumapräsidenten Rodzianko ein Schreiben, indem er sie crfucl't, den Arbeiter» mrd Soldatenrat imd die Dnnra yrervon in Kenntnis zu setzen, damit der Plan verwirklicht werde: toe. Tie iRegirrinrg bat die Strafe der Verbannung und Verschickung «kÄyeschafft und setzte an deren Stelle Gefängnisstrafen von mindestens drei Jahren. Die Regierung setzte einen Ausschuß von elf Mitglied-.'rn ein zur Ausarbeitung von Bestnmmmgrn für die .Wahlen zur gcsetz gebeiwen Versammlung. Genf, 11. Mai. Nach Petersburger Depeschen begegnet die Bildung eirres Koalitioirs Ministeriums neuen Scknvic- rigkeiten, weil in wichtigetr ttrncven und auswärtigen Fra gen noch keine Verständigung er-yidt worden sei. Die En- 1«rte.diplomatie gab sich bisher vergeblich Mühe, den Kon- ffrft überbrücken zu steifem. Ans verschiedenen Teilen Rußlands liegeit Meldungen in den Müttern vor, das; die Bauermmrulyen zimehmen. Ein Erlast Idos Ministerpräsidenten spreche aus, dast in den letzten Tagen Der einstweiligen Regiermrg zabllose Drahtnachrichten über Gewalttaten von Bauern gegeir Gutsbesitzer eiugelcrusen seieit. Dabet tztmchst' die Gärung unter den JNdtrstriearbeiterri. Neue Kundgebungen. Petersburg, 11. Mai. (WTB.) Meldung der Petersburger Tclegravhen-9lgentur. Die vom Ausland verbreit steten Meldungen über einen Selbstmord SasonowS kfind falsch. Stockholm, 11. Mai. (WTB. Nichtamtlich. ^ „Svenska Dcrgbladet" aus Haparanda Mfvlge teilt der zentrale Lebens- nrittelausschuf; in Petersburg der Bevölkerung mit, das; die Getreidezufuhr nur langsam vor sich gehe. Man sei daher gewrungen, die Brotration auf *4 Pfund herabzusetzen. Der Ausschuß fordert «rff, diese unumgängliche Maßnahüre ruhig anfiunehmen und mit Brot möglichst-zu sparen. Nachher Zeitung .,Pravda" versuchte der Oberbefehlshaber des Petersburger Militärdistrikts, G-eneral Korni- Hofs, zum dritten Male die Demonstranten geA-en die einstweilige Regierung durch Militär zerstreuen zu lassen, hiergegen nahm der Arbeiter- und Soldaten rat sofort Stellung, inbem er beschloß, dast die Truvpeu- oder Arbeitermiliz nicht bewaffnet auf die Straßen gerufeir werden dürsten. (General Korniloff itahm darauf seinen Befehl zurück. Der Kommissar des Moskauer Bezirkes berichtet über die Störung der Ordnung auf den Straßen am Freitag, daß im dritten Bezirk 200 Personen umhergezogen seien unter Riffen: Wo gibt es Brot und Wasser? Nieder mit der Miliz! Nieder mit der Interimsregierung! Gebt uns einen Zaren! Eine geheime Sitzung de» englischen Unterhauses. London, 11. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bu- icvaus. Die Debatte in der geheimen Sitzung des Unterhauses wurde durch Churchill eröffnet. Er besprach die nnlitärische Lage zu Lande und zur See, mich in Verbindung mit der Revolution in Rußland, ferner die Entwicklung des Kampfes vcrden könnte. Ueber den U-Bovtkrieg gab er Ziffern Dienstag find in M a i l <1 n b, wie der „Avanti" meldet, die sozialistische Parteileitung. 35 sozialistische Abgeordnete, die Leitung der Gewerkschaften, Vertreter der Mailänder ArbeitSkainmer und Vertreter der Mailänder und Durincr Sozialisten zu- sammengetreten, um die innere und äußere Lage zu besprechen. Der italienische Minister deS Innern Orlando ist in Paris eingetroffen. Eine Erklärung der italienrschcn Sozialisten. Bern, 11. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Agenzia Stefans meldet aus Mailand: Der leitende Ausschuß der Partei der offiziellen Sozialisten hat folgende Resolution angenommen.- In Erlvägnng, da stalle Sektionen der Internationale, aber keine anderen Verbände, die recht und billig von dem internationalen sozialistischen Bureau zn einer Konferenz in Stockholm einberusen worden sind, in Erwägung vor allem, daß an den Zusammenkünften von Zimmerwald und Kien- il)al bisher nicht gelungen ist, eine dritte Internationale ins Leben zu rnsen, beschließt der leitende Ausschuß der Partei der offiziellen Sozialisten vorbehaltlich späterer Entschei- dung an der Konferenz leilzunrhmen und alle Zimmerwal- der Sektionen zur Beteiligung einzuladen, um ein Aktionsprogramm für alle Sektionen zur Wiederherstellung des Friedens und für eine Organisation der Internationale sest- zusctzen. §ee?rkg. Rene N-Bootcrfokge im ?ltlantischen Ozean. Berlin. 