Ar. 8H $« ^ic^itcr A«z-kser erscheint täglich, außer SonMags. - Beilagen: HießeRer KcmMenbiütter; AreiLblLtt für Len Ureis Giehen. VezvgspreiZ: moncrtl. 9o M-. oiertet- jojjrL Mk. 2.65; durch Abbole- u. Zweigstellen uwnatl. 80 Pi.; durch die Post Ml. 3.45 viertel« jährll auSfchl. Bestellg. Fernfpreck, - Anschlüsse: ikir dieSchri'tleitunqI12 Verlag,GeschäitSstellebl Anschrift für Draytnnch- richten: Anzeiger Siehe». Erster Blast »t>r. Jahrgang Mittwoch, !'. April W postscheSkmts: Zrankfurt a.M. llbtrtz Eemral-Arrzeiger Bsnkvrrkehr: Gervrrbebank Stehen ZwillingLrunddrstck u. Verlag: Brühl'sche Mw.-Srrch- u. §tei»ör,!Ärrei 8. Lange. Schrist!eit»stS, EeschSstsstelle u. Druckerei: §chu!?tr. 7. Al rlln.u ^re von Anzeige.: die Tagesnurrmrer bis zmnNachmittag vorher Zeilenvreis. ?. Anzeigen^ örtlich 20 Pi., Ver-^ nüetungci: u. Stellenge» suche 15Pf., ausrv ä rtfti 25 Pf., b. Plan,vorschristi 30 Pi., Neklainen 75 Pi.^ bei Platzvorschrist 2V Pf.. Hailptschristleiter: Auq.. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: A"a. (tzoetz. Stad: u, > L rtrtf, äß er 1 u if d) t f 3 iu©t -n richtssaal: Fr. R. Zenz.! Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Der englische vurchbrytzZm: (WTB.) Großes .Hauptquartier, Ist. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Die Schlacht bei A r r a s dauert an. Nach mehrtägiger Wirkung starker Artillerie- und Mmenwerftrmasftn griffen die Engländer gestern morgen nach heftigster FemrsbeLgerung in zwanzig Kilometer Breite unsere Linien an. In hartem Kämpft glückte es ihnen, in, unsere S^llungen an den von Arras ausstrahlenden Strafen einzudringen'. ein Durchbruch ist ihnen nicht gelungen. In M^nn AnstMrren gegen Ueberlegcntfeit hatten zwei unserer Divisionen erhebliche Verluste. Südöstlich von Ypern drangen Sturmtrupps bis über die dritte englische Linie vor, sprengten Unterstände und kehrten mir etwa 50 Gefangenen, sieben Maschinengewehren unD Mnrnwerftrn zurück. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen. Ein französischer Angriff bei Laffaux, nordöstlich van SoissonS, brach in unserem Feuer zusammen. Längs der A i s n e und bei R e i m s war von mittags ab die Kampstätigftit der Artillerie sehr lebhaft. In der westlichen Champagne, beiderseits von Prosnes, brachten Erkundungsvorftöße uns 36 Franzosen als Gefangene ein. Heeresgruppe des Generalfeldmarfchalls Herzog Albrecht von Württemberg. Keine wesentlichen Ereignisse. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei mäßigem Keuer und geringer Vorseldtätigkeit ist die Lage unr-erändert. Mazedonische Front. Nichts Neues. Der Erst? Generalauartiermeister Ludendorff. » Der Abendbericht. Berlin, Ist. April, abends. (WTV. Amtlich.) Auf dem Südufer der Scarpe sind nach starkem Feuer neu ansetzende englisck^e Angriffe gescheitert. An der A i s n e-Front hielt lebhafter Artilleriekamtzf an. Im Osten und in Mazed o n ien keine gröberen Ge- fechtshund Lungen. * £ * Htndenb-urg hat dem Vertreter eines spanischen Blattes seine Ansichten über die Kriegslage, besonders über die Tragiveite der Feindseligkeit Amerikas, mrsgesprochen. In kritischer Stunde, wo die Entscheidungen einsetzen oder b-Mits eingesetzt haben und die Aufgaben der Heeresleitung sich hoch auftürmen, sieht der leitende Heerführer „dem letzten entscheidenden Kampfe ohne Schwanken entgegen". Wiederum packt uns eine erfrischende Bewunderung dieser großen Persönlichkeit, die heute wieder den alten Satz invederhott, daß cs die Nerven seien, die den Krieg entscheiden. „Im Vertrauen auf die Nerven des deutschen Volkes stehe ich mif meinem Posten; ich weiß, des deutsche Volk wird seinen Kaiser und seine Führer nicht im Stiche lassen!" Er hat nicht zugleich über die Kriegsanleihe gesprochen, aber unsere Leser wissen aus der gestrigen Nunrmer unseres Blattes, wie er darüber denkt. Er spricht nicht nur vom Vertrauen auf die Kämpfer draußen au den Fronten, sondern vom deutschen Volke, das -den Kaiser und seine Führer :richt verlchsen werde. Ist nicht schon beinahe alles getan? Stehen uns noch so endlos schwere Ausgaben bevor, daß es eines neuen Appells an das deutscheVolk bedarf? der Vorbereitung des Endsieges ist nichts versäumt worden. Hindenburg hat uns offenherzige Hinweise gegeben, die uns stolz und freudig machen müssen. Er sagte: „Bei absoluter Sicherheit aller Fronten verfügen wir heute über eine frei verwendbare Heeresreserve von einer Stärke und Schlagfertigkeit -wie zu keinem anderen Zeitpunkte des Krieges zur Abwehr wie zum Stoß an jeder beliebigen Stelle." Er betonte zugleich, daß die nächsten Ereignisse allesamt nicht als Einzelerscheinungen gewertet werden dürften. Alles sei Glied eines großen Planes. Daraus dürfen wir folgern, daß auch das Donnern der Geschütze zwischen Lens und Arras nicht die einzige bevorstehende oder gar die letzte, entscheidende Aktion bedeute. Ein Durchbruch ist den Engländern nicht gelungen, nur an einzelnen Stellen sind sie in die deutsche Front eingedrungen, wie däs erfahrungsgemäß bei solchen stark durch Trommelfeuer vorbereiteten Offensiven zu kommen pflegt. Wir haben nichts zu fürchten. Aber verfehlt wäre es, auch zu sagen, daß wir nichts zu sorgen hätten. Die in der Heimat auf Haus und Hof Sitzenden haben jetzt unabweisbare Pflichten zu erfüllen. Vorbereitet ist, tvDe aus Hindenburgs Hinweis auf die 9Leugruppierui:g der deutschem Heere hervorgeht, Gewaltiges, noch Unübersehbares ; vorbereitet wurde dies im Vertrauen auf das deutsche Volk, das fernen Kaiser und seine Führer nicht im Stiche lassen werde. Es gilt nicht nur vorzubeveiten, sondern auch curSzu sichren, zu vollenden! Man beachte die Anzeichen, bie dein Westen kommen, genau! Schnorr sagen sich wnfarc Feinde, die Engländer selber, daß dieses Maß von KvostLusgebot, das sie jetzt entfalten, nur für eine kurze Dauer berechnet sei. Wir haben dafür zu sorgen, daß unseren .Heeren nicht sobald der Lebens ödem ausgeht Datzu bedarf es des finanziellen dlufgebotes, zu bem jetzt ^enthalten die Au.ft7u.se erschallen. Ein großer, himme'- anstrebender Bau ist das Werk unserer Kriegführung, die kwieriei überrnenschliche und übermütige Ziele verfolgt. Der Bau steht auf starkem Grunde, unb er schwankt nicht. Mer die Dachlegung muß noch erfolgen, die letzten Bau- steine müssen herbeigeschafst werden; das begonnene Werk muß ungesäumt vollendet werden. Denn der Feind wartet nicht. „Was heute nicht geschieht, ist morgen nicht getan"; dieser gute Spruch hat heute noch einen ganz anderen Kurswert als im Frieden. Während die Kanonen bei Arras donnern, dürfen wir in der Heimat nicht nur tatlos harren und uns gedulden.^Es ist noch nicht alles getan, was nötig ist, um den Krieg siegreich zu beendigen, oder überhaupt nur zu beendigen: werden die Arbeiten säumig oder lässig fortgesetzt, so gerät der mit zahllosen Muhen errichtete Bau gar in Verfall. Wir wissen aus der Ersahrung dieses Krieges, von welcher ungeheuren Bedeutung es ist, daß Munition und Kriegsmaterial rechtzeitig zur Stelle sind. Nein, es ist keine Zeit zum Zaudern, zum Besinnen; auch mit Beten und Händeringen ist nichts getan. Geht in die Versammlungen, in denen ein besonderes Wort Gottes gepredigt wird, in die Vorträge, die das Volk aufklärcn über das Letzte, Notwendigste: die Kriegsanleihe! Des großen, vaterländischen Hilfsdienstes allgemeine Pflichten gilt es zu erfüllen. Draußen entscheidet das Schwert: die finanzielle Schlacht wird durch Vernunft, Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit gewonnen. Opfer und Verluste gibt es dabei nicht. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 10. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 10. April 1917. Oestlicher und italienischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Südöstlich des Ochrida-Sees holten unsere Sturmtrupps einige Franzosen aus den-feindlichen Gräben. ' Der Stellvertreter des Chffs des Generalstabs v. Hofer. Feldmarschalleulnant. * * 3« den Kfirwfen Vesten. Berlin, 10. Llprit. (WTB.) Auf demselben älten Kampfgelände zwischen Lens und Arras, das schon 1915 heißumstritten war, haben die Engländer auf die seit 1915 dort gehaltenen Stellungen zum Angriff angesetzt. Durch stärksten Einsatz aller mechanischen Kampfmittel und größter Munitionsmengen konnten sie einen örtlichen Erfolg erzielen, wie er ersahrnngsgenraß im Stellungskrieg stets durch Anhäufung von Artillerie und Truppen an einein bestimmten Punkte anfänglich erzielt wird. Der l>eabsi.chtigte Durchbruch der Engländer ist indessen trotz ungeheuer blutiger Opfer v o ll ko m nt e u gescheiter t. Die deutschen Truppe:: haben trotz erheblicher Verluste im Trommel- und Sperrfeuer der englischen liebermacht wirksamsten Widersrand entgegengesetzt. Zwischen Arras und Vailly zeigten in dem geräumten Gebiet die' Kämpfe den gleichen Charakter wie in den letzten Tagen. Bei der EHürmung der Dörfer Hermies und Bo-ur- fies erlitten die Mglander sehr schwere Verluste. Aus den Kämpfen in der Nacht zum 9. April iw der Nähe von Lom- bartzyde wurden tote Fra:H-osen eingebracht, die in dem vion dem Funkspruch von Poldhu vom 8. April eürähnten Handstreich fielen. Die Angaben dieses Funkspruchs find indessen völlig unzutreffend. Weder bei Lombartzyde noch in der dortigen Gegend überhaupt drangen die Franzosen in unsere Stellungen ein. Ebensowenig hat das diese Stellungen haltende Regiment auch nur eiiren einzigen Toten verloren. Der von dein gleichen Fnnkspruch erlvähnte deutsche .Handstreich auf einen kleinen frculzösischen Posten südlich des Kanals van Paschendaele hat überhaupt nickst stattgefurrden, er konrrte von den Franzosen also auch nicht mit lHandgranaten abgewiesen werden. Der Turm der Kathedrale von Ypern wurde von den Engländern anscheincrld durch Spre-ngung umgelegt. In den letzten. Tageil tvurde versckstedeirtlich der Dom von St. Quentin beschossen und stark beschädigt. * Haag, 11. April. Englische MÄrbärkreise bezeichnen laut „B. 3." bie jetzige Offens ive an der Ostfront als die höchste Kra s tent fal tung der Entente, die nur 4 bis 5 Wochen anl.nl teu könne. Ter Mangel an genügenden Reserven auf englischer Seite lasse nach! obigem Zeitpunkt die erste Periode dar Offensive für beendet halten. Tie Ungewißheit, wo die Zentralem ächte eine Offensive planten, sei beeinträchtigend für die Pläne der 'Entente. Eine neue englischie Militärkommission sei nacln Rußland mckerwegs, lum die Absichjten Robertsons zu übermitteln. Englischer Heeresbericht vom 9. April. Wir griffen auf breiter Front von s ü d l i ch A r r a s bi s s ü d - lich Leirs an, drangen in die feckrdlichen Linien ein und machten befriedigende Fortschritte. Wir stürmten die Dörfer Hernies und Bourfies in der Richtung Cambrai und drangen in den Wald von Havrincourt ein. In der Mchtung auf^ St. Quentin nahmen wir Fresnoy le Petit und schoben nTrsere Linie südlich von