Nr. M Der Slestrner Anzeiger erscheint täglich, autze« Sonntags. - BeUlN'ktt: Gictzener FaNftirnblalftr: Nre!s>i^t für den Kr«is CSfafctn. Nczugrpr^is: monatl. 96 IM.. oievtel- j.chr!. Mk. 2.65; durch i!lbholr> u. Zweigstellen rnonatl. 80 Pf.; durch diePost Mk. 2.45 Vierteljahr!. auZschl. Bsstell-.;, sternsprech - Anschlirss«: sür dieSchrv!!eilnngl12 exanlsurt a.M. Berlaq.Geschäftsftelleöl Anschrfftfür Dralttnach- x Erstes Natt i6Z. Jahrgang Postscheckkonto: rieten:sny4<“-Ä SwMnsrruad-ruS «.Verlag, vrühl'fche Unw.-Vuch- n. Stemdruckerei «.ränge. Schriftlettong. GefchSftsstelle v.vmcker«k: Schulftr.r. Mittwoch. 9. Mai m .Yiina^me von Anzei<-u '. die TageKinimmer bis 5-um Nachmitt«« vorher äellenpceir, i. Anzeigen: örtlich 20 M.. Ber- iNietungen u. Stellengejuche 15 Pf., auswärts 25 Pf., b. Plcchvoffchvkff 20 Pf., Reklamen 75 Pi., bei Playvsrfchritt VÄ Pf. Hauptsck^ristleiler: Äug. Äoetz. Beramwsr-Kch sürPsliti? u.FeuUetan: Aua. Goetz, Stadt d Lcr»»», D e r: n if ct/i «5 u.G c - richtsfeal: Fr. R. Zen:. Anzeigeweü: ö. Beck. fünNlich in Gießen. vLiNkserkrhr: Semerbebank Gießen (WTB.) Grobes Hauptquartier, 8. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. An der A r r a S f r o n t hat sich Ser Artilleriekampf wieder verstärkt. Feindliche Angriffe auf den Schlotzpark von Nseux und unsere Stellrurgeu zw-ischrn Fontains und Rien- Tourl wurden blutig ab gewiesen. Bei Kämpfen um den Besitz von Vnl'eeonrt verAieb dem Gegnrr der Südostrand des D§>r- feS. Heute morgen stürmten unsere Truppen FreSno y und hielten den Ort gegen englische Wiedereroberungsversuche. Uedrr 29b Gefangene und sechs Maschinengewehre sind biS- her -einge-rachl. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Ans dem Schlachtfelde der Aisne flaute nach den heibc-:?. schweren Ringen der letzten Tage die Gefechtstätig- keit gestern stellenweise ab. Zu gröberen Kämpfen kam es den Tag über noch nördlich von Craonelle. wo die Franzosen sich in erfolglosen verlustreichen Angriffen bemühten, uns die Höhenst'llunMr Mischen Hurtebise Ferme und Craomre zu entreißen. An keiner Stelle hatten sie Erfolg. In den Abend- und Nachtstunden erfolgten gegen mehrere Stellen der Front von Bauxaillon bis Corbeny feindliche Teilnorstöhe. die, gbgeschen von geringen örtlichen Erfolgen der Franzosen östlich von Craonne, gegenüber der tapferen Verteidigung überall scheiterten. Bei La Neuville leitete nachmittags starkes Arrilleriefeuer einen erfolglosen feindlichen Angriff gegen die Höhe 190 und unsere anschließenden Gräben -ein. In der Champagne bekämpften sich die Artillerien mit zunehmender .Heftigkeit. Ein gegen die .Höhen nördlich von tzrosnes beabsichtigter französischer Angriff kam in un- sevem Vernichtungsfeuer nur gegen Keil- und Pöhlberg zur Entwickelung. Vorübergehend eingedrungener Feind wurde in feine Ausgangsstellung zurückgeworfen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine besonderen Ereignisse. Am 7. Mai büßte der Feind zwanzig Flugzeuge ein. Leutnant Bernert schob seinen 27., Leutnant Freiherr von Richchofen seinen 29. Gegner ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Mazedonische Front. Zwischen Ochrida- rmd Prespa-See wiesen Oesterreicher "W Türken feindliche Vorstöße blutig ab. Am Cernabogen erfolgten gestern nach z^oeitägiger star- ' Artulerievorbeveirnng die erwarteten ftirrdlichen An- ü - & rmf einer Frontbreile von 8 Kilometern, die dank der hervorragenden Haltung der verbündeten deutschen und bulgarischen Truppen abgeschlagen futfc. Heute morgen hatte zum Teil in blutigem Nahkampf zurückgejagt. Zahlreiche Tanks beteiligten sich an den: Kampf. Die A:^- grifse wurde:: von frisch herangeführten Divistonen ausgeführt. Blutige Kän:pfe flackerte:: im Laufe des Tages an mehreren Stellen immer wieder auf. In den Abendstunde:: schwoll das Artilleriefeuer aus der ganzen Front von Bauxaillon bis Corbleny zu starkem Trommelfeuer an. ZeitweÜig bliesen die Frmrzosen gegen unsere Stellungen: starke Gaswellen ab. Bon 8 Uhr abenrds ab wie nach Mitterüacbt erfolgten sodann auf der ganzen 'Front feindliche Teil an griffe, die zrrm Teil mit gr'ößter Erbitterung geführt wurde::. Ein starker Angriff verblutete in unserem Artilleriefeuer z'iöischen Bauxaillon und Saffairy. Ederffo südlich Malmaisor: Ferme bei La R'^er-e Fe. und Braye. In erbctverticm Ein^elkänwftn nördlich Eraon-elle wurde der Gegner überall abgeschlageu Auch an diesem Kampftage erreichte der Franzose nichts, trotz all« ge- ,oalti;?en Opfer. Aus dem Brrmont-Abischnitl lag starkes Feuer schrvere-r Kalwer, und Gasgranaten. Um 1 Uhr uichnättags verließen die Franzoien rn Breite, mehrerer Kilometer bis östlich Legvdat die tnraber: zum A n g r i s s. Ihre Sturmivellen wurden vor: unseren: Bermchäungsfsuer gefaßt zurückgetrieben. Wo es d Vewundernu. - ich mit meinem Volke mck meiner Ar- 2r ?? arohen >sämpfe, welch die siegreichen Truppen Euerer Ma?e,l.ar so tVKenl>ait an den Fronten Ar ras und oer Aisne ^ tn der Champagne bestehen. V»n gairzem Herzen bo gmdVmtiitffw ich Eure Majestät, so tapfere