Er. 87 Dritter Blatt M. Jahrgang Erscheint mit Aufnahme des Sonntags. vetlage«: „Sietzener ZsmilieablStter" und „XieUftlatt für den Kreis Sieben". Krankfurt am Main Nr. U686. Vanknerkehr: Ge»erbebank Sietzen. General-Anzeiger für Gberhefjen ramLtüZ, \ \. April \%T ZwillingSrundoruund J eiLOfl*. Brüht'jche Unwerftlats-Buch-u.St'.mvruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Seschaftrstelle und Druckerei: Schulstrave?. Eefchäf s,lecke u. Verlag: «^61, Schriftterlung: 112. Anschrift für Trt.ht-iachrlchttiuAnzeigerGießen. Dir Ergebnisse des hessischen Ztaalstzaushalter. Tus hessische Ministerium der Finanzen gibt sch^ seit einer Reche von Iahcen in dankenswerter Weise alljährlich eine kleine Abhandlung für die Finanzen des Staates heraus. Angekuüpft ^»rd dabei regelmäßig an das Ergebnis des zuletzt abgeschlossenen StaatslZaasHalts; durch eingehende Erläuterungen und Ver- weff ungen gewinnen die an sich toten Zahlen Leben, und man kann wvyl sagen, das; diese Bearbeitungen als Ergänzung des sonst vorhmtdenen Materials für den Parlamentarier nahezu unentbehrlich sind. .Aber auch der gewöhnliche Staatsbürger sollte seinen Widerwillen gegeit das ihm so tvocken erscheinende Zahlenmaterial ubenoiltden mid versuchen, sich an Hand jener ALhwttlung ein Bild über die hessische Staarswirtsck-aft zu verschaffen. Er würde dann werüger interesselos den Verhandlungen der beiden Stände- kammeru und ihrer Fvunrzausschüsse über den alljährlichen staatSvoranschlag folgen mrd erkerrnen, daß mancl>e für ihn wichtige brage häufig dort infolge seiner Teilnahmslosigkeit un- erörtert bleibt. Tiefe kleine Schrift betitelt sich „Die ErgeLmffse des Staatshaushalts" von Geh. Oberfincrnzvat Tr. Balser urrd ist kürzlich Nr ^ ^lalsial-r 1915 im Truck erschieneiven. In betreff der einzelnen Za^en^ sei aus das Büchlein selbft verwiesen, hier seien nur einige Bewertungen darüber angeschöossen. Man findet beim Turckchlättern der Lchrrtt cm verscl-iedenen Stellen den Aufdruck „natürliches Anwachsen der Staatsan sgaden." Wir möchten Hiersein Einspruch erheben, weil wir der Ansicht sind, daß das bisherige -Anwachsen der hessischen StaatsanSgoben eher unnatürlich, als natürlich bezeichnet werden mnß. Gerade der Evieg hat uns gezeigt, an wie vielen Stellen Einschränkungen möglich früh, wenn die ernste Notwendigkeit es verlangt. Man sand z. B., daß Schulen, die getronTtt worden waren, ganz gut un^r emer Verwaltung, in demselben Hanse ihre pädagogischen Aufgaben verrickllen konnten: auf die im Bereiche der Justizverwaltung möglichen Und terlnreise auch tatsächlich vollzogenen Ein- schranrungen warst die ange'-ogeuL Schrift selber hin. Gewiß, man empfnidet die Einschränkung als lästig, allerlei ist an ihr auSzusetzm; aber der Kampf ums Tasein, den wir kämpfen, verlang: solche Opfer, und so tröstet man sich Nun wohl i Ä u f d e m ^Eviete Finanzwirtschaft wird jetzt und in naher Zukunft der Kampf um die Existenz der Bundes- sta a len e n t s chi vden. Man täusche sich nicht: Mit papierenen Resolut«)neu wird die Entwicklung der Reichsfinanzpoiitik, die tte ernmal. genommen hat, nicht ausgehalten, und daß bei