Levergies vor. Es soN eine bedeutende Zahl von Gefangenen gemacht worden sein. Die Operationei: werden plamnäßig und erfolgreich lveiter- gesührt. Unsere Truppen stürinten die feindlichen Stellungen von Henin-sur-Cojeil bis zum Südrastd von Givenchv-en-Gol-elle in einer Tiefe von zwei bis drei Meilen überall. Unser Borrücken dauert fort. Die feindlichen vorderer: Borreidignngsanlagen auf dieser Front, einschließlich das Rückens von Vimy, der von kanadi- schen Trrippen gerwmnrerr wurde, wurden früh morgens erobert. Diese Verteidigungsrnckagen umfassen ein Netzroerk von Schützengraben, die blesestigtvn Ovickaft« Neuville-Bitasse, den Telegra- phenhügel Thilloh-les-Mec5, bei: Beobachtungshügel St. Lan- rent-Blaguy. Les'Tilleuls uirb das Gehöft La Folie. Sodann rückten unsere Truppen weiter vor und mchuun die rückwLrltgeu feindlichen Verteidigungsanlagen, die außer weiteren mächtigen Schützen- grabensystemen die befestigten Ortschaften Feuchy Chapel, Fenchel, Heideabadschanze Athies und Thelus umfassen. Bis 2 Uhr nachmittags waren 5816 Gefangene, darnrtter 119 Offstiere, :n unteren Schumelstellen gezählt; viel mehr müssen noch gezählt werden, ^on diesen gehört ein gwßer Teil zu bayerischen Divisionen, die grotze Verluste in fern heuttaen Kampf erlitten. Unter dem erbeuteten Kriegs gerät besuchen stch Kanonen, zahlreiche Gräbenmörser und noch nicht gezählte Maschinengewehre. In der Richtung aus Cam- b r a i machten loir einen weiteren Fortschritt in der Nähe des Walixs Havrincourt. Wir nahmen die Dörfer Poudou und Lever- guier. • Tie Lufttätigkeit der letzten Tage wurde auch gestern mit großer Kraft fortgesetzt. Einige erfolgreiche LuftVombärdements wirrrden von uns ausgeführt. Unsere Flugzeuge arbeiteten mit ausgezeichnetem Ergebnis mit unserer Artillerie zusammen. Swei feindliche Flugzeuge wurden vernichtet, _ fünfzehn weitere zum Niedergehen gezwungen und vermuttich zerschmettert. Zwei deutsche Fesselballons stürzten brennend ab. Zehn unserer Flugzeuge blieben aus. Der französische Derrcht vom 9. April, nachmittags. Von der Somme bis z::r A i s n e während bec Nacht Patrouillen gefechte. Trotz düs schlechte:: Wetters blieb die Tätigkeit der beiden Artillerie:: in mehreren Mschnitten sehr lebhaft.^ Nord- weftlich von Rein: s scheiterte ein deutscher Angriff gegen die französischen Stellungen gegenüber Coucoy in unserem Sperrfeuer. SL>- lich von dieser Ortschaft wurden zwei deutsche Abteilungen nach lebhaftem Handgranatenkampf zurückgeschlagen. In der Gegend von Mais 0 n de Champagne erreichten die Franzosen im Hmü> granatenkampf einige Fortschritte. Von der übrigen Front ist nichts zu melden. vom 9. April, abends. Von der Somme bis zur Aisnc besäwß unsere Artillerie kräftig die feindlichen Stellungen. Der Feind erwiderte namentlich nördlich der AiKne und gegen die Stadt Reims, welche einer heftigen Beschießung unterzogen tvurde. Es gab einige Opfer unter der Zivilbevölkerung. Im- Ferreywalde wiesen unsere Handgranaten-« Werfer einen feindlichen Angriffsversuch auf einen mrserer Vor- poste:: ab. * * * Der bulgarische Bericht. Sofia, 10. April (WTB.) Generalftabsberichi vom 9. April'. Mazedonische Front: Unsere Stellungen am Westrande des Toiran-Sees, südlich von Gewgheli. lvaren zeitweilig ziemlich lebhaftem Artilleriefeuer ausgesetzt. An den übrigen Frontabschnitten schwaches Artilleriefeuer. Südlich von Gewgheli versuchte eine feindliche Jnsanierieabteilung, gegen unsere Posten vorzurückep wurde aber durch Feuer vertriebe::. R u m ä n i s ch e F r 0 n t: Es ist nichts zn melden. Der iürkische Bericht. Konstantinopel, 10. April. (WTB.) Türkischer .Heeresbericht vom 9. April: Aus der Irak- und Kaukasus-Front werden besondere Ereignisse nicht gemeldet. Atz der Sinai-Front liberflogen feindliche Flieger M:sere Stellunge:: und warfen Bomben. Sie wählten als Ziel unsere Lazarette. In einem Lazarett lvurde ein verwundeter Soldat getötet. In R u m ä n i e n versuchte ein feindliches Erkundimgskom- n:ando in die Stellunge:: unserer Truppen einznd-ringen. Ar: der Wachsamkeit unserer Truppe:: scheiterte der Versuch vor unserer Front. Die Schlecht von Gaza. K 0 n stan t i n 0 pel, 9. April. (WTB.) Aus den: Kriegspressequartier wird über die Sckstacht von Gaza gemeldet: Tank der heldenhaften Tapferkeit der Regimenter 79 und 129 konnten! sich die Engländer auf der Höhe, die sie um den Preis schwerer Opfer besetzt hatten, nicht halten. Aus den dreimaligen Ansturm! unserer Tmcppen unter dem englischen Maschinengewehrseuer mußte der Feind nach übernns großen Verlusten in Auflösung zurück- weichen. Tie Energie und Tapferkeit der erwähnten Regimenter war über jedes Lob erhaben. Die Kriegführung Nmerikas. W a s h i n g t 0 n, 9. April. (WTB.) Das Reut. Bur. berichtet: Dev Gesetzentwurf über die Bildung des vereinigten Ausschusses von Senat und Repräsentantenhaus für die Angelegenheitei: der Kriegführung wirdchu beiden Häusern zugleich ciugebracht werden. Der Ausschuß soll sowohl während der Tagung als auch wrähreud der Ferien des Kongresses sei:re Sitzungen ab halten . Washington, 9. April. (WTB.) Das Reutersche Brweau meldet: Die demokratisck)en Parteisi'chrer beabstchfi-. gen, Donnerstag im Reprä sentanteuhau.se die Ausgabe von fünf Milliarden Sch a tz b 0 n d s zu beantragen. Es heißt, es bestehe der Plan, den Alliierten drei Milliarden Dollars davon zu leihen und zloei für die Kriegsausgaben Arnerikas zu verwenden. Der Senat hat der Restierungsmaß:rahnre zugestimmt, daß derjenche, der in Kriegszeiten Kriegsnraterial der Vereinigten Staaten zerstört, nnt dreißig Jahren Gefängnis zu bestrafen sei. Amsterdam, 10. ^lpril. (Priv.-Tel.) Reuter meldet aus Nelv York: Tie Behörden beschlagnahmten alle österreichisch-ungarischen Dampfer in den avrerikamstben Häfen. Auch Bulgarien bricht die Beziehungen mit Amerika ab. Washington, 10. April. (WTB.) Reuter. Oesterreich-Ungarn hat S ch w e d e i: um die Wahriwhmung seiner Interessen in Amerika crsuckst. Der Abbmlch der diplomatisä)en Beziehunge:: durch Oesterwich-Urigarn wird hier ials der Vorbote der Kr iegserkläru n g betrachtet. Mcnr erlvartet, daß Bulgarien und die Türkei den: Beispiel Oesterreich-Ungamis folge::. Washington, 10 . April. ^l-euter. Die MSt»rv erfahre:: aus Washington, daß Bulgarien die diplomatischen Beziehungen &u den VereyMen Staaten gdge- brocheu haöo. » . - $ct Po;«- und Telegraphen verkehr nach Amerika eingestellt. cn J® cr *j n ' 10. April. (WTB.) Bekanntmachung. Der «ostverkehr zwischen Deutschland und den Bereinigten Stfaciten von Amerika nebst Guam, Hamas, Tntnila. Porto Nrcv, Kanatzone von Panama und Philippinen ist gänzlich brngostellt und findet auch auf dem Wege über andere »rnder nicht mehr statt. Cs werden daher keinerlei Po-sS- fendung-en nach diesen Gebieten mehr angenommen. Bereits vorliegsntw odar durch die Briefkästen eingelieferte Sendungen werden den Lldsendern zurückgegeben. Der Tele- « r a p h e n ve r k e h r>.nach den Vereinigtest Staaten ist eben falls eingestellt. Spaniens Neutralität. Madrid, 10. April. (WTB.) Das Amtsblatt gibt die Reu tra litätserklärung Spaniens fit dem deutsch. amerikanischen Streitfall bekannt. vie Revolution in Rußland. Eine Erklärung drs russischen JuftizmiEcrs. ^ Petersburg, 9. April (WTB.) Meldung der Pe-> ^rsburger Belegraphen-Llgentur. Justizministcr Kerenski, Lertreter der Demokratie in der provisorischen Regierung, yrelt in emer allgemeinen Versammlung der Soldatenverlre- ® er £ n€ «. c ’ j n er f a 3 te, er wolle die Ausstreuungen seunsser Kreise beendigen, die zwischen ihm und der russischen Demokratie dadurch Zwietracht zu säen suchen, daß sie das voshafte Gerücht rn Umlauf setzten, .der Minister sei gegen die Me malmen Anhänger des Exzaren nicht spreng genug. Kerenski sagte u. a.: * c , Großftttsten Demetrius Pawlowitsch nicht ver- l-attete, W geschah dres, weil er die Verschvorung gegen den Günstig der Karsersamitte, Rasputin, anzettelte. Wemi ich General Mvnow, der veyuck-te, mit, Truppen ans Petersburg zu marscbie- uen,, uw port die Revolution zu unterdrücken, nicht verhaftete, rm ich da>-, wert der Geneval alt und krank ist und das Gefängnis mn m drei Tagen getötet hätte. Was die Gefangenen in Zärskoje ^felo anbelangr so be,uchte ich sie, um Euch zu sagen, daß die sie bewachenden ^oldaben mir versprachen, nur meinen Be,el2en zu bMrcMr; außerdem ist der Kvnunandant des Zarskoje Sselo mein rcreund. zu deni rch volles Vertrauen habe. r-jcT kort: Ich verlasse meinen Posten nicht, bis die Sicherheit besteht das; das cinnge polittiche Reginw in Rußland Dre demo k r a 1 1 fche Re pu bl ik ist, da ich zugleich als Vertreter ver^ ^ emorratre an der Regierung teilnelnne. Die Regierung! demnächst eme Erklärung veröffentlickwn, daß Rußland Plan von Gebietserweiterungen ver- aber dre eroberte Freiheit auf das Acußerße verteidigen Die Rede machte, der Petersburger Telegraphen-Aaen- tur zuwlge, aus die Zuhörer einen starken Eindruck. Die Versammlung jubelte Kerenski zu und sprach ihm einstimmig das Vertrauen aus. Eine russische „Sonderarmee". 10. April. (WTBtt Ter „Temps" meldet aus Pe Rußland wurde eine wgenmmtt Sonder arm er ^budet die uch bereits an der Front befind. Der Depiltierte Esiromoff erhärte narnens der Vertreter der Sonderarmee, sie lwbe d^pvovrsansckio'.i Regierung den Eid geleistet und tverde sie gegen. iS®. «5L-?' toöytt er auch kommen nwge, verteidigen. Sollten NM die Ziehungen zynischen der provisorischen Regierung und den mcheren Parieren zuspitzen so rvürde sich die Sonderarmree - wegen Ä.-Ä— i. —V'V"- "rrr —-".genauen Durchführung des Ackch- stum-entageS,, die agrarischen Kreise wegen der allzu radikalen For- dermig-en aus Landverteilung unter den arbeitenden Massen sein beunruhigt und wenig geneigt, der neuen Regierung finanziell zu Helsen. Englische Forderungen an Rußland? Ko pe n ha g en, 10. 