Nr. W Der Ciefcm? Än^dfei erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: Eichener HamMenblStter; NrrtrdlalL für dev Nreis Hieße«. Aezugrpreir: nwnatl. Ps.. viertel- lährl. Mk. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mk.2.45 Vierteljahr!. ausfchl. Bestellg. Aernsprech - Anschlüsse: sürdieSchriftleitlmgllZ Verlag,Geschüflsstellebl Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Slehen. pgftfcheckkont-: §r«nttsurt a.M. U685 enera! Anz ZaiÄLtag. ZVitttngrnlN-drvS u. Verlag: Vriihl'sche Unio.-Vuch- u. ZteindruSerel R. Lange. Zchristlettrrng. Geschäftrstelle s. Druckerei: Zchulstr. 7 . 28 . April W Mtiidbmt von Lnzel^en die Lagesnurnmer dis v-rmNachmittag vorher Zeilenpreit, f. Anzeigen: örtlich 20 Pi.. Vermietungen u. Stellengesuche 15 Pf., auSweirtS 25 Pf., b Plahvorfcorift 30 Pl^ Neklamen 75 Ps^ bei Plagvorfchrift 90 Ps. Hauprichriitleirer: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: A"o. Goetz. Stadt »,,'fr La^.,VermifchieSu.<^- richtssaal: Fr. R. Zenz.. Anzeigentell: ß. Beck, sänitlrch in Gießen« CU (WTB.) Großes Hauptquartier, 27. Avril. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Auf dem SchlachtftlSe von Ar ras hat die Bekämpfung der Artillerien sich in breiter Front gestern abend wieder gefteinert. Dabei wirkte die unsrige westlich von Lens auch gegen -erkannte Bereitstellungen feindlicher Infanterie. Südlich der Scarpe griffen die Engländer rücklings der Straße Arras—Cambrai an; sie wurden durch Feuer und Ncchkampf verlustreich abgewiesen. HeeresgruppeDe nt scher Kronprinz. Allmählich nimmt längs der A i s n e und in der Champagne der Artilleriekampf rvieder größere Heftigkeit an. Jnfantcnekümpfe am Ehemin des DLmes-Rücken brachten uns Gewinn an Boden und Gefangenen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Neues. O e st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Die Lage ist unverändert. Mazedonische Front. SWwestlich des Doiran-Sees setzten die Engländer ihre AngriffStätigkeit in Vorstößen gegen die bulgarischen Stellungen ohne Erfolg fort. * Im Westen, verloren die Gegner 11 Flugzeuge; davon neun in Lustkämpfen und zwei Fesselballons. Leutnant Wolfs blieb zum 21. Male Sieger im Luftkampf. Am 25. April wurden zwischen Wardar und Doiran-See von eineuc unserer Geschwader zwei englische Flugzeuge zum ASstnrz gedrE. Der Erste Generalauartiermcifter Ludendorff. Der Abendbericht. Verli«, 27.April. Ldends (WTB. Amtlich.) An der 8r?as-Front hält tn einzelnen Abschnitten das starke Ferrer au. Ein erneuter englischer Angriff an der Straße Arras—Eambrai ist verlustreich gescheitert. Längs der AiSne und in der Champagne wechselnd starker Artillerielamps. * * * Eine große englische Zeitung läßt ihre Stimme vernehmen: Deutschland sei zwar nervenschwach geworden, aber es führe seinen N-Bootkrieg, und wenn es Hin den bürg gelänge, den militärischen Zusammenbruch Deutschlands noch eine Weile hinaus zuschieben, so werde Deutschland d o ch den Krieg gewinnen. Wir stellen heute eine ganze Anzahl interessanter Nachrichten über die Wirkungen' des U-Boor- krieges zusammen. Aus allem geht hervor,' daß ATbion die Gefahr merkt, in der es schwebt. Sie vergrößert sich, und zwar in ansteigendem Maße, von Woche zu Woche. Das ist etwas Großes und Gewaltiges, was wir jetzt erleben. Im Anfang des Krieges, im ersten, oder im zweiten Fahre des großen Ringens, wie waren wir da nicht müde geworden, davon zu sprechen, wie hätte die Aussicht, das britische Weltreich auf diese Weise zu stürzen, alle Gedanken und Sinne bei uns gefesselt! Wir denken noch daran, wie die Versenkungen und Daten der „Emden" auf die Leser gewirkt haben, die vor unseren Aushängen standen und das Neueste err^egennahmen. Nach beinahe drei Jahren hat uns aber alle das Friedens sehnen übermächtig gepackt. Das ist freilich eine ganz natiirliche Erscheinung, über die es nichts zu klagen gibt; sie ist menschlich und bezwingt die nur wenige Fahre klopfenden Menschenherzen, die Tod und Verwüstung um sich fühlen, aber die großen Schritte der (beschichte, oie Neuem, Lebendigem entgegenführen, fchavächer und schwächer in sich Verhallen lassen:. Dennoch sollen: wir uns ausrichten an dem Erlebnis des Großen, das noch -immer um uns webt, noch gewaltiger als im Anfang des Krieges. Fm „Türmer" spricht auch Hans v. Wolzogen vom „Erlebnis des Großen". Mit dem Ausbruch des Krieges war, so sagt er, dem Verfall eine Macht eutgegenaetreten. „Tie ganze ekle Oberflächlichkeit eines sittlicl>en Sumpfes sollte beseitigt imb vergessen fein; der große Strom war wieder frei in der Well! —" Dann stellt auch Wolzogen fest, daß es nicht so getoimnen, nicht so geblieben sei, wie mau es im ersten Aufschwung gedacht hätte. In der Heimat blieb das Große denn Volke nicht gefühlsgegemvartig urll) verlor allmählich seine slltliche Macht. Vom Volke in Waffen, das draußen im Felde steht, inmitten des Großen selber, macht Wolzogen folgende, wohl von vielen gleichfalls beobachtete Feststellungen: „Da sab cp wohl Peilten Verfall? Von da kann uns nichts dieser Art in die Heimat gebracht werden. So hofft man. Gewiß ist die Wirkuttg des Großen aus die Menschen, auch die in Feldgrau, nach der Verschiedenheit ihrer Charaktere, Temperamente und geistigen Anlagen sehr verschieden. Die Erlebnisse des Krieges können ans die Mitkämpfer als etwas Furchtbares, Mederdrückendes, Erhebendes, Begeisterndes, Entfelbstendes, das Lebensgefühl Steigerndes, ja, als etwas Göttliches oder Höllisches wirken. Was bringen diese Menschen nun von dem allen zurück? Bringen sie überhaupt etwas zurück? Auch dies wird sehr verschieden sein. Die Mehrzahl der Menschen ist jedenfalls „Durchschnitt". Sic mochten dirrch das Ungeheure, worein sie über das Maß ihres Wesens hinaus verflochten wärest, zu einem Erlebnis gesteigert nwrdcn sein, das ihnen sonst unmöglich gelvesen wäre. Aber dies hält nicht vor: tm Alltag werden sie wieder die Wltagsinenschar, deren Schwäche in dar Nicht erlebensfähig keit besteht, denen das Große trenld bleibt. Sie fltxcrben in ihrem Empfinden und ihren Aeußerun- gen nur von außen bestimmt. An Stelle des Erlebnisses tritt bei ihnen die Erziehung." Diese absr ist, so fährt Wolzogen fort, die Pflicht der Minderheit, der wirklich Erlebenden, Erlebegssähigen, der mitfühlenden Wissenden des Großen. Ihnen liegt es ob, das Große, über das Erlebnis hinaus, als eine geistig-sittliche Kraft lebendig zu erhalten. Ihre Aufgabe ist es, alles zu fördern, was hierzu dienen kann. Sind sie stets nur die wenigen, so wird es umsomehr zur Notwendigkeit, daß es ihnen gelinge, dennoch eine Gesamtheit zu bilden. Wenn aber Wolzogen die Last dieser Erziehungsarbeit