Nr. n Der S'etzeace Änzrt-er erscheint täglich, nutzer SonnlagS. - Beilagen: Sietzener £tvHI Unblätter; KtcifMatt für den Kreis gießen. Bezugspreis: tnonatl. 9o Bi., viertel« fährt. Mt. 2.65-, durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 8<) Bi.: durch diePost Pik. 2.45 viertel- lährl. ausschl. Bestellg. Iernsprech - Anschlnffe: sürdieSchristleitunq112 Verlag,Geschästsftellebl Anschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehrn. Erstes Blatt J6Z. Jahrgang Donnerstag, 26. April M? Eichener <®m poyfcheSlonl»: Frankfurt a.M. tt686 General-Anzeiger für Oberhessen Bankverkehr: Gewerdebank Gießen 3w>I!ingrr»nddruck u. Verlag: vrühl'fche Univ.-8uch- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schuistr. Z. Annahme von Anzeigen r. die Tagesnummer bis nun Nachmittag vorher» Zeilenoreir, t. Anzeigen: örtlich 20 Pi.. Vermietungen u. Stellengesuche 15 Pi., auswärts 2b Pi., b Platzvorfchrckst- 30 Pi., Reklamen 75 Pi^. bei Platzvbrschriit 90 Pst Hauptschriitleiler: Aug.. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: V"a. Goetz. Stadt lind Lc»^, Vermischt eSu.Ge<- richtsiaal: Fr. R. Zenz. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Ein Angriff deutscher Torpedoboote aus Dünkirchen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 25. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Auf dem Schlachtfeld wird seit gestern früh um das Dorf G a v re l l e gekämpft. Nördlich der Scarpe hat der Feind seine Angriffe sonst nicht wiederholt. Südlich der S c a rp e - Niederung entbrannte nachmittags veiderfeits der Straße Arras—Cambrai der K a m p f v on neue m. Auf breiter Front griffen englische Divisionen. in dichten Staffeln ff-erangefülfftt, über Monch»>-Wau- court au. Im Feuer und hartem Nahiampf brachdereng- l i s ch c S t u r m ü b e r a l (u n t e r d e n s ch lv e r st e n Vcr- lusten znsammen. * Grabendesatzungen und Infanterie-Flieger nlelden über den 23. April, daß dis Zahl der vor der Front liegenden toten u »i d verwundeten Engländer eine ungewöhnlich hohe ist. Bei den Gegenstößen sind durch unsere Infanterie 6 6 0 Gefangene gemacht worden. Mehrere Panzerkraftwagen wurden zerstört. Nahe der Küste orangen am 23. April nach wirkungsvoller Vorbereitung uuftre Sturmtrupps in die feindlichen Stellungen und brachten 21 f r a n z ö s i s ch e G e f a n g e n e und vier Maschinengewehre als Beute zurück. Am 23. und 24. April kam es im Vorfeld unserer Kampslinie nordwestlich von St.Quentin zu mehreren Gefechten, bei denen der Gegner neben blutigen Verlusten airch Gefangene einbützte. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. In einigen Abschnitten der Ais ne- und Champagne- Front verstärkte sich der Feuerkampf wieder. Frau zösische Vorstöße bei Hurtebise-Fe., Brimont und westlich der Suippes blieben erfolglos. Hinter den feindlichen Linien wurde reger Verkehr beobachtet und von uns wirksam beschossen. Heeresgruppe Herzog Alb recht. Die Lage ist unverändert. * Njta 23. April verloren Engländer und Franzosen durch LUstangriff 20 Flugzeuge und einen Fesselbal- l o n. Der 24. April kostete sie 19 Flugzeuge, von denen J6 in Luftkämpfen, drri durch Abwehrfeuer von der Erde zum Absturz gebracht imtrfoen. Leutnant Beruert schoß seinen 20., 21. und 22. Gegner ab. Bei einem unserer Gegenstöße bei Gavrelle flog .Hauptmann Zorer, Führer einer Schutzstaffel, der stürmenden Infanterie in 150 Meter Höhe voran und beschoß aus seinem Flugzeug die englischen Linien mit dem Maschinengewehr. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Unsere Artillerie beantwortete kräftig das Feuer russischer Batterien, die vornehmlich bei Zakobstadt, Postawy und an der Bahn Zloczow—Tarnopol tätig waren. Mazedonische Front. Der seit Tagen gegen unsere Stellungen zwischen War- jdar und Doiran stark wirkenden englischen Artillerie folgten geftmi Angriffe, die von den bulgarischen Truppen sämtlich abgewreseu wurden. Der Erste Generalouartiermcister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin, 25. April, abends. (WTB. Amtlich.) Bei Arras griffen die Engländer nnr auf dem Südufer der Scarpe nördlich von Mouchy dreimal an. Dreimal sind sic doick verlustreich zurückgeschlagen worden. An Aisne- umd Champagne-Front Lage unverändert. Vom Osten nichts Neues. Unsere', gestrige.Bemerkung, die als Erwiderung auf die bekannte sozialdemokratische Entschließung veröffentlichte amtliche Erklärung über die Kricgsziele erscheine allzu matt, wird von der gesamten Presse geteilt. Niemand ist zufrieden mit diesen halben Andeutungen, die wieder so deutbar, schwankend und unsicher klingen. Uns scheint es so, als behandele der Reichskanzler die Ansichten der Sozialdemokratie, die er doch gewiß nicht teilt, mit übertriebener .Zartheit und Rücksichtnahme. Er will erreichen, daß keine Verdrossenheit einkehre, die der Verteidigung des Vaterlandes Hemmungen bereiten köinrte. Kein Mensch verlangt, daß Herr v. Bethmaun Hollweg gegen den Scheidemannschen Anhang mit Knüppeln losgehe; allein er würde sich mit eilt paar entschiedeneren, bestimmter gefaßten Worten auch in diesem Lager mehr Respekt und Eindruck verschafft haben, ,ols mit diesem Zuknöpfen des Rockes, unter dem ec den allzu ängstlich gehüteten Schatz seiner Kckckegsziele birgt. Alles drängt sich jetzt um ihn wie springende Hühner, die nach dem im Schnabel einer Stammesgenossin hängenden Bissen lüZeru sind. Der sozialdernokratische Hahn sträubt, um im tBrlde zu bleiben, stolz sein Gefieder und reklamiert Herrn v. Bethmann Holltveg wieder einmal als Gesiunungs- anhänger, nur als einen ängstlichen und schwächlichen. Der „Vorwärts" schreibt nämlich u. a.: „Die Beweisführung der offiziösen Erklärung läuft darauf Hinaus: Weil die andere,: Unsinn reden, müssen oder dürfen wir es auch tun. Weil die anderen den wilden Mann spielen, dürfen! wir nicht zeigen, daß wir bei Verstände sind. Das würde uns als Zeichen der SchlwäckM ansgeleat werden! Ader — die Frage fei " " — itzdenn die offiziöse Erklärung etwa ein Zeichen der Stärke? Wenn die französische Presse nach tausend Tagen Weltkrieg immer noch wilde Eroberungspläne verficht— lwer will