Truppen Ui besitzen, die .wunderbaren Mynurrg mit außerordentlichr Hart- uacklgkeri und einem IxnspieLoseu Siegeswillen Heldentaten voll- ^rngen, kme fie die Geschichte noch me verzeickmat hat. Ach bin Lwerzerrqt. daß durch dir Gnade des Allmächtigen der endgültige DieErld ,.le Anstrengungen der verbündeten 9lrnreen krönen wird, «e syrc Pflichten mit solcher Tapferkeit und Aufopferung erstülen. ge-. Mehmed V. Darauf anttvovtete Kaiser Wilhelm: Seiner Majestät dem Sultan der Osmauen, Konftantinopel. Murr Ma^e'rat gxwen der Leistungen, die das deutsche Heer in ™* cl i ÖCT stiften Tage nollluacht hat, mit Worten der oochßvn -..uerreimimg siedacht, ^ch ditto Euere Majestät, hierfür menie» umrnNten Dank empfangen zu wollen und versichert zu sein, dag m? nie Armeen im unb> edrngten Ver- su *‘' rcit Führern.und mit dem stählernen ^dit-len zum Siege auch den weiteren Anstürmen der Fernd c m it G ottes Hilfe standhalten werden , bis deren Angriffs kraft gebrochen ist. Aller Äugen Mch auf das gewaltige Ringeir im Westen gerichtet, wo unsere synndc »•vruräc&tig au Zahl und Material die Eutscheidmlg suchen^ HLorr vollbringen '"m""" ± ±->-- — - - -- <-- unsere Tapferen Taten, wie sie tn der ^ Mrchte a llc r Zeiten und Völker noch nicht ver- zetchnet sind. Miöge sie der Allmächtige auch weiterhin schirmen und sie zum vollen Siege Ahrem gez. Wilhelm I. R. * Deutsche Fürsorge für die Kunftschätze in den besetzten Gebieten. Berlin, 8. Mai. (WDB. Amtlich.) Die französischen Und englischen^ Zeitungon imedeicholen hartnäckig die Beschuldigung, die d e U t s ch e n Truppen hätten in dem Mkvcrmnten Gebiet Kunst schätze zerstört und entweihet. Demgegenüber sei amtlich folgendes festgestellt: wi den SBo^eedfamant für die Zurücknahme der Front traf i- öeuffic Hecresl»üdmg avJ'l von langer Hand her Maß- rm.M'.cm zur ^ichrNng der KrmstsckMe des aufgtzgcbsnen, wie des Sr™;' ' K Eworets. .'lus^Ortschaften, Kirchen und Schlössern, ^ E^drr durch dce militärisch' Nr-twenduvkc.it gebotenen Anlage em^ ('estUiwsglacis vor der neuen Stellung geopfert werden . «We n,^rnd die bedourenden Knnstschätze aller Art vor allem Ge- rnaroe, TapnSerien,^Lckulpturen und Möbel, dazu die kostbaren Vom--?nftcn und Biäher unter der Lewing bernseuer Sach- ^?Xan,drger gerettet und in Sicherheit gebracht worden. 'SGZKlbi'Vn in den m und Sinter der Front gelegenen Orten ge- stye^u. die .ent den französischen und englischen Granaten aus- gdt und. LSv nird aus St. Quentin, das jetzt mit der großen unicks^kslo'igbNt -von den Gegnern beßHossen wird, die Schatze des Mnsee Lecnver, vor allem die unvergleichlichen Cammlu 'gen von Pastellen von Quenten de la Tour imd alle ^rvar rogerw-en Drup.verte des städtischen Museums abgeführt worde.i. wrlwew) Mpn: rie Granaten aus die Stadt sielim, Aben Mrs der Hemmt herbeigerufene Techniker die wundervollen ^lasgcmalde der Kathedrale geborgen. £ ,s ^ tznst gefährdeten ch«r durck^ den Feind rrgendlme bedrohten Lotadteir an dec ganzen französischen Front L/^^lMsger Arbeit, der wertvollste Inhalt au Museen und ÄÄlwt^km mtt Unterstützung der smnzösi scheu Behörden ge- M ch e r 1 ^worden. Au Z emer ( großen Zahl ber jetzt aufoegebenen StLEJ?? 11 ,u r tJ> mit unendlicher Mühe die kun:> g^cM chtnu) wudngsien -vchan« heransgeiwmm-en und nach rückwärts gcwra-^ wvrdcn, wo die Eigentümer noch? anw^md waren, auf **%£ ^ unkergegangenen oder dem Untergang ge- wch YvG sorgsam und eingehend aufgenommen SSn :mi w^nrgitenS der Wlssenschast Mi erhalten. Die ver,'ch^eue-n weiter zurückliegenden sran- Josrschcvl be.mrkt worden, nw die Kunstwerke eine sach- ^urch Fxr-i-le"te finden. Nur an der fchmn.en otgrrngM>?u ,e^out, wo kein iccurnetcx Ort :^icr ber Gefahyone lag, sind die ge- kmnzönsche Grenze vorläufig nach g 11 -.. t ie samten wurgeirmden SicherungS^ v ?? ‘ >ec deutschen Heeresleitung ange- a T 1 .'Sri ^urcl^gen.hrt -nwrden, um diese Werke dauernd der Äuustgeschcchte und Kultur zu erhalten. Es war von Answrg an deutlich erkennbar, daß beide Parteien zu ecner Eunguug zu kommen wchrschten. Die Mitglieder der Negierung erstatteten einen ausfichrlichkn Bericht Wer die Lage uich rerstAen nicht, den Ernst der Lage zu verheimlichen. Lwow ^Llirte, mir Jtcgtenmo lei bereit, zugunsten anderer Männer, die «5°^ . m r 7r Unterstützung finden würden, zurückzutreten. Der Ktaegsmimsder Gutschkow erstattete Bericht über die Ber- halmisse an der Front und sagte, die Lage an der Front I c l cm st. Der Zustand der Armee gebe im Augenblick Anlaß zu großer Besorgnis. Es seien sofortige Maßregeln zur Wieder- herslellunb der Marrneszucht und zur Auffrischung der Stimmung nokwendrg. Die Lage sei zwar nicht hoffnungslos, aber wenn 5? Mrge Zustand andauere, könne er schlimme Folgen haben, ^.re Masse des Volkes denke zu leickstfertig über das Friedensgerede. 