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sämtlich in Gießen.
(fS).) Trotzes Hauptquartier. 2. März. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Zwischen Ypern und Arras blieben mehrere Erkun- kirOungsvorstöße des Feindes ohne Erfolg. Gegen unsere Gräve« östlich und südöstlich von Souchez drangen nach lebhaftem Feuer starke englische Abteilungen vor. Sie wurden ÄMwiesen. Im Nahkampf blieben zwanzig Gefangene mit eraem Maschinengewehr in unserer Hand.
Im Ancre-Gebiet vielfach Zusammenstöße im Vorfeld unserer Stellungen. Dort und bei Säuberung der Eng- lL^rrnestrr bei S a i L l p wurden dreißig Gefangene und drei Mafchinengewelp-e eingebracht.
An der französischen Front fanden mehrere örtliche Un ttritzchnvm statt. Siwlich von Nouvron holten unsere Stoßtrupps einige Gefanaerre aus der zweiten feindlichen Graben- lime.
Ocstlicher Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Westlich und südlich von Riga, zwischen Miadziel- und Narocz-See, an der Schtschara. sowie zwischen dem oberen Serath und dem Dnjestr war zeitweilig die Gefechlstätigkeit rege
Auf dem Ostufer der Najarowka brachte ein Vorstoß unseren Sturmtrupps vollen Erfolg. In der russischen Stellung ottttat Mnenttollen gesprengt, ein Offizier. 176 Mann ge- strnge» und je drei Maschinengewehre und Minenwerftr er-
tzeutet.
Frsut des Generalobersten Erzherzog Josef.
In Nnftnalrgen sehr verlustreichen Anstürmen versuchten ftzie Russen die Höhen nördlich der Valeputna-Straße wieder zn nehmen. Die Angriffe sind sämtlich vor unseren Stel-
lMSen zusaMmengedrochen.
Beider
H^ereSsruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen
m der
Mazedonischen Front ist die Lage unverändert.
Der Erste Generalauartiermcister Ludenoorfß.
Der RöendSericht.
Berlin. 2.März, abends. (WTB. Amtlich.)
Von einem räumlich begrenzten Gefecht an der Artois- Front abgesehen, ist Besonderes von Westen und Osten nicht
M melden.
In Rumänien und Mazedonien schränkte starker Schnee- satt die Gefcchtstätigkeit ein.
Angriff deutscher Flugzeuge ans die englische Küste.
London, 1. März. (WTB.) Amtlich wird gemeldet! :Um 9 Uhr 50 Minuten warf einfeindlichesFlugzeug «irrige Bomben auf B roadftairs. Eine Frau wurde leicht
verletzt.
* * *
Itm das unschöne Wort „Neuorientierung hat der Reichskanzler andere, klangvollere Worte gesetzt, die uns >erne überwältigende Morgenröte neuer innerer Politik an- > zergen. Das Volk, das so Großes geschaffen, verkündete er, 'ist damit auch bereits von den „lebenden Kräften" erfüllt, die sich weder von rechts noch von links aus ihrer Bahn werfen lassen. Auch wir glauben es, daß eine Volks freundliche Politik in unseren deutschen Landen die Zukunft beherrschen wird; die Regierung wird in diese „lebenden Strafte" tief hineinschauen müssen, um den richtigen Kurs zu steuern. Aber das häßliche Wort „Neuorientierung!" bat auch etwas unheimlich sich Verzweigendes und über alle Lebenssphären sich Ausbreitendes an sich. Und alle diese Zweige, auf denen neue Früchte ansetzen sollen, brauchen einen politischen Nährboden. Doch da fragen fict> viele Hnn- derttausende: wie wollen wir uns dem: selber persönlich neu orientieren, reicht in weitfliegenden theoretischer! Zielen, sondern im Mernächstliegenden, was sich um Haus und Herd gruppiert. Die meisten müssen rriit Schmerzen und Wunden sich nach einem gütigen Schicksal umsehen, nach einer schützenden Hand, die nach der rauhen Praxis des .Krieges wieder der milden Sitte, dem Quell natürlichen Empfindens folgt. Nicht nur irr den „Operationsgebieten" hat der .Krieg zerstörend gewütet, nein, mich bei irns und unter nns gibt es traurig rauchende Trümmerfelder. Knog^eteranenfürsorge: Da liegt eirr wichtiges Kapitel der „Neuorientierung". Manch einer kommt zurück und irndet mrr noch Trümmer seiner einstigen Habe, erblickt in der Runde neue Gesellschaftsschichten, die im Kriege reich getvorden sind und flir die das Kanzlerwort vom treuesten Sohrr unrgewendet werden könnte. Die Reich gewordener: sind oft alles andere eher als die treuesten Kinder des Vaterlar ld es. lind manch einer kehrt vielleicht un- verwundet zurück und erhält dann erst in der Heimat
die brennende Herzenswunde. Wir denken da an das erschüt rbc Lied Eichendorffs, an jenen Krieger, der vom Walde herniederkam und nun sieht, wie alles anders aekom- rnen: „Ich wollt', es war' wieder Krieg." Da gibt es schwere Werke der Neuorientierung. Und uns dünkt, b a sollte man dre Regierung nicht erst vorangehen lassen. Wenn Herr von Bethmann .Hollweg sagte: „eine neue Zeit mit einem erneuerten Volke ist bereits da", so ist das einstweilen nur halb wahr. Alle guten Geister werden nach dem Friedensschluß noch Hilfsdienste tun müssen, um das Wort ganz zu erfüllen. Die Rufe „Wach auf!", „Pack' an!" weichen nach dem Kriege genau noch so ost und dringlich erhoben werden müssen wre gegenwärtig. Die im Kriege ost angefaulten Triebe gesellschaftlichen Strebens müssen weggeschnitten werden, und wie die schmutzigen Zettelchen unseres Kleingeldes hoffentlich bald abgeschafft werden können, so muß auch die Münze der Sozialethik wieder einen hellen Glanz und einen vollen Klang bekommen.
Mit dieser Neuorientierung sollte heute schon allerwegen begonnen: werden. Was ihr nützt, soll man ergreifen. Uns ist heute von einem einfachen Landsturmmann, der im Begriffe ist, wieder ins Feld zu gehen, ein in unbeholfenen Worten doch erschütterter Brief zugegangen. Er möchte einer alten Frau öffentlich seiften Dank abstatten, die sich seiner ihn in Gießen besuchender: Gattin hilfreich annahm. Der Schreiber führt da Rede und Antwort wörtlich an, die wirklich nicht nur der Hilfsbereiten, sondern auch den ergriffener: und dankenden Empfängern mit ihren sechs Kindern zum Ruhm gereichen. Das ist ein ganz einfacher Vorgang, der. uns heute jedoch, in viel verwirrtem Kriegs treiben, lebendiger anspricht, als manche Reichstagsrede. Wir wollen daraus lernen und das wann amnntende Bild zur allgemeinen Betrachtung weitergeben.
* « *
Der österreichisch-ungarefche Tagesbericht.
Wien, 2. Mürz. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. März 1917.
Ocstlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen.
Nichts Neues.
Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef.
Im Mestecamsti-Abschnitte nahmen die Russen gestern nachmittag ihre Anstrengungen, die vor einigen Tagen verlorenen Stellungen zurückzuerovern, wieder auf. Sie stürmten fünfmal gegen unsere Front an, wurden aber jedesmal unter schwersten Verlusten abgeschlagen. Vorzügliches Verdienst hatte unsere Artillerie.
Im Raume von Kirlibaba scheiterten feindliche Köm- pagnievorstötze.
Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
An der Narajowka brachten Stoßtrupps einen russischen Offizier und 170 Mann als Gefangene und je drei MMsinen- gewehre und Minenwerftr ein.
Oestlich von Zloczow und im Slochod-Gebiet lebte der Geschützkampf auf.
Italienischer Kriegsschauplatz. Unverändert.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unsere Truppen säuberten den Raum südöstlich von Tomorica von feindlichen Banden.
Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.
* * *
Ein deutsches BiindniSangebot an Mexiko.
Berlin 2. März. Die amerikanische Presse enthält Mitteilungen über Anweisungen des Auswärtigen Amts an den dent- schen Gesandten in Mexiko, für den Fall, daß es Deutschland nach bet Erklärung des uneingeschränkten U-Bootskrieges nicht gelingen sollte, die Vereinigten Staaten neuttal zu erhalten. Dieser Mel- dnng liegt folgender Sachverhalt zu Grunde:
Nachdem der Entschluß gefaßt tvar, am 1. Februar d. Js. den uneingeschränkt«: U-Bootsktteg zu beginnen, mußte mit Rücksicht ( aus tue bisherige Haltung der amerikanisckien Regierung mtl der Möglichkeit eines Konfliktes mit der: Bereinigten Staaten gerechnet werden. Daß diese Rechnung richtig war, haben die Tat.achen bewiesen, denn die amerikanisch Regierung hat alsbald nach Bekanntgabe unserer Sperrgebietserklärung die diplomati- schen Beziehungen zu Deutschland abgebrochen und die übrigen neutralen Mächte anfgefordett, sich diesem Vorgehen anznschließen
In Voraussicht dieser Möglichkeit war es nicht nur das Reckst, sondern auch die Pflicht der Reichsregieruna, auch für den Fall eures kriegerischen .Konfliktes mit den'Vereinigten Staaten von Amerika rechtzeitig Vorsorge zu treffen, un: de:: Hmzickritt eines werteren Gegners zu unseren Feinden werm nröglich auszugleichen ^er kaiserliche Gesandte in Mexiko ist deshalb Mitte Januar be- Mlsttagt worden, snr den Fall, daß uns von den Vereinigten Ltaaten der Krieg erklärt werden sollte, der mexikanischen Regierung ein Bündnis anzubieten und die näheren Ernzelheiten zu vereinbaren. Tic Weistmg verpflichtete in: übrigen den Gesandten ausdrücklich, keinerlei Schritte bei der nlexikanisckien Regrerung zu >unternehmen, bevor er von der erfolgten amen- ranischen Kriegscrllärimg Gewißheit erlangt liabe.
Aus welche Art und Weise die anrerckanische Regierung von der aus gehenuem Woge nach Mexiko erteilten Weistmg Kennttns
erhalte:: hat, ist nicht bekannt, doch scheint der Verrat — um einen lolche n durste es sich handeln — aus amerikanischem Gebiet verübt worden zu sem..
• *
Oesterreich-Ungarn und Amerika.
-> Wien, 2. März. (WTB.) Die „Wiener Allgemeine Zettung meldet: Entgegen den Meldungen deutscher Blät- daß die Antwort der Österreichisch-ungari^
ter
l Heu Reg:erung aus die amerikanische Note über m ^t-Krieg bereits dem hiesigen amerikanischen B-otschafter ubergeben loorden sei, verlarttet aus bester Quelle, daß das Ministerium des Aeußern nicht vor n n ch st e r W o ch e in der Lage sein dürste, den Wortlaut der Antwort fert:gzustekten.
Die Amerikanerspende abgelehnt!
^ ^ kin , 2. März. (WTB.) Der amerikanische Botschafter hat vor der Abresie den in den Vereinigten Staaten ge.ammelten Betrag für deutsche Kriegerwitwen und Waisen von 200 000 Mk. den: Ausschuß überwiesen. Der Ausschuß ift gestern unter dem Vorsitz des Botschafters z. D. Freiherrn Ferdinand v. Stumm zummmengetreten und hat beschlossen, den Betrag n: ch t z u v e r t e i len, vielmehr ihn einer Bank zur Verwahrung zu übergeben mit der Anweisung, ihn dem <>ockchafter Gerard zur Verfügung zu halten für den Fall, daß oerje^oe das Geld anders zu verwenden wünschen sollte.
c ^r a ~' ) riefet den Anschauungen, die auch wir vor einigen ^.agen geäußert habe::.
Die amerikanischen Bersuchsschiffe.
(WTB.) Wie aus Pauillac gemeldet wird, zahlt d:e Besatzung des gestern im Hafen von Bordeaux Mnerikamrchen ^Dampfers Roche st er außer dem che Offiziere und 32 Matrosen. Nach de« Beacht des Kavcko.ns habe das Schiff heftigen Sturm zu bestehen uttb |p: cm» Vorsicht des Nachts mit aus gelöschten Lichtern- fft 1 L^5 ctzriscn Hwr-eksschiffm unterwegs begegnet, chm^. tontag habe das Swist die Aesährliche Zone erreickst gehabr, in der rare em einziges Schiff gesichtet wurde.
* * *
^rr Wechsel im österreichisch-ungarischen Generalstab.
Wien, 2 März. (MTB.) Ein ^iserliches Hand- schreiben enthebt den Feld marschall Konrad v. Hötzen- o Ü X N unter Verleihung des Großkreuzes des Maria-Theresia Qrdens behufs Verwendung in anderweitiger Stellung vor: dem Posten als Chef des Generalftabs. Ein weiteres^ kaiserliches Handschreiben ernennt den Freiherrn Arz von Stranßenberg zu seinem Nachfolger.
^ krc t und k. Heeresleitung kommt in den! Blattern ubereinsttmmNÜ) zum Ausdruck, daß der Herrscher der uns verbundeteik Monarchie bei ferner Anordnung lediglich von dem Wünsche befeelt war, jeher: Ma:m auf den Platz zu stellen, auf dem
werden kann^g ^ Ic be ^ Ganzen ausgewettelj
.Jf "Voss. Ltg." sggß in der deutschen Armee habe sich Hötzen- der größten Sympathien erfreut, besonders weil er als unbedingter Anljanger des Bundesgedankens stets auf das innigr wmmenwirren der verbimdeten Truppen gedrurrgen habe.
^ ' ? März (WTB.) Ter Kaiser hat nachstehendes
Handschreiben erlassen:
Lieber Feldmarschall Freiherr von Conrad' w or n E nstm Phasen dieses .Krieges haben Sie als Berater Arjnse-Oberiommandanten die gewaltige Ueöerlegenbeit unserer F^nde durch klare Erkenntnis ihrer Schwächen :md nie erlahmender Jnttiattoe lvettgemachit. Ihr abgeklärtes ltrtcit sank, emcjt sicheren Ausweg aus,den schwierigsten Lagen. Im weiteren Bttlaufc dieses Krieges wußten sie in zielbewußtem Zusamnien- arbetten mit rmseren treuen Verbündeten — a:n emscheidendelt Orte und zur richtigen Zeit — die notwendigen Streitkräste ein- Msetzen auf allen .KriegsfckMrplätzen die Grundlage siegreicher reicher Operationen zu schassen und die Pläne neuerstandener treu- b^.ch:ger Gegner zum Scheitern zu bringen. Auch mir lvaren Sie stets cm selbstloser und hingebungsvoller Berater
Wenn :ch Sre letzt von Ihrem Posten als Chef des Geneinb stabes meiner gesamten bewaffneten Macht enthebe, um Ihre bewahrte Kraft ^ an a n d c r e r wichtiger Stelle zur Geltmra zu, bringen, so ist^cs mir ein Bedürfnis, Ihnen ein sichtbares Heimen memes VettrauenS und meiner üanküarei: Llnerkennuna ^hrer unvergmrglu^n ^rdienste zu geben. Ick verleihe Ihnen das Gwßkreuz meines Milttar-Marur-Thcresien-Ordens. Mögen Sic V 1 ^rtltatro, daß ich Ihnen jenes Kreuz übergebe, das ich übe»
der Bitte memer treuen nnd tapferen Wehrmacht am 17. Jmrum dieses Jahres angelegt habe und seit diesem Tage trug, den Ausdruck niemer besonderen Wertschätzung erblicken
Baden. 2. März. . Karl m. p.