ba glauben, die französische Regierung würde sich bei demnächst statt findenden Vevk^mdlungen zu Gebietsabtretungen und Zahlung hm Kontributionen bereit finden lassen? $ii r einen solchen Notfall, für ein solches Zusammen- llappen läßt sich nirgends das geringste Anzeichen erblicken. Und doch will dre deutsche Negierung Verhandlungen, und sie will sie zu einem guten Ende führen, obwohl sie ganz genau weiß, daß Erobererwünsche dort nach keiner Seite hin Aussicht auf Verwirklichung haben. Also will die Regierung den Frieden ohne Eroberungen und ohne Entschädigungen. Sie will bloß nicht sagen, daß sie ihn will! Die Folge ist nun die: IeNe ungünstigen Wirkungen, die die Regierung von einer offenen Erklärung im Sinne der sozialdemokratischen Forderung befürchtet, sind nicht vermieden worden. Das „Zeichen der Schwache" ist da. Jene günstigen Wirkungen aber, die ein klares Bekenntnis der Regierung gehabt hätten, bleiben aus. Denn eine klare deutsche Erklärung, die dem Frieden den Weg bahnt, fehlt." Es sind jetzt schon wieder halbamtliche Geister beflissen, dem „Vorwärts" den Brocken der angematzten Kenntnis von des Kanzlers Zielen ans dem Schnabel zn reißen. Organe der Rechten deuten die Worcke der „Nordl). Mgern. Ztg." so, als verfolge der Reichskanzler noch die alten Garantien. Im „Tag" redet jemand dem leitenden Staatsmann besonders eifrig und scharf ins Gewissen: „Zutreffend hat die Regierung darauf hing'wiesen, mit welcher Ungeuiertheit aus der Gegenseite nach wie vor die ausschweifendsten Kriegsziele gegen Deutschland und seine Verbündeten verfolgt deu: bei uns aber, die wir bisher aus allen Fronten siegreich das Feld behauptet haben, herrscht immer noch die g r ö ß t e U u k l a r- heit barirtrcr, worin nun der Lolin für die beispiellosen Känipfe und Entbehrungen bestehen soll, die das ganze Volk freudig aus sich genommen, har. Das ist ein Zustand, der nicht endlos fort dauern kann, und wir müssen um so dringender von ilM erlöst werden, je gewaltiger die -Mstreugungen sind, die der bevorstehende Cnd- fampf unt unser staatliches und vol klick es Sein oder Nichtsein nach von uns fordern wird. Mit matten Besänftigungen nach beiden Seiten hin mid> nickt' viel erreicht. Wir brauchen jetzt mehr, denn je eme starke politische Führung, die es versteht, das Volk mit sich wrtzureißen. Die eherne Svrackre unserer Heeresberichte ist ein leuchtendes Beispiel darür, wie »um zum deutschen Volke reden muß und Faim." Daß Organe, ime die „Deutsche Tageszeitung" noch erbitterter mit den Füßen scharren, ist klar. Das Blatt erklärt prophetischen Tones: „Dre „Nordd. Allg. Ztg." bat nur die wehmütige Frage: „Glauben die deutschen Sozialdemokraten, gegen diese Ideen unserer Feinde im Westen durch ilire Formulierungen aufzukommen? Sie werden Enttäuschungen erleben." Wir möchten dagegen fragen: „Glaubt die deutsche Regierung, durch diese Formulierungen der „Nordd. Allg. Ztg." gegen die Ideen und die Willensbestrebuu- gen der deutsckTcn Dozoldemotraten anzukommen? Sie wird Enttäuschungen erleben." — Hier l-audelt es sich nicht um Ideenaustausch und moralpolitische Wortgefechte, sondern nur um die Machtsrage, ^ welche die deutsche Regierung sich aufzwoerfen scheut im Glmweu, sie könne durch Vertagung erledigt werden. Eine solche Vertagung ließe sich allerdings denken,'aber rrur in. der Form, daß eines Tages sich die Regierung offen auf den: Boden des Scheidern a n nsche r. P rogran: m e s befände und sich dazu be- kenute. Die Erklärung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitrmg" wird be: allez:, die nicht auf dem Schn.demannsck-eu Prograumw stehen, de:: Eindruck eviveckLir, daß die Regierung sich auf dem Wege zu ihm befindet." Llnch dem „Berliner Taoebt." ist das Erzeugnis der „Norddeutlchen" gänzlich wider den Geschmack. Es macht Stnnnrnng für seinen bekmmten „Geschäftsfrieden", der Zug nm Znq zustande kommen müsse, wobei das Blatt wahrscheinlich nbersieht, daß bei solcher Vdethode das Vorforder:: im Preise den Anfang machen urüßte. Gleichwohl verlangt es vom Kanzler ei:z Programm, das nicht von armexionisti- schem Geiste erfüllt sein dürfe: „Dieses ganze Zögern der Regierung ist doch in: Gninde verursacht durch den Gedankm, jene mmerionistischeu Agitatoren und Zeit::ngen. die vom alldeutsche:: Geiste erfüllt oder von der Schwerindustrie vorgeschickt sind, könnte:: in ihrem Zorn einen zu bctäiwenden Lärn: erleben. Wir für unser Teil haben stets den Standpunkt vertreten, daß der von Scheide- mann genmnschtc „StatuSlnw"-Friedon allen am Kicke ge beteiligten Völker:: besonders :msyn:pathisch sein dürste und schon ' darun: keine Änssicht auf Verwirklichung habe. Daß nach diesen: Kriege absolut alles beim alten bleiben müsse, ist eine Forderung, 'die überall der Volksvhantasie widerstrebt. Es ist nur ein Frieden denkbar auf der Grimdtage des politischen Geschäftes, deö Kompromisses, der Verständigung, und ein solcher Frieden toird :wch am eheste:: geeignet sein, auch eine Beruhigung in der Welt wieder her- znftellen. Die deutsche Regierung sollte, ltrxirt sich weiter in Uullarl)e:te:: ur:d mißverständliche:: Attgeineinheiten zu ergehen, ein Progrannn für irntent solche:: Friede:: vorlegen m:d sage::, -rrrie s:e sich, in großen Zügen wenigstens, dieser: Friede:: denkt." Alle diese Auseinandersetzungen vollziehen sich vor den Ohren des Auslandes. Unserer Ueberzeugung nach hat der Kanzler in seinen unbestiinmten Erklärungen zu wenig mit dieser Wirkung auf die Feinde, zu einseitig mit einem Erfolg bei der sozialdemokratischen Stimmung gerechnet. Wir müssen nach außen stark daftehen, wozu uns unsere tapferen Heere bereclitigen, und wir müssen im Innern die Front der Beherzten, nicht von internationalen Erbschaf ten Angekränkelten verstärken. Ter österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird perlautbart: Die Lage ist überall unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r. Feldmarschalleutnant. Verdoppelung der englischen Verluste am 2^ ■ April. Berlin, 25. April, (WTB. Nichtamtlich,) Auch am 24. April machten die Engländer d:e verz:oe:ieltsteu An,treng:mgen, das Schicksal der