kk. z$ Der Siehenee Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: Oießener ^amiUenbiölter; Kreisblatt für den Kitts Hiehen. Vezttgsprsis: monatl. 90 Pj., viertel- jäbrl. Mk. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch die Post Mt. 2.45 viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleitung112 Verlag,Geschästsslelleöl Anschrrlt für Dradtnach- richren: Anzeiger Giehen. Erstes Blatt chr. ZatzrgMg Mittwoch, 28 . März W Postscheckkonto: Sranffttrt a.M. U686 General-M tzer für OhecheßrLs Sankverkehe: Sewerbedank Gießen ZMlttngLrunödnrä u. Verlag: Vrühl'sche. UniV.'Bvch «. Stefnörnderef K. Lsmge Annahme von Anzeigen s. die Tagesnumnrer bis zum Nachmittag vorher ^cilenvrets. s. Anzeigen: örtlich M Bi.. Ber- inietllngeu u. Stellengesuche 15 Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrist 30 Pf., Reklamen 75 Pi, bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptscl>rii'tl-eiter: Aug., Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton; Au.?. Goetz. Stadt und La^, Vermischtes u«Ge^ richtssaal: Fr. R. Zenz. MWchr Stellingen lei VaranowitW gestürmt. Dünkirchen v« Torpedobooten beschoffLK. (WTB.) Großes Hauptquartier, 27. Mürz. (Amtlich.) We st licher Kriegsschau platz. Infolge regnerischen Wetters blieb an der ganzen Front die Knmpstätigßeit gering. An den von Bapaunle nach dlordosten führenden Straßen kam es zu Gefechten in der Vorposten-Linie No- reuil—Lagnieourt, ebenso bei Eauarrcourt, nordöstlich non Peronne. dloisel am Cologne-Bach ist nach mehrntals vergeblichen Vorstoß vom Feinde besetzt worden. .In der: Waldungen zwischen Oise und Coucy-le-Ehateau trafeir stärkere französische strafte auf unsere Sicherungen, die dem Gegner Verlust;' beibrachten und dann vor drohender Umfassung Raum gaben. Oe st licher Kriegsschauplatz. Front des Ge ne ralfeld marschalls PrinzenLeopold vonBayern. Unternehnumgen unserer Stoßtrupps bei Jlluxt brachten in den betör» letzten Tagen dreißig Gefangene ein. Gleichviel Russen mim einem Maschinengewehr wurden gestern bet Smorgon aus den feindlichen Gräben geholt. SrDöftlich von Baranowitscht gelang ein gut angelegter tnÄ kraftvoll durchge führte;: Vorsatz. Die auf dem LS-eftufer der Eerna gelegenen russischen Stellungen zwischen Darowo und Lavusy wurden gestürmt, über 3 0 0 Russen gefangen, vier Maschinengewehre und sieben Minenwerfer erberttet. Westlich von Luck, nördlich der Bahn Zloezolv—Tartw- pol urÄ bei Brzezanp grifftn nach heflsiren Feuettvelleu russische Bataillone mr. Sie find verlustreich abgewiesen worden. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. SErlich des Trotoful-Tales vereitelte unser Abwehrfeuer einen sich vorbereitenden Angriff. Gegen den Magn- aros-Karmn vordringenbe russische Kräfte wurden zurückgeschlagen. Heeresgruppe des Gcneralfcldmarschalls von Mackensen. Keine rvefentlichrn Ereignisse. Mazedonische Front. Nordöstlich von Monastir hoben die Franzofen erneut iulgegriffcn. Mchrere starke Vorstöße schlugen im Nahkampf fchl. Westlich von Trnova hat der Feind irr einein schmalen Grabenstück Fuß gefaßt. Der Erste Gencratauartierincister Ludendorff« Der Abeirdbericht. Berlin. 27. März, abends. (WTB. Amtlich.) Von den Fronten sind bisher keine besonderen Ereignisse gemeldet. * * * Ob' die Andeuttrng des neuen französischen Vttnister- Präsidenten Ribo-t, die Zukunft verlange ein völlig einheitliches Instrument der obersten Heeressirhrnng gegen die deutsche Front, wohl ans die Erkenntnis der Hinden- burgschen Ueberlegenheit zuriickzuführen ist? Wenn cmch auf unserer Seite, wie iit Frankreich, zwei Generale (Häig und Nivekle) sich in den Oberbefehl geteilt Hutten —1 wäre bann auch das Ei des Kolumbus so sicher gesunde:: morden, wie es in der Zurück leg nng der deutschen Front jetzt geschehen ist? Wir haben Hi.ndenbu.rg und Ludendorff, ullein die Kriegsgeschichte weist schwerlich einen Fall auf, wo zwei berühntte Feldherren in solcher Eint)eit sich gefunden Hütten, wie die obersten Führer, denen wir jetzt dus Geschick Deutschlands mtv-ertranen. Zweifellos deutet die erwähnte Ribotsche Aenheruug auf eine gewisse Ent- tüuschung hin. Auch die amtlichen französischen Berichte sind etwas bescheidener und stiller geworden. Es wird nickt mehr von Schlachten gefabelt. Es ist von steigendem Interesse, die Tragweite der neuen deutschen Taktik, soweit sie icht zutage getreten ist, sich zu vergegenwärtigen und Einblick zu nehmen in diese schwerwiegenden Argumente Und Gegenargumente, die hier in Frage standen. Denn wenn wir auf das „Ei be» Kolumbus" hingewiesen haben, so was dieser Vergleich nur die Einfachheit und Großzügigkeit, den genialen Sprung des Hindenburgschen Gedankens, der aller Welt so überraschend kam. In der „Boss. Ztg." deutet Colin Roß ebenfalls auf die Tatsache, daß nur aus einer freien, woh (distanzierten Geistesregion der Entschluß der Rückverlegung unserer Front über die tausend Bedenklrchkeiten siegen konnte, die eine mittelmäßige Führung zum Verharren im jetzigen Zustande bewogen hätten: „Fetzt ist der Schleier gerissen, die deutsche Front ist in gewaltiger Strecke Arras und Reims mrfgegeben. Man muß sich von der llngpheuerlich^eit dieser Tatsiache voll durchdringen Lassen. EryL Größe des Erttschlüsseü, eine freie sichere Kühnheit hcrnWelNdeu Wagens liegt betrat, wie sie rwch kein aarderer Feld- Herr gezeigt. Man detM doch, lvas das heißt: Milliarden an Werten smd m den Boden ntmtfxmt, Tausende und sausende und Attllwnen uud Millionen von ^sen und Holz Schienen, , Sikhlpi.atten, nnermeßlick>e Menget! StiackjeDcohL, hunderttau,ende Kubikmeter Beton, die Hrbcn eines ganzen Volkes von 2 1 /, Ialnen steckt in wefen Bauten. Sich von den hemmenden Momenten, die in dieser Tatsache liegen, freirnmack-en, ist allein ein heroischer Entschluß . Und IE ftremt der GM des Fellcherrn erkannt Ntte, daß seine Vetteidigungsinittel d er nunmehr aufs läußerfte ko uzentriert et t Ausi griffskraft des Gegners nur mit Mühe urck unter schweren Opfern widerstehen könnten, so lag doch eine schier unwiderstehliche Versuchung dattu, sie wenigstens als erste und vorläufige Sicherung beizubehalten, mochten hinter ihnen auch noch so starke Stellungen/ in der Zwischenzeit entstanden sein." Dabei haben wir, wie der bekannte Militärschriftstsller Moraht im B.T. ausführt, bei unserem Verfahren im Kampfraun: zwischen Arras und Aisne den bedeutsamen N e b e n v o r t e i l, die V e r l u st e unserer Feinde nicht unerheblich zu st e i g e r n. „Das ist uns überall gelungen, obgleich angesichts der heutigen Fliegeraufklärungen die planmäßige Loslößmg votn Fcüwe tnittau in einem Stellungskriege eine rocht schwierige Sdftiatg darstellte. Wie schon wiederholt lew nt wurde, erf ernten, auch selbst-die Alliierten und die den Wesrinächten verbündeten Italiener, dazu die Neutralen, diese imsere bewährte B ewegungsfähigkeit an uud rühmen dett Jnitiattvgeist, der. bis zur klemsterr Patrouille herunter inr Sinne der Oberste): Heeresleittmg handelt. Im „Eorriere della Sera" wird darüber geklagt, daß die lang saut folgenden Engländer überraschend aus Unbekamttett, ständig uechselnden Artilleriestellungen beschossen würden. Die französisch^ Presse versucht ztvar an vielen Stellen den Glauben zu erwecken, als wäre das ansäuglich lebhafte Vordringen der französischen Divisiorten in Fluß geblieben. Einige Fachkrittker aber sind ehrlich genug, die Erstarrung der neuen Linie Hindenbnrgs schon vor Augen zu sehen. Aut weitester: von der Wahrheit entfernt sich, wie immer rvenn er prophezeit, Gustav 5>e r v 6 in der „Bietoire". Er sagt die Be- sieiung des aanzen sranzösischeu Gebietes voraus und dazu rwchdie Rämnung Belgiens. Er weiß genau, _ daß die _ detcksche Armee ,,zusatnwenbrechet:" werde, ttud daß vie ,,Befreiimgsfhatb t“ für seine „schtuachtenden Landsleute." gesMagcn habe. Wir sind gewohnt, die Prophezeiungen Hervos unter „Kuriosa" zu buchen, und verzichten darauf, seine kölnischen Gedankenspttmge ans der früheren Zeit des Krieges zu wiederholen. Die deutsche