Kr. 89 Der Stetzrner Anzeiger erscheint täglich, anher ConntagS. - Beilagen: Kirtzene, KamiliendlUter; Krcisbic.ii für den Kreis Siehen. Vezngrpreir: monatl. 9 » Pi., viertel» jäbrl. 2!k. 2.65; durch Ab hole- iu Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch die Post 3)!f. 2.45 viertel» jährl. ausschl. Bestellst. Fernsprech - Anschlüsse: inrdieSchristleitunst112 V erlag, Gefchästsffellebl Anschrift für Tralunach- rrchlen: Anzeiger Tietzen. Erst« Blatt !67. Zahrgang psttscheckkonto: Sranffurt a.m. U686 Dienstag. erhellen Bcttfperfefjr: Eewerbebanl Gletzen ZNiMng§run-dnlck u. Verlag: Vrühl'sche Univ.-vuch- u. Zteindruckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschästrstelle v. Druckerei: Zchulftr. 7. 1 . April M? lu.uutnr.e von Anzeigen bte Lagesnummer bis -ulm Nachmittag vorher». Zettenvrelr, f. Anzeigen» örtlich 20 Pf., Ber- mietungen u. Stellenqs» suche 15Pf., auswärts 25 Pf., d. Platzvorschrift- 30 Pi.. Reklamen 75 bei Platzvorschrift 90 Hauptschristleiter: Aug., Goetz. Verantwortlich für Politik u.ß^euilleton: A"a. Goetz. Stadt und' Lc,.-^,, Vermischt es u.Ge-^ richtssaal: Ir. R. Zenz.i Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Pt Der VegWy der grstzen (WTB.) Großes Hauptquartier, 16. April. (Amtlich.) W e st l i ch t r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ruppr echt. Auf dem Nordufer der Scarpe hielt unser Vernichtungsfeuer englische Angriffswellen nieder, so datz der Sturm nicht zur Durchfr'chnmg kam. Auch nordöstlich von 6 r o i s s e l l e s brachte unser Feuer einen starren Angriff der Engländer zum Scheitern. Nördlich der Stratze Nrras-CanÄrai warf ein Verswtz unserer Truppen den Feind auf Lagnicourt und Boursies .zurück. Zu den blutigen Verlusten der dort kämpfenden Australier kommt die Einbuhe von 175 Gefangener und fünf- zehn Maschinengewehren, die eingebracht, sowie von 22 Geschützen, die genommen und durch Sprengung unbrauchbar gemacht wurden. Bei S t. Q u e n t i n nahm das Artilleriesener wieder zu. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Life und Aisne sind gestern durch starkes F^euer vorbereitete Angriffe der Franzosen bei Bauraillon nnd tzhivres gescheitert. Von S o i s s o n s bis Reims und im Westteil der Champagne hat der Feuerkampf bei stärkstem Einsatz der Artillerie und Minenwerfer anaehalten. Nach Scheitern feindlicher ErkundmrgsvorsLöhe am 15. April ist heute morgen.in breitem Abschnitt die Infan- terieschlacht entbrannt. Heeresgruppe H e r z o g A l b r c ch t. In der lothringischen Ebene und der Burgundischen Pforte blieben Unternehmungen französischer Sturmtrupps gegen unsere Stellung ohne jrDcn Erfolg. * Ein einheitlicher Angriff feindlicher Flieger gegen unsere ^sselballons längs der Aisne war ergebnislos. Die Grg- i?er habrn zwischen Soissons und Verdun gestern 11 Flugzeuge verloren, deren Mehrzahl Maschinen neuester Bauart (Spads) silw. Oestlicher Kriegsschauplatz. Im allgemeinen geringe Gefechtstütigkeit. Nur an der Bahn K o w e l — Lnck verfeuerte die russische Artillerie etwa 10 000 Schutz gegen unsere Stellungen. Vortznngenoe Streis- abteilungen wurden abgcwiesen. Mazedonische Front. Keine besonderen Ereignisse. , Der Erste Generalanartiermeister Ludendorff. * Der Abcndbericht. Berlin. 16. April, abends. (WTB. Amtlich.) Bei Arras geringe Gefechtstätigkeit. An d^r Aisne hat der groste französische Durchbruchsstotz mit weit gestecktem Ziel nach zehntägigem Massenfeuer begonnen. Auf der 10. Kilometer breiten Angriffsfront ist der erbitterte Kampf um unsere vorderste Stellung im Gange. Im Osten nichts Wesentliches. * * * Ernste, spannende Stunden streichen gegenwärtig über uns hin. Im Westen, an der Aisne, hat, wie der Abendbericht unserer Obersten Heeresleitung kurz verkündet, auf einer 40 Kilometer breiten Front der französische Durchbruchsstotz eingesetzt. Wir befürchten nicht, oatz er den Feind zu Erfolg :md Sieg führen wird, denn wir haben noch die ruhigen, stolzen Worte Hindenburgs im Ohre. Aber die kleineren Sorgen des Tages müssen znrückgestellt werden, kein unnützer Wortestreit im Innern darf das gewaltige Erlebnis an unserer Westgrenze, wo unsere Kämpfer in Strömen von Blut ihr Alles einsetzen, in den Staub des Alltäglichen zerren. Es ist eine traurige Leistung der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft, die in der Reichshauptstadt vor herrscht, datz sie dort zu derselben Stunde, wo der Feind zu einem machtvollen Stoße ansetzte, Massenkundgebungen wegen der Teuerungsverhältnisse cn: zettelte. Diese Kundgebungen, die auch von sozialdemokratischen Führern für zwecklos und in ihren Uestertreiburrgen für unbegri'lndct gehalten werden, nahmen keinen schlimmen Verlauf, aber das Ausland wird sich ihrer freuen nnd wird sie für ihre Zwecke ausnutzen und Iibertreiben. Ein guter Zufall, daß ebensglls zu der gleichen Stunde die eigentliche große Schlacht im Innern ansgetragen wurde, deren Ausgang den Gegnern die wahre ^eele des deutschen Volkes zeigen wird, denn die sechste Kriegsanleihe wird allen Anzeichen nach zu einer bisher unübertroffenen Kundgebung der Deutschen für.tapferes Aushalten sich gestalten! In einiger Zeit werden wir hoffentlich die .Kampsergebnisse des 16. April und der f o l g ei i d en Tage, als neuen Ansporn auf dem letzten, mühevollen Wege zum Ziele bewerten können! Wilson hat inzwischen einen Aufruf an seine amerikanischen Mitbürger gerichtet, der aber viel mehr auf unsere Einschüchterung als auf Anfeuerung des eigenen Landes gemünzt zu sein scheint. Der Krieg Amerikas bringt uns wohl neue Feindseligkeiten, einen Zuwachs der Kräfte unserer Feinde, ist aber in der Hauptsache doch nur als eine große Demonstration gedacht. Der Präsident hat das selbst oft genug ausgesprochen, indem er die angeblichen idealen Gründe und Ziele Amerikas hervorhob. Auch jetzt sagt er wieder: „Wir kämpfen für den künftigen Frieden und um die Sicherheit der MÜ." Frieden durch Einschüchterung Deutschlands und überwiegend „moralische" Untersllitzung unserer Gegner? Wir zweifeln nicht daran, daß Amerika den Feinden verstärkte Hälfe leisten werde. Ob ihm darin noch viel mehr als bisher zu leisten übrig bleibt, können wir ruhig ab warten. Das neue Millionenheer kann uns sicher nicht schrecken. Milliarden lassen sich, so schreibt ein Berliner Blatt ganz richtig, allenfalls durch Schecks oder Kabel nach Europa überweisen, um aber eine Million Soldaten nach Europa zu verfrachten, dazu gehören nach der englischen Erfahrung zwölf Registertonnen Raum für den Kopf, also 12 Millionen Tonnen für eine Million Mann. Die Unionsflotte zählt nur etwa eine Million Tonnen und würde selbst bei schnellstem Schiffsbau nicht genügen, um eine Million amerikanischer Helden aus den europäischen Kriegsschauplatz zu bringen. Und daneben will Herr Wilson ja doch a:nh die Wirkung des U-Bootkrieges hinfällig machen! Darin liegt das Neue seines Aufrufes. Er nimmt den Hilferuf Lloyd Georges wohlwollend auf und ruft seinen Landsleuten ebenfalls zu: Baut Sckiiffe! Er droht uns mit den großen Mitteln der Amerikaner, mit