Schlacht bei Arras zu ihren Gunsten zu weichen :md die schwere Niederlage am 23. April auszugleichen. Wie am vorigen Lage, so zerschellten auch diesmal lvieder die nut der äußersten Hartnäckigkeit vorgetragene!: englischen Massen- angrifse blutig au der imerschütterlichm Mauer der deullck)en todmtschlossenen tapferen Verteidiger. Ohne dem Engländer irgeno einen (Äsolg zu brirrgen, verdoppelte der 2 4. April dre englischen Verluste. Nach den Berichte:: der KampMrwpe wurden g a u z e S t u r m r ^ r h e:: der Engländer von dem sickZeven Maschinengewehrfeuer einfach um gelegt, andere^ englische Sturml-ausen geriete:: in das de:chche Vernichtungsfeuer der Haubitzen Und Feldgeschütze und wurden völlig zermalmt. Vielerorts liegen zertrümmerte englische Panzerwagen, von Gefalleiren umgeben, die hinter den zerschnitt erben Tanks Schutz suchten. Besonders beiderseits der Straße ?lrras--Cambrai liegen die englischen Gefallenen in sörmlichm Barrieren. 2 4. April vor:nitlags. Der Vremvpank: der Kämpfe nördlich der Scarpe ^war, wie schon am gestrigen Nachmittage, das an der Straße Arras-Torai liegende kleine'Dorf Gavrelle, um das erbittert hm- uird heewogende Kämpfe tobten. Die Schutzstätte des Dorfes, von unseren Truppen eng umklammert, liegt unter starkem de. t'chen Granatsouer. Südlich von Gavrelle ist die ganze Front sonst in unserer aHnd. Lln der übrigen Front des nördlicheü Angriffsflügels fanden an: Vornnttag heftigere Kämpfe nich: statt. Die Engländer mußten infolge der hohen bllttigen Verluste am vorhergehende:: Nachmittag eine A emvause _ eiutreteu lassen, während die eine deutsche statle Patro::il''e westlich von Hulluch bis ::: den dritten englischen Graben vorstoßei: konnte. Auch südlich der Scarpe vermochten sich die verbluteten englischen Divisionen, deren wieder und wieder am Vortage,frisch heran- gesührten Reserven in: deutschen Feuer rasch dahingeschmolzen waren, zu cinnn starten Angriff nicht anfzurasfen, be: der geitern nemelbctei: Wiede: erobermrg des Bahnhofs von Roeipr, w:rrd«n eine Anzahl Gefangener, darunter Offiziere :md mehrere Maschinellgewehre eingebracht. _ 24. Avril, lwchmittags und abends. A::f dem :wrdlichen An- griffsflügel schwoll mit dem sinkenden Tage das bis dahin lebhafte Artillerienner imcd-er zu bedeutender Stärke an, besonders auf der Linie westlich Lens—Arion—Oppy. Es wütete die ganze Nacht hindurch mit großer Gewalt. Oestlich von^ Bailleul auffahrende: englische Batterien :vurd«: zusammengeschossen. Nach zermalmender deutscher Art:lleriewi r kn n g drangen unsere Tr::ppen an: Nachmittag wiederindenOrtGavrelle ein. Südlich der Scarpe wütete nachmittags ein äußerst heftiger Arttl- leriekampf. Nack stärkster Artill-erievorbereittmg setzte der Engländer nackmittags 5 Uhr beiderseits der Straße Arras—Canibrai auf dem 5 Kilometer breiten Frontabschrntt Mmwny—Cherisy zu erneuten Angriffen von größter Gewalt an. Die tief gestaffelten Angriffswellen brachen in der Mitte der Angriffsfront unter schwersten blutigen Verlusten in: Feuer zusammen. Auf beide:: Flügeln entbrannten heftige Kämpfe, die zu erbitterte::, von leiden Seiten mit großer Wut durchgefochenen Nahkämpten fiiljrten. Das feindliche Artilleriefeuer zog sich kveitcr nach Süden, in die Gegc:ü) von Queant. Unsere Flieger ntelbetcn noch am späten Nach,nittage den Anzug neuer englischer Reserven, die die unerhört blutigen Verluste der zerschossenen englischen Divisionen aufff'illen sollten. 25. April, :norgens. Starkes Feuer die ganze Nacht hffckurch auf dem Nordslügei. Um Gavrelle wurde^ die Nacht hindurch imb auch morgens noch erbittert gerunge::. Südlich der scarpe tobte die ganze'Nacht ein heftiger Artilleriekampf. Seit 4 Uhr uwrgens sind cunntte Kämpfe in: Gange. Das feindliche Feuer liegt seit den Abe ick stunden mit bes o:ü>ever stärke auf dem Abschnitt Bullecvnrt bis südlich Visen. * Englischer Heeresbericht vom 24. April, 10 Ul)r aboucks: Ergänzende Mitteilungen über die Scklacht vom Montag zeigen, daß der Kanrps außerordentlich heftig war. Siebe:: de::ts-che Divisionen kvaren auf der Front Croisilles-Gavrelle im Geseckt. Eine. Anzahl takttsck wichtiger Stellungen wechselten nu:hrmals den Besitzer, bliebe:: aber schließlich alle in unserer Gewalt, außer einigen Gebäuden nördlich von Roeux. Die Dörfer Billers-Blouich und Bea::camp umrden erobert. Ein ernster Kainps setzte sich gestern abeich und zeillveise während der Nackt an der ganzen Front von Croisilles bis :wrd- lich von Gavrelle fort. Ter Feind emeuerte fvrttvähr-end seine ohne Erfolg, aber mit großer Entschlossenheit mrsgeführten Gegen- a n g r i f T e, ohne auf feilte Verluste zu achten. Die gesteri: von uns eroberter: Stellungen !m:rden, wie bereits gemeldet, behauptet. Nene Fortschritte wurden östlich von Mpnchy-Le-Preux und in der Umgegend von Roei^.' erzielt. Ein besonders heftiger Gegamngrisf. der vom Feind heilte :norgen frühzeittg gegen das Tors Gavrelle nnternomn:en wurde, ist abgewiesen worde::. Tie Zahl der Gefangenen, welche als Ergebnis der gestrigen Operationen gezählt wurden, übersteigt 1500, darunter 30 Offiziere: viele werde:: noch dazu konrmen. Südlich der Straße Bapcuune—Canckrai gewannen unsere Truppen während der Naäft Gelcff:de ans einer breiten Frmtt östlich von Epelw. Sie erreichten den Kanal von St. Quentin bei Vendbullle. Feindliche Gegenangriffe scheiterten in unserem Infanterie- und Maschinengekvehrseuer. Ein britisches Arn:eekorps machte Gefange::e von vier verschiedenen deutsche:: Tivisüme::. Unsere Truppe:: rückten auf der gm:zen Ausdehmmg der Front vorwärts. Am Dienstag smcken cn: zahlreiche:: Prmkten der Schlachtfront scharfe, doch minder heftige Kämpfe als au: Tage vorher statt. Wir rückten :msere Linien lüs aus einige hundert Mieter von Fontaine-les-CvoisilleS und von Elferizp vor. Am Nachinittag wurde ein von beträchtlichen Kräften nnterlwmmencr feindlicher Angriff in der Umgegeird von Gavrelle von mrserer Artillerie vereitelt und flutete mtter unserem Feuer in Unordnung zülrück. Seit Aivntag vorinittag haben über 2000 Gefangene unsere Samn:elpunkte passiert: kveitere treffe:: fortgesetzt ein. Tie Zahl der