I kr. {)0 xet v-icßtueü Anzeiger erscheint täglich, außer LoilMagS. — Beilagen: Steuer.^ancttien-iStter; KreisblcÜ Jür -en t:m's Gietzen. Sejaflsprels: monatt. 2>) ^ viertel« mtrr£- Mt. 2.G' durch Abliols- u. 3'.Migftctlen monatl. BO durch die Post Mt. 2. io viertel» jährl. crussch'. Bestellq. Fernsprech - Anschliiffe: iu r die Schri- t! ituuq 113 B er! a q. G e s ch ästSstelleöl AiischrütfürDraylnach'- richteru Anzeiger Eirtzen. Erstes Blatt \hl. Jahrgang Montag. 30. April \%Z Annahme von Anzeigen r <. die Tageönummer bis ^uinNachmiuag vorher ZeUenjsrcir, i. Anzeigen: örtlich 30 Pi., -Zer« ulietungen u. Stekeiigc« suche 15Pf., aurns ärt« 23 Pf., b.Pi«t..vs^1chnW 30M.,Rekl«men7öPf., bei Pltchvorschrut VS Pf.. Hauptschri'tleiter: A»ur., Goet^. Beraunvocklich. für Politik u. Feuilleton: ... A"a. Goetz, Stad! und- Gewerbebanr Gießen L^.BerinischteSu.»^ richtssaal: Fr. R. Z«,z.. öioiMngzruiiddruck u. Verlag: Brühl'sche Unio.-Luch- u. LteindniSerei R. Lsngr. Schriftlettang. GeMftrstelle «. Sruckerei: Zchulstr. 7. ®> i a ei fl enteit: *• ^ postfchccktonts: Frankfurt a.M. Nb8- Sünkoerkehr: sämtlich in Gießen. MTB.) Großes Hauptquartier. 28. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Auf beiden Scarpe-Ufern setzte der Feind die starke Beschießung unserer Stellungen und des Hintergeländes fort. Wir bklümpften mit erkenrtbarer Wirkung die englischen Batterien. Bei Monchy brachen gestern vormittag mehrere Angriffe der Engländer vor unseren Linien verlustreich zu- sammen. Heilte vor Tagesanbruch nahm der Feuerkampf von Löss bis O.ueant äußerste Heftigkeit an; nach Trommel- ftuer ist Lmid darauf fast an der ganzen Front die Jnfanteric- schlücht neu entbrannt. Hee re sg r uppe Deu tsch er K ro np r in z. Die Knuipflaire ist bei rvechselnd ftövfcm Feuer gleich gebticben. Bei Braye ist ein französischer Angriff gescheitert. 59ci Hurtcbise Fe. wurden feindlichen Stoßtrupps bei erfolgreicher Abwehr Gefangene und Maschinengewehre ab- genommm. AmBrimont und nördlich von Re i ul s schlugen Erkundungsvorstöße des Feindes fehl. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine wesentlichen Ereignisse. * Durch Abwehrfeuer wurden drei feindliche Flugzeuge, durch Lustangriff zwei Fesselballons abgeschossen. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Infolge lebhafter Tätigkeit der russischen Artillerie nahe der Küste, westlich von Luck, an Zlota-Liya, Nerajotckka und Prrtna war in diesen Abschnitten auch unser Feuer gesteigert. Hinter unseren Linien stürzte nach Luftkampf ein russischer Flieger ab. Mazedonische Front. Bei Regen und Schn-eefällen in den Bergen nur geringe Gefechtstätigteit. Der Erste Generalauartiermcister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 29. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. .Heeresgruppe Kronprinz Rupvrecht. Schwerstes Trommelfeuer, vor Tagesanbruch! auf der mmn Front von Leus bis Queant beginnend, leitete um 28. April die Schlacht ein, von der die Engländer nun zum dritten Male die Durchbrechrmg der deutschen Linien bei Ar ras erhofften. Bis Mittag war der große Kampf entschieden. Er endete mit ei ner sch wcren Nied erläge Englands? Beim Hellwerden folgten der sprungweise vowerlegten Wand von Staub, Gas und Rauch die englischen Sturmkolonnen in einer Front von etwa 30 Kilometern Breite. Die Wucht des feindlichen Stoßes nördlich der S c a r p e richtete sich gegen unsere Stellungen von Acheville bis Roeux. Dort entbrannte die Schlacht zu außerordentlicher Heftigkeit. Der Engländer drang in das von uns als Vorstellung besetzte Arleux, in Oppy, bei Gavrelle und Roeur ein. Da traf ihn der Gegenangriff unserer Infanterie! In hartem Ringen Mann gegen Mann wurde der Feind geworfen, stellenweise über unsere alten Linien hinaus, die bis auf Arleux sämtlich wieder irr unserer Hand sind. Südlich der Scarpeniedfrung tobte gleichfalls erbitterter Kampf. Ir; den zerschossenen Stellungen trotzten unsere braven Truppen mehrmaligem Ansturm. Auch dort sind alle englischen Angriffe gescheitert. Auf den Flügeln des Schlachtfeldes brachen die feindlichen Angriffswellen schon im Verrnichttmgsfeuer unserer Artillerie zusammen. Die Verluste der Eng- l ä n d e r s i n d w i e d e r n nr a u ß e r o r d e rr t l i ch s ch w c r. Der 28. April ist ein neuer Ehrentag unserer Infanterie, die, kraftvoll geführt und trefflich unterstützt durch die Schweftcr- uud Hilfswaffen, sich der Größe ihrer Aufgabe voll ge- tvachsen zeigte. Bei den anderen Armeen der Westfront, muh ön der Aisne und in der Champagne, sowie im Osten nnd auf dem Balkan ist die Gesamtlage unveräwxrt. Der Erste Generalquartiermeister L u d e n d o r f f. * Die Aber,Berichte. r ~,,3vi in ' 28.9143dl, ittenöiS. (Amtlich.) Auf Dm f&mWDt von Sirrin ist den Sn«lüudern heute zm» dntteu Male der Durchoruchder deutschen Linien völlig miß- lungen. Die bei Tagesanbruch unt starken Iiassen in 3V Kilo' meter Frontbreitze auf beiden Scarpe-Ufern einsetzenden An- , j ;tffe sind sämtlich durch Feuer und im Gegenstoß gescheitert. Von neuem hat der Feind eine schwere Mcderlage erlitten, seine Verluste sind sehr groß. An der Aisne und in der Champagne wechselnd starker Artilleriekampf. Im Osten nichts Wesentliches. Berlin, 29. April, abends WTB. Amtlich.) An der Arras-Frontbei starkem Artillerie-euernur Teilkämpfe bei Oppy, wo vier englische Angriffe verlustreich scheiterten. Längs der Aisne, des A i s n e - M a r n e - K a n a l s und in der Champagne erhöhter Feuerkampf. Morgens mehrfach vorstohende ErkundungSabteilungen der Franzosen wurden abgewiesen. Im Osten nichts Wesentliches. * . * Vor einem Jahre etwa haben wir uns darüber gestritten, ob der Kanonendonner vom Westen her bei uns hörbar wäre. Viel gervaltiger und bedeutungsvoller' sind die Schlachten, die gegenwärtig dort entbrumrt sind, und wir denken nicht mehr daran, ihre Wirkung durch matheinatische Berechnungen zu ernressen. Was gestern geschah, liegt heute in kurz umfassenden Berichten in seiner ganzen Schwere vor uns. Unser Geist wird von Bildern