Ar. 15 Der Gletzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: Gießener Lamilienbiütter; Krcisblott für den Kreis Sietzen. Bezugspreis: monatl. 90 Pf., viertel- jahrl. Mk. 2.65: burcf) Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf..- durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestell-. Fernsprech - Anschlüsse: sürdleSchriitleitungllL Vertag,Geschäitsstelleöl Anschrist für Drahtnach- richten: Anzeiger Stehen. Erstes vlatt 167. Jahrgang Donnerstag, 29. März 19*7 Postscheckkonto: Zranksurt a.M. U686 General-Anzeiger für Oherhessen vonkverkehr: Sewerbebank Stehen Zwillingsrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Unio.-Such- u. Steindruckerel R. Lange. Schriftlettnng. Seschäslrftelle u. Druckerei.- Schulftr. 7. Annahme von Anzeigen die Taqesnummer bi- zumNachmittag vorher^l öellenprrir, f. Anzeigen:, örtlich 20 Pf.. Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswart-l 25 Pf., b Plahvorschrisb 30 Pi., Reklamen 75 Pf.^ bei Platzvorschrift 90 Pf., Hauptschrittleiter: Aug., Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: A"a. Goetz. Stadt und Lcn>», Vermischt es u. (8>e H richtssaal: Fr. R. Zen^ Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Erfolge an der rumänischen Kont. (WTB.) Großes Hauptquartier, 28. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei der Mehrzahl der Armeen verlief der Tag ruhig. Im Gelände beiderseits von Somme und Oise kam es nur zu kleinen Kampfhandlungen. Wie er-folgreich unsere Truppen ihre Aufgaben dort losen, erhellt daraus, daß auf dem Gefechtsfelde vom 26.März zwischen Lagnicourt und M arch ies 10 0 6 toteEngländer gezählt wurden. Gestern erlitten die Franzosen auf dem Westufer der Oise bei La Fe re beim Scheitern eines Vorstoßes blutige Verluste. In der Chanurague wurden einige französische Gräben südlich von Ripont genommen. Dort und bei Unternehmungen südlich von St.Souplet und bei Tahure sind 300 Franzosen gefangen, mehrere Maschinengewehre und Mineiüvcrfer erbeutet worden. Mrdlich von R e i m s mrd in den A r g o n n e n in unsere Stellung gedrungene feindliche Erkundungsabteilungen wurden im Borstotz vertrieben. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des Gencralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Zwischen Meer und Karpathen hat das Frühjahrstauwetter eingesetzt, das größere Gefechts-Handlungen ausschlietzt. Die Beute aus den Kämpfen an der S ch t s ch a r a hat sich auf 20 Minenwerfer und 11 Maschinengewehre erhöht. Front des Gene r a l o b e r st e n Erzherzog Josef. Bei einer Streife am NorDosthang des Ceman, in den Waldkarpathen, brachen Stotztrupps in die russische Stellung, sprengten mehrere Unterstände und kehrten mit einigen Gefangenen und Beutestücken zurück. Am Magyaros schlug ein Angriff der Russen sehl. Südlich des Uz-Tales wurde von unseren Truppen ein stark verschanzter Höhenkamm gestürmt und gegen mehrmalige heftige Gegenangriffe gehalten. 150 Gefangene, einige Maschinengewehre und Minenwerfer blieben in unserer Hand. Bei der .Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls von Mackensen und an der Mazedonischen Front Vorftldgefechte und zeitweilig auflebende Artillerictütigkeit. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Der Abeudbericht. Berlin, 28. März, abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen für uns günstiges Gefecht bei Croisilles wieder hinausgeworfen. In der gleichen Gegend zerstörtet eure Minensprcngnng die feindliche Stellung in erheblicher Aus-« dehnung. Der bulgarische Ministerpräsident über die Lage. Wien, 26. März. Tie „Reichspost^' veröffentlicht eine Untere «Dung ihres Korrespondenten mit dem bulgarischen Mmister- präsidentell. Ueber die allgemeine Lage erklärte Radoslawvw: Wir haben allen Grmrd, die gegenwärtige Gesamtlage als überaus günstig zu bezeichnen. Unsere und unserer Verbimdeten Frontert stehen felsenfest. Unsere Soldaten kämpfen mit der gleichen Be- gcrsterung wie in den ersten Tagen des großen Ringens für die Verwirklichung der Reckste und der Freiheit mrserer Völker. Jeder Veriuch des Feindes, diesen ehernen Wall von Kraft. Vaterlandsliebe und Siegeszuversicht zu erschüttern, muß vergeblich bleiben. Bezüglich des Verhältnisses der Vierbund möchte änßerts Radoslawvw: Ter deutsche Reichskanzler sagte unlängst: „Unsere Bündnisse stehen fester denn je." Ich kann nur hinzu fügen, daß unser