Lu ft kämpfe »m:r am Montag größer als sonst. Untere Piloten griffen die feindlichen Flugzeuge überall, wo sie auf solckre stießen, mit Erfolg an, dränge:: ttef in die deutsche:: Linien lstncckn vor, bombardierten die E:senl»ahngeleise, dici Depots, die Fluglialle:: oder nöttgten den Feind zum Kampf. Im Verlaus dieser tzd-sechte wurden 15 feindliche Apparate zei'stvrt, 24 wuredn gezimmge::, schwer beschädigt niederzugeben, und chnger. größte::teils beim Ausschlagen ecke Tie durch die Order in Council vom 20. April dem Lcöensmittelkon t rollenr Llord Devrmport verliehene Befugnis, alle Pläüe, wo Lebensmittel für den Verkauf ange- fertigt, augeliefert oder herorrichte: werden, in Besitz zu nehmen, wird gemäß der „Tim's" eine einchncidende Wirkung auf D-otels und Restaurants ausübcn. Rotterdam, 25. April. Der ,.R. Rott. Cour." meldet aus London, der Präsident des Landwirtschastsamtes, Pvöthew, habe gestern im Unterhaus einen Gesetzentwurf über die Weizen- erzeugung eiugebra-cht, demzufolge die inländische Erzeugung von Weizen dadurch gefördert werden solle, daß den Farmern für die Dauer von sechs Jahren Mindestpreise für Weizen und Laster garantiert )v?rden, ferner dadurch, daß Mrndestlöhnc für die in h°r. LMrdmirt-ckist beschafriaten Männer und Frauen sowie jrlgendlich Arbeiter sesttze^etzt kvrrden. * * * Frankreichs Fleifcheinschränkirng. Be rn, 25. Avril. -WTB. Richt-amtl.l Pariser Blättern zu- folge errtärte Violette in seiner Begründunq der neuen Bekanntmachung über die sleisck/ostn Abende, daß durch diese Maßnahme hoffentlich 30000 Stück Vieh monatlich bereitgestellt werden könn- teu. welche künftig für die Verproviantiernng der ?lrmec fehlen wurden, falls nicht unverzüglich einschränkende Maßnahmen für den.I-leischVerbrauckt der Zivilbevölkerung getroffen würden. Tie größte Sparsamkeit im _ Fleischverbrauch sei heute eine vaterländische Pflicht. Falls die Neureglementierung nicht die gewünschten Ergebnisse zeitigen sollte, würde die Regiermrg gezwungen sein, dre strengsten Maßnahmen zu ergreifen. Der König von Dänemark in Stockholm. Stockholm, 24. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Schive di scheu Telegr.-Bur. Der König v-chi Dänemark ist heute morgen in Stockholm cmgekonnnen. Er mmtde vom König, dem Kro-npriuzew und der Kronprinzessin, dem Herzog von Soedermcmland, dem Herzog und der Herzogin von. Westera-oetlaud, der Prinzessin Margareta, dem Herzog von Nerike und dem Prinzen Bernadette begrüßt. Außerdem waren anwesend der Staatsminister, der Minister des Aeußern, der Reichsmarschall und der dänische Gesandte in Stockholm. 'Sic Majestäten, ehrfurchtsvoll begrüßt von der Menge, fuhren nach dem Königlichen Schloß. Verletzung der norwegischen HoheitSgewässer durch England. Kristiania, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Nortvegischen Telegraniinbureaus. Nach einer Meldung an die norwegischen Marinebehördeti wurde derbe u t s ch e Dampfer „Vesta" am 22. 2lpril in Baasperingen in den norwegischen Hoheitsgewassert, von einem bewaffneten englischen Fi s ch d a m p f er beschossen. Am selben Tage wurde der deutsche Dampfer „Clara Blumen selb" bis zum Baadfjord von zwei englischen bewaffneten Fischdampfern verfolgt. Die norwegische Regierung hat telegraphisch der Gesandtschaft in London den Auftrag gegeben, gegen diese Verleizmtgen der norwegischen Hoheitsgewässec bestimmten Einspruch zu erheben. Das Wahlergebnis iu Fapau. Tokio, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Buveans. Die döeuwahlev haben mit einem Sieg der Regierung, die 50 Sitze gewonnen hat, geendigt. Dies bedeutet eine Niederlage der Chauvinisten 'und den Triuntph der Politik Tcrauchis, die ein freundschaftliches Verhältnis zu China, engere Beziehungen zu Rußland und eine loyale Uriterstützung der Alliierten ivünscht. Seekrieg. Vorstoß deutscher Torpedoboote in de» «anal. Br r l i n , 25. April. (Amtlich.) Torpedobootedes Marinekorvs unter dem Befehl des Kapitänleutnants Aß mann griffen in der Nacht vom 24. zum 25. April Feste und Reede von Dünkirchen an. Auf 3000 Meter Entfeimung wurden 350 Spreng'grattaten gegen die Hafen- anlagen gefeuert, die durch Leuchtgeschosse erhellt wurden. Die Errrckdernng des Feuers durch die feindlichen Küsten- batterien blieb wirkungslos. Nach der Beschießung wurde das Fahnvasfer nach feindlichen Bewachnngsstreitkrasten abgesucht. Hierbei kam cs zu einem k u r z e n G c s r ch t mit zwei anscheinend französischen Torpedobooten, von denen eines durch Torpcdotreffer versenkt wurde. Ein gleich darauf angetroffen es a n Ä e r e s D 0 r p 0 st c n f a h r - zeug wurde durch Artillerie vernichtet. Versuche, die Ueberlebenden der beiden versenkten seindlichen Fahrzeuge zu retten, umßtcn außgegebeu werden, da von Land heftiges Geschützfeucr einsetzte. Alle eigenen Boote sind ohne Beschädigung oder Verluste znrückgekehrt. Der Chef des AdmiralstabS der Marine. Rotterdam, 25. April. (MTV.) Nach dem „Nieuwe Rotterdamschen Courant" schreibt der „Mailchester Guar- bian", in 4Narinekreisen werde allgemein angenommen, daß die deutschen Torpedoboote, die den Angriff im Kanal unternahmen, daS Schiff zu erreichen versuchten, mit dem Premierminister Lloyd George nach England zurückkehrte. Die neuesten N-Booterfolge. Berlin, den 25.April. (WTB. Amtlich.) Seit den am 19. AprU bekanntgegebenen U-Boors- Erfolgen sind nach bis zum 24. April eingegangenen Sammelmeldun- gen weiterhin insgesamt 1 4 3 5 0 0 B r u t t 0 - R c g i st e r - Tonnen seirchlicher und neutraler Handelsschiffe durch unsere N-Bootc im eugllschm Kanal, im Atlanrischen Ozean und in der Nordsee versenkt worden. Zu den bereits früher veröffentlichten U-Bootsersolgen sind wlsiende Einzelheiten nachzutragen: Ein englischer Hilfskreuzer der Baralong-Klasse (4129 T.), die englischen bewassneteli Dampfer "Bine Brauch" (3442 T.), „Petrrvge" (1712 T.), „Unwoit" (2616 T.), „Torrington" (5597 %.) Tvrol" (3066 T.). Ein 2,6-Zcntinr.-Geschütz wurde erbeutet. 