2lpril. (WTB.) Wie die russische Zeitung " e zuin, Rittmeister eruannt. Erst am 22. Man 1917 >var er. auch schon außer der Reihe, zum Oberleutnant be,ördert worden. Freiherr von Rich-thosen hat damit eine Lausbahn hinter sich, wie sie selten ist im deutscher: Heer. Im November 1912 Osfizier geworden, hat Freiherr! von Richthofen, heute noch nicht 25 I'a h ve alt, einen Dienstgrad erreicht, den im Ffteden ein tt'lchtiger Offizier in vorzugsweiser Beförderung günsttgenfalls nach 13 Jahren Dienstzeit erlangen konnte. Nur der von urls allen noch unvergessene Haupt- mcnm Boelke konnte die gleiche rühm- und ehrenvolle Laufbahn aufweisen. Von Herzen ist dem jungen Nitttueister zu lvünsck)en, daß er sich der auszeichnenden Beförderuirg nach einem siegreichen Frieden noch lange Jahre erfteuen möge und daß sein Können noch viele Jahre der Fliegerttuppe erhalten bleibe. . Am 8. April, dem gleichen Tage, an welchem der kommandierende General der Lnftstreitkräfte Generalleutnant von H ö p p n e r imd der Chef des Generalstabs der Luftstreitkräste, Oberstleutnant Thonrson, den Orden Pour le meritt erhielten, d-"' n^-s> einem dritten OffiziTr der Lu ft streck käste diese hohe Auszeichnung verliehen, nämlich dem Leutnant Voß re. bä ^l!go>cur,e. ocitte. Dieser junge Offizier hat in beispiellos kurzer Zeit 24 ilM einwandftei zuerkannte feindliche Flugzeuge abgeschossen. Am 27. Februar 1916 brache Er seinen erstm und zweiten Gegn-er bvennend >zum Msttrrz, am 25. Februar 1917 s-eiuen seinen 7. und 8. ünd ain 11. März setzte er seinen 14. Gegner außer Gefecht. Als ihm 14 Tage später das Ritterkreuz pes Höhenzollernscheu .Hausordens im Namen Seiner Majestät ausgehändigt wurde, war die Zahl seiner Luftsiege inzwischeri aus 22 gestiegen. Binnen 13 Tagen l)at er 8 Flugzeuge des Gegners vernickutet. Leckren 24. Lustsieg errang er am 8. April. Leuttrant Voß wurde erst im Septeniber 1916 Offizier. Er trägt die Uniform des Hrisarerrregiments Nr. 11. Ter Fliegertruppe gehört er seil dem 1. August 1915 au. Das Flugzeugführer-adzeichen erwarb er rm Mar 1916. Zum Tode des Prinzen Friedrich Karl. Berlin, 10. Aprll. (WTB.) Ter Nachruf der Luft- ftreitkrä fte für den Prinzen Friedrich Karl von Preußen hat folgenden Wortlaut: „Ein Hohenzoller ist als Flieger gefallen? Unerwartet ist Prenz Friedrich Kart von Preußen den schwärm Wunden, die er im Lustkamps erhalten hatte, in englischer Gefangenscl-aft am 7. April 1917 erlegen. Mit glühender Begeisterung widmete sich der Prinz der stmgen Wafße.d um in ihr dem deutschen Vaterlande zu dienen und die Herrschaft in der Lust zu erkämpfen. Sein hoh.>Z stiegerisches Können, sein keine Schnüerigkeiten kennender Schneid, ließen gwße Erfolge durch ihn für die Fliegertruppe erwarten. Gehärtet durch den Heldentod der Besten, kämpfen die deutschen Luststteckkräfte jung und stark! Der .Kommmrdierende General der Luststreitkräste. A. M. W'. B. gez.: von Hoeppner." Berlin, 10. April. (Priv.-Tel.) Der „Lok.-Anz." meldet: Für dre Neberfülwung der Leiche des Prinzen Friedrich! Karl von Preußen, der jetzt in englischer Geraugenschast seinen Verletzungen Zerlegen ist, ftrrb- seitens des Hofmarschallamtes Schritte unternommen worden und Verhmrdlungen eingeleitet, die auf dic- Auslieferung der Leiche des gefallenen Prinzen Hinzielerl. K r r st i a n i a, 10. April. (WTB.) Meldung des Ritzau- Bureaus. Dre norwegische Barke „Fiskaa" und die norwegischen Dampfer „K o n g s h o u g" und „S o l st e d" wurden von Tauchbooten versenkt Kopenhagen, 10. April. (WTB.) Meldung des Rrtzau-Bureaus. Der dänische Dampfer „Wladimir oc c 11 tz ist in der Nordsee versenkt worden. Zwei Mann wurden getötet. Kopenhagen, 9. Llpril. (WTB.) Das dänische Mckri- sderrunl des Aeußern meldet: Nach einer telegraphischen Meldung des dänischen Gesandten in London ist oer dänische Loicer „B r i s", auf der: Meise von England uaar Dänemark mit Reis und Mehl unterwegs, cun Donnerstag in der Nordjee versenkt worden. Zwei Mann der Besatzung, sind umg-ekommen. „National Tidende" meldet aus Malmö: Die Kogrunds- ranne uub die rnneren Gewässer am Falsterboriss sind wieder fahrbar. Das Feuersckstff in der Kogrundrinne mi.d die versck)irdenen Bojen sind wieder ausgelegt. „^rational Tidende" meldet aus Brrgen: Der Dampfer „St. Crcäx" der norwegischen Südamerika-Linie von Buenos Aires ist in Bergen mit 27 Mann eingetrossen, die unter- tvegs ausgenommen wurden. Die Geretteten gehörten vier torpedierten Dampfern mt. . Bern, 10. Llpril. „Matin" meldet aus Nantes: Der spanische Kohlendampfer „Se n f u lg e n c ia “ wurde auf YfL 0 'a.hrt Mwcastle-Barcelona bei Sables von einern U-Boot versenkt. Bern, 11. April. „Matin" meldest aus MarsE: Dio Besamung des, v'ersen kteu Postd amp fers „Eruest. Simon" traf hier ein. Die Ueberlebenden berichten, daS Sehrohr dss U-Bootes sei unsichtbar geloeseu. Man habe in der Hellen Mondnacht nur die Spur des Torpedos im Augenblick des Treffens bemerkt. Die Explosion sei fürchterlich gewesen. . (WTB.) Nach zuverlässigen Nack)- rulsten sind in dem sonst sehr Verkehrsreick)en Hafen Havre in rer Woche vorn 18. bis 24. März n u r f ü n f D a m P fe r aus der Ucbcrsee angekommen, gegenüber täglich etwa zwanzig. also wöchentlich etwa 140 Dampfern im Januar. 1917. M o b r t b, 10. April. MTB.) Meldung der Ägence Hava-.. Das amerikanische Segelschiff „Edwin Hund" (100o Tonnen) ist durch Torpedoschuß versenkt worden. Am letzwn ^on^iabechd brachte ein dänisches Schiff Schiss- bruch'.ge von neun Fahrzeugen in Aüneria an Laich. lins dem Reiche. Mün che n. 10. April. (WTB.) König Ludwig begrüßt in enlen^^cccben an den Smatsminister Brettrei-ß die m bou jüng- It^u -vagen erfolgte BAdung eines bcuieristhcn L a n d e s n u s -> j.ch " > > o s sür die U - B o o t s p e n d e. Ter König übernahm dos oil r0 i U ^ X ^ Cn ülUidesaussckMß und spendete der Sammlung o600 Mark. Sccfrfcg. Amsterdam, 10. April. Dem „Mg. .Handelsbl." wird aus Hoek van Holland gemeldet, daß der englische Dampfer „Kitty Wak^, der mit einem Convoi nach Rotterdarn fuhr, nicht auf eine Mine geriet, sondern von einem U-Boo^ torpediert wurde. Rotterdam, 10. April. Hier ist die Nachricht ein- getroffen, daß der nonvegische Dampfer „Kamille, mit Weizen für das belgische Hilfskomitee von New York nach Rotterdam unterwegs, und der Dampfer „Anna Fosten" des belgischen Hilfskomitees versenkt worden sirch. (Anm. d. Schristltg.: Die Dampfer werden vermutlich im Sperrgebiet eingetwffeu worden sein.) Arls Strrdt rrnd Gieße». 11. April I N7. Tie Witterung, Gartenarbeiten, FrühtarLoffeln und Gcmüie. Man fchveib-t uns: Die Jahreszeit schreitet iw wer mehr fort, die Sonne steigt mit jcbinn ^ag höher, und doch hält das winterliche Wetter noch tartnaarg au. Der Laichnurun und der Gärttrer müsten sich noch gdmlben mit dem Beginn ihrer Arbeiten, weil das Erdreich zu- mcu't noch zu naß und zu feucht und daher noch nngeeig?:et ist den Sarnen auszuuewnen. Wenn nun hoffenttich recht bald besseres Wetter den Umschnumg bringt, dann gehl's mit Bdacht an die Bestellung der Felver und Gärten. Tie Arbeiten drangen und ,-austn stch, und alles muß mithelfen, jung mtb alt, Frcac und Kind, ^onst um diese Zeit wurden in vielen Jahren schon die Frühwr- toffeln gesetzt. Das hat aber in diesem Jahre bei der Ungunst der Witterung gar keinen Zweck. Es gelü einmal nicht anders, imd es ist auch viel vernünftiger und besser, mit Geduld nocki zu warten. Wenn die Erde und die Luft hinreichend warm sind, wenn es nachts nicht mehr^ gefriert, darin kommt alla> viel schneller hervor, dann gefreu die Kartoffeln rasch auf, dann sieht man alles keimen, treibeir und wachsen. Jetzt nur nicht verzweifeln! .dldan sei vorerst einmal recht darauf bedacht, die Felder und die Beete des Gardens gut vor- zubereiten zur Aussaat, richtig zu graben, zu hacken, zu'düngerd und alles Unkraut, besonders die Quecken, zu beseitigen. Dafür ist die )etzige Zeit der Hürlraltung mit der Aussaat noch gut geeignet. Zur Ausstellung der Saaten, zum Pflanzen des Gartens ist noch Zeit. Aller Samen braucht zum Keimen vor allen! Wärme; der Erdboden aber sist noch zu kalt. Tie Erbsen, die jetzt schon int Freien gelegt sind, verschimmeln, versporen und verfaulen, man muß sie noch einmal legen, und das Saatgut ist verloreru Es ist hie mid da eine Beunruhigung in der Stadt eingetreten wegen der Beschaffung der Se tz ka r to f s e l n , be- «onders der Frühkartoffeln. Dazu ist aber kein Grund vorhanden Nächstens kommen die bei der Stadt bestellten Frühkartoffeln zur Verteilung. Wenn auch nicht jedermann feilt bestimmtes Quantum erhalten kann, so gibt es doch sicher ein gut Teil davon, und werter hat ja die Stadtverwaltung vorgesvrgt durch Heranziehung von Frühkartoffel-Stecklingspflanzen' durch dre hiesigen Gärtner in ihren Treibhäusenr. Wer sich für das Verfahren interessiert, kmrn es jederzeit selbst sehen, die Gärtner werden es gerne zeigen. Es ist l)alt ein Notbel-els, ein Ersatz, uni nur für die Gärten und kleinen Felder, nicht aber für die großem Aecker. Wenn die Beete gut zul'ereitet sind, und wenn das Wett« nicht gar zu rmgr"msrig für die Pflanzung ist, so wird der Erfolg sicher nicht ausbleiben. Tie Pflanzen können allerdings rveger, der Fvostgesahr iricht vor dem 20. Mai von den Gärtnern ausgegeben werden; aber wir werden doch eine um 14 Tage frühere Ernte haben, als mit den Frühkartofscln, die als Setz- oder Stöck- kartofsel zu Ende Arwil oder Anfang Ääai in die El'de kommen. Diese gel)en bis dorthin auf oder werden gehackt. Tie P>lanzeül aber tonrten in guter Erde bei günstigern Wetter rasch Wecker wachsen. Ta sie anfangs wenig Raum bemrspruckii''n, so köniMl )vrr ganz Mt in etwas rv'ößerem Abstand vorher Früh Kohlvaöipftanzen letzen, nach deren Ernte im Juni dann die Kartoffel den ganzen Raum für sich hat. Wir sel-en also, daß wegen der Frütch'tzkar- tofseln sick> niemand Sorge zu machen braucht, es ist alles in gute Wege gelecket. Auch für die Anzucht der Frühgemüse-Setzpslanzen, Kohlrabi, Wirsing, Sellerie, Viotkraut usw. sind unsere Gärtner eifrig besorgt, so daß zur Pslanzzeck alles zu lmlxm ist. Jetzt kann man noch Karotten, Radies und Znüebeln säen, aber sonst muß alles Pflanzen und Gärtnerm noch verschoben merixm. Tie Spüt- imb Herbstkartosfeltr lxrben überhaupt ruxh Zeit bis Lbifang Mai. Tie bei dein städttsck-en Tiefbauamt bestellten Mengen komncw alsdann rechtzeitig zur Verteckuug. ** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat am 7. April den außerordentlichen Professor für Physiologie bei der llnr'oet,ität Tübingeii Tr. Karl B ü r k e r zum ordentlichen Professor m der Medizinischen Fakultät der Laiides. iiuiversität Gießen, msbe,>ondere für das Zach der Phvsiologie, mit Wirkmig vom 1. April 1917 ernannt. — Am 27 März ds Js wurde der Hitfsdiener Qairrinus Stephan zu Bad-Nauheim vom 1. April 1917 an znnl Parklvart bei der Badeauwilt Bad- Nauheim ernannt. —- Der G r o ß h e r z o'g Hit dein Ol'er Post-. ichaffuer Wilhelm Schneider in Bad-Nanl-eim daS Ml gemeine Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. ^ Zeichnung. Am 3. ?lprck ds. Js. wurde der Lchreibgehilfe Jakob Sprengel zu Bad-Mau heim zum Bureau- Vlstistenlcn bn dein Brawikohlenbergiverk imd Kraftwerk Lsümngs- Loifnimg svwre der früher Fürstlich Solius^Brcrunielssäve Oder* iteiö^.)aunes l- wald zu AeckeShei.ru zum Sttig-er aus dem Bixrmckoblinil>ergwerk Lndnngs-Hosftiung, sämttich oont 1. April 1 ^ 1 / au, ernannt. — Ernannt wurde am 2 April die Sclmlamts- Mi« Margarete Vage mann aus Mürden i. W. mit JmSsÄ! „• 1 r l >? n[ 11)17 ab zur Lehrerin cm der höheren , ta ^ ''' i:lfc Vl Gießen unter Belassung iu der ^ber Bol. -osch c! lehrennnen. Sj e ff c n 11 \ ii) e Versa m m T u n g. Wir verweisen nochmals auodruckuch dvrauf hin, daß heute abend 8V,Uhr mr <&xalt be& t - anafe^ Füriicnhos, Lindenplatz 1, Ober- bürgerinerster^ Jt e 11 er , Landtagsabqeordneter Jfuftijcat ©runcmarb unD (veh. .Eirchenrat Prof. O. Dr. Eck über ^st e Kriegsanleihe sprechen werden. Es ist aTr Dürgeri^liaft, diese patriotische Kundgebung durch st' ausdrucksvoll wie möglich zu gestalten, frfifvr ? t a e l dder StadtGicßen. Wie wir schon Ä ^ sur Behebung des Mangels an .