Nr. 80 Zweiter Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Beilage«: „Hietzener Zamfilendlätter" und „Nreirblatt für den Nreir Gietze«". Postscheckkonto: Frankfurt am Main Nr. 11686 . Sankoerkehr: Gewerbedank Liehen. 167. Jahrgang er General-Anzeiger Gherheßrn Mittwoch, 4 . April M? Zwillingsrunddruck und Verlag: Br ü hl'sche Universnäls-Buch-u.St>:i>rdrncteret. R. Lange, Gießen. Lchristleltmig, EcschäftrstrFe und Druckerei: Schulst^ape?. ' es> äs melleu.Verlag:«^OA»b1, Schristieilung: 112. Anschrift für Zt .htracyrichtenrAnzeigerGie:en. . HeWcher Laudesveiein für Uriegerheimstatten. Durch die Auchach Seiner Königlichen Hoheit des Grossi Herzogs bei der jfc'm des Negierungsjubiläums wurde der weiteren Oefferttlichkeit eine Ta.tia.che bekannt, die wohl allerseits mit Freride rrnd Genntiung aufgenommen wird: auf Anregung des Landesherrn sollen auch im Großh erzogtmn Hessen die Bestrebungen °ilr Tal werden, die unseren zurückkehrendmr Kriegern Heimstätten auf dem Boden schassen sollen, für dessen Schutz und Freiheit sie in treuem, zähem, opferbereitem Anshalten Leib imb Leben eingesetzt haben. Am 11. März wurde im „Fürstensaal" zu Dormstadt in einer aus allen Teilen des Landes imb der Bevölkerung sehr zahlreich besuchen Versanrmlirng die Gründung eines „Hessischn Landes Vereins für Kriegerheimstütten" beschlossen. D>eu besonderen Schutz des Vereins hat Seine Königliche Hoheit der Großherzvg übernommen. Zur Mitgliedsckiaft — bei einem Jahres- beitrag von mindestens 1 Mark für Einzelpersonen und von mindestens 10 Bäark für Körperschften und Vereine — sind alle Freunde der schonen Sache ausgefordert. Tie Ziele, welche der neue Verein verfolgt, kennzeichnet ^in, Aufruf des vorbereitenden Ausschusses in folgenden Worten: „Eine große Aufgabe harrt noch ihrer Lösung für die Zeit nach .dem. Kriege. Sie bedarf schon jetzt eingehender Vorarbeit. Die siegreich heimkehrenden Soldaten werden am Ende des Krieges ffu ihren Familien zurückkehren: viele von ihnen haben während des Krieges erst neu Familien gegründet. Ernst und schwer wird für manchen dann die Sorge sein, wo lind wie er mit seiner Familie Unterkommen soll. Tie wenigsten nennen ein Heim ihr eigen, das ihnen gesichrte Unterkunft bieten könnte. Weitaus der größte Teil der Heimkehrenden wird auf die Schfftmg neuer Wohngelegenheit, auf das Wohnen in Miete angerviesen sein und damit an vielen Orten l>ei dem ?)eangel an geeignet Mahnungen in große Verlegenheit kommen. — In unserem.Lande l>aben gemeinnützige Wohmrngsvereine und sozial denkende Private in den fetzten Jahrzehnten viel für Wohnimgsfürsorge getan. Angesichts des gewaltigen Mehrbedarfs an Meinwohmingen aber, der sich zweifellos am Ende des .Krieges sühllrar machen wird, erscheint es notwendig, die Aufgabe der Beschaffung neuer Wohnungen mit neuen Kräften zu fördern. ö- lichen und bäligen Essen teil. , h. Nidda, 3. April. Gestern fand hier im Gambrinussaale eine V e r t r a n e n s m ä n n e r ve r^s a m m ln g statt, toolxi Regierungsrat Dr. Michel von der landwirtschaftlichTn Genoss,^- schastsbank in Tarmstadt einen .Vortrag über die 6. .Kriegsanleihs hielt. Geh. Regierungsrat Bo eckmann ron Büdingen eröfsnete die Versammlung. Tann beantwortete Tr. Atichel in zwcistündigenr Vortrag miss eingeh'nbste die Fragen: „Was geschieht, iveim die 6. Kriegsanleilx' nicht gezeichnet wird? Warum sollen die Landwirte