Nr. 83 Ter Siebente Snzeitz« erscheint tätlich, außer Sonntags. — Bcilaaen: Kirtzener AamNiendlätter; Kretsbleft -Sr den Kreis Kietzen. Bezugspreis: rnonatl. 90 Pi.» viertel- jährl. Mk. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mk. 2.45 Vierteljahrs ausschl. Bestellg. ^ernsprech - Anschlüsse: sür die Schristleitung112 Verlag,Gesch«ftsfteÜe51 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Kietzen. Erstes Blatt Postscheckkonto: Krankfvrt a.M. Ub8b Zwillingsrunddruck u. Verlag: vrühl'sche llniv.-Such- u. Steindruüerei v. Lange. Schriftleituna, EeschäftssteUe ».Druckerei: Schulstr. T. Dienstag. P. April W Annahme von Anzeigen die Tagesnummer bis .nunNachmittag vorher Zeilenpreis. f. Lin zeigen: örtlich 20 Pf., Vermietungen u. Stellengesuche 1b Pf., auswärts 25 Pf., b. Plahvorfchriä 30 Pi.. Reklamen 75 Pi... bei Platzvorschrift *v Pf.. Hauptfchriflleiter: Aug., Goetz. Verantwortlich für Politik ».Feuilleton: Aua. Goetz, Stadt und- Lcr^, Vermischtes richtsfaal: Fr. R. Zenz. Anzeigenteil: H. Beck, säintlich in Gießen. Bankoerkehr: Gewerbebank Kietzen (WTB.> Großes Hauptquartier, 7. April. (Amtlich.) , Westlicher Kriegsschauplatz. Der Artilleriekampf hielt von Lens bis Ar ras mit kurzen Unterbnchungen in unverminderter Heftigkeit an. Im Gebiete beiderseits der S o m m e mehrere Gefechte kleiner Abteilungen. Die Franzosen beschossen St. Quentin. Bei Lasfaux, nordöstlich von SoissonS, scheiterte ein französischer Vorstoß. Längs der AiSne und am Aisne —Marne-Katt a l nahm vielfach das Feuer an Stärke zu. Ein Angriff der Franzosen zur Wiedernahme der ihnen entrissenen Gräben bei S a p i g n e u l wurde verlustreich ab- germefen. Durch Ftiegerauftiahme festgestellte Batterien, Vcuni- ticnssrapcl, Befestigungsanlagen uni> beobachtete Trmppen- ansammluugen in Reims wurden von uns unter Wirkungsfeuer genommen. In dm Argonnen wurden feindliche C'rkmwungs- trupps vertrieben. Auf dem linken Maas -Ufer griffen nach starker Feuervorbereitung französische Bataillone am Wald von Malancourt dreimal, aber stets vergeblich, an. * Um ArMlerktzesbachtung und Aufklärung zu erzwingen, setzten die Gegner starke, zusarnrnengefatzte Luststreit- kräste ein: sie erlitten schwere Verluste. Mehrere der feindlichen (Geschwader können als vernichtet gelten. Leutnant Voß schoß sein vierundzwanzigsks Flugzeug, Leutnant v. Berirab seinen vierten Gegner im Luftkampfe ab. Zwischen So is so ns und Reims unternahm der Feind einen einheitlichen Angriff gegen unsere an dieser Front stehenden Fesselballons. Durch schnell einsetzendes Abwehrfeuer und Eingreifen unserer Jagdstaffeln hatte der Gegner nicht den erhofften Erfolg. Rur zwei Ballons wurden abgeschossen. Ihre Beobachter landeten im Fallschirm. Die Gegner verloren gestern 24 Flugzeuge, davon im Lustkampf 33, durch Wmehrka nonen 8, durch Notlandung hinter unseren Linien 3, ferner durch Luftangriff einen Fesselballon. Fünf, unserer Flieger sind nicht zurückgekehrt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. In zahlreichen Abschnitten rege Feuertätigkeit. Vorstöße von russischen Streifabteilungen bei B aranowitsch i und südlvh von Slanislau wurden zurückgeschlagen. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. In dm Waldkarpathen und in den Grenzbergen der Awldau vielfach Vorfeldgefechte. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Keine Aenderung der Lage. Mazedonische Front. Zwischen Wardar und Dojran-See täuschten die Engländer nach starkem Feuer durch Kommandos und Hurras einm Angriff vor. Unser Vernichtungsfeuer lag wirkungsvoll auf den besetzt erkannten feindlichen Gräben. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 8. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nahe der Küste und im Wytschaere-Bogen stießen nach heftiger Feuerwirkung an mehreren Stellen starke Er- kundungsabteilungen gegen unsere Stellungen vor. Sie sind vor den Hindernissen südöstlich von Ypern im Nahkampf, bei dem einige Gefangene in unserer Hand blieben, abgewiesen woitzen. An der Artois-Front war die Kampstätigkeil geringer als in den letzten Tagen. Im Sommegebiet unterhielt der Feind — ob Engländer oder Franzosen, war nicht festzustellen — ein Lebhaftes Feuer gegen St.Quentin, dessen Kathedrale dunh mehrere Treffer beschädigt tvurde. Ein neuer Versuch der Franzosen, bei Laffsur Boden zu gewinnen, schlug in unserenl Feuer verlustreich fehl. Eine uw rer Kompagnien stieß dem weichenden Feinde nach und nahm ihm achtundvierzig Gefangene ab. An der Aisne und in der rvestlichen Ehanqmgrre war in einzelnen Abschnitten der Artillerie- und Minen- kampf stark. Stwwestiich von Mülhausen wurden bei einem Er- kundwiHgsvorsbiß nKhrere Franzosen gefangen. Gestern nmrvm zwölf fci-Hliche Flnazcuge im Lust- I tamps, eins durch Abwehrfeuer, henrnterseschosteu. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Außer zeitweise lebhaftem Feuer bei I l l u r t, westlich von Luck und an der Zlota-Lipa keine wesentlichen Ereignisse. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. In den Waldkarpathen brachten erfolgreiche Streifen unserer Sturmtrupps aus den mehrfach vorher zerstörten russischen Stellungen über 40 Gefangene und einige Maschinengewehre ein. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Keine Amderung der Lage. Mazedonische Front. Auf dem Ostufer des Wardar hielt unser Vcrnich^- tungsfeuer einen englischen Angriff nieder. >. * Vorausschmrende Weiterentwickelung der Luftstreitkräfte. Vervollkommnung des Flugzeugbaues auf Grund der am Feinde und in der Heimat gesammelten Erfahrungen, Schulung der Beobachter für Artillerie und.Infanterie, Erhaltung des bewährten Angriffsgeistes unserer Kamvfflieg.r haben im Monat März große Erfolge gezeitigt. Auch die Flng-Abwrhr-Geschühe haben daran wesentlichen Anteil. Unsere Gegner — dabei auch die schon lange vor Erklärung des Kriegszustandes im französischen Flugwesen vertretenen Amerikaner — haben im Westen, Osten und auf dem Balkan einhunderteinundsechzig Flugzeuge und neunzehn Fesselballons durch unsere Angnffs- und Abwehrmittel verloren. Hiervon sind durch Luftangriffe einhundertdreiundvierzig Flugzeuge und die neunzehn Fesselballons. durch Feuer von der Erde aus fünfzehn Flugzeuge abgeschossen worden. Drei feindliche Flugzeuge sind durch unfreiwillige Landung hinter den Linien in unseren Besitz gekommen. Der deutsche Verlust beträgt fünfundvierzig Flugzeuge, keinen Fesselballon. Der Erste Generalmmrtiernieister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 9. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Zwisckzen Lens und Neuv i lle-Vitasse (südöstlich von A rra s) erreichte der Artilleriekampf gestern wieder große Heftigkeit: seit heute vormittag ist nach mehrstündigem stärkstem Trommelfeuer die Schlacht bei Arras im Gange. Im Gebiete. Mischen den von Albert auf C a m b r a i und Perönne führenden Straßen haben sich kleinere Gefechte entwickelt, die den von uns beabsichtigten Verlauf nehmen. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen. Von S o i s s o n s bis in die westliche Champagne bekämpfen sich die Artillerien in erhöhtem Matze. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Herzog Alb recht von Württemberg. In Lothringen uild in der Burgundischen Pforte zeitweilig rege Feuertätigkeit. * Durch unsere Flieger und Abwehrkanonen sind gestern 17 feindliche Flugzeuge und zwei Fesselballons ab ge schossen worden. Rittmeister Freiherr von Richthofen blieb zum 38. und 39. Male Sieger im Lustkampf: Leutnant Schäfer brachte den 12. Gegner zum Absturz. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bei Sagorje (nordöstlich von Varanowitschi), bei Wiclick (südöstlich von Kvwel) u.rd bei Brzezany sind Vorstöße russischer Jagdabteilungen zurückgeschlagen worden. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. In den W a l d k a r p a t h e n hat bei Külterückfall starkes Schneetreiben eingesetzt. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vo n Macke nse n. Nördlich von Focsani drangen nach kurzer Feuer- lwrbereitnng unsere Stoßtrupps in die russische Stellung bei Faurei ein. zerstörten die Gräben und kehrten mit 46 Gefangenen und zwei Maschmenaewchrcn zurüL MazedonischeFront. Lebhaftes Gffchützfeuer e*if dem rechten Wardanrfer und südwestlich des Doiran-Sees. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. * Die Abeudbsrichte. Berlin, 7. Llpril. abends. (WTB. Amtlich.) Bei regnerischem Wetter blieb die Artillcrietätigkeit im Westerl gegeu die der Vcrtage an Starke zurück. Vom Osten rmd aus Mazedonien sind keine wichtigen Ereignisse gemeldet. Berlin, 9. Avril, abends. MTB. Anrtlich.) Beiderseits von Arras ist den Tag über schwer gekämpft worden. Der Gegner ist in Teile unserer Stellungen ein- gedrungen. An der Aisne- und Champagne-Front zeitweilig starker Artilleriekampf. Im Osten und in Mazedonien nichts Neues. Deutsche Flugzeuge über England. Berlin, 7. April. (WTB. Amtlich.) Am 5. April nachts belegte ein deutsches Flugzeuggeschwader die in den Dow ns liegenden Schiffe sowie Scheinwerfer mrd Befestigungsanlagen nordwestlich von Ramsgate ausgiebig und mit gutem Erfolg mit Bomben. * * * Das; un3 die Natur au den Ostertagen fernen rechten Sonnenglanz bescherte, hat die Gemüter nicht arg bedrückt, denn wir wissen ja, lver und was die Vorläufer des Lenzes sind, der „aus leisen Sohlen über Nacht" sich bei uns ein-- finden kann. Ist der Friede nach rauhem Kampfe ein gleichartiger Verwandter des Frühlings'? Wir hoffen, daß auch er nahe vor der Türe stehe und rvollten u.ir§ mit einigen stürmischen Vorboten wohl vertrant machen. Aber wenn unsere Hoffnung berechtigt ist, so viel sehen wir, daß der Friede mit noch größerein Brausen sich nähert als der diesmalige Lenz. Mit einem freundlichen Sormenblick war die Osterbotschaft unseres K a isers' begleitet, der die innere politische Erneu.eru.ng in Preußen mit einer feierlichen Zn- sage an das Volk neu verankerte und dabei, was das übrige Deutschland vor allem interessiert, einem nahen Frieden entgegenschaut: „Damit sofort beim glücklichen Ende des Krieges', das, wie Ich zuverjichtlich hoffe, nicht mehr fern ist, das M-tige und Ztoeck^nähige muh in dies«: Beziehung geschehen kann, wünsche Ich, daß die Vorbereitungen unverweilt abgeschlossen werden." Es ist eine frohe und freudige Botschaft, und wir kürrnen sie heute um so lebhafter begrüßen, da sie auch den Beifall der äußersten Linken in vollem Maße erhalten hat. Geht doch ans dezr Aeußernpgen des „VortvartS" hervor, daß auch die Sozialdemokratie Verstäuduis für leinen Aufschub der Ausführung des kaiserlichen Versprechens besitzt, „bis die Heimkehr unserer Krieger gekommen ist und sie selbst am Fortschritt der neuell Zeit mitraten und taten können". Wir erkennen in dein kaiserlichen Erlaß eircen liberalen Geist des Fortschritts, der uns freut rurd den wir loben di'crfen. Solches Auferstehen feiert ein Volk nicht jedes Jahr. ?tber in der Tat, was wir in diesem Kriege erlebt haben, das drängt und sproßt wie die Frühlingslräfte, die zu- sanlmenwirken, um die Erve neu zu kleiden. Des Kaisers Wort hat alle Henrmungeu kraftlos zur Seite fallen lassen und Lenzeszuversicht in die Herzen gegoffen. Aber es war der einzige Sonnenstrahl, der ims das Osterfest verschönte. Im übrigen gab es Trotz und Sturm. Wir blicken mit ängstlichen Schmrern auf diese Vorboten des Friedens, die uns nicht so bekannt urrd vertraut sind, wie die Bahnbrecher des Frühlirrgs, sondern uns wie fremde, strenge Gesichter anstarren. Bei Arras wütet eine große Schlacht, deren Ausgang iwch nicht zu übersehen ist. Welche Bedeutung wird ihr von der Obersten Heeresleitung beigelegt, wird es ihre Absicht sein, daß der Feind blutig znrnckgeworfen wird, oder daß lvir unsere Reihen von ihm lösen und strategisch bessere Stellungen beziehen lasten? Wrrd es gellngen, die Gegner hinzuhalten, bis vielleicht an ga^rz anderer Stelle unserer ausgedehnten Fronten der deutsche Frühlingssttlrm aufbraust? Wir harren mit ängstlicher Spannung und weilen mit unserem 5>erzen wieder jede Stunde draußen bei unseren Tapferem denen wir Gottes Schutz und Hilfe wünschen. Düsterer Ernst umgibt uns noch, da das Zukunftsbild uns noch nicht deutlich werden kann. Me Feinde lärmen und zerren an den Schranken, die sie überwinden wollen. Arnerika echält ihre Lobpreisungen. Namentlich die Herren Engländer enAvickeln dabei eine phrasenhafte Beredsamkeit, die man ihrem LMen, nordischen Mnnperament gar nicht zugetraut hätte! Llolch George schreibt mit dev Feder Briands! Auf seinem Riesenlager hingestreckt, gebärdet sich der russische Nachbar noch Ulmchig und gegen sein Schicksal sich sträubend. Ihn stillt kein ruhiger Auserstehnnasgeist, lvenn er im Bann der englischen Hirngespinste bleibt. Vtiljnkow entrollt uns das alle Bild der auswärtigen Politik Ltußlands, nur mit ein bißchen anderen Worten.. Er hofft auf die Retter und Helfer, die außerhalb d^s Reiches stehen. Fieberpl-antasien, denen ein schmerzliches Erwachen folgen ^vtrd! Ainl) Rußland wird auferstehen, aber nicht in der altcnr Gestalt slmvffrben Machtdünkels, und die FrühlingsMrme werden bei ihm wohl länger dauern als bei allen anderen am Krreae beteiligten Bölkern. Die österreichisch-ungarischen Tagesberich e. > Wien, 7. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird 'verkmwart: 7.SLpril 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. In den Waldkarpathen und südlich von SlaniSlan stießen russische Auflläkungsabteilungeu vergeblich gegen unsere Linie vor. An vielen Stellen Vorfeldgeplänkel. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Wien, 8. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird perümttmrt: 8. Slpril 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. In den Waldkarpathen und in Ostgalizien lebhafte Er- kurHrmgstätigkeit. Sonst nichts zu melden. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 9. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 9. Avril 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen brachten Stoßtrupps nördlich von Forsani 46 Gefangene und 2 Maschinengewehr? ein. Gegen die Front des Generalobersten Erzherzog Josef suhlten an mehreren Stellen russische Aufklärungsabteilungen ergebnislos vor. Weiter nördlich nichts von Belang. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Besonders zu melden. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. EreignisseznrSee. Am 8. April früh haben feindliche Flugzeuge Bomben aufBarco laund Sistiana abgeworf'n. .Keinerlei Schaden. Bald darauf griffen mehrere unserer Flugzeuge die feindlichen Barackenlager von Vermigliano an und lbelegten sie erfolgreich mit Bomben. Die Seeflugzcugc sind vis ans eines, das seither vermißt wird, wohlbehalten zulÄck- gekchrt. Flottenkommando. * * * Amerika; Uriegsentfchlntz. 12. Tic Untertanen bei fentoitojen Landec, deren Bewegmlgs- frecheit mit Grund als eine Gefahr für den öffentlichen Frieden und 'die öffentliche Sicherheit angesehen wird, unterliegen der summarischen Festnahme oder Hast. Oe,»erreich-Nngarn brrcht die Beziehungen mit Amerika ab. Wien, 9. Avril. (WTB. Nichtamtlich.) Infolge des Eintritts des Kriegszustandes zwischen dem Deutschen Reich lmd den Bereinigten Staaten ist der diplomatische Vertreter in Washington angewiesen worden, von der Regierung der Vereinigt«! Staaten die Pässe zu ver l an gen-und mit dem Personal der Botschaft das Land zu verlassen, Tein hiesigen amerikanischen Geschäftsträger wurden die Pässe zugestellt. zum vollen Sieg, zum ehrenvollen Frieden, z"l baldigen Heimkehr unserer Truppen) Alle Deine Angehörigen, Deine Verwandten, Deine Nachbarn müssen helfen! Zeichne Kriegsanleihe dann warst auch Du dabei, als die Entscheidung erzwungen wurde. Wie bei den Wahlen auf jede Stimme, so kommt es bei dieser Kriegsanleihe auf j e d e Mark an. Wilsons Erklärung des Kriegszustandes. Washington, 6. April. (WTB.) Meldung des Reu- terschen Birveaus. Wilsons Erklärung des Kriegszustandes mit Deutschland beginnt mit einer langen Einleitung über die gesetzlichen Bestimmungen wegen der Be- Bhnn 9 der Untertanen feindlicher Länder im Falle eines Krieges. Die Erklärung sagt werter: Ich Woodrow Wilson, Präsident der Vereiniateu Staaten von Amerika, verkündige hierdurch, daß -wischen den Vereinigten Staaten und der Kaiserlich Deutschen Regierung der Kriegszustand besteht. Ich befehle besonders allen Beamten imb Offizieren der Bereinigten Staaten, khre Pflichten in Bezug ans den Kriegs- Mftand wachsam und freudig zu erfüllen. Ich appelliere an alle amerikanischen Bürger, daß sie in loyaler Ergebenheit cm ihr Land, das seit seiner Begründung den Grundsätzen der Freiheit und Gerechtigkeit geweiht ist, die Gesetze des Landes aufrecht zu erhalten und die Maßregeln willig und einig unterstützen sollen Äie die verfassungsmäßigen Behörden ergreifen, um den Krieg