Ar. l\ Ttv Oietzencr dnjetfe; erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Oietzener ^amilienblöttcr, Kictsblott fi? den Kreit Eietzen. Vizngzpreis: monatl. 90 Pi., viertel- jährl. Mt. 2.65-, durch Ab hole- lu Zweigstellen monatl. 80 Pi.: durch die Post All. 3.45 viettel- jährl. ausschl. Besletlg. Fentsprech - Anschlüsse: iürdleSchrütleitungI12 VerlagMeschaitsslelleLI Anschriit für Dradlgach- nchteru Anzeiger Gießen. Erster Blatt 167. Zahrgang 5amrtag, 24 . März 1917 enem-MMger M Gveryeyen ZwMingrrundLruck u.vrrlog: vrühi'ft»!« Univ.-Buch- u. Lteindruckerei R.Lange. Lcheistlettsng. GeschSstrftelle ».Druckerei: Schuistr.7 Postscheckkonto: Sranlsvrt a.M. 11686 Ssntverkehr: Eewerdedank Gießen Annahme von Lnzeige» t dte ^agesnummer btO zum Nachmittag vorher, seUenvielt, i. Anzeigen^ örtlich 20 Pi.. D«>-, mietungen u. Stellen«»- suche 15Pf., auSwärtlV 25 Pf., b P!atzvorfr!,rift! 30 Pt, Reklamen 75 bei Platzvorfchrist SO PH. tzauptfchciitleüer: Goetz. Verantwottlj^ für Politik u. Feuilleton: V"o. l^oeq. Stadt im.!* , Vermifchl eS u.&€-< richtSsaal: Fr. R. Zenz.j Anzergenteü: H. Pech sämtlich in Gießen. Wer die Fn der hessischen Zweiten Kanrmer hat der Abgeordnete Dstrrrer Korell die Bemerknng einsließen lassen, frerrdige Anerkerrmnrg gebühre allen denjenigen, die sich noch ihren JdvaliSinus bewahrt hätten. Ist es so schlimm, ist der Idealismus in: Volke im Schwindelt begriffen? Dies einfach sest-nfteNen, ist gar nicht so leicht. Me sind so große Anforderungen an die praktischen Aenßerirngen des Idealismus gestellt worden wii^eben heute. Jede Stunde fast wird uns das Schicksal der Allgemeinheit des deutschen Volkes vor Äugen gestellt und gemahnt an die Opfer, die ihm der Einzelne zu bringen hat. Jede Stunde also kann einer durch Wort und Tat bekundet!, ob er ein rechter Kerl sei. Fm großen hat das deutsche Volk seine Schuldigkeit getan, das' ist oft genug gesagt und anerkannt worden. Darum befinden wir uns aus dem Wege des' Sieges. Im kleinen offenbaren sich mehr clls sonst die Schwachen der Menschen. Die Mängel der Zeit haben dem Eigennutz viele Antriebe gegeben: er ist rm Grunde eine sich immer gleich bleibende Mitgift der menschlichen Natur, nur zeigt er sich heute mehr auf den Gassen. Es ist die alte Mevaisto-Lockung: „Man paßt, man merkt auf jedes günstige Ru. Gelegenheit ist da —i nun, Fauste, greise zu!" Aber die Geister werden auch noch anders wachgerüttelt. Viel gutes Gottvertrauen ist -noch vorhanden, und alle die, die- ein-ein guten Glauben an höhere Güter ergeben sind, können, in Reih und Glied gestellt, alle Gefahren, die dein deutschen Sieg noch ent- gsgenstehen, ans dem Feld schlagen. Diese in jedem guten Sinne Gläubige ,f ruft jetzt die wichtigste .Heimataufgabe ans Werk. Zeichnet die Kriegsanleihe utld werbet für sie! Wer Glauben im Herren trägt, wer das Wort GotteS in der Kirche oder sonst an gtrter Stätte ver- «trmnt, der darf hier nicht versagen. Des Vaterlandes Sache ist eine heilige Sache. Sie erfordert riesenhafte Aufopferung ; Staat und Einzelmensch sind in rastlose Bewegung gesetzt. Es ist ein wahrhaft großes und heiliges Erlebnis, daß nicht nur blindes Schaffen, ein Höchstmaß von Arbeit von uns verlangt wird, sondern das; daneben auch an die sittliche und geistige Reife der Menschen appelliert wird. Bor allein heißt es jetzt auch: im kleinen tteu zu sein. Es nrag mancher und manche denken: ich tue genug, ich habe im Kriege größere Opfer bringen müsien als andere, auf meine paar Groschen kommt es nun bei der Kriegsanleihe nicht an. Wer so denkt, ist auf dem Wege, die Opfer, deren er sich rühmt, vergeblich dargebracht zu haben. Wie, wenn alle sv dächten, wemr jeder sich auf die andern verlassen würde? Wenn die Smmne der sechsten Kriegsanleihe uns vor dem Auslande erröten lassen müßte, wenn die Feinde, deren Kräfte schon mehr als halb gebrochen sind, daraus neuen Mut und neue Kraft gegen uns schöpften! Jeder Besitzer auch kleiner Summen Geldes merke sich die Losung: Vergeude nichts! Vergeudet werden die Spargelder, wenn sie jetzt nicht richtig angelegt werden. Vergeudet wird dann auch das Blut der Tausende, die für die deutsche Sache gefallen sind. Hier muß uns das Geld einmal heilig sein wie das Brot. Im Kindes'herzen sch-n wurzelt die Vorstellung, wie sündhaft es ist, das Brot in den Schmutz zu werfen. Der Gedanke an die Not der Armen spricht dabei zum Gewissen. Der gleichen Sünde macht sich schuldig, wer jetzt flüssig zu machendes Geld nicht der Kriegsanleihe zufuhrt. Alle Gebete und aller Glauben wären nur eiue Scheinfrömmigkeit, wenn nicht die 'Achtung vor beinahe dreijähriger Riesenarbeit des ganzen Volkes, wenn nicht das Gewissen, die Mitsvrge für das gute, uns schon so nahe stehende Endziel uns antreiben, mit allen unseren Mitteln uns der Kriegsanleihe zur Verfligung zu stellen. Sündengelder wären es, die jetzt zu Hause im Kasten liegen blieben. Dcrß die Beisteuer zur Kriegsanleihe jauch die bedächtigste 9krchprüflrug verttägt, ist oft genug dargetan wordetl. Zu dem hohen Zin.sertra.tz der jetzigen Anleihe tritt noch der Vorteil, daß die Ausgabe unter dein Nennwerte erfolgt, und bei den Schatzanweisnngen der weitere Vorteil, daß schon 1918 die Verlosungen mit recht ansehnlichem Atrfgeld beginnen. Wie die Mittel für .