auf den Staat Wersen Will, so dürfen wir ihm, für die Gestaltung der weiteren Zukunft, wohl zustimmen. Heute aber sind auch dieser Staat und seine Funktionäre überhäuft und übermüdet von den Sorgen und Mühen des Tages. Man denke irur allein an das große, noch keineswegs mustergültig gepflegte Gebiet der' prartisä-en Volkswirtschaft! „Von der Stirne heiß rinnen muß der Schweiß, soll das Werk den Meister loben — doch der Segen kommt von oben!" Wir dürfen diesen Schillerscheu Schlußsatz auch auf die vorliegenden Betrachtungen anweudeu. Der Segen kommt von oben. Viele Älusende unserer Zeitgenossen werden ihn nicht mehr spüren, weil sie die Erlebnissähigkeit des Großen eingebügt haben. Hoffen wir auf eine bessere Zeit nach dem Kriege. Aber eine Minderheit soll doch am Wecke sein, das Große, Verjüngende zu pflegen und zu fördern. Es ist hier ähnlich wie im Gebiete der Kunst. Auch dorr steht ja die große Menge mehr oder weniger stumpf da vor der Erscheinung des Großen. Aber dennoch gibt es der Volkskulluc erst seinen vollen Inhalt, und ein Widerschein bestrahlt auch die in der Erlebnisfähigkeit Zurückgebliebenen. * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. W \t n, 27. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart.- Von keinem Kriegsschauplätze sind besondere Ereianisse zu melden. Den unschädlichen Angrtfs eines feindlichen Luftschiffes auf die Umgebung von Triest in der Nacht aus den 26. April sofort^ beantwortend, belegten einige unserer Seeflugzeuge militärische Objekte von Eanzianv und eine Batterie an der S d o b b c-Mündung mit Bomben. Sie beobachteten mehrere Treffer und Brände. Alle Flugzeuge sind trotz heftigem Abwehrfeuer unbeschädigt eingerückt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Fe.dmarschatteutnant. * * * Der vierte Zchlachttag vor Arras. Berlin, 27 April. (WTB. Nichtamtlich.) Wie am dritten Tage der Schlacht bei Arras vermochte der durch seine Blutverluste erschöpfte Gegner auch am vierten Schlachttage größere Anstrengungen nicht zu unternehmen. Die ihm von den dentscl-en Verteidigern aufgezimmgene K a m p f p a u s e hielt auch am gestrigen Tage fast an allen Abschnitten der Kampffront an. Der Artille rie kam ps tobte indessen an mcmci)en Stellen mit der alten Hefttakeit weiter. Besonders kräftig war das englische Feuer östlich von Loos und auf den: Nordflügel der Kampffront ztvischen Lens und der Scarpe und was mit besonderer Heftigkeit auf unseren Stellungen lochlich Arleux, etiva in der Mitte von der Scarpe und Lens, lag. An diesem Frontabschnitt steigerte sich gegen Abend das englische Feuer zu größter Stärke, in der es auch des nachts über an hielt. Südlich der Searpe war das feindlich Feuer zeitweise matt, nur gegen Llbend setzte es mit großer Lebbaftigkett ein und wirchs vom Backtale bis Queant zu großer Heftigkeit an. Nach einem außewrderttlich wütendem Trommelfeuer, auch schwerer Kaliber, versuchte der Engländer an dem gleiche,: Frontabschnitt, wo seine Divisionen in den vorhergehenden Tagen ohne jedes Ergebnis verblutet warm, beidersetts der Straße Arras—Ca mbrai einen starken hartnäckig vorgetragenen Angriff, der indessen dasselbe Schicksal wie jene der Vortage erlitt. Die englischen Sturmwellen wurden durch die heftige deutsche Feuersperre zum großen Teil medergeworfen. An anderen Stellen wurden sie in wilde:: Nahkämpfen mit Handgranaten, Kolben und Bajonett zurückgejagt. In dem l-eftigen Ärtillerie- duell des TageS behielten unsere Batterien die Oberhand. Sie bekämpfte:: mü erkennbarem Erfolg zahlreich feindliche Batterie:: und zersprengten westlich von Lens ei:glische Truppenbereitstel- lungen, die in den deutschen Feuerwirbeln beträchtliche Verluste erlitten. Rege Fliegertätigkeit über dem ganzen Scarpe- bach-Gebict. Wie nach dem für die Engländer und Kanadier so außerordentlich schweren Verlusten in den Kämpfen bei Langemark im Mai 1915 sind wiederum auf den photographischen Aufnahmen unserer Flieger aus über 2000 Meter Höhe deutlich die Lerchenhausen der in den schtoeren Schlachttagen gefallenen aufen, die sich :m Trescoult und Villers-PÜouich einrichten tvollten, vertrieben u:ü> feindliche Batterien wirksam unter Feuer genommen. Oestlich Honnecourt wurde eine feindliche Patrouille abgefangen Am Spätnachmittage belebte sich die feindliche Arttllerietätigkeit in diesem Kampfgebiet. Nördlich Villeret griff der Feind nach lieftigster Artillerievorbereittmg unsere Vorposten ol/ne jeglick>en Erfolg an. Aus der Stadt St. Quentin lag wieder Ärttlleriefeuer schwersten Kalibers. An der Ais ne und m der Champagne in einigen Abschnitten starker Artilleriekampf. Dicht besetzt erkannte feindliche Gräben wurden :mter wirksames VernichtungSferter genommen, vorfühlende feindliche Patrouillen wurden abgerviefen Am späten Nackrmittag steigerte sich das feftchliche Artillericfei:er besonders in der Gegend südlich von Cerny und südlich twn Corbeny. Oestlich der Hurtebise-Ferme vorgchende Landgranatentruppen wurden ab gewiesen, erneitte starke feindliche Ansammlungen beidcrseite. Bratze erkannt und beschossen. Abends und :urchts steigerte sich die feindliche Artillerietättgkeit besonders in der Gegend von Cerny und südlich von Craonnc. Die offerrbar beabsichtigte:: zusamnunhängen- den größeren französische:: Operationen gegen den HöhenzngChemin des Dames zerslatterten in Teil kanipfl-andluncpn. In der Gegerch von Braye erstickte der erwartete sranzösilche Angriff in dem wirkungsvollen deittschen Feuer. Ein nach wuchtigem Trommelfeuer um neun Uhr abends vorgettagener französischer Angriff südlich d^er Zuckerfabrik von C e r n y wurde verlustreich abgewiesen, ebenso stärkere Vorstöße bei der Hurtebise-Ferme. Auch in der Gegend von Barry-au-Bac und beiderseits von Presnes steigerte sich das Artilleriefeuer, das der Feind auch nachtsüber in voller Stärke aufrecht erhielt. Auf beiden Maasufern gegen Abend lebhaftere Arrillerietätigkeiü Feindliche zahlreiche Bombenabwürfe hinter unserer Front halten keine Erfolge. Luftkämpfe irn Westen. Berlin, 27. April. (WTB. NichtamLich.) Am 26. April 'iren cn der Westfront die beiderseittge Fliegertätigkeijtz beio:ü>ers in den Abeu-dstunden äußerst rege. Ten vier bis sechs Flugzeuge starten feindlichen Aufllärungsgesäzwadern gelang es infolge mrserer Gegenwirkimg bisher meist nicht, ihren Auftroa mrgestört ^ zu erfülle::. Wir ver::ichtete:: bÄar 2 :ttich wiederholt solche Geschvader restlos. Deshalb versuchte es der Gegner neroer- dings, Aniklärung mit Geschwadern bis zu zwanzig Fluc^er:Fcn zu erzwingen. Das führte am 26. April an der Aisnefront zn -zahlreichen schweren L u f t k ä m p s e n. In ihnen büßte