Kr. 66 Der 0Me|z. Druckerei: «chiüstr. 7. Mag. (9. MÄz (9(7 Annabme von Anzeigen i. die Lagesnurnmer bisk s.uinNachmittag vorher .^eiknpreis, s. Anzeigen: örtlich 20 Pf., Vermietungen u. Stellengesuche 15 Pf.. auSwärtS! 2b Pf., b. Platzvorsrhrist 39 Pi., Reklamen 75 Ps.^ bei Platzvorschrift 2V Pf.. Hauptschristleiter: Äug., Goetz. Veremt wörtlich für Politik u.Feuikleton: Äug. Goetz, Dladt uviy Land, Vermischtes richtssaal: Fr- R. Zen^ Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. vintverkehr: Gewerbebank Gießen Die neue Ausrichtung der KM im Westen. Rücktritt des Aabinetts Vriand. (DTB.) Großes Hauptquartier. 17. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen dem Kanal La Bassse und der Ancre lMafte FerrrrtätiAeit. An mehreren Stellen sind englische Ermn- dungStruppen zurückgerviefen worden. Zwischen Snrllh und dem St. Pierre Mast-Walde h«ben englische, zwischen Braumaignes und Lassigny französische AÄeiLungen in Gräben, die von uns planmäßig ausgegeven roavru. sich ststgesetzt/ An der -AiSne-Tront Vorfcwunternehmungcn, die uns fünfunÄdreissig Gefangene einbrachten. In der Champagne zeitweilig starkes Artillerieftuer. Der Vorstoß einer französischen Kompagnie westlich von Ta- hure scheiterte. Zwischen Maas und Mosel holten unsere Stoßtrupps an vier verschiedenen Punkten Gefangene aus den feindlichen Linien. Bei einem gelungenen Handstreich nahe Momel an der Lothringer Grenze wurden zwanzig Franzosen gefangen genommen. * Unsere Flieger brachten durch Luftangriff vier Fesselballons der Gegner brennend zum Wfturz. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. M a z e d o n i s ch e F r o n t. Nördlich von Monastir sind neue Kämpfe im Gange. Oeftlich des Doiran-Secs hat ein englisches Bataillon den vor unserer Sicherungslinie liegenden Bahnhof Poroj besetzt. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 18. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Msifchrn La Bassöe-Kanal und der Scarpe war dir Ge- fechtstätigkeit träge. Bei Loos holten unsere Stoßtrupps achtzehn Gefangene aus den englischen Linien. Beiderseits von Arras drangen feindliche Erkundungsabteilungen von Bataillonsstärke gegen unsere Stellungen vor. Meist wurden sie durch Feuer cchgewiesen. Bei Roclineourt und Tilloy wurde Aingedrungener Feind im Nahkampf geworfen und lieh eine Anzahl Gefangener in unserer Hand. Zwischen Arras und der Oise hüben die Engländer und Franzosen in dem lwn uns planmähig aufgegebenen Gelände- stveifeu unsere früheren Stellungen und mehrere Ortschaften, darunter Bapmrme, Perönne, Roye und Noyon besetzt. Unsere Sicherungen fügten dem Feind erhebliche Verluste zu und wichen dann wie befohlen aus. Auf dein rechten Maasufer griffen im Morgengrauen zwei französische Kompagnien das von uns am 6. März gewonnene Grabenstück nördlich der Ehambrettes-Fe. an; ihr Vorstoß scheiterte. An der Combres-Dähe und bei Maizey, nördlich von St.Mihiel, brachen Sturmtrupps in die französische Stellung ein und kehrten mit je zwanzig Gefangenen zurück. * Von der Küste bis zur Oise hatte klares Wetter gep steigerte Fliegerättigkeit zur Folge. In Lustkämpfen büßte der FeiM>ueunzehn, durch Abwehrfeuer drei Flugzeuge ein. Leutnant Freiherr von Richthofen schoh seinen 27. und 28., Leutnant Baldamus seinen 14. und 15. Gegner ab. Wir haben drei Flugzeuge verloren. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine Kampfhandlungen von Belang. Mazedonische Front. Starke Angriffe der Franzosen zwischen Ochrida- und Prespa-See sind abgeschlagen worden. Der schwere Kampf um das Berggelände nördlich von Monastir bat dem Gegner keine wesentlichen Erfolge gebracht. Die beherrschten Höhen, die auch nachts vergeblich angegriffen wurden, sind fest in unserer Hand. Der Erste Generalquartiermeister j' Ludendorff. * Die Abendberichte- Berlin, 17. März, abends. (WTV. Amtlich.) An der Artsis-Front, von der Avre bis zur Oise und auf dem östlichen Maasufer zeitweilig lebhafte GesachtA- tütigkeit. « Im Osten bei anhaltender Kälte nichts Besonderes. In Mazedonien wurden französische Angriffe zwischen Ochrida- m»d Prespa-See, sowie nordwestlich von Vionastir «rbgewiefen-, nördlich der Stadt wurde abends noch gekämpft. Berlin, 18. Mürz, abends.ETB. Amtlich.) In dem von uns freiwillig geräumten Geländestreifeu Milchen A.r ra.s und A ism e besteht nur an einigen Stellen Gefechtsberührung unserer Sicherungen mit feindlicher Kavallerie und Infanterie. DeiverstitS der Maas zeitweilig rege GefechlStätiOeit. An der Ostfront nichts Besonderes. Die Kampfe zwischen Ochrida- und Prespa-See und nördlich von Dtonastir sind heute wieder aufgelebt und sind noch nicht abgeschlossen. * . * Schicksals Wetter prasseln auf das Dreigestirn der Eliten te hernieder, den Willen lähnwnd, das freie Handeln stark beeinträchtigend. Liest man die Proklamation- des neuen Regenten in Rußland, des Großfürsten Michael, oder die Erklärungen Miljnkow-s, die er Vertretern der Presse äb- gab, so wird es ganz deutlich, wie schwer „des Donners Wolken" auf dem Ilion des Nordostens' hangen, wie tief bedrückend die Ungewißheit und Unübersehbarkeit des Kommenden auf den jetzt das Steuer Führenden lassen mag. Nicht nur uns außerhalb Stehenden entzieht sich die Gestaltung der Lage im östlichen Nachbarreiche, nein, die Herren der Revolution selber wissen nur, daß es so wie bisher in Rußlarrd nicht weitergehen konnte, und sie vertrauen die Zukunft Rußlands — einer konstituierenden Versanrnrlung an. Diese wird natürlich im Sinne der nationa listisch-englisch gefärbten Tendenzen vorbereitet. Allein es scheint doch nicht nur an der Oberfläche des Reiches zu kochen. Auch in den asiatischen Bezirken hat es zu brodeln begonnen, und schon auf Grund der spärlichen, zur nrnfassenden Beurteilung gänzlich ungenügenden Meldungen können wir amrehmen, daß die bisherigen 8 Tage der Revolution den Himmel über dem „heiligen" Rußland iricht gelichtet haben. Es heißt, dem Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch sei der Oberbefehl über alle Streitkräfte zu Wasser und zu Lande übergeben worden, und er habe chn rongen-ominen. In diesem Falle vervielfältigen sich die Möglichkeiten. Dieser Großfürst wird sick) auf die Dauer schwerlich den Richtlinien demokratischer Staatseinrichtunken fügen. Wenn er das Heft der Machtmittel in der Hand hat, wird er seinem Lande einige kräftige Wörtlern daraus Vorleser, dafür bürgt uns seirre ganze Erziehung und Vergangenheit. Der Zar hat endgültig aügedankt, und nirgends durchdenkt ein kraftvoller Geist und Wille — außer vielleicht dem genannten Großfürsten — die große Reihe der Erfordernisse, die sehr schnell und zielbewußt einsetzen müßten, um Rußland wirklich zu nützen. Reden und Majoritätsbeschlüsse werden da nicht viel zusammenjchmieden. Die Engländer, die über die neuzeitliche „Reform" in Rußland zu ftmh sich freuen, werden bald erfahren, daß hundertjährige