Nr. 80 Ter ttc&rfit? erscheint täglich, au«er SonmagS. - Beklagen: Slctzener ZamMenblätter; Kteis^lotl ffir len Kreis Sieben. Bezugspreis: monatl. 9k) Pf., oiertel- jährl. Mt. 2.65. durch Abhole- u. Ziveiglletlen monatl. 80 Pt.: durch diePost Ml. 2.45 viertel- jährl. ausschll Beftellg. Fernsprech - Anschtiisse: tür die Schritlleitung 112 Perlaa.GeschättssteÜe51 Anschritt für Drahtuach- richlen: Anzeiger Gießen. Erst« Via« 167. Jahrgang Mittwoch. ■?. April 1917 p-flschef., Der» miettmgen u. Stellengesuche 15Pf.. auSwärtA 25 Pf., b Plagvorschrifd 30 Pi., Reklamen 7b Ps^ bei Platzvorschritt 90 Pf. Haupljchrlltleller: Äug.. Goetz. Perautwortlich für Politik u.Feuilleton: A»a. 0»oetz. Sluor b- ßonr.*., ö«i m ijcfal richtsfaal. Fr. R. Zen^ Anzekgeutekl: y. Beck, sämtlich in Gießen. (WTB.) Großes Hauptquartier. 3. April. (AvMich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von Arras heftiger Gcschützkampf. Mehrere gegen mrstrr Stellungen vordringende englische AustlärungS- avbeilungen wurden abg^wiesen. Die gewaltsamen Crkun- dungm der Engländer u^o Franzosen im Kampfgebiet nördlich von BapauuVe und westlich von St. Quentin wurden von starken Kräften ausgffühitt Sie verliefen — wie Beobacht tungcn und Gefangenenaussügen 'ergaben — für den Feind äußerst verlustreich. Bei Nor-euille nmrden von uns über» 3OO Engländer als Gefangene zurückgeftlhrt. Sie gerieten ftdoch in englisches Akaschinengewchrfeuer, so daß nur 69 unsere Linien erreichten. Oestlich der Straße Couch lr Chateau—Soissons zersprengte unser Artilleriefeuer beobachtete Tnlppenansarnm- lungen, in der Champagne, südlich von Ripont, unterband seine AernichtungÄvirkung einen sich vorbereitenden Angriff. * In den Lustkümpfen verlor der Feind vier Flugzeuge, von denen zwei durch Oberleutnant Freiherr von Rick-Hofen iabgeschosseu wurden. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des G e n e r a l f e l d m a r s ch a l l s Prinzen Leopold von Bayern, yürrvroestlich von Dünaburg hotten mehrfach bewährte -Stoßtrupps einen Offizier, 93 Mann und zwei Maschinen- sewehre aus der russischen Stellung. Auch bei Maljawitschi, nordöstlich von Bogdanow, hatte ein Erkundungsvorstoß vollen Erfolg und brachte einen Offizier und fünfundzwanzig Mann an Gefangenen cm. von VaranotsitZchi griffen mehrere russische Kompagnien eine unserer Feldwachen an. die trotz starker ^^uervsrbercitung ihre Stellung völlig behauptete. Lebhaftem russischem Feuer beidcrsetis der Bahn Zloc- r zow—Tarnopol, an der Zlota-Lipa und am Dnjestr sind leine Infanterie-Angriffe gefolgt. An der Vhstrizyca-Solotwinska vordringende Jagd- «tbteilunHcn der Russen wurden vertrieben. An der F und bei der ront des Generalobersten Erzherzog Zosef Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Mazedonische Front. Zwischen OHrida- und Prespa-See drangen unsere Truppen in vorgeschobene Stellungen der Franzosen. Sie kehrten nach Wwieisung von Gegenangriffen in die eigene Linie mit Beute zurück. Nördlich von Monastir ist ein kleiner französischer Angriff gescheitert. Der Erste Generalauartiermeister L u d e n d o r fff. * mtb Männliches enthalten? Die Wilsonsche Praktik ähnelt dein Gehabe gewisser Löbenskünstler der Gesellschaft, die ihre Verstöße gegen den Gneist der Wahrheit und den innersten Kern der Moral mit allerlei Spitzfindigkeiten und philosophischen Künsten zu bemänteln wissen, so daß sie nicht nur geduldet werden, sondern sogar eine große Rolle zu spielen vermögen, obgleich sie im Grunde unsympathischer sind als manche Geächtete der menschlichen Gesellschaft. Es ist nichts weiter als Scheinheiligkeit, wenn Wilson Deutschland unterschiebt, es habe Amerika „der: Kriegszustand auferlegll" Wir haben vielmehr verhandelt, haben geduldig gewartet, bis Amerika den Engländern gegenüber die Rechte der Neutralen so weit gewahrt haben würde, daß für' die deutsche Kriegführung die bekannte Zwangslage fortsallen könnte. Amerika hat jedoch von seinem guten „Recht" Gebrauch geinacht, sich aus die Seite unserer Gegner zu schlagen. Warum verteidigt Wilson nicht auch einmal dieses Recht seines Volkes? Warum betrachtet er sich immer vor dein Spiegel der Neutralität, während er doch offen zugeben konnte, es sei ihm nicht möglich, uns Barbaren gegenüber eine peinliche Neutralität zu üben? Doch das sind die alten Fragen, aus die wir keine Antwort bekommen. Jetzt wird die «amerikanische Musik ganz harmonisch mit dein großen Entente- Konzert zusammenklingen. Präsident Wilson hat einige Folgen aufgezahlt, die die Durchführung seiner Politik haben würde: Deutschlands Gegner er hattest „l i b e raten Finanzkredit"" — eine echt Wilsonsche Prägung, denn seine Aktionen müssen immer etwas Menschliches, Liberales, Völkerbeglückendes haben — sie erhalten ferner die Lieferung von Kriegsmaterial. In beiden Arten der Hilfe hat Amerika sich schon reickstich betätigt. Dazu kommen neue Rüstungen für Heer und Flotte. Das Heer sott um mindestens 500 000 Ptann vermehrt werden, und Wilson, d-n Friedensherold, der Weltverbesserer und Gegner des Militarismus, will nach dein Grundsätze der allgemeinen Wehrpflicht gehen. Schaut sein besorgtes Auge dabei vielleicht auf gewisse Gegnerschaften im fernen Oswn? Die volle Größe seines staatsmännischen Blickes zeigt der Präsident in der Mschätzung der „wunderbar ermntigen- den Ereignisse in Rußland"". „Dort haben wir,"" so sagte er, „einen würdigen Zciluehrner an dem Ehrenbunde"". Solche Fingerzeige sind aber nur geeignet, uns darin zu bestärken, wie wenig Amerika in der Lage fein wird, den Ausgang dieses Weltkrieges zu beeinflussen oder gar zu entscheiden. Wilson zeigt damit einen ähnlich schwachen Prophetenblick wie in seinen Hirngespinsten von einer demokratischen Völkerfamilie. Der öfterrcichisch-nngarffche Tagesbericht. Wien, 3. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 3. April 1917. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. An Der Bystrzyca Solotwmska scheiter en Vorstöße russischer Aufllärungstruppen. Nördlich des Dnjestr stellenweise erhöhte russische Geschütztätigleit. Italienischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Kuurpfbegebeuheiten. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oestlich des Ohrida-Sees drangen unsere Truppen in feindliche Grüben ein und brachten Gefangene zurück. Der Stellvertreter des Chefs des Geueralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der Abendbericht. Berlin, 3. April, abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen lebhafte Gefechtstängkeit südwestlich von St. Quentin und nordöstlich von Soissons, im Osten am mittleren Stvchod. Wilsons Antrag, den er dem Kongreß vorgetragen hat, ist uns jetzt in ausführlicher Fassung bekannt, die wir nachstehend wiedergeben. Er erklärt uns darin nicht den Krieg, sondern er fordert, oer Kongreß möge „formell den Kriegszustand annehmen, der Amerika auferlegt ist"". «Da wir annehmen müssen, der Präsident habe die bereits! zum Ausdruck gekommene Mehrheit im Kongreß noch verstärkt, da die amerikanische Volks stimmung offensichtlick) gegen uns gerichtet ist und in den großen Städten Umzüge veranstaltet werden mit Musik und mit Bannern: Down with Gernrany!, so bleibt uns kaum ein Zweifel, daß das Verlangen Wilsons erfüllt werden wird. Wir sind, wie der Reichskanzler in seiner letzten Rede dargetan hat, darauf vorbereitet und gerüstet. Viel Neues über die bisherigen Beziehungen Deutschlands und Amerikas läßt sich auch nicht mehr sagen. IN seinem neuesten Dokument läßt Wilson, trotz seines kriegerisck-en Vorhabens, wieder die Tone von „Menschlichkeit"" imb „Mäßigung"" erklingen. Aber sie muten uns an wie ein abgeleiertes Singspiel «Ist deirn in dieser ewigen, krankhaft sich weiterfress enden ^egrfffsformrttierungssucht noch ettvas rein Menschliches Das österreichische Kaiserpaar im deutschen Hauptquartier. B e r l i n, 3. April. (WTB. Amtl.) Se. k. u. k. apostolische Majestät Kaiser Karl und Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Zita trafen heute, begleitet von denr Chef des k. u. k. Geueralstabs General der Infanterie Arz von Strau- ßenburg und dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten Grafen Czernin im deutschen Großen Hauptquartier ein, um denr deutschen Kaiserpaar einen Besuch abzustatten. Die Lage im Wetzen. Bert in, 3. April. (WTB. Nichtamtlich.) Trotz Wind und Regenschauer war die Fliegertätigkeit an der Westfront rege. Die deutsche Uebertegenheit in der Luft, die in erster Linie eine solche der Flugzeugführer und Beobachter ist, erhellt nicht rrur aus der Zahl der neuerdings wieder abgeschossenen Flugzeuge, sondern arrch aus der erfolgreichen Durchführung der eigenen und der Abwehr oer feindlichen Luftaufklärung. So wurden durch Flieger Ansammlungen starker englischer. Infanteriemassen in den Mulden bei Sery und Fonpy sestgesteltt und daraufhin unter Vernichtungsfeuer genommen. Gefangene schilderten die Verluste als außerordentlich schwer. Ein Angriff, der bereits durch Artilleriefeuer eingeleitet war, unterblieb. Des weiteren wurden au der ganzen Front zwischen Arras und Soissons englische und französische ErkundungsvorstSfre, die zum Teil von starken Kräften unvermnmnen wurden, blutig abgeschlagen. So mußten sich die Gegner bei Bour- ries sowie südlich des Omignonbaches zurückziehen. Gegen die Linie Francitly Dallvn griffen die Engländer und Franzosen gemeinsam mit starken Kräften an. Sie erlitten durch das Artilleriefeuer utib im Nah dampf große Verluste. Ebenso scheiterten wiederholte Angriffe gegen Epirre de Ballon. Nicht besser gelangen die in den Abendstunden und während der Nacht versmhterl Vorstöße. Angriffe lxiorr- seits der Straße Vapaume—Emnbvai und bei Neuville sck,-se- terten in gleick)er Weife wie ein dreinraliger Angriff nckio- lich Epehy. Das gleiche Sckstcksal teilte ein Angriff aus Ronsoy sowie Angriffe bei le Virquier, die nach starker Artillerievorberettnng angesetzt wurd^ar Wilsons CrUärung im LongreF. Washington, 3. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldnna des Reutersckien Bureaus Im Kongreß erklärte Wilson: Ich habe den Kongreß zu einer außerordenckichm Sessiorr einberufeni, well sofort ein ernstesr politischer Entschluß gefaßt werden muß, für roelck^en ich verfafsungsrechllich di^ Bclartt- ioortung rricht übernehmen kanm Ich habe Ihninl am 3. Februar die außerordentliche Anzeige der deutschen Regierung unterbreitet, daß sie beabsichtige, ab l. Februar.alle rechtlichen und Humanitären Beschränkungen beiseite zu sehen urw alle Schiffe, welche oersuäMn, feindliche Häfen zu erreick>en, durch U-Boote zu versenken. Das sähen in einer srühereir Phase des Krieges das Kriegsziel der deutschen U-Boote zu sein. Aber sell Apäl 1916 hat die deutsche Regierung den Kommandanten der U-Boote gewisse Beschränkungen, auserlegt, gemäß eines uns gegebenen Versprechens. Die neue deut^ )dye Politik ließ jede Beschränk,mg fallen. Schiffe aller An rourde« ssrnpellos mw ungewarrtt versenkt, ohne daß man oaran dachte, den an Bord besindlrchen Personen zu Hüfe zu kommen. Nnilrccke mrd befreundete Schiffe wurden ebeirft, wie Schiffe von Kriegffchrew« den, selbst Hospitalschiffe, die mll dem Freigeleit von der deuffcherr Regieramg versehen waren, mll derselben Mllleids- und Prinzipien-, losigkeit behandelt. Das Völkerreckü hat sich imihscrm envoickelt mit Resultaten, die düffttg genug waren. Aber die deutsche Regierung l>at auch dieses Mllmnum an Recht unter dem Vorwände der Wcv- dervergcltung und Notwendigkeit aus gehoben, well sic keine besaß, die auf See venverrdet werden käniren. außer denpmigrm ä« nicht cmgcnZendet Werder, dürfen, tine Deutschland sie jetzt an wendet, nämlich ohne Berücksichtigung aller Erivägrmgen der Menschlichkeit oder der Abmackmngen, aus welchen der Weltverkehr beg-irndel tft. Ich denke jetzt nicht an die materiellen Verluste, so erirst sie sind, sondern mir allgemein an den Untergang von Nirhllämpsern, Vtänn-ern, Frauen und Kindern. Der gegenwärtige deutsckre Krieg gegen den Handel ist ein Krieg gegen die Ääenschlichlvll und gegen) alle Nationen. Jede Nation muß selbst entscheiden, wie sie dia,er Herausforderung begegnen will. Unsere Wahl muß mit Mäßigung getroffen werden erllsprechend mrsereni Charakter und anderen Motiven als Nation. Wir müssen uns vor übergroßer Erregung freihalten. Unser Prinzip ist nichi die Mack^ und has Prinzip bruürler Gewalt, sondern wir tteten ein für die Menschenrechte.