ihrem Ernste, der auch vor Verlusten nicht zurückschrecken werde. Wer aber mag wohl die U-Bootverluste in der Hauptsache tragen, wenn Amerika sich wirklich dazu versteht, seine Schiffe als Torpedofntter zur Verfügung zu stellen? Es gedenkt, wie mit der gelieferten und zu liefernden Munition ein gutes Geschäft zu machen! Aber das Geschäft wird schließlich seine Grenzen haben, die mit den Kriegs- zielen der Entente nicht zu harmonieren brauchen. Geschäft, solange es sich rentiert, nicht weiter und nicht länger. Herr- Wilson kündigt an, die neuen Freunde zu nähren, zu kleiden und auszurüsten. Sicherlich nicht umsonst, sorrdern für gutes Geld. Welche vertraglichen Abmachungen der Präsident mit England und Frankreich einzugehen beabsichtigt, darüber schweigt er. Darüber wird es aber vielleicht iu London und Paris ein dumpfes Knurren geben. Immerhin, ein solcher kriegsbeinalter Neutraler müßte der einen Kampfpcrrtei schon willkommen sein. Wir aber haben cruf- gehört zu überschätzen, was die Jnteressenpolitik Amerikas darstellt. * . * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 16. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauthart: 16. April 1917. O c st l i ch e r Kriegsschauplatz. lieber Darmonesci schoß am 14. April ein K. u. K. Flieger ein russisches Duüoitt-Flugzeug ab. Gestern in Wolhynien erhöhte russische Artillerietütig- keit. Sonst nichts van Belang. • Italienischer Kriegsschauplatz. An der Fleimstal-Front drangen heute zeitlich früh unsere Sturmpatrouillen im Gebiet der Lima, di Bacche in die italienischen Stellungen ein und machten sieben Offiziere und 124 Mann zu Gefangenen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des EhefS des Generalstabs v. Höfer. Feldmarschallentnant. Die Kämpfe au der Westfront. f Berlin, 16. April. Am Sonntag war das Wetter auf der W cftfront trübe und regnerisch. Die Fliegertätigk-eit war dadurch stark bebindert. Zwischen Soissons un\ Reims und in der westlickien Ehampagne, wo schon seit einigen Tagen die Artillerieschlackst im Gange ist, setzten unsere Flieger trotz tief- hängender Wolken Zolles daran, bei der gespannten Lage der Truppe zu helfen. Auch die feindlichen Flieger zeigten sich hier rege, doch stießen sie nurjganz vereinzelt aus kurze Zeit über unsere Front vor. Zwei AElärimgsobt'ilungen des Gegners versuchten, geschützt von 10 'Spad-5bampseinsLtzk.ru, östlich Reims gewaltsam die Altsklärung zu erzwinge,:. Aus diesem Geschwader schoßen unsere Kampfflieger vier Gegner heraus; drei liegen • zerschmettert auf unserm Gebiet, eine,: unmittelbar vor unseren Linien. Vormittags nmrde noch ein weiterer K.nmümnsitzer bre.tnend hinter der eigenen Linie bei dtauroy, am Nachnrtttag eilt Kampseinsitzer, ebenfalls ans unserer Seite zwischelt Naurov amd Moronvillers abgeschossen. Jenseits der Front wurde je ein Nintport bei Pros,res und bei Betlünv brennend zum Mstnrz gebracht. Drei weitere Flugzeuge holten loch iu der Gegend östlich Laon herunter. Wir verloren kein Flugzeltg. Tie Artillerie- und Infanterieflieger waren gleichfalls mit Erfolg tätig. Trotz uugünsnger Sicht gelang die nrit Fliegerbeob- ackstung durckgttsührte artiklerist istche Bekämpfung schwerer feindlicher Ei senl ahn geschntze. Unsere .In- santeriestieger korntten Augrifssvorber-eitungen des GieglErs und/ die Bereitstellung feiner Truppen rechtzeitig tnelden. Sic flogen dabei teilweise in nur 50 Meter Höhe'über-die feindlickien Stellungen. Zahlrmche Erdziele griffen sie nrit Riasthin eng etliche feuer au. Es ist belner^enswert, daß fast alle der gestern abqesckwssenSt feindlichen Flugzeuge Spad-Einsitzer sind. Ter Spad ist das neueste Kampfstugzeng unserer Gegner, bem Nieuport noch, überlegen. Tie feindlichen Flieger litten aus seine Leistungen die größten Hoffntlngen ,gesetzt. Ihre durch die Verluste der letzten Zeit niedergedrückte Stimurung tvird iiicht?mversichtlicher'.lverdeil, toenn sie sehen, daß sie auch mit ihrlw neuesten und besten Maschine unseren Fliegern nickst gewachsen sind. Der bulgarische Bericht. Sofia, 16. April. (WTB.) Amtlicher Heeresbericht vom 15. April. Mazedonische Frolirt: (Ziemlich lebhaftes Llrlillerie- ELma^Avgen in von MMcn und aur bau Westufer des Dofran-Sees. Aus der gcarzen Front Tätigkert der Luftwaffen. Rumänische Front: /OeUich Mahmudia und westlich Isacea geringe.Artillerietätigkeit. Der türrische Bericht. Kvnstantinopel, 16. April. (WjTB.) Amtlicher Bericht vom' 15. April. I rakfront: Beiderseits des Tigris wirr Patrouillentätigkert. Nördlich des Diala ging aM 13. nvjchmittags die ftündlichrz Infanterie mit starker Llrtrllerieunterstützln,g zum Angriff gegen unsen Truppen vor, konnte aber incht näher als 500 bis 1000 Meter rar unsere Linien vorgetragen werden. Am nächsten Tage setzte das feindliche Artillerie- kund In.santerieseuer erneut ein^ Der Versuch des Gegners, unseren rechten Flügel zu uinsassen, scheiterte. Bis znm'Mend tvar es dern Feürde nur gelmrgen, vor Unserem linke,: Flügel etwas näher an unsere Stellung l-eran- zukommen. Nachdem es Miseren Trnplwn so gelungen war, starke feindlickw Kräfte vor ihrer Frmrt zu binden, gffrgen sie während der Nacht befehlsgemäß ohne vom Feinde gestört zu werden, in eine weiter nordöstlich gelegene Stellung zurück. . An der Kau ka s u s fran t nur Patrouillentätigkeit. An einige,: Stellen des linken Flügels schwaches Artillerie feuer. Von ,den übrigen Frontei: keine besonderen Ereigrüsfe. Lin Aufruf WAfons an die Amerikaner. Washington, 16. dlpril. (WTB. Nichtamtlich) Meldung des Reuter schm Bureaus. W i l.,s o n richtete folgenoen Aufruf an die Amerikaner: 'Mitbürger! Ter Eiirtritt unseres geliebten Vaterlandes in den grausamen und schrecklichen Krieg für die Dernokratie mich die Mwrschenreckste, der die Welt erschüttert hat, bringt für das Leben und die Handlungen der Nation so tridie Probleme mit sich, die eine sofortige Erwägung und Erledigung verlangen, daß ich hoffe, daß Ihr mir gestatten wnÄet, einige ernste Ratschläge und Ermahnungen an Euch zu ricksten. Wir bringsn unsere Flotte in aller Eile auf Kriegsstärke urid sind im Begriff, eine große Armee aufzustellen und auszurüsten. Aber das sind nur Teile der großen 2lufgäbe, der wir uns geioidmet haben. Ter Sache, für welche wir kämpfen, haftet, soviel ich sehen kcurn, nicht; ein einziges selbstsüchtiges Ckenrent an. Wir kämpfen, wir wir m glauben wünschen, für die Rechte der MensckLichkeit, den zukünftigen Frieden uird die m:sere Armee und See- lcncke. sonder,: auch für einen großen Teil der Völker mit welck-en wir jetzt gemeinsame Sache gemacht haben und zu denn Unterstützung und an deren Seite wir kämpfen werd/u. Unsere Schiffswerften nuff'sen Schiffe zu Hunderten Herstellen, die trotz der U-Boote den täglichen Bedarf nach der anderen Küste des Ostens bringen. Unsere Felder, Bergwerke und Fabriken müssen das Material in Hülle und Fülle liefern, um Unsere eigenen Lmrd- und Seestreitkräfte zum Kriege auszurüsten und gleichzeitig unser Volk, für das die tapferen Vcänuer. die unter den Waffen stehen, nicht länger ar!