11.Mai. (WTB. Amtl.) Pier Dampfer und drei Segler mit 21 000 Tonnen versenkt. Unter den versenkten Schiffen befinden sich n. a. folgende: Der bewaffnete englische Dampfer vntunttun' (4011 Tonnen) mit einer Ladung Zucker, ferner zwei große bewaffnete Dampfer und ein Dampfer. Ladung anscheinend Baumwolle, deren Namen nicht fcstgestellr werden konnten. Die drei Segler hatten Holz irr England geladen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Spanische Fischdampfcr als tt-Bootfatle. Berlin, 11. Mai. (WTB. Amtlich.) Am 4. Mai sichtete eines unserer U-Boote im Sperrgebiet der Biscaya, etwa 25 Seemeilen nördlich Bayonne, sechs auf nördlichem K urfe nebeneinander fahrende Fischdampfer, tion denen der auf dem Ostflügel stehende spanische Flagge und Neutralitätsabzeichen führte. Der Kommandant des U-Bootes beschloß, die vermeintlichen spanischen Fahrzeuge zunächst anzuhalten in der Annahme, daß sie Infolge fehlerhafter Navigierung und ungewollt in das Sperrgebiet geraten wären. Auf den Signalbefebl des U-Bootes zum Stoppen drehte ein Teil der Fischdampfer auf das U-Boot zu, der andere Teil versuchte zu entkommen. Bon ersteren führten zwei Dampfer weder Flaggen noch Abzeichen, einer panische Neutralitätsabzeichen, aber keine Flaggen, ein vierter eine nicht erkennbare Flagge. Das U-Boot verlegte den Dampfern nunmehr den Weg und schoß alsdann einen War- nungsfchuß ab. Unmittelbar darauf eröffneten drei von den Fi s ch d a m p f e r n das Feuer auf da s U-Boot. Im Verlaufe des fick) entspinnenden Artilleriekampfes wurde ein Fischdampfer durch Geschützfeuer versenkt, drei weitere niedcrgekämpft und später mit Sprengpatronen versenkt. Hierbei wilrden zwei französische 3,7 Zentimeter-Geschütze mit Munition erbeutet. Die übrigen beiden Fischdampfer, die deutlich erkennbar spanische Abzeichen und Flaggen führten und anscheinend spanischer Nationalität waren, entkamen. Der Vorfall zeigt, daß die Franzosen zur Bekämpfung unserer U Boote nicht davor zurückschrecken, spanisckie Fischerfahrzeuge auf das sckstvcrste zu gefährden, indem sie sich ihnen anschließen, um sie als Deckttng für ihre U-Bootfallen zu benutzen. * Amsterdam, 10. Mai. (WDB.) Der Hmuidener Berichterstatter des „Amsterdamer.Handelsblads" meldet, daß ein als Fischerfahrzervg verkleidetes deutsches U-Boot vorige Woche in eineil schottischen Hafen an der Ostküste eingedrungen sei, dort den norwegischen Dlmpfer „Gerda" versenkt und ein anderes Sckpff beschädigt habe. A«s dem verfassMgrausschug des Reichstags. Berlin, 11. Mai. < WTB.) Der Verfassungsausschuß des Reichstages hat beschlossen, wegen des zeitigen Beginns der Vollversairnrtlung b*.nt bisherigen Arbeiten durch, die Fertigstellung der Berick-'te einen gewissen Abschluß zu geben und einige Tage vor dem Wiederzusanmwntritt der Vollversammilung me Arbeiten wieder aufzunehinen und dann entweder die twch mis- stelnndett Anträge zu beraten oder in die zweite Lesung dar burefc beratenen Anträge einz itreleu. soßun dies infolge der Stellung- nahinc der Regiernng zu den B< ebnem Ge- biete, auf welchem die Reichsleitung bereits selbst die Vorarbeiten begonnen habe. Erhöhung der Eistuhahn-Personrntarife. Berlin, 11. Mai. Dem Landeseisen bs.bn rat l>at Staats- lntmsver v. Breite n b a ch eine Vorlage zugehen lassen, nach der eine E r h ö h u n g der regelrechten Einlieitssätze für brr Personenbafö rderun g voraussichtlich zum 1 . Januar 1.918 dt,taten wird. Die „Vossische Zeitung" teilt darüber mit: Euch Verteuerung der Fahrpreis« ist soweit bedingt, als die vvm Retchstag beschlossene Verkehrssteuer besteht, die in der 1. Klasse 10 Prozent, iit der 2b Klasse 14 Prozent, in der 3. Klasse 12 Prozent und in bet 4. Klasse 10 Prozent des Fahrpreises beträgt. Die EveulxumVerwaltung sieht sich aber mit Rücksicht auf die starke Steigerung aller^ ihrer Ausgaben, besonders wegen des .An- wachjens der Kosten für die Rohstoffe genötigt, die Fahrpreise noch über den Steuer;uschlag hinaus 5 u erhöhen, uuo zwar will sie die der Berechnung der Fahrpreise zu Gruttde liegenden Ein'hdttsätze zunächst zu Gunsten der Eisenbalmver- waltung 'um 10 Prozent erhöhen, wozu dann noch die oben- genamtten Steuerzuschläge treten würden. Sie kommt auf diese Wene zu den neuen Preisen: 4. Klasse 2,4 Pig., 3. Klasse 3,7 Psg.. 2. Klage o,, Psg., 1. Klaffe 9 Psg. (gegenüber bisher 2, 3, 44,_., /_Pbb> dir einen Kilometer, Dies bedeutet gegenüber den alten EiniMtsiätzen eme Erhöhung bei der 4. Klasse um 20 Prozent, lei der 3 Masse urn 23,33 Prozent, bei der 2. Klasse um 26,67 Prozent, bei (Der 1. um 28,7 Prozent. Die tatsächliche Berteue » rung Ikt Fahrpreise