Kr. 59 Der Gieß-ner Avzel-rr erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: Lietzener ZamiUrndlütter; Krei5b!att filr den Kreis Hirtzrn. vezngzpreis: monatl. 9» M. oiertel- rährl. Mk. 2.65; durch Abhole- \l Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 viertel* jährl. ausschl. Bestellg. ^erusprech - Anschlüsse: sür die Sebristleitung! 12 Verlag,GescyäitssteÜeol Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gletzen. Iör. Jahrgang Saniriag, 10 . Mörz 19!7 po^scheStsvt»: Krantfart fl.Bl.U686 Seneral-Anzeiger für Oberhessen vankverfehr: Gewerbedanl Sieben 3wiltti?gsn!Nddr«ck n. Verlag: vnihi'sche Unio.-Such- u. SteindniSerei K. Lange. Lchristlettung, Ge?chäft;stelle Drückcrei: Schulftr. 7. Annahme von Anzeige» i. die LageSnummer btS rzimNachmittag vorher Zeilen preis, i. Anzeigen: örtlich 20 Pi.. Vermietungen u. Stellengesuche 15Pi.. auswa rtS 25 Pf., b P nhvsrlchrist 90 Pi.. Reklamen 75 Pi.» bei Platzvorschriit 90 Pf. Haupticyrintener: Aug. G oe n. Verantwortlich für Politrk u.Feuilleton: Aug. (^oetz. Stadt d Land, Vermischte« u.Ge- richtsiaal^ Fr. R. >}env Anzelgentetl: ö. Beck, sämtlich in Gießen. Erfolgreicher §ümnangriff in den MldW-PWK. MTB.) Grobes Hanstguartier. y. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Metzer war die ArtillerirllUigkci! in breiter Front nur in der Champagne gesteigert; wo sich sonst das Feuer verdichtete. galt es der Vorbereitung eigener und feindlicher kleiner Kampfhandlungen. Westlich von Wytschaete drangen unsere Sturumbteitun- gen in die englische Stellung und kehrten mit sieöenuud- dreitzig Gefangenen, zwei Maschinengewehren und einem Minenttrerfer zurück. Im Sommegebiet kam.es mehrfach zu Zusammenstößen von Erkundungstrupps. Dort blieben fünfzehn Engländer gefangen in unserer Hand. In der Champagne griffen die Franzosen die südlich von Rrpont von uns am 15. 2. gewonnenen Stellungen nach Trommelfeuer an. Es gelang ihnen, in einzelne Graben aus Höhe 185 urtz in die Champagne-Ferme cinzudringen. An allen anderen Stellen wurden sie abgewieftn. Ein Gegenstoß hat die Grabenstücke auf der beherrschenden Höhe 185 wieder rn rmseren Besitz gebracht. Das tief gelegene Gehöft hält der Gegner. Auf dein linken Maasuser richtete sich abends ein französischer Vorstoß gegen unsere Linien aus dein Südhange der Hobe 364. Er scheiterte. Ein gleichzeitig im Walde von Avocourt durchgeführtes eigenes Unternehmen brachte ohne Verlust sechs Gefangene und zwei Maschinengewehre ein. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nichts Wesentliches. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Zrms«5>en Trotus- und Uz-Tat stürmten unsere Truppen den Höhenkamm des Magyaros und die benachbarten stark verschanzten Stellungen der Russen. Mer Offiziere, sechs^rn- ifcrf Dörnen wurden Langen, mehrere Maschinengewehre und Mi;renwcrftr erbeutet. Bei -der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen «ritz ander Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. * Frn Februar haben wir 24 Flugzeuge verloren. Un- sereGegn erhaben im Westen, Osten und ans dem Balkan 91 Flugzeuge eingebützt, von denen 37 in unserem Besitz. 49 jenseits der Linien erkennbar abgestürzt und 5 zur Landung gezwungen worden sind. Der Erste Generalguartiermeister L u d e n d o r f f. * Der Abendbericht. B e r l i n. 9. März, abends. (WTB. Amtlich.) Bei wechsefntzerMicht war an vielen Stellen der Westfront die Gefechtstängkeit rege. Zahlreiche Lustkämpfe. Im Osten nichts Besonderes. » In alter Stille sind jetzt die Feststellungen des amtlichen englischen Untersuchungsausschusses über die Tcrrda- nellenirn i ent efjrnin r aber die Möglichkeit, ihn wirksam anszuführen, ist nicht nur vom ^entemangel abhängig. Es wird sich schon so verhalten, wie die „Köln. Ztg." vom „toten Acker" Englands sagt: Acker Grvßbrllannicn' gleicht einem Leichnam, der jetzt galvanisiert werden soll. Nie und nimmer wird man diesen Leichnam wieder zu einem kräftigen Organismus machen, der feine ttimmonen ansüben kann. Dazu ist es viel zu spät. Tie- deutschen U-Boote können deswegen ruhig ihr Werk vollenden. Weam England nicht iin^rrnde ist, für die Sicherheit seiner Transporte zu sorgen, kann es sich nicht mela selbst ernähren. Alle dn',e Maßnahmen, die man jetzt trifft, sind Angstmaßregeln, die M m-.srevch'enden Ergebnissen niemals führen können. Ein jäher Schrca i|t in die englische Seele gefahren, auf einmal ist den Leuten zum Benmßtsein gekommen, was mau hundert Jahre lang versäumt hat, froh^gedankenlos und mit dem Augenblicksgewinn zufrieden. Wwm Lloyd George in seiner großen Rede vom 2,-3. Febrrrar sagte, die Bauern könnten in diesem Jahre die Leoensmwtelerzengung um Himderrtansende von Tonnen steigern, so hat er, wie schon so oft. eine Prahlerei von sich gegeben in Dingen, von denen er nichts versteht. Alle Sach- verständigen wissen, da>t Lloyd George damit einfach ein Wunder von der britischen Landwirtschaft verlangt, das sie nicht lensten rann. Tie Wrmder sind keine greifbaren Posten in der RechMng eures vernünftigen Politikers. England muß seine Seetransporte sickserir, oder es inuß zugrurwe gehen." j. tecft hbstte, so fragt das ^Blatt nach einem Rück blur rn die Geschichte der englischen Landwirtschaft, eigent- ho) der fruchtbare Bvden von Großbritannien? In einzelnen Teilen Kents, in Somerset, in Aorffhire, wo der besser ist als anderswo, auch im Südwesten. Charakte- rfttisch ist es, daß die landwirtschafttreibenden Bezirke so schwach bevölkert sind, und daß dies nur da anders ist, wo Spezialkultnren, wie Hopfeiibau, Geflügelzucht, Obstbau locken — was sich eben lohnt. * . * Der österreichrsch.ungarjschen Tagesbericht. . i E»i e n, S.März (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauttzart: 9. März 1917. Oestlichcr Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Geueralfeldmarfchalls von Mackensen. Keine besonderen Ereignisse. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. -ex Zwischen dem Uz- und Csobanyos-Tale bemächtigten sich osterreiwitch-ungarvche Reginrenter, verstärkt dnrw deutsche Abteilungen, der stark verschanzten Grenzh-ihe Maqyaros rere Maschinengevw^e und Minenwerfer in unserer 5>and Besonderes Lob gebrchrt dem Honved-Jnfanterie-Regiment Oestlich von Gyimes wurde ein russisches Blockhaus zerfrort. Heeresfront des Generalfetdmarschalls Prinzen Leopold von Bauern. Mchts zu melden. Italienischer und südöstlicher „ Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Geueralstabs v. H ö f c v , Feldmarfchallentnant. Zeppelr? f. Berlin, 9. März. (WTB.) Die T r a u e v f e i t r für ©raf Zeppeliil findet heute nachmittag um 5 Uhr im Westsanatovliim statt. Danach wird die Leiche nach Svittgart nbergeführt, wo die Beisetzung im Erbbegräbnis der Gräflichen Familie mrf den: Prag-Friedhof erfolgt. Die Trauerftier in Cha-rlottenburg. Berlin, 9. März. (WTB. Nichtamtlich.) Die Tr au e r- feier für den Grafen Zeppelin in bn Kapelle des West- Sanatoriums in Charlotterrbiurg begann um 5 Uhr. Der £>arg war zwischen Kandelabern aufgebahrt. Der kleine Raum war ganz in Schwarz ausgeschlagen. Ungezählte Kranze waren niedergelegt worden, darunter einer des Kaisers voii Oesterreich, solche v-on allen Reichs-- und Staatsbehörden und vielen Gelehrten. Die Witwe Gräfin von Zeppelin und die Llngehörigen der Familie fariden sich ein. -ö 11 ^ertretung des Kaisers erschien Generaloberst v. Kessel uiid Generalleutnant v. Clwlins, in Vertretimg der Kaiserin Oberküchenmeister Graf Pückler. Generaloberst v. Kessel legte den .Kranz der Majestäten iiieder. Ferner waren erschienen n. a. der Reichskanzler, welcher persönlich einen Kranz niederlegte, Oberhofnrarschall Freiherr v. Reischach, Oberstallmeister Freiherr v. Frankenberg, Vizeoberstallnreister G^raf Westphalen, Oberzeremonien- nieister v. Röder, der Komrnandant von Berlin, General v. Böhn, de»- württenibergische Gesandte Freiherr v. Vorw bühler. Die Frier leitete das Sacksche Quartttk vom Königlichen Opernchor mit dem Gesang ein: „.vede deine Angen auf." Die Trauerrede hielt Pfarrer Korel. Die Uebersüh- rnng zum Bahnhof erfolgte mit militärischen Ehren. Der Sarg wurde von Luftschiisern aus den königlichen Leichenwagen gehoben, den sechs RMipeil zogen, schwarz behängt und mit schwarzweißen Federbüschen. Die Leichenparade bildete eine Abteilung Lustschiffer und anderer Berliner Truppen. Unter ben Klängen von gedämpften Trommeln und dem Choral „Jesus meine Zuversicht" setzte sich der Lerchenzng nach dem Anhalter Bahnhof in Bewegung, von wo die sterbliche .hülle nach Stuttgart üb-ergeführt wirb. Sck)ulen aus der Umgegend bildetem ans einem Teile des Weges Spalier. Allenthalben grüßte eine zahlreiche Menschenmenge ehrerbietig den Sarg Zeppelins. Des Kaisers Bcileidstclegramm. Berlin 9. März. (WTB.) Der Kaiser richtete anläßlich des Ablebens des Grafen Zeppelin folgendes,' BeileidsLelegramm an die Gräfin Zeppelin: Berlin, Schloß Bellevue, den 9. Mit tiefer BekalbniZ erfahre ich oeben das Meben Ihres Gallen, des Genera's der Kavallerie Grasen von Zeppelin. Me ich persönlich das hinscheiden dieses mit seltenen Gaben des Geistzes und des' Herzens ausgezeichneten Mannes auf das Schmerzlichste empfinde, so steht mit mir das ganzc deutsche Volk trauern!) an der Bahre eines der größwH Soyne zäch*m, unermüdlichen Ringen um die Beherrschung der Lust durfte er Erfolge erleben, die seinen Namen weit über die Grenzen des Reiches aus dem ganzen Erdball unvergeßlich gemacht haben. Mitten in diesem gewaltigen Kriege abbe- rasen, an den: er so tatkräftig und so erfolgreich ztur Bekämpftin^ der Feinde mitwßcken konnte, ist es ihm leider nicht mehr vergönn^ an dem Endkampf persönlich teilz-unehmen. Sein Werk wird aber von der Armee und der Marine m seinem Geiste fortgeftthrt werden. Ter Allmächtige tröste Sie und die Ihrigen in dem großen Schmerz um den Heimgegangenen, dessen Nahm uu'vergänglich ist, dessen Andenken mir stets hoch und teuer bleiben fcitdb. Wilhelm 1. L. Ein Telegrammwechfel zwischen dem Kaiser und dem König von Württemberg. Stuttgart, 9. März. (WTB.) Ans Anlaß deS Ablebens des Grafen Zeppelin hat der Kaiser folgendes Telegramm an den König gerichtet: Tief betrübt über das Ableben des Grafen Zeppelin spreche ich Dir als seinem KSmg, dem der Entschiafene in tiefer DanlbartnL und treu ergeben war, meine herzliche Teilnahme aus. In seinem langjährigen unermüdlichen Ringen itm die Beherrschung der Lust hast Du ihm stets beigestanden und ihm geholferi, die Erfolge zu erringen, die den Ruhm seines NamenS über die garrze Welt verbreiteten. Dies danke ich Dir an der Bahre des Entschlafenen, bejfert einfaches offenes SB&flnt, unberührt von äußerem Glanze, stets vorbildlich gewesen ist. Daß er das Erwe des Krieges, m dem er so großes geleistet hat, nii(: erlebt, ist tiefbedauerlich. Sein Werk wird aber in seinem Geiste fortgesetzt werden. i l h e l m. Darauf hat der König telegraphisch erwidert: Die Worte der Teilnahme und gnädiger Anerkennung, die Du aus Anlaß des Hinscheidens des Grasen Zeppelin an mich gerichtet hast, haben mich tief ergriffen. Ich bin stolz