>eit-en Urumi, zu kleiden nnd mit dem Nötigen zu persorgen. Wir müssen die Armeen in Europa de,:en wir zur Seite stehen, kleiden und ausrüstcn, und 'helfen, die Webstühle und Fabriken in Europa mit Rohmaterial zu versorgen. Wir müssen Kohlen für die Schiffe auf See und ffür Hunderte von Fabriken jenseits des Meeres beschaffen, ftir Stahl sorgen, aus den: drüben Waffe,: und Munition 'hergestellt ^oerden, für Eisenbahnschienen für die ausgesiahrenen Eisenbahnen hinter der Front, ftir Lokomotiven nnd E i s e nb a h:: w a g e n zum Ersatz des Materials, das täglich zerstört wird, für Maultiere, Pferde und Rinder nnd alles, mit dem sich die Völker Frankreichs, Italiens und Rumäniens so::st selbst versorgt 'haben, zu dessen Erzeugung aber jetzt nickst ge,rüg Menschen, Material und Maschinen^yerfüg^ bar ftnd. Das Haupterfordernis unseres eigenen' Volkes und der Völker, mit deiren nur zusmnmengehen, ist die reichliche Versorgung namentlich mit L e b e n s n: i t t e l n. Die Wichtigkeit einer ausreichenden Lebensmittel Versorgung in, Artigen Jalwe steht an erster Stelle. Ohne reichliche Nahrungsmittel für die Armeen und die Völker, die jetzt im Kriege sind, würde das ganze große Unternehmen, dem wir uns a n g e schl o s sen haben, z u sa in m en b r e che n und fehl schlagen. 'Die Leben snritte kreier ve,: der Well sind gering. Nickst mir während der jetzigen schwierigen Lage, sondern auch eiinge Zeit „ach >dem K'riege müssen unser eigenes Volk und .ein ^großer Teil der Völker Europas aus die amerikanisch' Ernte reckmen können. Von den Farmern dieses Landes hängt d-alier in grossem Maße das Schicksal dieses Krieges und das 'Schicksal der Völker ab. Die Zeit ist kurz. Es ist von der allergrößten Wickstig- kell daß alles getan tvird und sofort getan wird, um fttr die großen Ernten zu sorge,:. Ich aren der Landarbeit- zuzntvenden, damit bei dieser großen Sache keine Mühe und Arbeit gespart bleibt. Ich appelliere besonders an die Farmer im Süden, große Mengen von (^etretöc lmö Bannttvolle an-upftanzen. Sie können ihren Patriotismus in keiner bst seren, überzeugendere! Weise zeigen, als indem sic der großen Versnclmng der gegenwärtigen Barm:,voll preise widerslel-en ::nd in großzügiger Weise die Nation und alle Völker miäTjrcn helfen, die für ihre Freiheit, ihr Hab und OKU käinpfen. Die ^Gelegenheit, die Kdait einer gros-m Demokratie zu zeigen, ist für uns gekoinmen. Wir werden rljr geivack>sen sein. In dem Aufruf büßt es weiter: Den Zwischenhändler^ rrife ich tzu: Ihr habt die Gelegerrheit, wichtige uneigennützige Dienste zu leisten. Die Augen des Landes tprden ans euch gerichtet sein. Aas Land erwartet von euch wie allen anderen, daß ihr auf die übrichn Gewinne terzichtet und die Verschiffung von Vorräten aller Art, bcsonbrs Nahrungsmllteln, organisiert u,ck> fördert. Adämrern, die die Eiselchahnen deS LaiweS betreiben, sage ich. daß diese L ebenso den: des Landes mäst versagen. Der: Kauftcuten möchte ich das Mott»: kleine Gewinne mtb rasche Bedienung cm* empfehlen. Den Sclnffbauern möchte ich es ans Her^ legen, daß das Leben und der Krieg von ihnen abhängen. Lebensmittel und Krregsmaterial müssen über die See gebracht werden, o h n e R ü ck - ficht, wieviele Schiffe versenkt werden. Schiffe, die verloren gehen, müssen ersetzt, sofort ersetzt Verden Dem Berg- mann rufe ich -u, daß die Armee und die Staatsmänner hilflos find, JhfcTtn er nachlässig ist oder versagt. Den Munitionssabrikanten rufe ich zu. daß die Nation von ihnen erwartet, daß sie alle Zwerge der Fabrikation beschleunigen und vervollkommnen, den Angestellten. daß jeder Mensch, der fein Land und dessen Freiheit liebt, aus ihre Dienste rechnet. Zum Schlüsse fordert Wilson auf, sparsam zu sein und sich einzuschränken. Brasiliens Abbruch der Beziehungen zu Deutschland. Berlin, 16. April. (WTB.) Ter hiesige brasilianische Gesandte überreichte dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Zimmer mann!, eine Note, der zufolge die Beziehungen zu Deutschland abgebrochen und die Pässe für die Gesandtschaft und die Konsulate erbeten werden. Als Begründung hierfür wird die Zerstörung des brasilianischen Dampfers „P a r a n a" durch deutsche Seestreitkräfte angegeben. Die Note nimmt Bezug auf die früheren Erklärungen Brasiliens, worin die Verantwortung für die im Widerspruch zum Völkerrecht erfolgenden Verletzungen von brasilianischen Staatsangehörigen, Waren und Schiffen Deutschlaird überlassen worden sei und der kaiserliche gesandte bereits auf die Folgen aufmerksam gemacht wurde, die jeöer Angriff auf brasilianische Schiffe haben würde und zwar betrachte die brasilianische Regierung es als gutes Recht, daß kein brasilianisches Schiff auf irgendwelchem Meere unter irgendeinem Vorwände angegriffen werden dürfe, selbst wenn es Konterbande führe, da die kriegführenden Mächte alle Arten von Waren unter diesen Begriff gestellt hätten. Die brasilianische Regierung sei bereit, pflichtgemäß die Freiheit der Schifffahrt und die Lebensinterenen Brasiliens zu verteidigen. Der Dampfer „Parana" sei unter folgenden Umständen versenkt worden. Er sei mit verminderter Geschwindigkeit unter vorschriftsmäßiger Beleuchtung gefahren, habe den Namen „Brasilien" getragen, sei nicht zur Unterbrechung der Fahrt aufgefordert und ohne vorherige Warirung, ohne daß Widerstand geleistet wurde, torpediert und beschossen worden. Das deutsche U-Boot habe ihm keinen Beistand geleistet. Ties alles stelle gegenüber den freundschaftlichen Beziehun- gen zynischen Brasilien und Deutschland einen feindlichen Akt dar. Cs fei hierdurch großer Sachschaden sowie namentlich Tod und Verwundung brasiliamscher Staatsangehöriger im Widerspruch zu den Grundsätzen des Völkerrechts und zu den von Deutschland selbst angenommenen Konventionen verursacht. Ta diese Handlungsweise gegen die früheren von der brasilianischen Regierung abgegebenen) Erklärungen verstoße, halte der Präsident weitere diplomatische Erklärungen und Verhandlungen nicht mehr für möglich. Für den deutschen Gesandten in Brasilien, dem die Pässe zuge stell lt seien, und das Personal der Gesandtschaft und Konsulate werde ein Dampfer von Rio de Janeiro nach Amsterdam zur Verfügung gestellt 'werden. Den Schutz der brasilianischen Interessen in Deutschland übernehme die Schweiz. (Annrerknng der Redaktion: Wie wir erfahren, ist der Dampfer „Parana" am 4. April nördlich Barsleux im englischen Kanal, also im Sperrgebiet, versenkt worden. Da vor dessen Befahren durch die allgemeine Ankündigung des uneingeschränkten U-Boot- krieges rechtzeitig ausdrücklich gewarnt wurde, bedurfte es einer besonderen Warnung rricht.) *. Zu dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen Brasiliens zu Deutschland schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.". Es ist kaum anzunehmen, daß der wirkliche Grund für den Abbruch der Beziehungen dir Torpedierung der „Parana" ist, vielmehr wird auch hier wie bei China der Druck der Bereinigten Staaten und der Entente ausschlaggebend gewesen sein. Brasilien stand vor dem Kriege mehr als die übrigen