rv.M Der Sietzener Unzeitzer erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: GießenerFaviUienblätter; Kreisblatt ftr den Kreis Sichen. Bejagsprcls: monatl. 90 Ps., mertel- iährl. m. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch die Post Mf. 2.45 viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für dieSchriitleitllugNZ Verlag,Geschästsstelleöl Anschrift für Drahtnach- ächten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt 16 Z. Zahrgang Donnerstag, 10 . Mai 1917 postscheckkonlo: Zranksntt a.M. 11686 Benttoerkehr: Sewerbebank Stehen Awillmgrrnnd-ruck u. Verlag: Brühl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei R. Lange. §chrif1!eitung, Geschöstrftelle u. Druckerei: Zchuistr. 7. Annahme von Anzeigen *. die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Seilenpreir, s. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Vermietungen u. Stellengesuche 15 Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrist 30 Pi., Reklamen 7b Pf., bei Platzvorschrift SV Pst Hauptschriftleiter: Aug» Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Ana. Goetz. Stadt unb Vermischt eSmGe^ richtssaal: Fr- R. Zenz. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Ein schwerer Mißerfolg der Armee Sarrails. (WTB.) Grobes Hauptquartier, 9. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ruppr eck,t. Bei ungünstigen Witterungsverhältnlssen war das Artilleriefeuer nur an wenigen Stellen lebhafter. Bayrisch fränkische Regimenter, die gestern morgen 9t r e s n o n mit großem Schneid gestürnlt hatten, hielten den Ort gegen nerrc feindliche Angriffe und brachten weitere hundert Gefangene ein. Teilvorstoße der Engländer bei Roeur und Bullecourt wurden abgeschlagen. H e c r e s g r n p p e D e u t s ch e r K r o n p r i n z. Zwischen dein Winterberg und der Straße Eor- beny—Berry-au-Bac schritten abends frisch eingesetzte französische Kräfte nach Trommelfeuer zum Angriff. In heißem Ringen wurde der Feind teils durch Rastkumpf. teils durch <$egetlstotz zurückgnvorfen. Im übrigen war auch an der Aisne- und tzhampagne- front die AefechtStatigke.it, beeinflußt durch das schlechte Wetter, geringer als an den Vortagen. O e st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Nördlich von Kirli-Baba und südlich der Valcputna- Straße wurden Vorstöße russischer Konipagmen leicht ab- gewiescn. Die Mazedonische Front war gestern der Schauplatz erbitterter K ü m p f c. Nach starker Artillerievorbereitung führte General Sarrail seine verbündeten Truppen zwischen Vrespa- und Doiran-See an zahlreichen Stellen zum Angriff. Besonders erbittert wurde mn Eernabogen gekämpft, wo Tag n nd Nach t w iederhol t e se i n d l i ch c A n l ä u f e u n t e r s ch w e r st e n Verlust c n f ü r d e n G Fy n e r v o r u rr se r e n S t e l l n n g e n vollkommenzusammenbrachen. Das gleiche Schicksal hatten Angriffe des Feindes bei Gradesnica. am War- dar und westlich des Doi ran-Sees. Deutsche und bulgarische Divisionen haben d c m Feind eine schwercN iederlagcbereitet. Der Erste Generalquartiermeistcr Ludcndorff. * Ter Abendbericht. Berlin. 9. Mai. abends. (WTB. Amtlich.) Bei Fresnoy und Bulleconrt scheiterten englische Angriffe. Das Feuer war bei Arras und an der Aisne nur stellenweise lebhafter. Der Reichskanzler soll int Bundesra ts a us schnß für auswärtige Angelegenheiten die erfreuliche Erklärung abgegeben haben, wir seien einem glücklichen Ende des Krieges nahe. Wir verzeichnet! heute neben den neuen Siegesbotschaften unserer U-Boote auch eine schi^üolze und optimistische Rede des Staatssekretärs v. Eapelle xm Reichstag, der uns über die Stimmung in der Marine sagt, baß ein Jeder, vom höchsten Offizier bis zum Heizer herab, sich rnit der Zuversicht trage, den Entscheidungskanrpf gegen England siegreich durchznfühven. Zu Lande kommt der im gestrigen amtlichen Tagesbericht gefeierte Sieg deutscher und bulgarischer Waffen über das Heer Sarrails hinzu. Da darf man nicht über Voreiligkeit schelten, wenn sich in der Oeffentlichkeit wieder der Wunsch nach größerer Klarheit in unseren Zielen und unserer äußeren Politik regt. ©i:t amtliches Organ, die „Bayerische Staatszeitung",hatte dieser Tage offenbar auch die Ansicht gehabt, daß von der Richtung unserer Ziele schon etwas angedeutet werden könnte, als sie nämlich die Frage auswarf, ob Deutschland beim Friedensschluß auf einer Kriegsentschädigung iu bar bestehen müsse. Das Blatt verneinte diese Frage und erklärte, das deutsche Wirtschaftsleben werde eine solche Kostenentschädigung nicht unbedingt nötig haben. Das rief die scharfen Gegner Bethmann Hollwegs wieder auf den Plan. Die „Deutsche Tageszeitung" schreibt unter der Ueber- schrist,/Offiziöse Verzichtpropaganda" n. a. folgende Sätze: _ „Tie Reise des Grasen Hertling mit ihren von der „Bayerischen Staatsz-eitnng", verkündeten Ergebnissen, der sich wohl noch andere mehr oder minder verschleierte Vecössentlickrnngen an schließen werden, .sollen der ^Becinslnssnng der öffentlichen Meinung in Deutschland di-eivcn. Sie sollen betonen, daß niche nur der dcutsckw Reichskanzler und Graf Czernin, sondern auch Graf Hertling sich völlig über die Kriegsziele in dieser Richtung einig seien, mit anderen Worten: Referent und Gegenreferent seien sich einig, und deshalb iverde die Sache scheut richtig sein, außerdem unabänderlich." Das Blakt meint, die Eröffnung des bayerischen Re- gierungsorgans laufe zuletzt doch nur ans eine Förderung Scheidemannscher Gedanken hinaus. Dem entgegnet die „Post" mit einigen beachtenswerten Vorhaltungen. Sie will nicht fordern, daß Deutschland auf einer Kostenentschädi- gung in bar bestehen müsse, und schreibt u. a.: ^ _ „Man studiere einmal das Gold- und Währungswesen nnicrcr Femde, mtd überlege, was es im Reiche .der finanziellen Wirklich- Pnt nrit einer baren Begleichung von Beträgen, die auch nur ins zweite Milliardeir-Dntzend gehen, ans sich hätte! Papiergeld werden doch auch die Freunde des Bargeldes nicht mit vergnügtem Gesicht einstreichen wollen. Aber weiter: meint inan wirklich, daß ein plötzlicher Milliarden ström barer Mittel um seiner selbst nullen und in jedem Falle ein Segen der heimischen Wirtschaft mürbe? Das Ergebnis der „Barzahlung" bliebe also immer: Einführung gewaltiger Mittel in die nationale Wirtschaft und Umlauf in ich. Jim selben Augenblick aber tan'cht mahnend der Begriff der „Inflation" vor uns auf! Wir alle lvissen, wie cs aus unsernr inneren Markte aussieht. Von der Waren feite her haben wir, unter Druck des allgelneinen ^Materialmangels, wahrhaftig genug Anreiz zur Preissteigerung -erfahren, — hinreichende Ver- anlassmrg, um wenigslens ans der Geld feite ängstlich acht zu geben, daß jdort nicht gleiche Neigung entsteht. Tie Entwertung des Geldes, die mit seinem übermäßigen Angebot Hand in Hand ginge, könnte uns leicht um alle:: Vorteil der „Eittschädigung" bringen." Wonach, sto meint die „Post" weiter, unsere Volkswirtschaft am lautesteit rufe, das seien Waren. Nichts werde uns im Anfang der Friedenszeit so bitter fehlen, als Rohmaterial, um unsere Industrie wieder in Gang zu bringen. „Fährt unsere Wirtschaft nicht besser, wenn sie für jede Milliarde, die ihr zufließen soll, Waren zu einem billigen Friedenspreis hereinbekommt, als wenn sie die Milliarde in bar einstreicht, um damit teure Kriegspreise zu zahlen?" Wenn man also von unseren