flr. 68 Der Siehener ckÄZijg« erscheint täglich» alltzer Sonntags. - Beilagen: Giehencr Famlliendlötter; Kveisblott für den Kreis Hießen, vezugspreir: inonatl. 9ü Pß, viertel- iährl. Mt. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 viertel- jährl. ausschl. Beslellg. ßernsprcch - Anschlüsie: sürdieSchristleitunq112 Verlag,Geschäftsstelleöl Anschrift für Trahlnach- .ächten: Anzeiger Stehen. Erstes vlatt 16 t. Jahrgang Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 11686 eneral-Anzeiger für Gderhe Zwillingrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei S. Lange. Schristiettung, Geschäftsstelle a. Druckerei: Schulstr. X. Montag, \ . April Ltii.a»mre von Anzeigen die Lagesnummer birr- null Nachmittag vorher». Zeilenoreis, i. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Ver» inietungen u. Stellengesuche 15 Pf.. auswärts! 25 Pf.. b.Plr.hvmIchrist 30 Pf., Reklamen 75 Pi^ bei Platzvorschrift W PO Hauptschristleiter: Aug., Go et;. Verantwortlich^ für Politik u. Feuilletons. A."n. Goeij. Stadt und' 2cr *~, Verlyischres u.Ge-' richtssaal: Ir. R. ZeiuU Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.. Bankverkehr: Gewerbebank Gießen Die deutsche und österreichisch-ungarische LuiWsrt an öle provisorische Regierung in Kutzlaud. (WTB.) Grohes Hauptquartier. 14. April. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprilrz Nupprecht. Nordöstlich von Ar ras und an der Scarpe trat gestern eine Kampfpause ein. Weiter südlich bei Croilles und Bullecourt griffen die Engläirücr nach heftiger Feueworbereitung mehrmals vergeblich an. Im Nahkampf brachten unsere Truppen dem Feinde erhebliche Verluste bei. An beiden Somme ufern stieben starke feindliche Kräfte abends wieder gegen unsere Stellungen bei St. Quentin vor. Die Angriffe scheiterten ucrluftrcid]; der Gegner lieh dort drei Offiziere und über 200 Mann gefangen in unserer Hand Seitdem 7. April wurde die innere Stadt von St. Quentin in zunehmender Stärke von feindlicher Artillerie aller Kaliber willkürlich beschossen. Justizpalast. Kathedrale und Nathans sind schwer beschädigt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Von Soissons bis Reims und im Westteile der Champagne bekämpft sich die Artillerie weiter mit äuhcrstcr Kraft. Die Franzosen setzten die historischen Bauwerke von Reims durch Aufstellung von Batterien in ihrer Nähe der Gefährdung durch unser Wirkungsfeuer ans. Mehrfach wurden Vorstöße französischer Infanterie zurückgeschlagen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. In den B o g e fe n holten unsere Stoßtrupps am Laine- Tal 20 Gefangene aus den feindlichen Grüben. An der ganzen Westfront, vornehmlich in den Kampfabschnitten. herrschte gesttigerte Fliegertütigkeit. Die Gegner verlo reu d urch L uftau griff am 12. April 11 und a m 18. April 24 Flugzeuge und vier Fesselballons. Ein feindliches Fliegergeschwader wurde über Douai aufgerieben. Die von Rittmeister Freiherr von Nichthofen geführte JaOstaffel schoh allein 14 feindliche Flugzeuge ab. von denen Er Führer drei. Leutnant Wolf vier zum Absturz brachte. Oestlicher Kriegsschauplatz. An einzelnen Frontjtrecken unterhielt die russische Artillerie Lebhaftes Feuer. Die Vorfeldtätigkcit blieb gering. Mazedonische Front. Nichts Neues. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier. 15. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Bei D i x m u i d e n und südlich von Ypern zeittvrilig rege Feuertätigkeit. Auf dem Schlachtfelde von A r r a s kam es infolge Ver- schkbnng unserer Kampslinie nördlich der Scarpe nur zu kleinen, für den Feind verlustreichen Gefechten. Von der S c a r p e - Niederung bis zur Bahn A r r a s— Cambrai wurde gestern vormittag heftig gekämpft. In dichten Massen griffen englische Divisionen mehrmals an. stets wurden sie unter blutigsten Verlusten zurückgeworfen. Anher seinen grohen Opfern buhte der Engländer durch Nachstoß unserer Truppen noch 300 Gefangene und zwanzig Maschinengewehre ein. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. # Von Soissons bis Reims und in der westlichen Champagne tobt die Artillerieschlacht weiter Französisches schweres Flachfeuer zerstörte in Laon mehrere Gebäude. Heeresgruppe Herzog Albrecht. In wenigen Abschnitten lebhaftes Geschützfetter. Einige unternehmen an der ^tordostfront von Verdun und bei Ban de Sapt in den Vogesen brachten Gefangene und Beute. * Im Artois, an der Aisne, ln der Champagne und südlich der Vogesen sehr rege Fliegertätigkeit. Engländer. Franzosen und Amerikaner verloren im Luftkampf 17, durch Abschuh von der Erde vier Flugzeuge auherdem zwei Fesselballons. Rittmeister Freiherr von Nichthofen schoh seinen 44 Leutnant Schäfer seinen 18. und 10. Gegner ab. Aus drei Flugzeuggeschwadern. die gestern Freiburg an- griffen. wurden drei englische Flieger zum Absturz gebracht. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Mazedonische Front. Anher Zerstörungsfeuer im Cerna-Bogen keine wesentlichen Ereignest. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. Die Abendberichte. B e r l i n,.14. April, abends. (WTB. Amtlich.) Von der Scarpe bis Bullecourt fini) wiederholte starke Angriffe der Engländer verlustreich gescheitert. Die Arttllcrieschlacht längs der Aisne und in der westlichen Champagne ist in unverminderter Heftigkeit im Gange. Im Osten nichts Besonderes. Berlin, 15. April, abends. (Amtlich.) An der Scarpe geringe, nördlich der Strahe Bapaume—Cambrai lebhafte Gefechtstätigkcit. Der zeitweilig zu äuherster Heftigkeit gesteigerte Artilleriekampf längs der Aisne und im Westteil der Champagne dauert an. Im Osten nichts Wesentliches. Wcvs beim Besuch des Kaisers Karl im deutschen Hauptquartier beraten und ausgemacht wurde, ist jetzt etwas deutlicher geworden. Es handelt sich nicht nur um den einmütig bekundeten Willen, gemeinsam wcitevzu kämpfen bis zu einem ehrenvollen Frieden, wie das von uns besprochene offiziöse Telegramm der „Köln. Ztg." erklärte, sondern man einigte sich auch über die Richtlinien, die dem erneuerten Rußland gegenüber anzuwenden sirid. Wir sprachen letzthin von einem allgemeinen Kundgebmigsbedürfnisse in den: großen döachbarveiche des Ostens und wiesen darauf hin, wie die^ dortigen einander widerstrebenden Strömungen nach äußerem Ausdruck driingten, itm nach den Tumulten der Revolution einen allgemeinen Bolkswillen anfzurich- ten. So war die bekannte Kundgebung der provisorischen Regierung zunächst aus dem Bedürfnis geboren, Widerstände in: Innern ans dem Wege zu räumen. Aber mit dem oppositionellen Herrn Tscheidse und seinem Anhang hörte auch das aufs höchste interessierte Ausland zu. Die Kundgebung der provisorischen Regierung erschien zugleich auch als eure Botschaft russischer Neuorientierung an die Adresse der Mittelmächte. Sie näherte sich den Gedanken des von diesen Mächten am Ende des Jahres 1916 verkündeten Friedensvorschlages. Darum ist es sehr berechtigt und natürlich, wenn Deutschland und Oesterreich-Ungarn heute auf die Kundgebung der russischen Regierung in aller Form eine Antwort veröffentlichen. Wir