^kriegsanleihezeichnung uno -bezahlung flüssig zu macheu sind, das kommt auf deu einzelnen Fall an. Zunächst wird der entbehrliche Teil von Barmitteln, Bank- und Sparkassenguthaben, soweit und sobald er von den Ernlagestellen flüssig geinacht werden kann, dafür zu verwenden sein. Wer solche Mittet oder solche Guthaben im Augenblick nicht besitzt, wohl aber im Verlauf der nächsten Monate Bareingänge hat, der kann von den sich weit in den Sommer erstreckenden Zahlfristen Gebrauch machen. Und wer erst späterhin Einnahmen hat, die für den Unterhalt nicht unbedingt nötig sind, der wird sich Rechenschaft darüber abzulegen haben, ob er nicht durch Verpfändung von Wertpapieren bei einer Reichsdarlehnskasse oder anderen Geldanstalten vorher schon die erforderlichen Mittel flüssig machen kann. Alle Kriegsgeschehnisse der letzten Zeit stellen uns einen baldigen Frieden in Aussicht, für den jedoch noch die letzten und mächtigsten Anstrengungen geinacht werden müssen. Haben wir die Aufgaben der Zeit richtig und gewissenhaft erwogen, haben wir unsere Pflicht erfüllt, dann dürfen wir uns nach Philemons Führerwort dem ruhigen Gottessogen ergeben: Laßt uns zur Kapelle treten, Letzten Sonnenblick zu schaun! Laßt uns läuten, knien, be^en Und dem alten Gott vertraun! (WTB.) Großes Ha u v t q n a r t i e r, 23. März. (Amtlich.) WestlicherKrieg § schaurrlatz. Infolge mehrerer Vorstöße eigener und feindlicher Er- kundungsabteilungen nahm an der flandrischen Front und im Areas-Abschnitt zeitweilig die Artillerietätigreit zu. Eine Anzahl Gefangener ist dort in unserer Hand geblieben. Französische Truppen, die beiderseits von St. Simon über den Somme-Crozat-Kanal gegangen waren, sind durch Angriff gegen und über diese.Abschnitte zurückgeworfen worden. Der Feind erlitt blutige Verluste und büßte zweihun- derwreißig Gefangene und mehrere Maschinengewehre und Fahrzeuge ein. Zwischen Oise mW Aisne entspannen süh in den Avend- stunden Gefechte r.-estlich und südlich von Marginal: Angriffe starker französischer Kräfte sind durch Feuer und im Gegenstoß verlustreich abgeschlagen worden. Unsere Artillerie fand außerhalb dieses Kampffeldes lohnende Ziele in Trupperv- ansarnrnlmrgen und Bewegungen. Im Walde von La Dille-aur-Bois ist ein nach starkem Feuer einsetzender französischer Vorstoß gescheitert. Bei Watronville, in der Woevre-Ebene, brachte ein eigenes Unternehmen zwölf Gefangene und zwei Maschinengewehre. ein. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Keine größeren Kampfhandlungen. Mazedonische Front. Bis auf einen fehlgeschlagenen Tcilangriff in der Seenenge und Sperrungsfeuer verhielt sich der Franzose bei Mo- nastir ruhig. Eines unserer Luftschiff hat in der Nacht vom 20. zum 21. Mürz englische Anlagen bei Mudros auf der Insel Lem- nos wirkungsvoll mit Bomben beworfen und ist unversehrt in seinen Hafen zurückgekehrt. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin. 23. März, abends. (WTB. Amtlich.) Im Somme- und Oise-Gebiet Vorpostengefechte: sonst im Westen und Osten nichts Wesentliches. * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 23. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 23. März 1917. O c st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Unser gestern gemeldeter Vorstoß an der Bieriezina kostete dem Feinde starke blutige Verluste. Sonst ist nichts zu melden. I t a l i c n i s ch e r K r i e g § s ch a u p l a tz. Keine besonderen Ereignisse. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oestlich des Ochrida-Sees scheiterte abermals ein französischer Angriff. Der Stellvertreter des Chefs des GcneralstabS v. tz ö f e r, Feldmarfchalleutnant. Zur Rückverlegung der Front im Westen. Berlin, 23. März. (WTB. Amtlich.) Der Kaiser sandte folgendes Schreiben au den K ö n i g v o n B a y e r n: Seine Majestät König von Bayern. Tie glänzende Durchfülwung der großen Heeresbewe- (jung würdig Ihren großen' Erfolgen im Osten anreilch Ist doch dadurch eine neue Grundlage für die weitere Kriegführung gesck?affen. Den wriftragenden Entschluß in die Tat umz-ufetzen, konnte aber nur gelingen, wenn alles lns ins einzelne gehend durchdacht und mäßig vorbereitet wurde, eine Ausgabe, die die vollste Hingabe und angespannteste Arbeit Baller Ihrer Generälstaosoffiziere^ beanspruchte, Ter glatte reibungslose Verlauf sämtlicher bislang zur Durchsüf/rung gekommener Maßnahmen bildet svmit ein neues Ruhmesblatt in der Tätig keck meiner Obersten §xeresleitung. Wie ich schon durch Sie den Truppen für deren! Leistungen meine volle Anerkennung habe crussprechen lassen, so nehme ich nun Veranlassung. Ihnen ganz besonders, t^m General der Infanterie Lndenoorsf und allen Ihren Mckhelfernj meinen Tank und meine uneingeschränkte Befriedig ging zum Ausdruck zu bringen mrd bitte Sie, dies allen Vtt- teiligten be kannt zu geben. Großes Hauptguattier, den 19. März 1917. Ihr wohlaffektionierter und dankbarer König Wilhelm l. R. Dem Ersten Geneoalgrmrtiermeister. General der Jrckcmter« v. Ludendorfs Überreichte Seine Maxestät der Karftr persönlich den Roten Adlerorden erster Klasse ntck Schwertern. Genf, 24. Marz. (WTB.) Don der englischen Front ist Paris eingetroffene Meldungen besagen, daß überall sich verstärkter Widerstand der Deutschen bemerkbar machte Der l-atte Kampf in Blangy, der BorstMtd von Arras, beweise, daß Ar ras als Schul lerpuntt der deutschen Bewegung anzu- sehen sei. Die Nevolutkon in Rußland. Die Wiederherstellung der Ruhe in Petersburg. Petersburg, 22. März. (WTB.) Petersbg. Tel.