M.d, Swelies Blatt Erfcheinl mit Ausnahme des Sonntag». -i__ veilagen: „«ietzcner ZamMendlSNer" und „Krelsbla« für den Kreis Sketzen". Postscheckkonto: Krankst,rt m Main Nr. M686. Sankverkedr: Gewerbedank Sichen. tbr. Jahrgang , eirer General-Anzeiger für Sberhejsen Dienstag. \d. März \%Z ZwillingSrunddruck und Derlrp;: B r ü hl'jche Unwersitäts-Buch-u.Et' indruckerel. R. Lang e, Gießen. 5christ!eitung. SeschSstrsteSe und Druckerei: Schulst-.atze7. Geschäftsstelleu.Verlag: Schriftleilung: 112. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerVie^en. Neue große Erfolge im Mittelmeer. _ MTD.) Trotzes yauptqnartier, 12. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Sehr klare Sicht hatte an 'vielen Stellen der Front ge- ßk^erbe Tätigkeit her Fernwaffen und Flieger zur Folge. Besonders stark imar das Feuer im Aue re-Gebiet Mischen Bucguol) und Le Transloy, lebhafter in manchen MMnWkn längs der Aisne und in der Champagne. Südlich von R ipont griffen die Franzoftn heute morgen Teile unserer Stellungen an; sic wurden abgewiesen. * Durch Luftangriffe unserer Flieger verloren die Gegner16Flugzeugeundzwei Fesselballons, durch Abwehrfeuer eit» Flugzeug. O e st! i ch e r Kriegsschauplatz. Bei vielfach reger Artillerie- und Vorfeldtätigkeit keine grotzerrn Kampfhandlungen. Mazedonische Front. Zwischen OchrDa- und Prespa-See haben sich kleine Gefechte vor unseren Linien abgespielt. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Der Abendberrcht. Berlin, 12. März, abends. (VZTV. Amtlich.) Im Somme-Gebiet, zwischen Ame und Oise, sowie in der Champagne lebhafte Gefechtstätigkeit. Auch im Osten war bei klarer Sicht die Artillerie in mehreren Abschnitten reger als in den Vortagen. Beiderseits des Pvespa-Sees und im Cerna-Bogen nahm gleichfalls das Feuer zu. * * * . Me zwischen homerischen Schlachtfronten werden heute auf dem westlichen Kriegsschauplätze Worte herüber und hinüber geworfen, die uns sagen, daß ein neues, wuchtig as Messen der Kräfte unmittelbar bevor steht und jede Kampfpartei dabei voll Zuversicht ans die Gunst der Götter hofft. Nur ist es noch etwas anderes, als die Spannung künstlerischen Spiels, die uns ans der Harmmrienwelle der Made entgegensteigt, wenn wir jetzt lefeu, was die französische Heeresleitung ankündigt und die unsrige darauf sofort entgegnet. Eine Havasnote erklärt, die Westfront beginne aitS ihrer Erstarrung zu erwachen und Frankreich sehe^dies jjtit den besten Erw^Lungen. In der Absicht und Wirkung kommen solche Ankündigungen durchaus denen der homerischen Helden gleich. Man übt damit die Spannkraft des Mutes, und wenn solches Schlachtenpathos in festgegründeter Stärke und Vorbereitung begründet ist, so ist nrchts dagegen einzuwenden, denn es erleuchtet oie heroische Welt denn doch majestätischer als etwa die leider ebenfalls vorzugsweise von unseren Feinden vor großen Angriffen geübte Berauschung mit alkoholischen Getränken. Es ist ganz natürlich, daß unsere Heeresleitung auf den prahlew deir Anruf aus dem Westen erwidert hat. Die heimatlichen Herzen fühlen sich durch die ruhige Zuversicht der maßgebenden Stellen neu gestärkt, und unsere Kämpfer draußen werden, nach dem Kaiserwort, Stabl bleiben In der inneren Politik hat sich zwischen entgegw- Eschten Lagern ebenfalls ein solches Zwiegespräch anae- Achpst, das aber nrchts von! homerischem Gepräge an sich hat. Lte Mehrheit des preußischen Herrenhanvs hat die Diätenvorlage fiir die Land tags abgeordneten, über die Abgeord- netmrhaus und Regierung sich bereits einig waren, kurzerhand abgelehnt. Der Wortftchrer der Konservativen des Herrenhauses, Gras Aorck von Wartenburg, hat dabei eine Reoe gehalten, die wahrlich nicht nach dem'guten Willen ernar „Nenori.entteru.ntz" roch. Er rühmte das preußische Systein gegenüber der ftanzösischen Demagogie und dem gehermen Parteiausschuß, der: man das englische Kabinett zu nennen pflege. Es ist interessant, wie darauf von der Ernten rn der Presse geantwortet wird. Der Wolkenerschüt- terer einer Neuorreirtierung, Herr v. Bethmaun Hollweg, ^wesend, und nun muß er sich gefallen lassen, von bitteren Zweiflern recht derb angerusen zu werden. „Was weiß nun eigentlich," so ruft die „Boss. Ztg." aus ^rderrts che Reichstags über die Ziele der Reichsregierung? Welche Politik soll rn der Zuttrnst getrieben werden? Was ist der politische Sinn der letzten vier Kanzlerreden? Die Abgeordneten wissen es nicht. Und wie steht es in der inneren Politik? Hat der 5lanzler als preußischer Nttnister- prasident das große Ziel und die gewaltige (Stärfe gezeigt? Fedeikommißgesetz, die Wlehrmng der Di.i- tenvm:la.ge durch das Herrenhaus, der Streit der Crmihrungssy sinne und die Unstinnniqkciten rm Schatz des preußischen Staats'mimsteriums rmrcheu uns doch rn dieser 5ziirsicht recht dcdmi'lich" aber spricht ebenfalls von einem „unauffindbaren Ministerpräsidenten" und fragt: „Warum hält berr v, Bethmann nicht eine seiner großen Fortschrilts- urL Frecheitsrcdcn im Irrenhaus als Antwort auf die Re- rmd Buch? Warum kündigt er nicht dort die ivr" » 1C er ergreifen will, um „Wust und Mo- e§ .?“ -Unrat"?) der Vorkriegszeit zu be- einer: Ze,t. tn der so viele Beispiele hcldenmüti- man dem Gesamtheit geboten werden, möchte ^chem 'N 6 ,t gern zumutcn. daß er sich in lei^tatz- der berühmten Tochter der Weisheit mam i rerie daß das jüngst von Scheidc- liftÄlTTl "Mehr Angst als SBaterlcmbS* IttttÄ, "Sh*" F ™- herrschen Wir- rafchendm MvDimy nicht An «weffckln. Die EknZÄHeitvn fehlen, unb wir wissen noch nicht, wie es den GnAändern so rasch gelungen sein kann, von dem erst vor kurzem wieo^ von ihnen genommenen Kut el Amara bis zur Kall senstadt vorzudoingen. Wir dürfen nicht leugnen, daß unsere Feiirde einen wichtigen Erfolg errungen haben. Von wher hatte, st> wird in einem Artikel der „Köln. Ztg." dargetan, England ein Auge auf die Stadt geworfen, deren o -aS^ ne ^ü^sch«.st für den nraßgebenden Einfluß in: Zwelsrrvme-Land vom Euphrat bis nach Persien und den Ketten des nördlichen Randgebirges bis zum Meere sichert. Em britischer Generalkonsul mit einer starken Wache in- ^ und einer Dampfjacht saß in Vagoav und hatte seine Hände in den vielen Ränken, die hrer unter den unruhigen Stämmen mtb Bekennt-- uflsen gegen die türkische Oberherrschaft gesponnen wurden. Der Telegraph bedeutete schon eine Stärkung der türkischen Mgrerungsgeroalt und iwch mehr wäre dies der Fall 90 Vot\ax, wenn erst einmal der Schienenweg sich von dem Bosporus bis zum Persischen Golf erstreckt hätte. Aber ebeich sosehr widerstritt dies in Angriff genommene Riesenwerk den englischen Wünschen, und der zähe Widerstand, den die Lon ooner Diplomatie dem Bau entgegensetzte, hatte eine durch aus natürliche Erklärung. Zur Tragweite der jetzigen Be setzung Bagdads meint das Kölnische Blatt: „Tie Bedeutung des Erfolges geriilgzuschätzen, »väre ein Fehler aoer gleiajBeitig muß man sich darüber klar werden, daß sie in Mter Lime auf fNlitischem Gebiet liegt, nicht auf militärischem. ^ r? rp.r Veririclstmrg geschlagen gewesen, als sie ^^keu, die Hauptstadt des JrÄ zu räumen. Sie setzten chre Armee nicht der Gefahr aus, vmr mehreren Seiten um- saßt und zu emer Schlacht gez 4 vungezi zu tverden, deren Ausgang ^ Überlegenheit des Feindes nur eine Niederlage sein konnte. Stvw-eggch hcurdelten sie rickstig und den Umständen entsprechend, so sehr sie selbst von dem poetischen Gewörn überzeugt sein mögen, deir^ England dadurch, davonträgt. Daß sie ihre Truppen gleich- zeitig aus dem eroberten Gebiet SiLdperftens zuri'nlüalimen, ist ebenfalls m diesen Verhältnissen begrividet und nicht eine Folge des russifchnr Drucks, wie die Petersburger Telegramme es hiil- f teilen mochten. Es ist darntt gelungen, die türkischen Streckkräfts von den Herden Fronten murnder zu nähern und zugleich der gemeinsamen neuen Operationsbasis. Während die Engländer sich mehr und mehr von den: Etappen hauptort Basra entfernen, haben fich die