5 Kapitäne und 3 Riann der C>eschützbedienung ivurden gefangen genommen Der englische Talnpscr „Kittywake" (1866 T.), der von zioei Zerstörern gesichert war, nutete aus dem Geleitzug hewausgeschossen^ „Marten", „Sibirien" (3500 T.), mit einer Ladung Holz, ter ^ankdampser „Rosalind" (6535 T.) mit Treiböl. „GairnM" 4961 T. . die eüglisck^en Segler „Maria." und ,.Nachester Castle", dce englischen Ftschersahrzeuge „Precederit", „Brothertoft", „C. ?). 566" die französischen Segler „La Bimkerguoise" und „Marie Eeleiie" ter italienische Dampfer „Fensiero" (2632 T.), der pvr- tugiestsche Dampfer „Caminha" (2736 T.), die norwegisck)en Dampfer „Ranvik" mit 10000 Tonnen Weizen von Buenos Aires für die französische Regierung, „Star" mit Holz und Papiermasse, „Gama", ^,Bokn", „Fjeldi", „Paris", „Vilja", die norwegischen Segler „Sylsiden" mit Bauholz, „Glenlora", „Polycarp" mit Kohlen, der spanische Dampfer „San Fulgencio" mit Kohlen, der griechische Dampfer ^.Frixos", die dänischen Dampfer „Helga". "K. Fjord", die däniscten Segler „Union" mit Kohlen, „H. B. Linnemamt", „Astrana", die holländisck-en Schoner „Nep- tunus" „Doorwaarts" mit Kohlen, „Tina" ..Herwrika", der sckMedische Dampfer „Atalanta", der schrvedische Segler „Amanda" mit Grubentelz. Ferner acht Dampfer und drei Segler, deren sliamen nicht ststgestellt werten konnten, darunter ein bewaffneter Dampfer und drei Dampfer, die aus dem Geleitzug herausgeschossen wurden. Der Chef des Äldmivalstabs ter Marine. Ausbringung einer Bark durch ein deutsches Marineruftschiff. Berlin, 25. April. Am 23. April nachmittags hat eines unserer M a r i n e l u f t s ch i s s e in der Nordsee die norwegische Bark Royal (68> Brnttoregistertonnen). die mit Grubenholz nach Westhartlepool unterwegs war. aufgebracht und durch ein an Bord gesetztes Prisenkommando nach einem deutschen Hafen einbringen lassen. Der Hilfskreuzer „Seeadler". Berlin, 26. Avril. Aus Berichten der m Brest eingetroffenen Offiziere und Mannschaften von vier französischen Schiffen, die vc>m deutschen Hilfskreuzer „Seeadler^ versenkt wurden, geht laut verschiedenen Blättern hervor, daß der „Seeadler" seine erfolgreiche Tätigkeit fortsetzt An einem Tage soll er acht Ententeschifse iu den Grund gebohrt haben. Neutrale Schiffe iu englischen Häsen. Berlin, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) wie wir von zuständiger Stelle erfahren, hat die deutsche Regierung aus Ansuchen der neutralen (Sraaten die uwch Schiffe in engl is che H' H äsen liegen haben, die bisher wegen der deutschen Seegebietssperrung nicht aussahren konnten, ahnen das Angebot gemacht, diese Schisse -am 1. Mai auslausen zu lassen und ihnen für diesen Fall, al>gesehen von ter Minengeiahr, sicheres Passieren deck Sperrgebiets zugesagt, wenn sie bestimmte Zeichen rühren und bestimmte Wege einhalten. Diese Schisse sind dazu bestimmt, die Neutralen mit Lebensmitteln zu versorgen. Es bleibt abzu- rvarten, ob die englische Regierung, die bei Erlaß der deutschen Sperr-Erklänmg die Apsfahrt neutraler Schisse binnen ter gewährten Frist verhindert hat, die Schisse nunmehr cmssahren läßt. * K o peuhagen, 24. April. (WTB.) Das Ritzau-Burecm nieldet aus Kristiania: Folgende Schiffe sind versenkt worden: Segelschiff „Bestelo", Dampfer „Gerda", Dreimaster „Bille de Dieppe"3 Dampfer „Elida", außerdem das Segelschiff „Skjeld" ans Kristiania. Ein deutsches Taucki- boot beschoß bert Dampfer „Valerie" aus Stavanger und versenkte ihn. Nur dem Reiche. Der Reichskanzler über Rüstungsirwustnc und Arbeitseinstellungen. Bcrliit, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der Reichs- k a n z l et hat au sämtliche Bundesregierungen das nachstehende Schreiben gerichtet: Jeder Deutsche weiß, daß die Sicherheit unseres Vaterlandes und daß der Sieg in dem uns aufgezwungeneit Kampfe von der Beschaffung des gewaltigen R ü st z e u g e s für Heer un d Fl 0 t te abhängt. Dazu fit eine unausgesetzte, angestrengteste Arbeit irr allen Betrieben, die für die Kriegführung Bedeutung haben, unbedingt notwendig. Werden solche Unternehmungen, menn auch nur aus ficrze Zeit, stülgelegt, so wird die Schlag fertigfeit unserer Truppen iu Frage gestellt und den Planen und Berech- tmmvjeu unserer Heeresleitung die Unterlage entzogen. Die aufgeklärte deutsche Arbeiterschaft ist sich der hohen Bedeutung ihrer Aufgabe voll bewußt. In letzter Zeit haben aber an einigen Orten Personen, die sich dadurch bewußt oder unbewußt in den Dienst unserer Feinde stellen, versuchst, sie in ter Erfüllung dieser Ausgabe zu stören. In verschiedenen Betrieben, deren ungestörter Fortgang für die Landesverteidigung wesentlich ist, ist an die Arbeiter mündlich, schristlich oder durch die Verteilung von Flugblättern und Handzetteln die 'Aufforderung zur Arbeitseinstellung gerichtet loor- ten. Es ist ferner mehrfach versucht worden, Arbeiter, die getreu ihrer Pflicht zur Werkstatt zurückkehrten, von ter Arbeit abzuhalten. Auch in Zukunft tverden solche Beiguche Leitern an dem vaterländischen Pflichtgefühl und dem gesunden kameradschaftlichen Sinn unserer deutschen Arbeiter und Alteitcrinnen, die in Uebereinstimmung mit der Leitung ihrer bewährten Berufsorganisationen ihre ganze Kraft daran setzen, unseren ktimpsenden Brüdern zu schaisen, was sie zur Verteidigung der Heimat brauchen Die deutsche Arbeiter- sckwst soll ater wissen, daß die Staatsbehörden, die über Recht und Gesetz -zu wachen haben, mit ihr gegen jene verbrecherischen Machenschaften anbämpfen werden. Das Strafgesetzbuch bedroht diesenigen, die aus die angegebene W'^nse einer feindlichen Macht Vorschub leisten oder der Kriegsmacht des Deutschen Reiches oder einer: Bundesgenossen Nachteil zu fügen, wegen Larrdes Verrats mit schwerer -Strafe. Wer unseren tapferen Kriegern in diesem heiligen Kampfe ehrlos und treulos in den Rücken fällt, der stellt sich außei'- halb der Volksgemeinschaft und soll von der ganzen Särfc des Gesetzes getroffen werden. Ich weiß mich einig mit den hohen Bundesrecherungen in dem Gefühl heiliger Pflickdp - süllung, jede deutsche Arbeit in dem Dienste unseres mu sein Dasein ringenden Volkes mit allm Mitteln zu fördern und vor feindlichen Umtrieben zu schützen. Aus deu ReichstagSauSschüffeu. Berlin, 25. April. (WTB.) Der Reichshaushalts- a u s s ch u ß beschloß folgende Erklärung, die an Gencral- feldmarschall v. H i n d e n b u r g telegraphiert wurde: Die Unterzeichneten Mitglieder des ReichchauShaltscmsschusses danken den uilvergleichlichen Nipferen deutschen Helden vonA r ras, an ter Ais ne, in der Champagne mcd wo immer sie für des Volkes Herl cmd des Vaterlandes Wvbl kämpfen und bluten, fftr xa der Nettgrschickbe einzig daAehesrdar Leitungen. Sie t«en für daZ deutsche' Volk das Gelöbnis ab. mit ganzer Kraft un- erschüttenvch für seine opsermuliqr Derteibiming bis zum baldi- Frieden zu sorgen. Berlin, den 25. April 1917. i)r. Spahi:. BehrenS. v. 