Presse hat sie unserem Volk gelegentlich vorgefühtt." Auch Moraht meint, daß aus dem Osten uns keine oe- ,"onbere Gefahr drohe, daß Rußlmtd vielmehr keinerlei Anstalten gettoff-en habe für den „endgü/tigetr Sieg": „Die Feuettätigkeit hör an vielen Sstllet: der Front zuge- nomtncn. Trotz dieser regeren Betätigmrg imserer Feinde an der östlichen Front kann man nicht erkemren, daß die neue russische Ziegierung Anstalten getroffen hatte für den „endgültiger Sieg." Inr Gegeittell kommen von überall die Nachrichteit, da Me Nöte an der Frmrt zunehnren, daß die Verkehrsschtvierigkeilen keineswegs behoben sind. Eilt Ausruf der ReiäMduma ist bezeichnend^ Es heißt darin, daß die Harrptstädte zu hungern beginnen, daß die Vorräte, welche die provisorische Regierung übersehen könne rmd vetteile, nur noch auf wattige Tage reichen wiürden, und daß die Armee ebenfalls dein Hrmger ausgesetzt ,väre. So wird uns über Stockhollu berichtet, und war haben keitren Grund, an der Wahrheit dieser Nachricht zu ztveifeln." Der neueste deutsche Sturmerfolg bei Baranowitschi den der letzte Tagesbericht meldete, zeigt uns, daß unsere Führung auch die Lage im Osten nicht aus dem Auge veA liert. Wenn die Zeit reif ist, wird der „Russetckesieger" auch dort sein großes Werk vollenden. * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 27. März. (WTB. Nichtamtlich.) Atntlich wird verlantbart: 27. März 1917. O e st l i ch c r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfetdmarschalls von Mackensen. Keine besonderen Ereignisse. aus nahe Entfernung mit etwa 200 Schuß. Feindlick^ See- streitlrüfte wurden ttirgends angetroffnr. Unsere Boote sind unbehelligt wieder eingelanfen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Die deutschen Bernichtnngsmaßnahmen zwischen Arras imb Baitty. Berlin, 28. März. Tie „Nordd. Allg. Ztg." schreibt über die detckschen Bernichttin gs m aßttah men ztvischen Arras und Dailly: Die Zerstörungen in dein von der: DeNtschen geräumten Gebiet sollert nickst gelru«net mcv*m. Das ist auch nicht nötig. Sie warer: ledigkich »ine bitt»re abs-r unumgänglich:' militärisch» N o t w t n b i g f e i t. Hin so _ schärfer sei Einspruch s erhob«! gea«n die haltl»s«r, völlig aus der Luft gegriffenen Anscy!uldig.ungMt, als hccke die deutsche Hoeresleittmg irgendwo uuuöttge Härte geübt, als wäre sie mit den Zerstörungen auch nur um Lxvaresbrcite über das ^Maß des militärisch Gebotenen hinaus gegangen. In erster Linie wurden alle Brücken und Wege gesprengt, alle Bahnen abgebaut, aber auch die Wälder mußten fallen,' best? dem Feinde mußte alles Material für Bauten und Befestigungsarbeiten, jede Teckmtg gegen Sicht genontmen werden. Aus gleic^m Grunde tnußlen anch die Dörfer vernichtet werden. In nickst gettngereut Grade mar die Zerstörnng der Felder und Gärten, der Alleen und Obstbänme, die dar Feind a!Z lürnötige Barbarei vrcmdmarken will, militärisch geboten. Tie feindlichen Batterien und Kolonnen dursten nicht von den zerwühlten Wegen ausbiegeud bequeme Fahrt selbe inwärts finden. Nicht einen Fall unnöttger Zerstörung, nicht einen Akt von Geüoalt und Unrecht kann die Entente mit gutem Gewissen art- sichren. Kein Wott verlieren die Franzosen darüber, daß eine ganze Zone unzerstött blieb. Daß die Franzosen das reizende Städtchen No von unversehrt wieder in die Hände bekamen, danken sie weiß Gott nicht der Tapferkeit und Schnelligkeit der eigen«* Truppen, sorrdern der Umsicht und Menschlichkeit der deutschen Obersten Heeresleitung, die sorgfältig jeden Kampf in jener Gegend mit Rücksicht aus die in der Stadt konzentrierten Eimoohner vermied. Nickst mit einer einzigen deutschen Granate wurde die Stadt belegt, auch als die Franzosen längst eingerückt waren. Freilich wurde nur die nicht kriegsdienstpflichttge BevSllernng zurückgelassen. Es wäre ja ein Verbrechen gegen die eigene militärische Sicherheit, tvollte man dem Feinde Arbeitskräfte ru- fichren, die nickst tveniger tvettvoll sind als Soldateru. * Der türkische Bericht. Konstantinopet, 27. März. (WTB.) Amtllchec Bericht vom 26. März. In Persien ist die Lage imvernndert. Tigrisfront: Aus dem linken Tigris-User verfuge der Feind eine umfassende Bewegrmg gegen den äußersten Teil rmseres linken Flügels, wttrde jedoch zurückgewiesen und erlitt schwere Verluste durch deu von uns auSgesülptten starkett Gegenangriff. Im Berlaufe der Operattott tnathwu wir 26 Gefangene und erbeuteten ein Maschinengewehr. Mittelst BvrwärtsbeSvegung rmseros reckten, späterhin verstärkte-.: Flügels rückten tvir an den Flanket: imb in dem Rücken des Feindes vor, dem wir schtvere Verluste beibrachten. Sinai-Front: Ein feindlicher Flieger stürzte, von dem Feuer rmserer Fliegerabwehrgeschütze getroffen, in Flammen gehÄtt hinter unseren Linien zu Boden, unweit Feloudje, vierzig Kilo- Meter südwestlich von Jerusalem. Kaukasus -,F r o n 't: Gefechtt von Erkundungsabtekvrngen verliefen an verschiedene>: Stellen zu unseren GunstQr. Ans den übrigen Fronten kein Ereignis von BÄ«ttimg. Aus der türkischen Kammer. K o n st a n t i n o p e l, 27. ?Närz. (WTB.) Die Kammer hat einstimmig bei einer Anwesenheit von 175 Abgeordneten die türkisch-deutschen Verträge und Ueber- einkamrnen genehmigt. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. SrVlich des Esohanyos-Tales griff der Feind gestern die Magparos-Stellungen mit starker Artilteneunterstützung att. Er wurde teils in: Ferrer, teils im Nahkampf abgeschlltt gell. Südlich des Snlta-Tales crsttckte mtser Gefchützfener einen ruffischen Angriffsrersnch.. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Südöstlich von Brzezany, bei Olejow und westlich von Luck stieß der Feind ohne Erfolg gegen unsere Linien vor-, er erlitt starke Verluste. Im Rauntt von Baranowitschi tmtrde er durch Ueberfall mrs seinen Stellungen westlich der Szezara geworfen, wobei er neben schwerer blutiger Einbuße über 300 Mann an Gefailgmen verlor. I t a l i c n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Im Görzischen drMmen Abteilungen rulseres Infanterie-Regiments Nr. 100 mit kräftiger Artitteriemrtersttttznng südlich von Biglia in die feindlichen Stellungen ein, nahmen neun Offiziere und 306 Mcann gefangen, erbeuteten ein Ma- schmerrgewehr und einen Minenwerfcr und behaupteten sich gegen mehrere Gegenangriffe. Auf dem Plöcken-Paß wurden die Italiener aus dein Finanzwachhaus vettrieben. Das Gcbärwe flog in die Luft, nachdent es von utrferer ^trouille durchsucht und verlassen worden war. Süd oft licher Kriegsschauplatz. Lage in Akbrulien unverändert. *r Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. * ,* * Ein Angriff auf Dünkirchen. Berlin, den 27. März. (WTB. Amtlich.) Einer unserer Torpedobootsverbünde beschoß in der Nacht zum 26. Mürz die Anlagen des Kriegshafens Dünkirchen vis Revslutrsn in Nutzland. Die Botschafter der Entente bei der neven Negierung. Kopenhagen, 27. Mürz. Tie Blätter berichten ans- Petersburg: Vergangenen Samstag statteten die Botschafter der Al- Metten der neuen russische!: Regierung einen amtlichen Besuch ab. Ter englische Botschafter Buchau an sprach namens der Er schieuenen. Er begrüßte die neue Aera des Glücks, des Fortschritts innd der Ehre, die für Rußland begonnen habe, und forderte Rtch- 'land auf, mehr als je die Aufmerksamkeit auf den Krieg zu lenken. Er hoffte dann, daß das neugeborene Rußland vor keinem Ovfer zurückschrecken rverde, nnt die Einigkeit mit der: 'Alliierten zu stärken, damtt der endgültige Sieg über DeutschLarck erreich: werden könne, der Sieg für die großen Grundsätze der Gerechtigkeit, der Freiheit, Gleichheit :urb Rechte der Natt anal i täten, für die die Alliierten eingetrelen seien. Rach Buchanan sprachen der italienische und der französische Botschafter m dem gleichen Sinne. Ter französische Boffcdafttr 'fügte hinzu, die Stellung der neuen russischen Regierung sci schwierig, aber Frankreich, das selbst ganz andere Krisen durch gemacht -habe, wisse, daß ein Volk, das stark sei kraft seiner Vaterlandsliebe. alle Schtvierigkeiten siegreich Überwitwen könne. M i l - jukow dat:kte und erklütte: die provisorische Regierung wurde geb:ldet, tveil das ganze russische Volk daran zweifelte, daß das alte Regime fähig sei, den siegreichen Abschluß des Krieges herbe: zustihren. Aufgabe der provisorischen Regierung sei es, alle Kräfte des Landes zu org«nifteren, zur gemeinsam ei: Arbeit für deu Sieg. Er habe keinen höheren Wunsch, als dieses Programm durch znführen. Tie große Umwälzung Ixibe diese Arbeit einige Tage ansgehalten, sie sei aber Nun aus allen Gebieten wieder ausge- nvmmen werde,:. Eine Evgebenheitsadreffe der Großfürsten. ?.