llr. jö| Der Sietzener Anzeiger erscheint täglich, nutzer EonntagS. - Beilagen: ßietzener^amiliendliilter: Ureislävil für den Kreis Girhcn. vezugrpreis: monatl. 90 Pf., vierte.- jährl. Mk. 2.6k». durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 60 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 viertel» jährl. ausschl. Beste llg. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schristleituug 112 Verlag,Geschüttsstelleöl Anschrift für Bralgnach- richten: Anzeiger Eichen. elftes Blatt m \bl. Zührgaisg nzerger 5u)il!t«ssnsniftriHi u. Verlag: BrÄHI'sche Un!v..Buch. u. Lteindruckere! R-Lau-e. Postscheckkonto: Zranisurt a.M. XX 686 Bonfoerfefft: Gewerbebank Giesjen Schristlettüng, Seschöstrftrllr g. Druckerei: Schulstr. Dienstüg. I MÄ \%l ürjnüimie von Lnzegen die Tagesnummer ins nun Nachmittag vorher, öeilenpveir, s. Anzeigen: örtlich 20 Pi.. Per- uüetungen u. Stellengesuche 15Pf., ausw ä rtS 25 Pf., b. Plahvorschrift 60 P>., Neklan'.en 75 Pi., bei Plahvorschrist 90Pf. Hauptschriitlctler: Aua. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: A-'o. Goetz. Stadt und- Lan^.Dermijg 4u.Ge> richtssaal: Fr. R. Zenc. 2luze^geiN^p'^< Beck, j n/rt ti$M l Awili c n. (WTB.) Großes Hauptquartier. 30. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. H e e r e s g r u p p e K r o n p r i n z N u p p r e ch t. Nach dein Scheitern ik-e-., stoßen Angriffes am 28. April kittternahmeu die Engländer gestern nur Einzelangriffe gegen Op pp. nördlich der Straste von Donai nach Arras. In mehrmaligem Ansturm gegen den heitzumstrittenen Ort er schöpften sich ihre Kräfte. Das Dorf blieb in unserer .Hand. Auf beiden Scarpe-Ufern hielt die starte Kampf- tätigfeit der Artillerie an. Vorsichtige Schätzung beziffert den Verlust der E n g l ä n d e r a m 2 8. A y r i l a u f ü b e r 6 0 0 Ö Mann, die in und vor unseren Stellungen gefallen sind. Außerdem sind über tausend Gefangene und 40 Maschinengewehre durch unsere Truppen eingebracht, 16Pan- ze r fra ftw a ge n z e rstö r t worden. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Gewaltsanre ErkurDungen der Franzosen suchten gestern morgen dm Erfolg des französischen Zerstörungsfeuers gegen unsere Stellungen bei Berrv-au-Bac. am Brimont und nördlich von Reims ftstzustellen. Unsere Grabenbesatzungen wiesen die Vorstößt' ab. Seit Mittag hat sich mit wenigen Pausen der Feuer- kampf von Soisjons bis zur Suippcs weiter gesteigert. Er erreichte in den Abendstunden größere Heftigkeit, hielt mit wechselnder Kraft während der Nacht au und wuchs bei Tagesanbruch zu starker Wirkung. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Wesentliches. * Am 28.April haben unsere westlichen Gegner 11. am 2 9.April 2 3 Flugzeuge verloren ; außerdem drei Fesselballons. Flieger und Flugabwehrkmroneu teilen sich in bas Ergebnis. Rittmeister Freiherr von Nichthofen blieb zum 48., 49., 50., 51. und 52. Male Sieger im Lustkampf-, der seiner Jagdstaffel au gehörende Leutnant Wolfs schoß den 22. bis 26. Gegner ab. Anfitärungsstreiftn und Flüge zum Bombenabwurf führten unsere Flieger tief in das englische Frankreich zwischen Somme und Meer, von der Arsne bis über die Marne nach Süden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Mazedonische Front. Zwischen Prespa-Soe und Cerna lebhafte Artillerie- t 07 gleit. Zwei englische Flieger wurden bei der Rückkehr eines unserer Kampfgeschwader im erfolgreichen Luftangriff gegen Lager und Bahnstrecken im Eern«bogen zum Absturz gebracht. Der erste Gensralguartiermeifter Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin, 36. April, abends. (WTB. Amtlich.) B A r ra s Fenerkampf in wechselnder Stärke. An der A i sn l'-nd Champagne-Front dauert die Artillerieschlacht a: Im Osten nichts Wesentliches. . * . Die Stimmung in Frankreich verschlechtert sich star machen die verlorenen Schlachten und die Enttäuschnr über Rußland. Von den Strömungen im Heere bericht uns heute eine halbamtliche Meldung, die ihre Rückschlns ans Gefangenenaussagen zieht. Die Soldaten und Offizin Hu'i) nccch so furchtbaren Verlusten ohire Ergebnisse en nrungt. Dazu halten wir das Bild der französischen Press Auch rn dieser hören wir ein Grolles! über das Versage der großen Offensive. In gewohnter Weise sucht man na Sündenböcken, trachtet man danach, etwas zu verbessern u: umzugestalten. Denn das parlamentarisch regierte Volk wi Garantien, und wenn schon die Fürsterrgunst wie eine Wiec ist, so ist die Volksmeinung noch weit schwankender. Sowe wre in Rrchland, wo man jetzt jeden: kleinsten Truppente eme „Kommission^ beiordnet, geht man bei unseren wes lrchen Nachbarn nicht. Aber man. braucht iwtrf) so schwere kriegerischen Fehlschlägen irgend eine Reform. So heißt t lest, auf Antrag des Kriegsministers sei das Amt ein« Ghess des allgemeinen Generalstabes beim Kriegsminist rrmn wiederhergestettt, und dieser- Posten sei dem Ofener« Petarn, anvertraut worben.. Ob dieser Generalstaböch Ar Dinge hinter der Foont regeln M, ober 06 er beruft SastaästeuMne auszudenl'-.m und anzluo-rtmen, bleil mrs noch ungewiß. Jedenfalls handelt es sich wieder u- emen Kontrollpo stei:, da man umrahmen zu können glaub ore jetzt in der Leitung des .Heeres stehenden Männer a nugten nicht allen Arrsordernngen. . , Vor einigen Tagen haben auch bei uns in Deutschlar ermge Herrer: der soziatdenwkratischen Arbeitsgemeinschaf Or. Cohn und Genossen, im Reichstag die Bildung eine besonderen Ausschusses „zur Ueberwachung der Kriegfü) rung beantragt. Man hat über den Antrag nicht viel g geschrieben, wahrscheinlich, weil er eben 3 k h,ar cDt t1 - 1 p ?Ä r r 9 r llte ^ octe lesen wir aber jetzt da über in der „Rhein.-Wests. Ztg.": „Herrn Cohn paßt die ganze Richtung im Hauptistlac 4er mit Hmdenburg an der Spitze schon lange nickst, das ist begreiflich. Hmdenburg hat die imangenehme Eigenschaft, wenig ' > reden, um -0 mehr zu handeln, Es geht im Hauptquartier überhaupt zu wring parl-amelrtarisch zu. nickst einmal das System der „Kleinen Anfragen" ist dort üblich, es ist das nnparlamentarischste System, das man sich denken kann. Dem abznhelfeu, erscheint Herrn Cohn, Lcdeoour, Dittmann und Genossen ein dringendes Bedürfnis, und so beantragen sie einen „Uebecioachnngsansschns;", der dcm.Hciupt- auartrer endlicheimnal Parlamentär: sü?e Sitten beibriugen soll. Man könnte meinen, die Antragsteller hätten in diesen ernsten Zeiten etwas zur Erheiterung beitragen wollen. Mer das glaubt, überschätzt Hsrrn Cohn. Dielen Ausschußpolitikiern ist cs gänzlich gleick>- gulpg, ob sich irgeird etwas oder irgend jemand bewährt hat, das Prinzip verlangt, daß alles demokratisiert wird. Also her mit dem Ho-kriegsrat — es ist alles schon dagen m — mit Herr n. C 0 hnan derSpitze, derHindenb n. r g e n d l i ch ) c i g c 11 wird, wie