der Gegner elf Flugzeuge ein, sieben davon befinden sich in unserem Besitz. Leutnant Wolf bl:eb zum 21. Male Sieger, Leutnant Gontermann schoß seine:: 6. Fesselballon und damit seinen 17. Gegner ab. Außerdem wurde noch em zweiter Fesselballon dnrch Fliegerangriff in Brand geschossen. Ein deutscher Seeflieger brackfte ein feindlrck^es Großflugzeug zum Absturz ins Meer. Unsere Bomben- und Erlundignngsflieger griffen aus niederen Höhen feindliche Stellungen -und Orts-Unterkünfte mit Mascbin e:: gew ebr feu er :md Bo neben an. In der Nacht zum 27. April wu den franzö'ische Lager bei B r e u i l und F o n ch e r ? mit _ 2700 Kilogramm^ Sprengstoff belegt. ZNehrere schwere Ex. pbosior^n erfolgten. Left dem 1. Januar 1017 warfen damit unsere Flieger an der Westfront insgesamt 140000 Kilogramm Bmnben mit zinn größttn Teil beobachtetem gutem Erfolg auf militärische wichtige Nillagen des Gegners, besonders auf Bahnhöfe, Ortsmttertünste, Lager rmd Parls. Tataat Pascha im Großen Hauptquartier. Berlin, 27. April. (WTB.) GrvßwesiL Talsat Pascha ist gestern abend nach dem Großen HauptaLLrtier abgercist. <- Der bulaKrifche Bericht. So fia, 26. April. (WTB.) Amtlicher-Bericht vom26. Aprll. Mazedonische Front: Der Kampf zwischen dem Wardar und dem Doiran-See endete mit einem volliommenen Fehlschlag des Feindes. Den ganzen Tag über lag unsere vorgeschobene Stellung bei Doiran unter einem heftigen Geschützfeuer. Kurz vor Mitternacht griffen die Engländer ohne Arttllerieoorbe- veitung mit beträchtlichen Kräften im Abschnitt zwischen dem 'See' und dem Dorfe Doldzeli an. Sie wurden überall blutig zurückgeschlagen sowohl durch Spern'euer, wie an einzelnen Stellen durch Bomben, Gewehr- und Masänne:'.ge:vehrseuer, nachdem sie schwere Verluste erlitten hatten. Der Feüü) zog sich in seine alten Stell:m-> gen zurück. Unsere Truppen l-alten überall fest ihre Stellungen Nur um einen vorgeschobenen Punkt am Dorfe Doldzeli wird noä lebhaft gekämpft. Nach Aussage von Gefangenen ist der gestrige Angriff in dem engen Raume zwischen dem See und dem Dorfe Doldzeli von zwei englischenDivisionen ausgeführt worden. Zu dem Angriff, der iricftt nur die Eroberung unserer vorgefchobe:cen Stellung südlich von Doiran, sondern cnrch unserer Hanptstellrrng bei Dick tntb Kula- tepo zum Ziel hatte, übten die feindlichen T'ruvpen ganze Woäwn hinter der Front. In diesen Kämpfen, die znr Abweisung des Feindes führten, zeichneten sich auch durch Gegenangriffe besonders die tapferen Regimenter Nr. 33 (Svistov) und 34 (Tropanl und ferner die Arttllerie aus, die glä:rzend ihre Aufgabe löste. Sie lnach an vielen Stellen bei: feindlichen Angriff und hob den Kampfgeist der Infanterie durch ein rechtzeittg eröfsnetes wirksames Feuer. Die deutsche Gebirgs- und Maschinengewehrabtei- l u n g, die mit den bulgarischen Truppen znsammlnrkämpfte. trug ebenfalls durch ihr Feuer in weitem Maße dazu bei, die feindlichen Angriffe znrückzi,weisen. Heute bemerkte mai: vor der Front unserer vorgeschobenen Stellung das Kommen und Gehen feindlicher Soldaten^ die die Toten und Verwundeten aufhoben, deren Zahl nicht angegeben iver- d«n kann. Ueber 800 tote Engländer wurden allein vvr :mseren Gräben und Hindernisse?: gefunden. Weiter nordwärts ist die ganze Ebene mit Laiche:: übersät. Außer ilnen außergewöhnlich schweren Verlusten lichen die Engländer zwei Offiziere u:rd 21 Gefangene unverwnndet in unseren Händen. der übrigen Front schwaches Geschützfeuec. Bei Beonik ostlrch der Cena, drang eine deutsche FägerpattonNe in einen rafft» ffhm Graben und brachte ein Maschiwmgewehr und melst-ere Ge- fangene zurück. Ein deutsches Kampfgeschwader lvarf zahlrerche Bomben auf dm Bahnhof Kalinowo und brachte zwei ferndttche Flugzeuge in Luftkämpfen zum Absturz. Von tev rumänischen Front ist nichts von Bedeutung zu melden. rluszeichnung des Verteidigers von Oftafrika. Berlin, 27. April. (WTB.) Der rrchnrroill)e leidiger Deutsch-Ostafrikas, Oberst von Lctlow-Vor b eck, wrrrde vor einiger Zeit vom Kaiser durch die Verleihung des 5kroncnordcus zweiter Klasse mit Schwertern und des Ordens Pour le merite ausgezeichnet. Da eine uu- mtttelbare Ueberreüchnng der Auszeichnungen zurzeit naturgemäß nicht stattfindcn konnte, überbrachte der' Staatssekretär des ReiQ'skolonialamtes Dr. Sol f, begleitet von Major Gverrng, anläßlich seines 85 . Geburtstags dem Barer unseres ostafrikanischen Kommandeurs, dem General der Fn- fanterie z. D. von Lettow-Vorbeck, und der hier in Berlin lebenden Familie die sichtbaren Zeichen der Anerkennung der unvergänglittien Heldentaten unserer Ostasrikaner unter ü-'rz lrchen GlückwünMn persönlich. Graf Rse-tr« über das Ergebnis der sechsten Kriegsanleihe. Berlin, 27. April. (WTB.) J!m Hauptansschuß bes Reichstages machte vor Eintritt in die Tagesordnung in der Nachmittags sitz ung der Staatssekretär des Rrichssck)atzamtcs Graf v. Rödern solgerrde Angaben über die Ergebnisse der letzten Kriegsanleil>e: Das Zeichnungsergebnis erhöhte sich bis heute auf 12978940 700 Mark. Da die Frist fi'rr die Feldzeich- rrmlgen noch bis Mitte Mai läuft, unterliegt es für mich keinem Zweifel, daß bei der sechsten Kriegsanleihe die gewaltige Summe von 13 Milliarden erreicht lvird. Was diese Sun»me angesichts der Tatsache, daß bereits fünf Anleihen vorausgegangen sind, rrndldaß tb-ic letzte 1O-Milliar- den-Anlerhe nur sechs Monate hinter uns uegt, bedeutet, das wird den Finanzkreisen des Fnlmrdes, aber doch wohl auch des Auslandes klar sein. Für alle sechs Anleihen ergibt sich jetzt ein Gesamtzeich nungs-Ergebnis von rund 60195 200 000 DLark. Die Zeichnungen verteilen sich in runden Sllmrmen auf die Reichsbank nrit 624OOOOOO Mark, auf die Banken und Bankiers nrit 7 545 MO 000 Mark, auf die Sparkassen mit 320200 000 BLark, auf die Lebensversichari^ngsgesellschasten nttt 386 0OO OOO Mark, auf die Kredityenossenschaflen mit 1103000 OM Mark und auf die Postanstalten mit 116 OM OM Mark. Es sind gezeichnet worden 9 061 OM OM Stücke und 2 566 OM OM Schuldverschreibungen, im ganzcm 11617 562 OM Mark filnfpro^eutiger Reichsanleihe und 1361 378 700 Viereinhcktbprozenttge Schatzanmeisurrgerc. Zuin Umtausch in viereinhalbprozentige Schatzanweisungen arr- genleldet sind außerdem 492 725 OM altere Anleihen. Die Zahl der Zeichner kann ich heute noch nicht angeben. Sie wird nach der Schätzung der Reichsbank die Zahlen der Zeichner bei der letzten Anleihe beträchtlich übersteigen. Dorr ganzem Herzen möchte ich namens der verbündeten Regieru7igen urrd namens der Reichsftrianzperwaltung heute allen denen danken, die zu diesem Ergebnis beigetragen bakien, allen voran der Reichsbank, deren unermüdlicher