Nr. 46 Zweiter Blatt «rsch-iiU »SNch mit Ausnnhme beä S-nnIagS. M. Jahrgang vetlagen: „Sietzener ZamtlienblStt^ und ..«reirblatt für den Ureis Sieben". Postscheckkonto: Krantfnrl am Main M. N6S6. Vankvettehr: Sewerdebank Sietzen. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen . Zreiiag, 25 . zedmar >>»7 ZwillingSrundoruck und Verlag: Brühl'scheUniversiläts-Buch-u.Steindimckerel. R. Lange, Gießen. 5chrif1leitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstraue?. Oeschäf.Klette u. Verlag. Schriftlellung: 112. Anschrist für Truhtnachrlchtenr AnzeigerGteßen. Mb. Deutscher Reichstag. 81 l.'^r\ e L S> » nnerS,aS ' ben 22 ' S-br°°r 1917. T«n Platz des Abg. v. Payer (Fortschr. Pp ) w ^ «3a^an in ben Reichs!-,« eingetreten ist. schmstckt ein «turnen. bon^oe^.tinf" 5 «.^ ^""erich. Ohof ift W c 8“ 1 besetzt, bie Tribünen find überfüllt, folget A^s^rache"^ ^ ditznng um 3V. Ubr n,rt h vT-. Wiederzusammentritt des Reichstages » 3 « V f'M *■*$£»^! LWn^b°L- feub ZL .T ffe d ie ^ Bnein 0'W t5 n»^ «nlJtnSS ZZjjS E es stch geschaffen hat durch feine Tatkraft und seine ftn^fchrtttene Technik In dem f e i e r l r ch e r n st e n A u g e n- '*}*£ wrr durchleben, pnd wir uns dessen gewiß, daß wir diese Waste nicht eher nreüerlegen werden, als bis das Ziel lL^Xi mp l t L 'seicht ist, die Verteidigung der Unängigkeit liebendes Volk von hoher Btt düng und europäischen Ursprungs bloß deshalb angegriffen, um seine eroberungssüchtige Kolomalpolittk geltend zu machen, sei es Teuffchland gewesen? Wir führen diesen Krieg, sagte der Ministerpräsident, wett wir ihn zur Rettung unseres angegriffenen Leben-s fuhren müssen. Wir werden ihn gegen jeden führen und unter allen Umständen so lange, aber auch picht eine Minute länger, als zur Rettung unseres Lebens, unserer Sicherhett und unserer Existcnz- interessen rwtwendig ift. Hierin sttmmen alle unsere Bundesgenossen mtt mrs überein. Wenn der Vsierbiund diesen Krieg mit einem Frieden beschließen würde, wie er den Feinden vorschwebe, so könne ein solcher Frieden durch keinerlei Uebereinkommen zu einem dauerhaften gemacht werden. Ein dauerhafter Friede könne nur so beschaffen sein, daß >er bei niamandeftn Revanchegedanken errege. Ter Minister sagte zum Schluß: Ich habe die feste Ueber- zeugung, daß die berechtigte Masse, welche wir gebrauchen, eine zweckmäßige Waffe sei und Erfolg bringen wird, der die einzige Vorbedingung eines möglichst baldigen und zufriedenstellenden Fnedens ist. Ich bitte meine Antwort znr Kenntnis zu nehmen. Me rechte Sette des Hauses zollte der Rede lebhaften Beifall. Die Antwort des Ministerpräsidenten wurde alsdann zur Kenntnis genommen, Budapest, 22. Febr. (WTB.) Abgeordnetenhaus. Nach der Rede des Mnisterpräsidenten T i s z a erwiderte Holle, er stimme nttt den Ausführungen des Ministerpräsidenten über den Frieden überein. Der Vorwurf, als ob er die wirtschaftliches Entwicklung Deutschlands als die Ursache des Krieges bezeichnet habe, rnüsse er enffchieden znrückweisen. Er habe in seiner Rede nur den MD und die Eifersucht hervorgehoben, den die wirtschaftliche Entwickelung Deutschlands hervorgerufen habe. Im übrigen erklärte er, das ungarische Volk sei bereit, auch^ weiter die größten! Opfer zu bringeri, doch