beiden großen südamerikanischen Länder, die sich anscheinend uns gegenüber einstweilen neutral verhalten wollen, unter dem Einfluß der Union, namentlich weil es für seinen Kafsevabsatz größtenteils auf den nordamerikanischen Markt angewiesen war und dafür günstige Bedingungen braucht. Infolgedessen mußte es schon früher als Gegenleistung erhebliche Konzessionen auf wirtschaftlichen Gründen und Gebieten machen. Während des Krieges verschlechterten sich die lange Zeit im argen liegenden Finanzen Brasiliens. Doch es kann eine Errettung aus dieser Lage nur von den mit dem^ (pelde der Entente gesätttgten Vereinigten Staaten erhoffen. Sollte sch Brasilien auf Betreiben der Entente an den in seinen Häfen liegenden deutschen Schiffen oder cm Personen, Hab und Gut der deutschen Kaufleute vergreisen, so möge es sich bewußt sein, daß Deutschland eine solche Handlungsweise nicht vergessen und früher oder später Mittel und Wege finden würde, das Land hierfür verantwortlich zu machen. Chile. Wien, 16 .April. (WTB.) Meldung des Wiener Korrespondenz-Bureaus. Der chilenische Gesandte teilte im Auswärtigen Amte namens seiner Negierung mit, daß die Re- pitblik Chile gegen die Monarchie und das Deutsche Reich auch weiterhin Neutralität beobachten werde. Eine Neutralitätserkrärnng Mexikos. Mexiko, 16. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldimg des Reuterschen Vurecals. C a r r a n z a erklärte im neuen Kongreß, daß Mexiko in dem Weltkriege strikte Neutralität einhal- ren wird. Die Revolution in Rußland. Neue Beschlüsse des Arbeiter- und Soldatenrates. Petersburg, 16. April. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Der allgemeine Kongreß des Arbeiter- und Soldatenrats aus ganz Rußland bemckete gestern übend feine Beratung über die Haltung gegenüber der provisorischen Regierung und nahm folgende Entschließung an: 1. Die provisorische Regierung, die wahrend der RevoliNivn iit Uebereinstimnnmg mit dem Arbeiter- und Soldatenrat von Petersburg gebildet wurde, veröffentlicht eine Erklärung, die ihr Programm angibt. Der Kongreß stellt fest, daß dieses im Prinzip die Anspruch? der russischen Demokratie enthält, und daß die provisorische Regierung die bisher ein gegangenen Verglicht ungen treulicher füllte. 2. Der Kongreß fordert die gesamte russische revolutionäre Demokratie auf, sich um den Arbeitern und Soldaten- r a t zu scharen, der der Mittelpunkt der organisierten denro- kratischen Kräfte ist, die zusammen mit den anderen fortschrittlichen Kräften in der Lage sind, jeglichen Versuch einer Gegenrevolution abzuweisen und die (Nrungeirsckiaften der Revolution zu befestigen. 3. Der Kongreß ist überzeugt von der Notwendigkeit einer dauernden politischen Kontrolle und von der Notwendigkeit seines Einflusses auf die provisorische Regierung, um diese zum 'tatkräftigsten Kampf gegen die. antirevolntionären Kräfte anzutreiben: ferner von der Notivendigkeit der Einflußna'hüie, um ite zu verpflichten, das gesamte Leben Rußlands zu demokratisieren und einen gemeinsame:: Frieden vorzubereiten ohne Annexionen und Kriegsentschädigungen, aber auf Grimdlage der freien nationalen (Entwicklung aller Völker. 4. Ter Kongreß lelptt zwar die Beranttvortung für die gesamte Tätigkeit der provisorischen Regierung ab, fordert aber die Demokratie auf, sie zu unterstützen, msotveit sie die Errungen''chatten der Revolution zu befestigen sucht und ihre aus- wattige Politik sich nicht auf Bestrebungen nach Gebietsausdehnung gründet. o. Der Kongreß fordert die revolutionäre Demokratie Rußlands auf, sich um den Arbeiter- und Svldatenrat zu scharen und sich bereit zu 'halten, kräftig jeden Versuchs der Regierung zurückzuweisen, sich mit der Demokratie in Widerspruch zu setzen oder auf die Ausführung der' eingegangenen Verpflichtungen zu verzichten. Tie Entschließung wurde unter allgemeinem Beifall einstimmig cntgenommrn. Die FriedeuSanssichtert. A m ste r d a m , 16. April. (WTB.) Das „Allgemeen Handelsblad" führt unter dem 15. April aus, während der ganzen Kriegsdauer sei niemals ein günstigerer Moment für Friedensunterhanblungen auf einer für alle Kriegführendem: befriedigenden Grundlage gewesen, als im gegenwärtigen Augenblick, nmal da die enormen Schiffsverluste und die M i ß e r n t'e a n s s i ch t e n auch England zu Friedensunlerhandlungen geneigter machen dürften. Auch der „Nieuwe Notlerdamsche Courant" hebt unter dem 15. April hervor, dge Mißernte'fast aller Weltteile werde voraussichtlich zur Abkürzung der Kriegsdaner erheblich beitragen. Kopenhagen,16. April. (WTB.) In einer sozialistischen F r a u e n v e r s a m m l u n g hielt der der sozialistischen Partei angehörende Minister S t a u n i n g eine Rede, in derer ausführte, daß man den Anschein erweckt habe, als ob die deutsche Sozialdemokratie mit Kopenhagen als Zwischenglied sich bemühe, um einen Sonderfrieden zivisch^n Rußland und Deutschland herbeizuführen. Solche Bestrebungen beständen aber nicht und würden auch wenig verständig sein. „Wir wünschen", sagte der Minister weiter, „nicht zu einem Sonderfrieden zwischen Rußland und Deutschland beizutragen, nach lvelchem der Krieg noch furchtbarer an anderen Stellen auflodern würde, aber wir wünschen zu einem allgemeinenWeltfrieden beizutragen. Wir behalten uns das Rttht vor, jegliche Tätigkeit zu entfalten, die nach unserer Ansicht uns diesem Ziele näher bringen kann. Ich tveiß, daß die deutsche Sozialdemokratie die Wünsche bezüglich des allgemeinen Friedens teilt. Sie ist sich klar darüber, daß ein Sonderfrieden von geringem Wert ist. Man wünscht deshalb eine Verständigung zwischen den Völkern herzn- stellen, die den Weg zum Frieden anbahnen kann, so wie alle Völker ihn wünschen." * * • * Ein Kongreß der italienischen Reformsozialisten. Rom, 16. Llpril. (WTB.) Meldmrg der „Agenzia Ste- fani". Der Kongreß der Partei der R e f o r m s o z i a l i st e n wurde in Gegenwart des Ministers Bissolati, des Unterstaatssekretärs Canepa, sowie der Abgeordneten der Partei eröffnet. Bissolat: schlug folgende Tagesordnung vor, die durch Zuruf angenommen wurde: 1. Der Kongreß wünscht, daß das demokratische sozialistische Rußland sich immer enger an die westlichen Demokratien anschließe/ um gründlich den Kampf gegen den aggressiven germanischen Militarismus fortMsetzen, dessen Niederlage notwendig ist, um ein Völkerrecht zu sckiaffen, das eine freie Entwicklung aller Völker gewährleistet, und den Frieden sichett. 2. Der Kongreß freut sich, daß die russischen Sozialisten :rnd Proletarier zeige::, daß sie die hinterlistigen Versuche des mit dem Imperialismus Msammengehenien deutschen Sozialismus zurückzuweisen verstehen. 