Organisationsarbeit das Resultat in erster' Linie zu verdanken ist. Ich hatte nach der letzten Anleihe geglaubt, daß die Werbetätigkeit der Presse kaum mehr zu steigern wäre. Ich habe mich darin getauscht Die Presse hat sich iir ihrer freudigen Mitarbeit uitb in ihrer Erfindungsgabe selbst übertroffen. Mein Dank gilt sodann den Staats- und Kcmrmmralbeamten aller Bundesstaaten, den Geistlichen und Lehrern, den Sparkassen und Genossenschaften und allen Danken und Landschaften, die neue Wege für die Flüssig- mackmng von Geldern aus den Fideikommissen fanden, der großen Zahl von Vertt a uensmännern und sonstigen frei- ivilligen Helfern in Stadt und Land. Große Hilfe haben auch alle Organe des Heeres und der Marine geleistet. Nicht zmn wenigsten aber möclste ich danken auch alt den Herren ReichÄtaigsabgoordneten, die in Schrift runb Wort die Finanz-- Verwaltung in ihren Wahlkreisen in so reichem Maße bei der Aufklärungsarbeit unterstütz den. Ae llmwäkzungen in Rußland. Eine russische Note über die Kriegsziele. Petersburg, 27. April. (WDB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Die provisorische Regierung bereitet augenblicklich eine Note vor, die sie nächstens an dre alliierten Mächte yu richten beabsichtigt und in dev ne mehr ins einzelne gehend ihre Absichten über die Probleme «nd Ziele des gegeravättigen Krieges datteaen wird gemäß der von der provisorischen Regierung Wer diese Frage schon veröffentlichten Erklärung. f Die sozialistischen Abordnungen Frankreichs und Englands m Rußland geben Journalisten gegenüber ihre Eindrücke bekannt. Zanders erklärte, die englische Abordnung kam nach Rußland nicht mix, mit die Revolution zu begrüßen, sondern auch um die Haltung der englischen Arbeiterklassen in Betreff des Krieges rlarrickegen. Die natürliche Neigung der russischen Arbeiterfültrer zrnn Frieden schließe jeden Gedanken an einen Sonderfrieden oder euren von Deutschland diktierten Frieden auS. Die englische Abordnima unterbreitete dem Rat der Soldaten- und Arbeiterabgeordneten ein obligatorisches Programm, aus das England uremals verzichten wird und das die Rückgabe aller gewaltsam entrissenen Gebiete und Wiedergutmachung aller verursachten Schäden durch die für den Krieg ver- mrtioortlichen Mächte einschließt. Das Programm enthält notwendigerweise die Wiederherstellung der kleinen besetzten Länder. Die Mordnung erwartet eine genaue Antwort des Soldaten- und Arberterrates. Mvutet, der Abgeordnete von Lyon, erklärte: Die französische Abordnung hat die Ausdrücke der Forn?el ..Friede ohne Annttionen" und „Kriegsentschädigung" genauer feftgestellt und dem Soldaten- und Arbeiterrat klargemacht, daß Frankreich die Wiedergutmachung der vernrsaclften Schädcir nickt als Kriegs- enftchädigimg betrachtet. Ohne diese Wiedergutmachung ist ein Friede unmöglich. Frankreich wird niemals einen ehrlosen Ftteden unterschreiben. Der Ausdruck „Annexionen" umiaßt durchius nicht die Wiederhevausgabe gestohlener Gebiete wie E l s a ß - L o t h r i n- g e n. Diese Frage ist ein Ideal, das die freien Demokratien nicht opfern können. Nach meinem Gefühl, erklärte Mvutet, besteht z.wi< scheu dem Rat der 7lbgeordneten und uns schon ein prinzipielles Emverftändnis über die Frage der Annexionen. Wir erwarten auch eine genauere Feststellung des Ausdrucks „Kriegsentschädigung". Meine Antwott hat sich durch die Abreise der Führer des Arbeiter- imd Soldatenausschüsses nach Minsk verzögett. Die Gefahr der Bauernaufstände. Bern, 27. April. (WTB. Mch-tmntlich.) Der Peters- virvger Berichterstatter des „Temps" meldet, eine Gefahr für Rußland lieege augenblicklich nicht in den Treibereien Lenins und der Sozi-altften, sondern in Ueber- raschungen, die die Massen der Bauern bereiten könnten. Diese seien augenblicklich vollkommen im Bann der Frage der Aufteilung der Ländereien und zeigten sich sogar in einigen Provinzen entschlossen, sie unverzüglich durchzu- führen. Die Agrar Unruhen, die in einigen Gouvernements ausgebrock)en sind, nähmen einen ernsten Charakter an. weil die Grundbesitzer angesichts der Möglichkeit der kommenden Enteignung ihrer Güter sich weigern, die Aussaat vornehmen zu lassen. Der Pvovinzial-Kongreß der Bauern in Penza hat die Sozialisierung der Ländereien beschlossen, infolgedessen sind die Itegiernngskommissore heimgeschickt worden. * London, 27. April. kWTB.) Meldung des Reutrrschen Bureau-: Die „Morning Post" meldet aus Peter sbürg: Die ZM der Deputationen, die von den verschiedenen Fronten in der Hauptstadt ankommen, schivillt so cm, daß Maßregeln notwendig sind, uni deni weiteren Anwachsen des Menscl>enstromes Gvenzen zu setzcn Aus verschiedenen Pvovinzen Commm Nackpicktcn von agrarischen Unruhen In einigen Städten wurden kleine Republiken gegründet. Agitationen scheinen in ganz Rußland an der Arbeit zu sein. Alles weist darauf hin, daß es dringend notwendig ist, die konstituierende Versammlung so rasch als möglich cönzuberufen. Der üorrestondent der „Morning Post" erfährt, das; beabsichtig ist. Len allrussischen .>bmgreß von Arbeitern-, Svldaten- und Bauernverttetcrn, der in der dritten Maiwock-e in Petersburg -usammentteten soll, zur konsrittnewnden Versammlung zu erklären, da dres der kürzeste Weg sei, um zu «mer Lösung der Frage zu gelangen, die bei der großen Ausdehnung des russischen Reiches oyne drc eine oder andere radikale Maßregel unlösbar wäre. Die Merüchen verlassen zu Tausenden Petersburg und begeben sich in die Provinz. Die Züge sind täglich überfüllt, selbst dcc Fächer der Eiscnbcklmwagen sind l-äusig besetzt und es kommt vor, daß die Wagen unter der Last zusammenbvechcn. Trotzdem nrmmt die Bevölkerung in der Stadt nicht ab, da immer neue Mernchen hin zu strömen. Petersburg, 26. April. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Der Oberbefehlshaber Alexj ew besuchte die Südwest- fwnt und konferierte mit General B r u s s i l o w. Der Kommandeur der russischen Truppen in Persien, General Bavalow, ist in Petersburg angenommen und l)at ein neues Amt übernommen. . Soldatenkongreß in Minsk hat beschlossen, daß die Offiziere von den ArmeeLimitces ernannt werden sollen. Die ersten vier Frauen wurden zum Ricksteramt zugelassen. Eine neue Konferenz der Rordstaaten. London, 26. April. (WTB.) Meldimg des Schwedischen TelegraphM'-Bureaus. Als eine Folge der frühereir Zusammenkünfte der Staatsminister und der Minister des Lleußern der lkandinavisch.cn R e i ch e werden sich die Staatsminister und die Minister des Aeußern von Schiveden, Dänemark und Norwegen vom 9. bis 11. Mai in Stockholm aushaltcn. Die dänischen und norwegischen Minister werden als Gäste des Königs im königlichen Schloß wohnen. Diese Zusammenkunft ist ein neuer Beweis der guten Beziehungen der drei Länder, des Wunsches ehrlicker, unparteiischer Neutralität imd der Älb- sicht, zusannnen zu arbeiten für die Anftechterhaltmrg ihrer Rechte und Jirtereßen als neutrale Staaten und sich gegenseitig zu unterstützen durch wittschastlickie Maßregeln. Straßenkämpfe in Stockholm. Kopenhagen, 26. April. (WTB.) „Politiken" meldet ans Stockholm!: Die Stadt war gestern der Sck-autKatz förmliäiec Straßen kämpfe zwischen der Polizei und einer Mzahl un- rubiger Elemente. Die llnruhen danetten von 9 Uhr abends bis Mi tteriracht. Der Straßenbalm verkehr mußte eingestellt werden. Die Polizei versuchte lange, die Menge m beruhigen und zum Auseinander gehen zu (bewegen, jedoch erchl glos. Zuletzt wurde ein Polizeiboamter von einem Stern' getroffen, was die Deraw- lassung zu dem Zusammsnsboß wurde. Die Polizei erhielt Verstärkungen wird versuchte /die Straßen z-u räumen, mußte aber der: Angriff gegen die Volksmenge wiederholen, bis diese schließlich zerstreut und Ruhe ivieder hergestellt nnrrde. Mehrere Personen 'iud durch Säbelhiebe sck)wer verletzt worden. Ministerkrife in Griechenland. Basel, 27. April, (zf.) Der „Netren Zürcher Zeitung" wird aus Paris vom 26. gemeldet: Man berichtet aus Athen: Eine n e u e Kabinettskrise ist ansgebrochen Ministerpräsident La mb ros unterbreitete dem König die G e s a m t d e m i s s i o n des Ministeriums. Die Ant- lvort des Monarchen steht noch ans. Der englische 6>esa;iDte Elliot unterrichtete gestern den König in einer langen Besprechung über die Ursachen der Bcr stim nt u n(j der Alliierten. Es läuft hier das Gerücht um, daß 'infolge gewisser zwischetr den Alliierten einstimmig gettosfener Vereinbarungen wichtige Ereignisse in allernächster Zeit stattfinden werden. * * * Amerika. London. 26. April. (WTB.) Das Reuterschc Bureau meldet: Die „Morning berichtet aus Washington: Präsident Wilson gab B a l s o u r die Versicherung, daß die Vereinigten Staaten keinen Sonderfrieden mit Deutschland schließen würden. Die wittung des U-voo krieges auf England. Eine Ansprache im Oberhanse. Rotterdam, 27. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet mts London: Lord Beresford hat gestern im Oberhaus an die Regierung eine Frage über die U--Bootgefahr und die Maßregeln, die zu ihrer Bekämpfung ergriffen worden seien, gettchtet. Er sagte: Die wöckefntliche Veröffentlichung der Admiralität über dm Schiffsverkehr und die Schiffsvcrluste sei i r r e f ü h r e n d. Die eigentliche Schwie- ttgkeit mit dm deutschen U-Bootm komme daher, daß sie Minen streuten. Die Admiralität habe jetzt aber einen ausgezeichneten Plmt, um dagegen aufzutretcn. Tie jetzige Admiralität sei die beste, die England jemals gelebt habe. Der Anbau von nmen Schissen sei wichtiger als alles andere. Die Schiffe seien Englands Lebensnerv und ihre Zahl werde von Tag zu Tag kleiner. Lord Lytto n antwortete im Namm dar Admiralität utrd sagte, daß einige von dm Stcmdardscknffcn, die im Bau seim, i.m Iicki fertig sein werden. Die Fertigstellung der anderm werde rasch folgen. Mit d?m Bau von Torpcdojägem und der Bnoafsstung von Harrdelsschiffm mache man gute Fortschritte. Bezüglick der Beröffmtlichungen der Ad- miralttät gab Lord Lyttmr zu, daß sie nicht ganz genau seim. da ein und dasselbe Schiff manchmal zwei oder dreimal auf die Abfabrts- oder Ankunftsliste gestellt werde. ?lndererscit§ werde in den Listen der Verlust auch von Schiffen ausgenommen, die nicht von oder nach englisckien Häfen fahren. 9lber die Mitteilungm der Admiralität gäben doch ein ttmes Bild der Lage. Lord Ltztton teilte detn Hause 'chlveßlich mit, daß es wahrscheinlich notwendig sein werde, die Einfuhr twn Uebersee noch mehr einzuschvänkm. Wachsende Sorgen in England. Haag, 26. April, (zf.) Die Nahrungsmittel-^ frage wird in England stets bvemrender. 9imt schmilzt auch der Vorrat an Butter und Margarine immer mehr z u s olland hat seine Margarine-Einfuhr nach Englatcd wegen der Schisfahrtschwierigkeiten eingestellt. Die „Tiines" legt dein Publikrmr dringend ans' Herz- den Ernst der Lage zu begreifert und fordert die Regierung auf, den ganzen Umfang des in den Grund gebohrten Tonnen- maßes bekanntzugeben und so rasch wie möglich eine Zwangsrationierung einzuführen. Im Oberhause forderte Lord Devonport von neuern zur größten Sparsamkeit mit Lebensmitteln auf, da sonst >ie B r o t r a t r o n i e r u n g , die bereits vorbereitet sei, eingeführt werden müsse. Diese Warnung machte, wie der „Nieuwe Rotterdamsche Courant"^ mitteilt, den größten Eintruck, vor allen Dingen, da die heute ftüh bekanntgeaebene Anzahl der vernichtetem Schiffe dert Ernst der Lage erkennen ließ. Rotterdam, 26. April. (WTB.) Der „Nimive Rvtter- damsche Courant" meldet aus London: Lord Devonport wies im Oberhause darauf hin, daß mit Lebensmitteln mehr gespart werden müsst, widrigetlsalls die Brotrationi-erung ein- geführt Iverden müßte. Diese Warnung und die heute verüffenllickiite Zahl der torpedietten Sehiffe, die eine starke Steigerung ausweist, haben Eindruck getnacht. Tie „Times" verlangt die sofortige Einführung > an Zir-augsmtionen. Hu rd stellt im „Daily Telegraph" die Lage als wirklich a e f ä h r l idar. England habe für dringende Bedürfniffe an Lebensmitteln mrd Rohstoffen ungefähr 1500 große Seeschiffe zur Verfügung; davon seien seit dem 19. Februar 130 samt der Ladung zerstött. Wenn der Schiffsbau in England und Amercka n 4Hk dos Maxinrmn drohe eine sthwere Katastrophe. Ter liberale Kriegsausschnh W sich für die sofortige Zwangsratimrierung vcklärt. Bern, 27. April. (WTB.) Zur Leben smittelfrass^ schreibt die „Daily Mail": Durch keinerlei Kunstgriffe, nroberri lediglich durch eine große Einschränkung kann die LebensmittrA- llmpplxnt überwunden werden. Sie ist nicht auf England fe* schränkt. Sie wird aber verschärft und schwieriger gestaltet durch die sehr schwere Bedrohung mit dem Tauchboot«, k r i e g. Tausnrde von gedankenlosen und ungläubigen Leuten der- stelxn nicht, daß wir, wenn der gegenwärtige Ueberverbrauch und die Verschwendung anhalten, in weniger als drei Monaten mit beit notwendigsten Lebensmitteln am Ende sind. Der Lmngersnot- buird, nicht der Hunne ist der Feind, den wir zu fürchten haben. Kristiania, 27. April. (WTB.) Ein Londoner Sondev- telegvamm der Zeittmy „Menpostett" berickptt: „Der versenkte englische Schiffsraum ist in der letzten TÄxbe fast doppelt so groß wie in der vorigen und der größte seit dem Beginn des in, eingeschränkten U--Bootkri«ges, der dahier jetzt eine größere Gefahr für England zu werden droht, wie je zuvor." Haag. 27. ^lpril. (WTB.) Me