Sr. ZS Der Hsrhene? Anzeiger erscheint täglich, außer EonntagS. - Beilagen: Gietzener kamilienhlätter; Kt cisblQt! fNr dev Ureis Gietzen. Bezugspreis: monatl. 9i> Pf.. Vierteljahr!. Mt. 2.65- durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 89 Ps.: durch diePsst Mt. 2.45) Vierteljahr!. ausschl. Beste (lg. Fernsprech - Anschlüsse: sür die Schrütleilung 112 Vertag,Geschästsstellebl Anschrift für Drahrur.ch- richten: Anzeiger Gietzen. Erstes Blatt 167. Jahrgang Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 1X686 3>villmg;runddruck u. Verlag: Vrühl'sche Anio.-V»ch- u. Steindruckerei R. Lange. Schristleitung, Seschästrstelle n. Druckerei: Schulftr. r. Montag. 2. April W* Ankapme von Anzeigen i. die Lagesnumnler bis Nim Nachmittag vorher. Seilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Pi., Vermietungen u. Stellenge- fuche15Pf., auswärts 25 Pf., b Platzvorfchttst 30 Pi., Reklanien 7b Pf.» bei Platzvorschriit 90 Pf. Hanptichrritleüer: Auq. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feriilleton: A"n. Goetz. Stadt und Vermischtes u. Ge- richtsfaal: Fr. R. Zenz. Anzeigenteü: H. Beck, sämtlich in Gießen. vantv erkehr: Gewerdedanl Stehen (WTB.) Großes Hauptquartier, 31. März (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Ein nächtlicher Vorstob englischer Abteilungen beiderseits von Loos schritttte im Nahkampf. Lebhafte Artillericwirkung begleitete den Angriff englischer Bataillone zu beiden Seiten der Straße P e r o n n e — Bi ns. Bei Metz-en-Caunture wurde der Feind abgewiesen, weiter südlich erreichte er Hendicourt und Ste. Emilie. Die 'Franzosen erlitten in Gefechten nordöstlich von Soisso ns in unserem Feuer schwere Verluste. In der Champagne wurde um die Höhen südlich von R i p o n t hartnäckig gekämpft. Auf den Flügeln seines Angriffstreifens wurde der Franzose abgewiesen -, in der Mitte drangen seine Sturmtruppen für einige Stunden in unsere Gräben, die dann durch die Stoßtrupps der im Angriff und zähen Ausharren bewahrten dort stehenden Divisionen vom Feinde wieder gesäubert wurden. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. In einigen Abschnitten, vornehmlich an der Ech tscha r a , am S t ocho d und an der Z l o t a L i p a, nahm die Tätigkeit der russischen Artillerie zu; gegen unsere Stellungen vordringende Jagdabteilungen sind zurückgewiesen worden. Eigene Unternehmungen südlich von W i d s y und nordöstlich von Nowo'grodek verliefen günstig; mehrere Blockhäuser wurden gesprengt, 75 Gefangene und fünf Minen- rverfer eingcbracht. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Am Biftritz-Tal wurden bei Vorstötzen in die rufsi- jschen Greben östlich von Kirlibaba und südlich von Mcste- eo»efti liber 200 Mann gefangen und nrehrere Vkaschinew pewehre erbeutet. Bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen rnÄ an der Mazedonischen Front istdie Lage unverändert. Der Erste Generalauartiermeifter Ludendorff. (WTB.) Grohes Hauptquartier, 1. April. .(Amtlich.) WeftlicherKriegsschauvlatz. Zwischen Lens und Arra's sind in breiter Front gc- lfüPrle Vorstöbe starker englischer Erkundungsabteilungen gescheitert. Angriffe mehrerer Bataillone auf das von uns gehaltene Dorf Henin-fur-Cojeul (südöstlich von Arras) wurden abgewicsen. Zwischen der Straße von Perönne und Gucude- c o u r t und der Niederung des Omignon-Baches haben die Engländer in verlustreichen Gefechten ihre Linien um zwei bis drei Kilometer vorgeschoben. Längs der von Bapaume nach Nordosten führenden Straße fanden gestern unsere Batterien und Maschinen- gewehre beim Vorgehen und Zurückfluten französischer An- Mriffstruppen, die keinerlei Vorteile errangen, lohnende Ziele. Eigene Erkundungsvorstöbe nördlich von R e i m s brachen uns ohne Verlust eine Anzahl Gefangener. Nachts versuchten feindliche Abteilungen südwestlich von 'Co mb res, östlich von St. Mihiel und im Parroy- Malde in unsere Gräben eiuzudringen. Sie sind überall sofort vertrieben worden.. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Mazedonische Front. Die Lage ist unverändert. * . Unsere Fli-ker brachten zwei Fesselballons zum Absturz unü bewarfen Trupp-iilager im Cernaboaen wirkunqs- voll mit Bomben. Der Erste Gencralquartiermeister Ludendorff. * Die Abendberichtc. Berlin. 31. März, abends. (WTB. Amtlich.) Ein Gefecht mit den Engländern bei H e n i n für C e - eul, südöstlich von Arras, verlief für uns günstig. Bei Angriffen auf der Hochfläche von V r e g n y (nordöstlich von Soissons) erlitten die Franzosen eine blutige Schlappe. Im O sie n bei Tauwetter nichts Wesentliches. B e r l i n, 1. April, abends. (WTB. Amtlich.) Außer Zusammenstöben beiS a v y nördlich der Somme vnd f üblich von Coucy le Chateau im Westen und im Osten Itwc besonderen Ereignisse. Der österreichisch-unMrisch.e Minister des Auswärtigen, ä et ni n, hat bedeutsame Erklärungen über die pvkrtrsche Lage abgegeben, die wir, mit einigen weiteren Weroffentlichungen, die die Wichtigkeit dieses Schrittes mtter streichen, im vorliegenden Blatte Wied erg eben. Auch der Minister des Verbündeten Nachbarstaates halt es für aufgebracht, der neuen Regierung irr Rußland und denr russischer! Volke zum Bewußtsein zu bttngen, daß die Mittelmächte heute noch, wie im Dezember,' einen für alle Teile „ehrenvollen Frieden" annehmen würden. Freilich!, „Garantier! für unfern Bestand und unsere Existenzmöglichkeitz müssen wir erhalten". Auch für den Gedanken einer Friedenskonferenz sprach sich Graf Czernin aus. Das amtliche Wolsf-Bureau veröffentlicht dazu ,/aus deutschen politt- scherr Kreisen eine Kundgebung, die mtt Freuden die offenen und freinrüttgen Aeußerungen" begrüßt. Man muß solche Erklärungen immer zunächst als Mittel zu einein polittschen Ztoeck ansehen. Im vorliegenden Falle liegt die verständige und vernünftige Msicht vor. das neue Rußland in ein neues Fahrwasser der Friedens^' ngung und d>es^ Verzichtes auf zwecklose und überspannte Ziele Hineinsteuern zu helfen. Darum greift Graf Czernin ganz und gar auf das Friedensangebot vom 12. Dezember zurück, wie wenn er sagen wollte: die Ereignisse bei euch in Rußland haben die Richtschnur unseres Denkens und Arbeitens nicht im geringsten ab^elenkt. Wir präsentieren, also den Russen ein allgemeines Heilmittel aus unserer Hausapotheke, wo-btt nicht ausgeschlossen ist, daß noch andere Methoden unter Verzicht auf Fortführung des Krieges in Frage komiuen können. Es ist uns jedoch nicht recht klar, warum Graf Czernin so beharrlich den Gedanken einer für alle Kriegführenden gemeinsamen Friedenskonferenz unterstreicht. Man könnte seine Ausfllhrungeu so aufsassen, als sei es bei dem „unzerreißbaren Ganzen" lganz. und gar unmöglich, zu einem Sonderfrieden zu gelangen. Vielleicht ist aber die Taktik des Sonderfriedens doch die richtige. Auf einer allgemeinen Konferenz wäre das „Ganze" freilich! eine zähe und unzerreißbare Masse; aber mittels der Tattik des Sonderfriedens ließe es sich doch wohl ganz ordentlich in seine natürlichen Teile zerlegen. Warum sollten wir zu gelegener Zett !nit Rußland nicht auch zu -einem Sonderfrieden gelangen? Dann hätten wir es am Ende nicht nötig, die ehrenvollen Friedensteilhaberschaften nrtt so ängstlicher nnd peinlicher Vorsicht abzuwägen und abzurnessen. Wie weit die Garantien für unfern Bestand und unsere Ettstenzmöglich- keit reichen müssen/ ist auck mich eine ^unentschiedene und nicht so einfach z!t lösende Frage. Wir wollen das von Wien und Berlin zugleich und einmütig ausgegebene politische Zweckmittel nickst weiter anfechten, sondern es in dem angedeuteten Sinne ebenfalls offenherzig begrüßen. Schon aber treten aus den Kulissen von rechts und links die Führer der auseinanderstrebenden deutschen Friedens- und Kriegsparteien hinzu. Die „Deutsche Tageszeitung" meint, wenn unser Friede nicht siegreich sei, so bedeute seine „ehrenvolle" Ausstaffierung nichts als ein Verbergen seines wahren Wesens; „Ein in diesem Sinne „ehrenvoller" Friede bedeutet im besten Falle das gleiche wie ein Achtungserfolg eines Theaterstückes, also einen Mißerfolg, der ruiniert. Sich' mit einem! ruinösen „ehrenvollen" Ftteden schon von vornherein fröhlich .und getrost ab finden zu wollen, hätte eine Parallele, darin, wenn man von einem Staatsmann sagen wollte, er hat zwar nichts erreicht, aber sein Wille war ein vorzüglicher. Wir halten es auch für grundsätzlich unrichtig, ja für unbegreiflich, von vornherein auf eine allgemeine Friedenskonferenz hinzuarbtttt twt. . Jene sogenannten Rechtsfragen usw. internationaler Natur können noch immer geregelt werden. Als Hauptsache erscheint uns, daß die Mittelmächte, zum mindesten das Deutsche Reich, sich vorher eine feste und unbestreitbare Grundlage für ihre Stellung und Zukunft geschaffen haben. Das wird das Deutsche Reich aber nicht erreichen, wenn es nach der Auffassung des Grafen Czernin eine allgemeine Friedenskonferenz in Szene setzen läßt, sobald die Ententemächte es für angebracht halten. Die Konferenz, \mit Graf Czernin sich ihre Tätigkeit vorstellt, würde der Börse und ihrem Betriebe nicht unähnlich sein und gewiß ibcu Wünschen des „Berliner Tageblattes" als „Geschäfts- ftteben mck Hin- Nnd Herschieben" entsprechen." Das also apostrophierte „Berliner Tageblatt" meldet sich von der andern Seite. Es hat die bedenkliche Datsack-e ausgefunden, daß die deutsche Anmerkung zu Czeruins Eröffnungen sogar zweimal von einem „ehrenvolles Frieden spricht, und es erhebt dazu beschwichtigend die Hände, indem es schreibt: „Tie deutsche offizielle Auslassung enthält die Worte „ehrenvollen Ftteden" sogar zweimal, setzt aber beim zwecken Male hinzu: „Ter wirklich die ungeheueren Opfer wett ist, die wir gebracht haben." Wir wollen unerörtert lassen, ob wirklich ein Frieden, denkbar wäre, der volle Entschädigung für die gebrachten Spür darbieten könnte. Der erwähnte Satz läßt aber 'auch sehr verschiedenartige Auslegungen zu, besonders da man unter einen! „ehrenvollen Ftteden" im allegerneinen nicht ttnen Frieden mit großen Annexionen zu vetttehen pflegt." Wir widerholen, daß wir der Meinung sind, man dürfe die Worte solcher diplotnattscheu Kundg-ebniigen nickst so dicht auf dem Blatte nastirechnen und revidieren. Wenn die Stunde der Taten kommt, sehen wir vielleicht besser, was gemeint war. * * * Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 31. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; 31. März 1917. O c st l i ch e r Kriegsschauplatz. In der s ü d l i ch fit Bukowina holten unsere Stoß- truppen bei gründlicher Zerstörung der feindlichen Verteidigungsanlagen zwei Offiziere, 200 Mann nnd ein Maschinengewehr aus den russischen Gräben. In O st - G a l i z i e u nnd Wolhynien Vorfcldkümpfe und sehr rege und erfolgreiche Tätigkeit unserer Flieger. G ü d w e st l i ch e r K r i e g s s ch a n p l a tz. Durch gelungene Unternehmungen unserer Sturm- Patrouillen und Erkundungsabteilungen ausgelöst, herrschte in beiden vergangenen Nächten an einigen Stellen der küsteu- ländischen Front lebhaftere Gefechtstätigkeit. Unsere Truppen bracksten 25 Gefangene und ein Maschinengewehr ein. Angriffsversuche der Italiener westlich von Jami- ano und südlich von Viglia scheiterten in unserem Feuer. Arco wurde neuerdings beschossen, die evangelische Kirche stark beschädigt. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Wien, 1. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 1. April 1917. Oestlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts zu melden. Italienischer Kriegsschauplatz. Unsere Beute aus den Kämpfen südlich von Biglick hat sich auf 12 Maschinengewehre und drei Minemverfer erhöht. Südlich des Stilfser Joches wiesen unsere Truppen einen feindlichen Angriff im UrsprmrgSgebiet des Val dei Vitelli ab. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Die türkischen Berichte. Ko n stan t i n op el, 30. März. (WTB.) Amtlicher HeeoeS- bettcht vom 29. März. Tigris-Front: Ein Erttgnis von Bedeullmg ist nicht zu melden. Sinai-Front: Unsere Truppen schlugen die Nachhut der Engländer bis südlich Wadigaza, 7 Kilometer südlich von Gaza zurück. Me feindlichen HanptstrtttkrLste zogen! sich weiter zurück. Kaukasus-Front: Berttnzelte Scharmützel von Erkun- dmrgsabtttlungen zu unserem Votteck. An den anderen Fronten kern Ereignis von Bedeutung. K o n st a n t i n o p e l, 30. März. (WTB.) Amtlicher Heeres- bettcht. Digris-Fro,nt: Kttn Erttgnis von Btt>euttrrrg, das gemeldet zu werden verdiente. Sinai-Front: Die Nachhuten derEngläuder sind augenblicklich mit der Verfchanzung ihrer Stellungen beschäftigt. Durch Beobachtung unserer Flieger ist festgestellt, daß zahlrttche eng-, lische Fuhrwerksabtttlungen sich in südwestlicher Richtung zurückziehen. Nach den jüngsten Nachrichten über den .Kampf btt Gaza zttchnete sich außer unserem früher genannten 125. Infcmtett»< Reginrent unser 79. Regiment ebenfalls in bemerkenswetter Weise aus. Btt der Aufräumung des Schlachtfeldes stellte es sich heraus» daß die Engländer über 3 000 Tote zuttickgelassen haben. Me gemeldet, wurden bis jetzt 150 verwundete Engländer in ttnem ttnzigen unserer Hospitäl-er ttngeliefert. Wtttere tverden noch immer eingebracht. Die Zahl der erbeuteten Maschinengewehre erhöhte sich auf 12, die der Schnelladegewehre auf 20. Die Gefangenen sagen aus, daß die Engländer auf große Schwiettgkeiten in der Verpflegung nnd in der Wasserbeschaffung swßen. Kaukasus-Front: Im allgemeinen Ruhe. Eines unserer Unterseeboote versenkte am 25. März im Golf von Alexandria einen englischen Transportdampfer von 7000 Tonnen und nahm ttneil Teil der Besatzmrg gefangen. Die Revslution in Rvftland. Petersburg, 1. Apttl (WTB. Nichtamtlichst Meldung der Pttersburger Telegraphenagcnttrr: Die provffottsche Regierung beschließt, die Todessttafe abzusckuffen. 5)ente begaben sich alle M i n i ft e r mck dem Fars-on Lwotv an der Spitze ins Haupt- auartier. .10 000 Soldaten der Garnison Petersburg stellten sich vor dem tanttschen Palast ein. wo das erste Kavallette-Regi- ment, das Garde-Regiment Moskau, das Preobraschenski-Regiment, das 3. Reserve-Regiment, das 2. Ostsee-Mattne-Regiment und andere versammelt waren. Alle Regimenter begrüßten di^ provisottsche Regierung nnd drückten ihr volles Vertrauen ans. Sie erllärten als ihren Wahlspruch: „Krieg bis zum endgültigen Sieg!" Sie forderten, daß die Bereckstellmcg wn Munition energisch gefördert tverde und sprachen sich ttnmütig für die deu!okrattsch>e Republik cucs. Aehnliche Kundgebungen veranstaltete das Garde-Regiment in Petersburg und das Garde- Regiment Jsmaileski. Berlin, 2. Apttl. Ueber klaffende cknrere russische Gegensätze wird der „Voss. Ztg." von ttnem Petersburger Vettrauens- mann berichtet: In radikalen russischen Kreisen ist inan außerordentlich verstinnnt, daß die provisottsche Regierung, die ohnehin! als Bourgeois-Regierung verschrien ist, von ausgesprochenen Bour- geoiskrttsen Geldsannnümgen amrinrmt. Allein in den jüngsten Tagen habe die Regierung von der Mvskmrer Fondsbörse 800 000, vom Petersburger Bankenkonsortium 300 000, von der Pcters- burgcr Garnmannfaktur 150 000 Rubel usw. .angenonmren. Ein großer Zwiespalt stt auch über das Zn-enwniell der Bestattung der Revolutionsopfer zivischen beiden Regierungen ausgebrochen. Ein weiterer Zankapfel stt die Person des Großfürsten Nikolai. Der Soldatenvcrband halte dessen Verhaftung nach dem Ltusbruch der Revolution verlangt, indes die provisottsche Regierung den Großfürsten dauernd ans freiem Fuße beläßt und in ihm den zukünftigen Mckitärdcktator sieht. Sie steht mck ihnr fottgesetzt in Bttefvcrvehr. Die Zukunft Finnlands. Kopenhagen, 1. dlpril. (WTB. Mchtanttlich.) Der russische Minister des Aenßern Maljukow telegraphierte als Antwort auf eine Anfrage wegen de> Zukunft 'Fänn- lands denr hiesigen Blatte „Politiker?': Me Pläne der pro- vesorischerr Regierung bezüglich Finnlands kamen in den! Manifest zum Ausdruck, das ani 21. Mär zvettiffentlicht Unn'de. Dadurch wurde die Berffassung Finnlands bestätigt Alle einschrärrkcmden Maßnahmen, die in den letzten 30 Jäh- retr getroffen worden waren, wurden aufgehoben. Ferner ist eine Amnestie fiir alle Verbrechen und Vergehen politischer ilnd religiöser Art erlassen worden. Der finnische Landtag ist für 4. Apttl einberufen, um eine Entscher- sung itöei eie tfegterititggf io»iem des Landes 5 U treffen. Der Landtag -erhält das Recht allerGesetzgebnngs- irntiative und der Handlungsfreiheit bezüglich des^ Budgets Finnlands. Er wird jederzeit die Regierungsfornr ändern rönnen, wenn neue Verhältnisse oder die Forderungen der Zeit dies wünschenswert machen. Die Selbstverwaltung Finnlands, die in aller Zukunft vollkommen nnd Unantastbar sein wird, wird allen Mißverständnissen ein Ende machen und die Gewähr bieten für gute Beziehungen zu Rußland, was auch der aufrichtige Wunsch der provisorischen Regierung ist. Aus der Ukraine. Petersburg, 31. März. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Eine Versammlung von Offizieren der Ukraine nahm in Kiew einen Antrag an über den Zusammenschluß aller Länder der Ukraine und ihrer Vereinigung mit einein föderativen freien Rußland. Graf Czernin über die FriedenSfrage. Wien, 31. März. (WTB.) Ter Minister des Aeußern, Goas Czernin, güvährte dem Chefredakteur des „Fremdenblattes" eine Unterredung über die politische Lage, wer Wortlaut der Unterredung ist folgender: Auf die Frage, welchen Ansgang die russische Revolution nehmen dürfte, ainwortete der Minister: Auf Prophezeiungen kann ich mich nicht einlassen. Wenn der Regimelv-echsel in Rußland dalrin führt, daß die gequälten Völker des russischen. Reiches einsehcu, daß die Fortsetzung des Krieges ein Verbrechen ist, daß sic, ebenso nne die Entente, jeden Tag einen ehrenvollen Frieden mit den Zentralmächttur schließen können, dann wird diese entsetzliche Menschmschlächterei ihrem Ende entgegen gehen. Wir sind nicht zu vernichten, aber wir wollen auch nicht vernichten. Unsere Fronten sind stärker denn je, unsere wirtschaftliche Lage ist gesichert, wir können und werden durchhalten. Die beispiellose Ausopkenurgsfähigkeit, die Kraft, mit der die Völker' der öfter reickisttz-nngarisä-en Monarchie die Entbehrungen ertragen, sichert ihnen den Enderfolg. Nicht den oberen Tausenden, sondern dem Mittelstände und vor allem den breiten Massen, den vom Schicksal Enterbten gebührt das größte Verdienst. Hut ab vor den Millionen, die im Schützengraben oder daheinr auf dem Schlochtfelde'der Arbeit di?, täglichen Entbehrungen ohne Murren ertragen! Hut ab vor ihrer Größe und ihrer Kraft! Ter Tag wird kommen, da die Völker der Monarchie den Lohn für ihr Heldentum erhalten iverden. Die weitere Frage, ob er den Vorschlag zur Bestückung eurer Fried enskonfererrz durch alle kriegführenden Staaten nach wie vor aufrecht erhalte, beantwortete der Minister: „Gewiß, ich sehe nur diesen Weg, um zu einem allgemeinen Ende zu kommen. Für jene, welche den Krieg fortfetzen wollen, bedeutet der Zusammentritt der Konferenz keine Aeuderung. Während dieser Tage kann ja der Kampf fortgesetzt werden. Rur auf einer Friedenskonferenz können Hunderte von Fragen, die der Krieg aufgeworfen hat und die ein unzerreißbares Ganzes bilden, gelöst werden. Wir besitzen weite Territorien unserer- Feinde und sie ausgedehnte (Gefilde von uns. Auf dem Meere kämpft die Blockade unserer Feinde gegen den . Unters e- bootskrieg. Alle internationalen Verträge sind zerrissen. Es ist unmöglich, einzelne dieser Fragen, herausgerissen ans dem Komplex des Ganzen, lösen zu wollen. Wer den Frieden rvill, muß muh über denselben sprechen und verhandeln wollen. Erweist die Friedenskonferenz, daß eine Einigung unmöglich ist, so geht der garnicht ^mterbrochenc .Krieg eben weiter/' Auf die Frage, ob es nicht möglich wäre, den allgemeinen Rahmen unserer Friedensbedingungen zu verkünden, erklärte der Minister: „Tas ist ja doch bereits geschel-en. Ich habe öffentlich erklärt, daß lvir einen uns aufgezwungenen Verteidigungskrieg führen, dessen Zweck die gesicherte, freie imd ungestörte Entwickelung der Monarchie ist. G a r a n 1 i e n für den Bestand unserer Existenz Möglichkeit müssen wir erhalten. Sobald die Gegner ihre imer füll bauen Ideen, uns zu zerschmettern, fallen lassen, sobald sie bereit sind, über einen für sie und für uns ehrenvollen Frieden zu verhandeln, steht den Verhandlungen nichts im Wege/' Wien, 1.'April. «WTB. Nichtamtlich.) Aus den nunmehr aus der österreichischen Provinz als auch aus Ungarn vorliegenden Pressestimmen geht hervor, daß die öffentliche Meinung der ganzen Monarchie den in der Unterredung des 6ftafen Czernin mit dem Chefredakteur des „Fremdenblattes" prädi-fterten Standpunkt eirrl- mürig billigt und ohne Unterschied der Nationalität und Parcei- schattierung aust Seiten der Minister steyt, so daß sich die Erklärungen des Grasen Czernin als die Darlegung des einmütige n Bolsu>jill ens der Monarchie darstellen. Berli it, 31. März. Aus deutschen v o li t i sche n Kreisen erfährt das offiziöse W. T. B. folgende Stellungnahine zu der heute hier bekanntgewvrdenen Unterredung, die der österreichisch-ungarische Minister des Aeußern Gras Cernin gestern dem Chefredakteur des „Frcmdcn- blattes" gewährt hat: Wir begrüßen mit Freuden die offenen und freimüttgen Aeuße- rungen des bewährten Leiters der österreichisch-ungarischen Politik. Sie werden zweifellos in hohem Maße dazu beitragen, die von unseren Feinden in leicht erkennbarer Absicht in diesen Tagen immer wieder in die Welt gesetzten Gereichte zu zerstreuen, daß die Zentralmächte ein Interesse an der russischen Reaktion zu nehmen gewillt seien und ihr wieder zur Macht verhelfen wollten. Graf Czernin schließ sich also eng an die am Tage vorher im Reichstag getanen Aeußernngen des Reichskanzlers an, der in Bezug auf Rußland sagte: „Wir begehren nichts anderes, als möglichst bald wieder in Frieden mit Rußland zu leben, in einem Frieden, der auf einer für alle Teile ehrenvollen Grundlage aufgebaut ist?" Somit ist es nun an Rußland, eine Antwort auf diese klaren, unzweideutigen Acußernngen des deutschen und des österreichisch- nngarischen Staatsmannes zu geben. Was Graf Czernin am Schlüsse der Unterredung über seine allgemeine Bev-utwillr giert erklärt, in Verhandlungen für einen ehrenvollen Frieden ein- zutreten, sobald die Gegner ihre unerfüllbaren Ideen, uns zu zerschmettern fallen lassen und ihrerseits bereit 'sind, eine Friedenskonferenz zu beschicken, deckt 'sich gleichfalls grundsätzlich mit dem allgemeinen Wunsch des bcutfdym Volkes. Llber auch lfter können wir aufrechten Hauptes und kühnen Sinnes das Angebot unserer Gegner, denen ja scl/on seit dem 12. Dezember unsere 'Ansichten bekannt sind, abzuwarten. Anaebrockren und stärker als je an allen Fronten, in harter, aber gestählter Arbeit daheinr können und werden wir, wie Graf Czernin sagte, durchhalten bis ans Ende, bis zum ehren voller: Frieden, der wirklich die ungeheuren Opfer wert ist, die wir gebracht haben. Da» ungarische Abgeordnetenhaus und der Umsturz in Rußland. Budapest, 31 März. (WTB.) Im Abgeordneten- hause beantragte der Präsident, den gestern eingebrachten A'ntrae- der Oppositionsparteien über die Stellungnahme zu den ruf s iU ' chen Er'eignLssen aus die Tagesordnung zu stellen. (Allgemeine Zustimmung Fi na uzminister Toleszrh führte aus: Im Namen der Regierung stimme ich dem Antrag des Präsidenten zu, umsomehr, als die Regierung mit der in dem jetzt vorgelesenen Antrag zum Ausdruck gelaugten Auffassung völlig übereinstimmt. Allgemeiner, lebhafter Beifall.) In der Monarchie gibt es keinen Menschen, der sich in die i n n e re n A n g e!l e g e n h e i t e n R u ß - la n d s einzu mengen bestrebt wäre. (Lebhafter Beifall.) In m s? ^ihe wünschen lvir einer das Berttauen des ganzen russischen /°lr? "nützenden Regierung gegenüberzustehcn, mit der loir einen •«Im- cl)ni abschließen können. ^Allgemeiner,.lebhafter Bei- raU. )Wrr wünschen, daß die russische Nation dauernd die Segnungen emer rriebiMben Entw-ckkruLg genießen möge. (Lang anhaltend der Beifall.) Die Führer sämtlicher Parteien betonten sodann mit Genugtuung die Ernmütigkeil be§ ganzen Hauses in dieser Frage und hoben hervor, daß wir diesen uns aufgezniungenen Krieg weiterführen wollen, bis wir einen ehrlichen Frieden erkämpft haben, uns aber am Friedensttsche einfinden wollen, wenn unsere Gegner ihre Eroberungsgelüste aufgegeben haben. Hierauf beschloß das Haus, den Antrag zur Verliaudlung auf die Tagesordnung zu stellen. Eine Erklärung de» bulgarischen Ministerpräsidenten. Sofia, 1. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der Ministerpräsident Radoslawo erklärte in der Sobranje sich mit den Erklärungen des deutschen Reichskanzlers und des österreichischen Ministers des Aeußern betreffend Rußland namens der bulgarischen Negierung solidarisch. * Die deutsche Sozialdemokratie und Rußland. Berlin, 1. Llpril. (WTB.) Der „Vorwärts" meldet: Der Vorsitzende der deutschen Sozi-alistcnpartei hat gestern an derr Minister Stenning in Kopenhagen folgendes Telegramm gerichtet: Tie russische Sozialdemokratie übermittelte uns eine Friedenskundgebung, in der sie die Ernrartung aussprach, daß jede Ein- m i s ch un g in die Entwicklung der r n s s i sch cit Revolution von uns scharf bekämpft würde. Tie Sozialdemokratie^ Teutsch- lmrds 'befindet sich in völliger Ucbercinstimmung mit dieser Kundgebung. Sie hat sich bei den letzten Reichstags Verhandlungen entschieden irr diesem Sinne betcttigt. Auch, die übrigen Parteien und d'ie Reichsregierung haben sich im Reichstag energisch gegen; jede Einmischung in die inneren Verhältnisse Rußlands erklärt. Tie deutsche Sozialdenrotratie beglückwünschte zugleich die russische Sozia lLemokratie auf bent Wege zur politischen Freiheit. Sie 'hat -den dringenden Wunsch, das; die politischen Fortschritte des russischem Volkes dazu beitragen werden, der Welt den Frieden zu sichern, für den die deutsche Sozialdemokratie seit Ausbruch des Krieges gekämpft hat. Wir bitten, diese Mitteilung im „Sozialdenrokraten" zu ver- öffentlich-en und weiter zu telegraphieren au Tscheidse, Duma, Petersburg. Partei Vorsitzender Ebert. Die täglichen Kricgskosten Englands. Amsterdam, 1. Avril. (WTB.) Im englischen Unter- Hause hat Bonar Law am 19. März erklärt, daß die täglichen K r ieg s k o ste n für England für die Zeit ronr 11. Februar bis 31. März sich auf 7 260000 Pfund Sterling belaufen würden. Der Minister suchte diese Erklärung durch den Ansatz ab zusch wa chen, daß große besondere Zahlungen in diesen Zeitraum gefallen seien, die die durchschnittlichen Kosten nur inehr als eine Million Pfund pro Tag erhöht hätten. Für die Periode vom 1. April 1916 bis 31. März 1917 würden sich die durchschnittlichen Ausgaben auf etwa 6 Millionen Pfund belaufen. Kricgsmüdigkeit bei den Franzosen. Berlin, 1. April. /WTB. Nichtamtlich.) Die vielen in der letzten Zeit g e f a n, q c ii c n und über gelaufenen F r a n z o - s e n wissen mehr denn je von der K r i! e g s rn ü-d r g k e i t daheim und in den Schützengräben zu erzählen. Sie klagen heftig über ihre Regierung, die den Krieg ohne die leiieste Aussicht wirf einen Sieg! sortsetzt. Ein Unterofszier und Mannschaften des 173. Infanterie- Regiments. die am 21. März b.i Douaunwnt in deutsche Hände fielen, maßen Briands Sturz ueuig Pedeutuug bei. Die eigertt- lichen Lenker der ftanzöftschen Regierung seren ja doch die Engländer, und es sei ganz gleichgültig, ob Briand oder Ribot nach der englischen Pfeife tanzen müßten. Seltsamerweise tvar einigen 6>e- fangenen Briands Rücktritt nicht bekannt, wie. denn überhaupt die Bildung der Gefangenen aus einem für Deutschland unverständlichen Tiefpunkt steht, so komtte ein Mann vom Infanterie-Regiment 359, der auf Höhe 670 gefangen genommen, wurde, weder lesen noch schreiben, lvas auch in seinem Soldbuch vermerkt war. 'Er war so interesselos, daß er nickt einmal den Narn.cn 'seines Kompagnre- sührers kamrte. Dennoch glich er seinen gebildeten Kämcradcn daxin, daß er kriegsmüde bis zum äußersten tvar. Ein Offizier und Leute des Infanterie-Regiments 324, die anr 22. März bei Watronville ein gebracht wurden, erzählen, das Vertrauen in Frankreichs Endsieg 'sei geschwunden. Wer im Graben noch den Kreegsruf gegen die Deutschen gebraucht: On les aura, dem wird von allen Seiten die höhnische Antwort zugcrufen: Our, les pieds gales! aber die Soldaten zeigen ihren Unwillen und ihre Kriegsunlust nicht nur untereinander. 'Als Ende Oktober der Präsident die Regimenter 31 und 331 besichtigen wollte, wurde er von den Mannschaften nrit Johlen und Pfeifen empfangen. Bei bcnt Höllenlärm flogen ihm die lvüstesten Schimpfwortc au den Kopf wie Sale nach« Cochon. Diese Angaben stammen von Angehörige beider Regimenter 31 und 331, die am 16. März von den Deutschen bei Vrlle aux Bors gefangen wurden. Weizenmangel in Amerika. Bonden, 31. März. /WTB.> „Daily Telegraph" meldet aus New Vork vorn 30. März. Nach hier veröffentlichten Berechnungen von Sachv er ständigen st ehen d ie Vereinigten Staaten vor einem ernsten Weizenmangel, so daß es vielleickst notwendig sein wird, vor Ende des Jahres eine Brot- rationierung vorzunehmen. Die optimistischen Schätzungen der Ernte dieses Jahres reckmen auf nicht ganz eine .Milliarde Bushels, und man erwartet nach der Aussage von Rssgierungs- persvuen, daß die Vereinigten Staaten im F-alle eines Krieges den Lltliicwten ungefähr 40C> Millionen Bushels liefern werden. 100 Millionen ruüssen als Sanrenkorn zurückbehalten werden, so daß nur 500 Millionen übrig bleiben, ivas den normalen Weizen- verbrauch- der Vereinigten Staaten in der Form von Riehl allein ausmacht. 3(ach weniger optimistischen Schätzungen ist nur eine Ernte von 800 Millionen Bushels zu erwarten, obwohl 850000 Acres inehr nrit Weizen bestellt tvorden sind als früher. Die Mirtsckaftspolitiker propl-ezeihen schon jetzt die höchsten Lebenspreise in der Geschichte der Bereinigten Staaten. Die Lebensmittelverforgurtg der Schweiz. Bern 31. März. (WTB. Nichtamtlich.) In Beantwortung einer sozialdemokratischen Interpellation betreffend die Sicherung ^er Leb nt sin i tte l v e rfo g u n g der Schweiz entwarf der Bundespräsident Schult Heß ein erschöpfendes Bild der Ver- Verhältnisse, die sich zusehends schwieriger gestalten, so daß das' Schweizer Volk noch rnit einschneidenderen Maßnahmen als bisher rverde rechnen müssen. Ter Bundespräsident »-teilte mit, daß eine Steigerung des Milchpreises von 27 auf 33 Rappen -unK mittelbar bevorftehe, wobei allerdings für etwa ein Drittel der Bevölkerung der Bund, die Kantone und die Gemeinden 5 Rappen »Aufschlag _ übernehmen. Was die Fle i s ch v e r s o rg n n g betrifft, so sott gegen die durch illegitiiunr Zwischen Handel hervor-, gerufene Preistteiberei energisch eingeschritten werdm. Ferner wird die Schlachtviehaussuhr dieses Frühjahr erheblich eingeschränkt. Bei weiterer Steigerung der Flerschpreise wird der Bundesrat ein Schlachtviehmonopol einführen. Der Bundespräsident appelierte zum Schluß aii die Einsicht und die Mitwirkung des Volkes und der Behörden, damit die Schweiz die zweifellos bevorstessende schwerere Zeit glücklich üb erstekau könne. Bnndesrat De c o ppa s , fror Chef des Militärdepvrtements, erteilte Auskunft über die Brotversorgung und stellte fest, das; die tztzetreidereserve infolge mangelnder Zufuhr ständig zurückgehe, so daß der Bundesrat die Einführung der Pftotlarte nickt mehr ivird umgehen, können. Tie Interpellanten erklärten, von der Auskunft der Regierung im all- genreinen befriedigt zu sein. Präsident Büler schloß hieraus! die außerordentliche Frühjahrstagung. Der Wftderzihanrnrentritt erfolgt im Juni. Eine Erklärung des neuen schwedischen Ministerpräsidenten. Stockholm, 31. März. (WTB.) Nach der^ Erneu nun; des neuen Ministeriums äußerte der neue Miursterpräsidenr Swartz im Ministerrate folgendes: „In Uebereinstimmung mft den Richtlinien, die Majestät gaben, als ich mit der Bildung des MinisteriuniS beauftragt wurde, wird es die wichtigste Ausgabe des Staatsrates sein, eine folgerichtige, unparteiische tN c u t r a l i r ä t s p o l r t i k zrr verfolgen, welche Majestät 'und das jetzt zurückgettetene Ministerium erfolgreich beobachten. Die Schwierigkeiten haben sich zwar in der letzten Zeit immer nrehr gehäuft, der Staatsrar aber sieht in einer solchen Politik das sickwrste Mittel, um die Schwierigkeiten