^ersburg, 28. Mär^. Die Großfürsten Nirolai Nckolammtsch, Nikol«i Michailowchch, Alexander ?.Äichailonntsci» Borts Mladimirowitsch, Alexander Michailoi»ittch, Sergius Michai- low-ttsch, Dimtitrius Kvnstanttnvwlitsch, die Prinzen Gabriel Kon- stanttnowitsch mW der Herzog Alexander von Oldeickurg scnchtrst der provlsoris^chen Regierung ein Telegramm, m dem sie sich vollstärchig der Anfthanntlg anschl^eße::, die in der vom Großfürsten Michael Alexcmbrowitlch «msgasprochenen Abdaw- Oachüdrrkwive bargaegt ist. 'SHeidftntig sprechen sie den festen Ent- Achluß ans, die provisorische Regierung in jeder Wpise zn unter-- M!tz«r. Betreffend die Apanagegüter der Großfürsten und Prinzen drückten sic die Ansickck aus, daß diese in Uebereinstimmung mit der IvvOigenanuteii Urkunde jetzt Staatseigentum seien. Tie konstituierende Versammlung. " Basel, 27. März, -zf.) Havas berichtet auZ Petersburg: Es ist numnehr endgültig beschlossen worden, die l on ft 1 1 ui e i* enb e B er s a mmlung voraussichtlich auf Ende April rrcrch Ai o s kau einzuberufen. Die russischen Heerführer. K o p e n Hage n , 26. März. (WTB. Nichtamtlich.) General Letschi tz k j, der sich b-ei den Kämpfen in Südgalizien vn Vorjahre und in den Waldkarpathen im letzten W.nter ausgezeichnet hat, wurde einer Nachricht aus Petersburg Ufolge zürn Führer einer Heeresgruppe an der rrrssischen Westfront ermrnnt. Die Revolntronsregiernng und das Heer. Stockholm, 26. März, (zf.) Der russische Befehlshaber an der Rigaer Front erließ folgenden bezeichnenden .Armeebefehl: „Soldaten! iJhr werdet von Spionen des Feindes, die sich russische Uniformen verschafften, aufgefordert, den Offizieren den Gehorsam zu verweigern und den Krieg gegen Deutschland ernzu- stellen, daS gegen Rußland rrichts Böses vorhabe. Gerüchte von emer Gefangennahme einer von Petersburg ausgesandten Abordnung sind unwahr. Bon Petersbürg ist überhaupt keine Delegation abge- reist. Der starke Feind wartet nur die Schwächung des russischen Heeres ab, um im. geeigneten Llügenblick über uns herzu,y.llen. Glaubt nicht den Verrätern des Volkes, die in Militäruniform diesen Geist anssäen. 'Ans eurer Klugheit und Standhaftigkeit beruht Rußlands Zukunft. Radko Dim'itriew." Der Ausschuß der Arbeiter und Soldaten Petersburgs erließ einen „Tagesbefehl Nr. 2"', wonach die Entscheidung Über das Recht der Soldaten, ihre Offiziere zu wählen, einem besonderen Komitee übertragen wird. Die Bataillonsausschüsse erhielten den Auftrag, darüber zu wachen, daß die Trltppen in Petersburg nicht ihrer Waffen beraubt werden. Von den Truppen der Nordfront schloß sich bisher nur ein Teil der Stellungnahme der im Arbeiter aus schuß vertreterien Petersburger Garnison an. Der Arbeiter- und Soldatenausschnß in Petersburg forderte von dein neuen Befehlshaber des Petersburger Militärbezirks General Kornilow Aufklärung über gewisse gegen Käeröburg gerichtete Truppenkonzenrrierungen. Aus Helsingfors wird gemeldet, daß anher Admiral Nepinin auch der dortige Befehlshaber einer Linienschifss- Prigade, Admiral Tebolsin, infolge eines unglücklichen Zufalls getötet wurde. Berlin, 28. März. Von einem russischen Stabsoffizier. dem es gelungen ist, vor einigen Tagen aus Petersburg nach Schweden zu flüchte:!, erfährt ein Vertrauensmann der ,„Bvss. Ztg.", daß schon in den ersten Märztagen die Kasernen einer Reihe von Petersburger Regimentern reinen Bolksver- sammlungslokalen glichen. Tag .und Nacht hielte:: sich dort Zivilisten aus, um Reden zu halten, Proklamationen und rote Schleifen zu verteilen. Subalternoffiziere nahmen daran teil, und die wenigen älteren Offiziere sahen ihre Ohnmacht ein. Gegen den 10. März verließen etwa hundert eidstreue Offiziere Petersburg, ürn der bereits beginnenden Revolution zu entgehen. Ter Arbeiterkind Soldaten verband wurde tatsächlich schon Ende Februar gegründet. Tabei lvaren in erster Linie nicht sehr republikanische Tendenzen als Frieben s fordern n gen maßgebend. Bis 1916 hätten sich die russischen Feldoffiziere brav gehalten. Ties alles sei plötzlich anders geworden, als zu Beginn des Jahres 1917 Vas kriegsindustrielle Komitee, von den Kadetten und Oktobristen unterstützt, Ui großer Macht gelangte. Der vom kriegsllidustriellen Komitee völlig abhängig gewordene ruffssche Feldoffizier wurde «volutionär. Die Arbeit in den meisten Petersburger Fabriken ruht laut Bericht des „L.-A". Fortgesetzt kommen Ausschreitungen gegen die Fabfikleitungen vor. In den rPutilowwerken sind die Zustände gänzlich chaotisch. Die Arbeiter hielten Bersannnlmcgen ab, in denen als Ursache des Streiks die Unnötige Fortsetzung des Krieges bezeichnet wurde. Alle Direktoren der Werke wurden gefangen ab- führt. In peinlichste Lage geriet die neue Regierung infolge Streiks in der Notendruckerei der Reichsbank. des Uccker Bauernunruhen heißt es, in verschiedenen Blättern nach russischen Quellen, anläßlich der von der neuen Regierung angeordneterr Getreidebeschlagnahme hätten in verschiede neu Gouvernements Zusammenstöße stattgefunden. Die Bauern hätten sich geweigert, Getreide zu den neuen Höchstpreisen abzugeben. Die Bauernbevölkerung und die Geiftlick>keit zeigten sich immer mehr .als Zarenfreunde. werden nicht angenommen. Die Menage wurde reduziert. Manchmal leiden sie auch Hunger. Wenn die Urlauber nach Hause kommen, machen sie ein bischen Revolution. Auch wir veranstalten Kundgebungen, alles, um endlich den Frieden kommen zu sehen, den wir sehnlichst erwünschen. — Aus dem Briefe ist zu ergehen, daß die S ti m m u n g i n d er i t al i e ni s chen B e v ö l kx ru ng eine wesentlich andere ist, als sie von der kriegshetzerifchen Presse dargestellt wird. Die Nachrichten über die zahlreichen Kundgebungen der letzten Zeit'erhalten dadurch ihre Bestätigung, ebenso die )eit langem erwiesene Tatsache, daß die italienische Bevölkerung erst durch die auf Urlaub befindlichen Soldaten die Wahrheit übe^ die wirkliche Situation erfährt. Bezeichnend ist es auch, daß die italienische Zensur Nachrichten über das Wohlbefinden der italienischen Kriegsgefangenen nicht passieren läßt. Sie stehen offenbar zu sehr im Widerspruch mit den Schreckensschilderungen, m:t denen die italienische Heeresleitung die Mannschaften von der freiwilligen Gefangennahme abzuhalten sucht. _ » Teuerung in Spanien. Frankfurt a. M., 27. März. Die „Franks. Ztg." meldet aus Madrid: Die ungeheure Teuerung infolge maßloser Ausfuhr droht schlimme Folgen zu haben. Die hungernden erbitterten Arbeiter mit Einschluß der Eisenbahner kündigen den Generalstreik an. Der Zivilgouverneur von Madrid ist zurückgetreten. Seekrieg. Kristiania, 27. März. (WTB.) Nach einem Telegramm aus Liverpool ist der Dampfer „Korsnes" am 24. März vor Bcrrdsey Jslano (Wales) von einem deutschen Tauchboot versenkt worden. Der Dampfer war von St. Malo nach Liverpool unterwegs. Wie das Ministerium des Aeuhern mitteilt, ist am 22. März die norwegische Bark „Sirius", mit einer Ladung Korn von Buenos Aires nach Nyborg unterwegs, von einem deutschen Tauchboot in die Luft gesprengt worden. Zwei an Bord befindliche dänische Lehrlinge wurden gerettet. Einem Telegramm an das Ministerium des Aeußern zufolge wurde der in Kristiania beheimatete Dampfer „Gr e u ma r" am Samstag durch Geschützfeuer Vers e n k t Nach einem Telegramm aus Cherbourg wurde der Dampfer „Hugin" von einem deutschen Tauchboot versenkt. * Aus dsm