Ar. % Der Siebener rrnzel-er erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: Sietzencr^amillendlätter; Ki ctsMöU för den Kreis Gießen. vezngrpreir. monatl. 9v Bi., viertel- jäkrl. Mk. 2.65; durch Äbhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost 2». 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellq. Fernsprech - Anschlüsse: MrdieSchrutleitungNL Verlag,Geschästsstelleöl Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. Erstes Blatt 367. Jahrgang psftscherllsltto: Kranifurt a.M. 11686 erfünDöer Zwillingrrunddruck n. Verlag. Brühl'jchs Unis.-Buch. u. Stcm-ruüerci \l. Lange. $<&rifütft#ng, GeschSsLrirrKe u. Nruüerek: Schulstr. 7 Mittwoch, 2». Apri! btt Bsickserkehr: Gerverbedank Siehen Annahme von Anzeigrn '. die T«gesnummec b:s ^uinNachmittag vo*h«n, öerlespreis, f. Arizeisc-n: örtlich 20 M., Vev- inietungsn u. Steü« Anzei-«tttril: H. Bea, sämtlich in Gießen. Der Michrkanzler und die AmgsZiele. (WTB.) GroheS Hauptquartier, 24. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Auf dem Schlachlfelde von Arras führte die auf Frankreichs Boden stehende britisch? Macht gestern den Zwei- ten großen Stotz, um die deutschen Linien zu durchbrechen. Seit Danen schleuderten schwere und schwerste Batterien Massen von Geschossen jeder Art auf unsere Stellungen. Am 23. Avril frühmorgens schmoll der Artillerieksnipf zmn schwersten Trommelfeuer an. Bald darauf brachen hinter der Feuernmrrd her auf 3 0 Kilometer F r o n t b r e i t e die e n g l i s ch e n S t u r vl t r u p pc n, vielfach vonPanzer- traftwagen geführt, zum Angriff vor. Unser Vernichtungsfeuer enrpfing sie und zwang sie vielerorts zum v e r l u st re i che n Z u r ü ckwe i che n. An anderen Stetten wogte der Kanrps erbittert hin und her. Wo der Fcilü) Boden gervonnen hatte, warf unsere todesmutige, angriffsfreudige Infanterie ihn in kraftvollem Gegerfttotz zurück. Die westlichen Vororte von Lens. Avion, Opph, Guv- relle, Roeux und Guämsppe waren BrennMnkte des harten Ringens. Ihre Namen neiuren Heldentaten unserer Regimenter aus fast allen deutschen Gauen zwischen Meer und Alpen. Nach dem Scheitern des ersten setzte über das Lerchen- ftld vor unseren Linien, mit besonderer Wucht auf beiden Scarpe-Nfcrn, gegen Abend ein w e i t e r e r großer Angriff mit neuen Muffen ein. Auch seine Kraft brach sich am Hejdennmt unserer Infanterie, teils im Feuer, teils im Nsh- kampf und unter der vernichtenden Wirkung unserer Artillerie. Nur an der Straße Arras—Carnbrai gewann der Fei:Ä rn» wenige hundert Meter Raum. Die Trümmer von Gusttmppe sind ihrrr gMreben. Wie an der A i §n e und in der Champagne schon, ist hier bei Arrasder feindliche Durchbruchsversuch unter ungeheueren Verlusten gescheitert. Englands Mach terlittdurchdieVoraus- sicht deutscher Führung und den zähen Siegeswillen unserer braven Truppen eine schwere, blutige Niederlage! Die Armee sieht voll Zuversicht neuen Kämpfen entgegen. * Au den Erfolgen der letzten Schlachten hat seinen besonderen Anteil jeder deutsche Mann oder Frau, Bauer oder Arbeiter, der sich in den Dienst des Vaterlandes stellt, seine Kräfte einsctzt für die Versorgung des Heeres. Der deutsche Mann an der Front weiß, datz ein jeder daheim seine Schuldigkeit tut und rastlos schafft, um ihm draußen in der Schwere des Kampfes mrf Leben und Tod, in Sein oder Nichtsein beizustchen. * Bei den anderen Armeen der Westfront rmd auf den übrigen Kriegsschauplätzen keine großen Kampfhandlungen. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorfs. * Der Aberidbericht. Berlin. 24. April, abends. (WTB. Amtlich.) Nord- von Arras wird tagsüber um Gavrelle gekämpft. Längs der Stratze Arras—Earnbrai haben abends neue eng lische Anrriffe eingesetzt. Trnppenmeldmrgerr bestätigen übereinstimmend die Nchriften Verluste der Engländer als ..unerhört hoch". Au der Aisne nick in der Champagne wechselnd starkes Feuer. Kn Osten nichts Wesentliches. Wir leben in großen, entscheidenden Dagen. Nicht weit Herr Scheideurarrn uns ans der russischen Friedensflote .etwas Vorspielen möchte, 'sondern weil eine Entscheidung hevanroift auch im Kriege mit England und Frankreich. Kr seiner gestrigen Reichs tagsvede hat Scheidemann, um feinen parterpoütischen Bestveburigen Nachdruck zu verleihen, das deutsche Vs-lk bange m machen gesucht mit dem Hinlveis auf die englisck-en VerÄndigun^en, die unS einen jahrelangen Krieg in Aussicht stellten. Wir aber »oissen aus Erfahrung, was von solchen enq-lischeu Prophezeiungen zu .halten ist. Die Türken haben an den Dardanellen den angeblich unmirstößlichen Willen Englands durch treues Aushalten im Kampfe schließlich der:noch gebrochen. „Der alt böse Feind — ein Wörtlein kann ihn fällen!" Churchill, der kühnste Prophet, mutzte gehen; das Kabinett Mffuith folgte .'ihm. Wir körmren uns nicht gwt voLsiellen, daß ii: England .es so weit kommen könnte wie in Rußland, wo der hoch' fahrende, weltgebietcude ^jarenneund plötzlich weniger zu sagen hat als der ärmste und traurigste [mm: Bo-lksgenofftn. Noch steht Llohd George auf der Höhe. Er hat in Frankreich und Italien Konferenzen gehabt, so-lche Konstrentz«n, wie sie so häi?ftg ohne gr»ße Ergebnisse ststtgefmeden haben. ?lber die .-eit der Worte urw großen Vorsätze ist verrauscht. Das mächtige Iujclreich ftccht sich vor Taten^ vor sein Schicksal gestellt. In diesen Tagen uno Wochen macht es seine Prüfung durch, und diese Tage und Wochen müssen wir ihm zu feiner Setbstprüfuim insofern auch lassen., als wer die Scheidemarrnschcm Fwtentöne, stxr-eit es nur irgend angeht, abdmrrpfen. Denn sie sind nur das Signal zu einer Verlängerung des Krieges! Dnrck) die Arbeit nnd Mühe des deutschen Volkes sind wichtigere Zeichen der Weltgeschichte gerade jetzt vor uns ausgetaucht, als sie die offizielle Sozialdemokratie uns vorführen kann. Der Umschwung in Rußland war nur eine Wirkung; die weitere sehen wir für die WeftmächLe heran Kammern. Inden beiden letzten TagenhatEnglandsMacht eine schwere, blutige Niederlage erlisten, eine so schwere, wie es sie kaum jemals vorher erlebt hat! Die Ereignisse bei Arras, hie neben dem amtlichen Heeresbericht in der nachstehenden, ausführlicheren Besprechung der letzten Schlachttage in ihrer großen Bedeutung für uns geradezu gefeiert cherden können, erinnern an. Bisnrarcks Wort von Blut und Eisen, die der Völker Marschlinie bestimmen, während Worte und Prophezeiungen daneben verhallen. Es ist vom intimen menschlichen Standpullkt aus vielleicht schreckhaft und grausig, daß es so kommen muß, aber wohl uns, daß wir es heute so erleben dürfen! Die Sck)lußworte des heutigen Tagesberichtes loenden sich an das Herz jedes Deutschen, und da schwinden die intimen Bedenken, Illusionen und Träume dahin. Die Eirgländer, Lloyd George und seine Rate, werden sich jetzt vielleicht etwas anders besinnen! Die Flut der U-Bootgefahr steigt ebenfalls höher gm Körper Grotzbritanniens hinan. Da wollen wir jedes einzelne Wort Ludendorffs höher bewerten, uns inniger zu eigen machen als ganze Zeitungen voll Scheidemannscher Politik. Wir wollen nicht aushören, den Kämpfern draußen, die ihr Leben einsetzen, Treue zu halten. Wir tvvllen ihnen Waffen und Brot schaffen und die Versucher von uns abweisen, die in unverantwortlicher Vermessenheit und Willkür die Niesen- leutungen unseres Volkes für einen unhaltbaren, schädlichen und gefährlichen Frieden verkaufen wollen, für einen Frieden, der zudem noch in lveiter Ferne wäre! Die Ereignisse des Tages sprechen- noch larrter und gewichtiger als die Sätze in der „Nordd. Mg. Ztg.", in denen der Reichskanzler die Eirtschireßnng der sozialdemokratischen Partei von sich abgerückt hat. Diese Sätze richten sich vornehmlich an den Anhang Scheidemanns, der aufgeklärt, zrrr Besonrrenheit gebracht werden soll. An die Adresse des ganzen deutschen Volkes gerichtet, würden diese Sätze zu matt, zu unerrtschieden klülg-eir. „Einheit im Innern und irr dem starken Willeic zu siegreicher Verteidigung des Vaterlandes" wird uns hoffentlich aus den Schlachteutagen v-cm Arras neu erwachsen! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 24. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Nirge^Ks sind besondere Ereignisse zu melden. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur See. In der Nacht vom 21. zum 22.d.M. hat eine unserer Flottillenabteilun^n in der Otranto-Stratze einen italienischenDawpfer von etwa 1300 Tonnen versenkt. Feindliche Str^eikkrüste wurden nicht gesichtet. Flottenkommando. Der Kaiser an den batzvischen Kronprinzen. Bpwlin, 24. Awnl. (WDB. Amtlich.) Se. Maj. der Kais er hat ährten Führern, die an Können, Leistung mrd Erfolg den Kameraden cm der Aisne u'nd in der Ebampagne es gleich taten, sende ich Nöemen und des Vaterlandes Dank! Gott helfe weiter! ' WMh-Em I. R. Der mue Sieg dei Arras. Berlin, 24. April. (WTB. Nichürmtlich.) Fn der neilent- brmucten Schlackü bei Arras «n 23. April haben die Eugliinder die blutigste Niederlage und die schwersten Verluste des ganzen Krieges erlitten. Ihre Mächt, die deutschen Linien beiderseits der Scarpe und beiderseits der Straße ?lrvas—C-amEwai zu durchbrechen, ist an der erprobten Tapferkeit derpschen Trupp«: in denr glcm^envfünt Sufaimnamürfm von Artillerie, Jnfaitterie und zusck)mrden geworderr. Mf der ganzeir 30 Mloueeter langer: AdrgrifsArvut zwisch«: Leus irnd Bullecourt liegen die von den Grariaten und Kugeln hnwemähteir Sturuchaufen der Engländer verstreut. Am Vormittag, nach all erschwertem mü> mehrstündigem Trvunuelsetier, eotbramüc die Schürcht auf breiter Front. Westlich und südwestlich von Lens jck-eiterten alle englischeu Angriffe unter den schlversten Verlusten für den Feind teils in bärtigem ^ürlBampse. Ve: Avign gelang es dem Feind, vorübergLhend eiirzudringen. Er wurde in- öeffen durch einen mächtigcar Gegenstoß ccugeublicllich rvieder ge- lvorfen, wobei er Gefangene in unserer Hand ließ. Zwischen Gav» relle mrd der Scarpe war nach stärkster Feuervorbereitung dos Gelände durch Rauch und Qualin utrübcnchtickbar g^vordem In der Wolke von Rauch und Staild vernwchlen die Engktrnder unter Verwendung von Tankgeschwadern in unsere Linie einM- dringen. Gegermugriffe wurden noch am Vormittage «ngefetzt. Siidlich der Scarpe wurde:: alle unsere Stellungen, so heftig der Feind sie auch oeranute, behauptet. Wo die Englcuwer an emzeknen Stellen vorübergehend einzudringen vermochten, erfolgten tne sofortigen Gegerraugrisfe, die fiix :mS gimflig verliefen. So tvurds der Feind aus der Linie .Hennicl—Vin-en-Artois unter schweren Verlusten geworfen und unsere Linie dort restlos zurück erobert, sin: die Trmnmerstatte des dicht an der Straße Arras—Gewch-va: liegenden Dorfes Gnemappe wird gekänrpst- Gegen den lvestüch von Fontaine vor gedrungenen (Gegner ist ein Gegemmgriff rm Gange. Sieben feindliche Tanks wurde:: an den: VormüÄrg zerstört. Nachmittags und abends. Die Schlackt nimmt dank der t-olden- 'hastcu Haltung unserer Truppen einen günstigen Fortgang. Nachmittags erigierte der Gegner feinen Angriff auf Arion, der verlustreich in unserem Feuer zusammenbrach. Westlich von Lens schivoll das feindliche Feuer wiederum z:«m stärksten Trommelfeuer an. Der Ostteil von Galmelle, in welches Dorf der Gegner an: Vormittag uicker dem Schutze von Qualm ein-n.chringen vermocht 'hatte, wurde durch einen umfassende: Angriff von Norden u:ü) Osten nach gründlick-er, tvirksamer Llrtillerievorbereitung von uns wieder gestürmt. Auch die Höhe 6 südlich Gavrelle wurde wieder genommen. Desgleichen lvurde das Dörfchen Roeux dicht an der Scarpe im schneidigen Gegenstoß zurückeroü-ert. Sämtliche Vorteile, die der Engländer am Vormittag hatte erreichen können, lvurden ihm wieder entrissen. Lluch südlich der Scarpe wbte am Nachmittag und ?lbcnd des 23. der Kampf ‘mit der gleichen Heftigkeit wie vormittags. Wieder und wieder warfen die Engländer die Sturnchaufen ins Feiler, ma einen entscheidenden Durchbruch südlich der Scarpe zu erzwingen, nachdem ihi:en die erreichten Vorteile nördlich der Scarpe wieder entrissen worden ^wareu Unsere Truppen rviesen alle erbitterten englischen Angriffe bl:ttig zurück und hielten imerschütterlich die ganze Stellung. Beiderseits des Oerichns H-amcvurt, 'dicht bei dem Dorfe Gnemappe, entrissen unsere todesmutig vorgehendm Sttirm- t'olonneu trotz des verzlreifetten feindlichen Widerstandes de::- Errg- länder!: den «ersvei: Anfangsgcwinn. Sie brockten mehr als 500 ©•[angene aus nexut verschiedenen Divisionen ein. Die Trümmerstätte des Dorfes Guemappe überliesten wir den Engländern. Gegen Abend steigerte sich das^ ieindlicke Trommelfeuer auf den beiden Seiten der Scarpe von Oppy bis südlich von Forttaine abernuils zu nie gekannter Stärke. Die Engländer führten wiederum neue Reserven, heran, die das Schicksal in de:: für Ei:gland imglücklichen Schlachttagcn in letzter Sttmde noch wenden sollten. Aber mich diese mit großer Zähigkeit vorstürmenden EngländethA'fenc blieben im Feuer liegen und vernwch ten die Niederlage des 23. April nicht zu ändern. Bei Lkorion, wo sich am Nachmittag noch ein Engländer hm ge in dem Llbschnitt unsrer Stellringen 'hatte fcstklammcrn könr'.en. wurde:: unsere Qxcäbei: bis auf den letzten Feind gesäubert. Jetzt sind wir ir jener Gegend wieder in dem völligen Besitz unserer alten Stellung. Nördlich der Scarpe -erlitten die Engländer abermals eine sctzoere Niederlage. Im Lause der dtacht wurde anch der Bahnhof des Dörfchens Roeux von uns zurückerobert. 24. April morgens. Be: Gavrelle sind heute morgen heftige Kämpfe Entbrannt, bei^ de,res: sich anscheinend die beiderseits an- gesetzten neuen Angriffe begegneten. Südlich der Scarpe hielte:: auch in der Nacht unsere dort kärnpfenden heldenhaften Trichven sänttlichen neue:: .feindliche:: Anstüruren stand. Im Vergleich mit oer güvaltigen >Arras-Schlacht verblaßten am 23. die übrigen Vorgänge an per Westftont. In dem Gebiet der Ais ne und in der Champagne hemchte nördlich won Reims :md nördlich von Pwsnes starke Artillerietätigkeit. Tie französische Lr.ttillcrie erlitt bei erkannten Umgritt-Piernngen in dcrn deutschen Ferner wiederholt starke Verluste. Explosionen m der: feindlichen Batteriestellimgen wurden verschiedentlich beobackttet. Bei Betheny brachte!: MtrouR«mmter« nehmungen einige Gefangene ein. An der iibrigen Front erfolgreiche Patw:üllerLmteruehnnmgen und llZatrouillengefvckU', wie im Bvenchogcu nördkick Trescautt hei Billers-Mouick. Au den v.u'ch-cdenen Frcmtablflirten Ar- ttlleriefeuer von erheblicher Stätte, besonders bei Bülfeu lprt den huudortsien Ge g - n e r abgeschvssim. Trotz der wenig günstigen Wetteruam war dre FllegertaftgMt am 22. ADüi rese. -cchwsach», L»f> USmJ/iVit serloVen Die '(Staute elf Flugzeuge. Davon befinden srcv sechs in unserem Besitz. Während cm vielen Stellen untern enrarterte Angriffe der feindlichen Flieger auf unsere Fesselballons erfolgreich abgetmefen wurden, gelang es unseren Fliegern, vier Ballons des Gegners brennend zum Llbsttrrz zu briuaen. Rittmeister MreihcaTr v>. Richthofen schob seinen sechsundvierzigfreu, Leutnant Wolfs seinen neunzehnten und zwrmzigsteu Gegner ab. Die von dem Freiherrn v. Richthofen geführte Staffel setzte damit das hundertste feindliche Flugzeug außer Gefecht. Zahlreiche Erkunde ngs- sowohl wie Bombenftüge führten zu den gewünschtere Gvgebnifs-en. Hand in Hand mit der Truppe arbeiteten unsere Infanterie- und Artillerieflieger. Auf dem Balkan belegte wiederum ein bewährtes Geschwader wichtige Anlagen des Gegners mit 3500 Kilogramm Bomben. * Der englische Bericht bmn 23. Llpril: Heute morgen bei Taganbruch griffen wir aus em-er (ausgedehnten Front auf beiden Scarpeufern au. Ter Kampf oauzzt fort Unfcre Truppen nrachchen günstige Fortschritte. Wir eroberten während der Nacht den Rest des Dorfes Trescault an der Strafe E-ambvai-BQpaume. Wir bemächtigten uns ebenfalls des mäßten Teiles des Havrincointwäldes. Abends 10,45 Mw: Der Kamps dauerte heute ohne Unter bvechrrng aus beÄen Usern der Searpe fort, wo wir uns einer wichtigen feindlichen Stellung bemächtigten. Die Operationen des ganzen T^ges (während der großen Angriffe der Engländer!) sind gekennzeichnet durch die Zahl und die Heftigkeit der deutschen Gegenangriffe, welche die Stürmenden schwere Verluste kosteten. Das Tors Gav- relle fiel mit seinen Verteidigungseinrichtungen, welche sich auf einer Front von 3,5 Kilometer gegen Süden bis zum Kffrchhof vlnr Rocur erstreckten, in unsere Hände. Auf dem rechten Ufer der Scrrrve erzielten wir einen Fortschritt auf einer breiten Front küdösttmi vo:: Mvnchp-bc und eroberter! das Torf Gire- nrappe. Die tagsrLer ehlgebrachten Gefangenen sind noch nickst gerächt, khve ßaM beträgt r-cdoch sicherlich 1000. Auch bei Souchez, südlich von^Lnrs, wurde ein Vorrücken erzielt. FiregertÄttgSert, '..welche gestern sechr groß war, gestattete Luserea Firegcrn, bedeubnroc- (ch-folge ziu erzielen. Im Laufe von L^tkänH^n wurden sechs deutsche Flugzeuge abgeschossen, welche 'cms dem Boden in Trümmer gingen. Fünfzehn weitere wurden! im Verlause der Luf^ämpfe gezwungen, beschädigt zu Landen. Eine Gruppe von acht feindlichen Flugzeugen wurde durch zwei ur^erer MrgzerL^ angegriffem welche zwei Gegner bmmterholten -und einen dritten zwangen, beschLstgt zu landen. Außer den in den LustkErüffen zerstörten Flugzeugen nmrde ein deirtiches Flugzeug durch imsere Abwehrgeschütze heruutergeholt. Fm Verlauf des TageS wurden sieben Tracht! getötet, vier unserer Flugzeuge sind nicht zerrückgekehtt. 