Nr. 82 Der Gletzene? Vn^k-er erscheint täglich, autzer Sonntags. — Beilagen: Gletzener Famüirnblatter; Kreistlatt *flt den kreis Glehen. Sezugrprets: monatl. 9o oiertel- jährl. Mk. 166; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Bf.; durch die Post Mk. 3.45 viertel» jähri. ausschl. Bestellq. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schriftleitnng 112 Verlaa.Geschäft^stelleöl Anschrift für DralUimch- richten: Anzeiger Siehen. Erster Blatt 16 k. Jahrgang Zarnstag. 7. April \9\Z postscherllsnts: Zranksurl a. M. U686 General-Anzeiger für vankverkehr: Eewerbebanl Gießen Zwittingsrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Zteindruckerei R. Lange. rchristlettung, Geschäst5ste!le u. Druckerei: Zchulstr. 7. ..m'.auMt von Anzeigen v . die La,re«n„mmer bis Jk ulniNacinnkliag vorder. '<3 4ei!enoreir, s. ^lnzeiaen: ^ ö r t l i ch 30 Vf.. Vermietungen u. Stellengesuche 15 Pf., auswärts 25 Pf,, b Plahvorlchrist 30 Pf., Neklaiuen 7b Pf., bei Plahvorschri't 90 Pf Hauptschrütleüer: Aug. Goetz. Beraiuwurtlich für Politik u. Feuilleton: A"n. Goetz. Stadt u,.d Lr,^., Vermischtes u.®€" richtsscial: Fr. R. Zen^. Anzergenteil: H. Beck, sänitlich in Gießen. Affs neue Kriegsostern! Gieren, 7. April. nen Menschheitstragödie erhoben, wie sie der deutsche Dichter aus der Ueberlieferuug von dem mittelalterlichen Magier erweckte. Ahasverus ist finsterer, schtnerb listiger, in seinen Begabungen enger begrenzt, als der in allen Dingen hochstrebende, der höchsten Bildung offeüe Faust. Er hat als gleichalteriger Zeitgenosse 'des Nazareners die Leidensgeschichte Christi unter lebt und mitaugesehen mrd ist von Grausen und Ver- zweiftung gepackt über die Uebel und Widerwärtigkeiten der damaligen Menschen. Er tritt seine ewige, qualvolle Wanderung an. Weder auf dein „Weg zur Hölle", noch auf dem „Weg zum Himmel" begegnet dem Dulder die lichte Aussicht eines Ruhepunktes, eines Zieles; erst „u n t e r den Menschen" wird ihm der gleiche Trost, den Faust bereits auf halben: Wege erlangt, daß er „ein Mensch mit Menschen" sei und daß sich das Leben, von einem gewisser: Ab stand betrachtet, am Ende auch als ein schöner Traum ansehen lasse. „So machte ich also, einer von diesen Tausend, einen Teil ans von einem schönen Traum", sann Ahasverus, „so wäre ich mit diesen Tausend das Werkzeug, wodurch ein schöner Traum verwirklicht wird..." Die geringen Dinge bekamen ihm ein lieblicheres Ansehen, und es ist ein rührender Abschluß des Ganzen, ivie Ahasverus sich mit der Schankdirne Lene verbindet, mit der er wandert und die er schließlich liebt „mit dem Geheimnis ihrer Menscheuseele voll Gut und Böse" —> wie sie zu ihm spricht: „Laß mich, wie ich bin!" Und es war ein Karfreitag, als ihnen die Sonne zum Gruße leuchtete und als die Obstgärten blühten von Gezwitscher nnd Geflöte . . . Dieser Ahasverus, der sich auch in der heutigen Zeit der Tränen nnd Not sein Felleiser: mit schmerzlicher Unrast beladen könnte, fand Erlösung in der Erkenntnis, daß sein Leben im Licht und Schatten der Gemeinschaft nrit Tausenden doch einen Zweck erfülle. Sein Beispiel kehrt uns, daß man mit Leid und Groll sich nicht in der Enge vergraben soll. Die große Gemeinschaft, mit und in der wir einen schönen „Traum" erfüllen wollen, ist gegenwärtig unser deutsches Volk. Wer wollte sagen, daß es vollkommene Menschen seien, die da in Reih nnd Glied fechten, und daß man mit gehobenem Gefühl jedem Einzelnen die Bruderhand drücke:: könne! Nur der Blick auf das Zusammenleben und Zusammenarbeiten, auf den gemeinsamen Besitz eines schönen Landes, ans den deutschen Frühling, den wir jetzt wieder erleben, und darüber noch wett hinaus ans die große weltgeschichtliche Aufgabe des deutschen Volkes, sich mit der Ueberlegenheit seines Geistes, seines Wollens und Könnens durchzusetzen unter seinen Gegnern, erhebt uns über uns selbst nnd läßt uns freudig und willig ans unserem Platze aushatten. Die allgemeine Lösung der Daseinsftage hat, wie Faust, auch der Ahasverus des flämischen Dichters gefunden. Wir aber, wenn wir im Drang und in der Oede dex blutigen Zeit uns diesem herberen, trotzigeren Gesellen ans seiner Wanderung anschließen wollten, würden dofch bald auch die schöneren, edleren Blüten des Lebens wieder zu finden wissen, und die .Hand des größeren d e u t s ch e n Vorbilds würde wieder die Leitung übernehmen. Aufersteheu muß und wird uns ein neues Deutsches Reich. Hinter dein Frühling erwartet uns in hoffentlich nicht mehr weiter Entfernung der Friede, der ein neues Füllhorn von Gaben für uns bereit hält urü> deutsck)en Landen einen regen und freudigen Wandel uttd Handel wiedergebe:: wird. Von Ahasverus wollen wir noch einer: Willensgedanken mitnehmen, der ihn beseelte, als er noch voll Unrast die Welt durchlief: „Sie werden mich nicht kriegen," sprach er bei sich selbst und biß die Zähne zusammen und'hielt sich steif. Vermeyleu sagt von ihm die schöner: Worte, die wir gerrP ans unser suchendes nnd streitendes Volk anwenden möchten: „Denn das will ich euch nur sagen, er war ein Mann von: Kopf ois zu den Füßen, kein Seelchen von Zucker nnd Honig, kein Luftikus oder Jammerlappen, sonder:: ein knorriger Kerl aus einem Guß mit ein paar sehnigen Arbeitshänden, einem klaren Kopf nnd einem Kerngehäuse, an dem was war." Ein Kerl, mit anderen Worten, der über alle Wilsonschen Kongrestbeschlüsse tapfer und entschlossen seines Weges weiterzieht. . . * * * (WTB.) Großes Hauptquartier, 5. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Der heftige Artilleriekamps zwischen Lens und A r r as hielt auch gestern an. Nördlich der Straße Peronne —Cambrai setzten nach mehrmals gescheiterten Vorstößen die Engländer abends zum neuen Angriff starker Kräfte an, denen unsere Truppen wieder erhebliche Verluste zusügten und dann auswichcn. Südwestlich von S t. Q N e n t i n wirkte die französische Artillerie mehrere Stunden gegen von uns nachts geräumte Stellungen, die anschließend kampflos von der feindlichen Infanterie besetzt wurden. Bei Laffaux wurde ein Vorstoß der Franzosen zurückgewiesen. Unsere Batterien brachten ein Munitionslager bei V e nd resse (nördlich der Aisne) zur Entzündung. Erderschütterung und Knall wurden bis 40 Kilometer hinter der Front wahrgcnommcn. Ein wirksam vorbereitetes und kraftvoll durchgeführtes Unternehmen nördlich von Reims ist gut gelungen. WirbrachtendemFeindeineblu- tige Schlappe bei und machten über achthundert Gefangene. O c st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des G e n e r a l f e l d m a r s ch a l l s Prinzen Leopold von Bayern. Südlich von Riga brachen unsere Stoßtrupps in die russische Stellung ein, sprengten ei'.lige Unterstünde und kehrten mit Gefangenen und Beate zurück. Bei Czepicle (südlich von Brody) hotten unsere Sturmtruppen bei einem Vorstoß 41 Gefangene uui) ein Maschinengewehr aus den feindlichen Gräben. Front des Generalobersten Erzherzog Joses. Keine wesentlichen Ereignisse. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von M a ck e n s e n. Auf dem rechten S e r e t h n f e r bei Gartcnsca drangen Erkuilllungsabteilnttgen in einen russischen Stützprrnkt und kehrten mit dreißig Gefangenen und zwei Mincruvcrfern in die eigenen Linien zurück. M a z e d o n i f ch e Front. Auf der Cervena Stena, westlich von Monastir, wurden den Franzosen einige ihnen aus den letzten Kämpfen verbliebene Gräben wieder entrissen. Der Erste Gencralanartiermeister L u d e n d o r f f. (WTB.) Großes Haupt quartier. 