Nr. 75 Der Sktzener erschein! täglich, außer SonnlagS. — Beilagen: kletzenerFamilienblatter; Ureirdlütl für den Kreis Gletzen. Bezugspreis: nwnatl. 90 Pf., viertel- jäl)rl. Mt. 2.65°. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 86 Pf.: durch diePostDck.2.45viertsl- jährl. ausschl. Bestellg. Feristprech - Anschlüsse: furdieSchttftleitung112 Perlag,KefchäsLsstelleol Anschrift für Trahluach- rrchten: Anzeiger Gießen. v chr. Jahrgang . Nenttag. x . vienstag. 27 . März M Pöftldjedfcnte: Zranksurt urch den Egoismus des andern als durch besondere sittliche Borschristen und amtliche Eitrwirkungen. Die Preise erreichen die erträgliche Höhe, wem: ein Konkurrent gegen den anderen kärnp-ft und es seinen Fleiß gelingt, Waren zu. billigerem Satz anzrcbieten als der andere. Die '.Kemrtnisse, Instinkt nrid Hebung, die ein Großkaufmann und Großhä-ndler, ein Landwirt, Indn-strieller und Techniker sich im Lause dieses Lebens und aus der Erfahrung von Geschlechtern heraris! errungen Haben, ka:m ,nan mrmöglich von der Beamtenschaft eines! Staates in einem Millionenvolk in gleicher W^ise verlangen. Tie Begeisterim-g für einen Kominnrnsmns an Gennßgütern, der rein in der Verteilung besteht, ist durch die Erfahrimaen dieses Krieges endgültig ansgelöscht. Wir haben die tieferen Wurzeln kennen gelernt, warum ein solches System notwendigerweise ver< wgen innst Grade je verwickelter der Wittschafts betrieb eines MülWnenVolkes ist, de,to mehr muß die EürzelVerantwortlichkeit gestattet Wetten. Ter Stachel zunr Fottschtttt liegt gerade dattn, daß der ^lMrge imd Tüchtige mehr mp sich, und seine Familie hält, als der Faule und der Begideme." Bei solchen Lkrsführung-en muß man unwillkürlich au dre Ernährungsarrsschüfse der russischen! Soldaten denken. Dre KompaMrie-Familien sollen sich ja jetzt auch selbst versorgen Der Krieg hat, das vergißt Traub denn doch, andere Grundlagen und schreibt auch andere Gesetze vor als der Friede. Was sich im Frieden bewährt hat, können wir im Kriege nicht einfach als amvendbar loben und beibehalteu. Mängel und Unregelmäßigkeiten sind, so scheint es, unab- anderttche Begleiterscheinunyen des Krieges. Sie müssen nur aus ein Mindesttnaß begrenzt loerden. Der öfterreichrfch-ungarische Tagesbericht. Wien, 26. März. (WTB. ^chlanttlich.) Amtlich wird verlautbarl: 26. Mürz 1917. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Nördlich des Csobenyos^Tales scheiterte ein russischer Angriff. Sonst nichts von Belang. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besondere;! Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldrnarschalleutnant. Die Revolution in Rußland. Daö Verhalten des Heeres. '• a9c26 - März. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Petersburaer DrahtmeLnmg meldeten der O b e r b e - f e h l s Hab e r Ä le xe j e w sowie die übrigen 5de^rführer dem Mrmsterrat. daß alle Armeen dem Baterlande und der neuen Regierung Treue geschworen haben. Auf Anregung des Kriegvmiiilsters wurde der Plan für die N c u g e st a l t u n q der obersten^ Heeresleitung nach französischem Muster ausgestellt. Danach wird der Kriegsausschuß, be- Krregs- Marine- und Finanzminister, dem Minister des Aenßern und den Vertretern des Verkehrs- und ^andwirtichaftsminljters die Leitung und die höchste Entschei- dung über alle Heeresfragen haben, abgesehen von den rein strategischen Anordnungen, die dem Oberbefehlshaber un- Jfruftetictts itnt so die von dein Kriegsausschuß aufgestellten Erregsziele nach seinem Ermessen zu errercheu. Die Heeres-„Reformen"! m st /1 ba m 26. Mävz (WTB. Nichtamtlich.) Die „Times" meldet aus Petersburg vom 22. März über die Reformen die m der ru; fischen Armee eingefühtt werden sollen: Die M a nn scha ske n werden srch in Zukunft selbst verpflegen Zu diesem Zweck wrrd jede Kornpagnie einen Ms schuß von 8 Sol- daten wahen,sMne ihre eigenen Lieferanten und euren Schreiber werden aber das Rocht, der Grolle Offizierskorps soll nnt der bishettgen Protektivn-''-- nnrt,ä)cht aufgeräumt werden Die allen Gerrerale, die die Alters- ^^^^kvüberschrrtten haben, lvcrdeir pensioniert. Die Armeen an der Front, und m den Ruhestellungen soll«: in Zv Fühlung imt ernemder gebracht werden. ^ Nikolai Nikolajewitsch. ^ .^?lin 27. März. Zu der Meldung, daß Großfürst Ni- ^seMwvrden sei, erfähtt die „Voss. Ztg.": über dre Ernenrcung des Großfürsten zum Ober- lleüwllw^ s?' lsteüh der Abdankrmg des Zaren als von diesem p^ttmllrg vollzogen und aus gearbeitet, seinerzeit von der Re- LM Zu Mrllichkeit Ehat man aber oamms m Pskow den Zaren gezwrrngen, die chni vorgelegte Ur- uittcrzelchnen. Es iit zweifellos, daß die neue Regieruna den .Oberbefehl dem Großftcrsterr zu übngeben. nach Petersburg nicht sofort an, weil er hlC - nme Gerung mit den Forderungen der ^zca1pllsch.u Nebenregrerimg zu rechnen habe und daß diese seine MlchtwüMch A« IS. Mär 7 E-Ü mJCr« Ei-Iadim, nach w r !^ 6 - w-chchhcrMch daran?, daß dir Dmnn- b^uh samcr mit ber Rrbearechcrniig ^ Arbt'ttervarbmchxs zu einem Einver- qiuwms gekvmmm, fei. In WirMchkeit hmü>elte c" sich mn ™ **J»rat«t G°°bftirst«r nach Petersburg zu locken ,n,d il», ÄÄi.-E)adlich M mackMi. Die ^Bekhostimg des GrokÄrüan dürfte mmrrttelbar bevorftchen.. General Evert. Genf, 27. März. (L. A) Ncrch Merdn-ngeir anS 8k-ch- land habe General Cv^rt der provisorischen. Rsgiernng se^ne Entlassung eingereicht. Bon Everts Nachfolger General Lestschitzki ettoarte man einen entscheidenden Einfluß auf das OffizterkorpA der vormals Eveütschen Armeegruppe. Die Opposition der Arbeiter und Soldate«. Paris, 26. März. (WTB. Nichtamtlich.) Der „TempS" mel- dct aus Petersbicrg. Dre Arbeiter- und Solöatenaus- j chü; se fahren fort, die Handlungen der Regierung zu behiridern, Sre verbrerten Ausrufe, deren Programm, welches in den: heftigsten Tone gehalten ist besorgniserregend ist. Krmnlow hrckte mrt den Ausschüssen Beiprechungen, um auf die Gefahren aus- n 5'J in 2 U machen, die. Rußland aus einer verlängerten Agitation entstehen konnten. Die provisorische Regierung erlaßt zahlreiche^ Ausrufe, um den Extremisten Vernunft zu predigen, x Das „Journal de Peuple" meldet ans Petersbicrg, daß 'die Delegierten der gemischter: Ausschüsse besonders die Revolutionärs verlangen, daß gegen dsen Zaren und seine Familie An klag e erhoben iwrird. Kriegsminister Gutschkow an die „Timest .Amsterdam, 26 März. (WTB. Nichtamtlich.) Kriegs-- minister Grr t s chkow richtete namens der provisorischen Rcgierrm«' folgendes Telegrawm an die „Times": Wir bleiben der gemeinsamen Sache trat! Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Glückwünsche. Rußlands Armee und Flotte be- E? ^etreullch bas htnte. Reich. Ich hoffe, daß Rußlands Wiedergeburt dre Bande Mischen uns und dem tapferen btttffchen Botte noch statten wird. * * * Die Kartoffelpreise in Frankreich. . -<,d ^rn, 26. März (WTB ) Wie „Dopeche de Lhon" wiffeu will, hat der sramo,ische Mrmster für Verpfllgmrg, Violette, für Kartoffeln folgende .Höchstpreise festgesetzt: Für Vrodu- zentm: für getvohnttck-e Sotten 15 Francs, für bessere Sotten 18 Francs für den Doppelzentner: für Meinverkauf: für aewöhn- s? 0 iür das Kilo, für bessere' Sorten ^ ur ^ ^lbo. Dre Höchstpreise sollen am 1. April tu Lira st treten. d'inz Friedrich Karl in englischer Gefangenschaft. 26 - Mürz. (PrivwtteL) Inzwischen eingMur» genen nuferen Nachrichten jjtfolge ist Prinz Friedlich in englischer Gefangenschaft. Er hat im Lnstkampf emen Uitterleibs- nnd Armschutz dcvon- getragen. Dl« schwere Berlouudmrg machte eine sofortiqe Operation notig. Der Prinz wurde dazu in ein englisch^ LZarett dicht hrnter der Fv-mt gebracht, wo er sich noch befindet. Der Zustand des Prinzen soll ernst sein ' D - f ^ f f \ e , n 1 ^D°t-dam, 26. März. MTB. Mchtmntl.^ ^er König von Spanien telegraphierte an den drrnzen Friedrich Leopold von Preußen: Erhalte soeben em Telegramm^aus Patts imd bedauere Dir lwg Dem Sohn schroer verletzt rmrrde. Er ephrelt eine Kugel m den^ Magen und muß hntte morgen bedauere lehr. Sophie Louise mrd Dir kttne h Cfc r n il Lnl Ul T- daß Prinz Frisch Karl schnell wcederhergestelll r>r, mrd ,eude herzliche Wunsche Em hber: ,cker Schweden eirrgetroffenen Telegramm aus Besserung^is^^^^ be ~' ^siuzen Fttedttch Karl ttnc lttchto BizefeldweSel Manschott im Luftkampf gefallen. re . ^ r l in, 26. März. (WTB.) Wieder traf ein feindlickies Eeschost ernerr urrserer erfolgreichsten Flieger bei der Aus- uburrg jenrer Pflicht tödlich. Mit ttefem Schnrerz wird die Trauerknnde überall, in der Heimat und an der Front aufgenommeir werden. Mehnnals wurde sein Name in dec amtlichen >geeresberichten genamrt, mit lebhaftem Interesse wurdeir leine Heldencaten von allen gelesen mrd verfvlat Noch an fernem Todestage, dern 16. ?Närz, vernichtete er in ernmr schnerdrgen Angriff einer: feindlichen Fessewallon Sc beiwgte er u: dre: Mmwten elf Gegner, acht Flugzeuge urrd drei Fesselballons. Ein gläirzender Erfolg! Nun er- rerchte cnrch ihn fein Schicksal. Doch unsere bester: Flieaer mögen falle:: — der Wingch, es ihne:: gleich zu tun, llrffporm Zu eben solchen Heldentaten lvird rmr desto ttefer und seht:l:cher ber fernen jungen imd tapferer: Kmnerader: geweckt lverden, zun: Segeri des Vaterlandes'! orredrrch Manschott wurde an: 21. Februar 1993 ge- bE. Vor dem Kriege trat er als Rettut beim 7. badisck«n nfanterre-Regrment 142 ein. Bei Begimr deZ Kr irrt es katn zu e:ner Krastwagensi)lonne und Anfang 1915 zwecks -nrsb:ldung als Flugzeugführer zu eurer Flieger-Ersatz, abtellung. dmch verschiedenen Komr::ar:dos in der Heimat und un der tfwnt erhiett er am 10. August das Fl'ugzeug- ftchrerabzercher:. Nach einem Monat lvurde er zmn Unter- ofsizrer rmd am 17. November 1916 z:m: Vizeseldwebtt besordOrt. Die U-vooterfolge. L"lin, 26 ^März. (WTB. Amtlich.) Ilnter dem i-ereits n Vcr»fft-ntllchungrn im März begannt qcgebencn U-Bootscrfolgcn befanden sich ,me ans den ü,Mischen em gegangenen ausfÄ-rltcheven Melduugei: hervorgeht, ausschlieMrct, der Unterstaatssekretär WalMschaffe namhafte Beträge. In der Versammlung wurde auch Generalleutnant Grüner bemerkt * ® c rlin, 26. März. Abg. Dr. Werner- Gießen hat , fügende Anfrage gestellt: „In HanL- werkerkrersen bestehen lebhafte Klagen, oaß die von ihnen zu entrichtende Bezahlung der Kriegsgefangenen eine W unb „ daß bert ungelernten Kriegsgefangenen nad) 4 Monate:: Tätigkeit in Handwerksbetrieben die Ver- gutung von gelernten Gefangenen (Handwerksgehilfen) bezahlt werde:: muß. Gedenkt der Herr Reichskanzler diese Beschwerden abzustellen? Mir genügt eine schriftliche Ant> Wort." ’ ^WrhL T (WTB.) Die von mehreren Blättern gebrachte Mitteilung, daß der ^taatSimnister Graf vo.n Po ladowski-Wehner, der im August 1915 das Landrats Elvrn g übernommen lyatte, um dem Stelleninhaber den X ? äu ermöglichet, gebeten habe, ihi: vom 1 Upru ab von d^r Verwaltung des Landratsanrtes zu entbinden, fft nach inneren Informationen zutreffend. Wie wir hören, sprach Sfcr-bem oerorenten Staatsm-rnn, der in vorbildlicher Pflichterfüllung, ohne auch rrur einen Tag Erhob::: gsurlaub zu nehmen, das von ihm freiwillig übernommene Amt mustergültig lllhrte, m ern-nn Handschreiben seinen Dank aus und verlieh ihm däbetdas Verdiensckvrnz für Kriegshilfe. r^J! U ^ e ü Je ? 6 ‘ lWTB.) Tie Kammer der Reichsräte sttnnnte dem GefetzentNmrs der Regierung, der die erforderlichen Mlltel zur Ausarbeitung eines Entwurfs für die HerstÄllmg einer G ro ß sch isfahrtsstraße Aschaffenburg—Pas sau verlangt, mit allen gegen eine Stimme zu. “«"»railiil daß Aus -em hauptausschuß des Reichstags. Berlin. 26.MLrz. lWTB.) Im tzauptausschuß des Reichstages erllärte bei der Beratung der Schutz hastfragen der Kriegsminister, die Verhaftungen von Personen würden von dem Militärbesehlshaber mcht grundlos vorgenom- MOi, sonder:: wenn der Verdacht bestehe, daß ,ie durch ilrce Hand- ,tagen die Sicherheit des Landes g-efährden. Der Rechtssä-utz könne daher im allgemeinen den Betroffenen erst nach der Verhaftung zugute kommen. Es sei angeordnet, daß die Truppen- oefehlshaber die Verhafteten den zuständigen Militärbefehlshabern m ifterge&en hätten, damit dann in aller Rul>e die Fälle enw spreche:rd dem Schutzhaftgesetz untersucht und behandelt würden. Lckaatswkretär Helfferich führte im Lause der Debatte u. a. Es, da« Mißgriffe vorgekommen seien, sei von niernand bestritten wowen. Tic Reichsleitung, er, wie der Kriegsminister, seien ent- .IchLissen rhr Möglichstes zu tun, um Abhilfe zu schaffen. Aus idi^ON Grunde hätten auch die verbündeten Regierungen dem i'SchuMattgesetz trotz