Kr. 56 Der Gketzearr erscheint täglich, außer Sonntag. - Betragen: ffc&mt .§«NilünblMer; KfeisMaU ftr len Kreis Sietzen. vezuzspreis: mrmatl. W Bi., viertel- jährl. Mk. 2.85; durch Abhole- u. Zweigstellen rnonall. 80 Pf.: durch diePost Mk. 2.45 viert el- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: inr die Schristleitung113 Berlag,GeschästsstsUe51 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Giehen. Erstes Blatt \bl. Jahrgang p-stscheckkants: Frankfurt a.N. H686 al-Anzeiger für 3 willingrrun-»rllck u. vrrlag: vrühl'sche Univ.-Vsch- u. SteindruSerei R. Lange. SchrWettiing, GeschSstrstelir n. Druckerei: Sckulftr. 1 . Müwoch, 7. Mrz \W Anua-Me von Anzeigen i. die Lages Nummer bi^ zum Nachmittag vorher seilenvreis, i. Anzeigen: örtlich 20 Pf., Der- »nietungen u. Stellenge-- sucbeldPf., auswärts 25 Pf., b. Ptahvorschrift 30 Pi., Reklamen 75 Pi^. bei Platzvovschrift 98 Pf. Hauptschristleiter: Mz-., Goetz. Berantworttich für Politik «.Feuilleton: Aug. Goetz, Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Ir. R. Zen^ Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in. Gießen. vantVerkrhr: SewerbebenkGietzen MDV.) Großes Hauptauartier. 6. März. (ÄmNich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Mrs wchteu Somme-Ufer uahnr gegen Mend der BELerrrkampf große Heftigkeit an. Nach Trommelfeuer griff der Gr^läuder östlich von Bouchavesnes erneut an. Sein Angriff wurde abarrmefen, ein weiterer durch unser Vernich- iuuHsfemr vereitelt. In den Griten Abschnitten herrschte bei Schneegestölrer uretst Heringe Meuertätiakeit. Erkunder, die den Verlauf der fnmKsifthm Stellung im Caurierrs-Walde gegenüber den twt uns dort gewonnenen Linien feststellten, brachten noch fünfzehn Gefangene ein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Mn Nachtangriff der Nüssen gegen unsere Stellung südlich rwn Brzezmry scheiterte. Front des Generalobersten Erzherzog Josef An den Ostabhängen des Kelenen-Gebirges, im Südteil der Waldkarpathen. wurden mehrere russische Kompagnien, dir nach lebhaftem Feuer rmsere Stellungen angriffen, zunick- germestn. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen Die Lage ist unverändert. Mazedonische Front. Zwischen Ochrtda- und Prespa-See wurde eine französische Felwvache überrumpelt und gefangen. Der Erste Generalemartiermeister Ludendorff. Der Abendbericht. Berlin, 6. März, abends. (WM. Amtlich.) Anher Vorfeldgefechten im A n c r e - Gebiet keine beson- deven Ereignisse. * « 1 Me treue Antrittsrede des Pväsidenten Wilson, die wir nachstehend tviedergeben, unterscheidet sich kaum von seinen -früheren Kundgebungen. Es ist nur merkwürdig, daß er auch in einem Augenblick der Entscheidung vor dem Parlament das Phrasenhafte seiner Rhetorik nicht zurückgestellt hat. Me ist eine kriegerische Tat mit einem solcher Aufwand allgemeiner, aber nicht etwa wissenschaftlicher Redensarten gefordert worden. Sein Ton klingt nach Eigensinn und mattherziger Entschuldigung zugleich. Seinem schwammigen Wellbürgerideal fehlt jedes Knochengerüste. Vorne liegen die praktischen Forderungen des Tages, die wahrlich genügen, die amerikanischen Wpfe zu beschäftigen und ausKufüllen; aber Herr Wilson blickt darüber hinaus in unerreichbare und nicht einmal verlockende Fernere. Während er von seiner! Landsleuten sagt, daß sie Weltbürger seien und nicht länger Provinzler sein dürften, fühlt er sich selbst schon als eirr politischer Messias. Aber wie fehlen ihm die realen Grundlagen, im der Theorie sowohl wie in der Praxis! Seine Weltkonferenzpläne sind ja gescheitert; er wollte die Neutraler! im friedlichen Gänsemarsch seinen Zielen zuführen, aber schon nach dem ersten Schritte sind sie abgeschwenkt. Wenn Wilson nun durch Kampf, durch Gewalt, seine Pläne durchsetzen will, wie kann er da davon träumen, die Staatsverfassungen der Kulturvoller nach seiner eigenen Schablone um ge stalten M können? Seine (Gedanken rennen in lauter Sackgassen. Er will nationale Rechte „verteidigen", so'spricht er milde, fügt dann aber rnit stockender Stimme hinzu, daß daraus doch viel- ^cht eine mehr unmittelbare Teilnahme am Kriege werden wanre. „Mer nichts wird unsere Ideen und unseren Zweck andern." Der Unbelehrbare erhofft von der Gewalt seiner ^danken noch mehr als von den Ereignissen selbst. Die Menschheit, auch seine Freunde in England und Frankreich, w«Deu von den polittschen BekehcungsversuüM! nicht viel halten, und tmr Deutsche siird viel zu sehr mtt den Anf- gar^n der Gegenwart beschäftigt, als daß die Stemrgnckerei m Amerika uns ein besonderes Interesse ab nötigen könnte. Wrr glauben an teure Wunderwell und Weisheit im Erdeu- ^ben, aber lorr vertraue!r auf die sichtbaren Kräfte, die anr Wcwke smd. Über alle Schwierigkeiten, auch diejenigen, die uns Herr Wilson bereit legen lvill, uns hinansUrhelfen., Ern ausgezeichnetes Pendant zu dem amerikanischen Kongreßbild liefern die neuesten Besprechungen im englischen Unterhaus. Dort sitzt einer, der früher auch einmal den Mund sehr voll genommen hat und heute doch als ein eitttäuscksier Prophet anftritt! Churchill, der ehedem einen unverwüstlichen Optimismus gezeigt und immer den nahen Erfolg englischer Großtaten angekündigt hat, ist bescheidener geworden. Voll Pessiurismus erklärte er, daß er nicht an einen Sieg in diesem! Fahre glaube.. Dieser Ausspruch geht gegen das ganze Programm der Entente. Denn inan hat es ja tausendfältig angekündigt, daß in diesem Jahre der Gegner niedergeschmettert werde, daß alles mobil gemacht sei, um der Lage die entscheidende Wendung zu geben. Enttäuschung über Enttäuschung. Auch, andere Redner im englischen Unterhaus sehen düster in die Zukunft. Besonders das in der Luft hängende, vom U-Bootkrieg stark gefährdete Unternehmen in Saloniki macht ihnen Sorge. Bonar Law selbst scheint diese Bedenken zu teilen, denn er erklärte, nichts dazu sagen zu dürfet!, weil Ernfland Rücksicht auf die mitbeteiligten Mächte nehmen müsse. -Das ist in seiner Art auch eirr Lob der gemeinschaftlichen Politik, der einheitlichen Taktik! Wir werden in der nächsten Zeit vielleicht noch interessantere Dinge ans England zu hören bekommen! • * * Der Sfterreichifch.ungarischen Tagesbericht. Wien, 6. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird oerlanttmrt: 6. März 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Zn der B u k o w i n a schejtrrttn russische Vorstöße. Südlich von Brzeczany wurde ein nächtlicher Uedcrfall der Russen abgeschlagen. Italienischer Kriegsschauplatz. Starke Niederschläge behinderten im allgemeinen die Ge- fechtStatigkeit und rmterbrachen auch den Kampf nördlich des San Pelegrino-Tales. Nachts fetzte wieder Minenseuer gegen unsere Coftabella-Stellmig ein. Angriffsversuche der Italiener kamen in unserem Sperrfeuer zum Stehen. Ein feindlicher Ueverfall auf den Col Bricrm rmrrde mit Handgranaten abgewiesen. Heute früh führte der Gegner vor dem Monte Sief eine größere Sprengung durch, unsere Stellungen blieben jedoch unversehrt. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts zu melden. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Der türkische Bericht . Konftanktnopel, 5. März. (WTB.) Amtlicher Heeres- beruht ^Persische Front: Oestlich von Ha maban versuchten zwei femdliche Kavallerie --Re gi menter nacheinarcher unsere Stellung anzn greifen, mixtom aber durch Attilleriefeuer zurückgcworfeir. An den übrigen Fwttten ist die Lage unverändert. Wilson über seine politif. Washington. 5. März. (WTB.) Meldung de- Reuter- schen Bi.kre.auS: In der Jnangural-Adresse sagte Wilson: Bot! Anfang an drückte der Krieg unvermeidlicherweise unserem Geiste, unserer Jndnsirie, unserem Handel imö unserer Po- ütu fernen Stempel auf. Es ivar unmöglich, ihm gleichgültig oder unabhängig gegenüberzustehen. Trotz vieler Meinungsverschiedenheiten wurden wir einander näher gebracht. Man fügte uns zur See großes Unrecht zu. Wir hatten al>er nicht den Wunsch, mrt Unrecht und Beleidigungen zu antwotten. Obwohl einige uns zugefügte Taten trnerttäglich waren, lvaren wir uns stets belvußt, d^N wir nichts für uns selbst wünschen, was !oir nicht für die ganze Menschheit zu fordern bereit lvaren, nämlich ein rechtschaffenes Handeln (kau d66lmg), Gerechtigkeit und Freiheit zu leben und den Schutz vor dem organisierten Unrecht. In diesem Geiste und mit diesem Gedanken gelangten wir mehr und mehr zu der Ueber- zeugnng, daß es unsere Aufgabe sein muß, für die Erhaltung und Stärkung des Friedens zu arbeiten. Wir mußten uns be- waffneu, um unseren Anspruch ans ein gewisses Mindestmaß von Recht und Freiheit des Handeln' durchzusetzen. Wir stelwn fest in bewaffneter Neutralität, weil es scheint, daß nur auf kerne mrdere Werse ansdrücken können, woraus wir bestehen und !vaS lvir nicht missen können. ES kann sogar sein, daß mir durch Umstände zu eitler aktiven Berteidiguug unserer Rechte nrrd zu einer mehr unmittelbare n Teilnahme an dem großen jbanrpfe veranlaßt Iwrbeu. Llber nichts wird unsere Ideen rmd unseren Zweck ändern. Wir wünschen weder zu erobern noch Vorteile zu erringen. Wir wünschen nichts, was nur mis Kosten «nes anderen Volkes erreicht toerdeit kann. Wir sind nicht länger Provinzler. Die tragischen Ereignisse dieser Monate des Kampfes auf Leben 'und Tod inachtetr und haben uns zn Weltbürger u gemacht. Wir können nicht zurück. Unser eigenes Geschick als Natwn steht auf dem Spiel. Das Folgende ist es, für das wir emstchen werden: Daß alle Nationen glevb viel Jntevsie am Weltftieden und au der politischen Stabilität brr freien Vkller haben und dafür in gleichem Maße verantwottlich sind, daß das wichitgste Prinzip des Friedens die vnrkliche Gleichheit der Völker in allen Rechtsfragen m. daß der Friede sich nicht sicher und §e- rechterweise ans ein ich. 'bares Rechtsgleichgewicht stützen kann, daß die Regierung alle § Zechte Macht (wöttlich: just powe*r) von der Zustimmung Der Regierung ableitLN, daß die Meere gleich frei und sicher für alle Völker sein sollten, nach Gesetzen, die durch ein gemeinsames Abkominsn festgesetzt werden, daß die Rüstungen der Völker auf die innere Ordnung eines Volkes und auf seine häusliche Sicherheit besckiränkt werden sollten, und daß es Pflicht eines jeden Volkes ist, darauf zu achten, daß jeder Ver- luch, in anderen Lätrdern einer Revolution beiznstehen, sttenge rmd wirksam unterdrückt und verhindert werde. Zn diesen Grundsätzen sollten wir uns einttächtlich bekennen. Zu dieser neuen Einigkeit werden wir in Flammen znsammew geschmiedet, durch deren Glut wir von Parteiungen und Uneinigkeit befreit sind, sowohl in der Erfassung unserer Pflicht als in dem erhabenen Entschluß, sie zu erfüllen, vereinigt werden. Wir wollen uns im Angesicht aller Menschen der großen Äliusgabe, welche wir jetzt zur Hand nehmen müssen, weihen. Wa sh in g ton, 5. März. (WTB.) Meldung des Renterschen Bureaus. In der bereits kurz veröffentlichten Botschaft des Prä side n t ein Wilson an das Land heißt es: ^ _ Die letzte, 64., SAsion des Kongresses zeigt bei ihrer verfassungsmäßigen Schließung eine Lage, die wohl ohnegleichen in der Geschichte unseres Landes dafteht, ja wohl ohnegleichen rn der Geschichte irgendeiner modernen Regierung. Die Lage zeigt sich uns u n m i t t e l b ar vor einer Krisis, die mehr tÄgerische und weitteichende Möglichkeiten einer nationalen Gefahr in sich trägt, als irgendeine andere Regierung in der ganzen Geschichte der internationalen Beziehungen sich gegenübersah. Der Kongreß tuar nicht in der Lage das Land zu schützen oder die grundlegendsten Reihte seiner Bürger zu wahren. Mehr r ls 500 von den 531 Mb- rliebem der beiden Häuser sind bereit/rpnlög zu handeln. uVJ Repttisentunrenhans handelte mix einer üb^rwälrigenoen Mehrheit aber der Senat war dazu nicht in der Lage, weil eine kl eine Gruppe von elf Senatoren beschlossen hatte, daß er rächt handeln- solle. Der Senat hat keine Regeln, durch die die Debatte beschrankt oder beendet werden kann oder wodurch irgendwelche verschleppenden Manöver verhindert werdet! können. Ein einzelnes Mitglied kann sich jeder Handlung in den Wieg stellen, wenn es nur körperlich die Ausdauer besitzt. Im jetzigen Falle ist das Ergebnis die völlige Lähmung sowohl des gesetzgebenden wie des ausführenden: Ztveiges der Regierung. Die Unfähigkeit deS Senats zn handeln, rnachte einen der notwendigsten gesetzgeberischen Me ver Session zn einer Zeit unmöglich, da seine Nvttvendigkeit am allerdringetü»- sten war. Nachdem der Präsident die Maßregeln beschrieben Iktf, Sie nicht erledigt werden konnten, fährt er^fort: Ich würde die SchnLerigkeit nicht beseitigen, wenn ich den 65. Kongreß zu einer außerordentlichen Tagung einberufen würde. Die Zähmung des Senats wurde weiter bestehen. ^Der Wille und der Geist zum 5)andeln fehlen nicht. I'ch kann wohl sagen, daß der Kongreß augenblicklich fester in seinen Gedanken und seinem Millen geeint ist, als er es zu Gedenkzeiten! irgendeines jetzt lebenden Mitgliedes war. Es besteht mir ein völlig geeintes, vattiotisches Wollen. Die Ziele, die die Mitglieder vor Augen haben, sind völlig klar und bestimmt, aber der Senat kann nicht handeln, wenn seine Führer nicht die einstimmige Einwilligung Aalten. Seine Mehrheit ist machtlos und hilflos; inmitten einer Knse voll außerordentlicher Gefahren, wo nur ein bestimmtes und entschiedenes Handeln die Natjion sichern oder sie vor einem Krieg