'Sic Glaube, daß man den Frieden einfach durch Niederlegmig der ÖtooK. GMschkow erklärte schließlich, daß er Eroberungen strebe, und daß die Annexionsideen augen- blrckirch bei nunnMldem Anklang fänden. Lenin verschwunden? Stockhvlm, 9. Mai. (B. T.) Wie „Svenska Daa- bladell aus Petersburg berichtet, ist Lenin seit zwei Tagen spurlos verschwunden. lin, 9. Mai. Nach Meldungen verschiedener Blätter hatte dce Absttmmimg im Petersburger Arbeiter- und Soldaten- rate iwer diie BetÄligung an der Freiheitsajnleihe eine M e h r y e r t s u r L e n i n ergeben, dessen 9lnhänger in ihren Reden me Lotzmg verkstndeten: Nieder mit dem Krieg und der bürgerlich- oapckaÄwsthen Ordmmg! Keine Kopeke für Miljukow! * Die Stockholmer Konferenz. Berlin, 9. Mai. Zur Stockholmer internatio- n a len Konferenz os^egiert die Geueralkonrmission der Gewerkschaften Deutschlands die Genossen Legien, Baur und^ send ach. Bom svzialdemokratischen Parteivor- ftano )?nrd im „Vorwärts" geschrieben, daß im Lande Ge- rrcchte verbreitet ioerden, die Partei habe auf die Regierung eingewirkt, damit den Vertredemt der Unabhängigen keine Pässe zur Reise nach Stockholm ausgestellt.würden. Selbstverstöttdlich handle es sich um ein Märchen. In der „Germmria" heißt es: Die Storkl-olmer Kon ferenz soll gleichmäßig der Wiederbelebung der Fnternütio- nale und der Beendigung des Weltkrieges' dienen. Bis zum ^ artTT die Kriegslage entschiedener gestattet haben. Vdutmastmrgen über Ergebnisse und Erfolg der Kon ferenz seven verfrüht. ^)e in verschiedenen Blättern gemeldet wird, soll die sranzö.ijä^ Abordnung bei der Stockholmer Konferenz die elsaß-lotchriugrsche Frage aufrollen und den Man einer Lw.ksabittmiinnig der Elsaß-Lothringer franz-ösischer Ab .un ft über ihre staatliche Zugehörig reit in den Vordergrund im Joniscklen Meer der i r a! i e n i sch e D r u p y e n r r a n s - vortdampfer „Perseo <3935 Brurwregi .ercoml?n) mit SoDster: des 61. Regiments, der aus eiue.'n durch Ze>'id-rer gesicherten Geleitzug heruusgrschossen wurde. Der Chef des -ldmiralftabs der Marine. Wieder über M) 000 Tonnen versenkt. Berlin, 8.Mai. (WTV. Amtlich.) Im Mittel- er nnd 12 Dampfer und 2 Segler mit über dO 0 00 Tonnen neu versenkt worden, darunteri ^ 3. April der bewaffnete englische Dampfer „Ardgask" (4049 Tonnen), mit Stückgütern von England nach Frankreich; am 4. April der bewaffnete engllsche Dampfer ,,Park- ö , 7 f $232 Tonnen) und ein unbekannter, ticfbeladerrer cngllfcher Dampfer der „City"-Klasse von ettva 7600 Tonnen-, am 6. April der bewaffnete englische Dampfer „Map- lewood (3239 Tomwn), mit (Ziscnerz von Tunis nach Errtz^. land^ am 8. April der italienische Dampfer „Alba" (1639) Tonnen), mit Kohlen ftir Italien: am 10. April der bewaffn ncte französische Dampfer „Esterel" (2574 Tonnen) mit Baumwolle; am 11. April der betvaff'.rete englftche Dampfer' ''Mrthfa" (3014 Tonnen), mit 3850 Tonnen Hafer und ^000 Hektoliter Löein von Orsan nach Saloniki im Dienste Die Nesoiniisn in Nußlans. Die ->u„dgebi!uqe,7 in Petersburg. 8 ■ m ‘ (®m) Nach dent „^-»«lwe Rr^> ^ b^urant^ berici»-/t. der «etersbur»er Beäckt- Telegraph" vom 4. Mm: E, TD da-,, u n !, o v am DmmerStaz nachmitta« vor nA die ‘VtetfdwimeiKM einem Re. MNNIMen Regwmrtz an. Die Sollten trugen £Ü Mt ’-~ rt: "-«*'? »ut Milmkom! Weg mit dm Er. kamen dazu, bis «ngefShr 15 000 iS Fahnm und Llakatm zuiammmgeströmt ivarn,. Es ^ für dir Regiemna einqeleittt. (Teilenliier kehr feindlich »«. -'lt Mllinkow die gemeldete An- uut grobem TE «tfgmoinmm morde. r^mjunttrai ^tutir,« der Nacht wurde die Sturemreng der Menge ’ r ^ Reg^mrg. An Unterredungen mit den Omzieven verbuchten E Personen aus dem Pu- vltk'.lm, iauszufrnden, !vas die Soldaten zu ihrem Auftreten l5 ? b x' XIC /N-agw bllebeir meistens uubeautiwrtet Etuig-e Ene zusammen^rufen nmrden, an- Der«, daß fu auf Befehl haildelten. sclstenen der Meinung zu m Negierm'.g nichts tverter m tun habe.0 als ... geben, un i[ Deutschland ftc ^ V?- ! r c ‘ l 'cV 1 ?**— fmTn - f Fabriken nahmen die Arbeiter &tttiö>iic;jim Blakaten, wobei jede Schal d-r Mmg« jum Ausdruck Zn. rty^ ( hc Stadl IN ?,.mn Lager geteilt zu stin' An- T r _^ Die gebildeten Greife ivaw 2 h ^.:. ???? : ^r.? rb ^ 1rr J'N Lailfr des TagO kOt* ^ ^ n .^ inc > cr Neuerung, so daß ihre Gcancr sich am syaLeu Nanmuwag nicht mehr aus dem NewSkvtTrojpekl -«peu Ernten. Du- Kns« iß rvniber. Die blEibt^ Die F-Ührer des Arbeiter- und Soldatenaussckusses bK Lage gerettet. Ohne sie wäre die Änmfl Ä?Jnf ^E^cidlLü S»Ä SÄT * ***« **** i« a ^ ä Dcnerden. * Frankreichs Radikale. Genf, 9. Mai. (L. A) Der in Bordeaux abgehallene Kongreß der Radikalen Frankreichs nahm einen gegen die Regierung gerrchteten Beschlußantrag an, der nebst anderen Fehlern der Eutenteregierungen das Verhallen gegen Grrecyenland scharf bemängell. Ter Reichskanzler und Graf Czernin. Wien 8. Mai. lWTB.) Der deutsch« Reichskanzler an den k, mrd t. Münster des Aerißern Grafen Czernin am d. Mar folgerrdes Telegramm: -Soeben terlt mir Prinz Hoheirlohe mit, daß Kaiser Karl Eurer Exzelteuz den Stefausorden verliehen hat. Es ist mir ein ausrrchttges BÄrürfnis, Ihnen, verehrter Graf, zu dieser hohen O ki'ohlverdrenteu Auszeichnung meinen herzlichsten Glücklmmsch auszusprechen, ^zch begrütze diesen neuen Vertrauensbeweis Fbres