mancher Bedenken ihre Zustimmung gegeben. Zahlreiche Fälle würden dadurch bereits ans der Welt geschafft E anderen würdeir mit Beschleunigung geprüft. In der Aus- whrung des Gesetzes vom Dezember 1916 über die Schutzhaft im Belagerungszustand bestehe in dem Operativ ns- und Etappengebiet die Lchwierigkeit, die Maßnähmen abzugrenzen, die mtter ba§ ergentliche .Kriegsrecht und unter das. Recht des Belagerungs- Mstandes fallen. Der Erlaß des Kriegsministers vom 23. Jw- uuar ichaffe hier eine Grundlage. Der Staatssekretär des Innern kam dann in Be- nrvrhnm ?x*r ^ r. — - ^..c ±... _ r llllUüiim Zeichnet die sechste Kriegsanleihe und wißt: daß unfer unerschöpfliches FationnlvermSgen Euer Darlehen an den Staat vielfach flchech der hohe Zinssatz vom Mich vor dem Jahre 1924 nicht herabgesetzt werden kann und darf- der Inhaber dann Zurückzahlung zum vollen Nennwert verlangen kann,- daß jeder Zeichner durch Verkauf oder Äeleihung, wann und wo er will, über das angelegte Geld ganz oder teilweise wieder verfügen kann,- jede Zeichnungsstelle verpflichtet lst, über die Höhe der einzelnen Zeichnungen Still, schweigen zu bewahren,- auch der zeichnen kann, der kein bares Geld hat, weil ihm die Darlehenskassen andere Werte zu günstigem Zinsfuß beleihen,- daß ein günstigesAnleihe.Ergebnis unfern Feinden endgültig die Hoffnung rauben muß, uns niederzwingen zu können. Gebt unfern Feinden die Quittung für das abgelehnte Friedensangebot! Zeichnei mit aflem, was Ihr aufbringen könnt, Kriegsanleihe! daß daß Au« Stadt und Land. ®W&,n, 27. März 1,17. Die hessische Kunstausstellung wrtwoottmg der Msfühnm.gen Dr. Spahns ans die Straß- ^ burger Rektorswahl znvück. Unter ausführlicher Tarstel- > ^E"ner ^17 tragt von vornherein den Charätter ^.. ~ J sozialen Furso rge-Aktion für die m Hessen lebenden ober aus^Hessen stammende,: Künstler an sickr und steht imter dem tag des Falles stellte er fest, daß konfessionelle Differenzen nicht m Betracht kamen. Er wiedechvtte sein Bedaiiern darüber, Daß die aus nn Mitglied der evangelisch-theologischen Fakultät ge- Mene Wahl, den Anschein konfessioneller Differenzeil eriveckt Ter.elsalz-lothringiichen Regierimg stehe ein besttmmter Ent- schta aus me Reftorswahl arrgesichts der Selbstverwaltung der Umveriltät Nicht zu. * . * Massenkundgebung für die 6. Kriegsanleihe. Berlin, 25. März. Eine eindnicksvolle öffentliche Kundgebung zugunsten der Zeichnung aus die sechste Kriegsanleihe vereinigte heute mittag zahlreiche Bertteter aller Bevölkeciingsschichten Berlins in dem weiten Raum des Zirkus Busch. Ter Zeit angemessene ernste und erhebende Musik- und Gesangsvorttäge, bei denen der Koslecksche Bläserbmrd mitwirkte, versetzte die Versammlung in eine feierliche gehobene Sttmmung. Reichen Beifall ernteten besonders die frisch und ftüylich von etwa tausend Schnlkiiiderst vierltimmig gesungeneii Lieder. Ter Oberbürgermeister von Berlin, Exzellenz Wermuth, hielt die erste Achprache. Ter zweite Redner des Tages rvar Ftnanzminifter Dr. Lentze. Beide Reden fanden die begeisterte Zustimnnmg der Versanmilnng, die sich in lautem Beifall kundgab. In ihrer Zuversicht aus die siegreiche Beendigung des Krieges gestärkt und gehobenen Sinnes trennten sich die Teil- nehme-c an der in jeder Hinsicht großartigen und wohlgelüngenen Kundgebung. Unter den Teilnehmern befand sich auch der Reichskanzler, der bei seinem Erscheinen vom Publikum fteudig begrüßt wurde.' Gegen Schluß trat ein Teilnehnior aus der Deriamnilloig heraus chte in kurzen Worten den Dank -um Ausdruck, deii das nm Soldaten und Heerführern schulde. Die Veriammlung begeistert in den Smw ein: stehnid und erttblößten Hauptes xr erste Vers von „Heil Dir im Siegerkvanz" gesungen. ^ 'Schüler höherer Lehranstalten waren auf den Gedanken ge- ' ^ mit Zeichnungsscheineir zu versehen und den Teilneh- mern an der Verwmmlung zur Zeichrumg vorzulegen. Bald fehlte es an Zeuhn ungssth-iTun. Sichtlich erfteut über den gescl-eiten Ein^ zeichnete,: uuter anderen hervorragenden Persönlichkeiten der u»d b stttn^ wuä kam! Lchutze Sr. ,Kgl. Hoheit des Großherzog^. Der Ausschuß, in'dem sich neben rarer Reihe von Künsllcrn auch Bertveter der größeren hefftschen Städte besiriden, hofft, daß sich im Lande eine Zahl von Ztrftern finden wevdei:, die eine Summe zum Ankauf von Bildern ftr gemeinnützige Zwecke zur Verfügung steller: werdem Den Sttftern st-eht es ftei, zu bestinrmen, wohin die auf ihre Kosten beschafften Werke kommen sollen. Die Stifter aus Gießen und Oberhessei: können also verfügen, daß die von ihren Beitragen gePanften Bilder der in den letzte,: Jahren mit Erfolg begonnene Sammlung des Oberhessifchen Knn st Vereins in Gießen überwiesen werden. ' Die Höhe der Stiftung steht völlig im Belieben des Einzelnen Es sind auch kleinere Beträge für diesen gemeinnützigen Zweck höchst willkommen. Stiftungen in beliebiger Höhe für diesen Zweck können bei Herrn Oberbürgerrneister Keller oder dem Vertreter von Gießen in dem Darmstädter Ausschuß, Herrn Geheinlvat Sommer, alsbald aiigemeldet werden. Die Bettäge müssen bis I.Juli bei der Mitteldeutsck>eü Kreditbank auf das Konto Hessische Kunstausstellung 1917 eingezahtt werden. Falls kein anderer Stiftungszweck migegeben ist, wird angenommen, daß die Beträge fftr die Gießener Sammlung des ober- hessischen Kimstvereins bestinrmt sind. Bei denk Zweck der Ausstellung werden auch Anmeldungen zu privaten Bilderkäufen als nützlich anerkannt mrd schon jetzt ent- gegengenonimen. In solchen Fällen überniinmt der Ausschuß die unentgeltliche Berallmg der Käufer, wobei diesen selbstverständlich die Entscheidung überlassen bleibt. Es wird dabei, von der Erfahrung ausgeganaen, daß nianche Personen, die in enter Aus- stetlnng ein Bild kaufen möchten, es imterlassen, weil sie sich nicht trauen, ohne besondere Sachkenntnis eine solche Ausgabe zu mack>en. Der Ausschuß Hoird in solche,: Fällen die Mfgabe btß unparteiischen Beraters übernehnten. Es kö,men also auch Beträge für privaten Ankauf durch die genannten Herren bei dem Darmstädter Ausschuß angemeldet werden. ' Amtliche Personalnachrichten. In den Rnhestarid versetzt tonrde am 17. Februar der Lehrer Jakob Groß gal Essen heim, KreispMcrinz- auf sein Nachsuchen m:ter Anerkennung seiner langjähriaen treuen Dienste mit Wir- kuolg vo-m 1. April 1917 an. Aus diesem Anlaß tvurde ihm das Rrtterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des GroßmuLogen verliehen. — Der Großherzog hat den Präsidenten des Verwaltungsgerichtshoses Dr. Dr.