24. Äpril: Unsere Truppen griffen in einer ausgedehüten Front auf beiden Ufern der Scarpe an und machten im Bor- tnarsch befriedigende Fortschritte. Südlich der Straße Bapanm^- Camroai besetzten sie den Uebervest des Dorfes Tvescault und im Sßiife der Nacht auch den grÄßden Teil des Waldes von Havrinwurt. Englischer Heeresbericht aus Mesopotamien London 24. April. (Reuter.) General Maude meldet, die Schlacht am «ckHen Ufer des Tigris zwischen Sainarra und JstabulaS dauere^ fort. In der Nacht vom 32. April kam es zu einen! scharfen Handgemenge. Der Feind unternahm zahlreiche Gegenangriffe. Mr Vertrieben ihn aus einer hartnäckig verteidigten Stellung, die sorgfältig nrit ei sengedeckten Unterständen ausgestattet hxtx. Wir nahmen die.Verfolgung auf und besetzten die Station Samarra. Am 23. April zerstörte der Feind in aller Eile alles, was er konnte. Unter unserer Beute befinden sich 16 Lokomotiven, 224 Eisenbahnwagen rund zwei Barken mit Munition. Die Verluste des Feindes am 21. und 22. April waoen schwer. Der bnkgarrsche Bericht. Wie Frankreich entschädigt werden will. Senator Humbert schreibt im „Journal" vom 15. April: „Es genügt nicht eine Kriegsentschädigung, sondern die deutschen Bergwerke und Fabriken müss-en umsonst Kohle, Eisen, Lokomotiven, Maschineu und Schiffe liefern. Deutschland muß dorthin, wo es geplündert hat, auf Jahre hinaus auf feine Kosten deutsche Arbeiter zu Wiedenrufbauten schüfen, denn man muß die Deutschen als Sklaven behandeln!" Eine unberechtigte Drohung Frankreichs. Paris, 24. April. (WTB.) Amtliche Meldung der Agence Ha das. Entgegen allen Regeln des Völkerrechts und der Mensche lickAell. haben die Deutschen ihren Entschluß angckündigt, Hospitalschiffe ohne Warnung zu torpedieren. Unter diesen Umstünden hat die französische Regierung zur Kenntnis gebracht, daß sie deutsche Gefangene ans diefän Fahrzeugen einschissen würde. Tiefe französische Behauptung ist unwahr. Es ist lediglich in der TeTckschrist vom 31. Januar ein genau festyelegtes Gebiet im englischen Kanal für den Verkehr mit feindlichen Lazarettschiffen verboten, weil nachgewiesenermaßen Lazarstffchiffe der Entente zum Transport von Truppen und Kriegsmaterial mißbräuchlich benutzt wurden. Tie von der frwrzösiscl-en Regierung angekündigte Maßnahme kann daher nur als ein neuer Bctoeis der ungeheuerlichen HanUungsweffe der Franzosen, wie er sich unseren Gefangenen gegenüber, besonders in Aftcka, unzählige Male g^eigt hat, angesehen loerden. * * * Die wachsende Not Englands. Amsterdam, 24. April. (WTB.) Die Londoner „Mor- nrng Post' vom 16. April bemerkt gelegentlich einer Besprechung des drohenden Mangels an Nahrungsmitteln durch die Abschne^ung dar überseeischen Zufuhr, es sei nicht abzuleugnen, daß augenblicklich Deutschland alle Vorteile für sich habe. Es sei chm sogar gelungen, die kleinen neutralen Staaten davon zu uberzeu-Aen, daß sie nicht nötig hätten, ihre Schiffe zu bewaffnen oder sonst zu schützen. Die Zahl des wirklich versenkten englischen Schiffsraumes würde zwar geheimgehalten, doch neige die Wagschale zugunsten Deutschlands, und dieser Geunmr der Tauchboote werde wahrscheinlich in arithmetischer Progression zunehmen. Die Lage sei höchst unangenehm für Eimland. A m st e r da m, 24. AWÄ. (WTB Mchtamtlich) Die „Times" vom 16. ds. Mts. veröffentlichte einen offenen Brief Lloyd Georges an die Landarbeiter, worin er es für möglich erklätt, daß amh die Armee und Flotte aus Lebensmittel englischen Ursprungs angeioies-en sein würden. Ter GeneraLdivekdor der Food Esmromy, Kenedy Jones, sagte in einer Rsde, daß England, ivaS Brotgetteide betrifft, einer Lage gegenüberstehe, die unzw«is-slhvft ernst sei. Man befinde sich nrchlt in unmittelbarer Nähe einer Hungersnot, aber die Vorräte seien gering. Das U-Boot sei mehr als eine Drohung. Es bedeute eine aktive und tatsächliche Gefahr. Dazu fbmimt der Mangel cm Schiffsraum und der schlechte Ausfall der Welternte. Aber wenn jetzt einzelne pro Woche ein Pfund Brot weniger essen als sonst., so könnte man bis zur nächsten Ernte vm 'September durchDunmen. Ein britisches Luftschiff zerstört. London, 24. April. (WTB.) Die Admiralität meldet: Ein britisches Luftschiff, das am Samstag die Osb- küste ab patrouillierte, kehrte nicht zurück. ES wurde beobachtet, wie am Samstag vormittag das Luftschiff in Flammen gehüllt in der Straße von Dover niederging. Ein Flugzeug war kurz vorher in seiner Nähe beobachtet worden. (& wirb angenommen, daß das feindliche Flugzeug das vermißte Luftschiff zerstört hat, das ivahrschernlich infolge eines Maschinenschadens eine weite Strecke vom Winde fartgetrie- ben wurde. Sros-ia, 23. April. (WTB.) Bericht des GenercckstabcS. Makedonische Front: Zwischen Warvar und Doj rer rr-- See ivähwnd des ganzen Tages sehr heftiges feindliches Artilleriefen er, das mehrmals die Stärke des Trommelfeuers erreüÄL. Nnfove Stellung südlich von Dojrcm wurde äußerst heftig beschossen, wo gegen zehn Uhr nachmittags nach wctgesetztem Trommelfeuer englische Infanterien bteilangen gegen lunseve Stellungen vorrückten, aber blutig zurückgeschlagen und gezwnibgen wurden, Ach in ihre Gräben znrückzuzichen. Auf der übrigen Front schwache Au«äuische Front: Ruhe. Der türkische Bericht. Konstantinvpel, 24. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amt- Bericht vom 23. April. Irak-Front: Am 21. April der Feind istll mehreren Infanterie-Brigaden und starker terie Unsere Stellungen aus denr rechten Tigris-Ufer «n. unseTLm linken Flügel gelang es ihm, in einen Teil unserer Stdhntg einMdcllrgen, doch wurden die meisten Gräben wieder Mrückerobert. Der Feirrd verlor stvehrere Gefangene und einige Maschiinengewehir.. Seirve blutigen Verluste sind außerordentlich und ^erheblich größer als die- unsrigen. Nachdem unsere Trrrvpan erfolgreich den ganzen Tag über Widerstand geleistet Hatten, wurden sie, um! unnötige Verluste zu vermeiden, in der Rocht in eine einige Kilometer nördlich gelegene vorbereitet^ Stellung z-nrückgenommen. Aus'dem linken Tigris-User beirre besonderen Ereignisse. Von diesem Ufer her beteiligte sich fQndlvche Artillerie an dem Gefecht auf dem anderen Ufer. Kankafusfront: Am reckstcn Flügelabschm'tt drang eine unserer Datrcarillen bis 30 Kckonreter hinter die feindliche Stellung vor. überfiel iyott ein mit 40 Mann besetztes Dorf, tötete JI) und kehrte 'nrit einigen erbeuteten Gv- beljrcn und Reitpserderr Zurück. Amr^ linken Flügelabschnitt im «llgemeönm Ruhe mrr aus dem linken Flügel feindliches ArtMerie- sarer. ^ Ern ieinolkcher Potrvuillenairgriss wurde) abgewieseit. Sinai-Front: Auszer leichtem Artilleriefeuer herrschte Ruhe. Unsere Artillerie schoß eineir feindliche M-eger ab. Fünf Geschähe des Fern ^ wanden durch unser Artillerieferrer zerstütt. Von den iübrigen Fronten keine besonderer Ereignisse zu wellen. Dev enZlisch-frattzöfische Besuch in Amerika. Washington, 24. Avril. (WTB.) Meldung des Reu- kerschen ^ Bureaus. Staatssekretär La u sin g erklärte, daß die britische Mission nicht deshalb nach Amerika kommen werde, um von den Vereinigten Staaten etwas zu verlangen, sondern nur um die Regierung über die Fe h l e r zu unterrichten, die die Eirtente m Beginn des Krieges genracht habe. Der Besuch der sranzis-sischen Mssion sei hauptsächlich als ein tyriimfciWaft zu betrachten. Lansing glaubt nicht, daß 9kK£ der Kvnfevenzen ftmtg sornrrllen Chavcrkter tragen Äd-rr Kch zu emtre richtigen ReichÄonfevenz gestalten wird. M«e amerrZanische „Basts" in Frankreich. Bern, SÄ April. (ALB.) Der „M«tin" meldet aus B«rheaux: Die Sta-^erwattuntz hat DaKes- anaenvnmieni Die Regierung wftt> aufgeforberL. \Um