3. Der Kongreß vertraut vollkommen darauf, daß die russische Revolution sich vollkommen frei entwickeln und dem Ideal entsprechen 'wird, das ihren Triumph gesichert hat; ferner, daß sie auf der Höhe der großen Aufgabe stehen wird, die ihr nn gegenwärtigen, für das Leben der Wett entscheidenden! Augenblick obliegt, indem sie entschlossen den Krieg an der -Seite der westlichen Denvokratien zum Siege fottsetzt. Der Vertreter des Sultans beim Kaiser. Berlin, 16. April. (WTB. Amtlich.) Seine Königs. Hvy. der Prinz Zia Eddin traf mft Den türkischen Herren ferner Begleitern g und den Herren des ihm zugeteilten deutschen Ehrendienstes gestern in: Großen .Hauptquartier ein. Aus dem Bahnhof wirvde er von dem Pratzen Waldemar von Preußen empfangen. Mittags nahm Seine Majestät der Kaiser aus der Hand des Prin- zen den ihm von Sr. Mas. dem Siulttrn übersandten Ehren- säbel entgegen. Prinz Zia Eddin erhielt den Schivarzen Adler- orden. Den Abend verbrachte er bei dem Generalseldmarschall von Hindenburg. Heute vormittag begab sich der Prinz von dem Großen Hauptquartier an die Westfront. * * * Kämpfe in Afrika. P a ris , 16. ?lpttl. MTB. Nichtamtliche Meldung der Agenre Havas. Ajus Luarenzo Marques wird amtlich gemeldet: Eine kleine 4 >orlugifische Truppemrbteilung schlug im Bezirke Chomba an der Mazambigua-Küste einen Angriff von Eingeborenen ab, die 'das Kampfgeläude räuntten und mehrere Tote und Verwundete znrückließen. Fliegerangriff auf Freiburg. Berlin, 16. April. (WTB. Amtlich.) Am Samstag, 14. April, mittags 12 Uhr, griff ein feindliches Flugzeng- geschwader von zwölfFlug zeugen die offeneStadt 'Fr ei bürg im Bveisgau an. Der' Angriff wurde um fünf Uhr nachmittags von zwei weiteren Geschwadern mit zusammen dreiundzwanzig Flugzeugen wiederholt. Dem ruchlosen Ueb-erfall fielen leider mehrere Menschenleben zum Opfer. Sieben Frauen, drei Männer und ein Soldat wurden getötet und siebzehn Frauen, acht Männer und zwei Kinder verletzt. Die feindlichen Flieger wählten sich ein An- briffsziel neben dem neuen Stadttheater, vor allem die Institute und Kliniken der Universität. Die Anatomie wurde beträchtlich beschädigt. Durch unsere wirksamen Gegenmaßnahmen kam der Angriff nicht Volt zur Durchführung. Im Verlauf der mit unseren zur Abwehr aufgestiegenen Fliegern sich eutspinneu- den Luftkämpfe wurden zwei feindliche Flugzeuge bei Schlettstadt und Martirch abgeschossen, ein drittes im Luftkarnpf, vereint mit Beschuß von der Erde a:vs, zum Ab - stürz gebracht. Bezeichnenderweise sind sämtliche drei Flugzeuge englische Typen mit englischer Besatzung. Der Führer des Angriffs, ein englischer Oberstleutnant, ist dabei in unsere Hand gefallen. Nach seinen Angaben und nach dem Inhalt eines abgeworfenen Flugblattes war der Angriff eine Vergeltung s m a ß r e g e l für die Torpedierung der „Gloucester Castle". Die Berechtigung zu einer solchen Begründung wird auss entschiedenste bestritten. Unsere Regierung gab England zeitig genug zu verstehen, daß sie den Verkehr von sogenannten Lazarettschiffen innerhalb einer genau bezeichueten Zone nicht länger dtriden könne. Wenn die Engländer trotzden: unter Mißachtung unserer Warnung und unter Mißbrauch des Roten Kreuzes Transporte im Sperrgebiete unternehme'::, so muffen sie die Folgen ihrer tzrandlungsweise tragen. Aus Rachsucht aber offene Städte anzugreifen, ist ei:: billiger Ruhm. Militärisch wichtige Objekte, die den Angriff rechtfertigen lviuren, gibt es :n Freiburg nicht. So reiht sich dieser Uebersall würdig den anderen, durch nichts begründeten Ueberfallen auf wehrlose süddeutsche Ortschaften an, ein trauriges Seitenstück zu dem Karlsruher Kindermord vom 22. Juni 1916. Der Fliegertcutnant Balda:nus abgestürzt. Berlin, 16. April. (WTB.) Wieder ist einer der Besten unserer Flieger gefallen: Leutnant der Reserve Balda- mus ist in: Luftlampf nnt einen: feindlichen Flugzeug zu- sammengestoßen und abgestürzt, uachden: er bisher achtzehn feindliche Flugzertge abgeschossen hatte. Hcrrtmukh Baldemus wurde am 1V. August 1891 als Sohn eines (Äwßkaufmanns rn Dresden geboren und besuchte dott das Gymnasium bis zum Abituttum. Sein großes Interesse für die Maschinentechnik verarüaßte ihn, sich diesem Studium zuzuwenden. Von Jugend an -hatten die vielen ungelösten Aufgaben des Maschinenfluges ihn in ihren Bcrmr gezogen. Er begann sich mLt den Grundprinzipien des Fluges zu beschäftigen und entschloß sich schließlich, selbst das Fliegen zu terntn. Im Sommer 1914 ließ er sich von der Technischen Hochschule in Dresden beurlauben und ging nach Jölxunnstl>al. Kurz vor der Megung der Piloten- Prüfung brach der Krieg aus. Baldamus meldete sich sofort bei einer Fliegertruppe und ttickte als Fliegersoldat mit einer Feldfliegerabteilung nach dem Westen,'wurde aber bald zur lveiteren Ausbildung nach JvhanniStl^il zurückgeschickt, und ging im Februar 1915 als Flugzeug sichrer :vieder nach dem Westen. Im September 1915 Ivurde er zum Leutnant befördett mw war die ganze Zeft über einer der Hervorragendsten unter denen, die die Lustwacht an der Westfront halten. Seekrieg. Neue SchiffSverscnkttttgen im Mittelmeer. Berlin, 16. April. (WTB. Amtlich.) Fm Mittel- me er sind u-crch neu eingegangene:: Meldungen versenkt worden sechs Dampfer und vier Segler mit 4 0 782 Tonnen, darmnter am 6. Llpril der bewaffnete englische Dampfer „Spithead" (4697 Tonn.), von Alexandria nach Colombo bestt:nmt, und der französische Segler „Cybollo" (154 Tonne::), von Malaga nach Lissabon mit Eise,::: am 10. April ein englischer bewaffneter Transportdanrpfe:- von etwa 8000 Tonne::, tiefbelade:: auf der Fahrt nach Port Said, :md am 11. April der bewaffnete englische Dampfer Imperial Transport" (4648 Tonnen), von Port Said nach Malta: ansa::gs April nach Aussagen von englische:: Kriegsgefangenen zwei Dampfer von je etwa 5000 Donnen durch Minen. Die „Times" über die Schiffsverluste und die Lebensmittelknappheit. Berlin, 15. ^lpril. Tie „Times" erklätt, die Behörden wllten über die Le bcnsmittelknapphei t vollkommen ofsttt sein, viel ossärer, als sie das bis jetzt sind. Es ist eine Tatsache, }ck^ wurde drrrch zwei holländische Schlepper in den nienwen Waterweg geschleppt und oberhalb Maaslnis^ auf Stvarrd gesetzt. „Peregrino , die zu einen: englischen Convoy gehörte, locrr mit einem anderer»' Schiff zusammengestoßen. Am dem Reiche. Bersammtungen und Kundgebungen in Berlin. Berlin, 16. April. (WTB.) In einen: Teil der Metall-, Holz- und Transportbetriebe Grvßderlins wurde heute die Arbeit eingestellt, in den anderen Betrieben dieser Art, insbesmrdere in den großen Mr:nitionsfabrike::, wird ohne Stockung vollzählig weitergearb-eitet. Der geschäftliche Verkehr Großberlins wird durch diese vereinzelten Arbeits- -einstellungen in keiner Weise berührt. ?tuch die Hocksbahn und die Straßegchahn verkehre:: völlig fahrplanmäßig, so daß das Berliner Straßenbild keinerlei Aendernng anfweist. Berlin, 16. April. (WTB. Nichtmntlich.) Die von den Berliner Metallarbeitern beschlossene Arbeitsniederlegung in Großberlin kam nur zum Teil zur Durchführung und blieb wohl erheblich hinter der: Erwartungen der Veranstalter zurück. Es nahmen daran rau: Ungefähr 125 000 Arbeiter, viele von ihnen sogar erst nach Ableistn:u^ der Frühschicht, teil. Die im Laufe des' Bor- nrittags abgehalte::e:: W^kstättenversammlnngei: zeigten inr Verhältnis zu der- Zahl der Ansständigen eine recht geringe Beteiligung. Dasselbe gilt im allgemeinen auch von den