einem Ausbau der direkten Neichssteiiergesetzgebung die Art an dre Wurzel her bundessdnatlichen Eristenz gelegt wird, ist für niemand zweifelhaft. Jenes „natürliche" Anwachsen der Stener- ergevlMsewobei der Natur (um an ein TiMerwort anzuknüpfen) mrt Hebeln und Schrauben stzark nachgeholsen wurde —, chrd dadurch sehr unterbrmden. Bleibt es dann bei der Auffassung das „natürlichen" Anwachsens der Ausgaben, so kann der Zusammenbruch nicht ausbleiben. Es müssen im Staatshaushalt Mmerzlrche Opevatronen vollzogen werden und z^vvr an den stellen, wo es ohne Gefährdung der enterbenden und schaffenden Stände, aus deren Wohlergehen letzten E:tt)es die Stenokraft des beruht, möglich ist. St werbende Staatsschuld in un- IJ®Pa •?T^ en w»r. Wir reckmen dem Verfasser der Öerrn Geb. Oberfincmzrat Balser. zu be- And^em Verdienste ,erne FeststeNnng zu, daß , A n dem An- l tt beT . .5 efnmten Z in senbela ftun g" — seit \1 b 11 ®.\( e nbahn-Schuldzinsen nur mit L-0 ^ r Q ° n t be t etilgt ) i n d." Tiefe klare Erkenntnis kann kür die ZuNnft von größtem Werte fern, wenn sie bei allen Ressorts regelnd auf Neuansvrderunaeii einwirkt ... Zu,"' DEuslk möchten n-ir k>ewnen. das; di- ernste Arbeit, j2 £ ^' ma>1 , s f n und Urner AnsgestattiM!, q-iridm-t A volles Vertrauen verdient! man spürt überall den sachkmdi- e Rr 1 ( , 1} ' Diphtherie 50 (42), Kei^hust^ Ärfiorl atf) 2 (1), SJtofcnt 1 (1), TivAher« 50 (42) ffinirfitniften 18 (16), Jitbafnfot« bfr 55 (24), Tnb-ckiilosc anbcTcr Organe 38 (26), Aku4c m r-Tul>rr 6 i 6 >-'<- g (41 Lun«oct 6er Der-dmw-igr«r-,anc 53 (43), MS J- 1 av, Knnckheitm der S-enorqone 33 65 V 8 *' %JnMa»^siEi 8 (4), Sclhstnwrd 16 (7), 1 O), SSeamgtSABiyn 24 (17), *ttsKrmV»«ise v»I^,vergchi als reichliche JünidWl Auch da-> tSoifommen tm ®6otioi sch-ml bei der setnggi ErnahrnngS«rt fetten« geworden zu sein, Au^>- rrne Lelen,sch»jche^ü i'-r^et m der LandbevSsierimg entschi*^ tcldener f al ber oiabt. Die (8«amtjabt der TsdeEle für den gcmen Kreis betr-«t 47 (für die Btai>t 31). Sin Altersschwäche ftori en t m yngen Strnä 29o (m>r Stadt 65). Sen Tranfbeitai fvrd«ten uit allen: dre Diphtherie 58 Opfer ^unaen- tiiberTulose 123 (hl d« S«dt 55). chri^e TnberkiL 68, ^ Li-rgenc^mchemg starben 114 «m J*«en Cn7r,nkimgen d« Atmirn^arganr 84, an Krankh^ten d« 5^^ksor«n>e 144. Mi Gekhrnchlag 61, an anderen Archon, kurrgen des Rersenspsi«ns S3, tm Magen- m* -Darm-Katarrh 12 ^ auT '^ ai der.AechEngsodne 71, an Olinddarm- w Hfafcuno 11, an Kronkchnlen d« Sarnomane 47, an Krebs 102, an anderen Neub^di mgen 10 , an Letbchnord 22, an vrrm^mkrinq 38, an anderen .benamrdm Ä*esnr^chen 4< in'den aus dmn Dienste der Rote Adlerorden 4. Klasse dem Ober-Post- sekvetär. Rechnungsrat Brinkmann in Mainz und das Ver- dienstkveuz in Gold dem Kanzleisekretär A l b r e ck t in Tarm- das Hessische Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: ^Für langjälflstge treue Dienst^' am Bande des V<-rdi nstordenA Philipps des Großmütigen dem Ober-Briefträger Kaffen^ ^krger in Mainz und das Allgemeine Elwenzeichen „Für lang- ickhrche treue Dienst^' bezw. „Für treue Dienst^' den Ober-Post- sa)asfnern Joh. Becker in