Lr. vr Der Skrßtn«? L«zeiß« erscheint läßlich, außer Sonntags. - Beilagen: Sktzrner Zamilieudllitter; UreiLjblütt -Sr tzen Kreis Sietzrn. Vezugs preis: »normt!. 90 Pf., Vierteljahr!. Mk. 2.85: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 Vierteljahr!. ausfchl. Bestellst. Fernsprech - Anschlüsse Erstes Blatt \iil. Zatzrgüttg Dtenstag. 20. Marz Postscheckkonti: tiirbieSdirHtlcitiingn^ Srai ,fj !iti o.Ht. „SSS Verlag,Geschüttsstelleül ncton’aS^utiefjä: 3nrt!Rttg*raa>6tMÄ u. Verlag: Srühl'sche Univ.- Vankverkehr: Grwerbebank Gießen u. StelndniSrrei A. Lange. Schrifttettrtng, Geschästrftelle ll.DruSerei: SSnlftr. 7. Ännohme von Anzeigen 1 die Tagesnummer bis -umNachmitlag vorher» Zeilenpreis, s. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Vev»< mietungen u. Stellenge-- suche 15Pf., auSwü r t N 25 Pf., I). Plahvorfchrift 30 Pi., Reklamen 7.5 Pt, bei Platzvorschrift SO Pf. Hauptschriitleiler: Äug.. Goetz. Verantwort!H) für Politik u.Feinlletonr Äug. Goeh, Stadt iu:ö Land, Vermischtes u.Gei richtssaal: Fr. R. Zen^l Anzeigenteü: Ä. Beck, sämtlich in Gießen. WTD.) Großes Hauptquartier, 19. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In den letzten Tagen wurde ein Landstrich zwischen der Gegend von A rra§ und der Ais ne von uns planmäßig geräumt. Die lange vorbereiteten strategischen Bervegungen wurden ohne Storung durch den nur zögernd folgerten Feind durchgeführt-, Sicherungen verschleierten durch umsichtiges und hartnäckiges Verhalten das Verlassen der Stellungen uv& den Mnrarsch der Truppen. Zn den aufgegebenen Gebieten sind die dein Feinde nützlichen Verkehrsanlagen zerstört worden-, ein Teil der Bevölkerung, mit einem Vorrat an Lel?ensmitteln für fünf Tage uusgestattet, wurde zurückgelassen. Gestern war nahe der K ü st e au der Artois-Front und auf beiden Maasufern die Gefechtstätigkeit lebhaft. Mittags stürmten Kompagnien oft bewährter Regimenter im Südostteil des Waldes von M a l a n e o u r t und am Osthange der H ö he 3 9 4 mehrere französische Grade nl in icn in 509 und 890 Meter Breite und führten acht Offiziere und vierhundrrtfünfundacht- zig Mann sowie mehrere Maschinengewehre und Minenwerfer zurück. Nächtliche Gegenangriff' der Franzosen sind abgewiesen worden. Auch am Südtzrmge der HöheToterMann brachte ein Vorstoß von Sturmtrupps mehrere Gefangene ein. Auf dem O st u f e r d e r M a a s scheiterte wie am Vortage frühmorgens der Angriff mehrerer französischer .Kompagnien nördlich der Chambrettes-Ferme. Oestlichrr Kriegsschauplatz. .Keine wesentlichen Ereignisse. Mazedonische Front. Die Kämpfe zwischen Ochrida- und Prespa-See und im Becken von Mo na st ir wurden gestern fortgesetzt. In der Seen-Gegend und nordwestlich von M o n a st i r sind die Franzosen geschlagen worden, nördlich der Stadt haben sie bei rücksichtslosem Einsatz ihrer Truppen Geländegewi mr erreicht. Oestlich des D o i r a n -See s ist der Bahnhof P o - eoj nach Vertreibung der Engländer wieder von uns besetzt worden. Der Erste Generalgnartiermeister Ludendorff. * Der Abenddericht. Berlin, 19. März, abends. (WTB. Amtlich.) Zm Somme- und Oise-Gebiet mehrfach Gefechte unserer Sicherungen mit englischen und französischen Streif- abteilungen. -Aus dem Osten ist nichts Besonderes gemeldet. Westlich des Prespa-Sees und.nördlich von Mo nastir sind neue Angriffe der Franzosen gescheitert. Die neuesten ait£ Rußland vorliegenden Nachrichten e geben eine sehr wichtige und interessante Feststellung, b handelt sich bei der Neugestaltung der Dinge um keine eir heitliche Bewegung. Die „Times" selbst hebt es, m allen Zeichen des Unmutes, hervor, daß nicht der Ausschr der Dirma das entscheidende Wort gesprochen hat, sonder das wirklich revolutionär und sozialistisch beseelte Arbeite komitee. Darum klingen die Mitteilungen Miljukows o die amtlicher: Vertreter im Auslande auch so gedämpft ur vorsichtig. Kein Wort steht darin von einer kräftigen Kriei führung, keine Silbe von den großen Kriegszielerr dc "Lnoien regime“. Die nachträgliche Lektüre der Verhau , langen zwischen Dnma urrd Arbeitern ergibt dafür dc 'nötige Versdändrris. Der Oiegent Michael war noch vorsic tiger und ängstlicher in seiner Proklamation als der rrer Ministerpräsident. Er beugte sein Haupt vor dem Wille der aufrührerischen Arbeiter, wie wir jetzt Nüssen. Den diese wollen jetzt allgemeine Wahlen, ein mit gleiche Strmmrecht zustande kommendes Vorparlament, um si ^er die Erfordernisse in dieser schweren Ze schlüssrg zu werden. Die Duma hatte sich arisanglich gege diese Wahlen gesträubt, weil sie g-enarr weiß, wie sch-w^ sre jetzt durchzuführerr sind, wieviel Zeit dadurch verlöre geht und wie die Volkserregung wachsen wird. Was w rn drefen Dagen erlebt haben, sind vielleicht nur die Vo boten einer wirLlrchon Staatsumwälzung. Liegen die Din; nicht ähnlich wie bei der großen französischen Revolution Frnanzrelle Wirrnis, Schwierigkeiten, die sich dem gerege .,, ^rc Pefyr , besonders dem offenen, geordrreten Leben! Mlttelmarkte, entgegenstemnren, Protektivnswirsichaft, Ma gel erner schleunigst eingreifenden sühvnrden Hand, es sir ungefähr dre gleichen Verhältnisse im heutigen Rußland w ramalS in Frankreich. Wie seltsam, daß da ein den; \)IS X w * anm Omcn form, wir hätten Ursache, das al Zarenreich um diese neueste Entwicklung Pi beneide ^ Scherdemann ist es, der im „Vorwärts" sich zunr A, tttnmeii eines neuen Marschliedes durch die Peter! Vorgänge angeregt fühlt. Er meint, jetz M Hintertreffen bleiben: „D< >ur erledigt, denn der ne: h^nst lu i b ! e W. nur dann aufs Haupt setze: die Volksvertretung damit einverstmiden ist. Die ruff f^e Volksvertretung aber soll gewählt werden auf Grund d< allgemeine», glercheri, direkten und geheimen Wahlrecht i Rußland machte kurzerhand reinen Tisch, fegte m kräftigem Besenstrich allen Wust und Unrat beiseite und will nun — wenn nicht die Republik das Ende ist — einen der Demokratie huldigenden Fürsten auf den Thron setzen." Die Uhr zeigt 5 Minuten vor Zwölf, so ruft er sodann theatralisch dem Reichskanzler zu: „Will er in der Geschichte als ein ewiger Zauderer und Säumer weiter leben? Herr von Bethmann Hollweg will die Preußen-Kur erst n ach dem Kriege beginnen. Für die Zeit nach dem Kriege waren auch in Rußland allerlei Reformen in Aussicht gestellt worden. Den Russen aber dauerte der Krieg zu lange, und je ärger der Hunger sie bedrückte, um so unerträglicher erschien ihnen die Verzögerung. Sie sagten sich wühl: wenn schon nicht Brot und Kartoffeln für alle zu beschaffen sind, was hindert uns daran, allen wenigstens gleiches Recht zu geben?!" Das russische Muster nftrd wohl einige Zeit später sich ganz anders darstellen, als 5 Minuten vor Ztvölf. Einem so dunkeln Leitstern brauchen wir wirklich nicht zu folgen, wenn andrere, bessere Grürrde uns nicht von selbst die richtige Entscheidung aufdrängen. * * * Die Taktik Hindenburgs suchet in der Fachkritik, auch in der ausländischen, volles Verständnis. Die Torheiten feindlicher Blätter sprechen -nicht mit. Mit bewundernder Spannung folgt besonders der Berner „Bund" den Ereignissen an der Westfront, indem er u .a. schreibt: „Jedenfalls eine an geheuer spannende und bereits zu einer neuen Form des Krieges führende Situation, erwachsend aus dem Untergang von der im Kordon gebundener Verteidigung zur Bewegmrgsdefeusive Hindenburgs, die dabei noch elastisch m unverrückbaren Flügel punkten schwingt, als würde der Kordon zum Springseil, in dem dieser furchtbare Totentanz geschwungen werden soll. Weniger interessant, aber ebenso wichtig sind die Maßnahmen, die sich auf englisch-französischer Seite abzeichnen, w-o die MethodÄ und die Materialhäusüng des Stellungskrieges noch einmal zu gesteigerter Wirkung gelangen sollen. ^ Es wäre aber verfrüht, aus diesen Kombinationen bestimmte Schlüße zu ziehen. Man karm mir sagen, tzaß gewaltige Entladungen bevorflehen, daß die engtisch-franzöftsche .Heeresleitung eine große gemeinsame Offtirftve vorbereitet hat, die mehr oder minder gestört worden ist und nun vielleicht unter mi günstigeren Aussichten irr Vollzug gesetzt wäLen muß, daß auf der anderen ^?ette Defensive mW Offensive ins Auge zu fassen sind, zu berteu Die