/ Nr. ( 5 Der «setzener Aozel-er erscheint tätlich, außer Sonntags. — Beilagen: Otrtzcner Lomil lendlatter; Lreirdkatt für -rn Xreir Gießen, vezugsprets: monatl. 90 Bf., viertel- Ahtt. Mk. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf..- durch die Post Mk.3.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Ferusprech - Anschlüße: für die Schriftleitung 112 Verlaq,GeschäftssteÜe5>1 Anschrift für Lraytnach- richten: Anzeiger Stehen. Erster Blatt sör. Jahrgang pOttschesfentO: KremtsAN a. M. NS8b eneral-Äyzelger sur Gderhessen ZM'ingrnmdbnlS «.Verlag: Srühl'sch« Univ.-Vuch- u.Steindruckerei R.Lauge. SchrSstleitnng, Geschäftsstelle «.Druckerei: Schulstr.?. Samrtag, \ 7 . Mrz M7 Lnnabme von Anzeigeo f. die Dagesnumnter bis zum Nachmittag vorher^ Seilenoreir. j. Anzeigen^ örtlich 20 Pi., fee©-' mietunqen u. Stellenge-- suchelöPß. auswärts 25 Pf., b P aßvorschrtsL 30 Pi Reklamen 75 Pf^. bei Platzvorschtttt 90 Pf. Hauvtlchri'tleiler: Aug.j Goeq. Verantwortlich für Politik mFeuillewn: Aug. Oioetz. Stadt a»b Land , Vermischt es u.Ge-< richtssaal: Fr. R. Zen^i Anzeigenteil: p. Beck, sämtlich in Gießen. Smikverfehr: Gervervedank Siegen (WTB.) Großes Hauptquartier, 16. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Keir« größeren Kampfhandlungen. Im A n c r e -Gebiet, beiderseits der Somme zwischen Avre und Oise, VorfelDgefechte, bei denen Gefangene ein- Sebracht wurden. Auch bei Ar ras, in den Argonnen, auf dem Ostufev der Maas bei der Chainbrettes-Fe. und im Walde von Apre- mout, sowie nöiDlich des Rhrin-Marne-Kanals gelang es unseren Stoßtrupps, vier Offiziere, über fünfzig Mann und einige Maschinengewehre aus den feindlichen Gräben zu holen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei neu einfetzendem Frostwetter nichts von Vedew- tung. Mazedonische Front. Starke französische Kräfte griffen tagsüber wiederholt unsere Stellungen nordwestlich und nördlich von M o n a st i r au. Westlich von Nizopole drang der Feind in geringer Breite in den vordersten Graben, im übrigen scheiterten die durch heftige Ferrertv-elleri eingeleiteten Angriffe an der vortreffliche« Haltung der Grabenbesatzung und dem wirkungs- »rffcs Abwehrfeuer der Artillerie. Zwischen Ochrida- und Prespa-See sind ebenfalls nach starkem Feuer erfolgende Vorstöße der Franzosen abgewiesen worden. Der Erste Generalquartiermcister Ludendorff. * Der Abendbcricht. Berlin, 16. März, abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen m?i> Osten nur vereinzelt lebhaftere Ge- feAstätigkeit. * . * Die Sensation des heutigen Tages ist, daß die Meldung, der Zar habe abgedankt und sein Bruder Michael sei zum Rsg-enLen berufen worden, verfrüht ist! Bonar Law hat seine frühere Mitteilung, ebenfalls im Unterhanse, selbst berüchtigt. Er fügte hinzu, über den Aufenthalt des Zaren sei nichts bekannt. Der Ex-ekutiv-Ausschust der Duma habe jedoch- beschlossen, daß der Zar abzudanken habe. Das ist ganz außerordentlich wichtig und interessant. Vieles, was durch die russische und englische Zensur jetzt zu uns kommt, wird gefärbt, einseitig dargestellt sein. Daß Bonar Law seine erste eilfertige Feststellung, die er mit dem Ausdruck der Befriedigung verknüpfte, neuerdings einschränken und verwässern mußte, darf unsere Genugtuung erwecken. Denn es -wird damit, wie auch aus den heute vorliegenden Berichten über die Einzelheiten bei den revolutionären Vorgängen in Rußland klar, daß die Lage in dem Nachbarreich schwieriger und dunkler ist, als es der Entmrte angenehm sein kann. Es ist sehr auffällig, daß man den Aufenthalt des Zaren Nikolaus nicht kennt, und die Befürchtung verstärkt sich, daß da eine Tragödie sich abspielen könnte, an denen das russische Herrscherhaus inrmer reich gewesen ist. In Moskau, so heißt es, dauern die Kämpfe noch fort, und der Sieg der Revolution ist dort noch keine beschlossene Sache. Wenn der Zar -.roch starken Anhang hat, werden die ihrer Ueberlegenheit sicheren Urheber des Umsturzes vor Blutopfern nicht zurückscheuen. Wie tief es im Volke selbst gährt, wonach dieses Volk, das die Straßenkärnpfe ins Werk setzte urld dann mit der Duma verhandelte, rm Innersten verlangt, das wird sich erst rm Verlauf der nächsten Wochen zeigen. So viel scheint uns sicher zu sein: die Massen, die auf die Speicher der Lady Buchanan einstürmten und die Straßen und Hallen füllten, waren mehr von Hunger und Sorge angetrieben als von vanslawistischen Eroberung sgedankeu. Gs könnten also, und die jetzigen Herren der Lage müßten sich darauf gefaßt machen, ähnlich schnelle Szenenwechsel stattffnden, wie wir sie aus der Geschichte der großen französischen Revolutionszeit kennen. Diejenigen, die, wie zum Beispiel das Zentrumsblatt „Germania", von dem Umsturz in Petersburg nicht viel mehr halten als von einem gewöhnliä)en Kabinettslvechsel, werden sich doch wohl täuschen. Das neue Kabinett Ä)er der Exekutiv-Ausschuß — wer wird denn eigentlich die oberste Richffchnur liefern? — haben wenig Zeit zu verlieren. Die allgemeine Not und Wirrnis, die Ungeduld des