Lieber Geneval der Injanterre von Ar L!
^ch ernenne Sie zum Eljef des Genei'alstabes meiner gesantten betvassneten Macht.
Baden, 2. März. Karl m. p.
Nn der Baleputna-Straße und an der Ancre.
WTB. An der V a l e putnastraßc crschövste sich der Ruße m sveiteren Versuchen, die am 27. Februar an die Deutschen ver- lorrnen Stellungen wiederzuerlangen. Südlich der Sttaße kanß Angriff gar nicht mehr zur Entimcklung. Das dentsckse Sperrung HerftürungSfeuer lag wirkungsvoll auf den mit Sturmkolon* mm angefüllten rus,isck>en Gräben. Wo geriil
erhcmdlungen, Mineralwasserfabriken, Zucker- bäckereien, Zigarrengeschäfte, Braueveibetriebe, Sport, Theater Muftkhallen usw.
Die Frauen im englischen Hilfsdienst.
Rotterdam, 3. März. Chambcrlain sagte gestern im 11 nt er hau s e. ixrß er bis Ende der Woche 100 000 Frauen ^che Zahl haben werde, aber er brauche die süns-
Die Brotkarte in Frankreich.
Bern, 2. (WTB.) „Petit Pcrrisien" meldet, die
Brotkarte werde in zwei Monaten eingeführt und dem Inhaber täglich etn halbes Kilogramm Brot gewähren. Der lleberschuß, den die Krrrderkarben ließen, solle zu Zulagen an Schwerarbeiter dienen. Die Zusätze zmn Mehl würden auf höchstens 15 Prvzeitt beschränkt bleiben. Ferner beschäftigte man sich im ErnährnngsminisLerium mit dem Plan der Milchzuteilung, um die Versorgung Linkern, Verwundeten, Kvanken und Greisen zu sichern.
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Erfolgreicher l!-Yoottrieg.
64500 Bruttoregistertonnen versenkt.
93er(in, 2. März. (WTB. Amtlich.)
Zwei neuerdings zurückgckehrte U-Boote haben fünfzehn Danuffer und 7 Segler von insgesamt 64 500 Brrrttoregifter- lormen versenkt. Eines dieser U-Boote traf vor der Südküste Irlands einen als ll-Boot§fatte eingerichteten Tankdrrmpser mit vier gut verdeckten Breitseitgeschützen, der auch seine Schiffsboote dazu benutzte, Wasserbomben gegen das U-Boot zu werfen.
Nach dem Austauchen führte das U-Boot von 3 Uhr nachmittags bis zum Dünke kioerdnl gegen die U-Bootsfalle und einen hinzugekomnrenen U-Bootsjäger der Forglovc- »lasfe ein Artilteriegefecht. bei dem mindestens drei Treffer auf fcm Forglom erzielt wurden.
Durch die Berfenlung dieser Schiffe sind u. a. vernichtet: ?Z ! L ^ ntn Granaten, 3500 T. Getreide, 3000 T. Lein- faneit, ferner etwa 50 000 T. Kohlen, 2500 T. Kriegs-
ttwtertal, 3500 T. Stückgut, 4300 T. Heu, 1200 D. Eistn- erz und 1800 T. Erdnüsse.
B e r l i n, 2. März. (WTB. Amtlich.)
Deutsche Wasserflugzeuge haben am 1. März vormittags auf die in den Downs liegenden Handelsdampfer und die Bahichofsmilagen von Ramsgate insgesamt 21 Bomben mit beobachtetem gutem Erfolge geworfen. Sämtliche Flugzeuge sind unbeschädigt zurückgekehrt.
Der Chef des Admtralstabs der Marine.
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Rotterdam, 1. März. (WTB.) Nach aus Glasgow eingetroffeneu Nachrichten liegen in den dortigen Hafen viele amerikanische Schiffe, denen die Abfahrt verweigert wird. Unter der Schiffsbesatzung herrscht deshalb eine beträchtliche Unruhe.
Auch unter den englischen Seeleuten ist die Stimmung aufsässig gegen die Regierung, da diese nichts gegen die Tauchboote unternehmen würde oder unternehmen könne. Die Lebensmittel sind spärlich und sehr teuer. Das Volk hat vor den Tauchbooten mehr Angst als vor den Zeppelinen. Es herrscht die Aufscrssu.'rvg, daß die Regierung gegen den Tauchbootkrieg ohnmächtig ist.
Rotterdam, 1. März. (WTB.) Das kleine holländische Fi sch er fahr zeug „G. O- 2 4" aus Goeres wurde am Mittwoch stütz in der Nordsee von einem deutschen U- Boot durch Schüsse an geh alten. Der Kapitän des U-Bootes machte das Fischerfahrzeug darauf aufmerksam, daß es sich zu weit v!on der Küste eutsernt hätte, worauf das Fahrzeug nach der Küste zurückfuhr.
Rotterdam, 1. März. (WTB.) Nach dem „Nieuwe Rotterdamsche Courant" fordert eine Zuschrift an die „Times" die B e l o h n u p g von 20 sP,stritt) Sterling für jeden an Bord eines Schiffes, der den Kapitän zuerst auf ei n feindliches U-Boot aufmerksam macht.
Groningen, 1. März. (WTB.) Nach dem „Nieuwe Gronrngchse Courant" wurde der Segler „Marie Ad rill n e" aus Groningen, der am 24. Februar von Havre nach Teignmouth fuhr, wahrscheinlich versenkt. Aus Havre traf nämlich die telegraphische Meldung ein, daß die Schiffsbesatzung gerettet mrd in Havre gelandet sei.
Kristiania, 1. März. (WTB.) Einem Telegramm aus Havre zufolge, ist der in Kristiania beheimatete Dampfer „Sjac stad" am 28. Februar vor dein Kap D'Antifer durch erne Mine oder infolge eines Storjreb‘üfd:>ufjie3' gesunken.
. „Aftenposten" meldet aus Petersburg: 20000 Personen wurden vor kurzem wegen Mangels au Lebensmitteln
nun noch «üohrn Wunen, aber sie werben nicht sagen, daß in diesen 61 Ortschaften kein Haus mehr übrig ist, welches Tncht ihre Kanonen zerschossen haben, und daß von manchem der besrecken Dörfer keine 61 Ziegelsteine mehr übrig sind. So sieht die englische Befreiung französischer Ortschaften aus.
W. Scheuermann, Kriegsberichberftmter.
und infolgedesseu drohender Hungersrcot aus Reval aus-, svüher, da die Bilder direkt von München hier zur Ausstel- gewiesen. ckuug gelangen und nicht zuvor nach Dessau gehen.
* 'Der Frühjahrs-Pfer demarkt findet am Mittwoch, ben 21. März 1917, vormittags von 7 Uhr ab auf den.
^ u g a no, 2. März. (WDB.) Die italienischen Dampfev 11 ö e " @307 Bruttoregistertonnen), „Cro morn >
Anegshrrefe aus dem Westen.