Bündnis mit den Mittelmächten heute von der Ueberzeugung aller Schichten unseres Volkes getragen Unrb, daß nichts in der Welt uns zu verlocken und betören vermag und daß wir mit unseren treuen Fremrd-en bis ans Ende der großen Tragödie durch-< zuhalten und darüber hinaus mit ihrer Hilfe ein mächtiges Bul-i garunc 31 t schaffen gewillt sind. .Kalten Blutes, ein schlag bereitest Schwert in der Faust, werden wir die Ereignisse in Rußland' verfolgen. Will der Verband auch dann, wenn sein Gebäude ichon in allen .Fugen kracht, uns unterjochen und zerstückeln^ dann wird er bald seinen Meister finden. Seine Völker werden aus einem schrecklichen Traum erwachen. Erkennen jedoch unsere Feinde endlich an, daß sie geschlagen siird, und daß nur ein rascher Friede ihre Todeswunden heilerr kann, dann werden sie bei uns Ber- Mndnis daft'ir finden, dieses Ringen möglichst rasch zu beenden. Die Revolution in Rußland. Wie cs mit der neuen Ordnung ausficht. Petersburg, 28. März. (WTB. Nichtamtl.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Ans den Petersburger Regimen^ t ern, die bei der Revolution eine Rolle gespielt haben, wird eins Armee zusammengestellt werden, die dauernd in Pe-, tersburg in Garnison bleiben wird. Auf dem Marsfclde in der Nähe der britischen Botschaft ^vird ein Denkmal für die Opfer dsr Reyolittwn, die an dieser Stelle begrabcnr werden sollen, er-, richtet. Großfürst Nikolai, der sich jetzt im Hauptquartier bcftndet, wird nach Lioadia gehen. In einer Versammlung der delegierten Offiziere und Mannschaften der Garnison Petersburg und der Ostseeflotte, die in der Duma abgehalten'wurde, wurde eine Entschließung angeTwmmen, in der gefordert wird, daß zwischen den Offizieren: und Mannschaften eine brüderliche Eintracht herrscht. Eine in diesem Sinne gehaltene Adresse wird an die verschiedenen Froitten abgesandt werden. Die Delegierten der Regierung sind von ihrem Besuche in Reval zurlickgekchrt mth haben über die in der Flott»' herrschende Stimmung sehr günstig berichtet. Scitdeni der Ktiegsminister Gutschkow die Hauptstadt vor der Möglichkeit eines deutschen Vorstoßes gewarnt hat, melden sich zahlreiche Offiziere zum Dienste au der Front Riga—. Dünaburg. Auf der südwestlichen Front nahm General Brus- s ilo to persönlich den Truppen den Eid mif die Regierung ab. Ter General wurde hierauf aus den Schultertt der Soldaten nach dem Hauptquartier des Stabes zu rück ge tragen, das mit roten Schildern mit der Inschrift- „Es lebe Brussilow, Rußlands Held! Tie Dynastie hinter der Front ist besiegt. Ter Fund wird an den Fronten besiegt werden usw. geschmückt war. Das Exekntiv-Koinitee in Kiew verbot dem! General I w a n 0 w, seine Zimmer zu verlassen, und ersuchte die Regierung um telegraphische Instruktionen. Stockholm, 28. März. (WTB. Nichtamtlich.) In letzter - Zeit mehren sich die Nack^ichten, die erlernen lassen, daß dis Verwirrung in Rußland zunim nt t. Ter Korrespondent von „Svenska Dagbladet" in Haparanda erfährt von ans Petersburg heimlehrenden Schweden, daß es noch viel zu früh ist, irgend- welcl-c Schlüsse über die Durchführung der Staatsumwälzung zu ziehen. Tie Erörterung -wischen den Arbeitern nnd der provisorischen Regierung sei sehr hitzig. In mehreren Fabriken war es sehr schwierig, die Arbeiter zur Wiederaufnahme der Arbeit zu bringen, da sie hierfür Bedinglmgen stellten, die die Regierung nicht ohne weiteres erfüllen konntt. Viele Umstände, ließen neue Unruhen erwarten. So hätten die Arbeiter drrrchgesetzt, daß sie Waffen tragen dürften. In den Petersburger Fabri^r träten täglich große Mengen Gewehre rmd Revolver mit 'Munition ein. Dock) seien die Soldaten der neuen Negierung treu und bildeten die Mehrheit im Rate der Soldaten nird Arbeiter. „Llftenbladet" ersährt von einem anreriLmischen Reisenden, der- aus Rtlßland konnnt. die Lebnrsmittel seien in Petersburg noch immer sehr knapp. Außerdem könne man nicht denken, lvic es auch mit dem besten? Willen gelingen werde, den Eisenbahnverkebr lstieder in Gang bringen und die Städte ausreichend zu verpflegen. B er n, 28. Mürz. (WTB. Nichtamtl.) Ter Lyoner „Repu- blicain" meldet ans Petersburg: Tie gemischten Arbeiter« nnd Soldaten komitees besckstossen, einen Sonderausschuß zur engeren Fühlungnahme mit der vrovisorisck>en Regierung zu ernennen. Schlimme Nachrichten aus Dorpat. London, 28. Mär». (WTB. dftchtanttlich.) Die „Times" meldet aus Riga: Die Berichte ans Dorpat sind wenig befriedigend. Die dortigen Revolutionäre bildeten eine eigene Miliz und eine eigene provisorische Regierung, die sich tun die Vorschriften der städtischen Miliz und der provisorischen Regierung in Petersburg nicht kümmert. Es ist infolgedessen ein 3uftmü) der Anarchie entstanden, der zu Blutvergießen und zur Zerstorimg des Eigentums führte. Der Kartoffelmangel in England. London, 28. März. WTB. Nichtamtlich.) Die „Times" 4eklt mit, das; in Großbritannien vom 1. 