darbenden, murrerrden Volkes brennt ihnen auf die Finger. Die englische, liberale Tünche, in der wir heute das Bild Rußlands schauen, könnte gar bald einer blutroten Ueberschwxmnnung weichen müssen. Die inneren und äußeren Triebfedern dabei sind nicht weniger stark als in dem Frankreich von 1789. Im Kern wird es sich, nach unserer Ueberzeugung, nicht um eine Kabinetts- und Regierungskrisis, sondern um eine Volkskrisis handeln. Vorläufig wird man es „schweigend verhüllen, denn die Rachgötter schassen im Stillen". Das Heil Rußlands hängt jetzt nicht von liberalen Reden und Anregungen ab, sondern von der Kraft der Gewalthaber, oie elementaren Schwierigkeiten und Gefahren bei der Fortführung des Krieges zu beseitigen oder wenigstens zu mildern. Ter österreichisch-ungarische Tagesbericht. W re n, 16. Mürz. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 16. März 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts zu melden. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern abend stand der Raum von Kostanjevica unter stärkerem Geschützfeinr. Ein darauf folgender Angriff der Italiener wurde vor der Ott'chuft abgeschlagen. Im Karst- Gebiet herrschte rege Fliegertätigkeit. An der Tiroler Front beschossen weittragend feindliche Geschütze Arco und Villa Lagarina. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Am Ochrida- und Prespa-See Geschützkampf und vereinzelte ftindliche Vorstöße, die vereitelt wurden. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * * * Die Meldung von der Abdankung des Zaren verfrüht. London, 16. März. (WTB. Nichtamtlich. Drahtnachricht.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Im Unter- hause erklärte Bonar Law bei Schluß der Sitzung in Beantwortung einer Anfrage: von der britischen Botschaft in Petersburg sei ein Telegramm eingelaufen, das ftststelle, daß die frühere. Meldung von der Abdankung des Zaren und der Ernennung des Großfürsten Michael zum Regenten nicht ganz genau zu sein scheine. Die Abdankung des Zaren und die Ernennung des Regenten seien noch nicht ausgeführt, obwohl das Exekutivkomitee einen dahingehenden Entschluß gezeitigt habe. Ferner teilte Bonar Law mit, er habe ein weiteres Telegramm erhalten, nach dem der Aufenthalt des Zaren u n - b e k a n n r ist. Der Aufenthalt der Zarenfamilie. Amsterdam, 16. März. (WTB.) Tie hiesige Presseagentur meldet, daß sich der Zar im Hauptquartier befindet: die Zarin und der Zarewitsch sind in Kraßnoje Seelo. London, 16. März. (WLÄ.) „Daily Chvonicle" meldet aus Petersburg, daß die Zarin bewacht wird. Der Umstur; in Rußland. Die neuen Minister. Basel, 16. März, (zf.) Die Petersburger Telegraph en-Agentur meldet die folgende Liste des ireueu nationalen Kabinetts: Ministerpräsident Fürst Lwow, Präsident der Semstwo-Vereiuigung: > Inneres: M i l j n k o w, Mgeordneter von Petersburg; Aenßeres Serenzki, Mgeordneter von Saratow; Justiz Nekrassow, Vizepräsident der Duma; Verkehr Konowalow, Mgeordneter von Kostroma: Handel und Industrie Mannilow, Professor an der Universität Moskau; Oeffentlick)er Unterricht Gutschkow, Mitglied des Reichsrats, ehemaliger Präsident der dritten Duma, Präsident des Vereinigten Komitees der mobilisierten Industrie; Krieg (interimistisch auch, Marine) S ch i n g a r e w, Abgeordneter von Petersburg; Ackerbau Derestschenko, Abgeordneter von Kiew; Finanzen Godnew, Mgeordneter von "Kasan. c m -7 o** v « y t u , xu. »wtj. 'ocnyramtirrlL. Der von der Reichtum« ersetzte V-o l l z i e hu n g s an s schu ß besaht aus folgenden Per,mren. dem Vorsitzenden der ReichÄruma Rod- * Mtzn der sozialdemokratischen ReiLdumaftaktton Descherdze, dem Führer der Aroetterparrtt Kevenskij, dem Kadttten- suhrer Mchuk^o, dem Angehörigen ber Okwbttstenftullion Oberst Engelhardt, dem Vrzeprch identen der Reichsduma, dem Kadetten Konowalow, dem Kssabenofftzrer Kurculse, dem ersten Rttchsduma- lerrersr Dnttrn ukowo, dem zweiten Reichsdumasekretär RvchewsSj, dem Oltobrastenführer rochidlowskij, dem Köderten Nekransvw. dem Führer« der gemäßigten OktobttsLn Fürst Lwow und dem Führer der lrnken Nattoualisten Schulgm. ^ ^ Laut 'Depeschen aus Haparanda dauern in Moskau die m? Ä - ? e \ß a a 5?^ Ir ^ 0 r . - L Oberbefehlshaber des Moskauer Mrlrtarbezrrkes Wroffowskn lehnte die Unterordnung unter die neue Negrermrg ab und weigette sich, die Gewatt aus den Händen zu geben. Berlin 1? März. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. am Mittags meldet ans Stockholm: Der Dnnraabgsordn-ete P e p e l a j e w ^r von den Revolutionären zum Kommandanten der Festung Kronstadt ernannt worden ist, ist im Privatberuf HandLungs- gehüfe, rm MrlrtärverhäLtnis Gefreiter der Reserve. Als Zeit-« Punkt des Beginns der Revolution muß der Montag Mittag bezeichnet tverden; denn gegen cm Uhr waren in Petersburg fast alle offentlrchen Gebäude und die Wohnungen der einzelnen Minister von einer großen Menschenmenge belagert. Vor dem Ministerüna des Innern verweigerte eine gvotze Menschenmenge den BeamLK dem Zutritt. Petersburg, 16. März. (Reuter.) Die Är bei ber v e liitlet Exekutivkomitee i>er Duma haben eine Uel eremstüinn-^ra er- zrelt, daß eine konj'tiLuierende Vepämmlüng ev&eiuych iueu.cn wll, die auff der Gkundläge des allgemeine» Wahlrechts a wählen ist. Großfürst Nikolar. Petersburg, 15. (WTB.) Meldung des Reatr-rsch« Bureaus. Großfürst Nikolai tclegraphiette an Rotz- zianko, daß er im Einvernehmen .mit dem Generalftabsä-es 2l l e x e j e w den Zaren gebeten habe, unter den gegenwärtigen verhängnisvollen Umständen den einzig möglichen Beschluß zu fassen, um Rußland zu retten und den Krieg zu einem erfolgreichen Ende durchzuführen. Der Vorgang der Revolution. Petersburg, 15. März. (WTB.) Meldung des Reirter- schen Bureaus. In der Nacht zum Montag wirrde eine geheime Sitzung der Duma veranstaltet. Am frühen Morgen des Montag erklätten verschiedene Gardecegimentec, daß sie auf die Seite des Volkes tteten wollten. Einige Offiziere wurden getötet; andere Regimenter schlossen sich ebenfalls der Bewegung cm. Das Hauptquartier der Artillerie wurde übenoältigt und der Kommandeur getötet. Auch die P e t c r Pauls- Festung wurde genommen und das Gefängnis geöffnet. Die Zitadelle ist jetzt das Hauptquartier der revolutionären Streitkräfte. Als die Mitglieder der Duma am Montag in die Sitzung kamen, fanden sie einen kaiserlichen Erlaß vor, der die Sitzungen bis nicht später als Mitte April vertagte. Aber die Parlaments-, führer beschlossen, daß die Duma nicht au sein andergehen sollte. Der Präsident Rodsjanko telegraphiette an den Zaren, diü Lage sei ernst. In der Hauptstadt herrsche Anarchie, die Regierung sei gelähmt. Ter Trauspott von Lebensmitteln und Hcizmaterioch sei völlig desorganisiett, die Unzufriedenheit steige, ans der Sttaße feuerten die Truppen gegen einander. Es sei nollvendig, sostrt jemand, der das Vertrauen des Landes genieße, mit der Bildung einer neuen Regierung zu beausttageu. Rodsjanko telegrapyierrH die Botschaft zugleich an den Chef des Generalstabes A l e x j e w Ünd an Idie kommandierenden Generale an der F r o n t, die er aufsovdette, ihren Einfluß auf den Zaren zur Unterstützung des Appells der Duma auszwvend-en. Gegen 1 Uhr kam eine Mordnung der ausrührettschen Truppen an das Duma- gebäude, um zu hören, welche Haltung die Duma einnesnreir würde. Rodsjanko teilte ihr den Beschluß der Duma zugunsten einer Veränderung der Regierung mit und fatemte, daß Ruhe und Ordnung erl-alten werden müßten. Tie Dluna wählte ein Komitee von zwölf Mitgliedern, um die Ordnung ausrecht zu erhalten. Die Mgeordneten der äußersten Rechten wohnten der Sitzung nicht bei. Um zwei Uhr kamen bei der Duma neue Truppen an, ditt mit lebhaften Zurufen begrüßt lnurden. Tie militärische Wachej 'der Duma wurde durch Aufständische ersetzt. Der Offizier der Wache wurde auf der Sttaße verwundet. Um halb sechs Uhr wurde der Präsideirt der ersten Kammer gefangen genommen. Tie Häuser vieler Minister wurden durckpucht. Ter Ministerpräsident Fürst G o l i tz i n telephonierte, daß er zurücktrete. Die Revolution ave hatte;! sich inzwischen des verhaßten Krestv- Gefängnisses bemächtigt und setzten alle politischen Gefangenen in. Frei heit. Ebenso wurden die Frauen be- freft, die sich in Untersuchimgshaft befanden. Das Hauptbu- reau der Geheimpolizei wurde zerstört und sämtliches Archivmatettal, das sich auf politisch^ Personen und Organisationen bezieht, verbrannt. Abends äußerte;! alle Truppen Pttersburgs, sowohl die Land- als arrch die Marinestrtttkräfte, daß sie sich ckuf die Seite des Volkes stellen. Tnlppcn ans Kcwn- stadt kamen lierüber, um sich der Bewegung anzaMlecstan sie fvaren aber nicht von vielen Ofsizicren begleitet. Tie Straßen sind jetzt sicher. Einige Polizeibnreans sind verbrannt od,w zer- stött, als Racheakt gegen die Polizei, die von den Täcbprn Däuser vas Volk mit ifftajtijinatgtSvtfrcen imb ^cmbgrannten beschütz. Schätzungsweise sollen einige Hunderttausend Zivilisten verwundet sein. Jetzt ist eine militärische Polizei macht organisiert. Amsterdam, 16. März. (WTB.) Der „Telegraaf" gibt eine ausführliche Meldung der „Times" vom 15. März über die russische Revolution wieder: Als das Dumakomitee auf seine erste dringende Depesche keine Antwort vom Zaren erhielt, ermächtigte es Rodsjanko, eine letzte Warnung zu telegraphieren. Auch diese blieb unbeantwortet. Darauf beschloß das Haus nach einer langen Debatte, in deren Verlauf die Führer der Sozialisten ihre vollständige Zustimmung erklärten und ihren Austritt aus der Bewe.nmg zurückzogen, die provisorische Regierung zu bilden. Rodsjanko wurde aufgefordert, einer Sitzung des Ministerrates in Marinstij-Palast beizuwohnen. Rodsjanko begab sich unter Geleit von Duma-Sol da terr im Panzerauto dorthin. Er fand alle Minister beisammen und teilte ihnen mit, die Duma habe in Uebereinstimmung mit dem Volke beschlossen, eine provisorische Regierung zu bilden, da sie kein arideres Mittel sehe, die Ordnung in der Harrptstadt wiederherzustellen, das Land vor der Anarchie zu bewahren und Rutzland in die Lage zu versetzen, bis