Bon imfercm Kriegsberichterstatter. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszltHsweise, verboren.1
Im Westen, am 1. März 1917. .Durch den heutigen Bericht der Obersten Heeresleitung erfahrt dre deutsche Heimat und das dlusland eine Tatsache, die an der Front sck)vn seit Tagen bekannt ist, dem Feinde aber bis jetzt verborgen bleiben sollle. nämlich den Umfang unserer fteiwllli- gen Berleming der Front beiderseits der Ancre. Aus sttategischen Gründen hat du Oberste Heeresleitung beiderseits der Ancre unsere bvrtigcn vordersten Stellungen in zwanzig Kilometer Breite und ern bis fünf Kilometer Tiefe fteiwillig geräumt. Diese um- sangrerche Bewegung ist nicht nur unbehelligt vom Feinde gelungen, sondern von ihm nicht einmal bemerkt worden und bei fernem sehr zaghaften Nachtasten hat er bettächtlick^e Verluste an Toten, Vertormdeten und selbst an Gefangenen und Material gehabt. Das Zurückziehen der gesamten Artillerie, daun der In- santme rn eine neue vorbereitete Stellung, dann das Sprengen samtlrcher Webrbauten und das Abbrcnnerr aller Unterkünfte, Grabenverschalungen usw. sind der feindlichen Beobachtung voll- wmmeir entgangen. Nachdem dies ohne alle Verluste für uns gelungen 'war galt es, dem Feinde möglichst Um ge zu verschleiern, daß mifere Stellungen verlassen waren, und ihn dan'iber zu tüusck>eu wo er wieder verkündeten, nachdein sie sich von der ersten Verblüffung erholt hatten, mit stolzer Geste die Er- oberung von Serre, aber zu gleicher Zeit verstärkten sie noch in hafttger Eile me Drähthindermffe von der nördlichen Hälfte der von uns g^cmmten Stellungen, während rv«ir ihnen jetzt verraten ^uen, daß sie um dieselbe Zeit sckwn das ganze Gebiet hätten „erobert .haben kmmen. sHieilrch ^haben ihnen mrsere kühnen Pa- ttouillen die Aufklärung nicht leicht gemacht. Vorftihlende englische Erkundungsabteilungen wurden überall abgeschlagen Größeren Kräften wurden mnttge Handgranatenkämpfe geliefert. In dem urrs boten größere Mteünngen auch unserer Artillerie ttefflrche Ziele. Noch am 27. ist es an verschiedenen, D/bllen zwischen unseren gerirrgen Nachhntkräften und starken eng- zu Gefechten gekommerr, wvb^i die Engländer 12 ^ an bcr Straße Gommecourt—Pnisieux nnt 200 Manu Verlust an Toten zuri'ickgewvrsen wurden Ans eigenem Antrieb stieß der Führer unserer Pattouille den Engländer nach imd nahm den Flüchtenden noch achtzig unverwundete Ge- songeire ab. Am gleichen Vormittag hatte am 7i Uhr ftM per Fernd bei einem vergeblichen Angriff ans die schwache Ortsbedeckuna ^ 0 ? Ä zahlreichen Toten und Verwundeten zwei Offiziere an Gefangenen und 2 Maschinengewehre zurücklassen müssen. Mrttags um halb zwei und später um halb neben scheiter-
Wärlencourt, wobei die deutsche ^ znriickflikhenben Feind verfolgte und ihm schwere ^brachte. Es gelang, eine bis an die vielgenannte Butte de Warleneourt vorgefahreni' Batterie M zersprengen. Als endlich zaghaft englische stchckere Kräfte vorrückten, zogen sich die Patrouil- len befehlsgemäß aus dem geräumten Gelände zurück.
Wenn mcht schoii ohnedies das seksenfeste opferfreudige Ver- Trulpveii ebenso wie das der Heimat zu den Eittsckflilssen der Oberften HeereÄertuug keiner Steigerung metn M ll ware^ eineriei nach welcher R ich ttmg der Schlackten len llr ftme schach-zuge voimimntt, so wäre es durch das beispiellose Ge- lln^m dieser ttblofung eines beträchtlichm Frontabschnittes vom)
T^SnAlkiiiÄw, dre vor miMn Dag«« «rKmdÄ faäni, tzaß s« seit d-m 1. Juli 1dl-6 jchvn 61 Ortschaften an der S»mme von den Bacharen befryt Men, twi» diese Zahl
Au» Stadt «n- Land.
Gießen, 3. März 1917.
"Amtliche Personalnachrichten. Der G roßherzog hat am 28. Febr. den Oberlehrer an der Liebig-Oberrealschnie zrr Darmstadt Professor Auglttl Schäfer auf fein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 1917 an in den Ruhestand versetzt. — Der Großherzog hat am 28. Febr. den Hauptlehrer an der Landes« baugewerkschule Jos. Bachem zu,n 1. April d. I. auf fein Nach- sllchen aus dem Staatsdienst entlassen.
** A u s z e i ch n u rl g e n. Ter Batmllonsarz-t Dr. De i b e r t des Landsturm-Jnsnnterie-Battüllons Gießen 18./9. im Felde wurde unterm 20. Februar 1917 nl.it dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, nachdem ihnr schon vorher das Hessische Sartttätskreuz am Kriegsbande verliehen worden war. Tr. Deibett praktizierte im, Frieden in Gundersheim in Rheinhessen. — Geometer Stern, wohnhaft in Gießen, der sich als'Pionier und Miuenwerfer in einer fliegenden Division auf verschiedetren .Kriegsschauplätzen crns- zeichnete, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl. und wurde zum Unteroffizier befördert.
** Ein neuer Roman beFinnt heute in urrserm! Familienblatte: „Pechmarie und Hans im Glück", die Geschichte einer Jügendfveundschcrft, von C. v. Dorncru. Es handelt sich hier um einen spannenden, schönheitÄ- vollen Roman, der sich durch prachtvolle Frische und köst- licheu Humor, dichterische Kraft und belebte Handluirg anszeichnet. Wir sind überzeugt, daß dieses .gute und fesselnde Werk den Beifall ncrmenllich unserer weiblichen Leser sinden wird.
""^Iungwehr. Sonntag, 4. Mär^: Airtreten Uhr. Beide Kompagnien an der Mrgermeisterei (Süd-Anlage).
** Im Oberhessischen Kunstr>erein haben Ha berl-München und M ^o h r - Frankfurt die Ausftcü.liung mit einigen ihrer Arbeiten beschult. Haberl bringt neu« Original-Radierungen und Mol/r einige schöneMv»- trve ans dem Daurrus Und Weilta l. Bon beiden Künstlern befindet sich schon manches Werk in hiesigem Privab« besitz; die kleine Bereicherung der Aufstellung dürste daher zu erneutem Besuch Veranlassung geben, zumal diese Ausstellung voraussichtlich nur rroch 8 Tage verbleibt. Die für Ende März vorgesehene Ausstellung des Ausstellerverbandes Münchener Künstler beginnt hier
städttschen Näirktanlagen an der Jtodi-einrer Straße statt. Nährürs siehe Anzeige.
< ** Nutzbarmachung angefrorener Kohlrüben
Infolge des starken Frostes der letzten Wochen mehren sich die Klagen, daß Kohlrüben sellfft in den Ätieten durchgefroren sind, so dost^cs den Abladern fernerhin schwer Allen dürfte, gänzlrch srostsrere Rübeir zu liefern.