zu überwinden. In dem Bestreben, die Hineinziehung des Landes in den Weltkrieg zu Verbindern und gleichzeittg seine Selbstständigkeit und sein Selbstbestiurnrungsrecht anfteckft zu erhalten, hofft der Staats rat, (durch seine 'Handlungen sich die Unterstützung des Reichstages und des schwedischen Volkes zu erwerben. Gewisse l>andels- politische Fragen, die von großer Bedcutmrg für unsere Volks- crnähnmg und Industrie sind, 'werden der Gegenstand besonderer Vorsorge des Staatsrates werden. Die Verhandlungen in diesen Fragen dürfen unmittelbar geführt werden." * * * Ein Brief des Prinzen Friedrich Karl von Preußen. Berlin, 1. April. (WTB.) In einem Brief des Prinzen Friedrich Karl von Preußen heißt es: „Im Lrlftkampf wurde mir über den feindlichen Linien in best Motor geschossen, etwa 4 Kilometer vor unseren Linien. Ich hatte einen Kanchf mit einem Engländer und wurde aus den' Wolken rl'icbvärts von einem zweiten angegriffen. Ich ging sofort in .Kurven gegen unsere Linien herunter, doch kam ich' bei dem starken Gegenwind nicht nrehr ganz lwrüber. Beim Landen wurde ich in der Lust in den reckten Fus; geschossen. Ich machte aber trotzdem' eine saubere Landung, an der Freyberg (gerneint ist .Hauptmann Freilierr von Freyberg, der frül^erc Fluglehrer des Prinzen) seine Freude gehabt hätte. Zum Vernichten der Maschine hatte ich keine Zeit mehr, da ich aus den Gräben stark beschossen wurde. Als ich sortranute, erhielt ich einen Schuß in den Rücken durch den. Magen und wurde gefangen." Berlin, 31. März. (WTB.) 91ach einer hier vorliegendenj Meldung vom 20. März ist das Befinden des PrtznzeN Friedrich Karl von Preußen so befriedigeno, wie man es l-ofsen könne. Ter Zustand der Wunde gebe zu guten Er- warttmgen Anlaß. Seekrieg. Ein deutsches Kaperschiff. New Dort, 31. März. (WTB.) Meldung des Reuter- scheu Bureaus. Ein Telegramm aus Rio de Janeiro besagt, daß die französische Bark „Gantbraune" mit 200 englischen, französischen und italienischen Matrosen angekommen ist, die zu den Besatzirngen von Schiffen gehören, die von einem Kaperschiff bei Trinidad versenkt worden sind Ter Kaper wird als Segelschiff mit Gasolinmaschine geschildert. Nach einen: lverteren Telegramm ans Rio de Janeiro is> die „Canrbronne" am 7. März einem deutschen Schiff in 21 Grad westlicher Länge und 7 Grad südlicher ^ Breite begegnet. Tas Schiff hatte Minen an Bord, woraus Ach erklärt, daß in der letzten Zeit so viele Schiffe an der brasilianischen Küste vernichtet wurden,' und war außerdem mit zwei 165 Millimeter-Kanonen und 16 Maschinengewehre i bewaffnet. Das Schiff habe drei Masten und eine drahtlose Station. Kommandant war Gras Suttner. Nach Aussage der in Mo de Janeiro gelandeten Mannschaften ist das Schiff am 22. Dezember unter Eskorte eines U-Bootes von Deutschland abgefahren Es hieß „Seeadler/tz hatte Proviant für 18 Monate und einen großen Vorrat von Munition an Bord. Wenn ein Handelsschiff in Sicht kam, wurde die norwegische Flagge gehißt. Sie tourde durch die deutsche Kriegs flagge ersetzt, sobald die Boote nahe genug gekommen waren. In den Grund gebohrt sind unter anderem folgende Schiffe: „Gladhs Royale" (3268 Tonnen), „Charles' Gounod" (3100 Tonnen), „Rochesancanckd" (3150 Tonnen), „Rohngoth" (5500 Tonnen) und „Hogart" (1231 Tonnen). Tas letztgenannte Schiff hatte versucht zu flüchten, hatte sich aber schließlich ergeben, nachdem vier Mann der Besatzung verwundet lvorden waren. Der englische Bericht über den deutschen Marinevorstoß. London, 31. März. (WTB. Nichtamtlich.) Die Admiralität teilt mit: Während der Nacht zum 29. März wurde einige Meilen von Lowestoft vom Meer her Ge- schützfeuer vernommen. Die Wachboote liefen unter Volldampf aus, trafen aber den Feind nicht an, der bereits davongefahren war. — Die Admiralität meldet, daß der einzige britische Dampfer namens „Mascotte" unbewaffnet sei. Die amtliche deutsche Meldung beziehen sich wahrscheinlich auf has Wachtboot ,,M a s c o t.t". * . Amste rd am, 1. April. (WTB.) Aus Anmiden wird dem „Allgemeen .Handelsblad" gemeldet, daß der Motor- tankdampfer „5scst i a" (958 Tonnen), der mit einem aus 14 Schiffen bestehenden Convoy am Freitag abIld vom Neuen Wasserweg nach einem Themsehafen ab fuhr, ungefähr uin 4 Uhr von einem deutschen Tauchboot versenkt worden ist. Ein Boot mit 13 Insassen, darunter sieben Chinesen, tvird vermißt. Lyon, 31. März. (WTB.) „Progrßs de Lyon" meldet aus Bordeaux, daß der Postdampfer „Montreal" (6146 Tonnen) am 23. März im Atlantischen Ozean versenkt wurde. Nur dem Reiche. Der Kaiser über die neuen Steuern. Berlin, 31. März. (WTB.) Der Kaiser hat an den Reichskanzler folgendes Telegranrm gesandt: Mein lieber Bethmamr? Ich danke Ihnen für die Meldung von der Annahme der neuen Stenern durch den Reichstag, der sich damit im Mn- vernehmen mit den verbündeten Regierungen von neuem zu dein Grundsatz bekannt l?at, daß für dauernde Ausgaben laufende Einnahmen zu schaffen sind. So bleiben die soliden Grundlagen unserer Finanzen auch während des Krieges erhallen, insbesondere werden die Mehrausgaben für die Verzinsung der Kriegsanleihen durch neue Einnahmequellen sichergestellt. Durch die Beivrllignng der neuen Steuern hat der Reichstag wiederum aller Welt kund- gegeben, daß das deutsche Volk alle Lasten willig auf sich nimmt, die erforderlich sind, uin Miseren Daseinskampf siegreich zu be^ enden. Eine glückliche und gesicherte Zukunft unseres geliebten Vaterlandes wird alle diese Opfer lohnen. Das ist meine luiner- schütterliche Zuversicht! Gott mit uns? Wühlern I. R. Gleichzeitig sprach der Kaiser dem Staatssekretär des Reichsschatzamts Grasen Rödern Dank und nnrnnste-n Glück' wünsch zll dem Erfolg aus. * Berlin, 1. April. (WTB.) Die Kaiserin hat ans ihrem Privatbesitz Juwelen von hohem Werte zwecks Veräußerung firn neutralen Auslände ablieferu lassen Arr» Stadt «nv Land. (Öie5ca, 2. April 1917. Die Kunst für alle. Bilder malen, Verse schreiben. Komponieren — macht's Euch Pein Oder anderer — laßt es bleiben! Line Kirnst nur nrüßt Ihr treiben: Zeichner muß ein jeder sein! Kriegsspknde deutscher Frauen. Bekanntlich f>at der Alicc-Frau«nver^u die Begulachttorg der VMS Hessen eingehenden Gesuche um Bewilligimg der Kriegs- kinderspende übernommen. Eine kurze Uebersicht über dm vom 30. September 1915 (bat Gründungstag der ^ttrtimg) bis 31. Januar 1917 erledigten Eingabe ergibt, daß wahrend dreier Ihr Jahre 2722 &efitd>c eingegangen sind. Bet diesen ergab dte Prüfung und Begutachtung in 200 Fällen, daß cme dringende 9rotlage nicht Vortag und denrnach eine Unberitnßimg nrcht erforderlich sei. In 1822 Fällen wurde die Gewährung einer Unterstützung als wünschenswert bezeichnet und die Genrche befürlvortend nach Berlin n>eiter gegeben. 500 Eingaben kannten, da dte Bor- aussetzrmgen für Bemtlligmtg der spende nicist gegeben waren, nicht befürwortet werden: in diesen Fällen wurde aber, wenn eine dringende Bedürftigkeit nnchgewiesen w>crr, aus Mitteln des Alice-Franc nvexeäus eine Unterstützung gegeben oder eine solch? bei anderen m ständigen 'Stellen befürwortend beantragt. Bon den nach Berlin gesandten 1822 Gesuchen, wurden von der Stiftung „Kricgsimderspcnde" 926 berücksichtigt, wahrend 896 keine Bewilligung finden Lmntat. .Da jede berücksichtigte Brtt- stelle rin eine Unterstützimg von 20 Mark erhielt, ich votr der Stifttcng eine Sunune von.18 520 Mark für bttmrftige heische Kriegerfranen aufewendet wvren. Für die Bewilligiing der Spende gelten folgende Grundsätze: Ter Ehemann der Bittstellerin muß zurzeit der Geburt des Kindes im Heeresdienst (Hilfsdienst ausgeschlossen) gestanden I>aoen, kann gefallen oder inr Heeresdiertst gestorben sein. Tie Gesuch? müssen innerhalb 3 Monaten na c.] der ©cburt eingereicht sein. Tie Bittstellerin muß durch besonder? Ilm st ende m außerordentliche Notlage geraten sein und darf außer Krteasmtter- stütznng und Wochen Hilfe keine anderen Einnahmen oder Vorteile wie a) freie Wol-rtung, b) freie Lebensmittel, c) freie Feuerung, d) freien Garten,- e) freies Ackerland oder sonstige Vorteile von fvencher Hand habeii. . ^ ^ , Als außergewöhnlicher Umstand für dre Bewilligung der Spende kann die allgemein? Teuerung nicht angesehen werden. Wlenn die VerMtmsse der Gesuchstellerin auch nur m einem Punkte den obigm Grundsätze nicht entsprechen, ist eine Beihilfe ausgeschlossen, die Einsendung eines Gesuches atw zwecklos. Das Gesuch das von der Mutter selbst geschrieben fern muß, braucht nur die Angabe zu cntlxckten, wann der Ehemann in den Heeresdienst eingettcten mrd das Kiiid geboren ist. Geburtsscheine uitd Urkunden sind nicht beizufugen. . . . . Der Hauptvorstand des Alice-Frauenvereins in Darmstadt, die Vorstände der Zweigvereine und die Vertranensdamcn littb- jeder- $eit gerii bereit, Gesuche entgegenzunehmen uird sie a,i di? maßgebende Stelle weiter zu befördern. Benächrichtigiiiig bei Nicht- belvilligung der Spende findet nicht mehr statt. . - . In! (etzster Zeit liatte der Alice-Frauen verein mehrfach die Freude, ans Hessen eingehende Speichen der Stiftung überlveifen 7.» köiinen. Das Belmißtsein, daß sie beigetrageii haben, eine größere Anzahl hcsiischex Äriegerftauen zu unterstützen, wird sie an- spornen, auch weiterhin zu wirken, daß der Stiftung aus denr Großherzog tu ui reichliche Gaben zur Verwendung fiir ihren guten Zweck zufließen. * ** Ein Bericht des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen, über die Ergebnisse der Kultur imd Düngmigsversiiche mit Oel- und Gespinstpflanzen, sowie mit Hülsenfrilchttn im Kriegsjahr 1916 liegt der Landauflage unseres lmitigen Blattes best Wir weisen unsere ländlichen Le,er ,iui diesen Bericht besonders hin, in der berechtigten Annahme daß die Ergebnisse der vom landwirtschaftli ckien Verein ausge führten Bersuckst gewiß Interesse finden werden. * ** 6. Kriegsanleihe. Die Provinz Oberhesfen wird sich ml der sechsten. Kriegsanleihe mit 1350000 Mk. beteiligen. (Vorherige Zeichnungen insgesamt 3 337 000 Ml.) ** Amtliche Perso n'alnachrichten. Der Gro ßher- zog hat ani 31. Januar den Direktor des .Königlich Preußischen Instituts für Hygiene und Infektionskrankheiten in Saarbrücken, Professor Tr. Emil G ot schlich, zum ordentlichen Professor in Groß her z o g hat am 31. März den Kreisdirektor des Kreises Dieburg, Geheimen Regierungsrat Dr. Eugen Wagner, zum Ministerialrat in dem Ministerium des Innern, dar Vortragenden Rat in diesen! Ministerium, Oberregierungsrat Heinrich Leonhard Gr äs zum Kreisdirektor des Kreises Dieburg, und den ständigen Hilfsarbeiter in demselben Ministerium, Regierunczsrat Dr. jur. et vhll. Paul Wöruer zum Vortragenden Rat in diesem Ministerium unter Verleihung des Amtstitels „Oberregicrungsrat sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1917 an —- ernannt. — Groß her zo g hat am 31. März den Obiwlehrer an der Ernst- Ludwig-Sckml? zu Bad-Nauheim, Prof. Tr. Reinhard Strecker, zum Oberlehrer m der Oberreastchule zu Gießen mit Wirkung' vom 1. April 1917 an ernannt. - Entlassen wurde am 24. März 1917 die Lehrerin an der Volksschule zu Osfenbach, Kunigunde Ziöller geb. Thart, auf ihr dtadstuchen nrit Wirkung vom .1. April 1917 an aus dem Schuldienst. — Ter Groß Herzog? bat am 31. März den Finanzaspiranteu Hermann Roch aus Mainz znm Biireauvorsteher bei der General re zcvtur des Mainzer Universitätssonds mit Wirkung vom 1. 2lprck 1917_ au ernannt. — ßlm 27. März d. Js. ivurde der Tanmuvärter Joseph S el z er zu .Ginsheim in gleich rc Tiensteigensch-aft mit Wirkung vom 1. Mai d. Js. ab auf die Dcrmrwvärterstell? zu Guntersblumer Fahrt versetzt. — Am 27. März d. Js. wurde der Dammwärter zu Guntersblumer Falstt, Karl Hör st, in gleicher Dienste:gensäMt lit Wirkung vom 1. Mai d. Js. ab auf die Tmumwärterstelle ' stockstadt versetzt. lieb er mäßige Boden pa cht P re i s e. rne sir. fahrs-Feld- und Gartenbestellung wird in kurzem überall in rlu- , griff genommen werden. Weitgehendste Bodenbenutzung ist dringend gendstes Gebot. Der Wille der ganzen Bevölkerung, nidst allein in der Landwirtschaft, ist von dieser Pflicht durchdrungen. Insbesondere die Stadtbevölkernng drängt, vielfach durch die Aussicht au: Erleichterung ihrer Versorgung geleitet, tmch einem kleinen, selbst zu bebauenden Stück Land. Soweit zur Förderung des Anbaues durch behördliche Maßnahmen ettoas geseinheu konnte, ist dies erfolgt. Für die Bereitslellimg ausreichender Mengen Scicit- gilt ist bei der Bewirtschaftung der Ernte Vorsorge getroffen worden, die BesdMinng den Erzeugern dnrd) die teilweise Regelung der Saalgutpreise siästrgesteltt: für mensdstich? und tierisch? Arbeitskräfte ist Sorge getragen worden, indem in dm Grenzen unserer NalTrungsnstrtschaft Sonderzulagen gelvährt worden sind. Durchaus in Widersprud) zu diesen Bestrebungen der Förderung des Landbaues bewegen sich ftrdessen in nranchert Gegenden die Boden preise uub insbesondere die Padstpreise. Die starke Nadstrage der städtischen Bevölkerung nach Gartenland hat nurnchcn Verpächter zu einer übermäßige Stei Stephan von hier, ivurde zum Vizefeldwebel befördert. Kreis Büdingen. cht Gettenau, 2. April. Die .Hessische TapferkeitsMedaille erhielt der Gefreiter Albus. , # Nidda, 1.April. In Wiesbaden starb nach ernem kurzar, schweren Leiden der Mitbegründer und eifrige Förderer des Kaufmanns-Erholungsheims Ernst - Ludwig - Heim) Kommerztenrat Baum. ^ , # Wal lern hausen, 2. April. Das Eiserne Kreuz erhielt der seit Kriegsbeginn im Felde stehende Kanonier Robert Bach. Kreis Alsfeld. c. Leusel, 2. April. Landsturmmann Lehrer Heidt wurde zum Gefteiten befördert. Kreis Schotten. cht Etchelsachsen, 2. April. Für besondere Tapferkeit vor dem Feinde erhielt der Musketier Otto Pfeffer das Eiserne Kreuz. Ich Januar erhielt er die Hessische TapferkettsMedaille. O Gedern, 31. März. Die erste Samurlung ftir die H i n - denburg-Spende hatte ein sehr erfteuliches Ergebnis., Es gingen folgende Gaben ein: 469 Eier, 5V» Pfund Butter, 74 Pfund Mehl, 72 'Pfund Graupen, 24 Pfund Marmelaoe, 2 Glas Gelee, 1V 3 Pfund Speck, IV 2 Pfund Dörrfleisch, 1 Wurst, Pfund Fett, *28 Pfund Dörrobst, 1 Pfund Haferflocken, 1 Pfund Grieß, 4 Pfund Malzkaffee, 7 Brote und 5 Puddingpulver. Außerdem wurden von solchen, die nicht in der Lage waren, sidf an ver Spende mit Naturalien zu beteiligen, in bar 76,70 Mk. geg>eben. — In der gestrigen Sitzung des Ortsausschusses ftir Kriegsfürsorge wurde die Werbearbeit für die sechste Kriegsanleihe organisiert Wie bei den früheren Kriegsanleihen, so wurden auch, diesmal wieder fünf Werbebezirke gebildet, in denen oie Werbetättgkeit von dett Mitgliedern des Ortsausschusses durch Hausbesuche, mit denen Auf- kläruitg und Belehrung verbunden ist, ausgclM Mrd. cht Ulfa, 31.März. Die Führung hiesiger Bürgermetsterer hat der Betgeordtrete Ludwig wieder übenromMien. ^ V 0 l ka r t s b a i n, 2. April. Ueber „Dentschilmws Kraft und Stärke" hielt Pfarrer R e p p-Ober-Seiuen einen Vortrag, der von der ortsansässigen Bevölkerung sehr gut besucht war. Mit gespmrnter Aufmerksamkeit laufck>te nian dar von begeisterter Vaterlandsliebe getragenen Worten, die durch 35 Lichtbilder ergänzt ^^"'Wingershausen, 2. April, die Hessffche Tapferkeits medaille erhielt der Musketier Adolf Becker. Kreis Friedderg. e. Friedberg, 2/April. Das hiesige Lehrerseminar tvar zu Beginn des abgelaufenen Schuljahres von 79 Schülern — 64 evangelischen und 15 katholischen — besucht, von denen im /Laufe des Jahres 28 in dm Heeresdienst eintraten, 4 nack) Alzey überwiesen wurden und 9 im Schuldienst Verwendung fanden. Bereits 92 chenmlige Zöglinge des Seminars sind für das Vaterland gefallen. Am 2. Noventber 1917 sind 100JahreseitGrün- d u n g des Seminars verflossen. Ter Tag sollte ein Festtag werden. In Anbetracht des Ernstes der Zettverhälwisse soll von einer öffentlichen läutert Feier abgesehen werden, auch wenn bis dahin Friede ist. Nur in stiller, ernster Feier soll des tW'mdrmgstages gedacht lverden. e. Nieder-Florstadt, 2. April. Unter glerchtzeitiger Be förderung zum Vizewachttneister rmd Osfiziers-Aspirauten, erhielt Sck'iklVerwalter W. Lang das Eiserrte .Kreuz 2. Kl. Lehrer W. Bär wurde zum Leutnant der Reserve ernannt. Kreis Wetzlar. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 1. April. Trotzdem der Kreis Wetzlar über eine ÄÄaldfläche von 41,6 Prozent seitles Gesanttgebiets verfügt, sind auck> hier die Brennholzpreis? gewaltig gestiegen. Das von auswärts eingesührte Buchenscheitholz wird turdMnittlid) mit 23 Waxt pro Raummeter bezahlt, kann aber auch nicht in der gewünschteii Menge geliefert werden. Hessen-Nassau. st Marburg, 31. März. Ter den Stadtverordneten vorgelegte .H a usha l tuwgs v 0 ra n s ck>la g sür 1917 sckstießt in Einnahme und Ausgabe mit 1 769 200 Mk. ab. Tie Zusdstäge zur Einkommensteuer Werden von 185 Prozent auf 200 Prozent erhöht — In der heutigen Meistagssitzung widinete vor Eintritt in die Tagesordnung der Borsitzenve, Landrat v. Locwenstein, dem heute früh verstorbenen Ehrenbürger Marburgs, Wirkt. Geh. Medizinalrat Exzellenz Prof. Dr. Emil v. B ech r i n g einerr warmen Nachruf. Aus den Verhandlungen ist zu erwähnen, daß der Kreistag der Aufnahme eines lveiteren Vorschußdarlehens von 1 Million Mark zur Deckung der Unkosten ftir Unterstützung der Kriegerfamilien zu- stimnite. Bis jetzt wurden znsammnt zu diesem Zwecke 3 200 000 Mark ausgenommen. Der Kveishaushalttmgsvvransthlag wurde mit 2 941370 Mk. genehnrigt. . — Wiesbaden, 1. April. Die Königliche Regierung, Ab- teilung für Kirchen- und Sdmlioesen, erließ cm die Lehrer Uwes Bezirks folgende beachtenswerte Verfügung: „Mit Rücklicht aur die hohe Bedeutung der Werbearbeit für die neue Kriegs au- leihc durch die Schule müssen wir vertan gm, daß die Lehrev und Lehrerinnen unseres Bezirks während der Osterferien nm Ausnahme der Feiertage an ihrem Dienstort verbleiben, .wn- sen währeiid der Ferien sind nur auf gut begründet? schriftliche Urlaubsgesuche zu gestatten." Untversitäts-Nachrielrten. Geheimrat v. Brhrina f. st Marburg, 3t. März. Heute früh entschlief nach langer schwerer Krankheit infolge einer hinzngetretenen Lungenentzündung der Wirkl. Geh. Reg.-Rat Exzellenz Prof.,Dr. EmU v. B e hrtn g. Seine Verdieitste um die medizinische Wissenschaft,, besonders um die Erftndilng des HeilseriimS urw seine Arbeiten auf dem Gebiete der Behandlung des Wundstarrkrampfs usw. sind hinreichend bekannt. Er gehörte auch lange Jahre dem Magistrate der Stadt Marburg an und wurde von der Stadt Miläßlich seines 60. Geburtstages vor drei Jahren zum Ehrenbürger ernanitt. st Marburg, 2. April. In Auwesenhett zahlreicher hiesiger mrd auswärtiger Interessenten fand am 31. März in der Aula der hiesigen Universität anläßlich der Eröffnung der Hochschul- bück>erci und Studienanstalt für blinde Akademiker ein feierlicher Akt statt. Im Philippshaits schloß sich später die aiißerordentliche Hauptversammlung des „Vereins der blinden Akademiker Deutsch- lcriid" an. Dem verdienten Vorsitzenden des Vereins, Direktor oe« Universitäts-Llugenklinik, Prof. Dr. Bielschowsky, wurde bei dieser Gelegenheit das Verdienstkreuz für Kriegshilfe ilberreicht. Die: städttschen Behörden beschloffen, dem Blindenheim einen jährlicheU Zuschiiß von 1000 Mk. zu gewähren und diesen für die nädstten drei Jahre auf 1500 Mk. zu erhöhen. Letzte Buchanan abberuftn? Wien, 1. April Die „Rrmdschau" meldet aus Kopenhagen, in Dänemark verdichteten sich die Nachrichten russischer Herkunft, daß die Mberusung B-uchanans aus Petersburg bevorstehe. Sobald Sasonow in London eintresse, werde Asquith zum Nachfolger Buchanans in Petersburg ernannt werden. Die Lüge in SWrutzlirnd. Wien, 2,April. Nach dem „Fremdenblatt" sei die Lage in Odessa sehr ernst. Tausende von Hafenarbeitern streikten. In ganz, Südrußlaiid seien schwere Störungen des Eisenbahnverkehrs ern- getretcn. Im Hafengebi-et von Odessa seien zwei große Getreide-^ speicher der Armee von der Menge ausgeplündert Dir Lebensmittelnot in Rußland. Stockholm, 1. April. „Birsewsia Wjedomostt", erklären, die Einstellimg des Lebmsmittelhandels stehe bevor, falls keine Lebensmittel Vorräte mehr auf den ?Rarkt kommen. Zwei Fakwren beeinträck-tigen die Lebensmitteleinfuhr, die Schneeschmelze und das Herannahen des Frühlings, der die Bauern durch die Feld- beßellimg in Anspruch nehme. Gewöhnlich seien Vorräte in dieser Zeit überall vorhanden genvesen, wofür die alte Regierung nicht gesorgt ijabt. Die neue Regierung nrüsse der Tatsache Rechnung tragen, daß nur sehr cingeschrmckt-e Vorräte an unentbehrlichsten Vorräten in den Hauptstädten vorhanden seien. Es sei nötig, das Volk auf alles voxzubereiten und nicht mit Lügeit nach dem Vorbild der alten Regierung zu täuschen. Wir müssen öffentlich erklären, daß eine fürchterliche Lebensmittelnot nicht nur für die nächste Zeit, sondern auch für die zweite Jahreshälfte heraunaht. Einschränkungen in Frankreich und Italien. Bern, 1. April. „Journal des DetatA" meldet: In Frankreich ist ein Dekret in Vorbereitung, das bestinnnl, daß die Zettuttgen nur noch viermal wöchentlich und zweiseitig erscheinen dürfen. Die öffentliche Gasbeleuchtung werde durch Petroleum zu ersetzen sein, da die Kohlen-- ankünfte immer ungünft^er wuchen. Bern, 1. 2lpril. Wie „Petit Parsten" meldet, sei Cha- lons seit gestern ohne Gas'. Bern, 1. April. Laut „Corriere della Sera" werden auf wichtigen italienischen Eisenbahnlrrrien abemnals mehrere Züge täglich ausgeschaltet. Hungerrevolten in Italien. Bern, 1. April. Me aus Italien gemeldeten Unruhen haben sich mcht allein mif Mailand besdwänkt. Wie das „Berner Tageblatt" auf Grund von brieflichst Mitteilmtgen aus Lugano meldet, haben auch in anderen .Städten Ober- und Mittelitaliens sowie in anderen kleinen Gebieten ernstliche Ruhestörungen stattgefunden. Die BervegUng beganit fast überall mit Hungerrevolten, doch kanr es im Zuscuuiueuhaug damit aud> zu kriegsfeindlid-en Kundge- bimgen und Mmenstrationen für den Frieden. In zahlreichen Fällen Müßten Truppen zur Herstellung der Ordnung her an gezogen n-erden. Die italienische Zensur nTtterdrückt alle Mitteilungen, dir von der Presse über die Bervegung gemacht werden. Amerikas KTiegsvorbereitungen. Genf, 2. April. Laut einer Radiomeldirng bestellte das Wa- shiugwner Marinedepartement 100 Stacheldrahttretze gegen Unter-' seebvote nrit sehr kurzer Lieferungsftist. Familienunterstützung. Berlin, 1. April. Durch Erlaß des Reichskanzlers vom 9. Januar 1917 werden den Angehörigen der zur 2lr- beitsleistuug aus dem Heeresdienst entlassenen Personen, so- rveit sie bisher Familienunterstützung erhalten haben, im Weg der Kriegsnwhlsahrtspflege Unterstützungen gewährt und zwar in einer Höhe, die dem Unterschied zwischen den militärischen Bezügen und der bisher gewährten Familien-' Unterstützung einerseits und dem Arbeitsverdienst anderer-' seits entsprechen. Zwecks Feststellung dieses Betrages haben in Ergänzung des Erlasses vom 27. Februar 1917 alle Formationen deti Ersatztruppenteilen auck) die Höhe des zuletzt bezahlten monatlichen Löhnungsbetrages mitzuteilen. Ällg. Deulseb. Fraueovereia Ortsgruppe Gießen. Auskunftstelle sür Stauenberufe. Frauen u. Mädchen er- halten unentgeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe im alten Rathaus. Marktvlatz 14» Dienstag abends von 7 bis 8 Uhr. Rechtsschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und -luskunft in NechtSangelegenheiten im alten Rathaus Marktplatz l 4 Mtttwoä, abends von 7—9 Uhr. (4D nimmt zu Ostern einen Gttmnasial- schüler von auswärts im Alter von 11 Jahren in Kost und Wohnung? Schrinl. Angebote mit Preis unt. 2621 an den Gießen. Anzeig, erber. Wobnuugsveränderung. Unsere Wohnung beßndel sich von heute ab [01980 Bahnhofstraße 49II. Heinrich Rabenau, Schuhmachermeister, Hinna Rabenau, Damenkonfektion. Dte gegen Frau Stumpf aus- gesproch. Beleidigung ttehme sch hiermit zurück. [01973 DaS BorlefungS-Derzeich- nis der 15881 für das Sommer - Semester 1917 ist kostenfrei durch daS Sekretariat der Universität zu beziehen. Freitag abend folgte nach kurzem schweren Leiden meine treusorgende Schwester, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Minna Schmall Wwe ihrem lieben Manne in die Ewigkeit nach Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau E. Graeber. Gießen (Löberstr. 