Ar. 8? Der »ktzerr«? Arrzrige, «schemt tätlich» außer Sonntags. — Beilagen: Oietzener.samirki'.b!Lt 1 er; rrreisdlait -Sr den Kreis Sietzen. vczugrpreis: monait. 9» 'Ui., viertel- jabrl. Mt. 2.65: durch Abhole- u. Zweigsiellen tnoncttl. 80 Pi.: durch die Post Mt. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestell-. Fernsprech - Anschlüsse: iürdieSchriitleilunqI12 Verlag,Geschästtstellebl Anschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen. Erster Blatt lüt. Jahrgang Samstag, H. April 1917 psssscheSfontv: Kranksurt a.M. U 48 b vsnkverfehr: Gr»erdcbant Siegen Awilüngrninddnick u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Buch- u. Steinörntferef v. Lange. Schristleitnng, «Icfchästzftell- ».vruüerei- Schuiftr. 7 . rliu.k^tt von Anzeigen f . die Tagesnumrner bt$ zuinNachmillag vorher^ Zellenpreir, i. ^Anzeigen: örtlich 20 Pi.. Vermietungen u. Stellenge- suche 15 Pf., auswärts 25 Pf., b P atzvorfri'ttft 30 Pf., Reklanien 75 Pi^ bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptschriüleiler: A-rq^ o e g. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Ä"n. Goetz. Stadt ^ Lc^.^, Le r nns cht es u. ®t»l richtriaal: Fr. St AenjJ Anzeigenteil: ö. Veck, sänü lich in Gießen. onnen (WTV.) Großes Hauptquartier, 13. April. (Amtlich.) W e st l i ch e r K r i e g s s ch a u v l a tz. Heeresgruppe des Generalfeld marschalls Kronprinz N u p p r e ch t non Bayern. Am Nordflügel des Kampffeldes bei Ar ras wurden Anfangserfolge starker englischer Angriffe auf Angres und Givenchy-en-Gohelle durch! unsere Gegenfkße mettgemacht. Von der Straße Arras-Gavrelle bis zur Scarpe zweimal angrcifeiwe feindliche Divisionen wurden verlustreich abgewiefen. Südöstlich von Ar ras sind mehrere Angriffe, auch von Kavallerie, gescheitert. Auf den von P e r o n n e auf Cambrai und Le Chatelet führenden Straßen kleinere Gefechte bei Gouzeau und vor Hargieourt. Das gestern auf St. Quen tin und den südlickzen Anschlußlinien liegende lebhafte Feuer dauert an: cs bereitete französische Angriffe vor. die auf beiden Sommeufern heute früh einsehten. Sie schlugen fehl. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen. Der heftige Artilleriekampf längs der Aisne und in der westlichen Champagne dauert mit wechselnder Stärke an. Vielfach vorfühlende Erkundungsabteilungen wurden zurückgewiesen. Dabei blieben hundert Franzosen in unserer Hand. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Herzog A l b r e ch t von Württemberg. Die Lage ist unverändert. Auf dem Oestlichen Kriegsschauplätze und an der Mazedonischen Front keine besonderen Ereignisse. * Im Westen verloren die Gegner 13, im Osten zwei Flugzeuge. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. * Ter -lScudbericht. Berlin, 13. April, abends. (WTV. Amtlich.) Bei Arras keine Kämpfe, starkes Feuer nur bei Bullecourt. An der Aisne-Front, besonders nördlich von Mims. dauert die A r t i l l e r i e s ch l a ch t an. Bei Auberive (Chanrpagne) scheiterte ein französischer Angriff. Im Osten nichts von Bedeutung. * * * Nachdem Mir gestern aus die in völliger Sicherheit thronende Auffassung unserer Obersten Heeresleitung von der militärischen Lage hingew-iesen haben, folgt heute eine amtliche Darlegung unseres Admiralftabes, auf die wir die gleiche rühmende und erfreuliche Feststellung anwenden können. 435 'Handelsschiffe mit 861000 Brutto-Registertonnen sind im Marz versenkt worden! Der aus Berlin datierte amtliche ^Ementar spricht so ruhig und siegesgewiß wie Hindeuburg lelbft „Die Verminderungen, des Schiffsraumes, die von Monat zu Monat in einem derartigen Verhältnis steigen, neigen die ichiefe Ebene, auf der das englische Wirtschaftsleben nach unten rollt, in einen immer steileren Winkel." Das ist das Bild der, äußeren Kriegslage. Lloyd Georges lange Entgegnung auf Hindenburgs Feststellungen ist, wie un ! er€ T ^cier aus der ihm vorliegenden Veröffentlichung errennen wird, nur wieder ein phrasenhaftes Strick pole- mrscher Hetze. Wie niedrig er seine Rede selbst einschätzt, lvie rwnig }te über die Wirkung einer kurzen Schlemm erstünde yrnansgehen soll, das beweist der englische Minister damit daß er nebenhin erklärt, die neue „Hiudenburg-Linie" in Frankreich )ei schon durchbrochen. Im übrigen klingt uns nur noch der Notschrei an Amerika besonders laut in die Ohren: Baut Schiffe, baut Schiffe und Schiffe! Macht nicht ^gleichen Fehler wie wir! In der Tat läßt Herr Wilson Schifft bauen, allein auch beim besten Willen wird Ame- rrka nicht auf 43o Handelsfahrzeuge im Monat kommen. Und den besten Willen in diesem Sinne hat Wilson vielleicht gar nicht. Es ist mit den Handelsfahrzeugen übrigens so Wie mit den Soldaten. Wenn die Rekruten ausgehvben irnd, sind sie noch nicht ausgebildet und ausgerüstet: auch bre rechte Führung muffen sie dann erst noch bekommen. Wal^ud die „Times gestern meldete, die Vereinigten Staa- t^n hatten kerne Luft, mit der Entente ein förmliches Bünd- abzuschließen, ruft uns Lloyd George zu: Für kennt Amerika schlecht, wenn Ihr glaubt, es werde seine Leistungen ftlaitge verschleppen wie Hiudenbnrq glaubt' Wir meinen: Wenn Wilson die Augen aufmacht, wird er wirtlich nicht m denselben Fehler verfallen wie England, er ernsehen, daß er sich nicht zu weit in ein faules' Geschäft einlaffen kann, um mit Hindeuburg zu-sprechen Die Welt- besonders auch die gegnerische, wird jetzt mit Spannung auf Deutschland blicken. Kann es durchbalten W^len durchzuhalten? Die Führer von Heer und Flotte haben die Antwort erteilt. Unsere politische Führuna gibt ims heute, zwar nicht ganz so klar und bestimmt wie dre Herren der Waffen, ebenfalls eine Parole aus. In einem offtzwsen Berliner Tekegranim der „Köln. Ztg." wird nach allgemeinen^Betrachtungen der Lage sestgesteüt: ^lsacheu geben uns ein erneutes Anrecht, die Ge- !!ü unserer Feinde in Rul-e zu beobachten g£ \ en if nmD,al}t,1 i feftznlfalten, die wieder- verbündeten Regierungen für die Frage des Frie- ausgestellt tvorden sind. In diesem Sinne waren auch ngeir,gel-alten, die am 3. April im deutschen Großen -oauptanartier zwilchen Kager Karl und dem Deutschen .Kaiser statt- haben. Tresen Besprechungen lag der lei- tende Gedanke zu Grunde, daß der Kriea mit voller Kraft uni> Entschlösse,,heit fortgesetzt Mi leni tocrbcit muffe, bis der ehren volle Friede, den dre politisch verantwortlichen Stellen der beiden Zcntralmächte als ihr Kriegsziel gekennzeichnet haben, erreicht ist." Deutschland und seine Verbündeten haben ein Recht, vor der Entscheidung stark und willig anfzntreten. Würden wir eine zu friedensselige Haltung an den Tag legen, so würde der Krieg verlängert. Auch Rußland wird am ehesten zur Einsicht gelangen, wenn es einem entschiedenen, ent- schlchsenen Willen sich gegenübersieht und nicht etloa in Vermutungen sich verliert, mit unserem Durchhalten wäre es ebenfalls am Ende, wir müßten den alsbaldigen Frieden haben. In diese kritischen Tage fällt ein Begebnis, das die besorgten Gemüter unter uns zum Köpfewiegen veranlassen könnte. Die Brotrationen werden uns ettvas geschmälert/ und das ist in der Tat, obwohl zugleich Fleisch und. Kartoffeln uns entsprechend reichlicher zugeteilt werden sollen, ernst nrrd bitter. Aber es ist eine Notwendigkeit, die zu ertragen sein wird. In einer ^ Korrespondenz der Rerchsgetreidestelle heißt es: „Durchaus falsch ist es, zu meinen, daß ein rascher, aber der Sicherheit des Deutschen Reiches nicht genügender F r i e d e n s sch l u ß zu einer Verbesserung der Ernährung führen würde. Da nach allen vorhandenen Angaben England, Frankreich, Italien und selbst die Vereinigten Staaten von Amerika mit einer Welthnngersnot für das Jahr 1917 rechnen, da schon jetzt in England der seit 100 Jahren höchste Getreidepreis bezahlt wird und das Brot sehr erheblich teurer ist als bei uns, so würden diese Länder bei einem vorzeitigen Friedensschluß durch ihre eigenen Ansprüche die Versorgung Deutschlands mit ausländischen Nahrungsmitteln verhindern." Wir sind in diesem Kriege besser gestellt als diejenigen, welche uns nuszuhungerü dachten, weil wir nicht von der mißratenen Welternte und nicht von einem durch einen Unterseebootkrieg sich rapide vermindernden Frachtraum abhängig sind. Wenn wir auch relativ wenig Nahrungsmittel im Lande haben, so wissen wir doch wenigstens, was wir haben. Darum muß die Kirndgebnng des deutschen Volkes, die ani 16. April bei Abschluß der Kriegsanleihe bevorsteht, eftcen einhelligen starken Klang haben. Ein günstiges Ergebnis der Anleihe muß auf die kriegsmüden feindlichen Völker vernichtend wirken. Das Wort unseres Volkes hat demnach auf die Gesamtlage einen entscheidenden Einfluß. Am Montag, den 16. April, mittags 1 Uhr, wird die Zeichnung auf die 6. Kriegsanleihe geschlossen Um allen denen, so verkündet eine aintliche Notiz, die sich der Tragiveite dieser Entscheidungsanleihe noch nicht in vollem Maße bewußt waren, in letzter Stunde noch Gelegenheit zum Zeichnen oder zur Erhöhung ihrer Zeichnungen zu geben, bleiben am Sonntag, den 15. April, dem Nationaltag für dre Kriegsanleihe, sämtliche Zsich nungs- stellen geöffnet. Zur Abkürzung all dessen, was uns bedrückt, zur Abkürzung der Leiden und Opfer unserer Truppen, zur Erlangung günstiger Friedensbedingungen müssen wir auch mit unserem Gelde kämpfen und siegen! * 4- * Der österreichrsch-irngarische Tagesbericht. Wien, 13. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 13. April. 1917. Oe st l i ch e r und s ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Nichts von Belang zu melden. Italienischer Kriegsschauplatz. Der Geschützkampf auf der Karst Hochfläche und iw. Wrppach-^al ist bei guter Sicht andauernd lebhaft. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutriant. Wien, 13. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Ereignisse zur See. Am 13. April vor Tagesanbruch arisfen mehrere unserer Seeflugzcuge das Pumpwerk Eodorigv im Gebiete der Po-Mündung mit schweren Bomben an und erzielten melp rere Trrsfee. Alle Flugzeuge sind wohlbehalten zurückgekehrt. Flottenkommando. * * * Tie Kämpfe im Westen. Berlin, 13. April. Tie Schilacht bei Arras nimmt ihren erbitterten Fortgang. Bri'ondeis hestia waren englische An- gruw im Gebiete zwischen Angres und Givcnchy Bm-eits um 8 Uhr vormittags trugen die Engländer einen heftigen Ang-riff westlich Arras vor, der indessen völlig schnterte. Darauf versuchte der Gegner me deutschen Stellungen im Lause des Tages durch hef- Ug gesteigeNes Artilli-riefeucr mürbe zw machen. Er wiederholte lerne Sturmangriffe, wobei. eS ihm an einzelnen Stellen gelang vorübergehend rn den deutschen Stellungen Fuß zu fassen Durch energrsch geführte Gegenstöße nmrde er in erbitterten Nahkümpfen grostteuterls w ieder h r n a u.s gewo rf e n. Weiter südlich bei v'amperu an der iLcarpebach Niederung lmirde der zweimalige An- grrfs imglycher Divisionen unter schweren feindlichen Verlusten zu- ruckgewiesen. Westlich Wanevurt und Teniu wurden feindliche An- iTrifft m unserem Vernichtungsfeuer erstickt. Die in der Schlacht bei Bullecourt gemachte Beute erhöht sich aus 27 Offiziere, 1187 wcann,uiid o8 Maschinengewehre. Nach heftigem Tronunelfeuer wurix m dieser Gegend am Abend ein matter euglisckxn Jufauterie- angrill unteriwmmen, indessen durch mifrr Feuer unterbunden c x zwischen der Straße Bapaume—Eaiubrai und der Somme b>e- fttzte der Feind an der Straße Fiua—Gouzeaucourt das vor unserer L°W?rm.e lieaeude Gouzeaucourt, nachbein er kratz überlegener- Kiaftc und swicker Artillerievar^rntimg beiiu ersten Versrub blutig abgi'wiesen war. Bei lebhaften F-euerkäuipfen der beiden Infam- l™ 1 ™ )oiujc fmmocr deutscher Artilleriewirkung erlitt der (skannj S ; ® e s rI £5£ Ältere Jnfanternegefechte tu der Gegend Harmc- court und beiderseits der Somnie brs n»e,tlich St. Qtueutin Starkes feindliches Artilleriefeuer auf St. Quentin und der ganzen Kanlpflront bis zur Oise sowie in der Gegend von Vauxa.il- lon. Außer einigen kleinen Vorstößen in der Gegend von Parfsls, Qurncy, la Ville-an-Bois und Sapigneul keine Jnfanterieakttonekt ^vir brackften an diesen Stellen insgesamt hundert Gefangene, zwei Malckunengewehre, mehrere Schnelladegewehre ein. Der am Tage schwächere Artilleriekampf steigerte sich von 4 Uhr nachmittags an zu größter Heftigkeit, die bis nach 9 Uhr abends anlpelL. Heute morgen setzte erneut starkes Feuer ein. Unsere Feuerwirkung auf femdliche Batterien und Stellungen sowie Truppenansammlmkgett tn den feindlichen Gräben ivar nach eigener Beobachtung und Aussagen Gefangener selw gut Auch im wi-estlichen Teile der Champagne bis Auberive war „ . F^or stellenweise stark. Etwa 1 .Kllometer vor unserer Linie nordltw Prosnes auffahrende französische Balletten wurden von mrl-erer ckrtulerie gefaßt und schwer beschädigt. Schtvache feindlick-e Kralle, dr^ ölllich Aubettve in unfern Graben eindrangen, wurde« durch Gegen,toß hiuausgewvrfeu. Eine französische Patrouillen^ Unternehmung nördlich Sennheim scheiterte. Tie vorläi.sigen N-Bootcr?olge im März. Berlin d-ri 13. April. (WTB. Amtlich.) Nach neu e !” 3cs £ n G" i!tn MeTuilgcn sind weitere 61060 Vrutio-Re- gistcr-Tonncn ftiichlicher und neutraler HanüclSschifsc versenkt werükn. Damit stellt sich das M ä r z c r ge b n i S der kriegerischen Matznah-nen der Atittelinächte schon jetzt llüs 435 Han- rVZl® X ~ „ f t ? 61 0 0 0 Brutto - Rraister ° " nnen. yn dieser.Zahl sind von der Beute des ssil-ukren- L^."Move noch 11 Schiffe mit 49 000 Brutto-Rcgister- Tonnen enthalten. Dl- übrigen Erfolge dieses Schiffes sind bereits früher in Anrechnung gebracht worden . Das endgültige Ergebnis des Monat-.