-kadtverordneten-Versamntlung die Ansaabc n ie i, k Füns.ng P seimig als Noig ld lvfckl -seit. JL ft ai b I r ' 'kteideuttclam Kreditbank, Filiale ließen, übertragen. Fm BiParsssaiie mim ft^K x; ^ yic,., , • fy 1 nT ■ V' JUWU uuui, tZanate 0 >t wende num sich an diese Stelle. Die Regelung der F l e i s ch z n l a g e n wird, ... . . t .. ‘ .» k/ i- t, üivi|u/jlUUUCII IUIIU, wie wir Horen pünktlich einsctzeu. Am 14. l. Mts. spätestens werden die ^vleisch'nsatzkarten ausgegeben, am 21. l. Mts. erfolgt dre Aush hierdurch eine bequeme Gelegenheit, sich cm eröffnen zu lassim. Durch den Beitritt zum Post scheckverkehr erlangen sie die ml Merkblatt angegebenen Vorteile mgleich eine vaterländische Pflicht, indem sie zur Unilauss an barem Geld mrd zur Forder-ung dcS bargeldlos n Lavsting<'ausgleichs beitragen. ÄeranZiehung derinderLandwirtschaftver- we n oda r e n S t n di e re n de u. Nachdem eine rvcitgel-ent< rster- an-iehimg der ^ämllugend zu landwirtschastlich.n Arbeiten bereits m«e Wcge üet^let ist, ba! der Präsident des Krie>;sernäl/rnngs- Bundesregierungen angeregt, die Studierenden der rranowirtzMatt an den Landlmnschafrlichen vochschulen. Akademien und Unu^rsuaiörnuiMien, sowie die Zöglinge der Landwirlscha't'-- uno Ackerbau,clmlen^zur lanomirtschastlichen Bctriebsleiwng heran- der Techni, .n Hochschulen und ml??-- nack Möglichkeit zur B^iennng landwinscha''tliäx'r N^sclnnen emzusretten. Tie 2ln^abl solcher Studierender ifi tron &errwttgel)enbcn Einziehung zum Heeresdienst auch heule noch oeryarm'.smatzrg gron. und es liegt dal>er nahe, die Arbeitskraft grvM'n Dml auch praktisch vornebil.xi.n jn .gen Leute nach '..cogl ichtTit Lr die Landwirtschaft veringbar zu mach.-,, indem sie den Berrrebslortern als Assistenten lxigegeben oder für ipeKrelle Arbeiten, »me z. B. BLdienung landmirtillmstlilher Mahnen. oernMrdt lverden. Für letztere Antgabe k.m^n in erster ^irne me studierenden der Technischen Loch.'bulen und Polvtech gegebenenfalls durch Svczialknrse ,wch ^ Amgabe vo^nbereiien. Auch sür die Ausführung l n 'T Z bxrcns stark abgenutzten landwirtschasl- lvchen Masckknen sre au-»gebildet werden können. Diese f^m,iensclEichen^akademrschen Jugend ist ob eine Schließung der Hochschulen werden solle deren Betrieb aus praknsch-n G.-sjndenj der w-.ssenschaNliichen Forschertatigkkit wie auch der zahlrnch.-n studierenden Kriegsbesckrndigten auf- recht erhalten werden muß. Sre beznxckt lediglich die Heranziehung der rn der ..andwir ichast ve.wendbaren studierenden auf dem Wege frevmlligen Meldung in Uebereinstimmung mft den, Zivildimist- Ps1vcytge,etz. * Landkreis Gießen. „ Avril. Das ®f mit Shrie erhielt der Unteroffizier Lehrer Wilhelm Mühl. ** irklar, 11. Alpnl. Dem Lelwcr, ugcteroNrSier und Offt- — - - - • — - , - | igiv.. i*iw - I I zrer-A,pivant Karl O t t nrnrb« das Eiserne Kreuz 2. Klasse ver liefen. Ott steht feit September 1915 bei einem Infanterie-Regiment ui Galizien. z. Geilshausen, 11. April. Musketier Ludwig Lof- mann, Buchhalter der Fabrik Mlniendinger, Grünberg, erhielt die Hessische Tapferkeitsniedaille. KreiS Büdingen. # Büdingen, 11. April. Das Eiserne Kreuz I. Klasse erhielt der Leutnartt und Adjutant Ferdinand Schwarz. # Bobenhausen I, 11. April. Das Eiserne Kvenz erhielt der Reservist Otto Haas. 44 Echzell, 11. April. Gendarmerie Wachtmeister H o f m a n n stellte hier eine fvemdc Person fest, die-Eier ausgekauft hotte. Kurz entschlossen hüpfte die Frau in den Eierkorb und zerttat die schöne, tenre Ware 44 Kefenrod, j11. April. Die hiesige Gemeinde zeichnete zvr 6. Kriegsanleihe den Betrag von 13 000 Mark. Fnr ganzenj hat die Gemenide dem Batcrlande jetzt 22 000 Mark zur Verfügung gestellt. 44 Langenbergheim, 11.April. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse zeickmete aus eigenen Mitteln zur 6. Kriegsanleihe 50 000 Mark. Kreis Lauterbach. z. Crainfeld, 10. April. Heinrich Oechler von hier, bei m Infanterie-Regiment im Westen, ist nach kurzem Kranksein verstorben. OeckKer hinterläßt außer einer Witwe iwch zwei kleine Kinder. Llußer der Wittve betrifft diese Tranevbotsä-aft die Mutter des Berstvrbenen, die Wiüve Louise Oechler, schiver. Bon ihren vier Söhnen, die am Kriege teilnehmen, ist dieses schon das dritte Opfer, ioelches sie bringen muß: der erste Sohn August starb 1915 infolae rrettvundung in Rußland, der zweite Sohn Wilhelm ftel in pnankreich, der dritte Solm Lxinrich, der jetzige, Itarb ebenfalls in Frankreich, während der älteste Sohn Kar' infolge einer schweren K'nieverwmümng noch in einem Lazarett in Rumänien liegt. Die Familie ftndet allgemeine Teilnahme. Kreis Schotten. z. Aus dem oberen Vogc lsberg, 10. Apiil. Die laue, milde Wittei'ung, welche ruxh kurz vor Ostern l>errschte, hatte sich auf die Osterseiertage in einen eisig«! Sturmwind verwandelt. Geldern abeick. kurz vor der Nacht, fegte ein orkanartiger Selm«- sturin über unsere Fluren und hielt auch die ganze Nacht noch an. Lhuch heute dauerte der Sipceesall ,wch fort. So ist es wieder plötzlich Wlmter bei uns geworden, die Hoffnung am ein baldiges B 'rültzahr geschwunden. Das Sprichrort, ..grüne Weihnachten, weiße stern", bewährt sich hier aufs neue wieder. Kreis Friedberg. -ü- Münzen borg. 10. Avril. Bon den hiesigen Kassen wurden 1385 Mark zur 6. KriegSMl!eil»e gezeichnet. -ü- Trais-Münze nberg, 10. April. Die Zeichnungen 'ur 6. Kriegsanleil-e erbrachten in unserer einllassigen Sckmle den schönen Betcag von 1300 Mark. Am' den Zeickpier enffallen durck>- schnitllich 62 Allark. Hessen-Nassau. Y Biedenkopf, 10. April. Tie Stadtverordneten genehmigten den Voransckstag für 1917 mit 418 262,54 Mark ra. Herborn. 10. April. In diesem Jahre jahrt eS sich zum hundertsten mal. daß Alt Nassaus Bildungsstätte, die lwhe Schule 5>erburn. rine Univ.'riitc,c ntif yiw-t Anf/t/mhon Letzt' 2Itcrt Die höchste Anstrengung der Entente. Rotterdam, 10. April. Engliscl-e M st i ^ ä?.kreise bez cidrnett die jetzige Offensive an der Westfront als die höst> :e ^ttuftmtfaltung der Entente, die taim! 4 bis 5 Wochen amivmern kann .ZrietrakÄiM'Nka imb der fttifc Rotterdam, 10. April. Nach emer Hat«meS>nng aus Rio de Janeiro hak Guarcmala arntlich daß es die Beziehungen zu Deutschland abgrbrocixm 6al* In Berlin liegt bisher Anne Bestätigung dieser Nachricht vor. Die Red.. Rotterdam, 10.. April. „Daily News" berichton ^ws r , ' A V .• ,V*V .. vuyiuiii-’iuu«, un Wl|\ chule Herborn, eme Universität mit vier Fakultäten, aufgehoben lvurde. Sic l>at über 200 Jahre bestanden: von 1584 bis 1817 oolcvnische Zeit brachte der Hohen Schule das Ende. 1817 e navolWW,^ .... . . . A ,, X1 wurde die Anstalt aufgehoben. Nur die theologische' Fakultät lebt 1V1 Xom r.,S. 4 t ^ ... . __ noch heute in dem protestmirischen Predigtamisseminar jl Marburg. 10. April. Oberbürgermeister Droje wurde das Verdien,'kreuz für Kriegslnlse verliehen. — Für den Kreis ennig das Bei di-m kreuz für Kriegslalte verliehen. — Für den Kre Marburg mit ?lnsnalmie der Stadt) ist der Höä-.'ipreis ß Roggenbrot aus 94pwztziitigem Roggenmehl auf 14V, Psenn und 'ür Roggenschrvtbrot aus 14 Pfg für ein Pfand sestznictzt )' M a r b u r g , 10 April. Hem.- l^errschte hier den ganzen ^ag heftiges Schn agestober. In den 6>ebirgslagen. z. B. im Burgwalde, li.'gl der Lxhnee fußtief. --- Aus der Rhön, 10. April. Die Osterfeiertage brachten dem Rhöngebirge erneut gelvaltige Schneemassen, die sich auf dem Kreuzberge in einer fast gleichförmigen Slstckt von 50 Zentime tent _miftünmen. Heute vormittag zeigte das Thermometer un Kloster Kiauzberg drei Grad Kälte. Uirci-liche Nnclirichten Gottesdienst der israelitischen RcligionSgcsellschaft. . ^ 4a ? ' 13 - ^vril und Samstag,'14 April l' a bfest-Ende. 7. Tag. Dorabd. 7,10 Uhr Vormittags 8.00 Uhr. 8. Tag. Vorabd 6.55 Uhr. Vorm. 8.00 Uhr. Nachm 4,00 Ulrr. Fepe-ausgang 8,10 Uhr. — Wochengotresdienst- morgens 7.00 Uhr, abds. 8.00 Uhr. V4 i i. l WU III, L\J.. Washington: In den Republiken Guatemala, San Salvador und Honduras zeigen sich starke deutsch feindliche Strvmrmsen. die diese Länder mit in den Krieg hcneinziehen könnten. Kuba und Parmma. Bern, 10. April. Pariser Matter berichten ans New Kuba wird eine Armee von 10 000 Moom, die es der «rmerikaansch n Regierung zur Verfügung stellen werde. Panama habe ein Abkommen zum Schutze des Panama--Kanals getroffen. Ein deutscher Hiffskreuzer vor New Port? Bern, 10. April. Pariser Mütter berichten auS Washington, in der Nähe von New Port sei ein deutsch.r Hilfskreuzer gesichtet worden. Die an der westatlantischen Kiiste operierenden ^Schiffe der Entente seien von Mnerika- nischen Kreuzern abgeköst worden. 2luch der PotrvWl7len- dienst Minder europäischen Küste werde in Zukunft von ainerikonischen Schiffen ausgeführt werden. ^ Die U-Vootgefahr und England. Rom, 10. April. Der „Avartti" sätzt die Verluste der englischen Tonnage aus Grund der Mitteilung des KsWzlerA über.die Ergebnisse de« U-Bootkrieges auf 24 Pro-ent, d. h. aus 720 Schiffe im Jahre. Diese Zahl werde fick ober voran"- sichtlich rwch bedeittend steigern DaS Weserttliche sei die Wirkung des Tcruchb-ootkrieges ans die Neutralen, die von der Fahrt nach dem Sperrgebiet immer mehr abgesckreckr würden. Gegen die russische Negierung. Stockholm, 10. April. Nack einer Meirnmg der Petersburger Telegraphenagentur stößt die provisorische Regierung bei der Einführung der Neuordnung im Ton- und Ural auf erblttertcn Widerstand der Bevölkerung. Gleichlautende Berickste tiefen aurb auS Türke stau vor. Der russische Äulkan. Haag, 10. April. Ein von hoher neutraler an eine r t.’V rr - ■ ' ittiu-tiuti vTOa an nur lwye holländische Stelle in Holland angekommenes Chisfretekegramm bringt wichtige Nachrichten über die Lage in Rußlano. Danach sind u * n - g ’ wlv 4 - u - 9 '- 1,1 yu*f)iuiu;. ^.uuttch iUIÖ alle Meldungen der Petersburger Telegraphenagentur mit grsikier Vorsicht aufzunehmen. Sie stellen tie Situation viel günstiger b»r, als sie in Wirklichkeit ist. Das Regiment Miliu?ow-Lwo:»->^«>- zianko verliert rapid an Einfluß und muß, u»n sich zu halten, zu immer schärferen (^waltmaßreqeln schreiten, die aber doch wieder versagen. Die sozialistisch-revolutionären und andererseits die rc- akttonören Elemente kommen machttg vorivarts. Ti? Bauern rr eiben Agrarrevolution und Neakiivn zugleich. Ein großer Teil rer Petersburger Garnison ist dcserrien Auch «m den Fronten inden :RÖchen- deriertionen statt. Man hat den Eindruck, daß Rußland erst am Anfang einer ungeheuren inneren .icatastrspche steht. nncr ungeheuren inneren atastrrpche ^.