osnvanischen Truppen dem ilmgen in Mvssül genähert Zu- gleich aber wirkt, auf die WeiterentwiMmg der Operationen ein, daß me Flußschssahrt in Bagdad aufhört. Stromaufwärts findet überhaupt kein Verkehr statt, stromabwärts vom Gebirge bis M-gdad vermitteln ihn nur die lmrdesüMchen Flöße von auf- gelilalenen Hammelhäuten, So steht militärisch int Zusmmnenhang der großen Ereignisse erne Entscheidung aus, die nur in der Schlacht geprnden werden kann." . _ Es Et ein Nebenkriegsschauplatz, auf dem England sich letzt einen Erfolg geholt hat. Er wird die Hauptentscheidung nicht beeinflussen Zeichnet die sechste Kriegsanleihe Die Kriegsopfer für alle Völker abzukürzen, hat Kaiserliche Großiniit angeregt. Nun die Friedenshand verschmäht ist, sei das deutsche Volk aufgerufcn, «den verblendeten Feinden mit neuem Krastbeweis zu ostenbaren,,.daß deutsche Wirtschastsstärke, deutscher Opserwille unzerbrcä>lich find und bleiben. Deutschlands heldmhafte Söhne und Waffenbrüder halten unerichutterlich die Wacht. An ihrer Tapferkeit wird der frevcl- hafte Verinchtimgswille unserer Feinde zerschellen. Deren Hoffen aus ein Müdewerden daheim aber muß jetzt durch die neue Kriegs aiilekbe verinchtet werden. Fest und sicher ruhen Misere Kriegsanleihen auf dem ehernen Grunde des deutschen Volksverinögeirs und Einkoinmens, auf der deutschen Wirtschafts-^md Gestaltungskraft, dem deutschen Fleiß, dein Gmst von Heer, Flotte und Heimat nicht zuletzt auf der von unseren Truppen erkämpften Kriegslage. Was das deiltsche Volk bisher in kraftbewußter Darbietung der Kriegsgelder vollbrachte, war eine Großtat von iveltgeschichtlich strahlender.Höhe. Und wieder wird einträchtig rmd tvetteifernd Stadt mtb Laiid ^^L^Ibich, Groß und Klein Geld zu Ctefö und damit Kraft zu Kraft ftigen — zum neuen wuchtigen Schlag. UnbeschräiEter Einsatz aller Waffen draußen, aller Geldgewalt im Jnnerii. ALachtvolt mtb hosfnungsfwh der Erttscheidung entgegen' Die Engländer melden in ihrM Bericht nus Mesovo- tttmien daß fte Bagdad besetzt hätten. Die Türken qebm «u. daß ftc srch zurückgezogen haben, urid so ist an der über- Der österreichrsch.nngarlsche Tagesbericht. . Wi«". 12. März. (WTB. Nichtanttlich.) Amtlich wird verlautbart: 12. März 1<)17. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Gegen Vre Karst-Hochfläche unterhielten die Italiener zeitweise ein stärkeres Geschütz- und Minenstner. .Heute früh wurde ein 'ein?..scher Angriff uor Ltvstanjcvica abgewiesen. Unsere Flreger bewarfen Pesma mit Bomben. S ü d ö st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Mi Buzi. 25 Kilometer südlich von Berat, zersprmaten unser- Patrouillen eine feindliche Llütcilung. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs v. Hofer, Fcldmnrschallcntnant. ^ 1 - * Die kommenden Ereignisse an her Westfront. Berlin, 12 . März. (WTB. Amtlich .) Eine amtliche Havasnote kündigt Ereignisse au der Westfront au, die man in Frankreich „mit größtem Vertrauen erwartet". Auch wir sehen diesen Ereignissen mit großem Vertratlen entgegen. * * Envcr Pascha über die allgemeine Lage. Konstantinopel, 10 . März. (WTB.) Meldung der Telographenagentnr Milli. Der stetlvertreteiide Oberbefehlshaber Enver Pascha ist heute von der Sinai- 8 'vont zurückgekehrt. Gelegentlich der Besprechung des .'lkriogsbudgels gab er in der Kammer Aufklärungen über die a l t g e m e i n e L a g e und sagte u. a.: „Die Verbündeten ei-nxirten mil Ztul/e die OsfLusive, du die Feiride vermutlich im konftn'enbcN Frühjahr ans krgvnd tycvtä planen köirnten. Die Kammer nwge entschuldigen, wenn er über das von >den Mittelmächten geplante Vorgehen Schweigen, bewahre. Der Mftrister betonte, daß die Verteidigung der Moevengen und der Küsten niemals gesicherter sei, namentlich seit dem verstärkten Tanchbootkrieg. An der Sinaia-Front sei die Lage fast unver- ärrdert. An der mesopotamischen Front sind wir," so fügte er hinzu, „infolge militärischer Maßnahmen gegen den Nordtigris zuribk- gegmigm. An der persischeir Front haben wir uns aus denselben Ennägimgen heraus gegen Kermianschah zurückgezogen. Tie Lage an der Kaukasusfront ist urwerändert." Enver Pascha schloß, indcmr er betonte, daß wir im Bertrmwn auf die Zukunft und drei Gnade des Allmächtigen den endgültigen Sieg erringen werden. ^ ' * * * firne groß; Sitzunq der italienischen ttammer. Rom, 12. März. (WTB.) Tie Kammer erörterte gestern die vZ nterpellation über die wirtschaftlichen Fragen. Marrneini niste r Cor so sagte: Tie Tauchbootblockade, die man nach neuen Grundsätzen anwenden will, ist eine Drohung gegen die Handelsflotte der ganzen Welt. Tie Frage geht nicht irur Italien an. Tie getroffenen und noch zu tteffanden Maßnahmen stehen im Einklang mit denen der Alliierten. Wir haben zahlreiche Küstenorte armiert, einen Ueberwochungsdienst längs ^5. ^Perrlinien und andere Verteidigrmgswerke einge-" richtet. Tre Tiefe unserer Meere gestattet nicht die umfangreiche ünweicdung von Netzen, die anderswo ausgezeichnete Er-.febnisse ^zrelt haben. Seit Monaten tun ungefähr 200 kleine Einheiten L-ienst au der Straße von Ottaitto. Die von uns ergriffenen Maß- ^ 5 I^ln waren nicht vergeblich. Das beweist die große Zahl der Lchcffe, die fast mit derselben Sicherheit wie in Friedenszeiten in unsere Hafm einlaufeN und aus ihnen ausfahren. Die Verteidig Mngswittel werden noch durch zahlreiche kleine Lenkluftschifse und Ftugzeuggefchwader verstärkt. Für eine eiftferntere Verteidigilng trafen wir mit den Alliierten Vereinbarungen. Ter Minister er- otterte die Wirffamkeit der Bewaffnung der Handels- - 1 ar un .b faote: Die feindlichen Tauchboote beharren niemals Jvemt sie geschicktem Widerstand begegnen. Die Wunsche nach Bewaffnung sind sehr zahlreich. Mehr als 100k Geschütze ivmden berefts dafür verweridet. 60 Prozent der italie- nrfchen Handelsmanne wurden belvaffnet, inehrere Hundert- funken- telegraphische^ Stationeil eingerichtet. Demnächst werden alle unsere Handelsschiffe beivaffnet und mit ftmkentelegraphischen Einrichtungen versehen werden. Ter Minister bespracl) das Stiften! der ko n vo h ierkeN) Fahrten und der Uitterstützung durch funkentelegraphische Signale und durch Flugzeuge, die gute Ergebnisse erzielt hätten. Tre Organisation der tron der italienischen Marine ergriffenen weatznahmen sec von hohen Marine-Kommandostellen der Alliierten als ausgezeichnet erachtet worden. Man habe ernste Schwierig- keiten uoerivnwerl müssen, um die Schiffe zu bewaffnen und Be. aleitboote zu suchen. Tie Organisation der Verteidigung gegen dii Tauchboote werde noch verbessert. Tank der ergriffenen 'Maßregeln und dank des bewährten Aufopferungsgeistes unserer Seeleute, fiun Corso,fort, darf man das Vertrauen hegen, daß der letzte verbrecherrfche Versuch des Feindes unterdrückt wird. Die Verdienste der italienischen Seeleute inüsserc in unauslöschlichen Zeichen im Buche mx nattonalen Anerkennung verzeichnet werden. Ter Mi- liister schloß mft den Worten: Die Gesamttonnage aller Alliier- ten und der neuttalen Staaten genügt nicht, um die Ansvrüchf des Seehandus zt: befriedigen. Turcb eine st r e n g e E i n s ch r ä n. kung des Verbrauchs und dank der Tätigkeit der .Handels, flotte unb Marine wird man mit dem Feinde fertig werben rönnen. Ter Munster entbot den Gruß rmd die Anerkennung der itanemichen Regierrmg den italienischen und befteundeten Gebleuten. (Lebhafter Beifall.) Nach der Rede des Marineministers sprach der Lebensmittel- lommiffar Ca ne Pa über den Nutzen und die Tätigkeit de^ Ernähr u u g s-Ko m m i s s a ri at s und sagte: Tank der L>aus- Haltung mft dem Getreide wird man bis zur nächstetr Ernte durchkommen können. Das für den Endsieg des Landes unerläßlich pirrchl-allen des Landes wird gesichert sein. Ern zu 90 Pro-^m f >$\T »C(t* V-w> Vi Ss /M4 fV iV J--U-- --- . < -1 ' Lm aus gemahlen es Mehl ist von den Fachmännern als geeignet gehalten woroen. Die Mühlen werden überwacht, um Betrügereien zu verhüten