Traditionen schwer MLSznjäten sind, daß die neu entstandene oder neu erstehende Staatsversassung ein gar luftiges, willkürlich, ohne Fundamente zusammengeflicktes Gebilde ist. » In Frankreich ist das Kabinett Briand gefallen. Forscht man nach den inneren Gründen, so kommt man zuletzt zu dem Ende, daß auch im lvestlichen Nachbarreiche die Unzufriedenheit über Mißerfolge im Kriege und über zunehmende Wte übermäßig ansteigt. Auch hier weiß man nicht, wer es besser machen könnte. Eine Zeitkang erhoffte man vom Wechsel im Oberkommando des Heeres alles. Joffre wurde seines Amtes enthoben, aber damit war noch nichts getan. „Mit Wellen, Stürmen, Schütteln, Brand, Geruhig bleibt am Ende Meer und Land!" Würde Frankreich nicht schon Republik sein, so würde ihm wohl auch schon längst, wie jetzt in Rußland, das „Aparte", die „Flamnre", Vorbehalten gewesen sein. Wer vermag aber zu ernressen, wie der leer gelaufene Kessel nach Briands Sturz wieder gefüllt werden soll? Dazu kommen alle Acngstlichkeiten der Frühjahrsoffensive. Hindenburg hat wieder mit- gelenkt! Wir sehen staunend, keineswegs mit Bangigkeit, wie er das vorgeschobene Dreieck der deutschen Front zwischen Arras und Reims langsam abbaut und auf die Grundlinie arcsrichtet! Die denischen Truppen kormnen in neue, vorzi'ig- lich ausgebaute Stellungen, die Englmider und Franzosen folgen, wahrscheinliche mit geteilten Gefühlen, da sie den Nach teil haben, durch Hindenburgs Vorschrift in notdürftig herzustellende Gräben einzurücken. Auch im Stellungskrieg scheint es „Eier oes Kolumbus" zu geben. Aber die Ans gaben der deutschen Feldherrnkunst sind noch nicht damit erschöpft. Wir müssen daran festhalten, daß auch diese Geschehnisse im Westen nur ein Glied in einer innerlich fest zusammenhängenden Kette der Entschließnugen sind. Hin- denburg spart Leut'e^und Kräfte an bestimmter Stelle, um anderswo kräftiger desto Vorzügehen. Hier starke Defensiw — dort überlegene Angriffsnurckst. Wo NsS eigentliche Ziel liegt, bleibt uns dunkel, aber Hindenburg weih es gewiß! * * * Die ssterreichisch-uttgarischcn TaeeSberichie. Wien, 17. März. (WTB. NickftamIM.) Anttlich wird verlambürt: 17. Mürz 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nördlich deS Oitoz-Pasfts, westlich von Solottvine und südwestlich vsu Stanislau wurden nrssifche Vurstöße ab geschlagen. In den Wakdkarpathcn von Erfolg begleitete Pa trouillenarbeit. Wrdlich des Dnjestr bei beträchtlicher Kälte geringe KampftLtWeit. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Auf der Costabella eroberten unsere Trupperr die am 4. März verlorene Vorstellung zurück, nahmen drei Offiziere und 34 Alprni gefangen und rrberkteten zwei Maschinengewehre. Italienischer Kriegsschauplatz. Aus Albanien nichts zu melden. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleuwant. m Wien, 18. März. (WTV^Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 18. Mürz 1917. Nichts zu melden. Auf der Costabella scheiterte ein Gegenangriff der Italiener in unserem Sperrfeuer. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Erfolgreiche Vorstöße zu Wasser und zur Luft auf England. Berlin, 18. Nbärz. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Marineflugzeuge belegte am 17. März nachmittags den Hafen und die Gasanstalt von Dover mit Bomben. In der flacht vom 17. zum 18. März brackstn Techc unserer See streitkräfte erneut in die Straße von D o - ver— Calais und in die Themsemündung ein. Vor der südlichen AngriffSgruppe wurde -ein feindlicherZer- st ö r e r der Kanakbttvachung im Nahkampf versenkt, ein zweiter Zerstörer schwer b e schäd i g t. Die nördliche Angriffsgruppe vernichtete bei North-Foreland einen Han- delsdampfer von eüva 1569 Tonnen durch Torpedo- schuß und zwei Borpostenschiffe durch Brtilleriefeuer. Hierauf beschossen sie den befestigten Hafen M a r g a t e rmrkrrngs- voll auf nahe Entfernung. FeicÄlicheLandbatterien erwidere Uu ohne Erfolg. Unsere Seestreitkräfte sind vollzählig und ohne Beschädigung oder Mruschenverluste zurück g e k e h r t. Berlin, 18. März. (WTB. Amtlich.) In der Nacht zum 17. März belegte ein 9N a r i n e! u f t sch i f f g e s chma - der trotz heftiger Gegenwehr durch feindliche Flieger und Mwehrgeschütze London in einem halbstürrdigen Angriff und die südöstlichen Grafschaften E n g l a n d § erfolgreich mit Bomben. Die Luftschiffe sind wohlbehalten zurü ckge kehr t bis auf'„L 39". das nach franzosi t scher Mekdllng bei Compißgne nordöstlich von Paris in einer Höhe von 3500 Meter durch dos Feuer französischer M- wehrgeschütze zum Absturz gebracht wur-e. Der Chef des Admiralstabs der Marine. .Hierzu erfahren ivir an zuständiger Stelle noch nachstehende Einzelheiten: Von den Luftschiffen wurden auf dem unter ihnen liegenden Konrplex Londons nicht rveniger als 50 bis 60 ScheinweWkr beobachtet, unter deren Bslenchtrrng sie heftig mit 55rartbgranateu erfolglos beschossen wurden. Auch s e r n d l i ch e Flieger beteiligten sich an der Abwehr, ohne jedoch an die Luftschiffe heranzukommen. Die Themse war -gut zn erkennen, ebenso London, obwohl es verdunkelt war. Auf dem Riickmarsche, ivährend dessen starker Stirrrn anfgekonnnen war, imirbcit die Luftschiffs von derr Themse, befestigungen, soüvie den englischen Vorpostenslreitfi^sften mit Scheinwerfern erfolglos gesucht. Der Fliegerangriff auf Margate. Berlin, 17. März. (WTB. Amtlich.) Am 16. vornn wurden die Bahnhofs- und Schuppenanlagen von Margate von einem unserer Marineflugzeuge erfolgreich mit Bornben bew-orfen. Zwei große Brände konnten vom Flugzeug festgestellt werden. Die Frontverkürzung im Westen. Berlin, 17. März. (WTB.) An der Westfront verlief der Dag im allgemeinen ruhig, erst gegen. Abend lebte das Artilleriefeuer, besonders im Frontabschnitt zwischen La Bassäe und Arras auf. Hier kam es zn einier Anzahl von Patrouillenkämpfeu, die für die deutschen Truppen erfolgreich verliefen. Auch beiderseits der Anere fanden im allgemeinen. rmr V orfeld knrn p fe statt, die uns Gefangene einbrachten. Da§ feirchliche' Artilleriefeuer beiderseits der Ancre lvar gering inrd zeitweise schwieg es gänzlich, ein Beweis, daß die Engländer bemüht sind, ihre Artille- r - e n m z ug r n p p i er e n. In der Gegend zwischen Apise und Oise nahm der' Gegner ein von uns geräumtes GvLnde in Besitz, nachdem unr ihm beim Vorgehen einpsindkichc Verluste beigebracht hatten. In der Gegend südlich von Lassigny lvurderr deutlich 5,11111 Angriff bereite, ft'anzöfisck> Compagnien erkannt. Die deutschen Geschütze zersprengter sie unter schwersten Verlusten durch einen heftigen Feu^r- wirbel. Heeresbericht ist nach 'yrÜLM Kampfe Englischer rvm 17. MLrz. Bapaume ist nach 'yvLun Kampfe mit den deutschen NaWttLen gefrömmen. Südlich der Somme besetzten wcr feindliche Stellungen auf einer Front von ungefähr 16 Mörlen. Wir besetzter: die Dörfer Fresnes, Horgny- vi Ilers, Larbon