a'.lergnadrgsten Herrn um so lebhafter, als er dein Leiter der auswärtigen Politik, der eng verbündeter! und befreundeten Donau- nMnarchre gilt mit brn in dieser ernsten Zeit in vollstem E i n - v er st andnis zu arbe i t e n , und zum gern ein schchflichen Wvbl unserer Lander, wirken zu Wirren, mir in politischer und mensch- ttcher >>mna)t stets zu beiondcrer Freude gereichen wird " Voraus antwortete Gras Czernin l-ente mit 'folgender Depesche: „Wullen Eure Exz-ellenz meinen l-erzlichsten Dank für ihren ireusndiichen GlüclwuNich ent gegen nehmen. Das enge Bündnis usst dem Den Ischen, Reiche ist das Fundament der Politik Oester'- rdd)iU![(?arn5. Dämsche Ministerium des Aoußerii gibt bekannt, daß der dänische Dampfer „Odense", auf der Reise von Südwest- aftika nach Däiiemavk über Euglaiid mit einer Ladung Erd- nüssen, in der Nordsee versenkt worden ist. Ferrrer wurDe der Dreimastschoner „H eeg a", aus der Fahrt won England nach Dänemark mtt eineL Kohlenladimg, in der dlordsee versenkt. Dmuiden, 8. Mai. (WTB.) Meldung der )teder- landsch Telegram Agentschap. Die Vlaardiuger Fischdampfer „Martha Maria" und „Prinz Hendrik der Ne der landen" wurden in den Grund ge- choss e n. Rur dem verfasssingsaurschAtz des Reichstags. Berlin, 8. Mai. (WTB.) Der Verfassunqsausschuß! des Reck)stages hat einstimmig die ZLbänderung des Artikels 28 der Rrick>sVerfassung beschlossen dahin: Der Reichstag beschließt nach absoluter Stimmenmehrheit der M>slimm enden, vorbehaltlich der Ausnahmen, die durch die Geschäftsordnung für die vom Reichstag vcrzunehmenden Wahlen zu bestimmen sind. Der Ansschuß wandte sich dann der beantragten Ergänzung zu Artü'el 30 zu, die daZ Recht der Z e u g n i s v e r w e i g e r u n g für Mgeordnete in Ausübung ihres Berufes festlegen soll. Zu der Frage des Rechtes der Zeu gnisVerweigerung (Artikel 30) stellte der Ministerialdirektor Lewa! d zur Erwägung, da die große Mehrheit des Ausschusses eine derartige Bestimmuirg wünsch« und andererseits! die i>erbündeten Regierungen 1911 einen durchaus gegensätzlichen Standwlnkt ein- genommen haben, ob sich mcht eine Brücke zur Verständigung lmuen ließe dadurch, daß man eine Bestimmung treffe, wonach das Zeug- nisz wangsverfahren gegeri Abgeordnete nur mit Genehmignng des. R«ick>stages zulässig sei. Der Ausschuß beschloß irrdessen gegen die Stimmen der .konservativ eu und des Mitgliedes der Den ticken Fraktion, das Recht der Zeugmsverweigernng für die Abgeordneten in Ausübung ihres Beruies in Artikel 30 festzulegen. Berlin, 8. Mm. (WTB. Nickstcrmtl.) Der Verfassungs- a n ss chus; des Reichstags nafatt ferner nachstebende Mmcherunff des Artikels 31 der Reichs 'Verfassung an: Die .gleiche Genehmigimgl ist bei jeder anderen Art die Ansübimg des Abgeordnetenheruses b.-eiuttächtigenden Beschränkung der persönlichen Freiheit erforderlich. Ans 'Perlangen des Reichstags wird jedes Strafverfahren gegen ein Mitglied desselben, jede Haft oder sonstige Beschränkimg der persönlichen Freiheit für d'.e Dauer der Sitzun-speriode aufgehoben. Darauf trat der Berfasstmgsaus schuß in di« Beratung der Ab- ändenmgsantröge betreff end das Rerchstags Wahlrecht und die Verhältniswahl ein. Dem Ausschiß liegen lsterzu folgende Anträge vor: 1 ein Ltntrag Tr. David, .Heine, Hofchann (Kaiserslautern), Landsberg, Schidemaun ivii) Ullrich auf Vorlage von Gesetzent- cntwürsen a) betressend die Abänderung des Artikels 20 Ms 1 der Reichsversassmig: Der Neick>stag geht aus allgemeinen, glet- ,1"M, direkten nach dem VerhAftnsnEsv.'iem vorzunehmerrdeu Wahlen imt geheimer Mstinrulwig. au der all« über 20 Jahre allen Reichsaiigehörigen ohne Unterschied des GcschechLS teiLnetzluen. bv> fttov b bctr 'fVt“iib Ihr (Xt: treffe tun a dos Artikels der Reühoderfa.ssuitg: .I-tt reden! Bundesstaüt rcnd int Reichsland Eks-aß-Lothringen nmß «mc aus ckäund des allgemeinen gleichen, direkten geheimen Wahl- Mch,e> unter Brrücksichtigmrg der Minderheiten (Berhältmswahk- recht) gennihlte Volksserfrettnrg bestehen. Das Recht zur Terknahme an der Wahl dieser Körperschaft l-aden alte über 20 Jahre alten) RerchÄingehörigen ohne Unterschied des GeschlechtLs in dem Bun- deSMat, wo sie Wohnsitz haben. Die Zustimmung dieser Volksvertretung i,t zu sedenl Laudesgesetz Nnd zur Feststellung des Staats ha r - s ha ltsetcckS e r forderlich 1. Ein Antrag V-erustein und Gen. auf Vorlage eines Gesetz- Entwurfes, wonach a) Reichstagswahlen künftig nicht innerhalb ab- gegrcuzter Wahlkreise für je einen dlfbgeordneten, sondern nach dem Werhältnislvahl;t)ftem stattsinden, b) das Recht zu wählen oder gewählt zu werden mit volleirdetem 20. Lebensjahre eintreten, c) Frauen unter den gleichen Bedingungen das aktive und passive Wahlrecht wie bat Männern gcttM-rt wird, ck) der Wahltag entweder eilt Sonntag ober Feiertag sein soll. 3. Eine -Entschtiestung Dr. Müller-Meiningen und Dr. Pach- nickc aus Vorlage eines Gesetzentwurfes, nach toi führung oer tu welchem bis zur Durch- Üahlgesrtz vom 31. Mai 1869 (§ 5 Absatz 3) vor- gesehenen allgemeinen Vermehrung der Llbgeorduetenzahl