Territorial-Soldaten, die Fachinänner sind, roerden m die Mühlen geschickt, im Notfälle werden die Mühlen beschlagnahmt Canepa teilte ferner mit, daß eine Organisation zur Regelung der Getreideverteilung geschaffen worden ist, und leate die guten Ergebmsse dar, die durch die Beschränkung des Fleischverbrauchs und das Verbot der Abschlachturig von Kälbern erzieh worden ist. Tank der VeNnendung von Sacck>arin »verde es auck an Zucker nicht fehlen. Die Veröffentlichung eines Dekrets stehe bevor, das die Herstellung von Zuckerwarengebäck untersagt Denn augenblicklich sei jede Merflüssige Ausgabe ein Verbrechen 'An Fetten und Oelon werde auch kein Ntangel sein. Canepa legte hierauf andere Maßregeln dar. die gettoffm werden, um der Preistreibern der Lelwnsmittel Cinhalt zu Mn. Die Brot- und Zucker karten wurden in allen Provinzen eingeftrhrt Die gegenwärtige Krise treffe alle Alliierten und Neutralen und vor aUemäte Feinde. Eine Gefahr der Hungersnot bestehe nicht, aber Land,müsse sich diszipliniert zeigen Mid müsse die nötige Willenskraft zuni DnrckstMen haben, das den endgültigen Siee sichern und beschleunige nnrd. (Lebhafter Beifall.) * * * Das schwankende Kabinett Briand. Bern, 11. März. (WTB. Nichtamtlinh,.) Die 'Aufmcrksamkeft der französischen Presse nordet sich ganz den letzten Kammera-usfpracl-en zu. sie erklärt, diese Ansspvachm hattan durch dos Cangreisen vou Klotz und Briaird ganz einen pvlftistheu Charaiter dmi Clmos, die ans der allzcilsnaen perrode der Untätigkeit entitandeii seien, wieder !)eraiisft>mm>en werde. ,,Radical" betont, daß die Regierung es niemals an Bcr- spreanmgen. habe fehlen lassen. Angesichts de^> Versagens der megrerung sei es schwierig, ncm. ihr ein energisches Voraelren ftrr dae Zukunft zu ettvatten. „L'Oeuvre" schreibt, die Mehrlvnt, die Vriand sMeSnk iioch geflindeu l-abe, icuti# citthusiastisch gervesen. Das P«rlMn«n ÄTTfpe Brürnd nicht msty, begnüge sich aber noch mit seiner Regierung. 'Ties werde solange dauern, bis die Abgeordneten es müde sein würden, ihn zu stützen. „Evenement" stellt schließlich die Tatsache fest, daß zwei Abstimmungen rwtwerrdig gewesen sind, um nach der Geschäftsordnung des Hauses die erforderliche Zahl von Stimmen für die Mehrheit zu erhalten. Tas stehe in der varlamentarischen Vergangenheit Fwntreichs eirrzig da. Für die Kriegszeit sei dies jedcn- mlls eine unmögliche Lage. * * * Die Krisis in Rußland. Petersburg, 11. Mürz. (WTB.) Meldrmg des Rru- terscherc Bureaus. Der Koiumaudant der Petersburger Truppen, General K o w a t o w , macht in einer Proklamation bekannt: Infolge der Unruhen in den letzten Tagen sowie der Gewalttätigkeiten und der versuchten Angriffe aus Lioldaten und Polizei und der trotz des Verbotes in den Straßen abgehaltenen Versammlungen wird die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht, daß die Truppen Befehl haben, von der Waffe Gebrauch zu machen und vor keiner Maßregel zurückzuschrecken, um oie Ordnung in der Hauptstadt aufrecht zu erhalten. Die Zeitungen erscheinen nicht. Die Straßenbahnen sind außer Betrieb. Bern, 22. März. (WTB.) Der Petersburger Kor- vespondeut des „Corrieve della Sera" meldet, daß die Lebensmittelkrise sich in den letzten Tagen noch verschlimmert habe. Der Mehl- und Brotmangel seien besonders in Petersburg und Moskau fühlbar. Außer der Transportkrise kommen noch zahlreiche Momente in Betracht, durch die die geregelte Versorgung der beiden Hauptstädte behindert wird. Die Einführung der Brotkarte mit einer Tagesration von 140 Gramm wurde beschlossen, sie soll innerhalb zehn Tagen in Kraft treten. Außerdem wurden wiederholt Personenzüge für die ganze Woche nnter- drückt, um den Lebensmitteltrcrnsport zu steigern. Die Duma nahm einstimmig eine Tagesordnung des ^lbgeordneten Miljukow an, die die sofortige Versorgung Petersburgs, Moskaus und der anderen industriellen Städte verlangt. Die Tagesordnung fordert außerdem die Zulassung von Arbeitervertretern in das Komitee für die nationale Verteidigung. Die Annahme der Tagesordmmg erfolgte, während die Arbeitermassen streikten. In den letzten Dagen feierten zahlreiche Manifestanten, irm gegen die Bvotnot Einspruch zu erheben. Es kam zu blutigen Zusammenstößen. Der Ministerpräsident Golizyn rief nachts einen dringendeir Ministerrat zusammen, zu dem auch der Präsident und der Vizepräsident des Senats und der Duma, der Oberbürgermeister vou Petersburg und andere Persönlichkeiten eingeladen wurden. * i * Aus Mexiko. Bern, 12. März. (WTB.) Der „Petit Parisien" meldet aus Washürgton: Die Lage in Mexiko wird beunruhigend. Irr Washington eingelaufene Nachrichten besagen, daß geheime Versammlungen von Deutschen, die in Mexiko ansässig sind oder aus den Vereinigten Staaten eingetroffen sind, in Vera Cruz und Monterey fast täglich stattstnden. In der Nähe der Stadt Mexiko wuvoe kürzlich eine sehr starke Fu nken statt an errichtet, die direkt mit Deutschland verkehrt. Die Gerüchte, daß Stützpunkte für die Tauchboote im Golf von Mexiko bestehen, scheinen sich zu bestätigen, ebenso, dafß die dortigen deutschen Tauchboote die Aufgabe haben, die Petroleumausfuhr nach England ru unterbinden. Für die heute stattsindende Präsidentenwahl ist Tarranza bisher der alleinige ernsthafte Kandidat. Vielleicht tritt in der letzten Stunde noch der Minister Obreg on als Kandidat auf. Die Regierung in Washington gab Instruktionen, alle deutschen Treibereien m bekämpfen, und Lehrtet sich auf alle Fülle vor. * ■ ■ «raf Veruftorff auf der Heimreise? KuveuHagen, 12. (WTB. Nichtamtlich.) Tas Eintreffen des Dampfers „Frederik 8" im hiesigen Freihafen tmude tan einer großen Menschenmenge erwartet. Nachdem gegen 11 Ugr die Verbindung zwischen dem Schiff und dem Lande her- SchrlA worden war, begab sich der deutsche Gesandte Graf Brock- dorff-Rantzau mit den Damen und Herren der Gesandtschaft sofort an Bord zur Begrüßung des Bo-tschafterpaares, das vor- züMch ausfäh und die lange beschwerliche Seereise gut Überstunden M haben schien. Nach eiustündigem Aufenthalt verließen der Ge- hmtäe und die Mitglieder der Gesandtschaft das Schiff. Gegen 1 VBfye begdb sich das Botschaftenpaar nach dem Hotel d'Angleterre, wo daS Frühstück eingenommen wurde. Darauf unternahm es eine Sptyiersahtt in die Stadt irntb^ Umgebung. Abends 1% Uhr gibt Gras.Brockdorff-Rantzau Ztu Ehren des Grafen und der Gräfin Bernftorff eine Festtafel, wozu die Damen und Herren der früheren Washingtoner Botschaft und der hiesigen deutschen Gesandtschaft geladen worden sind. Die Abreise nach Berlin vn Sonderzug ist für morgen früh 7*/* Uhr festgesetzt worden Seekrieg. Neue U-Booterfolge im Mittelmeer. Berlin, 12. Mürz. (WTB. Amtlich.) Im Mittelmeer wurden versenkt sechs Dampfer und acht Segler mit zusammen über 35 000 Tonnen, darunter am 17. Februar der bewaffnete französische, von Zerstörern gesicherte Truppcntransportdampftr „Athos" (12 644 Tonnen) mit einem BataillonSenegalesensowietau- send chinesischen Munitionsarbeitern an Bord, am 27. Februar ein bewaffneter, begleiteter Transportdampfer von etwa 5000 Tonnen mit Eisen- bahrrmaterial als Ladung, am 6. März der italienische Dampfer „Porto di Smyrne" mit Mehl und Stückgut von Genua nach Alrandria, am 7. März ein bewaffneter von Begleitfahrzeugen gesicherter Transportdampfer von etwa 8000 Tonnen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * Haag, 12. März. (WTB. Nichtamtlich.) Die niederländisch-indische Tankstvomboot Maaffchappij erhielt aus Lissabon die Nachricht, daß der Dampfer „Ares" vierzig Merlen von Casoaß in der Tajomündung van einem deutschen U-Boot torpediert worden ist. Dre Besatzung wurde nach dem v-vr lieg enden Bericht gerettet. Der holländische Dampfer „Aetroom", von dem das Gerücht ging, daß er torpediert worden sei, ist gestern wohlbehalten in Jmuiden angekommen. Kristiania, 12. März. (WTB.) Der Haugesunder Dampfer Lars Fostenaes wurde in der Nordsee außerhalb der Gefahrzone versenkt. Die Mannschaft ist in Pem^- brohe gelandet. Das Crimstader Segelschiff Silas (750 Br.