äe Botschafter der Entente in Petersburg stehen der £age ratlos und machtlos gegenübei'. Haag. 11. April. Der Gegensatz z:viich.n der rnssisckpe« provisorischen Regierung und der Arbeit«, peertei lMtzt lick immer meffr au. Das Gespenst des Na hrun ttel- mangels, das seit der neuen Regierung durch die rücksickislose Leerung der Rrservelager und Inanspruchnahme der für die FeL>- Heere bestimmten NabrungSmeTigen vorübergehend ettvas verölaßt war lat sich laut Bericht eines Petersburger Vertt.-auenSmanneF der „Voss. Ztg." wieder eingestelO. Vor allem sei PeterSbarg von Nahrungsmitteln so ziemlich entblößt. Dir Zarcnfvmttre. Kope n Hagen , 10. AprU. Ein Petersburger Telegramm bezeichnet die Meldung von der Internierung des Zaren und der Zarin in der Pcter-PaulSfestung als unrickuig. Das Zarenpaar nält sich nach einer Meldung andauernd in Zarskoje-Sselo mir Dce Kaiserin-Witwe reist in Begleitung ihrer Schwie-iertvchrer' der Yiattin des Großfürsten Michael von Kiew nach einem Orte am Schwarzen Meere. Daß Dumannkgkied für Ken, wir? >ie dott hin begleiten. Der Rücktritt des k. u. k. KnegsminifterS KrodtVin. Berlin 10. April. DaS ..verlmm- Tageblatt" schreibt: ^ Rücktritt des Kriegs Ministers Freiberr v. Krobnin tnrrfte mit dem Piwzeß Krantz imd der Mgklegenh.nt der beki::nven korrigierten: Wate znsainmenhangen Ob auck die Demission deS Krieatmini- sterS wie jene des Iustiznrinisters Schenk mir formelle B.^enttcng bat, dürfte sich noch Herausstellen. I I li® sofort gesncht. ^KXt Heil- und Pstegeanstalt Gicßcn. Tüchtiqtr 'ürbriter ftum sofortigen Gintiitt ges. Gelernter Küfer bevorzugt. 02184 Cbr. Jndeckbnl. Snngcrrr Hsusbmsilic gesucht. »_ IA8V Driewch, SelrerSiveg 70. Säen Gesellen und Lehrling sucht 2854 «ln. Hauvnch, Schreineruieilter, Aiteriveg 5ü. Grof;handlr>ng Suchen sür sofort tüchtigen, zuverlässigen für 250 PS Lan.z-Lokomobile 2872V Mittcldcu'schr Galicrei und Nirmenfabrik Aki.-G, Wciilar. Maurer, Zimmerer, Erd- und Beto,karbciter und Arbeiterinnen gesucht. Unterkunst und vollständige Verpflegung aus der Bauuelle. I2630V Jürgen Rrnndt. EXnenbahii’, Hoch- nnd Tiei*bau, BituHtelle kulNterhadi u. M, sucht f. für. J^ngon Hann (auch kriegsbelchudigt' sür Lager und Kontorarbeiten. Schristl. Allgeb u. 02114 n. den Gieß. Anzeiger erbeten. Anjgkwtttcr Ziiiük zu Ostern als ..«-In-Hrij Sltchen für sofort tüchtigen iuüiliocs lüiaDitjfii das gut bürgerlich kochen kann, wird aesucht. Anfang', .gebalt Mk. Neustadt 32. OM. Mmm -um baldigen Eintritt gesucht. Frau Sigmund Facob, 2301 Babnbvfftraße 54. Tücht. Mädchen von 10—17 Jahren, welches schon gedient bat, gesucht. 02 155 Lie bigstraßc 76, I. Juogk» «»Svd n '.agüllber od. lüi ganz gesucht. Fruuüeorg. Seliersiveg 30. i2d>i« Tücht. Mädchen silrKüchenarbeilzum15.Avril gesucht. Laugl-ngsbeim. !z. Ferkel schwere und leichte, breit bucklig, kvloflale Fresser, ein getrorieu lind von beute ab zu billigsten Tageövreisen abzugeben. 02173 ^uDruiq ^aiii(f),Wriinüfrn iun'ne i^Ofidöiicrpfr Kiilj Herdbuchtier» mit Mutter gesucht. Kost und Wobttung im Hanse. 248!» Carl S«hwnab Delikatelsenbandinng Mienen, Seilersweg 23. Acllere ükhilScie ^oii sucht Stelle in besscreiuHause. Schristl. Au cb nicr 021 tti an den Gieß. Au», e, beten. Putzfrau gesucht. '.1123 vttrur nil.tzc Klinik. 8»verl. e':r!. Frau > Haushalt gesucht. voi ulittagS tz—11 und nachm. 1—5 Nh«. 8u ertr. Slaetbettrake 231. v 'tnobeiüdv. 0 0.181 Laussran oder Mädchen für Freitag oder Eainotag ouf einige tziunden gesucht. Näheres in der Geschätis» stelle des Gietz Änz. ,02173 Vorarbeiter für unsere CxktraktionSanlage. Mittcldnitschc Gerberei und Nicmenfabrik A.-G., Wcb.lar. 28710 gü’iffniiißö.ßflüfinibificii bis 15. dS. M s. gesucht 02178 Datnmitrnße 34»I. Sanbere Frau zum Wuschen und Putzen sür halbe Tage geiuckn. ,02170 Ereduerttraße i *. I. ä Ich suche eine Veriou zwecks gründlicherReimaung einer Wohnung. >02154 Rausch, Löberstraße Ä >> den od LVrnu dreiru.il wöa.entl. 2 Ctd vorm. aes. 02174! Löbrrstraße 1011. res für Kontor und Verkauf gesucht. Carl Ntürkrnth, 021511 Möbelsghrtk. ne* sucht. m "l Creducrltraßc 10 . L Cäcsucht ein besseres Mädchen oder einfache Fräulein für unü>« mittags zu zwei Kindern. Eintritt möglichst sofort. Fran Profosaor Laqnaor, •-02 Moilkeftraße 18 , 11 . Ducht. Mädchen für Küche undHguS zur'.'luS Hilfe gesucht. o* 2 tii(} _Nord-Anlage 7, p. Ho.nsmädchen zum l. Mat gesucht. 102100 Babubossteaße 46. Aelteres Mädchen ob. un* abhängige Frau zur F ührung eines kl. HauSbaitS, auch filr (M.iriciinrb., zum 1. Mat nach Gienen gesucht. Schr. Angeb. t">^tt!eballSgnsvr. unter2008 Gieß. All», erbeten. liiditiilfä Mädchen auf 1. Mai oder früher ge* flicht. !02111j Ltevbanstr.7. Junges Mädchen kalb zu verkguscu bei Jobaunes .Kcßier XI. 2864 ttironen-ttiuden Gin trii*- g- ß [) rr i r jD *>'»<'!• tige 02153 zur 'Besorgung von Bolen' gingen in der Stadt aesucht. Näheres in der Geschgsts- stelie d. Gießener Anzeigers. Dienstmädchen gesucht. ,2814 lVlllielm Mftier, _.Kalser- Allee 27. Ein braves Mg>chi..s ae- eblttchcs ^iliuliktü \ ud)t 02180 Bergstraßk 22. T» lit lllllciniuatrfien, bas kochen kann, iu kl. HgllShalt mit 8!ährlgem Kinde gestlchl. Waschfrau vorh. Näheres l'ru« »r. Kln|»i>ort, Cffenbnrb a. M. Z. Zt. Wiesbaden, ronuenbergerstr. 70. Dein >> tücktiae- HauS* mädchcn, ivclches nuch bedienen kann, für Kilrpension in Bad'iüaubcim. Oflertcn an Rell, ^udtviLSplatL 13 i"- kaufen. _Neustad t 78. Reinrassige Augora-Httsin ah verkaufen, eutl.z. uertnuschen gegen Velgtor-Rrssvo. Näb. Babnbosttraße 30 I- u - i0J Einige zu ver Wagen kaufen. 02l27j _Diczstraße 6 p Leichter, feststehender Pflug zu verkaufen. W. Hantel, Nelieu Baue 7. 02185 hithkinlK. Vilser hüD cifcrnc ifioijrc in allen Größen und Weiten abzugeben. 2805 Itothenberjicer, ttumveu*, Papier, Eisen* u. Metaühandlg^ Reuenivea 2 8alF»tSbodvR-»GU!,aa». 1,74 ür., vnss. f. Erker od. Veranda. 1 kks UvracbraNllekvU. 1 Strtk- ■ir.lratB0u.lni cif.Oleatchtrm billigz. verk Edarnir. l, p. >>>, 71 Habe abzugeben 10 Ps!>. nonjeii ifcftr Näheres unt. 21 K«} t. Gießener Anzeiger zu erfahren. sehr billig zu verkaufen. 02o "‘ IVoIkensanse 27 p. patzte fiiv Sehlachtkaaiziehcn von 4 l /a Pfund ab ver Pfund lebend Gewicht abgedvll 1 Mk.. Selbstbringcr l.ÄMk. II. irennt-i* II., Krofdorier 8rai;c 8. aller Art zu kaufen gesucht, zahle die höchsten Preise. Postkarte gcnügi. 101871 X. Cheimo^lcB, Walllvr- itraße 6. 61uk erhaltene leichte Badewanne l zu kaufen gesucht- Attgebore m. Pre S u A. Z post!. Wieseck Pftttl. Bankbeamter, Wlw..50 Fahre. m.2KlndernlFu:igel5. Mädch. 11 F.l, m. gm. dauernd. Skellg. u.( nk. in Oncubach, s. anst. ivart. Llaa-bSlteela t. d. mitli.I.- wenn etw. Perm. u. unabh. zwecks evtl. -f'e., . bevz. chr-2lng. u.L880a.Gieß.An». für gebrauchte Möbel. Kaufe auch ganze Haushailllngen. . f - Koeonjiwelp, Gienen, ^eltersweg >8 I. Brutinaschinc mit Eingabe doS lLvItems und Preis zir kaufen gesucht Schr. Aug. rr'?877 a. d. G. Anz bis 20 Morgen, Nu de Bah» stntion, mit guter Hupulhet VUpoil neben bar zu raufen. Preisest, unter K I>. l\ 16» an Itudolf INomrc, rrnnk- 291008 Schäfersfamilic Nicht eine VerdeC.Hase am_ LLkidcu. L-chrnli. Ang.unrer 02108 an den Gieß. Anz. Ikrßchkriritg her 1K Viertel ßraliürlär.tif am tteihgeuerner 2öeg undei Montag, dcu 16 . April, statt. Zllsammenknnft um L ttbr nachmittags am Straßeuwnrtcroalis. s2i>l7 tticher Straße X fup< n. fl. Hey gegen Erlaubnisschein zu auien aesuchl. 20181) Gicdencr Braunftei.'lberg* wcrkc vorm, ^crnic Vtcucu. ' Oie.: Hermann 3t0mß«attve. Donnerstag, dcn 12.April, abends 7'/, ttbr: National-3k»g den Deutschen Bühnen für die 6. 5tricgsanleihe 2t'euheii. Gewöhn!. Preise. Cez0ickis©t. Ein Akt von Ä.ar Friedrich Hierauf »IM fertig* Cmcilc in B AAen mm veo Ascher. Mittwoch, den £1. April 1917, abends 8% Uhr, im Saale des Gasthofes Fürstenhof zu Gießen, Lindenplatz 1 V ^ W & I 4h fik 9 tf 9 Nedner: 1. Oberbürgermeister Heller, 2. Jnstizrat Grünewald, Landtagsabgeordneter, ^3. Geh. Kirchenrat Prof. D. Eck» "2798 k Die Bürgerschaft wird hierzu freundlichst eingeladen. Der Oberbürgermeister. Unsere Hofi'nung auf ein Wiedersehen ist vernichtet. Tieferschüttert traf uns die schmerzliche Nachricht, dass unser inniggeliebter, herzensguter 2. Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Vizefeldwebel Paul Schmidt (Regimentsmusik) an einer tückischen Krankheit im Alter von 39 Jahren im Feldlazarett verschieden ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frara Wwe. Luise Schmidt WHBy Schram!!, Vizefeldwebel, z. Zt. im Felde Kai'S Schzcaitit, Musikmeister, z. Zt. im Felde Meranano Löher, z. Zt. in Gefangenschaft, u. Frau Eila Schmidt Ludwig Ascliaucr, z. Zt. im Felde. Giessen (Seltersweg 31), den 11. April 1917. • 916 Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß nun auch unser 2. lieber, herzensguter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Gardist ■ Albert Laib im blühenden Alter von 19 Jahren bei einem Patrouillengang am 28. März 1917 gefallen ist. In tiefer Trauer: Familie Philipp Laib u. Frau Marg.geb. Schmidt Familie Karl Laib Wwe. und 1 Kind Ernst Laib, z. Zt im Felde Wilhelm Laib. Gleiberg, den 7. April 1917. 02156 -,--W ' Toaies-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, dass unser herzensguter Mann, liebevoller, treubesorgter Vater, Bruder und Schwager Heinrich Henkel nach langem schweren Leiden am zweiten Ostertag im Alter von 49 Jahren sanft entschlafen ist. Die tiefgebeugten Hinterbliebenen: Margarethe Ht nkel geb. Hofmann Mebirich Henkel, im Felde Matharäne und Frieda Henkel Katharine Ifofmann Witwe. Geilshausen, Giessen, Kesselbach, Köln-Ehrenfeld, Frankreich, Amerika, den 10. April 1917. 2920D Die Beerdigung findet Donnerstag, den 12. April, nachm. 3V 2 Uhr statt. Den Zeichnern auf die sechste Kriegsanleihe wird bekannt gegeben, datz die hiesige, im Reichsbankgebäude befindliche Dar- lehnskafse Darlehne, welche zur Einzahlung auf gezeichnete sechste Kriegsanleihe gewünscht werden, gegen Verpfändung von Wertpapieren und Schuldbuchsorderungen zu einem Dorzugszinssatze gewährt. Dieser bisher 5 1 / i % betragende Dorzugszinsfatz ist mit Wirkung vom 1. April 1917 ab für die weitere Dauer des Krieges aus 5 % % herabgesetzt worden. Der Beleihungssatz für Kriegsanleihen ist ferner von 75°/, auf 85°/» erhöht worden. Die Rsichsbanknebenstellen in Friedberg, Marburg und Wetzlar nehmen Darlehnsanträge, sowie die zu verpfändenden Wertpapiere zur kostenlosen Weitergabe an die hiesige Darlehnskasse entgegen und stellen alle erforderlichen Formulare im Geschäftsräume oder auf dem Postwege zur Verfügung. 2926» Gießen, den 11. April 1917. ReichrbankfteUe: Müller. Otto. E: Für dis vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinschetden meines lieben Vaters, des Univ.