Worms und Schneider in Bad- Nauheim. An Kriegsauszeichnungen haben erhalten: das Eiserne Kreuz 2. Kl. der OssizierstellVertreter, Postanwärter Kern aus Gießen, Feldpostsekretär Dietrich aus Gießen, Ferner wurde verliehen: der Charakter als „Necherungsrccttll dem Ober-Postsekretär Weber in Bingen (Rhein), ,/rls Postsekretätt^ den Ober-Postassiftenten Harth und Nagel in Gießen, der Titel „Ober-Pvstassistentt" den Pvstassistenten Kurtz in Fried- m Sv- Rodrian in Gießen. Ernannt zum Bizo- Postdir-ektor wurde der Postinspekwr v. BültzingSlöwett IS . EtatSmäßig an gestellt wurden Postsekrctär Brrdvigkeit aus Frankfurt am Main in Lauterbach (Heffnr), die Pvstassistenben Jung und L a u tz in Bad- Nauhettn, Becker aus Sckwtten, Greb aus Butzbach, Hechler aus Nidda in Offenbach am Main, Wahl in Bü- dmgon, H e ß l e r aus Metz in Lauterbach (Hessen), A h l h ei m aus L-aitterbach in Pfungstadt, K a l b e r l a aus Butzbach in Frankfurt a^M. Richter aus Zwingenberg (Hessen) in Bremen und Beulshausen aus Schlitz in Harm.-Munden: Teeiegravhen-, assistent Darmstädter aus Gießen in Darmstadt, Ehrhardt aus Alsfeld in Hamburg und Weidmann aus Gießen m Frankfurt (Main): die Pvstsehilfinnen Scholz und Theis m Frredberg (Hessen), Andreas, Horn, Kruse, Orbig, Otto, Port, Reiner, Schaaf, Schramm und Walther ui Gießen. Versetzt wurde Posöassist'ent Karl Wagner von Köln nach Friedbcrg (Hessen). Angenommen wurden als Telegraphensehilfinnen: R e u h l in Butzbach, Bindewald in Gießen. Gestorben ist Pvstsekvctär im Ruhe stand H ö l z e I in Gießen. Bor dem Feinde gefallen ist der seither vermißte Postassistent Steinacker aus Alsfeld (Hessen). ** Schwarz-Weiß-Thcater Selterswcg 81. Der Sprelplaii von Samshag, den 14. April bis einschließlich Montag, 16. April bringt ein Hemd) Portim-6>lr'spiel „Eva"! Ein vor-, nehmes Gesellschaftsdrania in 5 Aufzügen nach dem gleichnamigen Werk von Richard Voß. Richard Voß, der feinsinnig empfindende Literal, hat mit dem vorliegenden Schauspiel „ffitxr"! ein Werk geschaffen, dessen dichterische Kraft fesseln muß. Als zweites Stück gelangt ein zweiaktiges zeitgemcffres Tranra, betttelt „Wenn die Friedensglocken läuten", zur Vorführung. Außerdem ein gutes Beiprogramm. Künstlerische Diusikbegteitung. ** Torffa fern. Am 14.4.17 ist eine Bekanntmachuntz betreffend „Beschlagnahme und Bestandserhebung von Torffasern (Blattscheiden von Eriopborum)" erlassen worden. Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in der heutigen Nummer des „Gießener Anzeige^' und durch Anschlag veröffentlicht worden. Landkreis Gießen. N. Trais-Horloff, 13. April. Zum erstenmal ttmrde dieses Jckhr in der hiesigen Schule eine öffentliche Ent lass imasseier veranstaltet, bei der den Kindern znr Erinnerung an die Schulzeit Bücher geschenkt wurdm. — Mit der Hessischen Tapferkeitsdenk- nrünze wurde im März ausgezeichiet Hermcmn Groth und Hch. Kraft. — Tie Hindenvurgspende ergab in imserer kleinen Gemeinde, von der 3 /s Arbeiterbevölkerung ist, ein recht er- freuliches Ergebnis. Unter anderem wurderi lunentgelllirb abgeliefert: 360 Eier, 20 Pfd. Mehl, 21 Pfd. Zwiebeln, 18 Pfd. geschälte Gerste, 