2lpril bis zur neuen ©ritte 150 000 Tonnen Karro ff-el zur Verfügung stehen. Das ist genau die Hälfte des normalen Bedarfs. Das Frauenwahlrecht in England. Amstcrdani. 28. März. >WTB. Nichtamtlicl;..) Das „All- qeMeen Handelsblad" meldet aus London: Der Premierminister werde im Unrerhause mitteilen, daß die Regierung die Vorschläge der Parlamentskonrmission für die W a hl r ech t s re fo r m mmehme und eine Gesetzes Vorlage zu bringen beabsichtige. Es »er im Hause eine Mehrheit dafür vorhanden, alleit Frauen über ^5 Jahren das Wahlrecht zu geben. * Englisch-französische Inspektion der italienischen Front. Rom, 28. MÜrz. (WTB.) Meldung der „Agenzia Sie- fcmi": General Robertson, Chef des britischen Reichs-Generalstabes, war in der vergangenen Woche Gast des Oberkommandos. In Begleitung Cadornas besuchte er die italienischen Linien am unteren nud mittleren Fsonzo und b-egab sich an die Trientiner Front. Währeno seines Aufenthalts traf auch General Veygand aus dem französischen Olroßeir Hcnwtquartier als Vertreter des Generals Nrvelle ein. Robertson ist geradewegs nach- London zurück- gereist, vor der Abreise verlieh der König ihm das Groß- rreuz dos -Ordens vom Heiligen Mauritius und Lazarus. * * * Generalstreik in Spanien? Bern, 28. März. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Temps" meldet aus Madrid: Die Arbeiterd-e legierten erörterten in einer Geheimsitzung den Generalstreik. Die Madrider Sektion widersetzte sich, eine Einigung sei bisher nicht erzielt worden, doch hoffe Romanones, die Arbeiterklasse werde davor zurückschrecken, schwere Störungen im wirtschaftlichen Leben hervorzurufen. 5eekrieg. Zwei englische Torpedobootzerstörer gesunken. London, 27. März. (WTB.) Die Adnriralität gibt begannt: Ein britischer Torpedo b o ots z er stö rer stieß kürzlich im Kanal auf eine Mine und sank. Vier Offiziere und siebzehn Mann wurden gerettet. Ein anderer Zerstörer stieß mit einem Danipfer zusammen und sank. Ein Mann hat dabei das Leben verloren; sonst sind keine Verluste zu beklagen. Das britische Hospitalschiff „Asturi a§/\ das mit allen Schiffahrtslichtern und mit allen besonderen Abzeichen des Roten Kreuzes, die hell erleuchtet waren, fuhr, ist in der Macht vom 20. zum 21. März ohne Warnung torpediert worden. Dabei sind folgende Verluste eingetreten: Von Militärpersonen elf tot, drei, darunter eine Stabskrankenschwester, lverden vermißt, siebzehn verwundet; von der Mannschaft zwanzig tot, neun vermißt, darunter eine Ste- Iwccrdeß, zweiimdzwanzig verwundet. Wie in einem deutschen Funkspruch von gestern berichtet wird, steht die Torpedierung dieses Hospitalschifses mit auf der Liste der von den Tauchbooten berichteten Taten. Die Versenkung des britischen Hospitalschiffes „Asturias". Berlin, 28. März. (WTB.) Die britische Admiralität behauptet, daß die Versenkung des britischen H o s p i t a l s ch i f f e s „Asturias" in der Nacht zum 21. März ohne Warnung erfolgt sei. Hierzu wird festgestellt, daß das Schiff „Asturias" aus Grund einer von der deutschen Regierung am 81. Januar d. I erlassenen Erklärung versenkt wurde. In der Erklärung hieß es: . Andererseits kann die deutsck-e Regierung nicht länger zulassen, daß die englische Regierung ihre Truppen- und MunitionstranS- oorte nach dem .Haupkkriegsgebiet unter dem heuchlerischen Deckmantel des Roten Kreuzes ungefährdet befördert, und erklärt daher, daß sie von nun an kein .feindliches Lazarettschiff int Seegebitt dulden tvird, das zwischen den Linien Flambowugh Head und Terschelling einerseits imd Ouessant und Landsend andererseits liegt. Lallten in diesem Sesgebiet nach einer angemessenen Frist noch feindliche Lazarettschiffe angetvoffen tverden) so ivürden sie als kriegführende angesehen und ohne weiteres angegriffen werden. Nach dieser generellen Warnung gehörte ein Frevel- m u t sondergleichen dazu, Bernmndete, Kranke und Pflegepersonal in dem erklärten Sperrgebiete der Gefahr des Unterganges auszusetzen. Es wäre übrigens ein merk- würdiger Anfall, wenn die Engländer gerade bei dent Dampfer „Asturias" von der Gepflogenheit, Lazarettschiffe zmn Transport von Truppen und Munition zu benutzen, abgewichen sein sollten. Gehen ims doch andauernd Beweise zu, daß unsere Gegner nach wie vor ihre Hospitalschiffe zu Kriegszwecken mißbrauchen. Die verschärfte englische Blockade. Haag, 28. März. (WTB. Nichtamtlich.) Das Ministerium des Aeußern macht bekairnt, daß die britische Regie- rirng mitteilte, daß am 1. 