^ Als ich letzten Februar vor dem Kongreß sprach, glaubte ich, daß es genügen mürbe, unsere neutralen Reckqe.durch eine Bewaffn u n g der Schiffe zu sickieru. ?lber die be- wasffrete Neutralität ersckieint gegenwärtig umllitz. Es ist unmöglich, Schiffe gegen den Angriff deutscher Unterseeboote zu verteidigen. Es entspricht ber g^uölmlicheu Klugheit, zu versuchen, sie zu zerstören, bevor sie eine Absicht erkennen lassen. Die decrtsche Regierung leugnet das Recht der Neutralen, in der Sperrzone; überl?aupt Waffen anzuwenden, um die Recklle zu verteidigen die kein moderner Jnrist jemals bestritten hat. Deutschland zeigt an, daß die Esker-en zum Schutze der Sliisse wie P,raten behandelt werden würden. Angesicchts ,o cher Anmaßungen^ ist die bewafffiete Neutralität mehr als um,ölig. Wenn wir uns ihm unterwerfen würden, würden wir unser heiligstes Nationalrecht verletzen lassen. Ohne Zaudern dem Gebote meiner konstituierenden Pflicht zu gelwrchen, rate ich dem Kongreß, zu errlären, daß die jüngsten .Handlungen der deutschen Negierung tatlächlich nicht weniger als der Krieg gegen die sstegierung und das Volk der Vereinigten Staaten ist, und formell den Krieg s- znstand anzunehmen, der Amerika auferlegt ist imd sofortige; Maßregeln zu ergreifen, nicht nur um das Land in den vollständigen Verteidigungszustand zu versetzen, sondern mich seine Hilfs- guellen zu vertoenden, um Teutschlcmd zu zwingen, die Bedingungen zur Beendigung des Krieges anzmiehmen. Der Kriegszustand wird ein enges Zusammenwirken mit den anderen Deutschland bekämpfenden Regierungen ch e r b e i s ü h r e n . indem wir ihnen liberalen F i n a n z - lredit geivähren und ilmen die Organisation zur Mobuifferuna aller Mittel und Hilfsquellen des Landes zur Be r- sügnng stellen, um Kriegsmaterial zu liefern und Mll dm leichteste aber jorgsamste und wrrksmnste Art den anderen Bedürfnissen der Nationen zu begegnen. Eine weitere Folge des Kriegszustandes wird die sofortige Ausrüstung der Flotte namentlich mll Mllteln senr, um die feindlichen U-Boote zu bekämpfen, und ferner eine sofortige Heeresvermeh- r u ng um mindestens 500000 Mann, mit der Ermäch- timmg, die Sti^eitmacht entspreck>end den Bedürfnissen wieder zu vermelwen. Nach Ansicht des Präsidenten sollten die Soldaten nach dem Grundsatz der allgemeinen Löclwpflickst ansgehoben werden. Wir hatten keinen Streit mit dem dentsäxm Volle. Die deutsihe Regierung begann den Krieg ohne Jintiative^ Kenntnis' und Bllli- gnng des Volkes. Ter Krieg wurde beschlolsen von den Maci't- chabern, provoziert und ausgefülirt im Interesse der Dynasten und einer iimicn Gruppe ehrgeiziger Männer, die geuwhnt sind ihre Landsleute als Werkzeuge zu benutzen. Die Empfindung der Amerikaner ist, daß liniere Hoffnung auf den künftigen Weltiriedan, eure Bekräftigung erfalnen habe durch die wunderbar ermutigenden Ereignisse in Rußland. Tori haben wir einen würdigen Teilnehmer an dem Elpenbunde. (Wörtlich- fit Partner fvr Loague hvneur.) Wir stehen jetzt ün Begriff den! Kampf mit dem natürlichsten Rund der Freiheit anfzuneümen und werden nötigenfalls die ganzen Kääfte der tztulion auswenden um seine Mackstein slüsse zu veveitelu. Wir bnd sicht tuen keine Eroberungen. wir sind mir einer der Vorkämpfer der P,eusck-en- vechte und werden zufrieden sein, wenn diese Rechte gesickert sind. Sfcikrt fftgfe daß Defberrttd^rhrjcrat nicht ün ©ccTrieg flW*i amerikanische Bürger begriffen ist. @r wolle die Er- vudeiAngen Her die Beziehungen mit Men auffchieben. Wilson Amerika werde für die teuersten Güter kämpfen, nämlich NK' die Temotvatie, die Rechte und Freiheiten der kleinen Nationen. % Washington. 3^ April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldimg des i^utersshen Bureaus.- Sobald Wilson nach seiner Ansprache Kongreß verlassen hatte, brachte der Vorsitzende der Kvm- mrsswn für auswärtige Angelegenheiten des Repräsentantenhauses, Flood, seine /Resolution ein, die den Kommissionen für auswärtige An gelegen teiten beider Häuser überwiesen wurde. Tie Sitzung wurde darauf vertagt. Wat/renö der Ätzung des Kongresses traf die Nachricht von der Verrentung des amerikanischen Ozeandampfers „Aztoc" ein. Die Entscheidung Amerikas. Washington, 2. April. (WTB.) Meldung des Reu- berschen Bureaus. Wils o n S Adresse wird unverzüglich an alle Botschaften und Gesandtschaften der Vereinigten Staaterl geschickt ltnb alten arneriäanischelr Diplomaten im Aus lande telegraphiert. Wie verlautet, ist die Adresse derart, das; die fremden Negierungen sie als der Erklärung des Kriegsz u stali des so nahe kommeiid betrachten dürfen, daß dadurch ?öeutralitätserklärungen erforderlich gemacht werden. Der Demokrat Clark ist zum Sprecher des Repräsentantenhauses nlit 217 gegen 205 Stimmen wieder- Sewählt worden. Der Vorsitzende der Kommission für auswärtige Angelegenheiten un Reprä sentantenhau.se, Flood, bereitet ein«m Beschlußantrag vor, durch den der Kriegszustand Kvsicl-en den Bereinigten Staaten und Deutschland erklärt und der Präsident ermächtigt nürd, gegen Deutschland Krieg zu führen. Haag, 3. April. (zs.> Reuter meldet aus Washington: D« Maßve-geln für dir nationale Verteidigung mti> für die Kriegs- ereil»ls<^si nehmen Meter dm von den Kongreßmitgliedern vorgeleg- tot Gesetzentwürfen die erste Stelle ein. Der erste der vor- gelegtcn Entwürfe betrisst die Einfühnmg a l l g e m 1 c i n c r militärischer Uebungen für! Männer zlwischeii 18 und 22 Jahren. Ein anderer Gesetzentwursi miuüchtigt die Ausgate von P v st s Parka ssen s che ineN rät Beträgen voll 1 bis 100 Dollars als Smeg':'tercrrschachnnasw.'gel. Alan glaubt ans diese Weise innerhalb eines Vfvnats nrindcstens 750 Mill. Dolllar erzieleit zu können. Vw übrigen wmd eeme Zdesolutvon vorgelegt, wonach dem russischen Volk zur Einführung der Volksregiermrg Glück gewiinscht WuL. Eine Aufforderung Miljnkows. Bern, 3. Avril N'TB Tie Agentur Radtke meldet aus Petersburg: Miljukow richtete eilt Memo- rauwam au '«itsilmu mit otni Er,ruhen die Vereinigten Staaten mödsten schnellstens an dein Kriege teilnehmen. Das erste bcwaffuete amerikanische Handelsschiff versenkt. Le Havre, 2 April. (WTB.) Meldung.der Agende Havas.