erschütternder Vorgänge erfüllt, die sich uns wahrlich überwältigender anfdrängen als irgend eine Schallwelle. Der dritte Gewaltsturm der Engländer ist abgeschlagen worden! Sie haben aufs neue eine schwere Niederlage erlitten! So blutig der Tag gewesen ist, unsere anrtlichen Berichte sind dnrchbebt van Glück und Trimrrph; es müssen ivachrhaft große Stunden gewesen sein, in denen sich durch die Tapferkeit unserer Kcnnpfer, die Ueberlegenheit unserer militärischem Organisation, die Zukunft unseres Vaterlandes im belebendsten Lichte gezeigt hat. Die stolzesten Hoffnungen der Engländer, die uns durch Ueberiuacht ihrer Krieasmittel zrc erdrücken gedacht hatten, sind niedcrgetreten. Ihre erstaunliche Leistung, mit der sie sich ein große- Heer geschaffen hatten, war vergeblich, und die entsetzlichen Blntopfcr, die sie nun doch auch an diesen Krieg setzen mußten, sind ebenfalls um- jonst dargebracht worden. Wir läuten ob des großen Sieges nicht mehr mit den Glocken. Unsere Freude und Bewegung ist ganz innerlich. Dieses Läuten unserer amtlichen Darstellungen, diese Voten von ben Schlachtfeldern, erfassen unierc Herzen ganz anders. Der Weltkrieg hat, je länger er dauert, für die Menschheit desto Erschütternderes im Gefolge. verstummt jauchzendes Siegesgeschrei, denn der Friede kommt uns nicht mit einem Schritt. Jetzt aber, nach der orttten siegreichen Schlacht bei Arras, tragen wir neben berechtigter Siegerhoffnung auch Mut und Trost im Herzen, die Kraftquellen, die uns zum Ausharren wieder freudig machen. Lesen wir doch unseren Ruhm sogar auch in den feindlichen Berichten, in Reuters Se lieber legen heit ist nach dem Scheiterii der kmrzenttisch grdachten Durchbrüche überall ans seiten der Zentralmächte, falls diese noch über eure freie Generalreserve verfügen, die hier oder dort zunr positiven Schlachtentschcid eiii^chetzt werden kann. Ist das nicht der Fall, so bleibt das strategische Feld zwischen den großen Gegnern geteilt. Früher genügte der Entente eigentlich das Fefthalterr der vor dom Feinde bezogenen StelüoLgcn, b* sic eine Aus- hungerung Mitteleuropas betrieb, auf diese rechnete uno den Erfolg nur als eure Frage der Zeit betrage. Hierauf bri«rt«r auch die anilitärisch«,: Berechnungen Lord Kitä-eners Doch wäprrird England diese MMchnenarinec mrs denk Boden stmupfte und «ch mit einer Gvvßzüg'i'ckai-t urikitLiwierte, die num rn TenLschlano Mm vorausgesehen hat, schufen die Deutschen eine ^UnterseebootstEe und mürben dadurch um dieselbe ZÄt zur See altionsfühig, wie die Briten zu Lande. Tie alte kriegs- geschichtliche Erfahrmkg, daß jode Dtaßnahine erst durch die entsprechende Gegenmaßnahme auf ihren inneren Wert bestimmt wcrderl 8ann, tritt also in diesanr paradox anmutenden Wcchsel- verhälttns greifbar in Erscheinung." Mustern wir daneben noch die neuesten Kampfhandlungen durch das Wort, die Reden Lloyd Georges und unseres Staatssekretärs Helfferich, so legt sich das Gewicht der neuesten Ereignisse ganz auf die Wagschale unserer Sieges- aussichten. Lloyd George hat die ernste Krise, in der sein Land schwebt, mit phantastischen icnd ungewissen Farben des guten Willens übermalt; ob Ettglanü die Fähigkeit besitzt, aus Mitteln des eigenen Ackerbodens seine Ernährung sicher^ zustellen, ist wirklich mehr als fraglich. * ■* * Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. W i e n, 28. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Keine Ereignisse von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 29. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich tvird verlautbart: Oeftlicher Kriegsschauplatz. An mehreren Frontabsi5)nittetr lebhafteres 'Arttllerie- und Minenwerferfeuer. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Die Lage ist unverändert. Heute in den Morgenstunden überfielen unsere Sturw,patrouillen einen Stützpunkt des Feindes in der Nähe des Tonale-Passes. machten die Besatzung nieder und kehrten mit 22 Gefangenen zurück. S ü d ö st l i ch r r Kriegsschauplatz. Nichts zu melden. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Ereignisse z u r S e e. Am 28. d. Mts. haben unsere Sceflugzeuge die militärischen Anlagen von San Eanziano erneut mit Erfolg angegriffen und sind wohlbehalten zurückgekehrt. Flottenkommando. * * * Die dritte btuHge Kiedertage der Engtändrr an der Arrarsrsnt. Berlin. 39. April. (WTB. Mchtamtlich.) Am 38. April erlitt der Engländer seiire dritte große blutige Niederlage an dev A-rDasfvcmt. Nach außerordentlich heftigen, hin und her wogenden Kämpfen verblieb den Engländern als einziger Erfolg der mit ungeheuren Massen unternommenen dritteri Durchbruchsschlacht das von englischen Granaten zermalmte, in den deutschen Vorstellungen gelegene Dörfchen Arleux nö rdlich der^ Secrrpe, dessen Trumm erstatte die Engländer mit aber tausenden von Toten und Verwundeten bezahlten. Alle anderen Vorteile, die die Engländer im Verlauft der heißen Schlacht hatten erringen können, wurde:: ihnen durch unsere Gegenstöße im Nahkampft wieder abgenommen. Zum Teil verbesserte unsere Jnsairterie bei diesen wuchtig geführten Gegenstößen ihre alten Stellungen nach vorwärts. 