durch einen Angriff anderer schirmen kann, ist ihr Vas Handeln zur Unmöglichkeit gemacht. Obgleich tatsächlich die Nation und ihre. Vertreter mit noch nicht dagewesener Einmütigkeit hinter der ansführenden Regierung stehen, wird natürlich der im Ausland^ hervorgerufene Eindruck der sein, daß dem nicht so ist, rmd daß andere Regierungen tun können, was sie wollen, ohrre befürchten zn müssen, daß unsere Regierung irgend etwas tun kann. Wir können das nicht erklären, die Erllärimg ist unglaubwürdig. Der Senat der Vereinigten Staaten ist weiter nichts als eine gesetzgebende Körperschaft, die nicht harcheln kann, wenn ihre Mehrheit Mm Handeln bereit ist. Eine kleine Gruppe rmt lens starker Männer, die einig die eigene Meinung vertreten, ntacht die große Regrsruna der Bereinigten Staaten hilflos und verächtlich. Das Mittel hiergegen — es Mt bloß ein Mittel —' das einzige Mittel ist,' den Senat so zn ändern, daß er handeln sann. Man kann sich darauf verlassen, daß das Land die Folgerung daraus ziehen wird. Ich glaube, daß man sich darauf verlassen kann, daß der Senat die Mittel zum Handeln finden wird und das Land vor einer Katastrophe bewahren wird. Der, Präsident gab außerdem die Ernrutta-cng, eine Ecklärung zu verosrerttttchen, welche sagt, daß die Lage dadurch noch ernster genwrden ist, als man annalmr. daß man entdeckte, daß der Präsident zwar auf Grund der allgemeinen verfassungsmäßigen Vollmachten viel..von dem tun kamr. .nvsür er vom Kongreß die Vollmacht verlmrgte, daß aber gewisse alte, nnwiderrnfenc Be- stinnmmgen bestehen, die praktisch unüberwindliche Hindernisse bilden und die Vollmacht zunichte machen können. Das erwähnte alte Gesetz wurde 1810 Transpottsthisse, im Mittelmeer Kohlew tvans^irtschifte dre iuerttwNste Beute. Man kann airrrehmen, daß Frechmlltgen ansangen. Ein Ausruf oas prow,oreichen ^taarsrai., zehntausend Freiwillige ergehen, welche die .Staoren per ersten polnischen Armee aussüllen und die Bildung neuer Äädren für weitere Korps ermöglichen würden. * * * China und Deutschland London, 6. März. (WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter dre Lebeiismrttt'lversvrgllng Englands durch elf bis zwölf Millionen veröffentlichen fönende telegraphische Meldung aus New versel>en wird. Ein Teil dieses Schifssraumes Nork: Nach einer Depesche t,4).nK kstä» Bedenklichkeiten im englischen Unterhau». ~ H", Rotterdam, 6,Mär?. (WTB. Nichtamtlich.) In der ge- U-V00.I.Ikg. strige» D^ung d»? Unterhausess sagte der Liberale L a m - D>e Torpedierung des norwegischen Dampfers „Gurre" bt ?i> ,dab..dos .Enegsami besser getan hätte, zehntausend Mann! Kristiania. 6, März. (WTB. Nichtamtlich.) Die aeeaue.l i-uo ^n'.ut’uu uutenteüen uad) Dieiet ^erordnuirg in Zukunft der A u z e ig ep fli ch r. Vorräte und Funde dieser Art sind der KriegS-Phosphgt-Gesellschaft, Berlin SB. 9, Köthenerstraße 1/4 anzuzeigen. Der Gesellschaft wird das Recht zuyesprochen, die Lieferung aller Phosphate und phospyorhalttger Mineralien und Gesteine verlangen zu sännen. Ferner wurde sie ermächtigt, ihre Beauftragtem rn die Bergbaubetriebe zu entsenden, in denen phosphor- haltige Mineralien und Gesteine vermutet werden. Es soll hierdurch erreicht werden, daß die für unsere Wirtschaft- trche Krregführung so äußerst wichtigen Phosphate in zwech- mäßiger Werse nutzbar gemacht und verteilt werden können. Berlin, 6. März. (WTB.) Die Reichsstelle für (ve- m rt e «stvd Obst gibt bekannt: Durch verschiedene Zeitungen geht dre Nachricht, daß der Absatz von Gemüsekonserven sreigegeben urrd die Verteilung ernaeleitet sei. .^ te pvchrrcht ist unrichtig. Der Absatz von Gemüsekonserven r)t nach wre vor verboten und Zuwiderhandlungen find sttaf- bar Die Freigabe steht jedoch bevor. Gleichzeitig wrrd dann Vorsorge getroffen, daß eine gleichmäßige Verteilung erfolgt und eine übermäßige Eindeckuuq einzelner Personen nicht vorkommt. _ ZbuiJiU fcgite, er %weifle ob^nfarTbtaTrI t ö ?” bergen nach Hüll unterwegs war und en ts che I^e^nd^e Resulta to werde err ei ch en können.) ^vv bei fünfzehn oder nach einer anderen Meldung neunzehn Er stvffe, dast dv Regiernnxr ihre Heere für den Kämpf nickt in einem Menschen umgekommen sind, darunter zwei englische Damen. q^oaltrg«r Maßstabe verwende werde, wenn sic nicht absolut sicher Mutter und Tochter, die auf Veranlassung des britischen Kon- urftre, t»fc inan dadurch m eurer entscheidenden Phase vorwärts sulats dre Reise durch die Gefahrenzone machen durften? Der B°«°r Sa Wft&tfe es ab, sich für ofet W n die Expedition ScS'^qeaarf 1 "^^ hÄ^r JMsl M? ^ ^^ldele sich nicht mehr nllein im, die tzxx Mannschaft de« ni,.™//' "L, l rn et Ä Ucb erleben de von WiH der mgkychm R-m-rm.,; die Müert-n verfolgten jetzt ’T^ "bergab, eindringlich vor den nne genlemsarnc Dvlitik in dem nal-en Osten. Vor: d^ Geheim- gewarnt, da viele deutsche Unter- ntzung me Churchill vorgeschlagen hatte, versprach sich Bonar '^^boote rm Fahrwasser seien und ihm erzählt, daß er tags Law keinen Nir^n. B nt hu rat sagte in Beantwormng einer ruvor vrer Dampfer versenkt habe. Er behielt den schwer- t-sraffe, da»? ver Kartosfekmangel nicht allem in England, norwegischen Maschinisten an Bord, um ihn in gute wndern m br: «fjt Seft herrsche. Wenn man sottsahrc, sn Pflege nach Dcutschlaild zu bringen, deni mziKr'.Qcn Verhältnis Karböfieln zu effeit, stmrde wahrschein- I * k oder zu Anfang des Sommers über- Berlin, 6. März sPrivattel.') Die R g Mitta/r s^ldet aus RErdam.-^ach eingetrof^wn MeLung^n «^ damit der Vmrat für IT&£ rTAgt^m ^ L Ä?^n^ feT . und StavelE bof? d,e Landwirte bte Kartoffeln zarr-llcehi-elten. | ^ Harwrchboot „Kopenhagen" gesunken. letztere soll kreloben treiben. Gerüchtweise verlmitet, von den konvoyrererrdeli englischen Torpedobooten sei ebenfalls ernes torpediert. Hamburg 6. März. (WTB. Nichtamtlich.) Der mit zurrückhielten * * * Die Ernüchterung in Italien. Dem. 5. März. (WTB. NichtsmllichZ Tie Rede Grosso - ' die er am Freitag im Anschluß an die wirtschrft- lr- ?Mx bmtrzte zwer Stunden. ..Avanti" ergänzt die Mtteilimgen Augenbltcklrch seren kerne mit der Bestimmung 2 ^rnwnas Ned-e, bereit Wortlaut selbst in der „Stampa" keine nac 9 Frankreich unLertvegs. ö oäJ ^rch^die Mtttilimg. daß sie vollerI Rot ter dam, 5. März. (WTB. Nichtamtlich.) Fr: ena- ' ad) der Aufstellung des Schiffahrts- Februar amrährend 1300 neutrale ^ über den Mnrgel an Voraussicht der Re-! tischen Häfen lagen nach der Aufstellung des Schittfaürts- £■ 2-. Mich das Ge1rei!dä^»roblenv kontrolleurs am 21. Febr'iar annäbrend 1300 .!!,,rvnw M5L25S? Äi“”« I Angvoß« &(EÄi ägifSÄ S* W-schrmlkw,^! der Regwnmg nicht, oder es mnnvele an gimmnq aecharte« Getreu und man hoffe es