dürfe man auch! die Zukunft Ungarns nicht vergessen. Während der Antwort Holles verließen alle oppositionellen! Abgeivrdneten mit Ausnahme der anwesenden acht Mitglieder der Karvlyigruppe den Sitzungssaal. Die Blätter h^ben hervor, daß die oppositionellen Frakttonen, die Andrassygruppe, die Apponyigruppe und die klerikale Volkspartei durch Verlassen des Sitzungssaales bei Der Wstimmung deutlich ausdrücken wollten, daß sie mtt den Ausführungen Holles nicht übereinsttmmen. l Sieg- und Kriegsergebnis gefährdende Bermittlungs- und Durchlöchernngsversuche. Nach der beschimpfenden Abweisung des Kaiserlichen Friedeusnugebo-tes dnrch unsere Gegner gibt es für Deutschland kein Znrück. Die dem deutschen Volke durch die Aushuugerungsmaßuahmen Englands aufgezwungenen, in keinem Falle zu vermeidenden Wirb schafts- und Ernährungsschwierigkeiten werden ertragen'und überwunden werden, wenn die Gewißheit besteht, daß alte Waffen, die Deutschland zur Verfügung stehen, rücksichtslos angewendet und bkeichFeitig alle Maßnahmen getroffen werden, die möglich sind, um unserem Volke, das für die Nieder werfung der Gegner alle Kräfte anspannt, und insbesondere unserer Arbetterschaft, die dem Heer die Kampfwerkzenge liefert und in gleicher Weise leistungsfähig erhalten werden muß wie das Heer selbst, ihre schwere Arbeit zu erleichtern/' Eine Kundgebung der niederrhcinisch-weslfälischen Handelskammern. In der am Mtttwoch in Essen abgehaltenen Sitzung der Vereinigung von Handelskammern des nieder- rheinisch-westfälischen In d u str i e b e zir ks , an welcher Vertreter der Handelskammern zu Essen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Münster, Osnabrück, Wesel, Hagen und Saarbrücken teilnahmen, wurde einstimmig folgende Entschließung gefaßt: „Die Vereinigung von Handelskammern deS' nieder- rheinifch>-westfälischen Jndustriebezirks erblickt in dem uneingeschränkten Gebrauch auch der U-Bootwasfe, wie er durch den Entschluß unseres Obersten Kriegsherrn nunmehr in die Wege geleitet ist, das sicherste Mittet zur Abkürzung und siegreichen Beendigung des Krieges. Dankbnr begrüßt sie daher diese)! Entschluß, in der festen, auf das Kaiserliche Wort gestiltzten Zuversicht, daß die dazu berufenen Stellen ihn rücksichtslos und entschlösse)) zur Durchführung bringen werden, unbeirrt durch übel angebrachte, die Interessen unseres Vaterlandes auf das schwerste schädigende, Der verschärf!« Arieg. Mau schreibt uns aus Wien: Nun geht es hart auf hart. Nun bekommt auch der Wiener, der trotz dem und jenem von der Schwere des Krieges bisher viel weniger belastet war als sein deutscher Bruder, die strenge Straffheit der Zeit ganz zu spüren. Das Schlimmste freüich ist glücklict! abgewendet: die Riesenkohlenkiste (von 75000 t) der Städtischen Elektrizitätswerke, der man in den letzten Tagen schon bede))klich auf den Grund sah, ist wieder ein bischen aufgefüllt, und so behält Wien, das weder Pferde- noch Autovmnibns, noch Untergrundbahnen und nur eine unbrauckchare Stadtbahn hat, sein einziges Massenverkehrsmittel, die Straßenbahn, wenn auch nach Zahl und Zeit beschränll. Weniger Wagen fahren,, und um 9 Uhr ist Sä-lnß. Man mag sich nach einem Tage, an dem man sich an Haltestellen und auf übervoll