BerOinigten St«aLe u von Amerika den Ha- 'ken vB>n BO'cdeanx samt den Borhäfen anzubiettn. vonM die ^rwtinygben ffct ihve H«ndel6mMrine eine Basis in Frankreich beftven. De- Gironde verspricht im Gi.nv-rrnsymsn mit der t' r lamm er und den Mdllschvn Behörden von Bordeaux, den auSbeoehnte, begusme und mvab hängt ge Einrichtungen zu schaffen. Die spanische Note an Deutschland. Berlin, 24.. April. (WTB.) Die von dem spanisch e n B o t sch a f t e r am 20. April aus dem Auswärtigen Amt^übergebene Note lautet in der Uebersetzung wie folgt: In ihrer Antwortnote vmn 6. Februar sprach, die königlich spamsche Negierung von einer imabroeisbrrren Pflicht, die sic zwang, das Leben ihrer Untertanen zu schützen mrd zu benürken, daß die Lebensadern ihrer naticmaten Er'istenz nicht unterbunden würden cmgesicksts des cmgekündiaten unwandelbaren Vorsatzes Deutschlcmds, ein neues Kriegs recht in einem großen Telle der europäischen Meere in Ann^endung zu brirrgen. In dem verflossenen Zeitraum hat es stch leider gezei;st, daß die kaiserliche Regierung trotz der ftemidschaMck)en GesüÄe, die beide Länder verbinden, nieder Mittel noch Wege gefunden hat, um den berechtigten Ansprtichcn Spa?neus ?uuhzu kommen, noch geglaubt hat, die seit Beginn des Krieges «eingenourmsre feste, korrekte und ehrliche neutrale Haltung Spaniens angesickitts der berechtigten Forderungen eines verletzten Völkerrechts berücksichtigen zu können. Alle wiederholten Versuche der spanischen Regiemmg, die sie in der Absicht unternommen hat, den Seeverkehr imb das fiebnt ihrer Seeleute sicher zu stellen, sind gescheitert an dein nnerschütter- ltch-en EirtschlNß der kaiserlichen Regierurrg, derart ungeioühnlicl)e und geivaltsarne Kriegsmaßnochnien anzuwenden, ivelckxe angeblich die wirtschaftliche Existenz ihrer Gegner unmöglich machen, gleicki- zeitig aber diefcnige der befreundeten und ireMcalen Mächte großen Gefallen aussetzen. , Die in diesen Tagen ohne Warnung erfolgte Versenkung einiger Schiffe, insbesondere diejeirige des „San Fulgen- c ia", der nach Spanien Kohlen aus England brachte, wohin er vorlrer Frückste rnit einern deutsckien Geleitschein mrsgejühtt batte, spivie die seitercs der Berliner Regie-nmg fiir die Rückkehr unserer in den englischer Häfeir znrückgelAltenen Scknffe arrsgestellten Bedingungen, die, wenn sie iricht von der spanischen 9iegierimg verworfen worden wären, eiiten gr<>ßen Teil unserer Handelsmarine zür Untätigkeit gezwungen lysttm, ferner die bereits erhaltene Mitteilung, daß unser Seehandel mit den irn 5kriege mit Deu1sck>- strnd beftndlickM ainerjkanisck-en Ländern ans dem Hinwege denselben Bestirrmrungen urrtettvorserr 'werden wird, welche in Europa vor dem 1. Februar^ bel'lageirswerte Verbaste unserer Marine zur Folge l)atten, mtt> die schließlich in Anb.Nracht des so erweitetten, Risikos unsere wittfchastlichen E«.stearzl'edängungen immer schwerer mld fast im möglich inachen )verd«r: alles dies beweist, daß die deutsche:! Absichten weder dahin gehen, das zu lviederholten Malen und in berechtigter Weise geforderte Recht anzuerkeniden, noch in der Art, wie sie es sollten, dem Ansuchen cänes Landes Nechmmg zu tragen, dessen Freundschaft bis ans den l?eutigcn Tag keine Ab- kühllmg erfahren hat und dessen Neutralität ohne Wanken aufrecht erk-alten wurde. Wenn die laiserlickM Negiermrg daraus besteht, zu versichern, daß sie ihre:: Entschluß zur Verteidigung ihres Lebens auftecht erhält, so darf sie fief* nicht wundern, wenn Spanien aus demselben Gnmde sein Recht zur VsrteidiMng seines Lebens betonen muß. Trotz deS abschlägig«: Besch«bes auf ihre vorhergegangene« Noten vertvaut die spanische Regierung immer noch darauf, da^ die deutsche Regiernnrg ernU-ast den Sinn und die Traglreite dieser Note würdigen wird und daß künftig ihre Maßnaynren von der Rücksicht -aus das Leihen mrserer Seeleute r:nd die Sicherheit unserc"- Schiffe geleitet werde::, wekche die Träger eines für das wict> schaftlicke Leben Spmuens unentbehrlichen Handels sind. Die kaiserliche Regierurlg wird in voller Würdigung der schnrierigen wirtschaftlichen Lage Spaniens mit der spanischen Regierung in eine Erörterüng über die Maßnahmen cin- treten, die innerhalb den durch die militärischen Notwendigkeiten gezogenen Grenzen zur Erleichterung der in Spanien entstandenen Schloterigkeiten getroffen rverden können. Seefifeg. Tie Beschießung von Dover und Calais. Bern, 24. Aprll. „Petit Parisien" bwi-ckpet über die Be- ichießung von Calais, daß zahlreiche Häuser in allen. Stadtvierteln schwer beschädigt tvurdew Die Opfer unter der Zivilbevölkerung betragen sieben Tote. Die Zahl der Verwundeten ist überaus^ groß. Ueber die Zahl der militärischen Opfer dar? inchtS veröffentlicht werden. Berlin,, 24. April. (WTB. Amtlich.) Die britische Admiralität bat in ihrer amtlichen Veröffentlichung vom 22. April über die durch imsere Streitkväste in der Nacht vom 20. zum 21. April durchgesührte Beschießung von Dover und Calais die Behauptung ausgestellt, daß aus englischer Seite kein Materialschaden eingetteren und der Verlust an Menscheweben sehr gering sei. Demgegenüber wird folgendes festgeftellt: Das Sinken des in unserem amtlick)en Berrchit vom 21. April erwährtten feindlichen Zerstörerschiffes ist von den Besatzungen einer ganzen Gruppe unserer Torpedoboote eirnvandftei beobachtet worden. Das feirrdl:che Fahrzeug wurde durch dc^Torpedo eines unserer Torpedoboote in die Mitte gettoffen und sam in wenigen Mcinuten iwch einer schrveren Detonation mit dem Heck zuerst. Fünf Minuten später erfolgte aus einem anderen eng- Kfchen Zerstörer eine schrvere Explosion mit Flammcnbildung, walir-- ichecnlich infolge des Torpedotrefsers eines unserer nicht zurück- gekehrten Torpedoboote. Auch dieser Vorgang ist von den Besatzungen mehrerer Torpedoboote einwandfrei beobachtet worden. Nach ber Schwere der Explosion zu urteilen, ist dieses Fahrzeug mit lwher Wahrscheinlichkeit ebenfalls gesunken Ein anderer englischer Zerstörer, der unmittelbar am Heck eines unserer Torpedoboote vor- b ei fuhr, erhielt durch die Artillerie unserer Streickräste an die Back- bordseite des Vovschisfes ein großes Loch. Seine Kommandobrücke :vu.rve derattig zerschossen, daß sie nach der Seite überhing. Sein Hinterschiff brannte. Ein lveiteres Zerstörersckstff, das etwa 20 Meter Ämter einem unserer Fahrzeuge hitü-urchbracii', erhielt zwei Ar- tillerietteffer im Vorschiff rmmittelbar hinter der .Konnnandobrücke. Gn anderer englischer TorpedobovtSzerstörer wurde unter der Kommandobrücke getroffen. Auf die Behauptung der briti chen,Admiralität über die Geringfügigkeit der Personal Verluste näher einzugehen, erübrigt sich.^ Es gc:rügt, auf die englischen Schiffs Verluste und auf die den englischen Fahrzeugen beigebrachten Artillerietreffer sowie auf die von der Auslandspresse gerächte Mitteilung liinzuweisen, wonach in der Fischhalle von Dover neben unseren Gefallenen eine größere Anzahl englischer Gefallener aufgebahrt tvar. * Amsterdam, 24. April. (WTB.) Fn Sckffsfahrtskreisep ninmrt man an, daß das Tankschiff „Charlois^ v-on der Lkmerican Petroleum Co. in Rottardaw mit Mann mrd Mans untergegangen ist. A m st e r d a m, 24. April. (Niedersänd. Telegr.-Ag.) Der niederländische Dampfer „Minister Tat", mit gemischter Ladung von Hüll nach Harlingen, wurde Montag nacht torpediert. Die gan^e Besatzung wurde wohlbehalten in Imuiden gelandet. Dmuiden, 24. April. (WTB.) Meldung der Nee- derlandsch Telegraaf Agentschap. Die Besatzmig eines englischen Fischtrawlers, der nr der Nacht in Imuiden ankam, teilte mit, daß der englische Fischtransportdampfer „Martin 2" verwutlich infolge eines Zusammenstoßes mit einem anderen Dampfer g e s u n k e n ist. Man weiß nicht, was aus der Besatzung geworden ist. Der Reichskanzler und die Sozialdemokratie. Berlin, 24 . April. (WTB.