ist hierbei jedoch verschieden, evt zu berück- Itn tigen ist. daß zu den alten Sätzen bei Fahrkarten von 60 Psg. an aupvärts in der 1. bis 3. Klane der F a g r k a r t e n st e m pc L tritt, der künftig fortt. Wie sich die neuert zn den alten cvalwprenan verballen, wird in der Vorlage im einer Reihe ovn Bei- lNelen gezeigt. Dw Minister glaubt, dag eine in solchem Rahmen gehaltene variier Höhung die richtige Mitte hält zwischen dem unabweisbar hervor tretenden Bedürftns der Eisenbahn venralv.mg, ihre Einnahmen mit der Ausgabe-Steigerung in Einklang zu hatten, und dem nach wie vor beoechtigten Verl«uigen des reffenden Publikums, eine preiswerte Beförderung zu fruden. Er tveist darauf hin, l-ast dev Reisende auch nach dieser Preissteigerung in Preußen billiger fahren wird, als in den meisten anßerdentschen Ländern, die, durch Kriegs Verhältnisse gezwungen, größtenteils viel weitergehende Preiserhöhungen bereits vorgenommen haben. Verbot der gewerblichen Verarbeitung non Reichsmünzen. Gegen den Mißbrauch von Reichs münzen, der bei dein Mangel an Scheidemünzen im Verkehr aufs schärfste zn verurteilen ist, wendet sich eilte soeben erlassene Bundes- ratsverordnung. Wer ohne Genehmigung des Reick)skanz- lerS Reichsmünzen behufs gewerblicher Verwertung einschmilzt oder sonst verarbeitet oder Gegenstände, die in erkennbarer Weise, unter Verwendung von Reichs münzen hergestellt sind, seilhält, verkauft oder sonst in den Verkehr bringt, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit einer Geldstrafe bis zu 15 000 Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. Daneben kann auf Einziehung dieser Gegenstände erkannt werben. Das Verbot hat, abgesehen von dem bei Gold- und Silbermünzen in Frage komntenden Einschmelzen, insbesondere auch die uenerdings beobachtete Verarbeitung eiserner Scheidemünzen zu Lchnnrckgegenstün- den im Auge. .Hervorzuheben ist. daß sich das Verbot nur auf Reichsmünzeu, d. h. auf kursfähiges Geld bezieht, nicht aber auf außer Kurs gesetzte Münzen, lvie Dukaten, Taler usw. Die Frage der Festsetzung von Hock) ftp reisen jür Silber ist in der neuen Bilndesratsverordnung nur vorläufig geregelt worden, indem dem Reichskanzler die Ermächtigung erteilt lvorden ist, Höchstpreise für Silber oder Silberwaren festznsetzen und die etwa damit uotlvendig werdenden er- gänzenden Maßnahmen zu treffen. ^ Berlin, 11. Mai. (WTB.) Das Rcichsschatzamt bestellte kürzlich größere Mengen. Zink bei den verschiedenen Werken zur Herstellung von Münzen. Die Prägungen werden mit der größten Beschleunigung erfolgen. Sobald genügende Mengen Zittkmünzen geprägt sind, wird art die geplante Außerkurssetzung Der Silber - u n d Nickel- ln ü n z en herangegangen. Freiburg i. B., 11. Mai. (WTB. Mchtamtl.) Dieser Tage i)t hier ein neu errichtetes Offiziersgefangenenlager in Betrieb genommen worden, dtumnehr sind in allen Stadtteilen Freiburgs Kriegsgefangerle untergebracht. Arss Stodt und LcrnD. Gießen, ! 2 . Mai 1917. Bcrbrccherische Anschläge von Kriegsgefangenen. Die Franzosen planen in ihrem fanatischen Haß, die in unseren Händen besindlichctt Kriegsgefangenen dazu anzustiften, durch Frevel toten imsre landnürtsckwftlichen ,u. in.du.stt leiten Betriebe zu schädigen und unseren Viehbestand zu verseumen. Sie haben hierzu eine große Organisation gegründet uiw versuchen, die Kriegsgefangenen, durch geheime Ansforderungeit auszureizen und ihnen alle möglichen verbreckrerischen Mittel in unaussälliger Weise zu übersenden. Sicherlich lvcrden viele Kciegsgesangene ihre Beteiligung an derartigen ruchlosen Schandtaten ablehmli und lvie !vish>er ihr« Arbeit in der Landwirtsä)ast und Industrie ruhig erfüllen. ?lber sicherlich wird es auch eine Anzahl ooit Kriegsgefangenen sowohl der ftanzöffsch'n als auch anderer Nationen geben, die aus Haß gegen unser Vaterland oder wegen der ihnen in Aussicht gestellten Belohnung bereit sind, jedes Verbrechen zu oeniben, das unserr Feinde von ihnen verlangen. Selbstverständlich überwachen die deutschen Militär und Zivilbehörden die Kriegsgefangenen sowie ihren gesamten Post- und Paketverkehr aufs schärfste. Aber die Maßnahmen der Behördeir könuen iticht voll loirksant werden, wenn die Vertrauensseligkeit fortbesteht, die an vielen Orten und von vielen Personen den Kriegs' gesangenell entgegengebracht tvird. ES besteht kein Grund zur Beunruhigung, aber es ist ftir iyder- inann in Stadt und Land notwettdig, den KnegSgefangenen