D^r llmstand, daß hcn^ftg Beanstandungen wegen angeborener .Kohlrüben erhoben werden., gibt Veranlassung, daraus hinzuweisen, daß drc Verwendung der Kohlrüben als Ersatz für die ^ÜarLoffckr!
***” ^^unde erfolgt, weil nach sachverstä 2 tt)igem llrteil dve Versendung der Kohlrüben sich auch bei Frost ermöglichen! lasst, ohne daß diese durch den Frost an ihrem Nährwert verlier«« urld ihre Verwendbarkeit für die menschliche Nahrung einbüßew Dw einzige Wirkung des Frostes auf die KoWn'tben besteht darin, daß im Haltbarkeit der letzteren znrückgeht. Es ist deshalb erforderlich, angefrorene Kvhlriiben — wie bereits in verschiedelnm Tageszeitungen veröffentlicht wurde — entwÄ>er sofort nach Entladirngj der Waggons in den L^tbranch zu überführen oder, falls letz- teres nickst möglich sein sollle, die Kohlrüben, der nLhlstgclrgien« Fabrrk zum Zwecke der Trocknung zn. übergeben.
Erfrorene Kohlrüben ebenso wie erfrorene Kartoffeln, können ^irch, daß sie mehrere Stunde: in kaltes Wasser gelegt roerden, wieder vollständig genießbar gemacht werden. Auf jeden Fall sind Kohlrüben, welche durch ben Frost angegriffen sind, bis zur Verwendung im Haushalte möglichst kühl anfznlngoahren.
Graupenverteilung. Es soll denmäckK eine em- malige Zuweisung von Graupen an Kinder und Jugendlich' vom vollendeten 1. bis vollendeten 12. Lebensjahr erfolgen. Dre Anmeldung der in Betracht konrnrenden Kinder und' JÜgendlichn hat in den Bezirken unter Vorlage der Brvtmcsweiskarte in den üblichen Geschäftsstunden imd zwar von Dienstag, der: 6. März bis emschlreßlnb Samstag, den 10. März 1917 zu ersolg-err Der Geburtstag ist anzugebeu. und auf Verlangeil nachzuweisen. Näheres siehe Bekanntmachung.
** Pralines in Tassen, Es ist die Beachkung gemacht worden, daß LobensmittÄ und wrdere Gegenstände des täglichen Bedarfs in vielen Geschäften nur verkauft werdQl, wemc dar Käufer eine teure Verpackung, bei Schokoladen z. B. eine kunstvolle Attrappe oder ein Märchenbuch mitkauft und bezahlt. Dag lst unzulässiger Kaufzwang und versteckter Wucher. Neuev- dings hat das Kriegswucheramt festgestellt, daß m einem bekannten Berliner Warerrhaus Süßigkeiten, Pralmss usw, nicht lose, sondern nur in Tassen verpackt abgegeben weichen. Die Käufer von Süßigkeiten waren also gezwungen, ganz unnötigere iveise Tassen zu kaufen. Das Kriegsivuchermnt vertritt die Auff fassung, daß alle Süßigkeiten auch lose l^rkaUft werden nttlff-eN und der Geschäftsinhaber nur dann berechtigt ist, Attrapven uftv- nrit ihneii zu füllen, wenn der Käufer dies mrsdlllcklich verlang^ Demgemäß hat das Kriegswucheramt die WareNhausftrma vev- warnt .und ihr im Wiederholungsfälle die 'Schließung des Go schäfts angedroht.
Im Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34, wird vo« heule ab Homunculus, 5. Teil, die Vernichtung der Menschheit, gegeben, womit sich das Drama des künstlichen Menschen seinem Ende nähert. Der abschließende 6. Teil wird in nächster Zeit folgen. Neben diesem Filmwerk von Robert Reinert, das wieder den bedeutenden Filnischauspieler Olaf Fönß in der Hauptrolle zeigt, wird ein GesellschchtSdrama in 4 Akten, ^Das erste Erlebnis der Dr. Palmerston^, die ans dem Jenseits kam, von Rodert Heymann, gegeben. Die Spieldauer ist ans vier Tage festgesetzt.
Kreis Lauterbach.
R. B er muts ha in, 3. März. Bei der vorgestern hier ab- gehalteneir zwecken Holz Versteigerung aus den Domauialivaldnnaew der Großh. Oberförsterei waren die Preise doppelt und dreifach höh-er wie in den vorhergehenden Jahren. Es wurden fttt ©utften£ scherter 1. Kl. für den Raumnreter 22—25 Mark erzielt. Für Bnchenprügel 1.Kl. 16—18 Mk. für den Raummeter. Auch für Stockholz. Buchenstamm und Reiser wurden hohe Preise ercielt Kreis Wetzlar.
ra. Krofdorf, 3. März. Hier starb der 35jährige Königliche Förster Rudolf Schäfer infolge eines langen Leidens welches er sich in treuester Pflichterfüllung a!L Feldwebel^ Leutnant im Felde zugezogen hatte.
Hessen-Nassau.
Rhein—Main—Donair-Wafsenveg.
, M'a'inz, 2 ^WTB^ Nichitanttl.) Gestern nachmittag
tagte hier auf Einladung des Mrttelrhetnischwr Fabrikanten-Ber- mns eine von zahlreich en industriellen imd Schkifsahrtstterbenden. wnne Vettvttern vmi Städten und wirtschaftlichen Körperschaften besuchte Bersami^ung, der u. a. auch die drei hkssisckien RÄnff^r v. Hv'n^rgk zu Bach, v. Ewald und Dr. Becker. Oberbürger, merster Borgt - ^anksurt a. M. und der Gouverneur von Mainz, General von Bücking, beiwohnteir und die -irach einem Vorttag des bayerischen Lcrndtagsabg-evrdntten Held-Regensburg folgende Erllarung zur Frage des Ausbaues der Wasserstraße!^
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ttm^ai haben die Erfahrrmgen des Krieges Swingend erwiesen.
Dhve Vorzüge beftÜTen tn der grvßeni LeisttrngssMgkeft bei mäßigem Verbrauch von Betriebsmitteln und geringer Betriebs kraft im£> in der daraus entspringenden Möglichkeit, große Mengen von Maff«F- :übern e landwirtschaftliche und industrielle Gebiete miteinander verbündet und eines der wichtigsten Mittel darstellt, um die aus militärischen, politischen und volkswirtschaftlichen Gründen drirrgend notwendige dlnnäl-ernnA zwischen Deutschland und seinen Verbündeten zu fördern. Die Versammlung begrüßt es auf das lebhafteste, daß die bayerische Regierung durck) die lÄnbringimg der inzwischen von der Zweiten Kammer der Landstände angenommenen Vorlage, betreffend die Ausarbeitung eines ausführlichen Enttvurfes für die Herstellung einer Groß- Schiffahrtsstvaße von Aschaffenburg bis zur Reichsgrenze unterhalb Passau., der Ansführurrg dieser Schiffahrtsstraße feste Ziele gegeben l-at. und sprickst den Wunsch aus, daß sowohl die Reichsregierung :m allgemeinen derttscheu Interesse, wie auch die preußischen und i?essischen Regierungen, deren Staatsgebiete an dem Ausbau wesentlich mitbeteiligt such, diesem Vorgehen vorbehaltlich der Prüfung der zweckmäßigsten Linienführung ihre tatkräftige Unterstützung ansedeihen lasjen möchten.
Hessen-Nassau.