6 Pfd. Speck und Wurst. Tie Sachen wurden von jungen Mädchen aus unserer Gemeinde gesanrmelt und verpackt. —, Der Hilfsverein Deutscher Frauen in Berlin sandte aus seiner Göschen Nasse an die hiesige Schule einen.namhaften Betrag, der unter die bedürftigsten Kriegersainilien der Genceinde verteilt wurde. — Nächsten Montag, am 16. April, abends 8Vs Uhr, ffndet im Schul- ’k&t ein Vortrag über die Lebensnrittelversorgung der Städte statt. — An der Zeichmmg der Kriegsanleihe beteiligt sich unsere Gemeinde sehr lebhaft. Am Sonntag vor Ostern wurden allein durch einen Vertrauensmann, der von Haus zu Haus ging, 4300 Mark gezeichnet. Hessen-Nassau. ül. Limberg, 12. April. Der 18 Jahre alle Rangierer Josef Michel aus Elz kam gestern abend auf dem hiesigen Dshnhof beim Rangieren unter die Räder und zog sich schwere Verletzungen zu. Er wurde nach dem St. Vinzenzhospital gebracht, wo er in bedenklichem Zustand darniederliegt. — Angehörige des hiesigen Landsturm-Bataillons zeichneten zur 6. Kriegsmllcll-e bcs jetzt 370 300 Mark. _ TiirchLiche Nachrichten Sonntag, den 15. April. Quasimvdogenitt. Gottesdienst. In der Stad tkirche. Samstag, 14. April, nachm. 2 Uhr: Beichte für d. Konfmn. aus d. Matthäusgem. und deren Angehörige Pfr. Mahr. — Sonntag, 15. April, Dorm. 9Vr Uhr: Konfirmation d. Kinder aus d. Matthäusgem. Feier des heil. Abendinahls. Pfr. Mahr. Abds. 6 Uhr: Pfr. Schwabe. — In der Johanneskirche. SaiTrstag, 14. AprÜ, nachm. 2 Mw: Beichfie f. d. Konfkrm. aus d. LukaSgemeirrde u. derer: Angehörige. Pfr. B echtol s heimer. — Sonntag, 15. AprÄ, vorm. 9Vs Uhr: Konfirmation d. Kinder aus d. LickaSgemeinde. Feier d. heil. Abendmahls. Pfr. Bechtol s h e i m er. ?lbds. 6 Uhr/ Pfr. Ausfeld. — Mittwoch, 18. Api'il, abds. 8 Ubr: Kviegebetstunde Pfr. Bechtols hei ?ner. — Wartburg, evangel. Jünglings- und Männer-Vercin, Tiez- ftraße 15. Sonntag, 15. Apvil, abds. 6 Uhr: Vortrag. Gäste stets willkommen. — Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Jeden Mittwoch, von 6—7 Uhr f die jüng Abteil. Jeden Samstag von 6—7 Uhr f. die alt. im Johannessaal. — Bibelkränzchen für Mädchen aus der Johannes Mm ein de. Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im Johannessaal. — Sonntag sver ein für Mädchen. Jeden Sonntag-Nachm. Zusammenkunft, Tiezstt 15 p Kirchberg. Sonntag, 15. April, vorm. 10 Uhr. Konfirw. (Kollekte.'' Mainzlar. Mittwoch, 18. Dprll, abps. 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Dekan G u ß m a n n. Natholische Gemeint. Samstag 14 April. Nackxn. 5 Uhr u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Bcrcht. — Sonntag, 15. April Weißer Sonntag. Vorm. 6V2 Ubr: Gelegenh z. hl Veültt Vorm. -Uhr: Sb Messe Vorm.. 8 Uhr: AusttA.' 6.% IKnnitS D-orm. 9 Uhr: Hochamt mtt Predigt. Feier der erkttn hl Kon», nrunrml der Kinder. Vorm. 11 Uhr: Hl. Mes^e. Dtachn. 3 Ubr- Andacht mrt Segen. Montag, vorm. 8 Uhr ist ein Amt für Ne Lwickonnmmikanten Dienstag u. F-reilag, abds 8 Uhr ist Krisos. blttandacht. MmkmMW Nr. W. I. 4100/1. 