-Ag, Nach den letzten Nachrichten hat sich ganz Rußland mck Einschluß Finnlands, Turkestans und Sibiriens voll und ganz der neuen Regierung an ge s chl o s s en, die die Duma mit kräfti- ger lllnterstützmrg der patriotischen Truppen plötzlich im Zarenreiche ausgerichtet hat. Niemals ist eine Revolution so kurz gewesen wie die, die wie eine Zmrdschnur von Petersburg ausging und in wenigen Tagen das ganze Lmrd in Flammen setzte und, seine völlige Wiedergebutt vollendete. Man muß die Quelle dieses offenbaren Erfolges in der logischen Nottvendigkeit suchen, die seck Jahren und ganz l>esonders in der letzten Zeck der ganzen russischen Nation die sich dessen vollkommen bewußt i\t, den Beweis lieferte, daß der Staat in einen Abgrund nicht wieder gut zu machenden Unglücks geschleudett würde und der Krieg mck Schmach verloren sei, wenn die alte durch und durch egoistische Regierung unter Führung einer verweichlichten Dynastie fort- fülwen würde, die Politik der Volksunterdrüwung zu tteiben, die alle schaffenden Kräfte lähmte. Darum ertönte der Nus: Nieder mck dem alten verrottetest Regime! ES lebe der freie demokratische Staat!" in Petersburg und ist von ganz Rußland einstimmig Mls- genommen worden, von einem Rußland, las auf einen Schlag und fast schmerzlos sich der Fesseln der absoluten Monarchie entledigte. Tatsächlich kostete der Staatsstreich nach den Schätzungen Rußland mck seinen 130 Millionen Einwohnern nur 2 00 0 Tote und Verwundete. Diese Zahl stellt einen verhälwiS- mäßig unbedeutenden Bruchteil dar gegenüber der Gesamtsumme der Opfer von Revolutionen anderer Länder, die die Geschichte Von den Ereignissen der letzten Tage sind die folgenden bemerkenswert: Tie neue Regierung, die von der Bevölkerung mck Beifall ausgenommen und eifrig unterstützt wird, hat die .Gouverneurs und Vizegouverneurs ausgehoben, von denen die als alte Parteigänger des allen Regimes bekannten verhaftet wurden und übertrug die örtliche Bettvaltting deu Präsidenten der Senrsttvos als zeitweiligen Kommissaren. Um das Land gegen jeden Versuch der Gegenrevolution und monarchistische Propaganda zu sichenr, beraubte die Regienmg die ehemalige Zarin der Freiheit und isolierte sie in dem Palast von Zarskoje-Sselo. Amsterdam, 23. März. (WTB.) Nach dem „Telegraaf" meldet der Körresporchent der „Tinres" aus Petersburg vom Mittwoch, daß die Fabriken wieder zu arbeiten beginnen. Den Putilow-Werken sei es gelungen, sich Kohlen zu verschaffen, man hal>e aber wegen des Vorschlags der sofortigen Einführung des Achtstrmdentages noch Schwieriakerten mit den Arbeitern und besonders mit den Frauen. Der St r a ß e n b a h n v e r k e h r sei fast normal. Der Plan, die Opfer der Revolution aus dem Platz vor dem Winterpdlast zu beerdigen, wurde aufgegeben. Die Theater sollen nach Beerdigung der Gefallenen wieder geöffnet rverden. Ro tte r da m, 23. März. MTB.) Justizminifter Keren ski l-al int russischen Ministerrat einen Gesetzentwurf aus Abschaffung der Todesstrafe eAgebrackft und Verfügungen ge- tr offen, die Frauen zu den Wahlen für die konstituier ende Ver- sammluug zuzulassen. Er befahl ferner, mck allen nur mögliche»! Mitteln die Rückkehr der wegen politischer Vergehen Ausge-i ßteTflCtrrrn ratt> Dersarmrm gw «t ei ch te rii . In den meisten Städten NMrde die ehemalige bestechliche Polizei durch Miliz ersetzt, die eratt die vollkommene Ordnung MNrecht erhält. Die gleich Miliz ist auch in Petersburg emge- richter, das fast sein getvö'hnlichs Aussehen wieder angeiwmmen bat Dre Petersburger Zeitungen erscheinen nicht mehr vvn der ^«nstir verstümmelt, eine freudig bewegte Menge durch- z reut die St ratzen uni) stillt die Läden, zahlreiche politische Vereinigungen und Versammlungen, die die ehemaligen bureau "^di 7 riffcs die französischen Soldaten allem gewesen seien. Auf der übrige:: Fwnt schvack-eS Artillerien feucr. Niegertätigkcit auf der ganzen Front. i Rumänische Front: Ruhe. 3. Kürzung der den Konnnnnalperbänden für Schwer- WM Scmoei-stn ehester zugewiesenen dRelstnreiigen um 25 Prozent; ^ 4. Stveichmrg der Jugend!