-AanzleidLenerS Martin Scherf sage ich aufrichtigen Dank. 2904 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Svietz. Gieften, den 11. April 1917. Licbl£:«itraK*e 17 der 2. Stock, bestehend a. sechs Zimmern u. Zubeh., z. I.Juli z. verm. Miete Pik. 1200. Die Leüchügung des 1. Stockes ist gestatte!. Nab. Dr. Hengwf, Marktplatz- 02083 Scliöue ft-Zlm.-Wehmiag per 1. Juli zu vermieten. 2718, Srbiklerstrasre 5. ö Zimmer Die seither von Herrn Rechtsanwalt und Notar »ümhslü innegehabte 176 Wohnung Selterswea 56, r. ist ab 1. April 1917 oder später anderweitig zu vermieten. in. Zubeh. u. Gart., 2Et., in sch. freierLage z. verm. Fpoilfan v. Wresenstraüe 2. 12756 «abubofftr. 84. SI. Stock, ^-ZimKN-Wohnnnq m. reich!. ZubehSr, mehrere« KeSlern usw., Loggia, zu vermieten. Näh. Gr. Steinweg 20 l. (15 6 Zimmer Wsc lj-Zmincr-Wühn. mit Bad. Ost-Anlage 39, sofort zu verm. Näheres cvrr,2»U-.2. Zimmer 15. |70B Ost Aul. 39 LL. Schöneneuzeitl. eingerichtete sonnige mit Zubehör, Bade- zimmer und Vlartenanteil zu vernneten. Näheres durch Karl Seidel. Ltebigftr.13. 5-Zim.-Wobnuug ?Man- sarde» per sogl. oder 1. Juli zu vermieten. 2409 H. hawupach, Alieest r. 22. Schöne, neuzeitl. 5-Zim.- Wohnung mit Badez. ver 1. Juli zu verm. dtäheres Alicestrahe 22p. 2498 Schöne 5-Zimmer-Wohnung, sonnige freieLage, preiswert z. verntieten. Ludwigsplab 8. Nah. Kaiser-Allee 1. 2648 Elegante 5-Zimmer-Wohng., eiliger. Bad, Gas und elektr. Licht, Balk.. tv. Wasser, Lino- leumfuhb. usw. f. 1. Juli z. v. Ejm, Friedrichstr. 141. 1*" r°i«IttNLi?. §4 5-Zim.-Wohng.p. 1. Juli evtl. fr. z. verm. Näh Fink, Stephan str. 43p. 12804 1 4 Zimmer | Schöne 4-Zicimor-WoIiaKng mit Bad und allem Zubehör ver 1. Juli zu vermieten. 02091 Miiblstrake 31. Sch. 3-Zira.-Wehng. v.1. Mai an ruh. Leute zu vermieten. 2s88 Ne ttc n Baue 1 0. | 2 Zimmer ”1 Schöne 2-Zimmcr-Wohug. ver 1. Ä)cai zu vermieten. 02186 Kaiser-Allee 50. \ Verse hi edene\ Wilhelmstr. 39 u. 52 neu 5 . einger. Wolmuna mit 3 bezw. 5 Zimmer zu verm. Näh. Liebigstrake 83 im Laden und L. Altbost» Telefon 230. 11959 4-Zimmcrwobnung. I.Stock zum 1. Juli ztl vermieten. 2843j Gravenstrahe II. Lek. 4-2t«.-liVohng. zu verm. 02124> MarburgerStraHe60. Seh. 4-Ztm.-1£'odng. m. a. Zubehör. 1. St., p. 1. Juli z.verm. Näb. Steinitrahe 69p. (02162 Eine schöne 4-Zimmer Wodnung ver 15. Mat zu vermieten. 2915 Wilhelm Mäher, Kaiser-Allee 27. 3 Zimmer 3*Zin.*Weh»g. m. Gas. elektr. Licht z. verm. H. Matbeis, Babnhofstr. 26. 2399 Eine 3-Zim.-Wohng. z. verm. 27 27 Seltersweg 65. Filitte 3-Zilll«rr-K:hs. mit Gas ver 1. Juli zu verm. Stei&straSe 25 p, I 2741 Eine moderne 5-Zimmer- Wohnung mit allem Zubehör, auch Bleichplatz, in schöner, freier Lage p. l.Jult zu vermieten. Näheres 2851 Nord-Anlage 21,1. Eine Mansardenwohnung. 3 Zimmer, zu vermieten. 2837 Bismarckftrake 11. Rodbeimcr Strahe 43 Hinterh. z. Alleinbewohneu, 3Zimmerm.Zubeh^'z. verm. Näh. Gr. Steinweg 201. *** Roonstrüfie 18 Haus zum Alleinbewohnen mit Garten, evtl, drei 5-Zim.- Wohnungen m. Bad, Balkon, Gartenanteil u. allem Zubeh. um 1. Juli zu verni. Näh. Grofter Steinweg 20l. 12678 MmgsM 11 mittlerer Stock zu verm. W1 2 , 3», 4-Zimmerwokn. Moltkestr. 20 zu -- 1. April od. später zu vermieteu. Zu erfrag. das. i. 3. Stock. 1989 Ein leeres Zimmer zu vermieten. 02183 Babubosstrake 29. r Mo bl. Zimmer Pernion Br8nfilNetianSävie22 lNellevueiZtm. m.u.ohneVer- pfleg. s. jede Zeitdauer. Mittag- u. Abendiisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. 11687 Ludwigstrnße 37 moderne geräumige 5- biS 6-Zimmer-Wobng., reicht. Zubehör, 1. Stock, zum 15.Mai zu vermieten. I* 24 Abermann & Kling. Eine 3-n.Wmer-Wohnuilg Rodheimerstrahe 51, sowie zwei Wohnungen, 5 Zimmer m. Bad Bahnhofstrahe 65 zu vermieten. Bescheid Zion- t er, BahMhtlitrafle 65. [1459 Frdl. 3—4-Zimmerwobn. zu vernr VUhtzlwLlr. 3. ll. ^ Die seit vielen Jahren von Herrn Wilh Hombergerinne- g ehabte Wohnung von 8 bis Zimmern Plockürane 4 ist ftctf 1. Juli anderweitig zu vermieten, evtl. a. m. Laden. (Güheres Plockstr. 6. 2347 Schönmöbl. Zimmer z. verm. 2614 Kaiser-Allee 58, II. Leb. «Sb!. Zimmor m. elektr. L. z. v. Schanzenstr. 16II.r. \ omi Schön möbl. Zimmer mit voller Pension zu vermieten. Bleichstrahe 13.!. 02157 oiW ] Gut möbl. Zimmer mit elektr. Licht, in gu emHause, an Schüler od. besseres J-räu- lein mit oder ohne Pension zu vermieten. Näheres in der Geschäftsstelle d. Gietz.Anz. JLü.den u. dpi, j Ivsadkn auch f. Bureau vassend, nebst daranstotzenden 3 Zimmern, während des Krieges billig z. vermieten. Näh E.Wallach, Bismarckstratze 14. 12728 Gesucht 4-Zimmer Wohnung, möglichst m. Balkon, bevorzugt Nordviertel, p. 1. Julil.J. von ruhiger Jamtlie i.ruh. Hause. Schrift!. Augeb. unter 02080 an den Giehener Anzeiger. Für 1. Juli eine frcundl. 3, 4-Zimmer-Wohnung gesucht. Sdiristliche Angeb. unter 02182 an den Gienener Anzeiger erbeten. 721 HanS. Marktftrahe 25, schöner Eckladen, per «sofort oder später billig zu vermieten od. zu verkaufen. Näheres Liebigstrahe 3. Frankfurter Ätrabe Laden zu verm. Schr. Angeb. unter 02165 an den Gietz. Anz. 1-2 schön möbl. Zimmer in gutem Hause ver bald von Herrn gesucht. Gegend Lnd- wigSvlatz. Schriftl. 2lngeb. unter 02158 an den Gienener A nzeiger. _ Einfach möbl. Zimmer in der diähe des Bahnhofs zu mieten gesucht. Schriftl.Ang. mit Preisangabe an Spres, Nenbans (Oberhessen). Jür Studenten wird Wohnung mit Beköstigung gesucht. Schriftliche Angeb. umer 02177 an den Giehener A n z eiger. ichallpIatteH-^ j Ahaanemtiit! | ÖröliLVoi^eil f^prechaiaKchinen- I bositzer! Unboprcuzte Abvrcchslg. j Fortvrahr.Umtausch. Prcsn. gratis. Ibarl D,irlM Ü.J-lhl S4 “ ' Nr. 84 Zweiter Blatt >»r. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Beilagen: „Siehe?,er Zamklienblätter" und „Ureisblatt für den Ureis Stehen". Postscheckkonto: grankfutt am Main Nr. «Mt. Lankverkehr: Sewerbedank Sietzen. General-Anzeiger für Gberhesjen Mittwoch, April M? Zwillingsrundoruck und Verlag: Brühl'fcheUniversltäts-Buch-u.Strindrnckerei. ' N. Lange, Gießen. Zchristleltung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstraße?. Gefchäf:sstelle u. Verlag: e«&61, Schriftleitung: 112. Anschrift für Trahtnachrichten:AnzeigerGie':?n. BW« hindenburg über Amerila. In einem Gespräch mit dem Berliner Vertreter der spanischen Zeitung „Banguardia" am Osternwntag erklärte Generalfeldmar- schall von Hindenburg, die amerikanische Kriegserklärung werde nirr die von uns erwartete uno berechnete Wirkung haben. ES ist klar, daß ein so schwerwiegender Entschluß, wie die Erklärrmg deS uneingeschränkten U-Bootkrieges nicht gefaßt wurde, ohne alle möglichen Wirkungen vorher genau zu überlegen, auch das Eingreifen Amerikas. Wenn der uneingeschränkte U-Bootkrieg trotz der Möglichkeit amerikanischer .Hilfe für die Entente beschlossen wurde, so tvurde sie als zu leicht befunden. Der Generalfeldmarschall erklärte dann, die geldliche Unterstützung, die Amerika der Entente gewährt, könne in diesem Krieg nicht ausschlaggebend sein und nur daz-u führen, England noch tiefer zu verschulden. Was die am erikanis chen Kriegslieferungen beüifft, so ist enre Steigerung nicht gut möglich. Außerdem will aber Amerika ein Heer von einer halben Million bis zwei Millionen Mann aufstellm. Es ist nicht möglich, gleichzeitig dieses Heer aus- Zurüsten und dennoch die Lieferungen für die Cnctente zu steigern. Man muß dazu zunächst die anierikanischc Volkswirtschaft weiter auf die Kriegsmittelcrzeugimg einstellen, dazu braucht man Zeit. Tw materielle Hilfe wird also in absehbarer Zeit nicht groß sein können. Sw hu verringern, ist die Ausgabe unserer U-Boote. Hiudenbürg erklärte ferner, er halte eine Beeinträchtigung der deutschen Sev- sperre durch das Eiugr-eisen der amerikanischen Flotte für ausgeschlossen, ebiensowerrig wie die Flotte der Entente an dem U-Voot- krieg etwas..ändern konnte. Die Entente verfüge über keine Waffe gegenüber den U-Booten, Die Seesperre geht mit wachsender Wirksamkeit weiter. Bei jedem neuen Transport müßten die Amerikaner das wachsende Risiko aus sich nehmen, lieber die Möglick)keit eines Eingreifens amerikanischer Truppen in Europa sagte Hindenburg: Selbst bei intensivster Arbeit mrd größter Unterstützung durch die Ententestaaten durch Entsendung von Jnstrukrionsosfizieren nsw. ist nicht damit zu reckmen, daß bestenfalls vor Jahresfrist ein amerikanisches Expeditionskorps von einiger erheblicher Stärke zur Einschiffung nach Europa bereit ist. „Und nach einem Jahr, Exzellenz?" Ja, glauben Sie denn wir warten, bis es unseren Feinden genehm ist?" Dieses Jahr sollte nach den Aenßermrgen der Ententeführer die endgültige Entscheidung bringen. ?luch wir haben unsere Maßnahmen getroffen. Die Ostfront ist heute derart aus,gebaut imd in solchem Maß besetzt, daß ein Brussilvw auch mit den rücksichts- kofesten Menschenopfern keinen Erfolg erzielen brnn. Wir haben die russische Revolution nicht in Rechnung gestellt. Much ohne sie war die Ostfront stark genug. Daß die Ereignisse in Rußland unsere Pläne fördern, kann auch der krasseste Optimist der Entente heutt nicht mehr leugnen. Im vorigen, Jahr brauchten wir unsere strategische Heevesreserve, um den Einfall Brnssilows abzuweiscn. Die Westfront tvar auf ihre eigenen beschränkten Mittel angewiesen. Trotzdem lvuvde der englisch-französische Angriff abgeschlagen. Heute liegen die Tinge von Grund aus anders. Die Westfront ist so stark geworden, daß sie jeden Angriff aushallen wird. Bei absoluter Sicherheit aller Fronten verfügen wir heule über eine frei verwendbare Heeresreserve von einer Stärke und Schlagfertigkeit, wie zu keinem anderen Zeitpunkt des Krieges, zur Abwehr wie zum Stoß an j eder b eliebigen Stelle. Die Beantwortung der Frage, ob Deutschland binnen Jahresfrist mit seinen Gegnern fertig werden würde, verweigerte Hachenburg, fügte aber hinzu: Betrachten Sie nicht, was auch geschieht, an irgend einer Front, zur See oder in der Luft, als eine Einzel- erschenrung. Alles ist Glied eines großen Planes. In diesem Sinne sind Heer und Flotte eine Einheit geworden. Heute, nach nur zwei Monaten U-Boot-Krieg, kann ich Ihnen bereits sagen, daß unsere Rechnung richtig war. Der Weg, den wir unter Würdigung aller Gefahren einschlugen, führt zum Ziel. Ani die Frage, wie sich die Airterikaner vermutlich mit der veränderten Sachlage abfinden würden, antwortete der Generalfesd- warschall u. a.: Ich kann mir nicht denken, daß das amerikanische Volk in seiner Gesamtheit von der Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit eines Krieges m!it Uns überzeugt ist. Wilsons Beweggründe Und die seiner Freunde snrd mär klar. Die amerikanischen Regierenden und Finanzkreise haben sich auf ein faules Geschäft eingelassen. Wollen sie das investierte Kapital nicht opfern, so bleibt ihnen nichts übrig, als dem schwankeirden Unternehmen mit ihrem gesamten Vermögen beiKusprmgen. Dre Frage ist