-R.-T.) wurde versenkt. Der Kristiansunder Dampfer As- bjoern (3450 Br.-R.-T.) wurde in der Nordsee, außerhalb der Gefahrzone, versenkt. Ein Schiffsoffizier wurde getötet, drei Leute sind krank oder verwundet. Das Schicksal der übrigen Besatzung ist unbekannt. Das Tvedestrander Segelschiff Sparta (2287 Br.-R.-T.) wurde außerhalb des Nordseesperrgebietes versenkt. Die Mannschaft ist in Irland gelandet. Stockholm, 12. März. Wie Swckh. Dagbl. aus Göteborg erfährt, werde beabsichtigt, die Schiffahrt zwischen Schweden und Holland wieder aufzunehmen. Äur dem Reiche. Die Beisetzung des Grafen Zeppelin. Stuttgart, 12. März. (WTB.) Tie Familienangehörigen des Grafen Zeppelin fanden sich heute vormittag 11 Uhr rn dem würdig ausgeschmückten Empsangsraum des Prag-Friedhofes zusammen und nahmen dort die Kranzspenden und Beileidsbezeugungen der zahlreichen Abordmcngen und sonstigen Vertreter vN- gegen, die von fern und nah herbeigeströmt waren. Als Vertreten des Kaisers war erschienen der hieftge preußische Gesandte Frhr. v. Seckendorfs, zugleich in Vertretung des Reichskanzlers. Gleichzeitig schwebten über der Stadt zwei große Zeppelinkreuzer und mehrere Fliegergeschwader. Sie entboten dem Bezwinger der Lüfte den letzten Gruß- _ Um die Mittagsstunde begannen die Glocken akker Kirchen der Stadt zu lautem Ter König und die Königin erschienen mit mehreren Mitgliedern des königlichen Hauses in der Trauerversammlung, die sich um 12 Uhr m der prachtvoll geschmückten! Friedhofskapelle zusammengefunden hatten. Nachrufe wurden nicht gesprochen. Nur Hofprediger Tr. Ho ff mann hielt eine längere Trauerrede unter Zugrundelegung der Worte: „Ich muß wirken, so lange es Tag ist." Er schilderte das Leben urtb Schlaffen des Verstorbenen, entwarf ein liebevolles Bild seiner Charaktereigenschaften: von Geschlecht zu Geschlecht würden noch im fernsten Dorfe die Kinder seinen Namen jubeln. Ferne Enkel würden ihn lesen in den Tafeln der Geschichte. Tann wurde der Sarg z»um Erbbegräbnis der Familie Zeppelin geleitet, das von der Stadtgemeinde eine besonders schöne AussckMückung erfahren hatte. Ter König folgte zum Grabe nach. Nach Gebet mck Einsegnung feuerte ein Bataillon Infanterie und eine Batterie Feldarttllerie den Ehren sa lut. Von Friedrichshafen war ein Sonderzug veranstaltet worden, der Hunderte von Barmten und Arbeiter der Zeppelin- Werft hierher führte. Stuttgart, 12. Marz. (WTB. Nichtamtlich) Die Stadt ehrte ihren verstorbenen Ehrenbürger, den Grafen Zeppelin, heute nachmittag 5 Uhr noch durch eine besondere Trauer fei er im königlichen Kunstgebäude, wo die nächsten Angehörigen und eine große Anzahl geladener Persönlichkeiten erschienen waren. Ter König und die Königin hatten Vertreter gesandt. Ein Vorttag der königlichen Hofkapelle eröffnete die Feier. Sodann sprach der Generaldirektor des Luftschiffbau Zeppelm, Kommerzienrat Holz- m a n, ergreifende Worte tiefster Trauer um den Verlust des Meisters und der unvergänglichen Dankbarkeit für sein Wirken und Schaffen. Weitere musikalische Vorttäge bildeten bat Schluß der überaus stimmungsvoll verlaufenen Feier. * Berlin, 12. März. (WTB. Nichtamtlich.) Dem Abgeordnetenhaus ist nachstehender Antrag des Abg. Friedbevg (Mtlib.) zugegangen: Das Hans der Abgeordneten wolle beschließen, die könrigliche Staatsregierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, rmrch den eine Veränderung in der Zusammensetzung des Herrenhauses in der Art herbeigeführt wird, daß unter Aufrecht- erHaltung der königlichen Berufung, aber unter Beseitigung aller Familien- und Standesrechte, die bisher die Mitgliedschaft zum Herrenhaus begründeten, allen größeren Kommunal verbänden, sowie allen für das wirtschaftliche und kulturelle Leben unseres Volkes wichtigen Berufskreisen eine aus Wahlen hervorgehende, ihrer Bedeutung entsprechende Vertretung im Herrenhause gewährt wird. Aus Stadt und Land. Gießen. 13. März 1917. ** A örtliche Personal Nachrichten. Tie Großher- gin hat am 11. März, als am Geburtstage der Prinzessin! Elisabeth, folgende Ehrenzeichen für langjährige treu geleistete Dienste in ein und derselben Familie an folgende Dienstboten verliehen: A. Das Goldene Kreuz mit Brillanten. 1. Marie Göbel aus Wiesenfeld, 40 Jahve bei der Familie des f Möbelfabrikanten Heinrich Tibelms in Mainz. 2. Margareta Honecker aus Klein-Krotzenburg, 40 Jahre bei Frau Christoph Eckert Witwe in Mainz. 3. Anna Reichel aus Felsberg im Waß, 47 Jahve bei Frau Mathilde Lichtnecker Witwe in Oppenheim. — 6 . Das Go ldene Kreu z. In der Provinz Oberhessen : 1. .Katharina K lin kcl aus Lollar. 25 Jahre bei Herrn Konditor Heinrich Hettler in G i e ß e n, 2. Wilhelmrne Baiser aus Lich, 26 Jahve bei Herrn Christian Güngerrch in Lich. 3. Wilhelmine Frick aus Friedberg, 34 Jahve bei Herrn Stadtrat Heinrich Thomas in Friedberg. 4. Anna Kuhnert aus Laubach, 25 Jahre bei Herrn Tivektor Otto Weber in Lollar. 5. Susanne Lvußlev aus Alsfeld, 25 Jalwe bei der Familie des Conrad Carl Waldeck in Alsfeld. — Gesuche imt Verleihung des „Goldenen Kreuzes" zum 11. März 1918, welchen eine Bescheinigung der zuständigen Bürgermeisterei oder Polizeibehörde beigefügt sein muß, aus der hervorgeht, daß die Bedingungen für die Verleihung des „Goldenen Kreuzes" erfüllt sind, müssen bis längstens den 1. Februar 1918 bei Freiherrn Riedesel zu Erfenbach, Ober-Kammerherr, Torrn- stabt eingeveicht fern. — Der Großherzog hat am 10. März den Oberförster der Oberförftevei Kirtorf, Johannes Eggers zurzeit in Assen heim, auf fern Nachsuchün aus dem Staatsdienst entlassen. — Ter Gro ß Herzog hat am 10. März der Stadt Darmstadt auf ihr Nachsuchen ihr althergebrachtes Wappen bestätigt. — In den Ruhestand versetzt wurde der Grvßh. Eisenbahnassistent in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn ge meinsck>aft Georg W eher in Bingen vom 1. April 1917 ab. — Ter Großherzog hat am 10. März den Oberlehrer an der Augustnrerschule zu Friedberg, Professor Paul Helmke, zum Oberlehrer an dem Lmchgraf Ludwigs-Gymnasium zu Gießen und den Oberlehrer an der Realschule und Progymnasium zu Bingen, Prof. Dr. Georg Blech er, zum Oberlehrer an der AuMstinerschule zu Friedberg, beä»e mit Wirkung vom 1. April 1917, ernannt. — Ernannt wurde am 9. März dir Schulamtsaspirantin Jda Schüler aus Tarm- ftadt zur Lehrerin an der höheren und erweiterten Mädchenschule zu Gießen unter Belastung in der Kategorie als Volks schullehrerin. —> Uebertvagen wurde am 5. März der Schulamtsaspirantin Elisabeth H u n k e l aus Lampertheim eine Lehrermstelle an der Volksschule zu Wieseck, Kreis Gießen. — Urbertragen wurde am 28. Februar der Schulanttsaspirantin Elsa Kunze aus Karlsruhe eine Lehrerin stelle an der Vollsschule zu Ober-Seemen, Kreis Schotten; am 7. März der Schülamtsaspirantin Georgine K l e i n m a n u aus Mainz-Kastel eine Lehrerin,teile an der Volksschule zu Laubenheim. Kreis Mainz: am 8. März der (Schulamtsaspirantin Ottilie Bach aus Langenselbold eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Sie in back, Kreis Gießen; der Schulamts- aspivanlin Elisabeth Herge aus Tarmstadt eine Lehrerinstelle an der evangelischen Schule zu Wimpfen a. B., Kveis Heppenheim; der Schulamtsaspirantin Rosa Schmitz aus ZiMiausen, Kreis Kochem, eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Heidesheim, .Kreis Bingen; den Schulamtsaspirantinnen Klara Köhler aus Bornheim, Kreis Alzey ,und Hechoig Bolz aus Ibersheim Qeh- rerinnenstellen an der Vollsschule zu Guntersblunt, Kreis Oppmheim. ** Beförderung. Lehrer Ludwig Becker in Gießen, Pizefeldwebel im Landwehr-Jnf.