6. April. (Amtlich.) W e st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Der Artillcriekamps an der A r t o i s f r o n t hat sich in der: letzten Tagen bedeutend gesteigert. Besonders von A n - gres bis zum Süduftr der Searpe lag gestern in Zeitwellen starkes Feuer alter Kaliber auf unserer: Stellurrgen. Mehrfache Vorstöße englischer Erkundrurgs Abteilungen wurden von unserer Grabenbesatznng znrückgeschlagen. Auch an der A isnc - Fro n t lam es im Anschluß an unser gestern gemeldetes, in dem beabsichtigten Umfange voll gelungenes pnternehmen bei Sapigneul nördlich von Reims zu lebhaftem Feuerkampf. Wir haben dort 15 Offiziere. 8 2 7 Mann gefangen, vier M a f ch i n e n g e w e h r e und zehn M i n e n w e r f e r mit viel M u n i t i o n erbeutet. Ein französischer Gegenangriff zwischen Sapigneul und La Neuville ist abgewicsen worden. Auf dem W estufer der Maas schwoll in den Mid tagsstunden das Geschützfener vorübergehend «in. * Klares Wetter führte bei Tag und bei Nacht zu sehr reger Anftlärungs- und Angriffstätigkeit der Flieger und zu zahlreichen Luftkämpfen. Ein bis D o u a i porgedrungenes englisches Geschwader von vier Flugzeugen wurde durch eine unserer Jagdstaffeln angegriffen und vernichtet. Alle vier Flugzeuge liegen hinter unseren Linien. Oberleutnant Freiherr v. Nichthosen Hot davor: zwei. also den 35. nnd 36. Gegner. abgeschossen. Außerdem verlor der Feind acht Flugzeuge im Lnfi- kampf. zwei durch Abschuß von der Erde. Bon uns werden drei Flugzeuge vermißt. O e st l i ch e r Kriegs s ch a:: p l a tz. Front des G c n c r a l f c l d u: a r s ch a l l s P r i ir z e r: L e o p v l d v o rr Bayer Südlich von Riga, bei Jllnrt. Toboly, an der Zlota Lipa und Najarowcä. sowie südlich von SI lNiSlau setzte die russische Artillerie beträchtlsthr Mengen von Munition zur Wirkung gegen unsere Stellungen ein. Nach einer Minen- sprengrmg gegen die Höhe Popielicha (südwestlich von Brze- zany) vorbrechcnder Angriff der Russen scheiterte. Bei Wegnahnre des russischen Brückenkopfes von Toboly am Stochod am 3. April fielen in unsere Hand 130 Offiziere, über 95 00 Mann. 15 Geschütze urw Minenwerfer, sowie viel Krregsgerät aller Art. Front des Generalober st en Erzherzog Josef Nichts Neues. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Die Lage ist unverändert. Mazedonische Front. In der Osthälfte des Cerna-Bogens nahm zeitweilig die Artillerietätigkeit zu. Im W a r d a r - T a l wurden durch Bombenabwrrrf unserer Flieger umfängliche Muiütionslager zur Ent .ündung gebracht. Der Erste-Generalauartiermeister Ludendorff. * Die ??bendberichte. B e r l i n. 5. Apr il. abends. (WTB. Amtlich.) Starker Artilleri. kamps zwi'chen Lens und A r r a s. Im Osten in mehreren Abschnitten Lebhafte russische Feuertitigkeit. B e r l i n, 6. April, abends. (WTB. Amtllch.) An der Artoisfront und in mehreren Abschnitten der Aisn-e-Front starker ArtillLnekampf. In Reims aufg st.'l te Bat e i n, dort erkannte Befestigungsarbeiten u:w Verkehr sirw von uns wirkungsvoll beschossen worden. Im Osten rege russische Feuertätigkeit. * Die bisherige Aprilbeute der N-Voote. Berlin. 6. April. (WTB. Amtlich.) Seil den am 30. März veröffentlichten Tauchbooterfolgen sind nach den bis heute eingegangencn Sammelme.'dungen weiterhin ir:s- gesirntt 13 4 0 0 0 Bruttoregiftertonnen von unseren Booten versenkt worden. A Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 5. April. (WTB. Nickjtamtlich.) Amtlich wird verlautbarti 5. April 1917. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Außer einigen mit Erfolg ausgeführten Stoßtrupps- anternehmungen ist nichts zu melden. Italienischer Kriegsschauplatz. Bei klarer Sicht im allgemeinen lebhaftere Artillcrie- und Fliegertätigkeit als in den letzten Tagen. Unsere weittragenden Geschütze beschossen mit guter Wirkung eine feindliche Truppenparade östlich von CormonS. Italienische Marineflieger warfen auf Nabresina und S i st i a n a Bomben ab. Unsere Ortschaften im Etschtale und Areo standen abermals unter Artilleriefeuer. In letzterem Orte wurde die Pfarrkirche schwer beschädigt. S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Im Bereiche unserer Truppen keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschallcutnant. Wien, 6. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 6. dlpril 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei der vorg.fftorn gerneldcter: Eroberung des Stochod- Brückenkopfes Tobol nahmen wir 130 russische Offiziere und über 9500 Mann gefangen. Es wurden 15 Geschütze, etwa 150 Maschinengewehre urÄ große Mengen an Kriegsgerät erbeutet. Gestern vielfach lebhafter Geschützkampf nnd sehr rege Fliegertätigkeit. An der osbgalizischen Front schoß einer unserer Flieger ein fenrdlichcs Flugzeug ab. An der Najarowka wurde ein Versuch der Russen, nach einer Mimnsprengung anzngrejfen. im Keime erstickt Italienischer und s n d ö st l i ch e f Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des GeneralsLabs v. Höfer, Feldmarschallentnant. * Ereignisse; urSee. Wien. 6. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Mehrere Geschwader unserer,S ec fluqz enge haben in der Nacht zum 4. April die militärischen Objekte, besonders die Flugzeughangars in G r a d o und G o r g o. mit zahlreichen schweren und schwersten Bomben erfolgreich belegt Mehrere Volltreffer in den Hangars konnten fest-gestellt werden. Ein Soeflugzeug ist nicht zurückgekehrt. Die übrigen fi:ü) alle wohlbehalten in ihren Standorten eingetroffen. Der türkische Bericht. Konstantinopek, 5 April. (WTBü Heeresbericht ovnr 4. April. An der T«ala-Front setzen die Engländer mch R u s s c u &.t. R ü cf z v a vor unseren Linien fort. Rau ka s u s - Frvnt: Aüf dem lin^ Flügel wurden an ^Twei Stellen starke Aufklänmgsabl-eüutigen des Feindes zurück- geworsem An den anderen Fronten kein wichtiges Ereignis. Konstantino Pel, 6 .Aprü. (MDB.) Sttntlicher Berrcht vom 5. April. An der Dialafront fotzten die Engländer ihren Rückzug in der Richtung auf Dakuba fort. In Luft kämpfen hatte^erncs unserer Flügger.:ge, ein voni Haupt mann Schütz geführter Fokker, einen Zuftunmansuvst mit einem feürdlick^en Flugzeug, wober dreses in Trümmer ging. Unser Flugzeug landete mit dem abgerissenen Flügel des feindlichen Flugzeuges in unseren Linien. An der K a n k a s n s f r o n t gelang es yn*n semdlrchen .Kmn- Vanien, Vvrüln'rgehend in die ersten Sicherheitsliniei: des Abschnitts unseres rechten Flügels einzudringcn. sie lvurden aber wieder himrusgetoorfen. Unsere Sick-erheitslinie blieb wir zuvor rn unserem Besitz. Gestern vormittag erschienen drei feindliche Flugzeug- M u t t er s chi ff e, die von einigen Krenzorn und Zerstörern be- gleitet waren, vor dem Bosporus. Tre feindlichen Flugzeuge N'arfen Bomlien auf Kilios und den Eingang des Bosporus. Unsere Land- und Wasserflugzeuge griffen die feindlichen Kräfte an und zwangen sie durch Bombenwürfe, sich zu entfernen. Es wurde mit Sicherheit fcstgestellt, daß ein Schiff voll getroffen wurde. Die Nüssen melden in ihrem Bericht vom 23. März, daß die W a s ) e r <* leitung vo n Kon sta n t in o pel durch rufTtfcbe Flugzeuge am 26. Marz zerstört worden sei. Diese Behauptting ist f a l s ch. Die in beschränkter Zahl abgewvttenen Bomben fielen auf unbebautes Z>elande, ohne Schaden anzurichten. Was den Luftkampf auf dem SchwarzenMeer betrifft, so fügen nur dem, was durch unseren Bericht vom 27. März gemeldet worden ist. hinzu, daß nach dem russischen Bericht ein von unseren Geschossen getroffenes feindliches Wasserflugzeug zum Niedergehen auf dem Meere gezwungen wurde. Die Besatzung ließ dort ihr Flugzeug zurück und erreichte einen Zerstörer. Die Beute des Kampfes bei G h a z a beträgt 5 Offiziere und 231 Mann als Gefangene, 12 Maschinengewehre, 16 Schnellade- gewehre, fünf kleine Kraftwagen, ein Auto mobil. 