zum Siege durchzuhalten. Tie meisten Minister schienen bereit, sich zu ergeben und sich mit der Ernennung des Großfürsten Michael zum Regenten zufrieden zu geben. Ter Kriegs minister General B e l a j e w erklärte jedoch, er könne seinen Soldateneid nicht brechen und würde den Kampf fvrtsetzen, bis er einen anderen Befehl des Zaren erhalte.' Nach Rodsjankos Rückkehr in das Taurische Palais beschloß die Dumakommission einstimmig, eine provisorische Negierung cin- zurichten und befahl, die früheren Minister zu verhaften. Inzwischen hatten mehr als hundert Offiziere der Duma ihre Dienste angeboten, darunter der Abgeordnete Oberst Engelhardt von der Garde, der jetzt zum Kommandanten von Petersburg ernannt wurde. Später kam eine Abordnung der Offiziere des Preobashenskischen Regiments, uni der Duma die Unterstützung der ganzen Preobashenskischen Garde anzubieten. Somit 'Ratten sich so gut wie alle Gardekorps und Reserve-Bataillona der Duma angeschlossen. Sonntag abend begab sich Protopopow nach der Duma, um sich zu ergeben. General K itjo r - ring, der sich weigerte, der Aufforderung der Duma zu folgen und sich in seinem Hause mit dem Revolver verteidigte, wurde erschossen und seine Leiche in den Fluß geworfen. Um 3 Uhr ergab fick das Marineministerium. Ter Präfekt (Stadt hauptmann) von Petersburg und alle seine Beamten haben ihre Posten verlassen. Ter Präsekt, der Präsident der Ersten Kammer, der Metropolit Pi Ir im und Stürmer sind im Dumagebäude gefangen gesetzt. Die gesamte Garnison von Petersburg ist zur provisorischen Regierung übergegangen. , Der englische und der französische Botschafter, die sich morgens zu ihrem regelmäßigen Besuch ins Ministerium des Auswärtigen begaben, wurden beim Winterpalast von: Publikum erkannt und mit lauten Zurufen begrüßt. Die Brände fiub gelöscht. Der Post-, Telegraphen- und Telephon verkehr stcht unter der Kontrolle der provisorischen Regierung. Die Wohnung des Grafen Fricedericks wurde geplündert. Tie greise Gemahlin des Grafen wurde bewußtlos aus dem brennenden Hause getragen. Seine Tochter wurde von dem betrunkenen Pöbel mißhandelt. Zweiundzwanzia Mitglieder des R e ichs ra t e s, darunter G u t s ch k o w und Fürst T r ub e tz k o j, richteten gestern ein Telegramm an den Zaren, worin sie die Umstände darlegen, die das Volk zur äußersten Verzweiflung getrieben und den Sturz der Regierung zur Folge gehabt hätten. Tie Beibehaltung dieser alten Regierung würde einen vollständigen Umsturz von Gesetz und Recht, die Niederlage im Kriege und das Ende der Dynastie bedeuten. Nur ein voller Bruch mit der Vergangenheit, die sofortige Einberufung des Parlamentes und die Ernennung von Ministern, die das Vertrauen der Nation besäßen und in voller Uebereinstimmung mit der Duma regierten, könne Rettung lnüngen . Amsterdam, 16. März. 12.50 Uhr morgens. (WLBff Hier s,nd folgende Reuterdepeschen aus Petersburg vom 14. März erngelauseu: Bark, Protopopow, Stürmer und andere ftrid durch die Revolutionäre verhaftet ivorden Tie Revolutionäre besetzten das .Winterpalais, Tie Botschafter Frankreichs und Englands knüpften mit dem Exekutivauöschuß der Duma Verhandlungen an. Nach anderthalb Stunden schloß sich Moskau : der Revolirtvon ohne Blutvergießen an. Großfürst Kyrill erklärte, er stelle sich Rodzranko vollständig ziir Verfügung Alexeiew antwortete, ec nehme deii Vorschlag der Duma an Ger. Das hier und bei Crapeantuesnil am Abend des L3. März verlorene Grcrbetlstück wurde am 14. März von den Deutschen wieder genommen. Tie gestern gemeldete!! Vorstöße bei Armentiöres und Bucqnoy kosteten den Engländern schwere Opfer. Ber Armentieres unmittelbar vor der deutschen Front wurden 40 . 4,0 te gezählt. Bei Bucguoy liegen allein vor zwei IregimentA-- abichnitten 300 Tote. Ter Angriff bei Bucgnoy in der Nacht zum 14. März ,var m großem Maßgabe angelegt. Vier englische Bataillone waren in der vordersten Linie eingesetzt, während vÄv weitere Bataillone in zweiter Linie beveitgcstellt lvaren. Zn oer Champagne, nüe in Mazedonien, setzten die Franzosen weitere Angriffe an. An der Höhe 1 85 brachen sie am 14. Mars abends in unserem Sperrfeuer zusammen. In Mazedonien, nördlich von Mvnaftir vermochten die Franzosen die beceitge- stellten Sturmtruppen in dem wirkun^vollen Vernichtungsfeuer der Verbündeten nicht ans den Gräben heranszubringen. Dev Grund hierfür waren augenscheinlich die äußerst schweren Verluste vom vorhergehenden Tage, ttto die Loanzösische Infanterie in! unserem gut liegenden Vernichtungsfeuer hatte zurückfluten müs- en, auch an der übrigen tmazedonischen Front wurden, wie gemeldet, die Ententevorstöße überall abgewiesen. Der bulgarische Bericht Sofia, 15. März. (WTB.) Mazedonische Front: Aus dem Westufer des Pvespa-Sees griff der Feind mehrmals an, wurde aber mit blutigen Verlusten für ihn zurückgeworfen. Unsere Stellungen westlich und nördlich von Betvlia wurden von der fenidlichen Artillerie 'heftig beschossen. Mehrere feindliche Trupps versuchten am Ostufer de!s Prcspa-Sees entlang