12 Offiziere, über 400 Manu als Gefangene, sowie eine Anzahl Maschinengelvehre sind bisher gezahlt. Dem Angriffe nördlich der Scarpe ging neben mehr- stürchigem rasendem Trommelfeuer eine starke Vergasung unserer Artillerie voraus. In der Gegend von Avion südlich von Lens wurden die englischen Bereitstellungen erkannt und sofort unter Vernichtt:ugsfeuer genommen.. Der Angriff ist an dieser Stelle im Keime erstickt. Der in seinen Sturm- Ausgangsgräber: dicht massierte Feind erlitt schwerste Verluste. Südlich der Scarpe ersvlgteu starke ftiichliche Angriffe von de«r Scarpe an bis in die Gegend von Fontaine. Beiderseits der Straße Arras — Ca mb rai, wo der Gegner schon in den ersten Schlachttagen ungezählte Opfer liegen ließ, bracher: sämtliche rnit dichten Masse:: arrgesetzten Angriffe schon in unseren: Bernichtungs- und Sperrfeuer zusammen. Auch weiter südlich wurden sie trotz rnieder- holten Ansturmes restlos durch Infanterie- und Artillerie- seuer abgelviesen. Der schwere gewalttge ArtitterieLampf. hielt den ganzen Tag über an. Am späten Abend wurde in der Gegend von Loos ein starkes Auffüller: der feindlichen Gräben erkarntt. Der ge* plante, durch heftiges feindliches Arttlleriefeuer vorbereitete Angriff wurde durch unser Vernichttnrgsfener niedergehal- ien. Von westlich Lens bis in die Gegend von Queant unterhielt der Feind die ganze Nacht hindurch sehr starkes Feuer. Im Rauine von St. Quenttn wurden stärkere fein dl ick,e Abteilungen unter bluttgen Verlusten ab gewiesen. Die. Stadt St. Quenttt: lag abermals unter schwerstem Feuer. An der Aisne und in der Champag::e an inehreven Stellen Arttllerietätig-eit. Die Stimmung unserer Kämpfer. Berlin, 29. April. (WTB. Nichtamtlich.) der Ansicht deutscher Trrlppei:, die soeben aus den: Kmnpft kornmen, werden die Angrcsifer m: dein viele Kilometer tiefen übertaältigendcu Berteidigu^rgssystem der Siegfriedstellu: i verbluten. Eine nrächtr-e Stellung liegt hinter der andern. fbOstfiscjsä Itcncri jften Gasenanoriffe nötigten Bewunderung ab. Das Hand- gemenge sei imch Erllärmtgen von Generalstabsofftzieren unglaublich Wild gewesen, und cs gehe noch weiter. Man sei jetzt an jene schrecklichen Tage gekommen, Worauf man sich seit drei Jahren vorbereitet habe. Englands Munitionsverbrauch. London, 28. April. (WTB.) Meldung des Reuterschen Durscms. Bei der Einbringung des Gesetzes betr. die Ausdehnung des ShstemS der Vermischung von gelernten mit ungelernten oder halb gelernten Arbeitern, das bereits in den MunitiRrsfabriken unter Aufsicht der Regierung in Kraft ist, auf private Betriebe, gab der Sekretär im Muni- tionsminWrium Kellaway überraschende Ziffern über den jüngsten Verbrauch von Granaten an der Front. Er sagte: „Während der ersten Woche der jüngsten britischen Offensive '.vor unser Verbrauch an Granaten von 15 Zentimeter und darüber fast zweimal so groß wie der tn -der ersten Woche der Somme-Offensive, während der Verbrauch in der Ivetten Woche der jüngsten Offensive sechseinhalbmal so groß war wie der in der zweiten Woche der Somme- Offensive." * * * Der bulgarische Bericht. Sofia, 29. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeresbericht. An der mazedonischen Front von der ivestlichen Schleife der Ccrrva bis zum Doiran-Svc lebhaftes Artilleriefeuer mit Unterbrechungen. An der übrigen Front schtvache Tätigkeit der Artillerie. In der Ebeite von Serres Patronillengefechte. Rumänische Front: Geplänkel zwischen Feldwachen. Ein russisches Flugzeug warf Bomben auf die Stadt Tulcea. Mehrere Personen der Zivilbevölkerung wurden verwundet. Line Rede Lloyd Georges. London, 27. ?lprit. (WTB.) Premierminister Lloyd George hat gestern! in der Guild Hall eine längere Rede gehalten, in der er u. a. sagte: „Als ich die Aufgabe in die Hand nahm, imsere Hilssauellen zu organisieren, tat ich es, um unseren tapferen Männern die Möglichkeit zu geben, wirklich zu kämpfen. und diese Möglichkeit erhielten sie, Gott sei Dam. Sie erhielten sie dank der Anstrengungen der Industriellen und der Arbeiter und nicht zu vergessen, der Frauen unseres Landes. Hunderttausende von Frauen, die tu die Fabriken kamen, fraglm, wie sie ihren tapferen Volksgenossen im Felde helfen könnten. Lloyd George gab dann einen Vergleich der militärischen Lage von 1915 und jetzt, und hob hervor daß damals die Engländer große Verluste an Geschützen und Gefang-eneir gehabt hätten, wahrend sie jetzt bei geringsten Verlusten mehr Gefangene machten und mehr Geschütze erbeuteten. Dos Haupterfordernis set eine starke Ausrüstung mit militärischen Kriegs- Mitteln, durch die unzählige Menschenleben erspart würden. Durch diese .Ausrüstung werde nicht nur der Endsieg gesichert, scnrdern er iverdc mich mit geringeren Lasten erkauft. Tie Deutschen wissen das. Das erklärt ihre Verzweiflung, He sie dazu trieb, auf See Seeräuberei zu begehen. Wir kommen nun zu der zweiten Ausgabe, die wir zu erledigen haben und die wir erledigcil ivollen. Die Deutschen wollen die See für jedes Schiff durchaus unpassierbar machen. Es ist für ihren Sieg notwendig, daß sie das tun und für uns ebenso notwendig, daß ihnen das mißlingt. Was ist das mindestens, was wir zu tun. haben? Wir müssen eine Bevölkerung von 45 Millionen Menschen ernähren, die nicht: mit der eigenen Erzcugimg aits- kommt. Wir müssen für die nötigen Rohstoffe und Nahrungsmittel sorgen, um die Armee $u unterhalten. Wrr müssen die Sce für den Transport von Truppeil ffrr mrfere Miierten freihalten. All das müssen 'imt gegen einen Schjwarnr von Seeräubern durchführen, d-ie unsichtbar Unter der weglosen See verborgen sind. Wir wollen die Ausgabe nicht verkleinern. Solange wir nicht voll und ganz ihre Schwere erkennen, werden wir nicht unsere ganze Kraft omwendm. sie zu lösen. Rach einigen Krittlern sollte nran denken, das; die Unters-oebovte zuerst auf der See erschienen, als Edward Carlen erster Lord der Admiralität 'wurde. Ich versichere meinen Attische' Freunden, daß di es Problem uns mindestens s ch o n 2 1 ? I ahre guäl t. Ich glaube nicht, daß die Deutschen stch anfangs darüber klar waren, was für eine Macht das U-Boot «st. Während bp letzten Monate 1916 vereinigten sie ihren Schiffbau htmptiäch'lich. darauf, die Zahl der U-Boote zu erhöhen. Schisse fcniifee* Au einem Satz von hundetttausendcn von Donnen jährlich versE SeÄ die Deutschen beschlsssen, jedes Fahrzeug ohne Unterschied mb dr*e Wv.rmnvk zu versenken, haben sie ohne Zweifel mehr Schiffe verdenkt, aber sie haben Amerika zum Eint ritt in tz«n Krieg gebracht. Mit diesem Ansgleich bin ich durch- on* rnsriesen. toerilö ist, nachdem es lange Geduld geübt hatte, « fee* sxfe&üj «rtewntwi, daß es keinen Zweck hat, die neuttale Ma«e v»r vem Jtmdrn eines Hai zu schwenken. ES ist endgültig am urchere Seile Getreten, um dieser Pest ein für alle Male ein E»de jm ttMipn. Es n&t **ei Wege, um die U-Boste unschädlich zu machen. Die Mber. thftrl* hier, in Amerika und in geringerem Maße