man L'kriege zu führen hat, ne den Feinden, wehe zu tun." Der früher für das Berliner Tageblatt tätig gewesene vortreffliche Major Moraht schreibt setzt seine Kriegsauf- sätze um einen urerkbcweu Don freudiger in der „Deutschen K die wir nebenbei nicht als unser Leiborgan bezeichnen wollen. Moraht huldigt der Parlainentarisiernag des Krieges und des Heeres n icht, sondern er stellt fest, daß unsere Kriegslage „gefestigter als je" und „aussichtsreich für die Zukunft" sei. Ec lehnt das Eohnsche Mißtrauensvotum gegen Hindenburg ab, indem er bemerkt: „Wir voltführten restlos, was loir planten, und unsere Oberste Heeresleitung kennt zum Veste'-: des Reiches nur eines nicht: Die Scheu vor dem Schwankei: und Zaudern." Dann schreibt Moraht weiter: ,'Jst dieser Sieg den Deutschen in der Heima! auch recht zmn Bewußtsein gekommen? .Hat bas Vaterland begriffen, was er ^ vcicf}r wurde, intb wie die britisch Mackst zersck-cllte? .Hat man sich überall über ^die Kleinlichkeiten der Stunde erhoben und über Politischen Wünschen nicht vergessen, was unsere junge Heldenschar song, als sie 1914 imd 1915 ihr Leben in Flandern einsetzte: „Wir loben dich, oben, du Lenker der Schlachten!" Interessant ist, wie dieser begabte Militärschriststellcr ipr Hinblick aus die gewaltigen Verluste der Engländer über deren weitere Absichten denkt -nd wie hoch er die Ziffern der englischen „gräßlichen Leichenschau" einschätzt: „Die „Times" ofser> baren, daß keine englischen.Verwundeten mehr über den Kanal geschafft ,müden. Wer das noch im Tode hrucyelnde England richtig einschätzt, glaubt nickst an die Motivierung der Frachtraumersparnis und an die reine schöne Menschlichkeit, man wolle die Verlvundeten nicht der U-Boot-Gefahr aussetzen. Nein, Alt-England soll ahnungslos bleiben, feil nicht erstarren über die Opfer des vergeblichen Durchbruchs So Ix>lt man schnell eine Schar Aerzte rmch . Frankreich herüber. Die ganze Stadt St. Omer ist ein Niesenlazarett, gefüllt mit 25000 Verwundeten, nieisst Kanadier und Schotten.. Der Angriff vom 24. April sah 12 englische Divisione:': in der vorderster, 4 in der zweiten Linie, zuiammen etwa 320 000 Mann. Ausgebrannten Schlacken glichen sie nach dem vergeblichen Ansturm. Man greift wohl nickst fehl, wenn man die Summe der blutigen Verluste in den drei erfolglosen Angriffen, die auf verl)ältnismäßig schmaler Front sich abspielten, auf über 200 00 0 Mann ein sch ätzt." Die österreichisch-uttgarischett Tagesberichte. Wien, 36. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Von keinem Kriegsschauplatz sind besondere Ereignisse zu melden. Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Kampfe an der Westfront B e rlin, 30. April. (WTB. Nichtamtlich.) Fm p e r n- und W y t s ch a e t e Bogen lebhafte • Artrlterietätigkeit, die sich besonders nördlich vor: Uperu und siidlich des Kanals Comines-Dpern verstärkte. Nordöstlich von Ipern nahinen lvir dichtanfgefültte feindliche Gräben erfolgreich unter Vernichturrgsseuer. Im Raume von St. Quentin herrschte am Tage wie in der Nacht lebhaftere Artillerietätigkeit, besonders südlich der Somme. Feindliche Teilvorstöße gegen unsere Ächc- rrrngSlinien wurden überall abgewiesen, wobei eine Anzahl Gefangener in unserer Hand blieb. Ar: der Ais 11 e schwoll im Laufe des Tages das Feuer auf der ganzen Front bedeutend an und steigerte sich in den Abend stundet: zu großer Heftigkeit. Auch das Minenfeuer ist au dieser Frixat besonders stark geworden. Nnsere Artillerie hatte den Kampf erfolgreich ausgenommen und erzielte vor allein gegen feindliche Batterien, Truppen- ansM!rmlungen in feindlichen Gräben m:d Minenlager gute Wirkungen. So fügten wir in der Gegend von Cvaostelle durch Vernichtungsfeuer den Truppeuansammlunge-1 schwere Verluste zu. In der Gegend von Berry au Bac tobte starker Artilleriekampf. Nach heftigem Tronunelfeuer erfolgten gestern vormittag zwei erbitterte Angriffe gegen die Höhen östlich von Berry an Bac. Beide Angriffe wurden verlustreich abgeschlagen. Einige Gefangene blieben in unserer Harrd. Auch um Brimont und nördlich von Reims nnrrden stärkere Teilangriffe abaewiesen. Am späten Abend wiederholte der Gegner abermals seinen Angriff gegen die Höhen von Berry au Bac und den Brimont-Älock, der ebenfalls restlos abgewiesen wurde. Nachmittags und abends wuchs auch ans der ganzen Charnpagnefvont das starke Artillerie- und Minenftner zn größter Heftigkeit. Auch hier wurden mehrfach erkannte feindliche Bereitstellung! :■ öiard) unser Vernichtungsfeuer niedergehalten. Eigene An, u(\x nngspatronillen kehrten mit mehreren Maschine'.! gewähren und Schnelladegewehren zurück. ^Seit den: frühen Morgen wütet das feindliche Feuer auch in der Champagne wiederum mit grochr Starte gegen die Hauptkampsabschnitte. Es dehnte sich bis in die Gegend südlich von Anderive ans. Die Erfolge nuferer Flieger. Berlin, 30. ,April. (WTB. Nichtamtlich.) Rittmeister Freiherr von Nichthofen, der am 28. April seinen 48. Luftsreg errang, schoß am Sonntag das 49., 50, 51. und 52. fenrdlrche FugzAlgeab. Sem Bruder Leutnant Richtl-ofen brachte an berden Tagen den 12., 13. und 14., Leutnant Wolf f 'neu 22 , 23, 24., 25. und 26. Gegner zum Absturz. Am 28. und 29. April büßte der Gegner insgesamt 35 Flugzeuge und einen Fesselballon ern, 24 hiervon am Sonntag. 21 abgeschossene Gegner gingen hinter unsevm Linien nieder, 3 davon kommst auf Nccpinn.g unserer Flugzeugabivchrrauouen. Trotz zum Teil erheblichr feind sicher GegSiUvirkung führten unsere Bomben- und Erkundlmgo- ge.chrmder ihre Ausgaben.aus. Zahlreiche bei Tag und bei Nacht mwgesührten Bombenangriffe erschwerten dem Feinde den Un ge,körten Nachchub von Reserven und Material. Seine Truppen imd Mnnitwnslager sowie Bahnhöfe wurden mit über 6200 Kilogramm Bomben belegt intb zahlreiche Explosionen dabe: beobachtet. Bereits in Stellung befindliche Reserven und Truppen-- samnUnngen wurden -wiederholt aus niedrigsten Höhen mit Ma- schmen gewehrfeuer angegriffen. Amck, auf d.m Balkan griff eine-' unserer Oöeschoader an: 28. und 2^. April feindliche Lager und Babnhöfe mit zusammen 2800 Kilogramm Bomben an. Tie Brand- wucki'.ng wurde beide Male festgesiellt. Von den, zur Abwehr gestarteten feindlichen Fliegen: Ivnrdeu in: Luftkampfe zwei abste schossen. Unsere Flugzeuge kehrten sämtlich zurück. Ermattung der Engländer. Berlin, 30. Ajpril. (WTB Nichtamtlich.) Infolge der schweren Verluste, die die Ercglürcder in der Schlacht am. 26. April erliten, machte sich in ihrer gestrigen Kampftätig- keit im Raume von Airras eine starke Ermattung geltend. Das planmäßige, äußerst heftige englische Artillmrefeuer hielt jedoch den ganze:: Dag über an, Besonders aus dem Nordslügel der Schlacht)ront in der Gegend von Achevilte und Oppy war der Artillerie kämpf