zeichnen? Welche Sichethät bietet die Kriegsanleihe? Besteht die Möglichkeit, die Lasten der Anleihen auch später zu tragen? Warum ist ier^ Umlauf des Bargeldes gewach'en. und welck)e Pflichten erivachsen uns daraus? Zum Schluffe erklärte der Vortragende noch den Unterschied zwischen Anteilscheinen und Schatz- m,Weisungen und Reicboschuldbuchr'nträgen. Rei ch-r Bei fall folgte den Llussülwimgen. Hieran' sprachm noch b'.eh. Reoierungsrat Boeckmann, Reichst,gsabg. Dr Werner ,nrd Landtagsabg. Ir. Weber über die allgemeine Lage der Lebensmittelv-rr'orgmig, 'Ihre Ausführungen gaben zu einer längerra, sehr anregenden Aussprache Veranlassung, wobei zahlreiche Bedenken und Wünsche besonders wegen der Zuweisung und Belassung des Getreides vor- gebracht wurden. Div.'ch alle Ber^andlungen aber zog sich der Grundgedanke: Wir müssen und wollen durchhalte-n bis zum erwünschten Frieden! Kreis Lauterbach. ** Lauterba ch, 3/April. Durch Lehrer und Schüler d« Großh. Realschule wurde — ohne die selbständigen Zeichnungen —, der Betrag von 3700 Mk. in Kriegssparkarten gesammelt und cm die Bezirkssparkasse geführt, die den Betrag in Kriegsanlell?e an- legt. — Eine hiesige Firma zeickmete zu GeschenkMecken für ihre Arbeiter den Betrag von 690 Mk. in KnegSsparkarten. Starkenburg und Nhcinhessen. Bluttat eines.Kriegsgesimgennr. ^ Biblis, 3. April Ern bei dem Lrrdwirl Kart GI-aleV beschäfllgter russischer Knrgsgesange;:er überfiel b^n-rr M ergr», kassee die Frau Glaser wch brache ihr mehoeve Messerstiche t» die Brust bei, wovon emk*.' die Lunge durchbohrten. Dann vers,:chee der Soldat sich selbst uinzubringen, indem er sich etwa zehnmal mit seinem Messer in die Brust stach Auf das Hilsegestchri der Kinder fjcrIpcigccilte Nachbarn brachben der Frau, die sehr schver verletzt ist, die erste Hilfe. Der Unmensch wurde von der Wachmaunschrft sestgenoiüinen und in das zuständige Gefangenenlager zurückgs- brach. Kreis Wetzlar. rn. We tz l a r, 3. April. Fünf Millionen Mark wird die 5ßreis- sparkasfe auf die 6. Kriegsrucleihe zeichkan. An den bisherigerrl 5 Kriegsanleihen hat sich die Kreissparkasse mit IIV 2 Millionan! Mark beteiligt. Jnng-StUUng. -Zu seinem 100. Todestage, 2. AprÄ. Goethe ist es gewesen, der Jung-Stilling zur Abfassung der Gesthicküc' seiner Jugendiahve veranlaßt und dann die Handschrift ohne Wissen des Verfassers z,cr Druckerei befördert hat. Als das Honvocrr dafür in Höhe von 115 Reichstalerrr bei Jnng-Stilling in Elberfeld esittvas, befand er sich gevade wieder einmal in der akleidriagendsten Verlegenl)eit, ,rnd er glaubte nich anders, als daß Gott ihm selber im letzten Llugenblicke diese rettende Summe ins Hans geschckt habe. Seit Goethe in seiner Straßburger Stw- dentenzeit Jung-Stlllrngs .Brkmrnsick-aft genrach hatte, • nahm er au dem merkwürdigen Manne lebhaften Anbell; aber darüber hinaus mußte seine Lebensgeschiche nur ihres eigenen Charakters lmd Wertes willen tiefen Eindruck auf ihn machen. Tenn dieses Buch — wenigstens in seinen ersten Teilen, die späteren Fortsetzungen stel-ei, weit tiefer — in der Tat ein irnverwesliches Werk, tu seiner Art ein Juwel unseres Schrifttums. Es ist Lebensbeschreibung, Volkslied, Märchen, Roman und Erbauungsbuch in einem, und die Schldemrngen bäuerlichen Lebens, die^ seinen Eingang bilden, eröffnen einen Blick in die sirnersden Schächte deutschen Volkstums. Den SclMuplatz dieser Säsildermgen