Reiche. Aus Amerika. Washington, 26. März. (WTB. Nichtamtlich.) Mel- skmng des Reuterschen Bureaus. Außer den gestern crufgeru^ i fernen Truppen find noch 20 weitere Regimenter und fünf !Bataillone Nationalgarde zum Bundesdienst einbe- rusen worden, umfürdenF allin ne rer Wirren das Eigentum zu schützen. Diese Truppen wurden aus achtzehn Staaten des Westens, insbesondere des mittleren Westens, hwangezogen. Aus dem NeichStagsauSschutz für ErnährrmgSfragerr. Berlin, 27. März. (WTB. Nichtamtlich.) Nachdem im Ausschuß des Reichstages für Ern ährungs fragen vorliegenden Mitteilungen, wollen die Ausschüsse zur Nachprüfung des Ernteergebnisses, m jedem Kommunal- verbcmd einer, aus Unterkommiss io naren der Reichs getreidestelle, der Reichsgerstengefellschaft, der Reichshülsen fruchtstelle und aus Sachverständigen aus anderen Gemelliden bestehen, mit Mililär- personen in jedem landwirtschaftlichen Betrieb die Erntebestände aufnehmen, die für- den eigenen Verbrauch! des Empfängers bestimmten Mengen sofort jaus sondern und re7viAbtte:erungspflichtigen lieber schuß gegen Aushändigung des Anerkenn uugsscheines in ein, von der Gemeinde lzu stellendes Lager bringen lassen und den Ueber- nahmepreis vereinbaren. Liefert der Vetriebsinhaber nicht, so geht der Ueberfchuß imrt der Aussonderung an den Komimmal- verband über. Der Uebernahmepreis wird durch die zuständige Behörde festgesetzt. Verheimlichte und versteckte Vorräte verfallen dem Kommunal verband ohne Entschädigung; außerdem erfolgt rücksichtslose Bestrafung. „. „ Irr der Aussprache erklärte Präsident Balocik:: Die Verhandlungen mit der Heeresverwaltung über den Umfang ihres Verzichtes fmb noch nicht abgeschlossen. Die Ergebnisse der Volkszählung müßten hier mH da berichtigt werden, aber mir bei dem Nachweise, daß zu wenig Menschen gezählt worderr sind. Ter Ausgleich für die Herabsetzung der Brotmenge ist natürlich, unvollkommen, aber ein anderer sei nicht möglich. Men bisherigen kriegswirtschaftlichen Erfahrungen zuttiider sei die Ernte rum ersten Male überschätzt worden, und die Ueberschätzung erst reichlich spat bekannt geivorden. Der Ernst der Lage rechtfertige weder eine scharfe Kritik 'noch utopische Vorschläge. Die Schweinebestände reichten für die notwendigen Schlachtungen nicht, daher müßten die Ruldvrehbestände scharf angegriffen werden. Wohlhabendere Gemeinden wurden 75 Pfennige, ärmere bis m 90 Pfennigen pro Kopf und Woche als Zusatzfleischmengen erhalten. Die Vermehrung der landwirt- sckmfllichen Erzerranisse sei schon ans Mangel an menschlichen und tierischen Arbeitskräften unmöglich, ganz abgesehen von den Trans- portsckrwierigkeiten. Unmöglich und aussichtslos sei die vorg es ch lagen e Aufhaltung der Beschlagnahme und Wegnahme von Lebensmitteln in der Landwirtschaft. Es sei unmöglich, ohne Brot und Kartoffeln zu leben, das müsse die Landwirtschaft sich klar machen. Gründest, dte m der Person des Betroffenen liegen, erfolgten nicht lediglich vorübergehenden Ausweisungen, ebenso die Versagungen der Rückkehr nach Elsaß-Lothringen in solchen Fällen unter die Aufenthaltsbeschränkungen, für welche der in dem Reichsgesetz vom 4. Dez-eniber 1916 geregelte Rechtsschutz gilt. Berlin, 27. März. (WTB.) Bei Beratung des Antrages des Grafen H oe n s b r o e ch in Verbindung mit dem Antrag von Oldenburg über den uneingeschränk- ten U-Bootkrieg und den Friedens f ch luß im Herrenhaus gab der Vizepräsident des Staatsminifte- riums v. Breitenbach die Erklärung ab, daß die königliche Staatsregierung im Hinblick auf die oberste Kommandogewalt in eine Erörterung über diese Anträge nicht eintreten könne, daß sie aber, falls, wie es den Anschein habe, mit der Erörterung des Antrages eine Besprechung innerpolitischer Fragen verknüpft werden solle, anheimstelle, diese Besprechung an einen Ausschuß zu verweisen. Die Anträge wurden ohne weitere Erörterung an einen Ausschuß von 21 Mitgliedern verwiesen. Aus Stadt und Land. Gießen, 28. März 1917. Eine neue Blockadepotitik Englands. Amsterdam, 26. März. (WTB. Nichtamtlich.) Dem '^.Mgemeen Handelsblad" zufolge wird dein englischen Unterhaus morgen eine neue Blockadepolitik vorgeschlagen werden, die auf den Handel Hollands und der anderen neutralen Länder eine sehr starke Rückwirkung haben kann. Der Unionist Bolairs brachte einen Antrag ein, 'worin gesagt wird, daß Deutschland sich selbst in die Stellung des Outlaw unter den Völkern versetzte, und daß jetzt die Zeit gekommen sei, um eine neue europäische Lehre cruf- zusbellen und durchzuführen, nämlich die, daß keine überseeischen Vorräte das Gebiet Deutschlands und seiner Bundesgenossen verlassen oder dorthin gelangen dürfen. Fn 'bau Anträge wird verlangt, daß die Vorräte für die neutralen Länder in Europa so rationiert werden, daß der Handel mit Deutschland und seinen Verbündeten in allen in den königlichen Verordnungen genannten Artikeln voll- Aändig urrmöglich wird. Derselbe Gegenstand werde morgen ^isch im Oberhause zur Sprache kommen. Dort tverde beantragt werden, daß eine Untersuchungskommission für den dänischen und den niederlarrdischen Handel eingesetzt werde. ie Aushebung der JahreSklaffe 1918 in Frankreich. Paris, 27. März. Die Kammer nahm mit 432 tgcu 39 Stimmen die Forderung des Kriegsministers an, vischen dem 12. und 15. April d. I. die Iah res k l a s se 91 8 aus zuheben. Die Stimmung in Ftalien. Wien, 27. März WTB. Nichtamtlich.) Dö Blätter ver- Sffentlichen ans einem Briefe, der an einen itallenischen Iriegs- aefangenen einzuschmuggeln versucht tvlurde, folgende Stellen: Mein Giuseppe, der noch immer im Schützengraben ist, ichcerbt -aarjbLubttrde Brie^. Er beklagt sich sehr über das Essen. Pakete Berlin, 27. März. (WTB.) Der Hauptausschuß des Reichstags nahm bei der Fortsetzung der Beratung über die Schmtzhaftfragen folgende Eutschlreßung ern- stimmig an: Der Reichstag wolle folgende Erklärung beschließen: Nach der Auffassung des Reichstags, welche mit der von dem Kriegsminister im Hauvtausfchuß abgegebenen Erklärimg überernstimmt, falten die in Elsaß-Lothrrn- gen gegen deittsche Staatsangehörige angeordneten, aus Deutschlands Wirtschaftskräfte. Einen tiefen Eindruck auf die Zuhörer hinterließ der von 'warmer Begeisterung getragene und von einem interessanten Lichtbildermater ial begleitete Vortrag, den Herr Valentin Müller gestern in der Turnhalle der höheren Mädchenschule über obiges Thema hielt. Ter Vortrag war zahlreich, auch von Damen, besucht. . Der Lügenfeldzug unserer Feinde richtet sich bekanntlich nicht nur geg>en Deutschlands militärische Stärke, er hat auch den Zweck, den Glauben zu erschüttern an Deutschlands Fähigkeit, im gigantischsten der Kriege, den die Weltgeschichte je gesehen hat, wirtschaftlich und finanziell durchzuhalten. Deswegen war es eine dankenswerte Aufgabe, die sich der Redner gestellt hatte, vor seinen Zuhörern ein von beweiskräftigen Ziffern gestütztes tebelwiges Bild der riesigen Kräfte zu entrollen, die.Deutschlands Volkswirtschaft mnewohnen, ihr reuen stolzen Aussckmmng verliehen haben, den unsere Feinde uns neiden. 