außerordentlich stark, «auch südlich der Searpc. Wo das feindliche Feuer vormittags nachgelassen hatte, belebtc es sich lwiedevunr tim Lause ides Daqes. Der Brennpunkt der Jnfanreriekämpfe war das Dörfchen Oppy, in der Mitte Mischer^ den in jden Vortage:: heiß ttnistrittenei: Dörfern Lljrleux :md Gavrelle gelegen. Viermal sandte der Engländer Sturm« hausen gegen Oppy vor. Viermal ivurdeu sie von den Ver- Leidiger:: teils in heftigen Nahkämpfe:: unter schwersten englischen Verlusten zurückgeworfen. Ein Deilangriff der Engländer nördlich des Bahnhofes Roöux wurde ebenfalls im kräftigen h-egenstoß abgewiesen, wobei eine Amtzahl Gefangener in unserer Hand blieb. Zu weiteren Jnfauterieangriffm: kom:te sich der Feind an: 29. April nicht ictnfraffcm. Nur westlich von Bullescourt versuchte- eine englische Patrouille wrzudringeu: sie twurde verjagt. Im Laufe der Macht wurde:: vorfühlende, fenwliche Patrouillen an ^mehrere:: Stelle;: sder lAirraSfrout zurückgewiesen und mehrere Gefangene ein gebracht. Das- starke Artilleriefeuer steigerte sich in Verläufe der Nacht und gege:: Morgen in der Gegend von Loos bis südlich der Scarpe Zu besonderer Heftigkeit. Die Verluste der Franzosen. Berlin, 30. Llpril. (MTB. Nichtanvtlich.) Die Verluste der Franzosen in der Aisne-S ch lacht sind, wie sich heute nach Truppenmeldimgcn und Gesangeumaussagen übersehen. l ästt, geradezu vernichtend. Au der gesamte:: An - griffsfront mußten die Divisionen des ersten Angrifsstages als al>- gekämpft terausgezogen und durch frische Truppe:: ersetzt werden. Die Angriffsregime::ter habe:: zum mindesten die Hälfte ihres Bestandes verloren, ein großer Teil, wie da" vierte .F::fanterie-Re gmtent und das 24. Kolonial-Regünent Drei viertel Letzteres Regiment hatte bereits vor den: Angriff m scii^r Ausgangs stellung westlich von Laffaux 350 Manu Verluste durch tzcktillerio seuer. Gesänge:^ vom Regiment 153 erklären, daß da. deutsch' Maschinengewehrflmer mrs dem Rücken ihre Au«rrifssweilen so gni wie ausrieb. Aehnlich erging es dem Regiment 355. Das 29. Se- negalese::-Bcckaillon wurde in den Käinpden aM 16. und 17. April fast aufgerieben. Das 25. Jäger-Bataillon verlor am 16. April gege:: 400 Mann. Ein verwundeter Major sagte aus, daß die zweite Division als außer Gefecht gesetzt angesehen iverdeti muß. Die stark dezickierte 10. Kolonial-Divifion hatte folgende Verluste an höhere:: Führer::: Divisionskommandeur General Mcrrchant verwundet, der Kommandeur der 20. Brigade gefangen, die Of- fijiere des Stabes tot oder verlmmdet. der KomiNLndln:rG des 53. Jufanterie-R-egin:e:rts gefallen, (befangene der ersten Kam- pagnie des Kolonial-Regiments 33 gaben de:: Bataillonsführcr als tot, den Adjntante:: als verwundet, die Führer der ersten Kompagnie tot, zwei Offiziere Verl windet/ de:: Führer der zweiten Kompagnie als tot, die Offiziere als verwundet, den Führer der dritte:: Kompagnie als tot, 2 Offiziere als verttmndet an. Der überlebende Rest der ersten Kompagnie, 25 Mann, wurde gefangen genommen. Die Stimmung im französischen Heer. Berlin, 30. April. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Stimmung i m f r a :: z ö s i s ch e n H e c r war vor den: großen' Angriff am 15. Avril durch systematische Bearbeitung der Mmmschaften mit allen Mitteln cnifgepeitscht worden, vor allein durch den immer «erneuten Hinweis auf die gewaltigen Machtmittel der Ei^'ente ^lbends vor dem Angriff erließ der Höchstkominandierend? General N i v e l l c folgenden Befehl: Allgemeiner Befehl. Nr. 75 Gr ^ „ .... H. Qu. 15.4. 17. An Ine Offtzrere, Unterofftzrere und Mannschaften der französische:: Armee! D:e Stunde ist gekommen. Vertrauen und Mut' Es lobe Frankreich! General Nivelle. Du: gruppe:: gingen auch mit große::: Schneid vor Die Stim- mung war allgemein siegesgewiß. Um so grösrer ist die Niederstes chlagenheit der Gefanger:en, die vor allem durch die tetf>wt'> unsinnige:: Verluste bedrückt sind. Allgernern :vrrd über da . V erlagen der höheren Führung geklagt. Die Leitung arbeitete g atr Dugriffsplänc ans vis in das kleinste Detail, versagte aber in rc Praxis Ans Grund der umfassenden Vorbereitungen und der rasfwren eingesetzten Massen an Menschen und Material war von Ken Trnvp? ein durchschlagender Erfolg erwartet worden. Ge- fan^me Offiziere der 2., 9. und 10. Infanteriedivision sagten über- eMÜLmwend aus, daß der aroße Angriff, auf den so große Hoff- rnmgeu- > - ^ wren iwllständig gescheitert ist. Trotz langer Vorbereitung und iovckeulangcr EinüVung versagte im letzten Moment das ri'ckvige Einsetzen und dev Angriff der Divisionen gänzlich. Don a^rn Gefangenen wird der heroische Widerstand der Deutscher! und der Schneid ihrer Gegenangriffe rückhaltlos zuge geben. * Der türkische Bericht. o n st a n t i n o v e l, 30. ?lpril. (WTB.) Amtlicher HeereS- Herick't vom 29. 9.'pril. Irak front: Feindliche KavaNerie- «gimenter, bk gegen unsere Truppen auf dem recksten Edhcm- ll fe r Vordringen, '.rurden durch unser Feuer zurückgetrieben^ Am 26. Apchl schoß .Hauvtmann Schütz im Lustkampf sein 8 feindliches Flugzeug ab. Es hnr ein englisches Liverpovl-Flugzeug. das hinter- nnstiru Linien abstürzte. Der 'feindliche Flugzeugführer fiel verwundet in unsere Gesangenschast. K a u k a s u s - F r o n t: Äußer Patronicken-Unternehmungen Herrschte an dar Front Ruhe. Sinai-Front: 'Um 27. April griffen die Engländer einen Teil unserer au dem See stehenden Vorposten cm. Nachdem unsererseits eine Koinpaguie Infanterie zur Verstärkimg eingesetzt war, pmrde der Feind int Gegenangriff z u r ü ckg ew o r f en. Er ließ 15 Tote aus dein Gesecküsfelde liegen. Auf den übrigen Fronten keine besonderen Ereignisse. Nie ksvoltttlsn in Nnfjland. Vom russischen Heer. Petersburg, 30. April. (WTB. Nichtamtlich) Meldung der Petersburger MIegraphen-Ägentur. Der Kriegs- mrurstcr bat einen Tagesbefehl an die Truppen erlassen, kraft dessen jedes Armeekorps, jedes Regiment und jede Konrpagnie einen eigenen S o n d e r a u s s ch u ß wählen darf, denr die Aufrechterhaltung der Disziplin, die lleber- kvcrchnng der Verpflegung und gesetzmäßige Maßregeln gegen Älischrüucho der Dienstaetmrlt durch die Regiments- vomnva.ndenre, sowie die Beilegirng von Zusammenstößen Mischen Offizieren und Mannschaften und die Vorbereitungen der Wahl zur konstituierenden Versammlung obliegen fott. Daneben ermächtigt der Tagesbefehl die' Truppen. MsKiPliriargerlü te für die Beilegung von Mißverständnissen und Streitiglei Leu -''scheu Mannschaften zu wählen. Tic russische Niederlage am Stochod. Petersburg. 