vorzurücken, ergriffen aber die Flucht, als sie in unser vernichtendes Feuer kamen. An der übrigen Front vereinzeltes Artilleriefeuer. Südlich von Gewgheli vertrieben tvir eine feindliche Erkundungsabteilung. Eine englische Kompagnie mit Maschinengewehrcn versuckste m der Ebene von Serres gegen das Dorf Koeprri vorzurücken, wurde ab« durch Feuer verjagt. An der rumänischen Front nichts Besonderes. * Die Bagdadbahn. Konstantinopel, 15. März. (WTB.) Der Senak genehmigte das mit der B ag d a d b a h n ge se lls ch"s NcalglnnitasiunrS vornr. '. »9 Uhr für die Noalgymnasiasten, ltadjnr i2 Uhr für die Ätimnasiasten; im Gebäude der Oberroalschule vornr. ' ^9 Uhr silr die Olx'rrealschäl er, nachm. ^2 lll?r für die Schi'Uerimven, der Höherer Mädchen schule. ** Stenographie. 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Montag die allzeit beliebte Künstlerin Henny Parten. In diesem Fllm sehen nur die große Künstlerin ganz als deutsches Gretthen. Das Gesellschastsschauspiel in 3 Akten trägt den Titel „G reichen Wendtland". Äußerdem gastiert auch noch Wanda Treumami und Viggo Larsen, das beliebte Künstlerpcmr in ihrem entzückenden Lustspiel in 3 Akten. „Sche ven contra Festender g". Ein Besuch ist sehr zu empsbhl-m, da der nrusikklische Teil durch eina erstklassige KüusilerkapeNe ausgeführt lmrv. ** Im Sch u>a r z-W e i st°T h e a t e r, Seltersweg 81, gelangt ab Samstag, 17. März bis einschließlich Montag, 19. März, das sensationelle Detektiv^Sch-mspiel „Da s Recht a u f s D a s e i n !" zur Vorführung. Das Filnnoerk bel)andelt ein Meuscheuschicksal in 3 Men. Außerdem rvird ein pikantes Lusfipiel „Teddys Verhält n i s", mit Pani Hcidemann in der Hauptrolle und ein gutes Beiprogramm geboten. Landkreis Gießen. Wa. Leihgestern, 17. März. Im hiesigen Orte wurde au drei verschiedeueil Plätzen Geld gestohlen. Au einem Platze über 100 Mark. Die Täter, drei jugendliche Bürschchen von Leih gestern, sind ermittelt imd werden l/ofsentlich zur Anzeige gebracht. ** L i ch, 16. März, lieber D e u t s ckl a n d s Wirtschaftskräfte sprach ani 14. März abends der Vorsitzende des hiesigen Vollsbildungsvcreins, Iorstrat Dr. Dieffenbach, in deni vom L>orstande des cvgl. Maricnstist> zur Verügung gestellten stisti- schen Gemeindesaale, der bis ans den letzten Platz besetzt loar. In seiner bekannten ruhigen und llarni Weise betonte der Redner zunächst, daß durch seinen Vortrag, der durch reiches Lichtbilder- material votteill-ast begleitet und unterstützt mürbe, keinerlei Druck bezüglich der bevorsiel-enden Kriegsanleihe mrsgeübt lverden solle, die ArrSfüHrungeu vielmehr nur zur Aufklänmg dienen möchten gegenüber dem Lügenfeldzug unserer Feinde und der Aengstlich feit besorgter Gemüter Mit regem Interesse und größter Auf- rnerksamkeit folgten die zahlreichen Zuhörer den überzeugendeni Darbietungen des Vortragenden über die ftraft und Sicherheit unseres wittschastlichcu Lehens. Kreis 2fiidinstett. 4t Büdingen, 17. März. Das Eiserne Kreuz erhielt der llnterofsizier Abraham F re ima r k. x. Bergheim, 16. März. Von den in allen Genivinden des Bezirkes Ottenlvrg veranstalteten vaterländisch^^ Menden dürfte der am DienStag in unserer Genreinde veranstaltete Albend wohl der best besuchteste gelvesen sein. Die Kirche, in der der Abend ab ge lpalten wurde, ivar bis auf den letzten Platz gefüllt. Ältit Sptnruuirg folgte die Genreinde bis zuletzt dem Lichtbildervorttag von Pfarrer Ka h n-Ottenbergi über „Deutschlands Kraft und Größe". Die. Kinder sangen unter Leitung von Lehrer Gaul-Usinchorn mehrere vaterländische Lieder inrd trugen Gedichte vor. Auch in der Nachbar- gemeinde Usenborn lvurde dn Vvrtvag am nächsten Abend mit sehr guter Beteiligung im Scknilsaal wiederholt, außer den Lehrern, den: Pfarrer und den Schrilkindern chatte sich hier- besonders Lehrer Hen sel-Hirz-enhain in den Dieifft der Arten Sache gestellt und die Ausgabe übernomlnren, an der Hand vorzüglicher Lichtbilder überzeugend die Wittschaftskräfte des dautsiliiett Vaterlandes allen Anwesenden vor Augen, zu führen. Am solg»mden Abend sprach Olievamtörichter Dr. B n s ch -Ottenberg in (^elnl-aar über dasselbe Thenra. 4t Ober-Mockstadt > 17. März. .Das Eiserne Kreuz erhielt Musketier Karl Cnllma un im Inf.-Regt. 168. Kreis Lauterbuch. l. Grebenhain, 16. Mär». Dein Präsidenten des hiesigen Kriegcrvereins, Andr. Weitzel wurde vom Großherzog das allgemeine Ehrenzeichen „Für treue Tiensttt^ verliehen, weil er schon 30 Jahre als Vorstandsmitglied dem Vereine angehört und seit 12 Jahren Präsident ch's Vereins ist. — Dam Sckftitzen Wil- helm Ko m p, Sohn der Witlve Katharine Komp, in der Maschinen- attvchr-Komp. des Res.-Jnf.-Regts. Nr. 116, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verlielieir. Kreis Schotten. O Gedern, 15. März. Die Schüler und Schülerinnen der Privat-lHofk ad l a n e i) S ch ule hatten deni Großherzvg> telegraphisch ich'e Mückwünsch-e zum 25jährigeir RegierungsMü- läum ausgesprochen. Zur großer! Freude der Schule ttaf gestern ein in warmeir Motten, gehaltenes Danktelegrxrmm des Landes- Herrn ein. O Glashütten. 