RekonzentrationOi notwendig waren, um Kraft zu sparen, oder rreizi'imachen und daß, lrcknn eine Offensive erfolgt, diese zweifellos nicht in einein starren, shstenratisch, um tfidjtt zu sagen «neckZanisch ansgeslalteten Durcgbrnchßverfahren gipfeln würde. Sucht die deutsche HoeresLeitung jetzt die große be- ; stimmende Entscheidung im Westen, so tut sie das gestützt auf die! Ergebnisse des rumänischen Feldzuges und die Verein seit- \ lichung und Sicherstellung der Ostfront, die '.rock> einige Wochen im Banne der Witterung liegt und im Vertrauen auf die Sicherheit, vielleicht sogar Ablenkung großen Stils, die zu gleicher Zeit von Hotzendorff an der italienischen Front geichafsen wird, während Sarrail, der sich ö-ezeichnendenoeise wieder leb- ; Hafter rührt, von den Bulgaren gefesselt wird und die Türkei aus ihren rückwärtigen, inneverr Lücken aus- und haushält." Major Moraht rühmt im „Berl. Tagbl." ebenfalls die Großzügigkeit des deutschen Errtschknsses': „Es wurde ein großckä Entschluß gefaßt. Die KühnlMt des Feldherrn, der zur Ausftilwung sich bekanirte, ist überragend, und nur die Macht der Persönlichkeit eines Hin- denbirrg kormte mit vollendeter Ruh-e und Sicherheit solchen Beweis großzügiger Initiative geben. Daß im Großen Haupt- cmarcker der Plan der strategischen Frontvetkürzimg entstand, daß er Leben gewann, md daß er gelang — darüber kann nur jedes deutsche Herz sich innig — md zugleich in Erinnerung an die femdlicheu Kriegsziele rn grimmig — freuen. Bereitet sich doch eine Gelegenheit vor, den Feind in' zukünftiger Zeit empftndlicher zu schädigen, als im Augenblick während einer blutigen Defensive." Wien, 19. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 19. März 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts zu nvekden. Italienischer Kriegsschauplatz. An der küstenländischen Front lebhafte Fliegertatigkeit und zeitweise letchaftes Geschützfeuer. Im Etschtale wurden mehrere Ortschaften von einem feindlichen Luftschiff mit Bomben belegt. Südlich des Stilfser Joches eroberte eines unserer alpinen Detachements die beherrschende Höhenspitze der Hohen Schneid. S ü d ö st l i ch cv Kriegsschauplatz. Zwischen Ochrida- und Prespa-See griffen die Franzosen abermals vergeblich an. Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Zweiundzwanzig feindliche Flugzeuge abgeschosien. Berlin, 19. März. (WTB.) Bei dem am Samstag herrschenden guten Wetter war die beiderseitige Flieger- tätigkeit an der Westfront äußerst lebhaft. Unsere Lampferpr-obten Flieger bewiesen neuerlich ihre Ueberlegen- heit. In erbitterten Lnftkämpfen büßte der Gegner nicht weniger als neunzehn FlugMige ein, wovon sich sieben in unserem Besitze befinden. Und zwar wurden drei Mug- zenge bei Ypern, neun in den: Raume zävischen Lille und Arvas, zwei an der Somme front niedergezwungen. >Me -anderen verteilen sich auf die übrige Front. Die altbewährten Fliegerleutn-ants Freiherr v. Richthvfen mrö Bal- damus sind an diesen Erfolgen hervorragend beteiligt. Drei weitere Flugzeuge der Gegner wurden durch das Feuer unserer Abwehrgeschütze ab gestürzt, davon eins hinter unserer Linie. Demgegenüber haben wir nur den Verlust dreier Flugzeuge zu verzeichnen. Unsere Marineflieger warfen erfolgreich Spreng- und Brandbomben auf Hcr^euanLagear und Gaswerke von Dover. * * * Der französische Bericht vom 18. März. 2 Uhr nachmittags; Ztmschen Avre Und Oise rückten die ftcmzösisHen Truppen während der Nacht ernstlich vor. Das ganze Gelände, das zwifthen den früheren Linien und der Straße von Rvye urrd Royon, von Dammery bis zur Höhe von Lagny, erobert wurde, ist in ihrem Besitz. Einige ziemlich lebhafte Gefechte mit deutschen Nachhut a b t e i l u n g e n endeten zugunsten der Frmrz-osen. Sie schädigten die Verfolgimg ckr keiner Weife. Diese dauerte nördlich der Straße von Nvpon fort. In der Gegend von Reims, rwrdösWch von Seicheprey, Patrouillentreffen. Mehrere Augrisisversuche gegen die Schneise van Ealomne kosteten die Deutschen Verluste, brachten ihnen aber keinen Erfolg. Die Franzosen machten Gs- fangane, sonst überall ruhige Nacht. Flugwesen: Am 17. M,ärz schaß Haupttnämr Guynemer sein 35. deutsches Flugzeug ab. Hauptmann Doumer schoß sein 6. ab. Zwei weitere Apparate, welche von den französischen Fliegern angegriffen wurden, gingen auf deni Erdboden in Trümmer, der eine nördlich von Eerny en Lannois, der andere östlich von Roye. Nach neuen Meldungeir muß man den am 16. März abgeschofseuen neun deutsches»' MulMmgen ein zehntes beifügen, welches ber Chrtvvrme uiederging. Llbends 11 Uhr: Von der Avre bis zur AiSne dauerbe tagsüber der Vormarsch unserer Truppen aut einer Front von über 60 Kilometer fort. Nördlich der Avre rückte unsere Kavallerie heute friclj in Neste ein. Mr..stießen mit unseren Patrouillen unlnittellxrr gegen die Somme vor rrnd hatten mehrere Gefechte gegen feindliche Nachhutabteilungen, welche schwachen Widerstand leisteten. Die Eintvölmer von Nesle nahmen unsere Truppen begeistert auf. Norwestlich von Lassigny rückten tmr bis zur Stunde in über 20 'KiLonreter Tiefe in der JUchllLng nack> .Harn vor. Weiter besetzten 'unsere Kavallerie und unsere im Oq'e-Dal vow- rückenden leichter Abteilungen 'heute vormittag 10 Uhr Noyon. Zimschen der Oise wrd Soft so ns ist die ganze erste deutsche Linie nr unseren Besitz gefallen, sowie die Dörfer Carlepout, Norsain, Nviünvn und Bingre. Mr faßten aus der Ebene nördlich von Soisfons Fuß und besetzten Croup. — In der Gegend von Reims wiesen wir leicht einen Handstreich gegen La Ponftxlle ab. In der Champagire ziemlich lebhafter Artilleriekampf in den Abschnitten der Butte de Mesnil und von Massiges. Mrs den: linken Maasufer boinbordierte der Feind heftig unsere Stellungen vom Avo-' cvurt-Wald bis zum Achrt Homme. Unsere Artillerie erwiderte energisch auf des feindliche Feuer. Auf dem rechten Ufer wurde ein Airgriff der Deutschen auf unsere Gräben in der Gegend von Les Ehambrettes glatt durch unser Feuer aufgechrlten. Flugwesen: Heute wurden durch unsere Spezialgrscbütze zwei deutsche Flugzeuge abgeschossen. Eines dieser Flugzeuge ging bei B i r g i n y, das andere bei Brimont, in der Gegerch von Reims, nieder. Der englische Bericht vom 18. März, 8,45 Uhr abends: Wir besetzten Nesle, Chauln« und Pevonne, indem wir die feindlichen Nachhirteir zurückdrängten. Unsere Truppen Haben in den letzter: 24 Stunden einen Fortschritt von mehreren Kilometern erzielt. Dieser Vormarsch hatte an gelvisserr Punkten eine Tiefe von 16 . Kilometern auf einer Front von ungefähr 72 Kilometern südlich von Chcrulnes bei Arvas. Wlßer den drei bereits genannten Ortschaften sind über 60 Dörfer in unsere Hand gefallen. Zwei feindliche Mteiluugen kamen vergangene Nackft bis an unsere Gräben nordöstlich von Bermelles heran. Flugwesen: Die Flieger zeiglfen sich sehr tätig. Sie griffen eine Anzahl starker feindlicher Formationen an und zerstreuten sie. Im Verlarrfe der Luftkämpfe wurden sieben deutsche Flugzeuge abgeschosserr, neun wurden gezwungen, mit Beschädigungen zu landen. Acht der unsrigcn sind nicht zrirückgekchrt. Die deutschen Gefangenen hinter der englischen Front. Berlin, 19. März. (WTB.) Die „Nordd. Mg. Ztg." schreibt unter der Ueberschrift: „Die d-entschen Gesamrenen hinter der englischen Front": England ist dem Beispiel Frankreichs, deutsche KriegAgesangene dicht hinter der Fvont im Ber'eiche des deutschen FeüerS unter nn- würdigen Unterkmifts- und Berpflegtmgsbedingnngerl zur härtesten Arbeit zir zwingen, gefolgt. Empörende Einzel- heiten berichten die wenigen Glücklichen, denen es gelungen ist, die deutschen Linien wieder zu erreichen. ©? handelt sich dabei nicht mn Uebergriffe einzelner untergeordneter Stellen, vielmehr liegen über die Behandlnng der E^ftnu^-enen ausführliche Befehle d e r englischen 2l r meekom- mandunten im Wortlaut vor. Nach d«n Eingang der ersten bLachrichten über die Zustände hinter der englischen Front war s chär fst e r Einspruch bei der englischen Regierung erhoben urrd gefordert worden, unverzüglich alle deutschen Giefangenien aus dein Feuerbereich, d. h. nriirdesterrS dreißig Kilometer Hutter die englische Front zu bringen und ihnen dort ang ernessene