'Bwlm, Davidsohn. Erzber^r, Giesberts» < ioettmg, Gvthern, v. Graese (Güstrow), Gröber. Dr. Haas (Baden), Dr.Haeqp, Jxxh. Mettin, Fladen, Nehbel. Noske. Dr. Pfleger. )ierchstugs ertlarte l»?i der Beratung des Heeresetats der Ztzritgs- Nlnrister v. Etein, das; künftig die H e i m s e n d n n g von ^ e b e n s m i 1 t e l p a k e t e n bis zu einem Gewicht von fünf .Kilogramm erlaubt sei, die private Hinanssendung von Lebens- mttteln redoch verboten werden solle. Vom Heer der Reklamierten. B er litt, 25. April. (WTB. Amtlick).) Das Kriegs amt bat die Anordnung getroffen, daß aus unserem gewrtttigen Neklamiertenheer, über das wir neck) in der Heimat verfügen und das unser Feldheer von 1870 um ein Mehrfaches übertrifft, eine größere Zahl für den. Heeresdienst int Felde wieder freigemacht und in der Kriegswirtschaft durch Hilssdien st Pflichtige und Frauen ersetzt wird. Bei dieser Gelegenheit soll auch ein Austausch zwischen dem Feld und der Heimat ftattfinden, so- daß ältere verheiratete Facharbeiter, besonders Familienväter — soweit die mili tärischeu Interessen es zulassen — aus der Front heraus- gezogen und der heimatlichen Kriegswirtschaft wieder zu geführt werden. Ferner ist im Einvernehmen mit der Obersten Heeresleitung beabsichtigt, zur Steigerung unserer Kohlenproduttion dem Bergbau weitere Kräfte aus dem Heere zuzusühreu gegen Ersatz aus der Heimat. Dieser Ersatz kann nur aus der Kriegsindustrie eutnornmeit werden. Von den in Verfolg vorstehender Maßnahnren^notlveudigen Einziehungen Reklmnierter, womit in der Industrie bereits begonnen worden ist, bleibt die Landwirtschaft vollkommen unberührt. Die stellvertretenden ö-encTctKimmun dos sind angewiesen, die Unternehmer rechtzeitig von den bevorstehenden Einziehungen zu unterrichten, damit für Ersatz der Arbeitskräfte Vorsorge getroffen werden kann. Eine scharfe Nachprüfung, ob nicht einzelne Betriebe mit Reklamierten übersetzt sind, geht mit den angeführten Maßnahmen .Hand in Hand. Die Feststellungs- und Einberu- tuntzÄrus schösse nach den: Hilfsdienstgesetz werden Gelegenheit haben, das Herairsziehen der Reklamierten durch" die rechtzeitige Ueverweisung von Hilfsdienstpflichtigcn nach- drücklichst zu trnterftützen. * Berlin, 26. April. Dem „Lokatanz." zufolge nimmt dulspa. fassen begomten. Bis Ende des Jahres 1916 waren solche Schulsparkassen in 80 Otten eingerichtet morden, von denen die meisten Aur Stabt und Larnd. Gießen. 26. 2lpril 1917. Zur Aussaat der Kartoffeln schreibt man uns aus dem städtischen Leben^mittelamt: Infolge des immer noch schlechten und kalten Wetters eitt das Stecken oder Legen der Kartoffeln durchaus nicht Es gibt aber Leute, die jedesmal ummhig und ungeduldig werden, wenn die Sonr^ einnurl ein paar Stunden scheint. Daher ist es nättg, noch einmal nachdrücklich dcroapf Hinzuwelsen, daß es noch Zeit hat mit dem Auslegen der Setzkartoffeln. Fast jedett Morgen hat es noch 'Eis gefroren. Die so in die Erde gelegten Kartoffeln gehen z'ttgrunde, tnrd wenn sie auch beimen, so ersttcken sie, ehe die Triebe aus dem Erdbodeti herauskommen. Werden die Knollen >aber in die Erde gelegt, wenn erst einmal der Boden durch- tvärmt ist, so geht die Keimung rasch von statten und die Kartoffeln gehen bald aus. Die Bezugsscheine für die Frühkartoffeln werden in einigen Tagen ausgegeben lverden. Es sind gute, ertragsreiche Sorten, meist 2Ülssaat II und Kaiserkronen; sie dürfen ttur zur Aussaat venvendet und müssen fein behandelt werden, wie wirkliche .Kaiserkronen. Alle Bestellungen mußten leider etwa zur Hälfte gekürzt werdet!, die meisten wer- geb. ^ferfter. Kartoffel-Ablieferung. Wir verweisen nochmals auf die diesbezügliche Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte. ** Zum Futteran bau. Bei der Knappheir an Kleesämereien enrpftellt das Städtische Lebensnrittelamt es als dringend notwendig, mehr als bisher Wicken und, bei geeigneten Bvdenverhält- rtiffett, Seradella (Mznbauen. Beide Futterartetr sind ein vorzügliches Grünfutter und leisten als siftündüngung guten Ersatz für den fehlenden Stickswsfdünger. Bestellungen aus Saatgut der genanntest Futterpflanzen sind laut Bekanntmachung umgehend bei dem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 6, anzumelden. ** Das heutige Kreisblatl enthält Bekanntmachungen über Reparatur landrvirftchöstlicher Maschimm, Verkehr mit Eiern, Ausführung der lcrndivirtsckiaftlichen Unfallversicherung, Verordnung über Rohtabak, Anban von Tabak int Jahre 1917, Aeudcrnng der Postordnung, Feldbereinigung Niedcr-Bessrngen, Verkehr mit ausländischem Mehl. Landkreis Gießen. ** ANendorf a d. Lda., ,26. April. Für die Hindcit- bnrgspende wurden hier gesammelt: 388 Eier, 64 Pfund geschälte Gerste, 15 Pfund Mehl, 9 1 /* Pfund Speck und F^tt, Dauer- tvarc 3 Pfund, Mttter l 1 /- Psund, Bohnen 14 Pfund, frische Aepfel 3 Pfund, Dörrgenrüie 1^/, Pfund, Dörrobst 66 Pfund, ZtvetschenmtlS 15 Pm-no. — Zur Spende für das 25jälpige Regicrungs jubil äunr des GvoßhepKpgs waren 474 Mark eingegcntgen. e. Lang-Göns,24. April. Da in unserer Gemeinde l>ereits mehr als 60 Kinder aus preußischen Industriegebieten tmter- daß ein 'großer Teil der die Schulsparkassen lefterrden Lehrer zu den Fcrhnen ein berufen wurde, oder daß^andcre Hemmnisse eintraten, die zahlreiche Schnlsparkasserr ihre Tätigkeit einstellen ließen. Letzte Nnchriehten^ Die Flieperkämvfe an der Westfront. Berlin, 25. April. (WTB. Nichtamtl.) Ter gestrige Tag kosteten unseren biegnern 19 Flugzeuge. 