-Regt. Nr. 116, wurde zum Leut- nmrt befördert. ** Berichtigung. Nicht die goldene Hochzeit feierte, wie in vor. Nr. nritgeteilt wurde, der Obecpostschaffner Wilhelm Kern, sondern nur das 25 jährige Dienftjubil äum. ** Sein 80. Lebensjahr vollercket am 15. März Ph. M t ck e l, Briefträger a. D., Mühlstr 32. ** Jung wehr. Die Uebungen fallen, solange die Ferien dauertr, aus. ** Militärische Ausbildung der Jugend. Das Kriegstninisterium hat durch Erlaß vom 29. Januar 1916 denjenigen Jungmannen, die bei der Musterung eine Bescheinigung über regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an der militärischen Vorbildung vorweisen können, die Vergünstigung zugesprochen, Wünsche aus Einstellung in einem Truppenteil der Waffe äußern zu können, für die sie ausgehoben sind. In den letzten Monaten sind nun wiederholt MusterungsPflichtige, die früher einmal an den Uebungen der Jugendkompagnien mehr oder weniger teilgenonnnen haben, an den Vertrauensmann der militärischen Vorbereitung mit dem Wunsche herangetreten, ihnen über ihre ftühere Teilnahme ein Zeugnis auszustellen. Sie mußten mit ihren Gesuchen abgewiesen werden, da das Kriegsministerium am 3. Mai 1916 besttmmt hat, daß diese Bescheinigungen nur solchen Jungmannen zu erteilen sind, die unmittelbar aus der militärischen Vorbereitung in das Heer übertreten. Folgerichtig muß das Bezirkskommando auch benachrichtigt werden, wenn Iungmarrnen zur Musterung eine Bescheinigung erhalten haben und dann bis zu ihrer Einziehung sich an den Uebungen nicht mehr beteiligen. ** Einbruchsdiebstahl. In der verslossenen Nack)t wurden mittelst Einbruchs aus eitver Bäckerei in der Bahn- hofstraße dahier 3 2 Brote gez. ^L. K" ,K." und etwa 60 Brötchen entwendet, die in eirvem Henkelkorb und einem schwarz und weiß geflochtenen Korb, sogen. Bäcker- Wanne, fortgetragen worden sind. Die Tat ist gegen halb 12 Uhr geschehen. Sachdienliche Mitteilungen bittet man der hiesigen Kriminalpolizei mitzuteilen, insbesondere darüber, lver zu dieser fraglichen Zeit in der oberen Bahnhof- straße Per,onen beobachtet hat, die solche Körbe trugen. ** Oberhessischer Kunst verein. Die Ausstellung ist morgen Mittwoch von 11 bis 1 und am Nachmittag von 3 bis 5 Uhr geöfftret. Eirttritt für Nichtmitglieder, da letzter Tag dieser Ausstellung, 20 Pfg. Bon Donnersdag bleibt die Ausstellung wegen vollstärrdigen Wechsels der Gemälde einige Tage geschlossen. Eröffmrng der Ausstellung des Ausstellungsverbandes Münchener Künst- ler am 25. März. Verkauft wurden noch aus der jetzigen Ausstellung von I. G. Mohr „Aus dem Weiltal", von I. Brasch „Waldidyll", von I. Scholierer „Bei Dachau". ** Prüfung der Handarbeits- und Haus- Wirtschafts lehrerinnen. Unter dein Vorsitz des Geh. Oberschulrats Dr. Scheuer mann fand vom 5. bis zum 7. März an der Aliceschule in Gießen die mündliche Staats- Prüfung der Aspirantinnen für die Fächer der Handarbeitsund Hauswirtschaftslehrerinnen statt. Sie war die erste, die auf Grund des Uebereinkommens mit Preußen und dev hiernach erlasienen neuen Priisungsordmtng gehalten wurde. Es bestanden sämtliche Damen, 13 erhielten die Befähigung zur Handarbeitslehrerin, 6 die zur Hauswirt- schaftslehrerin. Das neue Semina-rjahr beginnt am 16. April, Gesuck)e mn Zulassung zu den Seminaren können noch bis zum 16. März eingeretcht werben. ** Ungeheizte Z üge. Auf Aitordnung der zuständigen Verkehrsämter werden feit Ädontag folgende Züge bis auf rverte- ves nicht mehr geheizt: Frmrffurt—Usingen, Frankfurt—< Wächtersbach, Frankfurt—Stockheim, Höchst—©oben, Gießen— Gelnhausen, Gießen—Dillen bürg, Gießen—Limburg, die Wester- waldzüge, ferner Gemünden—Etm—Schlüchtsrn und Ganünden— Wieden. ** Wegen Kohlenmangel sind die sämtlichen Schulen nrtd das Stadttheater bis auf lveiteres geschlossen. ** Ernst-Ludwig-Medaille. Eine offizielle IM- läums-Gedenkmünze hat das Mitglied der Darmstädtcr Künstler- kolonie Professor Heinrich Jobst aus Anlaß des 25jährigeu Regie- runas-Jubiläums im allerhöchsten Aufttage nwdelliert. Auf der Vorderseite der in Kriegsmetall geprägten 27 Mllimeter großes Münze beftndet sich das nach dem Leben modelliette Proftlbildnisl Sr. Königl. Hoheit, aus der Rückseite im Hinblick auf den Ernst der Kriegszeit ein sturm gerüsteter Musketter mit aufgepflanztem Seitengewehr. Der Erlös aus dem Verkauf der Ernst-Ludwig-Medaille kommt der Kriegsfürsorge des Großl)er^ogs zugute. **Schwarz-Weiß-Theater,Scltersweg81. Das Programm von Diattag, den 13. bis einschließlich Freitag, den 16. März, enthält den großen kriminalistischat Film „Rechtsanwalt Tr. James Burns'". Nach einer wahreit Begebenheit irr 3 Akten mit ersten Berliner Schauspielern in dar Haupttollen. „Maskenspiel der Liebe!" Filmroman in 4 Akten. In der Hauptrolle Hedda Vernon Und Ertch Kaiser-Titz, sowie einige Humoresken und nenesdes von den Kriegsschauplätzen. Landkreis Gießen. ** Hattenrod, 13. MÄH. Dem Kammrier Otto Schal Ms Hattenrod nmrde im Mrfang des .Krieges die Hessische Tapferkeitsmedaille verliebeir;. nachdem er in der Chanipagne-Schlachh 1915 schwer verwundet tmnHe. erhielt er nun am 23. Febniar 1917 Mch rvoch das Eiserne Kreuz II. Klasse. :: Hungen, 13. März. Am 11. März wurde rm Saale deS Gasthauses zur Traube ein Lichtbilderabend zur Aufklärung über die neue KriegSanleil)e abgehalten. Bürgermeister Fendt leitet« in vorzüglicher Weise durch eine von Herzen Üommende und zu Herzen gehende Ansprache den Aberw ein. Daraus sprach Lehrer Jakob über die Wirtschaftskräfte, des deutschen Reiches. Im Schlußwort betonte Bürgermeister Fendt, daß es eine nattonalc Pflicht eines jeden sei. sich wge bei der Zeichnung der 6. Kriegsanleihe zu beteiligen. —m— Münster, 12. März. Eine große Zähl unser« Ortseinwohner hatte sich am Freitag abend in unseren! Schulsaale versammelt, um dem Lichtbitdervvrtrag des Herrn Lehrer Jakob aus Oberbessingen beizuwöhnen. Durch 35 Lichtbilder, zu denen Herr Pfarrer Ahlheim die nötigeir Erläuterungen gab, wurde Deutschlands Volksvermögen und Volkswirtschaft graphisch veranschaulicht. Tie Anwesanden folgten den klaren Ausführungat mit großer Aufmerksamkeit. Zum Schlüsse ermahnte Herr Jakob die Zuhörer zu reger Beteiligung bei der sechsten Kriegsanleihe!. Mit dem schönen Liede: O Tsttschland hixh in Ehren schloß der interessante Abend. h. Rüddings Hausen, 12. März. Welches Verständnis man-in hiesiger Genroinde für die schwierigen Ern ähruns verhälb- n-isse in den Städten hat, beweist die Tatsache, daß die Bewohner imseves Ortes in den Lammenden Osterferien 56 Ferienkmder aus Gießen mlfnehmen tvollen. :: Weickartshain, 12.März. In sehr gut besuchter Bersamnllung wurde gestern rrachmittag 3 Uhr im Schulsaal ein Lichtbildervortrag über die Wirtschaftskräfte des deutschen Reiches abgehalten. Man konnte den Ei-nbruck gewinnen, daß die Anwesenden von den Ausführungen überzeugt wurden und eine rege Beteiligung an der (neuen -Kriegsanleihe zu erwarten ist. Trotz des Hellen Tages waren die Bilder sehr scharf. ** Weitershain, 12. März. Am Samstag sprach hier im vollbesetzten Theischck>eu Saale Lehrer Jakob aus Ober-Bessingen über „Deutschlands Wirtschaftskräfte". An der Hand von 35 scharfen Lichtbildern verstand es der Redner, seinen Bortrag interessant zu gestalten mid die Zuhörer zu überzeugen, daß man dem Deutsckien Reiche ohne irgend'.velche Bedenken sein Geld anverttaucn kann. Im Sch-lußloort gedackM Lehrer Jnderthal der guten Beteiligimg der Gemeinde cm den vorausgegangenen Anleihen und forderte sie aus, auck) bei der sechsten Kriegsanleihe der vaterländischen Pflicht voll und ganz zu genügen.. — Hier erklärten sich 41 Familien bereit, erholungsbedürftigen Schulkindern der Stadt Gietzen über die Ostemr 2—3 Wochen Aufnahme zu gewähren. — Der Reservist Lhvitz nLntre imL dem ErPornen Kocu- 3. Kl. auSsedevchn«t. Er steht fort Anstmg des KrM^es unmrtt'rbvochen im Felift. Kreis Büdingen. # BÄdinaen,/l3. März. Das Eiserne Kreuz erhielten der Fälmrtch Rudolf Hohe nadel rm Irrf.-Regt. 116 und der Unteroffizier 5>ans Göbel. # Bellmuth, 13. März. Roch einer schweren Krankheit starb m einem Fctölazavctt der Ländsturmmann Wilhelm H i l g e r. ^ Düdelsheim, 1B. März. Dos Eiserne Kreuz erhielt der MusLetter Adam Achtzehnter. Er wurde bei den Kämpfe uni Verdun an. beiden Beinen und im Gesicht schwer ver- wandet. G Glauberg 13. März. Infolge eines Unfalles starb in emem Zkriegslazarett in Frankreich der Gefreite Meier Münz # Ridda. 