-Jng. Karl Augiist Weber bis aus weiteres unter Belassung irr seinem bosherogen Amte mit der Führung der Geschäfte des Präsidenten der Ob-errechnungslummer zu beauftrage,l geruht. —t In den Ruhestand versetzt wurde der Weichensteller 1. Klasse rn der Hessosch-Preußischen Eisend ah ngemeinscha st Philipp Krummeck in Bischofsheim vom 1. Mai d. I. an. — In den Ruhestand versetzt wurde der Weichensteller in der ^ftfch-Preußischen Eisenbahngemeinschast Adam-Müller rn Marnz vom 1. Mai d. I. ab. ^ Auszeichnung. Dem Musketier Willi Henn. r EisenbahnbediensteLen Franz Henn, wurde die Hesfrsche DapferkeiLsmedaille verliehen. — Lerrtnant und Adjutant Erich Matth es, ein Sohn des^ Gel)eimvat Dr. ^..'catthes, Bleichstraße 42, ist mit dem Eisernerr Kreuz erster Klaffe ausgezeichnet worden. < ^^E fö rderung. Zum Leutnant d. R. befördert wurde der Lehrer Ludwig Becker aus Gießen. A usdem Stadttheaterbur'eau. UmJrrtümerzuvermeiden, . [et tn Icfeter ©tunbe nochmals darauf hingewiesen, daß ^ l^ullge Aufftihrung von Ludwig Anzengrubers Bauernkomödie 'jr'k ^ bstöol schreibe r" als elfte Dienstags-Abonnements-- Vorstellung zahlt. rn 50jähr. Bühnenjubiläum. Otto Conrad t, der morgen sein 50j ähriges Bühnenjubiläum begeht, gehört zu den zahlretchen M-enschenkindern, die nach einem berühmten! Ausspruche rhrei: ursprünglichen Beruf verfelLten. Wie viele seiner Kollegen, hat auch er erst in der Welt des Seins einer prosaischen Datrg kett^ 1 ich gQvidmet, und dann seine Wirksamkeit hinter die Kulissen m d:e Welt des Scheins verlegt. — Er bestand seine Lehrzeit als Apotheker, wirkte als solcher in Köln und Düsseldorf und» W m dufem Berufe den Leute,: viele Pillen gedreht und manch nttere .Medizin zurecht gemacht haben. Gewissermaßen ist er ja ernem uriprünglichen Berufe, zur Hellung der Krwikl-eiten beizu- rragen, Nicht gänzlich untteu geworden, denn er verabreicht auch etzt noch Pillen, allerdings Nicht mehr bittere Medizin, sondern! olche bue nach dem Rezepte „daß der Humor das tvirksaniste Mittel mr d:e Verdauung ist", zubereitet werden. Tie Laufbahn! Eonradls war sehr wandelbar, er mimte am Teutsckien Theater in Amsterdam, m Barmen, Elberfeld, Crefeld, Zürich, Bern, Kon- tanz, Pillen, Hamburg, Elbing, Heidelberg, Bretnerhaven, Flens- burg, Chemnitz, Leipzig, Dresden, Hildesheim, Jena, Göttingen, ^ ^^, 3 mtt Herrn Direktor Steingoetter nach hier kam und )as Stuck „Richards Wanderleben" von seinem Repertoir stteickpen konnte. Mjöge es dem bald 70jährigen, dem ein gtttiges Geschick Frische des Gctjtes uiid körperliche Gesundheit erhielt, vergömtt fe:n, ,wch tage in seinem schönen Beruft zu wirken und möge an etnem morgigen Elnenabend das hiesige Publikmn seine Wert> chlatzung, die er als Künstler und Ddenschi vollauf verdient, durch ein volles Haus beweisen. Der Schnrierendirektör Emairuel Striese gehört zi: den Lieblingsrollen des Jubilars, er hat sie mit dem hiesi- gen Ensemble nach vorliegenden Berichteii bereits mit großem Erfolge, m Bad-Nauheim und Marburg gespiett, wid so wird Mich hier der Ersoig nicht ausbleiben, ,md alle, die den Frohsinn lieben, werden denn „Ntab der Sabinerinnen" auf ihre Rechnung komnten. ^^.T-as Gesetz über den Vaterländischen Hilfs- u st. per Vorstand des Kriegsamts legt großen Wert lXrräus, daß dte Oeffentlichkeit wettgehendsr darüber aufgeklärt wird, wie die Durchführung des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst gedacht ist. Im vaterländischen Interesse haben sich deshalb der Hanlabund, Hmrdelskaimner, Verband mitteldentscher Jndlsstrialler, KausmännischLr Verein, ^Ortsgewerbeverein, Verein der Detaillisteki, Grossi!ten-Vereinigm:g und Bürgerverern entschlossen, am Mittwoch, den 28. März, abends S 1 /* ll.hr, im Hotel „Fürstzenhvft zu Gießer: einen Vorttagsabend zu veranstaliten, an welckZem Herr Richard Baum, ßftnevalsekretär des Deutschen Verbarches kauf- mämrrscher Vereine, Frankfurt kt M., über has vacherläüdische Hrlfs- dienstgesetz sprechen wird. Herr Generalsekretär Mmm fttt Gelegenheit gehabt, die Arbeiten in Berlin dauernd zu verfolgen, so daß er in der Lage sein wird, in wirkungsvoller Mise zu berichten und über alle einschlägigen Fragen ?lustaft zu geben. Es sei fcttfjer auch an dieser Stelle allen beteiligten Koeiftn der Besuä« des Vortrags angelegentlichst empfohlen.^ ** Die starken Wurz eln deutscher Kraft und Größe. Es sei hierdurch ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß der Eingang zu dem honte abeiid stattftndenden Vortrag (Turnhalle der Höheren Mädckienschule) nur von der Danrmstraße aus erfolgen kam:. ** Alicejchule. Den zu Ostevn die Schule verlasfeor- den jungen Mädchen wird die Gelegenheit geboten, am 16. April Kurse iin Kochen, Weißzeuqnähen, Handarbeiten, Schneidern und Bügeln zu beginnen. Anmeldung Stein- straße 10. ** Die Kaufmännische Fachschule Gießen beginnt chr neues Schuljahr Donnerstag, den' 19. April abends 8 Uhr. zu welcher Zeit sich alle Schüler uni> Schüleriirnen in dem Schul- häuft — Westanlage 43 — einzufinden haben. Anmeldungen neuer Schüler und Schülerrmren werden Dienstag, den 3. April, abends von 8 bis 10 Uhr int Schul häuft — Westanlage 43 — entgegen genommen. Näheres siehe Anzeige. ** Die Besitzer von Tauben werden in emer Bekannt- nvachung -unseres heuttgen Blattes aufgefordert, ihre Tauben tue* (jen der Saatzeit vom 1. bis 30. April 1917 ernzühata. Tieft Sperrzeit tvird auch auf Mllitärbrieftauben (Taub«: der Militär- verwaittrng und der Brieftaubew-Liebhaber-Vereine) ausgedehnt. ** Tie Auszahlung der.Familien'unterftützun- gen an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für 1.