Lebens beding ungssr zrr gewähren. Die englische Regierung antwortete ausweichend. Bis zur restlosen Erfüllung der deutschen Forderung werden daher englische Kriegsge fange ne auf dem östliche rr und westlick)en zlriegsschauplatz hirffichttich Arbeit, Unterkunft und Verpflegung nach den gleichen Grund- s ü tz e n behandelt, wie sie England den deutschen KriLLs« gefangenen gegenüber muvendct. * . * Die russische Revolution. Eine Kundgebung Miljukoros. Petersburg, 17. März.. (WTB.) Die ru ssis che Regierung H«1 folgendes Telegramm an ihre Vertreter im Äus- ude gerichtet: Die von der Petersburger Telegraphen-Agentur übermittelten Nachrichten haben Ihnen schon die Ereignisse der letzten Tage und den Fall des alten politischen Regimes Rußlands tt^untgegebm, ba» klLgKs vor der ourch sernc Sorglosigkeit, settve ^ att sträfliche Nichtooraussichl hervorgerusenen VolNentrüftung Msanrmenbrach. Die Einmütigkeit des Grolls, welche dis heute in Verfall geratene Ordnung der Dinge unter allen gesunden Elementen der Nation hervorgerufen hat. halt die Krise merkl ich er leichtert. nnd sie abgekürzt. Da alle diese Elemente sich mit bewattderungswürdiger Begeisterung um die Fahne der Revolution scharten und die Armee ihnen schnelle, wirksame Unter Nützung brachte, trug die nationale Bewegung nach Ver buts von kaum acht Tagen einen entscheidenden Sieg davon. Disk Schnelligkeit der Durchführung erlaubt es glücklicher- werse, die Zahl der Opfer auf Verhältnisse zu beschränken, wie sie m den Annalen der Umwälzungen von ähnlicher Weite und solcher schwere unerhört sind. j Durch eine Akte, datiert ans Pskow vom 15. März, verzichte t e Sa iserNikolaus II. für s L ch selb st und für den Großfürst-Thronfolger Alexej Nikolajewitsch aus den Thron. Aus die Mitteilung hin, die ihm von dieser Me gernacht wurde, verrichtete Großfürst Michael AlexLürrdroWitsch durch eine Akte, datiert aus Petersburg vom 16. März, seinerseits darauf, die hoch st e Gewalt zu übernehmen bis zu dem Augenblick, jw-o eine konstituierende Versammlung gebildet auf der Grundlage des allgemeinen Wahlrechts, dil Form der Regierung und die neuen Grundgesetze Rußlaichs festgesetzt haben wird. Durch dieselbe Akte forderte Großfürst Michael Arexandrowitsch die russischen Bürger auf, sich bis zur endgültigen Erkundung des nationalen Willens der Autorität der provisori- mien Regierung zu unterwerfen, die auf die Initiative der ReickH- dnnra hin aebildet worden ist und alle Machtvollkommenheit besitzt. - Zusammensetzung der provisorischen Rnfterung und ihr polttrsckes Programm sind bekanntgegeben und dem Ausland übermittelt worden. Die Regierung, die im Augenblick der schwersten nutzeren urch inneren Krise, die Rußland im Laufe seiner Geschichte durchgemacht, die Macht übernimnrt, ist sich der ungeheuren Ver- Mrttvortlichkkeit, die ihr zusällt. vollkommerr bewußt. Sie wird nch zu allererst bemühen, den wederdrückenden Fehlern abwhelfen welck-e ihr die Vergangercheit hinterlassen hat, um die Ordnung und Ruhe rm Lande tzu sichern und endlich die notwendigen Bedingungen vorsutzereiten, damit derWilledersouveränenNa- tron sich fwi über ihr zulltnftiges Geschick ausjbrechen kann. Auf dem Gebiet deräußerenPolitik wird das Kabinett die internationalen Verpflichtungen achten, die von den: gefallenen Regime übernommen worden sind, und das Wort Rußlands ehren. Wir werden sorgsälttg die Beziehungen pflegen, die uns mit anderen bciteinroetert und vechündeten NaLionnr verbinden, und wir vrr* trauen barmtr, daß diese Beziehungen noch inniger und dauerhafter werden mtter dem neuen Regime in Rußland, das entschlossen ist. n.ch letten zu lassen von den demokratischen GrunMtzen der Ach- timg, Uc man kleinen und großen Völkern schuldet, der Freiheit nnno ihrer Entwicklung, des guten Einvernehmens unter den Na- ^ ttc ^ >cm Minister des Aeußern den Wortlaut dieses TssegrammS mitzutelleir. gez. M i l j u k o w. Großfürst Nikolajewitsch. B-rttn, 19. März. (Prid.-Tel.) T« „Brrlmrr Lokak«n- zergeh meldet mrs dem Ä-aag: Aus Petersburg wird gemeldet: Grioßfürst Nikolai Nikolajewitsch befahl, alle poli- t l scheu Gefangenen zu befreien. Berlin. 20. März. Eine der „Voss. Atz." zugegangene ?ikr .führe: zur Wiedevaufhebung des Verbots für Aettungsacbeittn wurden, datz alle Morgen- imd '.übendblätter am Freitag wisder erscheinen würden. Die Truppen, die an der Revolution in Peters- reilge:rommen^ haben, bleiben in der Stadt und behalten die ^Hbn. Lwlmrge sie im Dienst sind, werden sie einer strengen muttarischeu Zuckst unterworfen fein, aber außer dem Dienst werden )*£ meielben Rechte »Tniehen, wie die anderer Bürger. ^^E?ckholm 19. März. Die Zeitung „Soeialdemokraten" enrhatt eure anscheinend auf genaue Nachrichttn zurückgeliende Tar- wuung der russischen Vorgänge, der zu enttvchmen ist, daß am März in Petersburg zwei Revolutionsausschüss« eingesetzt wurden, das Exekutivkomitee der Duma und eine relegierten Versammlung der Petersburger urbeiter. Zwischen beiden kam es zweimal zum Konflikt, einmal am Montag, als das Komitee beschloß, mtt dem Zaren Ber- handtun^n an?,uknüpfen, und dann mn Mittwoch bezw. Donners- tzg, als die Mehrheit der Reichsduma in dem Bestreben der Fort- »etzung emer energischen Kriegspolitik beabsichtigte, den Sohn des AarOl zum Kaiser zu ernowren. Beide Vkale mußte das Komitee -v ^beiterausschnß nachgcben. Während der Kämpft zwischen beiden Regierungen hat Großfürst Nikolai Niko- laiewitsch seine Karten mtt größter Sicherheit ausgespielt. euier oex tx)tpn, an den Zaren zu telegraphieren, dieser mu>)e nn Interesse des Landes abdanken. Tarntt stellte er sich mtt dem rechten Dumaflügel gut und so wurde seine Ernennung zum Oberwiehls Haber der Truppen ganz sicher. Da dies aber Arbeiteransschusses geschah, ist die Lage ganz '.Ear. Geneval R u s k i, der Oberbefehlslxiber an der Nordfront, steht unbnungt auf der Seite der Revolutionäre. General B r u s - der Oberbefehlshaber der Nordarmee, gehört dagegen zu den dunkelsten Reaktionären. Die letzten Nachriftsten aus Peters- vurg zeigen deutlich, daß die Dumar.'gierung immer mehr in die Abhängigkett der Arbeiterau sschchste gerät" . .Bern 19 März. (WTB. Nichtamtlich.) Mailänder Blätter ' r? Justtzmrnifter Kerensky ordnete die Einstellung des UntersuchungsverfalTrens in der Mordsache Rasputin an und benachrützigte den Großfürsten Paulowitsch ,md den Fürsten Jrittuposf, die das Kornplott gegen Rasputin an gestiftet und ausaesuhrt „hatten, daß sie nach Petersburg zurückkehren können, .'vach zehntÄgiger Unterbreckw''.a erschienen die Zeitungen wieder ersten Male. Ter Wechsel des Reginrcs wird in den Blättern nicht besprochen. Es wird nur die chronologische Aufzählung der Erekgnrssc gegebeir. Gebete für den Zaren mid die Zarepfamilre wurden durch solche für ein größeres Rußland und dessen Regierung ersetzt. ^ , ,.Temps" schreibt: In den nach links gerichteten Kreisen der rn,sisck-en Oesftntlichtst macht sich eine zimnliche Meinung s- hei t (-eltend. Tie Dumaparteien der Ottobristmi, Kadetten, Progresslsten und lelbst der Arbeiter hatten die bekannte Dojung angenommen, nach d?r der Zar zugunsten seines Sohnes abdanken soll und daß der Großfürst Michael Regent werde. Ta ver Zar sich weigerte, daraus einzugehen, verlangte der Arbei- l e Z? U ct! ^ sich, außerhalb der Duma gebildet zu y°9S 1 ' y- auer 7 ft Wer zu ixwhandeln gezwungen ist, baldige ^oahlen^ an? Grund des allgemeinen Wahlrechts; die Regierung, die die Schfwerigketten, die gegenwärtig derartige^ Wahlen verur>acben miftien, sowie dre Rückwirkung aus die Overa- ttoneu voraus MH, bestand am Saurstag noch daraus, daß die Wah- ^ - °^ ev äu e ^ nßmi Sienllichi entfernten f’i stli,'cheu Fisch)ainp^r ,Mdkap" und „Utopia", bk ..... Jmgiam . J«ner zwei unbekannte englifche Dampfer twn etwa 5000 und 9500 Tonnen, der italienische Dampfer ..Eavour" (1929 Tonnen), sowie ein unbekannter englischer Dampfer von etwa 3000 Tonnen, der belgische Dampfer „Hainaut", der russische Segler „St. Theodor",großer unbekannter Tankdampfer von etwa 6000 Tonnen und ein unbekannter FrachtDampfer von etwa 5000 Tonnen, der üm= t"sche Dampfer „Grazia" (3129 Tonnen), der griechische Darnpftr „Thodoroff Pangales" (2838 Tonnen), die nor° wegischen Dampfer „Storaas", „Davcrnger", „Lars Forftr- na.es", „Thode Fagclund" und der norwegische Segler „Vermes". Der Chef des Lldmiralstabs der Marine. Der neueste Erfolg unserer Seeslreitkräite. Berlin, 19. Marz. Der bei einem Angrist unserer Seestreitkräfte versenkte englische Zer stö- r e r gehört der L-Klasse an, die 1913 vom Stapel gelaufen ftt. Diese Schisse haben eine Wasserverdrängung von 920 Tonnen, sind mit zehn Stück 13,2 Zentimeter-Geschützen bestückt und laufen etwa 32 Seemeilen. Ihre Besatzung W trägt 100 Mann. Der bti dem gleichen Angriff schwer havarierte Zerstörer gehört der in den Jahren 1913 und 1914 vom Stapel gelaufenen iä-Klasse au. Di? Schiffe haben einen Gehalt von 950 Tonnen, lausen etwa 30 Seemeilen und haben dieselbe Bestückung wie die Zerstörer der ll-Klasje. Drei amerikanische Dampfer versenkt. London, 18 März. lWTB.