28. April. MTV.) Meldung der Petersburger Delegrapben-Agentur. Auf deru Kongreß der Abgeordneten aller Armeen der Westfront wurde folgende Erklärung verlesen, die von 25^ Offizieren und Soldaten, die kLr»lich an dem Kämpfe am Stochod teilgcironnnen haben, unter- Kkühnet ist: Die Presse und b : c ösfentlihe Meinung klagen den R a t der A rbe i t er - uu d S o l date n a bg e or dn eLc n wegen der Niederlage am S t o cb ob an, die nach ihrer Behauptung eine Folge der. Tätigkeit des genannten Raws gewesen ist. Alle Soldaten, Offiziere und Kommandeure, die zu dem die Stochod-Stellunq hal- tienven Armeekorps gehörten, erkannten ohne Ausnahme, daß das Heckten dieser Stellung bis zuin Frühling umnöglich war und daß man -entweder die Offensive hätte ergreifen müssen, um die Stellung W «wettern, oder sich auf das rechte Ufer zurückziehen urtö die Stellm^g pläsgeben, was man im Frühling, wenn der Stochod ge- stiegen^ist mit großen V er ln. den hätte tun müssen. Indessen schenkte das Ooerkominando den Erklärungen der Untergebenen kein Gehör und das Korvs wurde an seinem Platze gehalten. Bei Frühlingsanfang trat die un nenn eidliche Tragödie ein. Alle sagten aus, daß das UebeNreten des Stochod die Russen hinden werde, die wenigen Flußlchergängc zu benutzen und daß das heftige ununterbrochene perndliche Sperrfeuer die Verteidiger des linken Ufers vollständig oibschneiden werde, was tatsächlich eintraf. Die Russen wurden ttotz ihres erbitterten l Uenniütigcn Widerstandes durch die zermalmende Kraft des Gegners vernichtet und ihre unermüdlich wiederholten Gegenangriffe, die r>i? beiih'ffrn Abteilungen wegfegten, waren ver- Sevlich. Der schreckliche viernndzwanzigsti'-neige Kampf am Stochod hat gezeigt, daß die MannMucht der russischen Armee nickst nachgelassen bat, und das; die Deutschen nur über Leichen an den Stochod kommen io-'"ten. Bekanntlich sind die allein an dieser Tragödie schuldigen Generale Losch und Jannschewv ihrer Stellungen enthoben worden. Die Urnbi dnng des Arbeiterrates in Rußland. Pern . 30. A'wil. lWTB. Nichtamtlich.) „Petit Parisien" .inekbet a'wstfttt 'rsbnrg: Die Arbeiterabgeordneten haben b e s ch l n ff c n , den Arbeiterrat umzubilben. Der MWen - soll reu kleinen Rat von 60-0 Mitgliedern zarr Erörterung der laufenden Geschäfte ernennen. Ein besonderer Ausschuß zur Prüfung her Mandate der Kongreßmitglieder wird bk Vertreter wenig zahlreicher oder zufällig entstandener G>np- pierungen besetzen. Der 'kleine Rat 'oll in gleicher Zahl ans Soldaten Jmtt> Arheiteoabgeordnetfn gebildet sein. Die ArbeiterabWSrd^ neten sotten tgn den Vertretern der einzelnen Stadtteile gewählt werden. Dein kleinen Rat sollen außerdem Vertreter aller sozialisti- schen ßchrtemn und Arbeiterorganisationen, die Vorstände der Beruf?verbände der Arbeiter und der Konsnmgesellsck-aften an- gehör«n, su den letzten Abstimmungen batte die äußerste Linke nur 92 Stimmen von ungefähr 500. Der tt g r e st der F r o n t v e r t r e t e r der angenblick- lich in Petersburg tagt, hat ein.m An rag angenommen, wonach jede Arnioe drn Armeekvnmiissäre ernennen soll, die bei der Regierung und dem Arbeiter- und Soldatenrat vertreten sein und als Kvntt'ttagenten -ätte Fmgen., die zu den Befugnissen der Drmeekon-m.': a t 7 gehören, losen sollen. Die vom Oberbefelils- bäber gegebenen Resehlc sollen von diesen Armoekommissären gut- geheißen werden. DG Ernennungen w-crden von einem General vorgenonun'".!, aber die Kommissäre sollen berechtigt sein, Einspruch einzulegcu, sofern dieser begründet ist. Stockholm, 1. Mai. (B. T.) Wie Stockholms Tidningen aus Peter?! arg meldet, schlägt der Arbeiter- und Soldatenrat für den I.Ma: tt-n, allgemeinen Waffenstillstand vor Laut ?:-[ 2-nndschgu schildert ein großes rusiischks Blatt ' :ii siB ick>t rcchtzettig gelinge, die Gefahr zu beseitigen, werde in U . ■ r I:tnb ein furchtbarer Bürgerkrieg entbrennen. Das Schicksal der Zarenfamilre. D ' Petersburger Telegraphen-Agentur meldet: Infolge Eitles Stt/rrtu"' von Delegierten der zweiten Armee, die die Ueversiihrttng des früheren Zcrven nach der Peter-Paulsseste forderten, mrd nrgen verschiedeiter Versuche der Umgebung des Zaren, die den früheren Herrscher bewachende Truppe für dessen Sache ? f u gewiuweu, hat der Arbeiterexekutrv'- Esstt/llf; einen Vertreter damit beauftragt, über die Be- wa-chung Nikolaus II. eine Untersuchung vor^unehmen. Nach, weiteren Me'ldMtgen könntet: die Ergebnisse dieser Unter- suchrrng die Verbringung des früheren Zaren nach Petersburg zur Fdlge haberr. Die err^lische Zensur und Amerika. Bern, 30. April. (WTB.) Die „Times" berichtet aus Washington, die Amerikaner seien ungehalten, daß bk britische Zensur nach wie vor keine deutschen Zeitungen nach Amerika durchlasse, obschon solche in den englischen Z-citungsredaktionen gelesen würden. Auch das Verbot der Verschickung der Wochenschrift „Nation" nach dem Anslande befremde, da gerade diese Zeitung Wilsons Ideen immer synrpatbisL acgenübergestanden habe. Schließlich sei man verstimmt, daß trotz des Eintritts Amerikas in den Krieg die Kriegsnachrichten noch immer nicht so schnell und ausführlich nach Amerika gegeben würden, wie das Land verlangen zu können glaube. Reue Rekrutierungen in England. N o t t er i> a m, 30. Aprib (WTB.) Lord Derby bezeichnet es als notwendig, daß nationale.Redner und Parlamentarier eine Karnpagne in ganz Eu-gland zugunsten der Rekrutierung von neuen Truvpen unternehmen. Es herrsche starker Widerspruch gogen die beschlossene Vermehrung des Heeres, weil das Bott zu wenig Vertrauen zeige. Von den Kolonien Warne nichts erwartet werden. Deshalb sei das Mutterland an der Reihe, die letzten notwendigen Opfer zu bringen, um den Sieg zu vollenden. Die Negierung überlege augenblicklich sogar, ob der A r b e i t s - zwang für die Frauen einaefüyrt werden könne, falls die Lage des Laubes infolge des herrscherrden Arbeiter- mangelD dies erfordere. Die Brotkarte in England. Bern, 30. April. (WTB.) Der Londoner Korrespondent des „Eorriere detla Sera" drahtet: England beab- sickitige in sechs Wochen die Brotkarten einzusühren. Die Maßnahme werde mit der durch die vermehrten SchiffSver- senkung entstandenen Frachtraumverminderung begründet. Beunruhigung in England. Bern, 30. April. (WTB. Nichtamtlich) Erlglische Zeitungen besprecl-eoi in Ausdrücken offenbarer Beunruhigung die Statistik der dldmiralität über die S ch i f f S v e r l n st e in der am 22. April endenden Woche mit 40 englischen Schiffen über und 15 unter 1600 Tonnen, gegenüber 19 und 9 Schicen der Vorwoche. „Times" und „Daily Mail" verurteilen die Art, wie diese Statistik aufg-estellt sei, da sie weder die Bltrseittung der nichtenglischen Schisse berück- sichtige, noch den Tonnengehalt der versenkten englischen Schiffe angebe. Außerdem, sagt „Daily Mail", sei nicht zu vergessen, daß die Empfindlichkeit der Verluste zunehme, ebenso wie die erste Drehung der Daumschraube wenig, die späteren aber immer mehr schmerzen. Offenherzigkeit eines zivikipertelk Engländers. Bern, 30. April. (WTB. Nichtamtlich.) Lord Calt- koppe empfiehlt in einer Zuschrift an die „Morningpost" die Vernichtung der deutschen Getreideernte durch von Flugzeugen auf Kornfelder kurz vor dem Abmähen herab- zuwcrfende Brandhagel. Er glaubt, daß auf diese Weise sich tausende von Morgen verbrennen ließen ohne Gefahr für die Landbewohner, da deren Häuser selten m Kornfeldern gelegen sind. * * * Dr silUa bleibt neutral. Genf, 30. April. (WTB.) Einem Telegramm der Schweizerischen Depeschen-Agentur aus Paris zufolge hat Brasilien in dein Streit zwischen Deutschland und den Vereinigten Staate:: seine Neutralität erklärt. Der sozialistische Kongreß in Stockholm. Kopenhagen. 