gedrängten Plattformen die Beine in den Leib gestanden hat, früh, wie die Kinder in die Klappe legen. Tie Straße rockt ohnedies nicht an. Alle elektrischen Bogenlampen sind — wtt znm Flugzeugschutz, in Wahrheit aber znr Strom- und Kshlen- ersparnis — abg-edreht. Nur die Gaslaternen brennen, und auch von denen nur jede zweite, und auch diese nur mtt dämmrig halbem Licht. Schattenhaft huschen fremde Menschen fremd aneinander vorüber. Nur Gestaltenumrisse, pelzvermummt, mit hochges^chlage- nem Kraaen, sieht man, keine Gesichter, und das gibt der sonst so bunten, fröhlichen und heiteren Wiener Straße einen düsteren, melancholischen und fast scheuen Zug. Die breiten Lichtkegel, die sonst strahlend hell aus den Schaufenstern der Graben-, Kohlenmarkt- und Kärntnerstraßengeschäfte über den Bürgersteig fielen, sind eNoschen. Spar Vorschrift auch hier. Stumps und dumpf und iu kaum kenntlichen Mafien liegen hinter den Spiegelscheiben all die verführerischen Dinge, deren graue Monotonie nicht mehr verführr^ Schutzmänner patrouillieren auf und ab, und wo sie ein verbotswidriges Licht erblicken, muß es sogleich verlöscht sein. Auch vor dem Heiligtum des Wiener Lebens machen sie nicht Halt: sie treten im Kaffeehaus ein, aber nicht „auf einen Schwarzen, Kapuziner oder eine Melange," (das gibts ja nicht), sondern zwecks Einschräntting des LiMverbrauchs, zwecks Verdunkelung wenig oder nicht besuchter Nebenräume, zwecks Aenderung der Sitzordnung, und der Herr vom Kasscttisch muß neben den Herrn vom Fenstertisch, der ihm irnmer dre „Illustrierten" vor der Nase weglvest, Platz nehmen: es gibt keine Stammttsche mehr! Um 11 Uhr aber fit ScUuß; um 10 Uhr für Gasthäuser, um 9 Uhr für Straßenbahn. Theater und Tingeltangel und aars der Dämmerung des dlbeichs sinkt die Stadt in einen ftühen Schlaf. Tie Theater mußten ihre)! Spielbeginn um 1—2 Stunden nach vorn verlegen, hart an den Arbeitstag, auf 6 oder 6y 2 : dennoch sind die Sitzreihen nicht leer, ja, manche Vorstellung ist ausverkauft. Theoterleidenschaft? Vielleucht! Mehr aber noch: saute de mieux. Tenn das Th«iter ist das einzige Vergnügen, das man bis auf wetteves den Wienern ließ. Bttderausstelllmgen und Museen find gesperrt, im Dunkel liegt der schöne große Ban des Konzerthauses und der alte Kasten des Musikvereinsgebäudes: es gibt keine Konzerte mehr in der Stadt Beethovens, Brahms', Hugo Wolfs und Schuberts! Und — das ist die einschneidendste Unterbindung des modernen Amüsierbedürsnifies — auch! die Kinos sind gesperrt, überall, allenthalben, am Tage ebenso wie des Abends. Ta bleibt immer „halt' nichts anderes als das Theater übrig." Oder Zuhausesern. Ja, das Zuhausesein ist auch so eine Sache: einmal wenigstens dürfen nun die Mietskasernenbewohner über die Palaisbesitzer und 10 Zimmer-Eigentümer lachen! Nichts inehr haben sie von ihrem Raumluxus, nicht nrehr als höchstens 4 Räume und nicht mehr als 60 Watt pro Raum. Sonst setzt es 500 Kronen- Sttafe und „Pranger"! Ein bische)! kostspielig für einen geselligen Abend. . . . „Sparen, surren!" räumt es aus alle)! Ecken, aus allen dunklen Winkeln. „Sparen, sparen!" Manche wollen es zwar nicht glauben, sie rechnen und räsomrieven: aber trotzdem der Riesenleib der Zweimttlwnensbadt