2lus dem Vortrag gewam: man die Ueberzeugung, daß das von Lloyd George m maßloser Ueberhebnng geprägte Schlagwort von den „silbeinien Kugeln, die den Krieg entscheiden sollen" uns nicht schrecken kann. Englands Geld sollte Deutschland auf die Knie zwingen. Und heute steht trotz des zweieinhalbjährigen Krieges Deutschlands wirtschaftliche Kraft unerschüllert da. In 5 Kriegsanleihen hat das deutsche Volk freudig und aus eigener Kraft über 47 Milliarden Mark dem Vaterlande dargebracht. Wenn der Ruf ertönt, wird es zur Hergabe neuer Mittel wieder willig bereit fein, lind wie sieht es bei unseren Feinden aus? Das auf seine Machtmittel so stolze England sieht sich bereits genötigt, Zwangsniaßnahmen zur Ftzianzierung des Krieges in Erwägung zu ziehen, ein Gedanke, deii — das sei zur Zerstreuung der unsinnigen Gerüchte, die hier und da im Umlauf sind, nachdrücklich betont — Deutschland im Bewußtsein der Opfer- freudigkeft seines Volkes weit von sich weisen frmm Der Redner wies ferner darauf hin, daß die in Kriegsanleihe gezeichneten 47 Milliarden Mark nur einen kleinen Teil des nack> zuverlässiger Schätzung 375 Milliarden Mark betragenden deutschen Nationalvermögens darstellen, daß die Vermehrung der Schulden des Reichs nicht als Verlust an Nationalvermögen zu verbuchen sind, da ein großer Teil der dem Reich geliehenen Gelder an die Bevölkerung als Gewinn und Arbeitslohn zurückftießt und neues Kapital bildet. An Hand der drei Betriebsfaktoren der Volkswirtschaft: Nalln, Arbeit und Kapital, zeigte er, daß dank der hohen K ulturstufe, der Arbeitsamkeit und der überlegenen Organisationskraft unseres Volkes und dank den: Vorsprung, den wir infolge unserer lebendigen. * Volks kraft, unserem Geburtenüberschuß unseren Gegnern gegenüber chaben, unsere Produktionskraft die ihrige erheblich überragt. Der Geburtenüberschuß betrug in Deutschland 840 000, in England 465 000, in Frankreich 58 000 Seelen; die Zahl der des Lesens und Schreibens Unkundigen aus st 10000 Rekruten in Deutschland 2, in England 100, in Frankreich 320: die der erwerbstätigen Personen in Deutschland 28,1, in Frankreich 20,7, in Großbritannien 20.2 Millionen Menschen. Die intensive Ansnutzimg der deutschen Bodenflache beweist die Tatsache, daß die Getreide-und Kartoffelernte im Jahre 1913 bei uns 84 Mllionen Tonneii ergaben^ wahrend der Ernteertrag in England sch auf nur 12 und in >^rankreich 32 Millionen Tonnen stellte. Auch im S chv ße der deutschen Erde ruhen unermeßlick-e Schätze. In pascher ^olge smd die Industrien, die sch auf diesen Bodenschätzen aufbcrnen, gewachsen. Tie Stein-und Braunkohlenläger Deutschlands werden auf 423,4 Millionen Donnen geschätzt und machen die Hälfte der europäischen Läger aus. Tie Kal il äger, ein Naturnionopvl TeaticklandS. Srntgat schon jetzt Äwo 2MMrNrm,en Mark iakMA An Roheisen erzeuge:: wir jährlich Werte von rund 1 Milliarde. Mark und überrage:: Englands Produktion damit nahezu um das doppelte. Unsere Stahlerzeugung von 17 bis 19 Millionen Tonne:: macht etiva % der Weltpvoduktivn aus und überragt letzt die Englands um das zweieinhalbfache. Unsere El ektr: z: t ats- indnstrie bringt alljährlich 1200 Million«: Mark em, die Englands nur etwa 450 Millionen Mark. Deutschlands che im s che Industrie ist mit 1 3 ,4 Milliarden Mark als Aktivposten m seine:- Bilanz zu buch«:. _ .. , r « P Weitere intewchlte Ziffern gab der Redner über Deutschlands Handel und Verkehr, über den gewaltigen Umfang fernes Eisenbahn-, Wasserstraßen-, Post- und Femspirchnetzes sowie seiner Handelsflotte. Auf fast allen Gebieten der, Volkswirtschaft zeigt fick Deutschlands Borsprmig vor seinen Feind«:. Die Deutschen Gietzenev Stadtthecrter. Die Kreuzclschreiber. Bauern!oiiiödie von Ludwig Anzengruber. 1872 ist dieses Stück geschrieben, dess«: heitre Philosophie der Stein llopser Hans in die Worte faßt: „Tu, 1 hörst zu dem all n und dös all's g'hört zu dir! Gs foun dir mx t lustige Welt!" Mit anderen Worten, inan muß es nur Erstehen, die Tragödie in eine Ko:nöd:e umzuwandeln, ^rcchfio wn. es d:e oberbayerischen Baue«: tun, dw :m 1 ^fchlbcnk«tsstre:te ihre Kreuzeln unter «n Schriftsllkck gesetzt haben 'und nun vou ihc«: Weibern gezwungen ivevden, entweder aufm -^ibod n zu schlafen, oder ihre Unterschrift znrückzuziehen und nach Ronr, zu wallfahren. Aus des Stein klopf er ha nsls Nat Nnrd mm «ne lustige Romsährt niit Bußschwester:: inszenier mck> fevi Mutterwitz twum- phiert durch die Eifersucht der Weiber, die alles daran sttzen, die eheliche Eintracht wieder herzu stellen, -er Schllltz Äwa^ stark ins Vossenl-afte aus, während d:e an und ftrr sich prächtige Epiode des alte:: Brenninger, der sich nach sünfziMahrrgem ehelichen Frieden den erst«: Zwist w zu Herzen nimmt datz er ms Wasser geht, in ihrer Tragik über den Rahmen der Komödie h:n- ansgreis Schluß hatte bi e Auffasfung des ganzen Stückes beeinflußt, die demgemäß das Biirleske zu kräftig unterstrich. Trotzdem hätte manches b-^ber aufgefaßt dmftn. Wilhelm Hellmuth hatte als roprelleiter sichtliche ..stnhe verwendet, verdiente sich aber als Sbentklopftrhans, bea er tn biederen Schalkhaftigkeit treffend ^Mrakterrfierte, besonderes Lob. Auch Oskar Feigel stellte :m Blnrern vom ,,Gelb«: Hof cm Figur auf die Bretter, die sich sehen lassen konnte. Wan muß es ihn: ilberHaupt zuerkennen, daß feine Leistunge:: mletzter Zeit sich erheblich vervollkommnet habeil. ?lda Mahr hatte d:e,Bau Josepha übernommen, die sie, abgesehen davoit, daff fte etwas bäftiger hätte sein können, gut durch führte. Msondere ErwaEng verdient Karl S t e i n me y e r,, der an Stelle von lowski den alten Brenninger spuckte und das Tragische der Gestalt überraschend feinfühlig zur Geltung brachte. Rudolf Goll spielte mit dem Altlechnerbauern, der froh ^stdurchi die Romfahrt von seinem Weibe befreit zu werden serm stärksten Pofs«rtrilmpft aus. Hermme W o s s i d l o gab die schmucke Kellnerm Eurt L e r ch den breitsMrig«: Großbauern. Außerdem tvar twd} eme gwste Anzahl von Mbenrollen teils gut, teils wamger gut besetzt. Bon einem Urteil über die gesanglichen Leistung«: wollen wrr rm öll' gemellten und im besmideren absehen. __. <. , Zu verwundern ist, daß die alte treffliche Komödie nicht so besucht war, wie man erivcrrten sollte. 22 . T arm sta dt, 26. Marz. Gesamtgastspiel des Züricher Stadt- tdeaterS. Das Shakespeare'sche Lustspiel „Wiehes Eu ch gefall t" imrrbc gestern durch Mllglieder des Ltadttheaters m Zürich zun: erst«: Male Rer aufgeführt. .Dieses von Poesie u:ä> ^>chalkl)eit umwobene Lustspiel, welches sich bis jetzt trotz aller Versuche als ftlr die Bühne ungeeignet erwies, hat nun durch Direktor Dr. Reucker eine Neulliszenieruiig erfahren, d:e rm all- gemeinen befriedig«: ka::::. Er lxfi durch B-rivendung der Rellel- bllihne den Anschein einer einheitlichen Handlung erreickst. Er bemitzt, wie er selber sagt, die bei der Münchener Shakespearebuhns gemachten Erfahrungen und schuf durch emen doppelten Rund- it 11 Vit jr . r 7 -,— , r -- . bogen einen Vvrdcrraurn, der durch eme Zuggardine und emen Vorhang abzuschließen ist und sckialtete alles derart mem- Faltenvorhang ^ , 1 -/—— r - ----- ,anbei, daß alle Benomidlangen bei verdrmKelter Buhne blitzschnell und lautlos vor sich gel-en. und nur eine Pause nach dern < 3. Akt erforderlich wird. Die Verwandlungen grug«: schnell vor sich und die Bilder im Argormerwald, iij ivelchem fich Mfc die ganze Handlung abspielt, boten einen reizvollen Anblick. Die .Hairdlung ist märchenhaft, einige Personen, die undramatifch fmo mW sich oft in lange philosophisä-e Reden verbreitern, erhöhen die BirhnenilMvirksa: 1 :keit. Aber diese Nacksteile werden aufgelwben durch den poetisck>en Reiz und die schöne Sprache, d:e das Stuck beseelt Tie Schweizer Gäste haben mit die,er Ausfulirung einen vollen Erfolg e^ielt. Alle Parti«:, auch die llemsten, laufen von guteii Mäften gespiell, die über eine vorzügliche ^Prachteamn verfügten. Das Publikum nahm das Stück sehr betfällig aus und spendete lebhaft«: Beifall. Das Großherzogspaar :var ammnend» faß) Aec^xäk Türr unwrw.>ller Weise — auf Giestener Vor- HÄtirisso Bezug nahm oder von ihn«: ansging. Sie trugen die Ueberz^lgung nach Hause, dast das, was uns dor Krieg an Material und Mo-n schon raubt, a; i o mffren: grosreu Vorrat au Schäden erneuert und durch Sparsamkeit und vermehrte Arbeitsleistung ausgegliä-en wird, und dpst die Kriegslasten in d«: 375 Dttlliarden Mark Volks- vernrögen Deutschluuds :md in seinein jährlichen Volkseinkommen wn 43 Milliarden Ncark eine genügend starke Unterlage luben. Unter reickwnn Beifall schlost der Redner mit den: Worte Hin- denburgs: „W:r wollen rmd wir w erden es nwcki«: — weil nur Deutsche sind!" Cr buupfte darm: die Mälprmrg, den Heros des tuutsäxn Volke-.