geben diese hochbedeutsamen Dokumente im vorliegenden Blatt dem Wortlaut nach wie- der. Das Wort Friede läutet der bedrängten Menschheit wieder einmal volltönend in die Herzen. Auch wer die Wirkungen des Dezember-Friedensangebots nicht einseitig betrachten und wägen will, wer den damaligen Schritt Deutschlands und seines Verbündeten nicht für die einzig mögliche befreiende Tat hielt, kann sich heute freudig mit der Friedenspolitik der Mittelmächte abfinden. Denn der Friedenskeim, der da in Rußland aufgesprossen ist, darf von unserer amtlichen Politik keinesfalls ignoriert werden Wir haben das größte Interesse daran, den Wechsel der russischen Kriegspolitik zu fördern und zu festigen. Die deutsche und österreichisch-ungarische Regierung gehen mit der größten Offenheit und Bündigkeit auf ihr Ziel los. Wo liegt dieses Ziel, und wie weit sind unsere Bedingungen gesteckt ^ Vieles muß noch dunkel bleiben. Wir stellen uns nicht unter die Reihe derer, die da meinen, der Friede müsse nach einem glanz bestimmten, von langer Hmid vorgefaßten Plane ae- schlossen werden. Es scheint uns damit ühirlich bestellt zu sein wie mit Hindenburgs Kxiegsplänen. Ms er noch dm Oberbefehl im Osten führte, da hat er uns erklärt, daß auch er nicht nach vorgefaßten Plänen seine Handlungen entwickle, sondern vielfach nach der jeweiligen Lage, nach dein Gebot der Stunde. Viele Woge führen nach Rom - viele führen Mich nach dein Ziele dos Völkerfrievens. Was nach der Ansicht der Kriegszielthooretiker auf der einen Seite vielleicht drarvgegeben lvird oder verloren geht, kann auf der anderen Seite wieder gewonnen oder übertrumpft werden Ein Sonderfriede mit Rußland hatte immer etwas außerordentlich Verlockendes. Denn dann wirÄ das englisch-amerikanische llebergewicht am Friedenskvnferenztisch uns nicht in Gefahr brüigen. Die deutsche Airtwort an die provisorische Regierung in Rußlaiid enthält den Satz: „Das russische Volk lvird, niemand wird es anders erwarten den Verpflichtniigeii gegen seine Verbündeten treu bleiben" Dieser Satz zeugt davon, daß die Mittelmächte nicht damit rechnen, von heute aus morgen zu einem Sonders rieden zu gelangen. Eine politische Luftreinigung muß ihm boran- gehen. Englands und Frankreichs Verlegenheit wird wachsten. Einen: „Geschäftssrieden" nach dem Plane des Berliner Tageblattes" sind wir abhold. Mer vielleicht findet die deutsche Methode Zug uin Zug, nach Hürden bürg ischer Wershett, dre Möglichkeit, durch das dornige Dickicht dieser Weltimrven eine gangbare Straße zu bahnen. Biel wird gewonnen fern, wenn sich die Wege Rußlands und Englands schoii vor dem Frieden trennen sollten. Die öfterreichisch.ungarischen Tagesberichte. mtarnttm Amtlich wird Oestlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern entfalteten die Italiener eine ebenso rege wie erfolglose Fliegertütigkeit. Feindliche Geschwader, die bei Plava und gegen das Wippach-Tal einbrachen, wurden von unseren Fliegern vertrieben. Ein italienisches Flugzeug stürzte bei Dornberg ab; die Insassen sind tot. Jm Maume von Prosecco miö bei Pirano zwangen unsere Abwehrgeschütze die feindlichen Flugzeuge zur Umkehr. Die Bonchenwnrfe der Italiener hatten keine Wirkung. Unsere Flieger griffen mehrere Barackenlager im Görzischen an. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 15. Avril. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. April 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts zu melden. Italic nischerKriegsschauplatz. Unsere Abteilungen drangen ans dem Tolmeiner , Brückenkopf in den italienischen Stützpunkt bei Ciginj ein, überwältigten die Besatzung und kehrten mit 12 Gefangenen zurück. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Westlich von Korea vertrieben, unsere Abteilungen die französischen Vorposten aus mehreren Ortschaften. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der bulgarische Bericht. Sofia, 15. Llpril. (WTB.) GenerEtabsbericht vom 14. April: Mazedonische Front: Lebhaftes Feuer der feindlichen Artillerie und Masckxinengetvehre am unsere Stellungen längs des Westrandes des Doiran-Sees. An der übrigen Front nur vereinzeltes Artillerie teuer. Wir zerstreuter! durch unser Feuer zlvei feindliche Judrnterieabteilungen, die südlich von Gewgheli vvrzu- rücken versuchten. ^ „Front am Aegäischen Meer: Ern feücklicher Kreuzer beschoß erfolglos unsere Stellungen bei DebGi an der Küste von Orsarro. Ein anderes Schiff warf einige Granaten auf die Küste westlich von Kavallä. Rumänische Front: Oestlich von Tulcea Feuerwechsel zwischen den Posten beiderseits des St. Georgs-Arms. Vereinzeltes Feuer bei Mahnrudie und Galatz. Der türkische Bericht. Konstantin opel, 15. April. (WTB?» Heeresbericht vom 14. April. Irak-Front: Beiderseits des Tigris Ruhe. Zur Vcr- starklmg ihrer von uns .mehrfach geworfenen Kavallericdivisiour haben die Engländer noch totere Inflanreriekräfte heran- gezogen. Mit diesen Verstärkungen griffen sie gestern bei Morgengrauen unsere Stellung an und nxrndten sich mit starker Infanterie hauptsächlich gegen unseren linken Flügel, wobei sic mit Kavallterie versuchten, unseren reckten Flügel zu nms'chen. Der feindliche Jnfantettemrgciff kam in unserem Feuer nicht vorwärts. Unsere Infanterie ging darauf zum Gegenstoß vor und war r b crt Fe ind 5 iu rück. Die U m fa ssu n g s bwe g nn g der feindlichen Kavallerie kam in>mffevem Feuer zum Stehen. Im Aflckilleriekampf zer- störten wir zwei Beobachtungsstände des Gegners. Kaukasus-Front; An mehreren Stellen wurden feind- lick^e Erkundungsaliteilungen, die gegen unsere Stellungen vorgchertz wollten, Wrückgetrieb«n. jAuf dem äußersten linken Fügeläoir- Lnngslvses, feindliches Artillerie- und Jnfcmteriefeuer. Sinai-Front: FeiMiche Flieger bewarfen Iviedentm im- serc Lazarette mj^ Bomben. Auf den Stellungen unserer Truppen- in R u m ä n i,e n lag während der Nacht schwaches, feürdliches Artilleriefeuer. Auf den übrigen Fronten keine besonderen Ereignisse, Die Lage in Rußland. Eine offiziöse deutsche Kundgebung zur Lage in Rutzland. Berlin, 14. April. (WTB.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt in ihrer Sonntagsnummer.