vom Auslände zu erhalten. Wie aber I b - s ^ - Ierr ~ roime «im seme Ankunft in Italien firf?cr sein? Ter „Avanti" mentt, d,e Rede Campanas diene dazu, bw Gemüts vsrfas- ' u»S der Kammer in Anbetracht des Erfolges, den die Rede gehabt \fat, erkennen zu lassen. Angriffs gegen die ruffische Rsgisruug Lu der Duma. -^.Eopenhagsn, 5. März. (WTB. Mchtamtlich.) Tie erste 2 1 ” 9 ma «st, me aus der russischen Presse hervorgeht, veryallmsmäßrg ruhig verlaufen, was in allen oppositionellen treuen erne große Enttäurchuno hervorgeruken hat. Tie zweite Atzung vom 28. svebnmr verttef jedoch inßolge der gegen die Regierung gerühmten Angriffe außerordentlich erregt. Der .Hauvt- re^ier war der Kadetteuführer Miljukow, der aus führte das Litzvergen des MmisterpräsLenten am Eröffnungstage sch vich- Ktpmber, als bte langen Reden der früheren Ministerpräsidenten Vte Regierung habe der Duma nichts mitMteilen, was zur Zu- 'Minnenarbett Mischen ihr imd der Duma führen könne. Hinter der Duma steye das ganze russische Bol?, hinter der Regiencng ledoch nur bw bnreaukcatische Cliaue. Deshalb nnßglückten die Matz nahinen der Regierung. Die innere Lage Rußlands ist v e r zwetfelter, denn je zuvor. Tie Twma wünsche mit der R egienma kernen Wedelt zu schließen, sondern loolle den ^tverstand^der Regners mg überwinden. Tie Rede des Landwirt- 'chaffsinmister am vorhergehenden Tage beweist die Unfähigkeit oec Regierung, me Lchung der Finanz-- imd Lebensmittelver- M ub«n-hm-n. Das 'Soff muss« selbst die Leitung übernehmen, >onst s« k«rne Lösung möglich. Der Führer der ^«,enckr Mar nah schürfer in seinen Angriffen und ki brt kritischste Punkt des Krieges ge- kmnE. über desenA nr gang er sehr pessimistisch L t>er Eroberung WnstantinupelS und ^-eianderimg.der Katteir von Eirropa zu sprechen, iveim die Regreiungnrchs emntat imstande sei, das eigene Land zu t*n> tetbifiCK Eine Kritik an den emzelnen Ministern sch unnötdg Das ganze System müsse geändert loerden. Die Regteruna habe da« g.mze Wirtschaftssystem Rußlands vernichtch. Um Eitere Wmtt ^ tm. t. k.’ „ Behandlung schwer Rede vom vorhergehenden Lage durch bic Zensur, wodurch die Rede voll- uändig zerstümmelt m die Zchtnngen gelangt sei. * Das polnische Heer. Warschau, 4 März. „Tziennik Narodowy" in Pettikcm bring! eine Besprechrmg mA dem Oberst Sikorski über die Heeresfrage. Sikorski 'sagte u. a.: Wir haben genug Mensckien- mateebil. um chne starke, der polnischen Nation würdige Armee auf n steilem Es stechen urG die ganz intakten Iahrgänae 1 ? 1 .° _ 1 ^ 1 ? 'rnd 19J 7 und die gewaltige Zahl der aus verschiedenen rvmwckgest«llten und Besreilen zwischen dem 22. und 26 alle älteren Jahrgänge vom 36. Lebensjahre an « r J*? ** * Austen noch garnicht einberufert waren, zur Verfügung' ir des Reichstags. *** Sttnem erftdrfie, eine Kontrolle der , y^nsfu hr und der Einzelbewilliaungmi sei heute «^^b^^T^R^konrmissar für Ern- m^^sftrhrbewib durckmus selbständig gestellt. Auch me Mrtgtteder der rhm neuerdmgs zur Sette stehenden Kommib yr ^2 ret f c beteiligten Reichsämter hätten ttx&b* Rückfragen,bei den Ae intern selbst nur & 1 ywagen notwendig würden. Allerdings dürfe £r?2L ^s^leicnrgung der einzelnen Bewilligungen niä>1 über- ^ Unbemi^kWcileit feien unvermeidlich, ^brmrgen rns Ausland und der Einfuhr Plichten, weil auch die Valuta olnw dte Ä^onblEicheErnfuhr m Ansprmh genommen werde, z B LLMYrüozm f»r die Friedenszeit. Weiterlün betE L Staatssekretär dre preußisch-hessische E i senba h n ve?- C E^ ^ ur Behebung der durch die .Kriegs- “IttÄ 01110 BerkehrsMmcttg- n genehmigte alsdann den. Msatz für ^n^n^Ä^^kssekretär im Reichsamt dZ Innern. Auf die Frage eines Zeirttmnabgieordneten warum! dre ^cmnna mr die sogenannten K ü n st l e räEinj ä h r ig^e w Mnisterialdivektor. während ^ Kruges Tandem kn ne Prüftingen zum Erwerb des Ein j ä hrig-Foei- mssigenrec^s statt. Dies könne nur auf dem Wcgx über die Schalle enoorbeit werden. Wetter t^ltt der Staatssekretär des Innern ^. cr f Sur Fö rderu ng der See-, sch x f fpÄr t fet in S^cberertung; er sehe verzinsliche und mr- verztnsttche Darle^t fttt SclMssteubauttn vor. Nack' kürzlickTen Aeußerungen der Reeder dazu, feiett neue Verhandlung^ n^ w^dlg geworden. Tie endgültige (^fjaltmtg des Entwu?^ nocö tttcm: feit Zu dem Antrag des Zeirtrums auf' ReichsbeiHilfe ^t den Kosten für dte G r v ß s ch i f f a h r t s st r a ß e r w i i* rfi»- tr JUl i n u n bDon a u erklärte der Staatssekretär, bis zur dritten Sesmm Stcllurn neyinen zu können: ein Antrag nach mSS? AussprackM wucke gegert dre Stinrmen der deutschen s^aktton und Sttmmenthaltmtg Konservativen migenommen. ^ lWTB.) An der Beratung des Etats dtt> Reichsamtes des Innern süh-rte Staatssekretär Tr Helf^ich ust koauptausschuß des Reichstages aus. daß die Frage der Renhsamtes des Innern immer von neuem aufgeworfen weiche. Man komme aber immM loieder zu dem Sckrlusse daß sw undurchftrhrbar sei. Sozialpolitische Fragen könntmi lwn Fragen kaum losgelöst iverden Ein Handelsantt d^ Aeußeru sei .deshalb nickst durckstührbar weil man nicht tue Kousularbeamten der Zuständigkeit des auswärttam Amtes ^ntzwheik könne. Es könne jedoch auch> der grüßte 9lrbtnts - bereich ernhertluh von etncr Spche geleitet werden, »venn die Or- zweckentsprechend und aus- Errege mü-N« eine Reihe von ^Reformen mMij btefer Rt^mg vorgenommert werden. Tie Vorbereitung die tS3Ä “ <* «”w™ SS'Sit m Berlin, <. März. (WTB.^ Durch eine ün Mvirfw; ? ur f Veröffentlichung Botmtrertbc Verordn infj ^^^Erssung der im Deutschen Reiche vorbandenen Phosphate gewährlerstet werden. VhoSphorhE^e Mb- Hessijchev LlZudtag. Zweite hessische Kammer. .g ^ Tarmstadt, den 6. März. 1917. Lue Ziverte Kammer rst heitte vormittag zu ihren Frühjahrs, oerattlngen zusammenaetteten, die in erster Linie der Beratung des? Staatshaushalts gttoiomet feilt werden. Am Regierungsttsche: Staatsmiuister Dr. v. Ewald, Mi^ mster des Innern v H o inber g k, Frnanzminister Dr. Becker. StaaE^at L o r b a ch e r, Ministerialrat S chl i e p h a k e. >, lwastdent Köhler eröffnet die Sitzung mit einer längeren An-» lpract)e. Er begrüßte zuerst die beiden zur Teilnahme an den Verhand- lungen von der Fwnt zurückgekehrten Abgg. Finger (natl.) und v. Helmolt (Bbd.) und bemerkte dann: Noch immer rast der ^ hat den Achchein, als ob unsere Feinde noch immer neue Volker tn den Kamps hineinziehen trollten. Ein Lichtblick war, ^Friedensangebot d^ Käisers, zu dem der Präsident telegrö- ^ me o"r ft K r J hlmi r eT Zank und Zustimmung anssprach TÄDre Mlehnhmg des Fnedensangebvts habe auch dem bre klugen über Englands Vcrnichmnqswillett gegen Deutschland geöffnet. Darum sei der verschärfte U-BootkrieA tteudrg zu begrüßen denn jedes weiterhin versenkte Schiff werde uns dem Fnedeu naherlwtngen. Zu unserem Heere und zur Marine, zu unseren U-Boot-Mannschasten haben \mv hat vollste Vertrauen, m '^.Ausgabe m der Heimat ist die unablässige Fürsorge für die Vervollkommnung unserer Rüsttmg und die Versorgung mit Lebens- lÄwetchung dteses Zieles muß Jndusttie und Land- wlttjchaft fest znsammenstehen. Dann dürfen wir sicher auf den Sieg über uniere Fernde rechnen (lebh. Zustimmnngj. Der Präsiderä dem xm Novenrber v. Js. dahingeschiedenen frü- Dr. Braun einen warmherzigen Nachruf und dre Versammlung erhob sich zü Ehren des Verstorbenen von; f^ cn - $ UT ? Ranfte der Präsident dem Finanzausschuß dL Staaisvk«nsNgL ^ Xa)d * Unb Umfi ‘ 6ti9e Vorbi-r-tunk. ? a ?j bar auf in die Tagesordnung ein. w 011 ^! 