darauf, daß dieser Sohn des S ch w a b e n l a n d e s durch seine unentwegte Förderung der Beherrschung der Luft, durch sein MsS Festhalten an feiner Ueberzeugung in seinem Toll dazu beitragen durfte, die folge unserer herrlichen Heere vorzubereiten und dami' sein Lcb^ns^ werk gekrönt zu sehen. Er hat mijr al^ Mensch und Erfinder v'o n Jugend all n a h ejg e st a n d e n und ich danke Dir von ganzem Herzen sür Deine Teilnahme, insbesondere auch für die Zuncheruug daß auf seinen Bahnen fortgeschritten werden soll Wilhelm, Citt Telegramm des Reichskanzlers. Berlin, 9. März. (WTB.) Der Reichskanzler andte anläßlich des Ablebens des Grafen Zeppelin folgendes Beileidstelegramm: An den Grasen Brandenstein-Zeppelin, hier. Mit tiefst-'r Be- wegimg erhielt ich die Trauerbotschaft von dem Heimaana des Grafen Zeppelin. Ihnen und Ihrer Familie bitte ich mein tiefteft'lhlteZ Berlerd zu dem persönlichen Bsrsuqt sagen kirnen, fi'r"Sft be- Söhne Deutschlands verehrte. Ihm, fern es besti„.in. iwar oen uralten Menschheitstraum von der Vehsrrschung der Lüste zu der- wirklichen, dem es vergönnt war, dem Vaterland in dem Kamps nms Tasern eine gewaltige Waffe darzubieten, die keinem unserer Femde zur Versügung steht, dem genialen Erfinder und dem streitbaren Kämpfer folgt ewiges Gedenken. Die Trauer de» Reichstags. Berlin, 9. März. (WTB. Nichtamtlich.) Der Prä- ident des Reichstages richtete an die Gräfin llavpo- lin folgendes Telegramm: Euer Exzellenz bitte ich namens des Reichstages den Ausdruck der saMerz.ichen Gefühle entgegennehmen zu wollen, die das mn-e denpche Voll, erfüllen cni der Bahne seines großen Mitbürgers. Die weltgeschichtliche Bedeutung des genialen Mannes und seines Werkes wird ttef emgegraben bleiben in dem Herzen eines jeden Deutschen. . Kämps, Präsident des Reichstages. Ein Nachruf HindenburgS. ^ Berlin, 9. März. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Nvrdd. Allg. Ztg." veröffentlicht folgenden Nachruf des Chefs de- Generalstabes des Feldheeres: Am 8. März verschied zu Berlin der königlich württembergisäre General der Karxillecne. General h la suite Seiner Mai-siäi des Königs, Grai vom Zeppelin. Tie Trauer btS deutschen Volles unt ben Heimgang seines grv;zen Sofies teilt m tiesfiem Scbmem der deutjchc Genemlswb. Wir gedenken dankoar der kinom 4nh-e 'ruermüdküher Arbeit, in denen d- s EntsäLafenen sch'"vernicht Geist und ferne külme Hand ein Werkzeug schuf, aus dein nri cycen ün, Daseinskämpfe ein st a r k e s K r i e g s m i t t e l wand, lllrd wre fern Werk dein Heere zur stolzen Waffe wurde so ward sem ganzes Leben uns zum Vorbild höchster Kriegertusend Er gab uns «n Bevpiel unbeuZfamen LMens, Arv ch. «te erottltenber Kraft tmb' in^chütkerllcher Zuversicht. Dies Vorbild soll für alle Zukirnft unser Streben leiten. Der Chef des Generalstabes des Feldheere-) V. Hindenburg, Gen e ra lseldmarschall. » Eine angebliche Aeußerrrng Hindenburgs. Be rIin, 9. März. (WTB. Amtlich.) Vlad) eine r auch im neutralen Ausland verbreiteten Mitteilung der „Times" sollte Geueralfeldmarschal'l v. Hindenburg gelegentlich eines Lazarettbesuches mißfällig bemerkt haben, daß verwundete englische Offiziere von englisch sprechender: dntt- scheu Kran keusch westeru gepflegt wurden. — Wie festgestellt ist, hat der Generirlfeldtuarschall keine solche Aeußerurig stettru, im Gegenteil wünschte er, ,dnß auch fernerhin spräche::- kundiges deutsches Hilfspersonal bei den Kriegsgefangene:: Verwendung findet, um. die ärztliche Versorgung dadurch zu fördern. * « * Die RSmpse im Westen. B e r X i n, 9. März. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Franzosen erneuerten gestern ihre wi ^»erholt blutig geseheitetter: Versuche, die Höhe 18 5 zurüchuerobenr Nachdem starkes Feuer auf den deutschen Stellungen südlich' von Ripvnt gelegen hatte, steigerte es sich gegen 3 Uhr zürn Trommtelfeuer: um! 4 Uhr bracher: die Franzosen gegen die ganze Front der am 15. Februar von de'n Deutschen eroberten Stellung vor, wobei es ihnen gelang, vorübergehend in einem Grabenteile am Südost- und Südwest-Dang der Höbe 185 einzudringen. Diese Grabenteile gehörten zum vierten Grabei: des seinerzeit von den Deutschen genommenen französischen Grabensystems. Durch rasche energisch geführte Gegenstöße wurden die Franzosen wieder aus diesen Grabe:cabschlitten zurückgeworfen. Nur die Champagne Ferme und ein westlich davon gelegenes Grabenstück blieben in ihrer Hand. Die beherrscheirde Höhe 185 selbst, auf die es die Franzosen naturgemäß abgesel-en hatten blieb fest in deutschem Besitz. Bei zahlreichen Erkmckmngs- Vorstößen und Batcrouil! errkämpfen erzielten die Deutschen Erfolge. So stießen deutsche Stoßtrupps gegen Abend nach ivir- krurgs vollen: Artillerie- urid Minenieuer westlich von Wytschaete bis in den dritten feindlichen Graben vor. Die Gräben lagen voll von toten Engländern, der Rest der Besatzung wurde unter heftigen Handgranatenkämpfen vertrieben. Nach Sprengung der Unterftäube lehrten die deutschen Abteilungen mrter sehr geringen Verluste:: mit den ^meldeten 27 Gefangenen, einem Maschinengewehr und einem Miuenwerfer in ihre Ausgangsstellung zrrrück. Wertere gelungene deutsche Unternehmungen erfolgten westlich der Maas sowie zwischen Maas und Mosel. Air verschieden.en Stellen drangen Sttßttnpps bis in die zlveiten französischen Linien vor und brachten Gefangene, Maschinengewehre und Schiiellade- gewehrc zurück. Dagegen wurden feindliche ErkundungsVorstöße mehrfach verlustreich Nr den ArMvifer abgewieseu, so bei Buc- auay, lvo von einer