- Die provisorisck-e russische Regierung erließ unter dem 10 April eine Kundgebung, die in ihren wesentlichsten Punkten mit den mehrfach wiederl-olten Erklärungen Deutschlands und seiner Verbündeten übn'einstimmt. Danach erstreben beide Parteien nichts andere« al« dxe 'Sicherung ihres Daseins, der Ehre und Entlvicklmlgsfreiheit ihrer Volker. Wieder rn dem Wunsche uJh in dem Interesse der Mittelmächte liegt es, daß das russische Volk aus dem Kampfe er- Aednst oder. m seinen Lebeusbedinguugeu erschüttert hervorgehe. Sre beabßchttgen nicht, die Ehre oder die Freiheit des russischen Volkes anzutasten und haben kcineir anderen Wünsch, als mit einem zufriedenen Nachbar in Eintracht und F r eu n d s ch a s t zu leben. Dabec liegt es Deutschland völlig fern, sich in die Ren ordnung der russischen Verhältnisse ein zu mischen oder gar in der Stunde, ivv die russische Freiheit geboren wurde, Rußland von neuem bedrohen zu wollen. Der russische Heeresbericht vom 1! April irrt, wenn er ein Militärisches Unternehmen der deutschen puppen, das vön einer unabweisbaren, örtlich bearenz-ten tattr- schcn Wendigkeit vorgeschrieben war, als größere KriegShandluntz feil aiTcrenmtier Bedeutung auffaßk. Wenn das russische Volk noch länger L>Tutct und leidet, statt sich ruhig und ungestört dem inneren Ausbau [einer Freiheit zu widmen, so i st nicht Deutschland daran schuld. Die Schuld liegt dort, wo das Interesse an dem -Fortgang des K ieges besteln. Wo findet der in der Erklärung vom 10. April ausgesprochene Friedenswille des russischen Volkes ent- Ichredensteu Widers pnrch? Bei 'einen eigenen Verbündeten. England, Frankreich. Italien und die ihnen angeschlvssenen Alliierten haben bn der Ablehnung des Friedensangebots der Mittelmächte es ganz unverhüllt ausgesproch'w. das; sie nur Frieden schließen würden unter der Bedingung, daß Deutschland weiter, ihm rechtmäßig sugrhörender Landesstriclx.'bera-'b . Desterreich-l'ngarn zertrümmert und die Türkei aus Europa verdrängt mrd in Neinasicn in weitem Umrang« ausgcteilt würde. Da.' russische Volk wird, niemand wird «s anders erwarten, den Berpslichtungen gegen seine Verbündeten tveu bleDerl. Aber das russische Volk soll wissen, daß seine Söhne noch fernerhin kämpfen und sterben müssen, weil seine Verbündeten es so wollen, um ihre e i g e n an Eroberungs- und tt n e x ionspläne dnrchzusetzen. Das ist der Grund, rveshalb Rußland hungern mrd leiden soll, anstatt sich der neu errungenen Fverheit zu freuen und sich im friedlichen Berkeln mit seinen Nachbarm den Werken des Fortschrittes und den Idealen der Menschheit zu widmen. Eine österreichisch-ungarische Erklärung. , Wien,14. April. (WTB.) Das k. u. k. Telegraphenkorr-espon- ldenzburemc ist zu folgender Verlaut arung ermächtigt: Die Regierung der öslerreichisch ungarischen Monarchie erhielt von der am ! dlpril veröffentlichten Erklärung der provisorischen Regienmg Irußlands Kenntnis. Sie entnahm hieraus, daß Rußland nickst die Llbsickst verfolgt, andere Völker zu beherrschen und ihnen ihr nationales Erbe wegzunehmen und gewaltsam fremdes Gebiet zu besetzen, dal; es vielmeln einen dauerhaften Frieden auf öftund des Rockstes der Böller, il/r Schicksal selbst zu bestimmen, herbeiführen will. Die österreichisch-ungarische Regierung hat hieraus ersehen, daß die provisorische russische Regierung daS Fiel zu erreichen wünscht, welck-es sich mit jenem deckt, das der Minister des ßcren an dem am 31. Mary gewährten Interview als Krregsziel der österreichisch-ungarischen Monarchie bezeichnet hätte. Es kann demnach festgestellt werden, daß düe österreic'msch-nng arische Regierung und die provisorisckfe rus- sistl>e Regierung in gleicher Weise einen für beide Teile ehrenvollen Frieden erstreben , eine Frieben, rvelcher, üne es in der Erklärung der Verbündeten vom 12. Dezember 1916 Heröt' bas Da senk, die Ehre und die Entwicklungsfähigkeit dcw kriegführenden Staaten sick>ert. Die damals ausgesprochene Ueber- Keugung der Verbündeten, daß ilire Rechte und begrli^detcn Ansprüche sich mit jenen der anderen 'Nationen .'.'iderspruchslos vereinigen lassen würden, besteht heute,, ngch der Erklärung der provisorischen rnsfischin Regierung in ^ verstärktem Maße fort. Da hiermck der ganzen Welt und imsbesondere den Völk'ri Rußlands klar vor Augen geführt scheint, daß Rußland nicht mehr gezwungen ist, für seine Vertciüigrmg und für die Freiheit seiner Völker zu kämpfen, farm cs bei dieser Gleichheit der Ziele der Regierungen der Verbündeten und der provisorischen Regierung Rußlands nicht schwer sein, rirten Weg der Verständigung M finden, dies um so weniger, als der Kaiser von Oesterreich und apostolischer König von Ungarn in Uebereinstimmung mit dem ihm verbündeten Monarch den Wunsch hegt, in Zukunft mit einem in feinen äußeren und inneren Lebensbedingnngen gesicherten und Mfriedenen russischen Volke in Frühen und Freundschaft ze leben. Ein Schreiben Czernins. Wien, 14. April. (WTB.) Graf Czernin richtete an bcu Dü rgermeister in W ien ein Schreiben, in welchem er zunächst her-lichen Dank füu die ihm gewidmeten Worte ausspricht Und sodann fortfährt: sTas Pew'ußpMn. daß die Bevölkerung! Wiens und, lvie ich glaube, der ganzen Monarchie meine Politik billigt, gäbt »mir die Sicher Heft. aus dem Ungeschlagenen Wbge fortzuschreften. Das furchtbare Drama des Weltkrieges nähert sich seinem Ende. Dieses Ende wird ein für die Monarchie e hre.n v o l le r Fri e de sein, weil die Völker Oesterreich-Ungarns in fast dreijährigem Ringen bewiesen, daß. sie niemals "zu besiegen oder zu vernichten sind. Vor ihrer Kraft und Größe verblaßt der Heroismus der Antike. Die heutige Generation wird in der Geschichte fortleben. Noch die Geschlechter ferner Jahrhunderte werden mit Ehrftrrcht und Bewunderung von denen sprechen, die in dem furchtbarsten Kriege aller Zeiten das Dasein und die Ehre der Monarchie verteidigt Mrd deren Entwicklung für alle Zukunft gesichert haben. * Arbeiter- und Sol aten-Nat. Petersburg, 13. April. (WTB.) Die Petersburger Delegvaphen-Ageutrrr meldet: Im Laufe der Sitzung des Arbeiter- und Sol- datenrates schlug Tzer stelli, der Abgeordneter in der zweiten Duma war, eine Entschließung vor, die sich aus den crm 27. März von dem permanenten Rat der Arbeiterund Soldatenvertreter an alle Völker der Welt gerichteten Aufruf bezieht, und die den festen Entschluß der russischen Demokratie bestätigt, auf dem Gebiete der auswärtigen Politik die gleichen Grunosätze der Freiheit und des Rechtes %u verwirklichen, die sie für das Innere ausgestellt hat. Die Entschließung hebt die ungeheure Bed.utnmg der Proklamation der provisorischen Regierung vom 6. 'klpril hervor, die von der russisck)en Demokratie als ein wichtiger Schritt zur Verwirklichung der demo-kratischen Grundsätze auf den; Gebiete der auswärtiger' Politik angesehen wird. Sie sagt: Das revolutionäre rusfrsäre Volk urrrb ferne Bemülmngen für den Frieden auf ber Grundürge der Brüderlichkeit ümd G l e i ch h e i t der freien Völker sortsetzen. Ter amtlich*,' Verzicht aller Regierungen aus ein annexionistisches Programm würde ein mächtiges Mittel zur Beendigrmg des Krieges unter ähnlichen Bedingungen darstellen. Solange diese Bedingungen nickst vevwirllickst sind und solange der Kwiog weiter geht, sieht die russische Demokratie -ein, daß ein Bruch der Front uni das Erlahmen ihrer Widerstandskraft der ve.hivrgnisvollste Schlag für .die Sache der Freil)eit sein würden. Infolgedessen rietet der Kongreß des Arbeiter- und Soldatenrates einen Aufruf an die russische Demokratie zerr Mobilmachung aller lebenden Kräfte der Nation.ans allen Gebtetm des .Volkslebens, um die Front und das Hinterland zu stärken. Das erfordert der gegecrwärllge Augenblick gebieterisch für den Erfolg der grossen Revolution. Der Kongreß fordert afc Arbeiter in den Fabriken, in den Anlagen, in den Eiserrvalmeu, im Post- und Telegraphen- wesen und in den anderen, für Armee und Hinterland fck-afsenden Unternehmnngen