300 Gewehre und Bajonette, außerdem mehrere Munitionswagen und eine große Menge Piomermaterial irrtb Munition Kein wichtiges Ereignis auf den anderen Fronten. * . * Der «rlegszistand zwischen Amerika und Deutschland. Washington, 5. April. (Nichtamtlich.) Das Reu- tersche Bureau berichtet: Der Senat hat-mit 82 gegen 6 Stimmen die Resolution, die den Kriegszustand erklärt, angenommen. Washington, 5. April. (WTD.) Das Repräsentantenhaus hat die Kriegs-Resolution mit 373 gegen 50 Stimmen angenommen. Wien, 5. Avril. (WTB.) Wie die Blätter vernehmen, ist der österreichisch-ungarische Botschafter in Washington, Graf Tarnowski, angewiesen worden, die diplomatischen Beziehungen zu den Bereinigten Staaten von Amerika abzubrechen und für die Botschaft und die Konsulate die Pässe zu verlangen, wenn der Kongreß den Antrag Wilsons ratifiziert, da» der .Kriegszustand zwischen Amerika und Deutschland besteht. Das „Frenrdenblatt" sieht in diesem Vorgehen Oester- reich-Ungarns einen Schritt, der angesichts des unlöslichen Dündnisles und der in überragender Weise besiegelten Wafferwrüderschaft zwischen Oesterreich-Ungarn und dem Deutschen Reiche als selbstverständlich erscheinen und auch wohl den allgemeinen Erwartungen entsprechen würde. Frankreichs Trost an Amerikas Entschluß. Paris 5. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenoe Havas. Zu Beginn der Nachmitdagssitzung der Kammer hielt Ri bot eine Rede, in der er sagte: Die mächtige entscheidende ötfie, die uns die Bereinigten Staaten bringen, wird nicht nur eine materielle sein, sondern besonders eine moralische rach ein wahrer Trost. Wenn wir sehen, wie überall in der Welt das Gewissen der Völker enoacht und ein rmgeheurer Protest sich erhebt gegen die Gvairsamkeiten, deren Opfer »vir sind, so fühlen wir lebhafter, daß wir nicht nur für uns und unsere Verbündeten kämpfen, sondern für etwas Unsterbliches, und daß wir daran arbeiten, eine neue Ordnung zu begründen. So werden unsere Oper nicht vergebens sein. So wird das edle Blut der Söhne Fnrnkreichs eine fruchtbare Saat sein der Ideen der Gerechtigkeit und der Freiheit und die nötige Grundlage der Eintracht unter den Völkern. Im Namen des ganzen Landes richtet die Regier mg der französischen Republik an Regierung und Volk von Amerika mit dem Ausdruck seiner Dankbarkeit seine heißesten Wünsche. * * * Die Nevolutlon kn Rußland. Die Zarenfamilie. Berlin, 5. April. sPrivattel.) Der Berliner ,,Lokal- anzeiger" meldet aus Budapest: „Russija Wjedomosti" meldet: Zar Nikolaus wandte sich mit der Bitte an die Regierung, man möge ihm erlauben, daß er mit seiner Familie sich in der Schweiz ansiedle, wo er als Nikolaus Romanow in Zurückgezogenheit leben wolle. Kopenhagen, 5. April. (WTB.) Eine Petersburger Drahtnachricht besagt, nach den Meldungen imssischer Blätter werde die Zarin in den nächsten Tagen nach der Peter-Pauls-Festung überführt werden, wo sie interniert werden solle. Auch die Großfürstin Maria Pawlowna, die Mutter der Großfürsten Cyrill und Boris, wird dorthin gebracht. Gleichzeitig mit der endgültigen Ernennung des Generals Alexejew zum Oberbefehlshaber des ganzen russischen Heeres wurde die Verkleinerung des Hauptquartiers angvordnet. Mehrere Abteilungen sind aufgehoben, eine ist dem ^tzriegsmüristerium angegliedert worden. Freilassung der Geiseln. Haag, 5. April, (zf.) Reuter meldet aus Petersburg: Die vorläufige Regierung befahl, die 500 Geiseln, die aus feindlichen Ländern bei den verschiedenen Offensiven von den russischen Truppen mitgeführt worden waren, frei- zulassen. Die Russen halten es für ungerecht, Menschen gefangen zu halten, deren einziger Fehler es ist, treu zu rhrem Reich gehalten zu haben. Uebereinstimmung zwischen Deutschland und Oe fterretch-Nngarn. Wien, 5. April. (WTB.) Wie die „Neue Freie Presse" hört, nehmen die Besprechungen zwischen dem deutschen Reichskanzler nnb dem österrcichisch-ungarische n Minister des Auswärtigen einen sehr befriedigenden Verlauf und führten, wie immer, zu einer vollkommen einheitlichen Auffassung in allen lausenden Fragen. Die Gewährung von StaatSdarleherr an vom Krieg betroffene Personen. Llm Schlüsse der letzten Tagung des hessischen Landtages ist an — im wesentlichen auf den Antrag des Abgeordneten Köh l e r irrtb Tr. Osann zurückzuführendes — Gesetz zur Verabschiedung gekommen, das für den Wiederaufbau eines wichtigen Teiles unserer Volkswirtsckraft von größter Bedeutung ist. Nach dem oben genannten Gesetz dessen Wortlaut lvir unlern Lesern, bereits nritgeteilt hoben, ist die Fürsorge des Staates für die Wiederaufnahme von Betrieben des Gewerbes und des Handels, der Industrie, der Landwirtschaft und gewisser freier Berufe, die durch den Krieg in Not oder zum Stillstand gekommen sind, auch in solchen Fällen sicher gestellt, in denen der zum Wiederbeginn deS Betriebes erforderliäze Kredit durch die vorhandenen Kreditinstitute nickst beschosst werden kann, in denen also trotz aller Kre- diMürdigkcil dos Tarlelmssuchers.ausreichende bankmäßige Sickier- heiten nicht geboten werden können. Wahrend in der ursprüng- lici)icn Vorlage der Regierung die darzuleiheu.de Summe von dein Staat mid der betreffenden Heinurt gemeinde je zur Halste aufge- bracht werden sollte, was unter Umständen zu großen Sclstvierig- keiten geführt l-aben würde, wird nach dem nunmehrigen Gesetz die Tarlehnssumme allein vom Staat zur Verfügung gestellt. Voraussetzung für die GeuM-rung des Darlehens ist, daß die Nachsuchenden kreditwürdig sind und mindestens ein Jahr vor Ausbruch deS Krieges in Hessen gewohnt l?aben oder im Fall ihres Zugangs aus dem Ausland die hessische Staatsangehörigkeit besitzen. Tie Darlehen können auch vor Beendigung des Krieges alsbald nachgesuckst weichen, wenn die Voraussetzungen dafür zrrtrossen. Heber die Bcivilligung entscheidet eine Lmrdeskom Mission. Ter Betrag der einzelnen Darlehen soll 1500 Mark nicht übersteige». Ter Tarlehnsenipfänger hat im ersten Jahr keine Zinsen, im zweiten und dritten Jahr 2 Prozent und vom 4. Jahre ab 4 Prozent Zinsen zu zahlen. Tie Tilgung soll in 3 Jahren vom dritten Jahre an folgen. Zinsen und Tilgung können in geeigneten Fällen auf Verlangen gestundet werden, notfalls können auch Nachlässe der Schuldsumme erfolgen. Ausfälle an Kapital und Zinsen werden zur Hälfte vom Staat, zur anderen Hülste von Genroinde und Kreis zu gleichen Teilen gcüragen. Tie für ein derartiges