stärkeren engllichen Patrouille der Führer und sechs Mann getötet und zehn Mann gefangen wurden. Weitere Verluste erlitten die En gl ä: wer und Franzosen bei Erkundungs- Versuchen beiderseits der Ancre, südlich der Somme und au der Maas. * * * Wilson leicht erkrankt. Washington, 8. März. (WTB.) Meldung des Reu- terschenBursaus.Präsident Wilson ist leicht erkrankt. Es ist ihn: unbedingte Ruhe verordnet Worten. Er wird wahrschernlicb mehrere Tage bas Bett hüten Die Opposition im ar»erikanischerr Sevat. Berlin, 9. Mörz. (PrivcttleL.) Wie verschiedenen BLät- Lern MLs Wash ington gemeldet wird, umfaßt die O P Position gegen die von Wilson beabsichtigte Aendernng der Geschäftsordnung des Senates wider Erwarten 36 Senatoren. Washington, 8. März, (WTB.) Meldung des Ren- Lerschen Bureaus. Der Senat hat mit 76 gegen 3 Stirn- «rorr beschlossen, daß eine Zweidrittelmehrheit die Debatte schließen kann. * * • Die Abstinenz in Rußland. Petersburg, v. ^äx*. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telearaphen-Agentur. Der Sonderausschuß des Reichsrates nahm die gestern von der Reichs- dnma bereits angenommene Gesetzvorlage über die endgültige Einführung der Abstinenz in Rußland an. Gleichzeitig beschloß der Ausschuß die Ausarbei- ttrng zahlreicher dahin zielender Maßnahmen. Es wird berichtet, daß die Mehrzahl der Moholdestillerien bereits für andere Industrien, besonders zur Herstellung von Zucker, eingerichtet seien. » i " Aeußerungen Hötzendorft. Wien, 9. Marz. (WTB.) Die ,,Neue Freie Dreffe" Veröffentlicht ein Gespräch des Feldmarschalls Conrad von :oötzendorf mit dem Vertreter der „Associated Preß" Schreiner. Hotzendorf erklärte: Die Enckente machte zwei schwere Fehler; der erste Fehler war der Glaube, daß die Nationen, die die österreichisch- ungarische Monarchie bilden, sich bei Ausbruch des Krieges voneinander losreißen würden, der zweite Fehler, daß die Entente das Frr e de ns amg ebo t der .Mittelmächte nicht angenommen hat, offenbar m dem Glauben, daß sie wirtschaftlich und militärisch vor den: Zusammenbruch stehen. Ter Tauchbvotkrieg ist ein völlig recht- matzrges Mittel m dem Sflantpf um die Existenz. Der Krieg wäre schorr beend: tt, wenn der TauchÄootkrieg früher begonnen worden Ware. sstittclmächte wollten das iMttel nicht mrwenden, ohne zu ermöglichen zur Wffinnung zu kommen, ^stbsen sie geringschätzig ab; sie können niemand als,:ch selber Vorwurfe machen. . Hötzendorf besprach sodann das tadellose Zusammenwirken der österreichifch-ungorif,chen und deutschen Truppen. Die Ausnutzung der modernen Verkehrsmittel ermöglichte jederzeit eine ernvernehmliche Arbeit der Generulftähe der verbündeten Mittelmächte, roelcher ein großer Teil des Erfolges zuzuschreiben sei. Hohendorf lehnte es ab, ans militärische Erörterungen oder eine Erörterung der durch den Bruch zwischen Washington und Berlin geschaffenen Lage einzugehen. Zeekrlez. Phantasien über U-Bootverluste. Berlin, 9. März. (WTB. Nichtamtl.) Zur Beruhigung der eigenen Völker und zur Täuschung der Neutraler: wird die Entente nicht müde, wie schon früher sv besmrderS seit dem Einsetzen des ungehemmten U-Bootskrieges, überall Nachrichten über große deutsche U-Bovtverlnste zu verbreiten. Solche allgemein gelial- tenen Behauptungen ohne jegliche positive Unterlagen sind billig wie Brombeeren und lassen sich nicht sachlich widerlegen. ES wiederholt sich hier dasselbe Spiel wie bei der Berichtersiattiln, über Flugzeugverlustr im Landkriege. Bekanntlich veröffentlicht Unser Heeresbericht schon seit langer Zeit bei der periodischen Be- ra:mtgabe der Flugzeugverluste unserer Gegner nicht nur nackte f£? lcn ' ganz detaillierte Angaben über Nationalität. Ur- I p rung und Charakter der einzelnen Flugzeuge und ihre Motoren sonne über Namen und Rang der Insassen. Hierin lag die Auf- rowwrng an un,ere Gegner, das Gleiche zu tun, um die Nichtlg- kett chrer Angaben über deutsche Flug zeug Verluste zu beweisen. Bekanntlich sind unsere Feinde dieser Aussonderung nicht nachgv- kommen. Tie Gründe dafür liegen auf der Hand. Ebenso wie die berußten uwvahren Behauptungen über deutsche Flugzeuge, so sind auch düstenigen über deutsche U-BvotsVerluste lediglich auf tende nziöse Driln-mrrngSmache berech- iret. Tie meisten konkreten GinzelsäLe, wo deutsche U-Boobe dem M,ü>e zum Opfer gefallen oder schwer beschSdigt s«n soll«,, haben, abgesehen von Weddingen, Crompton wü> Dem Brral-ougstlll, cm deren Bekauntw^cden die englische Regiermra wohlweislich kein Interesse hatte, sich immer noch mit Llich bei einer technisch so empfindlichen Waf^, bei dem Wagemut irnftrer U^Bvot- leute und dem icngel-enren AbwehMPPavat, de:: der Feind in Bewegung gesetzit hat. Die Verkriw habn: sich MLch nto vor in yermgsn Grenzen geh»tten :md L4eib»n im beis«s«»M autzeD,rd«M:ch hinter der Zckhl zurück!, die m dem schlich«: ursd zrrm Teil a:uch dem nerttralen Ausland verbotet wack>, im die Wirksamkeit unseres U-BootlliegeS herabzrrsetzen.. Tie ^Körksamkeit des il-Nov<- krieges wird durch gele«mM'iche Verluste nicht im geringsten beeinträchtigt, rrmsoweniger, als der lauf«be und dauerns steigende Zuwachs an U-Booten selbst etwaige größere Berlufbe um ein vielfaches übertrifft. An diesen Tatsachen werden auch in Zukunft die vom Feinde bombastisch ange-»ii^>i^chen n«LN v.v& durchgreifenden MwM- und Ver:nA^n^rr ll^«i ösabern. Ms Dem Reiche. Aus dem hsuptsusschuß -es Reichstags. Berlin, 9. März. (WTB. Nichta:ntkich.) Der Hauptausschuß des Neichsita Aes lehnte bei der Abstimmung über den 1 des Enttmrrfs betreffend