M einem erfolgreichen Ende zu führen und einen sicheren und gelachten Frieden zu erlangen. Allen Untertanen des feindlichen Staates, vom 14. Lebensjahre an, wird zur Pflicht »gemacht, den Frieden gegenüber den Bereinigten Staaten zu chewcchven, kein Verbrechen gegen die öffentliche Sicherheit zu beuchen und sich gesetzlich zu verhalten. Dann sollen sie in der friedlichen Verfolgung ihrer Geschäfte ungestört sein und alle Berück- stchtigung erhalten, die alle friedlichen und gesetzestvcuen Personen boanipruchen können, soweft nicht Beschränkungen zu ihrem eigenen Schutz und zur Sicherheft der Vereinigten Staaten notwendig sein werden. Gegenüber solchen Untertanen des feindlichen Landes, die sich dem Gesetz gemäß verhalten, wird allen Bürgern der Vereinigten Staaten zur Pflicht gemacht, den Frieden zu bewahren und sie mft aller Freundlichkeit zu behandeln, die s 'mit der Loyalität und der Treue gegenüber den Bereinigten Staaten vereinigen läßt. Ich verkündige hierdurch folgende Verordnung für die öffentliche Sicherheit: 1. Die Untertanen des feindlichen Landes dürfen in ihrem Besitz keine Feuerwaffen, Waffen, Munition, Explosivstoffe und Material haben, das bei der Herstellung von Explosivstoffen verwendet wird. ' 2 dürfen fte in ihrem Besitz keine Flugzeuge, Apparate für drahtlose Telegraphie und keine Art von Signalvorrichtungen oder Ghiffrecodes haben. 3. Alles, was int Widerspruch zu diesen Bestimmungen im Besrtz von Untertanen des feindlichen Landes gefunden wird, unterliegt der Beschlagnahme. j 4. Die Untertanen des feindlichen Landes dürfen sich nicht im Umkreise von anderthalb Meilen von einer Bundes- oder Staats- Festung, eines Lagers, eines Arsenals, einer Fliegcrstcftion oder von Marinewerften oder von Fabriken und Werkstätten für Kriegs- nrunftwn auchalten. 5. Die Untertanen des feindlichen Landes dürfen keine Angriffe oder Dvdhnngen gegen die Negierung oder den Kongreß oder gegen Maßregeln oder die Politik der Vereinigten Staaten oder gegen Vermögen von Personen im milftärischen, Marine- oder Zivildienst der Bereinigten Staaten schreiben, drucken oder veröffentlichen. 4 6. feie dürfen keine feindlichen Handlungen gegen die Vereinigten Gimtai begehen oder solche unterstützen oder Informationen mir Unterstützung oder Ermutigung des FeindeS geben. 7. £u dürfen einen önWrntn Bezirk, außer mit besonderer &foatkw&, *Mfpt besuchen oder sich darin aushalten. 8. Bie U ir tz» » tz M, en deS kvaklidr* Landes, deren 'cwegungs- «ft «touwb »lS eine '^hr ftir den öffentlichen Frieden oder für die ifttntlvtp. Sicherheit der Bereinigten Staaten an- Mfchhen sollen sich entweder nach dem Ort begeben, den der betztmiXA wtzkd, oder die Bereinigtelt Staaten verlassen. 9. Koü« ÄnfcBWteCTT des fchMichen L«it>eS dürfen die Ber- amchtzsn. fkltmim* '«riaflon. 10 feww Antrcfcmn && femblbchen ÄanftrS d-üo-« sich «ch de» G too ten beg«ben, außer unter solchen Beschränkungen oder noch solch«, Orten, btc der Präsident bestimmen wird. .11 .Itumanw deS femdlichen LandaS sind verpflichtet, srch m eur Register eullcagen zu lasse«. TaS deutsche Kartonenboot „Eormvran". Washington, 7. April. (Rentermoldung.) Die Be- ätzung des deutschen Kanonenbootes Cormoran, das inr 5-afen von Guam interniert war, hat sich geweigert, es den amerikanischen Behörden zu übergeben, nno hat es zerstört. 2 Unteroffiziere und 5 Matrosen wurden getötet, 20 Offiziere, 12 Unteroffiziere urrd 321 Matrosen gefangen genommen. Notiz: Es handelt sich um den zu Kriegsbeginn von der Emden aufgebrachten, in Tsingtau in einen deutschen Hilfskreuzer mngewandelben und voit dem früheren dent- scl)en Kanonenboot Eormoran bemannten und bestückten ehemals russisck)-en Dampfer Rjäsan, der als deutscher Hilfskreuzer Eorinoran alsbald in Dienst gestellt wurde. London, 5. April. (WTB.) Tos Reutersche Bureau meldet ans New Dort: Tie deutschen S ch i f f e in New York, Boston, Baltimore und New London sind besckstag:rahmt worden. Diese Maßnahme wird wahrscheinlich auf alle 5) äsen ausgedehnt werden, wo deutsche Sckniffe liegen, deren Zahl insgesamt 91 beträgt. Ter vom Lchatzsekretär erlassene Befehl gibt nicht an, was weiter mit den Sckfiffen geschehen soll. Washington, 6. April. (WTB.) Ter Senat hat die erste Kriegskredit Vorlage über 100 Millionen Dollars angenommen, die Wilson nach seinem Ermessen verwerten kann. Washington, 6. April. (WTB.) Reuter. Senator L o d g e hat im L>enat einen Gesetzentwurf eingebracht, durch welchen der Kriegssekretär ermächtigt wird, die zur Verfügung stehenden Gewehre samt Munition den Mannsck-asten des iuneren L>ichernngs- dienstes in allen Staaten und Territorien aus zu händigen. Washington, 6. April. (Priv.