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: An die Reichsleitung wird erneut von zwei Sellen die dringende Anfforderung gerichtet, in dein .Kampf der Äieinungen über die Kriegsziele Stellung zu nehmen. Anlaß zu dieser Aufforderung hat die Erklärung der s o z ia l d e m o k rat i- s ä. e n Partei gegeben, die sich in Wiederholung der früheren Er- klänmgen ffir er eu Frieden ohne Annexionen urll Kriegsentschädigungen ansspricht. Von dieser Seite wünscht man, daß die Regierung sich diesen Inhalt der Resolution zu eigen macht. Die Gegenseite verlangt, daß der Reichskanzler entschiä>en die sozialdemokratische Erklärung bekämpft. Seit der Freigabe der Kriegszielerötterungen hat unsere Oeffentlichkeit die weitestgehende Möglichkeit, ihre Ansichten zum Ausdruck zu bringen. Tie Grenze innerhalb deren sie sich halten will, muß durch ihr vaterländisches Gewissen bestimmt werden. Die Regierung hat, was von ihr über die Ktiegsziele gesagt werden kann, mitgeteilt und kann gegeirwärtig keine weiteren Erklärungen gebe::. Sie wird unbeirrt durch das Drängen von beiden Seiten den Weg weitergehen, den ihr Gewissen und Verantwortung vor dem Lande vorschreiben. Ihre Aufgabie ist es, solmld wie möglich den Krieg zu einen: glücklichen Ende zu bringem Dem stehen vor allem die wahnwitzigen KriegAzielforderungen mfferep westlichen Feinde entgegen — die feindliche Presse schreibt unzweifelhaft unter strengen Bedingungen. Aber trotzdem bleibt es doch bemerkenswert, daß sie weder in der Frage der Annexion rwch in der Frage der Kriegsentschädigungen die geringsten Abstriche von ihren unsinnigen Fordermngen gemacht hat. Aus den englischen und den französffck>en Blättern kann man sich täglich Mwzeugen, daß die militärische Offensive mit einen: Trommelfeuer auf der ganzen Pvessesront begleitet wird. Lloyd George zieht die „Hinden- burglinie" an: Rhein nnd die fta:rzösischen Blätter sonnen sich in dem Gedanke::, daß Wilson ihnen Helsen wird, die Rheingrenze zu gewinnen. Wir haben noch kein Wort amerikanischen Widerspruchs gehört. Auch in der Ausstellung ihrer Entscliädi- gungsideen sind die Franzosen nicht faul. 16 Milliarden jährlich hat sich der „Matin" herausgerechnet, das fittb aber Zahlen, die von anderen Blättern längst überholt sind. Iw dem meit verbreiteten Journal" verurteilt Jemand das deutsche Volk zu langjähriger Sklavenarbeit, damit Frankreich wirtsck>aftlich alles wieder hereinbringe, was es durch den Krieg verloren hat. Wir erimrenr daran, daß dieser Gedanke schon vor einer Reihe von Monaten mit lvissenschaftlichem Ernst in englischen Zeitschriften erörtert worden ist. Glauben die deutschen Sozialden:okraten gegen diese Jdeejn unserer Feinde im West en durch ihre Formulierungen auszukommen? Sie lverden Enttäuschungen erleben. Auch in Rußland, wo die Verhältnisse noch in: Fluß sind, fehlt es keineStorgs an .Kriegszieläußerungen, in denen man den Einfluß der westlichen Bundesgenossen erkennt. Unsere Feinde sehen alles, was bei uns geschieht, daraufhin an, ob es zur Aufmunterung ihrer eigenen sck>lver leidender: Bevölkerung ailsgenutzt werden kann. Die Urheber der sozialdeinokratischen Resolution haben dies bei ihrem Beschluß, durch den sic den Frieden fördern wollten, init in Rechnung gestellt. Wenn mm aber in einem Berliner Blatt von einein Abgrund geschrieben wird, vor dem wir sbchen und in den mt£ die sozialdemokratische Partei Hineinreißen will, kann diese Tonart nur Schaden aurichten. Sv steher: die Dinge in Deutschland nicht, urrd in solchem Lichte sollte man sie auch vor dem Ausland rückst erscheinen lassem Eine stark zum Siege führende Polllik verlangt Einheit im Instern urtd in dom starken Willen zu siegreicher Verteidigung des Vaterlandes fft sie vorhanden. Aus dem yauptansschuß des Reichstags. Berlin, 24 . 91 pril. (WTB.) Der H«up taus schu ß des Reichstages setzte heute die durch die Ofderferien unterbrochene Beratung der zürn HeereAetak gehörigen fragen fort. Zu Beginn der Sitzung gen Bedrängnis vieler Mittelstandes durch Hilsslassen abtzuhelsen. L^--5.EE?nwe,l Lauen werden gleichmäßig zivisklien Staat und ^ Staatsnütttl tu Höhe von 1 Million Mark Dein Srncg&rrcbit entnommen werden. * Berlin, 23. April. (WTB. Nichtamtlich.) Heute hielt der Be rer n deutscher W e r k z e u g m a sch i n e n fa- m r . c ' € ™ c diesjährige Hauptversammlung im !tr? in t ! !U \ ri i!^ Hr .3^0cnicure ab. Unter den zahlreichen Gasten vefanden sich die Spitzen nahezu aller Behörden, u. a. Vertreter des preußischen und des sächsischen Kriegsmini- stertums, der Direktor des technischen Stabes Dr. Sorge, und viele andere mehr. Eine hervorragende Bedeutung erhielt die Hauptversammlung durch den Vortrag des zlveften Vorsitzen- den Professor Dr. ing. Schlesinger über „Neue Ergebnisse init Ersatzsto,sen . An den gelchäftlict)en Teil schloß sich etti Hssen iin Hotel Adlon. Aus dem Jahresbericht der Gt-schaNssührung ist l-ervorzuhcben: Der Verein, der jetzt lamtliche Werkzeugmaschinenfabriken Deutschlands umfaßt, neht unter s^r Leitung des Generalsekretärs Dr. Negbaur. ^)re deutsche Werkzeugmaschiuenindustrie zeigte sich den An- \= 1De ^ c ^ e ungeheuere Verbrauch an Munition e Altung des allgemeinen Heeresbedarfs stellten, durchaus gewachsen. Die Beschäftigung war im Berichtsjahr durchaus rege. Vielfach mußte mit Doppelschichten gearbeitet werden. Die Behörden haben mit Vertrauen und gutem Erftilg den Verein zur Mitarbeit herangezogen. Die Hauptversammlung war von Mitgliedern außerordentlich stark besucht. Berlin, 24. April. (WTB. Mchtamtlich.) Der „Reichs- anzeiger" enthält eine Bekanntmachung über die Höchstpreise für Häcksel mrd eine Berordnurrg ^ur Abänderung der Verordnung über Oelfrüchte und die daraus gewoMienen Produkte. m Gera. 24. April. (WTB.) Auf Schloß Öfterstem, der Residenz des regierenden Fürsten von Reuß j. L., hat die BermählungderPrinzessiuFeodoravonReuß 1- L. mit dem verzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg-Schwerin stattgefunden. Anwesend waren der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, die Herzöge von Sachsen-Allenbnrg und Sachsen-Meiningen und Prinz Heinrich der Niederlande, der Gemahl der Königin von Holland und Bruder des Bräutigams. Aus Stadt und £att$. Gießen, 26. April 1917. Lebensmittel. ** Fleischsonderzulage. Eine Bekanntmachung des Oberbürgerm nte'rs in unserem l)euttgen Blatte behandelt die Versorgung der Fleischselbstversorger. . ** Tie Ausgabe der Brot karten und Milchkarten wtdet Samstag, den 28. April 1917, in den Kattenausgabeftellen fault. * ** Amtliche Perfonalnachrichten. Der Groß- ch« Tj,og hat am 21. April d. Js. dem zweiten Pfarrer Heinrich Becker zu Alzey die erste evangelische Pfarrstelle daselbst über- tragen. — Ernannt Wurden am 21. April der Akttwriatsassistent bei dem Amtsgericht Seligenstadt Ludwig Büttel mm Aktuarivt sas'isienten bei dem Amtsgericht Tarmstadl II, der Ge- 'richtsschreiber-Aspirant Karl Die hl in Langen zum Aktuariats- assistenten bei dem Amtsgericht in Seligenstadt, beide mit Wirkung vom 1. Mai 1917, dem FeL schützen Georg Uhrig zu Oppenheim wurde das Mgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. — Der Großherzvg hat am 4 . April b. Js. hart Bol/nhossvorsteher Wilhelm Weis zu Sprendlingen, Kreis Offenbach, der: Gütervorstehern Ernst D ö r n e r zu Frankfurt ja. M., Theodor Grü newald zu GoSlar, Konvad Haub zu Schönrngar, Goo^ Straub zu Neuhaldensleben, den Bahnmeistern J«ni Eigelsheimer zu Langendreer, Karl Sargk zu Seligenstadt, Georg Schmidt zu Mannheim-Käsertal, Philipp 'Wasenmüller zu Reinpeim i.O., dem technischen Bnrcau- assistenten Georg G rasch zn Wiesbaden, den Eisenkxchnassistenten Wrkhelm Götz zu Biblis, Jakob Großhaus zu Gau-Algesheim, Adolf Kern zu Guntersblum, Frstz Kupfer zu Stockstadt a. M., Friedrich Mayer und Max Schattenberg zu Darmstadt, Friedrich Back zu Dingen imd dem Eisenbahnassistent sBahn- hofsverwalter) Karl Simon II. zu Rhens. _m 3. April den Lokomotivführern Karl Hammel zu Gießen und Karl C o r f e i m Bebra, dem Zugführer Wilhelm Jünger zu Gießen, dem Eiienbolm-Ilntevassistenden Karl Krämer zu Alsfeld, dem Weiazen stellet: 1. Kl. Heinrich Krämer zu Goldslein und dem Bahnhossauffeher Heinrich Setbert zu Weckesheim und am 4. April den Lokotnotivftchoern ?ldam Gärtner zu Weinheim, Vhklipp Heiner, Jakob Merz, Jakob Schmitt und Jakob Weber I. zu Worms, Edmund Oetzel zu Frankfurt a. M., dem Schifssmaslhinisten Fvcmz Heß zu Bingerbrück, den Maschinisten. Wckhelm Bischaff zu Worms und Franz Kratz zu Darmstaüt, den Zugführern Adam Bauer, Michael Bickel, Sebastian Frank und Ludnüg Valz zu Darmstadt, Karl Den gl er und Adam S ch ä fe r zu Frankfurt a. M„ Ludwig.E r ö ß m a n n .Wilhelm Ho ff mann, Peter Rudolf und Max Walker zu Mannheim, Georg I e ckel, Georg Lösch imd Philipp S chr v d t zu Wornes, Heirich Mill, Leonhcrrd Reeg und Philipp Nvus- selat zu Mainz. Wil'helrn Will zu Bingerbrück, den Werk- ftkhvern Konrad Feldmann zn Krcmichstein, Wilhelm Schmitt fit Mainz intb Max Schneider zu Mannheim-Waldhaf, den Rangiermeistern Ludwig En gross zu Mainz, Plstlipp Haar zu Gnstavsbnrg und Friedrich Schäfer ztl Bingen, dem Lademeister Ludwig Reineck zu .Kranichstein, den Eisenbahnnntcr- assrftenten Heinrich Bernd zu Goddelan-Erfclden, Ernst Ebe rt zu Worms, Georg .Hel fr ich zu Mannheim-Waldhof. Wilhelm Komba zu Lampertheim, Wilhelm Krebs zu Mainz (H.), Adam Müller zu Bürstadt, Milipp Raiß zu Msheim und Heinrich Win gen selb zn Hvidesheim, den Weichenstellern 1. .U. Peter Appel zu Mainz-9Ronchach, Rudolf Müller zu Worms und Adam Werte zu Bachcrrach und demBalw Hofsaufseher Lud- zu Miein-Dürkl-erm, sämtlich in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft, die unAmdbare Anstellung verliehen. ** Auszeichnung. Dem Hilfsfch«tzmann Luh wurde für Festnahme eines Kriegsgefanrerren ente Ghren-Urkimde verliehen ** Sein 25jäyriges Arbeitsjttbiläum bei der Firma Heyttgenstaedt & Co. begeht heute Franz Otto, Kaiser-- Allee 40 ** Jungwehr. Mittwoch, 25. Apwil, Antreten.' 