täglich mit 7-00 Waggons KvUe geheizt wird, kommt es dochl auf jeden Zentner an. Bald kommt uns ja die Wärme nicht mehr von unten, sondern von oben; Frühling, Sonne, Wettersturz. Das ist jetzt das große Sehnen, in den Kaffee- Musen und Sttaßenbahnen schlagen sie jetzt die letzte Sette der Zeitung zuerst ans, denn dort steht der Wetterbericht, die metev- wlogische Uebersicht, die Vorhersage. H. W. Dar konzentrierte Licht Gasqefüllt 25 und 60 Watt Nur das auf dem Gla& baJJon cin de ätzte Wort OSRAnbuiti für das Fabrikat der AiKrte/cIIfcha6,3erhn UebcraU erhältlich! Amtlicher Teil. ttmtmchM Nr. W. III. 4700/12. 16. K. R. A., betreffend Höchstpreise für Spinnpapier aller Art forme für einfache, gezwirnte oder geschnürte Papiergarne, welche mit anderen Kaserstoffen nicht vermischt find. Vom 20. Februar 1917. y Tie nachstehende Bekmrntmachung wird auf Grund des Gesees über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 in Ver- bvldmrg mit dem Gesetz vom 11. Dezember 1915 lReick^-Gesetz- blatt L>. 813), ui Bayern auf Grund des Bayerischen Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 1912 in Verbindung mrt dem Gesetz vom 4. Dezember 1915 und der Allerhöchsten Verordnung vom 31. Juli 1914, des Gesetzes, betreffend Höchstpreise, vom 4. August 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 339) in der Fassung, vom 17. Dezember 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 516) in Verbindung mit ben Bekanntmachungen über die Äenderung dieses Gesetzes vorn 21. Januar 1915, 23. September 1915 und 23. März 1916 (Rerchs-Gesetzbt. 1915 S. 25, 603 und 1916 S. 183) zur allgemeinen Kenntnis gebracht mit dem »enterten, daß. Zuwiderhandlungen gemäß den in der Anmerkung *) abgedruckten Bestimmungen bestraft werden, sofern nicht nach den allgemeinen Strafte,etzen höhere Strafen angedroht sind. Auch kann der Betrieb des vandelsgewerbes gemäß der Bekanntmachung zur Fcrnhaltung un- ^verlaNiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 603) untersagt werden. 8 1 . Es dürfen nicht übersteigen die Preise a) für Spinnpapier die in der Preistafel I (Spmnpapierhöchst- preise-**) b) für einfache gezwirnte oder geschnürte Papiergarne, welche mit andevai Faserstoffen nicht vermischt sind, die in der Preistafel II (Paprergarnhöchstpreise) genannten -5 fl.fr » **) § 2 1. Die Höchstpreise für Spinnpapier vergehen sich auf Grund eines Feuchtigkeitsgehaltes des Papiers von 6 bis 8 vom Hundert oes absoluten Trockengewichtes, einschließlich Hülsen und Ber- packimg in Packpapier, ab Fabrik oder Lagerstelle des Verkäufers, netto Kasse mit einem Ziel von 14 Tagen ab Versand. Innerhalb 3 Monate — gerechnet vom Tage des Ein- — zurückgesandte Holzhülsen Müssen bei frachtfreier Nucksendung in gebrauchsfähigem Zustande zum Papierpreise znruckgenommen werden. 