^ Ein deutsche-) U.n te r se e b oo t hat das erste bewaffnete amerikanische Handelsschiff, „Astas", auf der Fahrt nach Europa versenkt. Ein Patrouilleuvoot traf ein Boot mit 19 Mann der Besatzung tan, 28 sollen noch fehlen. Da das Meer stürmisch ist, fürchtet Smrn, die übrigen Schiffbrüchigen nicht nvehr anfzusinden. vke Hcoofntfon in Rußland. A m sterdsm, 3. April. (WTB.) Nach einem hiesigen Blatt ^eloet die „Times" .aus Petersburg, deß der russische Krtegsm iuister und der Marineminister im Hmtpt- guartier eingetEm seien, um die Verbindung zwischeu der Heercslestung und der Nogierung wieder herzustellen, die durch .den Nücktiitt des Zaren abgebrochen ist. Auf der Konferenz s äußerst wichtig«! Frage. Tie Ernte in Frankreich. Bern, 3. Llpril. (WTB. Nichtamtlich.) Die Aussiclsten für die dresiährtge Ernte sind, wie „Petit Parisin" meldet, noch viel schlechter, als im Vorjahr. Ter Saatensband sei nur in fünf Departements gegen 24 im Vorjahre befrieisigend. In 44 seien dre Aussichten mittelmäßig, in 23 nvangt^haft. Lluch für Korn, Hafer, Gerste, Roggen seien die Enttvaussichten nicht zufriedenstellend. --«UIN MW WWMW>°°— Ernährnngssiagen in der französischen Kammer. Bern, 3. ^lpsil. (WTB. Nick>tumtlich.) Lyoner Blätter melden aus P a r i s: In der gestrigen K a m m e r s i tz u n g rir'jtet'e per Teput er. ' Siegfried eine Anfrage an den Handels- wim :er über das Ec stnhrverbvt, dessen Wirkungen auf den Handel Fraickrerchs katastroplnl. seien. Mcur hätte besser getan, kein all- gein.nnes Ausfuhrrerbot zu erlassen, sondern einzig Luxusartikel auszusühren und besonderen Verordnungen, zu rmterwerfen. C l e m. e n t e l bat sich für die dtntwort Zeit aus. ^ Tie .Kammer erörterte sodann den Gesel^sontrag länglich der iWl enmg von Höchstpreisen für Getreide. 'Der Berichter, latter dw Ansschksses Boret verlangte, daß die in großer Zahl emgelaufuien Zusa--- und Gegenanträge an den Ausschuß zurück- vemmesen w'krden. Dvvet forderte die Re-gierimg aus, sich klar zu äußern^ was sie gegen jene Landwirte zu unternehmen gedertke, tue gno-w 0)'tve!d<>vorräte aufgestuvelt und nicht angemeldet hätten. Fernand Ta vid erUö-derte. die Landwirte würden von den neuen Höhstp'eisen keinen Vorteil haben, sondern dos Getreide würde um allen Preis beWagnabnrt. Verschiedene Abgeordnete tvarsen der.N'rieruug v-r il/r-e fföes^'tz^auträge seien imwirksam. Man mü.? übest h'.len, daß nmrmehr alle v.wstekten Vorräte zum Bors 'teilt fiinten. Der Ackerbaumin i ster bebonte, die Re- ei.st',ng n^wde mi-'h über die Mühlen eine scharfe Kontrolle ausüben. Violette erkläre, daß die Gemeinden des Departements Haute- «rone eine Zestlang nicht mit Lebensmitteln versorgt werden konnten, da es unmöglich gewesen sei, zu den alten Höch'tpreisen sibstreidc zu bekommen Er lxibe daraufhin die Beschlagnah'ne angeordnet. Nar-arre saate noch, die Osetreidebesitzer würden die Vorräjte nicht zu 40 Franken für den Doppelzentner herausgeben, da sie g-elms; seien, vO biZ 60 zu erhalten. David erividerte n'an brauche nur ?n versuchm, die .H-ä-stpreise abzuschaffen, und inan werde sehen, üste dann die Preise lwch'chnellen. Navarre wrder'? von der Kammer, daS Gesetz nickst zu erörtern, sondern rue Regierung zu Umngen, (Sneraie gegen diejenigen zu zeigen, die urst STiEerid tes Volkes spekulieren. Wiederholt brachten die medner zu Sprache, die jetzige Regiecnngspolitik sei durckmus ungenügend . Tb'i glich griff sogar R ibo t rri die Debatte ein und erklärte. ^ ff^tsetzung emcs HöcksttpreiseS sei notwendig. Es sei jedoch vi'er. tin jetzigen Anträge einen .Höchstpreis nickst sestzickegen. V'üO'tn cs der Negierung zu überlassen, mi der Hand eines (Sk- lsinach d r Konjunktur die Preise jeweilig festzicketzen. Man mu.se eme Vretstngermig auf allen Gebieten jeweils erwägen r ö . | ! - J dn n.'Ust der Futtermittel nickst aus dem Auge lassen. Off ''"i ‘ : v ; d '0 Frag- der ttetreideversorgung sehr ernst sei w. „.ff l V ' mS,chluß noch ernster werde. Er bezweifle nicht, wtkvu^Gu^^' ' "' «ur wisse er nicht, m I ' ff m ,-'ren. Seine U-Bootslei st ungen mahnen uns zur Vorsicht, aber ich Mn überzeugt, sie werden den Mreg mcht zu Ende bringen: sie wrdeu uus Unbeauemlichkeitcn verur,achen, aber keme Nredeclage bieibringeu. Ich meine vielmehr wrr werden rn d-1e,em Sommer den Mißerfolg der Unterseeboots- orvhimg erleben, siüher, als die meisten denken urrd abermals '^»v Frrcden reden hören Durch den Geist, den ich lsier gesimden, siihle mich stark erniuttgt; er ist ein Unterpfand für den deirkbnr größten Triumph Der kanadische Premierminister Borden sagte: Weiin irgend lemand von uns mutlos ist, so inöge er Verttauen schöpfen bei den Munnern in den Schlltzengräben Wenn itnn im Augenblick das Herz saitvach wird, möge er zu den Verwundeten ins Hospital gehen, um sich loieher auf zu richten Die Deutschen fechten ver- zwenelt rn dem von ihrer milÄLrifchen Autskrakie hervorgenifenen und genährten Glailten, daß wir Deutschland zu zerschnkettern und inner nationalen Enstenz ein Ende zu machen beabsichtigen. Aber das deutsche Volk muß, bevor der Krieg enbet, belehrt werden daß rat militarsicher Angriff weder ein rechtmäßiges, noch ein vorteilhaftes Unternehmen ist, daß die Weltherrl'cteft unmöglich ist, daß Verträge geheiligt sind, sowie daß daS öffentliche Gelvissen der Welt tee schrecklichen M^hodeu der Barbarei nicht dulden will. Möge Deutschland sein Haus so in Ordnung bringen, daß man sich tee Deräiiderung seiner'Ideale und Ziele verlassen kann, möge rboot des'verunglückten vortrefflichen Kommaridanten urtter neuer Führnno weiter erfolgreich an der Arbeit ist. Lus dem Reiche. Berlin, 3. April. (WTB.) Nad)dem niirrmehr der Frost aufgehört hat, ist auch die frische Muschel wieder in Deutschland erschienen. Große Mengen kommen tüglich iiiSbesondere ans Holland herein, so daß die Versorgung mit Musd-eln biö zum Mefhören der Marschelkampagne, also etwa bi? Ende April, eine recht reichliche sein wird. Kommunen, welche Musd)elu waggonweise beziehen wollen, ivendeii sich zw eckmäßigerweise an den Reichskonnnissar für Fischversor- guiig. Der Kleinhandelspreis beträgt etwa 15 bis 18 Ma. i'ir das Pfund. beckrieq. Die zweite „Möve". Rio de Janeiro, 2. ^lprit. (WTB.) Meldung der Ageiwe Havas. Der deutsche Hilfskreuzer hat fot- Aus Stadt ttnd Land. Gießen, 4. April 1917. Stille Ostern! Wir leben in einer schweren, bitter ernsten Zeit. Während sich draußen an den Frotiten die letzter: entscheioen- den Ereignisse vorbereiten, während dort mir der Gedanke an den Sieg alle anfeuert und stählt, haben wir im Latrde unsere ganze Kraft, unser ganzes Deuten nur auf das Eine zu stellen: Arbeiten und Durchhalteii! Keine Stunde ungenützt lassen, um