bildet das anmatt ig gelegene nassauische, jetzt zu Westfalen gehörige Dorf Grund, Ivo die Jungs seit Jahrhunderten beständig hausten, ein tc^erktückstiges Bauerngeschlecht, erfüllt von einer lebendigen Frümnrigkeit pietisti- scher Färbung. Dort erblickte Heinrich Jung, der sich als Helden seiner Lebensgeschichbe den Namen Stilling beigelegt hatte, am 12. September 1740 das Licht der Wett. Er war ein aufgeweckter Knabe, bei dem der Urrterricht des Vaters so vortrefftich anschlug, daß der Ortspsarver, über seine Frühreife erstaunt, ihr in die Lateinschule brachte. Bon der Einsegninrg bis zum 30. Lebensjahre hat .sich Jirng-Stillings Erisberrz in wunderlickDer Werse rirrnrer wieder zwischen den beiden Polen des Schulmeisterberufes und des SchreLwhaivdwerkes hin und her bewegt Jener war sein Wunsch und Ideal, aber immer wieder vertrieben ihn Mißgunst. Mißverständnisse «oder Jrrtrigen ans dem Amte,, immer mirfche er zu Nadel End Schere zirrückkehren, und da arrs dem jungen Menschen doch nichts Rechtes werden zu ivolleir schien, so begarm der Vater mißmutig und hart gegen ihn zu werden. Ta entschloß der Jüugliwt sich zur Auswmrdeämg und gelangte in das Wlppertcll, wo er sich schon schließlich ganz davein geftrndan lxttbe, zeitlebens ein Sck)N.eider zu bleiben, als fick) ilM bei dem Glberfeldcr .Kaufmann noch einmal eine HailslelTrerstrlttrng bot und zrvgl>eich ganz nerve Möglichkeiten eröffnten. Unter diesen TKockselfallen nnd Schicksalen sehen wir Jung- SWirrgs Charäkter sich deutlich entsatteru Er war ein inniges und sinniges bTnriit, für Enrdrücke aus Nattrr und Leben sehr empfänglich, z7ir Sclrvärinevei geneigt und jähem Wechsel der Strmmum- gen unter-: ' sen. Sein ganzes Seelenleben stützte srtt, ans eine unerschütterlich.' Religiosität, die, wie bei seinen Vorfahren, pre- tisttsche Züge trug. Aber damit mischt sich doch als ein anderes Bauernerbe errr rmverkmmbaver praktisäZer Zug, eine Art Bauern- schbauhett, die sick) besonders in der Art äußert, wie er das Geistliche wrfs Wettlliche anwendet und damit verschmilzt.. Denn sein Gott war ihm nicht nur her Gott seiner Seele, sondern auch der, der Jrmg-Stlllrngs härrsliche Verhälttrissc und Bedürfnisse arcss genaueste Ürmitt und oeMllierde, mrd es nie üitterließ, ihm, nx'irn er ihn hatte lange geiuig zappeln lassen, Geld oder Stellung oder ivas sonst not lat, zilzwveiscn. Goetl-e hat diesen wrnderliciZen Zug Jung-Stillings mit folgenden Worten gedennzeiämet: „Ter mm-- derliche Mensch glaubt eben, er brauche nur zu würfeln und unser .Herrgott müsse ilnn die Steine setzen." Auch die HallSlehrirstette im Flenderfchen Hause sah Jung-Stllling als eine ganz persönliche Fügung zu seinen Gunsten an. Er fand Incr incht nur Gelegenheit, seme Ausbildung vielsettig zu ^fördern, sondern wurde auch durch seinen Gönner zuerst aaff das Studium der Heilkunde hingewieserr, nachdem er mtt gewissen Iiezepten zur Heilung tum Amzenkrank- hetten, die er von einem ehemaligen kach.llischen Geistlichm über- kommen hatte, manckre Erfolge erzielt l)atte. So tat sick) denn oor dem vielgeprüften Manne eine neice Welt mrf, als er, ein Dreißigjähriger, 1770 nach Straßbuvg zog, um dort Medizin zu studieren Hier trat w zum ersten. Male mit den Vertretern des großen deutschen Geistesledens in Beziehung, er mochte die Bekanntschaft von .Goethe, von Herder, Leirz und ^anderen, die ihn in ihren Kreis