—15. April 1917 bezw. für März 1917 findet vom 30. März bis 7. April statt. Näheres siehe Anzeigenteil. **VvlksaufklärungdurchdenFilm. Wie wir uns selbst überzeugen tonnten, verdient der augenblicklich im Lichtspieb- haus, Bahnhofsttaße, vorgeführte Film „Es werde Lichtt' als eine sittliche Tat anerkannt zu werden. Der Klm, nrit Unterstützung der deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten aufgetwmmeii, zeigt in völlig einwandfreier Meise an dem Schicksale zweier Brüder die schrecklichen Folgen, die die im Leichtsinn envvrbene Krankl-eit über Frau und Kind bringen kann. Die Handlung ist zwingend anfgebaut und verschafft der Mahnung „Es werde Licht" ernsten Nachdruck. Vion besonderem Interesse innerhalb der Geschehnisse ist die Vorführung der Wassermannschen Bluttmter- suckwilg, durch die unmittelbar das Vorhandensräl der Kranklieit sestgestellt werden kann, und die Aufnahmen erblich belasteter Müder in einer .Heilatistalt. Wir fönneit den Film daher jedermann als fesselnd und lehrreich empfchlenr. Die Darsteller, die in ihm aus- treten, zeichnen sich durch glänzendes Spiel aus, zumal der Hauptdarsteller, Bernd Aldor, den die Direktioui des^ Lichtspielhauses unter erheblichen Opfern von Mittwoch ab zu persönlichem Vortrage gewonnen hat. Von Frankfurt, wo Bernd Aldor zuletzt persönlich zu den: Filmiverk sprach, liegen m:s sehr aorerkemtenbe Empfehlungen vor. An diesen Tagen ist nur zu Beginn der Vorstellwtgen um 4, 6 lmb 8 Uhr Effilaß. Wir verspreche:: uns von de:: Vorsiihrungen eine tiefe Nachnnrkmig .auf die Besucher und würden es für sehr empfthtensloert .halten, wenn der Film den Angehörigen der Garnison intb Lazarette vorgeführt werden komtte. ** Schwarz-Weiß-Theater. Die Beerdigung des Kampfftteg-ers Hauptmann Bölcke ist ab Dienstag, 27. März, bis inkl. Freitag, 30. März, im Schwarz-Wcist- Theater Seltersweg 81 verfilmt zu sehen. Außerdem: Das dreiaktige Kriegsdrama „Geopfert fürs Vaterland" mit Walter Schmidthäßler als Regisseur uird Hauptdarsteller, „Die weiße Sklavin", ein Mabcherrschicksal in drei Men. ptvte ein nwevesserrrbes Stiergefecht, mrd das! gute hmrw- xMche Bechrogrmmn. ' Landkreis Gießen. ** Belten Hausen, 27. März. Dem Gefreiten der Lcmd- tzyepc- 2. LlufgedotS Karl Faß von hier wurde das Eiserne Kreuz Avcüehen. z. Geilshausen, 27. Mürz. Sanitäts-Gesreiter Heinrich Wallenfels erhielt das Sanitätskreuz. Mit der Hessischen Aapferkeitsmedaille ist er schon früher ausgezeichnet. 1 MG. G ro ß en- B u se ck, 87. März. Der Sanitätssoldat Lud- toig Deines wurde im November v. Js. zum Unteroffizier befördert und ist am 13. März os. Js. mit der Hessischen Tapferkeits- Medaille imb mit dein Sa nitöts Verdi imstk ■ eich net 1 norden!. »— Der Mehrmann Otto Reuteir, Bäckermeister, welcher seit Ariegsbegurn im Felde steht und in Frankreich zweunal verwundet tzvurde. i>t vor kurzem in Rumämen mit dem Eisernen ükreuz- aus- «-eichnet worden. — Unteroffzier Christoph Arnold, welcher seit Ktteg-sbeginn im Felde steht, wurde mit dem Eisernen Kreuze fnissezeich.net. Die Hessische Tapserkeitsmedaillc erhielt er schon vor längerer Zeit. — Christoph Nikolai, L)ohn des Zigarrenarbeiters Christoph Nikolai, wurde hei den Kümpfen vor Verdun für besondere Tapferkeit mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnet. ** G ro Heu-Linden , 27. März. Ersatzreservift Wilhelm Mischer II., Sohn von Schreinermeister Ludwig Fischer wurde mit kent Eisernen ztteuz ausgezeichnet. Kreiß Büdingen. 4tz Büdingen, 27. März. Das Eiserne Kreuz erhielt der ßNuskelier Simon Meyer. # Ko hden, 27. März. Die Hessische TapferkeitSmedaille, vor einigen Tagen Eisernes Kreuz, erhielt der Wehrmann Heinrich Momberg er. 4t Listberg, 27. März. Montag, den 2. April, wird die Hiesige Gemeindejagd ans weitere sechs Jahre verpackstet. 4t Nidda, 27. März. Tie Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Gefreite Karl F e r ro. 4t Ober-Widdersheim, 27! März. Die Hessische Tap- fcrkeitsmedaille erhielt der Landsturmm-ann Heinrich F r a n k. 4t Orleshausen, 27. März. Tie Hessische Dapferkeits- MÄaille erhielt der Musketier Heinrich Reichert. 4t Von hausen, 27. März. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Paul Petri. Kreis Alsfeld. 4t Schadenbach, 27. März. Das Eiserne Kreuz 1 Klasse erhielt der Lehrer Mrttin Weber, Leutnant d. R. Kreis Lauterbach. ü. Moose r Grund, 27. Mlär^. In den Dörfern» unserer Umgebung und aucb hier werden während der Sommer- mtd Herbstferien, durch Vermittlung des „Vereins für Sommerpflege städtischer Kindes und des ,,Offenbacher Lehrervereins", eine Anzahl erholimgsbedürftiger Offenbacher Volksschüler ohne Vergütung in Pflege genommen. Kreis Wetzlar. va. Wetzlar, 25. März. Eine äußerst gut besuchte Werbe- -versammlnng für die sechste Kriegsanleihe fand Freitag nachmittag auf Einladung der Handelskammer Wetzlar im Hotel Kaltwasser statt. Nach einigen zündenden Einleitungsworten gab Bergrai Grvebler kurzen Bericht über den Besuch der Vorträge, in den Kreis^emeinden. Aus der Mitte der Versammlung heraus vmcheu Winke und AnveMngen für die Werbearbeit zur Kriegsanleihe geäußert irnd alle Vertrauensmänner gebeten, wie auch bei früherer Werbearbeit in jeder Gemeinde einen Ortsausschuß za bilden. Der Erfolg ihrer Arbeit ist bis zum 20. April dem Landrat mitzuteilen, da der Herr Minister ans jeden, Kreis txatxi Bericht wünscht. ra. Atzbach (Kreis Wetzlar), 24. März. Tank der persönliihen Fürsprack>e von Pfarrer Ratschlag- Köln-Bayenthal finden 130 erholungsbedürftige Kinder der Städt Essen in der vereinigte'.» Kirchen gemeinde Torlar-Atzbach für mehrere Wochen freundliche Aufnahme zur Kräftigung ihrer Gesundheit. ra. Grvß-Altenstädten (Kr. Wetzlar), 27. März. Von dm 78 Haushaltungen unseres Dorfes, meist ir-cnig begüterte Lcute, wurden für die 6. Kriegsanleil-e 50 000 Mar? gezeichnet. Gm Beispiel, welches NachalMwng verdient. Hessen-Nassau. _** Dillenbiurg, 27.Mars. Das Landvatsamt setzte meh- faaxn Gemeinden wogen Mangelhafter Bütterlieferung den K»ckeranteil für Aprll auf lste Hälfte herab. - -- Frank für t a.M., 25. Märtz. Urtter dem Ehrenpräsidium »es ftellv. kommandierenden Generals, General-Leutnant Ried e l Hat sich hier ein Ausschuß gebildet, der den Wiederaufbau der durch den Krieg geschädigten Frankfurter Handwerksbetriebe mit aflat zu Gebote stehenden Mitteln in Angriff nehnven wül. Ein Ähchruf an die Frankfurter Bürgerschaft brachte in den ersten Tagen rund 100 000 Mark ein. Die eingehenden Gelder sollen zur Unterstützung und Aufrichtung notleidender Handwerker zur ivirtschaft- lrchen und technischsn.Förderung des Frankfurter Handwerks und Unterstützung seiner gemeinnützigen Einrichtungen verwendet werden. Frankfurt o. M., 26. März. Mit Wirkmig vom !29. März ab wird der Preis für Mehl und Brot wie folgt herabgesetzt: Das Pfund Weizenmelst. 