Kriegs- und Friedenszielen spricht und wenn sich das Bedürfnis im Volke regt,, in der Erkenntnis mancher Notwendigkeiten fortzuschreiten und Aufklärung zu erhalten, jo !vird damit noch nicht begehrt, daß der Reichskanzler Jo roh gehauene und vermessene Programme herausgeben soll, wie sie unsere Feinde gegen uns enthüllt haben. Auf Grund der jeweiligen Lage ergeben sich häufig in der Bekanntgabe von Zielen politische Mittel, in diesen: oder jenem Sinne kriegsverkürzend einzuwirken. So deutet die „Köln. Volksztg." in einem Leitartikel auf einen Weg, der zu einer zunehmenden Isolierung Englands fuhren könnte: „Man sollte glauben, wir Deutsche müßten alle wenigstens in diesen Kriegszielen einig sein: England muß restlos F r a n k r e i ch r ä u in e n n jt d England nt u ß Frankreich für die ungeheuren, das französische Volk und Staats wesen ans Jahrzehnte schwer drückenden Verluste an Gut und Blut entschädigen, denn England ist zum größten Teile schuld an den furchtbaren Verwüstungen der französischen Städte und weiter französischer Gebiete. England hat Frankreich 'in den Krieg getrieben und von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr mit diabolisck>em Geschick die Leiden deS Kriegs fick Land und Volk in Frankreich zu verlängern gewußt. England soll darum Frankreich die unermeßlickienOpfer an Gut und Blut ersetzen, die das französische Volk im Interesse Englands drei Jahre, gebracht IM. Während des Kruges hat England Aegypten annektiert. Schon um unserer Verbündeten^ willen müßten alle Deutschen einig sein in dem Verlangen, daß Englaich dieses wähvcnd dos Krieges annektierte Aegypten an die Türken zurückgeben muß. Unsere Svzialdemv- kraten fordern das Recht der Freiheit der Mationen uirr für Deutschland und seine Verbündete!:, bestenfalls noch für Ruß- laitd. Aber was den ^Slawen in Oesterreich-Ungarn, den Armeniern in der Türkei^ den Finnländern, Polen und Ukrainern in Rußland recht sein soll, das muß auch den Irländern, den Indern, den Arabern recht sein. W>enn der deutsche Reichskanzler nur diese Kriegsziele verkünden würde, in denen doch alle Deutschen einig sein müßten, dann würde er großen Beifall finden, lieber die deutschen Kriegsziele könnte er dabei rulstg schweigen." Vorsichtig Fühlung zu nehmen, schrittweise in der Verfolgung von Zielen vorzugehen, das entspricht unseres Erachtens der besten Methode, den Krieg abzukürzen. Sitzen alle Staatsmänner der kriegführenden Länder erst gemeinsam an einem großen Tisch, um das große Reinemachen zu vollziehen, dann wird der öde Wiener Kongreß ein Kinderspiel gegen die Konferenz der Zukunft. Viele Gemüter werden bedenklich gestimmt, weil sie nichts davon merken, daß unsere Reichsregierung alle Anstrengungen macht, in einer selbsttätigen, praktischen Weise die Friedensfrage zu lösen. Allgemeine Angebote an die Gesamtheit unserer Feinde werden nach unserer Ueberzeugung uns nicht weiter führen und eher schädlich als nützlich wirken. * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 9. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbarl: Oestl i cher Kriegsschaup! atz. In der südlichen Bukowina wiesen mir russische Erkundungstruppen ab. Sonst nichts zu melden. Italienischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. S ü d o stlicher K riegsschaupla tz. In der Landenge zwischen Ock-rida- und Prespa-See vereitelten Österreich ich-ungarische und osmanische Abteilungen vorgestern einen feind ichen Vorstoß. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. * » . * Die Sd?lacf)teH i;n westen. Berlin, 9. Mai. (WTB.) An der Aisne-Front verstärkte sich das vormittags schwache feindliche Artilleriefeuer am Nachmittag des 8. Mai i.t der Gegend von Laffaux und Braye sowie von 4 Uhr nachmittags an gegen unsere Stellungen bis zum Winterberg— Ehapreux. Hier schwoll es 6 Uhr abends zum Trommelfeuer an, dem um 6 Uhr 15 Min. ein heftiger französischer Angriff 'folgte. Er dehnte sich bis zur Straße Corbeny—Berry-an-Bae ans. Anscheinend griffen bei diesem Angriffe zwei frische französische Divisionen an. Am Winterberg und bei Chevreux wurden die Franzosen blutig abgewiesen. Oestlich Ehevreux, wo der Gegner in Teile des vordersten Grabens einzudringen vermochte, mürbe er im Gegenstoß wieder geworfen. Nur in einer kleinen Kiesgrube vermochten sich die Franzosen einzunisten. Hier wird iwch gekämpft. Südöstlich von Aill-es drückten wir den Gegner am Atv-gen des 8. Mai in Handgranatenlämpsen etwas zurück. Feindlich? Handgranatenan- griffe an dieser Stelle wurden vormittags und nachts abgewiesen. Nördlich von Reims und in der Champagne außer lebhaften! Feuer auf einzelnen eng begrenzten Stellen keine Artillerie- nnd Jnfanterietäligkeit. Durch zahlreiche Patrouillenvorstöße wurden bei den Franzosen Ablösungen festgesteM. Auch aus Gesänge- nenanssagen an den verschiedenen Frontabsclstlisten ergibt sich das schnelle Zermürben der an der Aisne und in der Champagne eingesetzten Angriffsdivisionen, was bei den ungeheuren Verlusten der Franzosen nicht zu verwundern ist. Berlin, 9. Mai. (WTB.) Im Raume von Arr as kam am 8. Mai, um 6 Uhr abends bereit gestellte stärkere englische Jnfan-- terie westlich von Gavoelle in unserem Vernichtungsfeuer nicht zur Entrvicklung. Ein glsiMeitig gegen den Bahnhof Roeux in ein Kilometer Breite an gesetzter Angriff brach blutig in unserem Infanterie- und Maschinengewehrfeuer zusammen. 'Stoßckupps, dis an gleicher Stelle der: Angriff nachts wiederholten, wurden ebenfalls abgewiesen. Um 41 Uhr ab^ends wurde ein nach schlachtarti-gem Feuerüberfall gegen BullScoutt vorgetragener Angriff gleichsallÄ glatt abgewiesei:. Die Wiedererobjerung von Fresnoy durch bayerische Truppen am 8. Mai vormittags war eine in vollstem Umfang geglückte Unternehmung. Trotz zähestem feindlichen Widerstand wurde der Westrand des Dorfes mm den Bayern mit größter Tapferkeit wiedergeiwmmen, die über 300 Gefangene und s e ch s Maschinengewehre einbrachten und dem Feinde, wie auch bei seinem zweimaligen vergeblichen Gegenangriff, schwere Verluste zufügten. Ein nach starker trommelfeuerartiger Feuervvrberei- tung am 8. Mai nachmittags offenbar geplanter dritter Gegenangriff kam in unsere!n Feuer nicht zur Entwicklung. Starke feindliche Stoßtrupps, die am 9. Mai, 4 Uhr vormittags, gegen Fresnoy zum Angriff,vorgingen, wurden ebenfalls verlusckeich abgewiesen. Tie in ihren Berichten recht bescheiden getvordenen Engländer melden heute 2 Uhr 40 Min. vormittags, daß der dritte feindliche Gegenangriff gegen die britischen Stellungen südlich des Souchez- Flusses blutig und völlig gescheitert sei. Die Sachlage ist indessen folgende: Die Engländer versuchen ihre Linien gegen unsere Stellungen vorzuschieben. Von Zeit zu Zeit stoßen wir ans unseren Linien heraus und werfen die Engländer in die Ausgangsstellungen zurück und holen uns Gefangene, alles Unternehmungen, die uns so gut wie keine Verluste kosten. Das sind die hefttgen deutschen Gegenangriffe. Französischer Bericht vom 8. Mm, nachmittags. Zwischen Somme und Oise ziemlich starke Artillerietättgkeit, Ein feindlicher Handstreich auf die Gegend von Jtancvurt sckwiterte. Während der Nacht machte der Feind östlich von Vauxaillon und auf den Chcmin des Dames in der Richtung auf das Pantheon unö bei Cerny einen Gegenangriff. Alle Angriffsverfuche der Deutschen brachen in unserem Feuer zusammen. Weiter östlich war der An- tilleriekam.ps aus der Hochfläche von Bauclerc und in der Gegend von Craonne heftig. Nördlich oer Hochfläche von Vauclerc konnten wir durch einen Handstreich einen Mittelpunkt des feindlichen WDer- standes nehmen und neunzig Gefangene einbringen. Mndtvestkich von Reims kam es bei unfruchtbaren Versuchen der Deutschen, dt den von uns gestern eroberten Gräben südlich von Berry^u-Bac wieder Fuß zu fassen, zu einem lebhaften Kampfe, der zu irnsereni Gunsten endete. Die Zahl der von uns gestern gemachten Gefan- genen beträgt 120. Nordwestlich von Prosnes eroberten wir ein feindliches Werk und wiesen nordöstlich des Hochberges einen heftigen deutschen Angriff auf den Kämm von Teton ab, wobei dev Feind Verluste erlitt und Gefangene in unserer Hand ließ. Hand- granatenkämpfe beim Gehölz von Avoeourt und in der Richtung av* Chambrettes. 