gegenüber loacbjam und auf der .Hut zu sein. Jedermann muß damit rechnen, dag sich unter den in seinem Dtenst oder in seiner^ Nähe befindlichen Kfieirsgesangenen solche befinden, die sich zum Scheine gut führen, um die deutsche Aufmerksamkeit einziffchläfern, wäl)- rrnd sie in Wahrlx'it Perbreck-en planen mW nur aut eine günstige Gelegenheit lvarten, um diese Ü 8 erbt erben ausznfüliren. Jedermamt muß mitlvirkeu Rini eigenen Sckmtze und $u demjenigen deS Vaterlandes gegen derartige verbreck-erische Pläne mancher Kriegs- gesan gener. Darmu diese ernste Mahnung an alle: Seid aufmerksam und vorsichtig gegenüber den Kriegsgefangenen. Wir kennen die verbrecherischen Pläne unserer Feinde, die sie durch Kriegsgefangene ausführen lassen wollen; sorge jeder Deutsche dafür, daß diese Absichten durch Waich sa m - seit vereitelt und nicht durch Gutmütigkeit und Vertrauensseligkeit gefördert werden. * ** Auszeichnung. Mit der Hessischen Tapferöeits- medaitle uurrbe ausgezeichnet der Großh. Kreisgeometer und Pionier Heinrich Dietrich hier. ** Kreisarzt Medizinalrat Dr. Walger ist bis 14. Mai d. Js. b e u r t a u b t. Vertreter ist Kreisaffisdenzarzt Dr. S ch e n k. Gvethestraße 30. ** Jungwehr. Samstag, 12. Mai, ?tntretcn: 8^ Ubr an der Universitätsbibliothek. ** Gemüse. Heute ist lvieder eine große Serrdung Spargel 1. Sorte und Gurken eingetroffen, anch diese gelangen in den hiesisten Gesckwfien znnt Verkauf. Die stäot. MÜÄluntz-fte^o stk Wemüse ** DcrBortrag üVer „DaS Reinigen der W'Lsche im W l t s r i c ge", der gestern abend im Saale des Hotel „Für- sdcnbos" von der Schrift stcllerm Frau D.iüxmka K a n t h - R o b e r t- son aus Stuttgart abgehalten wurde, saud eilt sehr zahlreich er- Publikum, das mit gwßer Aufmerksamkeit allen Aus- rüchrungeri und Erläuterungen folgte, was ja bei imfercr bestehenden! Not an Seife und seiscälmllcheu Mtteln. sehr tregreisllch ist. Die Rednerüu kam auf eine neue Er'findung z-n sprechen. die in der Wäscherei eine große llnM'älzrurg Ncrvorrusen iviri>: itif die Ewzy m e der Bauchspeicheldrüsen, welche mit großem Vorteil -um Reinigen der Wäsche trenvschvt wenden konrwu. da die Enzyme die Eigensclrast haben, Eiweiß und anch^Fettstvffe löslich zu machen. Da der Schmutz der Wäsche zu einem Teile aus Eiweiftabschcidungen. besteht, so ist bei Verwendung der neuen Erfindung die Möglichkeit qeg^»en. viel Seise imd seifenhaltige Mittelseffrzufparen, lvas jetzt bür jede Hausfrau von größter Mich-ticskeil ist. Der Voffrag fand lebhatterr Beifall. ** Der Kindergarten verein hält seine vierte ordentl. Mitglieder-Versammlinrg am Dienstag um 5 Uhr Schiff enberger Weg 15 ab Siehe Anzeige. ** I m H o t c l „Fürften hof" findet Samstag und Sonntag Konzert statt: siebe Anzeige. ** Im Licht spiel Haus Bahnhosstroßc 34 steht auf ton Syielplan ern vaterländlsäies Mariuefchmtfpiel in 4 Akten „Dem Mittigen gehört die Welt" oder „Es lebe der .Kaiser". Ferner eine schöne Naturaufnahme aus Norwegen. Als zweiter Schlager ist „Der zerstreute Dichter", ein entzückender Film scherz tu 2 Akten mit Mcrnm, Z jener vom Theater des Westens in der Hauptrolle vorgesehen. Ab Dienstag-, den 15. Ächi, gastiert Heuny ^o^ten in ihrem auSgezaichireteil Gefellfchaftsdrama „Fecn- LanökreiS Gießen. z. Geilshausen, 12. Ahn. In den Kämpfen im Westtu rmnden ausgezerchnct Lcmduürt Musketier Heinrich Weber II. mÄ dein Eisernen Krewz im.d Ersatzreservist Landwirt SBilfctm Ste y h mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille. Schmied Heinrich /Zashrt, bei einem Feldartillerie-Reg.. irrurdc durch Grairat- schuß tödlich venoundet. Er starb in einem Feldlazarett tm Westen am 4. Mai. ** Hol z he i m. 12. Mai. Auf dem Felde der Ehre fürs Vaterland fiel der Rdusketier .Karl Reitz im 19. Lebensjahre, Sobn des Polizeidieners Reitz. Krns Büdingen. A O rtenberg, 12. Mai. Dachdecker. Gefreiter Mc uer, der seit Be-rffm des Krieges im Felde steht und vor kurzem mit dem Eisernen Kreuz cmsgezeiämet tvurde. wurde jetzt zum llntcr- offrzrer' lvfövdert. — Am Mittrvoch Nachmittag käuten die schon lange erwarteten westfälisch^ Ferien'lind er an, sie wurden mit größter Freude Imtb Liebe von ilrren Pflegeeltern mägerwinmeu. Gleichzeitig trafen in sämtlichen Nachbardörfern mit 2 Extrazüg-en hunderte von Kindern ein. Kreis Lauterbach. z. Grebenhain, 12. Mai. Bei der gestern hier abgehal- tenen Holzversteigertmg airs tot Doman.ialwaldnng-eir der hiesigen Oberiörsterei waren die Preise