17. K. R. A., betreffend Beschlagnahme nnd Beftandserhebnng von Torffasern (Blattscheiden von Erio- Phornrn). Vom 14. April 1917. Nachstehende Bekanrttmochung wird ans Ersuchen des König- licherr Kriegsministeriums hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht mit dem Bemerken, daß, soweit nicht irach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt finb, jede Zuwiderhandlung gegen die Beschlagnahmevorschriften nach § 6*) der Bekanntmachungen üLer die Sicherstellung von Kriegsbedarf vom 24. Juni 1915 (Reichr-Gesetzbl. S. 357), in Verbindung mit den Ergänzungsbekannttnackmnaen vom 9. Oktucher 1915 und vom 25. November 1915 (ReichS-Gesetzbl. S. 645 und 778) und vom 14. September 1916 (Rerchs-GZetzbl. S. 1019) und jede Zuwiderhandlung gegen die Meldepflicht nach § 5**) der Bekamrtmachungen über Vorratserhebungen vom 2. Februar 1915, 3. September 1915 und 21. Oktober 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 54, 549 und 68,4) bestraft wirb. Auch kann der Betrieb des Handelsgewerbes gemäß der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (Rrd-Gesetzbl. S. 603) untersagt werden. § 1. Von der Beschlagnahn?e betroffene Gegenstände. Bon dieser Bekanntmachung betroffen sind alle Torffasern (Mattscheiben von Eriophorum), soweit sie mit der Hawd gesammelt oder mechanisch ausgesondert worden sind, gleichviel in welchem Lustwrb der Vertorfung sie sich befinden. 8 2 . Beschlagnahme. Me von dieser Bekanntmachung betroffenen Gegenstände werden hierinit beschlagnahmt, soweit sich nich aus den nach- Mg enden Besttnnmmgen Ausnahmen ergeben. § 3. Wirkung der Beschlagnahme. Tie Beschlagnahme Hat die Wirkung, dast die 'Vornahme von 'Äsränderungen an 8en von
., Velen i. Westfalen, 4. Torftverke Agilla G. m. b. Abt. Dirschau i. Westpr., gestattet. Ter Kriegs-Rachstoff-Abteilung des Königlich Preußischen Klnegsminisleriums steht das Recht zu, tveitere Aufbereitungsanstalten, die zur Annahme und zum Ankanf beschagnahmter Torfsasern berechtigt sind, zu bestimmen. Tie Rainen dieser Aufbereitungsanstalten werden im Reichsanzeiger bekanntgegeben. Ferner ist trotz der Beschlagrurhme die Ablieferung der absichtlich angesamnBelteu irnd ,voch nicht aufbereiteten Torffafernrengen an die von der Kriegs-Ro^stoff-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsminisderiums zur Annahme besonders ermächtigten Torfwerke oder deren Beauftragte als Sammelstellen zum Zwecke der Veräu^rung und Ablieferung an die vorbezeichneten oder an die von der KriegS-Rohstoff-Abteilung deS Königlich Preußischen Kriegsministeriums noch zu bestimmenden Ausbereitungsanstalten gestattet. Tie zur Annahme beschtsMahTnter Torffasern berechtigten Torfwerke werden von der Kriegs-Rvhstoff-Llbteilrmg des Königlich Preußischen Kriegsministeriums mit einem Ausweis versehen; ihre Namen werden im Reichsanzeiger bekanntgegeben. 