13. März. Ter Verein „Krankenpflege" hat tvotz des Krieges ein Einstiges Ergebnis gezeitigt. Tie Pflegegelder, sonne die Sck>enkungei: sind bedeuteitd in die Höhe gegangen. Tie Mitglicderzahl beträgt jetzt weit über 300. Ter Verein besteht zwanzig Jahre. O Unter-Schmitten, 13. März. Zum Sergeanten befördert ^ourde der Unteroffizier Jakob Loos. Kreis Lautcrbach. .M Alu sdem Vogels berg, 13. März. Die Schafzucht, die in früheren Jahren im Bogelsberg in hoher Blüte stand, und es gab fast keine Gemeinde, die nicht ihre eigene Schäferei rmt einet oder zwei Herden hatte, war in dem letzten Jahrzehnt so znrück- gegangen. das; nur noch ein Drittel des früheren Bestandes gezüchtet itmtte, und viele Gemeinden liefen ihre Sckräferei ganz eingelxn. So wie der Krieg aber den Flachsbau wieder allmählich fördert, hat er auch die Schafzucht wieder neu aufleben lassen. Der Mangel au Wolle und die dadurch erngetretene,Preisst>eigenmg der Rohwolle sind die Triebkraft tz!ur Reubelebung der Schafzucht. Mler- dings ist die Anschasfmrg dieser Tiere auch mit recht erheblichen Kosten verknüpft. wurden doch 'für zwei Zuchtschafe mit ihren Lämmern 400 Mark bezahlt. Ein SaUglamm von etwa 3 Wochen kostet durchschnittlich 30 Mark. Auch die Gemeinden selbst haben infolge der Knappheit an künstlichem Dünger durch den in die, Gemeinde lassen fliepMden Erlös an Pferchgeld eine gute Einnahme, bringt doch eine Herde eine Jahreseinnahme von 600—800 Mark ein, je nach der Größe der Gemeinde und der Herde. Kreis Schotten. u. S ch o t t e n , 13. Mä«. Bon einer hiesigen Jagdgesellschaft wurden im . Laufe des Wenters in der nächsten Umgebamg 3 3 Füchse zur Strecke gebracht, die in diesem Jahve bei den hohen Pelz preisen von 25—30 Rkk. das Fell, einen recht ansehnlichen Wert darstellen. Allerdings war dementsprechend das Jagd- ergebrns auf Hasen sehr gering. ** Ulfa, 12. März. Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde unser Bürgermeister Gg. Lndw. Hofmann, z. Zt. Unteroffizier im Feld-Artillerie-Regiment Nr. 71; er steht seit Kriegsausbruch im Felde. n. U l r i chstern , 12 März. Auf recht sinnige Weise ehrt der Bogelsberg er Höhenklub seiner: erhabenen Schirmherrn, den Grotzherzvg, an dessen 25-jährigen R e » gierungsjubiläum. Außer einem 'künstlerisch ausgeführten Glückwunschschreiben, das dem Jubilar zum 13. Marz übersandt wird, soll i iir bleibenden Erinnerung cm diesen Tag am Mrich- sleiner Schloß, dieser althistorisch hessischen Stätte, eine Gedenk-- tafel mit entsprechender Inschrift angebracht werden. Kreis Friedbcrg. --- Friedberg, 11. Mürz. Einem kreisärztlichen Bericht zufolge weift das Jahr 1916 für den Kreis Friedberg mtter den höheren Jahrgängen eine starke Sterblichkeit aus, die auf die größeren Austrengungen der älteren Leute während des Krieges zurückzuführen ist. Tie außerordentlich geringe Säuglingsfterblich- ftit, 1916 nur 60, in früheren Jahren stets 130—140 Fälle, hängt mit der großen Abnahme der Geburten zusammen. Bon mtfterfntbnt Krankheiten zeigte die Tiphtlreritis eine erhebliche Zunahme gegen früher, doch kamen dank rrrbtzeitiger Serumein-« s^ritzungen mir wenige Todesfälle vor. Auffallend gering war die Sterblichkeit bei Krankheiten der Verdatnmgsorgcrne. Ter krcis- är^tlichp Bericht sieht dies als Beweis dafür an, daß die derzeitige Kost nicht ungünstig aus die Lebenshaltung einwirkt. ** Butzbach, 13. März. Ter pvakt. Arzt Tr. Luft- Dutzback^ sGießener) zurzeit Ober- und Bat.-Arzt im Ers.-Bat. 116 Bona n - wmÄe zum Stabsarzt befördert. ** T r a i s -M ü n z e n b e r g, 9. März. Dem Reservist Otto Becker, welcher fick lei einem Meld-Ärtillerie-Rech. aus dem westlichen Kriegsschauplätze befindet, wunde das Eiserne Kreuz Verliehen. ** Rainrod (Kr. Schotten), 13. Marz. Res. O. Bingel von hier, Zurzeit in einem Ins.-Regt., erhielt kürzlich das Eiserne Kreu- Bis zu seinem letzten Ausrücken gehörte er dem Jnf.-Regt. ,Kaiser Wilhelm" an, bei welchem Regiment er voriges Frühjahr Unt der Hessischen Tapferkeitsmedaille bereits ausgezeichnet wurde. Kreis Wetzlar. L. Grebenhain, 11. März. Dem Gefreiten Heinrich Greb, Sohn des Georg Friedrich Greb, im Leib-Dragoner-Rogt. Nr. 24, wurde vom Großherzig das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Tapferkeit' verliehen. Hessen-Nassau. j ** Tie Einkom mensteuer in Hessen-Nassau. Das ergänzungssteuerpffichtige Rohvermögen der Zensiten in Hessen-Nassau, ine ein Einkommen von mehr als 3000 Mk. haben, vermehrte sich in den Städten rwn 7268 Millionen Mark in 1905 auf 9207 Millionen Mark in 1914. Davon entfielen auf Kapitalvermögen nach Hunderttellen gerechnet 56,4 in 1905 und 61,4 in 1914. Beim Grundvermögen blieb es mit 26,7 auf dem Zeichen Stande, während sich bei den gewerblichen Anlagen und Betrieben das angickgte Kapital von 16,9 in 1905 auf 11,7 in 1914 verminderte. Auf dem Lande stellte sich das Verhältnis wie folgt: Steuerpflichtiges Rvhvermögen in 1905 642 Millionen Mark, in 1914 1012 Millionen Mark. Davon Kapitalvermögen 43,9 in 1905 und 46,2 in 1914, Gnmdvermögen 44,4 in 1905 und 43 5 in 1914, in in 190o und 8.6 in 1914 egt. Anlagen ustv. waren 11,7 — Frankfurt a. M., 10. März. Nach fünfjähriger Bauzeit wurde jetzt der Neubau des Justizgebäudes vollendet. Das Gebäude ist mit dem sogenannten Jusltzpalast durch zwei Hänge brücken verbunden. In dem Neubau, der in diesen Tagen bezogen wird, erhalten die Zivilprozeßordnung, die Aufsichtsbehörde des 'Amtsgerichts, die Prozeßabteilungen de- Land- und Oberlandes- gerichts, die Oberftaatsanwaltschaft, die Justizverwaltungssachen und die Justizhauptkasse ihr Heim. lc. K i e d r i ch, 11. März. Bei einer Treibjagd im Eltviller Stadtwald erlegte Förster Schneider von hier drei schwere Sauen, die insgesamt zwölf Frischlinge in der Tracht hatten. Der Ehendrrprozeß. 1 Fulda, 10. März. Vierter Verhandlungstag. Nach dem gestrigen Augenscheinstermin am Tatort, bei dem Wilhelm Ebender wieder die Zeugenaussagen als nickst der Wahr- heit eutspreckMnd hinzu stellen vcrsuckste und von neuem feinen Bruder Hermann als denjenigen bezeichnete, der die beiden Schüsse auf den Förster Romanus abgefeuert hat, tourde heute morgen gegen 3 A1Ö Uhr die Verhandlung im Rathaussaal fortgesetzt. Sie begann Vach nochmaliger kurzer Erörterung, mit den Zeugen Jestädt, Hosenfeld, Tiegelmann,' Rnppel und van Bürk über rhre gefteni gemachten Angaben mit der Vernehmung des Sachverständigen Büchsenmack-er Baader. Er beMchnete die bei der Tat benutzten Waffen als Armeerevolver größten Kalibers, die, well Militär- Waffen, genau eingeschossen siird. Tie Verwundung des Bauern Mehirer könne durch Mvolver, ime sie die Angeklagten benutzt haben, hervorgerufeu worden sein. Nun wurde die Zigeunerin Karoline Berndt, die frühere Geliebte des Angeklagten Ernst Ebender, vernommen. Sie haben alle dre: geschossen, meinte die Znigin, aber nur in die Luft, hier beit Bauer getroffen hat, weiß ich nicht. Im Walde kam uns der Förster entgegen. Sem Geivehr, das er umgehängt hatte, mackste er schußfiertig, trat aus uns imd sagte: „Ich habe schießen gehört, Ihr habt Schießzeug bei Euch, gebt die Gewehre heraus. Die Männer hatten aber, als sie den Förster erblickten, die Gewelwe versteckt und sagten zu ihm: Wir haben keine Gewehre, bloß Geigen. Es kam nun zwischen dem Förster und unseren Männern zu einem wohl Vt Stunde dauernden Handgemenge, in dessen Verlauf der Förster den Ernst festhirlt, der sich aber, hne der hierauf auch vom Förster angefaßte Hermann wieder los riß. Ter Förster brachte nun sein (Gewehr in Anschlag, worauf Hermann seine Waffe erhob und auf den Förster einen Schuß abgab. Ter Förster stand noch nach dem ersten Schuß. Wer den ztoeiten Schuß getan hat, habe sie nicht gesehen. Tie Mutter der Angeklagten, die Zigeunerin