- und seine Feldgrauen nicht im Sttck-e zu lassen, sondern ilM treudeutsche Gefolgschaft zu leisten und recht zahlreich und reckpt lroch die sechste, hoffentlich letzte deutsche Kriegsanleihe zu zeichnen. » Osterurlaub. Nachdem die Transportschwienigkciten auf den Eisenbahnen erheblich herabgemindert sind, ist nun anch die seit Wochen bestehende strenge Urlaubssperre für die Mannschaften des Besatzungsheeres in der Heimat ausgehoben worden. Das heißt aber natürlich «nicht, das; jetzt sofort jeder Soldat, namentlich während der bevorstehenden Feier- tage, wirklich Urlaub bekommen kann, denn damit wäre erneut eine lleb erfüll:mg der Züge verbunden, die unweigerlich zu weiteren Einschränknngen führen müßte. Es sollte sich deshalb jeder ernstlich überlegen. ob gerade seine Anwesenheit zu Hause unbedingt notwendig ist. Vor allem haben diejenigen zuerst Anspruch auf Urlaub, die schon Längere Zeit im Felde umreit. Dann aber auch die Landwirte. Deren Beurlaubnn.g iu der jetzigen Zeit der Frühjahrsbestellung kommt nicht nur ihnen selbst, sondern auch der Allgemeinheit zugute. Wer heute noch keinen Urlaub bekommen kann, bleibe geduldig in seiner Garnison, es wird auch an ihr: die Reihe lommetn. Natürlich darf jetzt aber nicht etwa, weil der Vater tricht nach Hause kommen kann, die ganze Familie zum Vater sabren. Damit wäre der Zweck der Einschränkung ins Gegenteil vermehrt nnd die Bahn erst recht überlastet. Ukrmentlich während der Ostertage muß darin, von den 'Familien strenge Selbstzucht geübt werden. Das Süchtigste ist. daß bei den: nun bald eintretenden warmen Wetter die Kartoffeln hernngebracht Uwrdeu können, daniit wieder genügend Lebensmittel in den Städten sind. Der Güterverkehr ist augenblicklick) die Hauptsache, der Personenverkehr kommt erst in zweiter Linie. Wir leben in einer Zeit, die von jedem Verzicht auf Meqnomlichkeit und Vergnügen fordert. Angespannteste Ar- flvcit und gewissenhafte Pflichterfüllung ist heute die Losung. Auch die Erholung darf nicht über das unbedingt Notwendige hinausgehen. Es soll jeder nur immer und immer wieder daran denken, wie viel schwerer- es unsere Soldaten draußen an der Front haben, dann wird ihm der verlangte Verzicht klein und selbstverständlich erscheinen. * ** Jisiolge der Papierttrappheit und durch die notwendige Veröffentlichung dringlicher amtlicher Bekamit- »ULchurrgeir muß die heutige Nummer der Gießener Fa- »nilienblätier anssallen. * ** Amtliche Pcrsonalnachrichten. Der Grvstkierzog 4-at durck) Entschließung vom 24. März dem Minister des Innern v. Hombergk zu Vach die Erlaubnis zur Annahme und znm Dr»gen des sinn vom Deutschen Kaiser, König von Preußen, verliehenen KiDneiwrdens erster Klasse erteilt.i — Am 24. März d. Is. wurde der Pfandmeister Christian Bausch in Dieburg vom Tage seines Dienstantritts an in gleicher Diensteigenschaft in den Bei- tteibungsbezirk Lampertheim versetzt. ** Ter bisherige zweite Vorsteher deS Bahnhofs Gießen, Vorsteher Hahn ist mit dem- 1. April von Gießen nach Lollar versetzt. Das Scheiden dieses allgemein geehrten und beliebten Beamten und Vorgesetztem ivird von seiner Kollegen allgemein bedauert. ** Arbeitsj-ub iläum. Am 21. ds. Mts. feierte auch der zweite Arbeiter der Gail'schem Tampfziegelci u:tt> Tonwarmfabrik, der Ofeirmeister 5barl Engelhardt aus Hausen, sein 25jähriges Jubilmm:. Auch er ^wurde vom Verein Deutsche Donürdnstrieller, vmn Deittschm Verein für Don, .Zement und Kalkindustrie und vom Verein der Fabriken feuerfester Produkte, durch ein Diplom und iCtiK Denkmünze ausgezeichnet und Geheimrat Dr. Gail ehrte ihn durch eine Ansprache und überreichste ttynt ein. ^schenk. ** Fle i s ch p reis e. Wir verweisen auf die heutige Kekanntinachiung des Oberbürgern:eisbers über die Fleisch- pvktse. Gecken den bisherigen Instand ist insofern eine Aen- darnng eingetreten. als frisches Schweinefleisch künfttg 2 Mark das Pfund kostet. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Metzger «nicht berechtigt sind, für bestimmte Fleischstücke oder Wurstsorlen höhere Preise zu fordern. Die Vereinfachung der Preisfestsetzung erleichtert es der Kontrolle. Preis Überschreitungen festzu stellen. Die Erhöhung für Schweiuefleisch .var dadurch nottvendig, daß die Sck)Weinepreise in der letzten Zeit eine Erhöhung erfahren haben. ** Verbotene Seifenherstellung. In der letzden Jett inehren sich die Klagen darüber, daß große Kreise des Pnblikmns, insbesondere der Landbevölkerung, die Herstellung vou Seifen selbst überneh;nen. Dabei werden angeblich vielfach Butter, Rohfette aus Hmlsfchlachttmgen, sotvie anders »für die Ernähmrng geeignete Fette verarbeitet und so den Ernährungszwecken entzoaer:. Es> bedarf keines besonderen .Hinweises, daß dieser Verschwendung von wertvollen Fetten in schärfster Weise entgegengetreten werden muß. Die Herstellung von Seifen aus pflanzlichen und tierischen Oelen und Fetten ist durch die Bekanntmachnng über das Verbot der Verwendung von pflanzlichen uud tierischen Oelen und Fetten zu technischen Zwecken vom 6. Januar 1916 (Reichs-Ges etzbl. S. 3) in der Fassung der Bekanntmachung voin 21. Juli 1916 (Reichs-Gesetz'bl. S. 765) verboten. Dieses Verbot bezieht sich nicht nur auf die gewerbliche Herstellung, sondern aus jede Herstellung überhaupt. Offenbar ist weitert Kreisen der Bevölkerung dieses Verbot, dessen Uebertrctung mtt schwerer Strafe belegt ist, gar nicht bekannt. Es darf jedoch erwartet werden, daß bei Bekanntgabe diese Uebertretungen für die Folge unterbleiben. ** Jungwehr. Mittwoch, 28. März, Antreten: 87* Uhr. Komp. 620: Ober-Realschule. Komp. 621: Gymnasinm. ** Wehr turnen. Die diesjährigen Wehrübnngen nehmen in Kürze ihren Anfang. An denselben können Jung- mannschasten teilnehmen, die seit dem 1. April 1917 einer Lugeudubtettung angehöjveu und au diesem Tage 16 Jahre alt sind. Ernttttttsmeldurrgen werden mündlich und schriftlich Bergstraße 21 cntgegenaenonrmen. ** Ein sckönes Beispiel. Gestern erschienen mehrere Schulkinder aus O b e r - B e s s i n g e n unter Führung ihres Lehrers Jacob sin Stadthanse und überbracbten als Geschenk iwrschiedene Lebmrsunttel. Nach dem Wunsche der Speirder werden die Gaben für Schulspeisungen armer Schu 1 kinbe x der hiesigen Dvlksschulen Verwendung finden. Der Oberbürgermeister urrd Haüpt- lehrer Knauß dankten den Erschienenen für hie schöne Svende und die dadurch bewiesene wackere Gesinnung. Der Oberbürgernneister belohnte die jugendlicherr Ueberbringer, indem er jeden: ein Buch überreichte. ** Achthundert Mark in Zwanzigmarkstücken wurde:: Ijcute von dem Bankgeschäft Jockei in Gttdwerg an die hiesige Reühsbankstelle abgeliesert. Der Goldsclpatz stammt aus einem ^Nachlaß und belvcist, daß iimner noch Gold in manäKt: Häuser:: verborgen ist. ** Treibriemenläaer. Zur Teckimg von Treibriennnu- bedarf in kleinem Umfang sind :uul>solg^ude Ausbesserungsläger im Korps bezirk errichtet ivorden. Dort kömvu: Rienmn stücke zur Ausbessermrg von Treibrienum unter erleichterten BeditMMgün eittuoinmen Iverden. Ferner tverdcn die Ausbesserungsl m.rer die Stttler, souxit es sich unr Riemoweparattrre:: handelt, sowie die Brunnen- m:d Punrpenbaucr mit Treibriemenleder versorgcru -A'us- besserungSläger: Richard "Appel, Frankfurt a. M., Iordanstr. 