- März, das erst lzst übersehen werden rann, wtrd sich noch etwas hoher stellen als eingangs angegeben .,,^„ 7 L°""d?r den i» der feindlichen wie auch> der nen- erschienenen phantasti'chen Bchanplnngen über U-Boots-Vcruiste wird ansdrüMch fcjtgcstcllt' "n ^ubeldm ersten Monaten der Seespem find seZ UZoote verchren gegangen, eine Zahl, die durch den Zn- wüch'-' wahreuü des qkxdm Zeitraums um ein Mek?rfaL den >rmrcn T>at der Whmat März nach ber /nschließlich d^ unL xZSSi mn nnn^ 1 en ™ U l nb Tonnen, eine An-dent- M=n?rvn^ w ^ en «rbrachtssTama ist, wenn man von den noch aiwstehcnden Meldungen aus dem Ende des März absieht der ^0 000 Tonnen vmwnderi Nwrd-m. SefÄt ^ lm $U1,n " 1 e ' Ct,iiIIt baDon “f bie cnglisch« _ U t m ff“ machen, was diese Ziffern bedeuten muß nach ^uckslchtigeu, das; den Engländern für ihren Güterverkcl^ b i mmer . md> steigenden militürißchen Bedarfs an Sckmwn mir noch wcmg mehr als sieben Millionen Tonnen am 1. Februar zur Veriugung uandcn. .Taiwn haben sie also in den eiu^in^!^ Douaten des uneingeschränkten II Bootölricaes bereits ^Swoentel erngebußt. Ter Frachtraum, der den eng- liicheir ft-eeverrehr im Monat Januar besorgte, kann aus Grund ^^oGchi'n statlsttschen Zahlen mit knapp nenneinhatb Millionen h.r SlÄ ,,,lni,n werdm. Davon macht die Gesa,utauSbaute der Monate vebruar und Marz etiva 17 , Prozent ans Rechnet man dazu den Ausfall au neutralem Schisfsrau.u der de.u S:^rr- weftere^Mill^^Lben Gründen seni bleibt, auch nur mit einer der^bl-,V" • damit mast unerheblich unterhalb volle^so begreift sich die vcrb.inmis- mglisc^ Wirtschaft ^ enQh]dmi ^verkehr und damit aus die c. Jugesichts dieser nüchternen Zahlen zerfällt der Trost, den o^.^olander sich selbft mit ihren wöchmtlichen BerPeiÄ-n und b i l versenkten Schisse und des Seeverkehrs spenden, in nichts, odwn ncimt cme der großen eiiglischen Zeitschriften diese Zisseriiaiigaben voruckstig zioar nicht falsch, aber ttniqermaßml rrreßchrend. Man fühlt in England das Verhängnis ßbrillen J- ll V beT N'ih^nden englischen Schiffahrtszeit- fchilsten schreibt. Wir können Nicht ernstlich genug die Ansicht be- ^ .dw N-Bootdrohung eine solche von schwer:viegcnder Aobeutung ist. Nicht ctloa bloß für iinsere Kriegsslotll und unsere Handelvinarine, sondern für die Nation int ganzen. Was ans See ist kem sich, m der Entfernung ab fistelend es Drama, das lue Kritiker iin Lchmessel in den Morgenblättern lesen Es ist eine Frage, die an da'.' Leberi das ganzen Volkes rührt. Oder, wie ttn Äderest Blatt schreibt: Es ist kein Zweitel au dem schweren Ernst ^„^rwlges des II-Bootskrieges möglich und sonwit man sehen zu entdecken^^ ^ CmCT v-rnünftigen Gegenmaßregel > Was England noch im Januar diefts Jalwes an StfyiFfä. raum zur Venummg stzmd deckte schon nicht me'u zn.e'ch^d dm Ledarf ch,. Landes 'Lw Derniiudernngen d-.w Sbi'f sich von Momt zu Monat m einem derartigan Verhält '^ stttgern zeigen che sckn?-e Ebene, auf der das engliöch- Wi'-ttck>gftu nach unten rollt, in einem immer ste leren Winkel. D. - stch'üch^ slumenden und unsicher l>m- imd Herta'widen Anordnungen chg englischen Kr-iegswiahriingsamtes sprechen eine beredw Swa-ch Eiigland i.t mchtz üne mir. m der Lage, in Ztt.en das zuuebmenden Mangels am n.inu-ch? Vorräte zurückzugreisen. Ein Land chz zit drei Vierteln bis zu vier Fünfteln vorn ^lüslande lebt, erschöpft wme Vorräte, über dlweii Geringfügigkeit der Premimninister Aovo Gl-inge ui ernsten Worten geklagt l-at.nnt einer um ergleichl ich SckMelligfett. als cvi Land, das zur Hauptsache sich sellZ iÄ.Noch niiküg sich der Amckx'rn des ^luskommmrs anfteckstep. haltm. laßen, nach einigen weiteren Monaten aber iriod den Lttnnm der mglischm Politik die Restnimg für die Verblendung iSiKÄ” 1916 ^ dEx Sriebe...m.aeb°, Die Lnftkümpfe im Mörz. -oerliil, 13. ?lpril. Im Moiiohncr diese Linie lckxiglich mit Gefahr ihres Lebens übersckxreiten können uird daß die Linie mindestens für die Tauer von 50 Jahren in dein feindlichen Lande gezogen worderr ist. Sie erinnern sich, was rwr ernckren Jalsten in Frankreick> gesckmlr, als unter Litt Hilfe PrttlsxnS cut französischer Minister des Aenßrrn tatsächlich seines Amtes enthoben wurde. Er hatte nichts anderes getan, als das. was ein Minister eiwes unabhäiuftgen Landes durchaus das Recht hat tu im. Er überschritt die Linie, die nttm sich auf fm.n-ösischm Boden dirrck) preitßssche Gewaltherrschaft gezogen denkvii kann. und deshalb mußte er gelten. Ich habe mich gesargt, warum Deutschland im drttten Jahre des Krieges die Kriegserklärung Amerikas herausgefordert hat. Nun hat Hrnd uburg selbst die Antwort auf diese Frage gegeben in einem Jnleiwiero. das Irntt in den Blättern erscheint. Hin den- bürg gebt von z!vei Ammhnten aus: 1. daß der Unterseebootkrieg das internationale Lviukennraß in so großem Umsange vernichten werde daß England außer Gefecht gesetzt würde, bevor Amerika bereit sei. — Nach seiner Nieinung wird Amerika erst in ettrem Jahre bereit sein. Aber wenn er dies glaubt, so kennt er Amerika nicht. — Ui* daß, wenn Amerika nach einem Jahre bereit ist, es keine Sckstfse haben ivird, ran sein Heer nach den Schlachtfeldern zu verbringen. Amerika bat also nach der- Auffassung Hindcnburgs nicht viel rn die Wagschale zu werfen. Warn sich dies mich als falsche Rechnung Herausstellen wird, so wäre es dock; unverständig, anzunehmen, daß der deutsckie Generalstab kettrerlei Gründe für Gründe für seine falsche Rechnung habe. Und deshalb müssen olle Alliierten, und vor allen Dingen England und Amerika, dafür florgen, daß die Rechnung Hindenburgs sich als falsch erweist, ebenso wie seine berülrrtte Linie, die wir bereits gebrochen haben. (?) Ter Wer; zum Siege, die Sicherheit für den Sieg sind in erster Linie Schiffe, in zwetter Linie ScEffe und in dritter Linie me- derum Schiffe. Amerika sielst dies durcknaus cm, beim es I-at bereits Maßregeln getroffen, intt 1000 Schiffe, jedes von 3000 Tonnen, tzu bauen für die Fahrt über den AtlankisckM Ozean. Nach nreiner beß^eidenen Auffassung lohnt cs sich für Anrcrika, unsere Fehler zu studieren, um dort zu Imginnan. tvv wir jetzt stehen, aber nickst dort, lvv wir vor drei Jahren standen. Der Schritt, den wir heute, tun, kann zu einem sickvren Siege führen, inährend er, roenn wrr rhn bis rnorgen verschieben, gerade noch eine .Katastrophe abiven- den kann. Mle All retten. haben dies orfahreir. Es war für unSl alle ein unbekanntes Land. Wir wurden in d-iesrnn Jahthuirdertz Fvemdlttrge, wir mußten vorwärts gehen und uns dabei auf unfern Instinkt verlassen. Amerika hat uns geholfen, den Sieg ( ?) bei Arras zu gewinnen, diesen großen Kannst. Wissen Sie, welche Kanonen die deutschen Schanzen vernichteten und die SLuheldralstven perrungen ausein ander gerissen haben? Wir werden einen siogrerckicn und auf das Ziel losstrebenden Krieg führen. Aber es gibt noch eine wichtigere Aufgabe und die ist. daß aus diesem Kriege ein segens reicher Frieden her- vorsprießt. Und ich freue mich darüber, daß Amerrka nun das Recht e r halt en wird, an dem Tische Watz zu nehmen, wenn über dick FrÄLensbedingungen unterhandelt wird. Tic Konferenz wird das Schicksal der Nationen entscheiden und hiermit auch das Geschick der Ddenschhett. Gott iveiß, für wie lange Zeit. — Vor sechs Wochen war Rußland noch eine Autokratie, nun ist es eine der freiheitlichsten De m okratien der Welt. Gegenwärtig führen rvir derc Krieg der furckstbarsten Verwüstrurg, die jemals die Welt gesehen hat. ?tber in der Zirkunft und vielleicht in einer nicht allzu kernen Zukunft schon kömiten wir den Krieg ein für allemal aus der Liste der menschlichen Verbrechen gestrichen sehen Lloyd George sprach schließlich noch darüber, daß die düstere Macht der Türkei gchrocben iverden müsse, die jahrhundertelang das sonnigste Lmü» der Welt überschattet habe, und von der Befreiung Rußlands von Unterdrückung, die wie ein Leick-entuch Rußland verlstillde. * . * Französische Minister in England. Paris, 12. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der französische Ministerpräsident R i b o t und der englische Premierminister Lloyd George sind in Folkestone eingelrofsen und hatten eine Unterredung. Der französische Kriegs- rmnrsttr Painleve traf Montag in London ein. Er halte eine lange Unterredung mit Lloyd George und kam am folgenden Tage noch einmal mit ihm zusammen. Er hatte auch Unterredungen mit den englischen Ministern Lord Derby und Car- wn und mit General Robertson, in denen wiederum die vollkommene Ucbereinstimmung der Pläne beider Regierungen über die militärischen Operationen an allen Fronten sich ergab. Nach seiner Rückkehr stattete Kriegsminister Painlevtz dem König der Belgier in Calais einen Besuch ab. E1«e sozialdemokratische Zusammenkunft in Berlin. Wien, l3. April. (B. T.) Der österreichische Sozralisten- .führer T-r. Viktor Adler hat sich gestern abend in Begleitung der sotzialdeinvkratischeu Äbgeordireten Seih und Dr. Renner nach Berlin begeben,'um mit dem Abgeordneten Scher de mann zu konferieren. * • * Der neue österreichisch-ungarische Kriegsminister. _ Wien, 13. April, (zf.) General der Infanterie Rudolf stoeger-Steiner von Stein ft ätten wurde, wie offizu^ mityeteilt wird, zmn Kriegsminiswr ernannt. Er ist WA ui Steiermark geboren, als Divisionär machte er den Krieg in Polen mit, darauf führte er ein Korps gegen Jta- r teu. Ihm wird großes Organisationstalent nachgesagt. Aus festen. Au» dem Erweiterten Ersten Ausschuß der Zweiten Kammer. Tarm stabt. 13. April. In der heutigen Sitzung des erweiterten Finanzausschusses , KNegoausschuß) der geeiten Kammer der Land stände wurde zunächst Abg. Korell- ^ng-theim als Vertreter und ^-tbg. Adrlung als dessen Stellvertreter in der Brrwattungsabdeilung der LandeSgemüsc- stelle in Mainz ernmmt Die Vorstellung des Verbandes der D-eutsck-en Hani-lungsgckhrlfen in Lefttzig um Unterstützung der Kriegsteilnehmer ist sachlich durch das jüngst beschlossene Gesetz über die Gew,Mung von Sbaatsdarleheu an die vom Küege be- tco \eu Gegenstaird betrifft. Dre ?lu trag stellar verlangten von der Großh. 9iegierrmg die klare und rückhaltlose Zusicherrlng, daß rrickü nur für das VorlUnrdensein der zur Erhöhung der Fleischraticmen lwtw-eudfgeu FleifckMengen Sorge getragen n>erd?, sorüern daß auck> das an Stelle des Brotausfalls gewährt« Fleisch zu so billigen Pveiseu abge.geben nxrde, daß die imbeurittelte Bevölkerung dasselbe a>kaufen köurre. Es sei zßieifelsolme Pflick-t des ilieiches, die hierdurch entstehende finanzielle Auftrnnrdung z«l tvaMu Tie Großh. Regierung gab hieraus dnrrhmrs zusriedeilstcllen'de und lierul-igende Erllänlngen ab, da- lüngehend, daß die Konrnmualverbälcde berds angeioiesen sei eil, für hiurrick)L7lde Flersckimreirgen zu ftngen im'o die Beilnlfen vorlags- lveise zu bestreiten. Ob den Ko-mnunurlverbänden ihre Vorlagen vom Reich alleili oder aus der Reichs- urrd der St.ratskaffe ersetzt lverL>en, bleibt weiteren VerhcnMumgen vorbci^rlten. Unter allen U m st ä n de n werdender Ersatz geleistet werden. Zunäch't irurde der Antrag Korell über die Eierversor- g u n g beslnock^n. Tie in d?r kürzlich veröffentlicküen Verordnung über den Verkehr mit Eiern vor geschriebenen Psl ich tabgaben wur- drn ihrer Höhe tvegen bemängelt, wenn auch anerllrnnt wurde, daß zur Bekäirrpfung des wuck-erichken Fleischl-anrelS und im Interesse einer zweckdien licken nach gleichmäßigen Versorgrrng der Bevölkerung nrit Eiern von einer ziixrirgsweisen Abgalv von Eiern seitens der HMrerl-aller gnnidsätzlich nicht Abn-mrd genoinnien werden könne. Tie Regierung erklärte, daß die Höhe der Pslicht- al-gabe arlf einer ?llwrdnmrg des KiTiegSenrälfrlingSa.-ntes in Ber- Im, welche verlesen nnlrde, beruhe uni> deshalb nicht wohl niedriger festgesetzt n»erdcn konnte. Rrrs Stadt «in- Land. Dießen. 14. Avril 1917. Worms, 8. April 1917. Wer nach Entfaltung aller Kräfte kurz vor dem Ziel versagt, setzt alles aufs Spiel. Deutschland ringt seit 32 Monaten unter gnn-altigsten Anstreugnnge'.l in& Opfern auf allen CkOirtfii um fein Bestehen. Zur letzten Entscheidung sammeln sich alle Kräfte. Wrr wird dem Vaterland kurz vor dem Zirl die Mittel zu diesem Endkampf versagen und den Preis aller Opfer gefährden wollen? Köhler, 1. Präsident der 2. Kammer der Stände. * Ausbau der sozialen Fürsorge in Hessen. Der furck'.i?.re Verlust an üi'ensckenlrlvn dirrch den Krieg, die danrl'vde Schädigung der Gesusrdbrit bei zah.reick>en Kri^gsteil- nehnwvn und die vernccnb.wte W idersturldskrast gegen kram Unachen de Einstüsse in ln-.'i:en ^lkssckstä wn, dir sich in der Zunahme der! Todesfälle an Lungontulrerkülvse und der Swigenltrg der Säuglingssterblichkeit äußert. erfordern >rebi>ttrisch. daß alle Bestrebungen zur ErlZallling und Heknig der Volll-gesundb tt rächt nur im bisl?eri- j gen Um sang rveitergc führt lverden, sondern daß sie noch weiter : aus ge baut werden. Hierher gehören die R,llrtter- ruck) SLnglingsjrttsorge, die Fürsorge für idas spätere .Kinbesalttr bis -zmrc Schtuleintritt, die Krüppelfürsorge, die Bekämpfung der Tuberkulose, deS Mkoliolis- nms nach der (pesck Ivcküskocrnllieiten rrnd — da die Wohnung ftir die llüesundlieit der Eirm'vhnckr von ansschchggeberrder Bedeutung ist — die Wohnamgsfürsvrge. Die Erfalwmrg hat gelehrt, daß Für-sorge mrd Bekämipftmg crm wirksamsten sind, wenn dem xu bckümpferrden Nebel in seine Schlüpftvinkel nacktgegamgem wird, wenn eigene Fürsorgeschwestern die Verhältnisse «rn Ort und Stelle urrtersuchen. auf Grund des Aügensck^urs Voisck-lchce Mr Verbesserung macker urrd decken^ Durchführung ül>er!vachem. Auf diesem Vorgehen Herrchen die Erfolge, die die Fürsorgesrellen für Lirngcmkranke und die Mutterberattmgs- stellen nock^veisbar erzielt haben. Tie §>ansbesuck>e der Fürsorge- sckTwesteni gelten als ein unontbcluck^ches Glied unter den Maß- nalchr^c zur Bekämpfn.ng der Lungenschwindsuckit und der Säuglings sterbl ichkeit. Ter hier erzielte Erfolg fordert znr Uebertvagung der Methode auf andere Gebiete der Fürsorge für die. Volksgesundheit auf. Zwei We>ge sind hierbei deutbar: entwöder üoerden für die einzelnen^ Zlveige besor.dere Fürsvrgeschä^stern angestellt w.ih ihnen ein örtlich cntspreckchrd ausgedehnter Bezirk für ihre Tätigkeit angewiesen oder eine Schlvestec wird in einem rcncmlich beschränkteren Gebiet nrit der Fürsorge in samt!icke:: Zweigen betrau!. Der erste Weg ist zum Teil in unseren größeren Städten eingo- schlagen nwrden, in denen die Lunge-,rfürsorge'tcllen und die Mütterberatungsstellen eigene Fürso^esck)w?stenr l^alnnr. Wo sich die Einrichtung bewährt l>at, soll nicküs geändert Werder. In der kleineren. Stadt mrd auf dem Lande nürd d^rgegen!