19), 30. März 1917. 262(5 BeerdigungDienstagnachmittag3Uhrauf demNeuen Friedhof. Blumenspenden sind nicht im Sinne der Verstorbenen. Gestern morgen V,11 Uhr verschied sanft nach kurzem schweren Leiden unser liebes Töchterchen im zarten Alter von 10 Monaten. In tiefer Trauer: Christian Schmidt und Frarr geb. Hofmann und Kinder, nebst allen Angehörigen. Wieseck, den 2. April 1917. Die Beerdiguna findet Dienstag, den 3. März, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehanse, Ludwig' straffe 8 aus statt. 01994 Am 1. April verstarb nach kurzer Krankheit Der Verstorbene war eine Reihe von Jahren als Pförtner an der Augenklinik tätig. Durch seine graste Pflichttreue und Zuverlässigkeit und durch seine Leutseligkeit hat er sich allgemeine Wertschätzung und Liebe erworben und ein dauerndes, gutes Andenken gesichert. Die Direktion der Augenklinik: 26351) Bossttts. Giesteu, den 2. April 1917. Heute zum letzten Haie Homunkulus 6 Teil. PP Das Ende des Homunkulus. Dazu ein sehr gutes Drama Und wer kein Kreuz und Leiden hat mit Fgede Nissen in der Hauptrolle. 2649 a Licht» Spiel-fif aus Tel. 2077. Bahnhofstrasse Tel. 2077 Tüchtig. Swrciner gesucht. (Hrabenstraffc 11- 01988 Junger HMbursche sofort gesucht. 2637 _Jakob Maternus. UhmMlehrling gesucht. 8g. Loch, Mühlstr. Kum Austragen von Kleidern gesucht. Plockstraffc 6. 01990 Ordentlicher .Junge für Geschästsgäng gesucht- 019821 Marktplatz 2. Sch. 4-Zls.-Woha. zu nenn- Goetbestr. 68. Näh. part. l'^ Sck». 4 Zimmer Wohnung zu vermiet. KaiserZlllec 56. Näh. .Maifer 2lllce 5(5 a. [01984 019921 Pierzimmcrwobnug zu vcrm. Srevhaustr. 30. 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Die Höhe der Haftsumme beträgt 10000 Mark. Jeder Genosse kann nur einen Anteil haben. Der Vorstand besteht aus 2.Mitgliedern a) Rudolf Nowack, Kaufmann in Gießen, d) Karl Köhler, Prokurist daselbst. Die Einsicht der Liste der Genossen ist während der Dienststunden des Gerichts jedem gestattet. 2629B Gießen, den 27. März 1917. Großherz-ogliches Amtsgericht. Für sofort: Das ganze Nebengebäude des Grund stücks Wiesenstraffc ")lx. 4, Erdlieschost und 1. Stock — vornehmlich -für technische u. gewerbliche Zwecke, Laboratorien, Werksrättc tisiv. geeignet, da dasErdgeschoff mit TrnnSmissionsuorrichtnug versehen ist: — auch Garteu- anteil vorbanden. [.^a Lilles Nähere auf gefl. An- sragen zu erfahren. Mar- burger Straffe Nr. 26. Die seil vielen Jahren von Herrn Wilh Hornberger innegehabte Wohnung von 8 bis 9 ,gimmern Plockstraffe 4 ist aus 1. Juli anderweitig zu vermieten, evtl. a. m. Laden. Näheres Plockstr. 6. 2647 Kleine Wohnung an ruhige Leute zu vermieteu. (01961 Katbartneugaste 16. 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Kielern: 6 Stämme 3. Kl., 5,11 Fstm., 31 Nm. Scheitholz, 7 Rm. Knüppelholz, 26 Rm. Stockholz und 1270 Wetten. Fichten: 1 Slamni 3. Kl. — 1.00 Fstm., 13 Rm. Scheit- holz.45Rm. .Knjivpeiholz, 28Rm. Stockholz, u ld 1980Welicn. Lärchen: 2 Stämme 4. Kl. ---- 0,95 Fstm. und 15 Stämme 4. Kl. — 3,80 Fstm. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr aus der Straffe Groffen-Linden—Gieffen am Distrikt „Schanze". Groff-Ncchtenbacki, den 30. März 1917. Der Bürgermeister. 26318 ß Zimmer 29] Nenen Bäue 2 ist eine 5 Zimmer Wohnung mit gr. Vorplatz zu vermieten. Näheres Gesellschnftsverein, Sonnenstraffe 19. Willst Marburaer Straffe Nr. 14 — zum Alleiubewohnen — bestehend aus zehn Wohn- räumen, mit Zubehör und Karten ab 1. Oktober 1917 zu vermieten. Näheres zu erfragen bei dem Besitzer Berlagsbuchbandler R 0 t b, Marbuvger Straffe 20. Schöne 5-Zinimer-Wobnung, sonnige freie Lage, preiswert z. vermieten. Ludwigsplatz 8. Näh. Kaiser-Allee 1. 2648 •4 Zimmer Roonstraße 34 4-Ltmmer.'Wobnung, 1. St., m. a. Zubeh., 1. 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Preise icrmäffigt). 6tcitinnt£r6teincu Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann. Ende 10'/4 Uhr. [2636c Mittwoch. 4. April 1917, abends 7*/o Uhr: 12. Freitags - Abonnements- Vorstellung: Heimat. Schauspiel in 4 Akten von Herrn. Sudermann. l Geistliche Musik- Aufführung am Karfreitag, 6. April 1917, abends 6 Uhr, in der Stadtkirche zu Gießen AUSFÜHRENDE: Der akademische Gesangverein, Der evangelische Kirchen-Gesangverein, Die Knabenchorschule, sowie andere geschätzte hiesige Kräfte 3 Choralkantaten von Max Reger (Zum Gedächtnis des Komponisten, geb. 19. 3. 1873, gest. 11. 5. 1916 1. O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen 2. O Haupt voll Blut und Wunden 3. Meinen Jesum laß ich nicht 26080 ===== Eintritt frei! ===== Zlveigvereili uom Rotes Kreuz. Die - Hauptversammlung == sott Dienstag, den 3. Avril dö. Js., nachm. 5V 2 Uhr im derzeitigen Geschäftszimmer des Zweigvereins in dev alten Klinik, Liebigstraffe. stattfinden, wozu die Vereins' Mitglieder hiermit ergebenst eingeladen rverden. Tagesordnung: 1. Bericht über die Tätigkeit des Zweigveretns. 2. Rechnungsablage für 1916. 3. Beschlufffassung über Anträge des Vorstandes und der Mitglieder. 2225<5 Gieffen, den 17. März 1917. Der Vorsitzende: Wiener. Für die zu Ostern die Schulen verlassenden jungen Mädchen beginnen Kurse im Kochen, Weistzcugnäben, Handarbeiten, Schucidern und Bügeln am 16. Avril. Anmeldungen Steinstraffc 10. 2454 tzZrünbergerPferde-Versicheruttgs- Vcreru Grüuberg. Die rückständigen Beiträge, welche bis zum 7. Zlvril l. I. nicht bezahlt sind, werden ohne iveitereS durch 9tach- nähme erhoben. Grünbcrg lHeffen>, am 27. März 1917. 25371) K.' Neeb, 2. Rechner. Inoxidierter StaüHkessel autogen geschweißt Bester Ersatz für Kupferkessel. Einziger für die Landwirtschaft brauchbarer Kessel. Eignet sich für alles.—Zn beziehen durch alle größeren Eisen waren-Handlungen. — Lieferung in ein igen T agen nM D Heinrich Amend G. m. b. H. Hanau a. Wl. Schulbücher. Es ist dringend geboten, den Schulbücherbedarf der äufferst schwierigen Ergänzungsmöglichkeit wegen sc frühzeitig wie möglich zu decken. [264? ftrii«*; Kaiser, Schulbuchhandlung' Maus bürg, Ame. Frees’sche Univ.-Buchhandlg., AmSelterstor, .1. Kicber’scbe Unio.--Buchhandlung, Süd-Anlage. Hausversteigerung. Im Aufträge der Erben versteigert der unter" zeichnete Notar das dem verstorbenen Schlossermeister (5arl (Lonstantin Knipp zu Bad-Nauheim elegene Anwesen Fl. XIV Nr. 225*/io Hosreite in der Altstadt, 154 qm Fl. XIV Nr. 2255 '^ Hofreite daselbst, J14 qm Gemarkung Bad-Nauheim, in dem seither ein gut* gehendes Eisenwaren- und Haushaltungsgeschäft, sowie eine Schlosserei betrieben wor8en ist, öffentlich meistbietend Donnerstag, den 5. -lpril 1917, nachmittags 5 Uhr, im Gasthaus Gaudes (Ecke Haupt- und Karlstr.) Bad-Nauheim. Die Versteigerungsbedingungen können vorher bei dem Unterzeichneten eingesehen werden; auch werden sie vor Versteigerungsbeginn bekannt gegeben. Bad-Nauheim, 30. März 1917. [ 26 oc>d Stahl, Großh. Notar Bekanntmachung. Im Anschluß au die Bekanntmachung über die Zleisch» verdrauchrregelung vom 28. März 1917 wird folgendes bestimmt: 8 1. Bestell-Tag. Tie Vorbestellung auf Fleisch und die Mlieferimg der Fleischmarkeu und Fleisch-Bestellscheine hat in den Metz- gergeschäften jeden Montag, vormittags von 9 bis 12 Uhr tunb nachmittags von 5 bis 8 Uhr zu erfolgen. Fleischmarken, die verspätet abgeliefert werden, fömtetc bei der Flcischnteilung nicht mehr berücksichtigt werden^ ^ 2. F l e i s ch m a r? e n - A b l i e f e r n n g. Tie Metzgergeschäfte haben jeden Dienstag vormittag die vereinnahmten Fleischmarken auf Bogen auf- geklebt sowie die Fleisckchestellscheine dem Stadt. Lebens- mittelawt emznreichen. Verspätet abg-ckieferte Fleischmarken können bei der Fleischznteilnng nicht mehr berücksichtigt werden. 8 3. Verkaufs tag. Tie Bcrkcnffszeiten werden festgesetzt ans S a m s t a g ,- vornrittags von 10 bis 1 und nachmittags von 5 bis 8 Uhr. Ter Anspruch aus Mgabe des bestellten Fleisches erlischt mit Maus deS Verkaufstagcs; über nicht ab- gcholte Fleischmengen verftigt ausschließlich das Stadt. Lebensmittelamt. 8 4. Borftckheitde Vorschriften tteten am 1. April 1917 in Kraft.- 25.506 G i e ß e n, den 28. März 1917. Ter Oberbürgermeister. Keller