gleichfalls wieder so lwch, !oic in den vorhergehenden Versteigerungen. Für Buä-ensäuute I. Masse Wurden für den Raummeter 22 bis 24 Mk., Vuchenknüppel I.Kl. pro Raummeter 15 bis 16 Mk.,.für Erlenknüppel 12 bis 14. sogar für ausgebengelte Birchenreiser wurden für den Raummeter 7 bis st Mk. erzielt. Bon. einem Abflauen der Preise war bei geringem LttSgebot und starker Nachfrage nichts zu merken. Kreis AlSfrtd rr. Schlitz, 11. Mai. Unser Städtchen steht unter dem tiefen Eindruck der schmerzlichen Nachricht vom Heltontvd eines chrei' bester! und angesehensten Sohne. Auf deni FrLde der Ehre fiel der Fabrikant -Otto Falke, Hanptinhaber der hiesigen bedeutenden Langbeinrich^chen Lemenweberm, und Unter-Offizier dei einer Ballouabwehcbattrrie im Westen. Der jetzt Gefallene hat die seit 1832 hier bestehende Firma zu neuer Blüte gebracht und annähernd 200 Arbeitern auch während des Krieges lohnenden Verdienst verschafft. Fabrikant Falke hat ein Mer von noch irrcht 36 Jahren erreicht. Er wird hier nicht vergessen werden. — Der hiesige Kirchenvvrstand hat beschlossen, einem schon lang gehegten TÄrnsch der noch lebenden F'eldzugsteilnehmer von 1866 feao> 1870/71 nunmehr zu entsprechen, und eine Gedenktafel Mit den Namen der damaligen Kämpfer aus unserer Gemeinde in der Stndtkircke anzubrhvgen. Kreis Friedberg. h Bad-Nauheim, 12. Mai. Am Mittwoch Nachmittag wurde auf dem hiesigen Friedhof die sterbliche Hülle des Lent- r«nts d. R. Rudolf Sterbe r, nachdem sic aus Serbien, wo der junge Offizier Herbst 1015 gefallen 'ivar, überführt worden war. beigesetzt. Eine .große Trauerversammlung, darunter viele der zur Kur anwesenden Offiziere, batte sich eingeffmtoi. Pfarrer W i s s i g - Bad-Nauheim hiÄt die Gedächtnisrede, außeream sprachen ein Vertreter des OffizieAvüps, deni der jugendliche Offizier mrgelwrt I>atbe. ferner ein Vertreter des Kriegervereins. Tie Musik wurde vom Greßener Regiment gestellt. Hessen-Nassau. = Franks urta. M., 12. Mai. Im Rebstöcker Wald wurde Fveitag vormittag auf den Gleisen der Homburger Bahn die Leiche eines etwa 50 jährigen Mannes mit abgefahrenem Kvpf und Beinen anfgefunden. Wer der Tote ist, konnte iroch nicht crinittelt werden. Vermutlich liegt Selbstmord vor. Gietzcner Strafkammer. Gegen die bcveits mehrfach vorbestrafte Ferdinand L. Ehesrau von Petterweil fand am 21. Februar d. Js. vor dem Schöffengericht Vilbel Haupt Verhandlung wegen Diebstahls einer Gans Halt, die mit Verurteilung endigte. Um zu ihrer Entlastung zu beweisen, daß sie aru 18. ^lugust 1916, dem Tage des Diebstahls, 1916 datierte, t\m dem H-erichtsvollzieher Lepper für die Rechtsanwälte Jockel in Friedberg ausgesdelltc Quittung über 50 Mk. Die nähere Besickstigimg ergab sofort, daß das ursprüngliche Datruu ,,21." August durch Streichung der „2" und Hinzusitgeu einer „8" in „18." August umgeättdert worden lvar. Der Verdacht ffel alsbald auf die Angeyagte, die sich deshalb heute wegen Urkundenfälschung Zu vevantwortcm hatte. Das Gericht erachtete die Angeklagte trotz ihres Lengneus ans lArnnd der Zeugenaussage der Urkundenfälschung für überführt rrnd verurteilte sie unter Einbeziehung der durch Urteil der hiesigen Stvaffmnmer vom 3. April 1917 gegen sie erkannten Gefängnisstrafe von 6 Wochen zu einer Gescunt- gefängnisstvafe von 3 Monaten. Dem 18jährigen Arbeiter Georg Eberhard H. von Alsfeld, ziirzeit Pionier in Cobleriz, wird tzur Last gelegt, am 30. Oktober 1916 zu Alsfeld in Genreiuschaft mit der w.'geu eines persönlichen Strafausschließrmgsgrunbes nicht verfolgbaren Elisabeth H. von da einen Revolver, 60 Aiark aru barran Geld, ein blaues Kleid, vier weiße Unterröckc, acht Kopfkissenbezüge, acht Bettücher und eine farbige Tischdecke den Eltern der Hildebraed pp. aus einem Gebäude durch Erbrechens von Behältnisscn entwendet zu habeir. Der Angeklagte, der wegen Diebstahls bereits dreimal vorbestraft ist, .unterhielt im verflossenen Herbst vor seiner Einziehung zrrm iNilitär ein Berlstiltnis mit der Elisabeth H. Ende Oktober 1916 beschlossen beide, nach Offeubach a. M. sich zu begeben und den Eltern der Hildebrand das erforderliche Reisegeld zu entwenden. Nach einem vergeblichen Versuche, am 28. Oktober eigneten sie sich am 30. Oktober 1916 die obengenannten Sachen an und fuhren nach Frauffurt und von dort nach Offenbach a. M. Am 3lachmittag kehrten sie nach Frankfurt zurück. Ter Angeklagte wollte sich hier einen Anzug kaufe-n wid ließ sich zu diosam Zweck