>er zweite Weg im allge- meinen vorzn -iel-en sein. Denn einmal finden sieb vielfach in deck gleichen Familie mehrievc Kaankhettssormen gllürlrzeitig vor: neben Tnberkiüose, Rachitis unter den älteren Ki-.rderir, umngelHaftes Gedeihen des jüngsten Kindes: dabei kcürn der Vater ein Trinker sein, die Wolmung ist vermach-ässigt. Die Fürsorge durch eine Schwester spart an Kräften und sichert besser drm Erfolg, als wenn niehrere ne beieinander und ohne genügende Fiihllmg niiteinander tätig sind. Dann aber ge:vinnt die Sckf^ster ht der Bevölkerung größeren Cinftiuß, lvmn sie nicht nur für ein engbegrenztes Erbiet zuständig ist, das außer Znsmnnranlxmg gebracht wird mit anderen soznrlen dllrmaben. die sich in der Wirklichkeit mit ihrem Tätige keitsgebiet immerfort bcrülwen, wenn sie vielmehr die Bttraterß^ und Helferin in den verschiedeiren sozialen Nöten ist. Mit dem größeren Wirsimgskreis wächst ihre Erfahnmg in der Beurteilung der zu bekämpfenden Mißstände, sic wird dadurch den Körperschaften, für die sie arbeitet, n-ertvoller. Die Zusammenarbeit nrit Gemeindeschwestern, Hebamnrcn. örtlichen Wohntmgsinspektoren nsw. vollzieht sich leichter und in grösterem Umfang. Die Kreispfletzerinacn der Grvßh. Zentrale waren bisher satzuugsttemäß nur in der Aänttev- und Sänglingsfürforge tätig. Nunmehr wird beabsühllgt, sie in den Dienst der gcsmnten Für- sorg''tätigkeit aus dein Gebiet der Volksgesurrdheit zu stellen, denn die Erfahrimg hat mehr und mehr dahin geführt, daß die verschiedo- nen Zweige der Fürsorge.Mgbit nrdglichst in die Hände einer Fürsorgeschnrester gelegt werden. Soweit die Krcispslcgerinnen für diese neue Aufgabe noch nicht genügend vorgebildet sind, werden ihnen durch einen bald nach Ostern in Tarncstadt stattfindendcu Fortbildungskurs, durch Be- sichsigimg geeigneter Anstaltcm und durch die Einführung in die Tätigkeit bestehender Fttrsvrgestellcn die erforderlichen Kenntnisse vermittelt. Wo daS Aufgabengebiet für eine Meispflegerin zu groß ist, werben mit der Zeit mehrere berufen wer'den. Die Großh. Zenttale niird nach der Ernxi.ternng ihrer Tätigkeit in noch höherem Maße als Msl)er auf die rege Zusammenarl^it mit allen in Bettacht konrmendeir Behörden und Vereinen und aus die Hilfe der garrzen Vevölkentng angttvi'sen seim Es ist eck!vünsck>t. daß die in den einzelnen .Kreiscnr bestehenden Vereine zu einem gemeinsamen Verband zusammengeschtofsen werden, dessen Fürsorgeorgan die Kreisvflegerin ist, und daß in den Kweisen, in den aerufen werden. Tenn es gibt firfjec kein wirksameres Mittel, die schlveren Wnndcm, die der Krieg unserem Volkskörper geschlagen hat, zu heilen, als eine umfassende soziale Fürsorge. * ** AuS»eichnnun. Kanivonier Karl Ru pp. Sohn der Wittve Luise Rnpv in (öftsten, nnirde auf dein östllck)en ^kriegssck>au- platz mit der Hessiscknn, TapferkeitsMedaille mrögezieickmet. ** G e h. S ch u l r a t P r o f. Dr. S t a m m In der Frühe des 12. April starb nach ganz kurzem Kranksein der GeTEme Schulrat Professor Dr. Will>elm S 1 a m m. Seit Ostern 1873 gehörte er unserer Stadt an, in der er über ein Menschtenalter als Äsligions- lehrer am Gyrnnastnm wirkte. Am 16. Dezember 1837 nnrrde er kn Lauterbach als Solm des Dekans Stamm geboren. Er studierte auf dem Gymnasium zu Darmstadt und auf den Universitäten! Gießen und Heidelberg, und machte dann eine längere Studienreise. Nach verschiedener Verwendung im hessischen Kirck>endienst wurde er 1868 an das SämUehrerseminar nach Friedberg berufen. Dieser Zeit entstammte eine damals sehr beachtete Schrift über die Vorbildung der Lehrer, die später noch in der Errichttng der Präpa- randcnanstalten naclMrkte. Ostern 1873 wurde er dann nach Gießen versetzt. Hier entfaltete er zunächst als Lehrer der Religion und der Literatur eine sehr eindringcndc Wirksamkeit. Sein anregender Einfluß auf seine Schüler, besonders auch bei Spaziergängen nnd Wanderungen, war sehr groß. Eine besonders erfolgreiche TL- tigkcit entfaltete er in der Landessynode. Die Synode erkannte! seine Bedeutung dadurch an, daß sie ihn lange Jahre hindurch zu ihrem Präsidenten envähltL Auch tvo er sonst mitwirkte, siel ihm, als der gegebenen Persönlichkeit, die Führung zu. So im Ober- l>eisiscl>en Verein ftlr innere Mission, im Evangelischen Arbeiterverein u. a. Auch dem evangelischen Kirchenvorstand hat er viele Jahre als höchst angesehenes Mitglied apgehört. Er hatte sich unlängst von allem zurückgezogen und lebte seit seiner im Jahre 1903 erfolgten Versetzung in den Ruhestand sehr still und einsam unter uns. Mit ihm ist eine der markantesten Gestalten unserer Stadt, einer der charaktervollsten Männer unseres Landes geschieden. **,SilberneHc>chzcit feiern crm 17. d. M. Lackierer meister Govr^ Bellos und Frau Marie geb. Hellmold. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Bei der inorgigen Aufführung von „Heimat iverden G>utscheinie aiigencnumen; die Gutscheine haben natt'irlich auch 0'mltig- ke it bei den vie r ttod) aus stehenden Ab onnerneutsv o rstellurv- gen, die im Mcri und Juni von Bad-Nauheim aus nachgeholt melden. Bemerkt sei, daß die beiden Gastspiele der letzten Zeit zu eiirer Anstellung nicht geführt haben. ** Oberhessischer Kunstverein. Die Ausstellung des Aussteller-Verbandes Munck)eiler Künstler verbleibt nvck) acht Tage, eirrschließlich zweier Sonntage, ausgestellt. Die nächste Ausstellung, deren Ervfsrrung am 29. d. Mts. erfolgt, bringt eine Smnmlung der Künsllervereinigung „Frere Gruppe" - Düsseldorf, eine Sammlung von M. M ar b c - Fries-WürAbura und eine Anzahl „Bildnisse" von unserer einheimisck)en Künstlerin Marie Felchner. Verkauft wurde nvch ans der gegeriwärttgen Awsstellung „Enten rrn ^erbstgrase" von A. Koester-München. Künstler in Gießen und Oberhesseir werden nochmals anfinerkam gemuckst, daß Anmeldungen zu der hessischer Krmst- misstellung in Tannstadt 1917 bis zum 15. April erfolgen und die Werke bis 15. Mai eingesaudt,verden müssen. Die Formlckare zur Anmeldung können von der Tarinstädter Gk^chäftsstelle oder von dem Vertreter der Stadt Gießen im Arbettsaus schuß, Herrn Professor -so mmcr. bezogen rverden. ** Militärische Ausbildung der Jugend. Am kommenden Mittwoch beginnt ein neues Ausbildungsjahr. Da seitens der Militärbehörde nach den neuesten Be-» sttlnmungen des KriegSminisderiums mehr als früher darauf gesehen wird, daß di-e Ncueintretenden einer Jugendkvrn- pagnie augehört haben, und da die Musterung der 1899 geborenen Jungmaunschafteu vor der Türe steht, ist es allen, die über 10 Jahre alt sind, dringend zu empfehlen, an den Uebitngen der Jugendkompagnien regelmäßig teilzunehnien. Aiu Mittwoch, 18. l. Mts., 81/4 Uhr, werdeic daher iu der Turnhalle der Oberrealschrüe Neuanmeldungen entgegen-. genommen. ** Wiederbeginn des Schulunterrichts. Ter Un- terrrcht m den städtischen Sckmlen beginnt wieder Montag, den 16. Aprll 1917, vormittags Uhr. ** Tie A uszahlung der Fa milienunterst ützun- der zum Heeresdienst Einberufenen für 16 30. April 1917 sinbet vom 16. bis 18. April statt. Näheres liehe Anzeigenteil. ** I m Lichtspielhaus Bahnhofstvaße, bringt der mit heutt ecnseyende neue Spielplan ein Gastspiel der bekannten F-ilm- darstettenn Hella Moja in einer vierattigen Tragödie von Karl -Lchnewer: „Der Tod des Erasmus". Der Film, der zum Teil m der Werkstatt einer Alchymisten spielt, darf eines starken Jnter- eftes sicher sein. Für den Humor sorgt ein Teddy-Film „Teddy und der Rosenkavalier". Bei allen Bvrsülwungen konzertiert die anerkannt gute Künstlerkapellc. Landkreis Gießen. if) Lumda, 14. 