staatliches Tarlelxm in Betracht kommenden Personen auf die neue gesetzliche Regelung aufmerksam zu machen, ist der Zvveck dieser unserer Ausführungen. Möchte von dieser staatlichen Fürsorge in allen geeigneten Fällen Gebrmrch gemacht werden. Tie betreffenden Anträge können bei den Heimatgenreinden gestellt werden, oder auch bei dem zuständigen Kreisemt, welche Stellen die Anträge an die LandeslonrMission weiterleiten werden. Seekrieg. Ein englisches Torpedoboot versenkt. Haag, 4. April. (WTB. Nichtamtlich.) Die Neder- landsch Telegr.raf Agentschaft erfährt vom unterrichteter Seite, daß das Konrmandoschisf der Torpedobootsflottille von Dover, „Fory", am 23. März fünf Seemeflen nordwestlich von Kap Grisnez torpediert worden und gesunken ist. Die englische Admiralität teilt von der vergangenen Woche die Versenkung von 18 Schiffen mit einem Raumgehalt von mehr, von 13 Schiffen mit weniger als 600 Tonnen mit. 6 Fischerfahrzeuge seien ebenfalls versenkt. Sodann gibt die Admiralität' zu, daß ein Minenleger älterer Bauart durch Auflaufen auf eine Mine gesunken ist. 24 Mann von der Besatzung werden vermißt. Reuter meldet die Versenkung eines tveiteren Schiffes von der Klasse der „Almwick 6 affte". Am 19. März wurden 19 Mitsahrende in New Dort gelandet. Im ganzen wurden 115 gerettet und 16 getötet, 25 werden vermißt. Nach einer Mitteilung aus Inruiden wurde der belgische Dampfer „Fevrier" (300 Tonnen), der für den Hilfsausschuß Weizen aus Amerika brachte, auf der Fahrt nach Rotterdam versenkt. In Imuiden sind 24 Leute von der Besatzung, zum Teil verwundet, gelandet worben. * Berlin, 6 . April. (WTB.) Wie lvir cm zuständiger Stelle erfahren, hat die Bewaffnung der feindlichen Handelsschiffe weiter zugenommen. Die Erfolge unserer Tauchboote haben jedoch hierunter in keiner Weise gelitten. Aus Stadt und Cand. Gießen. 7. April 1917. Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 9 bts 16. April 1917 haben nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 15,. Woche, gültig vom 9. bis 16. April 1917 Bullermackm „ 15. „ , * 9. , 16. „ Flelschncaiken t lb. „ w 9. w 16. „ Kartoffelmarken, 14. „ * , 9. , 16. „ Zuckermarken Nr. 10 und II, gültig bis 30. April 1917. Seiienmarken für den Monat April Eiu U,«tausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marten kein Ersatz gewährt. Geschäftsstundeu des Stadt. LebenSmittelamleS von v—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm. MarkenanSgabe für Urlauber: am 2. vslcrfeiertag von 10—12 Uhr vormittags. Vaterländischer Hilfsdienst. EV wird rwchmals daraus hingctviesen, daß alle Hilfsdienst- pflichtigen, d. h. alle mäurcEchen Personen, die in der Zeit nach dem 30. Juni 1857 und vor dem 1. Jamrar 1870 geboren sind, sich zur Hilssdienststammrolle zu melden haben. Befreit von der Mel- dimg sind nur diejenigen Hilssdienstpflickitigen, die seit dem 1. März 1917 im Hauptberuf beschäftigt sind. 1. Im Reichs-, Staats-, Gemeinde- oder Kirchendienste: 2. in der öffeirtlichen Arbeiter- urch Angestelltenversicherung: 3. als Aerzte, Zahnärzte, Tierärzte oder Apotheker: 4. in der Land- oder Fvrstwirtsckxrft, hierzu gehören auch die landwirrplzaftliä-en (nicht die geruerbliä-en) Gärtnrrxrerl; 5. in der Seo- und Binnmftscherei: 6 . in der See- oder Binnen- sclstsfahrt: 7. im Eisenbahnbetrieb einschl. des Betriebs der Klein- mrd Straßenbahnen: 8 . aus Wrrften: 9. in Berg- und Hütten- betrieben; 10. in der Pulver-, Sprengstoff-, Munition- oder Waffenfabrikation; hierunter fallen nur die Betriebe, die unmittelbar Pulver, Sprengswffe, Munition, Waffen oder Teile von Munition oder Waffen herstelleir. Es ist nicht gesagt, daß alle Hilfsdienstpflichüge, die sich zur Stammrolle gemeldet haben, auch znm HUfsdieust eingezogen werden. Es wird auf Grund der Meldekarten von Fall zu Fall entschieden Iw-erden, ob der .Hilssdienstpstichtiae bereits in einem kriegswichtigen Betriebe bcsck>ästigt ist oder nicht. Diejenigen HilfÄ)ionst- psliclüigen, dereri T-eschäfligilNg ans Grurrd der Meldekarte vom Ausschuß schon als kriegswichtig feftgestellt wird, erhalten vom Ein- bernfungsausschuß keine Aufforderung zur Aufnahme der Arbeit im vaterländischen Hilfsdienst. ** Aus bnn St ad tth ea t erburvau. Ueber die Vorstellungen der Feiertage ist noch nachzutragen, daß mn Ostermontag rmchmittags eine Wiederh-olung des Schwanks „Der Raub der Sa b i ri e rin neu" stattsindet, der bei der Auffüt/rung zu 5)errn Eonradis Ehrenabend wahre HeiterkcitSstürme cntfasselt hat. — Am Donnerstag, den 12. April, findet unter dein Nanren „Nationalta'g der deutschen Bühnen für die 6 . Kriegsanleihe^ eine Aufführung statt, deren Zweck weitgehendste Beachtung und Unterstützung beanspruchen darf. Für die Ausführnngen am 12. April haben nämlich im gaii.zen Reich — soweit die Theater dem Deutschen Bühneiwerein angehörerr -- die Bühnenleitungen auf die Einnahmen und vre lichen Mitglieder aus die Tagesaagen verzichtet. Der \\ap ergeberrde Betrag wird sofort als Reichsanleihe gezeichnet und durch eine von Bühnenverein und Bühnen- aenossensckiafl (den Organisationen der Arbeitgeber uno Arbeitnehmer beim Theater) gemeinsam eingesetzte Ver- waltuirg für einen triegswohltätigen Zweck verlvendet. Um eine möglichst groß- Einnahme zu erzielen, ist für hier die neue Operette „Der Soldat der Marie" für diesen. Tag angesetzt worden. Eingeleitet lvird der Mend durch einen Einakter, „Gezeichnet, der eigens zu dem Zweck geschrieben wurde und zurzeit cm vielen Bühnen gegeben wird, um Propaganda für die 6 . Kriegsanleihe zu machen und noch in letzter Stunde alle Säumigeir an ihre vaterländische Pflicht zu mahnen. **Oberhessischer lKunstverein. Die Ausstellung ist an den beiden Osterfeiertagen von 11 bis 3 Uhr geöffnet, an denj übrigen Tagen von 11 bis 1 Uhr. Verkauft wurden bis jetzt aus dieser Ausstellung: ,T)n Betrachtung" von S. Glücklich, „Auf der Weide von van der Heide und „Winterabend" von R. Gönner, Münck-en. ** Fleischbestellung. Mit Rücksicht auf die Osterfeiertage hat die Tlbliescrung von Fleischmarken sür die nächste Woche ausnahmsweise Dienstag während der abgegebenen Stunden zu er folgern ** Verkauf von Petroleum. Auf die Bekanntinachung, betr. Abgabe tom Petroleum zu Beleuchtungszwecken, in heutiger. Nummer mack-en wir hiermit aufmerksam. Danach darf in der Zeit vom 1. April bis einschl. 