auf, in der Arbeit die größte Betriebsamkeit ^zn entwickeln. Tie Wirtschaft icheu Erw^rlnmgen der Arbeiterklassen uns die Bemühungen -u ne'.l nevch M.rßen dürfen nicht nur die E - zu Hoch M anspornen, um alles, was für die Bevölkerung und das Heer unumgänglich nötig ist, sicher Ku stellen. Fustizminister Kerenski s ergriff dann das Wort und sagte: Die Größe der ausgeführten R'wolution besteht darin, daß mit ihr die russische Demokratie in die Arena trat, nnd daß ihre Anwesenheit das Ziel des Krieges ändert. Demokratie bedeutet freie und freundschaftliche Gemeinschaft der Völker im Namen der Brüderlichkeit und Freiheit. Immerhin gibt es Augenblicke, in denen es gilt, die eigenen Interessen zu schützen, und dieser Augenblick ist gegenwärtig da. Die ruffische Denrokratie verwarf alle Stichworte der Annexionisten. So lange aber an unserer Grenze nicht ein Verzicht auf Eroberirngen gehört wird, müssen wir auf unseren Posten bleiben und dce Freiheit des Vaterlands verteidige?. Um des im Lause des gegenwärtigen Krieges an irnserer Front vergossenen Blutes unserer .Helden willen müssen wir ihnen crm den von ihnen vorgezeichneten Wegen d uns bemühen, eine freie und unabhängige europäische und mächtige Demokratie zu bleiben. Die Debatten über die Eutschließurrg Tzerstelli wurde auf den 12. April vertagt. Basel, 15: April, (zf.) Die Petersburger Delegraphen- Agentur berichtet: Die Debatten über die beiden ersten Programmpunkte des Kongresses der bokalen Arbeiter- r^äte haben klar ..geben, daß in diesem Kongreß zwei Strömungen vorherrschen. Die überwiegende Mehrheit unterstützt die Resolutionen des Exekutivaus'schujses der Ar-' beiter- und Soldaten delegierten bezüglich des Krieges. Die Minderheit dagegen, hauptsächlich dargestellt durch die Sozialisten und die extremen Demokraten, betrachtet nicht nur den Verzicht auf Gebietserwecternng und Kriegsentschädi gung, sondern auch einen baldigen Friedensschluß als durchaus unerläßlich. Es ist nun bezeichnend, daß zahlreicht' Amendeinents, die die Sozialisten und extremen Demokraten zu den Kriegsresolutioneu vorgeschlagen hatten, von der erdrückenden Mehrheit abgelehnt wurden, während diese Mehrheit die von den Soldaten vorgeschlageneu Amendements, in denen die Nvtlvendigkeit energisck>er Operationen an der Front hervargehoben wird, gebilligt hat. Bei den Debatten über die Kriegs fragen äußerten sich zahlreiche cköedner sür die Fortsetzung des Krieges, damit Rußlaicü mit Ehren aus diesem Kainpse hervorgehe. Der Koirgreß erklärte sich dahin, daß Rußland den Krieg fortsetzen müsse, da es mit bcu bürgerlick)-en Klassen Englaiws und Frankreichs eng verbunden sei. Neue Verhaftungen. Wien, 16. April. (L. A.) Laut Nimbichru teilt die „dcvwvjc Wrenu«" mit. daß Karenskt den Geireral R e re ne n k a m p f, den eyenaligen Ehef des Pol.tischen Deparleweirts Wassiljewi die ftiil-er cm Teerest Protapepu,ljys tätigen Oborlen Tiufleiv und G v r l e m k e sowie den Genevalgvuverneur S e y n mrd den frühereir Ministerpräsideicten Galizyn verhaften ließ. P e t e r s b u r g , 15. April. :WTB. Nich:anrtliiä),.) Meldung der Petecsbi r er Te :>gr: pH n.r entuc. Die Regie rung widerruft die Bestcmmuug der früheren Negierung, die es Privatleuten und Institutionen verbot, Drucksachen und periodische V e r ö f fe n t l i ch u n g e n ins Ausland zu schicken. Tre alte Ltboecnrn entsorduung für Zeitungen und Zeitschriften wird auf diese Weise wiederhergestelllt. FraN'chfische Sozialisten in Petersburg. Berlin, 16. April. Wie der „Lokal-Anzeiger" berickftet, t-asen in Petersburg drei französische Kaminer- s-vzia listen ecu. um mi der prov.sor s-hvl Regierung und dem von T sche i d z e geführte As Am st zu verhandeln. Die Tscheidze- Gnrppe 1-abe. einen treuen Erfolg erzielt durch die Schasftcug der s o g e u a np te n roten Garde, die die Gemeircdepoliz-ei im Stadtbezirk vom Petersburg r-evehe. L>aparanda, 15. Avril. Der Birshcwija Wjedomostr Ldiii 12. ?lpril zufolge fpmd) auch der Moskauer Kongreß der russischen Genossenschaften für Ablehnung jeglicher Erobernngsziele aus >ärud fordert das russische Volk auf, alle Kräfte anzuspannen, um die Integrität des Vaterlandes rmd die neuerkämpfte Frei lieft zir schirmen. P e t e r s b u r g , 15. April. Vit dem aers derVerbannung heimgekehnteic sozialistisä)cu Parteiführer Georg P l e k h e n i f f siird drei sv'.ialistische Abgeoodecete aus Frankreich und drei aus England in Petersburg eingetwffen. Der Krieg Amerika». Washington, 14 April (WTB.) Meldu.ng des Reu- terschrn Bnweaus. Das Repräsentantenhaus hat das Gesetz, betr.ffered die Regierungsauswendungen für den Krieg, angerwmmen. * Konstantinopel, 15. April. (WTB. Nichtamtlich.) „Sabah" meldet: Das amerikanische Stationsschiff „S c o r p i o n" wurde gestern interniert. Dem Schiff war eine Frist von 24 stunden znm Verlassen des 5^afens gegeben worden. „Seorpion" konnte jedoch die Abreise nicht bewerkstelligen. Deshalb wurde geniäß den Bestimmungen der 5^>aager Konvention vorgegangen. Foffre als Reorgarnifator der amerikanischen Truppen? Genf, 16. April. (WTB.) Pariser Meldungen besagen, Marschall Joffre werde sich unverzüglich nach Amerika begeben, um die Truppen der Vereinigteir Staaten zu reorganisieren. Vi- viani sei namens der französischen Regierung eftegeladen worden, Joffre zu begleit'eir, habe aber noch keine Entsckixcdung getroffen. * . * Die Aushungerung Englands. Amsterdam. 15. Aprft. „Daily News" vom 11. April zufolge führte auf der Konferenz der unabhängigen Arbeiterpartei in der Vertreter von Manchester, W a l lhead, aus, nach! feinere Informationen werde sich Eng'a d in längstens sechs bis acht Wochen im Zustande vollständiger Aushungerung befinden. Fliegererfolge. Berlin, 14. April ÄTB. Amtlich.) An der Angrifssftvnt d?r Engländer (cold au der Front u»esLich Minrs war d^eFlieger- tätigkeit sehr rege. Der Gegner verlor im Luftkamps vier- CLndzwanzig (24) Flugzeuge, davon gingen dreizel-n (13) diessefts unserer Linien nieder. Außerdem wurden jenseits der feindlick)en Linien vier Fesselballons durch uuseve Flieger breunerrd zum Absturz gebracht. » Em seiudliches Geschwader von sechs Flugzeugen, das wesllich Douai einen Angriff versuchte, wurde restlos verrrichtet. Die von Rittmeister von Richthofen geführte Jagdstaffel hat allein vierzehn (14) Flugzeuge vernichtet, dabei schoß Rittmeister Freiherr von Richtlwflnr seinen 41., 42. med 43. Gegirer ab. Leutnant Wolfs sckZoß vier feindkiche Flugzeuge ab' und erl-öhte da- mft die Zahl seiner Siege auf 14. Leutnant ^ckriaeser besiegte drei, Leutnant Freil?err von Nickfthysen, Leutnant Klein und Vizeseld- webel Festner je zwei Gegner. Leutnant Dossenbach errang seinen 12. Luftsieg. Unsere Flieger lytibm nicht einen einzigen Verlust zu beklagen med außerdem zahlreiche Erdziele mrd Truppenansammlungen erfolgreich mit Maschücengnvelrseuer angegriffen. Ferner wurden viele Jufanterieflüge aicsgeführt und das Schießen unserer Artillerie erfolgreich durch Flieger geleitet. Fliegerangriff ans Freiburg. Frei bürg i. Br., 