29. April. (WTB. Nichtanttlich.) „Ber- linske Tidende" meldet aus Stockholm: Gestern fanden int Saale der sozialistischen Partei des Ncichslages lauge Beratungen statt über die Vorbereitungen zum bevorstehenden Friedenskongreß. Anwesend waren die Holländer TroeZtta, van Kol und Alsbarda, der dänische Minister Stauning, die Schweden Branting, Möller und Soaderberg. — Stauning ist gestern abend nach Kopenhagen ab- gercist. Im Laufe der nächsten Tage werden Vertreter aus Belgien erwartet. Hnpsniann trifft am Montag in Stocklrolm ein, ebenso der Russe Lcpas. Die holländischen Abgeordneten sehen der Konferenz vertrauensvoll entgegen. Namentlich ettvarleri sie, daß sich ttotz all-er gegenteiligen Meldungen auch die französischen Teilnehmer einfinden. Der hiesige „Socialdemokraten" veröffemlicht ein Schreiben des Sekretärs des internationalen sozialistisck>en Bureaus, Huys- mann, wonach die Friedenskonserenz in Stockholm am 15. Mai und die folgenden Tage abgehalten wird. Der einzige Punkt der Tagesordnung ist die Erörterung der internationalen Lage. Berlin, 1. iUlai. Ter Riß zwischen dem Arbeiterrat und der provisorischen russischen Regierung wird laut goirwrden und es würde Kermski nicht schwer geworden sein, und Soldatenrateß feien, nach den allerjüngsten Tagen gewichtige Stimmen für die ^ Beschickung der Stockholmer Konferenz laut geworden und es würde KerenSki nicht schwer geworden se.in, diese Partei zu einer Konferenzbeschickung zu bewegen, wenn er dafür seine maßgebende Stimme eingelegt hätte. Es lasse sich aber nicht vergessen, daß Kerenski allmählich von der Sozialdemokratie nach rocAs ab'chwentt und sich immer iveniger als Kontrolleur und^ immer mehr als Mitglied ?er provisorischen Regierung fühle. Diese aber sei aus natttrliche-l Gründen eirir strikte Widersacherin der in Stockholm vorgesehenen Friedenskonferenz. §ee?tteg. Neue U-vootersolge. Berlin, 30. April. lWTB. Amtlich.) Außer den im April bisher bckanntgegebenen U-Bootserfolgen sind neuerdings im Kanal im Atlanüschen Ozean und in der Nordsee 1 12 000 Vruttoregistertonnen Handelsschiffsraumcs dprch^unsere U-Boote versenkt worden. Unter den Vernichctcn Schiffen bcsinden sich n. a. folgende: die beivafsneten englischen Dampfer „Eaikhneß", 3500 Tonnen tief beladen. „Goldcoast", 4255 Tonnen mtt Stückgut von Westafrika nach Liverpool, „Barntvn", 1858 Tonnen, mit einer Ladung Eisenerz, in: Geleit- zicg sahveno, und der englische Dampfer „Auriae". Die englische Segler „Dalmalkon", „Grueian", „Erith" und „William Sroev- herd" mit Kohlen. ..Dantzig" mit Pech, imd „Gewl" mit Teaklwlz. die englischen Rfcherfohrzeuge ,,Brcadalbane". „Stork", „Lvrd Ehancellottft „U. S. A.". „Ramses". „Johns Bohle", „Ieobnrgh", „Joevil",. „Sutt'rbvn^ „H'stttLineal-e", „H-earihes", „Ro^d-nis^ und „Witham", der aktive b.w-asßiett Fischdancpfer „WiLbb')", der französische Dampfer „Sck>ü", 2161 Tonnen, mit Grubenholz, die französische Schunerbrigg „Aigle", mit Roheisen, ein französischer Fischkutter „Emile Etiarlotte", ein unbekannter portugiesischer Segler, der portirlft-esisckze Abotorsegler „Tresmacs" mit einer Ladung Vrtwleum, Gasolin und Naphtalin, ferner vier Dampfer, bereit Namen nicht festgestcllt werden konnten und -war 2 bewaffnete, einer _ davon mit einer Oelladung, ein tiefbeladener Dampfer im Geleitzua fahrend, und ein sehr großer Dampfer von mindestens 12 000 Tonnen mit zwei Schornsteinen, zwei Masten, hohen Aufbauten und z!vci langen Promenadendecks mit Kurs Le .Havre--Portsmouth von Zerstörern begleitet. Ein Kapitän und zwei Mann der Geschützbeoientmg wurden als Gefangene mitbebracht. Ztr d u s r ü h e r e n D e r ö f f e n 1 l i ch U n g e n Über U-Boots- crfolge fiub folgende Einzelheiten nachzutcagen: der englische be- loaffnete ^Dampfar „Rowena"". 3017 Tonnen, mit Lebensmitteln, die englischen Dampfer „Brensronre Hall", 4262 Tonnen, „Sttath- cona", 1681 Tonnen, mit Kohlen nach Frankreich. Der Kapitän und 2 Maschinisten wurden gefangen genommen. „Queen Marp", 5659 Tonnen, „Toml-ead", 5911 Donnen, znwi englische Dampfer imbekannten Namens, davon einer mit 7500 Tonnen Kohlen, der englische Segler „Viktoria"", mit einer Ladung Pech voitz London nach El)erbourg, die englischen Fischdampser „A'ndromach", „Caliban", „Skarry", „Fise Beß", „Ospray 2", „Crown Prince", „Lilian" „Targobay", „Chineri Sttebcfai Freiherren zu. Eisen- bLÄ aus bi: evangelische PParrstellc m Fveiensteirmu präsentierten Marrvt'vwalter Ernst Bönning für diese Stelle bestätigt. — Ln den Rnbeskmd versetzt wurde am 31. März der Hanptlehrer cm der Volksschule m Offenbach Rektor Peter Paul Frei mif sein Nachftrchen unter Anerkennung seiner mehr als hOjätzrigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Mai 1917 an. Gleich'.eitig trnirde ihm die Krone zum Ritterkreuz zweiter Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmiltigen verliehen. — Durch, Entschließung Großh. Ministeriums des Innern wurde der Lehramts- resererioar Dr. Hans H e scher zu Darmstadt zum Lehramtsassessor ernannt. — Am 26. dlpril ds. Iö. rvurde Wilhelm Dran er aus Beerfelden zum Schreib gehilfen bei dem Finanzamt Michelstadt ernannt. ** Von der L crn d e s u nive r s i t ä t. Der Lektor der englischen Sprache Dr. Max Freund, der vor dem Krieg Professor in Irland war, lieft in diesem Semester statt über den angekündigten Gegenstand über „Irish Nationnlity in Snglish Literaturc" (Mittwoch- 6—7 Uhr). ^ Z N g v e r ä ii d e r u n g. Dom 1. Doai ab wird der Fug 4274 Mücke—Hungen früher gelegt und zwar fährt cr nach folgenden Zeiten: Mück; ab 1.51 Nachm.. .Hungen an 6 Uhr. Ter Per- 4271 ,Hungen—Mücke fährt 3 Minuten früher ab als früher (setzt 3.43 Machut), bleibt aber im übrigen unverändert. ** Der Ob er hessische Viehhandelsverband in Gießen erbietet sich, unentgeltlich den Ankauf von guten Milchziegen zu vermitteln. Es ist gegenwärtig der beste Augenblick zum Erwerb einer Milchziege. Die ober- hessischen .