31. August 1917 Petroleum zu Leucht- zwecken an Wiederverkäuser, vom I.Mai ab an Verbraucher nicht mehr abgesetzt werden. ** Oeffentliche Versammlung. Mittwoch, den 11. April, abends 81/2 Uhr, im Saale des Gasthofes Fürsten- Hof 51 t Gießen, Lindenplatz 1: „Die sechste Kriegsanleihe". Siehe Anzeige. ** Arbeitsruhe während der Feiertage. Von dem Waffen- und Munition-Beschaffungsamt ist, wie wir hären, für die ihm unterstellten Betriebe der Heeresverwaltung die Arbeitsruhe während der Oster- und Pfingsttoge derart geregelt, daß die Arbeit in den Betrieben, in denen in Tag- und Nachtschicht gearbeitet wird, vom Schluß der Samstag-Nachtschicht bis zum Beginn der Dienstag-Tagschicht, in den übrigen Betrieben vom Schluß der regelmäßigen Arbeitszeit am Samstag bis zum regelmäßigen Arbeitsbeginn am Dienstag ruht, wenn nicht besondere Verhältnisse bedingen, daß nach Anordnung der Vorstände der einzelnen Dienststellen auch an den genannten Tagen gearbeitet werden muß. Es darf wohl erwartet werden, daß, da ein allgeineines Bedürfnis nach Ruhe auch für die sehr angestrengte Arbeiterschaft der Privatbetriebe vorliegt, sich auch die Leiter von Privatbetrieben von vorstehenden Grundsätzen leiten lassen werden, sofern nicht ganz besonders dringliche Verhältnisse vorliegen. ** Kapitänleutnant Fritz Wolf, der nach Graf Dohna vielgenannte erste Offizier der „Möve" auf ihrer ersten und zweiten erfolgreichen Kaperfahrt und Kommandairt des „Geier" ist ein Hesse, der Enkel des 1883 in O st h e i m verstorbenen Pfarrers und Dekans Karl Wolf, ein Neffe von Geh. Juftizrat Wolf in Mainz und Landtagsabgeorvneten Sanitätsrat Tr. Wolf in Gonsenheim. Geboren in Kassel als Sohn des in Leihgestern geboreneiH Apolhekenbesitzers der Sonnenapotheke Wilhelm Wolf, steht Zivpi^ tänlcutnant Wolf im 37. Lebensjahr, ein Vetter von Hauptmanrr Wolf in Gießen, zurzeit im Felde. ** Alle noch rückständigen Rechnungen über ausgeführte Arbeiten und Lieferungen sowohl für das städtische Hochbauamt wie für das Tiefbauamt sirrd bis spätestens 1 . Mai in doppelter Ausfertigung an die betr. Bauämter abzuliefern. (S. Sten kanntmachung in heutiger dtummer.) ** Beschlagnahme von Alumininm-Geaenftän- d e rr. Diejenigen Personen, die noch im Besitze von Aluminrmw- gegenständen sirrd, haben diese bis zum 14. d. MLs. einschl. au!f dem teckpiischen Bursau des Gaswerkes anzumeLen. (Siehe Be- kanntmachimg in vorliegender Nummer.) ** Wir verweisen auf die heute veröffentlichte Bekanntmachung der Eifenbahnbehörde, wonach die Benutzung der Eistmbahn, namentlich während der Feiertage, Möglichst eingeschränkt iverden soll. Sonderzüge für Ausflugsverkchr weichen nicht eingestellt ** Beschlagnahme von Dachpappen. Am 5. April ist eine Bekcumtmachamg erscknenen, durch welche sämtliche vrn>, handenen mrd weiter her gestellten Rohdachpappen, Teer- dachpapven und teerfreie Dachpappen ieber Art und Stärke be schlagnahmt werden. Trotz der Beschlagnahme bleibt jedoch die Veräußerung zur Erfüllung eines Auftrages des Königlich Preußischen Ingenieur-Komitees, sowie auf Grund eineS Freigabesck>eines erlaubt. Ebenso dürfen aus den vorhandenen Voc- räten Aufttäge, welck>e bis zum 5. April von einer staatlichen odep kommunalen Behörde erteilt waren, erfüllt werden. Ferner ist trotz der Beschlagnahme die Verarbeitung von Rohdack>pappen zu Dachpappen und die Verarbeitung derje:ng>en Mengen deren Veräußerung imd Lieferung gestattet ist, foicne den Selbstvevarbeiterui und Scsbswerbrauchern die einmalige Verarbeitung einer Gesamtmenge von je 2000 Quadratmeter Rcchdachpappe und Dachpappe MS den ei.renen Vorräten erlaubt. Gleichzeitig sind die beschlag»« nahmten Gegenstände eirrer Meldepflicht und Lagerbuch-« f ü h r u n g unterworfen. Die erste Meldung ist über den am 5. April tatsächlich vorhandenen Bestand bis zum 15. AprÜ an das Webstoff-Meldeamt der Kriegs-Rohstoff-Abteilung des Königlichen Kriegsministerrums in Bettin auf einem amtlick>en MeldesKin zu erstatten. Nicht betroffen durch die Bekanntmaämng werden Dachpappen und Rohdachpappen, die im Gebrauch gewesen sind oder sich brr Gebrauch befinden: oder die beim Jnkrafttteten der Bekannt-' machung zur Verwendung sür einen Bau bereits auf der zugehörigen' Baustelle lagern, oder die nach dem 5. April Ms dem F^ichs- ausland cingeführt werden. Der Wottlaut der Bekanntmachung der für die in Betracht kommenden Kreise wichtig ist, ist im Kreisblatt von heute veröffentlicht und am Bürgermeistereigebäude ango^ schlagen. ** Das Lichtspielhaus Bahiihofstr. 34, bttngt von heute bis einschl. 2 Feiertag Deutschlands größte Tragödin Maria Carmi-Vollmöllcr in chie Aiichterin von Solvingsholm", großes FilmschMspicl in 4 Akten. Ms 2. Hauptstück „Ter ftldgrau« Groschen", ein schönes Kriegslichtbild in 2 Men. T>azu die neuesten Kriegsberichte von Ost und West. An den beiden Feiertagen wird das gesamte Programm vorgeführt. Dazu musizvett die anerkannt gute Künstlerkapelle. U Lang-Göns, 4. April Das Eiserm Kveuh 17 fffo erhielt der Füsilier Otto Ma vWehrmunn Karl, Langgöns, erhi erlstttt der Füsilier Otto May. — Wehrmann Karl, LanogÄ erlftelt die Hessische Tcipserkeitsmedailla R. Lang-Göns, 5. April Flurschütz JvhA. MüNer l kann auf fern 25jähri^es Dienftj u bil äum zurückblick, er war m ferner 2äjährigen Dienstzeit stets ein gamssenhaft strebsamer Beamte. ^.Fleinberg, 5^ April Otto Schäfer, Sohn des Jo Lchawr XI., wurde letzte Weckpurchten zum Gefteiten befördert u erhielt am 23. März auch das Eiserne Kreuz 2. Kl. Kreis Büdingen. ^ '«.April. Lier starb die älteste Frau unst Gemeinde Witwe Brnding, im Alter vvn 86 Jalwen. — V unseren Knegern ettnelt^r die Hessische Tapferkeitsmedaillc Vi ttldwebel Phstttw W 0 l k, Wehrnnnrn Philipp H e r z b e r g e MuSket« Karl M 0 g k, Gefreiter Friedrich V eite, Fahrer He ruh Müller und (^esrnter Wil1)elm Stoll. st- N r d d a, 4. April. Ter Istesige Kanin chenzuch J, c , r /J n bat eme An- und Verkaufsstelle twn rassereinen u Schlachtzuchttreren gcsckiossen. Den Züchtern ist dadurch ^legc $e3 ffdMai, rhve sckbftgerSchteleu Tvve im Kreist aSrusetzen, den Anfängern und Neulingen der Kaninchenzucht billige und gute Treve zu kaufen und vor Enttäuschungen bewahrt zu bleiben, —. Hier starb der Lokomotivführer i. P. Albrecht Kämmerer. Kreis Frikvbcrg. # As senheim . 4. Avril. Einen Steinadler mit 2V» Metern Flugspannung erlegte der Förster der Solms-Rödelheim- ichen Domäne Weckstadt. Heinrich Rupp. Bad-Nauheim, 7. April. Ter Zigarrenhändler B. und der Konditor M. wurde« zur Anzeige gebracht, weil sie in der Hosreite des Geflügelhändlers I. heimlich zwei Schweine a^bschlachten liefen. Das Fleisch der Tiere wurde für die Stadt beschlagnahmt. Beachtenswert ist, daß B. und M. im Verlauf des Winters schon einmal mit kpeisanktlicher Genelnnigung eine >>ansschlachtung haben vornehmen lassen, also hinreichend mit Fleisch versargt waren. I., der den Beiden Hilfe geleistet hat, inurde ebenfalls angezeigt. — Morgen — am ersten Feiertag — mirt) sich Prof. Dr. Strecker nach der Ostersieier auf dem Fohannisberg mit einer Ansprache von den Einwohnern Bad- Nauheims verabschieden. Hessen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 6. Apttl. Der Magistrat wird den Bewohnern Frankfurts die Brotration nnr um 20 Prozent kürzen, da eine Mehlrücklage vorhanden ist, so daß man die vom Staate verlangte Kürzung um 25 Prozent noch hofft einige Zeit mimus schieben zu können. Gietzeirer Strafkammer. Gießen, 3. Aprll. Die bereits wegen Diebstahls vorbestrafte Ferdinand L. Ehefrau in Petterweil sowie deren 13jährige Tochter sind am 21. Februar l. Js. vom Schöffengericht Vilbel wegen Diebstahls einer Gans im Werte von 15 Mark verurteilt worden und zrvar die erste zu einer Gefängnisstrafe von 6 Wochen und die Tochter init einem gerichtlickMl Verweis. Gegen dieses Urteil verfolgten svlvoU die Angeklagten als auch die Staatsanwaltschaft Berufung. Die Angellagten bestreiten auch heute die Begehung des ihnen zur Last gelegten TiebstaUs, aber aus Grund der heutigen Beweisaufnahme erachtete das Gericht die Angeklagten des Diebstahls für überführt und verurteilte die Ehefrau L, unter