9lprit daS von England für 'abgeschlossen erklärte Seegebiet erweitert wird'. Von diesem Datuin an wird es, mit Ausnahnre des dänischen und niederländischen Territorialgewässers das Gebiet umfassen, daö folgendermaßen begrenzt wird: Im Norden durch den Pcrrallelkreis von 66 Grad nördlicher Breite westlich von dem Punkte, der drei Seemeilen von der Küste von Jütland liegt, im Westen durch die Verbindungslinie folgender Punkte: 56 Grad nördlicher Breite und 6 Grad östlicker Länge, 54 Grad 45 Minuten nördlicher Breite und ! Grad 80 Minuten östlicher Länge, sowie 53 Grad 28 Minuten ttürdlicher Breite und 5 Grad 1 Minute östlicher Länge Im Süden durch die Linie, die durch den lchtgenanuten und in 53 Grad 25 Minuten nördlicher Breite und 5 Grad 5 Minuten 5 Sekunden östlicher Länae gelegenen Punkt verläuft, dann im Osten der Grenze oer nieoertändischen Territorialgewässer folgt. Aur dem Reiche. Vertrauliche Besprechungen beim Reichskanzler. ^ Berlin. 29. März. Laut B. T. find gestern abend alle Frakttonsführer des Reichstages beim Reichskanzler zu vertrau lrchen Besprechungen geladen geioesen. Wie ver- ^werde der Reichskanzler in der heutigen Sitzung nwt gletar zu Beginn sprecl)en, sondern erst im Laufe der Debatte ras Wort nehmen. Der dapcrifche Kricgsminister über die militärische Luge. München, 28. März. (WTB.) In der Kammer der Reichs- räte machte .Kriegslninister v. Hellingrath bei Beratung der kriegswirtschaftlichten Anträge Ansführmrgen über die militärische Lage. Nachdem er den Referenten seinen Tank für die anerkennenden Worte on jetzt über die für die Zahlung der Kriegsanleihe erforderlichen Mittel verfügest, dem: sie gelangen dadurch sofort in den vollen Zinsgemrß ihres Geldes. Der erste Pslichtzahlimgstermin ist der 27. April. * Berlin, 28. März. (WTB. Nichtamtl.) Dem Reichstag ging folgender Antrag Albrecht imd Genossen zu: Der Reichstag wolle beschließen, einen Ausschuß einzusetzen zur Vorberatung von Reformen, die auf eine politische Neuordnung im Deutschen Reiche abzielen. Diesem Ausschuß, fiitb die im Reichstag ein gebrachten einschlägigen Anträge und Resolutionen zu übe rweisen. ___ Aus Stadt und Land. Gießen, 29. März 1917. Großherzog Ernst Ludwig Jubiläumstiftung. Das endgültige Ergebnis der Sammlung zu der Jubiläumsstiftung stellt sich im Kreise Gießen wie folgt: Spende des Kreises Gießen 4 000.— Mk., Spende der Stadt Gießen 4 500.— „ Einzelzeichnungen aus der Stadt Gießen zusammen: 100 218.48 ,, Einzelzeichnungen aus den Landgemeinden des Kreises Gießen zusammen: 98832.31 „ Hiernach Gesamtergebnis: 207 550.79 Mk. Die Sammlung ist nunmehr als abgeschlossen zu betrachten. • * Ehrenpromotion des hessischen Ministers des Innern. L. II. Anläßlich des Regierungsjubilänms des Großherzogs hat die juristische Fakultät der Universität Gießen den Minister des Innern von Hombergk zu Bach ehrenhalber zum Doktor der Rechtswissenschaft ernannt. Seiner Verdienste wurde im Divlom in folgender Weise gedacht (in Uebersetzung aus dein lateinischen Text): „Zuerst sammelte er in der Praxis der Staatsverwaltung Erfahrungen; als er darauf zum Leiter der inneren AnMegeit- heiten berufen worden war, brachte er Gesetzentwürfe ein, in denen unter gleicher Sicherung von Staatsgewalt und Freiheit die Zuständigkeit der Behörden und die Rechtsstellung der Selbstverwaltungskörper neuzeitlichem Geist entsprechend geregelt ward; er vertrat und verbesserte die Entwürfe und erzielte ein Einverständnis zwischen Regierung und Volksvertretung. Jetzt, im Kriege, bewies er dieselbe glückliche Hand wie im Frieden, da er mit der Umsicht eines Aedilen alle Anstrengungen darauf richtete, trotz der gesperrten Zufuhr dem Volke den Bedarf an Lebensmitteln zu verschaffen." Das Diplom wurde Sr. Exzellenz durch den Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Gmetin, überreicht. * L. U. Akademiseher Hi l fs b u n o. Bereits seit 1915 besteht ein Akademischer Hilssbnnd, Sitz Berlin, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Akademikern, die infolge von Kriegsbeschädigungen der Beratung oder Unterstützung für ihre Weiterbildung oder künftige Erwerbstatigkeit bedürfen, mit Rat und Tat zu helfen. Nunmehr ist auch in Gießen ein Ortsausschuß dieses Hilfsbundes ins Leben gerufen worden. Er wiro seine Tätigkeit auf Akademiker mit Umversitätsbildung, die im Großherzogtum Hessen wohnen, erstrecken, vor allem aber auch sich' der kriegs- beschädigten Studierenden annehmen, die lvährend des Krie- ges an der Universität Gießen immatrikuliert waren oder bis zum Kriegsausbruch an ihr studiert haben. Die Ortsgruppe hat einen weiteren Vorstand, zu dem folgende Herren gehören: von der Universität Gießen der Rektor, ferner Geh. .Kirchenrat Prof. Dr. Eck, Geh. Hofrat Dr. Haupt, Prof. Dr. 5)übner, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Martin, Geh. Hofrat Pros. Dr. Srevers, Geh. Medizinalrat Ehren-Abend Otto Eonradi. ?l n l ä ß l i ch seine s 5 0 j ä h r i g e n B ü h n e n - u n d K ü n st l e r j u b i l ä u m s. Der Raub der Slwinerinnen. Schwank von Franz und Patll S ch ö n 1 h a n. Eilt 50jähviges Bühnen- und Künstlerjubilältnt! FüNvahr ein Jubiläum sclienfter Art, das nur wenigen Schicksalsbegnadeten beschieden iß. Ein solcher ist Otto Eonradi, dem die Müsen 50? Jahre hindurch lre-, geblieben sind, iveil er ihnen treu blieb. Kein Wunder, daß si.- ihm -n seinem Festtage noch einmal einen vollen Erfolg beschert haben. Es war für deit Jubilar eine Ehrung, die er vollauf verdient h-at und auf die er stolz sein kann. Doch lzuerst soll von einer kleinen internen Feier des JnbilarS erzählt werden, zu der sich gestern nwrgen eine kleine Festgenossenschaft .auf 'ver Bühne deS StadttheatecS zusammen gefunden hatte. Unter seierlichent Harmoninmspiel lvnkde Conradi zn einem! Ehrensitz gefil brt, der stilvoll inmitten der Bühne aufgeb aut war. Geheim- rat Fromme überbrachte in Berttetung des Oberbürgermeisters die Glückivünsche der Stadt Gießen, des Theaterbartvereins mrd des DlMtervcreins, und überreichte eine prack)ttwlle Ehrengabe. Hoftat Steingoe 1 ter feierte den Menschen und Künstler, so- wie 'Cvcrt gewissen haften Mitarbeiter, Rudolf Goll den beliebten Kollegen und Herr Hanbach den pflichteifrigen Beamten. Und alle, and) das technische Personal, chöerreichteit Ehreitgaben, die eS dem Gefeierten aus Rührung schwer lverden ließen, Worte des Dankes zu finden. Den Dank der Bürgerschaft brachte das gntbesuchtc Haus, ein Prof. Dr. Sommer, Geh. Medizinälrat Prof. Dr. Strahl, Prof. Dr. Bott, sowie zwei Vertreter der Sttidentenschaft: von nicht der Universität angehörenden .Herren: Domkapitular Dr. Bendix, Mainz, Provinzialdirektor Geheimerat Best, Mainz, Landgerichtsdirektor a. D. Bücking, Gießen, Gel>eimerat Dr. Dietz, Vorsitzender des Vorstands der Lan^ desversicherungsanstalt, Darmstadt, Provinzialdircktor Ge^ hcinterat Fey, Darmstadt, Geh. Kmnmerzienrat Dr. W. Gatl^ Gießen, Justizrat Grünewald, Landtagsabgeordneter, Gießen, Geh. Kommerzienrat Heichelheini, Vorsitzender der Handelskammer, Oließcn, Oberbürgermeister Keller, Gießen, Prof. Dr. Hausmütter, Gießen, Geh. Medizinalrat Dr. Merck, Darmstadt, Oberstleutnant Naumann, Gießen, Seine Exzellenz Wirkl. Geheimerat Dr. Nebel, Präsident des Ober- lönsistoriums, Darmstadt, Rabbiner Dr. Sander, Gießen, Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger, Gießen, Land- gerichtsrat Wiener, Gießen. Die laufenden Geschäfte besorgt ein Arbeitsausschuß, dessen Mitglieder zunächst sind - der Rekt or, Lanogerichtsdirektor a. D. Bücking, Prof. Dr. Hübner, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Strahl. Zuschriften für den Ortsausschuß sino an den Rektor jder Universität als Vorsitzenden des Ortsausschusses nacb Gießen, Bismarckstraße 22, zu richten. \ * * * Bedeutung der Landarbeit. Unsere Feinde verfolgen den Plan, das, was sie militärisch ^nicht erreichen können, wirtschaftlich zu erzwingen, Deutschland statt mit Waffen durch 5)unger niederzuringen. Demgegenüber muß der altbewährte Grundsatz „Getrennt marschieren, vereint geschlagew' von uns mit allen Krästeit zur Durchführung gebracht lverden. Nicht nur „im Felde", sonderit auch „auf dem Felde" muß der Sieg