^ Reurer. dampfer „H e g e I n a u f i e" (?) wurde ohne Warnung torpediert. Der Amerikadampfer „Illinois" (5225 Tonnen) mtt Ballast von London nach Port Arthur bestimmt, ist versenkt worden. Der Arn-eriladainpser „City of Memphis" (5252 Tonnen ) wirr de durch Geschütz sauer versenkt. Er war mtt Ballast von Cardiff nach stkew Jork bestinrmt. Kristiania, 19. März. (WTB.) Einem Tel eg r amm der nornvegischen Gesandtschaft in Paris zufolge wurden die ' "tpunkt stottnndm. Die ganze Nackst zum 17. Marz fand eine ^onwrenz Zwnchen der Duma, dem Exekutivaussch.nß Nachricht k«s^t, daß Großfürst Ni ?'o l ai Ni?o T a j JnTi tftch r- —v —w v o i u j. n Jiiivim 'ji 1 1 v i a j tr 111 a>, btt rm Einverständnis ntrt der neuen Regierung den Ob^rbeftA über cne russischen Feldtruppen übernehnven sollte, im letzten * Cr" y 1 — •^'m.uuu, irum ^tiuuuata»iu^uK intt> den Ar- -5^^?erten statt, deren Ergebnis unbekLmt blieb. Der Be- Muß.des Großsürsteii Michael, den Thron erst nach Besrag-en des Lan^s anzunehmen, jck^eint die Lage nickst zu erleichtern. m.^.brn, 19. März. (WTB.) Ltumer Blätter melden aus Diersburg, der Zarewitsch, der sich in Zarskoje Sz«lo beendet, erkrankte cm psn dlchsern mit hohem Fieber. Tie, Städte Odessa. Tiflis und Jekater'inoslaw ' I^nblick die Petersburger ' Regierung ' um Aufschub' ersuchtz-.' -lern Mcmcfrwm nach in ihm von radikaler Seite angedeutet wor- ^n, man könne nicht für seine persönliche Sicherhett auf dem Krisgsschaup^H emsteyen. Verschiedenen Blättern zufolge habe ■ ^ brnläufigen zwangsweisen Abdankung noch 2*7* L'u letztes Wort gesprochen. Großfürst Michael tiabe wahrschemlich mtt seinem Manifest über die Volksabstimmung ^Zig im Einvernehmen intt dem Zaren gehandelt. Letzterer habe bsabsuhttitt, den Mgnuoärtigen. Zustand in die Länge zu ziehen, um für dre Zaren familie Zett zu gewinnen. Zwei gegnerische Revolution-Parteien. Amsterdam 19 März. (WTB. Nichtamtl.) Dem „Tele- 2^* dre Trmes" aus Petersburg vom Donnerstag Mitternacht: Gestern am späten Abend tvurdc ein f^rühreriiches Dokument mit dem Titel „Be- Nr. 2 verbrettet, das, wie verlautet, von einem Komitee von Arbeiterabgeordneten und einer Deputation, «us der Armee unterzeichnet war und in dem die Truppen aufgeforÄert wurden, die Aittorität ihrer Offiziere rmd c mttst. anwerkemren, und selbst für die Disziplin zu sorgen. Tie Weckung dreier Hevausfvrderung ist sehr verhängnis- hat der Justiz minister Ke- Sozialisteuftchrer Tscheidse, der der Präsident Ächetteräbgwrdneten ist, nachdrücklich vor- geitellt, daß sviott lmtzerst strenge Maßregeln ergriffen werden müften und oas TscherLft wftrt rn Abrede stellen müsse, daß er mtt , Befehls irgend etzmas zu tun habe. Es stellte srck? letzt hemus, daß dre;es verräterische Tottunent, dasMil gchelmuisvollcgedruckt und in großer Zahl verbreitet nuM>e, auch m das Dumagebäude eingeschmuggelt worden war E MMi chaubt durch geheime Agenten der alten Regierung. Man hctt es hier offenbar mtt dem Versuch zu tun,, in der russcsckien llrm« llnerrngkett zu säen und die schmachvolle Uebergabe ^ Uxbciiun^ven, Die Masse des Ärfte und der Armee smd ncht gebttdet genug, um diese einfache Tapache zu Kerensch befahl, daß der Befehl mit der ZuWmmwNtz Tschcidses zu ignorieren sei und daß die Soldaten thven Oftizreven imtzrgeordncck bleiben müssen, und daß alle Per- solche ^okumntte drucken oder in Umlauf bringen, in Zutz.nft als Landesverräter betrachtet werden sollen. Tickstidld kj# 01 Bemühungen unterstützen Korrespondent der „Times" fährt fort, ettr russtt ^ das Komitee vi, N ^ Mcu^besugnls anmaßte, die es nicht beaniprr^n könne Die Arbeiter hättcnl an dein Sturz des alten Regimes kernen aktiven Anteil genommen. Tie Revolution sei nicht du Folge von Trecks oder sozialistischer Propaganda me s« während der Unruhen 1915 in den Vo^grwwchE«i leien. Das gaNHe Voll habe einfach nach Brot verlangt. Die tt f c „ /hves r Ungesckstcks liicht imstande, Brot zu ich^en. Protoprchow habe diese Unzufriedenheit mtt Geivvlt '^ J ?. sich die Truppen geweigert zu feuern Diele Werg^cung führte dazu, daß die Macht des %vm und der Regierung gebrochen worden ler Tre Revolution sei also bas Werk der Armee und einer unvevantwortlichen Gruppe von Temaavaen gewesen, d^ sich selbst als Konrttee der Arbeiterabgeordne^r auf- geipreft und dai^ch gestrebt haoen, den \mtthdfm Sieg Tschech e undi-rner Mttnrbetter Wucher zu Nichte ^zu machen. -Das Kmnttee enrwsrs emai Man, um dem wahren Lieger m den Rücken rn Allm u>ch fae Armee,^die nicht ihre Partei, sondern dve der Duma gewählt h^t^ail) ihre L>cttc zu bekommen. 'Das ganze war ein schlau derdawauf ausgegangen sti, ^chlands P^tige i«d M»ckN -arsmisten der persönlichen Jnttreisen dieser Demacwg n M vern,äMr. Las Ideal der demokratischen Republik in Rußland hibe die Niederlage inner Armeen zur Voraussetzima Diese Elemente hofften, daß dre imvermeDliche Hungersnot Rußlands duvch ^trörne von BLrt zarr sicheren Reaktion zurückführnr tmbe bereit# fmcn Borge-,chmack von der Freiheit, die diese Ttz«r<ückk r atzttebveu. bekonrmen. als die Zettungen sich weigerten atztudrücken und als das Kvm^e d^ «ttbettevabgeordneten den Lepern rmd Druckern vertat, für die der russiM Gewährsvlann^ Ter Korrespondent ,agt wntzer, daß die Ereignisse von gestern ,vwve beinahe ga^ Sibirien hätten ftch.der mumi Regierrmg migesastosinr Kriew sei die Nachrftlst v.m den Petersburger Borsalleu mit Ermäa^igung des Generals Bruffttow bekannt ge- gebni roocknr. Die n-eue Regierung habe den Winterpalast als Na- ttonaln genttnn erftayL rmd beabsichtige, ilpr z-mn Sitz der kongruierenden Versammbmg z,r machen, Bern 19. Mürz. (WTB. Nichtamtlich) Einer Meldung der „Vwnantttt aus Petersburg sufolge salben die Lokalkornitees drei norwegischen Dump fer „Ronald" (3221 Ton. nen>. „Svlferino" (1155 Tonnen) stnd „Alfred" versenkt. (Es gibt mehrere nonvegische Dampfer des ytameng „Alfted".) Kri stiania, 19. März. (WTB.) Der norwegische R e e d er ve r b a n d hat eine Anregung, die uorrvegischeA 5han d els s ch i fs e zu bewaffnen, mit Entschiedenheit abgelehnt mrd einen dahin zielenden Vorschlag des Steueriwan.ns-Verba.ndes als vollkommen unmöglich bezeichnet. Der Einfluß des Steuermanns-Verbandes auf die Behandlung derartig schwieriger mrd sehr schwerwiegender Fragen darf nicht überschütt werden, daher brauche dem geäußerten Vorschläge keine große Bedeutung bei gemessen werden. Die Verhandlungen über das Schicksal von 5 00 norwegischen Seeleuten, die sich arbeitslos in England au,hllein. werde - zwischen England und 'Nor-, wegen fortgesetzt. Ein Teil dieser Seeleute soll voraussicht-- lich in der laufenden Woche aus Enalauddampfern Mrüch» geschickt werden Nu; dem Reiche. f Y i* r • . , ~ *' fO**' I ^ L IT L - C'IA. vv i-Ul i •- V I i L LL V-u v bereptuxt sem, zeitweilig allen Grundbesitz über 1.25 e k t a r z u b e s ch l a g n a h m e n. Die pwvisottsche Regierung ^ aus, alles Getreide abzuliefern. Gegen einzelne Rr* wurde sehr scharf vorgeporugen. Man sei sich klar darüber, daß noch sehr viel zu tun übrig bleibt. Die Lage in Finnland. «^.Ä^'rhagen 19. Mä^. (WTB.) „Politiken" veröffent- das „Stockholms Dagblad" und „Dagens Ny- het^ u^r dre Lage rn 'Finnland aus .yavarauda .