>rreis-Ziegeuzu.chtvereine sind in der Lage, gute MÜchziegen zum Preise von etwa 120 bis 150 Mt. aÜzu- ßebeu. Anfragen sind cnr den Oberhessischeu Viehhandels- verb nid irr Gießen, Moltkestraße 20, zu-richten. ** Der Gie ftener Haus frauen -«Vc rc in l>at .Herrn Sbadlstchiklinspekttir Hen.^ ans Frankfurt a. M. für einen Vortrag über nnldwachsendc ^cahrnngsmittcl gewonnen. Angesichts der Kna> :heit imserec Vorräte an vorjährigen (Semüsen ist cs vsklveirdig. ans die vielen Wildgemüse und Wildsalate aufmerksam machen, die man. insbesondere gerade jetzt im Frühjahr, in bereits mündlich und schriftlich, namentlich aber durch Vorträge 4n vielen Städten, so auch in Frankfurt a. M, Berlin und vielen M Deren, mit großem Erfolg für die Hebung dieser Schätze ein- getreten. Wir müssen ihm beipflicksten, wenn er in der Flugschrift Nummer 9 des krieaswirtschaftlichen Ausschusses beim Rhein- Mai irischen Verband für Volksbildung zu Frankfurt a. M. lagt, jedermann müsse sich angelegen sein lassen, dafür zu sorgen, daß nickikt das geringste umkommt, das irgendwie und irgendwo nutzbar gemacht werden kann, daß die Natur uns treffliche, vahrdasle tvildivachsende Gemüse und ausgezeichnete wild!vachsende Salat.' liefert, wie Taubnessel, Geißfuß, Brennessel, Löwenzahn, Bvgelmiere, Schafgarbe, Sauerampfer, Ackcrsenf. Melde, Brunnenkreise. Backibunge uftv. Der Besuch des Vortrags muß jedermann «ff das dringendste empfahlen Iverden, zumal St-adtschnlinsnel-or venze seine Aussichcungen durch Lichtbilder veran sch.ru (ichen Wirt). Auch Schulkindern über 12 Jahren ist der Eintritt erlaubt. Ter Vortrag findet, wie sich auö der heurigen Anzeige ergibt, D-mrerstag, den 3. Mai lf. Js.. abends 7Vs Uhr in der Neuen Ävla der Universität statt. Ter Redner, der durch seine Vortrag" «cheM^-mtlich stark in Anspruch genommen ist. mnß am gleichen Tdand rach Frankchrt zurückreisen. Mit Rücksicht hierauf mnß der Bortrag pünktlich beginnen. D i e R a u p e n n e st e r an ihren Bäumen, Sträuchern und v«cken bis zum 20. Mai ds. Js. zu vertilgen Werden die Garten- »nd ^eldbefttzer der Gemarkung heießen durch amtliche Bekannt- rnaapnig in unserem henügen Blatte aufgefordert. ** Bestandserhebung von Na d e l r u n d ho l z Mit devr 1. Mai 1917 ist eine Bekanntmachung Nr. H. I. 1856/3 17 K. N. A. betreffen.d Bestand Ser Hebung von Nadelrnndholz, in Kraft getreten. Durch dicke Besann tm-ackmng werden alle Vorräte an sesKltem Navelrundholz mir einer ZopsstärK- von 10 cm aufwärts erner Meldepflickst unterworfen. Zur Meldung bervstichtrt sind Waldeigentümer, Waldnutznngsberechtigtc, soweit sie im Besitz von Holz sind, das noch nicht an einen Dritten überwiesen ist \envtc Sägewerks lwsitzer, Hotz Händler imb sonstige Personen beglich des Holze-. Vas ihnen gehört.oder von ihnen erstanden imb chn«r bereits überwiesen ist, gleichgültig, wo es lagert. Personen, deren Gesamtvorrat an meldepfttchtigen Gegenständen nicht mehr als 50 Festlmietcr betrligt, sind von der Meldepflicht befreit Me Meldung, für die der bei Beginn des 1. Mai 1617 vorhandene KrcegSM in isterinms, Berlin SW. 11, Königgrätzec Straße zu erfolgen, wo auch die amtlichen Meldescheine nach Ntast- der Bekanntmachung anzn fordern sind. An die gleiche Stelle sind alle die Bekanntmachung betreffenden Anfragen und Anträge zu richten. ** P ädago gin m. Tie Anstalt begann das neue Schuljahr mit 115 Schülern, von denen 74 int Schülerheim wohnen. Die Handelsrealschnle wurde noch nicht eröffnet, da infolge des Krieges Lein diplomierter Handelslehrer gewonnen werden konnte. ** Berichtigung. An dein Artikel Kirche und Schule der Nummer 99, unter Frankfurt, über die hessische Missionskonsercnz ist durch Vcrseben ein sinnentstellender Irrtum vorgekommen. Es muß heißen: „kam zu-dem Ergebnis, daß die dentsche-evangclischje Mission nicht reformbedürftig sei", während es hieß, „daß . . . . reformbedürftig sei". ** Schwarz-Weiß-Theater, Seltersweg 81. Vom Dienstag, 1. Mai, bis einschließlich Freitag, 4. Mai, steht auf dem Spielplan der nordisckie Kunstjilm „Tollarprinzessin", Drama in 3 Akten, mit ersten nordisckM Künstlern in der Hauptrolle, als zweites Stück ein Gesellschaftsdrama in 2 Akten „Spielfieber", außerdenr ist noch das pikante Lustspiel „die lustige Wittve" in! 2 Akten sowie einige gute Einlagen vorgesehen. ** Im Lichtspielhaus, Bahnhofftraße, tritt vom 1. bis 4. Mat die bekannte Tragödie Maria Carnüe Bollnwtler in ihrem neuesten vievaktigcn Drama: „Ter Fluch der Sonne" auf, das eine ergreifende Wirkung der reifen Kunst dieser Iwan verspricht. Das Programm, das von der anerkannt guten Kapelle unterstützt wird, zeistt außerdem ein .malerisches Natnrbild aus der historischen Dck^verz und ein entzückendes Lustspiel in 2 ?l?tcn „Rosa kann alles." Landkreis Gießen. ** S teinba ch, 1. Mai. Am 26. April feierte Altbürger- meister Kraemer und dessen Ehefrau Marie geborene Kraemer in seltener geistiger und körpwlicher Rüstigkeit das Fest der Goldenen Hochzeit. Mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit und einen Trauerfall in der Familie farrd die Feier im engsten Familienkreise statt. Der Großherzog hat dem Jubelpaare sein Bildnis mit cigenlstindiger Unterschrift übersenden lassen. Namens des Großh. Oberkonsiftorinms und des Dekanatsausschusses, dessen langjähriges Mitglied Altbürgermeistcr Kraemer ist, sprach Dekan Gußmann herzliche Glncklvünsche aus und überreichte namens des Dekonats- ansschnsseS ein Bild. Großh. Oderkvnsistorinm hatte ein herzliches Glückwunschschreiben gesandt und ließ dem Jubelpaar ein Gesangbuch überreichen. Namens des Kirchenvorstandes beglückwünschte Pfarrer Kochler das Jubelpaar und überreichte einen silbernen! Fruchtkorb. Die Sparkasse Steinbäch, bereit Direktor Altbürgermeister Kraemer ist, ließ einen Glückwunsch in Form eines auf oen Tag Bezug nehmenden Denkspruches überreichen. Kreis Büdingen. 