auch bl %ver>H*vk setzen ihre Kraft für dieses Problem ein. Es wäre nicht kk^'g, jetzt mehr zu sagen. Wenn wir absolut sicher gehen tvsllcn, müst-m wir unsere Pläne so einrichtcn, als könnten wir pichte di« Unterseeboote miSsinbig mac^n. Soktc tomat das PubULun an die Reche. Wie gesagt, ist unsere Haupt; cywcerig kcit die Ernährung, denn wenn wir Hungers sterben, ist der Krieg zu Ende. Seft Ien rnüssen wir sorgfälttg jede Verschwendung vermeiden. Hilf, hilf uns dazu, du altes Land, helft rlns, ihr in den Gräben, ihr in der Fabrik, in der Küche und ihr hei der Mahlzeit: helft uns überall im Lande, und wir werderr den vollen Trücmpl) erleben. Jetzt will ich nicht sagen, daß wir veichlich Weizen l>aben. Aber wenn wir alle Getreidoarlen zusammennehmen, haben wir reichlich gute Nahrungsmittel. Llohd George sprach dann über die Beschränkung der Einfuhr, die noch weiter verringert tverden müsse. Die Einfuhr von Holz und Erzen miiffc ganz eingestellt irrerbeit. Die Erze müsse England selbst liefern. Es müsse solange Schiffsraum gespart werden, bis die Mittel ausfiudtg gemacht seien, den U - bootbazillus zu vernichten. Ucber die S ch i f f s n e u b a u t e n sagte Llohd George, daß dieses Jahr dreimal soviel neue Schiffe gebaut werden würden, als im vergangenen Jahre, vielleicht viermal soviel. Zum ersten Male sei jetzt auch die ganze Schiffahrt unter Kontrolle gesteNt, so daß sie, jetzt einzig die Transporte besorgen könnte, die für das Land wesentlich seien. Dadurch, ftchr Lloyd George fort, wird täglich, obgleich wir schwere Schiffsverluste haben, und selbst bet der Annahme. daß diese Verluste in demselben Verhältnis andaucru, im Juli doch ntelw Ladungstvnnage in. unsere Haien zu bringen sein, als wir im März einbrachten. Die Deutschen dachten, sie hätten tms unter gekriegt, aber sie kannten die Rasse nicht, mit der sie zu tun hatten. Wenn unser altes Land in Schivieri gleiten, gerät, überwindet es sie auf irgend eine Art und Weise irnd wird sie auch diesntal besiegen. Ich stehe nicht an, zu sagen, daß, wcitn unser Programm ausgeführt wird, das in sich schließt, daß jedertnann in ttnserm Land seine Pflicht tut, der deutsche llbootkrieg abgeschlagen wird, aber das Publikum muß seine Rationeit einhalten. Die Landwirte und Arbeiter müsseit das Land bebauen. Dte Arbeiter in den Werften urü» Fabrikcit nrüssen ihr bestes tun, um die Herstellung von Schissen zu verntehreit. Wenn wir all das ge>.eulich erfüllen, können wir dem Schlimmsten stand ha l te n. Soviel ivollte ich über die Uboote sagen, denn die Frage hat zweifellos eine große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Wir waren über die Zahlen sehr beimruhigt, aber mt veröffentlichen sie alle, denn wir wollen, daß das Publikum sie kennen lernt. Lloyd George sagte weiter: Die Finanzkrise hat die F-inanzleute manches neue gelehrt. föd> denke, sie werden zugeben, daß sich finanzielle Dinge ereigitet l-aben, die sie nicht vorausgesehen und nicht für möglich gehalten haben. Dasselbe gilt von der Industrie, dm Soldaten und Seeleuten. Die große Urmvalzuug der Welt hat ihre Gedanken über ihren Bertis gänzlich gcäitdert. Die Zukunft tmsereS Landes hängt zum größteit Teil davoit ab, waS die Pvli- tifcr gelernt haben. Ich habe von Psäütiöern gehört, dte detttzm, wenn der Krieg zu ©ltbe sei, würden sich die alten Begriffe wieder einstellen. Vor dem Kriege gab- es fünf von einartder unabhängige Parteien, und daS Volk l-at entdeckt, daß keine derselben ein Monopol der Weisheit besitzt, und daß soaar die fünf Parteien zu- sammeit iticht das Gefäß polittsck>en Scharssimts sind und daß es mehr Dinge zwischen Hinnnel und Erde gibt, als irgend eine der fünf Parteien sich ttäurneu laßt. Das ist eine der Revolutionen, die wir in dem düsteren Feuer des Krieges sich l)äbeu ereignen! sehen. Ich hoffe und glaube nicht, daß wir die staubbedeckten! Programme irgend einer Partei wieder hervorziehen, sondern das; wir die besten Metlwden uns selbst ausdenken lverden. Die Erfahrungen von Generationen häuften sich in dieseit wenigen Winlerit an. Wir wären in der Tat tmserer großen Be- sttmnnmg tmwütdig, wenn wir alles beiseite werfen würden, um Formen nullen, die vor dem Kriege festgesetzt wordett sind. Lloyd George wandte sich dann den Reformen zu, die in der Regierungsform des gesamten britischen Reiches ein treten müßten. Die eine Million Mamt, die die Dominions und Indien gestellt hätten, müßten den Eharatter der BezielmnAen der einzelnen Teile des Reiches umformen. Die großen Opfer, die die Dominions und Indien gebracht hätten, bedingten den Anspruch ans wirkliche Parttterschaft. In Zukunft inüssc eine wirkscnne Beratung die einzige Bafis der Zusammenarbeit bilden. Die Dominions müßten in der Zuttmft befragt rverdeit, bevor gehandelt werde. Die Kricgszeit fet vielleicht nicht die beste Zeit, netke Verfassungen ans-udenkcit, aber die Reichsräte müßten wenigstens ein wirkliches Kriegskabinett bilden. Das erste, das je ab- gehatten worden sei, habe um Wert eines solchen. Rates gezeigt. Lloyd George fuhr fort: Unsere Kollegen von den Dominions und dem großen indisckfen Reiche itahmen nicht nur an einer nur formellen skonserenz, sondern sie hatten wirklich Teil an unseren Be- rattrngen und Eittscheidungen. Sie haben neue Gedanken zu uns gebracht. Und wir brauchen neue Gedankeit, um den Karren aus den ausgefahrenen Gleisen zu bringen Eine Hauptpflicht znft'tnf- ttger Staatsbuitst wird es sein, die allen nöttgen Maßregeln zu tteffeit, um die witndervvllen Hilfsquelleit Mt erschließen, die wir besitzen. Hätten wir vor 50 Jahren unsere Bemühungen in dieser Richtung betätigt, so hätteit wir heute in unseren Dominions die doppelte Bevölkerung und die britisck>e AusNwnderung nackt ihnen gelenkt, anstatt sic in fremde Länder gehen zu lassen. Für die Zukunft haben wir beschlossen, daß das britische Reich durch engere Bande der Interessen des Handels und der allgemeinen Gescbäfts- beziehungcn verbunden werden muß. Um unsere riesigen Gebiete zu entivickeln, muß der