von der H. 25 fINark von dein gestohlenen Gelbe geben. Da man ohne Bezugsschein tot Anzug nicht erhielt, verlangte die H. die 25 iiRark zurück, der Angeklagte lief aber mit dein Gelde davon und ließ die H. sitzen. Diese kehrte nach einigen Tagen mit den gestohlenen Wäsck^e- und Kleidungsstücken zu ihren Eltern nach Alsfeld zurück. Der Angeklagte versuchte auch herüe die .Hauptschuld auf die H. abzuwülzm, da diese ^vcgen Zurückziehung des von ihrer Mutter gestellten Strafmitrags nicht verfolgt werden kann. Das Gcrichr verurteilte den Angeklagten, indem es ihm tvegen seines jugendlichen Alters mildernde Umstände zubilligte, zu 6 Monaten Gefängnis. LciZto Uacforteilten* Einc Kanzler-Erklärung. Berlin, 11. Mai. Wie wir hören, wirL der Reichskanzler am Montag oder Diensatg überhaupt keine Rede halten, sondern nur eine formulierte Erklärung der Regierung abgeben. diese Angelegenheit wird morgen Dom Aeltestenausschuß besprochen werden. Der Mn zier im Großen Hauptquartier. Berlin, 11. Mai. Der Reichskanzler Dr. von Berh- mann Hollweg und der Staatssekretär des Innern Dr. Helf- ferÄ) haben sich laut „Berl. Lokalanz." am Donnerstag abend ins Große Hauptquartier begeben. Die Initiative an der WeMout in deutschen Händen. Rotterdam, 11. Mai. Bei Benrteülung der jüngsten Lage an der Westfr-lnit stellt „Nieuwes v>an den Dag"' fest, daß bei der Mlckervbernng von Fresnoy die Offensive vor: den Deutschen imeverMrfgenrmnnren worden sei. Der Don der fva-nzösischen Presse habe sich seitdem auch merklich geändert. Der Umschwung in der Beurteilung der Sachlage gehe auch ans dem' Dome der frauMischen Heeres^- berichte hervor, die die Kraft der deutschen Gegenangriffe unterstreichen. Die Stimmung der englischen Gefangenen. Berlin, 11. Mai. lWTB. NichtamtlD. > Seit Beginn der Arrasosstmsivc passierten Gefangene von 32 verschiedenen engli- scheu Divisionen die deutschen Sammelstellen. Da sie aus allen Teile» Englands und der Koloinen stammen, ergibt sich ein zuverlässiges Gesamtbild über die Stimnnmg int lnütisck)en WAtreich. Am zuversichtlichsten sind die .Kanadier und Australier. Es scheint, daß bei einem Urlaub von Kolonisten in England alles getan lvird, um sie die schweren Gefahren, die durch den U-Boot krieg drohen, nicht merken zu lassen. Wesenllich gedrückter ist die Stimmung der Engländer, die die ernsten Sorgen, die über England herein gebrochen sind, nicht länger verbergen. Eirchellig bei allen Gefangenen ist die Kriegsmüdigkeit, die Klagen über schlechte Führung und hohe Verluste. Wie sehr sich die Verhältuisse seit der Sommeschlacht zu un.gilnsten der Mliierten gewandelt fwrtoi, geben die Engländer un- umwunden zu. Gefangene der 63. Division äußerten : Die Somme war eiu Pickmck im Verlüilmis zu Arras. Deutsche Gkfangrne noä» Amerika? New Ivrk, 11. Mai. Das Blatt „New Ao-rk Sun" macht den Borschlaa, es sollten die ameriMtrischen, fran- Kösischen und englischeir Schiffe nicht rmchr unbefrachtet von Europa KurÜckkehrerr, sondern deutsche Kriegsgefangene nach AmeEa tvansportieren. Dchfe Kriegsgefangenen sollten dort zur Berrichtnrng lcrrrdtvirtfchastlicher Arbeiten Ber- werrdinrg finden. Anrerika solle für ihren Unterhalt und ihre Ernährung sorgen, ivodurch Frankreich und England ntis lastet imirben. Zur U Bootfruge. Bern, 11. Mai. „TetwTs" schreibt zur U-Bovtssrage ds sei unbestreitbar, daß die Wirkung des Tauchbootskneges ui.be- trächtlickcr Sckstffc zusteht. Das Scknfs, das ohne Ermächtigung der Behörden tnt Auslande an gekauft oder gechartert wird, kmm sofort nach Ankunft in eine»! französischen oder alliierten Hasen von Staats tvegen beschlagnahmt werden. Die Zuspn^e in Rußland. Amsterdam, 11. Mai. ; WTB. Nichtxnntl Reuter, nldg. : Guffschkow sagte in der Duma, in Rußland herrsche Anarchie, es gebe Kvei Regierungen, es gebe sogar eine Bielherrschaff, die Armee leide an derselben Kronkbech. nur noch in wel sclüimmerem Grade. Es sei nicht zu spät, die Kvankheit zu heilen, aber man dürfe keinen Augenblick verlieren. Englisch-japanisches Geffeimabkonunen. Berlin, 11. Mai. Der BeriMerslatter der .^Lossischen Zeiffrn-g" meldet: Tie von der „Nowvje Wremja"^ vor einigen Tagen gebrachte Meldung, in der das Blatt auf die Möglichkert der Besetzung Wladiwostoks und eines Teiles von Sibirier durch die Favaner lffwvies, lvird durch den Umstand be,imders beleuchtet daß gleichzeitig viel von dem Inhalt eines englisch-jcw.inii'clM! 9tück- versickernngsverbrages gesprochen lvird. Danach hätte Japan gegLT. Rutzland cinzustlaorten, falls letzteres versuchen wollte, seine volitisck eu Perpckichtungen gegenüto England nickff in wcffestew Umfange zu erfüllen. Änscheiirerrd hat inan mit dieser japcnrisck-er Bedrohung auf den Arbeit-er- rmd Soldatenrat eiTrzuwirken vor sucht. Bus Holland. Haag, 11. Mai. 