-Tel.) Das Reutersche Burecin berichtet: Das Iustizdeparteinent erließ Haftbefehle gegen etwa 65 Deutsche. Ungefähr hundert deutsche Schiffe Mrrden in den verschiedenen Häfen beschlagnahmt und die Mobilisierung von Heer und Flotte und einer Küstenpatrouille von Tauchbooten angeordnet. Washington, 6. April. (WTB.) Von unterrichteter Seite verlautet, die V e r e i n i g 1 en S t a a ten würden die Beziehungen zu 9 st errcich-Ungarn, der Türke: rmd Bulgarien nicht abbrechen, noch ihnen den Krieg erklären, so lange sie nickst dazu gezwungen tourden. Auch Kuba im Kriegszustand mit Deutschland. Washington, 6. April. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet: Aus Havanna wird berichtet, daß der Präsident N e necal den Kongreß ersuchte, zu ^erklären, daß zwischen Kuba und Deutschland der Kriegszustand mugetreten sei. * Lloyd George an die Amer kaner. L o n d >» n, 7. April. (WTB.) Reutermeldung. Lloyd George empfing eine Anzahl Vertreter der amerikani- 'chen Presse und übermittelte ihnen namens des KriegsauS- .chuffeS des Kabinetts folgende Mitteilung an das amerikanische V»lk: Amerika ist mit einem Male Weltmacht geivorden in dem Sinne, in tan; es das nie zuvor gewesen ist. ES hat gewarnt, dis eS einem sein« Usbcrlieferungen ,vückzsgen Grund gefunden hat Das MneriInnische Volk hielt sich zurück, bi» es völlig davon über- tuntiwtr, d«tzSer Kampf nickst ein nvchrigeS Näugeinum Macht oder Besitz, srmds«! «n selbstloser Kamps ist, im die finsteren Anschläge gsgen Mrnschmfveihnt und M«nfchonr«bt zu unterdrücke. Nachdem einmal diese Ueberzeugung gewonnen war, spieang die große Repüdftl des Westens auf den Kampfplatz und steht je^t Seite an Seite mit den, europäisck-eu Temot'rarim, die, von Wunden beoeckt und blutend nach einem dreisahrigen harten Streite noch gegen bert graiiscnnst'en Feind kämpfen, der jemals die Freiheit der Welt bedroht hat. Die begeisternden Worte in der edlen Ansprache des Präsidenten erhellen den L)vrizont und lassen llarer als ie das Ziel erkennen, das wir zu erreichen suchen. Drei Wendungen werden für immer in der Geschichte dieses . Krän-zuges bedeutungsvoll bleiben: die erste ist, daß. die Well Sicherheit haben m'ub für die Detnokratie, die nächste ist, daß die Bedrohung des Friedens uns der Freiheit in dem Bestehen einer autokvatij-chen Regierung liegt, die gestützt lotrb von einer organi- Ireiten Riacht, die nur ihren Willen un wrstützt und nicht den Willen des Dolids. Der Ausspruch aber, der die Ansprache des Präsidenten! krönt, ist der, daß die feste Bereinigung für den Frieden nur aufrecht erhalten werden kann, wenn delnokratische Nationen die Teilnehmer sind. Diese Worte sind der Ausdruck für das Vertrauen, das unser Volk bei den furchtbaren Opfern, die es gebracht hat und noch bringt, besoelt und aufrecht erhält. 2buch unser Volk glaubt, .»aß Einigkeft und der FriÄre der Menschheit nur beruhen können auf der Demokratie und idem Rechte derer, die einer Obrigkeit untertan sind und eine Stimme in ihrer eigenen ILegierung haben, auf der Achtung vor idon Rechten und Freiheiten der Nationen, großen und kleinen, und ans der atlge.ncin-en Herrschaft des öiscn:- lichetk Re-chtes. Ein UnerbittlickM Feind alleb dieser Vorbedingungen ist die pre>us;isck-e Militär-Autokratie. Ter Kriegsausschuß ie:» Kabinetts als Vertteter aller Nationen und Völker des britisckvn Reiches wünsckft, daß ich in seinem Namen die Ritterlichkeit und den anerkenne, die das Voll der Bereinigten Staaten dazu aus- rusen, alle seine Hilfsmitt-et dem Dienste der größten Sack)e zu nndmen, der semals menschliche Anstrengungen gegolten haben. Miljukow öder die Urieasziele. Petersburg, 9. Llprft. (WTB.) Meldung der Petersburger Delegraphen-AgenLnr. Ter Minister des Aeußern M i l j n k o w hat in einer den Vertretern der Presse getvölirten Unterredung eine Erklärung abgegeben, der wir folgendes ent- nehm.en: Briand, Asqufth und Grey haben immer die Notwendigkeit ausgesprochen, darauf hin.