14. Apwil. (WTB.) Am 14. April warfen feindliche Fliegerin mehreren Anftügen Brandbomben auf die»offene Stadt Freiburg i. Br., fern vmc jeglichen militärischen Anlagen. Leider sfted außer SckKden an Gebäuden auch Opfer unter der bürgerlick-en Bevölkerung zu beklagen, deren Zahl noch nick)t feststeht. Leekrieg. Neue Tauchbootersolge im Mittelmcer. Berlin, 14. April. (WTB. Amtlich.) Im Mittelmeer sind nach neu cingetroffenen Meldungen weitere 12 Dampfer und 14 Segler mit 50 000 Bruttoregistertonnen versenkt worden, darunter: am 25. März von Alexmrdrien der bewaffnete englische Dampfer „Vellore" (4925 Tonnen) mit 7000 Tonnen Kohlen von Glasgow nach Alexandrien; am 31. März ein unbekannter bewaffneter Dampfer von etwa 5000 Bruttoregistertonnen, der sich mit Kohlen aus dem Wege nacl) Neapel befand; am 1. April der bewaffnete engli.che Dampfer „War reu" (3209 Bruttoregisterlounen) mit 5000 Tonnen Gerste und Mais auf dem Wege nach Spezia ftrtb ein unbeiuun- ter vollbeladener Dampftr von 5000 Bruttoregistertonnen, der durch 4 Fischdampfer gesichert war; am 3. April ein unbekannter bewaffneter Material- Transportdampfer von etwa 5000 Tonnen, ein unbekannter bewaffneter englischer Tankdampfer von etwa 4000 Bruttoregistertonnen nni)' drei italienische Segler mit etwa 1000 Tonnen Phosphate von Tunis nach Livorno: am 4. April ein unbekannter, vollbeladeuer, bewaffneter Dampfer von etwa 4000 Bruttoregistertonnen, begleitet von 2 Fischdampsern; am 5. April der nonvegifche Dampfer „Sokstad" (4300 Bruttoregistcrtonnen) mit 6495 Tontien Weizen von Australien nach Livorno. Der Chef des Adniiralstabs der Marine Holländische Klagen über deutsche tt-Boote. Berlin, 15. Aprft. Die holl ä n d i f ch e Presse beklagt sich heftig über zahlreiche angeblich unberechtigte Versenkungen hol.ändischer Dampfer und von Dampfern der belgischen Unterstutzungskonnnission durch deutsche ll-Boote in den letzten Wochen Hierzu wird sestgestellt: Der Dampfer Saeleu der belgischen Unterstützungskom- nrifsion ist Mn 17. Mürz d. I. in der freien Fahrrinne nach Prisenrecht angehalten worden. Er versctchte sich der prisenrechtlichen Untersuchung durch die Fmcht zu entziehen, bis er durch Beschießurig zum Stoppen gezwungen wurde. Dieser Fall liegt also nach internationalem Recht dnrchrus ern- wandfrei Der Taukdampfer „La Campina" ist imcerhalb des Sperrgebietes versenkt worden. Das Gleiche gilt vom Dampfer der Belgischen Unterstützungskommiss'ion „Trevier", eincnn unbekannten kleinen hvllänoisck>en Tankdampfer, der nach England fuhr, nm Benzin zu holen, dem holländischen Fischdampfer „Tres Fratres", dem Dampfer „Amstelstrvom^ und dem Dampfer „5)estia", der am 31. März ans eiirem englischen Konvoi heraus auf der Fahrt nach England ab- aeschossen wurde. Der Dampfer „Healten" ist nach einer Zeitnngsmeldnng bei der Doggerbank untergegangen. Okach den bisher eingegangenen Meldungen kommt ein dernsches U-Baot kür den Angriff nicht in Frage, aber selbst wenn dies der Falk wäre, so wäre die Versenkung im Sperrgebiet er- svtgt. — Was endlich den Dampfer „Feisten" der belgischen Unterstützungskvmmission anbelangt, so ist er am 31. März auf eine Mine gelaufen und zwar allem Anschein nach in dem englischen Minenfeld, das nordöstlich von TerfftMing liegt Hiernach sind alle uns Vvrgeworfenen Fälle daraus zurückznftihren, daß die Schisfssührer alle Warirungecc vordem Befahren der Sperrgebiete unberücksichtigt gelassen haben oder, wie im Fall Healcn, versucht haben, sich der Ausübung des Prisenrechts zu entziehen. Die holländische Presse würde sich ein Verdienst ertverben, lvenn sie dieser sachlichen Darstellung Rechnung tragen würde. Aus dem KeichL. Eine Tanueuberg-Gedächtnishalle. Königsberg, 14. Apnl. (WTB. Nichtamtlich.) Der vor einiger Zeit gegründete Verein „Tanccenberg-Gedächtinshalle au; der Neidenburg", der es sich zur Aufgabe mackft, in der ostpreußi- sck-cu Stadt Neidenburg auf der gleichnamigen Ordensburg eine Gedächtnishalle zur Aufnal-me voft Trophäen und Erinnerungen an die in nächster Nähe geschlagene Schlacht bei Tanneuberg zu schaffen, ist an den Generalfeldmarschall von Hin den bürg mit der Bitte heran ge treteic, den Ehren Vorsitz über den Verein zu Wer- nehmen. Ter Generalfeldmarschatl hat dieser Bftte mit nachstehendem Schreiben an den VMsttzerrden des Vereins', Oberpräsideut obn Berg in Königsberg, entsprochen. Großes Hauptauartier, den 2. Avril 1917. Eurer Exzellenz erwidere ich auf das Schreiben vom 25. März, für das ich bestens danke, daß ich den mir freuerdlichst angetrageiren Ehvenvo!rsitz über den Verein „Tanneerberg-Gedächtens^rlle auf der Neidenburg" zu übernehmen bereit bin. Möchte der Tamrenberg- Verein in Verbindung mit meinem Namen mit dazu beitragen, in der NackMelt die Erinnerung an öie große ernste Zeit, insbesondere an die erfolgreiche Schlacht bei Tannenberg, wachzuhalten. ^ Meine besten Wünsck-e begleiten den Verein bei seiner weiteren Tätigkeit. Mit dem Ausdruck vorzüglichster .hockmchtung bin ich Eurer Exzellenz ganz ergebener von Hindenburg, Generalfeldmarschall. Die Fleischzusatzkarte. Berlin, 15 .April. Mit besonderer Bekanntmachstng hat der Präsident des Kriegsernährungsamts die Einführung der kommunalen Fleischzusatzkarte vom 16. April 1917 ab formell angeordnet, nachdem in seinem Aufträge bereits seit Wochen von den Kommunalverbänden die hierzu nötigen Vorarbeiten im Gange waren und jetzt abgeschlossen sind. Die Zusatzkärte lautet über dieselbe Höchstmenge wie die Reichsfleischkarte, wobei bekanntlich durch besondere Maßnahmen des Kriegsernährungsamts die Verbilligung des Zusatzsleisches in gewissem Umfange und die Sicherstellung der Zusatzfleischmenge .selbst bewirkt worden ist. Hiernach gelangen die Nichtselbstversorger zu derselben Wochenhöchstmenge von 500 Gramm wie die Selbstversorger. Für Personene, die sich nur teilweise aus der Hausschlach- tung versehen, teilweise aber Fleischkarten beziehen, ist durch eine besondere Bestimmung Vorsorge getroffen, daß auch chicen durch teilweise Bewilligung der Zusatzkarten jene L)öchstmenge erreichbar wird. was bedeutet Goldjchmuck angesichts öeffcit, was für das vat.rland auf dem Spiel fleht! Die GolWkauWr in &enKöimten der VeMsspartche Gießen ist morgen von 2 bis 4 Uhr geöffnet. Au» Stadt und Land. Gießen. 