'WTB. Nichttuntl.) Das ^Korrcst«udeuz burean meldet, daß der Kriegsminister Bosboom seine Demission arigeboteu hat. T^r Marinemffnster übernimmt vvrlänffg du Leitung des Kriegsdepartemenls. Amtlicher Teil. Betr.: Kohlerwersorgrrng; hier: Be schafft mg von Drrffck^hlan An den Oberbürgermeister zu Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Gemäß Werstmg des Kriegswirtschaftsamtes FwEnct a. M. beauftragen wir Sie, den in Ihrer Gemeinde wohnhaften Kohlen- Händlern nachstehende Fragen zur Beantwortung vorznl'i^au. Die Kohlenhändler sind an-zuweisen, die Bsautworürng direkt an das Großh. Krcisamt ernzusenden, mrd sind fenncr darauf auffnerksam zu Tnacheu, daß nur dar allardringlichste Bedarf grineldat werds darf, da übermäßige Anforderungen sofort gestrichen werden. Di« Anmeldung hat genau nach dem vorgeschriebeneA Muster und bis spätestens den 18. lf. Mts. zu geschehen. Ungenaue oder verspätete dlnnreldungen werden nicht berücksichtigt. 1. Name des örtlichen .Kohleichändlers, 2. dessen Geschäfts'verbindung. (KohlengroßlMrdler, Name und Wohnort, 3. Gemeinde-Bahnstatvcm, 4. ob Frühimischgebiet j{j n 5. Verforgnngsgebiet, Angabe der Genieindc bezw. Gemeinden, 6. Menge, 7. Art, 8. Bemerkungen. Gießen, den 11. Mai 1917. Großherzogliches «breisamt Gießen, vr. U f i n g e r. Betr.: Tie Unterbringimg der städtischen Schlrkkinder auf dem Lande. All die Ortsausschüsse für Rotes Kreuz und Kriegshilfe. Diejenigen von Ihnen, die mit der Erledigung unserer Lteber= druckverfügung vom 24. Aprll 1917 noch im Rückstand sind, lverden dringend ersuckü, binnen 24 Stmrden oic Ortslrsden einzusenden oder Fehlbericht zu erstatten. Gießen, den 11. Vrai 1917. Groß herzogliches Kreisamt Gießere vr. Usinger. Oiekener Kolnert-Verein. ..... Siebentes Konzert Sonntag, den 20. Mai 1917, abends 5 Uhr in der NEUEN AULA Cembalo- u. Klavier-Abend Programm: Stücke von Bach, Händel, Rameau und Scarlatti für Cembalo, Sonate D-dur von Mozart, Sonate E-moll von Hayden für Klavier. Eintrittskarten: Mk. 3.—, 2.—, 1.— u. 50 Pfg. sämtlich numeriert. Studentenkarten 75 Pfg., Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pfg. sind bei Ernst Challier, Telephon 671 und abends an der Kasse zu haben. Die Abonuemcntskarten, welche für das Stadttheater ausgegeben sind, müssen um- getauscht werden. 3774 Ueberschuß für Kriegswohlfahrtszwecke. Bekanntmachung Die Holzversteigeruna in den Domanialwaldnngen der Obersörüerei Treis vom 10. lsd. Mts. ist genehmig!. AnLaabe der Apfubrscbeine, Holzttberweisung und erster Aok.rtag 18. lsd. Mts. l-veßen. den 10. Mat 1917. Obersörstcrei Treis a, d. Lda. Trautweln. 3791B Städtischer Spargelrserkauf beute nachmittag von 4 Ubr ab ,n den Marktlaube» zu Tagespreisen. _ 38178 KindergartenvereinM Die 4. orüentl. Nitglieder-Versammlung findet am Dienstag, den 15. Mai, um 5 Uhr statt. Schiffenberger Weg 15. Die verehrten Mtglieder werden höstichst dazu eingeladen. 1. Jahresberichte 2. Nechnungsablage [3734 3. Vorstandswahl 4. Verschiedenes. Der Borstand. Schiffenberger Weg 15 mit schönem (Marien ist täglich geöffnet von 9—12 und außer am Mittwoch und Samstag auch nachmittags von 2—4 tthr. Die Ausnahme von Kindern kann jeden Tag erfolgen. 3691 8anatGnuHi Lsodenfeis i. Qd. zv Barnsstadt-’Seldelbcpfl 4Sgro.b. inidenl.Waldaf-trol > Preise —Prospekt kostenlos. S. E. Dr. Schziitk Z Sasatonnm Stoizesberg | ch i.Soden'SalmUuster.LlineFranks.lÜ' Bebra. Natur- ^

r,en. ißsrtMilclHnilo nac ;en gesucht. Schrtitl. Angebote unter WH au die t'nMfba tc«- stelle des Gieß. erdet E Den Heldentod fürs Vaterland starb am 3. Mai der Lan dstu r m mannWi 1 hei m J akob im 29. Lebensjahre. Wir verlieren in ihm einen sehr geschätzten langjährigen Mitarbeiter, der wegen seines lauteren Charakters bei allen beliebt und geachtet war. Sein Andenken wird bei uns weiterleben. Rodheim a. d. Bieber, den 12. Mai 1917. 