nel, Barloux, Etterpigny, Lc Mai so nette. Nördlich des Flusses besetzten wir Le Tvansloy BiefvWers, Achtet le Petit, Ablainville, Bucguo und Essart. Ba- rxrume wurde^ vom Feinde systematisch geplündert, alle wertvollen Gegenstände svrtgeschleppt oder verbrannt. Unser Vormarsch ging rvahrend des ^ages auf beiden Sommeufern rasch voran. Wir Halten das Gehöft Quasnoy, 1500 Pards nordöstlich von Essart, besetzt und gelvcuttccn die »vei'tlichen und iwrdwestlichen Verteidigung Santa gm von Nconchy au Bars. Wir führten morgens erfolgreiche Vorstöße östlich und nordöstlich von Arras aus. Die UntLrstütztMgsl'inie des Feindes lvurde erreicht, zwei Maschinen^ grüben, und setzten nachts ihre Vorrückung auf einer Front von über 20 Kilometer und einer Tliefe, die an gewissen Stellen vier .Kilometer übersteigt, fort. Wir machten nachts etwa 100 Gefangene. Nordwestlich von Berry au Bac griffen die Deutschen nach lebhaftm BeAneßunch Me in dem gestrigen Bericht gemeldet wurde, liniere Lrrete» cm. Der Angriff ivurde von unserem Feuer gebrochen Einige feinvnche Abteilungen. deiren es gelang, in einen Gral^en- teil erMUrMgev, wurden sogleich mittels Bajonetts vertrieben- Oeö&dj vvn Reims hielten unsere Handgranatenwerfer feindliche Angrtffsvsr^che gegen unsere kleinen Posten glatt auf. In der (Zegach tzv-Mm v(m Maisou de Champagne machten wir ernstliche Fortschritte ttzltels Handgranate. Nachts eroberten wir mehrere (HraüeuteZ^Mr Artilleriekampf war in diesem Abschnitt und gegen ANberive lebhaft. OestlichderMaas fand gestern und während der NaM m btt Gegerü> des Ll>rmbrette'-Gehöftes ein lebhafter KampfIckkt Mehrere feindliche Angriffsversuche gegen einen unserer Gv36«r werden nach mehrrnaligem Vorrr'icken und Zurchckweichen !tis Die Deutschen erlitten im Laufe der Aktionen «Kliffe. Oestlich der Maas vor Ehewpy. und im Priesterwalde bei Remenauville, westlich von Pont n Mousson und im Elsas; am SubMipf gelangen uns mehrere Handstreiche. W!ir machten zirka 15 GejiMgene. Fl u g v e s e n: Morgens gegen 51/2 Ubr wurde der Z e p p e - lin 39", der soeben die Gegend von Paris überflogen hätte, über Cvmpiögne in einer Höhe von 3500 Metern von dem Feuer unserer Fliegerabwehrgeschütze getroffen. Er ging in Flammen in der Gegend der Gärten von Compiögne nieder. Weder der Niedergang des Luftschiffes noch die Explosion der Bomben ver- . ursachttn S.chaden Die ganze Besatzung kam um. Gestern zeigten sich unsere Jagdflugzeuge besonders tätig Zahlreich^ Kämpfe wurden von unseren Fliegern geliefert Im Laufe der Nacht wurden acht feindliche Flugzeuge «»geschossen. Drei dieser wurden von dem Hauptmann Guynemer heruntergeholt und gingen brennend in unseren Linien nieder Die Zahl der deutschen Flugzeuge, die damit von Guy nein er bisher zerstört worden sind, beträgt 34 Leutnant Deullin schoß (Ebenfalls sein neunzehntes Flugzeug ab. Am selben Tage wurde durch das Feuer unserer Spezialgeschütze ein neunter Apparat abgeschossen, der auf dem Erdboden in der Gegend bon Corberv zertrü nrmerte. Die Revolution in Rußland. Das Abdankungsmaniscft des Zaren. Petes bürg, 16. März. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Das kaiserliche Manifest lcmtet: Wir, von Gottes Gnaden, Nikolaus II., Kaiser aller Reußen, Zar von Polen, Großfürst von Finland usw., tun unseren getreuen Untertanen hierdurch folgendes lünd: In den Tagen des großen Kampfes gegen den äußeren Feind, der sich feit drei Jahren bemüht, unser Vaterland zu unterjochen, hat Gott gewollt, Rußland eine neue Prüfung zu schicken. In ne- re Schwierigkeiten drohen eine verhängnisvolle Rückwirkung auf den endgültigen Ansgang des hartnäckigen Krieges auszuüben. Die Zukunft Rußlands, die Ehre unserer Armee, das Glück des Volkes und die ganze Zukunft unseres teuren Vaterlandes verlangen, daß der Krieg umjeden Preis bis zum siegreichen Ende geführt wird. Der grausame Feind macht seine letzten Anstrengungen, und der Augenblick ist nahe, wo unser tapferes Heer in UebereinstiMmUng mit unseren glorreichen Verbündeten den - Feind endgültig tzu Boden strecken wird. In diesen, für das Leben Rüßlands entscheidenden Tagen, hielten wir es für eine Ge-> wffsenspslicht, unserem Volk die enge Vereinigung und Organisation aller seiner Kräfte, um den schnellen Sieg zu verwirklichen, erleichtern zu müssen. # Deshalb haben wir in Übereinstimmung mit der Tünra des Reiches es für gut erkannt, der Krone des russischen Staats zu entsagen und die oberste Gewalt mederzulegen. Ta wir uns nicht von »unserem geliebten Sohne trennen wollen, übertragen wir unsere Erbfolge auf unseren Bruder, den Großfürsten Michael Alexandrowitsch, den wir bei seiner Besteigung des Thrones des russischen Staates segnen. Wir beauftragen unseren Bruder, in voller ljeberemstim- iwmg mit den nationalen Vertretern zu regieren, die gesetzmäßigen Einrichtungen ausrecht Zu erhalten und aus sie im Namen des vielgeliebten Vaterlandes den unverletzlichen Eid zu leisten. Wir fordern alle treuen Söhne des Vaterlandes auf, ihre heilige Baterlandspslicht zu erfüllen, dem Zaren in dem schweren Augenblick der nationalen Prüfungen zu gehorchen und ihm mit den Vertretern ttb Volkes behilflich zu sein, den russischen Staat den Weg des Glücks und des Ruhmes zu führen. Gott schütze Rußland! Amsterdam, 17. Wxci. (WTB.) Entgegen der Mitteilung Bomrr Lckws im Unterhause verbreitet das Reutersche Bureau ein Petersburger Telegramm vom 16. März, nach welchem der Zar zugunsten des Großfürsten Michael abgedankt und feinen Thvonrschten entsagt habe. Ter Zar hibe das Oberkommando über die Armeen im Felde dem Großfürsten Nikolaus übertragen. Der Zar in Pskow. Amsterdam, 17. März. lWTB.') Nach dem „Mgemsen Handels blad" meldet der Petersburger Korrespondent des „Daily Chronic-e" seinem Blatte, daß der Zar, als er in Bologoje angehaltcn wurde, sich nach Pskow begab, wo er sich mit einev kleinen Garde noch befindet. Er wurde vor die Alternative gestellt, entweder auf den Thron zu verzichten oder entthront zu werden. Tie Zarin befindet sich in Zarskoje Sselo. Der Kommandant .des Palastes gab den Duma Vertretern sein Ehrenwort, daß die Zarin keinen Fluchtversuch unternehme. Thr-»verzrcht des Großfürsten Michael. New Ysrk, 16 . März. (WTB. Nichtamtlich.) „Associated Preß" erfährt aus Petersburg: Großfürst Michael hat trrt Freitag nachmittag um 2V2 Uhr ebenfalls auf der, Hhr»n Verzichtet. Hie PrsttOmatisn des neuen Regenten. .*»*»*$«$ en, 17. M«cz. (WTD. Nichtamtlich.' Ritzaus Petersburg: Kvoßfürst Michael Beseelt von den glttchän Gedanknr, der das ganze Volt erfüll:, daß das Wohl des Vaterlandes allem vorgehe, faßte ich den festen Entschluß, die höchste Macht nur imter der Bedingung anzunchmen, daß dies der Wille des Volkes ist, indenr das Volk durch seine Reprefentauten in einer ^Konstituierenden Versammlung,, dre Regierungsform und die neue Verfassung deS russischen Staates festfetzen muß. Indem ich den Segen des hoch den herab fleh?, stelle ich also allen russischen Mitbürgern anheim, sich der Regierung unterzuvrdnen, die auf Initiative der Duma gebildet und mit aller Macht Und Autorität aus-gerüstet ist, bis die durch eine allgenreine, direkte, gleiche imi> geheime Abstimmung gewählte konstituierende Versammlung durch ihren Beschluß über die Regierungssvrm den VolkswÜlen ausgedrückt hat. Die Proklamation der provisorischen Regierung. Petersburg, 16. März. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Tie provisorische Regierung veröffentlicht folgende Proklamation: Mitbürger! Ter provisorische Vollzugsausschuß der Reichsduma hat, unterstützt von der Hilfe der Garnison und den Einwohnern der Hauptstadt, jetzt vollständig den schädlichen Einfluß der alten Regierung gebrochen, so daß er jetzt zur festett Organisation der ausführenden Macht schreiten kann. In diesem Augenblick ernennt der Ausschuß folgende M inist er des ersten nationalen Kabinetts, deren frühere öffentliche und politische Tätigkeit ihnen das Vertrauen des' Landes sichert .... (Hier folgen die vorgestern gemeldeten Namen.) Tie neue Regierung will ihre Politik auf folgenden Grundsätzen aufbauen: 1. Allgemeine unmittelbare A m n e sti e für alle Personen, die Verbrechen politischer oder religiöser Natur begangen haben, darunter auch terroristische Handlungen, Militärrevolten und Ver- brech^en gegen die Landwirtschaftsgefetze. 2. Meinungsfrei he it, Pressefreiheit, Vereins- und Ver- sammlungsfreis?eit, sowie Streikrecht mit Ausdehmmg dieser Rechte ans die Militärpersonen innerhalb der Grenzen, die die militärischen und technischen Verhältnisse gestatten. ^ 3. Abschaffung aller ans sozialen, religiösen und nationalen Gründen bedingten Einschränknngen. 4. Unmittelbarc Vornahme von Vorbereitungen zur Einberufung einer konstitutionellen Versammlung, die ans dem allgemeinen Stimnrrecht berul)en, eine Regierung einrichten und die Verfassung annehmen soll. 5. Tie Polizeiinstitution wird durch eine Nationalmiliz Leittrng der Selbstverwaltung unter finden auf Grund des ^allgemeinen Bureau mtfori «itz Alerandrowitsch hat nachstehende Pvollamatisn erlan'en: ^ Durch meines Bruders Willen wurde mir die schwere Aufgabe Q uKt k flt, üt& cm mir während eines Krieges ohne Settenstück und unter vW«reu Unruhen der kaiserliche Thron läxxtxagai wurde. mit gewählten Chefs, die der stellt sind, ersetzt. 6 . Tie Kvmmunalwahken Stimmrechts statt. 7. Tie Truppen, die an der revolutionären Bewegimg beteiligt waren, sollen nicht entwaffnet, sondern in Petersburg kon- signKrt iverdeit. 8 . Mschaffnng aller Einschränkungen für die Soldaten hinsichtlich! der sozialen Rechte, die andere Mitbürger besitzen^ doch nur unter der Beding^ung einer strengen nrii£tärifditcrt Disziplin im aktiven Dienst. Tie provisorische Regierung legt Gewicht daranf, hinzuzufügen, daß sie nicht beabsichtige, den Kriegszustand zu benutzen, um die )urchfül 7 rung der obengenannten Reformen aufzuschieben. Mikjukow über die Gründe der Revolution. Petersburg, 17. März. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Delegraphcnagentur. Der Minister >es Aeußern Miljnkow enlpftng am Donnerstag die Vertreter der Agenturen Havas, Reuter, Associated^ Preß und )e§ „Temps", denen er erklärte: Das von uns zu lösende Probleni besteht in der Wiederu.nfrich.tnng der Macht Rußlands derart, daß es imstanoe ist, dem Bolle den endgültigen Sieg über den Feind zu verschnffen. Das große Verbrechen der alren Regierung besteht darin, daß ie das Land in eine vollständige Desorganisa- t io n stürzte, die ihm schwere Prüfungen auferlegte. Diese Verhältnisse hätten sogar einen gefährlichen Einfluß auf den Ausgang des Krieges haben können. Die zunehmende Unzufriedenheit der Bevölkerung verursachte die Wendung der Ereignisse. Der Zorn des Volkes war derartig angeschwollen, daß die russische Revolution unter allen Revolutionen beinahe die kürzeste Zeit beanspruchte uns die am wenägsten blutige war. Die alte Regierung sah sich vollständig isoliert. Tatsächlich hatte niemand Vertrauen zu ihr. Die letzten großen Ereignisse ermöglichen denr Volke, das Vertrauen in die eigene Macht wiederzuaewinnen. Sie sollen den Enthusiasmus des VolkiÄ erhöhen, die nationalen Kräfte vervielfältigen, mrd es' endlirl; ermöglichen, den Krieg M gewinnen. In den letzten Tagen fesselten die Vorgänge in der Duma die gesamte Oefsentlrch- t'eit. Die Duma war der Mittelpunkt der ungeheuren moralischen Kraft. Nun verfügt die.Dnntcv auch über die materielle Kraft, da das Heer sich an ihre Seite stellte. Stündlich treffen Nachrichten über die fortwährende Zunahme der Machterweiterung der nationalen Vertretung ein. Die neue Regierung erachtet als absolute Bedingung dre offizielle Abdankung des Zaren und die einstweilige Uebernahme der Regierung durch den Groß für sten Mich ael Alexandrowitsch. Das ist ein Beschluß, der uns nnabänvcrlich erscl)eint. Den letzten Nachrichten zufolge hält sich der Zar in Pekow aus. Im Gegensatz zu den ausgesprengten Gerüchten ist er nicht gefangen genommen. Die Zarin hält sich in ZarsVoje Selo in vollkonrnrcner Sicherheit auf. Die Zustände in Petersburg. Amsterdam, 17. März. (WTB.) Der „Times" wird aus Petersburg vom 15. März morgens gemeldet: Die Stadt ist vvtt- stäudig ruhig. Tie Lebensmittel frage bildet die HauR- sorge der neuen Regierung. Es kommen regeluiäßig Züge mit Mehl an. Die Bevölkerung wird trotz aller Schwierigkeiten ernährt. Tie Städte und Dörfer im garrzen Lande wurden telegraphisch ersucht, die Bauern zur Anfuhr von Getreide und Mehl anzuspornen, damit die Armee iacb die .Hauptstadt feinen Mangel leiden. Don den Truppen, die Protvpopow in Petersburg konsignierte, um jeden Aufruhr im Keime zu ersticken, >wnrden viertausend Mann gefangen. Die übrigeir halten sich verborgen. Petersburg, 16. März. (WTB.) Meldung des Reuter- schen Bureaus. Fürst Golitzhn Goremykin und der frühere Kommandant der Truppen von Petersburg, sowie die früheren: Minister und Generale S u ch 0 m l i n 0 w , B j e l a j e w . P r 0 t 0 - popow, Schtscheglowitow, Marklakew, Markow und K u r l 0 w sind in der Peter Pauls-Festung interniert worden. Tie anderen Personen, die liohe Stellungen bekleidet haben und. gefangen genommen worden "sind, bleiben vorläufig im Gebäude der Tuma. Ter Justizminister Kerenskij sagte^in einer Ansprache an die Delegierten der Arbeiter, er sei zwar m die provisorische Regierung eingetteten, aber er bleibe doch das, wtas er ftüher ge-j wesen ;ei, Republikaner. Petersburg, 17. März. (WTB.) Reuter. Unter den zuletzt Verhafteten befindet sich General Renenkampf. Ter Verkehrsminister teilte mit, daß der Verkehr auf allen Bahnen m-t einer kleinen Ausnahme normal sei. Aus den 'Provinzen wird gemeldet, daß mir einige verhaftete Beamte, darunter der reaktionäre Gouverneur von Twer getötet wurden und das; es sonst zu keinem Blutvergießen kam, T-er Chef der Moskauer Polizei wurde verhaftet; das Hauptquartter der Geheimpolizei wurde niedergeb«mnt. Petersburg, 17. März. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphew-Agentur. In Petersburg weilend» Offiziere gingen Arm in Arm mit Leuten aus dem Volke. Ans Aufforderung des Exekutiv-AUsschusscs HEn erkannte die Ti.u'.u au. : a... u:n den .^drieg zu einem siegreich:!: Ende zu führen» es unerläßlich ,ei, die Ordnung wieder herzustellen und die gemeinsame Arbeit hinttr der Front wieder auszunehmen. Es wurde einstimmig beschlossen, die Gewalt des Exekutiv-Aus» schusses der Tuma anzuerkennen für alle Angelegenheiten, die mit der Verwaltung des russischen Staates zusammenhängen bis zur Einberufung einer gesetzgebenden Versammlung. Petersburg, 17. März. (WTB.) Reuter. Morgen ioerden Idie M i n i st e r eine große Parade über die Truppen des Tistrikts Petersburg abhalten. Ter Jnstizminister ordnete an, das; zukünftig keine Prozesse wegen politischer Vergehen stattsinden sollen. Tie neue Regierung gestattete den Juden, als Rechtsanwälte vor Gericht aufzutreten. Stockholm, 16. März. (WTB. Mchdamtlich.) „Aston-- bladet" berichtet: Ueberall in den Straßen Petersburg liegen die Leichen von e r) ch 0 s s e n e n Gendarmen. Me Gen.oarmen, die sich auf der L>ttaße zeigten, wurden ohne Gnade niedergeschossen. Petersburg, 17. März. (WTB.) Reuter. Am 16. März nachnlittags begannen Mäamer mit Leitern die kaiserlichen Wavpen von den üfsenttichen Gebäuden und von den Läden zu entfernen. Gleich darauf wur^e von den Blättern gemeldet, daß der Zar auf den Thron verzichtet habe. Tie Wappen wurden, aus den Straßen verbrannt oder in die zugeworencu Kanäle geworfen. Tie Nackuriä,:, daß der Zar abgodanft hrbe. traf in Petersburg im Laufe der Nacht ein und verursache infolgedessen wenig Austegung. Im Laufe des Tages sah Reuters Korresvonvent Soldaten und Bürger unter der Absingung der Marseillaise durch die Straßen ziehen. Großer Jubel brü h mis, als berittene Truppen mit einer Fahne mit der Inschrift: Es lebe die s 0 z i a l i st i s ch e R e p u b l i k in allen Ländern! vor der Tuma hielten. Die englische Presse. Lond on, 17. März. (WTB.) Renter. Die Abendblätter bringen lange Kommentare zu der russischen Krise. Im allgemeinen drücken sie ihre Befriedigung aus, daß die Kräfte der Reaktioir endgültig vernichtet worden sind. „West min ist er Gazette" sagt: Es wird stark zu Rußlands Gunsten zahlen und ungeheuer viel zuni Wohler.vchcu der Alliierten Rußlmids beitragen, wenn in Rußland die schwierige und gefährliche Operation, seine Regierung matten cm Kriege einer Reimgung zu unterziehen, erfolgreich d-uvchgesührt wird. Tie Regierung, die jetzt bei Seite gesckzvben worden ist, war in ihrem! geschichtlichen Ursprung imb in ihren hauptsächlichsten Eigenscliasten deutsch. Sie hatte alle Fehler und keine Tugenden der preußischen Bureaukratie. Sie hielt hartnäckig an den diktatorischen Eigenschrsten, fest, ohne die Ehrlichkeit und Tüchtigkeit des deutschen Musters zu erreichen. „E oen in g Standard" bemerkt: Tie Tat mußte getan werden, tvenn Rußland der Sache der Llllri-erten treu bleiben sollte und seine große Bestimncung erchlleu wollte. Wir freuen uns über die offenbare Vollständigkeit des Triumphes der patriotffchen Parteien. Rücktritt des Kabinetts Briand. Paris, 18. März. (WTB.) Meldung der Agence Havas: ±ie Minister traten gestern abend zusammen. Briand erstattete Bericht über die Beratungen, die er tiber die Bednrgungen abge- ^halten l-abe, unter dscen das Kabinett vervollständigt werden könnte. Ter Ministerrat war der Ansicht, daß es die Uinstände er- loschen, dem Präsidenten Poincare jede Freiheit zu lassen, so über die Lage zu entscheiden, wie er es fiix die Intern effen der nationalen Verteidigung für am besten 'halte. Infolgedessen überreickfte Brimid Poincare den R ü ck t r i t t des Kabinetts. P a r i s , 18. März. (WTB.) Wie der „Pettt Parffien" meldet, entschloß sich B r i a n d tzur Demission, da ruerst P a i u te t> 4 und dann Noulens ablehrtten das Kriegsimnisteriiml 91 übev- nehmen. * * * Aus der italienischen Kammer. Rom ^16. März. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefani: Die Kammer erörterte die Interpellationen über dir Wirtschaftspolitik der Regierung. Der Minister S 0 n - nino gab folgende Erklärung ab: Um sogleich der Erwartung der Kammer zu entsprechen, deren Aufmerksamkeit in diesem Augenblick besonders aus die großen Ereignisse in Rußland gerichtet sein muß, beeile ich mich, zu erklären, daß nach den mis allen Quellen bisher eingelaufenen Nachrichten die ganze Bewegung, die sich in den letzten Tagen in Petersburg und Moskau entwickelte, im Hinblick auf den Krieg nicht auf em Nachtasfen, sondern aus immer stärkere Fortsetzung der militäri-^ scheu Operat io neu gerichtet ist. Die Regierung hat gestern durch die Presse die bisher genceldeten Einzelhecten mitgeteilt. Ich kann denr heute nichts hinzufügen, noch könnte ich aus irgend eine Frage über diesen Gegenstand anttvorten. Wir können und dürfen uns nicht unter irgend einer Form in Fragen einmischen, die sich auf die innere Verfassung des verbündeten Reiches beziehen, n»ch in Streitigkeiten seiner nationalen Parteien. Ich bitte die Kammer, gerade im Interesse der großen Ziele, die ihr besonders am Herzen liegen, sich jeder mittelbaren und unmittelbaren Kundgebung 'or g faltig zu enthalten, die sich nicht in dem ein-* achen heißen Wunsche zusammenfassen läßt, daß das große verbündete Reich, dem heute eine so große Mission für den Tttumph der Gevechtigkeit und Zivilisation der Welt zufällt, bald seine» imieren Frieden wiederstnde, in der einmütigen Absicht, mit allen nationalen Kräften den gemeinsamen Feind an den Grenzen zu schlagen. Die Ereignisse folgen sich schnell in diesen Kriegszeiten, Der hinterlistige, von Deutschland u. seinen Verbündeten im vergangenen Dezember gemachte Friedensvvrschlag war der Gegenstand der Prüfung der Kammer während ihrer letzten Sitzungsperiode. Tann kam die Note Wilsons vom 18. Dezember, die. sicherlich erfüllt, von dem hohen Gefühl der Menscheiclieby, jede der beiden kriegführercden Gruppen aufforderte, ihre Bsdingungen zu formulieren, unter denen sie Friederc geschlossen hätte. Tie Mitttkmächte antworteten sofort auf die amerikanische Mitteilung, ohne indessen Bedingungen zu nennen, indem sie nur auf ihrem ersten Vorschläge der Zusammenkunft der Kriegführenden bestanden, auf der man darliber beraten hätte. Tie Alliierteir brachten am 30. Dezember durch Vermittelung der interessierten neutralen Regierrmgen ihre gemeinsame Antwort auf den Vorschlag der MittÄ- mächte vom 12. Dezember zur Keuntnis, der allein darauf abzielte, in der öffentlichen Meinung unserer im Kriege befindlichen Länder Zwietvacht hervorzurufen und die Neutralen M verwirren und zu erregen, während er versuchte, den öffentlichen