Straßenumzügen, die sich im Anschluß daran bildeten und durchweg bald in Auflösung kamen, so daß das' Straßenbild namentlich der inneren Stadt fast gar keine Veränderung erlitt. Die bei solchen Anlässen sich immer „radikal" >gebärderchen jugendlichen Arbeiter und Ar^ beite rinnen versuchten vergeblich, durch, m: sich unbedeutende Llnsschreitnngen die öffentliche Ordnung zu gefährden. Trotz dieses harmlosen Verlaufes der Kundgebung bleibt es immer rw-cks. zu bedaucr::, daß sie überha:ipt stattfand, schon mit Rücksicht ans die zu erivarten- den üb-ertreibenden Darstellungen der ausländischen Presse. Die Taffache, daß zurzeit jede verlorene Arbeitsstunde nur unsere:: Gegner:: zugute kommt, hätte die Berctt:stalter bestimmen sollen, von ihrem Vorhaben znrückzrttreten, z::mal ja über die mit dein Arbeitsverhältnis selbst nicht in Verbindung stehenden Beschwerdegrtinde, die Verkürzung der Brotmenge, von den zustäi:digen Behörde:: unter der Betonung der unbedingten Notwendigkeit dieser Verkürzung rechtzeitig öffentlich in erschöpfender Weise Auskunft ge- geben worde:: war. Berlin, 16. dlpril. (Privattel.) Die Berliner Abendblätter melden: Heute vorniittag haben mehrfach Arbeiterversammlungen stattgesimden, in dencn: die Lebensmittelfrage nick) die Politik besprochen lvirrden. Unter dm: Teilnehmern warm: überall die Frauen sehr zahlreich. Nach Schluß der VmTsanunlungml bildeten sich Züge hauptsächlich ans jungen Burschen und Mädchm:, die sich nach der innerm: Stadt bewegten, ::. a. zog ein Zug an: Schloß vorbei und durch die Straße Unter den Lilttren. ^lnf den: Sck)loßplatz wurde mittags die aufziehende Wache n:it Hurrarufen begrüßt. Die Dmnonstrantm: zeigten überall eine sehr ruhige .Haltung, so daß die Polizei nicht cinzuschreiten brauchte. Die bei weitmn überrviege:U)e Mehrheit der Berlinm- Arbeiterschaft lehnte die Beteiligung überhaupt ab, da sie sich überzeugt hatte, daß dafür gesorgt ist, daß a:: Stelle dm- anssallenden Brotmenge eine verstärkte Fleisch und Kartofselliesern:^ erfolgt. Ru» Stadt und Land. Gießen. 17. Aprtl 1917. ** gliche Personalnachrichten. Der Großharzog ***** 14 Uprrl dre tnm der Stadtvewrdnetenversammlnng zu Alzey getroffene Wahl des Kaufmanns Enril Kord-Ruwisch Mm Beigeordneten der Stadt Alzey ans die Dauer von sechs Jahren bestätigt. ** Die Musterung der in 1899 geborenen ^ a ndsturmpflichtigen ist durch das Krie-gsnriniste- worden; sie findet in der Zeit vom 18. bis 77 v^J}l , ' in Gießen in der Turnhalle der Stadtmädchen- 8) statt. Näheres siehe Bekannttnachnng. Der Sommerfahrplan beginnt in diesem Jahre nicht, wie bisher üblich, am 1. Mai, sondern erst am ..^5 um .Der Fahrplanentwurf wird gegen Ende dieses Monats erscheinen. **. fall. Von den frühen Morgenstunden an hatte em dichtflockiger, langsamer Schneefall eingesetzt, wie inan chn sonst nur im tiefsten Winter gewohnt ist. Da Lust und Erde sich vorher nicht abgekühlt hatten, blieb in der ^istdt der Schnee nicht einmal auf den Dächern liegen. Von Z l 2 uhr ab ließ der Flockenfall wieder langsam nach, ohne datz sich jedoch der Himmel ausklürte. ** Verteilung von Kunsthonig. Die Ausgabe von Kunsthonig oder Sirup erfolgt von Donnerstag, den 19. April 1917 ab gegen Barzahlung und Rückgabe der Aus- lveisnummern. Es eiitfalleu auf die Person entweder 250 Grainm Kunsthonig oder 250 Gramm Sirup. Der Kleinver- kauss-Höchstpreis für das Pfund Kunsthonig beträgt 55 Pfg. mrd für das Pfund Sirup. 35 Psg. Näheres siehe Bekanntmachung. Eraebnifse der 6. Kriegs-Anleihe. ** ?6ct unserem Gteßener Bataillon sind zur sechsten Kriegsmrleihe zusanrmen 156 964 Mart gezeichnet worden. Eine stattliche Summe, wenn man bermksichtigt, daß das Bataillon zurzeit nicht besmiders stark ist, und daß es größtenteils aus jungen Leuten besteht, die nicht über besondere Gelder verfügen, so daß sich die Summe hauptsächlich aus einer großen Anzahl von Keinen Beträgen zusanrnrensetzt. Lich, 17. April. Bei der hiesigen Spar- und Tarlehnskasse c. G. m. b. H. sind zur sech st en Kriegsanleihe von 80 Zeich- nern die Summe von 154 500 Mk. gezeichnet worden. 4- O r tenberg, 17. April. Bei der hiesigen Bezirks spar kasse wurden zur 6. Kriegsanleihe gezeichnet: von Privatzeichnern 250 500 Mk., von der Kasse selbst 210 000 Mk., zusammen also 460 500 Mk. Bei den bisherigen 5 Anleihen 1 317 000 Mk., d. h. 40 Prozent des Einlagebestandes, zusammen also jetzt I 777 500 Mk. Bei der Vorschuß- und Kreditkasse wurden zur 6. Kriegsanleihe gezeichnet: von Privatzeichnern 106 400 Mk., von der Kasse selbst wieder 30000 Mk., zusammen also 136 400 Mk. Außerdem wurden bei den: Postamt Ottenburg 40 000 Mk. gezeichnet, so daß das gesamte Ergebnis bei den diesigen Zeichnungs- steilen 636 900 Mk. beträgt. Noch keine Anleihe wies ein so hervorragendes Ergebnis auf. Butzbach, 17. April. Auf die sechste Kriegsanleihe sind hier 5,270 Millionen Mark gezeichnet worden. Das Ergebnis der fünften betrug 3,82 Millionen, der vierten 3,97 Millionen. Q. Bad-Nauheim, 17. Aprü. Zur sechsten Kriegs- anleihe wurden gezeichnet beim Spar- und Vorschuß verein rund 600000 Mk., bei der Landesvank 420000 Mk., Kaiserliches Post>- amt 20 000 Mk. Tie Angehörigen des Reservelazaretts zeichneten besonders 205 750 Mk. Zwei Kompagnien des Landsturmbataillons Friedberg zeichneten 57 700 Mk. Tie Volksschule setzte für 2898 Mk. Kriegssparkarten ab, die Ernst-Ludwig-Schule für 2385 Mk. T a r m st a d t, 17. April. Die Sonnlagszeichnung auf die sechste Kriegsanleihe bei der Städtischen Sparkasse in Tarmstadt brackste ein über alles Erwarten günstiges Ergebnis. In rund 260 Posten wurden rund 150 000 Mk. gezeichnet. — Tie Sparkasse selbst hat ihre Gesamtzeichnuug um 1 Million auf 7 Millionen erhöht. Worms, 17. April. Hier wurden aus die s e ch st e Kriegsanleihe 23 078 Millionen Mark gezeichnet gegenüber 21,423 bei der vorherigen Anleil-e. st Marburg, 17. April. Die Sparkasse der Stadt Marburg zeichnete auf die sechste Kriegsanleihe weitere 500 000 Mk., so daß die Gesamtzeichnung zwei Millionen beträgt. Kassel, 17. Aprü. Die Zeiäpmngen auf die sechste Kriegsanleihe haben hier ein außerordentlich gutes Ergebnis erzielt. Siet betragen 138,7 Millionen Mark gegen 94,9; 97.2; 102; 67,6; 41 bei den früheren Anleihen. Ul. Limburg, 16. April. Zn wrserer Stadt wurde folgendes Zeichnnngsergebnis festgestellt: Kreissparkasse 2,1 Million (stinfte Kriegsanleihe 1,5 Million), Vorschußverein 1 Mülion (fünfte Kriegsanleihe 0,6 Million», Lamdesba:astlichen Instituts, 7. Feldarbeiten in der akademischen Versuchs,virt- schcrft nach Maßgabe verfügbarer Zeit. Der theoretische Unterricht gliedert sich in folgende Fächer: 1. Ländliche Naturkunde (Boden und Boden- behandlung,^ Dünger, Pflanzenkunde, Tierkunde), 2. Theoretischen Unterricht im Gartenbau (Pflauzen-Aubainnethoden, Gerätekunde), 3. Handarbeitsunterricht (Stticken, Nähen, Flicken. Stopfen), 4. H a u s w i r t s ch a f t l i ch e Buchführung. . An der Alice schule (Haushaltsschule) können folgende Kurse genommen loerdeu: 1. Schneiderkursus, 2. Kochkursus. 