denen draußen Miinition und Lebensmittel zu schaffen, sd)!vere Eiitbehrnngen ertragen, um daheim durd)haltcn zu können. Wir wissen, daß es möglid) ist, wir wissen, daß bei unseren Feinden das Ge- spenst des Hungers iinmer drohender fern Haupt erhebt und daß sie nid)t wie wir in der Lage sind, im eigenen Lande Nahrung zu sd)affen, aber wir dürfen uns nicht verhehlen, daß es and) bei uns in den midisten Monaten knapp, sehr knapp hergeheu wird und daß wir große Ent- behrungen ans uns nehmen müssen. In diese mit ernsten Gedanken erfüllten Tage fällt das Oitersest, die dritten Kriegsostern. Sonst ein Fest des Friedens und der Freude, au dem alt und jung hinauszog in die Berge, in die freie Natur, den nahenden Frühling zu begrüßen. Ein Osterausflug! Schon lange vorher freute mau sich darauf, wurden Pläne gemacht, der Fahrplan studiert. Nichts von alledem in diesen Tagen. Ein Spaziergang in die Umgebung der Stadt, ein Atemholen, ein kurzes Ausspamten und dann wieder mit unverdrossenem Mute, mit eiserner Willenskraft an die Arbeit. Verzid>ten, frohen Herzens verzichten im Gedanken an die da oraußen mit ihren Kämpfen und Entbehrungen und an die großen Llnfgaben in der Heimat. And) aus rein äußerlichen Gründen sollte jeder gern zu Hause bleiben. Seit Monaten ist der Eisenbahnverkehr stark eingeschränkt, sd)on lange fahren nur wenige Personenzüge täglich. .Heute gilt es, Nahrung, Kohlen und Guter herbeizuschasfen, alles andere tritt vor diesem Zweck ^ wenigen Züge, schon an normalen «Sonntagen überfüllt, können keinen Feiertagsverkehr mehr ausneh- men. Es können keine Sonderzüge gefahren werden, denn Masdpnen und Wagen werden an anderer Stelle gebraucht. Wenn nicht die größte Selbstbefchränknug geübt wird, werden die unausbleiblichen Folgen sein, daß während oer Feiertage auf den Bahnhöfen Hunderte an den letzten Zügen stehen uno nicht mehr befördert werden können. Das Bahn- hofSpersonal wird eine Auswahl treffen müssen, und da werden es zuerst die Soldaten sein, auf die wegen des Urlaubs die größte Rücksid)t genoimnen werden muß. Des- halb sollte sich jeder überlegen, wie unangenehm ein dies- lahriaer Osterausslug endigen katin, und sckwn aus diesem Grunde lieber ganz darauf verzichten. Unter allen Umständen ist es unverantwortlich, und es soll deshalb ernsthaft davor gewarnt werden, Kinder mit auf die Bahn an nehmen. 1 0 Macht also während der Feiertage nur kurze Ausflüge und, wenn irgend möglich, vermeidet jede Bahnfahrt! * D>« Kroßherzogin an Hessens Frauen! , Am J iivilHinEg« gtbodiitc bet Großherzog Ihrer hin- atomfrMmim 9trbMt nnt ftarftii Worten deö Xcnfri. Eö ist nnr eme sKone JStlut't, als ÜMSü-cttrin von Hessens frrauen, Fh,n>a allen lne,e Anerkennung zu vermitteln. Fii diesen teld drei Jahren Krieg wuchsen unsere Herzen zu - lmmnen. Wenn da Verteidigung unseres geliebteil Vaterlandes ich-werste Opfer ,orderte haben wir gemeinsam getrauert imb ge litten. Aus Ihren Geist der Pflichterfüllung, mit den: Sie eifttg waren, gleicheii ^clMtt mit der Mümterleistirng im Felde zu hatten, bm ich stolz. ©feWe* W-r weite: e ig e n S ergen hdrlmr. SWfot wir mL» «Om Werken der Liede den Schmerz der Wunden undenr, die unserem Volke diese härteste Zeit noch schlägt. Erneuern tvir das Gelöbnis uns derer in heißer Tankbarftit würdig zu zeigen, die in so beispielloser Weise dem Ansturm einer Welt die Stirne bieten. Tann meiden wir uns den Tank unseres Großherzogs immer von neuen r verdienen. Gott gebe uns Kraft und Ausdauer, den heiligen Aufgaben der Menschlichkeit gerecht zu werden. Tas erflehe ich von ihm aus tiefster Seele. Tarnistadt (Neues Palais), den 21. Marz 1917. Eleonore, Groß Herzogin von Hessen Und bei Rhein. ** DieNotwendigkeit derVeröffentlichung dringlicher Bekanntmachungen des Großherzog- lichen Kreisamts zwingt uns dazu, an Stotle der heutigen Nummer der Gießener Familienblütter ein Kreisblatt herauszubringen. Die gleichzeitige Beifügung der Familienblätter ist wegen der Papierlnappheit leider nicht möglich. ** 6. Kriegsanleihe. Die Stadt Gießen beteiligt sich auf Beschluß der Stadwerordnetenversammlung an der 6. Kriegsanleihe mit 1 Million Mark. Die Beteiligung der Stadt an den bisherigen Kriegsanleihen beträgt 1 698 000 Mark. ** Amt liche Per sona lnachricht en. Ter Großl-erzog hat dem Ober-Postsck-affner Johannes Becker in Worms das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste"" und dem Oberbriefträger Georg Ka f fe n be r g e r in Mainz das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Anschrift „Für langjährige treue Dienste"" am Bande des Verdienstordens Phillips des Großmütigen verliehen. — Uebertragen wurde: am A0. März der Schulamtsaspirantm Berta Fischer aus Darmstadt eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Alzey. — Der Großherzog hat am 31. März den zweiten Direktor der Hauptstaatslasse Zldvlf S ch l ä g e r zum Mitglied und Rat der Oberrechrungskammer unter Verleihung des Charakters als „Geheimer Oberrechmmgsrat" vom 1. April ds. Js. ernannt. — In den Ruhestand versetzt wurden: Ter Eisenbahnassistent Gustav Ottens in Ingelheim, der Bahn Hofsau fteher Jo l-annes U l l rich in Rainwd, der Rotten-- sührer Georg L utzi II. in Zwingenberg, imd die Bahmvärter Nikolaus D ei n in Hingelheim, Julius K a r l m Friedriä^dorf i. B. und Friedrich K i s s e l in Groß-Umstadt, sämtlich in der Hessisch- Preußischen Eisenbahngemeinschaft, vom 1. Juni ds. Js. an. ** Auszeichnung. Franz Wittich, Sohn des Wiegemeisters Wilhelm Wittich, ethielt vom Großberzog das Kriegsehrenzeichen nebst einer Grvßherzoglichen Urkunde. ** Beförderung. Jmn Leutrdant d. R. befördert wurde der Lehrer Ernst Simon m Gießen. ** 2 0 Jahre Preu ßi sch-H«s si sche Eisenbahngemeinschaft. Am 1. Achil 1697 wurden aus Gimnd des Staats Vertrages zwischen Preußen und Hessen vom 23. Juni 1896 im Anschluß an die Verstaatlichung der Hessischen Oudwigsbahn die Hessischen Staatseisenbohnen mit den gesamten preußischen Staatseisenbahncn zu einer Finanz- und Betriebsgemeinschaft vereinigt. Die Gemeinschaftsdirektion Mainz wurde an diesem Tage gegründet und dem! damaligen Präsidenten von Breitenbach, jetzigem Eifenbahnmimstcr wte stellvertretenden Ministerpräsidenten, unterstellt. Das jetzt 20 jährige Bestehen der Eisenbahn gemeine schüft gab Seiner Exzellenz dem preußischen Eisenbabnmi- n