60, Carl Busse, G. m. b. H., Mainz (Biebrich), Jickrus Lcholtz, Siegen in Westfalen, Bah::st. Wcideimu-Sieg. ** Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung. Um die Geflügel- mid K>al:i:ul)ei:zucht, z'tvei gerade fetzt für die Volksernährung :ncht zu m:terschitzendc Faktor«:, zu heben uud zu fördern, habe:: sich die betreffenden Vereine, von de::: Gedanken getragen, daß dtutzzucht ohne Rassezucht nickst zu errcick>en ist, entschlossen, zu Ostern ds. Is. bis 9. ")lpr:l ans der Liebigsböhe z:: Gießen eine Geflügel- und Zbanu:ck^n:en Verbände Oberl-esse::s ihre U:tterstütz:mg iu Aussickst gestellt Hab«:, so steht zu erivart«:, dast wertvolle Tierarten hier zur Ausstellung gelange::, und daß den Besuck>eri: mMuk^eS ")lnregende geboten wird. Daß aber auch :nai:chen: Züchter für seine Beinühmrgen eü: «tt>- sprechender Lohn zuteil tverden wird, gen>ährleiste:: die in großer Menge z::r Verfügmrg süchnwen Preise wrd Ehrenpreise. Bon Ix*-- sonderem Interesse dürfte ein Brutalwcrrat sein, der so eingestellt ist, dast an: Tage der Ausstellung das Aussckstüpfen der Kücken' von den Besuchern dcvlxrchitet tverden tan. ** Ter Damcnschnciderinncnkursus, der am 20. Februar in: hiesigen Gewerbehaus mtt 12 Teilnehmerinnen unter Leitung von F'van Wunderlich begomren l)atte, wicrda am Dienstag nachmittag durch 0>eh. RegierungSrat N o a ck, dem Vorsitzenden der Größt. Zentralstelle für die Gelverbe a::s Darin - stadt -geschlossen. Die Ausstellung der angeferttgte:: Arbeiten ist Freitag, Saurstag und Sonntag von 10—1 und 3—5 Uhr im Gew erbe sau S (Krrchstvaße 16), 1 Treppe hoch, geöfmet. DierttiegsanIeiheistdiewaffeüervaheimgcbUebenen. Landkreis Gießen. ** T a u b r i n g e n , 27. März. Am vergangenen ^amstag fand hier ein sehr gut besuchter Vertrag mit Lichtbildern über „Die Reichsbank im Kriege" statt. Herr Lehrer Glaser «'öffnete die Versammlung und- ül^ergab dann dem Redner deS Abends, Herrn Lehrer Daab aus Lollar, das Wort. Tie Amveswrdn: lohnten die überaus gelungen«: Darbietungen und Vorsi':hrm:gen! mit reichem Beifall. An das lehrreiche Hauptthenra schlossen sich dann uock) Bilder ans dem Lalmtal - der deutsch«: .Heimat — und aus 1 Deutfch-SüdloesttAftiöa —der fe«:«: Heimat vieler Teattsch«:. Herr Lelfter Pfeiffer sprach das Schlußwort, dem der Gesang von „Deutschland, Teuffckstand :'iber nlle-S" folgte. )( Mainzlar, 28. März. Für heimatlose Urlauben welche ihren Erholungsurlaub in dem Lehrerhnm Vogehsbcrg bei Schotten zubringen wollen, sammelt«: die Schüler der hiesigen Volksschule unter sich den Betrag vm: 22,20 Mk. I < tt. Treis a. L., 27. März. Gestt«: abend fand im Saale des Gastwirts Will dahier ein vaterländischer Mend statt, der mit einen: tarn der ersten Sckvllklasse unter Leitung des Lelxrers Hddrich gesungeir«: Chore oröfftret '.ourde. Tann brachw Pfarrer Büchner das Kviferhoch aus, tvorauf Lehrer D a a b von Lollar in ein«n duvch Lichtbilder unterstützten 1V- ständig«: Vorträge eine mlsführlickw Schilderung der vaterländisch«: Arbeit der d«:t- schen R«chsbonk in: Kriege gab. Er betonte dabei die unbedingte Sicherhett der dem Reiche dargelielstnen Gelder und. forderte in ernsttm Wort«: sowohl zur Llblieserung der etwa iwch vorlwndcn«: Goldstücke u:id golden«: Schmuchach«: m: die Goldankanfsstell«:, als auch zur reg«: Beteiligung an der sechsten Kriegsanleihe auf. Zirm Schlüsse führte er noch einige schöne Lichtbäder ans den: Lahntal mW ans Deutsch-SMoeßafrika vor. Nach etreent Danves- wort a:: den Redner wurde der schön verlauf«:^ Ab«tt> mit d«n gemeinsamen Gesang vm: „Deutschla:tt), D«:ffchla:tt) über alles" und mit einem Schülerchor gegen lOfts Uhr gesckstoss«:. — Das Hessische Kriegsehrenzaichen erhielt Lehrer Eberte dahier, .z. Zt. SanitätS-Gefreiter in >Bad-Nau!tein:. ** Watzenborn, 28. März. Die Hessische Tapferkeits- medattlc erhielt der Matrvsen-Artillerist Otto Jung, Sohn des Sckmeidermeislcrs Baltb. Jung II. ** W i ef e ck , 28. März. Mi^ketier Karl S t 0 l z e n h a u e r , Sohn von Werkmeister Karl Stolzenhauer, tvelcher seit 1914 in Frankreich gekämpft hat, w'iurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Kreis Büdingen. 4. Büdingen, 28. März. Wie überall, so sollen auch in unserem Kreise die 9—14 jährigen Kinder der westfälischen Industriestädte auf einige Monate untergelwacht:verden. Durch die Vermittlung von Dekan S chä fer, Büdingen, u:tt) die Bmrittvilligleit der Landwirte ist es bisher sckwn gelungen, eine große An.zahl Kinder untcrzubringen. Es meldeten an die Gemeinde Blcichenbach 24, Lißberg 26. W!enings Lorbach 30, Obermockstadt 27 Freistellen. Auch die übrig«: Orte haü»«r eine zahlreiche Beteiligung in Aussicht gestellt. l d Eckartsborn, 28. März. Am vorigen Freitag ab«:d sprach gelegentlich einer vaterländischen Veranstaltt:ng in unsere- Schulsoal Pfarrer Kahn, Ortenberg, üb>er „Die Quellen deutscher Kraft, die Bürgschaft de::tsck)en Sieges". Der Saal war bis aus den letzten Platz gefüllt, prachtvolle Lichtbilder erläuterten den zivei- stündiqcn Vortrag, Lieder und Gedichte der Schuln:tt)er und älterer Mädchen unterbrachen d«: Ab«:d in fchönfter Weise, -um dessen Zustandekommen sich Lehr«' Karl, Eckartsborn, besonders ver°- dient gemacht hatte. Kreis Schotten. § AuSden: oberen V 0 ge l S b c r g , 28. März Seit zwei Tag«: schneit es ununterbrochen fort u:tt> cs sind »vieder solche Schneemassen zusammen gelveht, daß heute die Berkehrsstratzcn au ff geschoppt werden mußten. Von einem kommenden Frühling läßt sich nun wieder wcfft die geringste Spur crkemren. Wenn auch tagsüber die schon höl>cr stehende Sonne etwas fri'ihlingsähnliches mit sich bringt, läßt der noch immer nachts wiederkehren de Frost wieder alles verschwitttwn. Eingesandt. fFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dein Publikum gegeuüber keinerlei Verantwortung.) Zur sechsten Kriegsanleihe. Gestatt«: Sie, daß ich meinem gepreßten Herzen einmal in Ihrem geschätzten Blatte Luft mache. Es nnrd jetzt so viel über die neue Kriegsanleihe geschrieben und geredet, ab«' d a S . worauf es anlonimt, überseht:: die Leute. Was nützen die besten Belehrungen und die schönsten Benchnungen gegenüber her weitverbreiteten Ansicht, jede Zeichstirung auf die neue Anleihe verlängere den Krieg! Diese Auffassung ist erst gestern wieder aus unseren: Kcgelabend geäußert ward«: und sie gilt es zu bekämpfen. Es muß deck Leuten klar gernackst loecbn:, une friedenSfördMid lobe Zeichnung auf die Anleihe wirkt Sch«: unsere Fettttx ein, daß wir zr: jed«n Opfer bevctt stttt), so tverden sie d«: Mnrps ausgeben: nur durch einen vollen Erfolg der Lbtteihe kcu:n dies erreickL n>erde::. Wer ai:s die neue Anleihe zeickmtt, v«ckürzt den Kr:rg. Wir nlüssen d«n Feinde zeig«:, dast die silbern«: Kugeln. wldw nach Englmtt>s Erklärung den !)tzneg entsckvüden - bei uns sind und dein Staate nnbegrerrzt zur Verfchping stcl^-u. In d:es«n Sinne nrüsscn sie nnrk«:' Tmu: wird der Erfolg nicht aus bl «den. Hockuckitungsvoll: G. L. lll. Vr!efkaften der Uedaktkon. Mnouhme Aufrageu bleiben uubcrüLs»chttrt.tz Landwirt v.: Wir beglücllvünsch«: Sie zum guten "IvrCttiif Ihres Lickers. Leg«: Sic dcm Erlös in der ranv«: Ztzneg^anleilre cur. R. M. in 5.: Nett:, Sie Iwaich«: fick) nickL^ zu fckZäm«i Ihr alter O:ckel war eben ein Sv:cheritt:g. Brürgen Sie die gefm:d,il«: Ewldmünzen z:rr Reichsbauk und leg«: Sie d«: Erlös in Kriegsanleihe am Sie ist die beste und sicherste ^Kapitalanlage. Mündelgelder für w.: Für die Kinder Ihres vesittwbeu«, Bruders kämen als Anlage mir inillchelsichere Gelder in ( '\rage. Tazu eigiutt sich die K^rragsanlett)e in jeder LÄeise. 'Sic ist iwündej- sicktcr mtt) bietet cmß«'dem nvcki Gesviunchanc«r Patriot in Ja, and) Htttt»enburg zeichnet die KrioiMnütthe. „Gehe hin und tue deSgleich«:." N. 5. Sic frag«: cm, ob Kautionsgelder, die ein Bean:ber bei der Bank hdrderlegt hat, am!» in Kriegsanleihe umg«vm:delt lvero-m Mm«:, indem nun: die Wettlxrpiere Tybitinrlegt ? Es ist dies selbst verständlich der Fall mrd bedarf mrr einer vorherigen Bcnacb vichtigm:g der betreff«tt>«: Bank, die sich gerrre danrtt ein verstand«: erklären ^vird. v. v. Die Bezeichnung Lmttiwirlschaft umfaßt mcht die ge» werblichen Mttneroien. Sie müssen sich zur Stanunrolle rnelden mrd dann ourch eine besondere Eingabe eine Entscheidung herixtt" ftlhren, ob Jlw Betrieb als kriegsnnchtig anzusehen ist. Letzte Hadiric&tctt, Großfürst Nikolai. Bern, 27. März. Großfürst Nikolai ersuchte die Regicwung um die Ern:Lchtigung, sich in der ^ßrin: niederlass«: zu dürfen. Die Stellung der ruffifdrcit Ar:nre. Sto ckholm, 28. Marz. In den Ktteis«: der neu«: Petersburg«: Regierung ^herrscht eine Furcht vor der Haltmrg der Armee. Die Lage ivird in den: Arineekonunando als ernst bezeichnet, iveil die Halttmg der Trirppen im Falle eines entftcjt feindl:ck>«: An griffs als gänzlich imgewiß bezeickyret wird. Im Heere lverde eine mächttiw Werbearbeit getrieben, die Waff«: zi: strecken, sobald der Feind