-rhalten haben. Danach )n der russische Senator Lipski zum General- gouverneur von Finnland erimnnt worden. Drei russische Kommissionen I>ätten in den letzten Tagen die finnischen Städte besucht, uötigen Veränderungcn an^uordneu. Die Gendarmerie sei vollständig abg^cha ft. Der Chef der Genlarm ne ix Tornra. Oberst Mimowitich, wahr, cheinlich verhaftet worden. In den vo,l den Kommriswnen besuchten Städten seien große V o l ks v e r s a.m m - t u n g e n abgehalten worden, die ihr Vertrauen zur neuen Regie- ^Krochen hätten. Aus Finnland gestern in Haparanda nngettoftene Reisende bericksten, daß in H el s iln g f o vs viel Blut soflossen lei. Die Soldaten hätten die Straßen durch- und alle Offtzrere, die sich weigerten, Nevoluttonszeicben anznlegen, medergeschvisen. Unter den Ersckvsftnen befänden sich der den Unruhen in Petersburg seien rund 3000 Personen getötet und ebensoviel verwundet worden. Zusammenlegung det Betriebe der SchnhinduNrie. Berlin, 18. März. Die Knappheit des nach der Deckung des Heeresbedarfs zur Verttitturg an die Betriebe der Sch»h- i n d u st r i e verfiigbaren Boden leders läßt eine Zusammenlegung der Bftrftbe dirser Industrie erforderlich erschcin«r. Einmal ist angesichts i:-~: geringen Rohstoffmengen schon rem privaLwirtschaftlich ein-, ^xwmeUe Weiterführung aller Fabriken ) 'T tz ' > T • «-» • r r» X V»* . ' 1/1.' »v- ...' t. r* f Der KabineltSwechs l in Frankreich. m JLLVn' - 18 -^v lMTB.) Meldung der Aqeure Havas. Präsident |ouicüre berat,chlagte am vormittag mit Deschanel und Dubvst lünd darauf hnit Briand über die Ministerttise. Desck>anel lehnte das Ersuchen Poincarss, das Kabinett m bttdeii wPl er es für seine Pftick^ Wlte, aius dem ihm vwi den.' Vertretern des -Lärmes anvertErten Posten zu bleiben. Darauf ersuchte Pornearv Ri bot, ein .Kabinett der patriottschen Vereinigung zu bilden Ribot behielt sich seine Aintwort vor, bis er sich mtt mehreren ParlMnenlsnritgl ftdern habe besprechen können. Bpm sranzvfischen Soziali-mus. % e L n ' Zd. März (WTB.) Die Lyoner Blätter melden aus Pmns: Das Konnter der radikalen Parbn hat mtt 80 gegen 76 Scimimm belchwssen, nuen Kongreß der Radikalen ein- zuberufen. Das deutschfeindliche China. 18 v®^r». Krid.-TA.) Das R«rtersck^ Bu- «M Ehrnesrsche Truppe,« bssetztm Donnnstaq ohne Stormrg ur Rahe bk deutsche ffionjeffton trort H an kau. 4 Peking, 18.JK.faj, (Priv-Del.) Meldung des Reutn-schen Bureaus. Unter Juitnmwmg des Konsulardrps hat die chinesrs«he bewaftnete Polizei die deutsche Konzession van Dient- srn be, e tzt. ^7 ^ -- ji'-'.wu .iiv. iu;LU4iy uiiti (>vu^uLUuil rntdjjt möglich' außerdem «uätc mul dieser Weiterführung an sich überflüssiger Mehraustvcmd an 'ttlrbett, Betttebskraft, Transpvct- lnstuegen verbunden, der mit Rücksicht auf allgemein kriegswirtschaftliche Interessen unzulässig ist. Die Zusammenreymig ldie nur die ,7aorikbetriebe, nicht das Handwerk erfaftt) wird durch eine» Verordauna des Bundesrctts vom 17. März 1917 in die Wege ge- lettet^Tie Bevvrdmmq ermächtigt den Reichskanzler, die Hersteller von Lochilhwaren reder Art, sownt sie bereits vor dem 1. August 1914 Schahwaren hergestellt haben, aavch ohne ihre Zustimmung M Gesell ichaften zu vernnigen, denen die Regelung der Herstellung und der Absatz nack) Maßgabe der verfügbaren Rohstoffe und der twllswirtsckiaftlchcu Bedürfnisse obliegt, düusgenommen von dieser Zwangssyndizinvmg sttrd Heeresbetrrebe und Aärrineüetriebe sowie handwerksmäßige B e tr ie he. Jeder der zu errichtenden Zwangssyndikate soll einen bestinrmleu Erzeugungsbewirk umfassen. Von dem dem Zwang ssyndikate Migehöreuden Betriebe wird ein Teil still gelegt, der Rest in rationeller Weise weiter beschäftigt. Damit die Ko^ikurrenzVerhältnisse nicht für später zugunsten der weiterarbettenden Bettftbe beeinflußt werden, sollen die Schoch- ivarm, die kftne Mauke oder Bezeichmnrg der herstelleuden Firma ttage^k dürfen, lediglich drrvch die Spndikate abgesetzt !verdau. Ein Verkehr des einzelnen, iveiter arbeiteTldan BÄrrebs mtt Handel und Privatkunden findet nickst mehr statt. Der Gesanttaewtirn fanto auf die in dem Betriebe des Syndikats ansässigen Schuhkv«r«> Hersteller, ohne Rücksicht, ob sie Wetter arbeiten oder nicht rvi Verhältnisse ihrer Produktion in der Zeit twn 1. Juli 1913 brs 5 inn 30. Juni 1914 verteilt werden. Stillgelagte Betriebe, die am Gewinne tettnehmnr, sollen jedoch zu einer Abgabe an das Lw^dikat verpflichtet sein, die nach dem purch die andettveitige Vnwerttmg ihrer Fabrssationsmittcks erzielten Umsatz berechnet rvird. Die Vorschriften über das Zusammenwerfen und die Verteilung der Gewinne beziehen sich auch aus Heereslies eru ng« ! , die künftig durch eine militärische Zentralstelle in Verbindung mtt dem gleich zu erwähnenden Ueberwachrngsausschusse der Schuhindustrie vergeben werden sollen. Als Syndikatszenttale wird der erwähnte Ueberwachungsausschuß der Schuhindustrie gebildet. 5ee?rieg. 1I6 9O9 Brutto-Regi^ertorrnen versenkt. B e r l i n, 19. Marz. (WTB. Amtliche Nemrdings sind von unseren U-Voottn im englischen Kanal, im Atlantic und der Nordsee insgesamt 1 16000 Brutto-Regifter- worden. Unter anderen befanden sich nach den bl^er eintzegangenen ansfüllllichen Meldungen der unter den versenkten Schiffen: Der englische bewaffnete Dampfer „CsnnauM" (2668 TomM,), eft^ unbekannte englrsche Bark von 1200 Tonnen, die engMchen Segler „Adelaide^, „Mac Lean", „Abaja", „Gazelle" Md Berlin, 17. März. Durch eine Verordnung des Bun- desraäs vom 15. März 1917 sind die Veraütungssatze für Naturalverpflegung svrvohl für Offiziere, Sanitätsoffiziere urrd obere Beamte als auch für Mannschaften und Unterbeamte mit Rücksicht auf die Teuerung für die .Kriegsdcmer wie folgt erhöht worden: a) volle Tageskost mit Brot 2 Mk., ohne Brot 1.85 Mk. (bisher 1.50 Mk. bezw. 1.35 Mk.), b) Mittagskost mit Brot 1 Mk., ohne Brot 0.95 Mk. (bisher 0.72 Mk. bezw. 0.67 Mk.), c) Wendckost mit Brot 0.67 Mk., ohne Brot 0.62 Mk. (bisher 0.62 Mk. bezw. 0.57 Mk.), 6) Morgenkost mit Brot 0 M Mk., ohne Brot 0.28 Mk.) (bisher 0.31 Mk. bezw. 0.26 Mk.). Die preise der landwirtschaMichen Erzeugnisse aus der Ernte ,9*7 und für Schlachtvieh. Am ?Eersttg, den 15. März 1917 fand unter Leitung d»s Prasibente.i dos KriegSernähcmbgsamtLs eure Beratung der Minister der Bundesstaaten über Fragen der Kriegswirtschaft statt. Den Gegenstand der Beratungen brÄete neben der Lüchenmg der Bolksnmähruna ftir bw Monate M zur neuen Ernte der PreiK- mb WrttschafiK^rm für das kommende Erntesahr. Die Grmirdzüge ftlr die Organisation; ZusrumnenHassung der BewittftbasÄrns des gestmrten GettrDes r md / ee* 4}iU|e.i'tfuUUix ui occ toteicUdiwuchaeueUe: Beichlagturtzuu: uuirc ^rwÄbittcn fut die Konrniunalverbärcke, deren Selbstwirt schuld im allgemeinen in dein bisyertzp-i: Umfange aufrecht erhcrlttu rverdcn soll: verantruarüLche Riitherm^ted,n:a der Gemrmden zur besseren Sicherung der Erfassung des ALMiefernLen; schürfen ttebcrwachnng .der Wirtschi st der Konmrnnal verbände mu> der Attchlen, weiterer Ausbau der Sammel- mrd Mlieferungsstelle:: für Butter, Eier, Gemüse usw. — frmbert die Bestimmung der Versmnmelten. Die nÄig-en Vevvrimnnsen tverdQi aus Grund der Beratungen nunmehr so vorbereitet wÄ-cn, daß, sie rechtzeitig vor Beginn der treuen Ernte in Zkrafl treten. 