16. April 1917. ** Infolge der notwendigen Veröffentlichung dringlicher behördlicher Anzeigen erscheint heute an Stelle der Gießeicer Fmullienblütter ein Kreisblatt. * I ** Aus Zeichnungen. Der Schütze Otto Euler, SolM des Rentiers Herm. Euler erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl. — Kanonier Fritz Neuling, Sohn des Weißlündernceister Karl Neuling, erhielt die 5)esfische Tapferbeftsmeäaille. ** Zur Brot- und Mehlverteilung in der Stadt Gießen. In dem unter dieser Ueberschrift von uns am SmuStag veröffentlichten Aufsätze ist ein Druckse vier unterlaufen. ES muß dort im ersten Matz heißen: Während bisher täglich 2 0 0Yftamm Mehl mit den übllchen Streckimgsmitteln gewährt tvurden, lver- den von dem gebrannten Zeitpunkt ab nur noch 170 Gramm zu 94 Prozent ausgemahlenes Mehl übenuiefen. Daß die bisherige Mehlzmveisung nicht täglich 300 Granrnc bettag.ue hat, dürste ivolK niemand fremd gewesen sein. ** ®»wn|«ÄCit Nun haben wir sie ans einmal wieder, die viellEsp-roch-ene, vielumsirittene Sonunerzeit. <Äanz klanglos zog sie diesmal bei uns ein, um 2 Uhr des Nachts, s-oiidaßi man sich rrichL eimnal airfmerkend unter einem Glocken türm versammeln und den Zusammenfall des Zwölf- und Einuhr stunden sch lag es andachtsvoll staunend mitzu- z-lchlen. Wer diesmal nicht mit der Bahn unterwegs war uird eine unfreiwillige Verspätung plötzlich um eine ganze Stunde verlärrgert sah, der wird sich erst heute morgen beim Wockenschlage inne geworden sein, daß er von der MEZ. in die SZ. hinnbergeschlnmmert war und nichts Eiligeres zu tun hatte, als seine Tasck)enuhr und sccmtliche Uhren des Hanfes um sechzig Minuten vorzurinten. Jetzt aber haben wir Somnrerzeit. Wirklich? Im vorigen Jahre, da wir die Obstbaumblnte hinter uns hatten und das Getreide schon mächtig in die Halme geschossen war — die Sommerzeit begaun übrigens damals 14 Tage später, am 1. Mai —, da konnte man sich wirklich sagen, ja es ist Sommerzeit. Diesmal scheint uns die Natur belehren zu wollen, wie lächerlich der menschliche Eingriff in die Zeitrechnung ist. Wir Hab er: noch nicht einmal Frühling, wieviel weniger Sommerzeit. Wohl sinp die Knospen an Busch und Baum prall geworden und die Knospen der Kastanien zu dicken, glänzend braun polierten Knöpfen ange schwollen, aber der eigentliche Frühling ist noch- reicht eingezogen. 9ticht einmal das rechte Wetter dazu hat uns die „Sonrmerzeit" gebracht. Das strahlende Blau vorn Samstag und Sonntag vormittag mußte von Sonntag mittag ab wieder finsteren Regenwolke:! weichen, die sich unablässig verströmten. Das war ein trostloser Sonntag, und der Montag verspricht nicht viel besseres. Wer dennoch schon die Einbildung, von nun ab in der Sommerzeit zu leben, lästt mrs hofsnungs freudiger dern vollen Einsetzen des Frühlings entgegensehen, der bei so vorgerückter Jahreszeit sich vermutlich so plötzlich einsinderi muß, das; uicht nur der Ueberktuge das Gras wachsen sieht. ** Sommerzeit, Landwirtschaft und Eisenbahn Der preußische Eisenbahnminister beauftragte die Eisen- bahndir-eksioncn, für die Tauer der Sommerzeit auch in diesem Jahr den Wünschen der Landwirtsckxrst in der Gestaltmrg der Fahrpläne möglichst icrrtgegenzukommen und vor allem einen rechtzeitigen Abgang der Milärz-üge sicher zu stellen .** Kriegsanleihezeichnung im Stadtthea- ter .In den beiden gestrigen Sonntags-Vorstellungen hielt Herr Hofrar S t e i n g o e t t e r jeweils eine kleine Ansprache, in der er nochmals auf die Wichtigkeit der Kriegsanleihe hinlmes. Dar auch in wurden an rasch improvisierten Zeichnungsstellen in den Wandelgängen immerhin ein paar Tausend Mark gezeichnet, die heute früh den verschiedenen Banken überwiesen wurden. Ist das Ergebnis auch nicht welterschütternd, so ist cs' doch wenigstens zweifellos, daß der eingegangene Betrag an anderer Stelle nicht gezeichnet worden wäre. . ** 2Va Milliarden Güterverkehrseinnahmen. Die Eimrahrnen der deutschen Staatseisenbcchnen aus dem Güterverkehr haben sich amlliclwn Mitteilungen zufolge in der Kriegs- zeit folgerrdermaßen entwickelt: 2226 Mill. Mark im Jahre 1913, 1956 Mill. Mark im Jahre 1914, 2085 Mill. Märk im Jahre 1915 und 2333 Mill. Mark im Jalnse 1916. Im dritten Kricgsjahr also nicht unwesentlich mehr als im letzten Friedensjahr, obwohl im Güterverkehr des Jahres 1916 teilweise sehr erhebliche Tarif- ermäßigungen Platz gegerisfen habe::. Diese Tatsache stellt unserer Wirtschaftskraft, die iricht nur ungebrochen, sondern in zunehmender Erstarkung begriffen ist, das glänzendste Zeugnis aus. Von den Gesamtleistungen der deutschen Eisenbahnen im .Kriege wird inan allerdings erst nach dem Feldzuge abschließend und mit voller Würdigung sprechen können, trenn über die Bedienung des militärischen Personen- und Transportverkehrs vollständige Angaben vorliegcw ** Der hiesige Bezirksausschuß für vermißte und kriegsgefangcne Deutsche bittet uns. die Angehörige:: der kriegsgef-angenen Deutschen in Frankreich darauf hinzuweisen, daß Anträge zur Versendung von Liebesgaben aus der Schweiz nur durch die zuständigen Rote-.Kreuz-Stelle:: gestellt werden können. ** Gartenbau ko lv nie Gießen. Der Sommerkursus 'hat am heutigen Tage mit der Aufnahme der Teilnehmerinnen begonnen. Weitere Aufnahmen können durch den Geschäftsführer iwch bis Samstag, den 23. April, vorgenommcn werden. Den Frauen, welche einen Haushalt füllen, kann insofern eilte Erleichterung gewährt werden, als dem (Heschästssülwer Herrn Prof. G i s e v i n s durch den geschäfts führen den Aussäpiß gestattet ist. in solchen Fällen eine verkürzte tägliche Arbeckszeit zu gewähren. Zur Ausbildung von Lehrerinne:: ist jedoch die volle Teilnahme erforderlich. * v Ausgabe v 0 n Süß sto f f (Saccharin). In der Zeit vom 16 : bis 30. April 1917 wird gegen den Lieferungsabschinitt 2 der Süßstvffkarte „8" (blau) von den Süßstosfabgabestellen Süßstoff abgegeben. Siehe Bekanntinachung. Landkreis Gießen. X Grünberg, 15. April. Der Direktor der hiesigen Großch. Rc-alscktule, Herr Angel berger, z. Zt. Oberleutnant nnd Bat- terveführer, erhielt in den letzten Kämpfe!: im Westen das Eiserne Kreuz I. Klasse. Die Wszeichucng wurde ihm vom Kronprinzen persönlich überreicht. Herr Angclberger, der schon seit Juli 1915 rm Felde ist, ist bereits Inhaber der hessische:: Dapferkeitsmedaille und des Eisernen Kreuzes II. Klasse. X Harbach, 15. April. Der Lehrer Lüdw. Frey, von der nahen Sommersmühle gebürtig, wurde zu!N Unteroffizier :md Offiz iersespinanten befördert. Sei:: älterer Bruder, der schon seit Kriegsbeginn in einen: Feldartillerie-Regiment steht, wurde nach den letzten Kämpfen mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet E. Stock hausen, Kreis Gießen, 16. April. Unser bisheriger Polizeidiener Heinrich Biedenkapp, welcher schon meh- veremals eingezogen und zeitweise auf längere Zeit beurlaubt! worden war. ist durch einen Granatsplitter hinter der Front ver- nmndet worden und kurze Zeit darauf in einem Feldlazarett gestorben. Er hinterläßt seine Frau und zwei Söhne, von denen der älteste ebenfalls zum Heere erngezogeu ist. Kreis Schotten. E. Laubach, Kreis Schotten., 16. April. Ter Leutnant Wilhelm Schweizer, welcher frül-er hier als Schulgelhlfe tätig war, ist am 4. April durch Bauchschuß verwundet, den Heldentod fürs Vaterland gestorben, Ties ist der dritte Volksschullehrer aus Laubach, welcher für das Vaterland den Heldentod erlitte:: hat. Schulvcrtvälter Fischer und Weißgerber sind schon kurz nach ihrer Einberufung und militärischer Ausbildung den Heldentod für das Vaterland gestorben. # Wingershausen, ,14. April. Fürs Vaterland starb der Musketter Otto L i n g m e r. — Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Wilhelm Schmidt. Starkenburg und Nheinhessen. ö. Mainz, 15. dlpril. In der gestrigen Stadlvevordneten- sitznng tvurde beschlossen, Klei ng e l d e r s a tz anserttqen zu lassen. Es sollen für 62 500 Mk., 250000 Fünfpfennigstücke, 500 000 Zehn pfcmrig stücke und 200 000 Filn fzrgpfoirnigscheme her gestellt n»evden. Für die sechste Kriegsanleihe sollen IV 2 Millionen ge- Mchuet loerden, die städtische Sprrtgasse hat für sich und ihre Kundschaft 6 Millione:: gezeichnet. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 15. April. Bei der Rückkehr in die Wohnung, Katharirenpforte 7, überraschte eine Dame einen Einbrecher, der sie ohne weiteres mit einem schweren Gegeusta:ü> niedcrschlug. Auf die Hilferufe der Dame eilten die Hcrusbewohner herbei, kannten aber des inzwischen entflohen ei: Täters nicht mehr habhaft werden. Den: Einbrecher, einen: jungen Burschen, ftclen wertvolle SckMuch'achen in die Hände. p Frankfurt, 16. April. Der „Verbrich evangelisch-kirchlicher Frauen vereine im Großl-erzogtuu: Hessen" hält seine diesjährige Hauptversammlung am Donnerstag, den 10. Mai in: oberen Saale des 'Cafes Haupt ivache dahier ab. Auch in diesen: Jahre wurde wieder Frankfurt gewählt, mit es mich den cnrgeschlossenen oberhessischen Vereinen zu ennöglichn:, mi der Hauptversamntlung teilziunehiuen. = U s in gen, 15. April. Nach Feststellungen des Magistrats suchen sich hiesige Larüuvirre ihren Pf l : c8f t liescrung cn an Eiern, Milch und Butter unter allerlei Bckcwänden zu entziehen. Der Magistrat gibt dazu öffentlich bekannt, daß BoUrnürfe und !vei- tere Vermäße, diesen Leuten die Lage klar zu machen, keinerlei Erfolge haben werden, sondert: daß er künftig rücksichtslose Zioangs- niaßvegeln ergreifen u:ch die Namen dieser Vaterlaichsfeinde öffentlich brandmarken wird. V Hanau, 16. Llpril. Ta der Futtermangel :nch die von fehlte das Ohrläppchen fast ganz. Es ist daher allemal geraten, sich bei Menschen, die kleine oder gar keine Ohrläppchen haben, recht vorzns-ehcu, zumal wein: der äußere Rand der Ohrmuschel in gerader Linie mit den Wangen verläuft. €et$tc Hrsdmcbtcw. Die Lage im Westen. Haag, 15. April. (Bert. Tagb-l.> „Nieuwe schreibt, daß in: Zusammenhänge mit der Red für die jetzt mit der Offensive bei Arras Fortschritte zu ma-l-en. Tatsache sei van bei: Tag" Lloyd Georges Engländer von größter Bedeickung sein !nuß, gerade Ärvas Fo: aber, daß trotz ununterbrochener Kämpfe seit dem zweite:: Ostertage ganz geringe Fortschritte geinacht werden sind. „Zunr sollerck so sagt das Blatt, jeder: Tag kleine Dörfer den Englcünxr!: ü: die Häiche fallen, aber unbestreitbar ist jetzt wieder das Bild, das immer auf örttiche Tnrck/orirchs versuche folgte, nänrlich daß auf kräftige A:rgriffe ebenso kräftige Gegenangriffe eins-etzen, die die weiteren Fortschritte.ungetnein erschweren, so daß scheu Tag die Fortschritte g>eri:rger werden. Wer selbst da. rvv die Deutschen, freiwillig sich zurückzogen, auf der Linie Arras—St. One.rti::, rücken die Englmw-er lund Franzosen mrr sehr wenig vor. Tstchich ist sowohl längs der neuen Linie Lenz—Arras, als auch zwischen Arras imb Vailly der Stellungskrieg :t7iLderhcrgestellt. G en f, 15. April Die bis jetzt den Pariser Blättern^ vorliegenden Berick-te, über die französisch,en Angriffe zu beiden Seiten von St. Quentin, sind äußerst vorsichtig al^esaßt. Das ,^Jotrrnal" erklärt, daß es sich um eine Offensive zwisch>en Somme und Oise auf eurer Breite von 15 Kilometer!: handle, irnb meint, baß das Vordringen der französischen Infanterie auf hartnäckigen Widerstand der Teutschern und aus erirste Schwierigkeiten stoßen werde Prcssestimmen zu Oesderrcich-Ungarns Erklärung an NußlanÄ. Budapest, 15. April. (WTB. Nichtamtlich.) Sämtliche Blätter begrüße!: die Verlautbarung des auswärtigen Amtes, vie die Proklamation der provisorischen russischen Regierung beantwortet ur:d rühmen die Einsickst der auÄvärtigen Leitung, welche den rechten Augonölick ersaßt hat, den Machensck-aften der Kriegshetzer der (Oriente in Rußland entgegenzutreten. „Pester Lloyd" sagt: An der schlichten und klaren F-eststellung des Grafen Czernrn, daß die österreichisch-ungarische Regierung und die provisorische russische Regie- riltrg übereinstinimeist) für beide Teile einen ehrenvollen Frieden anstteben, werden in Ruhlmrd alle Schliche und jeglicher Truck der . Entente zu Schanden werden müssen. Budapester „Hirlap" drückt l den Wunsch aus, daß diese Kundgebung den Weg zum russischen Volke finden möge, welches bezüglich der Kriegsziele und der künftigen Friedcnsentwicklung keinerlei Gegensatz von Ungarn scheidet. „Az 11 Jsag" schreibt: Wenn die provisorische Regierung von den Mittelmächten die Erklärung erwartete, welche das russische Volk darüber beruhigt, daß es nicht gezwungen ist, tveiterhin für seine Selbstverteidigung zu kämpfen, kann es in der gestrigen Verlaut- barimg des auswärtigen Amtes darüber volle Beruhigung ^nnd gleichzeitig die Brücke finden, !velche eine Annäherung ermöglicht. Der Pester „Naplv'" meint: Möge nun dieser Schritt von Erfolg gekrönt sein oder nicht, er wird die abgeklärte Menschlichkeit und die edle denwkratische Gesinnung unserer auswärtigen Politik für alle Zeit laut verkünden. Er kann nicht mißdeutet werden. Aus ihm kann man weder Schwäche !wch Erschöpfung beute ab eintretenden gesteigerten Anforderungen an die Fleisch- \ ; ann nicnjucut-i; vujwmi* iwa, ^r,a,ooiung wol- Versorgung in der nächsten Zeit zu einem Ubsck-Iachten der Schlueine! ^ vetgoynen mit denzen:gen, !velch. n.o>l oen Frieden er- in großem Umfange führen werden, auch sogar die Befürchtung be-' steht, daß dadurch die Zuchtbestände erl>eblich vernrindert werden, hat die LandW:rtschaftsk lang und umfangreich und beginnen in einer Linie mit dem Auge, imb das Ohrläppchen ist bei Verbrechern nicht selten verkrüppelt oder sehr Hein, währetll jeder andere Teil des Ohres stark entwickelt ist. Bei vielen Eine Reise des bulgarischen Oberkommandanten nach Konstantinopet. Sofia, 15. April. (Bulg. Telegr.-Ag.) GeneralissimuS I e k 0 w begibt' sich heute mit zahlreichem Gefolge nach Kvnstan- tinopel. . Die russischen «Friednrsbernühungen. Stockholm, 15. April. Fünf Führer der Lenrnischen Sozialisten gruppe mit diesem an der Spitze,, haben hier vor ihrer Weiterreise nach Petersburg gestern eine mehrstündige Konferenz mit den Bertreteru^ 'der schwedische!: Winvritätspartei gehabt^ über deren Inhalt „Dagens Nyhetett^ einiges bringt, !vas als durchaus zutreffend bezüchmet werden darf. Lemn erllirrte, er stehe an der Spitze einer «energischen FriedenÄcrktton, über die er sich bereits mit den Führern der MllwritätsParteien der Schweiz, Frankreichs i:nd Tellfchlands in Verbindung gesetzt habe. Nur aus England seien bis!)er keine Aeuherungen über diese Gebanken eingetroffen. Er werde energisch in Petersburg dafür agllieren, und Hoffe, schon in de:: nächste:: 14 Tagen an der Spitze einer russische!: Fried-ensdeputatton in Stockholm zurück zu sein, rvo dann praktische Vorbereitungen für eine internationale Friedenskonferenz getroffen nuwdcnl sollen. Sto ck holm, 15. April. „Dagens Nyheter" ureldet, die prak- ttschet: Vorberntungei: zu der Konferenz mit den aus der Sckpveiz abgereisten von Lenin geführten russischen Sozialisten haben in Stockholm bereits begonnen. An das Hotel Kontinental wurde die Anfrage gerichtet, ob Ppße Gesells^aftsränine für einen Kongreß fveizugeben seien. Die Ellscheidung ist noch nicht getroffen, doch ist die Zusage^ gewiß. Lugano, 15. April. Laut „Corriere della Sera" erhielt Tscheidse ein Telegramm von der deutschen Sozialdemokratie m:d auch von Arbeitsgemeinschaft gezeichnet mit Haast und Lcdcborn:. Diese FriedcnSsttüinung in der russischen Sozialdemokratie ruft in allen Ländern der Entelle, bescnüers in Italien schtoere Besorgnis hervor. ..