Geist in Deutschland und bei seinen Verbündeten zu stärken. So anftvortetew Deutschland und Oesterreich-Ungarn durch die Vermittlüng der neu- ttalen Regierungen auf unsere gemeinsame Mitteilung durch eins Note, deren springender Punkt immer das Fehlen jeder genaueren Angabe der Friedensbedingungen war. Tenn von den Behauptungen braucht man gar nickst zu sprechen, welche die geschichtlich gewordene Tatsache des von den Mittelmächten 1914 willkürlich unterrcommenen Angriffes entstellen wollen. Tann kanc die wichtige Botschaft Wilsons vom 22. Januar an den amerikanischen Senat, in welcher der Präsident seine (Gedanken über die zukünftigen internationalen Regelungen zum Sckmtze der Menschheit gegen ein neues Kriegsunglück ausemandersetzte. Der Präsident erkannte an, daß man dies alles nicht einmal teilweise erreichen kann, werm die Friedensbodingungen, die dem gegenwärtige Kampfe ein Ende mack-en sollen, nicht den edler: Forderungen der Billigkeit, Zivilisation und Achtung der Nationalitäten und der kleinen Staaten Genüge leisten,' den Forderungen, die übrigens schon in ider Antwort der Alliierten auf die erste Note skizziert! waren. Aber Wilson erklärte nicht, wie man all das erreichen kann. Was seine HAvthese eines Friedens ohne Sieg anbetrjfft, so wäre sie gleichbedeutend Mit 'der Verleugnung der Ursprünge dieses Krieges und mit der Verkennung der von Italien und seinen Alliierten verkündeter! Ziele. Hier ist es am Platze, wieder einmal zn bekräftigen, daß Italien kern Ziel der Vorherrschaft oder Unter* drückmrg verfolgt, sondern daß es durch die Tapferkeit seiner Kinder für die Befreiung seiner «einem ftemden Joche unterworfenen Landsleute kämpft, sowie für die Eroberung seiner von der Natur gezeichneten Grenzen, für die rechtmäßige Sicherheit seiner Küsten im odriatischen Meer und für die Wahrung der JtfefreuöOTtieuencit mt UiuuuuVu, Cu.. oi. -oiuauit vecoiittiUwjue Dewtscklcmd guftonren mit Oesterreich-Ungarn die Erklärung der Blockade gegen Großbritannien, Frankreich unb Idol km, soivie im östlicknt bi ittelmeci'. Tiefe sogenannte Mockaid-e tff ge- lofeftjfibria \v. Einsicht auf die vom Völkerrecht festgesetzten "'geln, du' als^neuBedingung erfordern, daß sie vor alle.. stektiv sei, außti'dau durch das gewählte Werkzeug, nämlich den ll n r cr- seekrieg bis aufs äußerste Ter Beschluß der Mittelmächte ist ein neuer Beweis der Barbarei ihrer Methodeit. Aber die Allierten sind entscl.toli'en, diesen neuen Drohungen eirtgegenzutreten. Vtiff der Londoner Mgrinekonferenz sah man sie voraus und trüf Vorkehrungen dagegen. Ront , 18. März. (WTB.) Ministerpräsident Boselli hielt ist der Kammer eine Rede, in der er die Aussprache über die wi>^ fll>aftlicl>en Fragen zusammenfaßte. Zum Schluß feiner Rede kt-- suchte Boselli die Kammer, durch Zuruf eine Tagesordnung anzunehmen, titt der sie ihre edlen patriotischen Gefühle zum Ausdruck bringt. Eintracht für den Sieg sei das Programm des Ministeriums gewesen und werde es bleiben. (Lebhafter Beifall.) Ein Redner bat die Kammer, die Tagesordnung Boselli cmzunehmen, in der das Vertrauen zu dem Werke der Regierung und den Kräften der Nation ausgesprochen wird. Diese Tagesordnung wurde in namentlicher Abstimmung mit 369 gegen 43 Stimmen angenommen. Darauf wurde die Sitzung aufgehoben. * * * Carson über die ernste Lage« Kristiania, 16. März. (WTB.) Ein Londoner Dell- granrrn der „Aftenposten" meldet, daß der englische Marineminister Carson sich im AldwynKnb über die englischen Zufuhren von Lebensmitteln znr See sehr ernst äußerte. Der Minister sagte, daß die deutschen Tauchboote allein im Februar eine halbe Million Tonnen verseil kt hatten (wobei der Minister um die Hälfte zu wenig geschätzt hat. Die Red.). Selbst wenn die Dentscheir ihr Ver- nichtmrgswerk nicht im gleichön Maßstab fortsetzen könnten, würden weitere Einfuhrbeschränkungen nötig werden. Seine Auffassung der Lage sei keineswegs pessimistisch, er wolle nur dern Volk die Wahrheit sagen, damit es sich seine eigene Meinung bilden könne. Die irische Bewegung. Liondvn, 47. März. (WTB.'i Meldtmg des Holländischen Nieuws-Bureau. Es gehen Gerüchte, daß heute in Irl an df Kundgebungen zu erwarten seien. Es wind zwar in Abrede gestellt, daß es bc r 'Bevölkerung befohlen worden sei, in deir 5)Äckern zu bleiben, aber die Mitteilung Bonar Laws im Nnter- hause, daß es notwendig sein könnte, an das Land zu appellieren, Um dir irische Frage zu -ordnen, wird in vielen Kreisen als Anzeichen dafür onsgesvßt, daß wieder etwas im Anzuge ist. * * * Der Bruch mit China. Peking, 47. März. (Priv.--Tel.) Reuter. Holland übernahm die Vertretung der deutschen Interessen in China. .Hollärrdische Soldaten -entwaffneden die deutsche Gesandtschafts-- Mtdje und 1 c setzten die .Kasernen. Iw Schanghai weht die hollän- Flagge auf dem deutschen Konsulat. (In Berlin liegen amtliche Nachrrchteit über die Richtigkeit der Meldung nicht vor.) * * * Amerika und Mexiko. Washington, 47. März. (WTB.) Meldung des Holland. 'Riauws-Bur. Die Regierung hat in ihrer Antwor t auf die mexikanische Note, in der vorgeschlagen wurde, die Mutt i t i o n s l i e s e r u n g e n an hie (Alliierten zu verbieten, den Vorschlag zurückgewiesen und ihn als ausgespwchen prodeutsch bezeichnet. . * * * Der Reichskanzler in Wien. Wien, 17. März. (WTB.1 Der Kaiser empfing nachmittags den deutschen Reichskanzler v. Bethmann Hollweg, den deutschen Unterslaatssekretär v. Stumm und dm deutschen Legattons sekretär Grafen von Zech-Burkersrode in Audienz. Reichskanzler v. Bethmrann Hollweg hat gestern dem gemeinsamen Finanzminister Baron Burian einen Besuch abgestattet. .Heute gegen 6 .Uhr abends hat der ungarische Ministerpräsident Goas T i s z a Herrn von Bethmann Hollweg im Hotel Imperial einen Besuch abgestattet. Der Reichskanzler hat um 10 Uhr abends im Schnellzug Wien verlassen, um nach Berlin zurückzukehren. Seekrieg. Die ^ebrnardeilte unserer U-Voote. Berlin, 17. März. (WTB.) Jtn Februar sind durch Tauchboote und Mitten, soweit festgestellt, 781 000 Brnttcwegistertomieit Fvachträum versenkt worden. Davon entfallen minäfflens eine halbe Million aus englische Schiffe; mit voller Genauigkeit läßt sich diese Zahl nicht ermitteln, weil nicht bei allen versenkten Schiffen die Flaggen auszumachen gewesen sind. Das Ergebnis ü b e r t r i f ft die vor dem 1. Februar gehegten Erwartungen bei weitem. Man rechnete, was zu verschweigen kein Anlaß mehr vorkiegt, auf 600 000 Tonnen monatlich aus Grund des damaligen Seeverkehrs nach Abzug gewisser Anteile des netttMlen Schiffsraums, der. wie man amiabm, dem! Sperrgebiet ferübleibeu würde. Tatsächlich blieb der weit überwiegende Teil der neutralen Schiffe, die auf England fahren, aus. Unter Berücksichitigung der dadurch hervorgerufenen Einschränktlng des englischen Seeverkehrs wärm die Erwartungen der Marine schon erfüllt, wenn rund 525 000 Tonnen