19 ? rfte ? K^wer bezüglich a) der Regierung ^?g', betr. Geietzeutwinf.^dre Bcfreurng gemeinnütziger, au/ die Errrchtung von Wohnungen für Minderb"mittelte gerichteter Unternehmungen von Stempel- und Gerichtsgebühren; b) Vorstellung des üemeinnützrger Bauvereine hierzu. ^ ? U! beanttagt Zustimmung zu dem Gesetzentwurf in der von der Ersten Kammer vorgeschlagenen Fassung. k m ? r ^ Ö ^ e . r . berichtet kürz über die vom anderes Vau,e tn der Vorlage gettoffenen Abänderunaen. worauf die Kvmi- mer ohne wettere Debatte zustimmt i .2. Ruckäußerung Erster Kammer bezüglich der RegierungsvOr- lage, den Erttwurf emes Gesetzes, die Belastung von Grundstücke» mrt vererblichen und veräußerlichen Abbaurechten bett. cAi r lC ^ r ? e Kammer hat auch hier t>erschiedene Abänderungen ve- schlosieu imd zwar bet den Art. 4. 6. 7 und 8. Dem Ausschuß antrag entspreck>end beschließt das Haus den Abänderungsvorschlägen des anoeren Hauses beizutteten. ^^/olgt die Beratung der Regierungsvorlage, Gesetzentwurf -"-mtderung des Geletzes dte Einnchtttng und Befugnisfv der Oberreckmungskammer vom 14. Juni 1879 betr. ^1' Ewald erläutert die Vorlage und bv- daß dteselbe zwecks Ersparnis »nährend der Daun des .Krieges 3"'°?-,-des Ablebens des Finanzminister« d'l' Iviw Oberverwaltungsgerichts, Sk l^erett erklärt, dte Geschäfte des Präsidiums der Ober- vechnungskammer unentgeltlich zu führen, wodurch eine Ersparnis LLL?^0°0D irerde. Um diese Wänderttnr durch- Zufuhren, jet ^uc Abrnderung des Art. 4 des Gesetzes über bte ^ Ausschuß beantragt gleichfalls Ä* ^ Vorlage anzunehmen. ^hrt aus, daß er es kür richtig ^EN. d^e Geschäfte des Präsidrums während der Nicht- be,etzung des Prastdentenpostens durch deit ältesten Rat geführt f€i dm * 00,11 Ministerium )Sll^ 4rwibb t m0^e .8e&otbc und «ruf bte^en Umstand müsse ein ganz bo- Zusannmmlegung der beiden N Posten wägend der Krtegsdauer entspreche nicht btef« unflbbannigTett. fantcn über aitch dtsziplin-are Gründe aegen **& ÄS f(r ^ ^ Bettaclst Es sei überhaupt fraglich, ob es noch der Vewsassung Zulässig fet, den Präsidentenposten im Neben- amt einem anderen Beamten zu Werttagen. Das sei auch garnicht ,weil ia in der OberrcchnungsBammer genügend Räte vorhanden seien, um dve Präsidialgeschäfte durch den ältej'ttn Rat lästert. In der ersten Zimmer sei das Insttttlt der Ob»- überhaupt al- überflüssig oder wenigstens ccks sehr veremfachungslxchürfttg erklärt worden, ivähvend er, 'Printer, bchm mgsk ammer als eure Ernmgenschast der 70er Jahre betrEe und nicht daran gerüttelt wissen möchte. . . -^Stephan (notl.) bewnt als Ausschlchberickfterstntter anfänglich Bedenken gemm die Vorlage gehabt habe und nur imt .Rücksicht auf die Erklätvmg des Herffi kr S; ^ aU Sf V uur um ein Notgesetz während des handle, den Ausschuß veranlaßt habe, die Zustimmung zu dem BefMuß der ersten Kammer zu empfehlen. Nach Beendigung ettgeMrt^werden^ ^ ^ ^uch wieder das bisherige Verhältnis Staats minist er Dr v. Ewald wendet sich ^gen die Aus- führungen ^des Abg. ü.r. Osanit, woraus Vieser erklärt, daß er auch durch dte ictztgen Darlegungen des Hemm Staatsmintsters nicht veranlam fet, emen anderen Ltatchpunkt eirtzmiehmen er halte ferne Bedculen vollständig ausreckt. Die Vorlage wird darauf dem Ausschüszanttag entsprechend angenommen. Das Hans genehmigt darnach ohne Debatte die Reaierunas>. Vorlage (Äitwurf eines Gesetzes über die Aenderung ^tikeks 118 des Gesetzes, dte Berwaltungsrechtspsrege bttt-efi- vom 8. Juli 1914, und weiter dft: Vorlckqe Sulwnarische lieber,M der Emrialmrett und Ausgaben !>'r Großber-oaliF-!, Landeskredttkasse für 1913 betreffend rterZ bk iS twffiMtb den Erlauf von Gnnrt>(Äckcn des Grosikn-^tum^Land^ etgetttum tn den Gemarkungen Lantpertl)eim Bürstadt mtS cs!5 heüw Tie Vorlage Mer die Aenderung X& tuntest gesetzt ^ ^ U0,U t K " betteffend wird von der Tagesordnung ab- gSÄS £ äSSSÄÄÄ .t-ÄtSÄSit sä» Ä Mvg. .'oatintöliu |Ui/ri kl mqcai Quillt i6etdjöüaax‘ fl&er bte hohen Oelprris.'. Es sei unzwgckmiLßig, beschlagnahmte Oele frei zu lassen. Bei der kommenden Ernte sollte der RapSpreis vrm 60 ML« 100 Marl erhöh: werben, das .(ei gerechtfertigt, denn der Raps verlange besonders guten Bpden. W sollte überhaupt alte* getan werben, um den Rapsandlm nach Miögltthkett zuj fördern. Minister v. H o mb er g l sagt dem Vorredner die möglichste Beniclsichtigunq seiner Wünsche zu. Mg. U l r rch bringt ebenfalls verschiedene Beschwerden und Wünsche über die Reichssettstellie vor. Man sollte doch in Berlin endlich begreif«:, daß die schablonenmäßige Behandlung so wichtiger Fragen der Bolksernahrung nicht angängig sei. Tie Vorlage wird darauf angenommen. Nach längerer Pause kommt der Antrag der Abgg. Calman. Schott unb Stöpler, betreffend Zuschüsse zur Invaliden- und Angehörigenrente in Verbindung mtt dem Antrag Eißnert und Genossen, betreffend staatlichen Zuschuß an Gemeinden und Liefe» rungsverbände, zur Beratung. Abg. Stöpler lnatt.) gibt als Ausschußberichterstatter eine Darleihung über die beiden Anträge und formuliert endlich eine inzwischen getroffene Ab Minderung des Antrags Calman, die auf der Tribüne unverständlich bleibt. Aba. Eißnert (soz.) begründet seinen Antrag und betont, dessen Zweck sei, die llnterstützungs lasten von den Gemeinden auf die. breiten leistungsfähigeven Schultern des Staates zu übertragen. Ter Antrag Calman hatte inzwischen folgende Fassung erhalten: ..Tie hessischen Lieserungs verbände und Gemeinden, die den Familien der im Heere stehenden Mannschaften auf Grund der Rriä>sgesetze vom 26. Februar 1888 unb 4. August 1914 nebst Abänderunasbesttmmungen eine Mehrleistung über die derzeitige gesetzliche Mindestmtterstützung gewähren, haben Anspruch aus staatlichen Zuschuß. Ter fbaatlicbe Zufchuß ist so zu bemessen, daß den Liese- rungs verbänden und Gemeinden aus Staatsmitteln * 1 * die Hälfte der seit dem 1. Januar 1916 entstandenen, aus