8 5. VeräußerungspveiS für nicht aufbereitete Torffasern. Tie Aufbereftungsanstalten sind von der Kriegs-Rohstoff-M- teilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums verpflichtet wroden, für bie gemäß § 4 veräußerben Mengen unmittelbar oder durch Vermittlung der als Annahmestellen zugelaflencn Torfwerke oder deren Beauftragte an die Ablieferer der gemäß § 4 abgelicferten Mengen einen Uebernahme preis von 25 Mk. für 1 cbm gesammelter Dorffasern zu zählen. Tiefer Preis versteht sich für gesammelte Torffafern auf dein Wagen gemessen oder bei Schüttung von mindestens V? m Höhe nnd 1 m Breite, frei Sammelftelle oder frei der von dieser bezeichneten Berladeplätze, nutzer der Bv«mssetzung. daß die Torffasern ohne erhebliche Beimischomg von nichtsasrigen Destarrd- teilen abgeliefert werden und bm bei jeden der zu gelassenen Aufbereitungsanstnlten, Sammelstellen oder Ladeplätzen ausliegenden Proben entsprechen. Tiefe Proben sind als solche von der Moorversuchsstation in Bremen oder Moorkulturanstalt in München kenntlich gemacht. Bei erheblicher Beimischung von nichtfasrigen Bestandteilen oder bei sonstigen erhebliche« Abweichrrngen von den Proben ist ein entsprechender Preisabrug zulässig. Kommt eine Einigung zwischen Ablieferern und Sammelstellen über den Neben lahmepreis nicht zustande, so l)at die Sammelstelle das Preisangebot derjenigen Aufbereitungsanstalt, an welche die Veräußerung erfolgen soll, einzül>olen. Ist der Veräußerer mit dem von der Aufbereitungsanstalt gebotenen UeberncchmepreiS nicht einverstanden, kann auf seinen Wunsch die Preisfestsetzung durch die Moorversuchsstation Bremen oder die Moorkultuvanfbalt München erfolgen. Er hat sich gegenüber der angerusenen Stelle zu verpflichten die Kosten der Feststellung des UebernahmepveiseS zur Hälfte zu übernehmen; die andere Hälfte wird von der Aufbereitungsanstalt übernommen. Tie Au fbereitunysan stellten sind von der Kriegs-Nächste, ff- Abwilung de- Königlich Preußischen Kri«gsministerr»rnv verpflichtet worden, den als Sammelstellen zugelassenen Tarstverken im Falle der Veräußerung der angesammclten Mengen durch die Ablieferer an di« Aufbereitung sanftalten für die Organisation der Sammlung, Abnahme. Bewertung, Aufbewahrung, pflegliche Behandlung, Verpackung und Verladung der bei den Torfwerken angelieserten Torfsasern eine Gebühr von 5 Mk. für 1 cbm der bei den Sammelstellen angelieferten Torssasenn zu zahlen, soweit diese den für di« Festsetzung des Heber-, nahmepreises von 25 Mk. für 1 cbm gesammelter TorffaseM geltendst Bestimmungen entsprechen. Bei Minderung des Uebernahmevreiscs unter 25 Mk. Ur 1 cbm ermäßigt sich diese Gebühr verhältnismäßig. 8 6 . Aufbercitungserlaubnis. Trotz der Beschlagnahme ist die Aufbereitung der Torffafern den gemäß 8 4 zugelassenen Aufbereitungsanstalten zu den diesen Firmen vortzesclwiebenen Bedingungen und Zwecken gestattet. Tie Aufbereitungsanstalten unterstehen dauernder amtlicher Ueberwachung. 8 7 . Veräußerungserlaubnis für aufberritete Torffasern. Trotz der Beschlagnahme dürfen die gemäße § 4 zu gelassenen Mfbereitungsan stallen die Torfsasern nach ihrer Aufbereitung an die Kricgswvllbedarfl-Aktiengesellschaft, Berlin SW 48, äSetk Hedemairnstr. 3, veräußern und alüiesern. 8 8 . Meldepflicht, Meldestelle und Enteignung. Beschlagnahmte Torsfasern (§ 1) von mindestens 5 cbm Mengen die a) nicht spätestens sechs Wochen nach dem Ansammeln dieser Meng« an eine der gemäß § 4 zugelassenen Aufbereitung^ anstalten veräußert worden sind, oder b) sich im Gewahrsam der gemäß 8 4 Mgelassenen Aufberrh. tungsanstvlten befinden, unterliegen der Meldepflicht. \ Die Meldungen haben Monatlich zu erfolgen und sind an das Wcbstofftneldeamt des Kriegsministeriums, Berlin SW 48. Berl. Hedemairnstr. 