15. März. Vor sehr zahlreicher Zubörer- scl?ast hielt gesteni abend im hiesigen Schulsaale Hofprediger Mid mann ans Gedern einen mit regsten: Interesse aufgenomrnenen L i ch t b i l d e r v v r t r a g über „Deutschlands Wirtschaftskräfte". Der Abend gestaltete sich zugleich zu einer erhebenden Feier des 25jährigen RegierungSjubilänms des Großherzogs. 9 Laubach, 16. März. Grvnadier Otto Siegfried, 4. Garde-Regiment zu Fuß, jetzt in einen: Reserve Irrsanwtte- Regiment, Sohn von Metzgermeifter Clrristmn Si^rftied, erhielt tw einigen Tagen das Eiserne Knnrz 2. Kl. [j Lanbach, 16. März. Unter Leitung von Oberamtsrichter Zimmer m a rl n fand im Saale des Amtsgerickrts ein vliter- ländischer Lichtbildervorttag statt, zu roelchem als Redner- Pfarrer Fritsch ans Ruppettsbrrrg gewonnen worden wir. Ncvck> em° leitenden Begrüstungsworten ergriff Pfarrer Fritsch das Wort, dem als Therna „Deutsche Macht und Deutsche Pflicht" zugrunde lag." An llare Tarlegimgen übiw unsere kriegerisckie rmd finanzielle Macht, die rms zu so sicgrei' Anwesenden aus, bei der binrmenlxm 6. Krieg^urleibe das Vaterland zu unterstützen imd so dabeiin einen neuen Sieg an di? vorher gehenden zu reihen. Bürgernreister- Hanack dankte den beiden Herren ftir ilwe schönen Ansftbruwien sttamens der Vettaimnllmg. :: Pohl -G önS. 17. März. In der Rächt > >ut 15 ans 16 Mär§ utirrbcit dem an der Strass nach ^stitzblnF w-imenden Anton Spietz zlvci Schweine Mw dein Stall grstvlst'en Von den Dieben, die mit den Octtfichkeiten jedenfalls :ovlst vertrau» ivareu, fehlt bis jetzt jede Spur. — Am 15. Ättipz hielt in der Alt'ick^n Wiel' sckiaft Mediziimlrat Dr. Vogl von Bntzv.ub einen Vortrag über die Kriegslage und Kriegsanleihe, dev großen Beifall fand. Stein heim b. Hungen, 15. März. Am Sonntag nach mittag wurde hier eine KneaSanleihe-Werbeversainnttung im neuem SchulhauS abgehalten, die eiirei: anßcrordentlick^ guten Besuch aus- zuweisen hatte. Nachdem Bürgermeister Nicklas die Erscknenencw begrüßt und eindttngliche Wssttc an die Bcrsammelt.cn gerichtet hatte, wies Lehrer Kr aus haar-Trais-Horloff anf Grund eines reichen Zahlenmaterials auf die mächtigen ttnrtschaftlinicn und finanziellen .(ttäste des deutschen Volkes hin. Ferner bot der Vortrag Einblicke in den Betrieb der deutschen Münze und der Reichsbank. Alle umlaufenden Gerüchte :'H>er beabsichtigte Zwangs- anleihe, Bcsckstagnahmung der Sparkassenguthaben Herovsetzung des Zinsfußes von 1924 ab »mrrden wirksam entkräftet. Mil der Aufforderung, die Kraftquellen des deittfchen Volkes zur Bürgsclraft deutschen Sieges werden zu lassen, schloß der Redner. Herr Lehrer Ru pp 'Obbornhofen führte in trejflicher Weise die passen» den Lichbtildcr vor. Shrentafe:. Bei einem in der Nacht rmternommenen Gegenangnff der Frau zosen lvnrde ein Franzose so schwer verwvndet, daß er nictil mehr zurückkehrte. Zwei Tage und zwei Nächte blieb der Unglückliche nur ettva 50 Mater von der französischen Stellung entfernt liegen. Unteroffizier Gödel ans Bad Ems (Kr. Bad Eins), Hornist Nieder- meyer aus Lemgo (Lippe), Füsilier Seng aus Garbeittcich (Gießen), Ricker aus Niederselters (Limburg) konnten das Gejammer des Ber lvundeten nicht länger mehr mit anhören. Unter den nötigen Vorsichtsmaßregeln krochen sie in der dritten Nacht bis zu den: Ww- nundcten heran und brachten ihn, ohtvbhl sic von von Franzosen! stark beschossen wurden, glücklich in die eigene Stellung. Ein schöne-: Beispiel der Nächstenliebe unserer braven Truppen. Letzte Nachrichten. Fliegerangriff auf Frankfurt. Frankfurt a. M., 17. März. (WTB. Nichtmntlick. Drahtn.) (Gestern morgen 8 Uhr 30 erschien aus lvestlicher Richtung ein seiudlichcr Flieger über Frankfurt und Ivarft von den Mlvehrgeschützen beschossen, sechs klcinkalibrige Bon: - bei: ab, von denen, eine auf dem Dache eines Hauses kra^ Vierte, bte übrigen auf bat Main und daS umliegende Ga lande fielen. Außer einer nicht nennenslverteu Beschädigung des Daches und dem Bruch- einiger Fensterscheiben wurde keilrcrlei Schaden angerickftet. l * Der Zar gefangen? Stockholm, 17. März. D:e „Stockholms Nya Dagligt Allal^auda" meldet, daß der Zar im Taurischeu Palais unter gebrackst ist, Uw er der Gefangene der Duma ist. Jede VeNßn > düng zlvisckxm ihm und der Zarin sei abgebrochen, da die Revv lutivnäre die Zarin als Uwe größte Hindin betrachte::. Nach einer anderen Meldung soll die Zarin nacb Kiew gebrackst lvvrden sein, während nach einer anderen der Londoner „Central News" entstmnmenden Meldung auf ausdrücklichen Wunsch der Kaiserin gleich nach den Tnniabeschlüssen znstsckten ihr und Rodsjanka eine Konferniz stattgefimben habe. Tie Zarin-Mutter wird als Patteigängerin der Rcvolutümäre angesehen. Nach anderen iiber Stockholm kommende:: Olerücksten lwt sich der Zar schon seit Wocl^en im Hauptqnattier einer rewlnttonären Partei innerhalb der nächste:: Umgebung gegenübergesellen. Er habe, so wird belxluptet, Tag und Nacht von einer Leibnxick>e ans sibirtschen Regimentern lw- wacht werden müssen. Ein Familicnrrat, m: dem angeblich auch Großfürst Michael teilnahm, hätte seine Absetzung beschlossen, fei aber an der Uneinigkeit Livischen dem Großsi'irsten Nikolai Nikolajelvitsch und Kvnll gesckieitert. Eine konstitutionelle Monarchie? Rotterdam, 17. März. Aus Petersburg wird ge meldet: Die Sozialisten beschlossen, an: Donnerstag, den 8. März, die neue Negierung zu unterstützen unter der 'llc dingung, daß allgenreine Mahlen für eine konstitutionelle Versammlung abgehalten lverden. Die Konnnune in Sicht? Kopenhagen. 