die Wahlkreise '.nit besonders starkem Bevölkerungszuwack>s eine entsprechende Vermehrung der Mandate — unter Einführung der Verhältniswahl für diese — erhalten. Aus dem Lmührungsausschuß des Reichstags. Berlin, 7. Mai. Im Er nährungsausschust des Reichstags begrütrdete heute ein Fortschrittler einen Antrag ans Einsetzung eines Ausschusses zur Prüfung der Frage, wie die Viehhaltung gestaltet werden soll, sowie auf Einstr.ung eines Ausschusses zur Untersuchung darüber, wie eine bessere Organisation der Produktion und Verteilung der Nahrungsmittel herbei geführt 'nKrd. Tie Zahl des Viehes halte schon früher in das richtige Verhältnis zu den vorhandenen Vorräten gebracht werden müssen. Ein National liberal er sprach sich gegen einen Antrag aus, lvorin Feststellung des vorhandenen Futters verlangt wird: dies sei unmöglich. Präsident p. Batocki: Bei der Beinrteilung der Ernte sind Fehler^ gemacht Worden, doch handelt es sich nicht um gnlndsätz-i lickie Fehler. Die Voraussetzungen konnten bei dem abnormen Verlauf her Witterung nicht Eintreffen. Dadurch wurde auch die Schätzung -erheblicherschwert. In diesem Jahre soll versucht werden, bei der Durchführung des Frühdrusches genaue Unterlagen zu gewinnen. 'Mau 'hat gelernt, das; man bei Beurteilung der Ernte auf jeden Fall pessimistisch sein must. Die Abschlachtung der Kälber war durchaus gerechtfertigt. Jedes Kalb säuft ungefähr 100 Liter Älilch, aus denen man 7Vs Pfund Butter gewinnen Samt. Es ist klar, was das bei einer Million Kälber bedeutet. Die Pveisvegulierung. bcjj. üetr Schweinen erfolgte, um unreife Schweine herauszubekommen. Man kann nickst gleichzeitig Schweine mästen und dabei die denkbar gröstten Mengen an Kartoffellp hevausholen. Die Abnahmesrist für die Preis.bemessung der Schweine am 1. Mai muß auf die Stallabnähme festgelegt werden. Der endgültige Fristablaus wird wahrscheinlich auf den 15. Mai gelegt werden. Die restlose Erfassung der Schweine bis zu 120 Pfund, gegebenenfalls auch bis zu 100 Pfund, ist eine unbedingte Notwendigkeit. Man kann auch ans geringer gewichtigen Schweinen bis zum Herbst brauchbare Hausschlachtrmgsschweine herausziehen. Sehr ernst muß auch die Frage der Erfassung der Ernähr,ntgs- wittel auf dem Lande beurteilt werden. Wir sind an der Grenze der psychischst Tragfähigkeit der Landlvirtschaft angelangt. Es ist unmöglich, die kleinen Landwirte zu schone,^ besonders in der Erfassung von Fleisch, Kartoffeln nsw., da drei Viertel der ganzen Erzeugmrg in den Händen der kleinen Landwirte liegt. Wir setzen großes Vertrauen in die Willigkeit der kleinen Landwirte. Ihr Verhalten war betvundernswert. Die Großbetriebe mit ihrer Abhängigkeit von den Landarbeitern sind stärker gc- fShwet. Die Landwirte dürfen nicht zu scharf von Nahrungsmitteln, entblößt werden. Bei der Zuteilung der Sortdersl-eischzulage koun-. ten die Selbstversorger, obwohl dies eine gewisse Ungerechtigkeit darstellt, nicht berücksichtigt werden, da sonst ein zn starker Eingriff in unsere Biehstapel notwendig geworden wäre. * * * Berlin, 8 . Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Reichs- Liizeitzer^' bringt eure Ergänzung der Aussührungsbestim- mungen zur Verordnung über den Verkehr mit Seife, Seifen Pulver und anderen fetthaltigen Waschmitteln. Eder fahrbar. Wie jetzt sestgestellt wurde, ist das Unglück davrrrch entstanden, daß ein ILjähriger Junge aus Rrrppertsburg, dessen Vater im Felde stckht. eine eiserne Schienenlasche guer über die schienen legte, wodurch der Zug entgleiste. Nach den Umständen des Unfalles ist es ein Wunder zu nennen, daß keine Menschen- leben zu bellagen sind. Eine in dem umgestürzten Viehwagen befindliche Kuh war derart verletzt, daß sie sofort geschlachtet werden mupte. Ter Materialschaden ist nicht sehr erheblich, doch muß die wrederaufgerichtete Lokomotive einer Reparatur unterzogert werden. Lebensmittel. ** Die Ausgabe der Brot-, Butter- und Fleischmcrrken erfolgt diesmal Freitag, den 11. und Samstag, den 12. d. Mts. und zwar für die Bezugsberechtigten mit dem Zunamen A—K Freitaa und L—Z SamStag. ** Die Ziegen Halter werden im Anzeigenteil unseres Blattes ausgefordert, die Zahl ihrer Ziegen bis zum 14. d. Mts. auf dem Lebenstnittelamt, Zimmer Nr. 7 r anzumelden. * ** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat der Bernfskvankenpflegerin des Alice-FrMtenverems, Zweigverein Mainz, Elise Zimmermann zu Mainz, das Silberne Dienstauszeichnungskreuz ftir Krankenpflege verliehen. — Der Großherzog hat am 5. ds. Mts. den Dirigenten der I. Justisikatur- Abteilung der Oberrechnungskammer, Rechnungsrat Heinrich G r a u b e r t, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung .seiner langjährigen treu geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. .Juni ds. Js. an in beit Ruhestand versetzt uitb ihm aus diesem Anlaß die Krone Zum Ritterkreuz zweiter Klasse des Verdienswrdens Philipps des Großmütigen verliehen; an demselben Tage wurde der Dirigent der ! II. Justifikatur-Abteilung, Rechnungsrat Philipp Schaffner, zum Dirigenten der I. Justisikatur-Abteilung der Oberrechnungs- kammer mit Wirkung vom 1 . Juni ds. Js. an ernannt. **DerVvranschlagderStadtGießen für das Rechnungsjahr 1917 ist nunmehr abgeschlossen. Danach stellt sich der Voranschlag der Betriebsrechnung auf 3934 533.26 AnAg-cche ab. Vermögens- und Betriebsrechnung ziffammen- genommen weisen gegen 1916 ein Minus von 1129 285.42 Mark auf. Dem Voranschlag ist ein Verzeichnis der Stiftungen und Besoldungen beigegeben. Danach beträgt das Stiftungskapital 603 589.82 Mk. und bringt an Zinsen 23 982 Mk. ** I ungwehr. Mittwoch, 9. Mai, Antreten: 8^4 Uhr. 1. Mt. (1., 2 ., 3. Kameradschaft) Ober-Realschule, 2 . Abt. 4.