ül^nzulagen. ^ ^ ^ Vorsorge getrvssen, daß, wenn diese EmschrünkungeM Watz greifen, die Ka r t o f fe lzu fu hr wieder völlig den Bo»» Krieg zu erfolgreichem Abschluß zu bringen. Ihre »uyie § den schwersten, dre ,e einer Regierung zugefallen: sie sott die Angreifer aus dem Lande treiben und zu Hause Freiheit und Ordnung aufrichten. Briaud Botschafter in Petersburg? Basel, 24. März. (L. A.) Wie „Giornale d'Jtalia" aus Paris meldet, geht in den Wandelgängen der Kammer das hartnäckige Gerücht um, daß Briand den Botschafter- Vvsteii rn Petersburg angenommen habe. * * * England und die N°BootSgefahr. Haag, 24. März. (L. A.) Die britische Regierung macht bekannt, datz den Frauen und Kindern jeder Nationalität die Erlaubnis, mit britischen Dampfern aus englischen Hafen über den Atlantischen Ozean zu reisen, verweigert wird, solange die U-Bootsgefahr nicht beseitigt sei, auch wenn dre Reisenden erklären, dies auf eigene Gefahr tun zu wollen. Die irische Frage. London, 22. März. (WTB.) Im Unterhcmse kündigte Bonar La.w, als zahlreiche Uniouisten und Liberale die ^im^ndigrsit der Lösung der irischen Frage betonten, an, dre Regierung wolle einen neuen Versuch machen, fJPJf i&liMQ zu finden. Asguith sagte dafür seine tattge Mrttvrrkung zu. England und Holland. , Rotterdam, 23. März. (WTB.) Der Londoner Korrespondent des „Nreuwe Rotterdamschen Courant" meldeten der gestrigen Sitzung des U n te r h a u se s fragte Hunt auf Grund der statistischen Angaben, nach denen aus Holland wahrend 33 Tagen 3 274 000 Kilogramm Kartoffel- mc Jl™o wenig an England liesert. Harris antwortete namens der Re- gierung, die in Frmge stehende Aus uhr betreffe das Mehl von Kartoffeln, die in Holland geerntet seien und stehe in- -olgedessen außerhalb der Kontrolle der englischen Regierung. Die Mißerfolge der Entente in Mazedonien. Budapest, 24. März. (L A.) Der Berichterstatter des Efr in L-ofia meldet: Die Anarifsskraft der tl* a J [ cn und Italiener in We stmaz e d on ien ist endgültig und völlig g e br och eir. Sie haben in den zehn lmchicenden Angriffen an Toten und Verwundeten .')0000 Mann verloren. luiiiiiiiiiiiii Wart Ihr dabei im Schützengraben, bei eisiger Kälte, bei glühender Hitze, in Lehm und Dreck, in Iläffe undMgen, wenn nach wochenlangem höllischen Trommelfeuer der rasende Feind zum Sturme rannte und an unsrer Helden sieghafter Wehr sich blusige Schädel holte? Wartshr dabei im einsamen Unterste' wt, weit draußen im unendlichen Meer, in Sturm und Drang, in Not und Tod, auf erfolgreicher sagd nach dem (Engländer? Wart Ihr dabei, wenn unsere Flugzeuge und Zeppeline sich trutzig und verwegen den feindlichen Geschwadern entgegenwarfen zum Schuh unserer Kinder, Frauen und Greise, unserer blühenden Städte und Dörfer? So seid wenigstens jetzt dabei wenn es gilt, im sichem Schoß der Heimat ohne Gefahr für Leib und Leben am großen Ziele mitzuwirken. (Es geht der (Entscheidung entgegen! Wer Kriegsanleihe zeichnet, ver- kürzt den Krieg, beschleunigt den Frieden. Wer aber jetzt noch dem Vaterland engherzig sein Geld vorenthält, demselben Vaterland, dem unsre Söhne, Ärüder und Väter ihr Leben opfern, der htlst unfern Feinden. Die 6. Kriegsanleihe ist eine Ehren - Llrkunde, die jeder besitzen muß. Mexiko unH Amerika. New D-ork, 21..März. (Fu.nkfp-ru.ch vom Vertreter des WTB. Verspätet eingetroffen.) Associated Preß meldet aus Mexiko: Die mexikanische Negierung hat an die Vereinigten Staaten folgende neue Note gerichtet: Mit Bezug auf die Antwort der Vereinigten Staaten auf die Note, die General Carranza an die Regierungen der neutralen Staaten im Interesse des Friedens gerichtet hat, chlägt die mexikanische Regierung ein Zusammenarbeiten vor, um zu verhindern, daß Länder unseres Erdteils an icm europäischen Kriege teilnehmen, und sie wird ihre An- trengungen zur Herbeiführurrg des Friedens in Europa fortsetzen. Amerikas Rüstungen. Haag, 24. März. (L. A.) Wie ans Washington gemeldet wird, trifft mm: Vorbereitungen für die Ausrüstung einer Armee von 1 150 00 0 Mann zum Uebersee- d i e n st. Der erste Aufruf solle für eine halbe Million Freiwillige erfolgen. Die gefaulte Miliz von 400 000 Mann solle aufgerufen werden. §eekrleg. A m st e r d a m, 22. März. (WTB.) Aus Vlissingen ommt die Nachricht, daß der belgische Dampfer „N a r e i s", der von der englischen Regierung requiriert war, versenkt worden ist . Bergen, 22. März. (WTB.) Der Dampfer „B e r g st i", von Cardiff nach Bordeaux mit Kohlert^nt^r- wegs, ist versenkt worden. Drei Mann sind umgekommen örot, Kartoffeln mb Zleisch. Berlin, 23. März. (WTB. Amtlich Wie bereits der Presse bekmmtgegeben, muß mit Rücksicht auf das Ergelmis der am 15. Februar ausgeführten 0^tveidebeslakidsWlsnah::^e, das erheblich rnedriqer als erlvartet ausspefallen ist, bis die Zahlen der angeordneten Nachprüfuliq entxmlsig jeststehen, zu einer Ein.