362 Flugzeuge und 29 BaltonS in einem Monat ab* geschossen. Berlin, 9. D4ai. (WTB. Amtlich.) Im Monat April haben unsere G-egner auf allen Fronten im ganzen 362 Flugzeuge ::nd 29 Ballone verloren. Dem gegenüber steht ein eigener Verlust von insgesamt 74 Flugzeugen und 10 Ballonen. An den 362 außer Gefecht gesetzten feindlichen Flugzeugen ist die Westfront allein mit 350 Flugzeugen beteiligt. Die Summe setzt sich im einzelnen folgendermaßen zusammen: 299 Flugzeuge wurden im Luft- kampf, 52 durch Fliegerabwehrkanonen ab geschossen, 11 mußten aus andere!: Gründe:: hinter unseren Linien landen. Von diesen Flugzeugen sind 171 in unserem Besitz, 187 sind jenseits unserer Linien erkennbar abgestürzt, 10 jenseits der Linien zur Landung gezwungen worden. Welchen Umfang die Luftkämpfe angenommen haben und mit welcher Erbitterung um die Luftherrschaft gerungen wird, erhellt aus der Tatsache, daß die deutschen Lnftstteitkräste in dem einen Monat April fast halb so viel feindliche Flugzeuge v e r:: i ch t e t haben wie im ganzen vergangenen Jahre, 362 in:April 1917 gegen 784 im Jahre 1916 und fast dreimal so viel wie in dem erfolgreichsten Monat des Vorjahres, 362 gegen 133 im September 1916. Berlin, 9. Mai. (WTB.) Der Erfolg der Kampftätigkeit unserer Lnftstreitkräfte im Monat April erfüllt uns mit stolzer Freude. Er übertrifft alle früheren Leistmuien, die eigenen wie die feindlichen, um ein vielfaches. Besonders hervorgehoben sei die hohe Zahl der durch unsere Flie- g e r - Ä b w e h r l a :t o n e n ab geschossenen Flugzeuge. Die Kanonen sind durch den Eifer unserer Artilleristen und die Erfindungsgabe unserer Technik zu einen: wirkungsvollen Vernichtungswerkzeug geworden. Seit Wochen herrscht in E n g l a n d große E r re- g u u g über die hohen Verluste an Flugzeugen und Flieger- offiziereu. Nach einer unwidersprochene!: Angabe eines Abgeordneten im Unterhause sind vom 1. bis' 25. Llpril 319 Fliegerossiziere gefallen, verwundet und vermißt. Der Leitung des Flugwesens !v:rd dauernd in de:: schärffteir Angriffen vorgetvorfen, daß sie Flugzeuge an die Front schicke und dort belasse, die den deutschen Flugzeugen nicht ge- wachsen seien. Anzeichen ähnlicher Mißstimmuirg sind trotz der strenge:: Zensur auch in Frankreich erkennbar. Die Erfolge Unserer Lnftstreitkräfte im Monat April berechtigen Überzeugung, rxrtz der hin- urtd herwogende Streit uni bxc Ueberlegenheitin der Luft gegenwärtig dnrch- ZU un, eren Gu nsten entschieden ist. Und wenn vre Engländer ihre hohen Verluste mit der Behanptuita zu erkiaren suchen, daß unsere Flieger nur selten über die reinoilchen Ernten Vordringen, die Engländer dagegen bei Ä?" Digri.sS- und Erkundungsflügen bis roeit in unser .9 u [ flu -■ öorffa>§en, so weifen wir demgegenüber aus Sie -Tatsache hin, daß von den 362 vernichteten feindlicher rl^gZeugen l81, also genau die Hälfte, jenseits unserer über dem feindlichen Gebiet ab geschossen worden JÜr' - miB tzaben auch wir schwere Verlusre gehabt. Der &omp] gegen eine so große zahlenmäßige Ueberlegenheit, wie wrr sw im Vesten uns gegenüber finden, und gegen einer. ic tapferen und zähen - Gegner, wie es der Lnatärrdw ÄverfelLos ist, ist schwer und fordert Hohe Opfer. Aber wie in Sem Zoamp: auf der Erde, den die Gegner durch die Ueöer- 'mar^ ihres Materials zu gewinnen dachten, so bringt auch nn Ktrmvse rn der Lust letzten Endes der Mensch um- n* Q t die Maschine die Entscheidung. Und da dürfen wir ohne morgen sein, der Geist BölckeS ist in unsere- Mregern noch lebeirdig. Wir danken unserer Industrie, die unseren Kampffliegern die scharfe Waffe gab, wir danteu unfern Kampsfliegern, deren Mut und Äufopfermrg unseren ^w^^ostugs- lind Bombenfliegern und unseren Artillerie- ruro Infanteriefliegern die Lösung ihrer schweren Aufgaben Qm ermoguchte. Daß unsere heldenmütigen Truppen in der - c un ^ Arras in dem Ringen mit einer vrelfac^n lieber macht an Menschen und Geschützen sich siegreich behaupten konnten, an dieser Ruhmes lei sru.ua haben auch unsere Flieger Anteil. ..ander werter tragen wird. Ich hoffe, daß Ihr Besuch in Deutsch» latw nicht der letzte war und daß ich bald die Ehre und das große Vergnügen haben werde, Ew. Hoheit wiederzusehen. gez.: von Bethmann Hollweg. Seefrfeg. Reue U-Booterfolge. Berlin 9. Mai. (WTD. Amtlich) Neue U-Boot- c. folge rm a t l a u t i f ch e n Ozean, *2 7 500 Brutto- rcßutertönnnt, darunl er u n die bctntiffnetcn ena- sV> ^«•tn.iu^.u -um-cuu». i * cn Dampfer ..Rio Lagrs" mit 6000 Tonnen Zucker nach ' Milliard von £■ ,ö ? u r einer amerifünij .Troilus' (7562 Tonnen) mit ?P5? ut o£? ! dienen will. Die Revolution in Rutzlanv. ErmorLunx, eugiischer Offiziere in Kronstadt. . Sto ckdo lm . 9 Mai lWTB., W-ihrmd der Unruhen oa leprn Zctt m Kronstadt ist asuch eine Reihe engli- ^S C ffr^ev^cvmvrbet nwrbcn. Es wird berichtet, «Ndre rm mchen Matronen den englischen Offizieren den Gehorsam verweigern. Buchanan. Amsterdam, 8. Mai. (WTB.) Das Reutersche Bu- roau bezeichnet die Meldung, dcöß der englische Botschafter ^Petersburg Buchanan, sich auf ber Heimreise nach befinde, als unwahr. Petersburg, 9. Mai. (WTB.) Meldung der Peters- buvger Tclegraphen-Agentur. Die Gerüchte über den e«Vtrfchen Botschafter sind vollkommen falsch. Beriru, 10. Mai. Unter Vorbehalt geben die Blätter emc , -Meldung aus Petersburg wieder, daß der englische und der französische Botschafter Petersburg ?/ e u hatten, daß aber die Abreise der beiden Xopn'drteT ge t) ei m gef )alten lverde. weit man von rhrwr. Bekanntwerdeu eine zu starke RücBvirknng auf die BolrSftnnnnrng befürchte. Englands Finanzen. kn*Ji" eVn A w 7^' Nichtamtlich. „Daily Tele- ssrapy meldet telegraphisch aus New Bork, daß der Sekre ^cr des britischen >-chapamts Sir Samuel Lever ankündigte, ^ 0 c r9an uicht länger in finanziellen ^elegenheiteik England vertrete. Tie Finanzierung der Mrrerten werde von der amerikanischen Regie- ..brrekl besorgt. Lever drückte seine große Beftnedsgung darüber aus, dag die amerikanische Regierung die Al inerten m nnanzietlen Schwierigkeiten unterstütze tmtnitmuHi!