Zurücktv-eisuNg ihrer Berufung zu 6 Wochen Gefängnis, dagegen erzielte die T.cnhter Freispreämng, da das G-ericlft amiahm., daß sie unter dem Einfluß ihver Bäutter stehend gehandelt ha^be,> auch nicht festz-u- stellen tvar, ob sie um die Rechtstoidrigkeit der .Haudlcmg ihrer Mutter gewußt hat. Tie Philipp W. Ehefrau von Alten-Buseck ist am 21. November 1016 vom hiesigen Schöffengericht wegen Milchfäl- 'chnng zu 4 Wochpen Gefängnis und 200 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Nach dem Gntäclck«! des hiesigen, chemischen Unter- ülchlungsaint war die Milch zu 50 Prozent gewässert. Gegen dieses Urteil verfolgte die Angeklagte Berufung mit dem Anträge auf Freisprechung. Sie bestreitet, die Milch vorsätzlich gew-ässert zu haben und bringt den Wasserzusatz damit in Verbindung, daß sie süatt ldes Topfes mit guter Milch den daneben stehenden mit Wasser zur Hälfte verdünnter Milch, die für ihr Kälbchen bestimmt gewesen sei, in der Eile und bei ilwer Kurzsichtigkeit in die Hände bekommen und abgelieferl habe. Die Unwahrlyeit oder Unrichtigkeit dieser Angaben konnte ihr nichts nachgewiei-en wevden, das Gericht erblickte aber hierin ein fahrlässiges Verschulden der Angeklagter und verurtellte sie unter Abänderung des erstinstanzlichen Urteils zu einer Geldstrafe von 60 Mk. Die 1.6jährigen Metzgerlehrlrnge August L. von Fricdberg und Josef 'G. von Oberndorf, Kreis Gelnhausen, beide hier in Untersuchungshaft. ^unterhielten in der letzten Zeit in Frankfurt a. M. eine genveinsmne TSohnung und rmternalMen von da aus zusammen meist näckftliche Beutezüge in die Umgebung, auf denen sie sarmnen meist näckftliche Beutezüge in die Umgebung, aus denen sie, in der Regel aus BanerngelZöften, Geflügel 'und Hastm stahlen, um sie zu verkaufen und den Erlös zu teilen. Sie sind angeklagt, als Personen, die sich zur fortgesetzten Begelmng von Dieb- stählen verbundcnr hatten und von denen einer bei Begehung der Taten Waffen (Revolver) bei sich führte, in de rZeit vom 31. Januar bis 23. Februar l. Js. zu Nieder-Wöllstadt, Ober- Rvsbach, Oberndorf, Burgjoß, Ober-Wöllstadt zusammen 18 Gänse, 9 Hasen und einen Sack entwendet zu haberr. Ferner wird ihnen ein Diebstahlsversuch in Okarben zur Last gelegt. L. hatte sich bereits in eine Hosraite eingeschlichen, um zu stellen, als aber ein .Hund anschlüg und jemcmd ans Fairster des Hauses kam, ergriffen sie die Flucht- Am 22. Februar nachfts fuhren die Angeklagten in der Absicht, in Fauerbach Diebstähle zu begehen, von Frankfurt nach Friedberg, lösten aber, da sie kein (M> mehr hatten, nur Fahrkarten 4. Klasse bis Bockeftheim. In Friedberg stiegen sie, um nickft bemerkt zu werden, auf der Jenseite des Zuges aus und verkuHm den BahnNrper, ohne dir Sperre pr pariere«. Au. dieser Fahrt rissen beide je einen der Bahn gehörigen Fenstervorhang ab und nahmen diese an fidfc um sich damjit gegen die damals herrschende Kälte zu schützen. Sie haben sich Kerdnrch eines Betrugs sowie eines weiteren Diebstahls schuldig gemacht. Noch in derselben Nacht wurden sie in Fviedberg sestgenommerr. Die Angeklagten, die in vollem Umfang geständig sino, haben die Gänse und die Hasen größtenteils an einen Wirt Jmhof in Offenbach a. M., teilweis -huch in Frankfurt a. M. verkauft und erhielten für die Gänse 3,80 und 3,50 Mk. per Pfund und für die Hasen 1,50 Mk. pro Pfund. Die Angeklagten wollen mit dein Erlös ihr Leben gefristet haben. Das Gerickft verurteilte L. zu einer Gesamtgefängnisstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten und G. zu einer solchen von 1 Jahr und 2 Monaten, Beide erkannten das Urteil alsbald als rechtskräftig an. litt Derf5 3te*2Tac{)rictjtcn. — Frankfurt a. M., 5. 2lchril. Tr. Feiler, bisher Privatdozent an der Universität Bvcslau, wurde zum Leiter der Abteilung für konservierende Zahnhellkunde am Zahnärztlichen Institut (Earolinum) der Universität^ Frankfurt ernannt. Zugleich wurde ihm ein Lehrauftrag für konservierende Zahnheilkunde an der Universität erteilt. — Die Einschreibungen für das Sommerhalbjahr der Universität finden am 2L Aprll, 28. Aprll und 9. Mai statt. Briefkasten vcr Zlc&aPticiu (frnvutjme Anfrage» bleibe« unberücksichtigt^ hindenburg l7. Das Musterungszeichen bedeutet Herzfehler, der die Tauglichkeit zum Landsturm nicht ausschließt. Vermochte*. * Schlachtung eines Riesen-Elesanten. Ein in Deutschsarch wohl noch nicht dagewefenes Ereignis, die Schlachtung eines Niesen-Elesanten auf eenem städtischen Schlachthofe, hat sich jetzt in Dresden vollzogen. Zirkusdiret'tor Stosch-Sacasani hat den ihm gehörigen Elefant«: tzu diesem Zweck dem Schlachthos zugesührt. Er hatte den Elefant'«! 13 Jahre im Besitz. Die Trennung von» Juftklw mußte erfolgen, weil der Elefant in der letzten Zeit sich fortgesetzt bösartig benahm und infolgedessen den: Publikum nicht melft vorgeführt werden konnte. Die Tötung des Rstesenelesanten, der zahlreiche Tierärzte, Viehhändler, Fleischer, Gastwirte sowie der Direktor des Zoologisch«! Gartens, Prof. Dr. Brandes, beiwohnten, wurde jedoch nicht von Fleischern vorgenommen, sondern ein alter Elcfantenjäger, ein Rittergutsbesitzer aus Kön!gsbrück, streckte das Tier durch zwei wohlgezielte Schüsse zloischen Ohr und .Hinterkops nieder. Der Elefant stürzte mit furchtbarem Krach tot zu Boden. Jetzt begann die Arbeit der Fleischer und Fleischbeschauer. Zunäck/st wurde der Elefantenkörper von einem anderen Elefanten von der Tötungsstelle in die anderen Schlachträume geschleppt, mn dort von sachkundiger Hand zerlegt zu werden. Das getötete Tier konnte allerdings nicht, rvie andere Schlachttierehochgewunden werden, sondern mußte auf dem Fußboden ausgewei- det und zerlegt werden. Das Tier hatte ein Schlachtgewickft von) 55 Zentner. Sechs Zentner wog die Haut, die für den Preis von 1000 Mark verkauft wurde. Das Gelnrn des Elefanten hatte ein Gewicht von 9 Pfund. Die Fleischbeschau, die alsbald nach der Schlacl.'tung vorgenommen wurde, ergab ein günstiges Resultat. Das Tier war vollständig gesund und das Fleisch einwandfrei; nur an der Leber zeigten sich kleine, unscheinbare Knötchen, die jedoch von der Fleischbeschau als unweseutlich bezeichnet wurden. Ter geschlachtete Kvloß wird etwa 14 Tage im Schlachthose in den Kühl räumen verbleiben, um dann in den Besitz des Inhabers der „Bärenschenke" überzUgch«!. Gastwirt Höhne hat den Elefanten von Direktor Stosch-Sarusani für 9000 Mark gekauft. Das Fleisch, das dem Bullenfteisch gleichkommen soll, wird der menschlichen Ernäl/rung dienstbar gemacht werden. nodlri^fcit. Ein deutscher Einspruch fri Amerika gegen englische Uebergrisfe. Berlin, 7. Aprll. Die ,,Nordd. Allg. Ztg." meldet: Der hiesigen schweizerisüwn Gesandtschaft ist eine Note zugestellt worden, in der es n. a. heißt: Nach Abbruch der diplomatisch«! Beziehungen zwilchen dem Deutschen Reiche und den Vereinigten Staaten von Amerika hat die amerikanische Regierung dem deutschen Botschafter Gras«! Bernstorff, sowie d«! in seiner Begleitung nach Deutschland zurückkelTrendcn Personen einen Paß zur unbehinderten H esi m r e i s c ausgestellt nnd sodann die sckftveize- rische Gesandtschaft in Washington benachrichtigt, daß dem Botschafter Und feiner Begleitung sckKenS der britischen und französischeft Regierung für