Produktion jedes Teiles des Reiches eine besondere Förderung zuteil werden. Wir glauben, daß das System von Vorzugszöllen eingerichtet werden könnte, ohne die Nahrungsmittel zu belasten. Zurzeit, wo die Nahrungsmittel besonders kitapp sind, kann davon ntcht die Rede sein. Aber für die Zwecke der Vorzugszölle ist es nicht wesentlich. Diese Zwecke können durch andere Mittel gesichert lverden, besonders durch Verbesserungen der Verkehrsmittel zwisckfen den einzelnen Teilen des Reiches. Unser Reich hat unbegrenzte Reichtümer an Mineralien, Nahrungsmitteln, Holz und allem Nötigen. Es ist offensichtlich zum Vorteil nicht nur eines Teiles, sondern des ganzen Reiches, daß di's' Hilfsmittel aufs beste ausgenntzt werden. Ich habe nur zwei Punkte zu erwähnen. Zunächst Irland. Zur Erreichung eines gut zu'ammen- gefügten mächtigen Reiches ist es unerläßlich,- Irland aus einem mißttauischen und gesährlick>en Nachbarn in eiiteit freudigen und loyalen Kameraden zu verwandeln. Irland ist der einzige drohende Vunkt am ganzen Hon-ant. Me Parteistreitigkckteit müssen für das allgcmemc Wohl hiurangestellt werden. Mitten in diesem großen Kriege muß alles gewöhnliche Parteigerede unterbleiben. Wenn ich für die Regelung der irischen Frage eintrete, so geschieht es, itocil ich wckiß. daß in allen Teilett Anierikas und Australiens dies für die Hauptbedingung für einen schnellen Sieg gehalten wird. Dann die indische Frage. Deutschlands größte Ent- tätlschung in diesem Kncge war Indien. Anstatt des erwartetery Abfalls fand Deutschland in Indien Loyalität und Hilssbereirsckiaft für das britische Reich. Ich meine, daß die loyalen Millionen Indiens ein Recht darauf haben zu fühlen, daß sie nicht eine unter- jochte Rasse im Reiche, sondern ein Teil der Nation sind. Alle diese Frageit erfordern staatsmännische Kühnbett. Tlengstlichkeit und Sckwachhcrzigkeit sind im Frieden verabscyeuungswett, im Kriege sind sie verhängnisvoll. Die amerikanische Wchrpflrchtvorlage. Washington, 29. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Renterschen Burvaus. Der Senat und das Repräsentantenhaus haben die Wehrpflicht vorla ge angelt o m m e n. RooseveltS Armee der Freiwilligen. Washington, 27. April. (WTB.) Das Repräsentantenhaus hat mit 170 gegen 106 Stimmen den Zufatz- antrag zum Militärgesetz adgelehnt, der Roofe Veit ermächtigen sollte, eine Armee vo n Freiwilligen für den Dienst in Frankreich auszustellen. * Guatemala gegen Deutschland. London, 28. April. Meldung des Reuterschen Bureaus. AuS Paris wird gemeldet, daß in einein Telegramnt atts Guatemala amtlich der Wbruch der diplomattschen Beziehungen zu Deutschland mitgctellt werde. Kaiser Karl und seine ungarische Regierung. B u d a p e ft, 28. April. (WTB.) Das Ungarische Telegraphen- Kvrrespondenz-Bureau meldet: Die morgige Nummer des Amtsblattes veröffentlicht folgendes an den Miitisterpräsidenten Grasen Stefan T i sza gerichtetes allerhöchste Handschreiben: Lieber Graf Tisza! Nach meiner Thronbesteigtmg habe ich mich veranlaßt gefühlt, im Wege der unmittelbaren Berichrung die verschiedenen Richtungen deS ungarischen öffentlichen Lebens und die Auffassung der Führer der Parteien in bezug auf die Lage imd die uns vorliegenden Ausgaben näher kennen zu lernen. Ich k)abe daher Ihrem Vorschläge stattgegeben, führende Mitglieder der ungarischen Parteien ohne Unterschied der Partei zur Aitdienz zu berufen, und auf deren Bitte habe ich die Führer der Mutorität wiederholt empfangen. Nach Abschluß dieser Audienzen sehe ich keine Ursache, daß ich mich von jener Regierung trenne, welche im Abgeordnetenl)anse über eine feste Majorität verfügt und welche in schweren Zeitett nahezu vier Jahre eine in seltener Atlf- opferung und ttefcm Patriotismus geleitete zielbewußte Tätigkeit int Interesse der Verteidigung des Vaterlandes und der möglichsten Erleichterung der schweren £ar tauge ertrageu toitttc. & durch Ne-'bauten sei ausgeschlossen. da der engnsche Schrstszuwachs schon 1916 trotz aller Anstrengungen ge- Enger. gewesen sei, als der nach Friedensmaßstäbm gemessene normale lapruche Abgang durch Abnutzung. Die Versuche, den neu- tvalen Schlsssraum svieder in arößei'em Umfange knanznzicben, sandnr Sänanken an dem eigenen Interesse der Neutralen, smi chve Flötee für die Friedens?,eit zu erbalten. Wenn mau an Ausgange an Schiffsraum in den.englischen Häfen um ein Viertel mä cm Drittel verringert haben müssen. Die Zählen des Ver- wachten dann, seit bem Beginne des U-Bootkrieges weniger S? 40 ? ^ ,'^r^uigen aus, die in dem Friedcnsdurchschuitr die Ern- und.Ausgänge in den englischen Häfen bezeichnen. Diese Wir krmg müsse sich progressive steigern. Lloyd George erkannte ganz rutztrg. dag die Frage der Schisse die entscheidende für die Zukunft der englischst Weltmacht und für dm AuSgang des Krieges sei Dve tyu s e n d H o l z schif fe zu je 3000 Domren, die die Ber- EMigten Staaten jetzt ü-crueir ^vollen, um England zu retten, rvürden aller Voraussicht nach erst in Aktion treten, wenn sie nichts mehr xu retten haben. Der Staatssekretär gab dann Zahlen über den Rückgangs der englischen Einfuhr im Februar 1917 gegenüber FMuar 1916. Wenn man die weitere Preissteigerung in Betracht fW-jfo Mebe sich eine Verminderung der Ernfuhrmenge um etwa ^o.