zogen. Auch als er naä) Bc'endigung seiner Studien sich in Elberfeld als Arzt -niedargelasseir hatte, blieb ihm Goethes Freundschaft treu; es ist bekannt, wie er iljtn einmal in schalkhafter Der- rleidung besuckfte und sich daran jene denkwürdige Sitzung schloß, an der außer Goethe und Jnng-Stilling auch die Brüder Jacobi, Heinse, Lavatcr und andere tellnahnren und die Jung-Ällling gar zu lchbsch und anschaattich. geschildert hat Indes ging es Ttcrt der ärztlichen Praxis recht kümnrerlich, und es war eine gwße Erlösung für Jimg-Stllling, als er einer: Rns als Proftsior der Kcrnrevalien, der Land- imb Forstwirtschaft, an die ?kbaoemie zu Kaiserslautern erhielt Seirre bäuerlichen Erfahrungen und seine Betätigung in dem Flendersck?en Geschäftsbetriebe kttmen ihm nun zustatten, und er hatte diese Professur nacheinander in Kaiserslmttern, Heidelberg imb Marburg mit anständigem Erfolge brkleidt. Jetzt wir sein Lebensschifflein endlich m bequemes Fahrwasser gelangt. Je. länger, desto mehr Mb er sich jedockr einem wett auSgebreiteten Briestoechfel und einer regen literarischen Tätigkett religiösen Inhaltes hin, die ich: zu einer der b.kanntesten Persönlichkeiten in Deutschland mack>te und il-nr eine Fülle von Beziehungen ettrtnig. Mein diese Seite .seiner Tätigkeit, die muh in ettrigen christlickien Ronrnnen ihren Niederschlag geftmden bat, ist nicht durchweg erfteillich. Echte Fröm- migkett miscbt sich^darin, wie bevetts angedeutet, mit einer gewissen weltlichen SckFmll-eit: Jung-Stillings Mnstik ist nelwl- [>aft, doch nicket rief, und oft verliert sich seine religiöse Sckpift- stelleroi .in weichliche Sentimentalität. Dennoch bleibt er eine durchaus merkroürdige und originelle Erscheinung. Mtt den Stürmern und Drängern nrachte er gehren die WcfklLnung Front, deren Verstandesplattl-ett .er die lebendige religiöse Empfindung eutgegenwarf. Dies nähert ihn Herder, an dessen großem Humani- tätsideale Jung-Stllling freilich keinen Teil hatte, und schließlich klingni sogar leise Vortöne der Romantik in seiner tastenden religiösen Mystik an. Vor allem lebte aber doch fct ihm die Seele eines Di-chterS; pur ein Dichter hat die Bllder imd (Gestalten seiner Jugend und seiner Jünglings fahre enttversen können, und mit ihnen lebt er in dauerndem Gedächtnisse fort » Ein Fvrschungsin stitnt für Geschichte deS Krieges imd alle damtt in ZusammeNl-ang siebenden politischen, wirtschaftlick)en und kulttrvellen Fragen ist in Jena bearüudet worden. Als Grundstock wurden die Sammlungen des von Prof. Tr. v. Seidlitz ins Leben gerufenen Kriegsarttiws der llniversitäts- bibliothek Jena benutzt, die jetzt weiter ausgeomtt und vervollständigt werden sollen. Das Institut rviro durch einen Vorstand verwaltet, an dessen Spitze der Sttiatsminist-er Tr. jnr. Clemens v. Delbrück steht. Die wissenschaftliche Leittcng ist dem Historiker Pwf. Tr. Georg Mentz übertragen iwrden. Dem Vorstande steht ein Verwalrungsrat zur Seite. Ihm gehören auß»r Vertretern^ der Zivil- imb Mllitärbehörden, den 'Vorstehern wirtschaftlicher Körperschaften imd Verire:ern der Presse Angehörige aller Berufs- und Erwerbs stände an, insbesondere solche, die das Institut durch namlwfte materielle Unterstützung gefordert haben. Tie wissenschaftliche Arbeit kann, so schreibt inan uns dazu, naturgemäß erst später beginnen, einstweilen kann es irur die Aufgabe des Instituts sein, die