die Ueberfahrt freies Geleit zu gesichert werde. Der deutsche Botschafter und die ihn begleitenden R ei chsbea intern mit ihren Familien und HauslhaltSgenossen, sowie die anderen Deut- sck)en, die von der amerikanischen Regierung in dem Passe des Botschafters mit ihren Namen ausgesührt waren., glmcktcn ans die Volke Einhaltung der Zusicherung der amerikanischen Regierung, inSbe- sondere hinsichtlich des von ihr vermittelten sicheren 6)eleiteS rechnen zu können. In dieser Annahme haben sie sich getäuscht. Abgesehen davon, daß sie die ungewöhnlich lange Ausdehmnrg: der Untersuchung im Hasen von Halifai: als unnötige Behinderung und Belästigung empfinden mußten, sind den Äetelligte'M Geldbetragse und eine Reihe von Gegenständen, deren Mitnahme ihnen nach der Zusicherung der amerikanischen Regierung freistand, als Kontrebande pbgenommen worden. Ferner bewegte sich d-ie Untersuchung im Hafen von Halifa;, di' unter Aufsicht englischer Offiziere imb großem Aufgebot englischer Soldaten durch kanadffche Bemntr, darunter Frauen, vorgenommen wurde, in Formen, die sich init den Begriffen gute^ Sitte nnd des Anstandes schlechlrrdrngs nicht vereinigen lassen^ Ter deutsche Botschafter, dar von Halifar mi$ die schreizerischa Gesandtschaft in Washington als Vertreterin der deutschen Interessen^ von der mtwüchigen Arge, in der er und seine Ba- gleittiug sich befanden, telegraphisch bsnachrichftgen wollte, wurde von den britischen Behörden daran gehindert. Erst eine Stunde vor Abfahrt des Dampfers von Halifax rourde sein Telegramm angenommen. Die deutsche Regierung sieht sich genötigt, nregen dieser Bs- handlnng ihrer zurückgekehrten Beamten srird deren Begleitung entschieden Verwahrung einzulegen. Sie glaubt erwarten zu sollen- daß die amerikanische Regierung, sobald sie Kenntnis von ben vorstehend angeführten Tatsachen erhält, Anlaß nelMen wird, dies« Angelegenheit als eine eigene aufzunehmen inü> der britischer* Negierung «chftuvchende Eröffnungen zu mackrn. Das Auswärtige Amt bittet die schweizerisch' Gesandtschaft- veranlassen zu wollen, daß Vorstehendes möglichst auf telo-, graplüschem Wege zur Kenntnis der schweizerisch«! Gesandtschaft in Washington behufs Benachrichtigung der anrer panischen Regiemngl gebracht wird. Die Tätigkeit unftrer Flieger. Berlin, 6. April. (WTB. Nichtamtlich.) Vierzehn feinde lichc Flugzeuge abgeschoss«!. Tie Fliegertätigkeit war am Tvnnersi- tag an der Westfront wieder äust^rst lebhaft. Unsere Flieger erwiesen in der Erkundung, im Karnpf und im Borndenangriff aufs neue ihre Uckberlcgenbeit. Ein bis Douai vvr.gedr'U'gw'eS engiiscknes! Geschtvader von vier Flugzeugen wurde durch die v'n Ol«7l7rcknanß Fr-eiherr von Richthofen geführte sieggc'lohnte Jaedstasfeß zum Kampfe gestellt und oernrckftet. Oberteut-uant von Richthoseft schoß dabei zwei Flugzeuge ab und «ck-sdigte damit seinen 35. imÄ 36. Gegner. Im ganzen wurden 5 Flugzeuge den feindlichen und 7 hinter unseren Linien im Luftkamt''' n'd z-wei hinter unseren Lrni«! durch Abschuß von d?,r Edoe zum Ab'surz gebracht Unser Verlust bickrägt drei Flu^euge. Unsere Vom den gestnoader belegten die feindlichen Barack«!lager bei Tixunn.-b-u, den BalMhof Boufftgnereux (17 Kilometer nordwestlich von Reims), Belsort und Dammerkirch ausgiebig und erfolgreich mit Bvnchen. Aus demf Balkan machte ein oft bewahrtes Geschwader am Ml«: Tag« trotz stärkster Gegenwirkung einen schneidigen Linerift ans deft Bahnhof Karasull) im Wardartal und warf 2500 Kilogrammt Bontbei: ab, die ller große mck> zahlreiche kleinere Erv(.osion«K bervorriefen. Die Äs 1000 Meter aufsteig«!den Nauckstvvllen wurden bis in den Abend hinein beobackchet. Das Ergebnis der österreichischen Kriegsanleihe. Wien, 6. April. Laut amllichner endgültiger BaÄnntmackftrngl des Zeichnungsergebnisses derfünften östcrrercki- schen Kriegsanleihe betragen die BLr7eich-nungen in Kronen^ 4 464 610 000,' ivovon 2 025 000 000 aus die 5 Vj°/o amortisabl« Staatsanleihe und 2 439 610000 auf die 5V?"/o. Staatsschatz- schöne entiallen. Die Zeichnungen auf die fünfte am-ortftablg Staatsanleihe zum Umtausch geg«: erste und -weite Kriegsanleihe! betragen 1 770 000 000 Kronen. Das Gesamtergebnis beträgt demnach 6 232 610 000 Kronen, wovon aus die amortffable Staatsanleihe 3 795 000 000 und auf die Schatzscheine 3 439 610 000 Kwonaft «ttsallcn. Vorbereitungen zirr Reform des preußischen Wahlrechts? Köln, 7. April. (B. T.) Wie der Korrespondent dev „Köln. Bo-Wztg." aus zuverlässiger Quelle erfahren haben Null, sei die Reform des preußischen.Wahlrechts nochährend des Krieges beschlossen. Es stche ein sie vorbereitender Schritt unmittelbar bcv>or. Eine Vorlage zur Aenderungf des preußischem Wahlrechts dürste schon gleich nach Oster» bekannt werden. 02101 M3rgar6t6 Horn Heinrich Hauser Verlobte Gießen z. Zt. Gießen Mühlstr. 31 Ostern 1917 Wetzsteinstr. 44 r Ihre Kriegstrauung zeigen an GEORG KRÜGER, Gerichtsreferendar Leutnant d. Res. im Res.-Inf.-Regt. Nr. 224 LUISE KRÜGER geb. Rathschlag Gießen (Süd-Anlage 17), April 1917. V. Statt Karten. FRIEDA TICHY PAUL WALTER Verlobte Gießen Ostern 1917. r Elfriede Winzer Friedrich Kyritz Verwaltungsaspirant 02064 Giessen Verlobte Ostern ]9:7 J Statt Karten! 02100 MARIE GROSS LUDWIG WALZ Verlobte Lieh Ostern 1917 Osterverkehr. Wie bereits aus einer kürzlich erschienenen Vekannt- machimg ersichtlich, muß zur orditungSniäßlaen Bewältigung des derKriegfübrung und der 9eben6niittelversorgllug dienenden Militär- und Güterverkehrs jede sonstige nicht unbedingt nötige Mehrbelastung der Eisenbahnen turhvcnb der Oiterzeit vermieden werden. Dicd gilt namenUrch auch für die Feiertage selbst. Abgesehen von den etwa für den Berufs- and Arbeilerverkehr erforderlichen Maßnahmen. unierbieib' auch an den Aelertag.'n für den Personen verkedr, insbesondere für den Ausflugverkehr, jede besondere Vorkehrung. 28581 D m Seradella Arer Hans, frei Vervacknng sende ich bei io ort. BesteU. dieied eine mal zur Probe »nein anerkanntegmes schäumendes echtes Ma« nenn- Salmiak-Schmier Wasshtni itsl Marke ohne Kreide, llaik und Ehlor. Es reinigt leicht, begucm und schadlos, gibt weiße Wäsche. Küche, Körper »nd wird gebraucht wie die gute alte 2788hv V, Str. Mk. 56.—, ", 3tr Mk. 30.-, frei Ba'mstat., Fä'ser nmfonit. Ca. 10Pfd.- Paket Mk. 7.50 Nach nähme, frei Ha»K, frei Per- pack, ab Fabrik Weißenic. (»arso- erfand, Frankfurt a. M., EscherS- lieimerlandslr. 22/807. Post- und Bahnstation angebcn. Ersatz für i Kleesamen > preiswürdia mit Anbau- ! Anleimng bei 12486 ' Anffnst Wnllcnfeiw, Samenhandlung. Gaskocher Sparbrenner und Gas- lainpen empfiehlt in großer Auswahl billigst 2481 6 k. Oahmer Jnslallalion-geschält ^teuenweg 40. fiemöne^amon II ln men-Snmen ^ras-Snmen UJ1 °» Kanarien* Voffeüfnitep u. 8. w. etnpfiehlt C. Knhit, Rniser-Alle<‘ 18 V.iSFlöl’SCk Analalt fre^r. 1866 Ca«ncl'\ViHiclin«hOhe. Vorbereitung Notexaiaija b Faknrtchesam. a. f. Bcurl. od. Ivne* 2 >be 3 cli. Prosp. (I. rl. Dir. K. Topf. I047 liv Hotel Fürstenhot Gießen Neu eröffnet! Modern emgerichtet! Caf6 : ßestaurant, Billards, Kegelbahn., grosser Saal und kleine Zimmer SladLkiicha für Privat-Festlichkeiten Reichhaltige Spaisekarte • ff. Biere • Waine erster Firmen ======= Empfähle für die Feiertage ===================== Schildkröten-Suppe, fnschenRheinsalm. Gansleber-Pastete, Stangen- Spargel, frischen Schinken, Dörrfleisch auf Kraut, Kaviar etc. 2335 C. Dürsehinger. ißietzcller Mel-LemM. Der Unterricht beginnt für alle Abteilungen, auch Schulklassen und Kindergarten, den 10. 