4 Hitzkirchen, 30. April. Gestern abend wurde in unserer Kirche in feierlichem Gottesdienst durch Dekan und .Hofprediger Schäfer- Büdingen unser neuer Geistlicher, Pfarrer Brockel- mann, in sein Amt eingeführt. Er stand bisher als Pfarrassistcnt in Klein-Linden und seit Kriegsbeginn als Sanitätsgefreiter in einem Lazarett. Unsere schwierig zu versehende, abgelegene Pfarrei und Gemeinde ist froh, gerade jetzt im Krieg wieder einen eigenen Geistlichen in ihrer Mitte begrüßen zu können. # Nidda, 30. April. Auf dem Himmclsbaschcn Dampfsäge- werk schlug beim Abladen von schweren Stämmen den Arbeiter Wilhelm Berk ein Stamm ins Gesicht und verletzte ihn an Kinn und Backen schwer. Kreis Wehlar. ra. Wetzlar, 30. April. Nach der: unveränderten Annahme des Haushaltsplans bleibt es auch für daS Rechnungsjahr 1917 bei den vorjährigen Steuerzuschlägen von 225 Pvozent für die Einkommensteuer, 210 Prozent für die Gebäudestrner und je 225 Prozent für die Gewerbe- und Betriebsstener. ra. AuS dem Kreise Wetzlar, 30. April. Tie Getreideschau mit militärischer Hilfe ist.im Kreise Wetzlar beendet. T-urch- weg hat die ländliche Bevölkerung den Prüfungsausschüssen ihr schwieriges Amt in jeder Weise erleichtert. Einzelne Orte werden noch bedeutende Mengen Getreide abliefern. Hessen-Nassau. .Höchstpreise für Bier. — Frankfurt a. M., 26. April. Für das jetzt in den Verkehr gebrachte „Einfachbier" hat der Magistrat Höchstpreise festgesetzt. Im Ausschank losten V 20 Liter 15 und V 20 Liter 19 Pfennig. Die große Flasche „Einrnchbier" darf von den Brauereien an die Wiederverkäuser nicht teurer als gär 28 Pfg.. die kleine nicht höher als mit 15 Pfg. abgegeben werden. Im Kleinverkauf stellt sich die Flasche auf 33 bezw. 19 Pfennige. Bei Lieferung von Flaschenbier nach anderen Orten dürfen die bisher üblichen Zuschläge geiwmmen werden. Frankfurt a. M., 26. April. Die städtische mr. ri^gs- chas- Zur k 0 m m i s s i o n gewährte einen Kredit von 50000 Mk. zur > jung einer Entlassungöanstalt am städtischen Kpankenbausc. Durchführung des Hilfsdienstes der Schuljugend bei landwirtschäft lickzen und gärttrerisckwn Arbeiten wurden 5000 Mk. bewilligt. Dem Verein für Beschaffung von Arbeiterinnenheime wurden 15 000 Mk. zur Beschaffung von Mobiliar als Zuschuß überwieün. 25 000Mk. wurbeii für statistische Zwecke ans Kriegsfonds übernommen. 4 M arb urg, 30. April. Wie daS Landratsamt bekannt Hc4eS filpstemliof (^aalhnn) Sonnlag, den 6. Mai 1917, abends 8 Uhr IHÖIZIKT Lieder- und Rezitations-Abend unter freundl. Mitwirku g der bekannten Mainzer Künstler Herrn Heinz ÖÜ, Konzertsänger und Rezitator, Fräülein Alarie Bär, Konzertsängerin, Herrn Ant. Oundfich, Pianist. Näheres ist aus der Vortragsfolge in der Vor Verkaufsstelle ersichtlich. Kasneneröffissan« 7 Uhr. TCaNfceneroßnnesg 7 Uhr. Eintrittskarten: Jr? Vorverkauf in Sln&ch’s Ifiisilsöans, Liaöeaplatz: Res. Platz Mk. 1.7a, Saalplatz Mk. 1;—, Galerie 50 Pfg-.; an der Abendkasse: Saalplatz Mk. 1.20, Galerie 60 Pfg. macht, soll die alte Sitte, daß gewohnheitsrechtlich Geistliche. Lehrer und vertragsmäßig auch landwirtschastlickre Angestellte zu bestimmten Zeiten Eier eLlwlten, beibehalten werden, wenn die Verpflichteten die Berechtigten nicht durch Geld entschädigen. Im erstcren Falle wird jedvch bestimmt, daß die Eicrcmpfänger diese cm. die Eievabgabestell? zu liefern haben mit Ausnahme des iliuen sowieso znstchenden Leils. Vermischtsr. Ein Zug von einer Lawine verschüttet. Bern, 29. April, 10 Ul/r abonds. (WTB. Nichtamtlich.) Am Sonntag abend ist der um 5 Uhr von Landquart in Davos fällige Zug beim Tavoser Sve von einer gewaltigen Lawine verschüttet worden. Bisl-er sind acht Tote geborgen, darunter Emilie Jrion auS Stuttgart. * Bern, 30. April. lWTB.) Um neun Uhr morgens wurde zu dein LaWinenunglückvonDavos rww gemeldet: Sonntag abertd sttirzte bei dem Hochwald ob dent Davoser See von Drn- satsckia her eine gewaltige Lann.ne auf den in Davos-Platz von Landqart-5kloster eiittrefseTiden Zug der Rhätisck^en Bahn. Der ans der Lokomottve utid drei Personen- und einem Gepäckwagen bestehende Zug wurde mitten anseinandergerisseir. Die beiden letzten Wägen wurden cttva fünfzig Meter weit aus dem Gleis gewoncu. Der übrige Teil des Zuges wurde von der Laivvne teilweise zehn bis fmtszchn Meter tief zugedeckt. Die Lokomotive kam durch den Zusammenstoß mit dem Zuge ztim Stehen. Die Insassen, namentlich die der letzten Wagen, konnten zum Teü uirverletzt aus dem Zuge spritlgen oder aus den umgelvorsenen Wagen steigen. Das Sturmgeläute mackste Hilfe mobil. Die Feuertvel)ren und große Sck^aren der in Davos intcrnierteir deutschen.Soldaten sowie zahl- rxstchc andere Hilssmanrrsck)aften wurden nrit einem Hilfszug an die Unglücksßätte gebracht. Hunderte von Mätrtnrn arbeiteten in der Bergung der Toten und Verletzten. Der Zugführer wird vermißt. * Davos, 30. April. (WTD) Vmt den Opfern des Lawine n n n g l ü ck S sind bis jetzt 9 LeickM geborgen. Unter den 30 Passagieren befinden sich viele Verletzte. Während der ganzen Nach! arbeiteten 200 Mann eines bündncrischetf Gebirgsbataillons auf der Unglücksstätte. Der ganze Zug i {'% osgegraben. Der erste Wägen ist fast gan^ zusammengcknickt. Biele Passagiere wurden von der Lawine erreicht, da sie ans dem Wagen flüchteten, wahrend sie vielleicht mit dem Leben davongekrnnmen wären, wenn sie im Wägen geblieben wären. Lohnerlphrmg d^r Snarüergarbeiter. Essen, 1. Mai. (B. T.) Nach einer Mitkeitnng des Gewerkschaftsvereins christlickM Bergarbeiter lverden die Lohne aller Saarbergarbeiter auf fiskalisck)on Gruben vow 1. Mai ab um 10 Prozent erhöht. Die Kämpft im Westen. A m ft e x b tt nt, 30. April. Reuters Spezialkorrespon- dent an der britischen Front berichtet utrierm 29. April, daß die heftigen Kümpfe in der vergangenen Nacht und heut efortdanern. Die Deutschen erkannten die Hauptziele der Engländer, die erreicht werden müßten, ehe die weitere Offensive fortbrsetzt werden könne, un.d werfen so schnell wie möglich frische Truppen an diese Plätze, um sie zu verteidigen. Roeux sei jetzt der .Hmtptplatz schlverer Kämpfe. Die^ Deutschen hätten seinen taktisck)en Wert erkmint tmd große Trtvppenmassen znsammengczogen, Um die Engländer fcrnzuhalten. Aber die konzentrierten schweren Geschütze bmnoardieren ununterbrochen Roeux. Aus Rußland. Bern, 30. April. Lyoner Blätter melden aus Petersburg: Infolge Papiermangels können mehrere Petersbirrger Blätter nur noch alle zwei Tage ersck)einen. Kerenski erklärte, daß.infolge Uebcr- füllnng der Peter-Pauls-Festung eine Ueberführnnck des Zaren dahin nicht ins Auge gefaßt iverden könne. ^ Petersburg , 30. April. (P.T.A.) Tie Kundgebung der Verwundeten und Verstümmelten rvar eine der eindrucksVollspur, die die Hauptstadt seit der Revolution gesehen hot. Gegen Mittag langte der mehr alv 50 000 Mensck>en zählende Zug vor dem taurischcn Palais an, wo die Kund^bung den Eharaktcr eines außerordentlich heftigen Einspruches gegen Lenin und seine Friedensfreunde annahm. Es 'wurden zwei Bersamnrlungcn veranstaltet, eine vor der Duma, die andere im Innern des taurischen Palais. In beiden Mirden gleichlmckende Beschlüsse angenommen, in denen der Krieg bis aufs Messer erklärt ^rnd der Regierung das Vertrauen ausgesprochen wurde. Lenin und seine Anhänger wn.rden als Verräter gebrandmarkt. Die Menge zog d«m vor die amerikanische Botschasc, wo der Botschafter voni Söller herab ncehrere Llnsprackien hielt, in denen er die bestimmte Zuversicht ausdrückte, daß Rußland niemals enicn mit seiner nationalen Ehre nnvereinbaven Frieden schließen werde. Der Botschaster ließ dann Rodzianko auf dem Söller kommen, von tvo dieser eim von der Menge begeistert mffgenonnnene Ansprache hielt. Uv» PlatL Mk. 2.—, »or Uebcrechuü wird für «fohltäfigo Zwecke verwendet. 