vorhandenen unffangrecch.m Sammlungen in umfassender Weise anszirgestllttn, damit neben der cigeittlichcn Buckstiteratur, den KriegSzeiffchriften und Zeitungen des'In- nnd Auslandes mich die im Kriegs- mid HermatSgebit gedruckten Gelegenheitsschriften, sowie Feldbriese, Mlkmevanstfflägc. Krü'gs- zettnngen, Karten und sonstige bildliche und künstlerisch? Dar- l teil im gen an g-cher Stelle an der Hand möglichst übcrsickrlicher Verzeickmksse nebeneinander .benutzt werden können. Es gibt bis jetzt in Teittscküand keine Stelle, an der dieses Material vollständig vorläge oder bereits zu'gänglich nxrre. Auch die größten derartigen Sammlungen in Berlin. Leipzig und Rl ir v n können ernstwellen nur blllliotliekarisck-e Ziele verfolgen. In dem' Jenaer Jusritttt soll der Hptoriker, dem die mttitärischen Sammlungen imck, aus Jahre hrnaus verfck,lossen bleiben werden, eine Stätte freier gebiet, wie fiir die besetzten Gebiete von Wichtigkeit genx's'.m sind oder noch firn könnten. Namhafte Stiftungeu find dem Institute von Behörden und Körpersck-aften zur Duvsifillmmg seiner Ziele m Aussicht gestellt worden, um diese aber restlos erreichen zu können, richtet sich die Bitte auch an die ?lllgemeinlxit um tat* kräftige Mrkwirkmm bei der Sammlung aller ttriieisdruckiastoen. die für später in irgend einer Wrise wertrvll sein könnten. Er- wünscht sind vor allem die Drucksachen aus dem Felde und den besetzten ©el'ieten imd was jetzt schm aus dem 'Auslande m im£ gelangt; ferner alle Manuskriptdrucke und solch Literatur, di« nickst im Buckstxmdel er,'ehernt Zusendirngen iwrben an das ZiiegS-, avchiv der l lniversttätSbib liotl-ek Jena erbeten. Nütz- nnü BttuchlMrstchttW. Im Gemeiudeivalde Niederkleen kommt Samstag, de» 7. April VS. IS. von vormittags 90, Uhr ab folgendes Holz zur Versteigerung: Eichen: 1 Stamitt I V. Kl. — 0,23 ftftm., 16 Stämme V. LU. ---3,21 ftftm., 14 Stangen I. Kl. und 5 Rm. Knüppelholz. Buchen: 12 Rm. Scheitholz, 127 Rm. Knüppelholz und 492 »iin. Reiser. Kiefern: 1 Stamm II. Kl. = 1,18 ftstm., 1 Stamm III. Sil. = 0,57 ftstm., 10 Stämme IV. Sil = 2,92 ftstm., 27 Rm. Knüppelholz und 156 Rm. Reiser. Dichten: 1 Stamm II. Kl. = 1,21 ftstm., 2 Stämme III. Kl. — 1,43 ftstm., 18 Stänme IV. Kl. = 3,16 ftstm., 20 Stanaen I., 10 jl., 61 III., 280 IV., 350 V. und 490 V. Kl., 5 Nm. Knüppelholz und 20 Rm. Reiser. Zummmentuusr Distrikt 4 Oberkleener Seite am 2ln- fana des Waldes. 27226 GrostrechtenPach, den 2. Avril 1917. Der Bürgermeister. Breuttholz-Persteigerung. Die Koni/.!. Obersörsterei Strupbach verkauft Dicns tag. den 10. April 1017. morgens» 9 1 /, Uhr. in der Wirtschaft Schlierbach zu Bieber aus dem Schutzbezirk Lieber, Distrikt jammert und Dttnsbergkopf: Ei l e«: 61 Rm. Scheit und Knüppel,' 97 Rm. Reiser IL/III. Kl. Buchen: 577 Rm. Scheit und Knüppel: 735 Rm Reiser II./III. Kl. Anderes Brennholz: IRm Schett und 5knüppel,6Rm. Reiser ll./III. Kl. Nadelholz: 5 Nm. Scheit und Knüppel. 27326 Bilanz am 3 l.Dezemderl 9 l 6 JC 545,— 2 167,62 2 125,04 Passiva: Per Anteil- Konto Per Neserve- sonds-Konto Per Betriebs rücklage Per Reingewinn 3 485,62 8 323^28 8 323,28 Im Jahre 1915 schieden nicht 4, sondern 6 Genossen aus. Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1915 nicht 106, sondern.104 Abgegangen sind in 1916.— Zugegangen sind in 1916.