errungen werden. Nicht allein den: Feinde gegenüber und in Bergwerkert und Fabrikeit muß gekämpft und gearb-eitet werden, es gilt dem heimatlichen Boden alles abzugewimren, was zur Ernährung unserer Soldaten und Arbeiter, unserer Frauen und Kinder, unserer Kranken und Greise erforderlich und notlvendig ist. „Säe, so wirst du ernten." Wie zur Kriegsführung das Geld, so ist zitr Lieferung der Ernährung die Arbeit note lvendig. Es ist Pflicht aller Daheimgebliebenen, nach besten Kräften mitzuarbeiten an der Erreicl-ung des gemeinsamen Zieles. Dadurch, daß jeder, der dazu imstande ist, auf dem Lande mitarbeitet und hilft, dem heimatlichen Bodeti abzuringen, lvas er geben kann, machen wir die letzte Hoffnung unserer Feinde zuschanden. „Arbeit ans dem Land c" sei deshalb jetzt die Losung; jeder, der dazu irgendwie imstande ist, stelle seine Kräfte der Landarbeit zltr Verfügung. Auf jeden Einzelnen kommt -es an! „Steter Tropfen höhlt den Stein"^— stete Arbeit sichert die Ernährung, sichert den Sieg. Sehen unsere Feinde ein, daß wir ihnen ntili tärisch und w i r t s ch a f t l i d> gewachsen sind, so ist der Friede errungen. Deshalb darf keine Arbeitskraft dem Lande entzogen werden oder sich entziehen, nicht nur in der Industrie, auch für die Landarbeiter sind die Lohnverhättnijse günstig, ein Vergleich fällt sogar eher zugunsten des Landes aus, da die Kosten der Lebenshaltung dort geringer sind. Das Interesse des Einzelnen und das des Ganzen decken sich somit und erfordern: treue Arbeit aus dem Lande für das Land. Erfüllen wir alle urrsere Pflicht auf dem Bodeit, auf dem wir stehen, so werden wir siegen, „und wenn die Welt voll Teufel war". * ** .Amtli ch e P e. rsona l n a ch r i ch t e n. Es wird tut Kenntnis gebrackck, daß der Grvßherzog währeitd der K-riegs-» zett k e i n e Audienzen zur Entgegennalpne des Tankes für verliehene Auszeichnungen und Eritennungen erteilt. — Den Bene honen usw. ist jedoch? Gelegenheit gegeben, ihren Dank durch Einschreiben ihres Nameits in ein Buch, welches vormittags von 9 bis 12 "Uhr Lei Großh. Hoßnarschallamt (Residcnzschloß) aufgelegt ist, abzustatten. — Der Großherzog hat am 21. März d. Js. den vom Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Birstem auf die evangelische Pfarrstelle zu Hitzkirck-en präsentterten Psarr- assistcnten Arnold Brockel mann zu Klein-Linden für diese Stelle bestättgt. — Uebertragen wurde am 24. März der Lehrerin Brigitta Rnhl zu Klein-Krotzenburg eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Klein-Auheim, Kreis Offenbach. — Der Groß Herzog hat am 24. März den Bauassistenten der Straßenneubau- behörde für den südlichen Odenlvald, Rechnungsrat Georg Michael Kabel) zu Erbach i. O., aus sein Nachsuchen unter Anerkenn nung seiner langjalwigeit traten Dienste vom 1. April 1917 ab in den Ruhestand versetzt. ** A u s z eichn lt n g. Dem Pionier Hans N r tz s ch e wurde das Hessische Allgem. Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Tapferkeit" verliehen. ** D er ,O st erverk c h r. Die preußisch-hessischen Eisen- bahudirektionen haben folgende Bekanntmachung erlassen: „Tie Eisenbahnen dienen gegenlvärtig in erster Linie der Kriegführung. Zu Ostern lverden für den Personenverkehr nur die s a h r v l a u m ä ß i g e n Züge befördert. Reisende, die in diesen Zügen keinen Platz finden, müssen zurückbleiben. Für jeden, der nicht reisen muß, ist es vaterländische Pflicht, auf das Reisen' zu verzichten. ** Banke n s ch- lnßa m O st e r s a m s t a g. Laut Bekanntmachung in nitsercr Zeitung sind die hiesigen Bankett und Kassen am Ostersamstag für jeden Verkehr geschlossen. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Die für die morgige 11. Freitags-Monnententsvorstettung angesetzte Erstaufführung von Ludwig Fuldas neuem Lustspiel „Die v e r l o r e n e T o ch te r" muß verschöbe n werden, da die Trägerin der Titelrolle, Fräulein Kallmar, erkrankt ist. ES nicht eudemvollender Beifall, der den Jubilar immer wieder lvc- vorrief, und nicht zuletzt neue ehrende Geschenke. 