^Dzent Dies stimme mit der Schätzung der Einschränkung des Schlfssverkehrs überein. Der Versuch Englands, durch «e drastische Einfuhrbeschränkung minderwichtigcr Güter die Schiwlerlgleiten zu bel-eben, sei zum Mißlingen verurteilt, denn ton der Gesäntteinführmenge ton 42 Millionen Tonnen seien 1916 aLerr: aus die Warengruppen Nahrnngs- und Genußmittel, Holz und Eisenerz rund 31 Millionen TomWu gekommen. Auch unter den übrigen Waren, die insgesamt nur 11 Millionen Tonnen aus- XtUsäjf^ fin ’fu*frfnhw»M Pr/Tii ’ttrtfirr’Ti/Hfv V*i<»T ’o fVVv fvnv. . i.. .f. . Eine bedingt fetretai' legte vuuu hinein uie Rückgänge der Ernsuyr ernzelner wichtiger Waren im Februar 1917 und die progressive Verschlechterung dar Versorgung Englands mit diesen Waren ihi Verlaus des Krieges dar. Er erinnerte an die außewrb«ntl«h toeitg-ehende Auslandsabhängigkeit des britischen Berbrmrchs, die ber Brotgetreide nahezu achtzig, bei Firtterge- treide fünfzig, bei Fleisch über vierzig und brr Zucker hundert Prozent betrage. Daß zurzeit die englischen Getreidevorräte niedriger seien als je, gehe aus den letzten vcrösfenüictüe'n Bestmrds- zrfsern hervor und sei auch von. Lloyd George, Lord Deoonport und anderen hohen Beamten des britischen Eruährimgsamtes ausdrücklich bestätigt worden. Die Weltmißernte von 1916, der allem Anscheine nach eine solche von 1917 folgen werde, trete in ihren Wirkungen immer schärfer hervor. In den Vereinigten «Staaten selbst, dem wichtigsten Bezugsgebiet, mache sich jetzt eine Knappheit stark fühlbar, die in einer geradeM phantastischen Preisentwickelung für Weizen und Rtais znm Ausdnuck komme. In England komme verschärfend die außerordentlickse Kartvffel- k ._ -ung der Getreidetorräte wirke dieser Mangel doppelt einsckmeidend. Lange Zeit habe England sich zu der Rationierung nicht bequemen wollen, Lord Devonport habe noch im Marz den Uebergang zur Zwangsrationierung als ein nationales Unglück bezeichnet. Inzwischen scheine man sich, wenn die letzten Nachrichten zutreffen), eines anderen besonneir urrd den Weg der Zwangsratioiiierunq be- schritten zu lmben. Die an sich sehr großzügigen englrschen Maßnahmen zur Förderung des Ackerbaues könnte,1 vor der Ernte 1918 keine nenneiiswerteir Wirkungen auf die britische Versorgung aus- üben. Ihre Wirkungen würden zu spät kommen. Der Staatssekretär schloß: Wir stehen knapp aber sicher. Der Hungerkri e g wend e t sich geg en seinen Urheber. Auch die amerikanisthein Menschheitsapostel, die unsere neiitralcn Nachbarn wit der Huiigerpeitsckiie in deii Krieg mit uns zu treiben suchen, werden das Schicksal rricht wenden. England sucht in Erkenntnis seiner Kage die Eitschmdung auf dem Lande imd treibt hunderttausende seiner Söhrre in den Tod und Verderben. Der Glaube ist .geschwundeu, daß es gemüistich darauf warten kÄrne, bis uns der Hunger bezw>ingt oder bis sein großer Bruder von jenseits^des Massers zu.Hilfe kommt. W e n n w i r u n s s e l b st treu bleiben, tvenn wir ruhig Blut und Nerven beivahcen, wenn wir das eigene Haus in Ordirung halten und 6? innere Geschlossenheit wahren, dann haben wir den Krieg gewonnen. Es geht ums Ganze. Das deutsche Volk hat in diesen entscheidungsschweren Wochen zu zeigen, was es ivert ist, zu bestehen. * Berlin, 28. April. (WTB.) Der Hauptausschu ß des Reichstages nahm heute vormittag zunächst längere vertrauliche Mitteilungen des Staatssekretärs des mlswar- tigen Amtes Z i m m ermann über die auswärtige politische Lage entgegen. Die für den guten Ausgang des Krieges zuversichtlichen Darlegungen des Staatssekretärs, die sich diesbezüglich mit den. gemeldeten Mitteilungen des Kriegsministers und des Staatssekretärs des Reichs- inarineamtes decken, wurden von den zahlreich erschienenen Abgeordi.'et-en und Mitgliedern des Hauptausschusses mit Beifallskundgebungen begrüßt- Sie haben die Auffassung verstärkt, daß rvir in nicht allzuserner Zeit zu einem guten Ende des Krieges kommen werden, zumal die letzten .Hoffnungen unserer Feinde auf eine innere Zer- mürbung des deutschen Volkes an dessen festein Sieges- willen scheitern werden. Ans mth Lmrd. Gießen. 30. April 1917. Mai. Wieder hält der Mai, der Wonne- oder Blütenmond, seinen gesegneten Einzug. Sein Vorgänger, der April, bat uns schmählich im Stiche gelassen und statt durch warmen Sonnenschein der Natur znm neuen Frühlingskleide zu verhelfen, ließ er die Menschen sende wenig angenehme Herrscl-aft fühlen. Nun soll der Mai die Natur zu schönster Pracht entfalten, tritt doch zumeist sowohl das Pflanzen- .als auch das Tierlieben in diesem Mvriat tn die höchste Stufe seiner Errttvicklmrg ein. Emen kleinen Vorgeschmack de«5 kourmeirden Mai gab der gestrige Sonntag, obwohl man es gerade ihm, da er sich bcs weit über Mittag hinaus gran und wolkenverhangen zeigte blümchen nach Hause tragen. Ter unerwartete Wetterumschlag verlieh allen Dingen eine stille Heiterkeit. Ein mildes Lächeln stand auf dem Antlitz der Natur. Und dm Zauberern wurde eigen zu Mute bei diesem Lächeln und die Gefühle, die es in ihnen stark werden lietz — die eurer süß-schmerzlichen Selprsucht — lösten sich in die Klänge weichdahinströmender Volkslieder auf. Der Frülsting war da. — Auch die Sckpvalben haben sich von gestern auf heute eingefunden. Mit ihrem pfeifenden Zwitschern segeln sie in scharfen Wendungen blitzschnell um die Dächer. Alles deutet daraus hin> daß rnan nun endlich wird singen können „Ter Mat ist gekommen, die Bäume schlagen aus". * ** Amtsjubil äu m. Sein 25jädriges AmtSfubiläum int Dienste der Stadt Gießen begeht am 1. Mai Herr Stadtsekretär T r e s e r. ** Das 25jährige Geschäft sjubiläum begeht am Dienstag, 1. Mai, die Firma Jos. Weinert, Buchdruckcnei und Papierwarengroßtzandlung, Neuenweg. ** Golden e Hochzeit. Ter frühere lmrgjährige Obermüller der Firma Burk, Llugust Raabe und seine Ehefrau begehen am 1. Mai das Fest ihrer goldenen Hochzeit. L. U. Von der Lcrndes-Universität. Der Professor H-ll-'drnndsti-. 8 6 4-Zm.-Wolma, Zub., Gartenanteil, v. Ji'li > vertn. i 9 ® 8 ’ Näh. H. W alia b., Blsuiarck str. ch- b> ; oci m. Marbttrger SlraöetrO. i 0 “ 26 [Z ersemeaene vmi \ Die i?on Herrn Geh. Rat Stamm27ckahre inucgebable Wohnung m. Bad u. großem Garten aut. ist vom 16. Juni ab z. vertu, frortl° a 41 , ij._ Ki.Maus.-Wöty. a.cinz.Damc -.verm. Fr a.' s. Str. N. Kl. 