- chränkung des B r vt-e t r e i de verb ra uchs cieschritten N erden. Demgemäß bctt das Kuratorium dev ReichSgetreidestelle in einer Sitzung am 23. März mit Zustimmung des Tirettorimus mit Wirkung vom 15. April beschlossen: 1- Herabsetzung der täglichen Mehlration von 200 Gramm auf 170 Gramm: 2. .Her-abfetzilug der von den Selbstversorgern zu verbrauchenden Getrerdenienge von 9 Kilogramnr auf 6 1 /* Kilsgrcnnrm monatlich; tciümg überwiesen werden. Soweit sich wü>er Erwarten in ein-, zelnen Fällm gleichwohl noch Stockmigen zeigen sollten, werdcnj zum Ausgleich für felsteiide Kartoffeln wie bisher besondere Mehl-. zuw-ciimigen stattstickte::. Im übrigen tvicd wiärerholt darauf hi:r» gewiesen, daß, wenn die Veirttigermig der Brottuteillma in Kraft tritt, st/z Pfund Fleisch pro Kopf und Woche mehy ^ 101 r ^ und zwar infolae des m erwarteiiden Ileichs^ zujchusses zu einem Preise, daß auch die muldetbemittelte Bevölke^ vung der erhöhten Fleischzuweistmg teill>asttg werden kamu Berlin, 23. März. (WTB.) Durch Verorderung des Reichs«, kanzlers imrd besttmmt, daß Kartoffeln im Betriebsjahlt 1216/17 aus Branntwein mrr verarbeitet werden dürfeii, soweit j re sich zur mensästichen Ernäbrmig nicht eigiren mrd nicht m emer in uirmittelbaver Nähe benndllchen Trockenanlage odeü Stärkefabrik verarbeitet werden köniren. Mb. Deutscher Reichstag. 00. Sitzung vom Freitag, 23. März. Am Binrdesrcttstische: die StaatsseLvetäre Dr. Heffferich. Tr. Lisvo und Graf Rödern. Präsident Tr. Kämpf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Minuten. Airs der Tagesordnung steht zmrächst eine .Anfrage des Mg. Basserrnann und des Abg. Dr. Streje:nann (nat-lib): Jrn Laufe dieses Krieges sind viele Wehrpflickstv^ fabicustüäZtig geworben. Ihr Vermögen ist beschlagnahrrtt und Pfleger dafür eingesetzt. Beabsickstigt der Herr Reichskanzler ein Reichsgesetz zu erlassen, diirch weläM die Bci'äüaMtahnle der Vermögen nach Ab- laus einer besttimnten Frist nach der BeLnrntgabe der Beschlagb. mchme für die Reichskasse für versallcn erklärt wird, wenn btt Verurteilte sich nicht vorher meldet? Zur Verlesung der Aiifvage erhält der Abg. Stresemann das Wott. Er ist nickst awvescnd und die Anfrage nnxb daher vom Mg . List-Eßlingen verlesen. Ministerialdirektor Dr. Delbrück: Der Gedanke, gesetzgeberische Maßnahmen in der Richtung zu treffen, daß das bv- schlag:mhrnte Berniögen Fahnen st üchttger ncnh Mlauf ettier b& stimmten Frist nach der Bekamttgabe der Beschlagirah:ne für verfallen erklärt werden kann, ersck-eint beackstmrswert. Tie Frage bildet auch schon seit längerer Zeit rm Verein nrtt andere:: sich in einer ähnlichen Richtung bewegenden Vorschlägen den Geg«^- sland der Erörterung zwischen den beteiligten Stellen. Tiefe sind noch rtickst aügeichlosseri. Die Novelle zum Absatzgesetz von Kalisalzen wird ans Antrag des Abg. Spahtl (Zentt.) an eine Kommission vvn 21 Mitglieder« verlmefm. Sodanil tmrd die Berattrng des Etats des Reie^amts deS Innern fortgesetzt. (Eimnalige Ausgaben zur Ettveilernng des Kaiser Wishelm-Kanals.) Hierzu liege:: mehrere sttesottllionm vor. Eine Resottittoii auf Einstellung von 700,000 Mark für die Aus- arbeitung eures Pwiettes für eine Gvoßschiffahttsstraße von Asthafseiiburg nach Pas-wr ist gestern bereits augenommen iwrbtti, . Tie Abgg. Lieschsing, Gvöber, Hirsch, v. Payer und Scheideman^r verlangen hunderttausend Ätark für die Ausarbeitung von EnttErsen zu einem Großschiffahrtsweg vo m Rhein zur Donau scher den Neckar und für die Schiffbarmachung des Oberrheins untz erue Verbindung über den Bodensee mit der Donau. Ferner verlangen die Natwrullliberalen die Schaffung eines Reichsamts für die Wässerstraßeu ( Hierzu sprechen die Abgg. Ma he r-Kvusl>srren (Zentr.)^ Feuerstein (Soz.) uwd Dr. Liszt-Eßlingen (nat.p ,,^.Abg- Dr. Müller-Meiningen (fvttschr. Volksp.): Auch sch chlreße mich dem Wimsche nach einem Rhein—Donau-Wasserwegf ^ nnlitärisck>en und Nstttschafllichen Gründen von Herzen au Dre Verbindung mit Oesterreich-Ungarn urrd dem Balkan ist eine drnrgcnd notwendige. Dies ist eine emiirent deutsche Angelegen1Z7iL< Abg. v Brockhausen ikons.l: Unser Widerstand gegen den Mittellandkanal entsprang wirtschaftlichen und finarrziellen Grün- dem weil wir nicht die Landnüttschaft einseitig benachteiligen lassen Uwllten, mid weil wir die EisenbabnfinanMi gesund erhalten woll^ tem Daß wir keine großzügigen Reick>seisenbähnen haben, ist nicht uniere Sckylld,^ sondern ^zu de:: Fortschrittlichen gewendet) tne Ihrige. (Zuruf: Wir lernen aber hinzu!) Hoffentlich lernen Sie vielter hinzu und kommen ganz zu unseren Anschauungeii. lH-citev- ftnt.) Preußen ist stets ein Vorbild für die andere:: Staaten gewesen. (Lachen links.) Den Anttag auf Errichtung eines Reichsamts für die Wasserstraßen lehnen wir ab. > Nack) weiteren Bemerkungen der Llbgg. Liszt und Müller^ Mernmgen wird der Titel angenommen. Bei der Mstimmung über den Mittag Baffermann (Reicbsaml für Sckiffälnttssttaßen) bleibt das Ergeb:ris zweifell)ast. Es kommt z:cm »ammel,prang. Für den dluttag stimmen 125 Mgeordnete, dagegen 110. Ter Antrag ist somit angenommen. Der Anttag des Mg. t*m Westarp auf bundesstaatliche Prüfung der Projekte wird abgelchnt. Ter Komprvmißantrag Liesching (100 000 Mk. für Borarbetten) wird angmwmmen. Ter Rest des Etats des Innern wird gleichfalls angenommen. Es folgt die Beratung des Etats des Neichsmstizamtes. Hierzu liegen Resolutionen des Lmuptausschusses auf Herausgabe der Kriegsgewiniie, die dilrck) übermäßige Preise cntstcniden sind, auf Bekämpfung des Kriegswuchers Verbot des Malzchandels, Einschränkung der