Reichsmitteln nicht gedeckten Aufwendungen ersetzt wird." Die Fvrderiurg des Antrags Adelung und Genossen, der Staat solle vier Fünftel der von den Kreisen und Gemeinden aufgebrachten Zusatzunterssützungen übernehmen, hält der Ausschuß für zu weitgehend, mtb er beantragt daher: mit all«: gegen drei Stimmen, den Antrag Adelung und Genossen abzulehnen, mit all«: Stimmen: Annahme des vorstehend ab ge änderten Antrags Calman. Fümnzminister Tr. Becker begründet zuerst die ablehnende Stellungnahme dem Ausschußantrage gegenüber. Er geht dann auf die Geschichte der beiden Anträge Ealmcm intb Adelung näher ein urrd wendet sich aus finanziellen Gründen gegten diese Anträge, die auch i eben falls bei ,der Erben. Kammer keine Zustimmung' finden würden. Auch^nur .der Ersatz der Hälfte der her verlangten Kosten würde vom Staat eine Summe von 4 3 / 4 Millionen Mark erfordern, für die Jahve 1916 und 1917 rund etwa 10 Millionen' Mark. Er müsse deshalb namens der Regierung die Anträge entschieden ablehnen. Abg. Stöpler fantl.) wendet sich als Ausschußberichterstatter gegen die Ausführungen des Vrinisvers und verteidigt die lüsse des Ausschusses. Adelung (sozd.) sucht die Bevechttgimg seines An- tvages nachzuweisen. Ubg. Calman (nakl.) begründet die neue Fassung seines Antrages, welche lautet: „Dir Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen: 1. Mittel bereit zu sielleit, zu einer der Leistung und Bedürftigkeit entsprechenden Entlastung derjenigen Gemeinden, welche aus eigenen Mitveln oder infolge Aussch-lags der entsprechenden! Koeisnmlagen besonders erhebliche Aufwendtingen für Zwecke der Volksernährunq oder AnaeWrigen-Unterstützimg betätigt haben." Finanzminister Tr. Becker betont, die Regierung könne sich nur damit einverstanden erklären, daß den weniger leistungsfähigen Gemeinden nach dem Kriege weitere Zuschüsse zugestanden werden. Der Antrag Adelung enthalte zugleich anm eine Ungerechtigkeit. Die von dem Minister angegebenen Zahlen beruhten auf den amtlichen Angaben der Lieserungsverbände unb Kommunen. Durch die Annahme des Antrages würden dem Staat im Jahve 1917 allein über 5 Millionen Mark Kosten erwachsen. Abg. Adelung gibt die Richtigkeit der Zah.enangaben des Ministers Ui, meint aber, die Gemeinden bildeten doch auch Glieder des Staates: mit ihrer Belastung werde doch schließlich auch der Staat belastet. Der Redner begründet für den Fall der Ablehnung seines Antrages einen Eventualantvag. Abg. Calman kommt ebenfalls aus die Ausführungen des Ministers zurück und bringt für den Fall der Mlehmmg seines jetzigen Llritrgs die früher von ihm gestellte Fassung wrä>er als Eventualantrag ein. Ber der alsdann getrennt erfolgenden Abstimmung über die beiden Ausschuhanträge wird der Antrag Adelung gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt, die neue Fassung des Antrags Calman dagegen angenommen. Ter dringliche Antrag der Abgg. Dr. Schmitt u. Gen., bete. bte Ausfuhr von Milch, der dahin geht, die Regierung du ersuchen, sofort die nötigen Schritte zu tun. damit seitens des Kommunal Verbandes Hessen die Ausfuhr von Milch insoweit eingeschränkt wird, als diese Milch zjur Beseitigung der schweren Milchnot in den Städten und einzrinen Orten Hessens notwendig ist, wird dem Ausschußantraq entsprechend angenommen, rrachdcm der Antragsteller seiner Befriedigung über die inzwischen von der Regierung getroffenen Maßnahmen im Sinne seines Antrags Ausdruck gegeben hat. Ter Antrag Leun, Fenchel und Dorsch, betr. die Freigabe einer Höchstmenge von zur Derfütterung freigegebenen H i n - terkorns, wird nach dein Arrsschußantrog für erledigt erklärt, desgleichen der Antrag Leun und Fenchel, betr. die Abgabe der kupfern eit Kessel. Tie Vorstellung des Kaninchenzucht- verrins „Einigkeit" in Raunhrim bei Groß-Gerau um Gewährung eurer Unterstützung, wird abgeleh-nt, die Vorstellung des 9lmtS- caswaltschaftsrats Liedtke in Magdeburg, betr. die Krieqspri- m a n e r , wird der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen. Für erledigt erklärt werden ferner der Antrag Damm. betr. Richtlinien für die Zuteilung von Fleisch- und Butter- Zusatzratioiren, der Mtrag W v t f - Stadecken, betr. die Abänderung des R eich s Vereins ge setzes vom 4. April 1900, und die ^Vorstellung des Revisors beim Katasteramt, Rechnungsrat! Schömer. betr. Zuweisung einer gehobenen Stellung. Zu der Vorstellung der Bürgermeisterei Mühlheim a. M., betr. die Besteuerung der Kriegsgewtnne, hier die Veranlagung der Offenbacher Schrauben-Jndusttie G. m. b. H. und der Vorstellmrg dieser Firma, wegen Erlaß eines Notgesetzes über die Einkommensteuer erläutert ein Regierungsvertreter den Standpunkt der Re- gtenrng, wogegen Mg. E:ß nert ssozd.) für die von der Stadt Mühlheim vor- gebrachten Wünsch? eintrat und verlangte, daß die Mü Theimer ta für die durch ihre Manipulationen der Stadt entzogenen! , . n Kriegsgewinnstcuer nachträgliche hevangezogen werde. Tie Kammer nahnr darauf den Ausschußantrag air, die beiden Vorstellungen für erledigt zu erklären, die Derhrndlungen über die- '^ben aber der Regierung als Material zu der demnächstigen Re- ^fflon der hessischen Steuergesetzgebung zu übcrweisen. die Tagesordnung erledigt und der Präsident fchlreßt die Sitzung um 1V 4 Uhr. Sitzung: Mittwoch früh 9 Uhr. Tagesotdmmg: Beratung des Hanptvora nschlags für 1917. Au» Stadt «ud Lauv. Giesz-n. 7. Mürz 1917. Die Aushebung der militärischen UrlaubSbeschrünkung. Die Aufhebung der Einschränkung des militärischen Urlaubsverkehrs steht in kurzer Zeit zu erwarten. Ueber die Gründe, welche zu dieser Maßregel geführt haben, fiitb unter der Bevölkerung vielfach irrtümliche Auffassungen vervreuet. -src tcotatrcy zur Entlastung der Eifene bahn wegen der großen Verlehrsschwierigkeiteu, die aus getreten waren. Die Verfügung zur Einschränkung der Ur aubserteilung ist von seiten des Kriegs Ministeriums gleichmäßig für Offiziere und Mannschaften des ge & amten Feld- und BesatzungsHeeres erlassen worden. Es ist allgemein bekmrrtt, daß der Personenverkehr im Interesse der Güterbeförderung eine wesentliche Einschrän- kurrg erfahren mußte. Dies machte es auch für die Hech:es- Verwaltung zur Notwendigkeit, Urlaub nur noch in einzelnen Ausnahmefällen zu erteilen, wenn ganz besonders dringende Geschäfts- oder Familienrücksichten dies begründeten. Nachdem die Verkehrsschwierigkeiten sich inzwischen dank der getroffenen Maßnahnren größterrteils hoben über winden lofseir, kann mit der Aufhebung der Urlaubsbeschränkung etwa von Mitte dieses Monats an gerechnet werden. Unsere braven Feldgrauen können demnach bald eitweise zu Hause wieder nach dem Rechtem sehen und im eise ihrer Angehörigen am tz>eimatsort einige frohe Tage verbringeii. Besonders zu begrüßen ist die Aufhebung der Sperre ün Interesse von Leuten, die vor ihrem Ausrücken ins Feld gerne noch einmal mit ihren Angehörigen zusammen fern möchten. ** Amtliche Personal Nachrichten. Am 2. März d. I. wurde der Großh. Psandmetster ü^eorg Kalbfleisch in Lanipert henn vorn Tage des DnnstantrütS seines Nachfolgers an in gleicher Dicnsteigenfchaft in den Beitreibl»ngSbezirk Darmstadt II versetzt. ** Auszeichnung. Der Gefreite Adolf Kahn im Land- wehr-Ins.