2- Tie Höchstpreise für Papiergarn verstehm sich für Kreuz- fpulcrufmachung auf Grund eines Feuchtigkeitsgehaltes des ^rt^T^ von 15 vom Hundert des absoluten Trockengewichts, einschließlich sollen mnd ausschließlich des G^vichtes der Verpackung, ab Fabrik oder Lagerstelle des Vertäu fers, netto -Kasse mit ernem Ziel von 14 Tagen ab Versand. . Tas Gewicht der Hülsen darf 1 vom Hundert des Ge- MmtgewickBes Gewicht von Garn und Hülsen) bei 15 vom Hundert F^u^ttgkeit nicht übersteigen Ueberschreitet das Hülsmgewicht diese Grenze, so ist der Unterschied zwischen dem erlaubten und deni tatsächlichen Hülsengewicht zum vollen Ga Ni Preise zu vergüten Packung darf in Rechnung gestellt werden, mutz aber bei spesenfreier Rücksendung innerhalb eines Preistafel I. Höchstpreise für Spinnpapier. L Preise (verstehen sich bei Verwendung von ungebleichtem Zellstoff). Preise für X Kilogramm in Pfennigen. Gewicht eines Quadratmeters mit 100 v. H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 75 bis 99 v. H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 50 bis 74 v. H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 25 bis 49 v. H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 0 biß 24 v. H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff-ft 70 g und mehr. 98 92 __ 75 65 bis 69 .. 108 102 80 60 „ 64 .. 113 107 IAA 85 90 55 „ 59. 118 H2 “ö 50 „ 54 .. 123 117 1P5 100 95 100 105 110 118 46 „ 49 . . 128 133 122 11t lüo 40 . 45. 127 120 110 35 „ 39 .. 141 153 167 135 128 110 30 o 34 .. 117 i in 123 25 „ 29 9 . 161 54 135 130 144 158 172 202 22 » 24 .. 181 195 175 168 1,9 18 w 21 .. 189 182 163 17 g und darunter. 225 chläge aus die Grün en. 91 Q 177 II. Zuschläge. Angemessene Zus a) für Sctmerden in Svinnroll dpreise dürfen berechnet werden: 207 b) bei Mitverwendung von gebleichtem Zellstoff. Preistafel II. Höchstpreise für einfaches, gezwirnt s oder geschnürtes Papiergarn, welches mit andere« Faserstoffen nicht gemischt ist. i da Preise für 1 Kilogramm in Pfennigen. >. «»runopretse a) Unter Zugrundelegung des Durchmessers 1. bei Verwendung eines Papiers von mehr als 70 g für 1 qm: Bei einem Durchmesser von mm 2 .... 3 .... 4 bis 8 . 9 bis 12 2 . mit 100 v. H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 75 bis 99 o H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 60 bis 74 v. H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 25 bis 49 v. H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit O bis 24 v. H. Natron- (Sulfat-) Zellstoffs) 156 149 141 J36 130. 131 ,26 141 134 126 121 136 129 121 116 i beteines Papieres von weniger als 70 g für 1 qm errechnen sich die Preise folgendermaßen- 110 Höchstpreises des verwendeten Papieres mit folgendem Zuschlag: ***** 130 120 115 110 v. H. des Bei einem Durchmesser von mm 2 . 47 3 . 37 4 bis 8. 32 9 bis 12. 27 d) Unter Zugrundelegung der metrischen Nummern*) bei Verwendung eines Papieres Garnnummer metrisch 1 2 fr 3,. 4 <. 6 “ seraüitet vom Tage des Eintreffens — in ge-, -— . brauchsfähigem Zustande xum vollen Betrage zurückgenommen I Preistafel H. mit 100 v. H. Natron- (Sulfat-) ! Zellstoff mit 7b bis 99 v. H. Natton- (Sulfat-) Zellstoff - mit 50 bis 74 v. H. ^ , Natron- (Sulfat-) Zellstoff mit 25 biß 49 v. H. Stalron- (Sulfat-) Zellstoff mit 0 bis 24 v. H. Natron- (Sulfat-) Zellstoff") 195 188 160 174 169 215 208 200 194 189 235 228 220 214 209 245 238 230 224 219 270 263 255 249 24-1 300 293 285 379 274 355 348 340 334 329 415 406 400 394 389 im Verhältnis. Für Garne grober als 1 metrisch bestimmen sich die Preis« nach den Tabellen I*. werden. S. Bei Stundung des Kaufpreises dürfen bis 2 vom Hundert über Reichs bankdiskont als Zinsen berechnet werden. 