'Avril. Die Aninabme der Schtilerinnen Mittwoch, den IH. April. II dis 1 Ubr. Bis dahin werden noch Anmeldtmgen en tgegen ^enotnmen und Aus kunst erteilt. 2783D L. Kfossep Gartenstr. 30. Ü3- von Antignitülen. Möbeln, ganzen Einrichtungen. Alt- etsen, sowie allen von mir geführten Arltleln. 2241 Louis Rothenberger. Kaufmann, 22 Jahre all. wünscht mit jttnaer. netter Dame in Briefwechsel zu treten. GeN. Angebote mit Bild, welches zurückgesandt wird, unter 2780 an den Gießener Anzeiger erbeten. Abschlnß, Nachtraacn d. Bücher, schriftliche Arbeiten jeder Art, glich fre»ndsprachl. übern, m d. Nachm, n. Nbend- üullden eriabr. Kaufinann. Schrisll. Angeb. u. 2848 an den Gieß. Anzeiger erbeten. Für Städte mit größeren Bezirket werden tüchtige cingefüßrte :829>8 Lttltttkf!!nl> FtssDkü für ein bisher an Wafetr- mld Säiannlkraft unerreichtes fettloses Schmier- Waschmittel gesucht. Kein Ton n. f. w.. keine schädlichen Teile. Ngchbeslellnuaen laufen fortgesevt ein. Paul Witzmann, E'iem. Jnditstrie Düsseldorf, Lorettostr. 64. ÜZlloMlLhS LNllürüsrDNg. Alle, die an den Nachlaß des am 19. Februar ds. Js. in Gretzen verstorbenen Lokomotivführers i. R. Friedrich Hanf; etwas schulden oder zu fordern haben, wollen dies binnen zwei Wochen bei mir anmelden. Gießen, Goethcstr. 571 am 5. Aprll 1917. Gruft Nnmpf,- Nachlaßpfleqer. Im Aufträge der Erben der am 13. März zu Gießen verstorbenen Svrachichrerin Vliiabctl; Wildenbavn fordere ich alle, dle Ansprüche an den Nachlaß zu bilden haben, bei Meldung der Nichtberücksichtigltng hierdurch auf. diese innerhalb acht Tagen bei mir anzumelden. Zugleich ersuche ich diejenigen, die 8,'achlaßgegen- stände im Besitz haben oder über oen Verbleib solcher, daS Borbandensein von Ans» ständen Kenntnis haben, nrir hierüber Miikeilung *u* kommen zu lassen. k2806 G i e ß e n. den 7. April 1917. Rechtsanwalt SellerSweg 52 yffltiiiSäP-Tecitsü-üst Frankenhausen usen lnj.-o.Werkm.-Abt. Gr.Masch.-Ub. Hoob- und Tietbau. Viirsikrqcsrlllchnft. Am II. Qsterfeiertaa Spaziergang Bach dein i’Jeitsrg Abmarsch moraens 8 Uhr von der Lahn brücke. _Der Vorstand. UNlo^r Biaduiiliiirg. Gestern nachmittag verschied sanft nach kurzem Kranksein unsere geliebte Großmutter und Urgroßmutter Frau Marie Lony geb. Friebel im Alter von 95 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adolf Lyncker. Gießen, den 7. April 1917. Sonnensträße 10. 2825V Die Beerdigung findet statt am 2. Osterfeiertag, nachmittags 37 s Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofs aus. I m / Statt besonderer Anzeige. Heute nacht gegen 1 Uhr verschied sanft unsere inniggeliebte Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Anna v. Rügen Dame des Großherzoglichen Sächsischen Carl-Friedrich-Stiftes im 77. Lebensjahre. in tiefer Trauer: Geh. Baurat Dr. Hugo v. Rügen u. Frau Helene mit Söhnen u. Töchtern, Frankfurt a. M., Mauerweg 36 Geh. Baurat Dr. Otto v. Rügen und Frau Marie, Charlottenburg, Giesebrechtstraße 4. 2826 Gießen, den 6. April 1917. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 10. April, vorm. 11 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt vanksagnng. FÜr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verlust sagen wir auf diesem Wege allen Freunden und Bekannten, sowie Herrn Pfarrer Bech t olSheim er für die trostreichen Worte unfern innigsten Dank. Im Namen der trällernden Hinterbliebenen: H. ©trbU}, Ober-Postschaffner i. P. Gießen, den 6 . April 1917. 2841 Danksagung. Für die vielen Bewerfe herzlicher Teilnahme, sowie die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrer Bern deck und die zahlreichen Blumenspenden und allen, die unserer lieben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. PhilippJunker und Kinder, Wiesech. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Tochter und Schwester sagt innigen Dank Familie Zugführer Noll. Gießen, den 7. April 1917. 2,22 Beteranen Verein. Wir setzen die Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Kameraden Martin Scherf UniverfitätSKanzleidiener geziemend in Kenntnis. 2847v Die Beerdigung findet am 1. Osterseiertag, nachmittags 2V-11 hr, auf dem Neuen Friedhof statt. Der Borstand. Allen Denen, welche unS während der Krankheit und bei der Beerdigung unseres lieben Verstorbenen Gustav Schreiber ihre Teilnahme bewiesen haben, sagen wir unseren herzlichen Dank. 2824 Die trauernden Hinterbliebenen. Gtetzen und Magdeburg, den 6. Avril 1917. Generalversammlung. Sonntag, den 15. April 1917, nachmittag- 3 Uhr findet im Wirtslokal Heinrich Bergen hier ordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: l. Nechnnngsablage 1916 und Entlastung des Vorstandes Beschlußfassung über den Reingewinn 3 . Vereinsangelegenheiten. Der Aussichtsrat des Spar- und Borschußvereins zu Mendorf an der Lumda e. G. m. u. H. Wißner, Vorsitzender. 2853 Generalversammlung. Mittwoch, den 11. dH. MtS. abends 8'/, Uhr findet in der Wirtschaft der Witwe Becker Erben die ordentliche Generalversammlung des Landwirtschaftlichen UonsumvereinS E. G. m. u. H. zu Alten-Buscck statt mit folgender Tagesordnung: 1. Abhör der Rechnung von 1916 2 . Dividendenverteilung 2794 3. Verschiedenes. Für den Vorstand: Für den AussichtSrat: Llldwig Becker IV. Ludwig Schäfer. Honte morgen 1 Uhr ist mein lieber Gatte, unser guter Vater, K ^ Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwagor Heinrich Moos im 06. Lebensjahre nach kurzem schweren Leiden sanft entschlafen. W&M Im Namen dar trauernden Hinteräliobenen: Katharina Ifloon geb. Korber. Huttershausen, den 7. April 1917. 02119 Mo Die Beerdigung findet Montag, den 9. April 1917, nachm. 2 Uhr statt $p?, ! Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Maris Katharine Jung geb. Walther gestern abend um 8 Uhr nach langem, mit Geduld getragenem Leiden im Alter von 75 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie John. Jung II. Familie Heinrich Arnold. Garbenteich, 5. April 1917. 2821 Die Beerdigung findet am 1. Ostorfeiertag um 2 Uhr statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres teuren Entschlafenen sagen innigsten Dank. 2849 Familie Alt Familie Stommel Familie Herzberger. Johannis itttb Stachelbeeren Himbeeren, Mirabellen-, Reineclauden.Zwctichcn-, Aevsel- und Birn Hoch- stamme und Zworgohnt empfiehlt Chr. Pfeiffer, Schissenberger Weg 30. [,,, 7 Eiermann’s Backpulver von höchster Triebkraft 1000 fach bestens bewflhn Mi k: Dem geehrten Publikum, von Gießen und Umgegend empfehle ich mein reichhaltiges Lager fertiger Wenfimafer in den verschiedenen Steingattungen zu mäßigen Preisen. Aus Zeitmangel ist es mir nicht möglich, bei den einzelnen Reflektanten vorzusprechen und bitte deshalb um deren gefl. Besuch c 9. jftjbaefi STEIN- UND BILDHAUEREI Gießen :: Marburger Straße Nr. 49 Der Vandauflage der heutigen Nummer des Meftener Anzeigers liegt ein Flugblatt der Bank siir Handel u. Industrie Niederlassung (sieben mit einer An fforderuna *. Zeichnung d. 6. KriegSaiiletbebei.