nur, ob sie damit das Unternehmen retten können und ob das amerikanische Volk in seiner Gesamtheit aus die Dauer mittnachen witd. Keinen AugenbliH unterschätzen wir die Gefahr und denErnst der Stunde. Aber der Eintritt Amerikas in den Kreis unserer Feinde hat a l l e Ungewißheit von uns genommen. Wir stehen mit unseren Verbündeten geschlossen, einstmr in der Welt, klar und kalt. Wir haben alle Möglichketten erwogen und nach bestem menschlichen Wissen und Gewissen die gewählt, du zum Sieg und Frieden führen. Ich sagte zu Anfang des Krieges, daß es die Nerven sind, die den Krieg entscheiden. Dieses Wort gilt mehr denn >je. Iw Vertrauen janf die Nerven des deutschen Volkes stehe meinem Posten und sehe dem letzten entsckMdenden Kampf ohne Wanken entgegen. Ich weiß, das deutsche Volk wird seinen Kaiser mrd seine Führer nicht im Stich lassen. Aus Stadt und Tand. Ei eß en, 11. April 1917. ** Amtliche P ersonalna chrichten. Der Großherzog hat hwcd) Entschließung vom 4. April ds.Js. dem Kammerherrn und Oberstleutnant ä 1a suite der Kavallerie Gustav Frhr. von Sch a uro t h zu Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Kaiser von Oesterreich. König von Ungarn, verliehenen OrdenS der eisernen Krone 2. Klasse, desgleichen dem Kammerjunker und Ministerialserretär Robert Frhr. Löw von und zu Steinfurth zu Darmstadt ^ur Annahme und zum Tragen des ilM verliehenen Ordens der eisernen Ktone 3. Klasse erteilt. — Der Großherzog hat am 31. März ds. IS. dem Pfarrer Philipp A l d e k a m p zu Hamm die evangelische Pfarrstelle zu Wald-Uelversheim und dem Pfarrer Adam H a r t m a n n zu Stadecken die evangelische Pfarrstelle zu Groß-Winternheim übertragen. — Durch Entschließung Großh. Ministeriums des Innern wurden die nachstehend genannten Lehramtsreferendare zu Lehr- amtsassessoren ernannt: Dr. Ludwig Färber zu Mainz, Christoph Hechler zu Ober-Ingelheim, Hugo Holzapfel zu Büdingen, Karl Kans zu Neu-Isenburg, Otto Seitz zu Diebürg. — Der G r o ß h e r z o g hat am 4. April den Finanzaspiranten Karl Ullrich aus Geiß-Nidda zum Oberrech, mngsrevisor bei der zweiten Abteilung der Justifikatur der Oberrechnnngskammer ernannt. — Der G r o ß he r z o g hat den Hochbauaufseher bei dem Hochbanamt Darmstadt, Karl Cr et er zu Darmstadt, zum technischen Revisor bei dem bmttechnisck>en Bureau der Mivisterialabt.eilnng für Bau- we'en ernannt — De Gro ß he r zo g chu den Fina zamtmännern August K l i n g e l h ö f s e r bei dem Finanzamt Darmstadt I, Aug. Berg bei dem Finanzamt Frredberg und August Löffler bei dem Finanzamt Bingen den Charakter als Finanzrat verliehen. — > Der Großherzog hat den Forstassistenten Wilhelm Li pp zu Grebenhain zum Oberförster und den Forstassessor Edwin von Becker zu Darinstadt zum Forstassistenten mit Wirkung vom 1. April ds.Js. ab, sowie die Bauaspiranten Johann Schütz ans Stockstadt a. M., Leonlxrrd Drenjsch aus Brensbach, Kreis Dieburg, Ferdincnrd Fischer ans Steinheim, .Kreis Gießen, Wilhelm Schulmeyer ans Mörfelden, Jakob Bensheimer ans Dieburg, Johannes Tamm ans Frischborn zu Hochbauaufsehern, sowie die Bauaspiranten Karl Wi n har t aus Weisenau irrtb Heinrich Ahl aus Westhofen zu Dammeistern ernannt. ** Auszeichnung. Kanonier Rob:nt Günther, bei einem Feldartillerio-Regiment im Westen wurde mit der Hessischen TatNerkeitsmcHaille ausgezeichnet. — Dem Vorschlosser Heinrich Schmitt der Eisenbahn-Nebenwerkstätte, wurde das Verdienstkreuz mit der Inschrift „Für Krie^shilfsdienste" verliehen. — Geftmter Hermann Roffenbar, m Sohn des Metzgermeisters Julius Rosenbanm, welcher im 5. Baßer. . Inf.-Regt, dient, erhielt das Eiserne Kreuz, nachdem er im Dezember 1916 die Hessische Tapferkeitsmedaille verdiente. ** Nachzahlung von Invalidenrenten. Der KriegsbeschKügte Christian B e n n e r von A l l e n d o r f a. Lumda, seinerzeit Res.-Laz. I, Turnhalle, hat den rechten Oberschenkel verloren. Außerdem ist er herzleidend. Tie Lerndesversicherungsanstalt Darmstadt gewährte ilM vom Beginn der 27. Woche an die K r a n- k e n r e n 1 e. Ta B. als da u e rn d invalide im ©iirme der Reichs- versicherungsordznmg Mrznsehen ist, verfolgte der Versicherte durch die Verwundetenberatnngsstelle Berufung mck> beantragte Zahlung der Invalidenrente (vom Tage der Ver- wundung an). In der kürzlich abgehaltenen Sitzung des Ober- versichetung samtes Wurde dem , Versicherten dem Anträge der Verwundeteirbeiatungsstelle entsprechend die Invalidenrente zngesprvchen, so daß die Rente ftir dre ersten 6 Akonvte nachge- zahlt wird. Ten gleichen Erfolg erzielte in dieser Berftrndlnng der Kriegsbeschädigte Will). 01 to aus Beuern (seinerzeit \m glerchenLa- zarett), welcher den linken Oberschenkel verloren hat und anberdem Herz- und ohrenleidend ist. Auch hier hatte die Landesversicherungs- anstatt nur Krankenrente gewährt, wurde aber ans Llntwg der Verwundetenberatungsstelle vom Ob^rversiche- rimgsamt zur Nachzahlung der Rente fü r die ersten 26 Wochen verurteilt. In ebnem weiteren Falle, bei dem es srch wn die L a n d e s v e r s r ch e r u n g s a n st a l t Hessen-Nassau handelte, erklärte sich diese auf Einwürkrmg der Verwundetcnbera- tungsstelle nachträglich bereit, die ersten 26 Wochen ohne Verhandlung vor dem Oberv er sicherun gsamte dein versicherten Kriegsbeschädigten H. St alp (Stadtknabenchnle) dalfter, nachznzahlen. Der Kriegsbeschädigle WilHelm Grl- b e r t aus H e u ch e l he i m, dem beide Fiiße MNputtert wurden und der sich zurzeit ebenfalls noch in: Reservelazarett I, Stadt- knabenschule, befindet/ hat erst eineinhalb Jahre nach seiner Auftrahme in das Lazarett Antrag ans Invalidenrente gestellt. Da aber die Rente nach den gesetzlichen Bestimmungen nur für ein Jahr rückwärts (voni Tage des Antrages an gerechnete gezahlt lvird, lehnte die Landesversichn::mgsat die Landesversicherungsanstalt Revision beim Reichsversicherungsamt Ber- lin eingelegt. Es lvnrde deshalb dem Versicherten durch die Veiwn ndetcnberattm gs stelle kostenfreie Vertretung vor deni Reichsversichernngsamte vermittelt. Tie Entscheidung steht noch ans. Bei dieser Gelegenheit sei nochmals darauf hin gewiesen, daß Anträge auf Invalidenrente rechtzeitig gestellt werden jmnssen, wenn der Versicherte sich vor Nachteilen bewahren will. Wer von verwundeten und erkrankten Kriegsteilnehmern über irgendwelche Fragen auf dem Gebiete der Kranken- und Invalidenversicherung, KriegswocheN^ h i l f e, A n g e h ö r i g e n n n t e r st ü tz u n g ufw. im Unklaren ist, nunde sich an dh: V e r W u n d e t e n b e r a t ic n g s st e l l e (Sprechstunden : Dienstags irnd Freitags do:r 2Vs bis 3Vs Uhr im Svldatenheim), die auch alle crfv'rderlichen Unterlagen für die Stellung von Anträgen auf Invalidenrente nsw. kostenlos beschafft. Kreis Büdingen. --Ortenberg, 8. April. LandstirrmUrann Augllst Fahren- b r n ch, Gefteiter bei einen: Landstnrinbataillon, erhiett die Hessische Tapefrkeitsmedaille. Fahrenbruch steht seit Beginn des Kriegs ununterbrochen im Felde. Kreis Schotten. 6. Gunterskirchen, 6. dlpcil. D«m H^vrrich Rah«> Juf.-Regt. 116 wurde das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. e. Kaulstos, 6. Aprile Unterofftzier Lehrer Wilh. Roth- mann erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse. 6. Aus dem Kreise Schotten, 6. April. Der HSM- preis für Eier an die amtlich bestellten Aufkäufer der Landeseierstelle — nur an diese darf der Geflügelhalter verkaufen — beträgt jetzt 25 Pfennig. Beim Verkauf durch die vom Kreisamt eingerichteten Eierverkaufsstellen an die Verbraucher kostet ein Er 31 Pfennig. Hessen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 9. April. Das mit dem Grillparzerund Rainrnndpreis ausgezeichnete Schauspiel Karl Schönherrs „Volk in Not" fand bei der Erstaufführung am Osterscrmstag im Neuen Theater unter Direktor Hellmers Leitung eine begeisterte Aufnahme. Die Zuhörer folgten mit Spannrmg den Vorgängen auf der Bühne und erlebten den Heldenkainpf der Tiroler gegen Napoleon und Bayern unter der begeisternden Führung eines Andreas Hofer. Ter Beifall am Schlüsse war stark und Schauspieler wie Spielleiter konnten sich mehrfach bedanken. Gsetzener Stadttheatev. Der Soldat der Marie. Operette von Leo Ascher. Nicht das feldgraue Militär, sondern das der „guten alten Zeit" erscheint auf der Bühne, der Zeit nach Napoleon, die hier eine heitere Auferstehung feiert. Ter Herzogs. Tänzer Mumme war dreimal verheiratet, jede Fräu schenkte ihm ein Mädcheir, so daß er nun über drei allerliebste Töchter im heiratsfähigen Alter verfügt. Die Mühle, ihre Heimat, muß versteigert werden, sie sind gezrmmgen, das , Torf zu verlassen, und als drei nette fesche Mädels wollen sie die Welt in aller Tugend erobern. Marie, Maricrnn, Mariett, so heißen die drei, und Prinz Kurt von Hansendorf, Oberst eines Herzogs. Regiments, wird ihr Schicksal. Als schneidiver Kavalier und Don Inan ist er inr ganzen Lande bekannt; im Sturm erobert er Mariarm, schenkt ihr einen Schlüssel zu einem geheimen Pförtcken sciner Residenz, der ihr den Weg zum Glück bahnen soll. Kaum ist Mariann.seiner: Augen entschwunden, verliebt er sich in Marie, der er jedoch als einfacher Soldat gegenübertrrtt. Als echter Ton Jum: erliegt er dem Reiz der giovan'prirrcipiante. Auch iln beteuert er seine Liebe und verfehlt nicht, ihr ebenfalls einen Schlüssel zu eben demselben Pförtcher: zu geben. Während er nun ?Rariann zu feiner anerkannten Geliebten in der Residenz macht und sie mit Reichtum und Pracht umgibt, bleibt er Marie gegenüber der Soldat. Er ist eben der „Soldat der Marie", dre nun vm: Tag zu Tag darauf wartet, daß er fie heiratet. So lieben beide Sck^restern denselben Mann, ohne es zu wissen. Mumme, der 'ich eine vierte Frau genomm«: hat, ist nun gezwungen, sie mit seinen Töchtern, dessen Existenz er ihr de: der HeirNt verbarg, bekannt zu machen. Schließlich Nirden sich denn die drei Töchter mit ihren Eltern zusammen (Marrett, dre .schnippigste von den dreim, ist rnzwisckMi herz«ml. -Hoftünzerin geworden), und nun muß das Rätsel mit dem ,,L«?ldat der Marie , die bereits die ewige Braut genannt roird, sich lösen. Ter Prinz wird entlarvt. Aber alles kommt zum guten Ende. Mariann heiratet den Prinzen. Marie nimmt mit dem Tambour, eines Burschen des Herrn Oberst, Vvrlieb, wid die pftffige Mariett gibt ihnen ihren Segen. ^ . __ '. _ Das ist der Gang der Handlung. Marre, Mansnn und Mariett, die drei' Müllerstöchtcr, alle drei repräsentieren sie einen gewissen Typ. Jede inacht ihr Glück, und auf drei verschi^enen Wegen er- vberi: sie die Welt „in Tugend". Jlw Vater gab ihnen das Temperament dazu. Ihre Charakteristik ist scharf und grtt. £*e sind ferne unmöglichen Figuren, Ebensowenig wie der Prinz. Daran liegt es auch, daß über dem Ganzer: ein Hauch warmen Lebens liegt Zweifellos gehört diese Operette, deren Librettisten die bekenn teil Jean Kren, Schön feld