*' ba £ rf iel ° Un^rstütznng gleichzeitig auch dem ^^anffchen Volke zugute komme, da die geliehenen ^-^ka ausgegeben würden. England allein gebe taglra) , Millionen Dollars aus. Die Zeichnungen ^wgesanlerhe betrugen am ersten Zeichnungst'agc ^/l^en Dollars. Gs herrsche feriu Zweifep daß ^lugtagc, k>. afurn, volle zwei Milliarden gezeichnet feien. Du Wallstreet allein werde eine Milliarde zeichnen. England und Schweden. r°l°kr°mmburL ÄonL ÄiwlÄ Sä ääiä S f?h'fT r: "' r " n ’? -''-'Sndtschcn fiüfe» l4mdkch^ «fticibe» ‘ i 1 ack) Schweden kmzufrihren. Dadurch würde unter beG ICBt augeordneten Vecteüiina-u J" bes Landes an Brotgetreide bi? -,nr nnckswn ZEevolüg gesichert, auch, »venu die Ernte, wie zurzeit rirdrtt - Außerdem böte sich die Möglickt u eteaff®, zu too ve z-ur 7lbhisre des schwersten Druckes nötig sind. Tie Konferenz in Stockholm. s Samts sozial: st en die Pässe nach Stockbolm Nnri^^d! Beschluß der Pariser Regierung zeigt die große SS^VM : rlranzosischm 5breift seit dem Bekanntwerden der Beschlüsse des Petersbnrger Arbeiterrates bemächtig, hat. Die Munitionsherstellung in Italien. fekrekariat^ italienische Unterstaats- S?!iÄ?yaö."'"" -»—-»« England und EngllMd, unch der englische Dampfer ..Heaperides", 339A Lvnnen mrt Fleisch nach England, ferner zlvri unbekannte eng. \ id)c Dampfer, beide mit Krrrs nach Engtanö. Der Ehef des Admiralstabs der Marine. d e r l i n 10. Mai. (Amtlich.) Nene U-Bootserfolge in ^LMtischen Ozean.' vier Dampfer und vier Segler m\: Tonnen. Darunter befanden sich n. n. folgende E'wlfsk'.' die bewaffneten enqli'ck'en Dampfer Sebek (4601 .rönnen) m;t Stückgut nach Australien. Delmira (3459 To.) mir Lel für England, ein unbekannter ben offneter Dampfer tmnmrs nach Eng and, ein unbekamurr Dampfer. Ladung anschernend Rkunition. — Von den versenkten Seglern fichr- ten u. a. einer Holz, ein and rer Düngemittel nach England. Der Chef d?S Admiralstabs der Marine. England und der tt-Bookrieg. ^tn)|erbam^ 9. Mai. (WTB.) Tie „Westminster Gl> zette sucht dws Recht Amerikas nachzuweifeu, einen K r r^e g von langer Dauer voczuberciten, und schreibt: ki die Teutsckxm glauben, mit Hilfe der UuterseLbaot.- cne^ '^berpTud zu gewinnen oder doch soweit Erfolg Hab. i, daß urtKre miucäri scheu An streu gmigeu in SC*til Lerbc »ifif>a ? t gezogen loerctn und die amerikanische Hilst verhindert wird, die Eampf- Mue zu erreichen, solange ioerden die Deutschen keinen Frieden zu ^dmgungen machen, die^tvir amwh.'nen könn-en, und firtfahren, von Annex urucn und Entschädigungen r;.i sprechen. 2ee wirken lvur.ie der rm einer kleinen Zahl tooblausgebiLdEter.Seeleute mit wuiend Nntersec'd-oten unternommen wird. Tie Amerikaner, ebenst *J li: Engländer und Franzosen sind überzeugt, daß diese Methode ror alles um,asseiiden Zerstörung das Leben der zivilisierten Na- rrouen tödlich treffeii muß. Wir alle sind entschlossen, das; diese 6' age. ue einmal ausgeworsen ist, bis zur eiidgüktigen Lösung rurmgesochten werben muß. London 8. Mai. WTB. Meltamg des Reuterschen Bu - rvms. xex Lebens mitte l kontrvlleur Lord Tevonport gab geskeni ai?nd int Ober baust eine wichtige Erklärung ab, die in X atlantcntcrrfchen Kreisen als sehr l..'sriedigend und ermutigend benarchtet wird. T-er LebeusmittelkoMroktenr gab klar zu vrr- stchen, die Regierung es nicht für notwendig hatte, das >- rotkarteiisy st cjit eMzuführen. Er sagte: Ich fieue mich, sagen zu können, daß vreiu Aiffrui zum i'rrwluderten Brotver- drauch Widerhall geiimden Hot. Falls die Anstreligungen der tmteriednxne ^ nicht über alle Wakrschcinlichkcit erfolgreich find, werden wir bis zur Ernte durcheilten uiid eine ziemlich zustiedeu i ♦"/>flA>rS«n Cl)/t«^v(«A Yiatfi I M ..._^ fr .C ■ — i^ic amerikanische Suche nach einem Mittel gegen U-Boote. _ . Daag, 10. Mai. (L. A.) Dic amerikanische Re- ^ 6 ^ e f r f u n ? )etzt ^ einen Preis öou einer Million ° aus für die Erfinduiig wirkiarncr M'chtel zur Vernichtung der U-Boote. Die amerikanische HandclSstotte >,„.,^?'singtan, 8. Mai. (WTB. Nichi-rmtlich.) Me!- o.lllg dev Reuterichen Bureaus. Vom Kongreß wird die e Dollars mwlangt, die ch e n Ha nd e ls f l otte |ou, mit der man die U-Bootsgefahr überwinden Der Mißbrauch feindlicher Hospitalschifte und deutsche Bergeltrulgsmaßnahinen. .-..^Erlin 9. Mast (DTB. Amtlich.) Durch emwandireie Be- ovaäuungen und eidlich? Betvndrmgen ist mkgestellt worden, daß sc: u d l i che H o s p i r a l s ch i f s e in ausgedebniem Maße' ;um o r r von truppen, Kriegsmaterial und w^reu irieg^znockeu Mitzbraucht worden. Dalor konnte ihnevu t ks?ou/'a;o Regierung im ^perrgewet mir dann sichoro Fahrt zu- > enu ’s» bestimmte Bodinguiigeii erfüllen, die ihre oöl' ^erwendpng emigermaßeil ausschlioßen. Der sichere blieb abo nach wie vor nwglich. Erfirlstii ' ^o>luta.sc.nsse die erwähnten Bedingungen nicht, so imterliegrn die anderen Sckniie im Sperrgebiet, ^.lcse vollberechtigte Maßnabme hat die französische Sterne* runa veranlasst, als Gcgeiiiuaßregel 7 0 d e u t s ch e O i r'i r i t r c darunter emen General und 15 Stabs7ffizie/e ”!^ r fahrenden Ho spr ta l f ch i ffen un- r e . ^ u vr in gen. ^«n welch l)eldenmüttgem Geiste unsere Offi- üiere diese, dem ohnmächtigei^ Haß Frankreichs entspringende stellende Reserve haben. Hier warf Lord Salisbury ein: Soll das l^ißen, daß wir mit unserer jetzigen freiwilligen Rationierung durch kalten werden? Lord DevvnPort fuhr fort mit den Worten : . WTB. Nichtamtlich.) Zwilch"» dem tür- mrn JroBWtnr Tala.tr Pascha »nd dem Reiaäka n% chnd foU gentxi -re» grammwechsel statt: lü f01 An s?. Exzellenz Herrn Reichskanzler von Bcthmami Hol'wen' D--w,«,w»il°»dx.E«p>an,. d-r.mir durch Ew. Erzrttrn" mch Thrc , n ’ u ,- 10 Brom AularirS! lenk"», -.ukcrt wurd- Ä""-' «L ES m mit am Pflicht, in dem Ana.ö ick NW ich ^ ^ Boden vertane, r,leinen lebhafteste» Tarik ftjr" die F^nnd.ck a,r audimechen, oen Sie mir zu bereiten die Mte batten »nl . oenehle,, ward.-die Büudmsbande. welch- durch Q m-cks-neel zu knüchen.' ^foffene Blut z-fchmi-det i„td, - ^ Gaohwenr Talaat Pchchai Tie^Edurch welckze Hoheit rn dein Augenblick des V^E°.S dei "^rnbes an Mich zri richten dre Güte hatteii bitte ist, m r > ™ -»-» Ausdruck F 10 pyuy bwfbfZ entgegnizunehinen. daß ich di- v-rsöul'che S;? 1 >■" Leaers der tftr(if<6e» Mcginnnn um'4 'S p»s ntbmvtHt it Verbundcteii machen konnte. Ich bin glücklich rn frUl ttfrr rtüirf^Sr^S 1[( c C ?5 falT ^' daß es die Hand eines Freundes " ^ e - ^re Freundschaft zwischeil den ^taa^s- .V-” Ä Martz nir die unerschütterliche Lftiöfelt ■-* P lc Arbeit Reiche in viel 'NI Kriege U' i 1. - Bertev.igung der heiligsten Rechte verbindet, und die nach d^n Triumph über unsere Feiirde ihre Frücht" in einer S frrWtdK» mtatkit für das Glück und das „m™cr stärkere H 1. I.muckr 1917 hin. war nur c;it wenig geringer als im gleichen Zeitraum^ dos Vorjahres. Es lvird vielleicht nötig sein, I» noch einznschranken, dadurch, daß man den Fincküraum für o: mgende Zwecke abzweigt. Die H-crden Englands sind jedoch rrewo zahlreich, trenn nicht .zahlreichen: als je. Solange der Verbrauch in mamnrtiaen Erenzrn gelatteu wird, beswhr kaum die Möglichkeit des Flwchmmgels. Ich bin inbmro zn dem N"ntschlich gekormnen, bas; es anf ^f'nrzivcrr ist, eilten fteischtpsen Dag auf zu?eben f :n ist bei da Uebermiuekung der Devesche nagrichein - lich das Wort ..nicht" Mlsgstal!eu. Lvrv Miln er, Mitglied des KriegSkabirnstts, sagte, die EmpfeHlungen des Lebensmittrst- kontrvlleurs brächten keine Entbehrungen, sondern nur einen gewissen Auswaub^ vr-n Selbstzucht, falls die vernünftigen Berechn unngen nicht auf zu opriinisnschen Annahmett von den Nahrungs- mlttelmengen, die England wahrscheinlich erreichen würde, beruhcu. N-Bvote und Schiffsbau. Dem, 9. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) ..Daily Telc- graph" veröffentlicht mit einer zivLitägiAen Verspätung eine New Yorker Meldung, nach Ivel che r Lord Eustace Pcrcy, Mitglied der britischen Sondergesandtschaft, eine Erklärung über den Tauchbootkrieg abgab, die folgendes enthält: Die Schiffstransportsrage beher'rfchr alles andere nnd ist äußerst ernst. Mit dem j e tz i g e u Tempo der Zerstörung tonnen der gegenwärtige britifef^e und der in Aussicht genommene amerikanische Schiffbau nicht Schritt halte trnBeioe müssen sehr bedenteud beschleunigt iverden, lvenn die Schisfahrtswege offengehalten werden sollen. Der tfrira sich in einem Westtkomvr itnifrfwMT »v>r Leistnngs" : ycnycijuuzu lyetueu ]i spitzt sich zn ernem Wettkampf znnscherr der leit der britischen und amerikanischen Werften und den Tauchbooten zu.^Ter ausschlaggebende Umstand des Welt- triegcs ist der Schiffsratnn, welchen die Unionstaaten zur Verfügung stellen tonnen. Nur wenn er groß ist, können der derzeitige Militärtransvortdienft nno die Nahrungs- Versorgung aufrecht erhalten werden. Dieses ist ein äußerst ernstes Problem und dessen tief ins Leben greifende Bedeutung ist nicht bestreitbar. Kampf eines tt-Bootcs mrt fra«zösifchen Fahrzeugen. Zrr r i^ch, 9. Mai. (WTB. Die „Agenzia Stefani" meldet ans San Sebastian: Am 4. Mai inorgens wurden mehrere f r a n z ö f i s ch e nnd spanische S e e f a h r ^ ieug e^darunter zwei Dampfschaluppen, von einem d eu t- Ichen Tauchboot zwanzig Meilen nordwestlich San Se- basiian angegrifseu. Zwei mit kleinen Kanonen bewaffnere <-ckwltwpen eröffneten das Feuer gegen das Tauchboot, das untertauchte, in guter Entfernung wieder anftauchte' und den .stamvf anffnahm. Nach einstündigem Gefecht gingen die Schaluppen mit sieben an Bord befindlichen Matrosen tmter. Auch^ zwei spanische Seefahrzeuge sollen versenkt worden sein nnd unter ihren Bemannungen Tote und Verwundete haben. Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, sind die sva- ittschen schisse nur dadurch zu schaden gekommen, daß dir vewanneten f r a n z ö j i s ch e n F i s ch d a m p f e r zifSpVf aunayen. zeigt ein Ausschnitt am einem Briefe eines ^tavsoffluers der Reiervc der trotz seines lDhen Alters von Jahren imb trotz körperlicher Leiden von ten Franzosen nawent- %fcvmnawafnnc bestimmt wurde. Er bertästet an seine . „Ich tchrtev dcr schon tzeyern meine persönliche Aufck'arnrnck Maßitahme, auf die man in Deutschland yossenlLch Leut er lei Ruchicht nehmen wird. Wir erfüllen nur eine setbst- lungen^^^^^^ Pflicht, genau wie früher in anderen Stel- Erwiderung der französischen Maßnahme, die den bis- wrtgen Botterrechtsbrüchen Frankreichs wiipbig zur 3ette tritt,, nurpe unverzüglich btc dreifache An za hl französischer mmtcre enpprcchender DienstgraLe an oon Fltegeran- ? r Vf -ü tc !v°" be ?®. ^tm.gciu^tcn Punkten des iue|tl tchen Industriegebietes untergebracht. . - Kopenhagen, 9. Mai. (WTB.) Das Ministerium ^7,Putzern gibt cm Telegramm der dänischen Gesandt London bekannt, dem zufolge der dänische Dampfer ’n C K- x 1 z " ^ e i* '^ e ^" c bon Norwegen nach England in der .coroice verienkt worden ijt. Zwei Mann der Besatzung lind umgekommen. Der Kapitän des dänischen Dreimast'- iä)oners „Ein abeth" telegraphiert, daß der Schoner auf der .sterse von Icinerika nach England im Atlantischen Ozean versenkt wurde. Aus dem versafsungsausschutz des Keichstags. Berlin. 9. Mai. (WTB. Nichtamtlich. Im Berfas- lungsausichnß des Reichstags stellte bei der Erörlerm» der Reuemteilnng der Wahlkreise Mrnffterialditektor Dr. Le- wa ld nst, day die weiLgel?enden Anträge der ioffaldempkrLtiscken Partci die Zintunmung der MehrlMt des Versasnmgscrusfchusses urchr hatten. Ein Antrag,toller ftollto als Grundsatz bei der Wahl- treisetnterlung einen 190 000 Eunvohuormaßstab auf. Bei 67 Mil- lwnen Einwohner würde das eine ungeheure Dermelnaing der Abgeordneten auf 670 Abgeordnete bedemen. Der Mimfter»L- dircktor gab aber zu, daß sich das heute besteherrde Mißverhältnis in een Woot Dockung suchten, wo- durch We >^pe Tapferkeitsmedaille wurden ihm bereits früher verliehen.. — LeuttiMtt und Konipagnie- führer Helmitth Bock hat das Eiserne Kreus 1. Kl. erhallen. ** 93 e f ö r b e r u n g. Der Gefteite Karl Jäger aus Gießen, früher in Frld, Art.-Regt. Nr. 21, wurde zum Unteroffizier befördert. ** Provinzialausschuß. Mittwoch, den 16. Mai, vormittags 9 Uhr, findet im Regierungsgebäude dahier eilte öffentliche Sitzung des Pravinzialausschusses der Provinz Oberh^'ssen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage der Holz- Handlung L. ^Ruhenslloth in Gütersloh gegen ben KteiSanssämst des Kreises Lauterbach lvegen Beitrags für Kreisstraßenbenutzung mittelst Holzlastautos. 2. Antrag aus Entziehung des Patents als Gr. Geometer 2. Kl. gegen den Geonreter Julius rsauer aus Butzbach (Griedel» zurzeit Cliarlottenburg,^ Uhlaiidsstraße. 187. 3. Klage des Ortsarmenv-erbands Frankfurt a. M. gegen den Landarm-enverband Gießen wegerr Ersatz von Pslegekostcn für die Kinder der Alfred und Irma Niklas aus Zülz. 4. Wahl des Kiristags im Kreise Büdingen dnrch die -30 Höchstbesteueftcu; hier: Klage des Giitspäckters Jakob Schuch zn Hof-Schleifeld. 5. Klage des Müllers Heinrich Reichert, Diidelsheim, gegen Großh. Kreisamt Büdmgen .l-egeu Bcrfügungsaufhebnng (Ltörung des Wasscrlaufs vor der Hockst euischen Mühle in Düdelsheims ^ Die Kleingeldhamster rühren sich. . . Dir amtlich angeküudrgte und auch int Reichstag besprochene Absicht, Silber- und Nickelniünzen außer Kurs zu setzen, hat berells den Erfolg gezeitigt, daß' in allen öffentlicheii Kassen, Banken, 'wie SMrkassen, reichlick. Hartgeld eingezahlt wird. Svivvhl au Silbernste an Nickel gelb sind allein in ben letzten Tagen so große Mengen eingekommen, wie im ganzen letzterr Halbjahr nicht. Die Einzahler erklärnr offen, daß sie mwlge der ecivähnten amtlichen Ankündi- gmrg das Geld lieber berausgebeu, ehe es seinen Münzwert verliert. ** B e s ch l a g n a h in e, B c ft a n d s e r h e b u n g n n d Enter g n rn n g v o n fertigen, g eb r a u ch t e n u n d nnge-- brauchten G e g e n st ä n d e n aus Alunrinii: m. Am 10. Mai 1917 ist ei» Nachtrag zur Bekanntmachung Nr. Icke. 500 2. 17. K. R. A. vom 1. März 1917, betreffend Beschlagnahme, Bestands- erhebnug und Enteignung coit fertigen, gebrau ästen und unge-- lrrauchten Gegenstäiiden ans Aluminium in Ki-aft getreten. Der Nachtrag bringt eine Abänderung des § 7 insofern, als die Enteignung der bescklagnablnten Gegenstände nicht nur durch besondere an den Besitzer gerichtete Anordnung, sonderrr and) durch öffentliche Bekanntmachungen ausgesprochen werden kann. Ferner werden die Ueberiiahmepreisc 9 gegenüber der ursprünglichen Festsetzung erhöbt. Es ist Vorsorge getroffen, daß Ablieferer,r, welche auf Grund der alten Fassung des § 9 der Bekanntmachung ^1e. 300/2.17. K. R. A. die geringere Vergütung erhalten haben, der Unterschied zwischen den neuen lind den bereits gezahlten Ueber- ilabmepreisen rrachgezahlt wird. Schließlich iberden ,wch ini 8 ll Bestimmungen über Ablieferung von nicht beschlagnahmten Gegen- ständeii aus Aluminium und die dafür zu zahlenden Uebernahine- vreise festgesetzt. Alle Einzelheiten ergeben sich aus dem Wortlaut der Bekauntiuachung, deren Veröffentlichung in der übllcheii Weise diirch Anschlag und durch Llbdruck in den Tageszeitungen erfolgt. Auherdeni ist der Wortlaut der Bekanntmachung