10, mit der Aufschrift „Betrifft Torsfasermeltramg" zu erstatten. Hinsichtlich der gemäß § 8, Ziffer a, meldepftichtig gewordenen! Mengen ist Enteignung zu gewärtigen. 8 9. Meldepflichtige Prrsonen. Zur Meldung der meldepflichtigen Gegenstände (§ 8) sind verpflichtet: 1. Personen, die solche Gegenstände im Gewahrem haben oder aus Anlaß ihres Handelsbetriebes oder sonst des Erwerbs wegen kaufen oder verkaufen; 2. landwirtschnftlick^ oder gewerbliche Unternehmer, in deren Betriebe solche Gegenstände erzeugt oder verarbeitet werden; 3. Kommunen, öffentlich-rechtliche Körperschaften und Derbärcke 8 10 . Stichtag und Meldefrist. Zu melden ist der am ersten Tage jedes Monats tatsächlich vorhanderre Bestand an mcldepflichtigen Gegenstäirden (§ 8). Dü Meldung ist bis zum 10. eines jeden iMouats zu erstatten. Anfragen und Anträge. . Alle Anfragen lirnb Anträge, welche diese Bekanntmachmrg betreffen, insbesondere auch Freigabeanträge. sind an die Kriegs-, Rohstoff-Abteilung (Sektion W. I.) des Königlich Preußisc^n Kriegsministeriums, Berlin SW 48, Verl. .Hedemanustr.10, m richten, welche für die Entscheidung zuständig ist. 8 12 . Inkrafttreten. Die BekanntMachimg tritt mit dem 14. April in Kraft. ^ Fran kfurt (Main), 14. April 1917. Stellv. Generalkommando des 18. Armeekorps. B c t r.: Befcküagnahme und Beftandserhebung von (Blattscheiden von Eriophorum). An die Grohh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Jndetn wir auf die vorstehende BekcmTttnmchnng deS stellvertretenden Genevalkonnnandos des 18. Armeekorps von heute verweisen, beauftragen wir Sie, von dem Inhalt derselben den Interessenten alsbald Kenntnis zu geben und die Bekantttmackomg in Ihrem Amtszimmer zur etwaigen Einsicht offen zu legen. Gießen, den 14. Lkpril 1917. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. U f ü n q € t. 12 CablB&t (6Saaz) Ein© Vergrösserung vollständig; 30 cm breit 36 cm hoch (einnchliesslich Karton) 30 cm breit 36 cm hoch (einschliesslich Karton) erhält jeder von seiner eigenen Aufnahme, der sioh noch in der Zeit von heute bis einschliesslich Dienstag, den 1. Mai, einerlei in weloher Preislage, bei uns photographieren lässt. Günstige Gelegenheit für Konfirmanden und Kommunikanten zu einem grossen GratisbiBd. 12 Postkarten von Jt 1.90 an 12 Visit (matt) Jt 4.— 12 visit (Glanz) für Kinder «^2.50 12 Cabinet, fflOll Jt 8.— Gleiche Geschäfte In vielen Städten Süd- nml Mitteldeutschlands _ _ _V<*»-jrrößernn{cen nach jedem Bilde. Bei menrei. Personen kleine Preise* hflhung. Andere Formate entsp echend bil ig. Sonntags von 10 Uhr vorm, an geöffnet. Holzversteigerung Im Gemeindewalde Dornholzhausen werden am Tienstog, den 17. d. MtS. von vormtttags 9 * l 2 / 2 Uhr ab verftelgert: Ci hen: 1 Dtamm 8. Kl. ---0,46 Jstm., S Rm. Knüppelholz und 26 Rm. Retler. Buchen: 4 Rm. Nutzholz, 28 Rm. Scheitholz. 