'Anch die neuen Preisvorschl äge des Kriegs- crnährungsamtes fanden grnndsätzlickre Zustimmung. Die Beschlüsse des ReichZtaasMtssckprsses für Volksernährung wurden der Beratung mit zu Grunde gelegt. Dessen Wunsch nach möglichster Bermeidmrg eurer BertQvermrg des Brotpreises infolge der Erhöhung der Roggen- Und Weizenpreise fand vielfach Zustimmung. Die Verhandlungen über diesen Punkt werden fortgeietzt werden. Gegen die von einigen Setten angeregte etwas höhere Bemessung der Preise für Gerste und Schlachtvieh wurden von anderen Seiten erhebliche Bedenken erhoben. Ter Biundcsrat hat nunmehr nach Vorbereitung durch die zuständigen Ausschüsse die Prei^Vorlage des Kriegsernährnnßs- ,rmtes im wesentlichen unverändert angenommen. Danach wird flir den Berlirrer Bezirk der Preis des Roggens auf 270 Mark, der des Weizens aus 290 Mark für die Tonne erhöht. Die bisherigen Preisunterschiede zwischen dem Osten und Westen bleiben Ar diese Fruchtxrrten bestehen. Die Hafer- und Ger st e- preife werden 'herabgesetzt und zwar: der Preis des Hafers, der im vorigen Jahre 300 bis 360 Mark, im laufenden Jahre 300 Mark abfallend bis auf 270 Mark betrug, durchoeg Müs 270 Mark, der Preis der Gerste, die im vorigen Jahre bis 360 Mark und im laufenden Jahre, von geringeren Mengen billigerer Fmttergerste abgesehen, zwischen 340 und 300 Mark kostete, gleichfalls durchweg ans 270 Mark unter Abstandnahme von Zuschlägen für Qualitätsgerste. Tie Preise für H ü l s e n f r ü ch L c und Oelfrüchte für das nächste Jahr bleiben, wie bisher festgesetzt, bestehen, Nnter Abrundung der bei einzelnen Sorten bisher besuchenden Psennigbrnchteile auf ganze Mark für die Tonne. Ueber die Ablieferungsbedingungen ist erst später bei Feststellung der neuen Organisation Entscheidung zu treffen. Dir Gerste soll dem Vorschläge des Reichstagscrusschusses entsprechend, soweit eS die Aufrechterhaltung der Wiirtschastsbetriebe zuläßt, der menschlichen Ernährung zugeft'chrt werden. Bei den künftig zu säenden Oelfrüchten soll zur Vermehrung der Ansaat den Erzeugern ein größerer Teil der Oelküchen als bisher belassen werden. Der Zuckerrüben'minde st preis beträgt nach der schon bekcnrntgegebenen Bundesratsverordnung 2,50 Mark für den Zentner. Der Kartosfelpreis, der im laufenden Jahr bekanntlich 4 bis 5 Mark, durchschnittlich etwa 4,50 Mark betragt, soll aus 5 Mark erhöht werden. Dem aus West- und Mitteldeutschland auch von städttsck^en Kreisen lebhaft geäußerten Wnnsä)e entsprechend soll für Gegenden mit besonders hohen Friedenspreisen für Speisekar- toffeln die Erhöhung des Preises bis höchstens auf 6' Mark durch 3Jnordmmg der Laudeszanivakbebörde oder der von ihr zu bezeichnenden Stelle gestattet werden. Der Herbstkartofselpreis tritt statt wie bisher am 1. Oktober schon am 15. September an Stelle des höh ren Frübk'rtofsclprci'es in Kraft und soll, um die Lieferung! an ti' B. barst p-zirke in: Herbst möglichst zu steigern, zum Frist jahr nicht steigen, sondern das Jahr über unverändert b ei^en. Für unverlesene Frühkartoffeln lvird im Gegensatz zu dem laufenden Jahr ein der Höhe nach noch festzm setzender Preisausschlag mn treten. Für Runkelrüben, -Kohlrüben und Feldmöhren werden, um der Neigung, ihren Anbau an Stelle des Kartofsel- nnd Zuckerrübenanbaues allMts-ehr ylu steigern, -e"tgegenznwirkm. ei'- hcvlich niedrigere Höchstpreise wie bisher, nämlich 1,50 Mark lliis-- ber 1,80 Mark) Vezw. 1,75 Mark (bisher 2.50 Mark) und 2,50 Mark ib'shln- 4 Mark) für den Zentner festgesetzt. LieferungsVerträge zai höheren Ponsen über Kohlrüben sollen nicht mehr abge- schlossen werden. ^ Ter Präsidertt des Kriegsernährungsamtes bleibt berechtigt, soweit es zur zweckmäßigen Regelung der Ablieserungs zeit nötig ist, zeitweilig Preiszu- und ablchkäge in nväßiger Höhe für die DrÄenerzeuginsse festtusetzen. Hinsichtlich dm Vieh preise Iiat der Mirrdesrat den Anregungen auf Erhöhlmg der Preise ritt einzelne Massen und Gruppen, insbesondere cnrch der vom Reichstagsausschuß empfohlenen Gleichstellung der niedrigeren Klassen der Schweine bis zu 60 Klg. Leverchgewickst mit der nächsthöheren nicht zu gestimmt, sondern die Vorschläge des Kriegsernährungsanrtes angenommen. Danach betragen vom 1. Mai ab die Preise für SchlackSchweine bis M 60 Klg.j . . 53—61 Mk. über 60—70 „. 57—65 „ ,. 70—85 . 67—75 „ „ 85—100 . 72—80 „ Das bedeutet gegen frü7)er «ne Preisminderung von 20 bis 25 v. H . Infolge dieser Preissenkung ist im April aus' ein starkes Angebot von Schweinen zu rechnen, das mich zur Veränderung der Verfütterung von für Ernahrungszwecke gebrauchten Bodenerzeug- irissen erwünscht ist. 'Deshalb weiden die RÜberpreise nicht gleich- zeitig, sondern erst vom 1. Juli gesenkr. um für die Monate Mai und Jnnst wo wegen der Knappheit an sonstigen Nahrungsmitteln, ebenso wie im April eine verstärkte Lieferung von Schlachtvieh nötig sein wird, ein ansreichendes Angebot zu sichern und die wirtschaftlich besonders nachteiliger:. Zwangsertteignungen von Vieh nach Möglichkeit entbehrlich zn machen. Tie Schlachtviehpreise von: 1. Juli ab 1 • mr Ruwer einschließlich Fressern (Masse 2. aikgtnwffcrtc Qt&fcn und Whe iffitec 7 I-Hve. Bullrn über ° Nklhrc uird Agesl^chtr Ochsen, Mtzc, Bullen und Färsen Alters (KLssr B) im Lebendgewichte von bis ßu 5,5 Zentner.. über 5,5 bis |7 , 7 bis 8,5 8,5 bis 10 ,. 10 bis 11,5 11,5 60 Mk. 68 „ 7? „ 7b „ 80 „ 85 3. für mrsgemästete oder vollfle:schige Ochs-en und Kül/e bis zu 7 wahren, Bullen bis zu 5 Jahren, und Färsen (Klasse A) 90 Mk Tw Preissenkung gegen früher beträgt rund 15 v. H. Beioiwerei: Verhältm.ssen, vor allem in Bezirken mit kleinen aber fleischchm: Viehschlägen, soll durch entsprechend andere Abstufung der Gewichts- und Preis klaffen Rechnung getragen werden. Auch das in einzelnen Staaten bewährte Verfahren soll beibehalten und, schneit angänglich, ansgckehnt werden,, daß die Preise nicht >chematt,ch nach dem Gewicht im Stall, sondern erst an: Abnahmeort durch eine imparteiische Kommission nach Qualttätsklassen festgesetzt werden. Die neue Preisregelnng bringt der Landwirtschaftals Gesamtheit annähernd dieselben Einnahmen aus den abzulieserndsn Erzeuginssen wie bisher. Sie bewirkt aber eine Verschiebung nach zwei Richtungen. Durch die bisherige Preisregelung sind die hauptsächlich aus den Roggen-, Haserund Üärtoffelbau angewiesenen Bezirke mit ärmeren Böden durck>- fchntttliä) benachteiligt und zum Teil in ihrer Leistungsfähigkeit gefährdet. Sie werden jetzt besser gestellt, tvährend die an Weiden und Wiesen reichen Betriebe und die Bezirke mit starken: Gerstebau, die trotz der fehlenden Gersteeinsuhr eine starke Schweinezucht treiben konnten, weniger günstig als bisher stehen. Im einzelnen Betriebe bewirkt die Preisregelung, daß nicht wie bisl-er die Versütterung, sondern die Ablieferung von Körnern und Kartoffeln für den menschlichen Genuß die günstigere Verwertung bringt, uird daß ferner bas beste Futter und die beste Weide künftig weniger den Schlachttieren als dem Milchvieh zugewiesen werden. Freilich wird, um die bei der unvermeidlichen Einschränkung der Erzeugung fetter Tiere besonders nötig ioerdende Erzeugung von Mllchsett zu fördern, der Milchpreis in denjenigen'Be zirken, wo er zurzeit nachweisbar erheblich unter den Erzeugungs^ tosten liegt, erhöht werden müss«i, was aber nicht allgemein, sondern nur in de:: einzelnen Wirtschaftsgebieten nach Maßgabe der örtlick-en Verlstiltnisse zu geschehen hat. Im Vergleich zum feindlichen Ausland bleiben unsere Preise iür Getteide, Kartoffeln und Zuckerrüben auch nach^ der Erhöhung »roch wesenllich zurück, während die Preise für Schlachtvieh, die Hvsher zum Test erlMich höher tvaren, als die ausländischen, diesen mehr mrgenähert werden. Alles in allem bleibt der Erlös, den die deutschen Landivirte für ihre Erzeug::isse erhalten lverdcn, nach wie vor uwsentlich hinter dem in den meisten feindlichen Ländern zurück, deren Landwirte an sich auch im Kriege unter viel günstigeren Verhältnissen wirtschaften, wie die unsrigen. Trotzdem ist bei uns .bei immer zunehmenden Erschwernissen der deutsche Ackerboden restlos bestellt worden, ivährend in Frankreich und England die Regierung, um dieses Ziel zu erreichen, neben erheblich höheren Prersen für die Bodenerzeugnisse vergebens alle möglichen Prämien und Ärznecmittel anwenden muß. Ans Stadt tmb Land. Gießen, 20. März 1917. ** Auszeich n u n g. Fahrer Heinrich Müller, Sohn des Schuhmachermeisters Karl Müller, Liebigstraße, erhielt die 5oefs. Tapferkcitsmedaille. ** Wiederbeginn des Schulunterrichts. Der Unterricht an den städtischen Schulen beginnt wieder an: Donnerstag, dem 22. März, im Schuthans in der West- Anlage und zwar: für die Schüler der Stadtknabenschule vormittags 8*/2 Uhr, für die Schülerinnen der Stadtnmdchen- schule nachmittags 1-1 Uhr. ** TieZusatzmarTen über ©rauten für Kinder vom vollendeten 1. bis 12» Lebensjahre sind von Dienstag, den 20. März 1917 bis Donnerstag, den 22. März 1917, in einem Klein Handelsgeschäft der Stadt Gießen abzugeber:. Wer die M arken nicht rechtzeitig abliesert, verliert den Ansp:n:ch aus Graupen. Tie Ausgabe der Graupen