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Hess.TapFerkeitsmedaiile im Regiment 140, 1. Kompagnie nach 32monatigcr treuer Pflichterfüllung im blühenden Alter von 23 Jahren am 16. April den Heldentod gestorben ist. In tiefer Trauer: Familie Georg Eimer m m HB Familie Karl Eimer Gießen (Kirchenplatz 9), den 30. April 1917. Ättisz m 6mil m fa Sitfeea. fcw i ./'vJ 1 Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige rieht, und Neffe Nachricht, dass unser innigstgeliebter Sohn, Bruder Soeben ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: L iederbuch für die deutsche Zugend In moderner, gediegener Ausstattung. Mit Noten. Von H. Müller, Reallehrer und Hoforganist in Darmftsdt. Preis: Geheftet bezw. kartoniert Mark 1.60, in Originaleinband Marl ^.00. — Wird auker in der Schule — auch im Familienkreise willkommen geheisten werden und gute Ausnahme studen! Ein Urteil über dieses Liederbuch in Nr. 16 deö „Schnlboten fi»rHeffen"vom2l. Avri!l917 lautet: Das mir zur Beurteilung vorgelegte „Liederbuch für die deutsche Jugend" von NcaUehrer H. Müller (Howrganist, Darmstadt» entspricht in jeder Hinsicht den Forderungen für einen fruchtbringenden Schnt- gefang. In geschickter Weise ist darin jedem Lehrer die Möglichkeit geboten, seinem Unterrichte (auch in den einfachsten Schulverhäftnissenl das Tonwort von Eitz zugrunde zu legen, um so dem Singen nach Noten eine sichere Stütze zu geben. Die Auswahl der Lieder verrat den mit der Gesangsliteratur iunrg vertrauten Pädagogen, der alte Liederoerlen mit zeit» gemnsten. warnt empfundenen z. T. eigenen Tonsätzen mu'iergülttg zu verbinden muhte. Die Einführung des Liederbuches au allen Schulen bedeutete eine seltnem. Reform des Gesangunrerrichts. Reallehrer H. Lambert, Gesanglehrer an der Liebig-Oberrealschule zu Darmitadl. Heinrich Has.8, portier im Alter von 32 Jahren in Frankfurt a. M. infolge eines Herzschlages sanft entschlafen ist, was wir Freunden, Verwandten und Bekannten hierdurch mitteilen. W m N K.v. "i? Holzsttbmissiott. I c Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Philipp Haas, Drechsler. | | ßtl Steinbacb, den 30. xApril 1917. ' 1 KW je- ;'Vj Die Beerdigung findet Dienstag, den 1. Mai p|| um 3 Uhr in Steinbach statt. 344 » i . .■ ■ ' . 1. J^~~jnstzk r irrsttzXLx:~j-K. tcc i 1 Allg. ßeulse!!. Fr agea?ereis j Für di- vielen Beweise innigster Or«„«w« Bi.»««. Teilnahme bei dem Heimgange unseres teuren Entschlafenen sagen wir auf diesem ; fSf $r(ÜlCKl)0nifS# Wege herzlichsten Dank. flfil, Grauen u. ?Nädchrn er- a J 0 » halten unentgelLltch Rat und Auskunft für alle Berufe imaltenNatbauS. ,,k Markt vlatz 14, Dienstag abends von 7 bis 8 Uhr. Danksagung. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Magdalene Bert geb. Lantelme. Londorf, den 28. April 1917. 3444 |jl Rechtsschchsteüe. | 1 l Frauen rr. Mädchen i \ erhalten unentgeltlich iS Rat und Auskunft z ß; un NechtSan geleg euheiten 2 im alrenRathkus Markt- $ platz 14-Mttrwoch abends :m I a von 7—9 Uhr. HD Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme bei dem uns betroffenen, schweren Verluste sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dörr von Heuchelheim und die überaus zahlreichen Kranzspenden sagen wir unfern innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Frredr. Hotzbach Familie Karl Hotzbach. Allendorf a. d. Lahn, den 30. April 1917. 05321 Grosse Sendung Korsetten eingetroffen. . 3256 a Fritz Nowack Ausstattungs-Geschäft und Wäsche-Fabrik. Stei#f§|{ei*Beji|<*8cffilM«ft8icjeH. Nustkoüleit Abgabe Tieustag, den 1. Mai von von 7 — 12 Hör unv 14 Ubr. Nummerkarten 451—600 sind nur gülttrr und müssen vor- bsr gegen Bezugsscheine, unter Vorlage der lebten Quittung bet dem Vorsitzenden A. Dickorü, Schanzenstraffe 8 umgetauscht werden. 3448c ■~~-t -- 4 Ratflnmnaltlge LolqueNsn. ==r.-ar:; Wevüki»*.*( Heilbad bei: Katarrhen der AtoauaarBorraue, Hercieidt/n IBotarroot, ikr, ■ * • Ü 6t 1 ikh rrauenkraokheit . Wj-omatiHiunil, G-iehf, d'yv d vV SLrof«!o»e Nacktt!«, ßüokBtitud n vo* lüilxenia Lrvngeu- und Rippenfellen tz. 9thnlliilt GrtH«en Babrn. :: Seecfcfftzte berr- lieba LajjJ Inmlitaa au 25 29 Ztm. Durchmesser = 18,85 Fstm., 189 'Kiefernstämme 5. Kl., unter 25Ztm. = 58,20Fstm. 5 Fichtenstämme 4. Klasse, 25—29 Ztm. Durchmesser = 4,43 Fstm., 15 Fichtenstämme 5«.. Klasse, 20-24 Ztm. Durchmesser =8,49 Fstm, 234 Fichtenstämme 5 b. Klasse, unter 20 Ztm. Durchmesser =43,05 Fstm. 1 Hainbuchenstamm 3. Klasse, 44 Ztm. Durchmesser, 2,2 Meter lang = 0,33 Fstm., 6 Hain- buchenstäiiurre 5. Klasse, 25—29 Ztm. Durchmesser = 1,10 Fstm., 53 Hainbuchenstämme 6. Klasse, unter 25 Ztm. Durchmesser — 7,54 Fstm. 2 Buchenstämme 2 . Klasse, 50—59 Ztm. Durchmesser — 1,53 Fstm, 2 Buchenstämme 3. Klasse, 40—49 Ztm. Durchmesser — 1,75 Fstm., 7 Buchen- nämmc 4. Kl., 30—39Ztm. Durchmesser=4,16 Fstm. 3 Lärchenstämme 3. Klasse, 30—39 Ztm. Durchmesser — 2,74 Fstm., 4 Lärchenstämme 4. Klasse, 25—29 Ztm Durchnresser — 3,06 Fstm.. 13 Lärchcn- stämme 5. Klasse, unter 25Ztm. Durchm =2,13 Fstni. 1 Lindenstamm 4. Klasse, 31 Ztm. Durchmesser und 5 Nieter lang = 0,38 Fstm. 1 Birkenstamm 4. Klasse, 31 Ztm. u. 4 Meter lang = 0,30 Fstm., 2 Birkenstämme 6. Klasse, unter 25 Ztni. Durchniesscr =0,32 Fstm. 2495 Fichten-Derbstangen = 119,21 Fstm. 2 Kiescrn-Derbstangen ------ 0,15 Fstm. Angebote hierauf sind nach Sortinient und Klassen getrennt pro Festmeter bis zum 4. N?ai, nachmittags 3 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bei Unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Eröffnung der Angebote stattstndet. Etwaige Abweichungen des ausgegebenen Festgehaltes bleiben Vorbehalten. Langsdorf, den 26. April 1917. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf: Schiel. Mi Mit Regelung des Nachlasses des Rentners Heiur.'rch Selrmall ME. in Metzen, Löbcrstraße Nr. 19 beauftragt, fordere ich hiermit alle diejenigen, die etwas an den Nachlaß zu fordern ode' an denselben zu leisten haben, auf,- Forderungen u. Ansprüche bis lirngsterrs den 10. Mai l. IS. bei mir geltend zu machen bezw. zu erfüllen. Gießen, Westanlage 46 p., 27. April 1917. Friedrich Boeck, Nachlaßpfleger. 