8773 Die Arbeiter der Firma Gg. Phi!. Gail, Zigarrenfabriken Der Opfer Find es groß und schwer All’ unserer toten Helden, Nur ln Gedanken rein und hehr, So können wir vergelten. Was du fürs Vaterland vollbracht. Nun ruh’st du still in Todeßnacht — Doch einst, beim sei'gen Aufersteh’n Da hoffen wir aufs Wiedersehn. Am 15. April starb unser lieber Schulkamerad Grenadier Robert Deutsch den Heldentod fürs Vaterland im Alter von 20 Jahren. Wir werden demselben stets ein treues Andenken bewahren. Seine Schulkameraden. | Lang-Göns, den 12. Mai 1917. in Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß starb am Samstag früh 37* Uhr nach kurzem schweren Leiden meine liebe Mutter, unsere gute Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elise Inderthal IV. Witwe im 71. Lebensjahr. geborene Baiser 8810 In tiefem Schmerz im Namen der Hinterbliebenen i Rödgen, am 12. Mai 1911 Karoüne Inderchal. Die Beerdigung findet am Montag, den 14. Mai, mittags 2 Uhr, statt. Rodberg Klub. Wir erfüllen Hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Hinscheiden unseres Vorstandsmitgliedes Philipp Weist geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet statt Sonntag, den 13. Mai. nachmittags 3 Uhr, ans dem Neuen Friedhof nnd bitten wir unsere Mitglieder um zahlreiche Beteiligung Der Vorstand. Gicsten, den 12. Mai 1917. 02910 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hin- schoiden meines lieben Mannes, unseres lieben unvergeßlichen Vaters Philipp Schmidt und unseres heißgeliebten Söhnchens und unvergeßlichen Brüderchens Heinrich sowie für die aufopfernde Pflege der ev. Schwestern sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Frau Hemlette Solnnidt nnd Kinder. Gießen, den 12. Mai 1917. Cafe Amend Samstag nnd Sonntag Künstler - Konzert Spezialität: Maibowle im Glas Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste unseres lieben Kindes Hermann Carl sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Sommerlad sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. Familien Rullmann und Häuser. Steinberg, 11. Mai 1917. Hotel FürstenM, Giessen Samstag nnd Sonntag S£onagex*t Im Restaurant empfehle Bier 0,35 zu 20 Pfennig, reine Weine usw. gute Küche. Schildkröten-Suppe, Rofc- | zungen grilliert, junge Hahnen mit iSalät, Griesspudding in Himbeer. jjygs C. I>iirach Inger. 02017 Teu Plan über lue Herstellung einer oberirdischen Telcgruphenlmic an dem Landwege von Ltange 60 an der ©trabe Vich—Birklar nach der Alugwoche auf dem Aürstlich-Bra'mfeisschen Wiesengrinrditüsk liegt bei dem kaiserlichen Postamt in Adrfj (Oberhessen» von heule ab 4 Wo dien aus. Darmstad!. 11. Mai 1917. 3802D Kaiserliche Qber-Postdirektivn. ! Männer-Badeverein j Schwimmbad, BudfürNichtschwimsner Lwft-, Licht- und Sonnenbad j Oie Anstalt ist vom 15. Mai ab orödnct. Beitrag für ordentliche Mitglieder Mk. 4.—, deren Söhne können das Bad bis zum 14. Lebensjahre unentgeltlich benutzen. Die außerordentlichen Mitglieder zahlen einen Beitrag von M.5.—. Für Schüler, deren Väter dem Verein nicht ange- ‘ hören, ist der Beitrag auf Mk. 2.— festgesetzt. Blilftärpersonea können während dieser Badezeit * gegen einen ermäßigten Beitrag die Anstalt benutzen. Xeuanmeldungen werden in dei*Anstalt entgegengenommen. 37961) Lichtspielhaus ♦ Bahntaüfstraß© 34 Ab hccite !>is inkl. 14. Mai ästigem gehört die Weit oder Es lebe der 6 ICaises* Vaterländisches Marineschauspiel in 4 Akten. Verfasst und inszeniert von Kurt Mal all. NOEWEiEl Naturaufnahme Als 2. Schlager Des* acerstreyfe Pichler» Entzückender Filmscherz in 2 Akten mit Mann? Zlener vom Theater des Westens in der Hauptrolle. Verfasst und gestellt von Rudolf dell Zopp. 13787a Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres heissgeliebten Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Friedrich Fuchs sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Gerb. Fuchs Familie Carl Schwabe. Lollar, den 12. Mai 1917. 3790D Bekanntmachung Die Stücke der fünften Kriegsanleihe in den Beträgen von 5 00 Mark bis 1000 Mark können während der Kassestünden werktäglich, vormittags 8—1 Uhr bei unserer Kasse in Empfang genommen werden. Die erteilten Abrechnungen sind als Ausweis vorzulegen. — Wir nehmen auf Antrag die Stücke auch in Aufbewahrung und Verwaltung. 3707C Gießen, im Mai 1917. Bezirkssparkasse Gießen. FM jjjfj a Ä'LD.KLLkS' SeberR WC5f S Programm von Samstag. 12. bis inkl. Montag, 14. Mai: h Umis W ScisMvaltsrcü Sensationeller Detektivroman in4 Akten von Richard Os» walti, in den Hauptrollen - „Alwin. Mei&ss“ \ . Friedrich Kühne vom Deutschen Theater Berlin, in Szene gesetzt von Rudolf Meoucrt. ■*** mein Spannendes Gesellschaftsdrama in 3 Akten. 37^9