die Ettl-edtung eines Zuschlag- zur Kriegs st euer den sozialdemokratischer: Alnttag auf Erhebung! eures Zuschlages von 3sVs Prozent ab, nahm dagegen einen Zen- trumSanttag betreffend das Kinderprivileg in seiner neuen Faffung an. T-anach soll sich der Zuschlag, sofern das Gesamtvermögen Steuerpflichtiger nach dem Stande vom 31. Dezember 1916 mit Vermögenszuwachs 106 800 Mark nickt übersteigt, ermäßigen: bei Struerpflichtixen mit mehr als zwqi unter 18 Jahren auf 15 Prozent, mit mehr als drei Ki'.ck>ern u>^er 18 Jahren auf 10 Prozent,, mit mehr als vier §dmdcrn unter 18 Jahsen aus 5 Prozent; bei Steuerpflichtigen mit mehr als fünf Kindern urttcr 18 Jahren soll der Zuschlag nicht erl-oben wo*den. Angenommen wurde ferner eine konservative Entschließung, dem Reichstag möglichst bald eine Statistik iLber die verschiedenen Erwerbsgruppen und BerufSftände vorzutegen, auS der hervorgeht, in welchem Mrße nach den Erstrhrungen der preußischen Ergän- zun^Ssteuerveranlagungen das Terurö^reii der G-in-elPersonen durchs sch«ittlich innerhalb drei'Jahren gestiegen ist. Mit diesen Ergänzungen wurde der 8 1 (Lwai^igprozenriser Zuschlag zur KriegS- fteuer) angenommen. * Born HauptcruSfchuß Reichstages wurde nach § 1 des Z u s ch l a z g e s e tz e 5 in rascher Fo-lgs auch dar Tkest des Gesetzes in erster Lesung rrnsenor-tmen. Dstocki über die neuen Fleifchpreise. Berlin, 9. März. (WT-B. Ni-chtEnKich.) In der heutigen Sitzung des Ausschusses des Reichstages für Ernäh- rungSfrngen erwiderte Präsit>ent Batocki aus die Worte eines national li» tvtitez i 8irDner5, der er Karte, daß frühestens im Herbst an die H«r«ot üvrd der Man^l en Brennmaterial sei »tm Teil so groß gewesen, ^daß die Bedürfttgen vielf«^ch zur SEbschllfe geg-rifstu und die Wälder nach.Hotz «sS-e-Sündc-rt hätten. 8,4 sei 'oorgedammen, daß selbst Bäcker«ren kein Lest zu bLckeu in der Lage waren, weil sie kein Drmmmatesial er halten konnten. -Abg. Cal man (natk ) fn^t aus, daß an der Kvhlenknaptz^ 5ftt nicht die nicht hinreichende Förderung der Kohle, sondern die Transportschwierigkeiten schuld gewesen seieru Abg. Gißnert ffs,.) wendet sich gegen \mk Behauptung des Vorredners. D«S KWenkvntor hebe mit Absicht und aus Gründen der Bverstreiberei die Koblenfördenmg ein geschränkt, eS seien auch vielfach die früher zur Verfügung gestellten Kriegs gefangenen wieder «bberufen worden. Abg. R e h (frs. Vpt.) wendet sich dagegen, daß von der Forstverwaltung die Einbrfiiiwevstcuergreirxe fLr den Holzbe^ug willkürlich auf 1500 Mk. festzzesetzt wEex sei. Ter N«h wird darnach «.s-ensmmeU und das Kapüel :m üwagen fonmülgt. Einband»mäuen, Emvahme 212 955 Mark, Ausgabe 213 0c>4 Mark, tvvg genehmig. 5?tzp. 4 und o fallsu aus. Kap 6 Kapntalzmsen und Sonstiges, Kap. 7 Kame«Ä- und Fvfttdomm:en. Emnayme 436 430 Marl, Ausgabe 191 643 Mark und Kap 7a Braunkohlttckergwerk imb Kraftwerk SudwigShOffmmg werden ge- nehmrgt. * Bei Söst). 8, Salzwerf. Badeanstalt und Tiefbauamt Naul-eim und Badeanstalt Salzhausen, Einrmhmc und Ausgabe 1314 500 Mark, bemerkt Abg. Dr. Osann (natl.), die von der Regierung M:geforderte Summe für den Leiter der bäderkund-- lichen Abteilung sei vom Finanzausschuß besonders im Hinblick auf die für d:esen Posten in Aussick>t genommene sachlundigq Person bewilligt rrwrde::. Das Kapitel wird dar:rach genehmigt, ebenso Kap. 9, Samenklengonstolt zu Gammelöach Bei Kap. 10, Eisenbahnen. Einnahme 18 643 000 Mk., Ausgabe 273 000 Mk., spricht Abg. Calman (natl.) der Eisens bahuvenvaltung und ihren Beamten und Angestellten, besonders auch den in: Bahndienst tätigen Frauen für ihre Loistturgen wnrnre Anerkennung inib Tank aus. Abg. Tr. Osann (natl.) bÄauert, daß die Eiseribahnverwal- tung einzelrre Stationen, wie Wirhousen und auch mehrere Odon- n?aldflationen aufheben werde. Mit Rücksicht aus die arbeitende Bevölkerung sollte doch von solchen Maßnahmen Abstand ge- iiontmcit werde::. Abg. Hartmann (soz.) stimmt diesen Ausführungen des Bvrreduers zu u:ch bellagt besonders die Schließung von Linden- Zell-Kirchbrombach und Minnling-Cruinbach Abg. Kredel lnatl.) werckret sich gegen die Schließung von Kallbach und Zell i. O. ^ Flucmzmmister Dr. Becker richtet auch diesmal wieder das Er,uchen an die Abgeordneten, derartige Einzelwünsche und Eise;:- bghnsckMerzen doch schrrftlich eiiczureichsn. Auf eine Anfrage des Abg. Calman kö:me er mitteilen, daß die Regierung im öial Die im preußischen Eisenbahnetat enthaltenen Zahlen eingesetzt Nur die wirklichen Eingcmge aus den Vergütungen der Dcllitärverwaltuug würben in den Voranschlag eingesetzt, nickst etwa iwch uuverrechiutte Forderungen. Dem Dank an die Eijenbahn- venvaltung bis zum letzter: Beamten schließe sich auch die Ne- grerung gerne an. Tie großartigen Leistungen der Eisenbahnen könne man nur^ bewurü-er::. Bezüglich dcS Schtießens einzelmue Stationen oder Strecker: dürfe man das Vertrauen zur Eiserckxrha- venvaltung und zur Großherzoglichen Regierung haben, daß sie nur im äußersten Falle erfolge. Die Regierung habe sich auch sofort ag me Fassung der Formulare etwas unklar sei. auch er habe :m Gegensatz zum Abg. Wolf die Bestimmungen nicht voll erkannt. Das Kapitel wird daraus genehurigt. , . . Bei Kap. 15, Auswärtige Angelegenheiten, ü^i sprrcht Abg. Reh (fortschr. Vp.) noch einmal bie schm früher erörterte Angelegenheit der Abdeckung des Küpferdo-chs d.