3. Weißnähe, und Hcmdarbeitskursus, 4. Bügelkursus, oder 5. ein vollständiger Kursus der Haushaftungsschnle. Die Ausbildung zur Lehrerin erfordert die Teilnahme an weiteren Kursen in der, Miceschule (Pädagogik mit Lehrprobe, Deutsch und Bürgerkunde, Gesimdheits- lehrc, Chemie und Nahrungsmittellehre, Buchführung). Auf nahmcbe di n g un gen. Alter. Die SchiÜerinnen können im Alter von 14 Jahren ausgenommen werden, falls sie kräftig genug sind. Ein reiferes Alter ist erwünscht. Für die Ausbildung zur Lehrerin an einer Garten-- baukolonie ist bei der Aufnahnie ein Lebensalter von wenigstens 16 Jahren erforderlich. Unterbringung. Soioeit die Schülerinnen nicht in .Gießen wohnen oder selbst für Uitterkunft sorgen. können ihnen Pensionen Kugewies-en werden.*) Die Wahl der Unterbringung ist von der Genehmigung des ge- schäftsführenden Ausschusses abhängig. Internat. Eine kleine Zahl von Schülerinnen kann in dem Internat der Zllieeschule (in der Vorstadt Gießens an der Nordanlage belegen) imtergebracht werden. .Die Vergütung für volle freie Station beträgt 100 Mk. monatlich. Kursusdauer. Der Sommerkursus beginitt Mftt- woch nach Ostern und endigt am 31. Oktober: der Winter- kursns beginnt am 1. November und endet in der zweiten Hälfte des März. Ferien sind zu Pfingsten und zu Weihnachten vorgesehen. Vorbildung. Die Volksschule muß mindestens ganz, eine höhere Mädchenschule mindestens bis zur zweithöchsten Klasse einschließlich besucht sein. Ueber die Zulassung zum zweiten Jahreskursns (Ausbildung zur Lehrerin) entscheidet der geschäftsführende Ausschuß. Lehrrräfte. Die Anordnung, Leitung und Beaufsichtigung der praktischen Unterweisung übernimmt die akademische 33crsuchswirtschaft des Landwirtschaftlichen Jnstitttts, den theoretischen Unterricht geben die Lehrkräfte der Aliceschule und die Jnstitutsassistenten. Schulgeld. Für die praktische Unterweisung tvird ein Schulgeld nicht erhoben, doch sind die Schülerinnen durch ihre Anmeldinig zur Absolvierung >des ganzen Sommerkursus verpflichtet. Für den theoretischen Unterricht iverden für einen Sommerkursus je 30 Mark im voraus zu entrichten sein. Für die Kurse in der Aliceschule werden im Winter erhoben 1. Schneiderkursus (3—6 Vconate) 24—60 Mark, mit Pension 100 Mark monatlich mehr, 2. Kochkursus (3 Monate) 110 Mark einschließlich des Mittagessens' an den 3—4 Kochtagen wöchentlich, mit Pension 260 Mark mehr, 3. Wcißnäh- und Dandarbeitskursus (3—6 Monate) 22 bis 50 Mark, mit Pension 100 Mart monatlich mehr, oder 4. Bügelkursus (3—6 Monate) 20 Mart, ober 5. ein vollständiger Kursus der HmiÄ)altimgsschule (5 bis 6 Monate) 350 Mark einschließlich Mittagessen und Nachmittagskaffee, mit voller Pension 350 Mark mehr. Es können mehrere Kurse gleichzeittg genommen werden. Ausnahmen. In einzelnen Fällen kann Befreiung vom Schulgeld durck? den geschäftsfi'chren- den Ausschuß gewährt werden. Nur in vereinzelten Fällen kann ausnahlnswcise ein späterer Eintritt durch den geschäftssührenden Ausschuß geslattet werden. Zeugnisse. Ueber die Teilnahme an den Sommer- wie Winterkursen werden durch den geschäftsführenden Ausschuß Bescheinigungen erteilt. Ein misführliches Zeugnis erhalten nur diejenigen Teilnehmerinnen, dix sich einer Prüfung unterziehen. Geschäftsführung. ?llle Anmeldungen, Anfragen. Zahlungen, Sendungen aller Art sind an die Adresse „Landwirtschaftliches Institut Gießen, S e n ck e n b e r g st r a ß e 1 5 A" zu richten. In dem Institut, zweiter Eingang, befindet sich das Geschäftszinimer eine Treppe hoch (Zimmer 14). Den Schülerinnen stetst es jederzeit frei, sich mit Wünschen nnd Anliegen jeder Art an ein jedes Mitglied des geschäftssührenden Ausschusses schriftlich' wie mündlich zu wenden. _ 1917 kann der Sommerkursus erst am 46. April beginnen der Eintritt von Schülerinnen durch den schäftsführer auch noch bis am 23. April gestattet werden. *) Zum Preise von etwa 75 Mark. Montag, den 23. Avril lfd. nachmittags 2 Nbr, werden im städtischen Hospital. SelterSweg 11. die im Jahre 1915 gefundenen Gegenstände, sowie verschiedenes Mobiliar, sonstige HauSbaltnngsgegenstände und verschiedene Kleidungsstücke versteigert. 13V741 (Höhere Privatschule Sexta — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit Gute Erfolge. Einjähps^ea-, ! Primäres fc-, Abitnrseratcn- prtifang. Durch den Besuch der Unterstufe genügen j Kinder unt. 14 Jahren dergesetz’ichenSchiü- j pflicht (Minist. Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch Direktor Brackemann, Ludwigstr.70,Fernr633 v_ J Für einegevildeie, leidende welche längere Zen in einer Anstalt war und jetzt alS gesund entlassen wird. Anmabme in kleiner, guter Familie in ein. bcff. Stadt gesucht, wosclb a ihr Anschluß und Anregung.gebot. wird. Schristl. ausf. Ang.u. 80870 a. d. G.A. kraneSaweh. Für Schülerin d. Kl. IV d. höh. Mädchenschule Rachhilfestund. gesucht. S ch r. A n g e b. m. P r e i s a n g a b e u. 02319 a. d. Gieß. Anz. erb. iß- M Mari von Antigmtären. Möbeln ganzen Einrich'ungen, Alteisen. sorvie allen von mir geführten Artikeln. 2241 Louis Rothenberger. Achtung. Kessel lissri lese rt sofort in jeder Größe und Menge in Guß u. Stahlblech, emailliert u. inoxvdiert, äußerst billig. Einige hundert Kessel am Lager. Größtes Svezialgeschäit am Platze.- Großes Lager in 2670 Lanhösen,l'kük!!,Ml' öfe» nnd Strftclr mu?ca. Wilh. Dürbeck Nachf. Dlegitrasse 6. Tels. AC. MhrGeMiffe? "Dof Dnch für O^irffnfrr.srJf. fpart Arbeit, cchöht btn'ttriraa. «, ffinfen 5 im§ von 45 »| Ir. — Same» prot^N ft e toflcnlM Atikr&ßo / &i\td Ä Sonntag nachmittag 7 1 /«, Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine liebe Tochter, unsere gute Schwester Luise Klemmrath im Alter von 24 Jahren. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Louis Klemmrath Ww. Gießen (Liebigstraße 84), den 16. April 1917. 3082 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 19. April 1917, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt. Todes-Anzeige! Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter Marie Jung geb. Heß heute morgen im Alter von 76 Jahren plötzlich und unerwartet verschieden ist. . "Die trauernden Hinterbliebenen: Johannes Jung IX. Wilhelm Jung II., z- Zt. im Felde und Familie Marie Henrich. Leihgestern, den 16. April 1917. Die Beerdigung findet voraussichtlich Mittwoch, den 18. April, nachmittags 3 Uhr, statt. 3095 Heute mittag verschied samt nach längerem Leiden unsere liebe Mutter, Groffmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schwester und Schwägerin Margarethe Wagner Wwe. ged. Waltber im SL Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Gieffen (Wvlkengasse 22), den 16. April 1917. Die Beerdigung sindet Donnerstag- den 19. April, nachmittags 4 Uhr, auf dein Neuen Friedhof stall. - 3092 Die glückliche Geburt einer kräftigen TOCHTER zeigen hocherfreut an Feldwebelleutnant Weiß z. Zt. im Felde U. Frau Else geb. Schröbei 3070 Gießen im April 1917. V ZubilSimsstistllNg der Eichener Aausmannschast. Aus der Jubiläumsstiftung der Gießener Kaufmannschaft ist ein Jahresstipendinm im Höchstbetrag von 600 Jb zu vergeben. Die Bewerbungen sind bis zum 1. Juli ds. Js. an den Engeren Senat der Landesuniversität zu richten. Näheres an: schwarzen Brett. Gießen, den 15. April 1917. 