-Rgt. 387 erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. ** Junawehr. Mittwoch, 7. März: Antreten 81/4 Uhr. Komv.620: Gymnasium, Komp. 621: Oberrealschule. ** ,,Aufruh r" aufder Sonne und Kälte. Tie nördliche .Flgckenzone der Wnne besindet sich, wie sich ber „Franks. Generalanz." berichten läßt, gegenwärtig in lebhafter Tätigkeit. Schon am 3. und 4. Januar pchsierte ein bedeutender Fleck den zur Erde gerichteten Zentralmeridran. was der Zeit nach mit dem Uebergang von warmer unruhiger Witterung zu Frostwetter zu sanimenfiel. Noch eigenartiger war der Einschnitt in den Witte- ruiigsverlauf, den eine noch gewaltigere Fleckengrichpe im Gefolge hatte, die am 8. und 9. Fewmar zentral starrd. Wie mm Beobach- tuilgen anr Sonntag mittag ergaben, besindet sich die gesamtes nördliche sogenannte „Königszone" auf der Sonne in Aufruhr lAm westlichen Rande ist eine kleine Gruppe im Verschwinden, die wohl mit dem Störungsgebiet vom 3. und 4. Januar zusamwen- fällt. Dann folgen zwei weitere große Grrwpen in der Nähe der Mitte der Sonne, weiter eine Gruppe mit zwei recht kräftigeTt Fleckeir und schließlich uale denr östlichen Rande zwei große Flecke, die erst vor kurzem auf der sichtbaren Sonnenhälfte eingetreten sind. Nach einer ungefäl)ren Vorausbercämunc; ihrer Bedeckung dürfte diese Gnrppe am 10. März etwa den Mrttelmeribian über- schrttten und um diese Zeit wieder Nordlichter selbst in unseren Breiter., ferner nicht unerhebliche Störungen in der telegraphischen NachricktenVermittlung, wie in dem Betrieb automatisch aufgezogener llhren Hervorbringen nnd eine Fortdauer des sogenannten „Sttahlungstypus" der Witterung mit kalten Nächten bewirken. ** Vaterländischer Hilfsdien st. Zur Förderung der Seeschiffahrt toerden alle männlichen Tentschen zwi-^ schien dem 17. und 60. Lebensjahre, soweit sie nicht kriegsoerwen dun^sfähig oder garnison- oder arbeitsverwendungsfähig sind 'und die m irgend einer Eigenschaft zur See gefahren haben, ausgefor dert,^ ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Es ist dringend erwünscht, daß alle diejenigen Personen, die zur See gefahren haben, und die nach ihren körperlichen Fähigkeiten geeignet sind wieder zur See zu geheir, sich umgehend freiwillig bei der Zentralstelle für Schisismannschasien Hamburg, Möntedamm. 14 I. melden. Näheres siehe Bekanntmackmng in unievem heutigen Blatte. ** Eine Aeuderuug in der Herstellung des Brotes wird in der nächsten Zeit dadurch herbrigeführt, daß nach den gesetzlichen Vorschriften Roggen und Weizen im ganzen Reich. auch für di^ SelbstversvrE, bis zu 94 vom Hundert auszumahlen sind. Unerwartet hohe Anwrderirngen für mißerdalb des Wirt- schartsplanes der Reichsgetreidestelle liegende Zwecke, wie die Her- gabe von Weizenfchrvt als Brolstreckungsmittel, die Mchllieferung als Kartoffelersatz usw. hoben zu dieser Maßnahme gesiihrt. Durch die neue Art der Ausmahlung wird eirre weit des Getreides zur menschlichen ffLahrung erzielt. Ausnützung erzrett. >rs wird sich mtt dem sv gewonnenen Mehl ein kräftiges, dem Kommißbrot ähnliches Brot Herstellen lassen, wie es bisher sck?on vereinzelt zum Verkauf gelangte und von vielen Verbrauchern bevorzugt wird. Tie Brötchen allerdings, wenn sie überhaicpt weitergebacken werden, dürften die bisher immer noch zumeist hellgelbe Farbe verlieren. Das ferner leichten Verdaulichkeit wegen beliebte Schrotbrot aber kann wie bisher Wetter gebacken werden, mrd auch für die Herstellung von Krankenbrot wird Vorsorge getroffen. "* D i e Knappheit an kleinen Zahlungsmitteln ist trotz fortgesetzter starker Prägungen immer noch nicht beseitigt. Es ist daher dringend jede nur mögliche Beschleunigung des M ü n z u m l a u f 5 , insbesondere häufige Entleerung von Sanrmel- buchsen und Automaten, durch welche noch immer beträchtliche Mengen kleiner Akünzeu auf längere Zeit dem Umlauf entzogen werden, zu empfehlen. ** Abgabe arbeitsverwendungsfähiger Pferde. Tie militärische Ankaufs- und AuSliebungskommisstou laßt durch Vermittelung der Laudwirtschaftskammer arbeitsverwendungsfähige Pferde abgeben. Näheres siehe Bekanntmachung. ** Ueber Verkehr mit Zucker zur Bienen- f ü t t e r u n g findet sich eine Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte. *• DaS heutige KreiSblatt Nr. 40 enthält Bekanntmachungen über die Prägung von Fünfpfenmgstücken auS Alu- miniu>n, Verwendung von Obstwein. Druckvapierpreise, Feld- beretnigung Lang-Göns, Akutter- nnd Kindersürforge, Sperrzeit für Tauben, Verbreitung von Druckschriften. Landkreis Gießen. *• ü 0 11 g r f 7. März. Dem früheren Formmeister Fritz Frank, zuletzt in Blansko (Mähren), der bei den Kämpfen um Verdl'n am 3. Atärz 191.', zuu, Gefreiten befördert und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde, ist jetzt noch das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen worden. Kreis Fricdberg. -i-. Butzbach, 6. März. Die am 19. Februar abgehaltene Jagdverpachtuug wurde vorn Gemeinderat nicht gelwhmigt, da der Pachterlös im Verhältnis zu deinjenigen der Nachbargemeinden zu niedrig ivar. Bei der heutigen nochmaligen Verpachtung wurden 8300 Mk. Jahrespacht erlöst. Die jetzigen Jagdpächter sind die Herren Dr. Karl Rumps, Georg Julius Müller, Dr. Vogt upd W. I. Küchel dahier. nt. Petterweil, 6. März. Lehrer O h l e m 11 tz wurde für seine Teilualmle an den schweren Känrpsen im Westen zll Beginn des Feldzuges das Eiserne Kreuz verliehen. Er wurde damals schwer verwundet lind ist nun wieder im Schuldienst tätig. Starkenburg und Rheinhessen. ---- D a r in st a d t, 5. März. Beim Spielen mtt einem Sprengzünder explodierte das Geschoß uild zerschmetterte einem Unteröfsizier die littfe Hand vollständig. Ferner fügten die Spreng- stücke dem Manne erhebllche Verletzuiigen im Gesicht und an der Brust zll. Hessen-Nassau. [[ Marburg, 6. März. Seit einigen Tagen herrscht hier und in dem ganzell kurhessischen Oberheffeil Schileefall und Kälte. Letzte nrtd>rid)tc «4 Amerikas U-Bootsjäger. Woshington, 6 März. In den amerikanischen Ma- rrnekreisen rst mmt erregt über die Citthüllunaeu, lvelcho S t 0 n e im Senat gemacht bat. öe amteriün- np che yJbarxnt öte AusrujMttg ber ^Mtoetsqchtsie