erfolgt von Dienstag, den 27. März 1917 ab. ** Abgabe Kon Dünge r. Die Stadt Gießen ist in der Lcpze, 100 Zentner künstlichet: Dünger (Kattnt und Thomasmehl je zur Hälfte gemischte an Gartenvautreibende der Stadt Gießen abzugeben. Anmeldungen zum Bezüge tonnen vom 21. bis 24. März einschließlich bei dem Städtischen Tiesbaucmtt erfolgen. Siehe Anzeige. ** Liebesgaben für die Besatzungen der deutschen U-Boote ist das Losungswort etita: neuen Sammeltätigkeit die es ermöglichte bis zunr Abschluß des Jahres 1916 den Betrag von 450 000 Mark außerde:n 500 Kisten Naturalsendungen für die U-Boote usw. zur V^rsügnTig zu stellen. In unserem..heutigen Blatte ist ein Aufruf zu weiteren Beiträgen und zum Eintrftt in den Deutschen lPBootveoein veröffe:itlicht. Beiträge für die Sammlung neunten entgegen: Tie Geschäftsstelle des Giesener Anzeigers mrd die ^Herren Großh. Ober- bibliotbekar Dr. Emil Heuser, Giesen, Ost--Anlage 12 und Kaufmann Heinrich Emrich, Gießen, Roonsttaße 16. ** Der Bürgerverein Gießen veranstaltet Dienstag, 27. März, abends 8 l / z Uhr in der Tumhalle der Höheren Mädchenschule (9iord-Anlage) einen .Bortrag n:it Lichtbilden: übej „Die starken Wurzeln deutscher Kraft und Größe" und lädt die Bewohnerschaft unserer Stadt zu diesem Bortrag ein. Vorträgen^ der ist Lehrer V. Müller. ** Schwarz-Weiß-Theater. Auf dem Programm vorv Dienstag, den 20. März, bis einjchließlich Freitag, den 23. März, steht „Ter Sträfling", Familienttagödie in 4 Akten, mit Theodov Burkhard in der Haupttolle. „Das Waldveilchen", Wildwestdrama. „Aus Brautschm:", Lußspiel, sowie einige Humoresken und ein« Naturaufnahme. Landkreis Gießen. ö-a Beuern, 20. März. Ueber die sechste Kriegsan^ leihe sprach vorgestern in einer gut besuchten Versammlung im Gemeindesaale Pfarrer Wagner. Eine toertvolle Ergänzm^ fanden die Aussüyrungen durch Lichtbilder, die Pros. Tr. Erb- Gießen vorführte. Tie Anwesenden gewannen durch Wort und Bild einen Einblick von Deutschlands Größe und Kraft in wirtschaftlicher und industtieller L)insicht. Mit dem gemeinsamen Lieds „Deittfchland, Deutschland Wer alles" schloß die eindrucksvolle Versammlung. ** Klein-Linden, 18. März. (Astern abend hielt Pfarr- assistent Bröckelmann nn Schulsaal der 1. Klasse einen Vortrag über „Deutschlands lWirtsck-aftsttäfte^ an der Hand vov Lichtbildern, die von Prof. Weimar-Gießen vorgeführt wurden. Nerrn«?ehscs. * H a v ana , 18. März. (WTB.'i Mcldung der Agence HavaS.l Nachden: die Ausständisck>en Santiago de Euba verlassen l-atten, um das offene Land aufzusuchen, besetzten Landungskom- V a gnie n der im Hafen ankernden a mepi kanischen Schiffe sogleich die Stadt. Die kubanische Regierung machte oelaunt, datz die Stadt jetzt in ihrer Macht sei. Letzte ri^ct^Zchten^ Englisch-französisches Kopffzerbrechen. Rotterdam 19. März. Ter Mitarbeiter des Reutrv-,j bureaus in Frankreich schreibt: Es wäre töricht, zu glauben, daß. die Deutschen flüchten. Aber sie gehen jetzt doch mft einer SäMellig-^ keit zurück, die seit den Tagen der Marnesckstacht nicht wieder w>r-. gekommen ist. Von der englischen Front wird gemeldet, daß die- Deutschen auf ihrem Rückzi:ge zahlreiche Dörfer abbrmmttn. Ms»! sehe nur Trümmer und Verlassenheit. Tie Brücken seien zerstört mid^liie Kre::zp::nkte der Wem mirriert. Tie „Times" schreibt^, Dieser große Rückzug kann nicht mißverstanden werden. Wohin: der Feind auch gdjeit möge, die Tatsache bleibt bestehen, daßl er nun das Antlitz dem Rhein zu gewendet hat, und daß die Alliierten im Begriffe sind, seinen strategisck>en Ziückzug in ein Wettlaufen zu vettva-ndeln. Das Blatt meint, die deutschen Bemerkungen über das elastische Zurückbiegen dienten nur dazu, die Frucht zu verheimilchen. Tie Engländer hätten früher chre Zeit des meisterhaften Rückzuges gehabt, also ganz genau was solche Redensarten bedeuten. Nuir würde für die Engländer die Zeit der Verfolgung kommen. Ter „Tempstz glcn:bt daß Hinderrburg hinter dem durch die Somme und den Crezart gebildeten bretten Groben den weiteren Ereignissen entgegenharre und fraglos nicht, ohne im Voraus diese neue Stellung mit allen Mitteln befestigt zu haben. „Malin" und „Pettt Parisien" ziehen die PavalleÄ zwischen Josfres Rückzug vor der Marneschlacht und der gegenwär-, ttgen Taktik Hindenburgs. Miljukow kein Pazifist. Zürich, 19. März. Miljukow drahtet ans PetersbrrvK. daß er sich gegen die in der deutschen Presse geübte AnL-v lvgung seiner gegenwärtigen Polittk wehren müsse. Er habe niemals pazisisttsche Pläne gehegt, wie in der deulschLw Presse geschrieben worden sei. Als Minister des Aeußerrr der heutigen russischen Regierung trete er allein für dir Fortsetzung des Krieges ein, damit Rußland mit seü«rp Verbündeten den Sieg über die Zentralmächte dcwontragen: könne. Die RaLikalen in Rußland. Stockholm, 19. März. Von besonderer Seite wird üb« den Kamps der sozialistischen Arbeiterschaft gegen die kadcttißh oktobristiscl^ Tumamänner berichtet, daß der Einfluß dieser ertrnnn: Kreist geradezu entscheidend sei, und daß sie immer mehr die Macht an sich reißen. Donnerstag aberw entwickelte MiLjuLom vor den Vertteten: der Ententelwesse sein Kriegsprvgranun und sprach jljch gruridsätzlich ft'ir die Monarchie aus. Drol-ungen bet Sozialisten zwangen ihn immfttelbar darauf zu einem Widernch und erztoangm: den Erlaß, in dem dem russrsthen BvkÜe gesichert wird, daß es selbst seine Geschichte bestimmen soll. Die Tirrckführung des Programms ist nattirlich mit einer kräftigen Kriegrührung unveremlmr. Tie Radikalen verfügen über sämtliche Petersburger Ntunitionsfabriekn, ivvmft sie 60 ProazM der n:ssischen Waffenerzez:gung besitzen. Sv haben sie das große TemL* mittel der Drvhimg in der .Hand, daß sie die Fabriken zerstär» würde:: :md sie wenden es bei jedem Konflikt an. Tie Umgebung der rrislischen Kriegspolftik in der letzten Weisung an die Dipk>- maten ist aus den gesteigerten Einfluß der Diplomaten zurüch- zuführen. Dir Wahlen in Rußland. Genf ,19. März. Nach dem „Tmps" verweigerte die prvv-. sorische Regierung in Petersb::rg hartnäckig die Forderung der FÄ^. rer der Arbeiterschaft auf sofortige Ausschreibung der allgemeines Wahlen. Rodzianko beharrt aus der Vertagung der Wahlen bis nach Friedensschluß, weil bei der llnzuverlässigkeit der gegenwärtiger ^ttmmung die Konservativen eine ällzustarke Verttetung in der Kvnstttuante erlangen könnten. Tikmfotzltß-Bkstßs-GeseWchTiktzk! Eisormbrikrtts-Abgabe Mittwoch, den 21. Mä: von 8—tL und von 2—4 Nbr. Nummi'rkar:en351—420 sind nur gültig und müssen vo der gegen Bezugsscheine, unterBorlage der letzten Quittur be: dem Vorsitzenden A. Dickorö, Schanzenstraße 6. u ge'nnscht 226® VenÄtfhgen 7 -ZiNUtt.Wchmiz in besterLage ver 1. Jult zu vermieien Schrift!. Ang. unter 01547 a. d. G ieß. A nz. \ ß Zimmer j Grope 6-Zimn:cr-^vodng. (2. St.) nt Bad u. a. Zubeb. auf 1. Avril zu vermieten. Step banst rave 421. r,5 | 4 2 Zimzn er } 4-iiira.-W3iiag. ; neu uerger., z. verm Ü)larktpl. ! 8l. ».«, Ä^obnuna v. 4 Ziunncrn, Bad, Veranda, 2—b Alan- färben- immer:: z. 1. April zu veruüeten. Näh. Berg' straßc 1t v. oder Schloß- gaü'e 16 jm Laden, Helm- st ä> len bang es , m. b. H. >10 7. yiuotrec!iilK rnßc » zwei 4 Zimmer Wohnung. 1. Stock und Mansarde zum 1. Avril, bezm. solort zu vermieten. Näheres bei H. Herrmann , C'derstr. 3. 12010 { Verschiedene j 5tl. Wvünuna zn verm. per 1.od.15.Apr.2teuenweg28. [**» Gut möblierte 4 Zimmer- Wohnung, 1.Stt nbg., elek. Licht, m. bester Verköstigung a. 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Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die- schmerzliche Mitteilung', daß mir nach Gottes unerforschlichem Ratschlüsse nach halbjähriger glücklichster Eh© mein heißgeliebter, unvergeßlicher guter Gatte, unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Floppi Herr Thomas Biedenkapp Bureauvorsteher der Firma Jul. Pintsch A.-G., Berlin am Freilag früh plötzlich und unerwartet infolge Herzschlag entrissen wurde. In tiefem Schmerze im Namen aller Hinterbliebenen: Lina Biedenkapp geb. Klein Berlin, Gifeßen (Hammstr. 