X Hanau, 2. März. Die von der Stadt Hanau mit der Fleischerinnung geführten Verhandlungen bezüglich der Uebernahme der Schlachtungen und der Wurstfabrikatioi: sind jetzt zum Abfchlus; gekommen. Hiernach wird die Fleischerinnung Hanau die Schlachtung des für die Stadt Hanau von: Biehhandelsverband gelieferten Viehes, die Anfertigung der Wurst und den Verkauf des Fleisches, sowie der Wurst zu näher festgesetzten Bedingungen übernehmen.
sf Marburg. 3. März. Fürst August zu Sayn- Wittgenstein-Hohen stein zu Schloß Wittgenstein bei Laasrche stiftete für daS Marburger Jnvalidenbeim für Jäger und Schützen der deutschen Armee 2000 Mk., mit der Maßgabe, daß zu Ehren de« verstorbenen Jägerkommandeurs v. Buttlar ein Zimmer, dessen Ausstattung er sich Vorbehalte, benannt werde.
fl Aus dem Kreise Franken berg, 2. März. In Somplar brannte nachts die Gerlach'sche Mahl- und Sägemühle samt dem Wohnhaus völlig nieder.
X. S ch l ü ch t e r n, 3. März. Aus Anregung des Schriftführer- vom Heimatbunde Schlüchtern, des Lehrers Flemmig, haben die Schulkinder des hiesigen Kreises für ihre Kameraden in Hanau und Frankfurt Lebensmittel gesammelt. In Hanau gestaltete sich die Verteilung der Liebesgaben zu einem schönen Akte. Im Beisein ihrer Lehrerinnen und Lehrer versammelten sich 234 Kinder in: Schulhof der Bezirksschule, wobei Lehrer Frick. der sich um die Lftbesgabenverteilung besonder? verdient gemacht hatte, eine Ansprache hielt und zum Schlüsse der Hoffnung Ausdruck gab, daß dem hochherzigen Beispiel des Kreises Schlüchtern bald andere Landkreise Nachfolgen möchten. Stadt und Land müßten jetzt kameradschaftlich zufammenstehen, um durchhalten zu können. Ein Teil der Liebesgaben, z. B. Brot, war schon vorher an arn:e Familien gespendet worden, so daß zusammen in Hanau 250 Kinder bedacht werden konnten.
— Klette Quellen der Papiererzeiignug. Tic ftuft g rgv wA k m liche'n Ansprüche, die der Krieg überall alle daran, daß die vorgc- ,chla«Men Ersatzstoffe nicht ft: ausreichendem Maße vorhanden sind Nach Mrtteüu ng der BersichÄrbteiluwg dos amerckanisck)en Land- snrHchaftssninrsteriums hat man Papier aus Zacaton-(3ras her- ^stellt, welches ein schönes, rein weißes Papier lleftrt. Zacaton- Gvas (Ewoampes macro:rra) ist verwandt mit dem Esparto-Gras und wächst m mehreren Varftäten in Kalifornien und Texas. Seine Wurzeln werden zur Bürsdmhersdellung verwendet, während der oberrcdische Teil der Pflanze bisher als wertlos fottgewvrfelZ
Trtrrbe. JÄhrkich werden anN MrxSv etwa 5 MLllonen engl. PßrNd von diesen Wurzeln ausgesührt. Ob dies Goas wirklich! praktische Bedeutung als Rohstoff für die Papiererzeuggms erlangen wird, kann so lange nicht beurteilt Werden, als .bis nicht Versuche im Gvoßen in einer Fabrik ausgeführt worden find. Dagegen ist zu erwarten, daß ein anderer Rohstoff für die Papieverzeugung besondere Bedeutung gewinnen, wird. Ihn hat man nach amerikanischen Mitteilungen in den Stengeln der Baumwollstaude gefunden. Für diese hat man bisher keine Verwendung, und das alljälpliche Wegschaffen der Stauden nach der Ernte der Baum- ivollfelder verursachte nur große Mühe und Kosten. Es hat sch 'nun gezeigt, daß aus diesen -Stengeln ein Zellstoff hergestelll werden kann, der billiger ist und ein bedeutend festereres Papier liefert als das, welches aus Nadelholz her gestellt wird. Bis jetzt stellt erst eine einzige amerikanische Fabrik aus den Stengeln der Baumwvllstmche Papier her: es wird jedoch erwartet, daß sich! daraus eine bebeutcnbe Industrie entwickeln imtb. Schließlich! will man nach Mitteilungen aus London noch einen anderem Iiohstoff für die Papiererzeugung in dem in Transvaal in große:: Menge:: wachjsenden Tambvokie-Gvase gefunden habe::. Es hat sich> gezeigt, daß dies Gras mehr Papiermasse liefert, als das algerisch>e Esparte-Gras und etwas weniger als das spanische. Tie Papr-ernrasse soll gut :tnd leicht löslich sein. Das Imperial Institute hat aus diesem Grase mehrere Papierprobe:: Herstellen lassen, wobei das Papier zuftiedenstellend und von guter Stärke ausgefallen sein soll.
* B e r ü h n: t e V i e l e s s e r. In der jetzigen Zeit der Lebensmittelnöte möge es den Menschen zum Tröste gereichen, daß sie nicht mit so starkem Appetit behaftet sind, wie die nachbenannten Berühmtheiten. Menschen, die sich durch einen ungewöhnlichen Llppettt auszeichneten, hat es schon in: Mlertum gegeben. Ta imn zum Beispiel Milo von Kroton, ein berühmter Wttttampfer, der einen ganzen Ochsei: trug :md ihn darauf verzehrte. .Hewdor vop Megara begehrte zu einer Mahlzeit 20 Pfund Fleisch, ebensoviel Brot :md einen halben Anker Wein. Claudius Alibinus vermochte auf einmal 500 Feigen, 100 Pfirsiche, 10 Melonen, 20 Pf:md Weintrauben und 100 Schnepfen zu verzehren. Jerdessen besaß das Altertum auch eine berühmte Vielesserin, die Flötenspielerin Aglais, die sich freilich mit 12 Pfd. Fleisch, ebensoviel 'Brot und und 16 Quart Wein genügen ließ. Der 235 n. Ehr. ermordete Kaiser Maximinus konnte an einem Tage einen Eimer Wein trinken miö 40 Pfund Fleisch essen; freilich wird diese Leistung erklärlich, wenn man von seiner Stärke vernimmt; er brach mit einem Faustschlage einem Pferde ein Bein mid zerrieb Steine mik den Händen. Aber nicht nur im Mterttrm gab es solche Fresser. Im Jahre 1765 befand sich bei der sächsischen Leibgarde ein Mann, der ai:f einmal 20 Pfund Rindfleisch und ein halbes gebratenes Kalb verzehrte. Ter französische Marschall Billars (1657—174.3 hatte einer: Schweizer, der als Vielesser bekannt war. Ter Marschall fragte ist: einst, wieviel Rindsrücken er auf einem Niedersitzen zu verzehren imstande sei. /,Wenig", war die Antwott, „vier bis fünf." — „Und Keulen?" —< „Sieben bis acht!" — „Unf> Hühner?" — „Zwanzig!" — „Tauben?" „Vierzig, vielleicht audu fünfzig, je nachdem!" — „Aber Lerchen?" „Ach, Monseigneur," war die ?lntwort, „was die Tierchen anlangt, die kar:n ich urmuf- hörlich essen!" — Im Jahre l 771 starb zu Jlefeld der Passauer Vielfraß Joseph Kolniker. Schon in seinem dritten Lebensjahre soll er vor Hunger Steine gefressen habe::. Auch seine Mutter und Großmutter fraßen Steine, und er konnte überhaupt nur satt werden, wenn ec Steine unter sein Essen mischte. Länger als 1V 2 Sttrnden hielt keine Mahlzeit zur Sättigung bei ihn: vor. 2lus dem Schlosse in Bram:schweig verzehrte er in sechs Sttindeu 25 Pfund gebratenes Ochsenfleisch und trau: ztvanzig Quart Wein dazu. Ein andermal aß er zrver Kälber in fünf Stunden. Ztuch nahn: er Metalle, Filz imd ähnliche Dinge zu sich. Von feinen zwei .Kindern brauchte der fünf Mo-nate alte Knabe täglich zwei Quart Suppe, die ne cm Monate alte Tochter täglich ein Quart Milch Als Kolniker Soldat war, wcttde er bei Einguartierungen für acht Mam: gerechnet. Ein Zeitgenosse von diesem war der Gärtner Kahle, der 1754 m Wittenberg starb,. :vo heute noch im Stadtmuseum der Magen dieses ungewöhnliche:: Mensche:: auf- bewahrt wird. Er war in .weiten Teilen Deutschlands bekannt unter dem Namen „Freßkahl^l
Der aktuelle Photograph. In Marseille lebt ein Photograph, der einen großen Sinn für Aktualität besitzt und sich dank dieser Gabe reicher Einnahmen erfreut. In der ersten KriegS- jeU verdiente er. wie ein Pariser Blatt erzählt, viel Geld, indem er in seinem Atelier ein Krankenschwesterkleid bewahrte, daS er aui Wunsch jeder Dame anzog, die sich in heroischer Pose photograohieren lassen wollte.' Da dies aber heute veraltet ist, hat er nuncuehr eine neue Serie erfunden, die man betiteln könnte: „Der griechische Patriot, Anhänger von Venizelos, nach Marseille zuaereist, um der Politik des König? Konstantin zu entfliehen." Der Photograph hält siir alle männlichen Besucher ein griechisches Nationalkostüm bereit, und viele in Marseille wohnhafte (Griechen haben bereits diese ebenso sinnreiche wie billige Gelegenheit benützt, um sich in den Vordergrund politischer Beliebtheit zu stellen.