irtu beuchten ll°Bvotjägern. Diese kleinen ll-Bmtte svlleir in der Sperrzone izn Wasser «gelassen werden, ,die ^Handelsschiffe) umkreisen, nach feindlichen Fahrzeugen Umschau halten und sie an- greifen, wenn sie sie erblicken. Amerikas Hochfinanz als Kriegstreiber. Bern, 7. März. Die Pariser Blätter veröffentlichen eine Depesche aus New Bork, wonach die amerikanische Hochfinanz bereit ist, der amerikanischen Regierung und der Entente jede finanzielle Unterstützung angedeihen zu lassen. Die. Einführung der militärischen Dienstpflicht werde von der Hochfinanz ebenfalls für die Politik Amerikas als notwendig betrachtet. Es soll eine Bill eingebracht werden, welche alle Ausgaben von Obligationen der alliierten Regierungen für eine gewisse Zeit nach dem Kriege von den Steuern befreit. Der Fehlschlag der Petersburger Konferenz. Stockholm, 7. März. Ms feststehend ist anznneh-men, daß die erzielten Erfolge der Petersburger Konferenz weit hinter den Hoffnungen zurückstehen, die man in Lcmdom und Paris gehegt hat. Schon daß ihr mißlungen ist, daA .Kabinett Golitzyn-Protopopow zu stürzen, bedeutet einen Mißerfolg. Ein wetterer Passivposten ist, daß der Außenminister Prvkowski drei Doge vor der Dumaervsfmi.ua seinen Abschied eiugereicht hat. Diese Demission wurde allerdings neun Doge darauf vom Zaren abgelehnt. Daß der Ententeagent Prokowski mutÄnüde geworden war. spricht nicht für Erfolg. Die Lage in Schweden. Berlin,?. März. Der Stockholmer Vertreter der .Mossischen Zeitung" meldet: Von sehr ermäßigt konservativer Seite wurde mtt soeben erllärt.^em liberal-sozialistisches Kabinett würde d« völlige Auslieferung Schwedens an England bedeuten. Es unterliege wohl keinem Zweifel, daß die Krone dafür nicht zu haben sein wird^ Tie Auffassung der Kammer aber könne bei den Neuwahlen zu dem Ergebnis führen, die gerade für die Opposition am überraschendsten sich eriveisen dürfte. Es ist vorauszusehen, dgß .die morgige oppositionelle Presse Siegesfansaren ob des — vom König übrigens mcht angenommenen — .Kabinettsrücktritte blasen wird, aber schon sei vor Ueberschätzung dieser Jubelsymphonie ernstlich gewarm. Tie 187 Kammermitglieber, die vorgestern gegen die Neutrali- tätskredite gestimmt haben, bedeuten jetzt wenigen denn je. Die stimmfähige Bevölkerung Schwedens, die gerade in allereürrgstm Zeit unaufhörlick) erfolgte Absplitterung innerhalb der Brantingschen Gefolgschaft und die Tatsache, daß bei der jüngsten Abstimmung auch innerhalb der Liberalen Ueberläufer zu bemerken waren, sollte der Opposition zu denken geben. Anarchie in Portusal. ^Amsterdam, 7. März. Wie man aus London meldet, haben in Portugal in den letzten Wochen wieder an nrehvereitz Orten des Landes Unruhen stattgesunden, die von Meutereien beim Militär^ begleitet waren. Tie Kommandos in den partum giesischen Hafen sind jetzt englischjen Offizieren aus Gibraltar übertragen, zumal die portugiesischen Matrosen die .Kriegsschiffe fast unbrauchbar gemacht haben. Tie Teuerung in Portugal ist entsetzlich. Tie Bevölkerung in den Städten hält täglich öffentliche Protestversammlungen gegen die Regierung ab. Es kommt sehr oft zu Kämpfen mtt der Polizei, wett das Militär uicktt mehr eingreifen will. Die Auswairdmung nach Spanien ist groß. ° Dampfer mit Auswanderern nach Amerika werden nicht mehr ab- gelassen, da die Auswanderer durchweg milttärpslichtig sind, sich aber weigern in Dienst zu treten. In Portugal bemrden sich viele französische Offiziere, die dortbin zur Ausbttdmrg von Reftuten tarnen. Da das portugiesische Eisenbahn material nach Frankreich tvcmsportiert wurde, stockt jetzt der Verkehr im ganzen Lande. Im indischen Ozean. Rotterdam, Mär^. Der „Nieuwc Rotterdamsche Courant" berichtet, daß der als versenkt gemeldete englische Dampfer „Wvrcestershire" ebenso wie der Dampfer „Perieus" in der Äähe von Colombo in den Grurid gebohrt imrtben. Dadurch stieg die Versicherungsprämie für die Fahrten noch Indien erheblich. Das Matt fragt, ob „Möwe II" wohl dort tättg sei? Einstellung der Bierbrauerei in Norddeulschlan-. Berlin, 7. März. Wie das „Berliner Tagblatri^ von unterrichteter Seite erfahren haben will, wird die Biererzerp- gung in Norddeutschland demnächst ganz eingestellt werden, da die Gerste zu anderen Nahrungszwecken gebraucht wird. Anfangs Mai dürste es voraussichtlicb in Norddeutschland kein Bier mehr geben. Amtlicher Teil. Vaterländischer Hilfsdienst. AustorHerung des Kriegsamtes zur freiwilligen Meldung gemäß 8 7 Abs. 2 des Gesetzes über den Vaterländi-chen HilfÄienst. Hierzu gibt die Krieg Samts stelle Frankfurt a. M. folgendes beftmnl: Zwecks ßörderung der Zeeschiffahtt werden,alle mäintlicben Deutschen zwischen dem 17. u.nd 60. Lebens» fahre, soweit sie nicht kriegsverwendungssähig oder garnison- oder- arbeitsverwendungsfähig sind ^und die in irgend eiiteri Eigenschaft zur See gefahren haben, ausgefor^ dert, ihre Dienste znr Verfügung zu stellen. Es ist dringend erwünscht, daß alle dieienigen Personen, die zur See gefahren haben, und die nach ihren körperlichen Fähigkeiten geeignet sind, wieder zur See zu gehen sich umgehend freiwillig melden. Personen, die bereits in der Seeschiffahrt oder sonst im Vaterländischen Hilfsdienst tätig sind, dürfen sich auf diesen Aufruf nicht melden. Meldungen sind schristlich unter Angabe von Namen, Wohnort und Wohmnrg zu richten au die Zentralstelle für Schiffsmannschaften Hamburg, Mönkedamm 14, I. Die sich Meldenden erhalten von dort aus einen Fragebogen gesandt, nach desseir Ausfüllung und Rücksendung sie me W e item Mtttettungen der Zentralstelle ruhig abzuwarten bcchen. Die bisherige Berufstätigkeit dürfen sie nickt mrsgeben. bevor nicht ihre Einberufung erfolgt ist. Außer deir zur See besalwenerr Hilssdienft- pflichttgeu küimen sich auf lx-m vorstehend gescktzldertel Wege auch Unbefahrene zum Dienste als Kohlenzieher oder Jungen für die Seeschiffahrt melbeit. 1880 Kriegsamtstelle Frankfurt a. M. Slahlwarell- Schleiferei mit elektrischem Betrieb. B. Rlglii. Neustadt V*. 01168 |tit Ia. QualitätikeinTonl i so lanne derBorral reicht koatkoM 60Stck. 9.K unsr. aeg. Nach«. Kiste oOVStck. durch Bahn ^urr.Wgegen BorauSbezahlung. Evtl. Riicknohute. DUtUldBiitMks Haud*ls- geMUMkalt B«rUml4 MS. (Driftit ohne Marken, ohne Atarkem bestes vom Kriegsausschuß genehmigtes Waickvulvcr, mach! die Wäsche tadellos weiß, per Kilo 80Pfg. Waich- wunder per Stück 15 Pfg., bergestcllt von Franz Kuhn. Nürnberg. Alleinverkauf bei Fran Walldorf, Nod beimerstraße 40 I. St. 101342 Kessel Guß- u. Slablblechematllieri. in großer Auswahl zu haben bei Stern ch Lion. Rachs.. Nordcck. C1S74 WEM Todes-Anzeige. 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