hier eintressenden Nachrichten in der letzten Zeit bezeichnen die Wirkung des Tauchbootkrieges auf England als sehr schwer. Die Nah- rnngsmittelschwierigleiten sollen bereits so groß sein, daß schon nach ein bis zwei weiteren Monaten ein völliges Versagen b«rr Verpflegung großer Teile der engliscki-en Bevölkerung befürchtet wird. K o pen ha g en, 27. Llpril. (WTB.) „Daily News antz' Ltader" vom 17. dlpril sagt ür einem Leitartikel, der die Ueber- schrick ttägt: „Der Klärung entgegen": Teutsckchrnd ist augenblicklich nervenschwach, aber es hat noch das Unterseeboot. DLag auch Hindenburg sich auf dem Rückzug befinden, solange er den nrilirärisckxm Zusammenbruch nur hlnausschieben kann, bis das Unterseeboot Zeit gehabt hat, sein Werk zu vollcndeir, wiick Deutschland den Krieg gewinnen. Angriff eines U-Bootes auf Hafenanlagen bei Gouraya. Berlin, 27. April. (WT.B. Amtlich.) Eines unserer U-Boote veschotz am 21. April die für die ErzvcrWfftrng aus Nowafrika lvichtige Hafenanlage bei Gouraya, mefd- iich von Algier, mirttmgsvoll. Eine Erzladebrücke ist ein-- gestürzt, eine zweite schwer beschädigt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * Amsterdam, 27. April. (WTB.) Meldung d^s RruterscheL Bureaus: Der englische Dampfer „Kildare", ein Schiff von 3850 Bruttvregistertonnen, ist bei Malta von einem Unterste- boot versenkt tvorden. Cadir, 26. April. (WTB.) Meldrmg der AgenceHaVa^ Der Dampfer „Tri a na" ist mit der Leiche dos Koches imd mit einem schwerverletzten Matrosen einqettofsen. Der Dampfer wurde an der portugiesischen Küste vor: einem deutschen Unterseeboot aus ^stschützerc beschossen. Kopenhagen, 27. April. (WTB.) Nach einer Meldung der „Berlings-ke Tide^rde" ist der norwegische Post- dampfer „Harald .Haarsagett', der gestern vormittag von Kopenhagen nach Kristiania ;nit Post und Reisenden an Bord abging, am 25. April am Skagerrak von einem dent- schen Kriogsschifse aufgebracht und nach einem deutschen Hafen übergeführt worden. Kopenhagen, 27. April. (WTB. Rteldung deS Ritzaio-Bnreaus. Die in Krifttanssand oeheimabete Bark „Metropolit, ein Schiff von 1611 Tonnen, mit Oel- ladnng von Philadelphia nach Le .Havre unterwegs, ist am 24. April westlich der Scillp-Jnseln von einem deutschen Uickerseebvot durch Bomben versenkt worden. Aus Stadt «nd Land. Gießen, 26. April 1-17. Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 30. Avril bis 6. Mat IS17 habe« nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarke,! der 17 . Woche, gültig vom 3V. April bis 6. Mai 1917 Buttermarken „ 17 . „ , „ 30. „ w 6. v „ Eiermarken Nr. 1 , Fleischmarlen der 17. Woche, gültig vom 30. April bis 6. Mai 1917 Kartoffelmarken, 17. „ „ „ 30. , „ 6. „ „ Seüenmarken s. d. Monat April bis 30., v. 1. Mai ab f. Monat Mat Zuckermarken Nr. 12 - 23, (etnfckl.) bis 30. Mai 1917. Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht «ehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. Geschäftsstunden des Stadt. LebeuSmtttelamte» von 9—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm. MarkcnauSgabe iür Urlauber: Sonntags von 19—12 Uhr vormittag». ** Die Fleis ch verbrauchsregel an g hat insofern eine Aenderung erfahren, als vom -30. April ab von Wvcbe zu Woche durch Anschlag in den Metzgerläden bestimmt wird, welche Mengen an Fleisch und Wurst aus die Wochcnabschnitte der Reichssscischkarte, sowie der Fleischzusatzkarte abzugebeu sind. Aus Wochcnabi'chnltLe der Reickisfleischkatte, von denen einzelne Fleischmarkcn abgetrennt sind, sowie aus einzelne Fleischmarken (Vio Anteil) wird nur noch Fleisch, nicht aber Wurst abgegeben. Wir verweisen auf die Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte. Ferienkinder. Dieser Tage kehrten die Gieß^ner Schulkinder zurück, die während der Osterferien in den Orten Göbelnrod, Lollar, Mainzlar, Treis, Rüddingshausen, Odenhausen, Geilshausen, Beltershain, Reinhard-shain, Staugerrvod, Seity* gestern, .Holzheim, Grüningen, Nieder-Bessingen, Queck- born, Lauter, Langsdorf, Rodheim, Utphe, Langd, Villingen, Freienseen, Wetterfeld, Weickartshain, Stockhausen, Mücke, Ober-Ohmen, Unter-Seibercknrrod, Groß-Eichen, Klein- Eichen, 9fteder-Ohinen, dltzcnhcnn, Bernsfeld, Kirschgarten, Ermenrod untergebracht waren. Es war eine Lust, bei ihrer Rückkehr feststellen zu können, welch günstigen Einfluß schon dieser kurze Landaufenthalt aus ihre Entwickelung ausgeübt hatte. Frischbraune Wangen und glänzende Augen brachten sie mit, und Gewichtszunahmen waren zu verzeichnen von drei' bis zu neun Pfund. Es ist eine gern erfüllte Ehrenpflicht, wenn auch össenttich an dieser Stelle all den Land- bewohnern herzlichster Dank ausgesprochen wird, die sich der Kinder angenommen und an ihnen so viel Gutes getan haben. — Bezeichnend fiir das gute Verhältnis, das offenbar zwischen Gastgebern und Kindern bestarid, ist der Umstand, daß sich in den letzten Dagen schon eine ganze Reihe der Zurückgekehrten bei den yiesigerr Schulen dv gemeldet haben, weil sie sofort für längere Zeit zu ihren ländlichen Wirten zurückkehren. Und das ist ja wohl auch das schönste, letzte und höchste Ziel, das durck) die Einrichtung der „Ferienkinder" erreicht werden kann und mrch erreicht werden wird, daß sich Land und Stadt wieder verstehen lernen zum Wohl unseres ganzen Volkslebens. Und zur Erreichung dieses Zieles gibt e6 ja wohl auch keine besseren Vermittler und Geschjftsträger als unsere Kinder! Hoffen wir daher, daß sich auch im Sommer in jeder Gemeinde wieder einige Landwirte ftnden, die bedürftige Stadtkinder ausnehmen, um so mehr als schon durch Verfügung des Präsidenten des KriegSernährnngSamtes vom 22. März 1917 bestimnit worden ist, daß denjenigen Land- lvirten, die sich zur Aufnahme von Kindsru vervslichten. M ttoaa. aft und das Kreisamt Gießen tverden sich noch mit diesem, pflichtvergessenen Landwirt beschäftigen. Schon jetzt aber verdient ein solcher Mann, der in dieser Zeit der Not seinen Mitmenschen das Brotgetreide entzieht, um es seinem Vieh zu verfüttern, eine öffentliche Brandmarkung und die allgemeine Verachtung. ** Ein Lieder- und Rezitations-Abend stndet Sonntag, den 6 . Mai 1917, abends 8 Uhr, im Saalbau des Hotel Fürstenhof unter Mitwirkung der Mainzer Kiinstler Herrn Heinz Ott, Fräulein Vtarie B ä r und Herrn Ant. Gnndlich statt. Siehe Anzeige. In den Wirtschaftsräumen des Fürstenhof ist Sonntag abend imb Sonntag von 5 Uhr ab Konzert. ** I m Lichtspielhaus, Dahnhofstraße gastiert ab heute bis einschl. Montag das beliebte Künstlerpaar Wanda Treu- wann und Biggo Larsen in den: Schauspiel in 3 Akten „Die Petroleum grelle". In diesem Film zeigt sich Wan da Treumannl als Sybille ganz als liebendes Mädchen und ist mir auf den Vorteil ihres heimlich Verlobten bedacht. Als 2. Schlager ist „Anna die Perle", ein lehrreiches Filmsviel in 3 Alten vorgesehen. In der Hauptrolle spielt die so sehr beliebte hmnvristische Filmschau- spielerin AlM-a Müller-Linke, die sich darin durch frischen Humor auszeichnct. Das Programm wird unterstützt durch die «mertannle, gute Künstlerkapelle. ** Das heutige Kreisblatt, Nr. 73, enthält Bekanntmachungen über: ZLälberpreise. — Zucker Verbrauchsregelung. — Fleischregclung. — Nährmittel. — Einfuhr von Futtermitteln usw. ** Eine Holzverst^igerung der Stadt Gießert beginnt Donnerstag, den 3. Mai 1917, vornuttags 9 1 / 2 Uhr. Die Zusammenkunft ist aus der Licher Straße cm der 8. Schnerse. Näheres siehe Bekanntmaämng. Landkreis Gießen. ** Leihgestern. 