17. März. Dem unten nissischm Ministerium wird in hiesige:: mtterrichtetsten Kreise:: keine lauge Lebensdauer gegellt. Auch dieser letzte Derftrch. die imausl»altsam an- drängeiide demokratischc- Revolutim: in Rußland für die Fott- setz ung des .Krieges anszsimütze::, wird als anssickstslc»? l>etrachttt. Ter allgemeine Rrlf der Arbeiter,nasse,: bei dcn: Slraßenkämpsnr war: Weg mit den: Zaren! (^ebt »ns dcil Frieden! Von bet rnssi schon Grenze geht en: Dvahtberickst ans gut unterrichtete:' Stelle cin. Man nimmt danach an, daß die Uneinigkeit innerhalb beu Träger der Revollrtwn rapid bxichsen wird. Nikolai als Diktator? Stockholm, 17. März. Unter den Offizieren und Behörden! in Dornoa glaubt man, daß Großfürst Nikolai, der d:s Vectra mm der Revolutionäre genießt, wun Diktator über die Aniwe ernannt lverden soll. Die Hrobenmg Bagtoads. Bern, 17. März. Im „Bund" schreibt Stegemann, die Besetzung Bagdads durch die Engländer sei veruiutlich zu spät gekommen, um den Kriegsausgang zu ku'eiuslnssen. Bn'che der Krieg nicht in Revolutionen oder in Wirtschaft' litchen Noten zusammen, so werde er nicht vor Bagdad oder Mossul, sondern zwischen Lille und Bclfort entschieden. Earson über die LebenSmittelzuftchren. Kristiania, 16. März. (WTB. NichtamtlÄ.) Ein Londoner Telegramm der ,.Astenpojiten" meldet, daß der mglise!^ Marüw. miwrster Earson. sich in: Lllduntncklnb über dü' Lage Englands iv züglich seiner Zuftlhren 'xm Lebensmitteln zur Sec sehr ernst äußerte. Ter Minister sagte, daß die deutschen U-Boote allein im Febnrar eine hnfbe Million Tonnen versenkten Selbst wen, Deutschen ihr Vernirhttmgswerk nicht in: gleichen Maßstade satt - fc(vm könnten, lintrben weitere Ernftlhreinsckivänkungei: nötig werde::. Seine AuMsung der Lage sei vmresirEgs pessimistisch, er ,volle nur de::: Volk die WadttMt sagvir. bannt sstlr feine eigene Meinung bilde,: könne. ... Äv- v7 In fremder Erde ruhet nun mein Glück, Mein herzensguter Gatte kehret nimmermehr zurück. Ein hartes Los hat uns getroffen, So schwer es zu ertragen kaum, All unser Glück, all unser Hoffen, Es schwand dahin als wie ein Traum. Dein treues Herz hört auf zu schlagen, Du kehrest nimmermehr zurück. Hörst nicht mehr deiner Lieben Klagen, Siehst deiner Lieben Tränen nicht. Wie hast du wohl in letzter Stunde Gesehnt dich nach den Lieben Dein. Doch viel zu früh verließest du flie Deinen, Die in der feinen Heimat bitter um dich weinen. Sollst nie von uns vergessen sein. Jung und einfach war sein Leben, Treu und fleißig seine Hand. Und so wollt er weiter streben, Muß nun ruhn in Feidesland. Drum ruhe sanft du gutes Herz, Du hast den Frieden, wir den Schwerz. Ganz plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Mitteilung, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Gatte, der liebe Vater seines Kindes, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Gefreiter Ernst Müller Infanterie-Regiment ür. 22, 7. Kompagnie am 2. März im blühenden Alter von 30 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist In tiefer Trauer: Frau Lina Hüller, geb. Bechthold nnd Kind Georg Hüller und Familie Heinrich Hüller z. Zt. im Felde und Familie Philipp Bechthold und Familie Karl Bau z. Zt. im Felde und Familie nebat allen Anverwandten. Launsbach, den 16. März 1917. 01595 Wiedersehen war stets seine und unsere Hoffnung. Mein lieber, guter Gatte, Der mich so treu geliebt, Er half mir was er konnte Und er vergaß mich nie. Das 39 Lebensjahr Hat er noch glücklich überschritten. Und plötzlich kam der Tod geeilt Und hat ihn weggerissen. Vor einigen Tagen schriebst dn noch Auf ein gesundes Wiedersehn! Du ruhst nun aus auf fremder Erde. Kannst deine liebe Frau Und Kinder nicht mehr sehn. So schlaf nun wohl, Du lieber Gatte und Vater, Von uns sollst. Du nie vergessen sein. Nun aber ist die Hoffnung fort, Wir sehen uns nie wieder! Ganz plötzlich nnd unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein inniggeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, mein unvergeßlicher Sohn nnd Schwiegersohn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Landwehrmann Heinrich Oestreich Unteroffizier im Infanterie-Regiment Nr. 49 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse im Alter von gefallen ist. Jahren, am 5. Februar 1917, auf dem Felde der Ehre In tiefer Trauer: Karoiine Oestreich geb. Kreiling nnd Kinder Heinrich Oestreich, Vater Wilhelm Kreiling I. and Frau nebst allen Angehörigen. Heuchelheim, Atzbach, den 16. März 1917. 