— 8 . Kameradschaft) Gymnasium. **. Spargelvcrsand. (WTB. meldet amtlich aus Berim. Es kam zur Kenntnis, daß an einzelnen Orten, von der Cifenbahnverivaltung die Annahme von Spargel zum Versand Aus &tabt und Carcd* Dießen, 9. Mai 1917. Ruchloser Anschlag auf einen Personenzug. Vom Vorstand des Großh. Eisenbahnbetriebsamts 2, Gießen wird uns mitgeteilt: Am 7. d. Mts. entgleiste der Personenzug 4274 bei Km. 30,4 zwischen Wetterfeld und Billingen in der Weise, daß durch einen von ruchloser Hand aufgelegten Schienennagel die Maschine und der folgende Viehwagen entgleisten, wobei die Maschine vollständig zum Umfallen gekommen ist, der Viehwagen sich zur Hälfte auf die Seite legte, während die Personenwagen im Geleise, das auf 40 Meter Länge verschoben wurde, verblieben. Der Lokomotivführer wurde leicht verletzt, sonst kamen keirre Verletzungen an Personen vor. Im Viehwagen befanden sich 3 Kühe, wovon eine so schwer verletzt wurde, daß sie am Unfallplatz ab- geschlachtet iverden mußte. Wie verlautet, sind als mutmaßliche Täter vor: der Polizei ein 12jähriger Junge aus Ruppertsburg und ein Franzose verhaftet worden. — Die Küttig l. Eisenb-ahndirektion Frankfurt a. M. hat aus Anlaß der Transportgefährdung für die Ermittlung der Täter eine Be l o h n u n g von 5 00 M k. ausgesetzt. -an. .Hungen, 9. Mai. Die durch den gestern gemeldelen Eisenbahn-Unfall auf der Strecke Mücke—Hungen entstandene Verkehrsstörung ist nun behoben und die Strecke seit gestern abend - .Mi kehrsbeschränkt:ngar irgendwelchec Art für .spat,.t nicht bestehen. ** Bildertafeln unbekannt Verftor b e n e r. Das Stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps weist erneut darauf hin, das; sowohl bei den Landrats- bezw. Kreisämtern des^ Korpsbezfrks als auch lüi allen militärischen Kommandobehörden, Gantison- und Bezirkskommandos, (Ersatztruppenteilen, Lazaretten nsw. die, den Verlustliften von Zeit zu Zeit beigegebeneck Wdertafeln unbekannt Verstorbmer eingesehen werden können. ^ Schwarz-W eiß-Theater, Seltersiveg 81. Im Programm vom Dienstag, 6 . bis inkl. Freitag, 11. Mai, gastiert das beliebte Künstlerpaar „Wcmda Treumann", „Vigo Larsen" in dem vieraktigen Familiendrama „Der Eid des Stefan .H u l l e r", für den Film bearbeitet nach dem bekannten gleichnamigen Roman. Außerdem ist ent zwei« t ges Kriegsdrama aus jüngster Zeit vorgesehen. Einige Humoresken, das neueste vo n r Krieg s s chau pl a tz verbell st äitdigten den girt geivähltcn Spielplan. ** Das heutige K r e i s b l a t t, Nr. 79, enHält: Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Rohstoffen, die bei der ^Herstellung von Kriegsbedarf zur Verwendung gelangen. — Aufstellung der Gemeinde Voranschläge. — Ablieferung der Vakanzüberschüsse. — Feldbereinigung Ober-Bessingen. Landkreis Kletzen. Nieder-Bessin gen, 9. Mai. Die erste Sammlung zur Hindenburgspende hatte hier folgendes Ergebnis: 53 Pfund Dörrobst. 25 Pfund Graupen,'26 Pfund Mehl, 9 Pftmd Dauerwurst und Räucherwaren, 2 >tz Pfund HÄscnfrüchte, 50 Pfund Sauerkraut, 15 Gläser Gelee, 8 Töpfe Marmelade, 131 Stück Eier, einige Pfund Kartoffeln, 1 Flasche Oel. Sämtliche Nahrungsmittel wurden unentgeltlich geliefert. Kreis Büdingen. ** Nidda, 9. Mai. Dank dem regen Eifer dreier Damen des Frauenvereins ist es gelungen, Unterkunft für 50 Stadtkinder in hiesiger Stadt zu vermitteln.^ Daneben haben eine Reihe von Familien, die nicht in der Lage sind, Kinder bei sich aufztinehmen, sich verpflichtet, teils durch eiirmalige, teils durch monatlich wieder- vehreude Zuwendungen ftir die Instandhaltung der Kleider und Wäsche der aufzunehmenden Stadtkinder Sorge zu tragen. Eine zu diesem Ztveck unternommene Sammlung tvird in nächster Zeit fortgesetzt und zugleich auf die demnächst ins Leben tretende Kinderkrippe für Nidda erstreckt werden. Z^vanzig Kinder aus Barmen werden bereits im Laufe dieser Woche hier eintreffen. Kreis Schotten. § Aus dem oberen Vogelsberg, 6 . Mai. Knapp sind es acht Tage Ijer, daß der erste Spatenstich in unseren Gärten getan >wurde, imd schon keimen die jungen Tickwurz- und Salat- pflanzen aus der Erde empivr. Es zählt dies m den Seltenheiten. Das schnelle Keimten der Samenkörner ist infolge der schon ziemlich Lvrgeri'lckten Jahreszeit nur einer vermehrten Erdwärnie Mzu- schreiben. Tie Feldbestellung hat sich auch schon gut vorgearbeitet — ** der Hafer ist zum Teil schon gesät — natürlich unter