i st e r Veranlassung, nach Mainz- zu komnren, um bei der Gemcin- schastsdivektivn eine Sitzung abzuhalben. In einer Ansprache wies er aus die finanziellen und wirtschaftlick-en Erfolge hin, tvelche durch die Eisenbahngemeinschast für das Hesftnland erzielt worden seien. Er hob ferner hervor, welche großen Fortschritte hinsichtlich der Verbesserung der Bahnanlagen und des Betriebes zur Bewältigung des in den 20 Jahren erheblich an gewachsenen Verkehrs entstanden seien und forderte zum Schluffe die Direktion auf. in dem Sinne des Gemeinsckiaftsverttages zum Segen der Gemeinschaft und des Hessenlandes weiter zu wirken. ** Aus dem Stadttheaterbureau, In der heutigen „Heimatt"-Aufsührung wird sich neben der„Magda"" noch ein werteres neues Mitglied, Herr Ludwig Urbach vorn neuen Stadttheater in Stralsund, als Vertreter des Charaktersaches in der Rolle des „Keller"" Vörstetten. — Eine Operette, die schon für Februar vorgesehen war, aber wegen der bekannten Verhältnisse nicht mehr herausgebracht werden konnte, ist für den zweiten und dritten Osterfeiertag vorbereitet worden: „Der Soldat der Marie"" von Leo Ascher. Das hübsche Werk steht in Berlin seit % Jahren täglich auf dem Spielplan und wird auch hier eine durch Herrn Regisseur Goll wohlvorberettete Aufführung erleben, zumal da für die weibliche Hauptpartie Frl. Winnie Fischer vom Frankfurter Albert-Schumann- Theater als Gast gewonnen worden ist. — Am ersten Osterfeiertag abends wird noch einmal „Maria Stuart"" zu Volkspreisen gegeben werden. ** Kunstausstellung Darmstadt. Unter dem Schutze des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen filtert in diesem Sommer die „H e s si s che Ku nst a u s st el l u n g D a r m st a d t 19 17"" veranstaltet von der „Freien Vereinigung Darmstädter .Künstler"", im Ausstellungsgebäude auf der Mathildenhöhe statt. Die Ausstellung. die Wrtcke der Malerte, Bildhauerkunst, der zeichnenden Künste und der Meinkunst umfassen soll, istoffenfüralleimGroß- herzo-gtum Hessen ansässigen oder von da stammenden Künstler. Hiernach in Brtracht kommende Künstler wollen sich wegen Zusendung der Anmeldepapiere m ö g l i ch st u m- gehend an die Geschäftsstelle, Darmstadt, Rheinstraße 18. oder an die Herren Professor Neeb in Mainz, Professor Hugo Eberhardt in Offenbach a. M., Bürgermeister Metzler tu Worms oder Geh. Medizinalrat Professor Dr. Sommer in Gießen wenden. Die Anmeldungen müssen bis zum 15. April erfolgt sein. ** Der Geflügelzuchtverein Gießen und Umgegend entfaltet in diesen Tagen eine regsame Tätigkeit. Gilt es doch, Ostern auf der Liebigshöhe zu zeigen, toas uns diese sckxvere Zeit von unseren großartigen Beständen an Geflügel noch übrig gelassen hat. Die Anmeldungen gingen über Erwarten gut ein, besonders Haien, da die Hasenzucht mit Rücksicht auf die Fleischknapp- freit sich besonders aut entrvickelt hat. Durch Entgegenkommen des Verbandes ist es jedem einzelnen Züchter m/>glich, ob er Mitglied eines Vereins ist oder nicht, seine züchterischen Erfolge in' der Oesfentlichleit zu zeigen. Besonders dankbar ist der Verein allen Freunden und Gönnern ihrer Sache, welch.' ihn durch Stiftung von Ehrenzeichen in den Stand setzten, hervorragende Leistungen entsprechend hu belohnen.^Ter Brutapparat, der dm Entschlüpsungs- Prozeß der kleinen Kückchen vorfühtt, wird dafür sorgen, daß auch die Knteer auf ihre Rechnung kommen. ** Im Lichtspielhaus tritt Henny Porten nur noch heute und morgen in ihrer neuesten Filmschöpfung „Gelöste Kelten", einem Sitten-Drama ans dem modernen Gesell schafts- leben, auf. Tas Lichtspielhaus bleibt Karfveitag geschlossm. Landkreis Gießen. Albach, 4. Älpril. Sormtag sprach in ausführlicher Weise in einer burd) im seren Bürgermeister anbe räumten Versanrmlung Lehrer Jakob aus Ober-Bessingen über die BestlMfftrng der Lebensmfttel für die Städte. Ter Redner ernrabnte die erschienenen Landnnrte, doch alles an die Sammelstellen abzuliefern, damit eine lückenlose Versorgung der Städte bis zur neuen Ernte erfolgen kann. Ter Beifall der Zuhörer beivies, daß man ein! Verständnis für die wichtigste Frage der Jetztzeit hat. (-)Dorf-Gill, 3. April. Der Unteroffizier Karl SamcS, Sohn des hiesigm Zinrinernveisters Androas Sames VIII., erhielt dieser Tage das Eiserne Kreuz: im vergangenen Jahre hatte er bereits die Hessische TapferVeitsmcdaille erhalten. Er war bei der Mobilmachung, zu welcher Zeit er noch attito diente, mit seinem Regi m ent? au^nrrthft und wurde dreimal verwun d e t. Ge ye nw ä rÄg befindet er sich m einem Feldrekrutendepot im Westen. KreiS Schotten. o Schotten, 3. April. Gestern fand im hiesigen RakhauS- saal unter dem Vorsitz von Oberregierungsrat Muhl eine Sitzung des für den Kreis Schotten gebildeten Unterausschusses der National st iftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen statt. Alle die Hinterbliebenen-Versor- gung betreffenden Fragen wurden ausführlich besprochen und den erschienenen Leitern der vier Bezirksiürsorgeftellen des Kreises die entsprechenden Anweisungen gegeben. Zum Schluß wurden tue vor- liegerteen Unterstützungsgesuche erledigt. Als weiteres Mitglied des Unterausschusses wurde Lehrer Ludwig-Burkhards einstimmig gewählt. _ # Schotten, 4. April. Einen Dortrag über die sechste Krieg sanleil-e hielt der Großh. Schulrat A. Feuerbach im Saale des Gasthauses „Znr Krone"". Zahlreich erschienene Zuhörer lauschten den trefflichen Ausführungen des Redners, anlnüpfend cm das Wort des bekannten Jörn Ukil-Verf«ssers: „Wehe uns, wann die Teiche nicht standhalten." Bismarcks nationales Werk und unsere sozialpolitische Ernmgensck-aften seien mtfl und nichtig, wenn die fed>fte Anleihe nicht dem Wunsche des Vaterlandes entspräche. Ter Lichtbilderapparat der Großh. Realschule, von Oberlehrer Hahn bedient, ergänzte den geschickt ausgearbeitrten Dortrag, der dem Redner warmen Beifall eintrug. Ter Erfolg wird in unserer gebefrohen Stadt, in der noch ein gesunder Bürgersinn vorhanden ist, nicht aus bleiben. # O ber-La is, 4. April. JtN Theiß'schen Saate sprach Lehrer Ludwig-Burkhards über die 6. Kriegsanleihe. Tie Versammlung war überaus zahlreich besucht inte lauschte bert interes- Kmteit Ausführungen des Redners, der hier zwei Jahrzehnte Lehrer war. Tie einzelnen Abschnitte des Vortrages wurden durch entsprechende Lichtbilder ergänzt. — Dem Lehrer