^narbeften, bewaffnete Konflikte durch die friedliche Löstmg von internationalen Streitfragen zu ersetzet: und eine neue Organisation der Völker zu schaffen, die auf der Rechtsordnung des internationalen Lebens beruht. Diesen Er- llärungen kann auch die l>efrefte russische Tenwkralie sich völlig airschließen. Tie Gleick)iheft der Ansck-auungen der Vereinigtcm! St.-.a.eir und der Ententemächte ans idealem Gebiet war die beste Gewähr für die baldige Teilnahme Amerikas an hart Kanrpf dr-r Weft gegen TeutschLand. Es muß hervorgehoben werden, daß selbst bei Nennung seither Friedenswünsche Deutschland niemals versäumt hat, seine Führung zum Ausdruck zu bringen und zu erklären, daß es „an der Spitze der ivieder znm Frieden gebrachten Menschheit", .marschieren wolle. Das einzige, was uns von dein internativna.len Programm Wilsons getrennt hat, bestand in dem Grundsatz: „Fricdeusschlnß ohne Sieg." Ein Verzicht ans den Sieg seitens der Alliierten hätte einfach die Un- nwglichkeft bedeutet, die großen Probleme uir Ausführung zu bringen, deren Lösimg sowohl von Wilson wie von den Alliierten für v.numgänglich angesehen wird. Während die Ententemächte keine Absicht auf die Weltherrschaft haben, betont Deutschland fort- nährend, den Geidanken, daß das alte Recht nicht mehr besteht, daß die gegen Deiftschland kämpfenden Völker sich in vollem Verfall befindet:, nur daß Deutschland die Ausgabe obliegt, ein neues Recht zu verschaffen und Europa nach seinen eigenen Interessen zu reorganisieren. Unter diesen Umständen hat Deutschland das e:nzrge Hindernis dargestellt, endgültig Grenzen sestznlegen und normale internationale Beziehungen zu cwtwickeftr Nur ein Sieg über Deutschland wird die Bertvirllichung der Bestrebungen des Präsidenten.Wilson ermöglichen. Bekcrmrtlich hat Wllsvn sich nicht nur über die allgemeinen K'riegsziele ausgesprochen sondern auch über konkrete Fragen, zum Beispiel die Besveiuna der Völker,^ besonders der Polen, und das Recht der Völker Zugang znm foeien offenen Meer zu fytben. Tie Antwort der Ententen:ächte m:f den Friedensschritt des Präsidenten hob mft Genauigkeit alle diese internationalen Leitsätze hervor. Kei ner der Alliierten verfolgt Eroberungsziele. Wir alle streben, sei es nach Zurückgabe mft Getvalt entrissener Gebiete, sei es nach Errichtung endgültiger nationaler Grenzen. Mit anderen Worten- Tie Ententemächte können ihren Sieg nur dam: als vollständig betrachten, wenn sie die Grundbedingungen des Wilsow scheu Programms erreicht 'haben, das heißt die Umformung der Karte von Europa, besonders im Sndosten m einer Weise, die die Bedingungen eines dauerhaften Friedens völlig erfüllet u:ch daher alles ausscheidet, was neue Konflikte verursachen könnte. Man kann daher von einem Frieden ohne Annexion unter der Bedingung sprechen, daß das Wort Annexionen eine Usurpation bedäftsmann über die wichtigsten Bestimmungen her Steuergesetzgebung informiert sein muß, hat der Orts- gewerbeverein euren Unterrichts kursu s für einfache Buchführung und Steuerfragen eingerichtet, an dem 14 Personen, und zwar sieben Damen und sieben Herren, teilnehmen. ** Zum Anfanger-Lehrgang m Gabelsbergerscher Stenographie werden noch Anmeldimgen ontgegengenommen. Näheres siehe Anzeige. ** Lichtspielhaus, Bcchnhofstr. 34. Llb heute bis einschließlich Freitag, den 13. Aprll, gastiert das beliebte Künstlerpaar Wanda Tveumann und Viggo Larsen in dem großen Sensation^- drama in 3 Akten „Paul Banners Schicksal". Ms zioeiter Schlager „Ter Journalist", Lebensdocmra in 3 Akten. Dazu eine wunderbare NaturanftralMe „Winterstimmnng". Die Värsikbegleitimg wird ansgefülwt von der guten Kmisllerkapelle. Schwarz-W eiß-Theater, Seltersrveg 81 . Im Programm vom Dienstag, den 10. bis emschl. Freitag, den 13 Aprll ist zu sehen: „Der Schnsterprinz", ein pikantes Lustspiel in drei Älkten mit ersten Minstlecn mm Theater Budapest Ein Sillendrama in zwei Akten, betitelt „Die Rache", sowie der Balkankricg^ schau Platz und