841K Ul. $i 5 von Antiguitäien, Möbeln, ganzen E.nrichlungen, Alteisen, sowie allen von mir geführten Artikeln. 2241 Louis Rothenberger. Achtung. m ’m a r» as» W a i s s ^ T h e a t e r» Kelters*' vre r Hl icfcrt sofort in jeder Olröne und Menge in 01nn u. Skayl- blech emaillier! n. inorvdiert, äußerst billig. Einige hunderl Kessel am Lager. Größtes Svezialgeschast am Platze. Großes Lager in 2570 2anööfen, _ 3fen unö KcjsclrW-scu. ! Wiih. Diirbeck Nach?. ; ü>iey.«trasKC (». Tels. 283. B Lichtspielhaus ♦ Bahahoistrasse 34 Programm vom 1. bl» einschließlich 4. Mai 1917: Maria Carml-YollnuttHer Deutschlands größte Tragödin in ihrem neuesten Drama in 4 Akten per Fluch der Sonne In den Hauptrollen: Fernando.H. Bunzel Maria, seine Tochter. ...... 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VoUJugendkratt zo^st du hinaus. Die Trennungstränen glanzen. Fürs Vaterland zu streiten. Wir können euch bei Friedens- Du kehrst nun auch nicht mehr Schluß , .. 0 Haus Mit Lorbeer nicht bekränzen. An deiner Eitern Sode. Wir müssen trauernd seitwärts Dem Bruder Wilnelm ging dir stehn, v . ,, ,, . , voran Wenn andere wiederkommen. ’ Vor anderthalbenl Jahr; Doch Gott gibt frohes Wieder- Die deutsche Erde bleibet frei, seh’n War euer heiß Bestreben. Im Friedensland der Frommen. Getroffen von des Feindes Blei, Ruht sanft ihr Lieben Entfloh euer junges Leben. Wir haben den Schmerz und ihr Ach beneiden ist ein hartes Los, den Frieden. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht daß nun auch unser zweiter lieber, treuer, unvergeßlicher Sohn, Bruder Enkel, Nene und Bräutigam Krankenträger Ludwig Fabel Inhaber des Hessischen Sanifäfskreuzes am 12. April im Alter von 80 Jahren nach 32monatiger treuer Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefem Schmerz: Heinrich Fabel IV. und Frau Helene Fabel ä Margarethe geb. Göbel Katharine Dietz, als Braut Elisabetlic Fabel u. Bräutigam Familie Dietz Kar! Fabel, z. Zt. im Feld " Marie Qöbei, als Großmutter Christine Fabel nebst allen Verwandten. Londorf, Weitershain, den 29. April 1917. 3455 D Wiederseh’n war stets seine nnd unsere Hoffnung Todes-Anzeige. Dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigstgeliebten Gatten, unsem treusorgenden Vater, Sehwiegervater und Großvater, den Gemeindeeiimehmer J ohannGeorgSchneider im nahezu vollendeten 69. Lebensjahre infolge eines Herzschlags in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen Frau EJis« Schneider, geb. Wallbott Lina Sei pp, geb. Schneider Maria Schmidt, geb. Schneider Unteroffizier Schneider, z. Zt. Darmstadt Eiise Wallbott, geb. Schneider Unteroffizier Scipp, z. Zt im Felde Christian Schmidt, z. Zt. in Urlaub Katharina Schneider, geb. Mali Karl Wallbofct, z. Zt. im Felde. Birklar nnd Garbenteich, den 80. April 1917. Die Beerdigung findet statt Mittwoch, den 2. Mai, nachmittags 3 Uhr. 3471 I. V ); h' I • -v cü■ - ■■ ■ y ■ Plötzlich und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass unser lieber, hoffnungsvoller Sohn, unser unvergesslicher Bruder, unser guter Enkel, Pate, Onkel und Neffe, der ilrJUlj j TiMB HMMMn i üidpFraaDr. £tosenbci‘£, }mi 2Uiceftrahe 5. i/ii.i-i . yJfÄfci’-rJ,Itiir-i&Äib&lfi V WM Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meinen lieben Mann, unsem guten Vater, Großvater und Bruder, Herrn Hei nric h Wag n erll. im 72. Lebensjahr nach kurzem schweren Krankenlager von diesem Leben abzurufen. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen; Frau Margarete Wagner, geb. Löwenstein. Wieseck, den 29. April 1917. 3433 Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause. Gießener Straße 102, aus statt. Füsilier Karl Lenz Stinten T’ j Gesundes, williges über I ober ganz gesucht. 02671 { <*oethe»tratte 31, I. 8t. im Leibgarde-Infanterie-Regiment l!5, 3. Bataillon, !0, Komp, am 2. April den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Joh. Lenz und Frau* Luise geb. Bork Otto Lenz, z Zt. im Felde, Marie Lenz, Christine Lenz, Kath. Lenz, Neinr. Lenz, Friedr. Bork und Frau, Grosseltern, nebst Angehörigen. Lützellinden, den 1. Mai 1917, W Startes LiiusttsÄM» zu verknusen. 3478 _Ludr vigstraKe 33. Kücken achrank z>. Gasherd zu uerf. Noonstr. 20,1. ,3482 Du warst so gut und starbst so früh. Vergessen werden wir Dich nie. 02659 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verlust, den unsere Familie betroffen, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schulte, die liebevolle Pflege unserer hiesigen Krankenschwester und die zahlreichen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege unsem tiefgefühlten Dank. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Maria Lang geb. Schupp. Großen-Linden, den 30. April 1917. 3456D | KWMWWWMMMWW Heute verschied, nach längerem Leiden Georg Schlmudt VII. Derselbe hat meinem Hanse länger als 20 -Jahre treu und redlich gedient, und ich werde demselben immer ein dankbares Andenken bewahren. 02665 Lttdw. Häuser Steinberg (Zur Wilhelmshöhe), 30. April. BekanNtMachrmgo Der Boranschlag der Gemeinde Lorf-Aill bür 1917 Rj. liegt vom Freitag, den 4. d. MtS. jbis Donnerstag, den 19. d Mtö. eine Woche lang aus unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme ’ offen. Während dieser Zeit können Einwendungen ; bei uns mündlich oder schriftlich vorgebracht werden. . Bemerkt wird, daß die Erhebung einer Umlage i geschlossen ist, zu der auch die Ausmärker heran- L J bezogen werden. Dors-Gill, den 1. Mai 1917. Großh. Bürgermeisterei Dors-Gill. Kühl. Gut erhaltener ! Kinder-Lik^ewagm ans besserem Hanse zu kaufen ! nefudri. Schriftliche Angeb. I u - an den Gt e» . Anz. Garten “'Stä zu kaufen ob. zu vachten «e* sucht. Schriftl. Augeb. m. Angabe der Vage, Grösze u. des Greises unter 3460 an den Gienener Anzeiger. _ Gut erh. (üasberd z. kaufen gesucht. Weserstratze !3. Harmes Priwl- flandel^efi tf»5ch»en BainhefslraTse 60: Einzige und Spezialausbildung in allen Handelst durch geprüfte Lehrkräfte. NeueViertel-u. Halbjahreskursebeginnen am 2. Mai. Anmeld, rechtzeitig erbeten. Einz. Lehrf. k. tägl. begonnen werden in Schönschreiben. Stenographie, Maschinenschreiben, Kauf n. Rechnen, Kontokorrent-Rechn. Rückführung eilif. u. jjj|j dopi). Methode. &jj M Prospekte frei 235 J ier erteilt ÄÄ Schön- u. Rechtschreiben? Schriflliche Angebote unter 02G63 nnbeit Gien. Anzeiger. goldene DamennHr vom Marktplatz bis l5afc Hettler. Genen gute Belohnung ab- zugeb. Schützeuttr. 13 v. i^ Meine Wohrrmrg befindet sich von heute an Waqerrgasse 11 Freu Vtzlpsi. Leichenfrau. <5> ♦ $ Für die uns anläss- ♦ .. . H lieh unserer 2 I Silberoeo ßöfeF 5 I erwiesenen Aufmerk- * J samkeiten sagen herz- T O liehen Dank. p 454 i Uoctiera Bild te J f >v Haupt Versammlung Donnerstag, den 3. Mai, abends O Mir im „Postkeller". 3480 Der Vorstand.