Heinrich Mohr, der eine Reihe von Jahren an hiesiger Volksschule segensreich wirkte, wurde die 1. Lehrerstelle zu Nieder-Erlenbach, Kreis Friedberg übertragen. Kreis Friedberg. # Nieder-Florstadt, 4. April. Züm Leutnant d. R. befördert wurde der Vizescldrvebel Lel)rer W. Bär, zum Vizewachtmeister und Offiziersaspirant der Schulverwalter W. Lang, beide von hier. Ein fetter Fang. = Bilbel, 3. April. Als am Montag nachmittag der Fuhrmann E ß aus Dornassenheim mit einem Fuder Heu den Ort Passierte, um nach Frankfurt zu fahren, unterzog die Polizei den Wagen einer näheren Unterftkäping. Unter dem Heu fand man nach kurzem Suchen: 370^Pfund Schweftrefleisch von jung abgeschlachteten Tieren, 70 Pfund gute oberbessische Wurst, 200 Pfund Kartoffeln, etwa 40 Pfund Rindfleisch, Fett und einen 5korb Eier. Sämtliche Fleisch- und Wursbwareu rate Kartoffeln waren sorgsam abgewogen, gut verpackt und mit den Namen der FrankfutteS „Kundschaft"" versehe»:. Die Vorräte wurden beschlagnahmt und dem Konrnrunalveichand Vikbel zur Verfügung gestsüt, der „Fuhrmann" kam zur Anzeige. Stsrkcttburg und Rheinhessen. = Alzey, 4. April. An der Dmrtenheimer Landstraße wurde ein römisches Grab fveigelegt, das neben zwei Urnen mit Knochenresten auch Münzen von Trajau und Hadrian, Krüge, Teller, Lcftnpchen, Glasfläschchen, Nägel und Eisengerät barg. KreiS Wetzlar. ** Wetzlar, 4. April. Die Mitteldeutsche Gerberei L Riemen fa b rik A.G. Metzlar und Neu-Isenburg) zeichnete bei der 6. Kriegsanleihe wieder den Betrag von 1 / 2 Mill. Mark, nachdem sie bei den vorhergehe.iden Anleihm bereits über 1 Million Mark zur Verfügung gestellt hat. Ferner gewährt die Firma ihren sämtlichen Beamten Irnte Arbeitern, wie bei der 5. Anleihe, einen Zuschuß von 10°/°, während sie bei früheren Anleihen 6% vergütet hat. ra. Burgsolms (Kr. Metzlar), 3. April. Dem Vizewachtmeister Ott aus Burgsolms wurde das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 3. April. Don der Kleie, die sich bei der Ausmahlung des vom Kre^komTnunalverbande' ausgetauften Getreides ergeben hat, sind den Bürgermeistereien: des Kreises insgesamt 1144 Zentner zur Verteilung an Milchvieh- besitzer überwiesen worden. Der Kreis gibt die Kleie cm die Bürgermeistereien zu dein gesetzlich siestgelegten Preise von 7,50 Mark für den Zentner ab. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 2. April. Tas neuerbaute Justiz- grtäude, ein großer Erweiterungsbau des bisherigen Justizpalastes, wvde heute durch eine schlickte Feier eingeweiht. An dem Festakt nahmen die Justizbeamten, NechtsMnvälte und die Bauleiter teil. Baumeister Nausebach und Obcrlandesgerichtspräsident Exz. Spahn hielten kurze Ansprack>en. — Limburg, 3. April. Frciherr von Tungern- Tehrn stellte in der nahen Gemarkung Eschhofen den Limburger Einwohnern zum Anbau von Kartoffeln und Gemüse ein Ackergelände von 6V 2 Morgen zur Verfügung. Für das Jahr 1917 braucht keine Pachtzins entrichtet werden, für die bis 1926 laufende Pachtzeit für jeden Morgen alljährlut) 15 Mark. Kleinere Flächen sind entsprechend billiger. paudel. Wetzlar, 3. April 1917. Ter Geschäftsbericht der Buberus- schen Eisenwerke für das Jahr 1916 ergibt folgendes: Ter gesamte Umsatz stellte sich im Ja-Hre 1916 auf 3Ü 768 673 Mk., im D?rjahre arrs 33 603 765 Mk., er weist mithin eine Verminderung aus von 83°5 092 Mk. Daneben betrugen die Lieferungen der Werke untereinander im Jahre 1916 11 235 141 Mk., im Voriahry 9 040 188 Mk., somit mehr 2194 953 Mk. Der Rohgewinn deS Jahres^ 1916 beträgt 5 638 099,79 Mk. Tie Abschreibungen belaufen sich aus 2 618 895,02 Mk., so daß sich ein Reingewinn ergibt von 3 019 204,77 Mk. Es betrugen im Vorjahre der Rohgewiim 4 270 933,69 Mk. und die Mchreibuugeu 2 353 712,56 Mk. Der Vorstand schlägt vvr, den Reingewinn des Jahres 1916 in Höhe von 3 019 204,77 Mk. wie folgt zu verteilen: 5 Prozent zur gesetzlichen Rücklage gleich 150 960,24 Mk., Zuweisung zur besonderen Rü^cklage 500000 Mk., Zulage zur Rücklage für Berg- schäden 40 000 Mk., Zuweisung zur Unterstützungs-Rücklage 175 000 Mk., Gewinnanteil und Vergüttmg an den Vorstand, sowie an die Beamten 208 412,23 Mk., 71/2 Prozent Gewinnanteile aus 22 000 000 Mk. Aktienkarntal 16.50 000 Mk., satzungsmäßige Vergütung an den AufsichtSvat 125 454,54 Mk., hierzu Vottrag aus dem Jahre 1915 '251374,87 Mk. Der Vorstand beantragt, hiervon insgesamt 420 752,63 Mk. der Natronalstistuug für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen 100 000 Mk. zu überweisen, denr Vorstand für gemeinnützige Zwecke 50 000 M?., zur Verfügung zu stellen und den Nest von 270 752,63 Mk. auf neue Rechnung vorzutragen Die Gewinnanteile stellen sich darnach auf 75 Mk. für jede Aktte. Verinischte». * Dörren von Zwiebeln in Privathaushal- tüngen. Die bei der Bereitung von Speisen so mannigfaltig« Venvenduug ftndenden Zwiebeln beginnen sel-r bald zu keimen, werden weich und dadurch- mrndettvertig oder gehen in Fäulnis ülrer und sind dann für die menschliche Ernährung vollständig verloren. Durch daS Dörren der Z.mebel kann dieselbe für unl>e- grenzte Zeit brauch-bar erl-alten werden, sie leÄxck dadurch- weder im Geruch und Gesckunack, noch ihrer Verwendbarkeit überhaupt. Jade Haushaltung kam: Zwiebeln ohne Schwierigkeiten selbst dörren. Die gesäuberten Zwiebeln werden nach dem Entfernen der Schale in dünrie, etwa 2 Millimeter dicke Sck-eiben zersckmitten, ans einer Papier- oder mteeren sauberen Unterlage ausgebreitet, auf den Herd, die Heizkörper, HoiAkessel, die Wärstrflächeu der Oefen oder in Back- und Bratöfen gelegt, deren Türen nicht ganz gssch-lossen werden dürfen. Je nach- der verfügbaren Wäruu rvährt das Trocknen etwa 12 Sttvteen. Geschieht die Trocknung zu schnell oder bei M grvßer Hitze, tritt cftne WrAMtua der Zwiebel scheib«^ ein. Bei den angestellten Verftuhen I-abcn 500 g gesäuberte ,Uwe* beln durchschnittlich 60 g gleich 12 0/0 jd)öne, trockene Schoibeni ergeben, die in jihrer Vertweudbarßeit in Seiner Weise frischeus Zwiebelscheiben nochxstehen. Auch selbst gefrorene Zwiebeln — soweit diese vor dem Berfrieren gesund waren — lasten sich durch Trocknen vor dem Detderben schützen und der mxmscylichen Ernähr nmg einwandfrei nutzbar erhalten. Die Aufbewahrung getrockneter Zwiebeln kann ftnbeschadrt der Haltbarkeit und Eigenschaften) in Papierbeuteln oder abschließMdM Gefäßen jeder Art geschehen, Jeder Haushaltung ist das Trocknen der Zwiebeln für den eigenen! Bedarf in möglichst weitem Umfange drftmend zu empfehlen. * Ein Deutscher Verein zur Erhaltung wichtig gerNahrungSmittelift vor kurzem in Frankfurt ins Leben getreten. Seine Geschäftsstelle befindet sich vorläufig in Stuttgart! (LandhauSftr. 