28. April. Ein neues, schönes Zeugnis der Opferwilligkeit der Gemeinde ist das Ergebnis der Sammlung für die H i n d e n b u r gs pe n d e. Es gingen ein: 350 Eier, 9 Pfund Butter, 6 Pfund Speck, 8 A Pfund Wurst, 36 Pfund Lat- werg, 51/2 Pfund Gelse, 28 Pfund gedörrte Zwelschen, 1 Pfund Apfclschnitzen, 32 Pfund Erbsen, 11 Pfund gerollte Gerste, 2 1 /a Pfund Hafer flocken, 4 Pfund Bohnen, 1 2 Pfund Hafergrütze, 1 Pfund Mehl und etwas Spinat. Sämtliche Gaben wurden unentgeltlich gespendet. -m. H ungen. 27. ?lpoil. Bahn Hofs-R ei vauratenr Wilhelm P letsch von lster ivurde für bewiesene Tapferkeit bei den Pser- kämpfen mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. Kreis Büdingen. st Stockheim, 28. April. Das Eiserne Kreuz und die Hessische TapferleitsinÄ>aille erhielt der Musketier Bär. Letzte 21 deliriertem Der erste Mai. An der Spitze des Blattes bringt der „Vorlvärts" eine Ev-' klärung der Generalkvinmissuin der Gstoerksck^aften Deutschlands und des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands zun: 1. Mai. Darin Tjcifjt es: Die Mittel zur Verteidigung von Heim und Herd muß und wird unseren Vätern, Brüdern und Söhnen im deutsck>eac Heere die beutfd)e Arbeiterklasse liefern. Die deutschen Arbeiter tverden deshalb aucl) in diesem Jahre wie in den beiden vorherigen curs die A r b e i t s r u h e a m 1. Mai verzichten. Leider tvird durch Verbreitung von Flugblättern versucht. die Arbeiter zu ü.nem politischen Demonstvationsstreik oder zu einem revolutionären O^enevalstreik am 1. Mai zu veranlassen. Die Flugblätter gehen nicht von der sozialdenw kratischeu Partei aus, sondern von Leuten, die keine Gemeinschaft mit der Arbeitern bewegung haben. Armitseinstellungen zu politischen Demonstra- tionszwecken sind gegenwärtig im verantwortlich und müssen aufs schärfste verurteilt werden. Eine Opposition der unabhängigen Arbeiterpartei in England. Berlin, 26. April. Die englische unabhängige Arbeiterpartei veröffentlicht laut B. Z. einen Aufruf a n d a s e n g l i s ch e Volk, in dem der Regierung der schwere Vorwurf gemacht wird, daß sie einen gerechten Frieden mit den Völkern der Mittelmächte auf jede Weise zu verhindern suche und die aufrichtigen Anträge deutscher und österreichisch-ungarischer Staatsmänner systematisch als Lügenwerk und hinterlistiges Spiel abfertige. Zwangsrationicrung in England. Rotterdam, 28. April. Der Loudoner Mitarbeiter deS Manck-ester Guerdian meldet, daß man. in niaßgebenden Kreisen die sofortige Emsührimg der Zivaugsrationierung für gewiß halte. Englands Verluste in der Schlacht bei Gaza. Der türkische Heeresbericht vom 26. April meldet u. a.: Nach vorsichtiger Schätzung beträgt nach der zwecken Schlacht bei Gaza die Zahl lder toten Feinde vor unserer Front mindestens 3000, darunter viele Offiziere. Auf einenc Fleck von 100 Metern im (Uviert zählte eine unserer Oftizierspatrouillen 800 Leichen. Nach Angabe eines Gefangenen soll dessen Division von 10 000 Mann auf 4000 zusammengstchiiwlzen fern. 6 Offiziere imb 221 Mann wurden bisher zu Gefangenen gemocht. Die bisherige Beine an Kriegsmaterial beträgt 1500 Gewehre, 20 automatische töe'.vehce, 5 Maschinengewehre, mehrere Ferchpvechapparate, Entfernnngs- Messer und Pferde. Ein nnnänisiches Torpedoboot versenkt. Gens, 28. April. Nach einer Havasdepesche wurste das rumänische Torpedoboot Zwiu am 16. April versenkt. Mck dem Schift seien drei französische Seeoffiziere undergegangen. _ Hotel Fürsten'?;®! (Saalbaa) Sonntag, den 6. Mai 1917, abends 8 Uhr Lieder- und Rezitations-Abend unter freundl. Mitwirkung der bekannten Mainzer Künstler Herrn Heinz Ott, Konzertsänger und Rezitator, Fräulein Marie Bär, Konzertsängerin, Herrn Ant. Gundlich, Pianist. Näheres ist aus der Vortragsfolge in der Vorverkaufsstelle ersichtlich. KMHenerOffniinc 7 Uhr. Ks»senerblTnnng 7 Uhr. EinfrittakartPfT * ra Vorverkauf in Bnsefe’s OhilUiiii. Llndenplstz: Res. Platz Diliu.uaikrtncu. ^lk. 1.75. Saalplatz Mk. 1- Galerie 50 Pfg.: an der Abendkasse: Hes. Platz Mk. 2.—, Saalplatz Mk. 1.20, Galerie 60 Pfg. !>er reberschnß wird für die Krieff^fürsorgc verwendet. 341 B €. Dürsclainger. Privatunterricht und Nachhilfe in Griechisch. Lateinisc h,Deutsch und Geschichte für alleKlass.. Englisch nnd Französiscn für Unter- u. Mittelstufe. Priv. Vorher, f. alle Schulklassen u. -Examina, speziell f.Matu- ruin u. Ergilnzungsprüf. I ,<7 Hr Pnaea Oberlehrer i.P. Ur.nUübB Qoethestr. 3L Welcher ältere Realgymnasiast würde die Schularbeiten eines Schülers der Sexm selbiger Schule überwachen'? Balncbofstraße 31p. [02599 Kleines Haus mit Hofraum Mitte der Stadt, für Geschäft geeignet, zu vermieten, evtl, zu verkaufen. Schristl. Angebote u. 3129 an den Gieß. Anzeiger erb. Mitglieder - Versammlung der Saalbauvereinr Sietzen. Tagesordnung: 1. Rechnungsbericht. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Zu der vorstehenden Mitgliederversammlung laden wir unsere Mitglieder auf Freitag, den 4. Mai 19l7 in das Hotel Großherzog von Hessen zu Gießen ein. 3106 D Der Vorstand. Aufforderung. Mit Regelung des Nachlasses des Rentners Heinrich Schmall ZIL. in Gießen, Löberstraße )^r. 19 beauftragt, fordere ich hiermit alle diejenigen, die etwas an den Olachlaß zu fordern odc: an denselben zu leisten haben, auf, Forderungen u. Ansprüche bi» längstens den 19. Mai l. IS. bei mir geltend zu machen bezw. zu erfüllen. Gießen, Westanlage 46 p., 27. April 1917. Friedrich Boeck, Nachlaßpfleger. 34*5 Bad - Salzhausen. Badehaus und Inhalatorium werden am Dienstag, den 1. Mai ds. Js. geöffnet Badezeit von 8—12 Uhr vorm, und von 2—6 Uhr nachm. Bad-Salzhauscn, den 25. April 1917. 