8 3. Diese Bekanntmachung tritt am 20. Februar 1917 in Kraft. H. ZuschlLge. a) Für andere Ausmachung: 1. für Bündel, Knäuel-, ZweileaSaufmachung darf ein ana 2. für Garn auf Kops spulen darf der Preis bei Nr. 3 und vv zuzüglich je 2 Pf. für jede halbe Nummer; d) Our Zwirnen und Schnüren dürfen solgeiide Zuschläge berechnet werden: 1. Zwirnen allein emessener Zuschlag berechnet werden; grober 7*/, Ps. höher als der Grundpreis sein, bei höheren 9lummern *> Mit Gesmrgu.s bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis m zehntausend Mark oder mit einet dieser Strafen nnrb bestraft: 1. wer die festgesetzten Höchstpreise überschreitet; 2. wer einen andererr zum Abschluß eines Vertrages auffordert durä> den vre Höchstpreise überschritten werden, oder sich «i einem solchen Berttage erbietet: 3. wer einen Gegenstand, der von einer Aufforderung (6 2 Höchstpreise) betroffen ist, bei- seitesaxrfft, bejchädrgt oder zerstört: i. wer der Auffordcwung der zuständigen. Behörde zum Verkauf von Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, nicht nachkommt: 5. iver Vorräte an Gegenständen, für die Höchstpreise fest- gesetzt und, den zu,tärrdigen Beamten gegenüber verheimlicht - b. wer den nach 8 5 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise er- laffeiien AussühcrmgsLestimmungeu zuwiderhandelt. ^ Zwvcherhandlungen gegen Nr immer 1 oder 2 rst die Geldsttafe mindestens auf das Doppelte des Betrages m. bemeffen um den der Höchstpreis überschritten morden ist oder 3” TiKummer 2 überschritten werden sollte; icher- stergt dei^Mindestüetrag zehntausend Btart, so ist auf ihn zu «- Soac imlbember Umstände kann die Geldsttafe bis auf die Hälfte des Mindestbetrages ermäßigt werden. In Fällen der Nummer 1 und 2 kann neben der Strafe ^SMrdnetwerden, daß die Verurteilung aui Kosten des Sckmldigen öffentlich brtannLznmachen rst; auch kann neben der Gefängnisstrafe auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. . . ** Sind in Verträgen, die vor Inkrafttreten dreser Betau» tmaeyun g abgeschlossen sind, höhere Preise verernbart, , o findet der letzte Ab- 3 b€C ?^kanntmachung Nr. W. HI. 4000/12 16. K. R. A. vom 1. Februgr 1917 Anwendung Nr. bi§ 0„ 1-1,. 2-3,« 3*—5 zweifach.. 20 30 35 40 drei- und mehrfach .... 15 25 30 35 Zwirnen und Schnüren Nr. bis 0„ 2—3,j 3„-5 50 c) 80 105 130 werde» III 9 r(,?I'r^!T Pt T'm e "' ^ri°r-n, P°Ii-«n, Bl-ichen, Flechten, Schneiden °ul Lünqe dar! ein anqem«si«,er Zujch'l-q berechnet ^elmQen^ sich^.7^pr^,keuifsrlchend^ "nter Mttnermendung n°n bo,ih°l..g-n Ab,allen. -de. Fi.Weff er^ug. Die Berechuu ng der Zu- und Abschläge muß in der Rechnung ersichtlich gemacht werden. ^ t) Also auch reines Snlfitpopier. | ft) Also auch bei Verwendung von reinem Sulsitzellstoffpapier. ,11 Hlerber bedeutet die Nummer die Zahl der Kilometer, die von eitlem Papiergarn bei 15 v. H. Feuchtigkeit aus 1 kg geben. *) Also auch bet Verwendung von reinem Sulfitzellstoffvapier. 