versenkt worden wären. Statt dessen beläuft sich die Zahl auf 781 000 Tonnen. Das Mehr von iioo uou Tonnen. also, daß die Erwartrmg tzrm nahe.ru 50 Prozeitt üpert»ffert tonten. Stellt noan die F^ruar-Ar^bsute von 781 000 Tonnen dem englischen Seeverkehr gegeniLer, der im J«muar 1947 rund 3 300 000 Tonnen im Einlauf und rund 3,7 Millionen im Ansichtf betrug, so sieht man als ball», wie unsinnig die von der englischen Admiralität allwöchnrllich veröffetttlickten Ziffern sind, die den englisckMN Hafenverkehr mit den versenkten Schiffen ver- sleich-en nnd den Anschein erweck-eu sollen, als wenn nur etwa ein Prozent des englischen Verkehrs getvosfeit iverde. Man kann be- Muen, daß ein gesamt«: Frachtraum von annähernd nemteinhalb mionett Tonnen erforderlich gewesen ist, um den Seeverkehr der Englischen Häfen im Januar 4917 zu bestreiten. Davon tvaren knapp 27a Millionen neutraler Schiffsraum. Rechnet man, daß davon nur 80 Prozent, gleich 2 Millionen, ansgeblieben sind, recht rat dazu die versenkten >Rmmrtonnen von 780 000, so ergibt sich daß -der aus England fahrende Frachtraum im Februar überschläglich eine Verminderung von etwa 30 Prozent Erfuhr. Unter diesen Umständen wird eine unscheinbare Notiz verständlich, die durch die englischen Zeitungen vom 8. März ging. Von jeher wurden am 7. jed«t Monats die Zahlen der englischen Außen'handelsstatistik nebst denjenigen des Seeverkehrs veröffentlicht und erschienen dann am folgenden Tage auszugsweise in den Zeitungen. Am 8. März heißt es letzt, daß infolge der Ueber- lastnitg des Personals und von Schvierig ketten im Druck die Veröffentlichung der Ziffern des Außenhandels und des Seeverkehrs für Februar nur mit einer Verspätung von etlichen Tagett erfolgen Lonne. Der Februar, der erste Monat des uneingeschränkten U-Bootkrieges, ist der erste Kriegsmonat, in dem sich solches ereignet. Es getoimrt fast den Anschein, als konnte man sich nickst rechtzeitig schlüssig werden, wie man das Bild der Zahlen retouchie- ren soll. — Interessant ist übrigens auch, daß die Ziffer der im Februar versenkten Schiffe mit 781000 bei weitem höher ist als die Ziffer der Neubauten des ganzen Jahres 1916. Diese belaufen sich auf etlva 580 000 Tonnen. * Berlin, 18. März. (Privattel.) Der,,B. Z. am Mittag" zufolge meldet der „Daily Ehnoniele" aus einem irischen Hafen, daß der englische Dampfer „Ferra y Lodge" (3223 Bruttorogistertonnen) am 6. März versenkt worden ist. Tags daraus kam der französische Dampfer ,F3hio" (8719 Bruttoregistertonnen) zu Hilfe und nahm die ersten Schiss- brüchigen auf.' Sie befaub-ett sich aber noch nicht zehn Minuten -cm Bord, als auch die „Ohio" versenkt wurde. Ein Teil der Besatzungen beider Schiffe kam um. Ferner meldet „Daily Chronicte" die Versenkung des englischen Dampfers „Kaldegrove" (4327 Bruttoregistertonnen), bei der gleichfalls ein Tell der Besatzung getötet wurde. Nach einer von der „Times" veröffentlichten Äoydsineldung aus Naga- sacki vont 2. März ist der javanische Dampfer „Zenra Maru" (944 Bruttoregistertonnen) versenkt worden. Berlin, 17. März. (WTB.) Der englische Danrpfer „T i l l y C or t h i e" (382 'Donnen) und der holländische Segler „E n g e l i n a" (88 Donnen) wurden versenkt. V l i s s i u g e n, 18. März. (MTB.) Die zurückgekehrte Besatzung des versenkten Groninger Schiffes „A n g e l i n a" berichtet, daß ihr Schiff am Donnerstag V2I2 Uhr abends von einem deutschen Zerstörer angehalten und versenkt worden ist. Der Zerstörer nahm die. Besatzung an Bord und fuhr längs der englischen Küste weiter. Rotterdam, 16. März. (WTB.) Der norwegische Dampser „Davanger", dessen Besatzung in Hellevoets- luis gelandet wurde, ist gestern nachmittag ungefähr vierzig Meilen von der holländischen Küste entfernt von einem deuffcheit Tauchboot mit Bomben zum Sinken gebracht worden. Kristiania, 17. März. (WTB.) Nach einer Mitteilung an das Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten ist die norwegische Barke „Aquile" Mittwoch durch das Geschützfeucr eines deutschen Tauchbootes versenkt worden. Die Barke war von Aberdeen nach Stavanger mit Ballast unterwegs. Ans Stadt nnd Land. Gießen, 19. März 1917. Der Kaiser an den Grvßherzog von Hessen. D a r m st a d t, 47. März. (WTB.) Der Kaiser übersandte dem Großherzog anläßlich seines Regierungs- jnbiläums ein Glückwunschschreiben, das-der „Darmstädter Zeitung" zufolge folgenden Wortlaut hat: Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter und Bruder! Eure königliche Hoheit begehen am 13. März d. Js. die Feier der Wiederkehr des Tages, an dem Dieselben vor 25 Jahren die Regierung des Großherzogtums Hessen an getreten haben. Es ist mir ein tiefempfundenes Herzensbeoürfnffs und zugleich eine wahre Freude, Euer königlichen Hölrett aus diesem Anlaß meine innigen und aufrichtigen Glückwünsche zunt Ausdruck zu bringen. Euer königlichetr Hoheit in langen Jahren freundschaftlich verbunden, begrüße ich am heutigen Tage nicht nur den treuen Bundesfürsten unb segensreichen Lmtdesherrn, sondern ich gedenke auch mit Genugtuung der verstand ms vollem Förderung und der fruchtbaren Anregungen, die Eiter königlichen Hoheit der deutschen Künstlerschaft so mannigfach haben zuteil werden lassen. Eure königliche Hoheit begehen das Fest dieses Regierungs- jubilättms in ernster Zeit und die Glück- und Segenslvüirsche, die ait diesent Tage weit über die hessischen Grenzett hinaits für Eure köntgltche Hvhetr zmn LN'.mnel eutportiwgLN, ,mdLN }tau>iom Widerhall an allen Fwnten, tvo die Söhne Hessens tm Bereirr mit anderen deutschen Vollsaerwssen in todesmutiger Wehr d« Grenzen des gemeinstrmeu Vaterlandes schirmen. Mögen Euer költiglick-en Hoheit nach dieser schrveven Kriegs- zeit rwch eine lange Regiermtg beschieden sein, um dem liessischen Lmtde tmd Volle die Segmmgen des Friedens zu vermitteln. Ich habe meinen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister an Dero Hofe, Freiherrn von Lancken-Wake-' nitz, beauftragt, Euer königlichen .Hoheit dieses Handschreösen zu überreicheit und dabei auch mündlich dem.Empfinden Ausdruck zu geben, die mich bei diesem freudigen Anlaß beseelen, insbesondere aber Euer königlichen Hoheit aufs neue der wahren Hock>achtung und Freundschaft zu versickern, rvvmtt ich verbleibe Euer königlichen Hoheit srcundwllliger Vetter und Bruder Berlin, 5. März 1917. . Wilhelm I. R. An den Großherzog von Hessen und bei Rhein, königlich» Hoheft. * ** Amtliche Personal Nachrichten. Durch Entschließung Grvßh. Ministeriums des Jmterri wurde der Lehramtsreferendar Dr. Anton Stiefenhofer zu Offenbach a. M. zum Lehramtsassessor ernannt. ** Anmeldungen zum vaterländischen Hilfsdienst. Alle in der Stadt Gießen wohnenden oder sich bier attfhaltenden männlichen Personen, die in der Zeit nach dem 8Cr. Juni 1857 und vor dem 1. Januar 1870 yeboren sind, werden in einer Bekanntniachnng in heutiger ckttrmnrer anfgefordert, sich bis zum 25. d. Mts. wertags von 8—1 nnd 3—6 Uhr auf dem städtischen Arbeitsnachweis Asterweg9 zwecks Einschreibung zu melden. 