04 prozentige Ausmahlung, statt 29 Mt 26 Pfg., der große Laib Roggenbrot, 1500 Gramm, statt 57 letzt 55 Pfg das 750 Gramm-Brot statt 29 Pfg. 28 Pfg. — In Betrieben, die gewerbsmäßig Brot Herstellen, ist die Berei- Ä von Kuchen und Torten jeder Art verboten. Konditoreien . Torten nur unter Verwendung von Ersatzmehlen oder n-ach- we^lich aus dem Ausland bezogenen beschlagnahmefreieir Mehlen Verstellen. Das tton der Stadt gelieferte Mehl darf zur Tortenbereitung nicht mehr benutzt werden. — Wenn einmal dis Tortenherstellrmg beschrärrkt wird, dann sollte die Stadt doch, um r«der Schieberei von vornherein. zu steuern, einfach das Torteu- trafeen. Es seht auch jetzt wahrhaftig ohne == Höchst a.m, 26. Marz. Dw Städtterwaltnnq hat zur Regelmtg des Verkaufs von Pferdefleisch das Flüschkarten- lystem zur Einführung gebracht. Die Ffeischkatten werden unmtt geltlrch verabfolgt, in eriter Linie an mnrderbenrittelie Einwohner und kommen bei den anderen Fleischkarten nickst zur Anrecklwnc/ Ter Höchstpreis für ein Pfund Pferdefleisch wurde auf' 1 SO W festgesetzt. Die Lage des Arbeilsmar! es für Hessen, hcssen- Nassau und Müldeck im Monat zeoruar syst. Das allgemeine Kennzeichen der Lage des Arbeitsmarktes rm Vormonat, dre starke Nachftage nach Arbeitskräften, gab auch dem Berrchtsmouat in unveränderter Weist das Gepräge. Das Nachlassen der Winter kälte iit der zlvnten Hälfte des Monats bedingte in der Landwirtschaft eine Verstärkung der Nachfrage, die teilweise befriedigt werden konnte. Ebenso ivar die Nachfrage nach Gärtnern sehr rege. Im Baugewerbe wurden vorwiegend Maurer und Zimmerer von größeren Firmen stark verlangt, nachdem die Witterung eine Wiederaufnahme der Austenarbeiten znlästt. Das Metal l g ewerbe und' die M unitionsind nstric wiesen gegen den Vormonat eine Verringerung der Nachfrage auf; der Bedarf an ungelernten und angelernten männlichen und weiblichen Arbeitskräften komtte glatt gedeckt werden. Das Holzgewerbe zeigte einen starken Beschäftigungsgrad; Schreiner für Bau-, Möbel- und Kundschafts- arbeiten, ferner für Kisteirfabrikation wurden in großer Au - äst verlangt und konnten auch teilweise uachgewiesen werden Dia Verhältnisse rm Vervielfältigungsgewerbc blieben unverändert. Nach Sattlern urrd Tagezierern war die Nachfrage stark. Im Bekleidungsgewerbe ließ die Nachfrage nach Arbeitskräften gegen den Vormonat etwas nach. Sattler und Schuhmacher für Milüärarbeiten wurden jedoch stark verlangt Im Sckmeidergewerbe waren Arbeitskräfte nemigmb vorhandern Das Nahrnngsmittelgetuerbe bot für Bäcker'und Metzger wie im Vormonat reichlich Arbeitsgelegenheit. Trotz der vielfachen Betriebseinschränknngeit im G a st w i r 1 s g e w e r b e über- wiegt die Zahl der offenen Steifen die der Stettensuch-ndeu immer noch wesentlich, so daß Kelttrer und Küfer leicht Stellung finden Tie Nachfrage nach Packern und Ausläufern hat sich weiter- gehoben. Fuhrleute, Erdarbeiter wrd Kohlenarbeiter wurden stark angesordert. An jugendlichen Fabrikarl>eitern macht sich anscheinend infolge der Bewrzugnng weiblicher Arbeitskräfte ein ständig wachsender Ueberschnß geltend. Auffallend ist die große Zahl aus häufig weit entferuteu ländlichen (hegenden zugereisten Jugcndlick>en. Andererseits besteht hauptsächlich auf deni Laude Mangel an Lehv- lnrgen. Im H a u d e l s g e w e r b e hat di e erhöhte dnrck die Zivildienstpflicht hervorgerufene Nackfrage von militärischen Stellen, Bchörden und der Kriegswirtschaft ermöglicht, den größeren Teil der durch Betrieüscinsckränkungen in der Textil- und Luxus- warenbrancha beschäsriflungslos gewordenen Angestellten in Stellung zu bringen. Seitens der Industrie werden tüchtige Buchhalter, Korrespondenten und Einkäufer hauptsächlich für die elettro-, technische und Maschinenbranche stark verlangt, ebenso Verkäufer und Lageristen für den Eiseirwaren- und Werkzeughandel. Daneben besteht nach wie vor ein lfeberangebot von schlecht ausgeüll- deten weiblichen Kräften. Die Eingliederung von arbeitsfähigen Lazarcttinsassen in die verschedLnsten Berufe ist in ständigem Wachsen begriffen. Die Vermittlung hat sich gegenüber dem Vormonat in Frankfurt a. M. verdreifacht. Auf dem ArbeitS mar tt für weibliche Personen zeigt sich ein großes Ueberangebot an häuslichen Dienststellen, welches die Zahl der Stellen suchenden um das sechs- bis zehnfache übertrifft. Von Grostlarben wird zudem über die Kiürppheit von ländlichen Dieirstboten für die Feldbestellung Klage geführt. Bck da, !g iökv erblichen Arbeiterinnen ließen Angebot iutb slkachfrage gefeit den Vormonat stark nach, das Angebot von Arbeitsttästen btteb hinter der Nachfrage etwas zurück!. Im Kaufe kt io ns gewerbe hielten sich bei den Näherinnen die osteneir Stellen und die Stellenftqchanden die Wage, während von Hemrarbeiteriimcn infolge der neuen-Nähordnung und der stärkeren Kontrolle durch Einführung von Ausweiskarten für HeeresnÄMrbeiten ein beträchtliches Ueberangebot besteht. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt hie Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) ** B üben Hände. Die Passanten des sogen. „Schreiber-- weges" (Verbindungsweg zwischm Stadt uni) Schisfenberger Wald) müssen mit Entttistung wahrnehmen, dast von bübischer Harcd Die von dem Verschönerungsverein und der Forstbehörde ausgestelltest Ruhebvnke in die vorbeifließende Klingelbach geworfen werden, worin sie längere Zeit liegen bleiben. Auch ist es schon zum öfteren vorgekommen, daß die dort angepflanzten jungen Bäumchen einfach geknickt oder die Mnde durchschnitten wurde. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, die zustäirdigeu Aufsichtsbehörden auf diese brutalen Handlungen aufmerksam zu machen und bei Ergreifen solcher Frevler denselben eine ganz exemplarische Strafe zuteil lver- den zu lassen. rrniverfitäts-Nachrechten. = Frankfurt a. M., 26. März. Verliehen wurde den ordentlichen Professoren in der rechtsmissenschaftlichen Fakultät der Universität Frankfurt a. M. Dr. Kurt B u r ch a r d und Dr. Berthold Freudenthal der Charakter als Geheimer Justtzrat: den ordentlichen Professoren in der medizinischen Fakultät der Universität^ Frankfurt, bisherigen Gehermen Sanitätsrat Dr. Gustav Spieß Dr. Karl H e r x h e i m e r und Dr. Adolf B e t h a und dem ordeirtiichen Honorarprofessor Dr. Karl von Norderc der Charakter als Geheimer Medizinalrat, dem ordentlichen Die Leiden unseres Landes in früheren Kriege Was lehreu uns die Münzftmde unserer Gegend? alleft Gauen Deutschlands kommt es gar nicht selten vr vesvnders in der Nähe der großen Heeresstvasten, wie bei u m der Wetterau oder im Lahntal, daß beim Äbbrechen alt Hauser, beim Anlegen von Gräben oder Äjbttagen von Schutt s m der Erde kleine Schätze vorftnden, welche in Töpferi oder B hältern aller Art das Barvermögen längst verstorbener Lau bQvdhner bergen. Solche Münzfmrde reichen oft tief bis in d Mrttelalter zurück, bringen das gang und gäbe Geld, wie es v vielen Jahrhunderten in unserem Lande umlief, wieder cu Tageslicht, besonders häufig stammen sie aus den sturmbewegt Tagen des ^ dreißigjährigen und siebenjährigen Krieges bis der Franzosenzeit im Anfänge des vergangenen Jahrhunderl Das pl nun für den glücklichen, Fmder immer eine besonve ,zreude, und auch die Wissenschaft, vor altem die Lokal ge schick ümd die Erchrschung der wirtschaftlichen Vergangenheit könn aus diesen ^zünden, weirn sie aus sachkundiger Hand bearbeit werdm, höchst wertvolle Schlüsse ziehen. Sv werden sich rwch manche des Furrdes mittelalterlich Srlbermunzcnr von Nauborir bei Wetzlar (1867) erinnern, d klarier Friedrich Barbarossas enthielt. Ferner d orotzen Goldgulden-Fundes zu Bretzertbeim bei Mainz (188! ^^?!^^rdes von Eschwleifer, des Silber-fundes bei d Mnhaelsttrche ut Fulda (1898), um imr die bedeutendsten ans d letzten ^^-ährzehntcn m unserer Gegend zu erwähnen Sie al gaben uns Ätttfschlust über den Staird der Geldwirtsckmst mrser Lanoes zur Zect rhter Vergrabung. Aber sie geben wie . nach anderer RictKung hin zu denke Von wwmel Mt, Elend und Todesangst erzählen sie doch in ihr metallenen Sprache! Wenn der Femd im Lande war, der Bau schnell seine Habe barg, so gut es eben gehen mochte, und m Weib und Kind Heini und Hof verließ, dann hoffte er auf eil bessere Zeit, in der eine Rüclfehr möglich sei und er seinen ve borgenen Schatz wieder heben, könne. Aber er ist nickst ivieder- gekommen! In der Fremde ist er gestorben und verdorben,^ kern Mensch wußte mehr um das tut Boden vergrabene Vermögen, bis oft erst Jährhundcrte später ein glücklicher Zufall es wieder auffinden liest. Diese Funde zeigen uns auch eine uralte, fast unausrottbare Anschauungsweise sehr vieler Landbeivohner: die Frende am Besitz harten, klingenden Geldes, das dann, lvie man sagt, in den „Strumpf" getan und möglichst sorgfältig vor den Augen der Welt verborgen wird. Das ließ sich iwch erklären und verstehen in einer Zeit, in der es nock) an wirklich sicheren Aufbeivahrungs- orten außerhalb des eigenen Heintes, an guten, gewinnbringenden Anlagen sür .das Geld mangelte, obwohl schon sehr frühe in unserer wirtschaftlichen Enttmckelung das Bedürfnis nach Anlage des Kapitals sich Einrichtungen geschaffen hat, es nutzbringend zu verwetten. Diese wurden denn auch von einsichtigen Bürgern in Stadt mtd Laird gerne benutzt. Aber gerade der Bauernstand hat sich nur 'langsam alf all der zusainmeltgesck-arrle Besitz iit Kriegsläuften und Zeiten lvirklicher Not, wenn der Feind im Larrde hauste oder gar der Besitzer fliehen imrßte? Die rohe m rn ,^c nr Tn Wrrtictzafts- uni sozialrmlscrischaftlichen W« Dr Aickr-as\^81 bm or^tte. Geheim« RegicrungsraL panScl. »ra nkfurt a M., 26. März. Sn btt h-utigm General- «etfammloG ^ Mitt-ldrutMn Äkn«“ Antrag- btt Vcrivaltnng genttMigr urti> bic tmcr d--.Lt non Gi/* Proztnt ^ä^nrn. Tr- ^ dc, AnftichtüratS wurden ivredergrivahlt. In dm .ln. wnr. das bisherige Borstand-n.nirglieb der D«r -lle.ander^o^ rhal in Berlin, neu gewählt. In der an die - - > - . sich ans<«ics»cnden AufiichtsratSsl!>nr!g»mrrbe bestl/ensen, in itrn.g. berg in Preußen eine 'Zweigniederlaisimg zu crnMen. Letzte üfldbiddjie». Dir Lage im Westrn. Bern, 26. März. Me vom Kaiser an Hinb-enburg und ndeirdorff gerichteten aneLrkennenden Worte veranlaj,ei! den Fachkritiker Ronsse zu bemerken, daß HurchmbMg nno Liwendorff in der Tat wegen der Geschrcklrchkert, rechtzeiNg dfe Fvmtt zu v-erändewn, das Lob ihres obersten Kwieg^herr '. Verdikten. Allerdttras hätten beide, sägt Herwe in semer „Bictoire" hinzu, ntcht so leichtes Spiel gehabt, wenn me englischem und französischen Heerführer vor erner den richtigen Wägern ut gezeigt hatten. Vtelletcht waren damals die deutscherr Bewegungen ernpstttdlrch gesuttH wm den. Heute, nachdem die Deutschest ihre neuen ^tellmtgem bezogen hätten, sei Vorsicht der Enckentelettungen am Platze. Adändermtg der ftanzösischen Verfassung. Bern, 26. März. Der „Mppel" fordert die Abände- ttlng der französischen Verfassung nach amerikcmtschenr Muster. Es müsse ein au.3 1 Mitgliedern, die auf Lebenszett, gewählt sind, bestehender Oberhos geschaffen werden, der über dein Parlament stehe, damit das Parlament nicht alfen rnöglichen Störungen unterworfen sei. Heitte seien zahl reiche Interessen der Banken und Syndikale smvie per Presse imstmrde, die Regierung zu beeinflussen. Durch Errichtung eines Oberhofes dürsten nur die nächsten Interessen das Parlament zur Geltung kommen. Stockholm, 26. März. In der Nahrungsmittelftage spielt die neue russische Regierung tatsächlich Va-banque-Spiel. Tie ruf ' fischen ancttichen Meldultgcn über gewaltige Mehlttansporte nady Petersburg xntb Moskau sind direkt lügiterisch. Tenn trotz aller Ansttengungen haben die Eisenbahnen in der allerjüngstcn Zeit täglich trur durchsckMittlich 40 Waggons Getreide nach 'Pe - tersburg und Äwa 40 Waggons nach Mwskml ttansportterpst können, llm nickst neue BrotttcUvalle hervorzurufen, hat sich di- Regierung genöttgt gesehen, die in Petersburg befindlichen Inten danturep und Reservenw.gazine fast völlig zu lehren und die Bestände der Zivilbevölkerung zur Verfügung zu stellen^ Wenn der Eisenbahnverkehr aus irgend welchem Grunde für einige Tage stocken sollte, so wäre Petersbrng urrd Moskau völlig dem Hrmger ausgesetzt. Die Stinnnung in Italien. Lugano, 26. März. Tie halbamtliche „Agenüa Jtalia" be- llagt das Vorhandensein einer weitverbreiteten llnzuftiedenheit und einer Bewegung gegen den Krieg, die sogar die