Juliane Ebender, und deren: Tochter Maria verweigern die Aussagen. Zeuge Wachtmeister Möller von Großenlüder hat die Ebender in den 90er Jahren öfters in seinem Bezirk angetroffen. Bei einem solchen Zusammentreffen ftrcä vor der Hinrichtung des Friedrich Ebender in Hanau frug Ernst, ob es wohl dessen Kops kosten würde. Als der Zeuge diese Frage in bejahendem Sinne beantwortete, meinte Ernst: „Wenn mir mal so was passieren sollte, mich kriegten sie nicht, ich bin auer als mein Bruder." In der Nachmittagssitzung äußerte i Zeuge Amtgerichtsrat Diehls von Fulda in eingehender ' ci ■;« über die während der fünfjährigen Doruutersuchnmg von den Angeklagten gemachten Angabe:: zur Tat ustv. Hiermit war die Beweisaufnahn^ beendet. Insgesamt sind 35 Schuld fragen gestellt, die bei allen drei Angeklagten auf Mord bezw. vorsätzliche Körperverletzung nrit Dodeserftilg an dem Förster Ronmnus, bei den Angeklagten Wilhelm und Hermann. Ebender auf Totschlags versuch bezw. Mord:>ersuch an dem Gendarmen vm: Burk und dem Laich- nnrt Wehr:er, lauten. Tie Verhandlungen nehmen am Montag wieder ihren Fortgang. vermischte». * Königsberg, 13. März. Das „Berlirrer Tageblatt" meldet, Kommerzienrat Emil T e p p i ch in Königsberg in Preußen, der auch zu Gießen enge Beziehungen hatte, der Begründer der Königsberger Zellstoffabrik u:ll> Schöpfer der oftpreußischen Zell- stiosftndustrie, ist gestern nachmittag im Oberpräsidium, wohin er sich zu einer Sitzung begeben hatte, an einem Herzschlag gestorben. Basel, 12. März. (WTB.) Heute wurde die Ausstellung des deutschen Werkbnndes eröffnet. Sie hat nickst bei? weiten Rahmen der Kötter Ausstellung von 1914, stellt aber ein umso erwählteres eindringliches Dokument .daAr dar, daß der Bund feinem Ziel, der Befimchtung der Industrie durch die Kimst auch während des Krieges in unverminderter Beharrlichkeit nachgeht. Den schönen Gesamtrahmen hat Peter Behrens geschaffen. In eigenen Rahnven habe:: Bruno Paul, Bernhard Pan kok und Mcllbert Niemel)cr sich betätigt, oonft zeigt die ^Ausstellung erlesene Gegenstände der Keramik, der ,Textilkunst, des Buchgewerbes, der GoldschmiedeSunst, auch Werke der freien Kimst, Glasfenster, Gemälde, Skulpturen. Nach der Eröffnung, die dem größten Interesse begegnete, dankte der Leiter des Erziehtmgsdepartenients Regierungsvat Mangold, den dn:ffchen Künstlern für die bedeutsame Anregung, die von der Ausstellung ausgehe. Der erste Vor- sitzende des Bundes, Geheimrat Bruckmann gab dem Wunsch AuK- druck, der: blühenden Schweizer Werkbund zu wechselseittger Anregung in Deutschland begrüßen zu können. Letzte N^eh^rchteri^ Zinn Regierungsjubiläum des Großherzogs. Berlin, 12. März. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Nordd. Mg. Ztg." schreibt: Großherzog Ernst Ludwig von Hessen irrtb bei Rhein begeht am 13. März den Gedenktag seines Regierungsantritts vor 25 Jahren. Der kunstsinrnge deutsche Landessürst, von dessen beispielkräftigem Wirken das Aufblühen der Residenz Darmstadt bewunderungswürdiges Zeugnis ablegt, hat sich seit Kriegsbeginn im Felde wie daheim für des Reiches Ehre, Sicherheit und fernere Wohlfahrt eingesetzt. Fm Verein mit seiner Gemahlin, der GroH- herzogin Eleonore, sorgt der Herrscher zugleich weitgeherch für Abhilfe und Linderung der Bedürfnisse und Leiden, die mit den: andauernden Kriegszustaiü) verbunden sind. Den innigen Wünschen des hessischen Volkes für eine lange und gesegnete Regierung des geliebten Laitt>esherrn schließen wir uns freudig uno ehrerbietig an. Eine Rede des Kommerzienrats Eolsmann. Bei der von der Stadt Stuttgart im Königl. Kimstgebäude vei> anstalteten Trauerfeier hielt der Genevrldirektor der Luftschiffbaw- Zckppelin^G. m. b. H. Eolsmann eine Ansprache, der wir folgendes entnehmen: Um die Mittagszeit war es am 8. März, bald nachdem in Friedrichshafen sein neuestes Schiff heimkehrte von seiner ersten I-ahrt, brach ein Sturm los. In Berlin verlösche:: in dies« Stunde für immer die blauen treuen deutschen Augen Gras Zeppelins. Auf der Halle des Luftschiffbaues sank die Flagge auf Halbmast, aber der Sturm faßte die Flagge, zerbrach den Mast und lstnweg flatterte und zerriß, was uns oft ein Zeichen des Stolzes und der Freude gewesen war. Und der Wind ruhte nicht, weiter am Lebenswerk des Grafen zu rütteln, stand er auf. Vorgestern stteg in Berlin ein Riesenflugzeun auf, ein Werk, dem der Graf iwch in seinen letzten gesunden Tagen sein ganzes Interesse gewidmet hatte. Ter Wind erhob sich, drehte das Flugzeug und schleuderte es gegen das Tor der Luftschiff halle, fünf Menschen zerschmetternd darunter den somügen Jlmgling, den Flieger Vollmöller und den T i r e k t o r K l e i n, einen der besten Mllarbeiter von Dr. Robert Bosch, der sich bei Kriegsausbruch dem Grafen zur Verfügung gestellt hatte, um mit dem Bau eines Flugzeuges neue Wege znr Wehr des Vaterlaiwes zu schaffen, das er zur Tat verwandelte. Nicht ohne Schildknappen, ohne Getteue sollte der greise Bezwinger der Lüfte von htnncn fahre::! Treue und Dankbarkeit waren die stärfften Züge seines Wesens. Das Leben galt chm nichts, ohne die Treue. Seinem Kaiser, seinem Könige war er treu bis in das innerste Mark seiner Kmnhen. und semem Baterlande, dem er sein Werk, die Arbeit seines Lebens, iveihtc. Hölzerne Schifft gegen U-Boote. Amsterdam, 13. März. Das „Handelsblad" berichtet aus London: Das erste, was Amerika im Kriegsfall mit Deutschland tut, wird der Bau einer riesigen Flotte hölzerner Handels, chcffe sein, um England mit Nahrurrg zu versorgen. Ter Bundesschifffahrts- ausschuß erließ am Sonnabend eine Einladimg an die Scküffs- werften am ^ttlanttschen und Stillen O yean zu einer Besprechung, die am Mittwoch in Washington stattfindei: wird. Es besteht b£e Absicht, eine große Zahl von Standardschiffen zwisck-eu 300 und 3600 Tonnen-Gehalt herznstellen, die für die ttansatlmttischai Fahrten besoichers zum Transport von Lebensmitteln nach andere» Ländern bestimntt sind, deren Interessen mit denen Amerikas im Kriegsfälle übereinstimmen. Auch beim Bau von Zerstörern soll Holz Verwendung finden. Ter Marineminister Daniel wird Pläne zum Bau einer großen Flotte derartiger Schiffe entwerfen, deren Länge zioischen 30 und 100 Fuß sein soll. Das erste dieser Schifft soll in zwe: Monaten fertig! sein, worauf dann 3Q bis 50 wöchentlich abgeliefert werden sollen. Lugano, 13. März. Ter englische ^Marineminister Carson erklärte im AldwichKlrtb, die deittsche U-Bootgefahr sei iwch mcht beschworen, wenn die Torpedierungen so weitergingen, werde Eng- lm:d im Jahre 6 Viillionen Tonnen vertieren. Man habe die Pflicht, das Schlimmste icmzunehmen. General Smuts in Plymouch. London, 12. März. (Reuter.) General Smuts ist heute früh aus Südafrika in Plymouth angekommen, um der Reichskriegskonftrenz beizuwohnen. Dir russische Krisis. Malmö, 13. März. In Petersburg, Moskau Und Odessa ist die Mllitärdikbatur in etwas v erschleierter Form ein geführt worden, zu deren Ausgestaltung der Generalmajor Newraschrn in das Milüsterinm ^berufen wurde. Zur Sicherung des Militärbezirkes Petersburg ist eine neue Kosakenbrigade Lufgebo-ten worden. In Moskau wurden neue Wsakenformationen zusammengezogern Irr Odessa wurden eiTrzelne verstärkte Pvüzeiab-tellungen mit Maschinengewehren ausgerüstet. China. P e k i n g, 11. März. (Reuter.) Das Abgeordnetenhans hat in geheimer Sitzung die Politik der Negierung einschlietz- lich des Abbruches der Beziehungen zu Deutschland mit einer Mehrheit von 300 Stimmen gutgeheißen. Die sechste Kriegsanleihe. Essen, 12. März. (WTB. Nichtamtlich.) Die Firma Friedrich Krupp A. G. beteiligt sich an der sechsten Kriegsanleihe wiederum mit vierzig Millionen Mark. Amtlicher Teil. Betr.: Beurlaubung von Mannschaften zu larckwirtsAaftlichstt Arbeiten. An den Oberbürgermeister zu Gießen und an die Grotzy. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Bezugnahn:e auf die Verfügung vom 1. Mürz d. Js. wird hiermit nochmals darauf hingewiesen, daß UrlaubsanträgS zu landwirffchaftlichen Arbeite:: nur auf den vom stellv. Generalkommando vorgeschriebenen Formularen (A, B und C) einzureichen find. Die Beifügung weiterer Gesuche hat zu unterbleiben, das Borbrfirgen der ÄTttragsteller ist in dem Formular der Anträge auf- zrmehmen. Genaue Beachtung der obigen Verfügung wird daher en0» otzlen, Gießen, den 12. März 1917. Givßherzogliches Kreisamt Gießen. I. V •: Hemmerde. | MöbL Zimmer\ €ir Sic 0- Zim. • Wehn. UL Stock) mit Bad u. allem Zubehör auf l. April zu verm. 42,1. I** Schöne 6 -Zimmcr-Wohnuni: mit allein Zubehör, Bleichplatz u. Gartenanteil per sofort oder später zu vermieten. Alircürahe 26 I. [2045 Wobnnna v. 4 Zimmern, Bad, Leranda, 2—3 Mansarden-' immern z. 1. April zu veriuieten. Näh. Bera- ftraße i 1 p. oder Schloß- ? taffe U» im Laden, Heim- täitenbanges, m. b. H. [1053 (•!;. « ji-eciiiRtraße 9 zwei 4 Zimmer Wobnung. 1. Stuck und Mansarde zum 1 April, bezw. sofort zu vermieten. Näheres bei H. Herrmann, E derstr. 3. [20 40 Schöne:! Zimm.-Wobn^ü verm. Nah. ^«ULlr. 13. l'" ^ W-»,lqt 20 st. 5 6-ZimKtt-Wshii. per sofort oder später zu vermieten. Nühres im Haufe l Stock. 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Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber, einziger, hoffnungsvoller Sohn Karl Lang ganz plötzlich und unerwartet im Alter von 23 Jahren verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adam Lang. Klein-Linden, den 12. März 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. März, nachm. 2 Uhr, vom Sterbehause (Wilhelmstraße 5) aus statt. [01484 Die Beerdigung meines innigstgeliebten Mannes, des Lehrers Wilhelm Veite Unteroffizier im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 80, der am 30. November 1916 den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist, findet Donnerstag, den 15. ds. Mts., nachm. 4 Uhr in Lollar statt Mathilde Veite geb. Sehrt. Lollar, den 12. März 1917. 2046 m b Vf' Allmächtigen Hai es gefallen, met- neu lieben Gatten, unseren lieben Vater.Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herrn Wilhelm Köhrre unerwartet in die Ewigkeit abzurufe«. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna KSvne geb. Schönberger und Kinder. Gietzen, Ebelftratze 5, den 10. März 1917. t Donnerstag, V« 8 Uhr statt. 01486 . --eileidSbesnche dankend abgelehnt. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gieße«. Die im Februar 1900 geborenen Landtturmpflich- iioctt der Stadt Gietzen müssen sich am 15. d. MtS. vormittags von 8—12 Uhr u. nachmittags von 2 bis 6 Uhr im alten Rathaus am Marktplatz zur Landsturm rotte melden. Auswärts Geborene haben bet der Anmeldung ihren Geburtsschein vorzulegen. 1914B Gietzen, den 6. März 1917. Der Oberbürgermeister: Keller. Todes-Anzeige Heute mittag 12 Ulir entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Feau Emsflie Jasng geb, Volzel. in> 46. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Ludwig Jang III. Wieseck, den 13. März 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. März, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Rabenauer Strasse 25, aus statt. 2068 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so plötzlrch schwer betroffenen Ver- luste unseres hoben Sohnes August Freitag sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dörr sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Jakob Freitag, Schaffner. Heuchelheim, den 13. März 1917. 2054 Heute nacht 12% Uhr entschlief sanft nach kurzem Krankenlager unser guter Vater, Schwiegervater und Gf-rossvater Johannes Rau, Schreinermeister im 72. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Ruttershausen, den 12. März 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. März, nachmittags l 1 /., Uhr, statt. 0 / “ 7 207 0 Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Tode unseres lieben Sohnes Wilhelm sagen wir allen für die zahlreiche« Kranz- und Blumenspenden und noch besonders der Kriegerkameradschaft und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Bröckelmann unseren innigsten Dank. 01479 Heinrich Beit und Familie. Klein-Linden, den 12. März 1917. K mW&ms -Theater Selter«- wes 8U.il Vizefeldwebel KARL HIRSCHHÄUSER LIDDA HIRSCHHÄUSER .geb. Koppe [01475 kriegsgetraut Windecken b. Hanau Gießen, Schanzenstraße 16 Programm von Dienstag, 13. Marz bis inkl. Freitag, 16. Mürz: ifiail Sr. Jas lisi Eine wahre kriminalistische Begebenheit in 3 Akten, en Hauptrollen Heinrich Peer vom Theater des Westens Berlin F r, U? i ® ÄMk ® vom Berliner Theater, Fritz Achterberg vom Theater in der Komggrätzer3traße Berlin, Robert Kipper als Rechtsanwalt Dr. Büros. Fi/Saslc8nspfel,dasSpIeI der Liehe Filmroman in 4 Akten aus der Gesellschaft. In der Hauptrolle Hcdda Vernon, Erich Kaiser-Titz [2053a t:nd das übrige gute Beiprogramm. März 1917. J ist wieder in allen Breiten n.Preislagen am Lager | 2W a 'lomon, ' ^cJijklraß* Privatunterricht in Latein, Griechisch, Deutsch, Erdkunde, Geschichte wird v. eriahr. Persönlichkeit sachge- mätzu.preiswert erteilt.Schr. Angeh u. 01472 a. d. Geschäfts' stelle desGietzenerAnzeigers. Ledvarz«» Tnch in deroberen Ludwigstr. gesunden. Abzu- Holen l.i«b1sTtr. 87 ». [01473 Mittwoch, 14. März 1917, nachmittags 1 Ubr, wird ?,u Gietzen, Rodheimer Stratze 30, ans Grund 8 373 Handelsgesetzbuchs auf Rechnung dessen, den es angeht, öffentlich gegen bar versteigert: 1 3tr. Knoblauch. Satn langes, stellvertr. Gerichtsvollzieher, Gietzen. [2013 Für die Dauer der Erkrankung des Groß herzoglichen Notars, Herrn /Fustizrat Ernst Metz in Nidda, ist der Unterzeichnete als dessen Vertreter bestellt. Zugleich wird er in Vollmacht des Herrn Justizrat Ernst Metz dessen anwaltliche Geschäfte führen, die demselben obliegenden Termine wahren und jeden Samstag, vor- und nachmittags ans dem Bureau des Herrn Justizrat Metz in Nidda zu sprechen sein. 1847V Metz, Geh. Justizrat Gietzen. Zur Lieferung von Bauholz und Borratsholz aller Dimensionen, 20 mm und 24 mm Bretter aller Längen und Breiten, 48 mm besäumte oder unbe- süumte Bohlen in Längen von 2,10—3,00_4,20 und 4,50 m für fortlaufende Kriegslieferungen, sucht mit leistungsfähigen Werken in Verbindung zu treten, gegen Kasse 2002 D Wilheim Mauer, Höchst a, M., Telefon 1l. BVemcholz-VerfteigernuH. Die Königliche Oberfärsterei Strupbach versteigert am Montag, den 19. März 1917, nachm.V, Ubr, in der Wirtschaft Schlierbach zu Bieber aus dem erfnit?- »cv.cf Königsberg, Dittr. Notebergswand: Eichen - M1, S5l,rf,c " : 846"»in. Scheit, 74 Rm. Knüppel und 449Ikm. Reiser 111. Kl. 120856 Schlüsselwaren-Verteilnng. (Graupen, Nudeln und HafergrützL) Tie Schlüsselwaren können von Mittwoch, den 14. März ab bi ^ denen die Eintragung in die ., Bestell-Lrsbe erfolgt ist, gegen Barzahlung und Vor- .^zergung der Ausweisnummern in Empfang genommen "werden. Es entfallen auf die Person je 125 Gramm Graupen, Nudeln und Hafergrütze. Beschwerten gegen Geschäfte, bei denen Nrrregel-i mämgteiten bei der Abgabe Vorkommen, sind dem stützt. Lebensmittelamte mitzuteilen. Gietzen, den 12. März 1917. 20496 _ Ter Oberbürgermeister: Keller. _ Regelnitg des Verkehrs mit getragenen Kleidern und Schuhen. Vom 20. März 1917 ab ist Gewerbetreibenden und Privatpersonen in der Stadt Gietzen mit Schiffenoerg der An- und Verkauf von getragenen Web-, Wirk-, Strick- imö Schuhwaren untersagt. Von diesem Tage an ist nur noch die Stadt. An- ncWtelle in der Baracke der Stadtknabenschule in der Krrchstratze zur Annahme von noch gebrauchsfähigen Gegenständen vvrbezeichneter Art berechtigt. Gewerbetreibende können die noch in ihrem Besitz befindlichen Waren, deren Verkauf nach Vorstehendem verboten ist, bei der Stiück. Armahmestelle abliefern. Für _ die abgelieferten Gegenstände wird der durch Sachverständige seftzustellende Wert vergütet. Privatpersonen erhalten auf Antrag ftir jeden abgelieferten Gegenstand eine Abgabebescheinigung, die zur Erl