Pfändbarkeit von Lohn, Gehalt und ähnlichen Anspri'tchen vor. Die Sozialdemokraten fordern ein Gesetz auf Rechlsverfvlgung in solchen Fällen, rn denen ein ordentliches Gericht :md ein befviideres GerickK rechts-, rräfttg sich selbst als unzuständig mrd einaiider.gegcnseittg als zu- Nndig bezeickmet haben. Die Fortschrittler wünsckxn, daß die Bekarrntmacknmg über die Bersvlguna von Zmoiderhondlimgen! tegen Vorschriften über landwii-tschaftliche Maßiiahmen crasge- dehnt werde auf Ziiwiderhmidlun^n gegen lvirtschastliche Maß- irahmen während des Belagerungszustandes. Ern Komprvniiß- antrag endlich verlangt eine Erwetteruilg der Grundstücksbelastuna über die bisherige mündclsichere Beleihung. Abg. Beizer (Ztt.): Durch das gan^ Volk geht ein Sck«« oer E:ttttlstung über das Gcbahrcn der Kriegswuck-erer und deren geluide Bestrafung. ^ ^.dlbg. Heine (Soz.): Eine strenge Bestraffmg des Wnck>ers ist Nötig. Sympathisch kann die Vorschrift des alten Landrechtes be* niTnren, das; solche GeSvinne dem Staate verfallen. Die Erhölfung der llnpjändbarkett der Gehälter nruß sich mich auf die Ruljegehältep der Angestellten mck Arbeiter beziehen. Mg. Dr Do ve (fortsck«. Bpt.) empfiehlt den Antrag seiner Patte: und ffnnchl für die Straflosigkeit bei RechtSirrtümcrn. die oes Belagerungszustandes erttstmiden smd. Der Begriff Wircher inüsse im Gesetz genau präzisiett werden, damit nicht ettva anständige Elemente abgeschreckt werden und den chlechten das Feld der wirtsckZaftlichen Betätigung überlassen bleibt Mg. Jungk (nattib.): Die rechtliche Erfassmrg-des über- mäßige::, rmlailteverr GelvinneS ist ein alter Reclstsgedanke Der Staatssekretär sollte eine präzise Erllärirng über die gesetzliche Regelung dieser Frage abgebeu. Bei der Gestaltung des Kriegs- teckstes sollte der Reichstag mehr gehött werden. Forinell mag es korrett sein, daß dre Ernziehmrg der Bennögei: feindlicher Staatsangchöriger «if Grund des Ermächttgungsgesetzes stattsüidet. Besser Ware es aber gewelen, wenn an Stelle dieses Dersabrens, das den Ehavattec erner Demonstration hat, ein Gesetz geschafft U'ordeil Ware. Auch rm .Kriege muß das Reckst Gelttmg haben DaS deutsche^ Vorgehen ist allerdings mir eine Vergeltung^ maßnalyne. ^>ch billige das Borgel-eii des Bnndesrates durchaus. Dre erste Aufgal>e nach dem Kriege muß die Beseitigung der Beschränkungen des Kvalttionsreckstes sein. E>g. Holtschke (kons.): Auch tvir fordern die strenge Er- ^ **1, ng_ Kriegstvuchers. Ebenso stiMinen rvir der Herauffetzungt des Extttenznnnimnms zu ncke den übrigen Resolution«»:. Das! Zfoangsversahren muß verbilligt warchm. M»g. Wurmu ttz (D. FvaÄ.): Die Erhöhkuna der Pfäitdbar- keÄSgren,t-e der Gehälwr ist no-voendig. Bei der Zwmtgs Vollstreckung iinltfeu beit ttcniwi Leuten die Kosten verbilligt Norden. Not- wendig ist unch die Forderung des tZl oangsvergleiches au her HM des Konkurses. !AÄg. Stadthagen (Soz.): Viel nützen wird die Resolution »uegen den Wucher nicht per einer Geiellschaftsordunng, die auf den Krieg ausgedaut ist, IMkeinein anderen Lande wird unter dem! Schutze der Zensur so mit dem Rechte Schindluder getrieben^ Was ist argen das Generalkommando geschehen, das sc^ialdeinvkrn- trsche Redattaure in Sclinchhast nehmen, lieh, als sie vom Reichsgericht freigesprochen wordeP waren? Staatssekretär Lisco: Tie Auffassung, das; ein Niedergang der Rechtspflege zu konstatieren sei, dürfte vvn niemand wefttt geteilt werden. Die REsgarantien sind keinesfalls beseitigt. Was die beiden sozialdeinokratiseaterbesucher noch mit vielem Vergnügen der künstlerischen Tätigkeit des Jubilars, die er in den ersten Jahren der Direktion Steingoetter im alten Theater in der Walltorstraße entfaltete. Tantals hat er als^ erster Komiker gleich in der Eröffnungsvorstellung am 29. Sevt. 1903 als Adam in .Kleists „Zerbrochenem Krug" die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, aber seine Beliebtheit wuchs iwch, als er in sein eigentlick>es Fahrwasser steuerte, den Schwank, die Posse. Als Bellermann im „Blinden Passagier", als Mylius im „Hochtourist", als Lubowsfy in „Tr. Klaus", wußte Conradi die besten Heiterkeitserfolge zu erzielen. Mer lstn und wieder mischte er sich auch in eine minder groteske, vornehmere und gar klassische Gesellschaft: seine Ralle als Keller- maUn in „Alt Heidelberg" erhielt durch ihn die sentimentale Farbe, die das Stück vorschreivt. mtb sein Kapuziner int Wallen stein fiel ebenfalls nicht aus bem Rahmen heraus. Die guten menschlichen Eigenschaften Eourndis haben e' wohl ntjit veranlagt, daß die Direktion den Künstler nach mehrjähriger Abwesenheit wieder in den Gießen-er Mtrswitempel zuuückries. Er ist hier übrigens seiner Geburtsstadt Frankfurt a. M. nahe, wo er als Sohn des verstorbenen königl. sächsischen Kammersängers Johann Conradi ant 23. Sept. 1817 geboren wurde. Tie^ Festvorstellung am nächsten Mittwoch wird ohne Frage alle hier weilenden Freimde des Menschen und Künstlers Conradi- zu einer würdigen Glückwunsch- kundgebung zusammen führen. ** Ein Wohltätigkeits-Konzert fürs Rote Kreuz findet am 