01586 Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung! To^es-Anzeige. Heute morgen 8V2 Uhr entschlief nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Jung geb. Maid im 46. Lebensjahr. In tiefer Trauer : Joh. Georg Jung UI. Marie Harnisch geb. Jung Katharine Jung Ludwig Harnisch, zurzeit im Felde Marie Harnisch. Steinberg, den 16. März 1917. 01629 Die Beerdigung findet Sonntag, 18. März, nachmittags 3 Uhr statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Ableben unserer lieben Schwester, Schwägerin, Tante und Gote Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner guten Tante Früleii Amalie Buff sage ich allen herzlichen Dank. Cassel, RoteS Kreuz. 2131 Marie Spies. Danksagung. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie zahli-etchen Kranzspenden bei dem so plötzlichen Hinscheiden meines lieben, unvergeßlichen Mannes, unseres guten Vaters,Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Philipp Weller insbesondere für die große Beteiligung des Kriegervereins und Turnvereins sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. 2187 Frau Luise Wetter geb. Hahn. Wieseck, den 16. März 1917. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste und trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dürr sagen wir aufrichtigen Dank. 2188 Familie Mandler. Heuchelheim, den 15. März^1917. igttWhrs-UeriSlWl'ft zu Diep. j Am Mitwoch, den 21. März 1917, vormittags «von 7 Ubv ob findet auf den städtischen Marktanlagen an der Nodbeimer Strafte Pserdemarkt statt. Bezüglich der in der Nähe des Marktplatzes vorhandenen Stallungen erteilt Herr Hoflobnkutscher Huhn Auskunft. Mil dem Pferdemarkt ist eine Prämiierung des besten Pferdematerials verbunden, wofür über 2299 M. zur Verfügung stehen, darunter 400 M. aus Mitteln des Landwirtschastskammer-Ausschusses der Provinz Oberhessen, wovon 100 M. zur Prämiierung Belgier Fohlen Verwendung finden sollen. Der Prämiierungsplau ist von Herrn Weiubändler August Schwan in Gteften erhältlich. Die Prämiienver- tcBung erfolgt nach Beendigung der Prämiierung. Gießen Luise Fink Richard Schmidt z. Zt. im Felde Verlobte 18. Marz 1917. Querfurt Statt besonderer Anzeige! Dr. phil. EMIL SEHRT Leutnant d. Res. i. Res.-Jägerbatl. 20 GRETEL-SEHRT geb. Knehe zeigen ihre Vermählung an Elberfeld März 1917 im Felde Cafe Amend Samstag and Sonntag Künstler - Konzert Mre LehMstalleu Gießens. Der Unterricht wird Donnerstag, den 22. Marz wieder ausgenommen. Er beginnt im Gebäude des Real- gvmnasiumövorm. V?9 für die Realgvmnasiafteu, nachm. V 4 2 für die Gymnasiasten; im Gebäude der Oberreal- ,'chule vorm. V-9 für die Oberrealschüler, nachm. 3 / 4 2 für 1 die Schülerinnen der Höheren Mädchenschule. 21750 Die Grokh. Direktionen. Giehen, den 3. März 1917. Die siädtiiche Pferdemarkt-Devutation: Grünewald, Beigeordneter. 1761D Schwanz- Programm von Samstag, 17. Mörz bis inkl, Montag, 19. Mürz: Unwiderruflich nur 3 Tage! EIsms Uveclht a,nis Dasein! Erstklassiges sensationelles Detektiv-Schauspiel! Ein Henschen-tSchickaal in 3 Abteilungen. 2183a I In der Hauptrolle der kühne Darsteller Joseph Delmont. Teddys Verhältnis!! Ein von Humor und Satire prickelndes Lustspiel in 3 Akten. In der Hauptrolle spielt der geniale Filmschauspieler Pani Heide mann. Ausserdem ein gutes Beiprogramm. Schweineversicherungsverein Gießen. Generalversammlung Sonntag, den 25. März, nachmittags 4 Ubr bei Mitglied Sauer, Neustadt. Tagesordnung: 1. Jahresbericht durch den II. Vorsitzenden. 2. Kassenbericht durch den Rechner. 3. Erledigung über etwa eingebrachte schriftliche Anträge seitens der Mitglieder. 2031 4. Wahl des I. Vorsitzenden. Für den Vorttarrd: Becker. UWme Srtöfranfenfoffe Gieße«. Die Beiträge zur Krankenkasse und Invalidenversicherung sür Monat Januar 1917 können noch bis zum 29. März ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 15. März 1917. Der Vorstand. I. A.: Alb. Lentz. 2172D Im Unfertigen von Frühjahrs- und Sommerbinsen empfiehlt sich Emmi Uttel, Bleichstrafte 89. [2191 Himbeersträucher stark bewurzelte, vorjährige Pflanzen, Sorte Goliath* 1St.10Pfg., 100 St. &- Mk. Erdbeerpflanzen verpflanzt und überwintert. Sorten-Laxtons Noblt, RÄnl- flln Louise, König Albert, 1 St. 5 Pfg., 100 St. 4 .t- Mk. ohne Verpackung ab hier. Aue. Pascoe, Dilnkolai, Kreis Wetzlar, Telefon 782, _ Ami Gteften. [ lwu Im Kopfwäschen mit Trocken-Apparat, Frisieren» Ondulieren empfiehlt sich Frau Sandory, Aftcrweg 1611 Neub. l"°o reg 81 LielifspSnliiaiias ■ Baheihofstp, 34 m Spielplan vom 17. bis einschl. 20. März: HEifüY PORTEN der Liebling aller Kino-Besucher, in ihrem neuesten Gesellschaftsschauspiel in 3 Akten Frau s °phi e v °gt II Gretchen Wendtland geb. Weiß sagen wir Allen unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen In deren Namen: Wilhelm Vogt. Gießen, den 16. März 1917. 115 * Ausserdem gastiert auch noch das beliebte Künstlerpaar WandaTreumann u.¥£gggo Larsen in ihrem entzückenden Lustspiel in 3 Akten 2178a Scheven contra Festenberg | ===== Erstklassige j&ünstlerkapelle --—■-. u