5 0 9 Frankfurt (Main), 20. Februar 1917. • ___ Stellv. Generalkommando des 18 . Armeekorps. Vaterländischer ^ilssdienst! Aufforderung des Kriegsamts zur freiwilligen Meldung gemäß 8 7 Abs. 2 des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst. Hilfsdienstpflichtige zur Verwendung bei Militärbehörden und Zivil Verwaltungen im besetzten Gebiet fitr inende Beichäitissungsarien gesucht: Gtrichtsdienft, Post und T/lknrapstkiidstnst. Mo>Äinrt,' und Hjlfssthrciber. Botendievft. Techni,cher Dienst. Äraftfahrdienst. Eiseubahndienst. B etr.: D öchstp reise fLr Kpmuchaplcr aller Art sowie für estlfrche, gez-mrnte oder geschnürte Papiergarne, welche mit anderen Faserstoffen nicht vermischt sind. An die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Indem wir auf die Bekanntmachung des stellvertretenden Gene- valvommandos des 18. Armeekorps mm heute verweisen, beauf- kvagen wir Sie, wn dem Inhalt derselben den Interessenten, alsbatt» .Ktnntnrs zu geben ,md dieselbe in Ihrem Amtszimmer zur Einsicht offen zu legen. Gießen, den 30. Februar 1917. Grvßhcrzogliches Kreisamt Gießen, vr. Usilnger. Bäcker und Schlächter, Handwerker jeder Art. Land- und forstwirtschaftlicher Arbeitsdienst, Anderer Arbeitsdienst jeder Art, Pferdepfleger, Kutscher. Pichwürter, Sicherheitsdienst (Bahnschutz, Gefangenen - und Gefängnisbewachung), Krankenpflege. Hilfsdienstpflichtige mitsranzösischen oder v l ä m i s chon Sprachkenntn l ssen werden besonders berücksichtigt. Bis zur endgültigen Ueberweisung au die Bedarfsstxllen des besetzten Gebietes wird ein „vorläufiger Dienfwertvag" abgeschlossen. Tie Hilfsdienstpflichtigen erhalten: Freie Verpflegung oder Gekdentschädigung für Selbstverpflegung, freie Unterkunft, freie Eisenbahnfahrl -um BestimmungSork Rufe zurück. freie Benutzung der Feldpost, freie ärztliche und Lazarettbehandlung, sowie angemessenen Lohn für die Tauer de- vvv- Lünfigcrr Tienstvertroges. Die endgültige Höhe des Loh«» oder Betr.; Ablieferung von v^chafen. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Grotzh.Büraer- meistereien der Landgemeinden des Kreises. Auf Anordnung der .Reichsfleischstelle Hot der Kreis Gießen Schafe an den Oberhesfischen Viehhandelsverband abzuliefern. Sie lvollen deshalb ortsüblich bekannt machen, daß die Schache sitz«? aüfgechrdert wenden, die Ablieferung an den Oberheffischen Bieh-^ handelsverband voMrnehmen. Soweit schlachtreife Schafe nicht vorhanden smd, erstreckt sich diese Aufforderung mich auf Mager- schcffe, doch keinesfalls auf trächtige Schaie. Gießen, den 20. Febvuar 1917. Gvoßherzvgliches Kreisamt Gießen. I. V.: Langerm a nn. Gehaltes kann erst bei Mschluß des endgültigen Dienst vertrnges festgesetzt werde,: und richtet sich nach Art und Tau« der Arbett sowie muh der Leistung; eine auskömmliche 23* zahlung wird zugesichert. Im Falle des Bedürfnisses werden außerdem Zulagen ge^ währt für m der Heunat zu versorgende Familienaugehörige. ^ Besorgung Hilfsdienstpflichtiger, die eine Kriegsdienst beschadigung erleiden, und ihrer Hmtcrbliebeuen wird noch be. sonders geregelt. Meldungen nimmt entgegen: das Se;irk§kommando in Stehen, Es sind beizubringen: polireilicher Ausweis (Leumundszeugnis'', etwcnge Militärpapiere, Deschäftigungsausweis oder Arbeitspapiere, erforderlichenfal» gemäß § 9 Abs. 1 des Gesetzes über de, vaterländffchen Hüfsdrenst (Abkehrschein), Angaben, toamr der Bewerber die Beschäftigung antretcn kann. «WB Uriegramtrftelle in Zranksutt a. M.