1. April im Hotel Fürftenhof statt, veranstaltet von den Schülern des Musikinstituts C. Kruse. ** Erbsenreisig hat die Stadt Gießen in ihren Waldungen zur Forderung des Gartenbaues aufarbeiten lassen. Näheres siehe Bekanntmachung. ** Zur Ablieferung getragener Kleider und Schuhe ist die behördliche Annahmestelle in der Schnlbaracke an der Kirchstraße Montags, Dienstags und Mittwochs von'10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags geöffnet. Siehe Anzeige. ** „Es werde Licht!" Zu den tückischsten Feinden der Nienschcn zahlen die GeschilcchtSvMktzvrtcu. Me ein schlleichMldes Gift durchsetzen sie bei Körper des msrschlichen Geschlechts, urchj nur planmäßige Bekämpfung durch die Ergebnisse der ärztliche« Forschung und Wissenschaft können unA vor der drohenden Bev« nichtirng retten. Dazu ist aber Aufklärung der weitesten Volks kreise' nölig. Und in den Dienst dieser Arifklörung hat sich, wie man un» schreibt, jetzt auch daS Kino mit dem Film ES werde Licht"' go* stellt. Die deutsche Gesellschaft Kur Bekämpfung der Geschlechts krunkhecken l>at bei der Schaffung de» FümS Pate gesunden uns ilM damit den Stempel einer Kulturtat anfgedrückt. Es ist deshatd n begrüßen, daß es der Leitung der Gic^ensr Lichtspiele geliMgeM ist, den erst an ganz ivenigen Orten zur Aufführung gekommene« Film schon jetzt für Gießen zu gewinnen. Er gelangt vvn heute an bei großem Orchester inr Lickstspielhans zur Darstellung. ** Schwarz-Weiß-Theater, Seltersweg 81. Im Programm vom Samstag, den 24. März bis einschl. Montag, den 26. März, ist ein großer Sittenroman in 4 Akten, betitelt „Eine Großstadtschönheit", zu sehen. Tie Hauptrolle spielt die bekannt^ nordische Künstlerin Clara Wied. Außerdem wird ein vieraktigeH Lebensbild. „Tie Andere" und ein reichhaltiges DeiprogvamM geboten. ** Zinsscheine der Kriegsanleihen als Zahlung s m i t t e l. Versuchsweise Ererben demnächst auch die Eis«,- bähnkassen der preußisch-hessischen Staatsbahnen die Zinsscheine der Reichskriegsanlechen in Zahlung nehmen und kleineren Mengen, soweit möglich, gegen bar Umtauschen. Es soll dadurch -namentlich auf bem flachen Lande bessere Gelegenheit für die Einlösung von kleineren Zinsscheinen geschaffen und damit die Zeichnung von Kriegsanleihen erleichtert werden. Es muß jedoch Vorbehalten bleiben, die Annahme der Zinsscheine für bestimmte Stunden öder für bestimmte Schalter, mi denen durch die Ein- lösnnsi das 7lbsertigungsgeschäft gestört n»erdM würde, auszu- schließen. Landkreis Gießen. ** Lollar. 24. März. Dem Musketier Ludwig D g e l im Jnf.-Regt. Generalfeldmarschall vvn Mackensen Nr. 129 wurde! die Hesstsche Tapferkeitsmedallle verliehen. ft- Reinhardshain 22. März. Ter Land sturm mann Heinrich Sehrt, Laordwirt, wrrrde mit der Hessischen Tapfer- kcitsmedaille artsgezeichnet. Kreis Lauterbach. u. Ober-Mvos, 22. März. Auch in unserem Dorfe wurde für die neue Kriegsanleihe geworben. Am Samstag nachmittag spvcnh Lel-rer Müller lim Schnlsaote über die Frage „Welchs Sicherheiten bietet Deutschlands wirtschaftliche Kraft unseren Kriegsanleihen?" ©icfjcncr Stadttheater. Samstag, den 24. Marz, abends 7tzr Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): „Stein unter Stsinen". Ende 10VL Uhr. Sonntag, beit 25. Marz, nachmittags 3 1 /* Ubr. bei Volkspreisen: „Robert und Bertram" oder „Die lustigen Äagabundan". Ende 6V* Uhr. 2(bends 7V» Uhr, bei kleinen Dreisen: „Die Stützen der Gesellschaft". Ende 10V* Uhr. Dienstag, ven 27. März, abends 7Vs Uhr, bei gew-öhnltchen Preisen lermäßigt): 11. Freitag-Abonne- Ments-Vorstellung. „Die Kreuzelschreiber". Ende IOV 4 Uhr. Mitllmich, den 28. Mär?.^ abends 7^ Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): Ehrenabend für Herrn Regisseur Otto Conradi anläßlich seines 50 jährigen Bühnen- und.MnstlerjubilänmS. „Der Raub der Sabinerinnen". Ende IOV 4 Uhr. Freitag, den 30. März, abends 7V? Uhr, bei gewöhnlichen Preisen iermäßigt): 11. Freitag-Abonne- vtents-Vorstellung. Neuheit. „Die verlorene Tochter". Ende 10*4 Uhr. Samstag, den 31. März, abends 8 Uhr ftn Bad-Nau-- heim): „Tie Kreuzelschreiber^h Erckw 10*/4 Ußr. Sonntag, bw 1. April, nachmittags 3V* Uhr, bei kleinenPreisen: Neuheit. nige". Ende nach 8 Uhr. Abends ?V» Uyr, bei kleinen Preisen: „Stein unter Steinen". Ende IO*/* Uhr. Hiniaisrsalsoüale ns Ziel der HcolUlassen ist ako: Ein- jiihi lyenprlifona; und kanfsnännlsclio An»- bildung. R) Oberklasge: Der Eintritt in diese Erganzungs- klasse kann nur auf Grund des Einjälirigenscheines (Reife für Obersekunda oder einer entsprechenden b sonderen Aufnahmeprüfung erfolgen. Der Besuch dieser Klasse soll im übrigen für Herren jeden Alters und Standes off n sein, denen daran liegt, eine umfassende kaufmännische Bildung zu erlangen und ihre fremdsprachlichen Kennt sse uerweitern. KSeaotiderff Krlegsbcachtadl&te, die ihren lierjsf wechseln sollen, «eien anf den Besuch die er Klasse hiugewlesen. t : nm., Derblsangen 2. Kl. 13 St., 3. 