8384 D 6iossherzog1iclie Badedirektion 8ad -Salz hausen. Üopg 3 ar>d am FKiiesn | schönes Kurstädtcheu nm herrlicher Umgebung. GebtrgS- HuuSrückbabn, eine der schönsten Gebirgsbahnen Dcuttch- ckandr. Peu4 zu mäß. Pretj. bet Fm Fürator Hiatx War. Fleischverbrauchs-Regelung. Um eine gleichmäßige Verteilung der zur Verfügung stehenden Fleiscl)- und Wurstmengen durchführen zu können, wiä> folgendes bestimmt: 8 1. Auf Grund der Fleischmengcn, die sich bei der Schlachtunsi des der Stadt Gießen überwiesenen Viehs ergeben, wird jede Woche bestimmt, welche Mengen an Fleisch nnd Wurst auf die Wochenubsrfjnicke (10 Fleischmarken) der Reichsfleischkarte sowie die Wockeuabschnitte der Fleisch-Zusatz karten von den Metzgergeschäften ab- zugeben sind. Die abzugebenden Mengen sind durch Anschlag in den Metzgergesämften den Känsenc ersichtlich zu machen. § 2 . Auf Wvck)enabschnitte der Rnchsfleischkarte, von denen einzelne Fleisckunarken abgetrennt sind, sowie auf eiir- zelne Fleischmarken ( l /io Anteil) Itrirb nur noch Fleisch, nicht aber Wurst abgegeben. 8 3. Boritehende Bestimmungen treten am 30. 9lprrl 1917 in Kraft. 3413L Gießen, den 27. April 1917. Der Oberbürgermeister: Keller. HslzvcrßeigttUW der StßDt Kitße«. Do nnerstag, den 3. Mai 1917, vv rmittags 9Vt Uhr beginnend, werden in den Waldrrngen der Stadt Gießen versteigert: 60,36 km Fi ch ten -Derbstangen. 92 rm Eichenscheit, 43 „ Kiefernscheit, 52,4 „ Eichenknüvvel. 38 „ Kiefern km'ippel, 1150 Wellen Eickenveisig, 240 „ Kiesernreistg, 430 Ficytenreisig, 30 rm Eichen-Stockhvlz, Die Znsammenkunft ist auf der Lick>erstraße an der 8. Schneise. HolMndler sind vom Mitbieten ausgeschlossen. Feder Steigerer darf mir feinen Ei gen-Bedarf steigern. 3406B Gießen, den 27. April 1917. Der Oberbürgermeister I V.: G r ü n e w a l d. 8 anaiorium Lindenfels i. Od. zw. Barastadt-KeUlelherg 468 a.h. in ideal. Waldg^ol. ISFlenäsfi, ota. Kranke HDMöopbeMp Maß. Preise—Prospekt kostenlos. 8. R. Dr. Ssümllt. Der Abbau von Eisenschlacken mit im Mittel 30°/ 0 Eisen, und l,2°/ 0 Mangangehalt im Domanialwald der Oberförsierei Grüubera soll durch schriftliches Angebot ab Wald «Berkaufsmaß 10Tonnen' -1 Bahnwaggoni vergeben werden. Die Analyse ist jedoch unverbindlich. Gebote mit der Aufschrift „Vergebung von Eisen- schlacken" stnd bis zum 14. Mai 1917 bei der unter- zetchneien Behörde einzureichen. Nähere Auskunft über Lage der Eisenschlacken Halden durch Forftwarl Svaar, Bersrod. Grünberg, den 27. Avril 1917. 34168 Großh. ObersörUerei Grünberg zu Grünberg jHessenl. Kaiifgcsnclie. Zahle für SRhlachtkanlnchen von 4»/a Pfund ab per Pfund lebend 6Zewicht abgeholr 1 'JJltr Selbstbringer 1.20 m H. Bcnnor H., Krojdor'er Straße 9. l 0i7M Fischern achenisog.Dreiboot, neu oder gcbrnudrt. aber gut erhalt., sofort ».kaufen gesucht. Angebot an 8. äsvllvr 14.. KieLoa. Krofdorser Str. 9.p^" LlNlilhllM Verkauf liched mit ca. 100 Rut. Gartenland ii. größ. Wiese, mit klein, fließ. 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April nachmittags um 2 Uhr statt. ^ Cafe Amend Samstag ud Sonntag Künstler - Konzert Von Beileidsbesuchen bitten wir freundlichst abzusehen. 3401 Fürsfenhof Samstag abend n. Sonntag von 5 Uhr ab lOIlEET Bier vom Fass. 3409 Damen-Kapelle Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, dass mein lieber, guter Mann, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Neffe Wilhelm Degen, Unteroffizier nach 33monatiger treuer Pflichterfüllung am 15. April im blühenden Alter von 26 Jahren fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Frau Clara Degen geh. Alt Heinrich Degen I., Weissbindermeister, und Angehörige Louis Alt, Schneidermeister, Und Familie. Grossen-Linden, Erfurt, den 28. April 1917. 3427 Seine und unsere Hoffnung auf ein glückliches Wiedersehen war vergebens. Am 26. April nachmittags 5 Uhr entschlief sanft nach kurzem Kranksein unsere liebe Mutter, Schwiegermutter,GrohmutterundUrgrohmutter Frau Katharina Harber im 77. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Familie H. Karber Familie L. Karber Familie H. Schneider Familie Th. Pfaff. Lollar, Krofdorf, Düsseldorf, den 27. April 1917. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 4V* Uhr in Lollar statt. 3403 2925 Konzert täglich Hotel Happen. 'II m Todes-Anzeige. Heut© mittag entschlief sanft unser lieber Gatte und Vater, Schwiegervater und Grossvater Philipp Klein I. Flurschutz im 84. Lebensjahr. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres unvergeßlichen einzigen Sohnes, besonders Herrn Dekan Gußmann für seine trostreichen Worte, sagen wir unseren tiefgefühlte» Dank. Die tiestrauernden Eltern: Ludwig Klinke! I. und Frau. Ruttershausen, den 28. April 1917. 02511 Sammlung MnAltmaterla! durch das Kote Areuz. Die Sammlung wird in den bis jetzt noch nicht befahrenen Straßen von Montag, den 30. April an wieder ausgenommen. Es wird gebeten, die Sachen zur Abholung bereitzustellen. Hotes Kreuz, Eichen. Befiftrcedifel. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen IKaria Klein Familie Veit Familie W. Klein Philipp Klein III. Klein-Linden, 27. April 1917. Besitzer: Joseph Löffler ist käuflich an Herrn HMirjI>z»MzesLnnhnKlkl« übergeganges. Beide Geschäfte werden unverändert weiterbetriebeu. 0259t Der 0260!) 8482 Schwärs-IWeiss-Theater w©*s 81. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. vom Sterbehau3 Kirchstr. 32 statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Jshanna Eisoffer geb. Rothenberger sagen nur auf diesem Wege innigen Dank Rechtsanwalt Hngo Eisoffer Familie S Eisoffer Familie Louis Rothenberger Witwe. Giessen, den 27. April 1917. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Herrn Philipp Jung III, besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dörr, die Bemühungen der Krankenschwester und die überaus zahlreichen Kranzspenden sagen vielen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheira, den 27. April 1917. 3420 hat wieder begonnen. Amalie Holzapfel, Frankfurter Strafte 12. Muttst» zum Waschen und -Ü.SH|ÜJC Bügeln wird angenommen. Wasche m. Kernseife. Bahnluistr. 34. H. p«"" gedrittelt und ZMer, so lange Vorrat, z. Aussuchen ä 1 !Dlf. 50 Pfg. 02376 Uhrmaeber Off« Koch, Mühlstrahe 2. Fahrräder Mäntel, Schläuche, Reparatur und Zubehörteile stets am Lager. Willi. Meissinger U Kesselbach. Telefon 13 [3192 Amt Londorf. Profframm von Samstas, 28. bin inkL Montag, 30. April: Die eiserne Hand!! Großes spannendes Detcktlvdrama in 4 Akten. Henny Porten in dem 3 aktiven Lebensdrama Ein Ehrenwort! Ergreifend in Handlung und Bild. Neuestesvom Kriegsschauplatz! Außerdem eis» gntea Beiprogramm. 3411a Lichtspielhaus - Baftohcfsti». 34«, © Ab heute b2« inkl. Wontaff, 30. Aprfli, gastiert das beliebte Künstlerpaar Wanda Treumann und Viggo Larsen in ihrem neuesten .Sensationsdrama in 3 Akten öDiePetroleumtjuelle in der Hauptrolle V«'a«