im heutigen Anzeiger veröffentlicht. ** Das neue Flandern. Die von dem Verein für das Deutschtum im Aiislaude veranlaßte Veranstaltung über „D a s neue Flandern" dürfte, wie in einer Reihe anderer Städte, so auch iit Gießen der weitesten fteudigen Teilnahme der Bevölkerungskreise lvgegnen. Die ..Teii tsch-Vlämische Gesellschaft". die sich mit dies-eii Vorführungen in deii Dienst der Pflege der Beziehungen znstsckien Deutschlmrd imd Flandern auf der Grmidlage der Stammes U7Ü> Sprachvenvandtsckiaft und der gemeinsamen (fleschichLe gestellt hat. lwt in ihren „vlämischen Albenden" offenbar den rechten Weg gefnnden, iim in Deutschland für Wesen und Eigenart des seit Jahrhunderten so schwer um sein Dasein ringenden vlämischeii Brudervolkes Verständnis zu ver breiten. Eine Reihe von Berichten über die bisher ablzehaltenen Veranstaltungen rühmt die köstlich frischen lebensvollen Bilder aus der geschichtlichen iind kultuvellen Eiilivicklung Flanderns, von seineiu Kampfe gegen welsche Zwing Herrschaft seit den. Tagen der ersten französischeii Republik und der fraiizösifch-belgrschen Revo lrition bis auf die Gegemvart. Während das Auge^ sich an der ausgezeichneten Wiedergabe vlämiscker Kmrstttßrrke erfreute, wurde das Ohr gleichzeitig diirch den entsprechenden Vortrag vlämischer Volksweisen und der Donschöpmngen vlämischer Meister der neue ren Zeit entzückt. Infolge der sehr geschickten Zusaminenstellang der Darlnetungeii bildete dieser ttzesangsteil eine^ harmonische Ergänzung der herrlichen Lichtbilder iind des gesprochcneii Wortes. So gestalten sich diese Abende zu einem außerordentlich ivirksanien Mittel, iim in den Beßichern der Ueberzeugung Eiiigang zu ver- schassen, daß in bem vlämischen Bolksstammc Geist von unserem deutschen öleiste lebt, daß es ein kerndeutsches Land ist, den: in diesem Wellkriege ein so schweres Los dnrch die Verblendung feiner Regierung und seines Herrschers aiifcrlegt worben ist, das^ aber, wie wir hoffen dürfen, einer lichteren Zukunft unter dem Schutze der de-ntsck-eii Großinacht entgegeiigeht. Möchte der am Freitag, denk 11. d. Mts., in der Netten Aula stattfindende vlämische Abend sich dnrch einen recht regen Besuch zu einer cindrllcksvollen Kund- ' «zebung brr bewährten deutsch-vaterländischeir Olesinuung unserer städtischen Bevölkerung und ihres liebevolleii Anteils an dem Schicksale unseres vlämischen Brirdervolkes gestalten! ** Oefsentlichc Bücherhallc. Im April ivurden 2282 Bände ausgeliehen. Davon ßommeir cmf Erzählende Literatur 1355, 'Zeitschriften 234, Jugendschriften 251, Literaturgeschichte 7. Gedichte und Dramen 41, Länder- und Völkerkunde 48. Kulturgeschichte 30. Geschichte und Biographien 98. Kunstgeschichte 13, Natilrimfftnschaft und Technologie 60, Heer- und Seewesen 12. Haus- irnd Landwirtschaft 6, 6>esundbeitslchre 13. Religion und Philosophie 31.« Staalswissei'.sckrafl 12. Sprachivissenschast 2, Fremdfpraä lickes 17 Bände. Nach miswärts kamen 21 Bände. Die Bücherballe ist nun wieder jeden Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag geöffnet. , ^ . ** Jur »galt He s s e u. Am ^vnntag, deui 13. Mai, vor mittags 10,13 Uhr beginnend, findet im „Gasthos Schütz" in Gießen der diesjährige Gail turn lag des Gaues Hessen unter Vorsitz des zweiten GauvcrtreterS D. Eidmann statt. Die Tagesordnung ist «eine fthr reichhallige iurd Weist für die jetzige Zeit besonders wichtige Berntungsgegensttinde auf. Der Gau Hessen umfaßt etiva 180 Turuvcveine aus der Provinz Hessen-Nassau, dem Kreis Wetzlar und der Provinz Obethessen. ** Das heutige Kreis bla tt enthalt: Beschlagnahme. Bestandserhebung und Enreiigniiiig von fertigen, gebrauchten und ungebrauckteii (Kegeiiständeii a!ts Aluminium. Beia,mtmackvuiig über Geniüsdiersorgung. Landkreis Gießen. ** Annerod, 10. Mai. Für die H i n de n b u r $ s p ende wurden in hiesiger Gemeinde gesammelt: 223 Eier. 1 Pfd Butter, 2 Töpfe Honig, 3 große imb 3 kleine Gläser Gelee. 1,7 Pfd. Wurst. 2,3 Pfd. Speck, 18 Pfd. Dörrobst, 10,3 Pfd. Erbsen und 12,3 Pfd. Gerste. In Aiibetracht der gegenwärtigen Tcuerungs- Verhältnisse kmm das Ergebnis befri^igdud genawit werden. erubinis „Äbe Mono" imb Hitlers Gebet machten auf die zahlreich Erschienenen tiefen Eindruck. Das nnanzn-lle Ergebnis betrug 150 Mk. Arkis Büdingen. Gelnhaar, 10. Mai. Unsere kleine, meistens mis kleinen Leuten, besonders Industriearbeitern des Hirzenl-auier Hüttenwerkes, bestehende Elemeinde Knuinelte zur Hin den bürg- spende unter Leitung des stellvertretenden vürgermeiivers ^ Eier, 14 Pfd. Graupen, 7 Pfd Erbsen, Pfd. Dörrobst. 4,73 Pfd -Mehl, 3,23 Pfd.'Hafer, 3 Pkd. Gerste 2,3 Pfd. Zwiebln 1 Pfd. Wurst, 0,3 Pfd. Butter, 0,3 Pfd. Dörrftepch. 1 Korb vol. Meerrettich imd 1 Pfd. Kaffee, alles ivie überall ttcud'g iß» un erttgettlich, allen für die reichen Sachen herzlichen Dank. Kreis Alsfeld. Up. Aus dem Ohmtal, 10. Mai. „Nun brlckü m* allen Zweigen das maienfrische Grün." Die Wälder norden grün, und tnc Blütenkiwfpcn der Grrtensträucher und Obftbänme icywcuen. Das gibt enren Mai, wie ihn die Dichter besingen. Der geprige ergiebige Landregen lyat geradezu ein zauberlxaftes Wack^sttlNi gezeigt. Die Kornsaat, die bisher ^urückblicb und BenirchttUWat aufkvmmen ließ, hat ganz erstaunliche ^Fortschritte gemacht, edenj» der Weizen. Wnnersamen und .Klee erfreuen Auge und Herz. Fm: die Bienen, die so ungewöhnlich laug« in ihre Stöcke gebarmt inaren^ kommt das „Tischlein deck dich!" Hoffentlich bleiben Ershellrge und Schlehenwmtcr diesmal aus, denn wir haben Eis und Wmtcr genug gehabt. Kreis Friedver-. Bad-Nauheim. 10. Mai. Im Anttsgerrchtsbezttk leihe 815 200 Mk. (738 200 ML), S. Anleihe 1 115 900 Mk. (1040 800 Mk.), 4. Anleihe 890 600 Mk. (587 000 Mk.), 5. Anleihe 849 100 Mk. (685 200 Mk.), 6. Anleihe 1 l 40 600 Mk. .940 600 Mk.), im ganzen 5 100600 Mk. Von diefei' Summe ent fallen allein auf Bad-Nauheim 4 341.000 Mk. ^ % Stell« des nach Gießen verzogenep. langjährigen ersten Vorsitzenden des Bildungsvereins, Prof. Dr. Strecker, wurde^in eimr gestern alHehalteiien Sitzung Reckstsanwalt imd Notar Stahl gewählt. Starkenburg und Nheinhessen. ** Darmstadt, 10. Mai. Tie Stadt Darmstad-t hatte sich nach vorher ein geholten Bestell im gsa u ftt'ägen diirch feste Abschlüsse mit Landwirteii aus verschiedenen Orten der näheren und weitereii Entfernung, besonders mis dem Med die Lieferung oon Spar ge bn gesichert, welche den Bestellern zu dem Preise von 8 5 Pfg. das Pfund (1. Kl.) jetzt geliefert werden sollten. Sckoii am erftcnr AblieferiNigstogc der vorigen Woche blieb aber etn große:: Teil der Spargeln aus und am zweiten ^lbtieserungstage rani nur ein ganz kleiner Teil hier an. Nachforschungen ergaben, daß die Landwirte trotz ihrer Verträge die ersten Spargeln an F r a n k f u r t c r H ä n d l e r zirm Preise von 1 lns 1,25 Mk. und höher verkauft und geliefert hatten. Die mit der "Ausgabe beauftragten Lebensmittelgeschäfte resp. die Besteller, welche de- stimmt die Spargeln erhalten sollten, hatt.'n das Nachsehen. Inzwischen wurde auf Grund der Beschwerden ein A us s n hr v er bot unter Androhung strenArr Strafen erlassen. Die Eisenbahnen und Gendarmerie sind mit strengster Ueberwacchmg beauftragt. Kreis Wetzlar. ll! D o r ii h o l z h a u s e n, 9. Mai. D»irch Unglücksfall winde der Bergarbeiter Heinrich M a ck in der Grube „Grenze" bei Lützellinden sofort getötet. Hessen-Nassau. -- Frankfurt a. M., 9. Mai. Auf dein Heilligen Pferde- markt am Ostbahnhof standen mehr als 200 Pferde mittleren und leichten Schlages zum Verkauf. Da bei den ungewöhnluli zahlreichen Käufern, meistens Landwirte, rege Kauflust herrschte, wurden für hie Pferde außerordentlich hohe Preise gezahlt, die um das Drei- bis Vierfache lyoiyez waren, als in Fri^enszeiten. Schon mittags war der Markt nahk»u gercumn. Sehr hohe Preist legten auch die Pferdemetzser für Schilachttiere an. Letzte Hacbricfeten. Der Unfall auf d«r Brrttner Nntergrundbakn Berlin, 10. Mai. Im Laufe des gestrigen Tages wurde festgestellt. daß die Zähl der Verletzten bei dem Unfall auf der Berliner Untergrundbahn noch etwas größer ist, als mau ursprünglich annahni. Die Verletzungen sind im ganzen sehr leichter Natur. Die Schuld an denk Unfall trifft den Führer des aufgesahreneri Zirges und dessen Begleiterin. — Genau 24 Stunden nach dem Untergrundbahnzusammenstoß erergikete sich ein schwerer Straßeii bahmmfall an der Ecke Acker- und Bernauersttatst. 