ern gutes Beiprogramm nnt kimstlerisckwr Musik- beglertnng. Ab Sonntag, den 14. April, ist ein Henny Porten- Gastsprel vorgesehen. -—— -—--— _ W'e bei den Wahlen auf jede Stimme, so kommt cs bei der Kriegsanleihe aus jede Mark an. Landkreis Gießen. bringen, 10. April. Tein Unteroffizier Wilheln Schäfer, Sohn des Zig -Fabr. H. Schäfer IV., zu Daubringen der rm November 1914 als Ers'atz-Nes. ins Jrld rückte und in Mlkchen das Eiserne Kreuz erhielt, wurde nunmehr am 13 Mär' 1917 dre Hesspche Tapferkeitsniedarlle verliel^en. + ©clters, 8. April. Leutnant Weber, Sohn des Forst merfters mrd Landtagsa1>geordneterc Dr. Weber ans Konradsdors der bcr einer Batterie der' fchioeren Artillerie stand, starb de- Heldentod fürs .Vaterland. Damit ist auch der zioeiie und letzi. Sohn von Forstmeister Dr. Weber gefallen und deshalb die Trauei mit der schwer heinigesuchteil Familie allgemein. ™ ^.^^^rskirchen, 7. April. Das Eiseine Kreuz erhiel Musketier Heinrich Rahn. Hessen-Nassau. .,-T Cass-el, O. Aprll. Um einen verlorenen Fnßbrll eutfrain bmrnn den Mitgliedern ernes Eesi.ml Fnßballvereui-?- eine blutÄ» Schlägerei, rn deren Verlar,s der l8jährige Lederarbeiter Rolwr Ehrlick;. durch emen Messei-stich in ixm Rücken getötet wurde Der 4>ater fam m .Haft. OefsenMche Versammlun Mittwoch, de» April 1917 , abends 8 1 /* Uhr, im Saale des Gasthofes Fürstenhof zu Gießen, Lindenplatz 1 Ke sechstelkrie Redner: 1. Oberbürgermeister Keller, 2. Justizrat Grünewald, Landtagsabgeordneter, Z. Geh. Kirchenrat Prof. v. Eck. * Die Bürgerschaft wird hierzu freundlichst eingeladen. Der Oberbürgermeister. Holztzersteigernng Fürstlich Sslmsifche Oberfsrsterei Hohensolms. 2lm Freitag, den 13. d. Mts. sollen aus dem an der Landstraße Gießen—Gladenbach zwischen den Orlen Fellingshausen und Frankenbach belegenen Distrikt Issel- scheid nachstehende Fichtcnsiangen öffentlich meistbietend an Ort und Stelle verkauft werden: 2 St. 1. 5kl., 8 St. 2. 5kl., 558 St. 3. 5kl., 745 St. 4. 5kl , IM St. v. Kl., 1730 St. 6.5kl. und 1600 St. 7.5kl.. in Sa. — 568 St. Derbstangen mit 17,40 Festmeter und 4675 -St. ReiSftangen mit 34,66 Festmeter. Das Holz liegt teils an der Landstraße, teils in unmittelbarer Nähe derselben. Anfang der BerstLigerung um 10 Uhr vormittags bei Nutzholz Nr. 129. Im Anschluß an den Nntzholzverkaus findet daselbst eine Brennho!zversteigcrnt?a statt. Es kommen zum Verkauf: auS Distr. Fssclscheid Buche: 3 Rm. Scheit, 25 Rm. Prügel. 700 Wellen. Eiche: 13 Rm. Prügel, 1780 Wellen. Distr. Brnchbeeke Kieier: 1 Nm. Prügel. 3,0 Wellen Distr. Eulcr-grund Kiefer: 4Ä Wellen. 2881B Buchennntzholzverkauf. AuS den» Kirtorser Sradtwald, Zlbt. Svitzc 3 und 4 werden 6 Buchenschnittstämme 3 Kl. --- 5,59 Fslm. und 44 Buchenschnittstämme 4 Kl. — 39,43 Fstm. int SubmissionS- wege verkauft. Das Holz ist mit Rinde gemessen. Die Bedingungen find dieselben, wie bei fiskalischen Verkäufen. Aniebote sind verschlossen mit Aufschrift: „Buchenholz- verkauf" bis zum EräffnungStcrmin. dem 20. Avril d. I., nachm. 3 Uhr, bei der Großb. Oberförsterei Kirtorf einzureichen. Förster Schäfer. Kirtorf, zeigt auf reichrzeitige Benachrichtigung das Holz vor. Kirtorf [Oberhessent, den 5. April 1917. Großh. Bürgermeisterei Kirtorf. -Wolf. 2870V Abteilung Baggerbetrieb: Beionkies, Pflastersand, Mauersand usw. in Waggonladungen. Lieferungen für Militär und gemeinnützige Bauten prompt. 2890 VjimieUmgen Sch. gep. 3-Zln..WchaB. m. a. Zu beb. p. 1.5. z. verm. l^"° Tb. Erb, Sonnenstraße 121. Wilia Marb««aer Straße Nr. 1*4 — znm Alleindewohnen — bestehend auS zehn Wohn- räumen, mit Zubehör und Garten ab 1. Oktober 1917 zu vermieten. Mietpreis Mk. 1600,— p. a. Näheres zu erfragen bei dem Besitzer BerlagSduchhändier Roth, Marburger Straße 20. | 3 Zimmer trotze 6-Zimmer-Wobng. iL Stl m. Bad ll. a. Zubeh. zu vermieten. Stephan- strafte 4L?. [55 n I & Zimmer 99] Keu«a LLss S ist eine v-Zkrnmer-Wstznnng mit ar. Vorplatr zu vermieten. Näheres EesellschastSverein, .Sonnenstraße 19. k 4 Zimmer Tch. 4-r)r««er-M»aunng «Mansarde) aiSbald zu verm. S7A7 Steinstrahe 57. GlaabreehtimiC« 9 zwei 4 Zimmer Wobnuna. 1. Stock und Mansarde zu vermieten. Näheres bei H. 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