—. » _ i n “ü: Ba TOMH 5li Sanntas, Dcit L Mil 1917, mittags 3 Uhr, findet die X. Quartals-Versammlung in der Restauration Sauer, Neustadt, statt Die Innungs-Mitglieder werden dringend auf- gefordert zu erscheinen. S063 Der Vorstand der §chmiede-Zwangs- Znnung für Stadt und Kreis Gießen. Selbständiger Autvmo'nl-Montcur sofort gesucht. 3009 26. Helm Hamel, Bleichstraße 7. 1 SeUttser Dod 1 Heizer sofort gesucht. 2906 Heil' und Pfleaeanstalt Gieheu. Eine größere Anzadl jugendliche Arbeiter von 14—17 Jahren für unsere Zementwarcn- sabrik gesucht. Meldungen beim Meister in der .vobrif Frankfurter Straße 114. 3u08 Itflit Dccll L kg. lNH Gesellen sucht Lehrling 2854 big. Haubach, Schreinermeister, Asterweg 56. Sauberer Junge zum Austräger: gesucht. Carl Schwaab, 80431 Seltersweg 23. Fra» oder Mädchen Mittwoch u. Samstag 3 Stunden nachmittags gesucht. 102303 _Schmid , O lt -Anlage 19. Saubere Putzfrau für Freitag vormittag und SamStag nach 4 Uhr gesucht. Dr. Richter, Frankfurter Straße 4,11. 102101 Gesucht zum 15. Mai oder sväter tüchtiges solides Mädchen mit ziemlicher, langjabriger Erfahrung im Kochen und Einmachen. Schr. 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Näheres nach 6 llhr abends bei Frau Weifleabaeh, gew-erdSmäßige Stellenver- mMnrtn, yörocnaaflc 341.“* 4 &Ä!(!(cininäi)(ini gesucht. Selbständiges Kochen nicht erforderlich. 02291 Frau lir. Koehler, 44 I Frankfurter Str. 44 I Lehrmädchen für Kleidermachen gesucht. 02212 Atterwcg 31, p. . gittilel sofort zu drei Kindern im Alter von9,10 und 11 Jahren gesucht. 3065 Le,ivrung»rat Laugormanu, Marburger Straße 110, Telefon 1058. Junges Mädchen für leichte Kontorarbeiten oder zur (c-rlernuna deö Buchk»a?:de!ö gesucht. L^g. Frevsksdo lllvIv.-Snrdü. - a m Tel:erstor. Hmßmm Selbst, militärfreier Bäcker sucht Stellung. Offerten an EmU DüpsS, Hinter der West- An läge 11, ( '> i eß e n. 02113 Kriist. 14jä':r. 9'iädchen such: tagsüber Stelle. Zu ertragen in der Geschäfte- ste lle d. Gieß. Anz. 0231V Ordentliches Mä d ch e n sucht zum 1 . Mai Stelle in gutem Haushalt. Schriftl. Angebote unter 02311 an den Gteßener Anzeiger erberen. Fräulciu. inSte 1 iä strstn.Dka- schinenschr bew.,s»llii passend. 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Gießen, den 15. April 1917. N Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. \ Statt besonderer Anzeige. Am 10. April fand den Heldentod mein geliebter Mann, mein teurer Vater Joachim von Thümen Hauptmann und Bataillonsführer im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 Ritter des Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern, des Eisernen Kreuzes I. und II. Klasse und anderer Orden Marie von Thümen geborene von Bonin Achaz Albrecht von Thümen. Gießen, den 17. April 1917. Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass unser liebes, gutes und stets unvergessliches, einziges Töchterchen Gretel Statt jeder besonderen Anzeige. Heute früh ist unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Professor Dr. Ludwig Holzapfel im 65. Lebensjahre sanft entschlafen. Im Namen der Hinterbliebenen: Eduard Holzapfel, Oberlandesgerichtsrat Emilie Strack geb. Holzapfel Amalie Holzapfel Gießen und Darmstadt, den 15. April 1917. 3064D Die Beerdigung findet am Dienstag, den 17. April lyn 3 1 /, Uhr nachmittags von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu» wollen. infolge eines Ungliickfal'es im Alter von 3 1 /, Jahren Samstag morgen sanft verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 02307 Karl Baiser, Wagenführer. Giessen (Wolkengasse), den 16. April 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. April, nachmittags 3 1 /. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ii Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß mein lieber, guter Gatte, unser treusorgender, herzensguter Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel H err Hei n r. Rörig, Kgl.Zugführer i. P. heute morgen 8 1 /* Uhr im Alter von beinahe 77 Jahren sanft im Herrn entschlafen ist ln tiefem Schmerz: Lisette Rörig geb. Weßler Heinrich Tönges, zurzeit Garnison Pauline Tönges geb. Rörig Carl Lenz Anna Lenz geb. Rörig Gustav Schaumburg Berta Schaumburg geb. Rörig Gustav Stein, zurzeit im Felde Minna Stein geb. Rörig u. 7 Enkelkinder. Gießen (Frankfurter Straße 89), Hamm (Sieg), Siegen, Marburg, Cassel, den 14. April 1917. ^48 Die Beerdigung findet am Mittwach, den 18. April 1917, nachm 3 Uhr statt. Heute morgen verschied nach längerem Leiden, Gott ergeben, meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Maria Borck geb. L-enz im fast vollendeten 62. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Johannes Borck, Gemeindevorsteher und Familie. Hörnsheim und im Felde, den 15. April 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. April, nachmittags um 2 Uhr statt. 3058 Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten Hiermit die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen Hat, unfern lieben Sohn und Bruder Karl im zarten Alter von 12 Jahren nach kurzer Krankheit am 14. ds. Mts., abends 9 Uhr, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Die trauernden Hinterbliebenen Familie Hofmann. Gießen (Wetzsternstr. 10), den 16. April 1917. Die B«erdi«una findet DienStaa, den 17. Avril, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes auö statt. 3051 Rose Marie Gottes Güte schenkte uns heute ein gesunde TÖCHTERCHEN Pfarrer DÖLL und FRAU KÄTHE geb. Amend. | WaUenrod, den 14. April 1917. 3044 Infolge oes andauernden Kohlenmangels sind wn leider gezwungen, von Montag den 16. April 1917 ab die Wick-Wiste iis »s »kilkkks J» Mein und bitten unsere Kundschaft, hiervon Kenntnis nehmen zu wollen. rss, Der Vsrßau- -er 64HitHNnil’9u>i| für LIM unü kreis küßen. Heferf Io j«öer gewBrvseJrte« AltftUttunfl tUlreiRu prrdtwen BrOW'Mfct Uaiv.-OrnakmJ ' Am Samstag abend 8 Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Marie Hali« im Alter von 37 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Jakob Hahn Familie Steinmüller Aliendorf a. d. Lahn, den 16. April 1917. 306 Die Beerdigung findet Dienstag, den 17. April, nachmittags 3 Uhr vom Sterbehaus aus statt. ■Sasssteiiaairssj M (Rechen, Hacken, Körben usw.) täglich geöffnet. Kirchstraße 16. Laaerplalz Schöne Aussicht ist ein eisernes :)»ad 65 cm Durchmesser von Walze abhanden gekommen. Derjenige, der mir anaeben kann, ivo Och das Nad befindet. bekamt Belohnung. 802 «