5U. 80 St. Reisbau gen 4. Kl. 240 St.. 6. Kl. 20 St.. 7. Kl. 60 St. Brennholz. Buche: Scheiter 128 Rm., Prügel 131 Rm.. Otei^liolz 0350 Stamm- und Astwellen. (sicher Prügel 11 Rm. Reisbolz 3720 Stamm- »md Astwellen. Nadel- bolz: RetsHolz 170 Wellen. Mittwoch, den 4. im Saale deS Gastwirts Führer in ^»denlolrnS. Anfang 1 Uhr mittags. Distrikt Grundwalb. 9t»itzbolz. Esche: 24 Derbstangen. F^-chte: Slamncholz 1i St. mit 1,48 Fm. Derbstangen l. Kl. 10 St., 2. Kl. 11 St., 3. Kl. 2 St. Brenn- bvlz. Buche: 42 Rm. Scheiter und Prügel. Neisliolz 4710 Wellen (Durchforstungswellenl. Nadelbolz: 4 Rn». Prügel Distrikt Eicheisbera. Brennbolz. Bucke: 225 Rm. Säieiter und Prügel. ReiSholz 10M Stammwellen, 2150 Astwellen. DiArilt Hee-kopf. Brenubolz. Eicke: Prüael 2 Rm ReiSholz 6M Astwellen, 23*6 Schlagwellen (Niederwald- »btriek). . 2404 B U • '' ; ! 4 - :r=r.v SeUersweg 58 I bletot jedem, der 1*1 e sr* z* e is => Ö £s p iE e s* o b e 01403 kaufen oder leihen will, greifbare Tort eile. Dies beweist die große Leistungsfähigkeit meines Betriebes, daß Sie große Auswahl in jeder Preislage finden. Dies ist die Ursache, weshalb von hier und aaswärt« so viei Käufer "‘K Seltersweg 581 . eilen. Für die jetzige, wie auch kommende Saison zur - -- =r= Beachtans. ■■■ ■ » Elegante Anzüge (8acco, Gehrock, Smoking), Capes, Unter, Paletots, Hosen. Prima Stoffe. CiT* Eeatans vararbaltat. 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(Stenoar.-Skd ' Abznaeben geg. ante Belohn Etevdanttrade sr p. 10177- Ganz plötzlich und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, guter Sohn Bruder, Enkel und Neffe Füsilier Otto Dem Todes-Anzeige. 3. Masch.-Gew.-Komp. Füsilier-Regt. 40 im Alter von 19 Jahren am 14. März 1917 auf dem Felde der Ehre gefallen ist. In tiefer Trauer: Familie Anton Konrad Dern Familie Johannes Höhn Ww. Lang-Göns, den 23. März 1917. Wiedersehen war unsere Hoffnung. m i Heute mittag 4 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Tante 01785 Karoline Plank geb. Qrüger im 62. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen Gießen, Bahnhofstraße 23, den 23. März 1917. Heute morgen entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden nach Emprang der heiligen Sakramente unser innigstgehebter Gatte, Vater und Grossvater Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. März, nachm. 3 Uhr, auf dem Alten Friedhof statt. 2403 Heinrich Helfrich Werkmeister im 62. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: 1. d. N.: Frau Maria Helfrich geb. Trapp. Giessen, den 23. März 3917. Die Beerdigung findet in Fulda statt. 01746 O € I Ly ii ifii0 eit auf die 21 «leib Todes-Anzeige. r Meu . u 7 Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren i^Äff!K?S^Ä 0 SS t d e Ä Schw,eee,t Frau Lina Stroh . _ , greb. Schmidt im 83 Lebensjahr. In tiefer Trauer: Louis Stroh Familie Ludwig Stroh Familie Franz Ellermeier Familie Heinrich Stroh. Gießen (Teufelslustgürtchcn 14), 24. März 1917. 2410 Dl. Beerdigung findet Montag, 28. März, nachmittags 2'/, Ohr, statt 5% Deutsche ReichrarMhe 4 %% auslösbare Deutsche Ueichsschatzanweisungen zum Preise von Mark 98.— für 100 Mark Nennwert, nehme bis MsnLerg, Herr j(6. April \9\7 mittags 1 Uhr entgegen. - Sparkassenbücher werden in Zahlung genommen. 2409 'Joseph Herz - Bankgeschäft. a Für die uns in reichem Maße von allen Seiten entgegengebrachten Beweise aufrichtiger Teilnahme herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen Justus Formhals. s n ssparkarten Um jedermann die Zeichnung der Kriegsanleihe zu ermöglichen, werden auch diesmal Kriegssparkarten iu Abschnitten von 1, 2, 5, 10 und 20 Mark, verzinslich zu 51 ausgegeben. Dieselben eignen sich besonders für Zeichnungen von bchulen, Vereinen, Fabriken etc., sowie auch für Geschenk- Zwecke. Zu beziehen durch 241BD Danksagung. permann's Backpulver OeilysrbebaidizuGieäsen Mr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Krankheit und deni Tode meines lieben Mannes und Baters sagen wir hierdurch allen unfern herzlichsten Dank. von höchster Triebkraft 1000 fach stcos 01782 Stau wN. Jos. Zchwemsbsrg und Kinoer. Gießen, den 24. März 1917. e. G. m. b. H. iciistö deutsche Irnanleie 10 bis 16 Zeichnungen auf die 472% K©ichs«cliatzanweisiiiig;©Bi, >eIc]nsunlo3h®n nehme ich zu den amtlichen Bedingungen April d. Js. mittags 1 Uhr entgegen. Gleichzeitig empfehle ich zur Aufbewahrung von Kriegsanleihen die in meinem feuer- und diebessicheren Tresor eingebauten eisernen Schrankfächer gegen massige Vergütung. 2218D )mBr#Mhel**ehaoiiIen empf* "ch Philipp Jacob!. Hinter d. Stabkirche 4. 101742 ^ h iL 3 B oh e S B an kgeschäf t Grünbe r gg g. H. Sanatorium Undenfels i. Od. z v. Darrarta* i EslÄeüisrg 408 m.h. in ideal. WaJdg.^eL Mmhn, eöroo. Kraokg Mä*. Preise—Prospekt kostenlos. S. E. Dr. Sehm!tt. Oie Frühjahrsmode wird in reizvollen Vorbildern, jeden Bedarf berücksichtigend, vor Augen geführt im neuen Favorlt- Modcn*Albnm, 80 Pf. Favorit der beste SoLmM I Zu haben im (1803a Ijrucksachen aller Art liefert in jedergewfinsditen Ausstattnngpreiswcrt die Brühl’icbe Universiläts-Druckerei, Scbulstr. 7 Cjf /bdehaL'sQalomon. 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