8V* Ahr. Komp. 620. 1. Abtlg. Gymtlasinm, 2. Abtlg. Öber- Realfchule. L. U. Borlesuntzen über Ku n st wis son s ch a ft an der IIniUetfität. Professor Dr. Hamann liest im laufenden S^,nnersetn«stzer: Hessijckw K,nrstsMttn (Marburg, Bedl-g. Frirdbeiy. Schatten, ^«dinpeitf Donno^tags von B \Vqt und Antike Vasen- und Waitdmalerei, nach Verabredung. ** Der Luf 1 dicitst erfordert für gewisse Zwecke das Hoch- lasseit emer größere» AnzaW von Ballons. Durch Sturm oder andere äußere Ernwirkungcar kcam es vorkoimrteit, daß Ballons sich lohoeißen und nichergehen. Ter Finder eines solchen Ballons tvird gaoaten, dvssen rntt größter Sorgfalt zu behandevl mvd zu bergen und der nächsten Polizeibehörde oder dem stellv. Generalkommando in Frankfurt sofort Mitteilung zu machen. Eine genaue Anweisung, die unbedingt gelesen werden muß, befandet sich deutlich sickiitbar in einer fleinen Tasche des Ballons. Für einwmidfreiei Vlbfaefenntg wird eine entsprechende Geldbelohirung gewährt. Mut- wMge BiLchchiMln« oder Bcrmckimg des Ballonstoffes wird nach den bestshW»cheii y»ch»tzcnc streng bsstraft. ** Jugendliche Hilfskräfte für die Landwirtschaft. D« Großherzogliclie Zenttalstelle für die Gewerbe ioendet sich mit entern Aufruf an die Schulleiter der gewerblichen Unter- rickftsanstalten, in dem es heißt: Trotz weitgehender Einziehung zum .Heeresdienst ist die Anzahl per auf hohen und mittleren landwirt- schaftkichei^ und techrnschen Lehranstalten Studiecenven auch heute noch verhältirisrnä^i groß. Die Arbeitskraft dieser zum großen Teil praktisch vorgebüdeten jungen Leute sollte nach Möglichkeit für die Lmünvirtschüft perfügbcft geinacbt werden, indem sie entweder den Betriebsertern als Assistenten beigegeben oder füt besondere, pra?tisck-e und theoretische Borbildung erfordernde Mbciten, wie z. B. Bedienung lanÄPirtschaftlicher Maschinen verwaiwi werden. Die Studierenden der techi^shen Hochschulen und Lehranstalten, die zumeist bereits einige maschinelle Praxis besitzen dürftet!, könnten in landwirtschaftlichen BelriÄ»en eine ungemein wichtige 2lusgabe erfüllen, indem sie zur Bedienung landwirtschaftlicher Maschinen, deren Bedeutung bei der fcufagen WirtschasMage gewalttg gestiegen ist, Ijeaairgcss**»! wepden. NmnenÄÄh am Motor- und Larnpfpflug lwrrt dieser «ine tchchripe Tätigßeit. Die Kennttrisse der jugendlichen Mcrschinenknndigen, die gegebenenfalls durch Sonderkur sc noch besonders auf ihre Aufgabe Vorzuber eiten waren, würden auch bei Ausführung von Jnstandstellungsarbeiten bereits stark abgenutzter landwirtschaftlicher Maschinen wertvoll sein. Diese An- vegung ist nicht in dem Sinne zu verstehen, als ob eine Schließung der Hochschulen und Lehva»st»lpm herbLigefübrt werden solle, deren Betriatz aus prakt^üen Gründen zwrcßs Erkaltung der Wissenschaft-' lichert F«rschsttätigG»i1 wie auch im Interesse der zahlreichen studierenden Kriegsbeschädigten aufrecht erl)alten werden muß: sie be- zrveckt vielmehr lediglich die Hermrftehung der in der Landivirt- >ck)ast vertvcrnkl>aren Studierenden auf dem Wege der sreitoilligcn Rtekdu-M in Uebereinstimmung mit den Bestimmungen des Zivildienst pflrchtoesetzoS. ** Eine Versammlung des Kreis-Obst- und Gartenbauvereins Gießen fand am Sonntag, den 22. d. Mts. im Hotel Hirsch in Grünberg statt. Sie war gut besucht. KreiSobstbautechmker Heberer -Heuchelheim hielt einen zeitgemäßen Bootvag über das Pflanzen von Kriegsvb st bäumen und ihre Pflege. Nach dem Vorttag, der mit großem Beifall von den Anwesenden ausgenommen wurde, fand, nach einer regen Aussprache über Fachsragen, noch eine Gratis Verlosung von Ovstbäunren, Zwerg ob st, Beeren sttäucksern und anderen sehr brauckp- baren Gegenständen statt, die ntlscmein freudige Aufnahme fand. Ter Redner fübtte in seinen TarlcUiargen etwa das Folgende aus: Tie Zeit lege dem Volke eben große Entbehrungen aus, die mit Rühe, Zuftiedenheit und Zuversicht ailfgenoMmen werden müßten; in gleicher Weise nrusse man bei dem Mangel an faxfjffimbigen und sonstigen Leuten die Mlege des Obstbaues mehr denn je ins Auge fassen und zu gedeiJürl^nn Erfolg führen. Omvohl die Ernte im vorigen Herbst vorzüglich hatte genannt werden können, hätten dve Preise trotzdem eine vorher nie gekannte Höhe erreicht und das wöbe in erster Linie seinen Grund in der rwtwendigen Verwendung der Obstsotten zum Brotaufstrich gehabt. Es unterliege auch keinem Zweifel, daß raxfa lange nach dem Kriege der Obst- genuß in iveit größerem! Maße erfolgen werde und müsse urtb schon allein deshalb sei auch die Rcntaoitttät imseres heimischen Obstbaues verbürgt. Man sei aber nicht allein wegen der in Aussicht stehenden besseren Einnahnren zwn vermelirten Anpstan^en von Obst bäumen verpflichttt, sondern haupfaächlich, um den Bedarf für das Volk zu decken. Der Bezug von ausländisck-em Obst sei unmöglich und auch überflüssig geworden, weil deutsches Obst ^wohlschmeckender und bei angemessenem Preise billiger sei als das ausländische -Obst. — Hierbei nemneS der Redner auf Me Art und Weise der Betvndlung und Psl-rnzung der Obstbaunrsotten und erläuterte eingehend das Answersen der Baumgruben, den ^loden- tvochscl, das Gesunder sollen der B.ftnnr, die Pfla n ',ent kernu n gen. die Wnrzelbetnndttmg, Kronen de i chm eidun g usw. Er deutete auf fteißigeS Begießen und das Anbinden der Bäume, das LockerHalten der Bmmrscherben hin und veriv-.rrnte dabei vor zu starkem Beschneiden der junggcplflanzten Bäumchen. Hierauf redete der Vortragende dein Auspntzen älterer Bäume das Wort und riet, die Schnittfläclieu rnit Sreinkohlenteer oder Earbolineurn zu bedecken, die das Holz vor Fäulnis schützten. Von gleicher Wichtigkeit sei auch das Reinigen der Stämme und dickeir Aeste von losen Rindcn- sch-uppen, Moos usw. und Nernach empfehle sich das Kalken. Tann streifte der Redner noch das Bel-andcln der Frostschäden und dabei das Mttennen der Rindenteile, das er nicht empfahl. Besser lei ein Drei von Rrnderdung und Lehm, der, in ziemlich dicker Sckftcht anfgestrichen und mit Leinworrdstreilen verbunden, zur erneuten Verbindung der Rindenteile mit dem Stamme faibre. Tie letzten bedeutenden Frostschäden seien im Winter 1894 aus 1895 vorgekommen und damals habe sich die übereilte Loslösung der angegriffenen Rindenpattien als ungünstig erwiesen. Zum Schlüsse seiner dlusführungen hob der Vottragende nock) l)ervor, daß gar manches Fleckchen Bodens, das noch ganz ntrnütz daliege, im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse mtd zur Durchhaltung des gesamten deutschen Volkes sehr wohl zur Obstkultur Veriven- düng finden könnte. Das Volk habe das größte Interesse daran, für rcickilickie Obsternten Sorge zu tragen, da man gezwungen stn, sich auch noch nach dem Kriege in weitgel-endstem Maße aus eigene Füße zu stellen. Der gute Wille sei hierbei viel wert imd auch völlig gleichlvdeuliend mit Erfolg. LanvkrciS Gießen. -e- Großen-Lindcn, 25. April. Mtt dem 1. Mai ds. Js. legt, wie wir hören, Herr Bürgermeister Leun sei Amt als Diirger- meister der Getneinde Großen-Lindcn infolge geschwächter Gesundst nieder. 