-r ruffi- schen Kapelle in Tarnrstadt. UnbegroiflicherNVise sei sein diesbe. üblicher Antrag von der Ersten Kammer abgel zlynt word in loyaler Weise in das Unvermeidliche gefügt habe und erwähnt die jüngste Rede des Staatssekretärs Helfferich y-om Durchhalten urck> Siegen. Ein Vwduktion könne nur insofern in Betracht k-nmnLn, als jedes brach liegende Land zarr Be,tellnng herangezogen tverde. Um die Produktion vcm Oelfrüchten ertergisch zu fördern, würden Prämien von 150 Mark für den Hektar bewUligt werden. Durch eine NQwrdnrmg der Preise werde das Brot nicht verteuert werden. Besondere Anfurerk- fanräeit widme bie Regierung der Beschaffung von Saatkvrtofittn; es Komme ein Bedarf von etwa 170 000 Zeutnern in Fragr, wovon bisher 65 000 Zentner vorhanden seien. Man müsse im Noichrll die Speisek-artoffeln mit M Hilfe -nehmen. Eine Bereinbarmrg mit andere:: Bwchesstaaten wegen der Abgabe von Speck, besonders mit Preuße::, fei nx*aeu der Kürre der Zeit nicht mehr möglich gttoefen ; der in Msfeld abycgeberre Speck dürfe mit höchstens 3 Mk bezahlt werden. Der Doclchlag, die Hausfck^lacchtung«: ge-rer: die Deipft:ckstung zur Mästung eiue$ «weiten Schweines zu Matten, Ui bei dem jetzigen ^Futtennangel nicht durchfülsirbar. Zw Be- Ultigung der ftolrteimot sei«: die Gemeinden angerviesen worden, Holz aus den Gemeinden in lihnlicher Werfe alrzugebkm, mir die S'«atssvrstperwaltuns. Die Brsunfohlenwerke würden M möglich ergiebiger Förderung von Kohle mrgckhaltsn. Adg. Leun (Bbd.) spricht senre Aenvunderung dar:1ber aus, daß mcm auch de:: euerarbvtten:. die Hausschlachtimgen machten, den Pflichtteil an Fett abfordere. Die Abgabe von Speck müßte sich nach der Schivere der Schweine richten. Die Debatte wird darauf um 1 Uhr abgebrochen- Nächste Sitz?m:g: Dienstag Bormittag 10 Uhr» A«s um Cant« Gießen. 10. März 1917. ** Fettausg ave. Bon Montag, den 12. d. Mts. ab gelangt in den Verkaufsstellen der Firma Grieb gleichzeitig mit der Butter Margarine gegen Ablieferung des Be- zugsabschnittes Nr. 1 der Lebensmittelkarte zur Ausgabe. ** O b e r h e s s i s ch e r K u n st v e r e i n. Die gegenwärtige Ausstellung verbleibt nur noch 4 Tage bis einschließ--. iich Mittwoch. Somit ist den Wünschen einiger Kunstfreunde Rechnung getragen, die jetzige Ausstellung etwas länger wie vorgesehen, zu belassen. Geöffnet ist sie morgen Sonntag von 11 bis 3 mü) an Werktagen von 11 bis 1 Uhr. ** Jungwehr: Samstag, 10. März. Antreten: 8'/ 4 Uhr. Unterricht in der Turnhalle der Oberrealschule. ** Vorzüge am Sonntag. Morgen werden, wie uns die Eisenbahndirettton mitteilt, folgende Vorzüge gefahren: Vorzug 173: Gießen ab 11" mittags bis Marburg. — Vorzug 794: Gießen ab 4" nachm, bis Frankfurt. — Vorzug 778: Gießen ab abends 8" bis Frankfurt 10". — Vorzug D 76: Von Frankfurt 8" abends ab, in G i e ß e n an 10°*. — Ver- sonenzug 792 : Gießen ab 6" bis Frankfurt, sonst bis Friedberg, Frankfurt an 9°‘. ** Gießener Hausfrauen-Vereiu. Die Lebrkurse für Selbstanfertigung von Schuhwerk und die jeden Mittwoch geöffnete Schuhflicklehr st ube erfreuen sich dauernd einer sehr starken Jnanspruchlnahu«. Ter Verein hat aus eigenen Mitteln reichliche Vorräte, viel Werkzeug und eine neue Schuster- lühinaschine angesäiasft. Immerhin mag, wer einen eisernen Dreifuß und Zdammer besitzt, beides mitbringen, um unnötiges Watten zu vermeit>en. An dem laufenden Kursus für Anfertigung von Schuhrnerk nehmen Marburger Damen im Aufträge des Marburger Nlttioualen JrauLndienstcs teil. In Marburg soll ein gleiches Unternehmen, wie das vom Gießener Hausfrauen verein ins Lebe n gerufene, eingerichtet werden. Der dortige Magistrat beschafft Schusternckhmaschine, Material und Werkzeug, und der Nationale Fr,rurndienst wird das Undernehmen leiten. In Wetzlar wurden mttcr Anleitung und nach dem Muster des Gießener Hausfrauen- Vereins gleichfalls Lehrkurse eingerichtet. Ebenso in Erserfeld a. d. Sieg. Auch haben Frauen aus der näheren und weiteren Umgebung Gießens die Kurse des Gießener Hmisfrauenverein-Vererns besucht, um das Erlernte in ihren Heirnatsotten weiter zu verwerten. In den seit Mvnal-m andauernden Kursen wird der Unterricht aussclcheßlich von Mitgliedern des Vereins ehrenamtlich erteilt. Um Jrrrümer zu v. rmeiden, mag 'hervorgehoben sein, daß die Lehrkurse und die Sck: ihflicklehrstube wie bisher fortgesetzt werden, wenn auch die Oberrealschule geschlossen ist. Während dieser Zeit ist dar Eingang von der Stepl-anstraße aus geöffnet. •• Der 1. Kaufmännische Buchs ührnngsturs für Frauen und Töchter aller Stände, eingerichtet vom Allg. deutschen Frauenverein (Ortsgruppe Gießen) geht fernem Ende zu. Zahlreiche Anmeldungen für einen neuen Kursus sind bereits ein- gegangen und der Verein wird einen zweiten Kursus folgen lassen. Wir verweisen auf die Anzeige im heutigen Blatt. •* Bedarf an «enz«! «t non twn wn&mt utnwwrs- schafklicher Maschinen (Dreschmaschinen, Pflüge) sowie Inhabern von Reparaturwerkstätten von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten bis spätestOis 12. März 1917 «vrzumeldem. Näheres siehe Bekanntmachuug. ** Schmiede-Zwangsinnung. Diejenigen Schmiedemeister der Innung, welche keine Kohlen haben, müssen sich bei ihrer Bür^erirceisterei unter Angabe des nöttgeu Quantums Kohlen melden. Siehe Anzeige. ** Steinkohlen-Bezugs-Gesellschaft Gießen. Eiformbriketts-Abgabe findet Montag, den 12. März, von 8—12 und von 2—6 Uhr statt. Nummerkattcn 101—200 sind gültig. Siehe Anzeige. ** Stalldung für Gemüsegärtnereien. Auf Anordnung des stellv. Generalkommandos des 18. Armeekorps wird der Dünger von Militärpferden berittener Truppenteile an Gemüsezüchter, Handels gärtmereibetriebe. die sich zur Anzucht von Frühgemüse verpflichtet haben, sowie an Landwirte, die feldmäßigen Gemüsebau ttril^n, abgegeben. Näheres siehe Bekanntmachung. Landkreis Gießen. *• Annerod, 10. März. Wilhelm Schäfer, Sohn von Karl Schäler, der seit Beginn des Krieges im Felde steht und vor einiger Zeit zum Gefreiten befördert und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde, ist zum llnterokftzier befördert worden. ** Oppenrod, 9. März. Kraft'ahrer Heinrich B a 11 c t von hier, zurzeit in der Türkei, wurde mit dem Eisernen Halbmond und der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. *• RüddingShausen, 9. Mär;. Der Kriegsfreiwillige Jakob Nikolai, zurzeit beim Jnf.