2lpril. In der hiesigen ettillassigen Volksschule anlrden von 64 Sck)ülern auf die 6. Kriegsanleihe 4300 Mk gezeichnet, davon wurdni 1800 Mk. in Sparkarten angelegt und der Rest von 2500 Mk. durch Stückzeichnnng aufgebracht — Die Betriebsleitung der Grube „Atzenl)ain" bei Atzenhain liegt seit 1. März ds. Js. in den Händen des Steigers Seck, welcher srül-er in der Gckubc „Mendstern" bei Hungeil tätig tvar. 'Der bisherige Betnebsleiter, Obersteiger Giebeler, musste tvegeir geschwächter Gesundl) 0 it in den Rubestairb tteten. — Der Schütze .Heinrich Kornmnnn, in einer Masckstneng^mchr-Abteilung, er- well vor eimgen Tagen für sein mutvolles Verhalten vor dem Feind dce Hessisck^ Tapserkeitsmebaille. Gestern nun erhielten seine Angelrörigen die ttaurige Mitteilung, daß er in den leisten schverm Känrpjen bei Arras den Sxßrtmtv*' erlitten [ynt # Rudingshain, 14. April. .Hier hielt Lehrer .Konrail Ludwig-Burkhards im Saale des „Deutschen Hauses" einen aufklärenden Vortrag, ergänzt durch Lichtbilder, über „Deutschlands Wirtschaftskräfte". Der neniandtc Redirer verstand es. die Zuhörer, dre in großer Menge erschienen waren, m fesseln. r. Weiters ha in, 14. ?lpril. Hier lvurden bei der hiesigen! Spar- und Tm-lehnskasse 73 000 Mark zur 6. Kriegsanleihe gezeichnet. Tie Schulerzeichnnnaen ergaben 4000 Mk Das Gesamtergebnis dieser Anleihe dürfte sich mit den Ailßenzetchnnngev auf nahezu 100 000 Mk. stellen. Zu deni großartigen Erfolg haben einheinnscbe Feld^naue lvesentlich mitbeige kargen, da sie in Briefen aus dem Felde die Angehörimm zur Zeichnung misfordr'rten. Möge icdes Tors noch in letzter Stturdc die Bedeutun.t dieser Anlechü voll und ganz erkennen lmd sein gutes Teil l^itragen. cp'rade bei der 6 KrregSanleil-e eimni Riesmersolg zu erzielen. — 21 Kinder ans dem lvestsältschen Industriegebiet sollen bis zum Her'bfte bei hiesigen Familien Wlftrahme finden. Kreis Büdingen. ^ r ghc i nl, 14. April. Tie hiesigen Sck>ulkinder-beteiligten sich ba der dlesinallgcn Kriegsanleihe mit 201 Mk r. Bobenhausen. 14. April. Durch Lehrer Jakobi- Dißberg. der augenblccklich ftlr unsetm eingezogcnen Lehrer den Schn chcnlt hier vcwriäMt. gelang es in der kleinen Geineindc, 436 Mk. Knegsanlerhe in der Schule zu zeichncm. x. Effolderbach, 14. April. Tank der eifrigen Werbearbeit durch Lehrer Schäfer zerckmettn die Kinder unserer kleinen 0>e- mernde zur 6. .1kriegsanleil)e die schöne Summe mm 1225 Mk. X. ^ckartsborn, 14. April. Tie Schulkinder zeichleten bis letzt zur 6. .Kriegsanleihe 355 Mk. r t r ;™§ \ T * f * nt>a l u j. 14 - dlpril.. Wie bei den vorigen Anleihen, so betattgte sich auch diesmal unsere Sckmle unter d,-r rülniaenj Werbearbeit von Lehrer Hen fel mit 630 Mk. ^l Ortenberg, 13. April. Bei ben beidcm hiesigen Kassen wurden bis letzt stlr die 6. KttegSanleibe von Pnvalpersviren schon über eine 1/4 Million gezeichnet, besonders verdient hervor- gehoben zu werden, daß fast täglich Zeichumgen von Soldaten ails dem Feld eintrefsen, mancher- in der Heimat kann sich daran noci» rn letzter ^>ttmde ein Beispiel nehinen. — Tie Frau eines hiesigen vor l /s Jahr verstorlwnen Gasvwtrts, lmirde im deS Verdachtes des brieftickxm Veickelwö mit französischen Kriegsg^. sangenen rn Höchst i. O. verhaftet, bei der tu ihrer Wohmmg vorgeiwmnienen Hansssickying unlrden gros^ aufgestav'ltc Mengen von Lebensmitteln aller Art vorgefunden x Usenborn 13. AE In unserer Sckmle lmirdeu 121 Mk. znr b Kttiegsanlell?e gezeichnet, die Sckmlkinder der Nachbar- gcmcrnde sslelnhaar zeichneten 66 Mt. . Vessen-Nassair. nrr. Fr-ankfttrt a. M., s13. April. Me ffestr-rge Stadtverordnetenversammlung genehmigte den Haus ho l tun g s- vlan det Stadt Frankfurt ohne Debatte. Für die Instandhaltung der städtisäM Mlagan sollen fimftig unter Leitung der Lehrer die älteren SäMkinder benutzt werden. 125 000 Mark beimlligta die Versammlung tznr Neluorganisation der Abfuhr von Haus- haltuugsabsällen, die mit Hilft der Berliner Kra ft futwr reich-:gZcll- scherst ziur Berfütterung an das Vieh haltbar gemacht werden sollen. Änf eine Allfrage von der sozial dcnwkvatisckien Seite, betressend Eänführung von Nvtkleingald, an dein in der Stadt ein fühlbarer Mangel herrscht, verhielt sich der Magistrat im allgemeinen ablehnend. Nur im äustersbent Falle will ec enlgreifen. — Um den Nahrungsmiltelmangel zu steuern, verteilt die Stadt in den kommenden Wochen je ein Pfund Gemüsekonserven ans den Kops der Bevölkerung. Den minderbemittelten Schichten sollen in der Hauptsache Bohnen und andere billigere Konserven überwiesen werden. mr. Frankfurt a. M.., 13. April. Am Nationa l t a g de c d eu t s che n Bühnen wurde in den hiesigen Stadttheatern eine Einnahme von 11 343,85 Mark erzielt, die in Kriegsanleihe angelegt wurde. Tie RciMbank, welche in den Wmdel gangen der Theater fliegende Zeichntmgsstellen crrickstet hatte, konnte 3o000 Mark auf die 6. Kriegsanleihe gut schreiben. spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheam. Opernhaus. Sonntag, den 15. April, rrachnrittags 3V« Uhr, 1. Sondervorstellung für die kriegsbesdEigte Arbeitersck-ast, v-ranstültet ans Veranlassung des Kriegsamds: „Martha". Abends 7V2 UHk, zweites und letztes Gastspiel der König!. Hofopern-sängcriu Frau Bcrrlrara Kemp vom König!. Opernhaus in Berlin: ..Salome" Montag den 16. April, abends 7 Uhr: „Der Widerspenstigen Zähmung". Dienstag, den 17. April, abends 61/2 Uhr: „Der Rosen kavalier". Mmvoch, den 18. April: Geschlossen. Donnerstag, den 19. April, „Der Postillon wm Lonjumeau". Hieraus: „Tanzszenen". Freitag, den 20. April: Geschlossen. Samstag, den 21. April, abends 7 Uhr: „Der Graf von Luxemburg". Sonntag, den 22. April, abends 6 Uhr: „Tristan und Isolde". Lchauspielhaur. Sonntag, den 15. April, nachmittags 3 l /i Uhr: „Biel Lärm iurd Nichts". Abends 7yo Uhr: „Hampelmanns Geburtstag". Montag, den 16. April, abends 7 Uhr: „Käbale und Liebe". Dienstag, den 17. April, abends 7 Uhr, erstes Gastspiel dcS Herrn Paul Wegener vom Deutschen Theater in Berlin: „Othello". Mittwoch, den 18. April, abends 6 Uhr, zweites Gastspiel des Herrn Paul Wegener: „Faust". Donnerstag, den 19. April, abends 71/2 Uhr: „Adam. Eva und die Schlange". Freitag, den 20. April, abends 7 Uhr, dnttes Gast vel d-es Herrn Paul Wegcner: „Judilh". Samstag, den 21. April, abends 7 Uhr, viertes und letztes Gastspiel der Herrn Paul SSegener: ,Mmg Mchard HI.". Sonntag, den 22. April, rrachrnittags 3V» llhr. Sondervorstellung für die kriegsbesäEgte Arbeiters?yasl, veranstaltet aus Veranlassung des Kriegsamts: „Könige". Abends 