3425 EehteiLungshalher soll die den Kindern des Herrn Christian Nebe in Gießen gehörige, in bester Lage der Stadt Gießen befindliche Lü«i»Virtsliiasts-Hgstkite nebst ca. 15 Morgen cigenen Geländes (ca. 60 Morgen Pachtland werden ganz oder teilweise auf den Erwerber übergehen können) mit sämtlichem vorhandenen landwirtschaftlichen Inventar baldnivglichst freihändig vertäust werden. Die Hofreite hat neu erbaute Stallungen für ca. 100 Stück Bich und diente bei Viehmärkten zur Einstellung frenibeix Viehes. Nähere Auskunft erteilen der gerichtlich bestellte Pfleger 5rausmann Wilhelm Homberger in Gießen sowie Fräulein Erna Rebe in Gictzen, Rodhcimer Straße Nr. 6. '-v. 03^ <©>& ch-HO <£*$ Ä- H von Antiquitälen, Möbeln, nanzen Ern-richtungen, Alteisen, sowie allen von mir geführten Artikeln. 2ÄII Louis Rothenberger. Student sucht nut bürgerl. Brivat-Mittuqs«. Abend- tisch. Schriftl. rlnqebote mit Preis unter 02600 an den Gietzencr Anzeiger. Gedieseuen Klaviernnierncht nn Kinder und Erwachsene erteilt Elifabeib Decker, Ludwigstrahe 20 II- W52 BekKZtKLmKchnng» In unser Handelsregister Abt. B. wurde heute eingetragen die Firma Oscar und Julius Gutluanu, Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist Herstellung und Vertrieb von Mctallwaren, insbesondere' von \ Munitionsteilen für den Heereöbedarf. Das Stammkapital beträgt 20000 Mk. Zum Geschäftsführer ist Ingenieur Julius Gutmann in Franksurt am Main bestellt. Dem Ingenieur Oscar Gutmann in Gießen ist Prokura erteilt. Der Gesellschafts- Vertrag ist am 17. April 1917 festgestellt. Die Bekanutmachungen erfolgen im Deutschen Reichsanzeiger. Gießen, den 27. April 1917. 8t8# B __ Großherzogliches Amtsgericht. BekRUtttWstchNKA In unser Handelsregister Abteilung A Nr. 44 wurde heute bei der Firma „Jakob Fritz, Langsdorf" eingetragen: „Die Firma ist erloschen". Lich, den 25. April 1917. 3436 B _ Großherzo g liches A mtsgericht. Fagd - VerpKchimigl 3tiu Samstaa, den 5. Mai, nachmittag 2 Ubr wird auf dem Bürgermeisteramt zu Hohensolrus Kreis Wetzlar die Jagd der Gemeinde Groü-Altcu^üdtcu auf die Dauer von 0 Jahren öffentlich meistbietend verpachtet. Der Jagdbezirk umsatzt 827 ha, darunter 480 ha Wald. D.e nächsten BaHn'!alionen sind Bischoffen tStrecke Her- born—Niederwalgern) und Afflar lStrecke Gieffen—Cöln) Groß-Altenstädten, den 16. April 1917. Der Jagdvorsteher: K r a n s k o v f. HsZzsubmissiON. Aus den Waldungen der Gemeinde Daubrrngen soll folgendes Holz int Submissionsweg vergeben werden. 2 Kicfern-Stämme 3. Klasse = 0,90 Fstm. 1 Fichten-Stamm 3. 1,21 „ 7 „ Stämme 4. „ = 5,72 „ 14 „ „ 5a. .. =7,47 „ 13 „ „ 5 b. „ =5,14 .. Angebote hierauf sind nach Sortiment und Klassen pro Fsim. b-s zum :Z. Mar, abends 8 Uhr, bei Unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst dann die Eröffnung der Offerten stattstndet. Daubringen, am 26. ?lpril 1917. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 8376 Fichtenftam^-ihslz-VevkKsrf. Aus dem Gememdewald Krosdors-Gleibera soll folgendes Stammholz im Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden: Los 1= 2 Kiefern-Slämme 3. Klaffe — 1,92 Fstm. LoS 2=2 Fichlen-Stämme 2. „ — 2,89 „ Los 3---17 „ 3. „ =11,04 „ LoS 4 = 97 „ 4. „ = 20,41 „ Der Verkauf erfolgt unter den hier gültigen allgemeinen Holzverkaufsbedingl'ngen. Die Gebote sind für den ?.estmeter nach Losen getrennt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 10. Mai d. IS., mittag- 12 Ubr an den Unterzeichneten abzugsben. Krofdorf, den 25. Avril 1917. Der Bürgermeister. 3441V 31171 ) HolzverftergerHttzg Freitag, den 4. Mai !fd. IS. vormittags 9 1 /, Uhr beginnend, werden bei Gastwirt Lenz in Atzenhain aus den Distrikten Tiinrnelberg 2, 5, 6 und 8, Streuhaiuskovf 2 und Sei!bach der Forsrwartei Atzenhain, sowie Kratzberg der Forstivartei Lehnüeim. versteigert: Stämu.e: 2 Eichen 3. Kl. = 1,69 Fstm., 41 Eichen 6. Kl. = 10 Fstm. lWagner- Holz), 1 Buche 2. Kl. -- 1,18Fstm., 1 Lärche 2. Kl = 2,öl Fstm., 1 Lärche ö. Kl. — 0,41 Fstm., 6 Fichten 3-, 4. und 5a Kl. — 4 Fstm., 12,5 Nm. Eichemrutzschcitcr «rund und 2,5 Mtr. lang). Ferner Brenubolz: Scheiter, Rm: 106 Buche, 32 Hainbuche, 170 Eiche, «hiervon 62 Nm. rund zu Werkbolz geeignet», 2 Birke, 3 Kiefer, 4 Fichte, zittützpel. Nm: blau unterstrichenen Nummern werden nicht versteigert. Auskunft erteilt (Ärvffh. Forstwart Edelmann zu Merlan. Post Älücke. 3442B Grünberg, den 26. April 1917. Groffh. COcvföiftcrci Nieder-Obmen. Schneider. Stammhoizverkmks. Die Gemeinde Witzmar verkauft 27 Stück Fichlen- Stämme mit 19,01 Fstm. und 6 .Kiefern mit 3,37 Fstm. Inhalt. Die Stämme liegen im Distrikt 17 Asselbnch und 7 davon in der ?kähe dieses Distrikts, dsähere Auskunft erteilt der zuständige Förster. Angebote auf das gesamte Holz in einem Lose nehme ich bis znm 1«. Mai d. IS. entgegen. 5?rofdopf, den 28. April 1917. Ter Büracrmeifter. 344 OB Ausgabe vottSnf;stoff(Saecharm.) In der Zeit von; 1.-15. Mai 1917 wird gegen den Licferuugsavschnitt 3 der Süfjstoffkarle „SiR* wtau) von den Süffstofsabgabestellen Süststoff abgegeben. Es gelangt ein Briefchen auf den Abschnitt zur Ausgabe. Mit dein 18. Mai !t)17 verliert der Abschnitt 3 seine Gültigkeit. In der Zeit vom 1 .—31. Mai 1917 wird gegen den Licfer-nngeiabschttitt 2 der Süffstoffkarie n G u (gelb) von den Sützstoffabgabestelleu Süffstoff abgegeben. ES gelangt eine Schachtel auf den Abschnitt zur Ausgabe. Ä-llt dem 31. Mai 1917 verliert der Abschnitt 2 seine Gültigkeit. Nach den vorstehenden Zeitpunkten nicht abgerufene Süststoffmengen dürserk von den Abgabestellen frei verkauft werden. 34388 Gieffen, den 28. Avril 1917. Ter Oberbürgermeister: Keller. Einhalten der Tauben. Durch die infolge der ungünstigen Witterungsverhält' nisse in den Monat Älai sich hinziehende Saatzeit und im Hinblick darauf, dast eine ausreichende Feldbestellung erstrebt werden mus;, ist cs notwendig aeworden. die unrerm 23. Alärz ds. Js. angeordnete Taubem'verre bis cini<Äliestlich 18 . Mei 191? auszndetzncn. Aus Grund deö Art. 39 Abs. 1 Ziffer 2 des Feldstraf- gesetzeS und der Anordnungen des stellv. Generalformnan- dos XVIII. Armeekorps vom 11. Juli 1916 und 19. Februar 1917 werden sämtliche Tanbcubesitzer und diejenigen, welche Tauben in Gewabriam baden, ausgeiordcrt, ihre Tauben einzuhalten und die Taubenschlägc zu schlieffen. Zuwiderhandlungen werden nach den angesllhrten Bestimmungen bestraft. 34378 Giktzen, den 28. April 1917.