102 Rm. Knüpvelholz und M6 Rm. Reiser. Kiefern: 44 Rm. Knüppelholz und 7V Rm. Reiser. Ftch en: 26 Stangen 2, 13 3., 20 4., 40 6. Kl., 1 Rm Scheiibolz, 3 Rm. Knüppelholz und 155 Rm. Reiser. Zusammenkunft am Distrikt ^Wäldchen^ in der Nähe deö voseS Strauch. Großrechtenbiuh, den 12. April 1«17. 3017V Der Bürg er« etiler. Holzverfteigernng der Gräflichen Oberfvrsterei Arnsburg, im Feldheimer Wald, bei Hungen. 30166 Donnerstag, den 19. Avril, nach Zusammenkunft 9'/, Uhr am Pslanzgarten a»s Scheibe!, Tisch und Hinterwald: Scheiter Rm: Buchen 136.6, Eichen 0.8,- Knüppel Rm: 86,1 Buchen, 160 Eichen, 3,5 Nadel- und Weichholz; Stöcke Buchen Rm: 50^: Reiser Rm: 271,6 Buchen, 360 Elchen. ftefarl \n Jeflar gowOneohtea Autolattung ßtllrota u. preiswert 41» ßrüsi’oche Uft*v. -ßnwfeör«* ToiltttcmsWckk E „Tonlos", la. Qualität, nröhte Reinigungskraft ohne schgdl. Bestandteile. Probevonkolli 50 Stück 6.50 Mk. ab Fabrik gegen Nachn. Kisten500 Stck. v. Babn Mk. 87,50 geg. Bor« auöbezghlung.Evtl.Rück' nabme. B. Sawad«, »er- Ital0.^1V.52,Paulstr.34. OinBrennhöIascliueidfu emvf. sich Pl»lll|>» Jacobl, Hintor d. Stadkirche 4. 101742 Holzsnbmission. Mittwoch, den 18. Tlvril 1917. vormittags 8 Uvr, werden folgende Holzsortimente aus den hiesigen Waldungen im Submissionswege von Unterzeichneter Bürgermeisterei vergeben: LoS 1, Diftr. Langebruch (Forttwartei 2) Eichen-Stämme: 2 Stück mit 2.38 Fftm. 2. Kl., 22 Stück mit 30,45 FftM. 3. Kl.: 44 Stück mit 38,84 Fstm. 4. Kl.,- 6 Stück mit 4.14 Fstm. 5. Kl. Buchen-Stämme: 8 Stück mit 9,90 Fstm. 2. Kl.: 16 Stück mit 14,04 Fstm. 3. Kl, 3 Stück mit 2,27 Fstm. 4. Kl. Kiesern-Stämme: 1 Stück mit 2,16 Fstm. 2. Kl.,- 7 Stück mit 6,72 Fstm. 3. Kl.,- 6 Stück mit 3,71 Fstrn. 4. Kl.,- 80 Stück mit 26,53 Fstm. 5. Kl. FiÄten-Stämme: 3 Stück mit 8,85 Fstm. 2. Kl.,- 6 Stück mit 5,73 Fstm. 3. Kl.: 3 Stück mit 1,74 Fstm. 4. Kl.: 6 Stück mit 2,77 Fstm. 5a. Kl.: 10 Stück mit 2,63 Fstm. 5b. Kl. 51ieseru-Derbstangeu: 5 Stück mit 0,52 Fstm. L Kl. Los 2, Distr. Kaulskövve K-escru-Stämme: 12 Stück mit 7,57 Fstm. 3. Kl.; 36 Stück mit 20,21 Fstm. 4. Kl.: 9W Stück mit 257,94 Fstm. 5. Kl. Dichten-Stämme: 7 Stück mit 5,99 Fstm. 3. Kl.; 3 Stück mit t56 Fstm. 4. Kl.; 7 Stück mit L59 Fstm 5a. Kl.; 5 Stück mit 1L1 Fstm 5 b. Kl. Lärchcn-Stämme: 4 Stück mit 2,61 Fstm. 4. Kl.,- 22 Stück mit 8,53 Fstm 6,Kl. Kiesern-Derbttangen: 36 Stück mit 3,54 Fstm. 1. Kl. Los 3. Distr. Im Tbal Kiefern Stämme: 5 Stück mit 4,63 Fstm- 3. Kl.,- 19 Stück mit 15^78 Fstm 4. Kl.; 251 Stück mit 56,68 Fstm. 5. Kl. Lärchcn-Stämme: 9 Stück mit 2,80 Fstm. 5. Kl. Kicfern-Terbttangen: t Stück mit 0,10 Fstm 1. Kl. Dichten-Stämme: 1 Stück mit 2,26 Fstm 2. Kl.; 5 Stück mit 6.93 Fstm 3. Kl.; 8 Stück mit 7.89 Fstm. 4. Kl.; 32 Stück mit 20,60 Fstm 5a. Kl.: 2:30 Stück mit 69,53 Fstm. 5b. Kl. Angebote sind nach Losen und Klassen getrennt, bis zu obigem Termin, verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns einzureidien. Angebote mit zu« sammengezogenen Losen oder Klassen, sowie solche, mit Vorbehalt oder dergl. versehen, werden nicht berücksichtigt. Forstwart Franz dahier zeigt auf Wunsch das Holz vor. Allendorf a. d. Lumda, den 12. Avril 1917. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda: Rein. 2959