und Buchbinder sind, mit zum besten, 'nmö jetzt als Novität über die Bühne geht. Aüch die Musik von Leo Ascher, di« sich aus dem Mode gewordenen Twvstep- imd und Cake Wall-Tempo, ohne das scheinbar in Deutschland nichts Zugkräftiges mehr gemacht tverden- kann, herailsgerettet hat, verdient ganz besondere Beachtung. Tie Darstellerin der, Marie, Winnie Fischer, zeigte ihr heiterstes Temperament und ihre beste Lmme. Sie spielte die etwas trotzige, aber herzensgute Marie meisterhaft und fand in Fisi Bort, der Mariann, und Hermine Wosschlo, der Mariett, zivei reizende Partnerinnen, deren vereimgtes Spiel dem Publikum den höchsten Beifall entlockte. Gesanglich waren ihre Leistungen durchweg gitt, :md das Spiegel-Lied zeigte uns Fift Bort als ausgezeichnete Soubrette. Ernst Theiling fand svh ebenfalls sehr geschickt in seine 'Doppelrolle als Prinz und Soldat, und Nndolf G o l l als Mumme koirnte keine passendere Rotte finden, um alle seine Taleiite zur Gelttmg zu bringen. Auch ihm wurde reicher Applaus. Louise Delosea spielte mit viel Humor Mummes Frau Elfrtede, imd der Tantbour, durch Karl Stein- metier verkörpert, fand eine treffliche Wiedergabe. Das Spiel der übrigen fügte sich dem Rahmen des Ganzen ein. Rudolf G o l l, in dessen Händen die Spiellettung lag, bewährte sich auch diesmal als geschickter Arrangeur. Beftemdlich war vielleicht das Orck^ester: ein Flügel. Die übliche Besetzung konnte nicht beschafft werden. Aber hier verdient mm Kapellmeister Boscheck, der den Flügel versah, volles Lob. Das Zusammenspiel von Bühr:e irrtb Flügel war durch das Fehlen des Dirigenten recht erschwert, und dennoch klappte alles. Auch die Tänze, ernstudiert von Ballettmeisterin Lina Oldini, zeigten viel Grazie und Harmonie, und wenn Mich das eine Müllermädel oft nicht wußte, wie mmt Schirm und Pompadour ttägt, so ändert das nichts an dem guten ^Zusammenwirken alle:' Kräfte, an dem wohldurchdachten, einheitlichen Spiel, dem dos MlsverkMcste. Haus wohlverdienten und reichlichen Beif ihr in weniger ehrbarer Weise nähert, einem Rechtsanwalt, dem es obliegt, die „verlorene Tochter" wieder heftnznführen, und was wäre natürlicher, als daß er, statt sie wieder heimzuführen, sie selber heftuführt. Der stoffliche Vorwurf bietet eine flRenge fruchtbarer Situationen und, wie es von Fulda nicht anders zu erwarten war, hat er viel Belustigendes aus ihnen geschöpft, manch gutes Witzwort einaeflochten und mit dein ga^izen einen imterhaltsamert Abend geschaffen, für den man ihm dankbar sein kann. An erster Stelle des Zlbends stand Helene Ka l l m a r mit der chrßerft dankbaren Rolle der „verlorenen Tochter". W war für sie eine prachtvolle Gelegenheit, ihr lustig sprüheiides Temperament zu zeigen. Sie spielte ausgezeichnet und bewies mehrfach, daß sie über das leichttändelnde Fahrwasser der Nur-Naiven hinmis sich leidenschaftlicheven Strömungen hingeben darf. Der ganze "Er- folg der Tarstelliing ruhte auf ihr rrnd sie errang ihn mit einer entzückend spielerischen Leichtigkeit. Großen Erfolg hatte auch Adolf F a l k e n in der sehr wiwahrscheinlichen Rolle des Dr. Harald Lips. Eine ganz ähnliche Rolle war ihm einmal als schüchterner Ehemann in dem Lnstspiel „Zinn Einsiedler" von Benno Jakobsen zugefallen. Tie gute Maske von iXLnmVS hatte er mit übernommen und die liebevolle Zeickxnimg der Einzelheiten, Ene damals an die Gestatt Verschvendet erschien, war hier besser tarn Pl atze rmd söhnte mit der lammfrommen Mederkeft des Ehvenmannes Lips vollständig mos: denn sie gab einer girtent Le cstim g ihre schöne Abrundung. Ludtvig Urbach zeigte sick) zum zweiten Male, diesmal mit der Aufgabe, den alten verknöchert rechtimberischen Landtagsabgeordireten.^tzvrnemann darznstellen. Die Auff assun g und Sprechweise schienen im ersten Augenblicke grtt und treffend, setzten; aber aus die Tauer empfindlich«! Nerven stark zu, denn sie etimefeu sich als allzu forciert. Rudolf Goll malte bei: Vater der verlorenen Tochter in Oel, aber der Effekt war de: ihm gilt wie immer. Ten rebegewaildten Herzensbrecher — im Nebenberufe Reckstsanw-alt — Westsal stattete Oskar F e i g e l mft aller Liebenswürdigkeit aus, die ihnr zn Gebote stand, imi) das Reftiltat war der Anerkeilnnng wert. Nickst vergessen sei Louise Delos«, die als angstvoll bettckiche Heiule das irnerwartete Eigenschaften entwickelnde Entenküken zu bejammern hatte. Daß die große Zahl der Nebendarsteller inckstig ein spielte, bafite sorgte .Hvftat Steingoetter, der die Spielleitung persönlich übemmnmen Ipatte. Er tat auch sein Bestes, um mft den zu Gebote stehenden Atttteln in dem SciMiplatz des zweiten An'- Kugeö das Foyer eines größeren Hotels erraten zu foftai. zz. Zf Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert MeineTelefon-Nummer ist seit LAprtl §28 Zigarren - Geschäft, Seltersweg 63. 2721 Damen-Kapeüe Konzert täglich 2925 SSotel liapp«n. Der Wäsche- und Handarbeitsunterricht beginnt Mntszstk» 16 . Aplit 1917 . 2699 RrLnuinx, Kaiser-Allee 8 Part. Gartenbaukolonie Gießen. Mutteranstalt für weitere Kolonien 1 Zweijähriger Kursus für Leiterinnen von Gartenbaukolonien. 2. Praktischer Sommerkursus in Gartenbau für zukünftige Hausfrauen in Stadt und Land. Ein Winterkur- fus in Haushaltwesen kann freiwillig angeschlossen werden. Der Mitte April beginnende, bis Ende Oktober dauernde praktische Sommerkursus wird an der akademischen VerfuchSwirtschaft des landw. UniverstlätsinstttutS ab- gehalten. Schulgeld für den ganzen Sommerkursus 30 Mark. Auskünfte und Programme versendet kostenlos Landw. Institut, Senckenbergstratze. 2807V Schulbücher Es ist dringend geboten, den Schulbücherbedarf der äusterst schwierigen Ergänzungsmöglichkeit wegen so frühzeitig wie möglich zu decken. >2615 Ems* Baiser. Sclmlbuchhandlung, MnuSburg, Aus- Er««s'svl»vUniv.-Buchhandlg., AmSelierstor, J. RlckerWfoo Univ.-Buchhandluttg, Süd-Anlage. HoLzver steigerung Tonnerstag, den 12. d. MtS. von mittags 1 Nhr an wird im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Hain, folgendes Eichenholz versteigert. 32 Stämme (18 Fstm.) 87 Rm. Scheiter 95 i Knüppel 90 „ Stöcke 2300 Wellen Reisig. Großen-Linden, den 11. April 1917. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 2913 Holzverstergerung in der Fürstlichen Lbersörfterei Sich. Montag, den 16.Avril, vormittags 9'/.Ubr, werden im Distrikt Mönchwald versteigert: 140 Rm. Meiern- Knüvisel, 195 Rm. Kiefern-Stöcke, 5400 Kiesern-WeUen, W Ftchlen-Derbstangen -- 0,90 Fstm., 41 Fichten-Reisstannen = 6,41 öftm. 2816B der T^e Zusammenkunft ist auf der neuen Waldstraste aus Meilbach nach Burkhardsfelden beim Sletnbruch. Erhielt heute folgendes Telegramm aus Friedenau: „Wir bitte«, nsere 8m«il««g »r!äßz eisjsßete«". Deutscher U-Bo^t-Berein. Gießen, den 10. April 1917. 2 *® 7 Oberkiblisthekar Heuser. Mein liebes Mütterlein. Zeitgemäßes Lied von Große. Text und Melodie ergreifend schön! Für Besang tmd Klavier 1 Mk., Fantaalo 1.50 Mk., Zither 80Pf.Erasl ChaUier,fflaaik.*!ldio.,61®ß«a, Heaeawea9. Freunden einer würzigen, vollmundigen Zigarre von grostem Format sei ein Berfuch mir meiner neu eingeftihrten Borstenlauden- Folge „vellenkrafl", Bogelsbcrg zu 15, Feldberg zu 18, Meißner zu 20, DielibokuS zu 25 Pfg. bestens empfohlen. Wilhelm Moeser, Grvtzherzoglich Hessischer Hoflieferant, Gießen, SelterSweg Nr. 63. 87 Bekanntmachung. Zur Behebung de» Mangels an kleinem Geld hat die Stadtverordneten' Ber'ammlun« eie Ausgabe von 1VOV00 Gutscheinen ä Fünfzig Pfennig als Notgeld beschlossen. Die Ausgabe ist der Mitteldeutschen Credttoank, Filiale Giesten übertragen. Im Bedarfsfälle wende man sich an diese Stelle. 2900 B Gießen, den 10. Avril 1917. Der Oberbürgermeister: Keller. Holzversteigerung Genieindewald Königsberg. Donnerstag, den i 2 . Avril d. Fs., vormittags 10 Ubr tut Distrikt Toi mal. 234 Fichien-Stämme mit 64,62 Fstm. 165 Fichten-Srangen I. u. II. Klasse 28 Rm. Rustscheil und Knüppel 26 Rm. Ktesernscheil. 81 Rm. Knüvvel. Distrikt Buchschcere 4 Eichen-Stämme mit 2,65 Fstm. Anfang Frankenbacher Weg. Düilsbergsgrund. Der Bürgermeister Schupp. 2856 Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abi. B wurde heute bezüglich der Gewerkschaft Hessen, Gießen eingetragen: Bergwerksdirekior Carl Scheffzick in Nieder-Ohmen ist zum Repräsentant der Gewerkschaft bestellt. Gießen, den 5 April 1917. 2910 Grobherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung» In unser Handclsregtster Abt. A warne heute bezüglich der Firma Rosenbaum & Comp., Gießen eingetragen: Der Rudolf Löwenstein Ehejrau, Martha geb. Wertheim zu Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 5. April 1917. 2912' GroßhecKogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firnia Ludwig Bratfisch, Tuchgroschand- lung, Gießen eingetragen: Der Ludwig Bratfisch Ehefrau, Auguste geb. Stern in Gießen ist Prokura erteilt. 2911 Gießen, den 5. April 1917. Grobherzogliches Amtsgericht. ofta'Ä.«“*» Cassel-Wilhelmmhöh©. Vorbereitung ^l 1 ®. Kotezamlna b. Fähnrich«*«». a. f. Bcurl. od. Kries: besch. Prosp. d. d. Dj|-,K. T o> f. tM7 hv Wel-LmiZar. Der Unterricht beginnt für alle Abteilungen, auch Schulklassen und Kindergarten, den iS. Avril. Die Ausnahme der Dchülerintten Mittwoch, den 18. Avril, I I bis 1 Udr. Bis dahin werden noch Anuieldungen enigegengenommen und Auskunft erteilt. 27831) L. WODSSI- Garlenstr. 30. Gründl. Unterricht in 84 MasGiiiBsaschreüien Stenographie Buchführung u. allen Handelsfächern. Tages* «.Äfconäknrso Honorar monati. Mk. 10.- Kursdaner nach besonderer Vereinbarung. Anme düng täglich. Koste lose Stellen- v rmitllung. zVogt&Co., GieOen Gostnestr. 82. Tel. 2064. Bsniios Frival- BaDdeislelir isstitit Giessen Bahohotstrasss C3. Einziare und Spezialausbildung in allen Handelst, durch geprüfte Lehrkräfte. Ne ue Viertel -u. Halbjahreskurse beginnen am 16. April u. 2.Mai. Anmeld, rechtz erb. Einz, Lehrf. k. tügl. begonnen werden in Schönschreiben, Stenographie, Maschinenschreiben, Kauf . Rechnen, Kontocorrent-Rechn. Buchführung einf. u. dopr. Methode. Prospekte frei. ^iqaretten direkt von der Fabrik bu CrialBalBraisca 100 Zioarelt. Kieiav. 1.8 -) 1.61 100 „ „ 3 „ !."3 100 .. .. 3 ..LbS m .. .. 4,2 „3.29 ICO .. .. 0.2..4.5) Versand nur «egen Nach- ahme von 100 Stück an. 7ifl?p?pn prima Qualitäten v. 100 b. 200Mk. p. Mille Go!ü8Qes BaiisZpsMaiink G. El. b. H. KÖLN, Ehrens.rasse 34. Telefon A 906S. Gemfhc-Samcn Blnmen-Mamen (>ras-8amen 05109 Kan arfen - Vogel futter u. s. w. empfiehlt C. Kuhn, Kaiser-Allee 18. Gassparherde (kslampmi empstehlt [ clM0 in groster Auswahl billigst Jnftallatiouö-Geschäft L. Ladwi^straße 40. ^Tonlos", Ia. Qualität, gräme ReinigungsErgit ohne schädl. BeftondteUe. Brobevostkolli 5« Stück 9,50 Mk. ab Fabrik «egen Nachn. Kisten500Stck. v. Bahn Mk. 87,50 geg. Bor- ausbezablung.Evtl.Rück- nähme. L. Si-pada, Rer- 11m II. NW. 52, s £aui ilr- 34.