äußerster Kraftentfallama des Landmannes und der m'rnstigen Witterimg kann unter solchen Umständen dos vaterländische Werk schnell gedeihen. Hessen-Nassau. iedenkopf, 9. Mai. Die Klassen des Realprogymna- siuMs und eine Klasse der Stadtschule sammelten Buchen- knospen zur Mehlbereituna. Nach der Ansicht von Sachverständigen lasse sich aus Mefeu Knospen ein gutes Mehl von hohem Nährwert h«rstellrn. --- Frankfurt a. M., 7. Mai. Nach Mitteilungen der Polizei treiben sich täglich zahlreickie Kfinder der Nachblavortq bettelnd in den besseren Stadtteilen herum und legen hierbei eine Raffiniertheit an den Dag, die das Schlintmste für die Zukunft dieser Kinder befürchten läßt. Zur Steuerung dieser sich täglich schlimmer gestaltenden Zustände hat man mit der Polizei in Nied a. M. — aus Nied wurden bisher die meisten Kinder hier angetroffen — Abmachungen dahin getroffen, daß die bettelnderc Kinder fortan in Frankfurt festgehalten werden und daß gegen sie das Verfahren auf Fürsorgeerziehung eingeleitet wird. Außerdem wird gegen die Eltern strafrechtlich eingesckwitten. £C tv U a cb r i dhtc u. Zusammenstoß der Berliner Untergrundbahn. Berlin, 8 . Mai. (WTB.) Am Nachmittage gegen 5VsUhr führ ein Zug der Untergrundbahar, der von der Station Schön ^ Hausertor kam, vor beut Bahnhof Meranderplatz auf einen dort haltenden rangierenden Zug. Der Zusammenstoß war fthr heftig. Insgesamt werden 30 Personen verletzt, davon zwei schwer. Die beiden Schwerverletzten wurden dem Krankenhause zugeführt. Dic Schuldftage bedarf noch Aufklärung. Tapferkeitsprämien der U-Bootmannstt-aften. Berlin, 8 . Mai. (WTB. Nichtcmrtliä>.) „Dagens Nyheter^' bringt folgende Londoner Meldung von Stockholms Teleyranrm- Vureau: Die englisck-e Admiralität gelangte in den Besitz eines höchst interessairden Dokuments. Wie der Korvettenkapitän LMersort gestern am 1. Mai vor dem britischen Prisengericht zu berichten wußte, sandelt es sich rtm einen Tarif, nach welchem Belohnungen für die Versenkung imd Aufbringung von Fal-rreug«n in der deutschen Marine festgesetzt werdert. Der Tarif umfaßt zwei verschiedeite Berechnungsgrundsätze für die Verteilungen der Belohnungen, nämlich in erster Linie Prisengelder, zwertens Prisen Prämien. Anscheinend ist der Berechnungsgrundsatz für die Versenkung von Kriegsschiffen und Hartdelsfal)rzeugen derselbe. Im letzten Falle ist die Belohnung die gleiche, ob es sich um die Zerstörimg feindlicher oder neutraler Kauffahrteischiffe handelt. Es folgt dann die Aufführung 'der Berechnmrgsart der Prämien für den Kvnrntan- bauten, die Offiziere und die Aranrrschasten, und zwar eininnl betreffs der aufgebrachten Fahrzeuge, dann für die versenkten Schiffe. Eine Extrapräinie-soll der Komniandant erhalten, der die größte Anzahl Schiffe auf einer Reise versenkt. Der Tarif soll seit dem 1 . Februar in Kraft sein. Stockl-olms Telegramm-Barreau ist cs offenbar nur darum zu tun, im Auftrag der englischen Regierung ein deutsches Gegenstück zu den englischen Prisengeldern zu sch»ffen. In Deutschland gibt es keine Prisengelder. In Wirklichkeit handelt es sich bei uns um die Verteilung sogenannter „Tapferkeitsprämien" an die Mannschaften, die sich einzeln oder als Besatzungen oder als Teile dieser auszeichneten. Die Zahlung der Prämie folgt auf Anregung aus Stiftungen von Privatpersonen. Sic haben auch in dieser Richtung nichts gemeinsam mit den .Kopfgeldern der Engländer, die an dre Besatzungen ihrer Kriegsschiffe vom Kommandanten bis zum jüngster'. Schiffsjungen aus Staatsgeldern gezahlt werden für die Versenktrng ober Aufbringung feindliche?: Kriegsschiffe und die nach einem festen Bert^ilungsplan von besonderen Gerichtshöfen zugesprochen werden müssen. Bekanntlich veranlaßte der sich bei den Engländern auch in ihrer Seekrreg- führnng betätigende Geschäftssinn wiederholt englische Schiffs- und Zerstörerkommandanten, bei ihren Vorgesetzten Prisengelder für deutsche Torpedoboote und Unterseeboote zu beanspruchen, die heute noch in bester Verfassung unserem Vaterlande porzügliche Dienste tun. Bei uns sind die Offiziere an der Verteilung der oben Vezeick>- neten Tapferkeitsprämien überhaupt nicht, mich nicht in der Form eines Ehrengeschenkes beteiligt. Die für die einzelnen Taten ausgesetzten Gelder werden von den betreffenden Kommandanten und Führern, der über die Verhältnisse a?n besten urteilen' kann, an die Mannschaften verteilt unter Berlicksichtigirng der häuslichen Verhältnisse, Bedürftigkeit usw. In manchen Fällen wird auch von der Verteilung an einzelne Leute Mstand genommen und der Betrag' dein besonderen Mannschaftsunterstützungsfonds überwiesen. Ein deutsches Bombengeschwader über Epernay. Bern, 7. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) „Temps" meldet aus Epernay: Ein deutsches Flugzeuggeschwader warf nachts etwa 50 Spreng- und Brandbomben über der Stadt ab. 6 Zivilpersonen wurden getötet, viele schwer verwundet Das Bombardement dauerte über eine Stunde. Bankabkommen Mischen England und Amerika. London, 8. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Dem „Daily Tele-grapi)" Znfotcge schlossen die Bank von (England irnd die Bundesveservebemk von New Aork ein Abkommen, wonach sie wechselseitig als Agenten des anderen Teiles fungieren. Der Hauptzweck des schon seit Monaten angebahnten iWkonrmens liegt darin, daß die genannten Banken eine Vertnittlnngsstelle für die Goldtransaktionen nrrter Vermeidung oder tunlichster Verminderung tatsächlicher Gold- verschiffungen bilden sollen. Sie werden zur Befestigung der Wechselsttrse gegenseitig Depositenkontos eröffnen. Der Anschluß weiterer Bundesreservebanken wird offen gelassen. Amerikanische KriegSvorbereitungcn. Washington, 8 . Mai. (WTB. iltichtamtlich.) Reutermeldung. Das .Kriegsdepartement gibt bekannt, daß die Ausstellung von Mineur-Regimentern angeordnet wurde, die so rasch als möglich zu Arbeiten in der Etappe nach Frankreich geschickt werden sollen. Zmn alsbaldigen Eintritt suchen mir einen durchaus zirverläftiaeil feraoifteig mit schöner Handschrift und unter ÄLaemeinbildiina zur Lei tun a unserer nur vor- mittaas nLöstneien Geschäfis- stelle. Sehr. Angeb. nebst Angabe der Gehaltaausvrüche u.3687 au den Gieß. Anz.erb. srlaftrener Mai für unser Bureau gesucht. 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Junker besonders für die zahlreiche Beteiligung der Angehörigen der Firma Meyer, des Vereins der Rangierbeamten und Anwärter bei der Beerdigung, sowie allen Kranzspendern sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familien Friedrich Weller und Junker. Wieseck, den 8. Mai 1917. 3701 Flämischer Abend. Freitag, den 11. Uai, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula. Das neue Flandern = - Vortrag mit Lichtbildern und Musik. ^ Flämische Lieder und Gesäße, Darbietungen aus Volkskunst | St&d V oikslefeciSj zur Schilderung von Blüte, Verfall, Wieder- ^ ' Aufrichtung des flämischen Volkes, in seinem Kampfe urr Dasein und Zukunft. Vorführung farbiger und anderer Lichtbilder mit begleitenden Gesängen. Mitwirkende: Frau Charlotte BoeiTage-EeijerS.Sopran Frau‘Margarete Wirttl-Sctilllitt.Alt Herr Ludwig Dornay . . .Tenor Herr Anton Sistermans.[ £ iass Fräulein Ella Müller .. Klavier Leiter und Vortragender: Herr Professor Dr. Hermann Wirth. ..„Ajp 13, A P ril ds - Js - starb auf dem Felde der Ehre nach zweijähriger treuer Pflichterfüllung in Feindesland mein lieber, herzensguter Sohn, unser treuer unvergeßlicher Bruder, Schwager, ©nkel und Neffe Gardist Friedrich Stumpf Inf.-Siegt. 115, 7. Komp. im blühenden Alter von 22 Jahren. Kühe sanft du treues Herz Du hast den Frieden, wir den Schmerz. GassparMerde anlampen Karten zu 3. 2 und 1 Mark, Studenten- und Schülerkarten zu 75 Pfg., und Karton ®A rje Rang zu oO Pfg. sind in der Fcrbcr’sehen nnd Frees’ ßehen niv. - yeltersweg mid abends asi der I-iawse - erhältlich., Studenten karten auc h beim Ur.ivcrsitätshausmeister. 3670 Si MI I empfiehlt - L in groster Auswahl billigst Fs! Jnstallatibüs'GeiÄäft ! ILinlwlgstraße 40. Feinste 3114 In tiefem Schmerz: Philipp Sinmpi VI., Wwe. Philipp Stnnipf, Off.-Stellv. z.Zt. im Feld, u. Fran Karl St«inpf, Feldwebel z. 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B.: Grünewald. i Angebote an den Testa ---> mmusvollsirecker Fischer, Giesten, .200^J Roon trage 33. 5U J -* •' : .. . ü .Ä V Heule trifft eine grobe Sendung frischer Seefische ein und bitten wir um gütigen Zuspruch. Gießen, den 9. Mai 1917. 02865 ad HersfeldS in Hessen -Kassau - (K-urzeit v. 1. 5. b. 1.10. Wasser Versand dareh hnllnshrvaiven-Gesellsöhaft. ; I H^rvorrag. bewährt bei )la^--u-,. * 5.Darm- u Leber- und Gallenstein- 8 leideri.Hamorrhoiden,Fettleibig-§ k ei t.Gicht-u. Zuckerkrankheiten > Auskunft erteilt der Magistrat J 3705 Hochachtend Gebrüder Berdux. M m Cönst und ' Stablblech, KA inoxidiert" und emailliert, kaust man billigst bei f 02 « 1 Wilhelm Höst, Neuen Baue 10. (Eichene Gartcnpfosten zu verkaufen. 02811 __Iul. Welldöse r. ^lLScdsnrsrl, wenig gefahren mit Bereifung, billig abzu- gcben. Das. eine V.-kslZs mit Llasten, sehr gm. Schr. Ang. unter 02853 a. d. Giest. Anz. LaiV Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert ««nie Ino Nach Beschluß der Schulkommission soll an Unserer Anstalt von Mittwoch den 16. Mai ab ein mehrwöchiger Kiufits in i ka»sniänmscher Buchführung WZrauenuntzTschter aus demhandelsftands deren Männer bezw. Väter zum Heeresdienst ein- ,gezogen sind, in den Räumen des Kaufmännischen Vereinshauses, Nord-Anlage 15, von Lehrern unserer Schule abgehalten werden. Anmeldungen hierzu werden in den nächsten fünf Tagen von 11 bis 12 Uhr im Schulhaus, West-Anlage 43, cntgegengenommen. Gießen, den 3. Mai 1917. 3626v Die Sd)iilkommtj|ion. Ihre heule vollzogene KRIEGSTRAUUNG beehren sich anzuzeigen Gustav Pfeifer Unteroff. d. R. im I.-R. 179* Frieda Pfeifer 3718 geb. Rau Gießen, Weserstr. 7, den 9. Mai 1917. er förjf rfeinkrprtf n Schiffenbergev Weg 15 mit schönem Garten ist täglich geöffnet von 9—12 und außer am Mittwoch und Lamotag auch nachmittags von 2—4 Ubr. 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