33 Jahre hat er es geführt und die Gemeinde bat ihm viel zu danken. Unter ihm ist der Ott mit manchen neuzeitlichen Einnchtungen versehen worden (Wasserleitung, Anschluß an das Elektrizitätswerk, Kaualisatton ustv.). Kirck>e und erstes Pfarrhaus wurden erneuert, eine Kleinkinderschulc und Krankenschwesterstaüon eingerichtet, eine Apotheke und ein Arzt lfaer herangezogen. Der Ott bekam Eisenbahnstation und Güterverladestelle. An alledem hat Mirgermeister Leun kein geringes Verdienst. Allein nock- weit höher schlagen Nur seine Fürsorge für seine Gemeindeglieder an. Er wußte für jeden, der da kam, Rat und Hilfe, und oft iourde den ganzen Tag über sein Hans von Rat Begehrenden nicht leer, die sowohl mis Großen-Linden, als auch von ausivärtS nnd selbst den nahegclegenen preußischen Otten kamen. Die Gemeirrdc rwrliert sehr viel und es wird schwer sein, ihn, dessen Wahl zum Bürgermeister stets fast einstimmig erfolgte, zu ersctzeu. Sie kann dem Abgehenden nur wünschen, daß ihm ein ruhiger und ftoher Lebensabend beschieden sei. Seine Arbeit und seine Dienste wird sie nie t>ergessen. Sie haben die Stadt in die Höhe geführt. . S1 e i nba cb, L4. April. Die Beteiligung an der 6. Kriegsanleihe war bei unserer Sck)snliugend und bei einigen der Schule entwachsenen Jugendlichen, besonders Mädchen, recht gut. Es würden für 2 237 Mk. Kriegssparmarken erworben, und die Summe dar Einzelzeichtumgen beträgt 5209 Mk.. so daß durch hiesige Schule 7437 Mk. zusammenlden, fast dnrchü'eg Geld, welches in Tisch- schubkafteu usw. brach gelegen hätte. Kreis Büdingen. 4 Selters, 24. April. Pfarrer Hoch, der seit Oktober deS vottgen Jahres als Milftärkronkenwärtcr in Bad-Nanhfam einge- zogen war, wutde nun zum Lazarcttpfarrer in Frankfurt a. M. ernannt. KreiS Alsfeld. ** fl et) it Sei in, 24. April. Auch in hiesigem Dorfe fand die Zeichnung für die stichle Kriegsanleihe das regste Jtttt^resst, wurden doch von Erüxrchh'nen ganz erheblich' Summen gezeickmtt Auch die Schtile beteiligte sich wied'rnm eifrig an tvu Z ickmumnu. kam doch die fair hiesige Verhältnisse ganz h.rvon-agende Summe von 4115 M. zusammen. Bei der vierten Anleihe waren es 2502 Mk. und bei der fünften Anleihe 3205 Mk. — In dielen Tagen wurde von der Schule entwachsenen Mädchen eine Smnm- lung für die Hindenburgspende veranstaltet. Es wurdor gespendet: 212 Gier, 26 Pfd. Dörrobst, 6 Psd. Butter, .5 Psd. Speck, 9 Pfd Wurst, IOV 2 Pfd. geschälte Gerste, 7 Pfd. Grieß, 1 Topf Honig und ein Glas Gelee. Alle Gaben wurden nnenLseL- lich abgegeben. Kreis Friedberq. * Aus der Wetterau, 25. April. Die FrübjahrtzanL- saat kann als beendigt betrachttt werden. Leider läßt die lieber- Winterung der Wintersrucht viel zu .wünschen übrig. Es muß deshalb ein großer Teil umgepslügt und mit Sommergetreide bestellt werden. Allenthalben jät man auch — wenn Saatzttcht vorhanden — Sommerweizen. Mft dem Stecken der Frühkattvffetn wird begonnen. Hoffentlich sattelt das Wetter recht bald um. Starkenburg und Rheinhessen. -- G r 0 ß - G e r a u, 24. April. Wegen Verweigerung der vorgeschriebenen zwei Liter Vollmilch von jeder Kuh hat das Krers- amt gegen die fünf Gemeinden Berkach, Dörnberg, Kl et n- Gerau, Waller st ädten und Nauheim Zwangsmaß- rcgeln ergriffen. Sämtlick)e in den Otten vorhandenen Butter- maschirren wurden beschlagnahmt und den Bürgermeistereien zur Aufbewahrung übergeben, um die Butterbereittrng zu unterdrücken. Erft wenn die Gemeinden wieper ihren Milchliescrungspilrchtrn nach' kommen, erfolgt die Freigabe der Geräte. vermischte». Berlin, 25. April. Oskar Blmnenthal ist gestern abmb gestonben. * Bern, 24. April. (WTB.) Ter „Temps" meldet: In Balance in Südfvankreich steht ein ganzes Stadtviertel seit vorgestern in Flammen. Selbst die Lyorrer Feuerwehr ist zur Hilfeleistung abgeschickt worden. Gcrichtssaal. Bochum, 25. ?lpril. (L. A.) Das Schivatrgericht verurteilte den Bergmann (Dnard Roeler aus Herne, der am 12. k>s. Js. die Eheftau des im Felde stehenden Möbelhändlers Hirschen in Herne und deren Dienstmädchen in bestialischer Weise ums Leben gebracht hatte, zum Tote. Bamberg, 24. April. (P -T.) Der Kommerzienrat Me he r- mann ist heute von der Strafkammer wegen sott ge setzten Vergehens gegen den Verkehr mtt den Malzkonlingenten und dcs verbotenen Malzhcmdels für schuldig befunden worden. Er wurde zu vier Monaten Gefängnis und zu einer Geldstrafe von 716000 Mark verurteilt. Die Geldstrafe wird im Nichteinbringimgssalle in ein Jahr Gefängnis mn- gewandelt. Letzte nncbrichktt Schützengraben und Alunitionsarbeit. Berlin , 25. April. Unter der Ueberschrift ,Laßl Eure Brüder a sicher Westfront tricht im Sttch" '.oeist der „Berl. Leck.-Anz-." auf den Heeresbericht vom Dienstag hin, wonach die deutsche Feuer- wttkung an der Westftont von größter Bedeutung ist. Das Blatt schreibt: Der Mann im Schützengraben ist wehrlos der Vernichtung pvoiSgegeben, wenn er nicht eine aktionssähige Ar^llerie in settrem Rücken hat. die ihn gegen den sich unablässig erneuernden Moffen- ansturm der Feinde schützt. Diese aber kann ihrer A«fga-e nur gerecht werden, wenn sie in volle und immer wieder srksch gefüllte Mrmittonskästen hinein^ngreifen vermag, ohne besirrchten zu müssen, daß ihre Vorräte zu Ende gehen, ehe der Angriff des Feindes gebrochen ist. Der Heeresbericht vom Dienstag sollte mit ehernen Ltttern an die Tore unserer Fabriken angeschlageit werden. Er wttd seine Wirkung aus das Gemüt unserer Arbeiter nicht verfehlen. Englands Lrbensmittelschrvierigkeilen. Be r n, 24. Aprtt. (WTB. Mchtanttliich. In seiner Rede ttl Oxiord, in welcher er das Lebensmittelproblem als für England überaus ernst bezeichuete, führte der parlamentarische Sekvetär des englischen s>lahrungsüftttelnrttristerttrms, Kapitän Batkmrnt noch folgendes ans: Ter gegewvärttge Konsum sei 50 Piwzcnt HKHer, als es die vorhandenen und zu erwartenden GetveidevorrÄe gv- slatttten. Da das Brot das Hauptsächlichkste Nahrungsmittel der ärmeren 5Aassen sei, müßten die Dohlhabendeven mif das Weizen- brot möglichst verzichten imd Brot aus cErste, Hafer, Mais und Reis backen lassen. Die Haserration eines Pferdes reiche hin. zwanzig bis dreißig Menschen zu ernähren. Daher sei es ftagüch, ob es dem slLationalftrwresse entspräche, den Rennspvtt be^u- behalten. Der Genevaldttektvr für Lebensrntttelersl.»a cnis Jones wohnte einem Llbew>cssen phire Brot bei. Er empfahl, solcfst Mahlzetten zur Landessttte zu machen und dadurch den Krieg gewinnen zv Helsen. In der Stadt Ipswich wurde eine Brotsparerliga gegründet, deren Mitglieder geloben, wöcheittlich nicht über vier Pfund Brot oder drei Pfund Mehl zn genießen. Die „Times'" beüont die Notwendigkeit der Ernschränkrmg des erbrauchs von Butler und Margarine, da besonders die letztere infolge geringer Zufuzren cms Holland sehr knapp sei. Im Unterhwrfc nmrde mitgeteilt, daß die Ka r t 0 f f e l v 0 r - rate mcr noch vier Wock-en reichten, weshalb die Abgabe ar Kriegsgefangene verbc>ten wurde. „Dcnln Telegraph" meldet, daß die bestehenden, ohnehttt knappen Gasolin-Rattonen für die Automobile demnächst Wetter verringert werden. Amsterdam, 24. April. (WTB. Nichtamtlich' Nach dar „Labour Gazette" waren in England die Lebensmittel am 31. März, um 94 Pwzent teurer als im Juli 1914. Aus Rußland. Stockholm, 24. Llpril. Die letzten ^Lach-richten aus Firml-and zeigen, daß sich mich dort Anzeichen von Anarchie bemerkbar machen. Anläßlich eines Streiks griffen auch russische Soldaten ein, indern sie die Belvilligung der von den Arbeitern ausgestellten Bedingitngen verlangten. Der zweite Vorsitzende des Senats, Tvkoi, erklärte dem General- gouverneur, die Finlander wünschten rricht, daß das ritssische Militär in die inneren Verhältnisse Fiirnlands eingreike. Peter§ b u rg, 23. April. (P. T. A.) Mehrere Svldcrten- abgeordnete von der Front sind in Petersburg eingetroffen.. icm die Gerüchte, daß die Disziplin bei verschiedenen Abtei- lungen der Gcrrnis-on zu wünsckwn übrig lasse, cntf ihre stttch- tigkeit zu prüfen. Die Tlbgeordneten' waren mit der in Petersburg herrschenden Ordnlmg znftneden. Rvtterdam, 24. April. Nach dem „N. Rott Cour." werde den „Daily News" aus Petersburg gemeldet., daß besonders in den Tunern enteilte Bessarabien, Podolien und Wolhynien zahlreiche Lbfttatoreti, meistens in Uniform, von Dorf zit Dorf gehen, um bei den Bauern Sttmmutrg Ziegen den Kwieg zu mack>en. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Das dieSjätzrige Inollidcn-Prüfungsgeschäfr im Kreise Gießm fandet wie folgt statt: Am 5. Mai 1917 bis 7. Mai 1917 beginnend 9 Uhr vormittags in Grünberg, Hotel Hirsch. Am 8. Mai 1917 bis 9. Mai 1917 beginnend 9 Ubr v»r- mittagS in Lich, Rathaus. ?km 10. ?Nai 1917 bis 16. Mai 1917 beginnend 9 Dt* »or- nitttzrgs im Bezirkskommandv Gießen, Zfanmer 31 . Alle bis 1917 anerkannten Invaliden ,»td RentenenMMiger. soweit ihnen nickst bereits mitgeteilt ist, daß die Irüßmg ihres Bcrsorgnngsleid^is im Jahre 1918 ftattfindtt, haben zn diesem Geschäft zn ersäpinen. §ie evTjatten hierzu einen besonderen Erstellnngsbeseh' rom Vezirkskominandv. Gießen, den 20. Llprit 1917. Großherzogl. Bezirks Kommando. N ' y'd, 3c; Scifenbcrg 1 u. 2: Scheiter Nm.: 18.7 Buchen 2. Kl., Prügel Nm.: 0,9, Eschen (aoftn) 1.5 Mtr. lg., 3,2 gemischt; Stöcke Nm.: 50 Buchen, 2) Hvbcrain: Prügel Nm.: 20 labstg.) gemischt, 3) TdomaSbicael 3, 3rr: Scheiter Rm.: 31,7 Buchen 2. Kl., Prügel Nm.: 7 Buchen labstg.). Stöcke Nm.: 18 Buchet!, 4) Kirchberg 4« Prügel Nm.: 12 ge- mischt, Stammreiserprügel Rm.: 61 Buchen, Stammreiser Rm.: 61 Buchen, rabstg., in Schichten), 5) Forstwicse 2«: Scheiter Nm.: 3,6 Buchen 2. Kl., 3 Nadel- und Weichholz- vrügel, Stöcke Rm.: 17,4 Bucken, 6) Birken 2—4: Scheuer Nm.: 10,9 Fichten 2. Kl, Reiserprügel Nm!: 4 Bi'cken, 7) (wiehern: Fichten Nm.: 38,7 Nundsckeik. Hölzchen: Bucken Rm.: 12 Scheit, 4 Knüovel, 1 Eicheyknüppel. — Kohlreiser und Leseholz fläckenweise. Not unterstrichene Nummern werden nicht versteigert. 2. Dienstag, den 1. Mai, nach Zusammenkunft 10 Ubr auf der SchreinersmÄhle, bei Freienseen, aus 1) Wintersberg 1, 2k, u. 4: Bucken Nm.: 26 Scheit 2. 5kl-, 0,9 Prügel 2. 51!., 49,0 Stöcke 1. u. 2. Kl., 43 Reiserprügel; 2) Obernseenerhoücld: Eschen Rm.: 32,5 Scheit, 35Prügel, 5,9 Reiserprügel; 3) PeierSwald 2a, 2I>, 3a, 3b, 5c: Buchen Rm.: 0 Scheit, 7 Prügel, 1,5 Stöcke, 25 Reiser- vrügel, Fickten Nm.: 5 Prügel; 4) Schernberg 3: Fichten Nur: 23/3 Prügel; 5) Jmsenbau: Buchen Rm.: 12 Scheit, 75,6 Stammprügel, 23,4 Reiserprügel, 5,4 Eichenprügel, labstg.), 1,3 Buchenprügel labstg.). 0,1 Eschennntzrollen (1 Mlr. lg.), 8 Stiick Eichen-, 17 Stück Buchenstangen (Deichseln u. Lanaewiedcn), 6) Weidenau 1 u. 4: 16,4 Nm. Birkenscheit, 6 Nm. Fichtenscheik, 2 Nm. Buchenprügel, 8.3 Nm. Birkenprügel. 0,3 Rm. Jichlenvrügel; 7) Wcttcr- anerücrg 3a n. 4: Buchen Rm.: 10,6 Scheit 1. u. 2 Kl., 127 Prügel, 5,9 Fichtenschcit. 4,6 Fichtenvrügel, 3,2 (Kichen- vrttgel; 8) Wrtteraucrstranch: Buchen M Scheit 2. Kl., 0,7 Prügel 2. Kl.; 9) Tränkbach 2 und Ziegen- berg 1b: Buchen Rm.: 5,6 Scheit 1. u. 2. Kl., 13 Prügel 1. u. 2. Kl., 2 Stöcke, 2,7 Reiserprügel. 1,1 Fichtenscheit, 1.4 Fichtenvrügel; 10) Liesewäldchen 1 u. 2: Fichten Rm.: 1,7 Scheit. 2,7 Prügel, 2 Erlenyrügel, 5 Buchenprügel labstg.); 11) Hcinzeber« 3«, 3b: 30 Rm. Buchen- prügel labstg.); 12) Eichelgartrn lc u. 3a: 2.7 Rm. Fichtenscheit, 3,5 Nm. Buckenvrüael, 4,3 Eichenprügel. — Kohlreiser und Leseholz flächenweise aus: Hemzeberg, Struth, Eichelgarten, Liesemäldchen, Ziegenberg, Wetterauerberg. Jmsenhau, Winrersberg und Peterswald. — Rot unterstrichene Nrn. werden nicht versteige rt. 13324 L Amend Heute Blittwocn, 8 Uhr: Familien-Konzert Damen-Kapelle lieiKert täglich 29*25 ffBlapj»«». Freunden einer würzigen, vollmundigen Zigarre von grobem Format sei etn Versuch mit meiner neu emgefiihrlen Borstenlauden- Fot«e „Hesse»kraft", Vogelsberg zu 15, Feldberg zu 18, Meinner zu 20, MelibokuS zu 25 Pfa. bestens empfohlen. Wilhelm Moeser, Grostherzoglich Hessischer Hoflieferant, Giesien, Seltersweg Nr. 63. 87 In Ausführung der Sbtorfrmmgen der Reichsfleisch-- stelle wird folgendes bekannt gegeben: § 1. Eine Erstreckung der Versorgrmgszeit der Fleisch- selbstversorger auf 'An^ag findet nickst mckhr stockt. Die Versorgungs-eit 'oorjem.gen Personen, die auf Grund der über die Mliestrung von Speck aus Haus- Machtnngen erlassenen Bestinrmungen Speck oder Schmal; abgeliefert haben, wird entsprechend verkürzt; Reichs fkcnschBarten getan gen für die abgelieferten Speckmengen nicht zur Ausgabe. § 2 Die Ausgabe von Re»cMlcisckKcrten nebst Fleisch- zusatzkarten ^ cm Fleischsekbstversorger erfolgt nur an den allgemeinen Kartenausgabctagen, die jeweils bekannt gegeben werden., auf den Brotmarkenbezirken. Ausnalhnrsweise bum die Entnahme von Reichsflersch- karten m anderen Zeiten geÄattet werden; es werden dann jedoch keine F1eistl>-Zufatzkarten ausgegeben. 8 3. Fleischselbstver'orger können bei jeder allgemeinen Fleischkartenmlsgabe höchstens eine, halbe Fleisck)-Zu- satzkarte «ruf den Kopf der Lwushaktnngsmitqjkhtder erhalten. § 4. Personen, die sich vorÄberqeheird hier aufhalten, haben keinen dlnspsrch auf Fleifchzusatzkarten. § 5. Vorstehende Bestrmumngeu treten sofort in Kraft. Gießen, den 24. April 1917. 3318B Der Oberbürgermeister: Keller. HolZverfteigerurrA Es werden versteigert: 1. Morrtaa, den 3Y. Avril l. IS. auS den Distrikten Zeileichen. Grober Seng u. Winneröder Heide, Schutzbezirk S»afen: Stämme: 14 Eiche — 4,15 Fstni-; Tcrbstanaen: 11 Fichte = 1,45 Fstm.; NeiSstansen: 140 Fichte — 0,93 Fstm. Rur Echeiter: »1.7 Buche, 8 Eiche, 36 Fichte; Knüppel: 73 Buckir, 108 Eiche, 28 Aspe, 22 Kiefer, 30 Fichte; Neists: 8 Bache, 832 Eiche, 20 Aspe, 50 Fichte; StörEe: 47 Buche, 108 ÄMxe Zusammenkunft vormittags * «10 Uhr auf der Kreisftratze Reinhardshain — Wmnerod am Pflanzgarten im Distrikt Neuhossheege. Nähere Auskunft durch Forstwart Kinkel. Harbcuti. 2. Di««Stas, den 1. Mai l. IS. von vormittags 8 Uhr «« in der Gastwirtsckmft des Herrn Heinrich Schultheid in Lumda aus den Distrikten Bilskopf, Heiliaen- berg. Tränkkopf, Steinberg, Bornberg u. Oiberg, Schutz- bezirk L«mda: Stämme: 4 Eiche -- 1,71 Fstm.. 1 Kiefer -- 0,S7 Fstm., 3 Fichte 3. Kl. 4,66 Fstm., 6 desgl. 4. Kl. = 6,75 Fstm., 3 desgl. 5. Kl. ■= 2,23 Fstm.. 34 desgl. 5b Kl. = 7,54 Fstm., 380 Flchten-Derbstanaen — 37 Fstm. Rm. Scheiter: 149 Bliche, 1 Eiche, 2 Kirschbaum, 12 Kiefer, 54 Fichte. Knüppel: 2l Bucke, 2 Hainbuche, 10 Eiche, 47 Kiefer, 32 Fichre. Reisig: 460 Buche, 18 Eiche. Stöcke: 28 Buche, 22 Kiefer, 134 Fichte. DaS Holz ist vorher ein- zufehen. AuS Distrikten Bilskopf und Heiligenberg kommen nur die unterstrichenen Siummern zum Ausgebot. Bekanntmachung. Die Ausgabe der Brotkarten und Milch- karten ftrchet Samrtatz. de« 28. AprS |9|? m den MrtenmkHyabestelkrr statt. Gießen, den 23. April 1917. 33178 Der Oberbürs««neister.' Keller. Nähere Auskunft durch Forstwart Wallenfels, Geilshausen. Ärünbera, am 20. April 1917. ,3322h GrsstherLSsliede Oberförstcrei Grünberg. Brennholz-Berfteigeruust» Sam-tas, dev 28. Avril d. IS. werden auS den Domantalwalddistrikten Borkhards 3 und Hupp 1 der Forstwortei StornielS versteigert: Scheiter Nm: 562,5 Buche I. Kl., 32 Bucke II. Kl. Kvüvvel,Rm: 142^Bnche, 3 Hainbuche, 27 Eiche, 3 Birke. 'iS Aeifia Nm: 356 Buche, 56 Eiche Ttöcke Nm: 60 Buche. 9 Eiche. Zusamnrenkmist vormittags 11 Ubr auf der Hungen— Scholtener Dtraste am Distrikt Borkh^rds 3. Das Hotz^ auS Distrikt Hur>v 1 wird nicht porgezeigt. RSbere Auskunft erteilt der Grodh. Forftwart Jaksb z« Gtsrnfol«. l'ichetsdo Eichelsdorf, den 20. Avril 1917. Großh. Oberförsterei Eichelsdorf. Walter. Stenographie Buchführung u. allen Handelsfäc.’.cm. 7»Sv8° s.Äben ’iar s« Honorar mocatl. Hk. 10.- Kursdaaer nach besonderer Vereinbarung. Anrae düng täglich. Kostenlose Stelien- ittlung. FraazfeclSCo, GieDen Goetr.estr. 32. Tal. 2ÜW. Hefsies Privat- ttiewiacia Eafcakcl*!i-?ü :33 69 . Einzige und Spezialausbildung in allen Handelst durch geprüfte Lehrkräfte. Iseue Viertel-u. Halb- j ahreskurse beginnen am 2. Mai. Anmeld, rechtzeitig erbeten. Einz. Lehrf. k. tftgl. begonnen werden in Schönschreiben. Stenographie, Maschinenschreiben, Kaufm. Rechnen, Kontokorrent-Iiechn. Bnchfühning einf. u. dorjp. Methode. Prospekte frei. i zum Waschen und 4vu\u ; i Bügeln wird cu» genomrxen. Wasche m. Kernseife. Babr.feOixtr. 84, S. l 02510 7 bis 10 PS. Elektr motor Dreh ström, auf 5lriegsdauer zu leihen od. kaufen gesucht. ^Näheres zu erfragen im Gieren Anzeiger. 02419 von waidgerechtem "Akademiker in der Nahe von Gietzen zu pachten gesucht, evtl, auch nur 2lnteil an solcher. Schr. Angeb. nnrer 3253 an den Gieh. Anz. Welche Möbclsckreinerei übernimmt Rnfträge aus M?S Mßtei Kl! toteitee in der einen oder anderen Holzart. Schriftliche Angebote erbeten unter 3281 an den Gie«ener Anzeiger. 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