9Läheres siehe BetwrÄ- machung. ** Ausgabe von Lebensmittelkarten. Diejenigen Personen, die ihrer Verpflichtung zur Ausfüllung der vorgeschriebenen Vordrucke der Personenstandsaufnahmo noch nicht nachgekommen sind, werden aufgefordert, die aus- gefüllten Vordrucke umgehend der zuständigen 5iarreirLMs- gabestelle abzuliefern. Es wird wiederholt bemerkt, daß nur noch diejenigen Personen Karten zum Lebeitsunttelbezug erhalten, die in dem Vordruck namentlich- ausgeführt sind. Kreis Schotten. 4t B oben Hausen, 17. März.. Das Eisertte Kreuz erhrell der Gefreite Papst tm Landw.-Jnf.-Regt. 116, welcher seil Kriegsbegintt im Felde steht. vaterländischer hilssdienst ist er auch, den Goldschatz der Keichrbanl zu starten! Sie GolöanküWeNe in öenNäumen der Vezirkssparkasse Gießen ist morgen von 2 bis 4 Uhr geöffnet. Letzte N^cL^rchten Nikolai NikolafewiLfch im Besitz der obersten Gewalt. Zürich, 19. März. Vlact) einem Telegramm der „N. Zürch.' Ztg." aus Bern hat Nikolai Nikolajewitsch die ihm vom abdankendair Zaren angebotene oberste Gewalt über das Militär- und Zivilwesep angenommen. Die Frage der Dynastie. Kopenhagen, 19. März. Nach einer Meldung des „Cor- riere della Sera" aus Petersburg erklärte Miljukow in seiner Prv- grauimrede,^ daß die Frage der Dynastie der kommenden konstftui- renden Versammlung Vorbehalten bleibe. Wien, 19. März. Tie Korrespondenz Rundschau nreldet cca9 Stockholm: Von der finnischen Grenze lvird berichtet, daß in den asiatischen Gouvernements ebenfalls die Revolution ausgebrochen sei, und daß die Garnison sich dert Aufftändischen angeschlossen hätten. Anschluß der gesamten Ostseeftotte an die neue Mgrerrms. Kopenhagen, 18. März. Wie „Berlingske Tidertd^^ do- richtet, hat sich zusamnren mit den Garnisonen der Festung»! Sweaborg und Wkaberg die ganze Ostseeflotte der neuen Regicrwrg angeschlossen. Französischer Heeresberrchi vom 17. März abends. Auf der ganzen Front zwischen Andechy und Oise verweigerte der Feind die Schlacht mtd räumte unter dem Drucke nnfever Truppen die mächtig uttd klug befestigten Stellungen, die er seit zwei Jahren gehalten hrtte. Heute dauerte tmsere schnelle Vorwärtsbewegungen an. Die Spitze unserer Vorhut drmtg, den Feind verfolgend, in Rohe effr Der Feind sprengte die Plätze und Straßen im Jnnenr des Ortes. Ungefähr 800 Eimvohurr der Zivilbevölkerung, die die Dentschen lvegeir Zeitmangels nicht mehr evakuieren kouttteir, bereitetet unseren Trttppen einen eltthusiastischen Etnpfattg. Im Nordett und Osten vott Lmsygnp, das wir gleichfalls besetzten, erreichten wir mehrere Punkte dar Straße von Roye ltach stioyon uitd überschrittest sie sogar. Bei der Verfolgung ntachten wir Gefmtgene, deren Zahl ttoch nicht fest- gestellt ist. Als Vergeltungsmaßregel für den Brand von Bapaume, belegte eines unserer Flugzeuge am Samstag (?) Frankfurt am Main mit Bonrben. «B—ill — III ——— —■ ö Zimmer | 2)] Nsaeu Lsns ^ nt eine 5-Zimmer-WohiNNlg mit gr. Vorplatz vermieten, tiläheres Gesellschaftsverein, Sonnenüratze 19. | 3 Zimmer 1 Sch. 3*Zim.*Woh£3. mit Gas wezngsh. mt. I.Avrtl z. verin. Walltorttraffc 15._ 2184 | 2 Zimmer | rr-Zimmer-Wobuuna mit Küche uni) Gas zu veriuietett. Kirchcnv latz 3. 0149:4 Zwei Zimmer - Wohnuug mit Küche und Gas zn ver- mieten. Kirche nvla tz 3. 0 1413 I Läden VL^dgl. | Grober mod. Läden mit 2 Schamenst., bene Geichätts- lane. sowie eine ä-Limmer- k/okmaag rnit Badezimmer u. all.Znb. z. 4Okt. z. vo.rm. Näh. z.erfr. b.L .Lovd, Selter siv.Tö. Raum s.Möbclunterstctten zn vermieten. 2211 Kaiser-Allee 2tz. | Mo bl. Zimmer] Pension Lr«nckl Sie asm 22 iBellevueiZim m.u.ohneBer- ptleg. f. jede Zeitdatter. Mit- laa u. 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Marz, abends 9 um- 2038 el Der Bovstaud^ Am 26. Februar starb am Herzschlage unser langjähriger, hoffnungsvoller, treuer Mitarbeiter der Leutnant der Reserve in der Leibkonipagnie des l. bayerischen Leifegard e-1 manter i eregim ent s Wilhelm Rücke! Riüer hoher Orden. Seine unermüdliche Pflichttreue, seine selbstlose Arbeitsfreudigkeit sowie die Lauterkeit seines Charakters sichern ihm bei uns ein Angedenken in hohen Ehren. Agrikulturchem. Laboratorium beim Landw. Inst, der Landes-Universität. Kleberger. Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, dass mein lieber, herzensguter Mann, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Onkel Buchhalter Kar! Sevhicke tu nach 19 Monaten treuer Pflichterfüllung am 8. März im Alter von 36 Jahren an Nierenentzündung in einem Feldlazarett im Osten verstorben ist. Im Nainen der trauernden Hinterbliebenen. 2217 Die tieftrauem.de Gattin : Efse Seybicke gsb. Schäfer. Giessen, Weissenfels a. 8. und Hungen, den 19. März 1917. Wer ihn gekannt, wird unsern Schmerz ermessen. 11 Heute entschlief sanft unsere liebe Mutter und Großmutter Frau Lehrer Henriette Sieffer Ww. im 97. Lebensjahre. im Namen der Hinterbliebenen: Justus Formhals. Großen-Linden, den 17. März 1917. Die Ueberführung der Leiche erfolgt nach Preuß.-Oidendorf i. Westfalen. Die Beerdigung findet daselbst Mittwoch am 21. März nachmittags statt. WV- Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann und Vater Herrn Josef Schweinsberg nach schwerer Krankheit im 41. Lebensjahre, wohlvorbereitet durch den Empfang der hl. Sterbesakramente der römisch-kath. Kirche, zu sich in die Ewigkeit Zu nehmen. Jnl Namen der Hinterbliebenen: Frau Josef Schweinsberg nebst Kinder. Gießen, den 18. März 1917. Die Beerdigung findet am Mittwoch, morgens um 10 Uhr vom Neuen Friedhof aus statt. Die feierlichen Exequien am gleichen Tage morgens 7 Uhr in der Pfarrkirche. Treibriemen laus Papier — frei für Verbraucher, prompt lieferbar!. Normale Breiten. 2169 _Gollbrecht & €o., ^niehorg. 01C35 SI 1 S 0 I 83 52 ©&pu f. 2. März 1917 starb den Heldentod fürs Vaterland unser lieber Sanges- und Turnbruder 2222 tiiiiü lleii ferliii 'x|j Infanterie-Regiment Nr. 22, 7. Komp. m Inhaber des Eisernen Kreuzes. Ehre dem Tapferen: Wir werden ihnr stets ein Irenes Andenken bewahren. ein Eintracht • Turnverein Sü! Hei! in Vetzberg. Die glückliche Geburt eines gesunden Kriegsjungen beehren sich anzuzeigen Hans Koettschau Major und Rgts.-Kommandeur L.-I.-R. 116. .... und Frau Mathilde geb. Kempff. Hierzu ist mein La#er in Pöoiogr. Ipparatei a. Piioipr. Eetefisin besonders reichhaltig. Spezlal‘Photo : Maos Kreuzplatz 9 [2228a] Kreuzplatz 9 Todes-Anzeige. Heute nachmittag um 3V 2 Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Magdalene Becker geb. Schöffler im 61. Lebensjahre. ^ In tiefer Trauer: Konrad Becker IV. Heinrich Becker, Lt. d. L., z. Zt. im Felde Karl Becker, Unteroffizier, z. Zt. im Felde Friedrich Becker, z. Zt. im Felde Marie Biehl geb. Becker Emma Becker Margarete Becker geb. R JrtM’aaiu itaiv.-OmcUrcfi