angreift. Offiziere, ivelche diese Achtativn zu ersttcken suchen, wurden sofort niedcwgesckwssei:. Die prowsorische Rcgienmg lvandtc sich dar::::: n:tt ctiurm lsi:fri:f an das ganze Land, Nwrin eS l)eisst: Tie Armee müsse iväblen zivisch«: dem K^rieg mrd der llnterord- myrg mtter Deutscl>lm:.d, w^üches ettr reaktionäres Rußland Wieoer - einsetz«: will. Die Fortsetzung deS Krieges alnw sei unniöglich, wem: die jetzig eAgttatton fortgesetzt iverde und Lknnee imd Volk in der Weise ernialmt ivürden, die jetzigen Maßnahmen der Regierung zu verhindern. Eine derttlickx? Anttvort erteilte sofort Hierauf die so-zixilistische Zeitung „Praivda". Sie v«'öfftntlichte eine Resolution des Z«rtralkomttoes der Soldaten und Arbeiter, worin die Soldaten «imrhnt tverden, die Schützengrälwn zu ver lassen mtt) zum Feind ülxwzugeh«:. Die D«ttsch«: würden firf: iu die Ordmmg der inssisck-«: Verhältnisse nickst einmisch«:, die stiussen brüderlich cmpfmrg«: und d«: Frieden h«fftellen. Die Kriegsheße in Amerika. Haag, 27. März. Die „United Preß" berichtet aus Ma- shington: Von mntlick^r Sette nnrd der Eindruck vernrittelt, l»aß der Kvr:greß bei seinem Zusan:n:«:trttt de:: Krieg erklär«: wird. Weiter versichert die Depesche, daß Anrerika Vorbereitung«: zu einen: tatsäckstich«: Angriffskrieg trifft. Die Stiminung ttn ganzen Lande so: dagecr«:, dast bloß der Kriegszustand erklärt \wxbc. Haag, 27. März. Tie „Tinwö" meldet ca:s-Washington: Die letzt«: Maßregeln dar Regierung )veg«: Ei:tteilN7rg.deS .Miezen Lm:deS in seckM nrilitärische Bezftke, um die sttekrrttierun/, imd Mobilis:e«n:g zu erleichtcr::, die Ett:ber::fung der National golden und die Erlwhung der Marinemmrnschaften deuten darauf bin, daß die ZbriegSerklärung m: Teutsckstand zu erwart«: ist. Diese Maßnahnven werd«: vms"der Presse in d«: Vereinigten Staaten allgemen: günstig :mn«:. Die Ärmst vor Mexiko. Genf, 28. März. Wir der „Petit Parisien" mcs Washington meldet, koimn«: täglich alarntt-erende Nachrichten ans Mexiko. So sei jenseits der nrexiManischen (Z>r«rze eure A«wee von 150 bi - 200 000 Deutsch«! in der Bildimg begriff«: oder bereits ausgestellt. Ter e wünsche Estneral Obregon soll in Meziko lwsang«: g«wnnn«: lvorden sein. Mchr weist nicht, ob die dQvtsckw Arinee mit Caranza. Villa oder Tiaz znsamnwnarbett«:. Siä>er ist an- lgcblich. daß der d«ttsche Einfluß nttlitarisch \v& fnvanziell Mexiko beherrscht. Eine Anfrage der Ml-einigten Staaten. Haag, 27. März. Retter berichtet aus Washingdn:.- Die Vereinigt«: Staaten l)ab«: dnvckk dcn: spanischnr Gesandt«: tt, Berlin anfrag«: lass«:, ob sick) Aineriftmer mtter den Sve!«:br befind«:, die an Lwrd der „MÜve" als Gefangene nach Deutsch land geführt ivirrd«:. Wenn ja,.so wird die Regietm:g der Bereinigt«: Staaten, wie ttn Falle des Dampfers „Barvvlvdale", wn die sofortige Frnlaffturg dieser Amerikmrer ersuche::. Englische Furckft vor der Invasion. Rotterdam, 27. März. Der „Menlve Rotterdanffche Courant" tneldet aus Lmttwn: Im llnterlause tettte Bttn ist« Bonar Law :mt, dast eine Invasion an bestttnmt«: Punkten der Ostinste bevor stelle. Kett: vernürrftiger Mensch glaube aber daran. Die llrsache sei ein Befehl an die Tr::ppen «:tsd>c Offensive: Mögen sie komm«: oder nicht, ich verhalte mich so, als hrcnn sie in strotze 1 : Meng«: kämen. Ick: habe daS Belvusttfein, nichts veriraichlässigt zu bab«:, lvuS die Er- fahnmg der vergange:«n Tage verlangte. Ich l-abe die Gcwisp heit, liber ein d:rvch d«: Krieg gestärktes z user schuldig iind. Die Grundbedingung des Erfolges ist die tätige ZuversickN der Natiow Ntöge. das Volk sich von sein«: äugstlickxn Bttorn- nissen befrei«:, uröge eS Diszchliu Imlt«: :md auf die grospu Ziele sckMuen, möge es Vertrauen hegen m:d es tn:nch den Sieg l)aben! Die chinesische InteressenvcrtretMlg. Berlin, 27. März. Nach dem ^llröruch der diptonintischm Beziehung«: zncksch«: Dnttschlaud u:rd China, hat der hiesige dn> Nische Gesandte die Vertretung der chiuesischeu Interessen übe' nommen. Für die Wahruehuuing der Interessen Chinas in Belgien, die Ehe: den inanittgfalttgen fttmnziellen und industriellen llirtei < nehmungen dieses Landes im Reiche der Mitte l>ckain:t sind, nicht unerheblich sind, hat Schweden sich bereit erklärt. F)rucksachen aller Art llotert ln jede: gowOnschten Ausstattung pteiswert dia Brühl’sche Universitäts-Druckerei. Schulst^, 7 Heute entschlief sanft nach langem schweren Leiden unerwartet mein unvergeßlicher, teurer Mann, unser lieber, herzensguter, treusorgender Vater, Schwager, Onkel und Schwiegervater, der Königliche Eisenbahngütervorsteher Wilhelm Rode im 63. Lebensjahre. Gießen, den 27. März 1917. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Helene Rode, geb. Schoppe Arthur Rode, Gerichtsassessor in Mainz Rudolf Rode, Eisenbahnpraktikant, Unteroffizier, z. Zt. im Leids Otto Rode, Gefreiter, z. Zt. im Felde. Hi ifr-> Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. April, nachmittags um 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. ssiod Wij . ""-'0 ‘ V i' "" ^-4- besonderer Anzeige, Meine geliebte, treusorgende Frau, unsere herzensgute Mutter und Großmutter Frau Betty Kaess geb. Adami ist 51 Jahre alt gestern abend infolge einer Lungenentzündung entschlafen. » Saristätsrat Dr. Kaess Gießen (Frankfurter Straße 44), den 27. März 1917. Elsa Koehler geb. Kaess Hänschen KoehSer. Die Beerdigung findet Freitag, den 30. März, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen wird gebeten Abstand zu nehmen. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und iür die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden bei dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes Heinrich sagen -wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. oisio Familie Heinrich Weller XVi. Wieseck, den 27. März 1917. ’.-v, ....« - sr *&&&<&&&■ -•: 7 xiki WM-LM Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Oly, die aufmerksame Pflege der Krankenschwester und für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank. 2460 Frau Marie Christ geb. Koob und Kinder. Bieber b. Kodheim (Steinmühle), den 26. März 1917. j Unbcimiteite Sinener: ?eau sucht gebr. Sportwagenund ^ 5»iudcrKubl zu kaufen. Schr. Angeb. unter 01854 an den Gies;. Anz. erbeten. Gebrauchter, gut erhaltener Schreibtisch nut Seitenschrankchen u.Aussatz zu kaufen gesucht. Schr. Angebote mit Preis unter 01866 an den Gieü. Anz. Miticlgc. Ncisckorb oder ^istc zu kaufen gesucht. Schi. Angebote unter 01860 an den Gieszener Anzeiger. Kaufe Brillanten .',u hohen Preisen. Bin einige Zeit hier am Platze und komme ins HauS. 01852 lt. Ihreher. Hotel Kohel. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante KarsKne Plank geb. ßripr sagen innigsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 28. März 1917. 2507 Danksagung. 3fltr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schmerzlichen Verluste unseres teuren Entschlasenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Im Namen der trauerndenHinterbliebenen: Lina Biedenkapp geb. Klein. 8 Gießen, 26. Mär; 1917. 2462 Zahle für Lehlachtkavivedsv von 4V» Pfund ab per Pfund lebend Gewicht abgeholt 1 Mk., Selbstbringer 1.20 Mk. LH. Renner II», Krosdorfer ©träne 9. [ 017ü0 für gebrauchte Möbel. Kaufe auch ganze Haushaltungeti. Ij, Mitose *1 zweig, 01747 Gienen, Seltersweg 581. Zweispänner- Pritschenwagen (Rollwagen) 60—100 Zentner- Tragkraft, zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 2158 an die Geschäftsstelle des Giehener Anzeiger. Danksagung. «Zur die vielen Beweise herzlicher Teil- g nähme an dem schweren Verluste unserer treuen MW Entschlafene», der Helene Schmidt tm sagen wir allen herzlichen Dank. WA Jnr Flamen der trauernden Hinterbliebenen'. Carl Schmidt, Werkmeister. ?P -Nroldors, den 26. ."iärz 1917. 2179 M Siiumetitaler l l l U Jahr alt, erstklassige ostfriesischc Milchkiih Mil MK v &dyfaf 8 Wochen alt, zu I 0 öUlil, verkaufen bei Landwirt Karä JUcil, 018S8 Butzbach. 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