7y 2 Uhr: „Die verlorene Tochter". Le^rc Der Kaiser. Berlin, 13. dlpriü (W-TB. Amtlich.) JA der ausländischen Presse nuehren sich in der- letzten Zeit Nachrichten über eine angebliche Erkrankung des Kaisers. Diese Gerüchte entbehren jeglicher Grundlage. Deutsche U-Boote vor San Franziseo? Bern, 13. April. ^WTB. Nichtamtlich.) Lin Funkentele^- gramm aus San Frmizisco besagt, es »verde die Anwesen l-eit bartidkr U-Boote im Stillen Ozean in der Nähe von San Franziseo gemeldet. Tie Marinebehörderr haben Pfaßnahmen getroffen, um Uebcrraschnngm zu oernreiden. Genf. 15. April. (L. A.) Wie Lymrer Blätter melden, herrscl'e in Lan sz-rancisev bereits grosse Besorgnis über das SckKck- sal einiger Shiffe wegen der Wirksamkeit der deutsä-erc tl-Boote im Stcllen. Ozean. Versenkt. London, 13. April. (WTB. Nichtckmtlich.) Reuter berichtet aus Athen, dag c>er griechisel-e Dampfer „Nostos" (4060 Bruttorcgisterwnncn) mit Weizen beladen, torpediert wurde. Das englische Vorgehen gehindert. Gens. 13. April. Das Vorgehen der Engländer wird laut „Matin" drrrch die nordtoestlich der Vimy-Höhc gelegene deutsche Stellung von An gres stark gehindert. Tie zahlreichen Batterien, die die Deutschen dort errichteten, hielte?, den Gegner unter mör- derisem Fumkenseuer. Es gelang dem Engländern nicht, trotz größter Anstrenglmgen, sich diesrr Stellung zu bemächtigen, die fest in den Händen des Verteidigers ist. ' Das zerstörte Reims. Genf, 13. April. Der größte Teil der Flüchtlinge von Reims ist in der Stadt Arcis nntergebracht worden. Sie erzählten, daß die Kellergewötbe zum Schlüsse keinen Schutz mehr boten. Die Kathedrale ist verschont geblieben. Die Häuser ringsum liegen in Trümmern. Brände wüten in allen Stadtteilei,. Als die letzten Zeugen Reims verließen, Zwaren sie noch Zeugen des Beginns des großen Artillerieduells im Abschnitt von Reims. Die russische Fricdensentwicklung. Sofia , 13. dlpril. „Echo de Vulgaris' schreibt zü den jüngsten Erklärungen Miljukmvs: Der Panslawüsmns sei ein derartig kompromittierter politischer Gedanke, das; die russische Demokratie sich von ihm mit A,bsäM abwenoe. Ein Vergleich der Worte Kerenskis und Miljukows ergeben, daß in Rußland sich klar ein« Ewvlution gegen den Frieden hin zeige, dieweoer aus einen voll^ stätldigen noch ans einen unvollständigen Sieg des Vierverbandes warte. Der Arbeiterrat gegen Miljukom. Stockholm, 13. April. Ta die provisorische Regierung die auswärtige Politik in dem volksfeiirdlichen Sinne des alten Regimes fortführen und dem Kriege kein Ende bereiten will, beschloß der Arbeiterrat, welcher die Macht in Petersburg besitzt, der, provisorischen Regierung die Bestimmung über die Macht zu entziehen. Ter Arbeiterrat setzte ein Konritee für auswärtige Angelegen leiten ein, das allein das Vertrauen des Volkes ganießt. Das Komitee wird sofort direkte Friedensunter Handlungen mit dem Feinde aufnehmen. Eine Sonderabordnung reist sofort nach Stockholm zur sofortigen Anbahnimg von Unterhandlungen. Rußlands murre Gegensätze. Berlin, 14. April. Ueber die Gegensätze in der neuen russische Regierung bringen die Blätter unterschiedliche Nachrichten. E n einer solchen wird gesagt, die Zwistigkeiten zwischen den beiden! rganisationen, die durch oie Revolution in den Voroergrund gezogen wurde, würden immer größer. Tie gegenseitigen Mißverständnisse und das Mißtrauen nähmen ständig zu. In einer anderen Meldung heißt es, die provisorische Regierung habe zwei Mitglieder des revolutionären Arbeitarrates mit bratender Stimmch in den Kriegsrat beruftn. — In der „Voss. Ztg." wird mitgeteilt^ das Verhältnis zwisä-en der offiziellen russischen provisorischen! Regie,-ung und dein Arbeiter- und Soldatenverband habe sich allmählich derartig-gestaltet, daß die amtliäj-en Regierurigsmacht- habcr sich lediglich aus die Defensive beschränken müßten. Auf die Tauer Würden die russischen Großindustriellen gegen de wirklichent Url-cber der Umwälzung nicht anfkommen können. Agitations!- finde„ten wollen sich in der Gesamtzahl von etwa 500 Mann in den nächsten Tagen an die verschiedenen Fronten begeben. Mexiko und Amerika. Rotterdam, 13. April. Reuter meldet aus Washington: Depeschen aus Mexiko berichten, daß Carranza eine Botschaft an den Kongreß vorbereite, worin er wahrschein- lich die Ausfuhr gewisser Artikel untersagen wird. Bvn autoritativer Seite wird mitgeteilt, daß die Union es als unneutrale .Handlung betrachten wird, falls Mexiko in irgend einer Weise die Verschiffung der Erzeugnisse der Tampico- Petroleumquellen beeinträchtigt würde. Spanien. Madrid, 13. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Tie Blätter melden, daß zioischen den Ansichten aller Minister Uebereinstimmung bestehe. Romanones erklärte abends: Tic Einstimmigkeit meiner Kollegen im Kabinett stärkt mich und gab mir die Kraft in der Haltung zu beharren, die uns die Umstände cinznhalten zwingen. EntzückendeKinder- Schöne Backfisch- Vornehme Damen unübertroffen * an Auswahl, Geschmack und Preiswürdigkeit. WILHELM NOLL Seltersweg 36 Grösste Auswahl am Platze 3024a 1! WeidrÄersicherrmH ll Die Perleberger BersiclierungSaktiengesellsüiaft gewährt Weideoersichernng mit Blitzschlag- und Diebstahl,,efnhr und ngf Wunsch auch die Wcideversiclierung mit Dlebnahlgesahr allein, zu festen und billigen Präinten. Auskunft und ^Näheres erteilt die Generalagentuv zu Frankfurt a. M., .^ettenhofweg 63, sowie die General dircktion in Berleberg. 02143 Sanatorium Undsnfais i. Od. zw. vUkMSisiU Kölüsibsrg 4R)w.i». in iäeal. W alder.^eL IfirNenösB, cSiron. Kranke sodKrlioIoogsliediirllige aß. Preise —Pi03pekt kostenlos. S.E.Er.Schnitt. 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Heute verschied plötzlich unsere liebe Mutter und Großmutter Frau Christine Fehn geb. Grab Carl Fehn, Universitäts-Fechtmeister, z. Zfc im Felde und Frau Willi, Carl und Erika. Gießen (Bismarckstraße 42), den 14. April 1917. Die Beerdigung findet Montag, den 16. April, nachmittag 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. CSZ85 Statt besonderer Karten. Danksagung. * Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Grossmutter und Urgrossmutter sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adolph Lyncker. Giessen, den 14. April 1917. 2980D Todes-Anzeige. Donnerstag, den 12. April 1917, abends 8 Uhr, folgte unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante Frau Katharina Moos geh. Harber ihrem vor kaum 8 Tagen vorangegangenen Gatten im 70. Lebensjahre zur letzten Ruhe nach. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Schwarz Familie Karber Familie Wicke Familie Henkel. Ruttershausen und Odenhausen, den 14. April 1917. Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. April 1917, nachmittags 2 Uhr, statt 02248 1 iir die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie zahlreichen Kranzspenden bei dem allzu frühen, plötzlichen Hinscheiden unserer geliebten Tochter und Pflegetochter Margarete Fischer insbesondere Herrn Pfarrer Büchner für die tröstenden Werke am Grabe, sowie Herrn Lehrer Hedrich und allen Bekannten und Verwandten, welche unserer teuren Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir au| diesem Wege unseren innigsten Dank. In tiefer Trauer: Familie Zecher Familie Fischer Philipp Will II. Treis a. d. Lumda, Ruttershausen, den 12. April 1917. [2990 Für die Beweise inniger Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen danken wir herzlich. Berta Straub geb. Weitz Georg Straub, Reallehrer. Gießen, den 14. April 1917. :M)6 Evangel. Arbeiter - Verein. In hem nach kurzem Leiden Heimgegangenen Geh. Schulrat Dr. Stamm betrauern wir einen unserer Mitgründer, unseren langjährigen Vorsitzenden. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung, welche stattfindet auf dem Neuen Friedhöfe Montag, den 16. April nachmittags Uhr. 3012v WiederbeginndesSchulunterrichts. Der Unterricht in den städt. Schulen beginnt wieder- Montag, den 16 . April 1917, vormittags 8Ubr. Giesten, den 14. April 1917. 3033B e. Der Schulvorstand: Keller. Die Auszahlung der Familieuuuterttützungea an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für 16. bis 30. April 1917 findet statt: A—H Montag, den 16. April J —R Dienstag, den 17. April I S — Z Mittwoch, den 18. April. Die Auszahlungen finden von 8—1 Uhr im Stadr- hauS, Zimmer Nr. 7 statt. Die Unterstützungen dürfen nur an den vorgenannten Tagen abgebolt werden. Gietzen, den 12. April 1917. 2988B Ter Oberbürgermeister: Keller. Fleisch Svnderzulage. Airs Anordnung des KriegsernährungsamteS werden mit Wirkung vom 16. ds. Mts. bis aus weiteres an Stelle der in Wegfall kommenden Brotmenge von wöchentlich 400 g auf die Person und Woche 250 g Fleisch ausgegeben,- Kinder unter 6 Jahren erhalten 125 g. ES wird hierzu folgendes bekannt gegeben: 1. Fleischzusatzkarten. Die Fleischzulage wird auf besondere Karten, die den Aufdruck „Fleischzusatzkarte" tragen, abgegeben: die für Kinder unter 6 Jahre bestimmten Karten sind durch den Aufdruck „Kinderkarte" kenntlich gemacht. Die Ausgabe der Karten erfolgt Freitag, den 13. und Samstag, den 14. ds. Mts. 2. Vorbestellung. Wer Fleisch auf die Fleischzusatzkatzkarte beziehen will, hat den für die laufende Woche güliigen Abschnitt Montags bei einem Metzgergeschäst der Stadt Gienen gegen Aushändigung des iür die ReichSfleischkarte vorgefchrie- benen Bestellausweises, auf dem die Farbe des abge- lieferten Abschnittes (z. Zt. „lila" oder „gelb"! sowie die Anzahl der abgelteferlen Abschnitte anzngeben ist, abzugeben. 3. Bestellbuch: Ablieferung der Fleifchznfatzkarten. Die Metzgergeschäste haben für die Fietschbenellnngen auf die Fleischzusatzkarten ein besonderes Bestell- buch neben dem für die ReichSfleischkarte bestimmten Bestellbuch zu führen. Die vereinnahmten Fleischznsatzkarten sind getrennt nach Farben aufzukleben und bis spätestens Dienstag mittag dem städt. Lebensmittelamt zur Prüfung unter Angabe des Namens des MctzgergeschäfteS und der Anzahl der abgelieferten Marken, getrennt nach Farben und .Kinderkarren einzureichen: sie dienen als Grundlage für die Zuteilung des Fleisches. 4. Verkaufstag. Die Verkaufstage und -Zeiten werden besonders bekannt gegeben. Bei dem Einkauf der Fleischzulage sind die Bestell Au sw eise (f. oben Nr. 2l dem Metzgergeschäft zurückzugeben. Die Ausweise sind von dem Metzgergeschäst zu sammeln und dem städt. LebcnSmittelamt nach dessen besonderer Anweisung cinznreichen ; sie dienen als Grundlage für die Verrechnung und eS wird daher nur die eingereichle Anzahl in Anrechnung gebracht. 5. Flciichvrcife. Die Preise für die auf die Fleisch-Zusatzkarten bezogenen Fletschmengen werden durch Anschlag in den Metzgergeschäften bekannt gegeben. 6. Srhlustbestimmnngen. Die Vorschriften über die Abgabe von Fleisch auf die Neichssleischkarte werden hierdurch nicht berührt. Vorstehende Bestimmungen treten am 16. April 1917 in.Kraft. 3015B Giehen, den 13. April 1927. Ter^.Oberbürgoemri ^e-: jk^ller^ ' Handelsrealschule Able\lung II des Gießener Paedagogiums. private höhere Lehranstalt) Schon lange hat sich das Bedürfnis gezeigt, daß die jungen Leute, die ihre Schulzeit nach bestandener Einjährigenprüfung beenden, besser als bisher für die neu an sie herantretenden geschäftlichen Anforderungen des täglichen Lebens gerüstet sind. Dabei ist es gleichgültig, ob sie in irgend eine kaufmännische oder sonstige Lehre eintreteu oder die mittlere Beamtenlaufbahn einschlagen. UeberaU wird der am besten und raschesten weiterkommen, der über die grundlegenden Fragen des geschäftlichen und wirtschaftlichen Lebens hinreichend vorgebildet ist. Unsere Handeltirealschale vereinigt in sich, das sagt der Name, eine Handels- und eine Realschule, d. h. die Schüler werden neben den eigentlichen Handelsfächern in den Fächern der Realschule unterrichtet, damit si,e ihre Studienzeit mit der Einjährigenprüfung (Reife für Obersekunda) abschließen können. Die Absolventen unserer Handelsrealschule, die genügend Begabung und guten Willen gezeigt haben, können sich im Paedagogium oder auf einer öffentlichen Oberrealschule ohne weitere Schwierigkeit auf das Maturum vorbereiten. 2386 Die Handelsrealschule gliedert sich in die Real-Klassen (Untertertia-Obertertia-UntersQkunda) und, als Ergänzung, die Oberklasse. A) HoaEklassen: Untertertia — Untersekunda. Lehrplan der Realschule, dazu Handelsfächer: Einfache, doppelte und amerikanische Buchführung; Hände s- Korrespoudenz; Kaufmännisches Rechnen; Konto- Korrent-Lehre; Kaufmännische Formular-Lehre; Handelsrecht und die betreffenden Abschnitte des bürgerlichen Rechts; Wechselrecht; Volkswirtschaftslehre: Bank- und Börsenwesen; Geschäftsaufsätze und privates Klagewesen; Versicherungswesen; Ilamlelsgeogrnphle; Schönschreiben; Französische und englische Korrespondenz und Konversation; Stenographie und Maschinenschreiben (wahlfrei). * Ras Ziel der Ro&lblassen ist also: Ein- jührigenprüfung and kaufmännische Ausbildung. B) Oberklasse: Der Eintritt in diese Ergänzungs- klasse kann nur auf Grund des Einjährigenscheines (Reife für Obersekunda' oder einer entsprechenden besonderen Aufnahmeprüfung erfolgen. Der Besuch dieser Klasse soll im übrigen für Herren jeden Alters und Standes offen sein, denen daran liegt, eine umfassende kaufmännische Bildung zu erlangen und ihre fremdsprachlichen Kenntnisse zu erweitern. Besonders Kriegsbeschädigte, die Ihren Beruf wechseln wollen, seien anf den Besuch dieser Klasse hingewiesen. Unterrichtsfächer : Nationalökonomie, Rechtswissenschaften, Handelstochnik, Wirtschafts- und Verkehrsgeographie, Warenkunde nnd (wahlfrei!) Fremdsprachen. Näheres über die Fächer im Prospekt. Dauer: 1 Jahr. In der Handelsrealschulo (nicht in der Oberklasse) werden füglich beaufsichtigte Arbeitestnnrien abgehalten, wie überhaupt der Unterricht auf denselben Grundlagen wie der des Paedngogiums auf gebaut ist. Schnlgcld: I. Realklassen: 240 Mk. jährlich. II. Oberklasse.- 480 Mk. .. Alles Nähere durch den Prospekt, der auf Wunsch unberechnet zu geschickt wird. Anmeldungen für das neue Schuljahr werden schon jetzt angenommen. Direktor Brackemann, Ludwigstraße 7&