3080 Der Rektor der Großh. Landesuniversität: - Schian. WlöMMe ilnmtt für Schüler, Militär und Lieb- Haber nur bekannter, guter Firmen. Sämtliche lichtempfindliche WM Mktilkl- lliid SchstatM, Pkrgröüc empfiehlt für die Saison 2642 Geratral-Drogerie E. Karn. Schulstraße. Photographische Arbeiten werden prompt erledigt. taiiiiFiilfi laltl r 1. Abteilung Baggerbetrieb: Betonkies, Pflastersand, MauersancJ usw. in Waggonladungen. Lieferungen für Militär und gemeinnützige Bauten prompt. 2890 Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Eberstadt für 1917 Rj. liegt vom 18. d. Mts. ab eine Woche auf dem Bürgermeistereibureau zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen^ können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll daselbst vorgebracht werden. Es werden Umlagen erhoben, zu denen auch die Ausmärker beizulragen haben. Eberstadt, den 15. April 1917. Großh. Bürgermeisterei. (3083 Gör lach. GrucUnMi fletert ln |eOir gewOnsoMec Ausstattung stilrein u. preiswert 41m (frlki’stfea Univ.-Dnttfcdrä Kinderwagen MIapp- und Sportwagen in größter Auswahl billigst 2513 August Kiibinger, Seitersweg 79 . B eka ntttm achung. Der Voranschlag der Gemeinde Ober- Beffingen für 1917 liegt vom 18. d. Mts. eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Während dieser Zeit können Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Ober-Bessingen, den 16. April 1917. Großh. Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Kühn. (3093 | Ein Zimmer zum sofortigen Unterstellen von Möbeln gesucht. Schriftliche Angebote 6 Zimmer J ^ Gro,;e 6-Zimmer-Wohng. K <2. St.) m. Bad u. a. Zubeh. > zu vermieten. Stephan ( straffe 421. [55 ,, 4 Zimmer S 1 tituubrecbtsjraße 9 zwei 4-Zimmer Wohnung. 1. Stock und Mansarde zu vermieten. Näheres bei H. Herrmann, Ederstr. 3. [2040 L- klsivs 4-Zimmer- WohrraLy an ruhige Leute zu vermieten. Steinstr. 57. >^r Ecke Frankfurter-Hille- brandstraffe 1 schöne Vier- 1 Zimmer-Wohnung p. 1. Juli I zu vermieten. 02328 . - f: 3 Zimmer | Schöne 3-Zlmmer-Wohnung mit Gas zu vermieten. 26521 Walltorstraffe 15. SÄöne3-Ztm.-Wo!mg.,1. St., z.uerm. Löbsrs Zyk S. [02317 , 3-Z.-Wohne- v. t.Nini ob. fp. z. " verin. Neuen Bane 19. 8 Verschiedene j § 4= bis 5-Zimmer-Wohnnng iu alsbald preiswert zu verni. - 3098 Marktplair 17. ^ ^ Möbl . Zimmer\ ^ Pension Dr-:adl NaaeuBane 22 L «BellevueiZim. m.u.ohneBer- n pfleg, s. jede Zeitdauer. Mit- K mg- u. Äbendtisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. [1G87 - Gn! möM. Wohn- n. Schlat- $ zicaaar sofort zu vermieten. , 02314 Jriedrichstr. 15,111. 5 IHötl. WohB- a. Scbiaizimiuer A mit Pension zu vermieten. 2584 Süd-Anlage 7. £ Gnt möbliertes Zimmer zu ] verni. Ludwigstr. 57, l. [lM30 1 WWkWMW j Herr 6 fuciit gut möbl. Zinnner, am b liebsten m. voll. Verpst. Schr. Angeb. in. Preisang. unter a 02295 an den Gieff. Anz. i kräi. müdl.Zlmrnsr rn. Kallae, heizb.. NäheLudwigsvl, von 3 Äiilitär zu mieten ges. Schr. x Angeb. mit Preis u. 3056 a. d. ^ (ffieffener Anzeiger. Eol rnödl. Zlmmsr mit elekir. Licht, 1. Stock, sofort gesucht. Angebote mit Preisangabe an Avotb. Suffert, Homberg lOberhessen). 13067 ^ QlBBfl vpi lucht Möbl. OllHt. VGl. Zimmer evtl. mit Verpflegung. Schriftliche Angebote unter 3078 an den Gieffener Anzeiger. Srüffnici' Lagerraum ' zu ebener Erde oder mit Ansuhrrampe inmitten der Stadt zu mieten gesucht, s Schristl. Angeb. unter 02315 1 an den Gieffener '.lnZeiger. Lichtspielhaus, Bahnhofstrasse 34 Programm von 17,—20. April 1917. und [02327 eiche Dreher sofortigen Eintritt gesucht. RclaUbcrubcitungöfttbrtE lG. nt. b. H.) Gießen, Wilbelrnstraffe 25. lilUÜOUl UHU 1 iUlILb ort gesucht. 2906 Heil- und Pflegeanttalt Gieffen. aglöhner F. Bender L Co., >6 Zigarrensabrik. ! Haflohnkctschorei Hnha. Ehrlicher Schuljunge als Laufburschr weg 2. 02332 Selters- Theater Programm von Dienstag, 17. April, bis infei. Freitag, 20. April: 3 9er SCünlggsrufoin! Grosses sensationelles Detektivschauspiel aus der Aristokratie in 5 Akten. Hervorragend in Handlung und Ausstattung! Oie Liebesgabe! t Ein heiteres Spiel aus ernster Zeit in 2 Akten len Hauptrollen Harry Uedke vom Deutschen Theater Berlin, Mani Ziener, Helen© Voss 3086a py- und ein sehr gutes Beiprogram ! (besucht wird für gebildete ältere sofort Carl ?*iehwnab, Seltersweg 23. Pk 8 uteurheit Arbeitsmädchen auf ernde Beschäftigung cht. Loala Becker, c. eins. werden. Schr. Ang. 266 a. d. 61 i eff. Auz. Lauffran gesucht. li)7 Neustadt 8,1. lässige Lauffrau od. en gesncln. 02318 Goethestraffe 42, II. Dienstmädchen mtb Wärter e sucht. 3101 Medizinische Klinik. Ache WlUM tagsüber für leichte .Pflege. Zu sprechen von 9—10 Uhr vorm, und 8 Uhr abends an. Frau BTeflisinalrat Stammler, 3076] TüAigeS Mlchii sofort gesucht. M90 Fei^enkciler. ofort gesucht. 3100 Großwäscherei Edelweiß. Ladenfräulein s. gesucht. Nichtgclernte ird ingearbcitct. 13090 !; Ftrberci Ci «on. Gesucht wird zum 1. oder 15. Mai ein nicht zu junges, durchaus tüchtiges M ädch e n das schon in besseren Häusern gedient bat, kochen kann und Hausarb. gründlich versteht. Schritt!. Angeb. unter 02333 m d . G ieffen er Anzeig er erb. Tüchtiges zuverlässiges Alleinmädchen für Nüche und Haus in gutes Haus nach Darmstadt gesucht. Gute Zeugnisse erforderlich. Näh. Ho fma nnttraffc 14. 3073 In kleinen Haushalt nach Mainz 3068 tilchtiqes Mädchen für Küche u.Hausarb. gesucht. Zu erfragen lodaoa'Ltr. 5,1. Tüchtige [02320 Arbeitrrin ' und Lehrmädchen für Damen schneideret gesucht. A « naHcl je rt, A li eestr. 2011. TüeBifclges üadefiesi wegen Verheiratung des jetzigen Mädchens per 15. Mai od. früher gesucht. Vermittelung nicht ausgeschlossen. 3084 Frau M. Dreysutz, Schulstraße 4. llolrversedlag, f. Stall geeig., gr. Zinkbadabttlte u. Waschbrett n- verk. ffloltkestr. 6. [ wm “Fna lamiieiiner lap- Mi kW! wieder etngetroffen. 3091 Karl Heutzner, Grünberg. Selbst, militärfreier Bäcker sucht Stellung. Offerten an Lmil llöpLl, Hinter der West» Anlage 11, Gieffen. 02313 Jg. Mädck. mir höh. Schul- bildg., in Stenographie bew., sucht Beschäftigung aus einem Bureau «nicht kaufm.), gegen geringe Vergütung. Schrift!. Ang. u. 02325 a. d. Gieff. Anz. Eins. ^'rLnielm. im Haushalt durchaus erfahren, sucht per 15. Mai oder 1. Juni Stelle bei alleinstehendem Herrn. Schr. Angeb. unter 0->331 an den Gieff. Anzeiger. Gebr. Chaiselongue oder kl. Sopha zu kaufen gesucht. Schristl. Angeb. unt. 02329 an den Gieffener Anzeiger. Sofa uni) gutes Bett zu kaufen gesucht. Schrift!. Angebote unter 02324 an die Geschäftsstelle d. Gieff. Anz. Gebraucht., gut erhaltener Tennisschläger zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unt. 02326 an den Gier,euer Anz. Zunst^qutkFahrkul, verkauflH. Siedler, Bcnern «Hessen). (02321 Eine gute frischmelkende Ziege zu verkaufen. >02316 Steinstrastc 17,!. MIM Äüe Reparaturen schnell und preiswert Gebrüder Waag Schirm-Fabrik f 7°-» Gießen, Selterswegifar. 58