Letzte Nachrichten.
Die Räummrg der Ancrc-Stellung.
Bern, 2. März. (WTB. Nichtamtt.) Zur Räumung der deittscheu Ancre-Stelllnrg schreibt das „Journal de Gcneve": Tie Engländer scheinen d:rrch die Rückwärtsbeioegtmg des Feindes überrascht worden zu sein. Sie haben sie nicht vorausgesehen und nicht erkcnnrt, noch ausnützei: könrnm. Sie halben keine Gefangenen gemackst, während sie selbst solche verloren. Ter Rückzug ist sehr gut ausgesührt worden. Es ist möglich, daß er die Aufgabe der Engländer nicht erleichdert, die jetzt gezwungen sind. Stellungen an- zugveifen, welche sie nicht erftindet l-abeu.
Die U-Boot-Beute.
Berlin, 3. März. Zum letzten Bericht über die Beute deutscher ll^Bvot bemerkt der „Berliner Lokal-Anzeiger": Um eine:: Begriff von .dev MeiiWe der versenAen 8000 Sonnen Granaten zu geben , sei bemerkt, daß, wenn man ein Kaliber öon 10,5 Zentimeter arainrtntt, cttoo 5 50 000 Granaten von unsere:: lh-BVvten in die Tiefe versinkt sind. Falls es sich um 12,5 Zeuti- meter-Granaten handelt, wären es etwa 440000 Stirck.
Versenkt.
L o n d o n , 2. März. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Die Bark „Gal gern Ga stle" (1596 Brutto-
reMerbmnech avS Belfast wiwÄe am DienStag nachmittag von! einem deutschen lb-Boo versenkt. EiE der beiden Rettungsboote mit einem Teil der Besatzung, darunter zwei Amerikaner, wirb vermißt. ,
Wilsoils Trick.
Haag, 3. März. Wilsons persönlicher Einfluß und der aller seiner Freunde hat nicht die volle Sicherheit gegeben, daß der Kongreß dem Präsidenten die gewünschten BoNmackfter: erteilte 1 .: Deshalb wurde der „Assieiste-Preß" das Material zu sensationellen Enthüllungen über die Verhcmdllmgen zwischen T e u t s ch t a n dt und Mexiko zur Verfügung gestellt. Die Span:rung im Lande war so gewaltig, als gülge es um das Ergebnis einer Wahlkam-: pagne. Ununterbrochen kamen Boten mit ganzen Paketen von? Depeschen in den Sitzrmgsaal. Schließlich hat das Haus den Antrag Wllsm: mit 103 gegen 12 Stimmen angenommen.
Rotterdam, 3. März. In Washington wurde amtlich erklärt, daß die Regierung keine Botschaft irge:ü>wilcher Art über heu Brief des Staatssekretärs Zimmermcmn an den deutschen Ge-- sandten hatte. Auch hat noch kein Gedankenaustausch zwischen t>m Bereinigten Staaten und Mexiko ftattgesunden, aber das wird vermutlich noch geschehen.
Washington und Wien.
Wien, 3. Marz. Der ö sterreickchsch-ungarische Botschafter nö Washington, Gras Tarnewski, hatte eine Unterredung mit Lansing, die jedocb.keinen amtlichen Charakter trug, da Tarnowski sein Beglaubigungsschreiben noch nicht überreicht hat. Eine Begegnmrgl mit^ Wilson lyat noch nicht stattgesnnden. Die Stellung Tarnotvskis ist sonach^ noch ungellärt.
Anrerika bewaffnet die Handelsschiffe.
Amsterdam, 2. dMrz. (WTB. Nichtamtlich.) Die hiesige Presseagentur meldet aus Wiashrntfton, daß das Repräsentanten« Haus mit 403 gegen D3 Sttmmen beschloß, die amerikamschen Schifft gegen die ll-Boot-Gefahr zu bewaffnen.
Die Fahrt der „Rochester".
Genf, 3. Mär^. Aus Pmrillae wird berichtet, daß die Besatzung des im Hafen von Bordeaux eingettofsenen amerikanischen Dampfers „Rochester"' außer Kapitän Kcckeritz sechß amerikanische Offtzrere und 32 Matrosen zählte. Kakeritz berichtet, daß ftüt Schiff heftigen Sturm zu bestehen hatte, :rnd daß er ans Vorsicht nachts rnit ausgelöschten Lichtern gefahren sei. Er sei nur sehr '.venigen Handelsschiffen aus der Ueb^rfahrt bogegnet. Am Montag abend habe das Schiff die gefährdete Zone erreicht.
. Frankreich füllt die Front auf.
Paris, 2. Mürz. (WTB. Nichtamtlich.) Der Heeresausschuß der Mmmer nahm einen Antrag an, nach dem alle im aktiver« Heer oder in der Reserve Mobilisierten in die Kampftruppen em- gererht werden sollen. >
Frankreichs Brotknappheit.
Bern, 3. März. Laut „Petit Parisien" wurde in der Qand< wirtschaftskommffsivn der französischen Kammer vom Minister Heriot bei der Besprechung der Brvtkartensrage erllärt, daß die Tagesration rwn Kriegsbrot in der Höhe von 500 Gramm nur Arbeitern gewährt werde, währerü) Müßiggänger, Intellektuelle^ Kinder und Greise, die gewöhnliche Ration erhalten sollen. Zur Begründung des Gesetzentwurfes über die Weizenmehlstreckung wurde vom Kommissumsberickfterstatter erllärt, das Problem ftt ernster als je. Tie nächsten Ernten, in Frankreich wie im Auslandes wirrden ein Defizit ergeben. Die Ernfuhr aus den überseeischen Län-. der:: körrne nicht für die Bedürftrissc der Kriegführenden und - 95u:trälen genügen, wenn diese beiden sich nicht Einschttmkuugen ^ Mkserlegen.