14) und Friedberg, den 19. März 1917 Die Beerdigung findet in Gießen am Mittwoch, den 21. März, nachmittags V 2 4 Uhr. vom Neuen Friedhof aus statt. , 223» CHöhore Sexta Privatschale Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit. Gute Erfolge. Einjährigen-, Primareife*, AbitraH©ffit©n- prüfnmg. Durch den Besnch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetzlichen Schulpflicht, (Minist. Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch Direktor ßraokemann, Ludwigstr.70, Fernr.033 Dienstag, 27. März, abends 8*/. Uhr, in der Turnhalle der Höheren Mädchenschule (Nord-Anlage): Todes-Anzetge. JohanniK- m. Stachel- heertttrttacher sowie Stärnmchen in nur edlen fruänbarften Sorten, wenn bald gepflanzt, in diesem Jahre bestimmt tragend, empfiehlt 01544 fi Gärtnerei Dönges jj Marburger Straffe 67. smam Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren einzigen, unvergeßlichen, hoffnungsvollen Sohn und Bruder Josef Herrmann Schaler des Dr. Hoch’schen Konservatoriums, Frankfurt im Alter von 34 Jahren nacli 7 wöchentlichem schwerem Krankenlager zu sich zu rufen. In tiefer Trauer: Josef fierrmann, Kapellmeister und Frau Marie geb. Götz Maria und Marta Herrmann. Gießen (Crednerstraße 18). den 20. März 1917. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. März, V*3 Uhr vom Neuen Friedhof aus sfatt. i von höchster Trieökraft i000 fach stens bewährt nachmittags 2266 Todes-Arrzeige. Heute nacht verschied unerwartetnach kurzem Leiden unser innigstgeliebtes Söhncheu, Bruder und Enkel ick zarten Alter von 1 3 U Jahren. Dies zeigen riesbetrübt an. Familie Ludwig Back Familie Katharine Bach Ww. Familie Ludwig Adolph. Heuchelheim, den 19. März 1917. 2288 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 21. d§. MtS. 12Vr Uhr statt. Z-Ür alle Beweise wohltuender Teilnahme sagen wir aufrichtigen Dank. Vortrag mit Lichtbildern: „Die staden wurzeln öerch'chsr Lrsst mtz Gwtze" (Bortr.: Lehrer V. Müller) Die Bewohnerschaft unserer Stadt wird zu diesem Vortrag freundlichst eingeladen. Eintritt frei! Auch Damen herzlich willkommen. Der Vorstand. 2248V Zrau A. Weder Mo weder. Lollar, im März 1917. ÖCSR5 Danksagung WFilr die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben entschlafenen Sohnes Adolf Bechtvid für die zahlreichen Blumenspenden, und für die trostreichen, zu Herzen gehenden Worte des Herrn Pfarrer Ohly, Herrn Hauptlehrer Höhn und Herrn Lehrer Cloes, sagen innigsten Dank. 220 s ihre Vermähiung zeigen an Dr. med. Heyniann und Frau Margarethe geb. Peutz. 2)ie (sammiuna für U-Boote betrachtet es als ihre Aufgabe, für die Besatzung der deutschen A-Voote Liebesgaben zu beschaffen. Es ist außer Zweifel, daß gerade für die nächste Zeit der Sammlung besonders große Aufwendungen auf diesem Gebiete bevorstehen. Geleitet wird die Sammlung durch die Herren Generalleutnant z. D. Krause, Oberst z. D. Parrisius, Or. Seidel, Geheimer Negierungsrat, Generalsekretär Stein. Die Geschäftsstelle befindet sich in Berlin-Friedenau, Rheinstraße 10. Die Sammlung ermöglichte es, bis zum Abschluß des Jahres 1916 den Betrag von 450000 Mark, außerdem 560 Heften Naturaisendungen für die U-Boote usw. zur Verfügung zu stelle«. Im einzelnen ergibt sich folgende Leistung: Zahlungen an die Zentralstelle für Angelegenheiten freiwilliger Gaben an die Kaiserliche Marine in Kiel (geleitet von Herrn Großadmiral von Koester, Exzellenz) Mk. 220000.—'. Zahlungen für die Errichtung von Marinebüchereien Mt. 50000.—. Zahlungen für das Marinealtersheim in Eckernförde Mk. 25000.—. Zahlungen für die Marine durch Vermittlung des österreich-ungarischen Roten Kreuzes Mk. 25000.—, an Naturalspenden 125 000 Mk. Zahlungen an die Liebesgabenstelle im Reichsmarineamt 3 000 Mk. Zahlungen zur Beschaffung von Liebesgaben der in der Türkei stationierten U-Boote 2000.— Mk. Die Sammlung ist von dem Herrn Staatskommissar für die Regelung der Kriegswohlfahrtspflege in Preußen genehmigt. ' - Neben dieser Sammlung besteht der Deutsche U-Boot-Verein, der die nach dem Kriege zu erledigenden großen Aufgaben für die U-Boote übernommen hat: Versorgung der Hinterbliebenen, Kriegspatenschaften für die Kinder, Zusatzrenten usw. Beiträge für die Sammlung nehmen die Geschäftsstelle bis Gietzener Anzeigers und die Herren Grohh. Gberbibliothekür ve. Emil Heuser. Gietzen, Ost-Anlage 1 . 2 , und Kaufmann Heinrich Cmrich. Gietzen, Roonstraße 16. entgegen. Mitgliedsanmeldungen erbittet der Deutsche U-Vost-VereiN nach Berlin-Friedenau, RHeinstraße 10. Der.Jahresbeitrag beträgt mindestens 6.- Mk. Dafür wird die Zeitschrift „Das U-Boot", die jährlich 12mal erscheint, ohne besondere Berechnung geliefert. 2239D Gießen, März 1917. Bank für Handel nnd Industrie 64. ordentliche Generalversammlung. Die tentnfte Wille BeWb. Rodheim a. d. Bieber, den iS. März 1917. Für die uns bewiesene Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen allen ihren herzlichsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen I. d, N. Kuthi Scholz Ww. Gießen, 19. März 1917. naht die PHOTO SAISON Hierzu ist mein Lager in Ptoloir. Apparat n. Ptoloir. BedarlsarÖMn besonders reichhaltig. Spezlal*Ph«to*HnDii Kreuzplatz 8 [2223a] Kreuzplafcz 9 Im Anfertigen von Prfihj akrs- und. Sommer-hüten. empfiehlt sich Emmi Eitel, Bleichstrabe 39. [2161 Danksagung. Jagd - Verpachtung. ivkr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme Kranzspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Hartmann bei dem uns betroffenen schweren Verlust unseres lieben Katers und Schwiegervaters aHeiejhiar 8 Becken ■ sagen wir innigsten Dank. Ble trauernden Hinterbliebenen. Alten-Buseck, den 19. März 1917. 2224 Samstag, den 24. März 1S17, nachm. 2 1 /* Uhr, 'ollen die Feld- und Waldjagden der Gemeinden Sellnrod und Schmitten auf weitere 6 Jahre aus dem Bürgermeistereibureau in Sellnrod verpachtet werden. 2287 Das Jagdgebiet kann von den Stationen Weikartshain und Freienseen der Bahn Mücke— Laubach— Hungen erreicht werden in */, Stunde. Sellnrod, 16, März 1917. Großh. Bürgermeisterei Sellnrod. Müller. Wir beehren uns hiermit, unsere Aktionäre nach §§ 24 bis 27 der Satzung zu der am Sonnabend, den 14. April d. Js., vormittags II Ufer, in unserem Geschäftslokale zu Darmstadt stattfindenden Tieruadsechziffsten ordentlichen (Jeneraiversammlnns: einzuladen. ln dieser werden die in § BO der Satzung unter Nummer 1 bis 4 genannten Gegenstände der Tagesordnung? der regelmäßigen Generalversammlungen verhandelt werden. Die Hinterlegung der Aktien bzw. des ordnungsmäßigen Hinterlegungs- scheines eines deutschen Not-rs, der Reichsbank oder der Bank des Berline Kassen-Yereins in Gemäßheit des §24 der Satzung hat spätestens am 10. Aprt a. er. während der üblichen Geschäftsstu den zu erfolgen, und zwar e, twede bei den Niederlassungen unseres Instituts in Berlin, Darmxtadt, Slam berg, Ber.ihen Biebrich a. 3tli., Breslau, Cottbus, Düssei dorf, Forst i. B., Frankfurt a. 21., Frankfurt a. ©., Freibare £. B Fürth (Bayern), Gießen, <älats-, ^leiwitz, Görlitz, Greifswald Gaben, ££a!le a. 8., SSatabnrg, Hannover, üiindesbnrg, .lauer Knttowitz, Kreoxbnrg, Landnu (Pfalz), Lauban, Leipzig, ILeob schüt», LudwiKshafen ». Rh., Slainz, Mannheim, München, Myslo wltz,7Senstadt( Knardt),Nonstadt(0. •!§.), Ä T ürnüicrg, OfTenbacha.il. Oppeln, Fforzlicim, Frenzlau, (tucdlinbHrg, liatiitor, Bybnlk Senftenberg;, Soran (IV.-iL.), ftpresnberg;, 8tareard I. F., 8tetfin Sfraßborg i. E., Stuttgart, Wiesbaden, oder in Bremen Ooblenz Dortmund Dresden Essen a. Ruhr (llognu Crflnbcrg; i. Schl. Iflellbronn Kdnis^berg I. P. München Posen bei der Deutschen Rationalbank, Kommandit- Gesellschaft «auf Aktien. Herrn Leopold SelSgaiaEnia, „ Deutschen Nationalbank, Kommandit- Gesellschaft auf Aktien, den Herren Albert Knntze & Co., Herrn Simon EB Irsch Band, ,, IS. M. Fliesbach’s Wwe., „ H. M. Fliesbach’s Wwe., den Herren Siümclftn «L Co., der Ostbank für Handel jjnd Gewerbe, den Herren Merck, Fände & Co. Berlin und Danrustadt, den 20. März 1917. der Ostbank für Bändel nnd Oe werbe. Bank für Handel usid Industrie. v« Kiitzinig. _ v. SSmson, 2243D m Siiita Pftolo-Sii ist mein Lager besonders reichhaltig m Photogr. Apparaten Feld-Kameras — Klapp-Kameras m jeder gewünschten Ausrüstung und Preislage. II fe J Spezial-Photo-Haas Kreuzplatz 9. 2344,1 Kreozplata 9.