— Aktiva: JC An Utensilien- Konto 45,30 An Kassenkonto 2 289,89 „ Warenkonto 5 435,81 „ Debitoren- konto 241,— „ Ausgel.Kapital3N,28 Daherder Stand der Mitglieder Ende 1916 104 Beuern, den 26. März 1917. LindMiiWlichtt ffsiissMmn II zu tarn, eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Hch. Phil. Spaar. K. Haberkorn. Ph. Lindenstruth V. 2ß2 * Vahuhofftr. 54 II. Stock, K-Ziinimr-Wohnuilst m. reicht. Zubehör, mehreren Kellern usw., Loggia, zu vermieten. Näh. Gr. Stein« 4vea 20 I. 115 Elegante 5-Zimmer-Wohng., einger. Bad, Gas und elektr. Vicht, Balk., w. Wasser, Lino- leumfustb. usw. i. 1. Juli z. v. Gim, ftriedrichstr. 141. {'■*•* Die seither von Hevrn Rechts- anivalt und Notar »öwdslü tnnegehab:e 176 Wohnung Seltersweg 56, i. ist ab 1. April 1017 oder später anderioeiiig zu vermieten. 7 Zimmer ] (ylcsuiue l/o 7-Ziittm.-Wohnung 1. 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Unsere llandcNrcnUclioie vereinigt in sich, das sagt der Name, eine Handels- und eine Realschule, d. h. die Schüler werden neben den eigentlichen Handels- fächern in den Fächern der Realschule unterrichtet, damit sie. ihre Studienzeit mit der Einjährigeuprüfung (Reife für Obersekunda) nbsehlicßen können. Die Ab- soh eilten unserer Handelsrealschule, die genügend Begabung und guten Wüten gezeigt haben, können sich im Paedagogium oder auf einer öOentlichen Oberrealschule ohne weitere Schwierigkeit auf das Maturum vorbereiten. 2386 Die handelsrealschule gliedert sich in die Real-KE/issen (Untertertia-Obertertia-Untersekunda) und, als Ergänzung, die Obcrklasse. A) SteulklawKen: Untertertia — Untersekunda. Lehrplan der Realschule, dazu Handelsfächer: Einfache, doppelte und amerikanische Buchführung; Hände s- Korrespondenz; Kaufmännisches Rechnen; Konto- Korrent-Lehre; Kaufmännische Formular-Lehre; Handelsrecht und die betreffenden Abschnitte des bürgerlichen Rechts; Wechselrecht; Volkswirtschaftslehre: Hank- und Börsenwesen; Geschäftsaufsfltze und privates Kl igewesen; Versicherungswesen; Handelsgeographie; Sehönschiviben; Französische und englische Korrespondenz und Konversation; Stenographie und Maschinenschreiben (wahlfrei). Das Ziel der Kealklassen tat also: £ia- jtfhiigenprUfung und kaufmännische Au« bildans. I*) Oberklasse: Der Eintritt in diese Ergänzungsklasse kann nur auf Grund des Einjährigenscheines (Reife für Obersekunda 1 oder einer entsprechenden besonderen Aufnahmeprüfung erfolgen. Der Besuch dieser Klasse soll im übrigen für Herren jeden Alters und Standes o£Ln sein, denen daran liegt, eine umfassende kaufmännische Bildung zu erlangen und ihre fremdsprachlichen Kenntnisse zu erweitern- Gesor^ers Kriegsbeschädigte, die Ihren Beruf wechseln »ollen, seien auf den Itesnch dieser Klasse hin ge wiese n. Unterrichtsfächer: Nationalökonomie, Rechtswissenschaften, Hnndelstöchnik, Wirtschafts- und Verkehrsgeographie, Warenkunde und (wahlfrei!) Fremdsprachen. Näheres über die Fächer im Prospekt Dauer: 1 Jahr. In der Handelsrealschule (nicht in der Oberklasse) werden läßlich beaufsichtigte ArbeiUslumlen abgehalten, wie überhaupt der Unterricht auf denselben Grundlagen wie der des Paedagogiums aufgebaut ist. Schulgeld: I. Realklassfen: 240 Mk. jährlich. II. Oberklasse: 480 Mk. Alles Nähere durch den Prospekt, der auf Wunsch unberechnet zugeschickt wird. Anmeldungen für das neue Schuljahr werden schon jetzt angenommen. IHrektor B r ackemann, Ludwigstraße 70. 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