Feuer in der öfterreichischen Botschaft in Paris.
Bern^ 3. März. Wie „Bonet Rouge" nveldet, brach am l- März früh 5 Uhr in einem Nachbargebäude der österreichischer Bot>ck>afL in Paris ein Brand aus cher aus einen Pavillon der Botschaft Übergriff. Das Feuer soll nachnrittags noch nicht bewältigt gewesen sein. Ter Feuerschaden in der Botschaft soll bereits 4000 Francs bettagen.
Englischer Fliegerabsturz.
Amsterdam, 2. März. (WTB. Nichtamtl.) Gestern brndetg in Cadzand ein englisches Flugzeug aus Dünkirchen, das tt» Schrapnells an geschossen war. Das Flugzeug überschlug sich bei der Landung. Ter Flieger blieb unverletzt und wurde interniert.
Holländisches K-Brot.
Haag, 2. März. (WTB. Nichtamtlich.) Das Korrrspondenz- Bnrean teilt mft, daß mit Rücksickft auf die Schwierigkeiten bei der Getteideanfflhr in Zukunft Bramrbrot mit Roggen- und Kartoffel mehl eventl. auch mit Maismehl vermengt und zur Hersteil uns von Weißbrot außer inlä:idischem Material ameriLunsches Maismehl mrd Kartoffelmehl venvcndet werden soll.
Rückkehr verschleppter Ostpreußen.
Kopenhagen, 2. ?Mrz. (WTB. Nichtamtlich.) „Der- lingske Tidende" meldet aus Stockholm: Ein Teil der von datz Russen bei ihrem schnellen Itückzuge aus Ostpreußen verschleppte Eimvohner ist j-etzt von der russischen Regierung fteigegeben worden und auf der Heimreise gesten: in Stock^>lm eingettoffen. Im ganzen sind es 160 Personen, darunter 80 Kinder unter 8 Jahren. Das deutsche Konsulat sorgt für Berpftegung und Unterbringung bis zur Fortsetzung der Reise._
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Nach eiuernenerdings bestätigten Entscheidung der Reichs. - kartoffelstelle sind Kartoffelerzeuger nicht als Schwerarbeiter anznsehen. Fhnen und ihren Wirtschaftsangehörigcu stehe« daher für die Zeit vom 1. März bis 20. Juli 1917 »ur je 140 Pfnnd Kartoffeln zu, was insbesondere auch bei der be. vorstehenden Bestandsanfnahme der Kartoffeln zu berück, sichtigen ist.
Darmstadt, den 28. Februar 1917.
LandeSkartoffelstelle.
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Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass am Freitag abend 6 1 /* Uhr mein herzensguter, treusorgender Mann, unser lieber guter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager, Onkel und Vetter
d«r Grossh. Oberbahnassistent
Friedrich Dörmer
nach kurzem schweren, mit grösster Geduld getragenem Leiden im Alter von 59 Jahren sanft entschlafen ist.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Rosa Dörmer und Kinder,
Giessen (Ludwigstr. 31), den 3. März 1917.
1787
Die Beerdigung findet statt Montag, den 5. März nachm. 2 1 L Uhr auf dem Neuen Friedhof.
Lichtspielhaus * Bahnhofstr. 34 .
wi i imi i i i i.mmiiimm i i/i ii )iii i iiiimi i n i iiuiiHi i i)i))i iiii iiii i ii)i)ii)ii)iuni i iimmiiniimiMin,uiiiiin,nniiniiiit r iiiii) i ui i iiMinunii..nmi)n; i
Homunculus 5. Teil
in 4 spannenden Akten mit Olat Fönss in der Hauptrolle. [ 1762 a Ausserdem das glänzende Gesellschaftsdrama In 4 Akten
Das erste Erlebnis des Dr. Palmerston.
Keine Preiserhöhung. Nur 4 Tage. Keine Preiserhöhung.
m
Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere lieben Alten Herren und Bundesbrüder von dem zu Bonn am 27. Jan. erfolgten Ableben unseres lieben Alten Herrn
Geheimer Regierungsrat
Professor Dr, Franz London
geziemend in Kenntnis zu setzen.
1776V
Burschenschaft Frankonia.
I. A.: Koch.
Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem mich so schwer betroffenen Verluste meines geliebten, braven und unvergeßlichen Sohnes
Grenadier
Hermann Treppinger
sage ich auf diesem Wese meinen innigen Dank.
Gießen, den 3. März 1917.
In tiefer Trauer:
Helene Treppinger Ww.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste sagen herzlichen Dank
£amilk Adolf rNohl
»fantflk Karl Mskl.
Bietzen, den 3. März 1917.
Schwarz-leiss-Theater, Seltersw.
Programm vorn Samafag, 3. Httriü bis )nkl. üontaff, 5, fflftrz
r
9 f?et$en
; dbr '?fc?uptr y o/fe a^77?J/77/sef?e>/7 Sefiat/sp/ek jjV
Unter Mitwirkung eines Zeppelin-Luftschiffs
Scenenfol^e:
I. Akt. Aal dam Laftschlil. Dia Katastrophe. Gerdrad aai Baldiai heimlich verlebt. Die Boise nach Kopenhagen. Beim Erfinder Johnson. Aal Adlersholm.
II. Akt. Gertrads Bendesvoo* mit Baldiai. Gral Baldiais Bissien. Johnson
aad Baldiai verbaadela. Gerdrad schöpft Yerdaoht. Der General wird gewarnt. Baldiai von Oerdrads Vater abgewiesen.
HI. Abt. Trennung oder Flncht. Aafcacf der Erfindern#. Sieg der Liebe znm Yaterlaad. ßerdruds Opfer. Die Hauptstadt im Festgewaade. 8 „1". das Zaknnltsschiff.
Endlich allein
Pikantes Lustspiel.
Sowie ein gates Beiprogramm.
1765a
m
Die Gesamtproben finden von jetzt ab in dem Gesangsaal der Ober-Realschnle statt, Eingang StepHanstratze.
IWP- Nächste Probe Montag, 5. März, abends 8 Uhr pünttlich.
Um allseitiges vollzähliches Erscheinen wird dringend gebeten. i«8sv
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Am 1. b«. Monats starb nach längerem schweren Leiden unser inuigstgeliebtes Kind und Schwesterchen
Mhchen
im Alter von 4 Jahren.
01282
Dies zeigt in tiefer Trauer an:
' §ami!ie heim. Hansel.
Gietzen iBismarckstr. 6), den 3. März 1917. Die Beerdigung findet Sonntag, nachm. 7,3 Uhr, auf dem Neuen Ariedhos statl.
itfsÄia
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen und für die Hilfe der Schwester, sowie für die lrost- reichen Worte des Herrn Pfarrers Oly und die zahlreichen Blumenspenden sagen aufrichtigen Dank
die trauernden Hinterbliebenen.
In deren Namen:
Familie Schmidt.
Heuchelhetm, den 1. März 191
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Posse mit Gesang und Tanz m 4 Akten von Walter Kollo und Willy Bredschneider.
Ende nach 10 '/« Ubr.
Montag, 5. März 1917,
abends 7'/, Uhr:
10. Dienstags-Abonnements- Vorstellung.
Gewöhnt. Preise termästigtj
Goldfische
Lnstsviel in 4 Akten von Schönthan und Kadelburg. Ende gegen 10'/, Uhr.