-Rgt. Nr. 390, welcher sich in, September 1916 das Eiserne Kreuz 2. Klaffe erworben hatte, wurde vor kurzem mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Kreis Büdingen. ^.Bleich^nbach, 10. März. ,DaS deutsche Heimatheer und seine Waffen" ist das Thema eines Vortrages, der von Pfarrer Lic. Hervel- Lißberg an, Montag abend um '/,8 Uhr in unserer ^Gemeinde bet einer vaterländischen Veranstaltung gehalten wird. Der Eintritt ist frei. \ )( Gelnhaar, S. Marz. Durch einen unglücklichen Zufall b'tim Auftauen der eingefrorenen Iauchepumpe geriet gestern vormittag die Scheune des Landwitts Diebener in Flammen und bin nte innerhalb kurzer Zeit mit allen darin besindlichen Fruchtvorräten nieder. Der Schaden ist dadurch besonders groß und nur teilweise durch Versicherung gedeckt. __ Letzte Hndtricfetm. England und Graf Zeppelin. Aus dem Haag, 9. März. (L.-A.) Me englischem Blätter besprechen den 'Tod des Grafen Zeppelin und feiern die außerordentlichen wissenschaftlich-en Verdienste des Grafen. Meist wird bedauernd hinzugefügt, daß so viele geniale Erfindungen durch die unglückseligen Weltereignisse vielmehr der Vernichtung von Menschenleben als der Frre- densarbeit gewidmet waren. Benzol ist den Besitzern lmrdwiLtz« Für Verdienste um das ltnterstevoot. Berlin, 9. März. Senat und Rektor der Technische« Hochschule in Danzig haben einsttmmig einen Antrag der Abteilung für Schiffs- und Schisfsmaschinenbau aut- geheißen, dem Marinebaurat für den Schiffsbau in Del, Franz Werner, die Würde des Dr. ing. zu verleihen. Die Ernennung erfolgt in Anbetracht der hervorragenden Dev- drenstc des Genannten um die schiffbauliche Entwicklung de§ Unterseebootes. Ein russisches N-Boot gesunken. Berlin, 10. März. Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus Stockholm: Nach vollkommen zuverlässigen Nachrichten ist Ende Februar ein unter russischem Kommando stehendes U-Boot gesunken. Die Gründe seines Unterganges sind in Rußland selbst unbekannt. Das U-Boot war von dem Kapitänleutnant Krschtschanowskow kommandiert. Bryan gegen Wilson. And dem Haag, 9. März. (Berliner Tageblatt.) MlsonS Erkrankung, durch die er mehrere Tage sich den Staatsseschäsle^ nicht widmen kann, wird einen Aufschub der vorgenommenen Bewaffnung der Handelsschiffe mit sich bringen Da die Meinungen über die Gesetzmäßigkeit dieser Bewaffnung noch immer weit an-- einandergeheu, während der Attorney General die HechtsgÄttig^Ä befürwortet, hat Bryan eine geharnischte Opposition gegen die Bewaffnung angefangen und öffenttich aus die Gefahr hingewiesen, daß, falls die Schiffe einmal bewaffnet fiitb, die Entscheidung über Krieg und Frieden nicht mehr in den wänden der Regierung liege, sondern in denen des erstbesten Kaiwniers, der, ohne die folgen; seiner Tat zu erwägen, losseuett und damit den Casus belli schaHA Dir Bewaffnung der Handelsschiffe. Berlin, 10. März. Laut verschiedenen Morgenblöttern soll ,Wilson nach einer Konferenz mit Lausing die Beroaffnung der L>andelsschiffe ohne Befragen des Kongresses besohle,: haben. Ten Schiffswerften sei vom Mtrrimmrinisterrum staatliche Beschlagnahme angetwoht worden, falls sie den Bau der von der Regierung, bestellten Schiffe nicht beschleunigten. Basel, 10. März. Die Baseler Nachrichten" melden cuS Paris, daß über Wilsons Beschluß, die Handelsschiffe zu bewaffnen, mxf) keine amÄiche Bestätigung vor! rege. Es wäre wenig wahr-i scheinlich, daß Wilson ohne einen Parlamentsbeschluß handeln werde. Villa in Japan? Köln, 9. Mär^. Die „Kölnffche Zeitung" meldet aus Genf: Me der Gaulois wissen will, ist nackx einer Mitteilung aus den Vereinigten Staaten der mexikanische General Billa verschwunden. Es lieißt, er sei nach Japan abgereist. Ter New Port Herald be- zv^eifelt diese Amml/me. Die Beteittgu'ng Äayerns an Heeresliefcrungen. Müncben, 10. März. (B. T.)-Jm bay-erischeu Landtage teilte oer Kriegsminister mit, daß der Prozentsatz der Beteiligung Bayerns crn den HeereSlieferringen des Reiche- 10,6 betrage. Nach Ansicht des KriegSininisters sei Bayern damit entsprechend bedacht worden. * mmmm- Todes-Anzei^e. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass mein lieber einziger, hoffnungsvoller Sohn Ludwig Jung ganz plötzlich und unerwartet im Alter von 29 Jahren heute morgen 9 Uhr an einem Schlaganfall verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Kar! Jung i. Wieseck, den 9. März 1917. Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. März, nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause Giessener Strasse 100 aus statt. ' 1974 mm Freunden, Bekannten und Verwandten hierdurch die traurige Mitteilung, dass meine innigstgeliebte Gattin, unsere unvergessliche Sehwester, Schwägerin, Tante und Nichte 11 heute morgen 6 Uhr nach langem schweren Leiden im 41. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hermann Dieül, Metzgermeister. 1 * 4 « Reißkirchen, den 9. Marz 1917. Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. März, nachmittags 3 Uhr, statt. md Sanatorium Undenfels i. Öd. zw. !9ar9L3ta4t-Hridcn»ers 459m.'a. in Ideal. Waldg.geL Isr Serös, ckns. ln± V, ftß. Preise — Prospekt kostenlos. S. L. Kr. Sekmltt. W fleferf te jener ö»wön%oftt«n Ays^sttang »tHreinu.prelsweii 4bt fttftredM IWv.-OrMäar«l a bgepasst und am Stück in allen Breiten a. Lager zu massigen Preisen empfiehlt U56 a ^JJ TbdebausQalomor^ Qr S 6/“ ötcsscn m Tieferschütternd ganz unerwartet erhielten wir am 25. Februar durch ein Telegramm vom Chefarzt die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner zwei Kinder, unser treuer Bruder, Schwager, Onkel und Pate Wilhelm Stein Landsturmmann im Garde-Inf.-Rcgt. Nr. 6 nach 28monatiger treuer Pflichterfüllung im 42. Lebensjahre durch einen schweren Kopfschuß den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist In tiefer Trauer: Frau Katharine Stein und Kinder nebst allen Angehörigen. Trohe, den 10. Marz 1917. 01429 ML Unser lieber Vater Professor ßr. Ernst Wilhelm Benecke in Strassbarg i. E. ist am Abend des 6. März im fast vollendeten 79. Lebensjahre sanft verschieden. Marie Schmidt ged. Benecke Professor Dr. Arthur B. Schmidt Tübingen, den 7. März 1917. 1947 D Wir bitten von Beileidsbezeugungen absehen zu wollen. ü r* , ' - • •••. - - -» Li' Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meiner lieben Mutter sage ich zugleich im Namen der Familie besten Dank. Max Lüttringhaus .Apotheker. Giessen, den 8. März 1917. mmi i Allen Verwandten und Bekannten die tieftraurige Nachricht, daß in der Nacht vom 7. zum 8. März während seines Dienstes plötzlich und unerwartet mein herzensguter, lieber, unvergeßlicher Mann, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, der Kgl. Zugführer Peter Hönscheid im Alter von 58 Jahren verschieden ist Gießen (Eichweg 7), den 9. März 1917. Im tiefsten Schmerz: Frau Elise Hönscheid geh. Günther nebst Angehörigen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. März, nachmittags 7 2 4 Uhr vom Neuen Friedhof aus statt 1955D V T,-.K,:;,. ' :.,ä -M Statt jeder besonderen Anzeige. Heute nacht entschlief sanft, im Alter von 63 Jahren, mein geliebter Mann, mein treuer Vater Otto Weber Direktor der Buderng’scheii Bisenwerke in Lollar Lollar, den 8. März 1917. In tiefer Trauer: Alexandra Weber, geb. Otto Otto Weber, Oberleutnant der Res. und Kompagnieführer im ,,Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1“, z. Zt. Res.-Lazarett Göttingen. Die Trauerfeier findet Sonntag, den 11. März, nachmittags 1 Uhr im Hause vor der Ueberführung zur Einäscherung statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. 1951D Nachruf! Heute nacht verstarb plötzlich Herr Betriebsdirektor Otto Weber langjähriger Leiter unserer Main-Weser Miutte in Lollar und stellvertretendes Vorstandsmitglied unserer Gesellschaft. Schmerzlich bewegt stehen wir an der Bahre des so unerwartet Dahingeschiedenen, der seine Arbeitskraft und seine reichen Erfahrungen stets mit voller Hingabe in den Dienst unseres Unternehmens gestellt hat und uns allzeit ein treuer Mitarbeiter war. Die Vornehmheit seiner Gesinnung und die Lauterkeit seines Charakters sichern ihm für immer bei uns ein treues, ehrenvolles Gedenken. Der Aufsichtsrat und Vorstand der Buderus’schen Eisenwerke, Wetzlar. Wetzlar, den 8. März 1917. 1962V Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden nnd Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass mein lieber, fleissiger, hoffnungsvoller Sohn, unser herzensguter, teurer Bruder, Schwager, Enkel, Onkel nnd Neffe August Freitag im nahe vollendeten 20. Lebensjahre infolge eines schweren Eisenbahnunglücks als Hilfsheizer sein junges Leben einbüssen musste. Heuchelheim, den 10. März 1917. In tiefster Trauer: Jakob Freitag, Schaffner Familie Wilhelm Zimmer, Hilfsohaffner llelene Freitag Albert Freitag z. Zt. im Felde Harle Freitag Heinrich Jung z. Zt. im Felde. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittag um 2 Uhr, vom Trauerhause. Baohstr. 18, aus statt. 1978 Nachruf. Am 8. d. Mts. verschied unerwartet unser Werkleiter Herr Direktor Otto Weber Wir verlieren in demselben einen gerechten, von uns allen sehr geschätzten Vorgesetzten, der stets für das Wohl seiner Angestellten sorgte, und wir werden ihm dauernd ein gutes Andenken bewahren. Die Beamten der Buderus’schen Eisenwerke Werk Lollar. Lollar, den 8. März 1917. 1953D Nachruf. Unerwartet starb am 8. d. M. unser hochgeehrter Direktor Herr Otto Weber Der Verstorbene war uns ein wohlwollender Vorgesetzter und Berater und wir werden seiner stets in großer Wertschätzung gedenken. Die Meister und Arbeiter der Buderus’schen Eisenwerke. Werk Lollar. «ollar, den 8. März 1917. 1954 D Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die schmerzliche*Mitteilung, daß unser lieber Vater, Bruder, Schwiegervater und Großvater |S -, • y » . ' .• » * p* ' “v • VA ‘ V "*V\ dv V ‘"N Friedrich Becker im 71 Lebensjahr heute morgen nach längerem Leiden, sanft entschlafen ist Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Alten-Buseck, den 9. März 1917. Ludwig Becker I. 1968 Die Beerdigung findet statt am 12. März, nachmittags 2 Uhr, in Alten Buseck. Danksagung Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Tode unserer lieben Lina Ulli sagen wir allen für die zahlreichen Kranz- und Blume»,soenden unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: I. d. N.: Therese Korndörfer. Giehen, den 9. März 1917. 01369 ist wieder in allen Breiten u. Preislagen am Lager moa