Stimmung der Käntpfer beeinflussen wolle. Eine skrupellose und geschickte deutsche Propaganda verstehe es, alle Ereignisse, sogar den deutschen Rückzug in Frankreich und die glorreiche russische Revolutton dem italieni schen Volke iit einem eitteutefeiublichen Sinne darzustellen. Tie Note beschwört das Volk, sich durch derattige hinterlistige Manöver des Feindes nicht irreführen zu taffen. Rustlaitd, England, Frankreich und Italien bereiten eine Offensive von höchster Wichtigkeit vor und die italienische Front werde sogar die Hauptfrvnt sür die Entsck>eidungssckstackstM iverdeit. Tie Regierung müsse daher verlangen, daß Lms Volk das Vertrauen auf den Endsieg der Entente bewahre. Fernruf 2077 Bahnhofstraße 34 Fernruf 2077 Bsb^bigI Aldor der Hauptdarsteller in dem 5aktiven Kulturfilm Es wf®Pfi© Uch! von RicSiard Oswald, der mit Unterstützung der Beatschentiessllscizaft scrBdküsnpiima ß. QascbleebtsSiraakhtlteB aufgenommen wurde, wird persönlich enter großem Kostenaufwand Mittwoch und DoimerstagV^S, ßöd2S). März in den Vorstellungen um 4, 6 und 8 Uhr anwesend »sein und den Film erläutern. Einlaß nur zu Beginn der Vorstellungen um 4, 6 und 8 Uhr. Vorverkauf täglich von 4—10 Uhr an der Kasse. Preise der Plätze: 0.60, 0.90, 1.20, 2.00 Mk. NÄ" Grosses Orchester "BA Das irerehrllche ?ablikaro wird häUieltst gebeten, ^?sgsa Aes 1 s® erwartaaßen Anäraugcs lßögUufcst die Ns?iiiaidass¥or- stellangan zc äesnehea. 21711a Abonnements haben keine OüUigkeit. Soldateska hatte sehr raffinierte Mittel, solch verborgene Sckstitze ausfindig zill mackMl. Man lese darüber nur, was der Zeitgerws'e des dreißigjährigen Krieges, Gttnnnelshausen, in seinem „Sinw plicius SimplicissimuS" schreibt, wie die Bauern solange gefoltert wurden, bis sie das Versteck ihres Geldes selbst angaben. Heutzutage aber ist das oben angedegltete Verfahren, das leider aus Mißtrauen und wirtschaftlicher Unkenntnis nock immer vielfad, auf dem Lande, mich, wie Schreiber dieses gesehen hat, von französischen Bauern.im Kriegsgebirte an^-^o^ubi » -ö-d. ein schwerer und kaum verzeihliä)er Fchlcr. Denn derjenige schädigt sich selbst, und seine Familie aufs Lchlwerste, der lunn < , 0 ut loa:::i- zinslos hinlegt, während es, sicher m^elegt, chnr cinua täglichen Nutzen mtb Verm ö genszüwach-s einbringen konnte. Vor allem aber hat heute.niemand das Recht sv zu handeln, wo ihm das Reich nicht nur in seinen hoch verzinsliche Kriegsanleihen eine ungewöhnlich günstige Anlagegelegenheit bietet, für deren absolute Sicherheit es mit feiner ganzen wirtschaftlichen Kraft und all seinem Ver- niögen die Gewähr überninmit, sondern auch der Ernst der Stlinde, die bevorstehende Entscheidung int Weltkriege, cs jedem zur Pflickst macht, mit allem, was er besitzt und vermag, für Deutschland' einzustehen. Ilnterlfegen wir in diesem Kampfe, gelingt es unseren mckarmberzigen Gegnern, ihre Pläne auszuführen, dann werdem wir alle zu Bettleim gemacht, mögen wir für den Angeichlick auck noch so große Sckmtze aufgehäuft haben. Alles ivird dann verloren sein. Können wir aber, tvie wir bei Anspannung aller Kräfte zu- versickstlick hoffen dürfen, bis zu einem siegreichen Ftteden durcki halten, daun wird es keine besseren und gesuchteren Kapchrlü'eri e geben als des Reiches fünfprozentige Kriegsanleihen. Daruin soll jeder ohne Zögern und törichte Bedenken dem Baterlande geben, was des Vaterlandes ist. Wir sind auf Gedeih und Verderb, auf Leben und Tod mit ihnr und seinenl Schicksale verbunden. Das Geschick derer, die einst in früheren Zeiten ihre hatten Taler den: Erdboden anvertrant lwben und dann efendlick) umgekommen sind sollte uns eine Mahnung sein ! I. § Du herzensguter Gatte, Du warst mein ganzes Glück, Läßt mich mit meinem Kinde Auf dieser Welt zurück. Du lieber Schwager, Schwiegersohn, Im Schmerz verloren wir so früh dich schon, Gott tröst lins all’ und segne dich, Bis wir uns sehen ewiglich. So schlaf denn wohl, du Herzensguter, Du lieber Sohn, geliebter Brauer, Sollst nie von uns vergessen sein. . „ AI .len Verwandten unc] Bekannten die traurige- Nachricht, daß mein lieber Mann und Vater, unser guter Sohn, Bruder. Schwiegersohn und Schwager Metier Ludwig Nebeling mm. m n sofort gesucht. [2480 B. Meyer, Ba«-Easfcoim Parkstrabe 22. gesucht. 12483 B Psychiatrische Klinik Franks. Str. 99, nicht 97. Tücht. Mädche» auf 15. April ob. 1. Mai ncf. Frau Professor Helm, tephanstrahe 7. 01836 im infsntsritz-Iiegi'msnr I^p. 17 Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaiüe nach lßmonatigcr, treuer Pflichlerfüllung durch Kopfschuß schwer Barett nach 10 Monaten an seiner Verletzung am 10 at F —- .ein seiner v 16. Marz im Alter von 23 Jahren sanft entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Marie Nebeling geh. Haas und Kind Familie Job. Nebeling Familie Ludwig Haas nebst allen Verwandten. Burkhardsfelden, 27. März 1917 Besseres Mädchen für Küche und Haus, mit guten Zeugnissen, sofort ges. Marburg e r Straft e 35 *** Zum w~... 1. Mai ober früher ein braves, fleibiges Mädchen “^?E gesucht. Professor Weimar, LN>Anlage 40. 101844 Dienstmädchen für Familie von 3 Personen gesucht. Schrift!. Angebote nut Lohnanspruch unter 2405 andieGeschästsst.d.Gieft.Anz. Voni l. April bis Mai Ausfoläf® gesucht. Stephan str. 4211. [ ü1848 hardsfSdÄrtt?™® findet nach Eintreffen der Leiche in Burk- Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. I J. Kana, 16^J. a., i. Maschinen- I ch r e l 0 e n S ai ö n s ch r., S t e n o g r. u. eins. Buchs, ausgebilb., sucht i Stellungpr. 1. April.Schristl. Ang. u. 01812 a. b. Gieft. Anz. Heill Papiergeschäft befindet sich jetzt 2482 8^ 12 HeSnrieh Saek» HslZVeeMigemMg^^ isi Villinger Gemcindewaid. Donnerstag, den 29. März lsd. Js.. vormittags I« Uhr «»fangend, werden im Distrikt Mühlberg versteigert: 30,2 Rm. Buche-Scheit, 17,5 Rm, Buche-Knüppel, 41,3 Stm. Hain-Buche-Knüppel, 114,9 Rni. Eiche- Knüppel, 3 '.lfm. Kiefern-Knüppel. 127 Rm. Vuclie- Reisig, 40 Rm. Buche-Stöcke, 44,7 Rm. Eiche-Stöcke. Die Zusammenkunft ist an der Straße nach Langd oberhalb des Steinbruchs. Villingen, am 25. März 1917. Großherzogliche Bürgernieisterei Villingen. Rühl. 2473 l*2Ihiimer"Wohnm!g in besserem Hause, schöner, ruhiger 'Zage, von kl. 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