16 davon liesiegtan untere Flieger im Luftkampf. Dabei erledigte Leutnant Bernert seinen 20., 21. und 22. Gegner. Drei Fbtgzetlge wurden durch die Flak abgeschossen. Tie lleberrestc von aä.L feindlichen Flugzeugen si»d in unserer Hand, die anderen elf wurden über dem feindlichen Gebiet erledicft. Ltttch von diesen wird nicht viel übrig sein; ein Flugzeug, das in vier- bis fünftausend Meter Höhe abgeschossen wird, bricht meistens schon in der Luft durch den gewalrigm Luftdruck bei«! Absturz anscinander. In der Regel erplodicrt beim Ausschlag auf den Boden noch das vvrhMrdene Benzin, sofern nicht schon to ährend des Absturzes das Flngzeug in Flammen ausging. Das sind die Gründe, weswegen häufig über die Belatzrmgeu der abgeschossenen feindlichen Flugzeuge nähere Angaben nicht mehr zu erlangen sittd. lieber die islegner, die jenseits unserer Front -um Absturz gebracht ivarden sind, ist es überhaupt nicht mehr mögliw, lveitere Einzelheiten als die zuverlässige, von vielen Seiten gleichmäßig bestätigte Beurkundung ihres Abschusses beiznbringen. Der Sieger im Luft^unpf s»- wie in der Nähe besindliche eigene Flugzeuge, ebenso der scharfe Blick lange geübter Erdbüv-vachcher, die mit hervor- ragenden Gläsern den Kampf und den Absturz- des Gegners ver folgten, werden -zwar sagen können, um welche besondere Flu^ zei:gart des Gsgr«rs es sich handelte. Auch dir eigene Infantette und Artillerie kann oft, tmmn der Kampf sich nicht zu wert hinter den feiTidlichen Linien abspielte, den Ort des Abschnftes bezeichnen. Weiteres festzustellen ist tneist nicht möglich. Unseve Feinde versuchen natürlich aus dem Umstand, daß die meistO! Luftkämpfe sich über ihrrnn Gebiet abspielen und damit auch die überwiegende MehrZahl der Flugttümnvcr in ihren Händen verbleibt, für ihre Bettchtersratttrng Kapital $25M) Leltereiweg 59. l. {um L Mai ein schön mäbl. ftminer zu vertnieren. m!M Lndwigsplatz 15,1. St. VIII» um Allcinbewokmen mit !art«n,8 10Zim.,Bad.elektr. licht bezw. Gas, Balkon. Trockenboden usw. z. l. Oke. u mielen gesucht. Schristl. lngeb. u.3340 a. d. Gieß. Anz. 4- S-2lw.-Voliay. von kleiner BeattUensamillc z. I.Fuli gesucht. Schr. Äug. m.Preiöang. A»»ter 02534 a. d. Gieß. ?lnz. 5— I-Ztm.-Wobna. t. Nord West gesucht. Schr. Angeb. unter 3342 an den Gieß. 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Wohnhaus mit Ho träum daselbst — Glaubrechl- strafte Nr. 7. Gieften, den 12. März 1917. Großherzogl. Onsgcrichl. 2512V V.: Leo. V«r erteilt griindl. Unter rickt in Deutsch. Schrtsr!. Angebote m. Preisangabe u. 02545 a. d. Gieß. Auz. erde;. LrfinM. llLLddUkk tn c Fachern f. Quarta od. Uv tertia — Ober wienlidml abds. äh). 6 u. 8Uhr w. er> Schr. Ang. u. 02548 a. d. ^ zum Waschen und Bügeln wird an- lenommen. Wasche m. s?mt eife. BcStabcist/. tt, H. i l ’ /VA Am 16. April 1917 starb nach längerem Leiden unser lieber A. H. Forstassessor Gustav Friedrich Oberleutnant der Res. der Feld-Arti!!erie-Schießschu!e kommandiert zum Kriegspresseamt Berlin. Ehre seinem Andenken! 3344 D Die Landsmannschaft Darmstadtia! Es ist bestimmt, in Gottes Rat, Dali man vom Liebsten, was man hat, , Muß scheiden. Tief erschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein innig geliebter, treusorgender Manu, unser lieber Bruder, guter Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate Ersatz-Reservssl Ludwig Stephan im aktiven Inf.-Ke jzrt. 81, 5, Kompagnie, Inhaber de» Eisernen Kreazes nach 32 monatiger treuer Pflichterfüllung am 5. d. Mts. den Heldentod fürs "V aterland gestorben ist. In tiefer Trauer: "> Fr»o Katharine Stephan geb. Zecher, Uz&oq liebst allen Angehörigen. Staufenberg, Alten-Luseck.Lißberg, Gießen, Wiesbaden,26. April 1917. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Tante, Schwester und Schwägerin Magdalene Schieferstein gestern abend im Alter von 83 Jahren durch einen sanften Tod zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: G. Schieferstein. Ober-Bessingen, den 25. April 1917. Die Beerdigung findet Freitag, den 27. April nachmittags 1 / 2 4 Uhr statt. 3 $ 5 q Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen Verluste sagen wir hiermit innigsten Dank. 3341 Geschwister Zcharff. ErbteiLungshalber soll die den Kindern des Herrn Christian Nebe in Gießen gehörige, in bester Lage der Stadt Gießen bestndliche faniiutirtfdjafts=gofrr ite nebst ca. 15 Morgen eigenen Geländes (ca. 60 Morgen Pachtland werden ganz oder teilweise auf den Erwerber übergehen können) mit sämtlichem vorhandenen landwirtschaftlichen Inventar baldmöglichst freihändig verkauft werden. Die Hofreite hat neu erbaute Stallungen für ca. 100 Stück Vieh und diente bei Viehmärkten zur Einstellung fremden Viehes. Nähere Auskunft erteilen der gerichtlich bestellte Pfleger Kaufmann Wilhelm Hornberger in Gießen sowie Fräulein Erna Nebe in Gießen, Nodheimer Straße Nr. 6. wsd Infolge der durch den sehr kalten Winter verursachten groben Verluste an Noten in den Gärten, sowie der durch das Kriegswirtschaftsamt angeordneten Einschränkung der Nosenzucht, steigen die Preise erheblich. Wir bieten heute noch an bet sofortiger Bestellung: Buschrosen erster Qualität in hochedlen Sorten zu Mk. 0.50 per Stück. Bei 20 Stück: franko. Hochstammrosen in e/t?a Qualität, tadellose Stämme, fein bewurzelt. sehr starke Kronen und nur feinste Sorten zu Mk. 2.00 v. Stück. Angebot gültig bis zum 30. April 1017. Hosenfirma Oedr. Schultheis in Steinfurth bei Bad-Nauheim. [3335 "t . i Fürstenhof Hentc Donnerstag Bier vom Faras. 333» 2 . 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' ' herzensguter, hoffnungsvoller Sohn, Bräutigam und Bruder Heinrich Reil Unteroffizier Leibgarde Frrs.-Negt. Nr. 115. 7. Komp., 2. Batt. Inhaber des Giierneu 51reures und der Heiffichen Tapferkeitsmedaillc im blühenden Aller van 28 Jahren an einer am 13. Avril erhaltenen schweren Verwundung ant 16. Avril im Feldlazarett sanft cntschlnsetr ist. In tiefer Trauer: , Heinrich Seil XII. Witwe als Mutter Lniie Biedrrbük als Braut Hugo Seil, zurzeit im Felde Ferdinand Seil. Ettingshausen, den 35. Avril 1917. M{7 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Wqnt Wb ZchnÄn sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Ohly, den vielen Kranzspenden, besonders den Beamten des Kaiserlichen Postamtes Gießen, sagen herzlichsten Dank M6S Die trauernden Hinterbliebenen Rodheim a. d. Bieber, 24. April 1917. Mapgin (Höhere Privatechule Sexta — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit Gute Erfolge. Einjährigen-, Primareife-, Abiturienten- prüfung. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gese( Züchen Schulpflicht iMinist Verfügung vom 13. V. 14). Nftheres durch Direktor Brackemann, Ludwig8tr.7ö T Femr.633 Eichenlohrrndeverkauf. Im Gemeindewald Betteuhaufen, Kreis Gießen, sollen ca. 350—400 Ztr. Eichenloh- rinde gewonnen werden. Kausliebhaber können sich bis zum 5. Mai dS. IS. in der Gronherzl. Bürgermeisterei daselbst schriftlich oder mündlich melden, woselbst die Bedingungen eingesehen werden können. Großh. Bürgermeisterei Bettenhauseu. R orh. 3349 Kinderwagen Klapp- and Sportwagen in größter Auswahl billigst 2313 August Kil'imger, Seltersweg 79. WtU-ichW AWttate für Schüler, Militär und Liebhaber tpir bekannter, guter Firmen. Sämtliche lichtempfindliche PsKre,Platten,Rök-L.Wßli»S. MM- nni) Hslzßative, Pergröse- ruiigg-ÄMratc empfiehlt für die Saison 2642 Lentralvregerie E. Karn, Schulstraße. Photographische Arbeiten werden prompt erledigt. Lehrkursus! 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Kl., 3 Nadel- und Weichholz, orügel, Stöcke Rm.: 17,4 Buchen, 6) Birken 2—4: Scheiter Nm.: 10.9 sichten 2. Kl., Reiservrügel Rm.: 4 Buchew 7} G,ehern. Dicksten Rm.. :«,7 Nundsckeik. Hölzchen: Buchen Rm.: 12 Scheit, 4 Knüppel. 1 Eichenknüpvcl. — Kohlreiser und Leseholz stächc-nweise. Rot unterstrichene Nummern werden nicht versteigert. 2. Dienstag, den 1. Mai. nach Zusammenkunft 10 Nhr aus der Schreinersmühle, bei Freienseen, aus I) WinterS- berg 1, 2b u. 4: Buchen Rm.: 26 Scheit 2. Kl.. 0,9 Gediegene» Klavierunterricht an Kinder und Erwachsene erteilt Elisabeth Decker. Ludwigstraße 20 II. 102552 Ig. Mädchen ert. MaedLilkv- od. beauss. d. Schul' ansgaben v. 1.-3. Schult, evtl, auch Klaviersp. Schr. Angeb. unter 02554 a. d. Gieß. Anz. Buchet! Rm.: 6 Scheit, 7 Prügel, 1,5 Stöcke. 25 Reiserprügel. Nichten Rm.: 5 Prügel: 4) Schernberg 3: Fichten Rm.: 23,5 Prügel,- 5) Tlmsenban: Buchen Rm.: 12 Scheit, 75.6 Stammprügel, 23,4 Reiserprügcl, 5,4 Eichenprügel, iabstg.), 1,3 Buchenprügel iabstg.), 0,1 Eschennutzrollen (1 Mir. lg.), 8 Stück Eichen-, 17 Stück Buchenstangcn (Deichseln u. Langewieden), 6) Weidenau 1 u. 4: 16,4 Rm. Birken,cheit, 6 Rm. Fichlenscheil, 2 Rm. Buchenprügel, 8.3 Rm. Birkenprügel, 0,3 Rm. Fichtenprügel: 7) Wetterauerberg 3« u. 4: Bnchen Rm.: 10,6 Scheit 1. u. 2. Kl., 12.7 Prügel, 5L Fichtenscheit, 4,6 Fichtenprügel. 3,2 Eichenprügel) b) Weltcrancrstrauch: Bnchen Rm.: 8,4 Scheit 2. Kl., 0,7 Prügel 2. Kl.: 9) Tränkbach 2 und Ziegen berg i b: Buchen Rm.: 5,6 Scheit 1. n. 2. Kl., 13 Prügel 1. u. 2. Kl., 2 Stöcke, 2,7 Reiserprügel. 1,1 Fichtenschcit, 1.4 Fichterwriigel: 10) Lieiewäldcheu 1 u. 2 : Fichten Nm.: 1,7 Scheit, 2,7 Prügel, 2 Erlcnprügel, 5 Buchen- vrugel iabstg.': 11) Heinzebera 3s, 3b: 30 Rm. Buchen' Prügel 'abstg.): 12) Eichclgarten le u. 3a: 2,7 Rm. Frchtenscheid 3,5 Rm. Buchenprügel, 4,3 Eichenprügel. — Kohlreiser und Leseholz flächenweise aus: Hetnzeberg, Struth, Eidrelgarten, Liesewäldchen, Ztegenberg, Wetter- auerberg, Jmsenhau, Wintersberg und PeterSwald. — Rot unterstrichene Nrn. werden nicht versteigert. 13324 B Nährsalze sind für die heutige Kriegö- kost besonders wichtig, weil sie die Ausnutzung der Nahrung fördern. Aufklärende Literatur gratis. In kleinen Packungen für 1 Mk. zu haben im 13129 Reformhaus K mir, platz 5. Eeradelln Ersah für Kleesamen preiSwürdig mit Anbau- Anleitung bet 12486 Aup«t WalleitfelH, Samenhandlung. Kartoffel-Ablieferung. Auf An.ordn.uug Gr. Mmisterinms des Innern wird folgendes bekannt gegeben: 1. Diejenigen Personen, die bei der Beftandsaus- nähme vom 1. M ärz 1 9 1 7 iur Besitz größerer Mengen Kartoffeln waren, als ihnen nach den geltendes Bestimmungen znstanden, werden zur Mlieferimg der ckmen uicht zustehendcn Mengen aufgefordert. Es standen am 1. März 1917 folgende Höchstmengen für die Zeit bis 20. Jilli 1917 zu: a) 1,05 Ztr. für jeden Bersor b) 1,05 „ als Zusatz für Schwerste und RLftlmrgsarbeiter, die als solche ausdrücklich anerkannt sind. 2. Die nächste Vlbnubme findet statt: Htcitag, den 27. April 1917, vorm, von 9—12 Uhr, nackm. von 3 — 6 Uhr, und ^var in der alten Gewerbeschule^ Afterweg. Es werden befahlt: a) 5,50 Mk. für den Zerttuer gute Speisen kartoffeln, b) 2 Mk. ffrr bat Zentner Karte fftchr, die sich nur noch zu F-ntter-, nicht zu Speisezwecken! cignrn. 3. Personctk, die nicht in der Lage sind, die Kartoffeln! nach der altar Gewerbeschule §u verbringen, habat die ablieferungspflichtilie Abenge .lÄrrtoffeln bereit zu stellen tmd dan Stadt. Lcbcnsutittelatnt schriftlich unter Lln-, wte dch Marge, sowie der Straße und Hausnnmnta:, Anzeige pt aftatten. Diese Margen werden durch dos Stadt. Trefbanamt abgeholl. ^ Es ttterden hierbei bezahlt: a) 5,10 Mk. für den Zentner gute 5peiseKarioffeln, b) 1,50 „ „ „ Kartoffeln, die sich mir noch zu Hutter-, ,wftt zu Speisezweckeur eignen. 4. Die über die zuständigen HöchstmeugM hinaus vorhandenen MrLoffelmen.gat sind, wie bereits bekannt gegribeit, beschlagnahmt. Soweit bre Mreseruug arrspvechmd Ziffer 2 oder 3 bis spatesten» 10. Mai 19f7 nicht geschehen ist, erfolgt Enteignung. Es Wird dann 1,50 Mk. für den Zentner weniger grAcchlt. , * 5. Die Abnahme beginnt Dienstag, den 24. d. Mir. G i e ß e n, den 17. Llpril 1917. 32623 Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachttttg. Bei der zArappheck an Kleesämereien ist es dringend notwendtg, mehr als seither Wicken und, bei geeignet ten B^erwechältnisfen, Seradella anzubauen. Beide mrtterarten sind ein vorzügliches (^rmrfutter rmd leisten als Gründüngung guten Ersatz sthr den fehlenden Srickslvffdünger. Bestellungen auf Saatgut der genannten Futter^ pflanzen stnd umgehend bei dem Städtischen! Lebensmrttclamt, Zimmer Nr. 6, anzu- meldeir. :3315ü Gießen, den 25. April 1917. Ter Oberbürgermeister: Keller.