223 II). Er will bessere Ernährung-grundsätz^. bessere Verwerttingsv-rfachven kDvllkornbwt, Obsttrvcknung, Obsb» säste u. a.), Einschränkung der Vergeltung von Nahrungsmitteste (Bier, Bnunrtweinß VernTeteung wirtschaftlicher Verluste durch Umwege in der Nalwungsmittelerzeugung (50 Kilogramm Üöoggen, Gerste oder Mms geben nur 10 Kilogramm Fleisch), Auswertung der Schatze der heinrischcn Scholle lMldfrüchte und WUdgemüfch- Unabhängigkeit vmn Ausland in Bezug auf unerläUich notwendige Lebensbedürfniste (Getreide, Oelfrüchte, Obst, Rüste, Hirse, Mais), Anbausördercmg durck- geeignete Preispolitik, Belehrung über (äh> nährung und Hauswirtschaft nsw. Die Verhältnisse selbst rtrüku stark out den von dem neuen Verein vorgezeichneten Wsg und vteke Kräfte sind schon in ähnlicher Richtung am Work. Aber es ist wertvoll, alle diese bewußten und unbewußten Kräfte zusaimnerrzufastegr zu einem gerneinsamen Willen, um eine tiefe Bstvegung im VotSe zu erzeugen., die stark gemrg ist, das in der Schute der Not Gelernte: festzrlhalten, zu verwurzeln und als Ansatz einer neuen Lebens-, fühnmg hinüberzutragen in die Zeit nach dem Kriege. TaS entspricht auch den Zielen der Zeitschrift, welche den Aufgaben beB Vereins dient: „Hellauf"" Zeitschrift für deutsche Ermnwq rung (jährlich 12 Nummern 2,50 vTct) Die Beitrüge zum Deutschen Verein zur Erhaltung wichtiger Nahrungsmittel sind 3 ML ahnt und 6 Mk. mit dem Bundes blatt. DöcheM. Rebrrflch! -erToderfälle l v.Statzt ®lejga. 11. Woche. Vom 11. bis 17. März 1917. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (inkl. 1600 Mann MMtcir). SterblichkeitSziffer: 28,26 Nach Abzug von 10 Ortsfremden: 12,56 •/„. i ES starben an Z«f. Erwachsene im Kinder >,Lebens- vom 2 . M* jahr 15. Jahr Angeborener Lebensschwäche 1 — 1 — Altersschwäche 1 » 1U) — — Twbtberie 1 (i) — — 1 (1) Tuberkulose der Lungen 2(1) 1 — Ml) Lcmgenentzündung 1 1 — Krankh. der AtmcmgSorgcme 1 1 — — ^ d. Üreislaufsorgane 2 2 — — Gehirnstelag anderen Krankheiten deS 1 1 — — Nervensystem- 5(5) 4(4) — 1 (1) Maaen-Tarmkatarrh 1 1 — lirebS 1(1) KD — — Vernngluckung 1 (1) — Kl) Summa: 18(10) 13(0) 1 4(4) A n m.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärtil nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großh. KreisgesundhcitsamLS Gießen. Dr. W a l g e r. Med.-Rat. Letzte Nachrichien." , Die Fritdensfrage. Amsterdam, 3. April Die Friede ns äußerungen deS Reichskanzlers v. Brthmmuc-Hollweg rote des Grasen Czernm sucht mm der „Telegraaf"" in einen künstlichen Gegensatz zu bringen. Tie anderen hollärrdischen Zeitungen bezeichnen beide LrclLruugevi als Fri ede n sdo ku m e nte. K r i st i a n i a , 3. April. ,^Jutelligen?sedler"" nennt Czernins AeußerunEN eine Wiederk-vlung des ftül)eren Friedensangebotes. „Tidens Tegn"" sagt:^Ter diesmalige Vorschlag urrtersä-eide sich wesentlich von dem früheren, weil er keinen Waffenstillstand während der Verhandlungen verlange und bei einem ergebnislosen, Verlauf der Verhandlungen der Krieg fortgesetzt werde. Es sei auch wichtig, daß als Ziel der Verhandlungen ein ehrenvoller Frieds für beide Ländergruppen, die am Kriege beteiligt sind, genannt werde. Ferner wird auch auf die Antwort der deutschen an die russische Sozialdemokratie Angewiesen. Die Kaiserzusammenkunft jm deutschen Haupttruarttcr. Wien, 3. April. Kaiserin Zita wünschte der deutschen Kaiserin baldigst bekannt zu werden, deshalb wurc-e dis Reife ins Große Hxrnptguartter unternommen. Da Grat Czernin und Reichskanzler Dr. v. Bethmarm Hvlliveg dork ebenfalls arrweserrd sind, dürfte die Kaiserzusammenkunst auch auf politische Erörterungen zielen. Die russischen Bauern. Kopenhagen, 3.April. Eine Arczahl russischer Blatter bringen ein Gerücht, wonach in einigen Gouvernements eine heftige Agitation betrieben wird, um da- Volk zu Pogromen aufzuhetzen. 9iach Meldungen brennen Bauern die Häuser nieder und stecken die Wälder oer Gutsbesitzer in Brand. Sie weigern sich, Steuern zu zahlen. Das russische Chaos. Lugano, 3. April. Die „Stampa" schrskdt: Es fti »mrichtig» toe Dinge so darznstellen, als ob die Revolutton in Rußland dev Entente zustatten komme. Vielmehr stünden die Tinge in Rn^> lmte so, daß die Staatsmänner der Entente sie mit Mißtralisn und ohne Optimismus verfolgen nrüßten und froh sein Knuten, lvenn das Sck-limmste ol>gews7teet tverde. Reift Vranttngs nach Petersburg. S t 0 ck h v l m, 3. April. Die plötzliche Abrrtft dos Sozialisten führers Branting nach Petersburg, errsate größtes ')lufsel-em Me ^lbeitelüätter betonen, daß er in polsti^r Mifsvn In secrrer Begleitung reist das sariaS»emV-'^ri6tze ntteb Nistxm und der BiaüjoOrm Horvespon-d«tt tzes „IKitrt", Waltz. Der amerikanische Kongreß. Gens, 4. April. Tie Korlgreßdobattr dürfte nach MitteDrug >des Waslnngtvner Korr ei pondenten des Rratin einige Tage beanspruchen. Tie Gesamtzahl der Kriegsgegner wird auf 25 geschätzt. — Rach Lyoner Blättern werden als erste Kredite für Heer mte Marine zwei Milliarden Dollars bsEsprncht toerdem Rotterdam. 4. April. SM, bent *. Rote. Eour. telegra- plnert dce Exck-ange Agency aus Wssl-inaten, daß der Sozialist London nn Repräsentanten hau ft einen Gesetzentwurf einbrachtey zu dem Zwecke, Wilson aufzusordern, feine Bersche zuwmsten des Fnedeirs wieder anftimehmen im Hirrblick aus di« Aktum der Sozialcsten in Teutstt-land und der Union. fttaitwte Drenor. 3 - ^ Ter englisch^fn«Ede Post^-rtehr geschieht durch U-Boots nur noch nach drei englischm Häftn. 8iv Papiergeschäft befindet sich jetzt 2452 Üi*©s«i3laiz 12 Sack. Kinderwagen Klapp- und Sportwagen in größter Auswahl billigst 2513 AugusiKilfiinger, Se!tersweg79. Schulbücher. ist dringend geboten, den Schulbücherbedarf der äusterft schwierigen Ergänzungsmöglichkett wegen io frühzeitig wie möglich zu decken. 126-15 Ernst Baiser, Schulbuchhandlung. M aus bürg, Ans. Frec« r wchetlniü. ; ©ucbhanblo., Am Selterstor, J. KIcker’scfre Univ.-Buchhandlnng, Süd-Anlage. 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