12 Personen erlitten durch Glassplittcr Schnittwunden und ^Hautabschürfungen. Die Lage bei Butleeourt. Rotterdam, 9. Mai. Der Rerttrrsch' Berichterstatter aii der Westfront meldet vom 8. Mai: Die Käinpsc an der Front der britischen Offensive führen vorübergehend zu einer Reihe von ölesechten kleinerer Bederittmg. Bei Bullecourt blieb die Lage ziem tich dunkel. 2lllerlei Schanzen, Gräbert, Maschineligewehrstelllmgen der beiden Gegner liegen durcheinander. Am Montag wurde der Kampf im Dorfe mrd in der ganzen Umgegend den ganzen Tag über fortgesetzt. Eine Abteilung von 200 Deutschen war bis an deii Südwestrand des Dorfes vorgegangen und würde dort zum Stehen gebracht. Die feindlichen Angriffe in Mazedonien. Sofia, 8. Mai. (WTB.) Gerreralstabsbericht M aze- donischc Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-See gegen Einbruch der Nacht Istftiges Geschützfeuer. Em darauf folgender Angriff ivurdc durch das Feiler von Bomben und Maschinengewehren abgeschlagen. Ans der Tstrwena Stena und aus der Höhe 1248 nördlich von Bitolja Monastir lebhaftes Gefchützstuer, das in inavchen Augenblicken sehr beitig »vurde Im T s che r n a - Bo g e n mackuen nach zweitägiger heftiger Vorbereitung durch (fstschütz-- und Minenwers«rfli,er. das livikte in 6eu Voimittagssttuiden oont fn'ilKn Margen an mit größter Heftigkeit tobte, giiwn 8 Uhr vvrnrittags die Franz o f t n , R u f 's? ri unb Italiener einen heftigen Angriff, bei dnrch das Sperrfeuer der Artillerie imd Minenwerfer a b g e w i e \ e n wurde. Feindliche Znfantericabteilimgen, die an mandien Stellen weiter Vordringen konmen, wurden diirch unser llinoehi- und Mosch in engelvehrfeuer VVrnichtet. Dos stindliche Geschütz- und Minrnweriersener dauerte darauf nock'> heftiger fort. Gegeii 4 Uhr nachmittags erfolgte ein zweiter heftiger Angriff: auch dieser ivurdc durch llünckKrtzstiier erstickt. Nach artilleristischer Vor- bereittmg erfolgte cm dritter Angriff, der gleickftalls drrrch Feuer Mid teilweise dirrck, Gegenmrgrin Eittig abgeschlagen wurde Nachts wurde ein vierter Arrgrift anrttsttzt, bn auch erfolglos blieb: Wertere Angriffe werden ernwriet. Oestlich der T scher it a imb in der tzlegriid der Mvglena schwltrl'eres Geschiitzfeuer- uni Feuenvechsel zwischen den vprgefichvbenen Abteil'.lirgen Medinr feindlich? llttwpp-?» perfuckOen vvrziigebe»:. Im,oben aber durch Fenn vertrieben. Westlich vonr Bords luftiges ('Keschntzstilei- airs ver icknedenen Kalibern bei Loppuie. Auf dem linken Wardar- Ufer führten die Deittsthen gelnngeiie 'Patrvinlllcimntenrebnnimttn gegen Matschllife durch Südlich oo„ Doirau wurde lmfcro vorderste Stellung den M,rzen Tag inft nnnnterbrochenem schütz- iind Minemverstrsäuer beschvfteii. das ttitweist die Heftig leih eines Trommeffeixrs ei-rrickOe. Em darauf folgender stmtckiNvi Angriff wurde durch Geickurtzfener im Keime erstickt An, Fuße der Betasiea Planina und in der Qrbm<- tum Serres das ge,vvbn licke Geick'.ützfeuer und die Tätchfei! jckHvacl^r Abteiliingen Ein feindliches Schiff beschoß von dem MeerbujtNi von Orwne ans die Küste bei bei» Dorfe Orfrno ofme Er.ttbnis Lwerin bricht dir Bezstchttnittn ab. Rotterdam, 9. Mai. (Privatkcl Dün- Generalkonsnk der Repitblik Liberia erhielt die telegraphische Verfüindi gnng. daß die diplomatischen Bezivhnnq«n zwischen Äbvria und Deutschland abgebrockieii )evn\. Gie^etter Strafkammer. „^t»eidgfer 2brgvst P. in Gi-esten war rwm hiesigen Schössen- yernm nvgon KSrperveAetzimg zrrm ?-orlOnl des neunjährigen Bernhard P. «r einer Geldstrafe von 20 Mk. verurteilt worden. , ^ urteil vc'riolgte der Angeklagte Berufung und machte dav er zur Zeit der Tat sich in einem Zustand krank- vafTer Storung feiner tzfeistestätigkeit befunden habe, wodurch JJ inc J r€,f Wrllensbestimmung ausgeschlossen gewesen sei. Ter Angeklagte stellte nach wie t^or in Abrede, das; er den gonanuten ■vHuigcu mit besclnchteni Fuße getreten habe. Auf Grund der Be- nieisaulnahTne wurden diese Angaben widerlegt. Nach dem Gutachten des Sachverständigen iU der Angeklagte zrvar ein geistig unnderiElger, .leicht reizbarer Mensch, der aber im übrigen 7,11: ferne Tot verantwortlich zu machen sei. Tie Berufung des Angeklagten wurde daher tvstenfällig zurückgewiesen. D,'r Hausierer Willwlm N. von Büdingen war ivegen Betrugs zum Nawttnl des Hausierers Heinrich K. II von Wolf rwm Schöffengericht Büdingen zu 50 Mk. Geldstrafe verurteilt ivordeu. Ter Angeklagte bestreitet, einen Betrug begangen zu toben irr Ifat K. einen Gummimantel unter i>'r Angabe/ der Mantel fei ein echtxr, wasserdichter Gummimantel, keine Kriegslvace, er, der An genagte, habe ihn beini stärksten Regen getragen, da könne SS? .^linrn der Mantel lasse nichts durch uslv., für ..d ..u. rxrkaust Nach den Aussagen des Käufers steht aber fest, ixm der^ Mantel einen Ixtlbskimdigeu Regen nicht aus hielt und lernen chräger bis out die Haut naß werden ließ. -Auf Grund der Beweisaufnahme konnte das Gericht nicht feststellen, daß der Angeklagte, der den Mantel für 45 Mark gekauft und nur einige Tchfe nn Besitz gehabt haben irnll, gewußt hat, das; der Mantel nicht »vasserdicht sei. Der Berufung wurde deshalb stattgegeben und der Angeklagte-frcigesprvchen. Licrndel. . ~ciüt me Losung, Und allenthalben rühren sich fleißige Hände in Feld und Garten, denn gerade in diesen) Jahre gilt cs, nröglichst früh mit den Briden fruchten auf den Markt zU kommen, und die durchras späte Frubiahr eingetretene Verzögerung ivieder auszugleichen. Tres veranlagt min nranchen Gartenbesitzer, der noch nicht die Köpfchen hängeri lassen amd Unrettbar verloren sind. Ties gilt bc sonders für die in den lichten Jahren immer mehr migebauten Tomaten. Esi ist grundfalsch, zu glauben, das; man bei Toniaten, bei einer möglichst-srüi?en Anpflanzung auch mit einer früheren Ernte rechnen kann. Tie Tomate verlangt heiße Tag-.' und warrnr Nöchbe: w1 bst frostfreie, jedoch küble Nächte verursachen bei Tomaten e-'ne chi äuug Ml Wachstum, di.' sich durch Gelbwerden der Pflanzen lenierrbar macht, uns die selbst die hirrgebendhe Pflege nicht mehr gutmachen kann. Deshalb warte man mit dem Anpflanzen der Toma.en bis Eicke Mai oder Arrfang Juni. Auch bei Bohnen und Gurken rst dieselbe Vorsicht angebracht, zumal in diesein Jahre, bei einem etwaigen Erfrieren der Pflanzen, ein Nachsäen wegen der großen Knappheit an Samen wohl kaum möglich ist. Bei der demnächst beginnenden Pflanzung der S p ä t g e m ü s e, achte man daraus, das; mir gemnbe Kohl pflanzen gesetzt werden. Häufig findet mau an den ^etzpslanzen schon die kleinen KR ollen (Kobl- h er nur , die dann das ganze Land verseuchen und den Ertrag in Fragc^stellen. Mit Knöllchen behaftete Pflanzen verbrenne mau. :~' cr schiene zur Knollengewinnung anpftanzen null, sorge sich 1"^ Pikierte Pflanzen. Es werden vielfach unpikierte Pflanzen für pikierte lvrkauft, und dem' Laien ist es kaum inöglich nack-zu- oo die Pflanzen pikiert such oder nicht. Es cinpflehlt sich deshalb, sich m der Gärtnerei an Ort und Stelle davon zu über zeugen, ob die Pflanzen einzeln in Reihen flehen. Nur ivenn dies der *yail ist, sind sie pikiert, und es kann mir einer Knollenbildrmo gerechnet werden. wandern und Reisen. Lader. 