'Man muß es Otto Conradi zugestehen, daß sich die köstliäie Gabe seines Humors über mel-r alS zwei ^Neuscheitalter frisch er halten hat. Das soll ihnt am 50jährigen Mthiteujubiläum einer nachinacken, was er gestern, abeitd als Striese bot. Tie gitte alte Schule verlengnete sich! nicht und die überraschende Frische seines Spieles ließ es kaum merkeit, daß er fast ein halbes Säkulunr dent Thespiskarren kratz uttd gucr durch ganz Deutschland teilte, bevor ihn Gießen zu beständigem Aufenthalte fesselte. Wie sehr seine Leistung als Charakterkomiker noch)- lieute Anklang find't, davott wird ihn manche Lachsalve bet offener Szene und stürmischer Beifall überzeugt haben. ?luch als Regisseur legte er Ehre ein und leitete den .verwickelten Gang der Geschehnisse mit ruhiger Sicher heit. Selbstverstäitdlich gabeit seine Kollegen ilyt Bestes her, um' den Erfolg zu einheitlicher Wirkung zu führat. Mftn fühlte die gute Stimmung aus dent Spiele jedes Einzelnen. Hans Werth mann machte den Professor Gollwitz zu einer sehr achtbaren Cl>araktcrßudie, Ernst Theilin g den Tr. Mnmctster zu einer recht erfreulichen Gestalt, Karl Steinmetz er füllte die Rolle der ersten Schmieratliebhabers wacker aus und Curt Lerch ge- wann dem Reiseonkel Groß gute Wirktmgcn ab. Ebenso taten sicki d ie Damen lxervor: Elltz D v r n h ö f c r in guter Ditrchführtmg als Fratt Goltzvitz, Hermine Wossidlo in Verttakitng von Heleite Kallmar reclft flott als Tockiter Paula, Mürtha (tz er s do r f ge wandt und geichmeidig als Fvau Tr. Neumeister und Luise De ko s ea in kräftiger Zeichnung als Dienstmädchen. Der Schwank selbst ist bekannt genug, um ein näheres Ciu- gelM überflüssig zu machen. Gieszeiscr Ktadttheater. wird dafür im ÄSvirnement das Lustspiel „Goldfische" gegeben. ** % cx zweite Avsnb zur Besprechung religiö- »erfragen, veranstaltet von der evangelischen Gesanrtgemernbe Aetzen und denEerhessischen Verein für Innere Mission fand am Dienstag. 27. Marz, im Saale der Mcrrkusqemeinde statt. Prof, l deliandelte das Thenra: „Tie Schuld am Krieqe imd Wotr. Er bespmch dabei vor allenr zwei Fragen: das Verhältnis der lmzirciselhaft vorhanden«,: menschlichen Sächld am.Kriege zu der Welttegrernng Gottes und die Be.nrttilnng des Krieges als gottlos Gcncht über Tnenschliche Sünde. Bei jeder Untersuchung der schuld am Kriege wollte er die gesckiick^tlich-pvl itische Betrachtungsweise von der sittlicki^religiösen geschieden missen; Mo von emer schuld im ersteren Simm nicht die Rede sei, könne doch von eurer solchen im tieferen Sinn geredet werden. Ader das Urteil darüber darf nicht irr rasch,fertiger Entscheidung gefällt werden: das Urteil anderer wird überhaupt inrmer fehlgreifen:, drer kommt es schließlich auf ernste Selbstbenrteilung von Gott an. '.re ausführliche Aussprache über die Gedanken des Vortrags wurde von Pfarrer Schwabe geleitet' allster diesem selbst beteiligten sich an ihr. z. T. wiederholt, L-audgerichtsttt Reuen- vagen .Pfarrer Mahr, Lelirer Habicht, Pfarrer Adolph und der Vorttagende. Tiefe Besprechungsabende. zu denen alle M ärmer der evangelischen Gesamtgemeinde willkommen sind, sotten nach Ostern fortgesetzt werden. ** Vaterländische Feierstunde. Rach geraumer Zeit war es möglich, den Rekonvaleszenten der Giestener Lazarette durch eifrigstes und erfolgreichstes Bemühen der hiesigen „Höh. und Ettv. Mädchenschule eine erbauliche Abwechsellmg zu bereiten. Was das reichhaltige Programm aus dem Reiche der Poesie bot, wurde sowohl denr Ernste der Zeit, als auch dem berüchtigten Humor unserer Feldgrauen gerecht. Tie durchweg vorzügliche Vortragslveise legte beredtes Zeugnis von aufopferndem Fleiste ab. — Ueberaus ergötzlich wirkten die Gesangs Vorträge, deren Ausführung denr Hörerkreise das günstigste Urteil und lauten Beifall abzugewinnen wußte. — Tie Instrumentaltrios waren sehr glücklich ausgewählt, io daß ihre sorgfältige Ausübung zur völligen Zufriedenheit der Anwesenden führte. Ten gütigen Spendern der zahlreichen Zigarren wurde natürlich der aufrichtigste Tank der Beschenkten zuteil. — Hoffentlich bleibt der Wunsch des danksprcchenden Feldgrauen, dast die gleiche Feier nach Ostern bei zahlreicherem Erscheinen der Eingeladenen stattfindet, eine gründliche Bekanntgabe der für dse Veranstaltung festgesetzten Zeit in den verschiedenen Lazaretten vorausgesetzt, nicht unerfüllt. Tie sichtliche Teilnahme und rvalnstc-Freude am Dar gebotenen bewies, welche frohe und erbauende stunde man den Verwimdeten bereitet hatte. ** Gewerbeschule. In dieser Woche fand unter dem Vorsitz des Großh. Banrates Herrn Becker und je einem Vertreter der Grvßh. Zeittralstelle und Handwerkskammer in Tarmstadt die Abgongsprüfung der Bauabteil,mg statt. Es bestanden die Prüfung: Karl Höchst aus