7- Das Sanatorium Stolzenberg in Soden-Sal- munsrer bat aufs neue seine Pforten zur Skustrahme ovn Kurgästen geöffnet. Nach Uebepwindung einer Menge, durch den Krieg ver- ursachter Lchwierigleiten technischer und ,wirtschaftlicher Art hat 11 c Verwaltung alles vorbereitet, um den berechtigten Wmischen der Kurgäste gerecht werden zu können. Mit seiner Bahnstation La.mun,«erhoben an der HaupE-isenbalmlinie Bebra—Frankfurt am Main gelegen, tit Stolzenberg von Giestm aus über Gelnhausen schnell und bequem zu erreichen. Tie ärztlick-e Leitung liegt wie bisher m Len bewährten Händen des bekannten Naturarztes Tr. meu. >c strünckmann, dessen jahrelange Betätigung als Sana- wruimslctter d'.e beste Gewähr für gute Kurerfolge bietet. Tie Palienten smden m stolzenoerg nicht nur eine vortreffliche ärzt- lw r, individuelle Behandlung, sondern auch eine behaglict-e Unter- .unst und eine kurgemätze Verpflegung. Wer Soden-Stolzenberg ?n)l scmer vorzi'iglichen Luft, seinen wundervollen Wäldern und je men lvilir ästigen -Lol- und S prüde lbädern einmal kennen gelernt hat, 1 —^ ' ..- des der Gott den, Alluiiichrigen bar es gefallen, nun auch mein i-.inigitgeliclueS Sönncheu, unser liebes, unvergebliches Brüderchen Heinrich Ml Aller von . Jahren seinem vor drei Tagen vorausgegangenen Vater in die Eivkgkcil abzu- rufen. In tiefer Trauer: Frau Henriette Schmidt und .Kinder. Gienen -Kircheuvlatz 21), den Itt. Mai 1917. Die Beerdigung findet Freitag, den 11. Mai. nachmittags Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus ftmt. 02N9 Q «ij>- © &<>& 1$^ 4 &.&. Flämischer Abend. Freitag, den 11. Mai, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula. = Das neue Flandern = Besuchen Sic am Freitag, de» II. Mai. abends 8 Uhr. den Vortrag der Schriftstellerin Frau Kathinka Kauth-Robertson. Stuttgart, über das Thema: „71 Uolil/mono" M»uu Iiuiuiyuu Derselbe findet im Saale des Hotel Fnrstcnhof statt. Ter Eintritt ist im allgemeinen frei: nur für die Plätze der vorderen Reibe wird Mk. 0,50 Eintrittsgeld erhoben. fldJcllt rtrfln ,mrb bcm iWo,cu * qrc,f ’ > l,r Verfnauua Jede.Hausfrau ist willkommcu! 62132 Vortrag mit Lichtbildern und Musik. Hämische Lieder 1211(1 (j.C$H!lg0 9 Darbietungen aus VolIiSklillSt \ olkslobon. zur-.Schilderung von Blüte. Verfall, 'Wiederaufrichtung des flämischen Volkes, in seinem Kampfe um Dasein und Zukunft. \ orführung farbiger und anderer Licht bi hier mit begleitenden Gesängen. Mitwirkende: Frau Charlotte Jioerlage-lieijers. 1 rau Margare.te Wirth-Sclimitt. Herr Ludwig Ooniay. Herr Anton SistermailS .. Fräulein Ella 31 üIIer. Leiter und Vortragender: Herr Professor'Dr. Hermann WirtII. Sopran Alt Tenor Bass Klavier i Bekrmntmachttng. Der voin Gemcinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Vitlittgeu für das Nj. 1917 liegt vom 12. ds. Mts ab eine LLvche lang auf Unterzeichneter Slclle zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen können schriftlich oder zn Protokoll während der Offenlegungsfrist vorgebrach.^ werden. Es ist die Erhebung einer Unllage beschlossen, zu der die Ausmärker beizutragen haben Villingen, den 9. Mai 1917. Großh. Bürgermeisterei Villingen. I. B.: L e i d n e r. 3721 B Fränlt iu mit guter .Handschrift sucht schriftliche Heim- artzeit. Schrinl. Aug. inner 62E an d e11 est visu. JWe SWeMseM sucht Stelle für sofort. Schr. Ang. 02384 a. d. Giest Anz. 3670 Trächtiip Fahrkuh im verkaufen. 02888 -Hcittr. Rink, Hattenrod. .W^ machen sämtliche Hnnsfranen von Gießen aus den am Wtag, örn lUigi, in Lüalci-ksvstklßjirfttulisf 'ÄÄÄÄ^®'" MW “ Jas fieiaifjSii dir Wäsclie im Weltkriege“ banz besonders aufmerksam und bitten im Hinblick aus die Wlchtlgkett der Sache um zahlreichen Besuch. - 02483 Der Gietzencr Hau-franenverein. Ter Attgcuiciuc Dcriksche F-rauenverci». Alice-Franenverein. " /.u .. te (ß*«8n«r ), /u 2 und 1 Mnrlc, Studenten- und Sehul- rkarten -a 1 ^r^ewttFKüi^S-^. . uu d Karten luv Uceres.ingehün^e ohm- Hang- zu 30 Pfff. sind m der Zisyon-BIat trla» * fSSt " nd u S< ; ho !? Unlv.-Barlihandlons Scltcr*ue Ä und u! eine IrlsSm! säumäm n "El- »-d. Kasse erhältlich, btudentenkartenauch bcimUnivo.rsitatshausineister. j ,:,it 4 W attemMutterlamm. Sehiffo^liarger Wee 58. Fleischzusatzkarten. Vyür bk Ausgäbc b-er Fleischzusatzkartcn wird folgendes bestimmt: Haushaltungen, die haben, crhal cn 1. Tic Mitglieder derjenigen 5000 Mark oder mehr Einkommen Fleischznsatzlavteu in gelber Forbc. 2. Tie 'Mitglieder derjenigen Hanshaltungan, die weniger als 5000 Mark Einkommen haben, erhalten oleNchzusatzlarten in grüner Farbe. ^ 3. Diejenigen Personen, die etwa versehentlich au stelle der ihnen zn stellenden gelben Fleis chzui'atz karle n grüne^ Karten erhalten sollten, sind verpflichtet, auf dem. Städt. Lebensmittelamt den Umtausch der grünen oleischzusatzkarten in gelbe Karten zu beantragen. Zn- N tderhandlungen werden verfolgt. An Fleischselbst Versorger, di.' noch Anspruch ans Reichs fleisch karten haben i Teilselbstversorger), wird für ie zwei HauLhalllingsmitglieder eine halbe Reichsflcisch- karte und eure halbe Fleischzusatz karte ausgegeben. 5. Diese Bestimmungen treten sofort in 'Kraft. Gießen, den 9. Mai 1917. 3720B _ Ter Oberbürgermeister: Keller. 02882 Hotel Fürstenhof Giessen. ca"‘e ite&ate iConsei»i Im Kcstanrant empfehle 3726 grute Mache zu zivilen Preisen. Biere von 35—20 Pfg. an. Keine Weine usw. 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Auf Kartoffelmarken, deren Gültigkeitsdauer bereits abgelaufen ift, dürfen Kartoffeln nicht verabfolgt werden: evenfo dürfen auf Kartoffel marken, die für eilte spätere Zeit Gültigkeit besitzen, erst nach Eintritt der Gültigkeit .Kartoffeln abgegeben werden. 2. Tie .Kartoffelhändler hoben jeden Montag die in der vergangenen Woche vereinnahmten Kartoffelmarkeu mit einer Aufstellung, aus der n) der Name des Karloffelhändlers, d) dfe von der Siadt Giesten in der vergangenen Woche erhaltene Kartoffel men ge in Zentnern, . c) die Anzahl der abgelieferten Kartoffel marken, s!) der etwa noch vorhandene Vorrat in Zentnern ersichtlich ist, dem Städtischen Lebensmittelamt einzu- reiclwn. Kürtoffelhändler, die gegen vorstehende Bestimmungen verstosten, soerden von ireiterer Belieferung aus- geschlossen. 3. Diese Vorschriften treten sofort in Kraft. Gießen, den 9. Mai 1917. 3719B Der Oberbürgermeister: Keller. Panaspii Brr.ndl öoaer. Bäna 22 lBcllevueiZun. m.n.ohneBer- vfleg. f. jede Zeitdauer. 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