Bein-Rechtenbach, Marttn Hvfmann aus Gießen, August Loh ans ^Tu 1 enhofen, Wilhelm Rompfaus Lang-Göns, Otto Schnickmann aus Klein-Linden. **StempelerlaßausAnlaßderMobilmachung. Das Großh. Ministerium der Justiz hat unterm 28. August 1916 folgendes Ausschreiben an die Großh. Amtsgerichte und Rotare erlassen: Der Landesstempel fstr Urkunden, Zeugnisse und Eintragungen in das Grinchbuch, die a u s s ck ** I m Lichtspielhaus, Bahnhosstraße, tritt beute zum letzten Male iü allen drei Vorstellungen des großen Filmwcrkes ..E s w e r d e L i ch 1 " der Hauptdarsteller, Bernd A l d o r , persönlich aus und faßt in kurzem Vortrage Sinn und Absicht der Filmvorführung wirkungsvoll zusammen. Der Besuch der Vorführungen kam: jedermann zur Aufklärung nur empfohlen werden. Landkreis Gießen. Np. Vom Lande, 29. März. Durch die Vorträge, die überall in den Ortschaften über unsere Wirtschaftslage und unseren volksivirlschastlichen Reichtum gehalten und durch Licht- und graphische Bilder zur Anschauung gebracht werden, kommt eine wünschenswerte, segensreiche Klarheit über die sechste Kriegsanleihe an den Tag. Tie gefährliche Meinung, wenn man keine Kriegsanleihe >esinmmg. Auch unter den Erwachsenen beider Bürgermeister waren ersclüenen- auch Landtagsabgevrducter Forstmeister Dr. Weber hatte sich eingestellt. Rach Austausch der bisher bc: der Auftlärnngs- uud Werbearbeit gemachte,: Erfahrlmgen gab Gerichtsassessor H a r t n- wissenschast an der Univettität Frankfurt, Dr M. van der Meer, hat den an ihn ergangenen Ruf als Ordinarius an bi? Universität Gent abgelehnt. KolzverßcigerMg kt AM Netzen. Montag, den 2. Avril 1917, vormittags 9 1 /» Ubr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Bezirk des ForitwartS Arft versteigert: 224,6 Rm. Buchenscheil 7 Rm. Eichenscheit 154,8 Rm. Buchenknüppel 11,3 Rm. Eichenknüppel 2230 Buchenwellen 50 Eichenwellen 17 Rm. Buchenstockbolz. Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße an der 10. Schneise. volzhändler sind vom Mitbieten ausgeschloffen. Jeder Steigerer darf nur seinen Eigen-Bedarf steigern. Gießen, den 28. Mär/) 1917. 25256 Der Oberbürgermeister. I. B. Grün ewald. Absatz Ferkel von bester Zucht schnellwüchsige Rasse, lang- —-—— gestreckte, breit- buckelige Trere.die besten ur Zucht und Schnellmast. Sehr gute Fresser. Kerngesund, ca. 6 —8 wöchige. 33—40 Mk. 8—10 wöchige. 41—48 Mk 10—12 wöchige. 40—58 Mk. 12—14 wöchige. 59—67 Mk. 14—16 wöchige. 68—80 Mk. Lauser 1.70Mk.pr.Pfd.abhier. ^ur Ia Schweine lebende Ankunft Garantie. Rach, nabmeversand. Bahnstation genau angeben. 2I63I) *'r. Jo*. Hoch marin. Eberstadt b. D. „Schweizer- haus“. Fernruf Nr. 283. □ 30. in. Obl. □III.7Befdg. 9. Urzell, von 1861 und DamenTerein Oabelnberosr. r s “v Samstag, 31. Mürz 1917, abends HV 3 Uhr im „Post feilet": Bereinsabend. Die Vorstände. irrer ag, .ru. w.arz 1917. abends 7 1 /« Uhr: 11 . Freitags = Abonnement-- Vorstellung: Preise ierutäßigt! Goldfische Lustspiel in 4 Akten von Schonthan und Kadelbnr». Sude nach 10 Ub* Statt besonderer Anzeige. Gestern abend 8 Uhr entschlief sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Louise Strobel Verschiedene». geb. Goß. im 51. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Herrn. Strobel und Kinder. Wieseck, den 27. März 1917. 2518 Die Beerdigung findet^ Freitag, den 30. März, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Venen Friedhofs in fließen aus statt. Favorit-Schnitte bieten bewährte Hilfe für die Kriegsschneiderei. Eine reiche Auswahl ö. schönsten und zweckmässigsten deutschen Moden im neuen FavorU-38oden-All>iiE.i, Jugend-Moden-Album, je 80 Pf. Zu haben im 1853a Qalomon. Eeermann’s ÜaeispHSyer von h&chster Triebkraft 1000 fach de- Slllen Lermandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, datz heute morgen V2B Uhr unter lieber, guter Sohn, Bruder. Enkel und Pate Eridi tm Alter von bald 2 Jahren nach schmerein sch merz hatten 10 möchentigem Krankenlager in der Klimk zu Gletzen sanft entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Menges LH. und Frau geb. Funk und Kinder nebst allen Angehörigen. Grotzen-Linden, Oppenrod, den 28. März 1917. Die Beerdigung findet Freitag, 30. März 1917, nachmutags, 3'/2 Uhr. von dem Slerbehause, Bahnhol,kratze 48, aus statt. Kaninchen- und Geffngelznchiderein der Eisen- bahnbediensteten für Gieße n und Umgegend. aieS?ä&rl?er""‘ aB ' **“ 3,t ’ riI *’ '